Namvic Safari Mietwagen - Ein Sicherheitsrisiko!

45 Antworten · 11,8k Aufrufe · gestartet 28. Juni 2018 von myjourney
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1’715 Beiträge · seit 200603. Juli 2018 ·
dergnagflow schrieb:Hallo Emanuel,
fein, dass du dich wenigstens noch einmal meldest und dieses Forum nicht nur als "ich kippe meinen Frust hinein, hinter mir die Sintflut" betrachtest.
🤨 😐 🤩 🙁 ????????

Auch Dir einen schönen Tag.

Gruss
Emanuel
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5’486 Beiträge · seit 200903. Juli 2018 ·
Ich möchte hier nur auf die Sache mit dem Dachzelt eingehen, denn der Rest sind unwichtige Kleinigkeiten. Die Nummer mit dem Dachzelt geht gar nicht. In Namibia sind aus Asphalt 120km/h erlaubt und das Dachzelt muss entweder diesen Geschwindigkeiten gewachsen sein, oder es muss einen deutlicher Hinweis im Auto geben, dass mit Dachzelt nur eine niedrigere Geschwindigkeit erlaubt ist. Ich bin schon oft mit einem Dachzelt 120km/h und teilweise auch mehr 😎 gefahren. Das gab nie Probleme.

Viele Vermieter versuchen immer die Schuld auf den Mieter zu schieben. Allein das dem Mieter sogar die Schuld am verlorenen Dachzelt angelastet wird, da er die Befestigung nicht regelmäßig überprüft hat, disqualifiziert den Vermieter in meinen Augen so sehr, dass ich dort niemals mieten würde. Es kann meiner Meinung nach nicht vom Mieter verlangt werde, dass er regelmäßig sämtliche Befestigungen am Fahrzeug überprüft. Wo soll das anfangen und wo aufhören?

Mich bestätigt dieses Beispiel wieder einmal darin, bei Mietwagen nicht auf den Preis zu achten, sondern auf eine langfristig ausgelegte Partnerschaft mit dem Vermieter. Bei einem Vermieter, der mir seine Fairness unter Beweis gestellt hat, bleibe ich unabhängig von dessen Preisentwicklung.

Scheinheilig finde ich die Posts, in denen lapidar geäußert wird, Kevin hätte nur langsamer Fahren müssen und schon wäre nichts passiert. Das ist ein Todschlag-Argument, dass an der Praxis völlig vorbei geht, denn jeder Unfall lässt sich verhindern, wenn man nur langsam genug fährt. Wenn man nie über 20km/h fährt, kommt man garantiert unfallfrei durch den Urlaub, kommt aber auch nie an. 120km/h auf gerader und übersichtlicher Asphaltstraße sind keine Raserei und in Deutschland wäre das selbstverständlich.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2018
Gast03. Juli 2018 ·
@ Befestigung
Dass der Vermieter darauf hinweist, dass die DZ-Befestigung kontrolliert und nachgezogen werden soll/muss, zeigt mE an, dass diese entweder mangelhaft konstruiert oder ausgeführt wurde oder bereits beschädigt war (Auflagen zu klein, verformt/eingedrückt, Schrauben gestreckt etc.). Das sind alles schwere Mängel in Bezug auf die Verkehrssicherheit und klar im Verantwortungsbereich des Vermieters und würde in Europa wohl zu einer Anzeige führen. Nachtrag: Umso mehr, weil sie dem Vermieter bewusst waren, denn sonst hätte er ja nicht darauf hingewiesen.
@ Geschwindigkeit.
Auf das Risiko einer hohen Geschwindigkeit mit einer sperrigen Dachlast hinzuweisen, hat mE mit Scheinheiligkeit gar nichts zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand und Basiskenntnissen in Physik und Mechanik. Gerade bei schwacher Befestigung kann 40 bis 50 % höhere Belastung vom Fahrtwind durchaus ein derartiges Versagen herbeiführen. Es können nämlich noch zusätzliche Belastungen auftreten, wie Windböen bis Bodenwellen. Es macht auch einen großen Unterschied, ob man auf einer europäischen Autobahn mit einem windschlüpfrigen SUV und Maggiolina DZ 120 kmh fährt oder mit einem afrikanischen DZ-Kasten auf einem Kastenauto. Ich bleibe daher dabei, mit Dachzelt 120 kmh und mehr zu fahren, ist nicht nur riskant sondern auch an der Grenze zur Fahrlässigkeit, jedenfalls verantwortungslos. Die Belastbarkeit der Befestigung ist ja nur ein Aspekt, jede große Dachlast beeinträchtigt das Fahrverhalten und die Stabilität. Eine Windböe wirft dich aus der Bahn. Auch wenn 130 kmh nicht ausdrücklich verboten sind, wäre wohl bei einem Unfall ein Mitverschulden gegeben. Letzteres sage ich nach Bauchgefühl, es gibt hier ja Juristen, die Judikatur dazu kennen und sich äußern können.
@Schrauben checken
Bei Fahrverhältnissen wie den dortigen gehört es durchaus dazu, hin und wieder zu schauen, ob noch alles fest und am richtigen Platz ist. Genauso wie man die Reifen kontrolliert.
Grüße
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2018
Gast03. Juli 2018 ·
Hallo Alpha-Wolf, interessant was du aus meiner Zuschrift alles herauslesen kannst. Das führt aber von der Physik zur Metaphysik 😗 😮 😐 , daher over and out und einen schönen Abend noch.

