Bereits seit langer Zeit wollten mein Freund Axel (Uganda80) und ich, unbedingt einmal die Crossings am Mara River miterleben. Deshalb begannen schon im letzten Jahr die ersten Planungen für einen Trip rund um die Flußüberquerungen der Gnus. Natürlich sollte sich die Reise nicht nur darauf beschränken. Zuerst war die Frage wann und wohin wir reisen wollen. Es gibt ja die Möglichkeit die Crossings in Kenia oder in Tansania zu erleben. Da wir mit Sikoyo und Mashokatours bzw. unserem Driverguide Lazaro schon mehrfach gute Erfahrungen gemacht hatten war die Entscheidung für Pro Tansania schnell gefällt. Ende September/Oktober war üblicherweise die Zeit für die Gnus den Rückweg in Richtung Serengeti und in den Süden nach Ndutu anzutreten. Deshalb fiel unsere Wahl für die Reisezeit auf eben diesem Zeitraum. Und so buchten wir unseren Hinflug für den 20.09.2016. So ganz wohl war mir nicht, da ich vor 2 Jahren Ende Oktober in der Seronera Region unterwegs war und dort schon Massen an Gnus anzutreffen waren. Aber das ist eben von Jahr zu Jahr verschieden und abhängig von den Regengüssen in den verschiedenen Teilen der Serengeti. Es blieb uns also nichts weiter übrig als zu hoffen. Begleiten würde uns meine Freundin Dagmar, die das erste Mal nach Afrika und damit auf eine Safari ging. Des Weiteren schloss sich uns noch ein Mitreisender aus meinem letzten Urlaub in Botswana an, so dass wir mit Karl-Heinz 4 Personen waren. Dadurch hielt sich der Preis für Fahrzeug/Benzin und Guide/Koch in Grenzen und das Platzangebot wurde nicht übermäßig strapaziert. Obwohl es teilweise, vor allem während den Platzwechseln schon hart an der Grenze war. Denn neben den Taschen für jede Person mussten noch insgesamt 5 Zelte, Wasser und Benzin für die Special Campsite in Kogatende, das Essen, die Fotoausrüstung und natürlich die Menschen untergebracht werden. Da wir alle (außer meiner Freundin) eine nicht unerhebliche Masse an Fotoausrüstung dabei hatten war der Landcruiser, obwohl schon verlängert, schnell am Anschlag. Die Planungen sahen also wie folgt aus: Ankunft Kilimanjaro Airport --> Übernachtung Mashokatours guesthouse 1. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite 2. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite 3. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite 4. Tag: Fahrt zum Ngorongoro Krater / Ngorongoro Conservation Area / Rhino Lodge 5. Tag: Ngorongoro Crater / Ngorongoro Conservation Area / Rhino Lodge 6. Tag: Fahrt in die Serengeti / Seronera Region / Public Campsite 7. Tag: Seronera Region / Serengeti Nationalpark / Public Campsite 8. Tag: Fahrt in die Lobo Region / Serengeti Nationalpark / Public Campsite --> nachträglich geändert in Seronera Region 9. Tag: Fahrt nach Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite 10. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite 11. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite 12. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite 13. Tag: Fahrt nach Seronera / Serengeti Nationalpark / Public campsite 14. Tag: Fahrt nach Ndutu / Ngorongoro Conservation Area / Ndutu Safari Lodge 15. Tag: Fahrt nach Arusha / Besuch Waisenhaus / Abflug Kilimanjaro Airport So war alles mit Sikoyo abgesprochen und auch für gut und machbar empfunden. Also wurde schon frühzeitig die Special Campsite in Kogatende gebucht und schon im Januar die Flüge mit Turkish Airlines. Während der Tour und nach Rücksprache mit unserem Guide Lazaro empfahl uns dieser den Ablauf dahingehend zu verändern, dass wir die Fahrt nach Lobo am 8. Tag strichen und dafür eine weitere Nacht in Seronera verbringen. Da die Strecke von Seronera nach Lobo sehr lang und schwierig wäre. Wir kannten die Strecke nicht und vertrauten auf unseren Guide und das war eine gute Entscheidung. Da Axel schon 1 Woche früher nach Tansania flog um den Mount Meru zu besteigen und anschließend noch 1 Woche für den Ol Donyo Lengai sowie den Lake Natron einplante trafen wir uns erst in Arusha mit ihm. Die Flüge waren also gebucht und es begann die lange Zeit des Wartens. Es war ja noch über 9 Monate bis zur Abreise. Vor allem für meine Freundin war es eine ungewisse Zeit, da sie ja noch nie in Afrika war, geschweige denn dort gecampt hat. Allerlei Horrorgeschichten und gutgemeinte Ratschläge von Nichtafrikakennern verunsicherten sie noch mehr. Da halfen auch meine gebetsmühlenartigen Verweise auf tausende überlebende Camper jedes Jahr in der Serengeti nicht viel. Ist ja auch verständlich, verbindet man Afrika oft nur mit gefährlichen Raubtieren, tödlichen Schlangen und giftigem Krabbelgetier. Trotz allem hat sie sich prächtig geschlagen und ließ sich die Vorfreude auch nicht nehmen. Im Nachhinein betrachtet war sie sehr tapfer und die anfängliche Skepsis hat sich dann im Laufe der Reise auch gelegt. Im Laufe der Vorbereitungen holte auch uns die von der tansanischen Regierungen kurzfristig eingeführte VAT auf alle touristischen Leistungen ein. Somit erhöhte sich der Preis unserer Reise mal eben schlagartig um fast 19%. Selbst auf die bereits im Januar bezahlte Special Campsite mussten wir einen Zuschlag zahlen. Es ist mir völlig egal wie und was Andere darüber denken, aber das was die tansanische Regierung abzieht ist eine bodenlose Frechheit und lässt sich mit nichts begründen außer damit, dass einige wenige Personen sich noch mehr die Taschen vollstopfen wollen. Ich für meinen Teil hoffe, dass die Regierung das spüren wird und eventuell ein Umdenken einkehrt. Leidtragende sind wie immer die kleinen Straßenverkäufer und Safariunternehmen die einen Rückgang der Touristen merken werden. Die Nationalparkgebühren erhöhten sich also für den Tarangire NP von 45$ auf 53$, für den Ngorongoro Krater von 250$ auf 300$, für die NCA von 50$ auf 71$ und für die Serengeti von 60$ auf 71$. Die Übernachtungsgebühren auf den Public Campsites von 30$ auf 35,40$ und auf der Special Campsite von 50$ auf 59,50$. Der Preis in den Lodges erhöhte sich nicht, da die Betreiber schon vorher die VAT abführten. Alles in allem ein stolzer Preis und das Ganze macht Tansania mit zum teuersten Reiseland in ganz Afrika. Irgendwann legte sich auch dieser Ärger und wir freuten uns nur noch als endlich der Abflugtag gekommen war. Axel befand sich bereits in Tansania und hatte den Mount Meru bestiegen. Axel, vielleicht magst du ein paar Bilder einstellen… Mit Karl-Heinz, der in der Nähe von Schweinfurt wohnte, mit uns aber von Stuttgart aus flog, war ausgemacht, dass er so gegen 9 Uhr bei uns aufschlagen würde, und sein Auto bei einer Freundin von Dagmar für die Dauer des Urlaubes stehen lassen konnte. Gemeinsam wollte wir dann mit der S-Bahn zum Flughafen fahren wo unser Flieger um 13 Uhr in Richtung Istanbul abheben sollte. Um 9 Uhr klingelte mein Handy, es war Karl-Heinz! Ich dachte er wolle mir sagen, wo er sich gerade befindet. Das tat er auch, allerdings hatte er verschlafen und war erst um 15 Minuten vor 9 Uhr aufgewacht. Jesses, das würde nun aber knapp werden. Karl-Heinz beschloss direkt zum Flughafen zu fahren und hoffte dass es nirgends einen Stau gab. Ohne Stau müsste es noch reichen, da wir ja bereits am Abend zuvor online eingecheckt hatten. Wir machten uns also auf den Weg zur S-Bahn und waren um ca. 11 Uhr am Flughafen in Stuttgart. Nach der Gepäckaufgabe liefen wir noch etwas im Flughafengebäude herum und genehmigten uns ein Getränk. Um kurz nach 12 Uhr trudelte dann auch Karl-Heinz ein, der die Strecke ohne Stau hinter sich bringen konnte und sein Smart an den Rand des glühenden Motors trieb. Leider stellte er sein Fahrzeug in der Hektik und natürlich weil er sich in Stuttgart nicht auskannte auf einem ganz normalen Parkplatz ab. Das würde ein teurer Spaß werden wenn er nach 15 Tagen sein Auto wieder abholen würde, in der Hoffnung, dass es überhaupt noch da stand. Und ja, es war ein teurer Spaß! Er hat sein Auto nach langem Suchen wiedergefunden aber die Flughafengesellschaft hatte in der Zeit in der wir weg waren die Software für die Parkhäuser umgestellt so dass er ziemliche Schwierigkeiten hatte seine Gebühren überhaupt an den Mann zu bringen. Schlussendlich hat dann doch alles geklappt … zwar teuer aber besser wie einen zweiten Flug buchen müssen oder den Urlaub ganz zu verpassen. So kamen wir mitten in der Nacht in Tansania an wo uns Lazaro am Flughafen abholte und zu Sikoyo fuhr. Nachdem wir morgens um 3 Uhr Axel aus den Federn geschmissen hatten, um uns zu begrüßen fielen wir kurz darauf alle in die Betten. Am nächsten Tag sollte es schon früh erst zum Shoppen und dann in den Tarangire Nationalpark gehen.
Ich freue mich über jeden Kommentar und über alle die uns auf dieser Reise begleiten möchten…
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Wer keine Kommentare lesen will, dem hilft die Sonne oben rechts!
Teil 211. Nov. 2016
21.09.2016 - Tag 1 – Tarangire Nationalpark - Strecke: Klick Nach einer kurzen Nacht in Sikoyo´s Guesthouse waren alle schon früh auf den Beinen um die Vorbereitungen für unsere Reise zu treffen. Viele Dinge mussten in den Landcruiser verladen werden. Da wir in Kogatende auf einer Special Campsite vollkommen ohne Infrastruktur 4 Nächte verbringen werden benötigten wir eine mobile Toilette, Wasser und mangels Tankstelle in dieser Region auch Ersatzkanister für Benzin. Nachdem alles im Fahrzeug verstaut war machten wir uns auf den Weg nach Arusha, wo wir uns mit unserem altbekannten Koch Prosper trafen und das Essen für den gesamten Trip einluden. Während Lazaro und Prosper die Essensvorräte von rechts nach links und wieder von links nach rechts packten um ja jeden Millimeter im Fahrzeug konsequent auszunutzen, wechselten wir Geld und gingen anschließen in den Nakumatt um uns mit Getränken und alltäglich benötigtem zu versorgen. Nachdem alles geschafft war ging es dann endlich los und wir brachen auf in die Wildnis, die sich uns zuerst in Form einer geteerten Straße darbot. Die Strecke bis zum Tarangire Nationalpark ist im Gegensatz zur Straße in die Serengeti bis fast ans Haupttor asphaltiert. Nur die letzten 7- 8 Kilometer muss man über eine Buschsstraße zurücklegen. Lazaro erledigte die Formalitäten und schon bald konnten wir zum Camping Platz weiterfahren. Der mir bekannte Campingplatz liegt nicht weit vom Eingangstor entfernt und hatte sich in den 2 Jahren meiner Abwesenheit nicht verändert. Allerdings standen schon relativ viele Zelte. Wir suchten uns also alle einen freien, möglichst schattigen Platz und bauten unsere Zelte auf. Da ich vor dem Urlaub noch ein neues Zelt gekauft hatte, dauerte es bei mir etwas länger aber schlussendlich hab ich es dann doch geschafft und wir konnten am Nachmittag unseren ersten Game Drive im Tarangire Nationalpark. Für meine Freundin war es der erste Game Drive überhaupt und ich war gespannt was wir entdecken würden. Wir hatten an diesem Nachmittag nicht mehr viel Zeit und so blieben die Sichtungen recht spärlich.
