11.05. Central Kalahari Game Reserve – Deception Valley
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Morning Game Drive: Früh ging´s wieder los. Da wir es ja so geregelt hatten, dass die Pärchenfraktion vorne saß und wir hinten, war das Dach im hinteren Teil des Fahrzeugs geöffnet. Heinz und ich standen fast während den gesamten Game Drives, weil man so einfach einen besseren Überblick hatte und auch die Natur mehr genießen konnte. Gut, in den frühen Morgenstunden war das schon eine erhebliche Qual, weil der Wind einem eiskalt ins Gesicht blies aber da musste man eben durch. Wir fuhren entlang des Letiahau River durch das Deception Valley. Langsam wurde es hell und auch wärmer. Nach wenigen Kilometern entdeckte Heinz einen Geparden, der direkt am Straßenrand im Gebüsch saß. Evans und Brian waren noch so in ihr dauerwährendes Gespräch vertieft, dass sie direkt daran vorbeigerauscht wären. Allerdings mussten wir, da wir ja standen so laut rufen, dass dies den Geparden bzw. es waren sogar zwei, so aufschreckte, dass sie schnellst möglichst davonliefen. Bis unser Fahrer reagierte und zurücksetzte dauerte es auch seine Zeit und so waren beide Geparden schnell auf und davon. Wir konnten sie dann in einem entfernten Busch entdecken und mit den Ferngläsern beobachten. So entdeckten wir, dass es eine Mutter mit zwei Jungtieren war. Wir bleiben einige Zeit an der Stelle stehen in der Hoffnung es würde etwas Bewegung in die Katzen kommen. Diese hatten aber keine Lust und dachten sich wohl, ihr hattet eure Chance. Als sich dann doch weitere Fahrzeuge, meist Südafrikaner bzw. Fahrzeuge mit südafrikanischen Kennzeichen einfanden, fuhren wir weiter. Heinz und ich waren schon etwas sauer, denn mit etwas mehr Feingefühl und Achtsamkeit hätten wir die beiden Geparde direkt am Auto gehabt. So fuhren wir weiter in Richtung Deception Pan. Die Gegend war wie ausgestorben. Wir umrundeten die Deception Pan und sahen nur wenige Oryxe und Springböcke. Einige Springböcke, machten ihrem Namen alle Ehre und boten uns eine tolle Vorstellung. Wir verbrachten dort einige Zeit und beobachteten die Antilopen bei ihren grazilen Sprüngen die ihren Übermut deutlich zur Schau stellten. Das war wirklich faszinierend.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Lekhubu Pan und zurück begegnete uns nochmals eine Puffotter, die sich aber ziemlich schnell aus dem Staub machte.
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Dann lieferte Evans den Klops des Tages. Wir kamen auf der Rückfahrt in eine weite Ebene des Deception Valleys und plötzlich, ohne Vorwarnung, ohne irgendetwas zu sagen, trat Evans das Gaspedal voll durch. Heinz und ich, die wir standen, wurden durchrüttelt und waren froh nicht aus dem Auto gefallen zu sein. Mit enormer Geschwindigkeit raste Evans dietiefsandige Pad entlang, vorbei an den zwei Gepardenbrüdern, die uns verdutzt ansahen. Was war los? Evans hat gesehen wie eine Gepardin, die Mutter der zwei Brüder, zur Jagd ansetzte. Ich konnte, durch das Geschüttel, nur die Staubwolke sehen, als die Raubkatze den Springbock niederstreckte. Evans raste so schnell an die Katze heran, dass diese erschreckte und davonrannte. Da lag nun der Springbock, schweratmend und Evans kurvte immer noch um das verletzte Tier herum.
📎 h4de8457.JPG Der verletzte Springbock
Man konnte nicht mal Bilder machen. Die Gepardin zog sich zu den zwei Jungen zurück und ließ ihre Beute zurück. Die Springbockherde starrte in Richtung der Raubkatzen als sich das verletzte Tier plötzlich völlig verwirrt erhob und zu seiner Herde zurück taumelte.
