Crossings, Cats & Kills - Tansania Sep./Okt. 2016

Reisebericht 97 Antworten · 18,6k Aufrufe · gestartet 08. Nov. 2016 von Bebbl
365 Beiträge · seit 200618. Nov. 2016 ·
waterlike schrieb:Hallio zusammen,

ich kann leider euren Anbieter der Reise nicht finden, und würde mich interessieren ob der Anbieter eine Website habt? denn ich plan auch eine Tour nach Tansania und suche dringend Info!!!
Ich war zwar nicht mit auf der Tour, aber selber auch schon mit Mashoka unterwegs 😉
here we go:
http://www.mashokatours.com/

Viel Spass beim Planen.

-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 18. Nov. 2016
ThemenstarterGast20. Nov. 2016 ·
waterlike schrieb:Hallio zusammen,

ich kann leider euren Anbieter der Reise nicht finden, und würde mich interessieren ob der Anbieter eine Website habt? denn ich plan auch eine Tour nach Tansania und suche dringend Info!!!
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2017
ThemenstarterGast21. Nov. 2016 ·
Tag 5 – Ngorongoro Krater Strecke: Klick

Heute sollte es in den Krater gehen. Für mich das mittlerweile 4-mal. Für Karl-Heinz und meine Freundin das erste Mal. Faszinierend war schon vor der Einfahrt in den Krater wie die Wolken in einer Art „Wolkenfall“ über die Abrisskante waberten.

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Das sah schon beeindruckend aus und würde sich auch erst gegen Ende des Tages auflösen. Ansonsten hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter, denn nach kurzer Bewölkung war es den ganzen Tag über schön im Krater. Wir umrundeten also den Krater und fuhren vorbei an der Ngorongoro Crater Lodge, der Polizei Station, der Simba Campsite und der Serena Safari Lodge nach kurzem Check am Windy Gate in den Krater ein. Bereits bei der Einfahrt eröffneten sich uns fantastische Blicke auf die nebelverhangenen Kraterwände.

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Kaum im Krater angekommen beobachteten wir zwei konkurrierende Hyänenrudel, die versuchten einen Streit zu schlichten. Immer wieder rannten Clanmitglieder von hier nach dort und wieder zurück. Wer, was und wieso war eigentlich nicht zu erkennen.

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Vorbei an Büffeln und entgegenkommende Zebras wurden wir auf ein in weiter Entfernung stehendes Nashorn aufmerksam gemacht. Es sollte sich mit seinem Jungtier in einem Sumpf aufhalten.

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Wir spähten alle durch die Ferngläser, konnten jedoch nichts entdecken. Dann hatte Karl-Heinz doch etwas entdeckt, was sich aber bei genauerem Hinsehen als Flusspferd entpuppte. So machten wir uns auf den weiteren Weg den Krater zu erkunden. Viele Gnus und Zebras waren anzutreffen. Große Herden der Pflanzenfresser bewegten sich scheinbar ziellos von links nach rechts und auch wieder zurück.

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Vorbei an einem kleinen, schon sehr ausgetrockneten Hippopool und einem Hyänenbau entdeckten wir an einer Sumpflandschaft in der Nähe der Lera Picnicsite eine Löwin die einen Kill bewachte.

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Ein Büffel musste sein Leben lassen. Der Rest des Löwenrudels wurde innerhalb des Sumpfgebiets vermutet.

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Wir verbrachten einige Zeit bei der Löwin und beobachteten einen Schakal, der sich ein Stück Knochen stibitzt hatte.

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Wir hatten die Hoffnung, dass das Löwenrudel zum Fressen zurückkommen würde oder sich die kurz zuvor entdeckten Hyänen, die nicht mal 300 Meter entfernt in ihrem Bau lagen, her bewegen würden. Eine Hyäne war auch mal kurz zu sehen aber sie drehte wieder ab und so sammelten sich zwar immer mehr Autos an dem Spot, Action gab es jedoch keine.

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Nach einem kurzen Besuch der Lera Picnicsite kam über Funk, dass in angrenzenden Wäldchen ein Nashorn gesichtet wurde. Also nichts wie hin… aber dort war das absolute Chaos. Gefühlte hundert Autos stritten sich darum einen Blick auf den Dickhäuter werfen zu können. Ich hatte das Gefühl sämtliche im Krater befindlichen Fahrzeuge hielten sich in diesem Moment an diesem Flecken Erde auf. Das totale Chaos und eine Rangiererei, zum Davonlaufen. Was wir dann auch schnellstmöglichst taten. Einen kurzen Blick konnten wir auf das Tier in weiter Entfernung werfen aber dafür lohnte der ganze Aufwand definitiv nicht. Wir fuhren dann wieder zurück zu der Löwin an ihrem Büffelkill, die es jetzt mit einigen vorwitzigen Schakalen zu tun bekam.

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Diese waren wirklich sehr frech bis es der Raubkatze zu bunt wurde und sie sie verjagte. Auch wir fuhren weiter in Richtung Ngoitokitok Picnicsite. Vorbei an vier faulen Löwen trafen wir nur wenige hundert Meter entfernt von der Picnicsite auf einige Löwen, die es sich direkt an der Straße bequem gemacht hatten.

