Jaspar061103Themenstarter655 Beiträge · seit 201410. Juni 2016 ·
Guten Morgen ihr Lieben,
ach ich sprecht mir aus der Seele….
Ich bin schon immer viel gereist, 1 – 2x im Jahr irgendwo hin und am Strand rumgammeln. Das war für mich früher der perfekte Urlaub 🙄 - bis mir mein Mann über den Weg gelaufen ist 😘 . Er ist ziemlich fahrverrückt (mit dem Auto) und somit hat er immer von der Route 66 geträumt. Damit fing alles an… Keine Strandurlaube mehr, plötzlich saß man den Urlaub im Auto ab und hat sooo viel von den jeweiligen Ländern gesehen. Das gefiel mir immer besser… Und dann kamen noch meine Eltern hinzu, die 2011 ihre erste Namibiareise gemacht haben (allerdings als Bustour), und seit dem nur noch von diesem mir bis dahin total unbekannten Land vorschwärmten. Irgendwann reifte der Gedanke in mir, man könnte ja auch da einfach mal „durch die Gegend“ fahren und gucken, ob es wirklich so schön ist, wie immer erzählt wird… Und so nahm das „Drama“ seinen Lauf 🤩 – letztes Jahr zusammen mit meinen Eltern eine eher kurze Tour zum „Kennenlernen und Beschnuppern“ gemacht, dieses Jahr eine ausgedehntere und intensivere alleine. Und spätestens seit der 2. Tour bin ich hin und weg…. Bei mir gibt’s auch keinen Tag, an dem ich nicht an Namibia denke. Wenn ich bei uns im Vorbeifahren irgendwo Rehe auf einer Waldlichtung oder Weide sehe, schießt mir als erste der Gedanke „Kudu“ in den Kopf. Oder wenn man als Beifahrer aus dem Fenster schaut und Büsche am Wegesrand stehen, such‘ ich immer nach Tieren – soweit ist es schon mit mir 😗 …
Aber schön zu wissen, dass es euch nicht viel anders geht 😛 !!!
Ich kann Euch da auch nicht wirklich weiter helfen bei dieser chronischen Krankheit. Ausser dieser Kopie des Rezeptes das mir mein Arzt ausgestellt hat.
Old Women1’545 Beiträge · seit 201310. Juni 2016 ·
Hallo, ihr Lieben,
Ich werde mich heute Nachmittag zumindest ein paar Stunden zurück träumen können. Auf 3 SAT kommt ein 5 teiliger Film "Das Jahr der Wildnis". Ist vielleicht für den einen oder anderen von euch etwas. LG Beate
was ggf. auch helfen kann, ist ein wenig Afrika in Deutschland zu suchen. Gerade die Kolonialgeschichte (jetzt mal unabhängig davon wie man diese für sich empfindet) bietet ja die Möglichkeit auch Spuren dieser Zeit in der Heimat zu finden. Auch ist (zumindestens in den Großstädten) die afrikanische Community in Deutschland nicht klein und bietet ab und an die Möglichkeit ein wenig afrikanisches Leben zu erfahren. Sei es in Restaurants, auf Märkten, auf Konzerten oder bei Misswahlen. Ja es gibt auch in Deutschland Miss Africa Wahlen, die wahrlich afrikanisch ablaufen. Für meine Heimatstadt (Berlin) ist diese Seite ein erster Startpunkt: http://www.afrika-in-berlin.net
Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Auch wir kennen das, auch wenn es bei uns eher ein generelles Fernweh-Virus ist.