📎 hf236544.JPG Die Springböcke starren in Richtung Raubkatze
Ich war fassungslos! Wären wir langsam dorthin gefahren, hätten wir die Gepardin nicht aufgeschreckt und mit Sicherheit tolle Bilder machen können. Warum musste das sein? Wir hätten auch die beiden Jungtiere zuerst noch fotografieren können, die bewegungslos nur 20 Meter neben dem Weg standen und ihre Mutter beobachteten. Aber nein, wir mussten dorthin „rasen“ und jetzt hatten wir gar keine Bilder bzw. auch nicht wirklich viel gesehen. Evans entschuldigte sich noch zigmal, dass er nicht wollte, dass die Gepardin ihre Beute verliert. Aber dazu war es jetzt zu spät. Ich hätte da schon etwas mehr Einfühlvermögen und Achtsamkeit von einem erfahrenen Guide erwartet. Tut mir leid, dass sich das jetzt so harsch anhört bzw. liest aber das fand ich ziemlich unmöglich und war leider net der letzte Klops (wenn auch der so ziemlich größte) den Evans auf dieser Reise bringen würde. Sichtlich enttäuscht und auch leicht verärgert fuhren wir zurück in Richtung Camp Site.
Gefahrene Kilometer: 101,3 km Durchschnittgeschwindigkeit: 17,22 km/h Höchstgeschwindigkeit: 66,7 km/h (nun ratet mal wann das war 😠 ) Bewegungszeit: 5:33:06 h Link: Klick 📎 hbd1ebba.jpg
11.05. Central Kalahari Game Reserve – Deception Valley
Nachmittags Game Drive: Um 15 Uhr ging es weiter zu unserem letzten Game Drive in der Kalahari. Immer noch etwas enttäuscht und verärgert nahm ich im Auto Platz. Doch dieses Mal war das Glück auf unserer Seite, denn schon wenige hundert Meter nachdem wir das Camp verlassen hatten entdeckte Heinz (nicht einer der Guides 😗 😛 ) einen Karakal, der im Gebüsch ein Erdhörnchen verspeiste. Dass es ein Erdhörnchen war, konnte ich erst zuhause auf dem Video erkennen. Zuerst verzog sich die Katze tief in den Busch aber mit der Zeit gewöhnte sie sich an uns und ließ sich nicht mehr stören.
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Immer wieder hob sie den Kopf um sich zu vergewissern dass kein anderes Raubtier ihr zu Nahe kommen konnte. So konnten wir das schöne Tier lange Zeit ungestört und alleine beobachten.
Nachdem der Wüstenluchs seine Mahlzeit beendet hatte, war er auch unserer Anwesenheit überdrüssig und verzog sich in die Büsche. Wir machten uns auf den weiteren Weg in Richtung Deception Pan. Keine Ahnung was Evans in der Mittagspause zu sich genommen hatte, aber er schlich regelrecht den Weg entlang. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,86 km/h ist schon aller Ehren wert, wenn man bedenkt, dass wir durchaus auch mal eine Höchstgeschwindigkeit von 52,2 km/h verbuchen konnten. Teilweise wäre ich schneller gewesen wenn ich neben dem Fahrzeug hergelaufen wäre. Man merkte Evans deutlich seine Unmotiviertheit an. Hatte es etwas mit der morgendlichen versauten Gepardenjagd zu tun? Keine Ahnung! Einzigste Ausbeute war an diesem Nachmittag noch ein Schakal der irgendetwas direkt am Straßenrand entdeckt hatte, sich aber net wirklich ran traute.
Er beäugte uns misstrauisch bevor er sich langsam zurückzog. Bereits auf der Rückfahrt zur Campsite blieb Evans plötzlich stehen und zeigte uns den Sonnenuntergang. An sich ja ein guter Einfall, aber das hatte ihn bisher in keinster Weise interessiert. Im Gegenteil man musste ihn immer bitten anzuhalten wenn man ein Bild machen wollte. Des Rätsels Lösung war die Zeit. Wir waren schlichtweg zu früh dran und Evans versuchte mit dem Sonnenuntergang einfach Zeit totzuschlagen. So beobachteten wir fast eine dreiviertel Stunde wie sich der Bodennebel verzog und die Sonne unterging.
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Ich habe grundsätzlich nichts gegen schöne Sonnenuntergänge, im Gegenteil, aber so offensichtlich Lustlosigkeit an den Tag zu legen fand ich schon beschämend.
Gefahrene Kilometer: 27,63 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 8,86 km/h Bewegungszeit: 2:37:34 h Link: Klick 📎 hdff5967.jpg
...........Evans auf dem absoluten EGOTRIP ......!!!! kann man nicht anders nennen.........
einmal mehr keine PR für diese Safarifirma......... 😈 😈 😈 😈 😈 .
BMW
Oh, gab´s da schon mehr negative Äußerungen zu Bushways? Also außer diesen schiefgelaufenen Dingen kann ich nichts Negatives über Bushways sagen... ich fühlte mich ansonsten gut aufgehoben ... und wie sich einzelene Personen benehmen hat ja nichts mit der Firma zu tun.
