tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201104. Mai 2015 ·
Cape Agulhas bis zum DE Hoop Nature Reserve
Na, noch jemand interessiert??? 😊 😘 🤩
Ok, dann wollen wir uns die Beine vertreten und zu der Stelle laufen, an der der Indische Ozean auf den Atlantik trifft. Die Sonne schien, es war wieder sehr warm und von den Regenwolken war nichts mehr zu sehen. Was für ein herrlicher Tag erwartete uns.
Direkt neben dem Lighthouse befindet sich der Eingang. Holzstege bieten einen schlangenfreien und sicheren Weg durch eine eng bewachsene, aber flache Pflanzendecke.
Schautafel geben Auskunft.
Das Meer ist wild und rau, ein Wanderpfad führt direkt an der Küste entlang
Wir verlassen bald diese Sackgasse und fahren zurück bis Bredarsdorp
In diesen süßen, alten, restaurierten Hütten befindet sich eine Gallerie am Ortsausgang von Struisbaai. Über Bredarsdorp gelangten wir später (ca. 35 Km Gravelroad) in den De Hoop NP. Hier gefiel es uns ebenfalls sehr gut. Es gibt nur im Westteil eine Einfahrt, man gelangt nach dem Gate über eine kleinere Hügelkette und kann den gesamten Park überblicken.
Kurz vor dem Gate stehen drei Blaue Kraniche auf einer Schafweide. Allerdings sind die Vögel weit entfernt.
Am Gate wird auch die Wildcard akzeptiert. Der Blick zu den Dünen, direkt am Meer.
Wachposten!! 🤩
Direkt vor dem Meer befinden sich tolle weiße Dünen. Gelangt man über die TAR hinunter, so trifft man mit etwas Glück, viele Zebras, Bontebocks, Strauße und Elands oder Paviane. Größere Wiesenabschnitte bieten den Tieren frisches Gras und uns gute Beobachtungsmöglichkeiten.
Dieses Jungtier wollte sich einfach nicht von vorne zeigen!
Bonteboks sind irgendwie immer hungrig! 😕
Manchmal muss man eine Pause einlegen, wenn es gar zu doll juckt! Und hier mal ein etwas anderes Motiv: Verschwommene Hintern 😣
Im Park sind wir dann zu den Dünen gefahren, teilweise eine sehr gute Strecke, teilweise nur Gravel.
Es ist ganz klar, wer hier die Vorfahrt hat... oder.... Schlangen, Mäuse und Schildkröten 🤪 .
Von einem Parkplatz aus, sind Wege ans Meer angelegt. Jedoch kann man auch einfach so über die Dünen laufen. Eine supertolle Landschaft. Viel Sand bis ans Meer und dahinter grüner Fynbos.
Strandschätze
Inzwischen ist es sehr windig geworden. Die Luft ist erfüllt von Sandkörnern. Frische, kalte Luft zieht vom Süden herüber. Eine Jacke tut Not!
Ein Austernfischer. Wunderschön leuchtet der rote Schnabel, vor dem tiefblauen Meer.
Zum Abschluss gönnen wir uns eine Stärkung im Restaurant und fahren an den ausgebuchten Chalets vorbei... bevor es dann in Richtung Albertinia weiter geht.
Noch sind wir ganz entspannt, hätten wir geahnt, was uns heute noch erwartet, wären wir jetzt in Eile. Davon aber bald mehr...
Absolut ja! Wir waren Anfang Januar im De Hoop und unsere Bilder gleichen den deinen... einfach tolle Farben - das blaue Meer und die weißen Dünen - schwelg. Bei uns war das Meer allerdings ganz ruhig und wir konnten wunderbar tide pooling machen, haben Seesterne, Seeigel und viele Abalonen entdeckt.
Bin gespannt, was bei euch noch kommt! Besten Dank fürs Berichten, LG, Nette
Klar, bin ich noch interessiert, bei diesen wunderschönen Bildern von de Hoop 😎 Ihr habt dort ja richtig viele Tiere gesehen. Wir hatten damals im November (2011) nur ein paar Buntböcke, aber viiiiel weiter weg und ein paar Strauße 😐 aber... dafür dann Wale 🙂 .
Dass du jetzt übrigens auch mit diesen Cliffhangern anfängst muss ja wohl echt nicht sein 😛 ...was ist das bloß für eine blöde "Modeerscheinung" hier in den Reiseberichten 😵 😉 .
Strelitzie2’864 Beiträge · seit 201105. Mai 2015 ·
Hallo Biggi,
'türlich bin ich auch noch mit dabei! 😉 "Der Ort Betty's Bay erinnert uns immer an eine Ferienhausiedlung in Dänemark" - ja, das haben wir auch schon gedacht.
Schöne Aufnahmen - und ich denke, De Hoop ist für einen nächsten Aufenthalt gespeichert.
Eigentlich wollte ich ja Fotos sortieren und nur mal kurz ins Forum schauen - aber dann bin ich auf deinen Bericht gestoßen und habe ihn in einem Rutsch gelesen.Bin schon ganz gespannt wie es weiter geht.