Mich hat die große, weite Welt schon immer sehr interessiert. Sei es durch Urlaubsfotos- und Erzählungen von meinen Eltern, tollen Naturdokus im Fernsehen oder durch generelles Interesse an Natur, verschiedenen Landschaften und Tieren. Vor ein paar Jahren hat es dann endlich geklappt und ich habe mit meiner Frau (damals noch Freundin 😉 ) unsere erste Fernreise gemacht. Ziel war Sri Lanka für 3 Wochen. Es war wirklich toll. Abwechslungsreiche Landschaft, viele Tiere, interessante Kultur, leckeres Essen, Meer... So hatten wir uns das vorgestellt. Spätestens ab da war dann unser Fernweh richtig ausgelöst. Seit dem versuchen wir wenigstens einmal im Jahr eine "große" Reise zu machen (für mehr reicht leider entweder Zeit oder Geld oder beides nicht 🙁 😉 ). So kamen bisher Costa Rica, Seychellen, Namibia/Botswana, Sumatra und dieses Jahr Südafrika dazu. Wie man sieht, relativ abwechslungsreich. So wird es vermutlich auch weitergehen (die Familienplanung mal ausgenommen, weil ich noch nicht abschätzen kann, wie es Reisetechnisch weitergeht, wenn erstmal irgendwann Kind(er) da sein sollte). Wir fanden Afrika traumhaft und werden auch sicherlich immer wieder versuchen dort hinzureisen. Aber vor allem ich mag auch die Tropen sehr gern (egal ob Asien oder Süd-/Mittelamerika). Kanada, Neuseeland oder USA sind auch absolut noch Ziele, die auf der "Agenda" stehen. Wir mögen einfach diese überwältigende Abwechslung, die die Welt in jeder Hinsicht zu bieten hat.
Was man gegen eine solche "Krankheit" tun kann? Hmm... Am besten die nächste Reise planen. Leider ist das nicht immer möglich 😐. Dann schaue ich mir unsere Fotos an, gucke Dokus, lese in Foren wie diesen und gebe Tipps, soweit es mir möglich ist... Nur ob's wirklich hilft, da bin ich mir noch nicht so sicher 😉 . Die Symptome werden vllt kurzfristig gelindert, die "Krankheit" als Ganzes aber wohl eher schlimmer 😗 .
Gruß
Jaspar061103Themenstarter655 Beiträge · seit 201410. Juni 2016 ·
Strubi86 schrieb: Die Symptome werden vllt kurzfristig gelindert, die "Krankheit" als Ganzes aber wohl eher schlimmer 😗 .
Mir geht es übrigens genauso... Mein Mann kann das nicht so ganz verstehen, obwohl er auch begeistert von Afrika ist... Gerade ist es wieder besonders schlimm... 🙁
Wir fahren ja in 2 Wochen los, der Afrika-Virus hat zumindest mich befallen. Meine Frau lustigerweise noch nicht so richtig. Sie ist vorallem auf die Tiere gespannt, das ganze drum herum kommt dann noch.
Bin mal echt gespannt, wie es sich nach der Reise verhält. Ob es schlimmer wird oder nicht.
Im schlimmsten Fall ist nach der Reise vor der Reise :-D
Andrea 1961306 Beiträge · seit 200816. Juni 2016 ·
Hallo Sarah, nun muss ich doch auch noch meinen Senf dazu geben. Hier im Forum geht es wohl vielen genauso. Wir fliegen im November das 08. Mal nach Namibia/Botswana/RSA. Einen "Ausreißer" hatten wir im letzten Jahr. Haben gedacht, dass wir doch mal was anderes machen müssen. So wurden es die Seychellen, aber schon 3 Tage nach der Ankunft stand fest " ist zwar schön, aber eben nicht Afrika) Auch ich kenne das Belächeln, "Warum fliegt ihr da immer wieder hin...und und" Ich glaube das kann man auch nur begreifen, wenn man sich gleich beim 1. Mal auf Land und Leute einlässt und sich faszinieren lässt. Wir freuen uns wie kleine Kinder auf November. Liebe Grüße Andrea
Jaspar061103Themenstarter655 Beiträge · seit 201416. Juni 2016 ·
Rulfan schrieb: Wir fahren ja in 2 Wochen los, der Afrika-Virus hat zumindest mich befallen. Meine Frau lustigerweise noch nicht so richtig. Sie ist vorallem auf die Tiere gespannt, das ganze drum herum kommt dann noch.
Glaub mir, das "Ganze drum herum" kommt auf jeden Fall!!! Vor unserer 1. Reise wussten wir auch nicht, was uns erwartet. Wollten einfach mal was anderes sehen als immer nur die "normalen" Strandurlaube... In den USA hatten wir dann ja auch schon einiges gesehen, auch gewaltige Landschaften, aber es war halt nur "wow". Dann in Namibia kam man aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Das man so von der Landschaft, den Sonnenuntergängen, der Natur, der Stille überwältigt sein kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Und seit dem waren alle anderen bisher erlebten Urlaub nur noch "nett" 😣 ...