Die Company stellt die Guides ein und lässt diese bei Bedarf aus- und weiterbilden..........
auch und vor allem den Umgang mit Klienten.......und sie sind das Aushängeschild
für die Company (unter Anderem.....)
...mir hat bei Deiner Reiseablaufschilderung schon Einiges mehr missfallen.........
ohne detailliert zu werden.....
BMW
Champagner8’823 Beiträge · seit 201029. Juni 2015 ·
Sorry Andy, wenn ich da in deinen Bericht reinschreibe:
@ BMW: auch ich würde - obwohl mal ne Kleinigkeit bei meiner Reise schief lief - Bushways jederzeit weiterempfehlen. Alleine die Art, wie sie auf das Problem bei uns damals reagiert haben, spricht für sie. Und ansonsten war die Reise top und es ist eigentlich auch das 1. Mal, dass ich Schlechtes über deren Guides lese. Man weiß nicht, was jetzt mit Evans genau los war - bei Tani z.B. war er ja wohl bestens drauf. Ob es die Schuld der Company war, dass er bei Bebbl's Reise schlecht drauf war??? Wer will das wissen? Was hat dir denn bei der Schilderung von Bebbl abgesehen vom Guide noch missfallen? Und wer hat Schlechtes über Bushways geschrieben (mal abgesehen von meiner Kritik, die aber ja durch das entsprechende Verhalten der Firma wieder wettgemacht wurde) ? Solche Pauschalurteile ohne sachliche Untermauerung gefallen mir nicht!
Die Guides sind - ich glaube generell in Botswana und auf der ganzen Welt - mit ihrer Bezahlung (die ich nicht kenne!!!) und der Tatsache, dass sie oft nicht übers ganze Jahr angestellt sind, nicht zufrieden - das ist aber ein ganz anderes Thema und betrifft sicher nicht nur Bushways....
Mh, ich bin die ganze Zeit schon etwas irritiert über Evans Verhalten. So kenne ich den wirklich nicht. Ich überlege schon die ganze Zeit, ob mein Unfall vielleicht meine Wahrnehmungen getrübt hat. Er hatte sich danach immer nett um mich gekümmert. Soll aber nicht heißen, dass ich Bebbels Erzählung nicht glaube!!! Er hat uns damals schon auch erzählt, dass er langsam jobmüde wird. Vor allem die Campingtouren strengen ihn sehr an. Er schläft nachts schlecht, hat immer die Ohren offen. Uns ist aufgefallen, dass er viel Cola und Red Bull getrunken hat.
Ich will Evans in keinster Weise in Schutz nehmen und halte es für ihn auch für das Beste, vielleicht schon früher aus dem Job auszusteigen.
@bmw du hast vollkommen recht, aber wenn jemand ausgebrannt ist, kriegt das manchmal ein Arbeitgeber nicht wirklich mit. Vorallem wenn der Arbeitnehmer immer unterwegs ist. Und ich hatte einfach das Gefühl, dass Evans ausgebrannt war!
@Belle Kein Problem!
@Tani Das hat nichts mit "in Schutz nehmen" zu tun, wenn du deine Meinung äußerst. Und ich möchte ihn auch nicht schlecht machen! Menschen sind verschieden und wer weiß was in der Zwischenzeit bei Evans vorgefallen war...
@all also ich gebe Bele vollkommen recht. Keiner von uns weiß was in diesen Menschen vorgeht. man kann nur vor den Kopf schauen und nicht in den Kopf. Und ich hab keine Ahnung was bei Evans schief gelaufen ist. Und ich glaube auch der Tani, dass er bei ihr vielleicht ganz anders war und ich möchte auch, und das ist mir wichtig, jetzt niemanden in die Pfanne hauen. Ich schildere es so, wie es mein Empfinden war. Vielleicht bin ich in manchen Sachen auch zu verwöhnt von meinen bisherigen Reisen. Klar stellt Bushways die Guides ein. Aber wie sie sich verhalten, das kriegen sie nur mit wenn sich Gäste beschweren. Und ich gluabe, dass das die Wenigsten tun. Von uns hat sich schlußendlich auch keiner beschwert. Also woher soll Bushways etwas wissen?
Und trotz allem möcht ich nochmal betonen, dass es eine schöne Reise war!
Der Karakal ist toll! Die drei Geparden hören sich an, wie die Mutter mit zwei Jungtieren, die wir auch gehen hatten, allerdings war da ein Jungtier definitiv ein Mädel.
Unser Guide ließ uns bei tollen Sichtungen immer sehr viel Zeit, allerdings hatte er es bei gewöhnlicheren Tieren immer eilig und musste gebremst werden.