Nachtrag und letzter Versuch: Es geht um schnell fahren MIT Dachlast und nicht nur um die Dachlast, also nicht bloß um Gewicht sondern um Dynamik. Ich bin oft mit 200 bis 250 kg Dachlast gefahren, das geht, wenn man die Geschwindigkeit anpasst.
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2018
2’475 Beiträge · seit 200603. Juli 2018 ·
Zunächst muss man ja sagen, dass es wohl auch viel Glück war, dass da nicht viel mehr passiert ist. Gott sei Dank.

Wenn ich ein Fahrzeug mit Dachzelt und ohne Werkzeug übernehme, gehe ich davon aus, dass es ordnungsgemäß montiert ist und ich da keine Schrauben nachziehen muss. Den Vergleich mit Reifen finde ich da eher wenig belastbar. Natürlich wirken da unheimliche Kräfte, aber wenn das Fahrzeug dann nur mit 80 km/h gefahren werden kann, muss der Vermieter das vereinbaren. Bislang habe ich bei meinen Vermietern nur Reduzierungen der Geschwindigkeit in den Verträgen gehabt, weil das Überschlagrisiko usw. minimiert werden soll. Nie hat einer erwähnt, bei 120 auf geteerten Straßen würde mir das Dachzelt wegfliegen.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
522 Beiträge · seit 201703. Juli 2018 ·
Offensichtlich sind einige der Poster noch nie in Namibia mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen oder sie schreiben leider wider besseren Wissens.

Wie von mir an anderer Stelle angemerkt, wird man regelmäßig von Fahrzeugen mit Dachzelten auf Asphalt oder Schotter überholt wenn man selbst (je nach Straßenzustand) ca. 80, 100 od. 120 km/h fährt.

Und wenn ich ein Fahrzeug übernehme, auch mit Dachzelt, so erwarte ich einfach, dass das Teil verkehrssicher und geprüft ist.

Wo hier eine "Schuld" des TO zu sehen ist erschließt sich mir nicht.
Themenstarter8 Beiträge · seit 201804. Juli 2018 ·
Hallo nochmal, Emanuel.