📎 IMG_0991.jpg Dagmar´s erste Elefanten 📎 IMG_1004.jpg Beweisbild 🙂 📎 IMG_1009.jpg Träumen im Tarangire Nationalpark
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Dafür verabschiedete uns der Tarangire Nationalpark mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Nach einem von unserem Koch Prosper in gewohnt hervorragender Manier gezauberten Abendessen verkrochen wir uns frühzeitig ins Zelt für unsere erste Nacht in der Wildnis Afrikas. Eine Nacht, die meiner Freundin wohl für immer im Gedächtnis bleiben wird…
Für alle die, die zu faul sind den obigen Link anzuklicken 🙂 📎 GameDrive.jpg
Teil 314. Nov. 2016
22.09.2016 - Tag 2 – Tarangire Nationpark - Strecke: Klick
Es war ungefähr 3 Uhr morgens als wir beide aufwachten. Unser Zelt stand am Rande der Campsite und direkt hinter uns raschelte es dauernd. Eine große Herde Impalas ließ sich das Gras hinter unserem Zelt schmecken. Kurz darauf ertönte das tiefe Brüllen eines Löwen der nicht weit entfernt zu sein schien. Meiner Freundin war nicht wohl bei der Sache, hörte sie dieses markante Geräusch doch zum ersten Mal und das gleich in der ersten Nacht. Während das Brüllen und somit auch der Löwe immer näher kam versuchte ich sie zu beruhigen. Was natürlich nicht einfach war, denn Löwengebrüll kann einem schon durch Mark und Bein gehen. Irgendwann beschloß die Katze jedoch die Richtung zu wechseln und wir schliefen beide nochmal ein. Gleich in der ersten Nacht Löwen zu hören ist für einen Afrikaneuling schon sehr beeindruckend. Beim Frühstück, nach einem wieder einmal spektakulären Sonnenaufgang entdeckten wir auf einem Baum auf der Campsite diese verschlafene Eule.
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Nach einigen versuchen Bilder zu machen, die aufgrund des noch fehlenden Tageslicht eher als Beweisfotos zu gebrauchen waren, machten wir uns auf den Weg den Tarangire Nationalpark zu erkunden. Nicht weit entfernt von der Campsite gab es 2 große Wasserlöcher an denen sich schon morgens viele Tiere, vor allem Gnus und Zebras aber auch viele Vögel, einfanden.
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Wir orientierten uns am Tarangire River, der nur noch an vereinzelten Stellen sehr wenig Wasser führte. 📎 IMG_1017.jpg
An einer Biegung trafen wir auf eine große Gruppe Marabus, die sich um einen Katzenwels stritt. Wir beobachteten wie die Vögel versuchten mit den großen Fischen klarzukommen aber immer wieder aufgeben mussten. Unter einem Felsvorsprung hatte sich ein letzter kleiner Teich gebildet in den sich einige Katzenwelse zurückgezogen hatten. Die Vögel hatten leichtes Spiel und zogen ein ums andere Mal einen Fisch aus dem Wasser. Darauf hatte ein auf dem Baum wartender Schreiseeadler nur gewartet. In einem unbeobachteten Moment stürzte er sich aus dem Baum herunter und klaute einem verdutzten Marabu den Fisch. Leider zu schnell für die Kamera.
Direkt neben der Tarangire Road fanden wir ein paar Fuchsmangusten, die es sich auf einem Termitenhügel bequem gemacht hatten. Diese lustigen Gesellen unterhielten uns eine ganze Zeit lang. 📎 IMG_3939.jpg 📎 IMG_3949.jpg
Wenig später entdeckten wir unsere ersten Löwen. Die beiden Paschas lagen faul unter einem Baum und konnten sich zu keiner Aktion aufraffen. Aber zumindest hatten wir unsere ersten Katzen und das schon am ersten richtigen Tag der Safari. Wir blieben nicht allzu lange bei den Beiden und machten uns auf den Weg weitere Dinge zu entdeckten. 📎 IMG_3996.jpg 📎 IMG_3989.jpg
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Direkt an der Hauptstraße saß kurze Zeit später ein Adler, der kurz zuvor Beute gemacht hatte und diese rupfte. Als der Vogel davonflog konnte man deutlich erkennen, dass es auch ein Vogel war. Erinnerte mich irgendwie an ein halbes Hähnchen 😛 .
Wir fuhren dann weiter in Richtung Osten wo der Tarangire Nationalpark in eine weite Savanne überging während die Gegend um den Tarangire River eher Buschland war das von einzelnen majestätischen Baobabs gezeichnet war. 📎 IMG_1018.jpg
Hinter einem kleinen Termitenhügel entdeckte Lazaro einen weiteren Löwen, der aber erstens sehr weit entfernt und zweitens so faul war, dass man lediglich ab und an mal einen hochgereckten Fuß erkennen konnte. Wir ließen den Löwen Löwen sein und fuhren zurück an den Tarangire River. Wo wir eine Elefantenherde bei der täglichen Wassersuche beobachteten.
Nach dem wieder hervorragenden Lunch verbrachten wir dieses Mal einige Zeit an den Wasserlöchern und beobachteten das Kommen und Gehen der vielen Tiere.
Wir fuhren dann in südlicher Richtung in Richtung Tarangire River ließen uns von einer Horde Paviane bespaßen und genossen die herrliche Landschaft im Park der Elefanten. Zwei der kleinen Racker hatten es meiner Freundin besonders angetan. Sie hatten nur Blödsinn im Kopf und so wurde uns überhaupt nicht langweilig. Nach dieser Comedyshow wurden wir wieder mit einem herrlichen Sonnenuntergang verabschiedet.
Man merkte deutlich wie der Park und die Tiere das Wasser benötigten. Der Himmel zog sich immer wieder zu aber Regen fiel nicht. Allerdings führte der verhangene Himmel zu grandiosen Landschaftsaufnahmen.
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Später in der Serengeti würde uns der Regen einholen und zu noch schönen Aufnahmen führen. Wie ich überhaupt sagen muss, dass es zwar immer bewölkt war aber deswegen auch nie langweilig (was den Himmel angeht 🙂 ). Der aufkommende Regen sorgte immer wieder für stimmungsvolle Landschaften und einen farbenfrohen Himmel. 📎 IMG_1075.jpg 📎 IMG_4300.jpg 📎 IMG_1076.jpg 📎 IMG_1080.jpg 📎 IMG_1087.jpg 📎 IMG_1091.jpg 📎 IMG_1093.jpg 📎 IMG_4302.jpg 📎 IMG_4304.jpg
Es war schon dunkel als wir auf unserer Campsite ankamen. Und wir hatten Besuch. Einige Elefanten hatten das Gras auf der Campsite für gut befunden und stillten ihren Hunger direkt an und hinter unserem Zelt. Es war also unmöglich in eben dieses zu kommen. So verdrückten wir unser Abendessen und warteten bis sich die Elefanten davon machten. Danach verkrochen wir uns hundemüde unter die Decke und verbrachten eine ruhige Nacht an diesem wunderschönen Flecken Erde.
Nachdem sich die Elefanten zurückgezogen hatten konnten wir uns beruhigt ins Zelt begeben und verbrachten eine ruhige, erholsame Nacht ohne jedwedige Unterbrechungen. Es wurde auch Zeit, dass wir dringend Schlaf nachholten, denn die letzten Tage forderten ihren Tribut. So trafen wir uns schon früh am Morgen ausgeschlafen zum Frühstück, nichtahnend, dass uns der aufregendste Tag im Tarangire Nationalpark bevorstehen würde. Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg. Wie jeden Morgen kamen wir wieder an den Wasserlöchern vorbei an denen sich aber diesmal noch nicht so viele Tiere aufhielten.
So zog es uns weiter in Richtung Tarangire River. Nicht weit hinter den Wasserlöchern entdeckten wir zwei Greifvögel, die sich an einem Baumstamm zu schaffen machten. Einer der Vögel versuchte ständig irgendetwas aus dem scheinbar hohlen Baumstamm herauszuzerren. Wir konnten leider nicht erkennen was das Ziel der Begierde war. Der andere Greifvogel beobachtete die Szenerie aufmerksam. Ob die beiden jetzt zusammengehörten oder doch eher gegeneinander arbeiteten kann ich leider nicht sagen, da, wie bereits erwähnt, ich es nicht so mit Vögeln habe bzw. ich sie einfach nicht auseinanderhalten kann. Und besonders bei Greifvögeln ist es ja manchmal schwer Jung- und Altvogel derselben Art zu unterscheiden. Da gibt es sicherlich bessere Experten wie mich!
Wir beobachteten das Tun der Beiden eine Zeitlang als sich aber kein Ergebnis einstellte beschlossen wir unsere Reise in Richtung Fluss fortzusetzen. Unterhalb einer Lodge (Name ist mir leider entfallen) in der Nähe der Campsite fanden wir uns plötzlich in einer Herde Elefanten wieder. Wir stoppten den Motor und genossen die Zeit inmitten der Dickhäuter. Die grauen Riesen nahmen überhaupt keine Notiz von uns und bewegten sich mit gemächlichen Schritten um unser Fahrzeug. Für Spaß sorgten die zahlreichen Kälber, die, wie Teenies halt so sind, immer wieder mit Rangeleien für Action sorgten.
In der Nähe des Tarangire Rivers standen mehrere Fahrzeuge und starrten in Richtung eines großen Baobabs. Dort solle sich in einer Höhle im Baum ein Leopard mit möglicherweise einem Jungtier befinden. Wir konnten die gefleckte Schönheit zuerst nicht entdecken. Die anderen Fahrzeuge versuchten die Katze von der anderen Seite aufzuspüren als sie plötzlich aus einem Busch neben dem Baum hervorkam die Lage einschließlich uns sondierte und in dem hohlen Baum verschwand. Die Entfernung war zu groß um irgendwelche Bilder zu machen und so beschlossen wir unseren Trip fortzusetzen. Wir fuhren dann in östlicher Richtung auf der Tarangire Road bis zur Matete Picnicsite, wo wir eine kurze Pause mit Toilettengang machten. Man hat von der erhöhten Picnicsite einen wunderbaren Blick auf den tiefergelegenen Tarangire River. Von dort oben sahen wir einige Fahrzeuge, die immer wieder vor und zurückfuhren. Da musste also irgendetwas Interessantes sein.
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Wir fuhren also wieder zurück und kamen zu dem Punkt wo die Autos sich befanden. Wir mussten nicht lange suchen, um die Gepardin zu entdecken, die sich mit ihrem Jungen hinter einem Baum versteckte.
