Kloppo376 Beiträge · seit 201415. Juli 2015 · Ich habe den Abwärtstrend leider befürchtet. Gegenüber 2013, als wir das erste mal in Namibia waren, haben die Preise für Unterkünfte erheblich angezogen. So gefühlt ca. 20% in 2 Jahren. Für eine "normale" Lodge bzw. Guesthouse sind zwischen 60 € bis 80 € fällig. Für die etwas gehobeneren Unterkünfte z.B.Camp Kipwe oder Sossoussvleil Lodge legt man immer über100,-- € p.P. hin. Von den wirklich exclusiven gar nicht zu Reden. Auch die Preise für Mietwagen und Camper haben spürbar zugelegt. Eine weitere Sache die mich stört, daß teilweise Namibier günstigere Preise (z.B. Eintritt Etosha) bekommen als Ausländer, da sie in Namibia weniger verdienen bzw. Steuern zahlen.
Für Botswana gilt das gleiche. In Kasane ist es fast nicht möglich eine Unterkunft unter 60,-- € zu bekommen.
Ich habe das Gefühl, daß in Sachen Preis/Leistung erheblicher Nachholbedarf ist. Auch sollte man nicht glauben, daß die Touris total bescheuert sind und nicht wissen wie das Lohnniveau in Namibia ist. Man kommt sih da manchmal leicht abgezockt vor.
Grüsse Kloppo
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Kloppo376 Beiträge · seit 201415. Juli 2015 · Ich habe den Abwärtstrend leider befürchtet. Gegenüber 2013, als wir das erste mal in Namibia waren, haben die Preise für Unterkünfte erheblich angezogen. So gefühlt ca. 20% in 2 Jahren. Für eine "normale" Lodge bzw. Guesthouse sind zwischen 60 € bis 80 € fällig. Für die etwas gehobeneren Unterkünfte z.B.Camp Kipwe oder Sossoussvleil Lodge legt man immer über100,-- € p.P. hin. Von den wirklich exclusiven gar nicht zu Reden. Auch die Preise für Mietwagen und Camper haben spürbar zugelegt. Eine weitere Sache die mich stört, daß teilweise Namibier günstigere Preise (z.B. Eintritt Etosha) bekommen als Ausländer, da sie in Namibia weniger verdienen bzw. Steuern zahlen.
Für Botswana gilt das gleiche. In Kasane ist es fast nicht möglich eine Unterkunft unter 60,-- € zu bekommen.
Ich habe das Gefühl, daß in Sachen Preis/Leistung erheblicher Nachholbedarf ist. Auch sollte man nicht glauben, daß die Touris total bescheuert sind und nicht wissen wie das Lohnniveau in Namibia ist. Man kommt sih da manchmal leicht abgezockt vor.
Grüsse Kloppo
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travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200615. Juli 2015 · Hi Kloppo,
hast Du die Originalmeldung gelesen? Erstmal stammen die Zahlen von der Nebensaison im Vergleich zur Hauptsaison (" He added that seasonally, the data correlated with the overall nature of tourism flow which dipped during the summer season."). Das relativiert schonmal einiges. Die großen Preisanstiege waren übrigens deutlich davor - in den letzten 2 Jahren, schon wegen des schwächeren Namibia Dollars, gab es real deutlich geringere Preisanstiege. Ob Preis-Leistung stimmt ist ja eine andere Frage. Ich finde €60 für ein schönes Zimmer in einem B&B pro Person nicht zu viel, andere eben schon...
Real dürfte der Rückgang etwa bei dem wie in Südafrika, d.h. so 7 Prozent liegen. Immer noch kein guter Trend!
Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Kloppo376 Beiträge · seit 201415. Juli 2015 · Sicher sind die Preisanstiege wg. des schwachen NAD/ZAR etwas schwächer ausgefallen. Ob es klug ist dauerhaft auf einen guten Wechselkurs zu setzen bezweifle ich. Es gibt schon im Caprivi erste Lodges die rechnen in USD ab. 60 € sind sicher nicht übertrieben teuer, das zahlt man in Europa auch.Aber eben in Europa mit deutlich höherem Lohnniveau. Wir waren in 2013 auch das erste mal in Namibia, weil uns Australien(deutlich höheres Lohnniveau) zu teuer war. Ich habe diese Woche mal die Preise zwischen Australien und Namibia wieder verglichen. Australien ist im Vergleich zu Namibia wieder günstiger geworden. Letztes Jahr waren wir in Südafrika, die Preise dort sind gefühlt 10 % - 20% günstiger. Was ich meine ist, daß der Tourimus in Namibia aufpassen muss, da die Konkurrenz nicht schläft. Das Land bleibt sicher wunderschön und jeder muss selbst entscheiden was er zahlen möchte bzw. kann.