Ja, ich reise viel und gerne und habe oft sehr gute Erfahrungen gemacht und diese auch bewertet - dann jedoch bei Tripadvisor. Ich habe für mich entschieden, dass eine besonders positive oder eine besonders negative Erfahrung geteilt werden sollte. Wenn etwas wirklich katastrophal schief lief - dann klemme ich mich dahinter und teile auf diversen Plattformen (wie in diesem Fall). Wenn einfach in einem Restaurant der Service schlecht war oder ich unfreundlich behandelt wurde, dann verschwende ich nicht Stunden meiner Zeit. Wenn es jedoch um eine Angelegenheit wie diese geht, oder wie von dir angesprochen meine Bewertung bei Cheaptickets (das Reisebüro hat uns die Umbuchung der Flüge nicht mitgeteilt - dies wurde vor Gericht festgestellt - und uns damit wertvolle Urlaubszeit gestohlen).

Ich verstehe und befürworte deine Ansicht - du kennst nur eine Seite der Medaille und solltest dir keine feste Meinung bilden ohne beide Seiten zu kennen. Ich handhabe das gerne ähnlich.

Danke und einen schönen Tag noch..!
Kevin
Themenstarter8 Beiträge · seit 201804. Juli 2018 ·
Hallo 'loser' (Anführungsstriche, da es der Nickname ist.. ich will nicht unhöflich erscheinen..)

Ich habe danach tatsächlich recherchiert (in meinem Falle nur für die Mastercard - laut dem Mitarbeiter bei Namvic geht dies jedoch auch bei einer VISA - von anderen Kreditkarten weiß ich gar nichts).

Bei manchen Mastercards ist eine Autoversicherung integriert - jedoch nur für die höherklassigen, die man nicht einfach umsonst von der Bank bekommt. Ich zahle für meine Kreditkarte etwa 110 Euro im Jahr (eine MC Titanium), bei dieser ist es leider nicht integriert.

Ich weiß auch nicht, wie es in anderen Ländern gehandhabt wird - ich lebe in Kuwait und habe dieses Formular gefunden:
https://www.mastercard.com.kw/en-kw/consumers/find-card-products/world-elite/insurance/rental-insurance.html

Hoffe, ich konnte weiter helfen.
Lieben Gruß,
Kevin
Themenstarter8 Beiträge · seit 201804. Juli 2018 ·
dergnagflow schrieb:
Vor allem, wenn's um derartige Kleinigkeiten (wie gesagt, ausser die Geschichte mit dem Dachzelt) geht.
Hi Wolfgang, ich gehe davon aus, dass dies an mich ging und nicht an Emanuel.

Für mich sind die meisten anderen Punkte keineswegs Kleinigkeiten. In Namibia fährt man gerne mal hunderte von Kilometern ohne eine Tankstelle zu finden, da ist ein fehlender Zusatztank gravierend - zumal ich dafür bezahlt habe. Auch das Fehlen eines Satellitentelefons, bzw dessen Akkuladung kann gravierende Folgen haben. Bleibt man auf Grund des Fehlen des zweiten Tanks in der 'Pampa' liegen.. hat man keine Möglichkeit zu telefonieren, da das Mobilfunknetz oft nur in der Nähe von Städten funktioniert. Klar - einfach nicht in die Pampa fahren - aber das schränkt einen Urlaub in Namibia doch ziemlich ein.
Auch die Unzuverlässigkeit des Motors ist nicht zu vernachlässigen - ich habe den Wagen meist einfach laufen lassen, wenn wir einen Stopp in besagter 'Pampa' machten - aus Angst er würde nicht wieder anspringen. Dies hat sich natürlich kontraproduktiv bzgl unseres Tanks verhalten..

Ja, 120 sind flott, das stimmt. Jedoch wurde mir dies nicht von der Autovermietung verboten und die offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung wurde von mir eingehalten. Ich bin vorher zugegebenermaßen noch nie mit einem Dachzelt (oder ähnlicher Dachlast) gefahren - konnte also keine eigene Erfahrung einfließen lassen.. für's nächste Mal weiß ich es besser.

Lieben Gruß,
Kevin
Themenstarter8 Beiträge · seit 201804. Juli 2018 ·
Danke Topobär,

ich sehe das mit der Geschwindigkeit genauso.
Jedoch, wie ich in voriger Antwort schrieb sind für mich die anderen Mängel keine Kleinigkeiten - bei keinem Mietwagen, vor allem nicht in einem der am dünnsten besiedelten Länder der Erde.