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Die Anzahl der Autos hielt sich in Grenzen. Es kamen immer wieder welche aber genauso schnell fuhren sie wieder weg. Da wir Zeit hatten konnten wir alles ohne Stress abwarten. Geparden sind, laut Guide Lazaro, sehr selten im Tarangire anzutreffen und so freuten wir uns umso mehr diese außergewöhnliche Sichtung zu haben. Genauso freute sich mehrere junge Amerikanerinen, die nach Ihrer Frage „What is there?“ und meiner Antwort „A Cheetah with a cub“ mit unzähligen langezogenen „Aaaaaaaaaamazing“ beinahe vor Freude aus dem Auto gefallen wären. Ist schon unglaublich wie manche Menschen sich freuen können, auch wenn´s manchmal bei Amerikanern irgendwie aufgesetzt klingt. Der Gepardin jedenfalls war´s egal und nach einiger Zeit tat sie uns sogar den Gefallen und kam hinter ihrem Baum vor um sich in Bewegung zu setzen.
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Der Pulk der Autos hat sich zwischenzeitlich stark verkleinert aber noch immer wurde die Raubkatze von einer staatlichen Anzahl von Fahrzeugen begleitet. Sie schritt parallel zum Weg und bewegte sich mit konzentriertem Blick auf eine Herde Impalas zu.
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Das Jungtier folgte immer in gebührendem Abstand.
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Wir hofften schon auf eine Jagdsequenz aber da machten uns die anwesenden Guides einen Strich durch die Rechnung. Einige wenige dieser Spezialisten positionierten sich so zwischen Gepard und Beutetier, dass es der Jägerin unmöglich war einen Angriff zu starten. Daher brach sie den Beutezug ab und verzog sich ins Dickicht. Immer wieder schade, wie sich manche Guides benehmen, getrieben von der Gier nach gutem Trinkgeld. Auch wir verließen die Katze und fuhren zurück zur Campsite um unseren Lunch einzunehmen.
Nachdem wir die Gepardin verlassen hatten fanden wir noch in weiter Entfernung einige Löwen die sich auf einem Baum tummelten.
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Da die Raubtiere zu weit weg waren hielten wir uns nicht lange dort auf sondern fuhren weiter durch die grandiose Landschaft des Tarangire Nationalparks.
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Einige Vögel konnten wir noch ungestört beobachten.
Nach einem üppigen und hervorragenden Essen fuhren wir gegen 15:30 Uhr wieder los. Der Weg führte uns über die Tarangire Road wieder in Richtung Matete Picnicsite. Es war bisher ein ruhiger Nachmittag mit den üblichen Verdächtigen. Die Tiere hatten aufgrund der Hitze alle ein schattiges Plätzchen gesucht und waren kaum aufzufinden. Wir ließen die Picnicsite auf der rechten Seite liegen und fuhren runter an den Tarangire River. Dort standen wir an einer Stelle fast ebenerdig mit dem kümmerlichen Rest des Flusses und beobachteten verschiedene Pfalnzenfresser die sich in dem ausgetrockneten Flußbett bewegten. An der Stelle an der wir standen befand sich rechts und links des Fahrzeugs in etwa 30 Meter Entfernung eine Böschung, so dass wir nur einen Teilabschnitt des Flusses erkennen konnten. Das war wie in einem Fernseher … und wie ein Spielfilm kam uns vor was danach passierte. Wir beobachteten eine große Herde Zebras und Gnus die sich durch das Flussbett von links nach rechts schleppten. Unzählige Tiere zogen an uns vorüber und wir fotografierten einige Bilder. Alle meine Mitfahrer schauten in die andere Richtung, ich legte meine Kamera gerade in meinen Fotorucksack, meine Freundin hatte gerade die Videosequenz beendet und Lazaro wollte das Auto starten, kam plötzlich Bewegung in die vorbeiziehende Herde. Die Zebras fingen an zu galoppieren und immer mehr Gnus kamen in Sekundenbruchteilen mit hoher Geschwindigkeit von der rechten Seite. Wasser spritzte und plötzlich kam ein letztes Gnu verfolgt von einer Löwin. Direkt vor uns, es war wirklich wie ein Blick in den Fernseher sprang die Löwin das Gnu an und riss es zu Boden. Mir entfuhr ein lautes „Kill, Kill“ während ich ungläubig mit dem Finger auf die Löwin zeigte. Axel, Karl-Heinz und Dagmar fuhren herum und starrten fasziniert in Richtung Flussbett. Da hatte die Löwin das Gnu schon niedergerungen.
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Von oberhalb des Flussbetts auf der anderen Seite kamen Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit angefahren. Sie hatten die Jagd wohl auch mitgekriegt und positionierten sich direkt oberhalb des Geschehens. Wir standen leider in diesem Moment auf der falschen Seite des Flussbetts und so beschlossen wir schnell auf die andere Seite zu fahren. Es dauerte zwar ca. 10 Minuten aber als wir ankamen war des Todeskampf des Gnus Gottseidank schon beendet und wir mussten diesen Spot nur mit 3 anderen Fahrzeugen teilen. Wir hatten einen hervorragenden Platz und bestes Licht während die Löwin anfing zu fressen.
Natürlich blieben wir den Rest des Nachmittags hier stehen obwohl uns Lazaro erzählte, dass er per Funk gehört hatte, dass Paviane die Gepardin mit ihrem Jungen aufgespürt hätten und sie verjagen würden. Wir entschlossen uns aber bei der Löwin zu bleiben. Man kann schließlich nicht alles haben. In der Folgezeit wechselten die Fahrzeuge aber es war nie so, dass mehr als 4 Autos mit uns am Riss standen.
Als wir später wieder in Richtung Campsite fuhren hatte ich immer wieder dieses Bild im Kopf wie die Löwin an dem Gnu hing und es zu Boden riss. Ein unfassbares Bild! Leider hatte ich meine Kamera nicht zur Hand, da ich sie nur wenige Sekunden vorher weggelegt hatte. Als ich so vor mich hinsinierte hielt der Tarangire noch eine weitere Überraschung für uns parat. Wir entdeckten zwei Zebrahengste, die miteinander kämpften. Und, meine lieben Formis, so etwas wie diesen Fight hatte ich noch nie erlebt. Das war kein Spaß. Es ging richtig zur Sache. Die beiden bissen und traten was das Zeug hielt. Beide fielen in den Staub und standen wieder ineinander verbissen auf.
Das ging mindestens 5 Minuten so und der Sieger, ein Zebrahengst mit der außergewöhnlichen Fellzeichnung, trabte am Schluss erhaben davon.
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Leider war es bei dieser Sichtung schon reichlich spät, so dass die Bilder nicht mehr die Besten sind … aber ein Erlebnis war das allemal! Auf der Campsite angekommen beschlossen wir morgen, an unserem letzten Tag im Tarangire Nationalpark, nochmal an die Stelle des Löwenkills zu fahren um zu sehen was sich während der Nacht getan hatte … und es hatte sich was getan!
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Strecke beim nachmittags Game Drive
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Teil 717. Nov. 2016
Tag 4 – Tarangire Nationalpark – Ngorongoro Krater Game Drive: Klick
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Nach einer wiederum ruhigen Nacht fuhren wir auf unseren letzten Game Drive im Tarangire Nationalpark. Vorgesehen war, bis ca. 11 Uhr unterwegs zu sein, dann die Zelte abzubauen und anschließend über Mto wa Mbu zum Ngorongoro Krater zu fahren. Wir beschlossen nochmals an den Tarangire River zu fahren, um zu sehen was sich am Löwenkill getan hatte. Vorbei an einigen Elefanten, die an der kleinen Brücke über den Tarangire River ihre Morgentoilette vollbrachten.
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Als wir an die Stelle am Fluss kamen, an der gestern die Löwin das Gnu gerissen hatte, war im Flussbett nichts zu sehen. Aber oberhalb des ausgetrockneten Betts lagen insgesamt 3 männliche Löwen und das Weibchen und waren immer noch am fressen.
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2 der Paschas hatten sich bereits etwas zurückgezogen während 1 Löwenmännchen und die erfolgreiche Jägerin sich noch immer an dem Gnu gütlich taten. Von der Antilope war nicht mehr viel übrig. Und wir waren alleine mit den Katzen.
2 Schakale umkreisten den Kadaver ständig, ein Adler wartete nur wenige Meter auf seine Chance etwas abzubekommen. Überhaupt war diese Gegend am Tarangire River sehr hoch frequentiert mit Tieren. Während wir die Löwen beim Festmahl beobachteten sahen wir viele Elefanten im Flussbett nach Wasser graben.
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Ein Bataleur hatte es sich direkt am Ufer gemütlich gemacht und viele Zebras und Gnus wanderten auf der gegenüberliegenden Uferseite entlang.
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Wir blieben bei den Löwen und wechselten immer mal wieder die Position zwischen den fressenden und den ausruhenden Katzen. Während wir bei den beiden vollgefressenen Löwenmännchen standen hatten auch die anderen beiden genug und suchten die Gesellschaft ihrer Rudelmitglieder.
Dabei liefen sie direkt an unserem Fahrzeug vorbei. Meine Freundin, die bisher immer filmte, bannte auch diese Situation auf den Chip. Als das Weibchen direkt am Fahrzeug unterhalb von ihr vorbeilief blieb sie kurz stehen und sah ihr tief in die Augen. Meine Freundin war tief beeindruckt, so sehr, dass sie sogar aufhörte zu filmen und automatisch zurückwich. Sie erzählte immer wieder von diesem Urlaubsmoment, der wohl am meisten Eindruck auf sie gemacht hatte.
Nachdem die Katzen den Kadaver verlassen hatten, war die Zeit für die 2 Schakale gekommen. Hungrig versuchten sie etwas abzustauben. Die Beiden war allerdings so schreckhaft, dass sie, als wir versuchten näher heranzufahren, da wir noch bei den jetzt faul rumliegenden Löwen standen, sofort Reißaus nahmen. Wir blieben dann noch eine Weile in sicherer Entfernung stehen und hofften, dass die Beiden nochmal zurückkommen, was sie aber nicht taten. Das war die Chance für den wartenden Adler, der wenig schreckhaft, sich jetzt einige Brocken Fleisch einverleibte.
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Nachdem sich an dem Riss nicht mehr viel tat und von dem ehemals stolzen Gnu nicht mehr viel übrig war beschlossen wir weiter zu fahren. Lazaro hatte gehört, dass sich ein Leopard im Gras zwischen Fluss und Straße befinden solle. Wir fuhren also dort hin konnten aber außer einer Büffelherde nichts entdecken.
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So entschieden wir uns nochmal an der Stelle vorbeizuschauen wo wir gestern den Leoparden gesehen hatten. Diese Katze konnten wir tatsächlich finden. Sie hatte es sich mit einem Riss auf einem Baum gemütlich gemacht. Allerdings war dieser Baum in großer Entfernung, so dass wir dort nicht allzu viel Zeit verbrachten.
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Wir fuhren dann zurück auf die Campsite, bauten unsere Zelte ab, verstauten unsere Utensilien im Auto, verabschiedeten uns von den Rangern auf dem Camping Platz und verließen den Park in Richtung Mto wa Mbu. Dort angekommen verstauten wir unsere Tasche mit den Geschenken für das Waisenhaus in der von Axel für das Anschlussprogramm gebuchten Lodge. So mussten wir eine Tasche weniger mitschleppen. Danach ging es über den Aufstieg zum Rift Valley, mit Blick auf den Lake Manyara Nationalpark, in Richtung Karatu.
In Karatu hatten wir ein letztes Mal die Möglichkeit zum Einkaufen von Getränken und sonstigen benötigten Dingen. Danach fuhren wir zur Rhino Lodge am Rande des Ngorongoro Kraters, wo wir 2 Nächte verbringen würden. Am nächsten Tag stand ein ganzer Tag im Kraterinneren auf dem Programm.