Grüsse Kloppo
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travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200615. Juli 2015 · Hi Kloppo,
Es gibt schon im Caprivi erste Lodges die rechnen in USD ab.
Hintergrund ist da natürlich, dass die Lodges im Caprivizipfel mit denen in Botswana konkurrieren und nicht mit dem Rest von Namibia. In Botswana wird jede hochpreisige Lodge schon immer in US$ abgerechnet.
Letztes Jahr waren wir in Südafrika, die Preise dort sind gefühlt 10 % - 20% günstiger.
absolut, sogar manchmal noch günstiger. Namibia hat durchaus ein hohes Preisniveau bei Unterkünften (und Preis-Leistung stimmt nicht immer), aber eben auch deutlich andere Gründe für höhere Preise, z.B. teurere Lebensmittel als in Südafrika, viel weniger Konkurrenzdruck usw.
Viele Grüße aus dem heute saukalten Windhoek
Christian
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Namibia-Neuling663 Beiträge · seit 201515. Juli 2015 · Kloppo schrieb:Eine weitere Sache die mich stört, daß teilweise Namibier günstigere Preise (z.B. Eintritt Etosha) bekommen als Ausländer, da sie in Namibia weniger verdienen bzw. Steuern zahlen.
Das ist aber etwas, was Dir auf der ganzen Welt immer wieder begegnen wird. Auch in Deutschland habe ich es schon erlebt, dass Einwohner einer Gemeinde oder eines Landkreises Eintritte günstiger bekommen als Touristen. Ich finde das in Ordnung.
travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200626. Aug. 2015 · Moin zusammen,
nur zur Info 😉
"Auch 2014 besuchten erneut mehr Reisende Namibia. Dies geht aus dem gestern veröffentlichen „Tourist Statistical Report 2014“ hervor, wie die Nachrichtenagentur NAMPA berichtet. Die Mehrzahl der Besucher kommt weiterhin aus Angola, gefolgt von Südafrika, Sambia, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Die Zahl der Besucher nahm gegenüber 2013 von 1,3 auf 1,5 Millionen zu. Das Durchschnittsalter der Besucher sei 2011 konstant bei 30 bis 39 Jahre. Der Bericht bemängelt, dass vor allem die Zahl der Touristen aus den USA und Spanien deutlich rückläufig sei. Es wird deshalb dem Namibischen Tourismusrat empfohlen, gerade diese Zielmärkte intensiver zu bewerben. Zudem werde eine automatisierte Einreise an allen Grenzübergängen empfohlen. Umweltminister Pohamba Shifeta [sprich: Pohamba Schifeta] sehe vor allem Verbesserungspotential bei Geschäfts- und Konferenzreisen nach Namibia." (Quelle: Hitradio Namibia)
Viele Grüße aus dem bewölkten Windhoek
Christian
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travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200601. Sept. 2015 · Hallo allerseit,
hier nun ein paar detailliertere Zahlen:
https://www.az.com.na/tourismus/namibia-verzeichnet-starkes-besucherplus-aus-europa.426846Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Reinhard1951723 Beiträge · seit 201101. Sept. 2015 · Hallo Christian,
sehr erfreuliche Zahlen! Um dem Thread gerecht zu werden, wäre natürlich auch eine Statistik zur Preisentwicklung interessant. Kannst du da Quellen nennen?