Ich weiß deine Zustimmung zu schätzen - auch wenn ich denke (wie ich auch bereits in einer vorigen Antwort schrieb), man sollte beide Seiten einer Medaille kennen bevor man sich objektiv eine Meinung bilden kann.

Namvic würde sicher ganz viele andere Argumente bringen, wenn man sie fragt.
Ich kann jedoch ehrlich behaupten, dass ich versucht habe, eine sachliche Schilderung ohne Übertreibungen zu schreiben.

Dass ich knapp 1600 Euro für ein miserables Fahrzeug (8 Tage) bezahlt habe (davon gehen ca. 600 für das Dachzelt drauf) macht mir die Firma natürlich madig und ich will nicht leugnen, dass ein Haufen schlechter Bewertungen meinerseits auch ein bisschen eine Retourkutsche ist.

Letztendlich bin ich froh, dass es 'nur' Geld gekostet hat und niemand (uns eingeschlossen) verletzt wurde.

Lieben Gruß,
Kevin
1’042 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 ·
Hallo Kevin,
myjourney schrieb:
Für mich sind die meisten anderen Punkte keineswegs Kleinigkeiten. In Namibia fährt man gerne mal hunderte von Kilometern ohne eine Tankstelle zu finden, da ist ein fehlender Zusatztank gravierend - zumal ich dafür bezahlt habe.
Das Tankstellennetz ist schon recht gut in Namibia, vor allem auf einer "nur" 8 tägigen Reise wird man sich kaum so weit von der Zivilisation weg bewegen, dass man einen zweiten Tank überhaupt benötigt. Man hat dann nur den Nachteil, dass man an beinahe jeder Tankstelle auch tanken muss, an der man vorbei kommt. Klare Sache ist aber: Wenn man ein Fahrzeug mit Zusatztank bestellt hat und das bezahlt hat, dann muss natürlich der Zusatztank auch vorhanden sein.
myjourney schrieb:
Auch das Fehlen eines Satellitentelefons, bzw dessen Akkuladung kann gravierende Folgen haben.
Das ist durchaus möglich, vor allem wenn man sich unterwegs verletzt und Hilfe braucht oder eine unvorhergesehene Panne hat.
myjourney schrieb:
Bleibt man auf Grund des Fehlen des zweiten Tanks in der 'Pampa' liegen.. hat man keine Möglichkeit zu telefonieren, da das Mobilfunknetz oft nur in der Nähe von Städten funktioniert.
Egal wo man auf Grund Spritmangels liegen bleibt (vor allem bei funktionierender Tankanzeige) hat man selbst grundsätzlich etwas falsch gemacht.
myjourney schrieb:
Auch die Unzuverlässigkeit des Motors ist nicht zu vernachlässigen - ich habe den Wagen meist einfach laufen lassen, wenn wir einen Stopp in besagter 'Pampa' machten - aus Angst er würde nicht wieder anspringen. Dies hat sich natürlich kontraproduktiv bzgl unseres Tanks verhalten..
Den Liter Kraftstoff den so ein Motor sich im Leerlauf pro Stunde sich genehmigt, das wird sich kaum auf die Reichweite auswirken…
myjourney schrieb:
Ja, 120 sind flott, das stimmt. Jedoch wurde mir dies nicht von der Autovermietung verboten und die offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung wurde von mir eingehalten. Ich bin vorher zugegebenermaßen noch nie mit einem Dachzelt (oder ähnlicher Dachlast) gefahren - konnte also keine eigene Erfahrung einfließen lassen.. für's nächste Mal weiß ich es besser.
Bis zu 120 km/h auf Asphalt sind bei vielen Vermietern ausdrücklich erlaubt, ob mit oder ohne Dachzelt. Die Hobby Aerodynamiker hier kannst Du nicht ernst nehmen. Was für die Befestigung des Dachzeltes eine größere Herausvorderung darstellt ist eine üble Wellblechpiste (Bsp. Olifantsrus nach Okaukuejo) bei einer Geschwindigkeit von 40 - 60 km/h mir ist aber auch nicht bekannt, dass dort Dachzelte schon weg geflogen sind, eher KFZ Kennzeichen und andere Fahrzeugteile.