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Das hatte natürlich wieder einen enormen Auflauf zur Folge. Viele Autos drängten sich um die Katzen und diese zogen sich immer weiter in den Busch zurück. Der Brüller war aber ein Tourist in einem Auto, dass vor uns stand. Darin ein stand ein englischsprachiger, ich nehme an Amerikaner, der unbedingt ein tolles Foto schießen wollte. Da die Löwen alle faul dalagen und so ein Foto nicht wirklich was hergab, versuchte dieser „Mensch“ mit allen möglichen Tricks wie Pfiffen, Schnalzen oder aufs Autodach zu klopfen die Aufmerksamkeit der Tiere zu erregen. Nichts funktionierte. Die Katzen lagen immer noch faul komplett darnieder. Irgendwann hob einer der männlichen Löwen den Kopf und dieser Typ schlug tatsächlich aufs Autodach. Daraufhin machte der Löwe aus Schreck einen kleinen Satz und dem „Idiot“ (sorry aber anders kann man´s net nennen) fiel fast vor Schreck seine Kamera aus dem Auto. Ich hätt´s ihm ja gegönnt und hab mich total fremdgeschämt.

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Nachdem wir auf der Picnicsite ein Päuschen eingelegt hatten, fuhren wir wieder in Richtung Hippopool. Zwei Löwinnen hatten es sich nicht weit von der Picnicsite gemütlich gemacht. Ich fand´s schon irgendwie lustig wie man bei den Löwinnen im Hintergrund einige Menschen auf der Picnicsite erkennen konnte. Die Katzen schien das aber nicht zu interessieren.

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Wer genau hinsieht kann im Hintergrund die Menschen auf der Picnicsite erkennen

Am kleinen Hippopool, den wir bereits am Vormittag besucht hatten, lagen wieder zwei Löwinnen auf der Lauer. Wir hofften auf eine Interaktion mit den vorbeiziehenden Gnus, aber ein Elefant machte uns einen Strich durch die Rechnung.

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Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu und wir machten nochmal einen Besuch bei der Löwin mit dem Büffelkill. Viele Fahrzeuge hatten den Krater schon verlassen. Doch dieser hatte nochmal ein Highlight für uns parat, denn jetzt befand sich fast das komplette Löwenrudel an , in und auf dem Kill. Viele Löwenteenager hüpften am und auf dem toten Büffel herum. Wir zählten insgesamt ca. 15 Löwen.

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Und so verbrachten wir den Rest der Zeit an diesem Spot den wir nur mit ganz wenigen anderen Fahrzeugen teilen mussten.

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Nachdem es schon fast leicht dämmerte fuhren wir über die neue asphaltierte Straße direkt aus dem Wäldchen der Lera Picnicsite an den Kraterrand nach oben. Ein wunderschöner Tag mit tollen Sichtungen in diesem Naturwunder neigte sich dem Ende. Am nächsten tag sollte es in die Serengeti gehen und so verbrachte wir einen schönen Abend am lauschigen Kaminfeuer in der Rhino Lodge und hofften, dass unser Sichtungsglück im weiteren Verlauf anhalten würde…
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Die Strecke im Krater ... allerdings war irgendwann mein Handy leider leer, deshalb ist nicht alles getrackt...

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zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2016
1’425 Beiträge · seit 201521. Nov. 2016 ·
Lieber Andy,

das sind so unglaubliche Aufnahmen vom Crater 🤩 eine Safari in dieser Gegend steht nach Namibia an erster Stelle auf unserer Liste! Unglaublich, wirklich! Was Wolken wieder ausmachen - vor allem das zweite Bild sieht aus wie aus einem Katalog.

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
5’487 Beiträge · seit 200921. Nov. 2016 ·
Hallo Andy,

für unseren anstehenden Besuch des Ngorongoro Craters würde ich interessieren, ob Ihr auch nur da übliche 6-Stunden Permit hattet, oder ein Permit für den gesamten Tag (gibt es das überhaupt?). Wurde bei der Ausfahrt das Permit und de Aufenthaltsdauer geprüft?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
ThemenstarterGast21. Nov. 2016 ·
Flash2010 schrieb:Lieber Andy,

das sind so unglaubliche Aufnahmen vom Crater 🤩 eine Safari in dieser Gegend steht nach Namibia an erster Stelle auf unserer Liste! Unglaublich, wirklich! Was Wolken wieder ausmachen - vor allem das zweite Bild sieht aus wie aus einem Katalog.

Liebe Grüße
Laura
Vielen lieben Dank, liebe Laura ... jetzt werd ich aber ein bissi rot. 😊
Aber dieser Morgen am Krater war wirklich unglaublich schön ... danke für dein feedback!!!
Topobär schrieb:Hallo Andy,

für unseren anstehenden Besuch des Ngorongoro Craters würde ich interessieren, ob Ihr auch nur da übliche 6-Stunden Permit hattet, oder ein Permit für den gesamten Tag (gibt es das überhaupt?). Wurde bei der Ausfahrt das Permit und de Aufenthaltsdauer geprüft?
So viel ich weiß gibt es nur eine Art von Permit. Es wird wohl immer ein 6 Stunden Aufenthalt propagiert bei uns war es aber so, dass wir schon sehr früh um 6:30 in den Krater gefahren sind und auch erst wieder kurz nach 17 Uhr rausgefahren sind. Überprüft wurde nichts. Da die neue asphaltierte Straße ja in Höhe der Crater Lodge aus dem Krater führt, konnten wir auch direkt von dort zur Rhino Lodge fahren. So war es jedenfalls bei uns...
ThemenstarterGast23. Nov. 2016 ·
Tag 6 – Ngorongoro Krater --> Serengeti Seronera
Heute geht es in die Serengeti, mal wieder 🙂 . Dies ist jetzt mittlerweile mein 5. Besuch in der Serengeti und immer wieder überrascht mich dieser Flecken Erde auf´s Neue. Da heute nur die Fahrt nach Seronera auf dem Plan stand konnten wir heute etwas länger schlafen was uns natürlich nicht gelang. Aber trotzdem war es schön sich einfach mal Zeit zu lassen, in Ruhe zu frühstücken, einfach Dinge noch zu erledigen und ohne Stress weiterzufahren. Nachdem wir alle unsere Sachen im Fahrzeug verstaut hatten machten wir uns auf den holprigen Weg in Richtung Serengeti. Wieder vorbei an den am Kraterrand befindlichen Lodges und dem Windy Gate fuhren wir durch die NCAA in Richtung Naabi Hill.