Generell denke ich, dass es was Guides angeht immer problematisch ist, wenn diese zu lange das gleiche machen. Letztes Jahr mit Nomad hat der Guide auch nur sein Programm runtergespult, weil er es schon viel zu oft gemacht hatte.Das fand ich früher (weil ich schon länger nicht mehr mit denen unterwegs war und nicht weiss ob es noch so ist) bei Drifters toll, dass sie immer Collegeabgänger für nur ein paar Jahre hatten, die waren selbst noch heiß aufs Reisen und genauso begeistert von den Sichtungen wie die Touris. Wenn mir das Verhalten eines Guides nicht gefallen hat, dann beschwere ich mich zwar nicht großartig aber erwähne das schon in Fragebögen von lokalem und deutschen Veranstalter und es wirkt sich auch aufs Trinkgeld aus. Damals in Uganda hat der Hilfskoch am meisten und der Guide am wenigsten bekommen, nicht nur von mir, sondern von allen, der war dann leicht sauer, wir aber auch. Und weil der deutsche Veranstalter damals es nicht mal für nötig befunden hatte, auf den schlechten Bericht zu antworten, steht der auch auf meiner schwarzen Liste. Ich denke schon, dass man ehrliches feedback geben sollte und nicht nur weils im Urlaub ist beide Augen zudrücken muss. Ich finde es auch ein Gebot der Fairness dem Veranstalter direkt zu sagen wenn etwas nicht gefallen hat, nur dann kann er auch etwas ändern, nur in Foren davon zu erzählen ist zwar amüsant aber es wird dem Veranstalter nicht helfen besser zu werden.
Und um weieder auf deine Reise zurückzukommen: In deinem Bericht kommen gar keine Gackeltrappen vor, die gabs bei uns zuhauf und waren weder überseh- noch überhörbar und wurden auf unserer Tour zum Kalahari-Symboltier. Hattet ihr keine, oder keine Zeit zum fotografieren 😉
_Matthias_ schrieb:Der Karakal ist toll! Die drei Geparden hören sich an, wie die Mutter mit zwei Jungtieren, die wir auch gehen hatten, allerdings war da ein Jungtier definitiv ein Mädel.
Unser Guide ließ uns bei tollen Sichtungen immer sehr viel Zeit, allerdings hatte er es bei gewöhnlicheren Tieren immer eilig und musste gebremst werden.
Generell denke ich, dass es was Guides angeht immer problematisch ist, wenn diese zu lange das gleiche machen. Letztes Jahr mit Nomad hat der Guide auch nur sein Programm runtergespult, weil er es schon viel zu oft gemacht hatte.Das fand ich früher (weil ich schon länger nicht mehr mit denen unterwegs war und nicht weiss ob es noch so ist) bei Drifters toll, dass sie immer Collegeabgänger für nur ein paar Jahre hatten, die waren selbst noch heiß aufs Reisen und genauso begeistert von den Sichtungen wie die Touris. Wenn mir das Verhalten eines Guides nicht gefallen hat, dann beschwere ich mich zwar nicht großartig aber erwähne das schon in Fragebögen von lokalem und deutschen Veranstalter und es wirkt sich auch aufs Trinkgeld aus. Damals in Uganda hat der Hilfskoch am meisten und der Guide am wenigsten bekommen, nicht nur von mir, sondern von allen, der war dann leicht sauer, wir aber auch. Und weil der deutsche Veranstalter damals es nicht mal für nötig befunden hatte, auf den schlechten Bericht zu antworten, steht der auch auf meiner schwarzen Liste. Ich denke schon, dass man ehrliches feedback geben sollte und nicht nur weils im Urlaub ist beide Augen zudrücken muss. Ich finde es auch ein Gebot der Fairness dem Veranstalter direkt zu sagen wenn etwas nicht gefallen hat, nur dann kann er auch etwas ändern, nur in Foren davon zu erzählen ist zwar amüsant aber es wird dem Veranstalter nicht helfen besser zu werden.