Gruß Markus

PS: In Afrika interessiert fast keinen Menschen so etwas wie "maximal zulässige Dachlast" oder "maximal zulässiges Gesamtgewicht". Eine regelmäßige Kontrolle der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge findet wohl auch nicht statt.
2’475 Beiträge · seit 200604. Juli 2018 ·
Markus615 schrieb:
PS: In Afrika interessiert fast keinen Menschen so etwas wie "maximal zulässige Dachlast" oder "maximal zulässiges Gesamtgewicht". Eine regelmäßige Kontrolle der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge findet wohl auch nicht statt.
Deine Erfahrungen in Afrika und mit Mietwagenfirmen in Afrika sind ja überschaubar, deshalb finde ich Deine Aussage umso bedenklicher. Ich miete meine Fahrzeuge nur bei Firmen, die sehr wohl die Verkehrstüchtigkeit kontrollieren - Du auch?
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1’715 Beiträge · seit 200604. Juli 2018 ·
Vor einiger Zeit habe ich gelernt, dass der Fahrer für die Ladung verantwortlich ist. Wenn juristisch der Gepäckträger und was auf diesem transportiert wird auch zur Ladung gehört. Ist er auch dafür zuständig. In dem Fall könnte sich der Vermieter so aus der Verantwortung ziehen, oder es wenigstens versuchen.

Da ich keine Jurist bin, sagt mir mein gesunder Menschenverstand (GMV), dass einem Mieter nicht zumutbar ist das Konstrukt des Dachzeltes auf Sicherheitsmängel zu prüfen. Zudem es mit den Bordmittel, respektive ohne das notwendige Werkzeug nicht möglich wäre diese zu beheben.
Allerdings hat in der Praxis GMV wenig bis nichts mit Gesetz und Recht zu tun.

Gruss
Emanuel
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1’042 Beiträge · seit 201605. Juli 2018 ·
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:
Markus615 schrieb:
PS: In Afrika interessiert fast keinen Menschen so etwas wie "maximal zulässige Dachlast" oder "maximal zulässiges Gesamtgewicht". Eine regelmäßige Kontrolle der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge findet wohl auch nicht statt.
Deine Erfahrungen in Afrika und mit Mietwagenfirmen in Afrika sind ja überschaubar, deshalb finde ich Deine Aussage umso bedenklicher.
Die Aussage war ganz allgemein gehalten und ich denke, dass ich das auch sehr gut beurteilen kann. Was in Afrika (und damit auch in Namibia) zum Teil mit der Zuladung, dem technischen Zustand und anderem getrieben wird, das wäre bei uns undenkbar. Das ist nicht einmal ein typisch afrikanisches Thema… 😉
Sanne schrieb:
Ich miete meine Fahrzeuge nur bei Firmen, die sehr wohl die Verkehrstüchtigkeit kontrollieren - Du auch?
Beim ersten Mal hatte ich das aus Unwissenheit nicht gemacht, aber seitdem mache ich das auch so. Ich bin gerade erst zurück und hatte einen super Hilux mit zwei Dachzelten und bin damit auch bis zu 120 km/h auf Asphalt gefahren ohne irgendwelche Teile und schon gar keine Dachzelte zu verlieren. Ich glaube es waren 4500 km ohne irgendeine Panne zu haben.