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Es war ein schöner Tag und eine Menge Massai waren unterwegs. Fotos konnten jedoch nur vom fahrenden Auto aus geschossen werden.

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Am Tor zur Serengeti angekommen, machten wir eine kurze Pause auch um Bilder zu machen. Sofort kamen einige junge Massai angerannt die sich freuten jemanden am Tor anzutreffen. Diese Burschen wiederlegten die sonstigen Berichte von jugendlichen, Steine werfenden, unfreundlichen und geldgierigen Heranwachsenden. Nach kurzer Abtastphase waren sie total freundlich, nett und lustig. Wir hatten ziemlichen Spaß und sie hatten auch, nach Rückfrage, gegen Bilder nichts einzuwenden.

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Das fand ich sehr erfrischend und muss auch mal erwähnt werden, da man ja sonst immer nur negatives über diese Kids auf der Schwelle zum Erwachsenwerden hört oder liest. Es gab überhaupt keinen Stress! Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir weiter in Richtung Naabi Hill.

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Zum x-ten Mal erklomm ich den Hügel am Kontrollpunkt zur Serengeti. Aber da meine Freundin noch nie hier war, bestiegen wir gemeinsam den Hügel und genossen sowohl die lustigen Agamen wie auch die herrliche Aussicht in die weiten Ebenen.

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Es ist immer wieder überraschend was für ein Trubel am Naabi Hill herrscht. Aber eigentlich nicht verwunderlich, da dies der Knotenpunkt für die Ein- und Ausreise zur Serengeti ist. Unzählige Safarifahrzeuge und ein Gewusel an Menschen füllte den Vorplatz am Check-In. Wir warteten bis Lazaro die Formalitäten erledigt hatte und fuhren dann weiter auf der B144 in Richtung Seronera.

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Bei den Simba Kopjes bogen wir ab in Richtung Sopa Lodge. Vor 2 Jahren fanden wir auf den Kopjes mehrere Löwen die es sich dort gemütlich gemacht hatten. Wir umrundeten die Felsen und fanden doch tatsächlich wieder Löwen, die dort vor sich hindösten.

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Sie waren allerdings so faul, dass ein längerer Aufenthalt nicht lohnte. Wir hatten ja auch noch eine Strecke zu fahren und mussten unsere Zelte noch aufbauen. Der Himmel zog sich auch schon leicht zu.

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Als wir den Seronera Fluss in der Nähe des Seronera Airstrips überquerten hatte die Serengeti noch eine kleine Überraschung für uns parat. Direkt unterhalb der kleinen Brücke über den Fluss verspeisten 2 Krokodile ein Zebra.

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Ob sie das Wildpferd selbst gerissen oder ob es aus anderen Gründen zu Tode gekommen war, konnten wir leider nicht herausfinden aber die Art und Weise wie die Panzerechse mit ihren Todesrollen den Kadaver zerlegten war schon beeindruckend. Wieder und wieder wirbelten die beiden Ungetüme die braune Brühe auf indem sie sich im Körper des toten Tieres verbissen und sich schnell um die eigene Achse drehten.

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Meine Freundin, die mir vor dem Urlaub immer wieder erklärte, dass sie vor Krokodilen die meiste Angst hätte und sie diese Urviecher einfach nur abstoßend fände, war völlig fasziniert. Im weiteren Verlauf unserer Reise entwickelte sie sich zu einem regelrechten Fan der Kaltblütler und auch jetzt im Nachhinein findet sich die Echsen noch immer aufregend und faszinierend. So können sich Meinungen ändern.

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Nachdem wir uns endlich von dem Spektakel losreißen konnten fuhren wir auf die Pimpi Campsite. Es fing leicht an zu regnen und eine Menge Zelte veranlassten uns einen anderen Zeltplatz aufzusuchen. Zum Glück waren es nur einige wenige Tropfen und wir konnten unsere Zelte im Trockenen auf der Tumbili Campsite aufbauen. Am Abend verspeisten wir noch ein hervorragendes Menü von unserem Koch Prosper. Mit einer gewissen Vorfreude auf unseren ganzen Tag in der Serengeti verzogen wir uns bald in die Zelte.
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2016
ThemenstarterGast28. Nov. 2016 ·
Tag 7 – Serengeti/Seronera Region

Vormittag Game Drive
Nachmittag Game Drive

In der Nacht hatten wir Besuch von einer Büffelherde die friedlich hinter unseren Zelten graste. Auch am Morgen waren die Büffel noch da und da es heute schon früh losgehen sollte, genossen wir bei einem kurzen Frühstück den herrlichen Sonnenaufgang.

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Wir machten in südwestlicher Richtung auf, die wildreiche Seronera Region zu erkunden. Vorbei am Dorf Seronera und dem Seronera Airstrip kamen wir durch ein kleines Wäldchen wo wir ein Rudel Löwen entdeckten, das in der Nacht Beute gemacht hatte. Viele der Katzen waren bereits sattgefressen und lagen herum aber 2, 3 hatten immer noch Hunger.