Und um weieder auf deine Reise zurückzukommen: In deinem Bericht kommen gar keine Gackeltrappen vor, die gabs bei uns zuhauf und waren weder überseh- noch überhörbar und wurden auf unserer Tour zum Kalahari-Symboltier. Hattet ihr keine, oder keine Zeit zum fotografieren 😉
Gruß, Matthias
Du hast vollkommen recht. Und ich habe es ähnlich gehandhabt wie du in Uganda 😉 Ich habe hin und her überlegt, ob ich Bushways was schreiben soll, bin aber dann zu dem Entschluß gekommen, dass ich niemanden schlecht machen will. Ich weiß ja nicht was passiert wenn ich sowas denen schreibe und ich will defintiv nicht schuld sein, dass jemand womöglich seinen Job verliert. Ich wiederhol mich da ja ungern aber es war trotzdem eine schöne Reise, trotzdem hätten ein paar Dinge eben anders laufen können ... aber jetzt ist es so wie es eben war und ich werde auch versuchen mich im weiteren Verlauf mehr auf die Tiere und das Drumherum zu konzentrieren als auf den Guide. Denn jetzt nur den schlecht machen, das hat er auch net verdient! Gackeltrappen hatten wir in der Kalahari keine bzw. sehr wenige. Die waren dann in Savuti viel unterwegs. Was in der Kalahari schon fast ne Plage war (im Positiven), waren die Löffelhunde. Das war wirklich Wahnsinn... 🤩
Ich glaube auch, dass das die drei waren, die ihr auch gesehen habt. Ich weiß allerdings net, ob das eine davon eine Mädel war. Dazu waren die zu weit weg...
Nach dem Zeltabbau fuhren wir schon früh los in Richtung Maun. Ich hatte vermutet, dass die Fahrt von der Campsite bis zum Matsware Gate nochmal als Game Drive durchgeführt werden würde. Dem war leider nicht so. Wir fuhren auf direktem Weg mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Kalahari Ausgang. Unterwegs sammelten wir noch einen Reifen ein, den wohl ein anderes Fahrzeug von Bushways verloren hatte. Evans erledigte am Gate schnell die Formalitäten und es ging schnurstracks weiter in Richtung Boteti River. Die Fahrt war langweilig und äußerst ereignislos. Mittagspause machten wir an einer Brücke beim Boteti River.
Danach ging es direkt weiter nach Maun zur Island Safari Lodge, bei der wir eine weitere Nacht gebucht hatten. Wir kamen um ca. 16 Uhr in Maun an. Am Abend gab es in der Lodge leider ein Buffet, was allerdings nicht schlecht schmeckte aber mit 15 Euro pro Person meiner Meinung nach völlig überteuert war. Ich sage deshalb „leider“ Buffet, weil ich persönlich nicht unbedingt ein Freund davon bin. Aber das ist ja jedem sein eigenes Ding. Am Abend konnten wir dann doch tatsächlich das Rückspiel in der Champions League zwischen Bayern München und dem FC Barcelona schauen, was die Bayern nur ein klein wenig besser machten als das Hinspiel. Es war tatsächlich schon fast eine Woche vorbei von unserem Urlaub. Wir saßen noch etwas an der Bar und resümierten über die vergangenen Tage. Die ärgerlichen Momente wurden von den tollen Sichtungen verdrängt. Und morgen sollte es ins Okavango Delta gehen. Mal sehen was uns da erwarten würde…
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Gefahrene Kilometer: 219,23 Durchschnittsgeschwindigkeit: 29,93 km/h Höchstgeschwindigkeit: 94,5 km/h Bewegungszeit: 6:40:02 Link: Klick 📎 h1174918.jpg
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201230. Juni 2015 ·
Hallo Bebbl, muss noch mal zurückkommen auf Dein kurzes Videao: "Nix berauschendes" schreibst Du - ja aber warum bin ich dann so begeistert, ich bin Nichtraucher, rauche also auch nichts falsches. Nur weiter so, es macht große Freude, an Eurer Reise teilzuhaben.
rolfhorst schrieb:Hallo Bebbl, muss noch mal zurückkommen auf Dein kurzes Videao: "Nix berauschendes" schreibst Du - ja aber warum bin ich dann so begeistert, ich bin Nichtraucher, rauche also auch nichts falsches. Nur weiter so, es macht große Freude, an Eurer Reise teilzuhaben.
LG. Rolf
Naja, ich hab damit eher gemeint, dass ich es eben einfach nur schnell zusammengeschnitten hab ohne mir jetzt viel Gedanken zu machen. Ich hab da schon wesentliche professionelle Sachen hier gesehen ... aber trotzdem vielen dank für dein Lob. Freut mich! Ich hab ja immer nur so nebenher gefilmt und deshalb nicht von allem Aufnahmen ... leider!