Game Drive Tarangire Nationalpark
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Teil 817. Nov. 2016
Tag 4 - Fahrt zum Ngorongoro Krater
Nachdem wir unsere Tasche in der Lodge in Mto wa Mbu abgeliefert und uns noch mit Schnitzereien und Getränken versorgt hatten fuhren wir die Abrisskante des Rift Valley hoch. Nach einem kurzen Stop am Viewing Point kamen wir nach Karatu, wo wir ein letztes Mal tankten und Prosper, unser Koch, noch letzte Einkäufe für den anschließenden Trip in die Serengeti besorgte. Irgendwann am späten Nachmittag erreichten wir das Lodoare Gate zur Ngorongoro Conservation Area wo uns die übliche Pavianschar unterhielt.
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Nachdem Lazaro die Formalitäten erledigt hatte schnaufte unser Landcruiser den Kraterrand nach oben. Ich bin die Strecke nun schon x-mal gefahren aber es ist immer wieder faszinierend mit welcher Geschwindigkeit die Tansanier da runter brausen.
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Nach einem üblichen Stop am Viewing Point kamen wir gegen 18 Uhr an der Rhino Lodge an wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen werden.
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Nach den ersten Nächten im Zelt war es gut mal wieder in einem Bett zu schlafen, zumal wir ja die nächsten 8 Tage wieder im Zelt in der Serengeti verbringen werden. Am nächsten Tag geht es in den Krater und trotz aller Unkenrufe blieben wir den ganzen Tag im Krater und hatten auch keinerlei Probleme damit.
Heute sollte es in den Krater gehen. Für mich das mittlerweile 4-mal. Für Karl-Heinz und meine Freundin das erste Mal. Faszinierend war schon vor der Einfahrt in den Krater wie die Wolken in einer Art „Wolkenfall“ über die Abrisskante waberten.
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Das sah schon beeindruckend aus und würde sich auch erst gegen Ende des Tages auflösen. Ansonsten hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter, denn nach kurzer Bewölkung war es den ganzen Tag über schön im Krater. Wir umrundeten also den Krater und fuhren vorbei an der Ngorongoro Crater Lodge, der Polizei Station, der Simba Campsite und der Serena Safari Lodge nach kurzem Check am Windy Gate in den Krater ein. Bereits bei der Einfahrt eröffneten sich uns fantastische Blicke auf die nebelverhangenen Kraterwände.
Kaum im Krater angekommen beobachteten wir zwei konkurrierende Hyänenrudel, die versuchten einen Streit zu schlichten. Immer wieder rannten Clanmitglieder von hier nach dort und wieder zurück. Wer, was und wieso war eigentlich nicht zu erkennen.
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Vorbei an Büffeln und entgegenkommende Zebras wurden wir auf ein in weiter Entfernung stehendes Nashorn aufmerksam gemacht. Es sollte sich mit seinem Jungtier in einem Sumpf aufhalten.
Wir spähten alle durch die Ferngläser, konnten jedoch nichts entdecken. Dann hatte Karl-Heinz doch etwas entdeckt, was sich aber bei genauerem Hinsehen als Flusspferd entpuppte. So machten wir uns auf den weiteren Weg den Krater zu erkunden. Viele Gnus und Zebras waren anzutreffen. Große Herden der Pflanzenfresser bewegten sich scheinbar ziellos von links nach rechts und auch wieder zurück.
Vorbei an einem kleinen, schon sehr ausgetrockneten Hippopool und einem Hyänenbau entdeckten wir an einer Sumpflandschaft in der Nähe der Lera Picnicsite eine Löwin die einen Kill bewachte.
Wir hatten die Hoffnung, dass das Löwenrudel zum Fressen zurückkommen würde oder sich die kurz zuvor entdeckten Hyänen, die nicht mal 300 Meter entfernt in ihrem Bau lagen, her bewegen würden. Eine Hyäne war auch mal kurz zu sehen aber sie drehte wieder ab und so sammelten sich zwar immer mehr Autos an dem Spot, Action gab es jedoch keine.
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Nach einem kurzen Besuch der Lera Picnicsite kam über Funk, dass in angrenzenden Wäldchen ein Nashorn gesichtet wurde. Also nichts wie hin… aber dort war das absolute Chaos. Gefühlte hundert Autos stritten sich darum einen Blick auf den Dickhäuter werfen zu können. Ich hatte das Gefühl sämtliche im Krater befindlichen Fahrzeuge hielten sich in diesem Moment an diesem Flecken Erde auf. Das totale Chaos und eine Rangiererei, zum Davonlaufen. Was wir dann auch schnellstmöglichst taten. Einen kurzen Blick konnten wir auf das Tier in weiter Entfernung werfen aber dafür lohnte der ganze Aufwand definitiv nicht. Wir fuhren dann wieder zurück zu der Löwin an ihrem Büffelkill, die es jetzt mit einigen vorwitzigen Schakalen zu tun bekam.
Diese waren wirklich sehr frech bis es der Raubkatze zu bunt wurde und sie sie verjagte. Auch wir fuhren weiter in Richtung Ngoitokitok Picnicsite. Vorbei an vier faulen Löwen trafen wir nur wenige hundert Meter entfernt von der Picnicsite auf einige Löwen, die es sich direkt an der Straße bequem gemacht hatten.
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Das hatte natürlich wieder einen enormen Auflauf zur Folge. Viele Autos drängten sich um die Katzen und diese zogen sich immer weiter in den Busch zurück. Der Brüller war aber ein Tourist in einem Auto, dass vor uns stand. Darin ein stand ein englischsprachiger, ich nehme an Amerikaner, der unbedingt ein tolles Foto schießen wollte. Da die Löwen alle faul dalagen und so ein Foto nicht wirklich was hergab, versuchte dieser „Mensch“ mit allen möglichen Tricks wie Pfiffen, Schnalzen oder aufs Autodach zu klopfen die Aufmerksamkeit der Tiere zu erregen. Nichts funktionierte. Die Katzen lagen immer noch faul komplett darnieder. Irgendwann hob einer der männlichen Löwen den Kopf und dieser Typ schlug tatsächlich aufs Autodach. Daraufhin machte der Löwe aus Schreck einen kleinen Satz und dem „Idiot“ (sorry aber anders kann man´s net nennen) fiel fast vor Schreck seine Kamera aus dem Auto. Ich hätt´s ihm ja gegönnt und hab mich total fremdgeschämt.
Nachdem wir auf der Picnicsite ein Päuschen eingelegt hatten, fuhren wir wieder in Richtung Hippopool. Zwei Löwinnen hatten es sich nicht weit von der Picnicsite gemütlich gemacht. Ich fand´s schon irgendwie lustig wie man bei den Löwinnen im Hintergrund einige Menschen auf der Picnicsite erkennen konnte. Die Katzen schien das aber nicht zu interessieren.
📎 IMG_5606.jpg 📎 IMG_5627.jpg 📎 IMG_5630.jpg 📎 IMG_5635.jpg 📎 IMG_5640.jpg Wer genau hinsieht kann im Hintergrund die Menschen auf der Picnicsite erkennen
Am kleinen Hippopool, den wir bereits am Vormittag besucht hatten, lagen wieder zwei Löwinnen auf der Lauer. Wir hofften auf eine Interaktion mit den vorbeiziehenden Gnus, aber ein Elefant machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu und wir machten nochmal einen Besuch bei der Löwin mit dem Büffelkill. Viele Fahrzeuge hatten den Krater schon verlassen. Doch dieser hatte nochmal ein Highlight für uns parat, denn jetzt befand sich fast das komplette Löwenrudel an , in und auf dem Kill. Viele Löwenteenager hüpften am und auf dem toten Büffel herum. Wir zählten insgesamt ca. 15 Löwen.
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Und so verbrachten wir den Rest der Zeit an diesem Spot den wir nur mit ganz wenigen anderen Fahrzeugen teilen mussten.
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Nachdem es schon fast leicht dämmerte fuhren wir über die neue asphaltierte Straße direkt aus dem Wäldchen der Lera Picnicsite an den Kraterrand nach oben. Ein wunderschöner Tag mit tollen Sichtungen in diesem Naturwunder neigte sich dem Ende. Am nächsten tag sollte es in die Serengeti gehen und so verbrachte wir einen schönen Abend am lauschigen Kaminfeuer in der Rhino Lodge und hofften, dass unser Sichtungsglück im weiteren Verlauf anhalten würde… 📎 IMG_5804-2.jpg
Die Strecke im Krater ... allerdings war irgendwann mein Handy leider leer, deshalb ist nicht alles getrackt...
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Teil 1023. Nov. 2016
Tag 6 – Ngorongoro Krater --> Serengeti Seronera Heute geht es in die Serengeti, mal wieder 🙂 . Dies ist jetzt mittlerweile mein 5. Besuch in der Serengeti und immer wieder überrascht mich dieser Flecken Erde auf´s Neue. Da heute nur die Fahrt nach Seronera auf dem Plan stand konnten wir heute etwas länger schlafen was uns natürlich nicht gelang. Aber trotzdem war es schön sich einfach mal Zeit zu lassen, in Ruhe zu frühstücken, einfach Dinge noch zu erledigen und ohne Stress weiterzufahren. Nachdem wir alle unsere Sachen im Fahrzeug verstaut hatten machten wir uns auf den holprigen Weg in Richtung Serengeti. Wieder vorbei an den am Kraterrand befindlichen Lodges und dem Windy Gate fuhren wir durch die NCAA in Richtung Naabi Hill.
Am Tor zur Serengeti angekommen, machten wir eine kurze Pause auch um Bilder zu machen. Sofort kamen einige junge Massai angerannt die sich freuten jemanden am Tor anzutreffen. Diese Burschen wiederlegten die sonstigen Berichte von jugendlichen, Steine werfenden, unfreundlichen und geldgierigen Heranwachsenden. Nach kurzer Abtastphase waren sie total freundlich, nett und lustig. Wir hatten ziemlichen Spaß und sie hatten auch, nach Rückfrage, gegen Bilder nichts einzuwenden.
Das fand ich sehr erfrischend und muss auch mal erwähnt werden, da man ja sonst immer nur negatives über diese Kids auf der Schwelle zum Erwachsenwerden hört oder liest. Es gab überhaupt keinen Stress! Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir weiter in Richtung Naabi Hill.
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Zum x-ten Mal erklomm ich den Hügel am Kontrollpunkt zur Serengeti. Aber da meine Freundin noch nie hier war, bestiegen wir gemeinsam den Hügel und genossen sowohl die lustigen Agamen wie auch die herrliche Aussicht in die weiten Ebenen.
Es ist immer wieder überraschend was für ein Trubel am Naabi Hill herrscht. Aber eigentlich nicht verwunderlich, da dies der Knotenpunkt für die Ein- und Ausreise zur Serengeti ist. Unzählige Safarifahrzeuge und ein Gewusel an Menschen füllte den Vorplatz am Check-In. Wir warteten bis Lazaro die Formalitäten erledigt hatte und fuhren dann weiter auf der B144 in Richtung Seronera.
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Bei den Simba Kopjes bogen wir ab in Richtung Sopa Lodge. Vor 2 Jahren fanden wir auf den Kopjes mehrere Löwen die es sich dort gemütlich gemacht hatten. Wir umrundeten die Felsen und fanden doch tatsächlich wieder Löwen, die dort vor sich hindösten.
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Sie waren allerdings so faul, dass ein längerer Aufenthalt nicht lohnte. Wir hatten ja auch noch eine Strecke zu fahren und mussten unsere Zelte noch aufbauen. Der Himmel zog sich auch schon leicht zu.