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Wir zählten ungefähr 10 Raubtiere. Eine Hyäne beäugte die Löwen misstrauisch und wartete auf eine Gelegenheit einen Happen zu stibitzen. Es standen bereits einige Fahrzeuge um diesen Spot aber wir konnten noch eine gute Position erwischen, wobei Lazaro bei allen Spots immer wieder so geschickt manövrierte, dass wir wirklich die besten Fotografierpositionen hatten. Er fragte auch immer ob diese Position gut ist oder ob er vor oder zurück fahren solle. Und wenn wir ihn um etwas baten, versuchte er immer und jederzeit uns unaufgeregt die bestmöglichste Position zu ermöglichen. Klar, dass bei dem Aufkommen an Fahrzeugen in der Serengeti stundenlanges Rumstehen an einem Spot auf der ein und derselben Position den Unmut der anderen Guides auf sich zog. Aber auch das bedachte Lazaro und machte uns klar, dass wir jetzt den Spot wechseln sollten. Das hat immer hervorragend funktioniert! Wobei ich, wieder einmal, wirklich eine Lanze für Lazaro brechen muss. Ich habe noch selten einen so guten Driver/Guide erlebt … zwar etwas wortkarg aber immer zuvorkommend, höflich und auf das Wohl seiner Gäste bedacht.

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Nach einiger Zeit machten auch wir Platz für nachkommende Gäste und fuhren weiter in südlicher Richtung bis zum Seronera River. Wir waren auf der Suche nach einem Leoparden, die dieses Gebiet bevorzugten. Unterwegs entdeckten wir 3 Löwen die einen Büffel in den Fluss in die Enge getrieben hatten, um ihn zu töten. Leider war davon nicht wirklich etwas zu erkennen, da der Flusslauf tiefer lag und dadurch die Tiere nicht zu erkennen waren. Man konnte nur ab und an eines der Löwenmännchen sehen, wenn sie aufgeregt hin und herrannten.

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Wir entschlossen uns weiterzufahren und konnten tatsächlich nur wenig später einen Leoparden entdecken, der es sich auf einem Baum gemütlich gemacht hatte. Der Baum war allerdings sehr weit weg und die Katze machte auch keine Anstalten irgendwelche Aktivitäten an den Tag zu legen.

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Dann hörte Lazaro von einem Geparden der sich in der Nähe aufhalten sollte, quasi auf der anderen Flussseite. Wir wechselten die Seite und fuhren aber zuerst in die falsche Richtung. Nach einiger Zeit konnten wir die Katze dann aber doch entdecken. Allerdings hatte sich mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Fahrzeuge angesammelt. Das Raubtier schien aber wenig beeindruckt von der Rumrangiererei der Guides. Wahrscheinlich gehört das zum Alltag aller Tiere in diesem Ökosystem.

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Schlimm ist es nur wenn besonders freche Guides einfach vor einen hinfahren um eine bessere Position zu erwischen. So wurde der Abstand zu dem Tier immer kleiner weil sich immer wieder Fahrzeuge zwischen die auf der Straße wartenden Autos und den Geparden schoben. Irgendwann wurde uns dieses Geeiere zu dumm und wir fuhren weiter. Alsbald entdeckten wir wieder eine riesige Fahrzeugansammlung und es war sofort klar, dass auch hier wieder Katzen unterwegs sein mussten.

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Dieses Mal waren es ein Löwenmännchen und ein Weibchen. Mir war sofort klar, was hier Sache war. Die beiden hatten sich für ihren Liebesakt vom Rudel abgesondert.

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Und wir mussten nicht lange warten bis es losging. Hatten wir beim ersten Mal noch Pech, dass wir in einer ungünstigen Position standen, war der zweite Akt dann direkt an unserem Auto.

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Wir verließen das Liebespaar und fuhren zurück auf die Campsite um unseren Lunch einzunehmen.

Zu Beginn des Nachmittags Game Drives zog sich der Himmel immer mehr zu und es fing vereinzelt an zu regnen.

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Wir schauten nochmals bei unserem Liebespaar vorbei, die sich mittlerweile auf die andere Straßenseite ins hohe Gras verzogen hatten. Dort ließen sich überhaupt keine guten Bilder machen.

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So fuhren wir alsbald weiter und fanden nur 100 Meter entfernt die wohl diesem Rudel zugehörigen Jungtiere, die sich auf einem Baum vergnügten. Allerdings waren diese auch sehr weit entfernt.

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Da es jetzt immer mehr zu regnen begann entschieden wir uns mit einem kurzen Stopp im Seronera Shop wieder auf den Campingplatz zurückzukehren. Wir hatten einen schönen ersten Tag in der Serengeti hinter uns und eine aufregende Nacht vor uns.

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Vormittag Game Drive
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Nachmittag Game Drive
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zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2016
1’425 Beiträge · seit 201528. Nov. 2016 ·
Hallo Andy,

das Bild mit den vielen Fahrzeugen schreckt mich richtig ab. Ist das auf eurer Route öfter vorgekommen? Meine Mutter besuchte 1989 Tansania, also auch Serengeti und den Krater und hat mittlerweile Angst, enttäuscht zu werden, wegen dem Massentourismus - falls wir in den nächsten Jahren mal dort hin wöllten.
Deine Fotos sind wie immer klasse 🙂

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
5’067 Beiträge · seit 201428. Nov. 2016 ·
Hallo Andy,

ich wollte mich mal zwischendurch für den tollen Bericht und die super Fotos bedanken - es macht sehr viel Spaß mitzureisen!