Gruß Markus
1 Beiträge · seit 201919. Mai 2019 ·
Wir hatten im April 19 bei Namvic ein Fahrzeug (Toyota Hilux 2016er Modell 2.8L Automatic mit 2 Dachzelten) gemietet und waren sehr zufrieden. Netter Kontakt, pünktliche Airport-Transfers. Fahrzeug-Zustand top. Ausführliche Einweisung in Fahrzeug und Zubehör, Telefone einschließlich Ladegerät auf Funktionsfähigkeit geprüft, Auf die Geschwindigkeits- und Sicherheitsregeln wurden wir mehrfach ausdrücklich hingewiesen. Insbesondere auf die tägliche Kontrolle der Dachträger-Verschraubungen. Tatsächlich war eine Schraube dabei, die sich immer mal wieder gelöst hat. Ich denke, so etwas ist bei der ganzen Rüttelerei kaum zu vermeiden. War auch kein Problem, das nötige Werkzeug war dabei. Auch der Support war vorbildlich. Als der Kühlschrank am normalen Stromkabel nicht mehr laden wollte, haben wir einen Treffpunkt am nächsten geplanten Stop (Swakop) ausgemacht. 2 Techniker waren pünktlich vor Ort und tauschten das defekte Kabel aus. So muss das laufen! Wir können Namvic jedenfalls wärmstens empfehlen und würden auf jeden Fall wieder dort buchen.
5 Beiträge · seit 201923. Mai 2019 ·
Also, ich miete ein Fahrzeug irgendwo. Ich erhalte eine Einweisung, Unterlagen und die AGB.

NIRGENDS stand z.B. bei mir in Namibia drin, dass ich mit Dachzelt nicht schneller als xxx km/h fahren darf. Und dann fahr ich auch die 120, wenn die Straße das hergibt, ganz simpel. Bin ICH der Experte?? Nein, ich BEZAHLE nicht wenig Geld für eine Dienstleistung! Falls der Vermieter Bedenken hat, muss er sie mir mitteilen. Und ich miete einen 4x4 auch nicht, um ihn dann wie ein rohes Ei zu behandeln, das Pony wird so hart geritten, wie es das abkann und es innerhalb der vorgeschriebenen Limits ist. (25 Jahre 4x4-Erfahrung, teilweise in härtestem Gelände, vorhanden)

Wäre mir das Zelt abgeflogen, hätte der Vermieter von mir genau NULL Euro gesehen! Und wahrscheinlich wären wir auch vor Gericht, weil MEIN Urlaub dadurch beeinträchtigt wurde, dass SEIN Dachzelt abfliegt, insofern ist Preisminderung angesagt. Schon gerade bei nur 8 Tagen, wie in diesem Fall! Richtiges Verstauen, Sichern etc. setze ich mal voraus, klar, es gibt immer Leute mit zwei linken Händen, zu denen gehöre ich aber nicht.