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Als wir den Seronera Fluss in der Nähe des Seronera Airstrips überquerten hatte die Serengeti noch eine kleine Überraschung für uns parat. Direkt unterhalb der kleinen Brücke über den Fluss verspeisten 2 Krokodile ein Zebra.
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Ob sie das Wildpferd selbst gerissen oder ob es aus anderen Gründen zu Tode gekommen war, konnten wir leider nicht herausfinden aber die Art und Weise wie die Panzerechse mit ihren Todesrollen den Kadaver zerlegten war schon beeindruckend. Wieder und wieder wirbelten die beiden Ungetüme die braune Brühe auf indem sie sich im Körper des toten Tieres verbissen und sich schnell um die eigene Achse drehten.
Meine Freundin, die mir vor dem Urlaub immer wieder erklärte, dass sie vor Krokodilen die meiste Angst hätte und sie diese Urviecher einfach nur abstoßend fände, war völlig fasziniert. Im weiteren Verlauf unserer Reise entwickelte sie sich zu einem regelrechten Fan der Kaltblütler und auch jetzt im Nachhinein findet sich die Echsen noch immer aufregend und faszinierend. So können sich Meinungen ändern.
Nachdem wir uns endlich von dem Spektakel losreißen konnten fuhren wir auf die Pimpi Campsite. Es fing leicht an zu regnen und eine Menge Zelte veranlassten uns einen anderen Zeltplatz aufzusuchen. Zum Glück waren es nur einige wenige Tropfen und wir konnten unsere Zelte im Trockenen auf der Tumbili Campsite aufbauen. Am Abend verspeisten wir noch ein hervorragendes Menü von unserem Koch Prosper. Mit einer gewissen Vorfreude auf unseren ganzen Tag in der Serengeti verzogen wir uns bald in die Zelte.
In der Nacht hatten wir Besuch von einer Büffelherde die friedlich hinter unseren Zelten graste. Auch am Morgen waren die Büffel noch da und da es heute schon früh losgehen sollte, genossen wir bei einem kurzen Frühstück den herrlichen Sonnenaufgang.
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Wir machten in südwestlicher Richtung auf, die wildreiche Seronera Region zu erkunden. Vorbei am Dorf Seronera und dem Seronera Airstrip kamen wir durch ein kleines Wäldchen wo wir ein Rudel Löwen entdeckten, das in der Nacht Beute gemacht hatte. Viele der Katzen waren bereits sattgefressen und lagen herum aber 2, 3 hatten immer noch Hunger.
Wir zählten ungefähr 10 Raubtiere. Eine Hyäne beäugte die Löwen misstrauisch und wartete auf eine Gelegenheit einen Happen zu stibitzen. Es standen bereits einige Fahrzeuge um diesen Spot aber wir konnten noch eine gute Position erwischen, wobei Lazaro bei allen Spots immer wieder so geschickt manövrierte, dass wir wirklich die besten Fotografierpositionen hatten. Er fragte auch immer ob diese Position gut ist oder ob er vor oder zurück fahren solle. Und wenn wir ihn um etwas baten, versuchte er immer und jederzeit uns unaufgeregt die bestmöglichste Position zu ermöglichen. Klar, dass bei dem Aufkommen an Fahrzeugen in der Serengeti stundenlanges Rumstehen an einem Spot auf der ein und derselben Position den Unmut der anderen Guides auf sich zog. Aber auch das bedachte Lazaro und machte uns klar, dass wir jetzt den Spot wechseln sollten. Das hat immer hervorragend funktioniert! Wobei ich, wieder einmal, wirklich eine Lanze für Lazaro brechen muss. Ich habe noch selten einen so guten Driver/Guide erlebt … zwar etwas wortkarg aber immer zuvorkommend, höflich und auf das Wohl seiner Gäste bedacht.
Nach einiger Zeit machten auch wir Platz für nachkommende Gäste und fuhren weiter in südlicher Richtung bis zum Seronera River. Wir waren auf der Suche nach einem Leoparden, die dieses Gebiet bevorzugten. Unterwegs entdeckten wir 3 Löwen die einen Büffel in den Fluss in die Enge getrieben hatten, um ihn zu töten. Leider war davon nicht wirklich etwas zu erkennen, da der Flusslauf tiefer lag und dadurch die Tiere nicht zu erkennen waren. Man konnte nur ab und an eines der Löwenmännchen sehen, wenn sie aufgeregt hin und herrannten.
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Wir entschlossen uns weiterzufahren und konnten tatsächlich nur wenig später einen Leoparden entdecken, der es sich auf einem Baum gemütlich gemacht hatte. Der Baum war allerdings sehr weit weg und die Katze machte auch keine Anstalten irgendwelche Aktivitäten an den Tag zu legen.
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Dann hörte Lazaro von einem Geparden der sich in der Nähe aufhalten sollte, quasi auf der anderen Flussseite. Wir wechselten die Seite und fuhren aber zuerst in die falsche Richtung. Nach einiger Zeit konnten wir die Katze dann aber doch entdecken. Allerdings hatte sich mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Fahrzeuge angesammelt. Das Raubtier schien aber wenig beeindruckt von der Rumrangiererei der Guides. Wahrscheinlich gehört das zum Alltag aller Tiere in diesem Ökosystem.
Schlimm ist es nur wenn besonders freche Guides einfach vor einen hinfahren um eine bessere Position zu erwischen. So wurde der Abstand zu dem Tier immer kleiner weil sich immer wieder Fahrzeuge zwischen die auf der Straße wartenden Autos und den Geparden schoben. Irgendwann wurde uns dieses Geeiere zu dumm und wir fuhren weiter. Alsbald entdeckten wir wieder eine riesige Fahrzeugansammlung und es war sofort klar, dass auch hier wieder Katzen unterwegs sein mussten.
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Dieses Mal waren es ein Löwenmännchen und ein Weibchen. Mir war sofort klar, was hier Sache war. Die beiden hatten sich für ihren Liebesakt vom Rudel abgesondert.
Und wir mussten nicht lange warten bis es losging. Hatten wir beim ersten Mal noch Pech, dass wir in einer ungünstigen Position standen, war der zweite Akt dann direkt an unserem Auto.
Wir verließen das Liebespaar und fuhren zurück auf die Campsite um unseren Lunch einzunehmen.
Zu Beginn des Nachmittags Game Drives zog sich der Himmel immer mehr zu und es fing vereinzelt an zu regnen.
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Wir schauten nochmals bei unserem Liebespaar vorbei, die sich mittlerweile auf die andere Straßenseite ins hohe Gras verzogen hatten. Dort ließen sich überhaupt keine guten Bilder machen.
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So fuhren wir alsbald weiter und fanden nur 100 Meter entfernt die wohl diesem Rudel zugehörigen Jungtiere, die sich auf einem Baum vergnügten. Allerdings waren diese auch sehr weit entfernt.
Da es jetzt immer mehr zu regnen begann entschieden wir uns mit einem kurzen Stopp im Seronera Shop wieder auf den Campingplatz zurückzukehren. Wir hatten einen schönen ersten Tag in der Serengeti hinter uns und eine aufregende Nacht vor uns.
Mitten in der Nacht wachten wir beide durch dieses unverkennbare heißere Brüllen eines Löwen auf. Während wir lauschten kam das Brüllen eindeutig immer näher. So nah, dass der Löwe mitten durch unseren Zeltplatz lief während er lauthals seine Revierbekundungen von sich gab. Mein lieber Scholli … das geht durch Mark und Bein. Ich hatte ja im letzten Jahr in Botswana schon solch ein tiefgreifendes Erlebnis. Aber meiner Freundin war das nicht geheuer. Sie verkroch sich verständlicherweise immer tiefer unter die Decke. Der Löwe lief laut brüllend ca. 20 Meter an unseren Zelten vorbei. Man hatte das Gefühl die Zeltwand würde vibrieren. Gottseidank ließ er sich auf seinem Weg nicht aufhalten und so verblasste sein Brüllen mehr und mehr. Natürlich war der nächtliche Besuch das große Thema am Frühstückstisch. Nachdem wir uns gesättigt hatten konnten wir in den Tag starten. Eigentlich war geplant mit einem Game Drive in Richtung Lobo Region aufzubrechen. Dann am Klein´s Camp zu übernachten und am nächsten Tag Richtung Kogatende weiterzufahren. Nach Rücksprache mit Lazaro änderten wir aber den Plan so, dass wir noch eine weitere Nacht in Seronera blieben und dann am nächsten Tag direkt nach Kogatende fahren werden. So sparen wir uns einmal Zelt Auf- und Abbau und laut Lazaro wäre die Strecke zum Klein´s Gate auch lang und echt mies. Wir fuhren also in südlicher Richtung und entdeckten einige Hyänen, die zwischen einer Herde Kuhantilopen herumschlichen.
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Man merkte immer wieder wie die Hyänen die Aufmerksamkeit der Antilopen testeten. Die Pflanzenfresser schienen aber in bester Kondition deshalb kam es zu keinem Angriff.
Nachdem wir dem Weg in südlicher Richtung einige Zeit gefolgt waren, entdeckten wir ein totes Zebra direkt am Straßenrand. Wir hielten kurz an, konnten aber nichts entdecken. Als wir schon weiterfahren wollten sahen wir plötzlich auf der anderen Straßenseite eine Hyäne hinter einem Busch hervorblinzeln. Wir entschieden uns also mit etwas Abstand stehen zu bleiben. Zuerst tat sich nichts und alle Fahrzeuge, die ankamen sahen zwar das tote Zebra, fuhren aber dann sofort weiter. Nach ca. 30 Minuten des Wartens hatte sich die Hyäne an uns gewöhnt und schlich langsam auf den Kadaver zu.
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Es kamen keine anderen Fahrzeuge mehr und so hatten wir das fressende Raubtier für uns allein. Sich immer wieder umblickend zerrte die Hyäne immer wieder am Kopf des toten Zebras herum.
Wir beobachteten Sie eine ganze Zeit lang, als wir oberhalb der Straße weitere Hyänen auftauchen sahen. Es waren ungefähr 10 Stück, die sich zuerst in unsere Richtung, dann aber seitlich von uns wegbewegten. In dem Rudel gab es ständige Beißereien und Verfolgungsszenen. Wir blieben stehen und warteten. Als wir schon nicht mehr damit gerechnet hatten bogen die Hyänen plötzlich wieder auf den Weg ein und kamen schnurstracks auf uns zu.
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Dann machte sich das gesamte Rudel über das Aas her. Zuerst fraßen nur die Leittiere. Man konnte deutlich erkennen wie die Alphatiere die anderen Rudelmitglieder auf Distanz hielten. Das ging nicht ohne Keilereien ab. Das Verhalten der Tiere war aber höchstinteressant.
Selbst als die Alphatiere deutlich vollgefressen waren, ließen sie die anderen Hyänen nicht an den Kadaver. Liefen sie von dem toten Zebra weg und ein anderes Tier kam dem Aas zu Nahe waren sie sofort wieder zur Stelle um das Fleisch zu verteidigen. Der totale Futterneid!
Irgendwann wurde es aber auch ihnen zu doof und so kam jeder zu seinem Anteil. Auch wir mussten uns irgendwann losreißen, schließlich gab es noch mehr zu entdecken.
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Beim Tanken hatte Lazaro den Tipp bekommen, dass nur wenige hundert Meter von der Tankstelle entfernt ein Löwenrudel einen Büffel gerissen hatte. Wir machten uns also auf und fanden die Löwen tatsächlich. Allerdings waren sie schon ziemlich satt und lagen etwas entfernt unter einem Baum.