Beinahe hätte ich unseren Plan, statt im nächsten Jahr nach Tansania, doch wieder nach Namibia zu fahren bereut. Ihr habt ja sehr schöne Erlebnisse gehabt und viel gesehen. Aber nach dem Foto

bin ich echt froh, dass wir im nächsten Jahr wieder Namibia gebucht haben.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
ThemenstarterGast28. Nov. 2016 ·
Flash2010 schrieb:Hallo Andy,

das Bild mit den vielen Fahrzeugen schreckt mich richtig ab. Ist das auf eurer Route öfter vorgekommen? Meine Mutter besuchte 1989 Tansania, also auch Serengeti und den Krater und hat mittlerweile Angst, enttäuscht zu werden, wegen dem Massentourismus - falls wir in den nächsten Jahren mal dort hin wöllten.
Deine Fotos sind wie immer klasse 🙂

Liebe Grüße
Laura
Hallo Laura und Konni,

vielen dank für eure positive Rückmeldung und das Lob. Das motiviert mich immer wieder ungemein weiterzuschreiben, denn ab und zu verlässt mich dann doch die Lust.
Leider kann ich euch das nicht schönreden. Die Seronera Region ist schon sehr überlaufen und an den Hotspots tummeln sich immer eine Menge Fahrzeuge. Und es sind auch nicht wenige! So richtiges Afrikafeeling von wegen Einsamkeit kommt da nicht auf. Als wir später in der Kogatende Region waren, war as alles ganz anders. Aber Seronera bzw. südliche Serengeti ist schon krass. Andererseits sind dadurch auch die Möglichkeiten einer guten Sichtungen vermehrt, weil sich die Fahrer ja untereinander verständigen.
Man kann schon verstehen, dass TANAPA versucht die Touristenzahl zu verringern durch höhere Eintrittspreise. Auch im Krater habe ich sowas erlebt bei einer Nashornsichtung. Das war echt schlimm... noch schlimmer wie auf dem Bild, da die Straße noch schmäler war und sich das ganze in einem Wäldchen abgespielt hat. Grundsätzlich bleiben die meisten Touristen sowieso selten länger an einem Ort, da sie sich wohl auf einer Art "Rennen" befinden. Deshalb lösen sich solche Autoansammlung häufig auch schnell wieder auf. Geduld hat bei den meisten Besuchern der Serengeti nicht so Priorität.

Ja, liebe Laura, mit 1989 lässt sich sowas nicht mehr vergleichen. Ich war auch 1989 das erste Mal in der Massai Mara und kann mich noch daran erinnnern, dass wir wirklich kaum ein Auto gesehen haben. Diese Zeiten sind defintiv vorbei... aber lass dich nicht abschrecken, es gibt auch stillere Ecken. man muss nur etwas in die Plains fahren, dann verläuft sich das.
Daxiang schrieb:Aber nach dem Foto bin ich echt froh, dass wir im nächsten Jahr wieder Namibia gebucht haben.
Ist es denn in Etosha anders?
Das ist jetzt keine retorische Frage, sondern eine ernstgemeinte...
Ich war dort noch nie hab aber auch schon von Ähnlichem gelesen...

VG
Andy
5’067 Beiträge · seit 201428. Nov. 2016 ·
Ist es denn in Etosha anders?
Das ist jetzt keine retorische Frage, sondern eine ernstgemeinte...
Ich war dort noch nie hab aber auch schon von Ähnlichem gelesen...
Hi Andy,
es kommt schon mal vor, dass an einem Wasserloch mehrere Autos stehen - aber die meisten haben nicht die Zeit oder Muse ewig an einem Wasserloch zu bleiben. Oft waren wir auch in diesem Jahr wieder ganz allein an einem Wasserloch und das sogar mit Löwen oder Leopardensichtung. Außerhalb von Wasserstellen hatten wir lediglich 2x mehrere Autos auf einen Haufen und das war jedesmal bei einer Leopardensichtung. Aber selbst da löst sich so eine Versammlung schnell auf und man ist wieder allein unterwegs.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
1’425 Beiträge · seit 201528. Nov. 2016 ·
Lieber Andy,

danke für deine ausführliche Erklärung! Vielleicht kann man diesen Wunsch ja bei der Buchung äußern, so zu fahren, dass man dem Massentourismus ein wenig aus dem Weg geht... Hätte ja einen Safariunternehmer bei der Hand, wenn wir uns dazu entscheiden würden.

Also wir waren bisher drei mal in der Etosha. Einmal komplett durch und zwei mal ausgiebig im mittleren Teil. Die einzigen Situationen, wo viele Autos anzutreffen waren war beim Sundowner an einem Wasserloch, was nur ein paar Kilometer vom Camp entfernt ist und man so keine Hektik hat, zu spät wieder rein zu fahren. Morgens bei Toröffnung hat man auch mal einige Autos, aber das verläuft sich alles sehr schnell.
Bei unserer tollen Löwenbegegnung dieses Jahr waren wir zuerst nur mit einem, dann noch mit zwei weitern Autos dort. Aber niemand hat sich vorgedrängelt oder sonst was. Sowas hatten wir nur mal mit Guide Autos, die eben auch unter Druck stehen, ihren Kunden was tolles bieten zu wollen... Kann man so und so sehen.