Gruß
Reinhard
Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk
GUGuido.ThemenstarterGast02. Sept. 2015 · Hallo,
klingt alles ganz toll und alle beglückwünschen sich für die "hervorragende Arbeit". Mit Blick auf die Vorjahre relativiert sich das. Namibia hat jetzt erstmals wieder die Touristenzahlen aus Europa erreicht, die es 2008, 2009, 2010 schon mal hatte. Gewachsen ist dem gegenüber nichts. Es ist jetzt lediglich gelungen, die Verluste der letzten Jahre auszugleichen. Klar, der Abwärtstrend ist gebrochen und es gibt einen Aufwärtstrend. Besser als umgekehrt. Aber der Tourismus ist international in den letzten Jahren stark gewachsen und Namibia hat wegen komplett hausgemachter Probleme nicht an dem Wachstum partizipiert, sondern ist im internationalen Wettbewerb um Touristen zurück gefallen.
Beispiel:
2010 hatte Namibia 87.000 Touristen aus Deutschland. 2014 waren es 86.000. Kein Wachstum in 4 Jahren.
2010 hatte Südafrika 215.000 Touristen aus Deutschland. 2014 waren 274.000. Fast 30% Wachstum in 4 Jahren.
Eurokrise, Ebola, Wechselkurs, Terrorangst und was immer in Namibia als Grund für die Rückgänge vorgeschoben wurde, hat Südafrika alles genau so betroffen. Trotzdem sind die stark gewachsen und Namibia nicht. Warum? Diese Frage stellt in Namibia anscheinend niemand und deshalb kann es nicht besser werden.
Jetzt hat Südafrika mit dem biometrischen Visum und der unsinnigen Geburtsurkundenregelung für Kinder seinen Tourismussektor beschädigt und Namibia eine Steilvorlage für starkes Wachstum serviert. Nur ist Namibia wohl nicht in der Lage, dieses quasi vom Himmel gefallene zusätzliche Tourismuspotential auch nur teilweise abzuschöpfen.
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · Hi Guido,
klar, wenn man es sucht, kann man immer was negatives entdecken... sogar an positiven Zahlen 😉 Es geht auch anders:
Beispiel:
2005 hatte Namibia 146.362 Touristen aus Europa; Gesamt"touristen" gut 780.000
2015 hatte Namibia 221.811 Touristen aus Europa; Gesamt"touristen" gut 1,5 Millionen
Es wäre weltweit einmalig, wenn man in jedem Jahr für jeden Zielmarkt Wachstum hätte...
Eurokrise, Ebola, Wechselkurs, Terrorangst und was immer in Namibia als Grund für die Rückgänge vorgeschoben wurde, hat Südafrika alles genau so betroffen. Trotzdem sind die stark gewachsen und Namibia nicht. Warum?
Das sieht aber mittlerweile in Südafrika leider ganz anders aus (in 2015 bisher -5%):
http://www.stanlib.com/EconomicFocus/Pages/SAforeigntourisminearly2015.aspxViele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.ThemenstarterGast02. Sept. 2015 · Hallo Christian,
Du kannst das wie üblich gern alles beschönigen und in den Chor der namibischen Jubler einstimmen. Und ja, wenn man weit genug zurück schaut, dann lässt sich noch ein Wachstum finden. Du hättest besser noch mit 1990 verglichen...
travelNAMIBIA schrieb:Es wäre weltweit einmalig, wenn man in jedem Jahr für jeden Zielmarkt Wachstum hätte...
Da stellst Du Dich nun absichtlich dumm. Es geht doch nicht um einen einzelnen Ausrutscher auf einem intakten Wachstumspfad. Namibia hat seit mindestens 4-5 Jahren kein echtes Wachstum beim Tourismus erzielt. Im gleichen Zeitraum ist der Tourismus weltweit und in vielen anderen Ländern Afrikas stark gewachsen. In Namibia nicht. Namibia ist zurück gefallen. Und so lange in Namibia so wie Du alle nur das vermeintlich Positive sehen wollen, kann es auch nicht besser werden. Es hapert dann schon in der Analyse. Man kommt dann gar nicht so weit, mal die richtigen Maßnahmen zu beschließen, geschweige denn diese erfolgreich umzusetzen. Alle sind voll damit beschäftigt, Jubelmeldungen abzusondern und sich selbst für vermeintliche Erfolge zu feiern. Anderswo würden sie für diese Performance gefeuert.