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Gut für den Geier, der sich währenddessen an dem Asa gütlich tat.
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Das wollte der Löwenpascha wohl nicht auf sich sitzen lassen und kam etwas näher um den Aasfresser zu vertrieben, was ihm auch gelang.
Auch wir verließen diese Szenerie und fuhren weiter in Richtung Seronera River. Kurz vor der kleinen Brücke über den Fluss standen einige Fahrzeuge in einer seitlichen Straße. Manche konnte nichts erkennen außer dass einige Vögel aufgeregt laut zwitschernd umherflogen. Dann sah ich plötzlich eine Bewegung im Gras und kurz danach eine Schlange die nach oben schnellte und nach einem Vogel schnappte. Ein surreales Bild, dass ich leider nur in meinem Kopf abspeichern konnte. Wir fuhren in die Straße und sahen direkt an einem Busch voll mit kreischenden Vögel eine Python liegen.
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Das Tier war schätzungsweise 2,5 Meter lang und lag unter dem Busch als würde es niemandem etwas zu Leide tun können. Das sahen die aufgeregten Vögel sicherlich anders. Eine tolle Entdeckung! Wir machten Platz damit auch andere Fahrzeuge einen Blick auf das Reptil werfen konnten und fuhren zurück zur Campsite um unseren Lunch einzunehmen.
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Strecke Vormittags game Drive: 📎 VormittagGameDrive-2.jpg
Am Nachmittag zog sich der Himmel langsam zu und wir bekamen wieder tolle Wolkenbehange Landschaftsaufnahmen.
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Wir fuhren südlich und fanden schon nach kurzer Zeit 3 Löwen die nur wenige Minuten zuvor ein Zebra gerissen hatten. Der Kill befand sich direkt auf der Straße und infolge dessen waren auch zahlreiche Fahrzeuge anwesend.
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Wir hatten zuerst keinen guten Platz aber Lazaro manövrierte uns schon kurze Zeit später in eine hervorragende Position. Die beiden Weibchen, die das Zebra vermutlich gerissen hatten waren noch völlig außer Atem und ließen dem Pascha den Vortritt. Mit blutverschmierten Gesichtern lagen sie nur wenige Meter von dem toten Tier entfernt und warteten bis sie an der Reihe sind.
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Man konnte deutlich erkennen, dass dieser alte Kempe schon einige Jahre und Kämpfe auf dem Buckel hatte. Das tat seinem Hunger aber keinen Abbruch und er fraß in aller Ruhe.
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Erst als er satt war und sich vom Kadaver entfernte kamen die beiden Löwinnen zu dem Riss und holten sich ihren Anteil.
Kurz vor dem Camp begann es zu regnen. Leider, denn überraschenderweise konnten wir noch einen durchnässten Serval entdecken. Da aber aufgrund von Regen und Dämmerung die Bilder nichts geworden sind, erspar ich euch diese und speichere es in meinem Kopfkino ab. Ein sehr blutiger Tag neigte sich dem Ende und nach einem ausgiebigen Dinner verzogen wir uns zeitig ins Zelt. Wir verbrachten eine ruhige Nacht die nur von gelegentlichem Hyänengeheul unterbrochen wurde.
Strecke Nachmittags Game Drive
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Teil 1405. Dez. 2016
Tag 9 – Serengeti/Seronera nach Serengeti Kogatende Vormittag Game Drive Seronera
Heute wollten wir nur einen Vormittags Game Drive unternehmen, danach die Zelte abbauen und dann über das Ikoma Gate im nordwestlichen Teil der Serengeti nach Kogatende fahren. Da es die Strecke zum Ikoma Gate in sich hatte sollte der morgendliche Game Drive nicht so üppig ausfallen. Wir starteten also in den Tag und entdeckten schon wenige Meter von unserem Camping Platz ein Rudel Löwen, das es sich dekorativ auf einer Kopje bequem gemacht hatte. Zusammen mit dem spektakulären Sonnenaufgang entstanden schöne Aufnahmen der ruhenden Katzen.
Auch einige andere Tiere waren am frühen Morgen schon unterwegs. 📎 IMG_6979.jpg 📎 IMG_6981.jpg
Unser weiterer Weg führte uns zu einigen Hyänen und Geiern, die nicht weit entfernt vom Seronera Shop die Überreste einer Antilope zerlegten. Leider war der Morgen an diesem Tag noch etwas trübe und die Hyänen sehr aktiv und weit weg.
Aber nur einen Kilometer weiter fanden wir erneut ein großes Hyänenrudel, dass den Kadaver eines Gnus verspeiste. Wieder war die Hierarchie der Raubtiere sehr gut zu erkennen. Während die Alphatiere fraßen, lagen die unterwürfigen Rudelangehörigen da und warteten. Als die Anführer den Kadaver verließen stürzten sich auch die anderen Tiere auf die Reste.
Irgendwo find es wieder an zu regnen und die Wolken zauberten wieder fantastische Farben in de Himmel. Heute wollte es nicht so richtig hell werden.
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Wir kamen nochmals an der Stelle vorbei an der gestern das Hyänenrudel das tote Zebra verspeiste. Von dem Zebra war nur noch ein großer dunkler Fleck übrig. Der Rest war ratzeputz aufgefressen. Eine große Büffelherde ließ uns am Seronera River an ihrem Liebesspiel teilhaben.
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Dann fuhren wir nochmal an der Stelle vorbei wo wir gestern das Löwenpärchen beim Liebesspiel beobachten konnten. Das Pärchen war nicht mehr da aber die Jungtiere die am gestrigen Tag nur 100 Meter entfernt an einem Baumstamm spielten waren noch da und das restliche Rudel hatten einen Büffel gerissen.
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Leider waren die Löwen zu weit weg und das Licht auch nicht so wirklich dolle. Die Löwen waren immer noch auf dem Felsen in der Nähe der Campsite.
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Der Himmel zog sich immer mehr zu, deshalb entschieden wir uns zurückzufahren damit wir unsere Zelte noch im Trockenen abbauen und zeitig losfahren konnten. Gesagt, getan und so verließen wir, nachdem wir alles im Auto verstaut hatten die Seronera Region in Richtung Ikoma Gate.
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Nachdem wir das Gate passiert hatten, fuhren wir entlang des Ikorongo Game Reserve in Richtung Mugumu. In Mugumu bestand das letzte Mal die Möglichkeit zu tanken, was wir auch taten. Danach ging es weiter in Richtung Kogatende. Wir wollten über ein nicht so sehr frequentiertes Gate wieder in die Serengeti einfahren. Leider konnte ich mir den Namen nicht merken. Aber irgendwie hatte Lazaro die Abfahrt verpasst und so fuhren wir irgendwie falsch. Irgendwann haben wir es dann gemerkt und nachgefragt aber keine richtigen Antworten bekommen. Jedenfalls mussten wir wieder ungefähr 20 Kilometer auf übelster Straße zurückfahren.
Nach weiteren Rückfragen mit gegenteiligen Aussagen konnten wir die Zufahrt zum Gate dann doch finden. Es schüttete jetzt teilweise wie aus Kübeln und die Straße wurde immer enger und unübersichtlicher. Der Scheibenwischer schaffte die Wassermassen beinahe nicht mehr und als wir endlich an einem Rangerposten ankamen wurde uns dort mitgeteilt, dass das Gate nicht anfahrbar ist weil eine Brücke über den Mara River wohl eingestürzt sei. Wir mussten also den gesamten Weg zurück und durch das Tabora Gate einfahren.
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Als wir am Tabora Gate ankamen, war es schon spät und wir hatten noch eine gehörige Strecke vor uns. Unsere gebuchte Special Campsite No. 7 befand sich ein ordentliches Stück vom Mara River entfernt und Lazaro wollte zum Rangerposten am Kogatende Airstrip fahren um nachzufragen, ob die Möglichkeit auf eine andere Special Campsite bestände. Sollte dies nicht möglich sein, müssten wir die gesamte Strecke in der Dunkelheit zurückfahren. Es dämmerte schon, als wir in die Serengeti einfuhren und die letzten 15 Kilometer fuhren wir in völliger Dunkelheit. Am Rangerposten angekommen war zuerst niemand auffindbar. Aber Lazaro konnte dann doch jemanden auftreiben und nach einigen Erklärungen wurde uns ein neuer Platz direkt am Mara River zugewiesen. Das war ein wirklicher Glücksfall, den wir ausschließlich dem hervorragenden Verhandlungsgeschick von Lazaro zu verdanken hatten. Hätten wir jede Tag die Strecke von der Special Campsite No. 7, an der wir vorbeigefahren sind, zum Mara River fahren müssen, wäre uns die Lust schnell vergangen. Denn das waren mindestens 20 Kilometer übelster Straße, für die ungefähr 1,5 Stunden benötigt hätten … wohlgemerkt hin und wieder zurück. Der neue Campground war wunderschön direkt am Mara River gelegen. Unweit des Rangerposten und der Crossingpoints. Wir bauten also in absoluter Dunkelheit und Anwesenheit Hundert Millionen fliegender Ameisen und Käfer, die durch das Autolicht angelockt wurden unsere Zelte auf, aßen noch eine Kleinigkeit und verzogen uns anschließend in unsere Zelte.
Die erste Nacht auf der Special Campsite am Mara River war sehr ruhig. Wir wachten am Morgen durch das Grunzen der Flusspferde im Mara River auf. Ein herrlicher Sonnenaufgang versüßte uns das frühe Aufstehen.
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Heute Morgen konnten wir den Platz das erste Mal im Tageslicht bewundern. Und es war ein grandioser Platz direkt an der Uferböschung des Mara gelegen. Die unfassbar vielen fliegenden Ameisen und Käfer vom Vorabend hatten sich mittlerweile auch verzogen. Das war so extrem, dass man teilweise das Zelt nicht mehr gesehen hatte. Komischerweise war das nur an dem einen Tag so, die anderen Tage war es nicht mehr so schlimm. Da hatten wir wohl genau den Tag erwischt an dem die Ameisen zu ihrem Jungfernflug aufbrachen.
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Nach einem kräftigen Frühstück fuhren wir los. Da wir auf unserer Special Campsite keinerlei Infrastruktur, außer einem von Propser später aufgestellten Buschklo hatten, ging´s erstmal zum Rangerposten am Kogatende Airstrip auf die Toiletten. Danach fuhren wir in östlicher Richtung am Mara River entlang auf der Suche nach den Gnus.
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Es gibt in der Kogatende Region 7 markante Crossingpoints, die alle nicht weit voneinander entfernt lagen. Es war ja nun Anfang Oktober und wir wussten nicht wo sich die Herden im Moment befanden. Die meisten würden sich wohl noch in der kenianischen Mara befinden, allerdings hatten wir bereits in der Seronera Region große Herden von Gnus gesehen. Wir hatten also die Hoffnung, dass einige Crossings stattfinden würden. Unsere Fahrt entlang des Maras führte uns bis zu einer Landzunge um die sich der Mara River in einer Kurve herumschlängelte. Und an der Uferböschung stand tatsächlich eine große Herde Gnus.