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
5’487 Beiträge · seit 200928. Nov. 2016 ·
Im Etosha NP sind mit Sicherheit mehr Fahrzeuge unterwegs als in der Serengeti. Der große Unterschied ist aber, dass im Etosha NP zu über 90% Selbstfahrer unterwegs sind und nur zu einem sehr geringen Teil Guides mit Gästen. In der Serengeti sind dagegen fast nur Guides mit Ihren Gästen unterwegs.

Wenn ein Selbstfahrer eine spektakuläre Sichtung hat benachrichtigt er nicht alle anderen Selbstfahrer, sondern genieß den Moment für sich allein. Wenn ein Guide etwas besonderes entdeckt, wissen es in kurzer Zeit auch alle anderen Guides und es entstehen Situationen wie auf dem Bild. D.h. die geführten Touren bewegen sich oft wie ein Schwarm von einer Sichtung zur nächsten.

Das ist für mich auch der Hauptgrund, immer selbst zu fahren. Wir haben die Serengeti auch in den vergangenen Jahren über weite Strecken als sehr einsam erlebt und hatten viele spektakuläre Sichtungen ganz für uns allein. Wenn einen mal das Sichtungsglück verlässt, hat man immer noch die Option nach großen Fahrzeugansammlungen Ausschau zu halten. 😎
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1’879 Beiträge · seit 201628. Nov. 2016 ·
Hallo Andy,

sehr schöne Fotos zeigst du uns von deiner Reise durch Tansania! Kompliment!
Vor allem finde ich es gut, dass du auch ein so ehrliches Bild einstellst, das die Verkehrssituation bei der Löwensichtung transparent macht. Das ist ja auf eine ganz besondere Weise beeindruckend! 🙁
Wir waren ja letztens im Kruger unterwegs und der steht ja vor allem in dem Ruf, solche Staus zu enthalten. Und wir hatten auch einige solcher Situationen - aber ganz so krass, wie auf deinem Foto, war es dann doch nicht. Und was du von der Gepardensichtung schreibst, klingt ja leider auch nicht so viel besser. Einerseits ist es ja toll, dass sich viele Menschen für Natur und Tierwelt interessieren und ihr damit hoffentlich einen Wert beimessen, der zu ihrem Erhalt beiträgt. Andererseits sieht man dann solche Exzesse... Als wir vor einigen Jahren in der Maasai Mara unterwegs waren, haben wir das nicht als so krass empfunden, auch wenn dort bereits an einigen Sichtungen Rangerfahrzeuge standen, die das Touristenaufkommen managen mussten und so einem Geparden erspart haben, seinen Riss zu verlieren.
Schön zu hören, dass es auch einsamere Regionen in der Serengeti gibt.

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
104 Beiträge · seit 201628. Nov. 2016 ·
Hallo Andy

Soeben hab ich deinen schönen Bericht gefunden.
Hast du noch Platz für mich im Auto?

Lieber Gruss

Herby
zuletzt bearbeitet 28. Nov. 2016
ThemenstarterGast29. Nov. 2016 ·
Daxiang schrieb:Hi Andy,
es kommt schon mal vor, dass an einem Wasserloch mehrere Autos stehen - aber die meisten haben nicht die Zeit oder Muse ewig an einem Wasserloch zu bleiben. Oft waren wir auch in diesem Jahr wieder ganz allein an einem Wasserloch und das sogar mit Löwen oder Leopardensichtung. Außerhalb von Wasserstellen hatten wir lediglich 2x mehrere Autos auf einen Haufen und das war jedesmal bei einer Leopardensichtung. Aber selbst da löst sich so eine Versammlung schnell auf und man ist wieder allein unterwegs.
Danke Konni für deine Erklärung. Ich muss unbedingt mal nach Namibia 🙂
Aber dann auch nur als Selbstfahrer!
Flash2010 schrieb:Vielleicht kann man diesen Wunsch ja bei der Buchung äußern, so zu fahren, dass man dem Massentourismus ein wenig aus dem Weg geht... Hätte ja einen Safariunternehmer bei der Hand, wenn wir uns dazu entscheiden würden.
Also wenn du jemanden hast und du mit demjenigen unterwegs bist hast du ja alles selbst in der Hand. Du kannst jederzeit sagen, dass dir das zuviel ist und du weiter möchtest. Haben wir auch so gehandhabt. Wenn es uns zuviel wurde oder wir einfach das Interesse verloren haben sind wir "getwendet" (twende ist suaheli und heißt "weiter" ... war dann bei uns so ein geflügeltes Wort im Auto ... gell Axel 🙂 ). Wenn du natürlich eine geführte Tour machst hast du diese Möglichkeiten nicht. Deshalb würde ich auch nicht mehr mit einer Pauschaltour (in Tansania) reisen. In Botswana haben ich das zwar gemacht aber dort war es in der Kalahari sowas von einsam , dass wir gar niemanden gesehen haben... in Savuti war es dann bei einer Leopardensichtung fast genauso schlimm wie in der Serengeti.
Und es ist wie Topobär schreibt ... wenn man sich etwas abseits den üblichen Pfaden bewegt ist man auch für sich alleine. Die Serengeti ist ja riesig! Lass dich von diesem Bild nicht entmutigen!!! 🙁
Topobär schrieb:Wenn ein Selbstfahrer eine spektakuläre Sichtung hat benachrichtigt er nicht alle anderen Selbstfahrer, sondern genieß den Moment für sich allein. Wenn ein Guide etwas besonderes entdeckt, wissen es in kurzer Zeit auch alle anderen Guides und es entstehen Situationen wie auf dem Bild. D.h. die geführten Touren bewegen sich oft wie ein Schwarm von einer Sichtung zur nächsten.
Mit dieser Sichtweise gebe ich dir zum größten Teil Recht. ich möchte jetzt auch nicht zum x-ten mal eine Diskussion zwischen Selbstfahrer und Guide losbrechen. Alles hat seine Vorteile und Nachteile ... und nicht an jedem Hotspot gibt´s es solche Aufläufe wie auf diesem Bild. Ich war auch schon mit Guide an einem Gepardenriss völlig alleine gestanden. Ich denke, die Seronera Region ist schon sehr hoch frequentiert, da eben auch der Tierbestand sehr hoch ist. Fährt man etwas abseits sieht man kaum noch Fahrzeuge. Und wenn man seinen eigenen Guide hat ist man ja jederzeit Herr über das Fahrzeug und kann entscheiden wie lange man wo bleibt. Nur bei Pauschalreisen funktioniert das eben nur schwer!
Aber deine Erklärung entbehrt nicht einer gewissen Logik!
H.Badger schrieb:sehr schöne Fotos zeigst du uns von deiner Reise durch Tansania! Kompliment!
Vor allem finde ich es gut, dass du auch ein so ehrliches Bild einstellst, das die Verkehrssituation bei der Löwensichtung transparent macht. Das ist ja auf eine ganz besondere Weise beeindruckend! 🙁
Hallo Sascha, vielen Dank fürs Kompliment und dass du mitreist. Ich habe deinen Bericht und deine außergewöhnlichen Bilder der fantastischen Sichtungen auch gelesen und gesehen. Vielen Dank dafür!
Ich habe solche Dinge im Krüger auch schon erlebt. Und es ist wie du sagst, es sind eben mittlerweile zuviele Menschen die sich für die Natur und Tiere interessieren. Und wer darf sich anmaßen, zu entscheiden wer nach Afrika darf und wer nicht. Je mehr Menschen nach Afrika kommen, desto mehr Menschen in den Nationalparks, desto mehr Menschen an den Hotspots. Ist halt so! Schlimm isses nur wenn man dann Menschen sieht, die im Auto sitzen und sich eigentlich gar net dafür interessieren was da passiert. Ich habe das mehrfach erlebt, vorallem mit unseren asiatischen Mitmenschen. Ich will da niemanden in die Schublade stecken, aber diese Ignoranz von einigen war manchmal schon unerträglich... aber das ist eine andere Geschichte 🙁
HerbyW schrieb:Hast du noch Platz für mich im Auto?
Hallo Herby,