Der nächste Tag führte uns ins Okavango Delta. Wir starteten in Maun und fuhren in Richtung Lake Ngami auf der A3. Nachdem wir Haka und Toteng passiert hatten, bogen wir in Höhe von Sehithwa auf die A35 ab. Von alledem habe ich nichts mehr mitbekommen da ich mich in den frühen Morgenstunden unter eine Decke verkrochen hatte. Es war mal wieder saukalt, und da wir auf einer Aspahltstraße unterwegs waren fuhren wir auch mit entsprechender Geschwindigkeit (80 – 100 km/h). Die hohe Geschwindigkeit vervielfachte die gefühlte Kälte nochmals und so entschied ich mich, bevor mir Eiszapfen in die Nasenlöcher gefrieren würden, mich unter eine Decke zu verziehen und Musik zu hören. Ab und an spickelte ich mal wieder nach oben um zu kontrollieren ob denn auch noch alle anwesend waren. Die Straße parallel zum Delta war in gutem Zustand, die Gegend allerdings weniger grün als ich gedacht hatte. Wir passierten Nokaneng und Gumare. Kurz vor der Abzweigung zur Nguma Island Lodge verspeiste ein Bataleur am Straßenrand den überfahrenen Kadaver einer Ziege. Ich habe davon leider nur die aufgeregten Schreie meines Hintermanns Heinz mitbekommen, der unbedingt einige Bilder machen wollte. Evans meinte, wir würden im Moremi noch genügend Bataleure sehen und hätten jetzt leider keine Zeit. Jaja, das ewige Zeitproblem 😈 Heinz schien ziemlich angefressen, da der Bataleure direkt neben der Straße saß und sich in keinster Weise von vorbeifahrenden Autos gestört fühlte. Bei der Abzweigung zur Lodge ließ Evans die Luft aus den Reifen, denn es ging jetzt querfeldein durchs Gebüsch. Die folgende Strecke bis zum Ablegepunkt des Bootes an der Guma Lagoon war ziemlich abenteuerlich, da teilweise tiefsandig und dann wieder völlig unter Wasser stehend. Immer wieder versperrten uns notorisch im Weg stehende Esel oder Kühe den Weg. Nach mehreren Wasserdurchquerungen, die Evans in herausragender Manier bewältigte (hier konnte man seine jahrelange Erfahrung deutlich erkennen) erreichten wir eine große Wasserfläche auf deren anderen Seite sich die Ab- und Anlegestelle der Motorboote für das Delta befand.
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Wir stoppten und Brian sondierte erstmal die Lage. Vom Fahrzeug aus war nicht zu erkennen wie tief das Wasser stand…
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und dann ging´s los. Evans durchfuhr den See in einem Rutsch ohne Probleme. Bravo! Ich hätte mir das nicht zugetraut auch weil ich keinerlei Erfahrung in solchen Dingen habe. Aber als Guide in Botswana stehen sowas anscheinend auf der Tagesordnung. Evans drehte das Fahrzeug samt Anhänger dann sogar noch im Wasser, so dass wir alle benötigten Utensilien direkt ins wartende Motorboot umladen konnten.
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Während des Umladens kam unsere Gegengruppe (ein Horde Franzosen und Belgier) am See an und startete ebenfalls die Durchquerung. Diese Truppe trafen wir im Lauf unsere Reise immer wieder, da sie die gleiche Tour machten wie wir. Auf´s Motorboot bzw. auf die Insel nahm jeder nur das Nötigste für 2 Tage mit. Der Rest wurde im Anhänger verschlossen.
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Gefahrene Kilometer: 314,71 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 49,87 km/h Höchstgeschwindigkeit: 107,1 km/h Bewegungszeit: 6:06:42 h Link: Klick 📎 ha79700a.jpg
13.05.2015 – Okavango Delta - Mit dem Boot zur Insel
Mit dem Motorboot fuhren wir dann in das Delta hinein. In diesem Bereich waren die Fahrstraßen noch groß und breit gesäumt von meterhohem Papyrus. Gleich zu Beginn entdeckten wir an unserer Anlegestelle ein Krokodil, das in der Guma Lagune herumschwamm. Später erschreckten wir auf der Fahrt ein weiteres Reptil, dass sich jedoch schnell davonmachte und abtauchte.
Nach ca. 1 Stunde erreichten wir eine im Delta gelegene dichtbewachsene Insel wo die Poler auf uns warteten. Eine weitere Gruppe wartete dort bereits auf die Abreise während wir ankamen. Es war dort mehr Betrieb wie bei der Ankunft auf dem Flughafen in Maun. Das Gepäck wurde auf die Mokoros verladen. Geschäftiges Treiben, Rufe und manchmal etwas Hektik machte sich breit.
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Wir standen auf einem kleinen Hügel im Schatten der Bäume und beobachteten das Gewusel. K.D. und Paul mussten ihr gesamtes Kochzubehör, die Zelte, Matratzen und etlichen Krimskrams in den Mokoros unterbringen . Dann wurden wir zu je zwei Personen auf die Boote verteilt und es ging los in das Delta.