Aber guter Hinweis! Ich werde nächstes Mal jeden Morgen ein Foto des gepackten und gesicherten Dachzeltes mit dem Handy machen. Better save than sorry. Hatte das letzte Mal auch mit maximalem Versicherungsschutz gemietet, und klar ist was kaputt gegangen, bei 16 Tagen Jukehuu. Interessiert mich aber dann nicht, kann der Vermieter mit seiner Versicherung regeln. Dafür, dass ich denen am Ende ganz entspannt den Schlüssel in die Hand drücke, mich umdrehe und gehe, zahl ich gerne 40€ mehr am Tag. Kann ich nur empfehlen. Nichts ist so befreiend wie peace of mind.
Father. Soldier. Simracer. And traveling...
33,3k Beiträge · seit 200623. Mai 2019 ·
NIRGENDS stand z.B. bei mir in Namibia drin, dass ich mit Dachzelt nicht schneller als xxx km/h fahren darf. Und dann fahr ich auch die 120, wenn die Straße das hergibt, ganz simpel.
jeder mir bekannte namibische VErmieter hat als Höchstgeschwindigkeit auf Teer 100 (ansonsten 80) km/h im Mietvertrag stehen. Das wärst Du schonmal mit Deiner Art und Weise auf Grund gelaufen 😉
Und das maximale Versicherungsschutz eben in Namibia keineswegs alles abdeckt ist ja auch hinlänglich bekannt. Also ein zweiter Aspekt wo Du Dich in Sicherheit gewogen hast, was aber schnell nach hinten hätte losgehen können.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’042 Beiträge · seit 201623. Mai 2019 ·
Hallo efriedrich,
efriedrich schrieb:
Wir hatten im April 19 bei Namvic ein Fahrzeug (Toyota Hilux 2016er Modell 2.8L Automatic mit 2 Dachzelten) gemietet und waren sehr zufrieden. Netter Kontakt, pünktliche Airport-Transfers. Fahrzeug-Zustand top. Ausführliche Einweisung in Fahrzeug und Zubehör, Telefone einschließlich Ladegerät auf Funktionsfähigkeit geprüft, Auf die Geschwindigkeits- und Sicherheitsregeln wurden wir mehrfach ausdrücklich hingewiesen.
Das klingt ja sehr gut... 🙂
efriedrich schrieb:
Insbesondere auf die tägliche Kontrolle der Dachträger-Verschraubungen. Tatsächlich war eine Schraube dabei, die sich immer mal wieder gelöst hat. Ich denke, so etwas ist bei der ganzen Rüttelerei kaum zu vermeiden.
das wiederum klingt nach Märchen. Wenn eine Schraube sich ständig lösen würde, dann wäre da grundsätzlich an der Konstruktion der Fehler zu suchen. Am Motor musst Du die Zylinderkopfschrauben auch nicht jeden Tag nachziehen und die sind noch höher belastet. Ich kenne niemanden der täglich die Dachträger Verschraubungen kontrolliert und auch keinen Vermieter, der das verlangt.
efriedrich schrieb:
War auch kein Problem, das nötige Werkzeug war dabei.
Für alle anderen Schrauben am Fahrzeug auch? 😄

Hallo ColWolf72,
ColWolf72 schrieb:
Und ich miete einen 4x4 auch nicht, um ihn dann wie ein rohes Ei zu behandeln, das Pony wird so hart geritten, wie es das abkann und es innerhalb der vorgeschriebenen Limits ist. (25 Jahre 4x4-Erfahrung, teilweise in härtestem Gelände, vorhanden)
ich bin kein Fan solcher Phrasen. Gerade eine Mietsache hat man pfleglich zu behandeln, weil die einem nicht gehört und wenn Du viel Erfahrung hättest, dann wüsstest Du, dass "das Pony nur so hat geritten" wird wie unbedingt nötig, damit die Ausfallwahrscheinlichkeit des "Ponys" nicht so hoch ist. Ansonsten muss man lernen wie man "tote Pferde" reitet.
ColWolf72 schrieb:
Und wahrscheinlich wären wir auch vor Gericht, weil MEIN Urlaub dadurch beeinträchtigt wurde, dass SEIN Dachzelt abfliegt, insofern ist Preisminderung angesagt.
Du weißt wohl nicht, was es bedeutet im Ausland eine Rechtsstreitigkeit zu haben. Das lohnt sich wirklich nur bei größeren Beträgen… 😄
ColWolf72 schrieb:
Dafür, dass ich denen am Ende ganz entspannt den Schlüssel in die Hand drücke, mich umdrehe und gehe, zahl ich gerne 40€ mehr am Tag. Kann ich nur empfehlen. Nichts ist so befreiend wie peace of mind.
So funktioniert das nirgends. Auch nicht in Namibia.
travelNAMIBIA schrieb:
NIRGENDS stand z.B. bei mir in Namibia drin, dass ich mit Dachzelt nicht schneller als xxx km/h fahren darf. Und dann fahr ich auch die 120, wenn die Straße das hergibt, ganz simpel.
jeder mir bekannte namibische VErmieter hat als Höchstgeschwindigkeit auf Teer 100 (ansonsten 80) km/h im Mietvertrag stehen. Das wärst Du schonmal mit Deiner Art und Weise auf Grund gelaufen 😉
Hallo Christian,
dann kennst du aber nicht alle Vermieter. 120 km/h auf Teer und 80 km/h auf Gravel waren die letzten Jahre auch bei SCR erlaubt. Ob sich da etwas geändert hat, weiß ich aber nicht. Ich fahre meistens freiwillig langsamer, ich bin ja dann im Urlaub und nicht auf der Flucht. 😄