Mittelfristig habe ich aktuell wenig Hoffnung für den Tourismus in Namibia. Bei Key Playern im Tourismussektor wie Air Namibia und NWR wird weiter herum dilettiert. Das Wildereiproblem steigt massiv (dem MET werden aber die Mittel gekürzt). das Conservancy-Modell hat zunehmend Probleme. Es ist nicht zu erkennen, dass das NTB in Windhoek nun zu einem besseren Tourismusmarketing fähig ist (siehe neue Namibia-Tourism-Website). Der zuständige Minister fällt durch kompetenzbefreite Sprüche und und unfundierte Jubelgesänge auf.
Nach all dem Gemecker drei positive Punkte:
All das oben Kritisierte ist nicht auf ewig in Stein gemeißelt. Das meiste könnte - wenn man nur will - in relativ kurzer Zeit bereinigt werden und dann wären die touristischen Aussichten für Namibia sehr positiv.
Mut macht auch, dass sich die namibische Gesellschaft zunehmend für den Natur- und Umweltschutz engagiert (siehe ISAP und andere Initiativen).
Zumindest in diesem Jahr dürfte Namibia gute Chancen haben, die Zahl der ausländischen Touristen um etwa 10% zu steigern und somit nach vielen Jahren mal wirklich etwas zu wachsen. Im Wesentlichen wird dieses Wachstum vom Markteintritt Condors getrieben sein.
Beste Grüße
Guido
BTW: Wie kann es sein, dass der Staat Namibia bei seiner 100% staatlichen Airline Air Namibia nicht einschreitet, wenn diese nun erneut gegen den Start von flyAfrica klagt (wegen angeblich fehlender Lizenz)? Die AOCs anderer Airlines fallen doch nicht in die Zuständigkeit von Air Namibia? Und von einer "normalen" Klage zwischen normalen Wettbewerbern kann da auch keine Rede sein, denn die weiterhin mit Unsummen künstlich am Leben gehaltene Air Namibia ist kein normaler Wettbewerber für eine private Airline wie flyAfrica.
travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · Hi Guido,
wie gesagt, jeder sieht es so wie er es sehen will (ich schließe mich da keineswegs aus). Ich finde nur erstaunlich, dass Du (fast) alles negativ beim Thema Tourismus und Namibia siehst, mir aber absprichst, auch positives zu sehen. Hingegen scheint bei Südafrika ja alles in bester Ordnung zu sein 😉 Und, to be honest, ich glaube es gibt auch hier (zB. NTB Frankfurt) sehr fähige Tourismusexperten die einiges von ihrem Geschäft verstehen.
"Jetzt hat Südafrika mit dem biometrischen Visum und der unsinnigen Geburtsurkundenregelung für Kinder seinen Tourismussektor beschädigt und Namibia eine Steilvorlage für starkes Wachstum serviert. " Das ist natürlich Unsinn, denn Namibia konkurriert nicht mit Südafrika und profitiert deshalb auch nicht von der Entwicklung dort. Namibias Tourismuskonzept (ja, ein solches gibt es) ist ganz anders als das Südafrikas. Namibia konkurriert weltweit mit anderen Ländern, darunter v.a. Botswana.
Das mit AN vs. Flyafrica ist doch geklärt - Erstflug von FlyAfrica ist heute 🙂
Thema für mich beendet (was unterschiedliche Auffassungen angeht; reine Informationen werde ich wie gehabt posten).
Beste Grüße
Christian
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travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · Hi Guido,
Wie kann es sein, dass der Staat Namibia bei seiner 100% staatlichen Airline Air Namibia nicht einschreitet, wenn diese nun erneut gegen den Start von flyAfrica klagt (wegen angeblich fehlender Lizenz)? Die AOCs anderer Airlines fallen doch nicht in die Zuständigkeit von Air Namibia?
ich weiß nicht wie es in Deutschland oder so ist, aber hier müssen alle solche Lizenzdingefragen (egal ob Telekommunikationslizenz, Radiofrequenzen, Bauvorhaben) öffentlich gemacht werden und dann gibt es eine Einspruchsfrist in der jeder, v.a. aber "Konkurrenten" Einspruch einlegen können. Dieser wird dann von der zuständigen Behörde bearbeitet. Wenn diese eine Entscheidung trifft und das Ergebnis dem Konkurrenzunternehmen "nicht passt", dann geht es vor Gericht. Ich vermute, dass es im Fall AN vs. Flyafrica so war.