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Während sich die Gnus hin und her, vor und zurück bewegten, warteten wir in mindestens 200 Meter Entfernung mit mehreren anderen Fahrzeugen. Die Guides hatten ihre Fahrzeuge hinter Bäumen, Hügel oder Sträuchern versteckt. Dieser Crossingpoint, ich glaube es war die No. 7, bin mir aber nicht mehr sicher, war schlecht gewählt, denn durch die Landzunge konnten die Gnus den Fluss in 2 Möglichkeiten überqueren. Je nachdem wo man stand und wie sich die Gnus entschieden hatte man Glück und war sehr nahe oder man hatte Pech und alles spielte sich in gewisser Entfernung ab. Da zwischen den beiden Überquerungsmöglichkeiten ein Fluss lag, dessen einzige Brücke in ziemlicher Entfernung lag, war ein schnelles Wechseln der Position während des Crossings nicht möglich. Es gab zwar noch eine Flussdurchfahrt, aber diese war so schlammig, steil und schwierig, dass wir sie nur einmal zu fahren gewagt haben. Und Lazaro ist ein sehr, sehr guter Fahrer! Ich versuche es mal mit einer Grafik besser zu verdeutlichen.
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Wir standen also da und die schwarze Masse der Gnus waberte von einer Seite auf die andere. Wir hofften, dass Sie auf unserer Seite den Fluss überqueren würden. Zuerst sah es auch danach aus. Aber dann gingen die ersten Gnus den Abhang hinunter und überquerten den Fluss an der Position 2 auf der von uns abgewandten Seite.
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Das Spektakel begann also und alle Fahrzeuge schossen wie von der Tarantel gestochen an die Uferböschung. Während des Crossings tauchten dann auch plötzlich Krokodile auf und ein Gnu musste sein Leben während der Überquerung lassen.
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Witzigerweise hatte ich die Szene gar nicht gesehen. Erst zuhause bei der Sichtung der Fotos fiel mir auf, dass ich die Situation als die Panzerechse das Gnu schnappte zufällig fotografiert hatte.
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Allerdings sind die Aufnahmen aufgrund der Entfernung und dem Gegenlicht nicht so besonders.
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Als schon fast alle Gnus auf der anderen Seite waren sahen wir an der Uferböschung ein Gnu stehen an dessen Hinterlauf ein Krokodil hing. Das Gnu versuchte verzweifelt aus dem Wasser zu kommen aber die Echse hielt es wie ein Schraubstock fest.
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Das ging mindestens 5 Minuten so und irgendwann ermüdete das Reptil und das Gnu konnte sich tatsächlich befreien allerdings war der Hinterlauf gebrochen, das konnte man deutlich erkennen. Das Tier war also dem sicheren Tod geweiht. Als das Crossing vorüber war wechselten wir die Seite.
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Wir fuhren über die Brücke und sahen wie uns die Gnus, die eben den Fluss überquert hatten entgegen kamen. Auch zwei Löwen konnten wir entdecken und selbst das verletzte Gnu war auf dem Weg.
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Wir mutmaßten ob die Löwen sich das verletzte Gnu schnappen würden aber die beiden Katzen zogen weiter ohne die Antilope zu entdecken. Wir standen nun auf der anderen Seite der Landzunge und beobachteten zwei Krokodile, die sich um ein Gnu stritten.
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Das war also unser erstes Crossing. Wir waren eigentlich zufrieden, nichtsahnend, dass es noch viel besser kommen sollte. Nachdem meine Freundin aus den Augenwinkel zwei Löwen entdeckt hatte, wir diese aber in dem anschließenden kleinen Wäldchen nicht mehr finden konnten fuhren wir wieder zurück über die Brücke in Richtung Campsite. Wir kamen wieder an eine Stelle an deren Gegenseite sich immer mehr Gnus sammelten. Es hieß also wieder warten. Wir zogen uns wieder hinter die Hügel zurück und warteten gemeinsam mit anderen Autos auf die Reaktion der Gnus. Es war schon komisch anzusehen wie die Gnus immer wieder an den Fluss liefen dort stehen blieben, schauten um dann wieder umzukehren. Anscheinend wussten sie was sie in dem Nass erwarten würde. Das konnte dauern. Wir standen bereits fast eine Stunde hier und die Gnus wollten und wollten sich nicht entscheiden. Bis ein besonders wagemutiges Tier es endlich schaffte und zum ersten Sprung ansetzte. Das löste eine regelrechte Kettenreaktion aus.
Die Tiere ließen sich nicht mehr aufhalten und das war auch der Startschuss für die Guides die losbrausten um einen guten Platz zu ergattern. Mich wunderte echt, dass da nicht mehr passierte, denn manche fuhren schon mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit an den Abhang heran. War das Crossing erstmal im Gange, ließ es sich nicht mehr aufhalten. Immer mehr Tiere kamen oberhalb der Uferböschung angerannt und stürzten sich in die Fluten.
Es war ein ohrenbetäubender Geräuschpegel verursacht durch das Muhen der Gnus und dem Wasser. Adrenalin pur! Mit weitaufgerissenen Augen durchquerten die Antilopen den Mara River.
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Man konnte ihre Angst regelrecht spüren aber die Aussicht auf verlockendes Grün auf der anderen Seite war einfach zu groß. Mehr und mehr Gnus rückten nach. Leider, bzw. für die Gnus Gottseidank, tauchte kein Krokodil auf. Aber auch so war das Crossing spektakulär. Nach ca. 10 Minuten war die Vorführung beendet und die irritierten Flusspferde waren wieder Herr über diesen Teil des Flusses.
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Eine dreiviertel Stunde später trafen wir erneut auf eine große Ansammlung von Gnus.
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Das ganze Spiel weiderholte sich. Wir warteten, während die Gnus die beste Position ausloteten. Irgendwann war es dann soweit und das Spektakel begann.
Zuerst rannten die Gnus noch an einer recht übersichtlichen Stelle ins Wasser aber schon nach kurzer Zeit suchten sie sich, warum auch immer, eine Stelle aus an der es mindestens 2 – 3 Meter nach unten ging. Die Gnus stürzten sich regelrecht in die Tiefe.
Ein Wunder dass sie kein Tier die Beine brach. Das war wirklich faszinierend. Und die vorderen Tiere mussten springen, weil immer mehr Tiere von hinten nachschoben.
Mit lautem Muhen durchquerten die gestressten Pflanzenfresser den Mara River und sammelten sich auf der gegenüberliegenden Seite. Danach zogen sie weiter in die weiten Ebenen als ob nichts gewesen wäre. Wir hatten an unserem ersten Tag 3 unglaubliche Crossings erlebt und fuhren daher etwas früher zurück zur Campsite um unser verpasstes Mittagessen nachzuholen.
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Abgekämpft, man könnte meinen wir hätten die Crossings gemacht, aber zufrieden saßen wir noch eine Zeitlang einsam am Lagerfeuer und reflektierten den vergangen Tag. Da der Nachthimmel nur wenige Wolken hatte versuchte wir uns noch an der Sternenfotografie. Leider hatte ich einfach nicht die Geduld aber Axel glückten einige schöne Aufnahmen. Axel, vielleicht magst du welche einstellen!!!
Auch der zweite Morgen am Mara River brachte uns wieder einen unfassbaren Sonnenaufgang. Durch die Spiegelungen im Fluss hatte die ganze Szenerie etwas Mystisches. Wir konnten uns gar nicht sattsehen.
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Aber irgendwann ist auch der schönste Sonnenaufgang vorbei und so starteten wir wieder in Richtung Crossingpoints. Wir fanden auch schnell die ersten Gnus, die auf der anderen Seite des Flusses standen. Wir warteten also wieder aber dieses Mal kamen die Antilopen einfach nicht in die Gänge. Im Gegenteil, komischerweise wechselte eine kleine Herde wieder zurück auf die Seite wo die Gnus standen.
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Die am Ufer liegenden Krokodile schien das nicht zu interessieren. Wir fuhren nach einiger Zeit und mit der Erkenntnis, dass nicht jede Gnuansammlung zu einem Crossing führt weiter in Richtung Crossingpoint No. 7.
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Auffallend war, dass in diesem Bereich sehr viele Kadaver herumlagen. Auich als wir später etwas ins Hinterland des Mara Rivers fuhren sahen wir sehr viele tote Tiere. Ein Festmahl für die Geier, von denen wir immer wieder große Ansammlungen erspähen konnten.
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Auf dem Weg über die Brücke auf die andere Seite am Crossingpoint No. 7 sahen wir eine Löwin im Gebüsch liegen, wenig dekorativ und nicht willens sich fotografieren zu lassen. Da war der schöne hellmähnige Löwenpascha nur wenige Meter weiter schon ein anderes Kaliber.
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Er lag in staatlicher Pose da und wärmte sich in der Sonne auf. Wir waren völlig alleine mit diesem Prachtkerl, dem es nach einiger Zeit dann doch zu warm wurde und so machte er sich auf über die Brücke auf die andere Seite zu wechseln.
📎 IMG_7877.jpg 📎 IMG_7879.jpg 📎 IMG_7884.jpg Dabei erschreckte ihn ein an der Böschung sitzender Waran so sehr, dass er schnell Reißaus nahm.
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Wir fuhren hinunter ans Ufer wo sich bereits wieder eine staatliche Anzahl von Gnus auf der Landzunge versammelt hatte. Wieder konnten sich die Pflanzenfresser nicht entscheiden auf welcher Seite sie den Fluss überqueren sollten. Wir hofften auf unsere Seite aber wie Gott so will entschieden sich die Gnus für die andere Seite. Es war eine fifty-fifty Chance … und wir hatten uns für die falschen „Fifty“ entschieden.
Die Gnus sprangen den Abhang hinunter und überquerten ziemlich unspektakulär den Fluss. Dann tauchte ein Krokodil auf, dass sich ein junges Gnu schnappte. Das Krokodil zerrte das Tier ins tiefere Wasser, während die Mutter danebenstand und nicht wusste wie sie sich verhalten sollte. Während das Jungtier herzzerreißend laut blökte, senkte die Mutter immer wieder den Kopf und machte Stoßbewegungen in Richtung Echse. Man merkte deutlich wie die Antilope zwischen Flucht und Kind verteidigen unschlüssig war. Das Krokodil zog das Gnukalb aber immer weiter ins tiefe Wasser. Und die Todesschreie gingen wirklich durch Mark und Bein.
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Nach dem Crossing erzählte uns Lazaro, dass er in gehört hatte wie ein Massai, der in einem Auto neben unserem saß, gesagt hätte, dass er wüsste o ein Leopard wäre. Lazaro meinte er habe nicht alles verstanden, da der Massai in einem Dialekt gesprochen hätte, aber „Leopard“ und „Baum“ hätte er verstanden. Wir folgten also dem Fahrzeug als dieses davonfuhr. Die Fahrt ging ins Hinterland des Mara Rivers. Die Gegend hier sah völlig anders aus als in der Seronera Region. Hügeliger, viel mehr Bäume und wesentlich grüner.
Nach ca. 15 Minuten Fahrt, kamen wir an einen Baum auf dem tatsächlich ein Leopard lag. Es waren nur 2 andere Fahrzeuge hier und man hatte die Möglichkeit ziemlich nah an den Baum heranzufahren.
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Wir verbrachten hier einige Zeit und nachdem alle Fahrzeuge die Katze verlassen hatten waren wir die meiste Zeit mit ihr alleine. Wir verbrachten viel Zeit bei der gefleckten Schönheit in der Hoffnung, dass sie sich vom Baum herunter bewegen würde.
Leider tat sie uns diesen Gefallen nicht. Irgendwann mussten wir uns losreißen und zurück zum Camp fahren. Wir fuhren entlang des Mara Rivers zurück zur Campsite.
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Ein wunderschöner Sonnenuntergang verabschiedete uns in die Nacht.
Der Morgen begrüßte uns wieder mit unfassbaren Farben an unserem idyllischen Flecken Erde am Mara River.