Gruß Markus
5 Beiträge · seit 201923. Mai 2019 ·
ColWolf72 schrieb:
„Und ich miete einen 4x4 auch nicht, um ihn dann wie ein rohes Ei zu behandeln, das Pony wird so hart geritten, wie es das abkann und es innerhalb der vorgeschriebenen Limits ist. (25 Jahre 4x4-Erfahrung, teilweise in härtestem Gelände, vorhanden)
“

ich bin kein Fan solcher Phrasen. Gerade eine Mietsache hat man pfleglich zu behandeln, weil die einem nicht gehört und wenn Du viel Erfahrung hättest, dann wüsstest Du, dass "das Pony nur so hat geritten" wird wie unbedingt nötig, damit die Ausfallwahrscheinlichkeit des "Ponys" nicht so hoch ist. Ansonsten muss man lernen wie man "tote Pferde" reitet.


„Und wahrscheinlich wären wir auch vor Gericht, weil MEIN Urlaub dadurch beeinträchtigt wurde, dass SEIN Dachzelt abfliegt, insofern ist Preisminderung angesagt.“

Du weißt wohl nicht, was es bedeutet im Ausland eine Rechtsstreitigkeit zu haben. Das lohnt sich wirklich nur bei größeren Beträgen… 😄


„Dafür, dass ich denen am Ende ganz entspannt den Schlüssel in die Hand drücke, mich umdrehe und gehe, zahl ich gerne 40€ mehr am Tag. Kann ich nur empfehlen. Nichts ist so befreiend wie peace of mind.“

So funktioniert das nirgends. Auch nicht in Namibia.
Ganz einfach: Ich zahle für ein Geländefahrzeug der toughen Art, bei der UNO, OSZE etc. weltweit im harten Einsatz. Wenn der Bock liegenbleibt, haben die gem. Vertrag 8 Stunden, um mir einen Mechaniker zu schicken und im Zweifel 24 Stunden, um mir einen Funktionierenden zu bringen. Unter anderem danach habe ich den Vermieter ausgesucht. Heißt also: Ich übertreibe es nicht, aber bestimmt sage ich nicht: „Da fahr ich jetzt nicht durch, könnte ne Schramme geben...“. Das Ding soll mich von A nach B bringen und ich will nicht groß nachdenken, ob und wie das jetzt geht oder nicht.

Oh, ich hab schon das eine oder andere vor Gericht im Ausland gemacht, ich bin da ganz nervig und habe jahrelange Ausdauer („the f***ing German“, wie mein letzter Gegner immer sagte...). Bisher haben noch alle aufgegeben und großzügig verglichen. Einschließlich meiner Anwaltskosten. Man darf halt nicht auf einen schnellen Sieg hoffen, aber den gibt’s bei uns vor Gericht auch nicht. Und man muss natürlich die lokalen Gesetze kennen und wie die Rechtsprechung so abläuft. (Klar, wenn es NUR über Bestechung geht, dann lass ich es auch bleiben...)

Und bei der Abgabe des Fahrzeugs (ein kaputter Reifen und Heckschaden, woher auch immer), sprach der deutschsprachige Chef-Mechaniker: „Sie haben ja das große Paket, ist ja eh Wurscht, was mit dem Auto ist.“ Unterschrieb die Rückgabe und wir bestiegen das Taxi. In Namibia. Ganz einfach. Oder letzthin in Florida, Glasschaden und Vandalismus. „Oh, you are fully covered... well...“ Auch ganz einfach. Kostet halt mehr als Geiz ist geil, aber rechnet sich gerade im Ausland langfristig.
Father. Soldier. Simracer. And traveling...
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2019