immer rein ins Safarifahrzeug. Wir haben noch ne Menge virtuellen Platz. ich freu mich über jeden Mitreisenden und Kommentar!

LG
Andy
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2016
ThemenstarterGast30. Nov. 2016 ·
Tag 8 – Serengeti/Seronera Region Strecke: Vormittag Game Drive

Mitten in der Nacht wachten wir beide durch dieses unverkennbare heißere Brüllen eines Löwen auf. Während wir lauschten kam das Brüllen eindeutig immer näher. So nah, dass der Löwe mitten durch unseren Zeltplatz lief während er lauthals seine Revierbekundungen von sich gab. Mein lieber Scholli … das geht durch Mark und Bein. Ich hatte ja im letzten Jahr in Botswana schon solch ein tiefgreifendes Erlebnis. Aber meiner Freundin war das nicht geheuer. Sie verkroch sich verständlicherweise immer tiefer unter die Decke. Der Löwe lief laut brüllend ca. 20 Meter an unseren Zelten vorbei. Man hatte das Gefühl die Zeltwand würde vibrieren. Gottseidank ließ er sich auf seinem Weg nicht aufhalten und so verblasste sein Brüllen mehr und mehr. Natürlich war der nächtliche Besuch das große Thema am Frühstückstisch. Nachdem wir uns gesättigt hatten konnten wir in den Tag starten. Eigentlich war geplant mit einem Game Drive in Richtung Lobo Region aufzubrechen. Dann am Klein´s Camp zu übernachten und am nächsten Tag Richtung Kogatende weiterzufahren. Nach Rücksprache mit Lazaro änderten wir aber den Plan so, dass wir noch eine weitere Nacht in Seronera blieben und dann am nächsten Tag direkt nach Kogatende fahren werden. So sparen wir uns einmal Zelt Auf- und Abbau und laut Lazaro wäre die Strecke zum Klein´s Gate auch lang und echt mies. Wir fuhren also in südlicher Richtung und entdeckten einige Hyänen, die zwischen einer Herde Kuhantilopen herumschlichen.

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Man merkte immer wieder wie die Hyänen die Aufmerksamkeit der Antilopen testeten. Die Pflanzenfresser schienen aber in bester Kondition deshalb kam es zu keinem Angriff.

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Nachdem wir dem Weg in südlicher Richtung einige Zeit gefolgt waren, entdeckten wir ein totes Zebra direkt am Straßenrand. Wir hielten kurz an, konnten aber nichts entdecken. Als wir schon weiterfahren wollten sahen wir plötzlich auf der anderen Straßenseite eine Hyäne hinter einem Busch hervorblinzeln. Wir entschieden uns also mit etwas Abstand stehen zu bleiben. Zuerst tat sich nichts und alle Fahrzeuge, die ankamen sahen zwar das tote Zebra, fuhren aber dann sofort weiter. Nach ca. 30 Minuten des Wartens hatte sich die Hyäne an uns gewöhnt und schlich langsam auf den Kadaver zu.