Jaspar061103Themenstarter655 Beiträge · seit 201416. Juni 2016 ·
Wir fliegen im November das 08. Mal nach Namibia/Botswana/RSA.
Wie ich euch beneide 😐 ...
Einen "Ausreißer" hatten wir im letzten Jahr. Haben gedacht, dass wir doch mal was anderes machen müssen.
Wir "versuchen" jetzt im August/September auch einen Ausreißer vorzunehmen (10 Tage Italien), aber ich weiß schon jetzt, dass es zwar nett/schön wird, man mal "rauskommt", aber man mit den Gedanken doch in Afrika sein wird... Ich glaube, seit den Planungen unserer ersten Reise im Herbst 2014 ist bald kein Tag vergangen, wo man nicht an Namibia denkt. Mittlerweile ist es eher noch schlimmer geworden. Entweder sucht man die Regionalprogramme nach irgendwelche schon zig mal gesehenen Dokus ab, man liest hier die RBe, oder man wird sonst wie an Afrika erinnert - und booommm ist er wieder da, der Schmerz, die Sehnsucht... 😮
Ich glaube das kann man auch nur begreifen, wenn man sich gleich beim 1. Mal auf Land und Leute einlässt und sich faszinieren lässt.
Meine Eltern sagten vor unserer ersten (und vor deren zweiter) Reise zu mir: entweder man verliebt sich in das Land und kommt immer wieder, und es hat einen nicht gefallen und es war's dann (wobei ich mir nicht erklären kann, wie einem es dort nicht gefallen kann 🙄 )
Berg-Eule2’060 Beiträge · seit 201316. Juni 2016 ·
Jaspar061103 schrieb: Meine Eltern sagten vor unserer ersten (und vor deren zweiter) Reise zu mir: entweder man verliebt sich in das Land und kommt immer wieder, und es hat einen nicht gefallen und es war's dann (wobei ich mir nicht erklären kann, wie einem es dort nicht gefallen kann 🙄 )
Nun, es gibt Leute, die brauchen viel Action und andere Menschen um sich, die sind speziell in Namibia sicher fehl am Platz. Mich hat am meisten fasziniert, dass man an vielen Plätzen mit weiter Fernsicht keine Spuren der Anwesenheit von Menschen sieht und hört: keine Häuser, keine Autos, keine Motorgeräusche, keine Kirchenglocken, nicht einmal Kondensstreifen am Himmel, ... man könnte meinen, der einzige Mensch auf Erden zu sein. Diese Weite und Stille sind ein Segen für die Seele.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Ich kann dich sehr gut verstehen und deine Gefühls- und Gemütslage nachvollziehen. Mir geht es genauso...
In meinem früheren Leben war ich 1991 und 1993 in Namibia, Bostwana, bis zu den VictoriaFalls und auch ein paar Tage Sambia, aber schon vorher war ich vom Afrika-Virus befallen, da ich 4 Jahre meiner Jugendzeit in Westafrika verbracht habe.
Nach zwei Jahrzehnten, im Herbst 2013, konnten wir uns einen grossen Traum erfüllen und verbrachten drei wunderschöne, eindrückliche, erlebnisreiche, entspannte Wochen als Familie in Namibia, mit Landrover und vorwiegend Camping. Wir zehren heute noch davon. Ganz besonders ich. Seither aber ist der Afrika-Virus in mir wieder mit seiner vollen Wucht entfacht und so flackert die Sehnsucht in mir lichterloh... Zuweilen ist es fühlbar schmerzhaft, nicht nur in Gedanken.
Wir wohnen an einer wunderschönen Lage in den Schweizer Voralpen, haben einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb, vier gesunde und muntere Kinder/Teens. Uns fehlt es an nichts (ausser manchmal an Zeit und Schlaf). Tatsache ist aber, dass für uns solch' eine Reise wohl einmalig bleiben wird - und wenn wir doch nochmals eine solche Reise unternehmen könnten, möchte mein Mann gerne eine andere Ecke unserer Erde entdecken, auch wenn es ihm in Namibia auch sehr gefallen hat.
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Forum hilft aber gleichzeitig Öl ins Feuer giesst...