Viele Grüße
Christian
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GUGuido.ThemenstarterGast02. Sept. 2015 · Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Hingegen scheint bei Südafrika ja alles in bester Ordnung zu sein 😉 Und, to be honest, ich glaube es gibt auch hier (zB. NTB Frankfurt) sehr fähige Tourismusexperten die einiges von ihrem Geschäft verstehen.
Das Südafrika sich jetzt ein dickes Ei ins Nest gelegt hat, habe ich doch schon geschrieben. Selbst unter Einbeziehung dieses neuen, hausgemachten Problems ist die touristische Entwicklung über 5 oder 10 Jahre in Südafrika weitaus positiver. Und ja, beim NTB in Frankfurt gibt es wohl ein paar fähige Leute. Nur haben die fast kein Budget. Am für das weltweite Tourismusmarketing entscheidenden NTB-Stammsitz in Windhoek ist mir das große Knowhow noch nicht aufgefallen.
travelNAMIBIA schrieb:Das ist natürlich Unsinn, denn Namibia konkurriert nicht mit Südafrika und profitiert deshalb auch nicht von der Entwicklung dort. Namibias Tourismuskonzept (ja, ein solches gibt es) ist ganz anders als das Südafrikas.
Hä? Habe ich den Smiley übersehen oder glaubst Du das ernsthaft, das Namibia beim Tourismus nicht mit Südafrika konkurriert? Das würde vieles erklären.. Selbstverständlich konkurriert Namibia beim "Safari-Tourismus" mit Südafrika um die gleiche Zielgruppe. Und laut NPC soll Namibia ausdrücklich mit "Massentourismus" wachsen und nicht nur in ein paar Nischen. Und darüber hinaus konkurriert Namibia auch mit Südafrika, wenn es um Touristen geht, die primär gar nicht nach Südafrika oder Namibia sondern nach Botswana, Zimbabwe und Zambia wollen. Starten die von Südafrika und lassen da ein paar tausend Euro (Mietwagen, Zwischenunterkünfte, ..) oder starten die von Windhoek und tausende Euro kommen dem namibischen Tourismussektor zu Gute?
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · Hallo Guido,
Starten die von Südafrika und lassen da ein paar tausend Euro (Mietwagen, Zwischenunterkünfte, ..) oder starten die von Windhoek und tausende Euro kommen dem namibischen Tourismussektor zu Gute?
Verstehe ich nicht! Ich denke gerade das Visum/Geburtsurkundenproblem macht Südafrika ein Strich durch die Rechnung. Das gilt auch für die, die in Südafrika starten um nach Namibia, Botswana etc,. zu reisen... oder?
Nur haben die fast kein Budget. Am für das weltweite Tourismusmarketing entscheidenden NTB-Stammsitz in Windhoek ist mir das große Knowhow noch nicht aufgefallen.
Das stimmt. Aber NTB Frankfurt macht ohne viel Geld sehr viel; in diesem Jahr bereits einige Expedientenreisen mit insgesamt gut 200 Reiseexperten, gerade wieder ein großes Gewinnspiel im deutschen TV etc. Da tut sich einiges. Nur müsste es z.B. auch ähnliche fähige Büros in anderen (neuen) Hauptzielmärkten (USA, China, etc.) geben - aber alles was NTB dort hat, ist eine "Briefkastenfirma".
Schönen Gruß
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ALM2’319 Beiträge · seit 201102. Sept. 2015 · Servus und guten Morgen....
Ich möchte mich in die laufende Debatte nur kurz einklingen, dann will ich auch schon wieder verschwunden sein.
@Christian
Selbstverständlich stehen Südafrika und Namibia im Wettbewerb um jeden "Möchtegernadventureafrikatouristen".
Was Südafrika von Namibia eklatant unterscheidet, dass ist eine größere Nähe zum Touristen sprich Brötchengeber.