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Gefahrene Kilometer Motorboot: 12:06 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 11,17 km/h Höchstgeschwindigkeit 43,2 km/h Bewegungsdauer: 55:29 h Link: Klick 📎 h46732f4.jpg
Unser Poler hieß KC und war der Boss der Polertruppe. Ich bin ja zum ersten Mal mit einem Mekoro unterwegs gewesen und es war, ich sag mal, gewöhnungsbedürftig. Obwohl uns gesagt wurde, dass man ruhig sitzenbleiben soll selbst wenn das Boot anfangen würde zu schlingern weil der Poler das ausgleichen könnte, kommt man am Anfang nicht umhin ständig mit dem Körper ausgleichen zu wollen. Was natürlich die Arbeit für den Poler ungleich schwieriger macht. Hat man sich aber erstmal auf das ganze eingelassen und beherzigt, dass man sich einfach treiben lässt, macht es total Spaß durch den Papyrus zu gleiten.
Bei mir klappte das nach 15 Minuten und Heinz hatte gar keine Probleme weil er es schon öfters gemacht hatte. Karl-Heinz und Agnes war das Ganze überhaupt nicht geheuer und das würde sich auch die gesamte Zeit im Delta nicht ändern. Agnes grinste jedes Mal wie ein Honigkuchenpferd wenn sie wieder aus dem Mekoro aussteigen durfte und Land unter den Füßen hatte. Für sie war es der blanke Horror in diesem engen Boot zu sitzen und dem Poler ausgeliefert zu sein.
Wir machten uns also auf den Weg durch dichten Papyrus in Richtung Momo Island. Wir benutzten dabei die Pfade der Flusspferde, die jedoch meist schon wieder zugewachsen waren. Ich fragte mich ständig wie man sich in diesem Labyrinth auskennen konnte. Alles sah gleich aus, überall Wasser, Papyrus und „beware of the bubbles“ 😕 😗 Das sagte KC immer um uns ein bisschen Angst zu machen wegen den Flusspferden, die es ja zu tausenden im Delta gibt. Er wusste nicht, dass zu einem späteren Zeitpunkt eben diese Bubbles uns quasi retten würden… Auf Momo Island angekommen bauten wir unsere Zelte auf und richteten uns ein. Es war eine schöne Insel mit einem Durchmesser von ca. 100 Metern, dichtem Bewuchs und Hinterlassenschaften von Elefanten und Flusspferden. Und mitten in der Insel stand der Baum des Lebens aus dem Film "Avatar" ... daran erinnerte er mich jedenfalls 🙂 🤩
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Gefahrene Kilometer Mekoro: 3,56 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 2,37 km/h Höchstgeschwindigkeit: 7,2 km/h Bewegungsdauer: 1:12:10 h Link: Klick 📎 hdbf1d42.jpg
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Am späten Nachmnittag machten wir uns nochmal auf um mit den Mokoros in einen Sonnenuntergang zu fahren. Wir fuhren wieder durch den schier endlosen Papyrus als auf einer etwas größeren freien Fläche KC plötzlich stockte und stehenblieb. Wie aus dem Nichts tauchten zwei Nüstern, zwei Augen und zwei kleine Ohren ca. 5 Meter vor uns auf. Das Flusspferd machte mit einem tiefen Schnauben auf sich aufmerksam. Ich rechnete jeden Moment damit, dass das Flusspferd eine Flutwelle vor sich her schiebend auf uns losstürzte. Mir wurde ganz anders! Völlig hilflos in diesem wackeligen Kahn, sah ich mich schon von einem 1,5 Tonnen schweren Ungetüm unter das Wasser gedrückt, sterbend im Okavango Delta jämmerlich ersaufen. Dazu taten die Horrorgeschichten über territoriale Flusspferde auch ihr Übriges. Das Flusspferd beobachtete uns aufmerksam. Und KC stand da wie angewurzelt. Ich dachte so für mich, der weiß schon was er tut … hoffentlich! Beide, sowohl Poler wie auch Flusspferd schienen relativ entspannt. Nach schier endlosen 2-3 Minuten tauchte das Flusspferd wieder ab und KC zog sich langsam stakkend wieder zurück. Wir wählten einen anderen Weg. Ich fragte ihn woran er gesehen hatte, dass das Flusspferd dort war und er antwortete mit einem grinsenden „Beware of the bubbles“. Er hatte sie gerade noch rechtzeitig aus den Augenwinkeln gesehen und stoppen können. Nach diesem aufregenden Erlebnis genossen wir den Sonnenuntergang von den Mokoros aus.