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Es kamen keine anderen Fahrzeuge mehr und so hatten wir das fressende Raubtier für uns allein. Sich immer wieder umblickend zerrte die Hyäne immer wieder am Kopf des toten Zebras herum.

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Wir beobachteten Sie eine ganze Zeit lang, als wir oberhalb der Straße weitere Hyänen auftauchen sahen. Es waren ungefähr 10 Stück, die sich zuerst in unsere Richtung, dann aber seitlich von uns wegbewegten. In dem Rudel gab es ständige Beißereien und Verfolgungsszenen. Wir blieben stehen und warteten. Als wir schon nicht mehr damit gerechnet hatten bogen die Hyänen plötzlich wieder auf den Weg ein und kamen schnurstracks auf uns zu.

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Dann machte sich das gesamte Rudel über das Aas her. Zuerst fraßen nur die Leittiere. Man konnte deutlich erkennen wie die Alphatiere die anderen Rudelmitglieder auf Distanz hielten. Das ging nicht ohne Keilereien ab. Das Verhalten der Tiere war aber höchstinteressant.

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Selbst als die Alphatiere deutlich vollgefressen waren, ließen sie die anderen Hyänen nicht an den Kadaver. Liefen sie von dem toten Zebra weg und ein anderes Tier kam dem Aas zu Nahe waren sie sofort wieder zur Stelle um das Fleisch zu verteidigen. Der totale Futterneid!

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Irgendwann wurde es aber auch ihnen zu doof und so kam jeder zu seinem Anteil. Auch wir mussten uns irgendwann losreißen, schließlich gab es noch mehr zu entdecken.

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Beim Tanken hatte Lazaro den Tipp bekommen, dass nur wenige hundert Meter von der Tankstelle entfernt ein Löwenrudel einen Büffel gerissen hatte. Wir machten uns also auf und fanden die Löwen tatsächlich. Allerdings waren sie schon ziemlich satt und lagen etwas entfernt unter einem Baum.

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Gut für den Geier, der sich währenddessen an dem Asa gütlich tat.

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Das wollte der Löwenpascha wohl nicht auf sich sitzen lassen und kam etwas näher um den Aasfresser zu vertrieben, was ihm auch gelang.

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Auch wir verließen diese Szenerie und fuhren weiter in Richtung Seronera River. Kurz vor der kleinen Brücke über den Fluss standen einige Fahrzeuge in einer seitlichen Straße. Manche konnte nichts erkennen außer dass einige Vögel aufgeregt laut zwitschernd umherflogen. Dann sah ich plötzlich eine Bewegung im Gras und kurz danach eine Schlange die nach oben schnellte und nach einem Vogel schnappte. Ein surreales Bild, dass ich leider nur in meinem Kopf abspeichern konnte. Wir fuhren in die Straße und sahen direkt an einem Busch voll mit kreischenden Vögel eine Python liegen.

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Das Tier war schätzungsweise 2,5 Meter lang und lag unter dem Busch als würde es niemandem etwas zu Leide tun können. Das sahen die aufgeregten Vögel sicherlich anders. Eine tolle Entdeckung! Wir machten Platz damit auch andere Fahrzeuge einen Blick auf das Reptil werfen konnten und fuhren zurück zur Campsite um unseren Lunch einzunehmen.

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Strecke Vormittags game Drive:
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zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2016
ThemenstarterGast30. Nov. 2016 ·
Strecke: Nachmittags Game Drive

Am Nachmittag zog sich der Himmel langsam zu und wir bekamen wieder tolle Wolkenbehange Landschaftsaufnahmen.

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Wir fuhren südlich und fanden schon nach kurzer Zeit 3 Löwen die nur wenige Minuten zuvor ein Zebra gerissen hatten. Der Kill befand sich direkt auf der Straße und infolge dessen waren auch zahlreiche Fahrzeuge anwesend.

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Wir hatten zuerst keinen guten Platz aber Lazaro manövrierte uns schon kurze Zeit später in eine hervorragende Position. Die beiden Weibchen, die das Zebra vermutlich gerissen hatten waren noch völlig außer Atem und ließen dem Pascha den Vortritt. Mit blutverschmierten Gesichtern lagen sie nur wenige Meter von dem toten Tier entfernt und warteten bis sie an der Reihe sind.

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Man konnte deutlich erkennen, dass dieser alte Kempe schon einige Jahre und Kämpfe auf dem Buckel hatte. Das tat seinem Hunger aber keinen Abbruch und er fraß in aller Ruhe.

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Erst als er satt war und sich vom Kadaver entfernte kamen die beiden Löwinnen zu dem Riss und holten sich ihren Anteil.

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Auf der anderen Seite des Flusses zog eine Büffelherde vorbei, die aber von den Raubtieren nichts zu befürchten hatte.

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Wir genossen diese tolle Sichtung und fuhren, als sich der Himmel immer mehr zuzog zurück zum Camp.

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Kurz vor dem Camp begann es zu regnen. Leider, denn überraschenderweise konnten wir noch einen durchnässten Serval entdecken. Da aber aufgrund von Regen und Dämmerung die Bilder nichts geworden sind, erspar ich euch diese und speichere es in meinem Kopfkino ab. Ein sehr blutiger Tag neigte sich dem Ende und nach einem ausgiebigen Dinner verzogen wir uns zeitig ins Zelt. Wir verbrachten eine ruhige Nacht die nur von gelegentlichem Hyänengeheul unterbrochen wurde.

Strecke Nachmittags Game Drive

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zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2016