Selbst die größten...ich will es mal ganz platt, aber dafür deutlich verständlich ausdrücken...Idioten bringen es auf die Reihe, eine Südafrikareise selbstzusammen zu stellen. Dank an www.sanparks.com kann bequem von zuhause sowohl Unterkunft als auch NP-Entrance fee reserviert und bezahlt werden. Der Austausch an Kommunikation ist bestens und geschieht stets zeitnah. Die Preise sind moderat. Außerdem bietet Sanparks mit seinem Internetauftritt ausreichend Informationen sowie Bilder und somit alles auf einen Blick. Was will der Verbraucher noch mehr...?!?!
Somit erreicht Südafrika mit simplen Mitteln eine breite Schicht an Touristen, die ohne viel Zeitaufwand und easily going selbständig eine tolle, aufregende Fernreise selbstständig planen können. Dies hat sogar den großen Vorteil, daß der Reisende einen mentalen Mehrwert erzielt. Denn mit Stolz wird er sich selbst beglückend auf die Schultern klopfen und sagen: Mensch, das war aber einfach und das habe ich alles alleine hinbekommen (ohne Reisebüro oder Agent einschalten zu müssen).
Diesen Aspekt wird der gewöhnliche Reisende mit einer Planung eines Namibia-Besuches nicht haben, denn sowohl das Sammeln von Informationen, das Nachfragen, das Buchen von Unterkünften etc. sowie das Bezahlen ist schlicht gesagt eine einzige Katastrophe. Alles viel zu verzweigt, nix auf einen Blick ersichtlich, keine prompte Rückmeldung auf Anfragen, vorsintflutliche Zahlungsmethoden, schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, etc.
Dazu kommt noch der rudimentäre Internetauftritt des Staatslinienfliegers Air Namibia. Auch bei diesem Vergleich liegt Südafrika mit SAA meilenweit voraus....und nicht nur was wettbewerbsfähige Preise und Service anbelangt.
Dies sind nicht nur meine Erfahrungen mit dem Reiseziel Namibia. Im Gegenteil... im Laufe der Jahre wurden mir immer wieder negative Erlebnisse hinsichtlich einer Reise nach Namibia zugetragen.
Last but not least... Es sollte eine simple Regel der Verkaufspsychologie beachtet werden: Der Multiplikator eines negativen bzw. nicht zufrieden stellenden Erlebnisses ist sieben. Daß heißt,daß das mental archivierte negative Erlebte (auch und gerade) an sieben Personen weiterkommuniziert wird, welche ebenfalls...wie bei der Stillen Post... das Gehörte (jedoch nicht selbst Erlebte) siebenfach weitertragen, and so on...
Dass noch keine namibische Wildcard existiert... zumindest nicht nach meinem Kenntnisstand... ist doch auch so ein marketingpsychologisches Fettnäpfchen. Der Reisende muß in Namibia jedesmal, wenn er einen Nationalpark betritt den Geldbeutel aufmachen. Nicht nur das ihm keine elektronische Zahlungsmethode angeboten wird...nein... viel eklatanter ist doch der Fakt, dass der physische Akt des Geldbeutelaufmachens und der Akt des Bezahlvorganges immer wieder wiederholt werden muß. Hier sagt die Verkaufspsychologie Knapp: Nix ist schlimmer, als der Akt der Begleichung eines Preises. Dieser wird von unserem Hirn als äußerst negativ eingestuft. Verschlimmern tut sich die Angelegenheit, wenn man für diesen negativen Erlebnisakt auch noch Schlange stehen muß. Und der absolute Super-GAU ist, wenn der Bezahlakt in Kontinuität erfolgt.
Vielleicht sollten sich die vom internationalen Tourismus betroffenen Stellen, Institutionen, privaten Firmen, Gästehäuser, B&B etc. einmal kompetente Hilfe in Sachen Marketing & Sales Psychology holen. Gerne stehe ich diesbezüglich mit meinem Fachwissen und meinen Erfahrungen zur Verfügung.
Und dann... wenn es mal klappen sollte, in einfacher Weise eine Reise/Tour nach/durch Namibia selbst zu planen und durchzuführen...ja, dann werde auch ich wieder einen namibischen Grenzübergang übertreten.