Diese Stille war einfach fantastisch. Man hörte nur die Frösche und Grillen zirpen. Diese Ruhe setzte sich dann in der Nacht auf der Insel fort. Es war einfach nur herrlich inmitten dieses Wasserlabyrinths zu schlafen.
Gefahrene Kilometer Mekoro: 1,42 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 1,46 km/h Bewegungszeit: 45:25 h Link: Klick 📎 h17f6aa8.jpg
Champagner8’823 Beiträge · seit 201005. Juli 2015 ·
Hallo Andy,
herzlichen Dank für dein tolles Tracking der Mokoro-Strecken. Wenn man dort rumgeschippert wird, kann man sich ja überhaupt nicht vorstellen (zumindest ich kann das nicht), wo man eigentlich ist! So bekomme ich mal eher eine Vorstellung, auch wenn es sicher eine andere Route war - aber die Motorbootstrecke ist auf jeden Fall die selbe.
Auch die Unterschiede der Wasserhöhe bei der Nguma Island Lodge sind frappierend - ach, das Delta ist einfach immer wieder faszinierend!
Und wehe, du schreibst nicht weiter (wie du gestern mal überlegt hast) - jetzt kommt doch erst Moremi, Savuti, Chobe - ich freu mich schon soooo drauf!
14.05.2015 – Okavango Delta (Momo Island - Baboon Island)
Nach einer stimmungsvollen Nacht in der ich sehr gut geschlafen hatte machten wir uns morgens auf den Weg zu unserem Nature Walk auf Baboon Island. Wir fuhren zuerst mit dem Mokoro durch den dichten Papyrus. Das Gras war, weil frühmorgens, voll mit Tau, was zur Folge hatte, dass ich beim Aussteigen auf Baboon Island triefnass war. Man hätte meinen können ich wäre hierher geschwommen.
Gottseidank war es im Delta nicht mehr ganz so kalt wie in der Kalahari und die schnell kräftig werdende Sonne ließ meine Klamotten schnell wieder trocknen. Wir spazierten auf Baboon Island umher und KC (oder auch Casey oder auch Kazy – ganz wie einem beliebt 🙂 ) zeigte uns verschiedene Pflanzen, die auf dieser Insel wachsen. Die Insel war etwas größer, ich würde sagen so um die 300 Meter lang und 100 Meter breit. KC erklärte uns was die Locals aus den Früchten der Ölpalmen machten, zeigte uns Baobabs und wurde etwas schüchtern als es um Aphrodisiakum ging, das die Locals aus den Früchten einer bestimmten Palmenart gewinnen.
📎 he3be4ae.JPG 📎 h5b8f941.JPG Brian beim Versuch Früchte von der Palme zu schießen 📎 he6a450d.JPG Die Poler warten auf unsere Rückkehr
Wir wanderten also gemächlich auf der Insel umher. Als wir gerade die Stühle für unseren Lunch ausbreiteten entdeckten wir nicht weit entfernt die ersten Elefanten. Eine kleine Herde brach aus dem Gebüsch der Insel.
Eva war völlig aus dem Häuschen, da ihr erklärtes Ziel war Elefanten zu sehen. Schon seit der Kalahari bzw. dem Losfahren in eben diese hatte sie uns genervt und auch die Aussage, dass sie noch viele Elefanten spätestens im Moremi oder Chobe sehen wird, konnte sie nicht beruhigen. Da standen sie nun, diese Dickhäuter und fühlten sich durch uns überhaupt nicht gestört. So nahmen wir im Beisein der grauen Riesen unseren Lunch auf der Insel ein und genossen die Stille, die nur ab und an durch das Schnauben der Dickhäuter unterbrochen wurde. Bei der Rückkehr auf Momo Island entdeckte ich einen Frosch der in mein Mekoro gesprungen war. Evans erklärte mir, dass es einer der berühmten Xylophon Frösche sei. Das Tier war gerademal Fingernagelgroß.
Am Nachmittag war endlich die Gelegenheit Wäsche zu waschen. Meine helle Hose stand vor Dreck und so zeigte mir Evans wie das in Botswana gemacht wird 😛 Gegen Abend fuhren wir nochmals ins Delta um den Sonnenuntergang zu genießen.
📎 hdc13701.JPG Brian und Evans 📎 hfdbec5b.JPG 📎 h7d12189.JPG 📎 hf1afdd6.JPG
Gefahrene Kilometer: 4,03 km Durchschnittsgeschwindigkeit: 1,18 km/h Bewegungszeit: 3:48:14 h Link: Klick 📎 h11f88cf.jpg
@Bele Vielen Dank für deine kleine Motivationshilfe. War dringend nötig 🙁 🙂 😛