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Wir wollten heute nochmal in die Gegend fahren wo wir gestern den Leoparden beobachten konnten um zu sehen ob er noch da ist und uns vielleicht sein Jagdglück präsentieren möchte. Aber zuerst gab es mal wieder ein hervorragendes Frühstück das Prosper so aus dem Nichts mit Nichts zauberte. Wenn man bedenkt, dass keinerlei Infrastruktur vorhanden war ist das schon ne beachtliche Leistung. Dann machten wir uns auf den Weg. Zuerst ging es wieder einmal den Mara River entlang.
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Da sich aber sich aber auf der anderen Seite keine Gnus sammelten, bogen wir irgendwann in südlicher Richtung ins Hinterland ab. Auffällig waren auch heute wieder die vielen toten Tiere die überall herumlagen. Ein Fest für Geier und Marabus.
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Hyänen konnten wir komischerweise keine entdecken. Dafür aber 2 Sekretäre, die irgendetwas in einem Busch entdeckt zu haben schienen. Sie umkreisen immer wieder das Gestrüpp und versuchten hinein zu kommen, was ihnen aber nicht gelang.
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Ich denke, dass es ein Pärchen war. Kann aber auch sein, dass es Alt und Jungvogel waren. Die Färbung am Kopf war jedenfalls unterschiedlich. Die beiden waren voll irgendwann so frustriert, dass sie sich gegenseitig verfolgten und dann abzogen.
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Wir konnten auch später nicht herausbekommen was das Objekt der Begierde der Beiden war. Auf dem Weg ins Hinterland konnten wir auch ein Paar der süßen Klippspringer entdecken, die aber sehr scheu waren und sich schnell verzogen.
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Der Leopard war leider nicht mehr in seinem Baum anwesend und so traten wir den Rückzug an. Vorbei an vielen Gnus und zwei Hornraben, die an einem verendeten Gnu die Ameisen aufpickten kamen wir wieder zum Mara River.
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Wir hatten, laut Funkverkehr, kurz vorher ein Crossing leider verpasst. Aber auf dem Weg in Richtung Campsite gab´s es wieder eine große Ansammlung von Gnus auf der anderen Seite des Flusses. Wir mussten also wieder warten. Und unsere Geduld wurde dieses Mal wirklich auf die Probe gestellt, denn die Antilopen wollten sich nicht entscheiden. Irgendwann ging es dann doch los und die Tiere überquerten mit großem Tamtam den Mara River. Es war wieder ein Spektakel!
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Nach diesem Crossing fuhren wir zurück ins Camp um unseren Lunch einzunehmen. Im Laufe des Tages zog sich der Himmel immer mehr zu, so dass es beim kurzen Nachmittags Game Drive nicht sehr viel zu entdecken gab.
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Daher waren wir schon bald wieder im Camp und machten es uns dort bei unseren hauseigenen Flusspferden gemütlich.
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Morgen würde es zurückgehen in die Seronera Region für eine weitere Nacht in der Serengeti.
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Teil 1814. Dez. 2016
Sodele, langsam kommen wir zum Ende und ihr habt es überstanden 😄 😄 Heute gibt es fast nur Landschaftsaufnahmen, da wir einen Fahrtag hatten
Tag 12 – Serengeti/Kogatende nach Serengeti/Seronera
Heute hieß es Zelt abbauen und zusammenpacken. Wir hatten einen langen Weg zurück in die Seronera Region vor uns. Kogatende verabschiedete uns mal wieder mit einem schönen Sonnenaufgang und so fuhren wir über Mugumu, wo wir nochmals Geld tauschten und dem Ikoma Gate wieder in Richtung Seronera.
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Schon während der Fahrt zog sich der Himmel immer mehr zu. Beeindruckend Wolkenformationen kündigten immer wieder Regen an. Und örtlich schüttete es auch wie aus Kübeln.
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Das war der Grund warum die Gnus den weiten Weg in den Süden der Serengeti auf sich nahmen. Wir entschieden uns auf der Fahrt zur Campsite dem Retina Hippopool einen Besuch abzustatten. Das war das vierte Mal, dass ich diesen Hippopool besuchte und jedesmal hatte es geregnet und auch dieses Mal, so dachte ich, würde ich nicht drumherum kommen. Aber das Wetter hielt und so konnte wir dieses Mal den Pool, seine Bewohner und den Gestank trocken „genießen“. Die Anzahl der Flusspferde wurde bei jedem meiner Besuche weniger. Dieses Mal befanden sich nur noch wenige Tiere in dem zugegebenermaßen kümmerlichen Rest des Wasserbeckens. Seit meinem letzten Besuch am Retina Hippopool hatte sich einiges verändert. Es gab jetzt Toiletten.
Nach einiger Zeit fuhren wir weiter zum Seronera Airstrip. Lazaro konnte am Ikoma Gate die Eintrittsgebühren nicht bezahlen weil deren Internetverbindung nicht funktionierte, daher mussten wir unseren Obolus am Airstrip begleichen.
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Aber auch dort war irgendetwas mit der Verbindung nicht in Ordnung so dass wir ewig brauchen um unser Geld unter die Leute zu bringen. Währenddessen zog sich der Himmel teilweise immer mehr zu und die trotzdem noch durchscheinende Sonne zauberte schöne Wolkenfarben an den Himmel.
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Man sah deutlich wie örtlich die Regenschauer niedergingen.
Wir beeilten uns auf die Campsite zu kommen damit wir unsere Zelte im Trockenen aufstellen konnten. Das hat auch geklappt. Wir waren wieder auf der Tumbili Campsite, die dieses Mal nur wenige Gäste beherbergte. In der Nacht bekamen wir Besuch von einer Herde Elefanten, die sich an einem Baum der direkt hinter unserem Zelt stand gütlich taten. Immer wieder war deutlich das tiefe Grummeln der Dickhäuter zu hören. Zum Glück hatten sie keinen Gefallen an unserem Zelt und zogen im Laufe der Nacht weiter.
Teil 1915. Dez. 2016
Tag 13 – Serengeti Seronera nach Ndutu
An diesem Morgen wollten wir nach einem kurzen Game Drive in Seronera weiter fahren nach Ndutu in die Ndutu Safari Lodge wo wir unsere letzte Nacht in Tansania verbringen werden.
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Während des Game Drives fuhren wir in nördlicher Richtung. Die Ausbeute war jedoch sehr spärlich und wir entdeckten lediglich ein paar sehr, sehr faule Löwen, die kaum von uns Notiz nahmen.
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So ging es wieder zurück und wir bauten unsere Zelte ab. Auf unserem Weg Richtung Naabi Hill konnten wir noch einen Leoparden entdecken, der parallel zur Straße sein Territorium inspizierte. Wir verfolgten die Katze, mit unzähligen anderen Autos eine ganze Zeit lang in der Hoffnung sie noch etwas näher zu erwischen. Aber sie machte sich einen Spaß daraus und lief immer parallel zur Straße. So ließen sich keine guten Bilder schießen und wir entschlossen uns irgendwann dann doch weiterzufahren.
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Je südlicher wir kamen desto nasser wurde die Gegend.
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Auf der Strecke von Naabi Hill in Richtung Ndutu stand der Weg fast vollständig unter Wasser. Das hat zur Folge, dass wir erst spät in Ndutu ankamen. Schnell auf die Zimmer und erstmal eine richtige Dusche nehmen und endlich mal wieder in einem richtigen Bett schlafen. Das war dann doch eine Wohltat. Am Abend bekamen wir Besuch vom hauseigenen Dik Dik und die allseits bekannten Ginsterkatzen, übrigens zur Zeit mit Nachwuchs, waren auch anwesend.
Heute war unser letzter Tag in der Serengeti/Ndutu Region. Wir wollten die Tour mit einem letzten Game Drive ausklingen lassen. Unser Weg führte uns vorbei am Lake Ndutu, in dem ein einsames Flusspferd sein Dasein fristete, in Richtung Maswa Game Reserve.
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Hatte ich die baumreiche Gegend um den Lake Ndutu im Februar/März noch sehr tierreich in Erinnerung schien sie jetzt wie ausgestorben. Es waren überhaupt keine Tiere unterwegs. Nicht einmal Vögel waren zu entdecken. Als wir das Sumpfgebiet verließen und auf die weiten Savannen hinausfuhren konnten wir einen Schakal und Hyänen entdecken die die Überreste eines Kills verwerteten.
Aber sonst war nichts zu sehen. Keine Antilopen, keine Elefanten und schon gar keine Katzen. So fuhren wir die endlosen Ebenen dahin bis Lazaro doch tatsächlich einen Geparden entdeckte. Wir waren völlig alleine mit der schönen Raubkatze und sie schien sich überhaupt nicht an uns zu stören.
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Im Gegenteil sie poste regelrecht für uns. Zuerst lag sie nur da und räkelte sich.
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Dann entschied sie sich jedoch mal die nähere Umgebung etwas in Augenschein zu nehmen. Am Horizont zogen einige Grantgazellen ihres Weges und der Gepard hatte die Pflanzenfresser auch gesehen. Langsam aber gezielt bewegte sich die Katze auf die Gazellen zu.
Dabei schreckte sie ein Paar Löffelhunde auf denen sie aber keinerlei Beachtung schenkte.
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Sie schlich sich immer näher an die Gazellen heran und wir hofften, in großer Entfernung wartend, auf eine Jagdsequenz. Dann wurde das Raubtier aber entdeckt und alles war umsonst. Die Katze gab sich zu erkennen und auch wir wollten sie nicht weiter stören und fuhren weiter.
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Der Weg führte uns zurück zu Ndutu Safari Lodge, wo wir unser Gepäck einluden und uns auf den Weg machten in Richtung Mto wa Mbu.
Dort würden sich unsere Wege trennen, da Axel noch anschließend den Lake Natron besuchen und den Ol Donyoi Lengai besteigen wollte. Wir fuhren also wieder am Ngorongoro Krater entlang über das Lodoare Gate nach Mto wa Mbu wo wir noch abschließend ein Waisenhaus für behinderte Kinder besuchten. Nachdem wir unsere Geschenke (Spielsachen, Kleidung, Büromaterial) abgegeben hatten verabschiedeten wir uns von Axel und fuhren zurück nach Arusha.
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Am Abend trafen wir uns nochmal mit Sikoyo zu einem Abschlussgespräch und anschließend ging es zum Flughafen wo spät in der Nacht unser Flieger in Richtung Istanbul startete.
Game Drive Ndutu:
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Es waren erlebnisreiche Tage und die Sichtungen war wirklich herausragend. Mich hat das vor allem für meine Freundin gefreut, die ja nicht wusste was auf sie zukommt und man ja genauso Pech haben kann mit den Sichtungen. Tansania ist immer eine Reise wert. Ob sie sich jedoch mit der Einführung der VAT und dem momentanen starken Dollarkurs einen Gefallen getan haben wage ich zu bezweifeln. Des einen Leid, des anderen Freud. Ich vermute viele Safaritouristen werden wieder nach Kenia wechseln und die Massai Mara besuchen. Auch in mir glimmt schon der Gedanke im Jahr 2017 in den kenianischen Teil der Serengeti zu fahren. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Ich bedanke mich bei allen Mitreisenden und Kommentatoren, die es so lange mit mir ausgehalten haben. Ist jetzt leider doch mehr Text geworden als ich eigentlich wollte…
Kwaheri!
Ich hoffe Axel führt seine Reise mit dem Lake Natron und dem Ol Donyo Lengai hier fort und stellt noch Bilder ein.