In diesem Sinne
herzliche Grüße vom Alm
ALM2’319 Beiträge · seit 201102. Sept. 2015 · Seitenumbruch
ALM2’319 Beiträge · seit 201102. Sept. 2015 · Sorry....war doppelt eingestellt.
travelNAMIBIA33,5k Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · Hi Alm,
Diesen Aspekt wird der gewöhnliche Reisende mit einer Planung eines Namibia-Besuches nicht haben, denn sowohl das Sammeln von Informationen, das Nachfragen, das Buchen von Unterkünften etc. sowie das Bezahlen ist schlicht gesagt eine einzige Katastrophe.
echt? Finde ich gar nicht, wenn ich es z.B. mit Botswana und dem Campingplatz-Chaos vergleiche. Da wissen die Unternehmen selber nicht, welchen Campingplatz sie gerade anbieten oder auch nicht 😉 Ich finde es sogar extrem einfach eine Namibia-Reise zu buchen... gerade deshalb nehmen ja die Individual- und Selbstbucherreisen so zu. Hier hat man als deutscher Tourist ja auch nicht den Sprachvorteil. Aber das mag natürlich für einen Ersttäter auch insgesamt an der "Angst" vor dem Schwarzen Kontinent liegen. Ich kann da eigentlich auch nur aus meiner Erfahrung sprechen... und ich, Familie, Bekannte und Freunde buchen schon immer und überall auf der Welt alles selber. Aber ich finde es interessant, dass Du das als Hürde siehst.
Der Reisende muß in Namibia jedesmal, wenn er einen Nationalpark betritt den Geldbeutel aufmachen.
was jetzt aber bei de klassischen Reisezielen wie Etosha nicht so das Problem ist, oder? Dafür sind die Eintrittsgebühren halt extrem niedrig. Das man an jeder touristischen Leistung zahlt, finde ich weltweit eigentlich die Regel. Wenn ich in Hamburg in fünf Museen gehe, muss ich auch fünf Mal zahlen. Bezweifle, dass das jemanden abschreckt (wobei ich rein gar nichts gegen eine namibisch Wildcard hätte :-)) Und natürlich ist das Permit-System so wie es jetzt ist auch etwas komplizierter für abgelegene Gebiete (Namib-Naukluft; vorher in Sesriem kaufen etc:). Da würde sich z.B. ein Online-Permit-System durchaus anbieten.
Dazu kommt noch der rudimentäre Internetauftritt des Staatslinienfliegers Air Namibia. Auch bei diesem Vergleich liegt Südafrika mit SAA meilenweit voraus
Hinkt etwas der Vergleich - SAA ist ein riesiges Unternehmen mit tausenden Angestellten und einem Milliardenbudget.
Vielleicht sollten sich die vom internationalen Tourismus betroffenen Stellen, Institutionen, privaten Firmen, Gästehäuser, B&B etc. einmal kompetente Hilfe in Sachen Marketing & Sales Psychology holen.
absolut! Da mangelt es in Namibia vielerorts (an Fachwissen; nicht nur im Tourismus). Viele betrieben hier eben Tourismus als Hobby und ob nun ein Zimmer voll ist oder nicht, ist nicht so entscheidend. Übrigens gibt es z.B. bei O&L Leisure einen extrem guten Marketingexperten mit jahrzehnten Erfahrung in der internationalen Reisebranche. Seitdem er alles umstrukturiert hat (fast nur noch Online-Marketing etc) hat sich bei Midgard & Mokuti alles um 1000% verbessert. Aber ein solches Unternehmen wie O&L (das größte Privatunternehmen des Landes) hat natürlich auch wieder andere Voraussetzungen als eine Gästefarm um die Ecke. Grundlegend muss da was beim NTB in Sachen "Destination Marketing" passieren.
Aber eigentlich geht es ja auch nicht um einen Vergleich Südafrika vs. Namibia 😉 Wir vergleichen ja auch nicht Andorra mit Frankreich. Die beiden Ländern sind eben kaum zu vergleichen, egal ob es um touristische Infrastruktur, Bildungsstand, Erfahrungen, Voraussetzungen etc. geht. Klassische Touristen kommen vor allem wegen der Landschaft und Tiere nach Namibia, klassische Touristen besuchen Südafrika vor allem wegen dem Konzept "Die Welt in einem Land", d.h. Kapstadt (Großstadt, Shopping), Garden Route (europäisches Flair, Landschaft), KNP (Tiere).
Viele Grüße
Christian
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