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201105. Mai 2015 ·
Hallöle, @ Nane42 - adriana (toll, dass auch du dabei bist!) - Strelitzie - Daxiang - Ria2005 - speed66 - Susi65 - und alle stillen Danke-Button-Drücker!!!
ja also hm... so war das mit dem "Interesse" nicht gemeint. 😮 Mir ist schon klar, dass ich nicht alleine reise, aber mit so einer Resonanz habe ich nicht gerechnet. Für uns war die Reise ja nicht so spannend, wie sonst unsere großen Touren, Oder sind wir schon so verwöhnt? 🤩 😏 Schön war es und wie schön es war, erlebe ich teilweise noch einmal, während ich die Bilder hier veröffentliche. Zwischendurch habe ich gedacht, es ist eine schöne Verwöhntour, wenig Abenteuer, aber das hat auch was. 😉 🙂 Ich danke euch allen für eure Unterstützung beim Motivieren. 😘 😘 😘
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201105. Mai 2015 ·
Garden Route Game Lodge bei Albertinia
Wir verließen den De Hoop NP wieder über die Gravelroad, fuhren aber dieses Mal nach Norden in Richtung Swellendam. Obwohl die Gravel gut geschoben war und es kaum Löcher gab, fühlte ich mich im Polo nicht so wirklich wohl und machte mir Sorgen um die Reifen. Es ging aber zum Glück alles gut. Das war einer der Momente, in dem ich gerne einen Geländewagen gehabt hätte. Dann wären wir auch direkt aus dem NP weiter gen Osten gefahren und hätten Swellendam umfahren. Die Landschaft war hier etwas eintönig. Rinder- und Schaffarmen säumen die Gravelroad. Ab Swellendam ging es dann zügig weiter bis kurz hinter Albertinia, über die gut ausgebaute N2 und um 16.40 Uhr erreichten wir die Rezeption der Garden Route Game Lodge.
Das erste Gate Die eigentliche Rezeption!
Nun mussten wir noch von der eigentlichen Rezeption in ein anderes Gebäude wechseln, da hier gerade eine Trauung stattfand. Nachdem ich alle Daten in die bekannte Liste eingetragen hatte, wurde mir ein persönlicher Guide vorgestellt. Von ihm bekamen wir unmittelbar darauf ein zwei Tagesprogramm in die Hand gedrückt. Wir sollten uns bereits 10 Minuten später am Meetingpoint zum Abendgamedrive einfinden. Ich musste ihn sehr verwirrt angeschaut haben, denn ich war der Meinung, doch nur ein Chalet gebucht zu haben und kein Programm? 🤪 🤩 Der nette Guide brachte uns kurz zu unserem Chalet, welches sich zwischen viel Grün befand und einen traumhaften Ausblick über das Gelände bot.
Es blieb uns aber keine Zeit, um wenigstens kurz die Toilette aufzusuchen. Und das soll Urlaub sein? Bis zu diesem Zeitpunkt war uns gar nicht klar, dass wir hier ein Rund-um-Programm mitgebucht haben. Ich war fest davon überzeugt, dass wir nur ein Chalet mit HP haben. Das Kleingedruckte habe ich vor einem Jahr bei der Buchung wohl übersehen! 😄 😮 Also auch irgendwie prima, Jacke schnappen und schon sitzen wir auf einem Safariwagen neben zwei weiteren deutschen Paaren und einem afrikanischen Pärchen. Luftholen und Pippimachen fällt aus. Wir spielen jetzt einfach Pauschaltourist. (Eigentlich ist das gar nicht unser Ding. Aber ich kann euch verraten, es war eine tolle Erfahrung!)
Wenige Minuten später durchqueren wir die Elektroschleuse und schon erfahren wir viel über das Gelände, die Umgebung und suchen nach Tieren. Dabei ist unser Guide auch sehr erfolgreich, inklusive der Löwen und Nashörner. Aber irgendwie will sich bei uns die Begeisterung nicht so wirklich durchschlagen. Es ist eben eine Game Lodge und da wissen die Ranger natürlich, wo sich die Tiere aufhalten. Selber suchen ist viel spannender! 😈 🤩 Dennoch hat Abie (unser Guide) ein gutes Hintergrundwissen und wir können eine Menge Fragen loswerden und bekommen sie auch beantwortet. Gleichzeitig ist es entspannend, einfach nur da zu sitzen und zu schauen. Nun zu den Sichtungen:
Weißschwanzgnus
Auf dem Gelände wechseln sich Steppenlandschaften, dichtes Buschwerk, Savannen mit Seen und Feuchtgebieten und Wälder ab. Ein riesiges Gebiet, in dem man nicht immer alle vorhandenen Tiere trifft. Bald fahren wir über kleinere Berge zu einer Hügelkette, wir passieren ein Cattlegitter und ein Zaun grenzt dieses Gebiet vom Rest der Landschaften ab. Eine Herde Springböcke begrüsst uns dort.
Wir suchen die Gegend nach weiteren Tieren ab, fahren einen weiteren Hügel hinauf und dann sehen wir die Bewohner dieses Gebietes:
Sie kommen uns freundlich entgegen.
Dieser Herr trug einen aushöhlten Eselrest mit sich herum. Er beleckte ihn nur noch, offensichtlich war er bereits satt. Eine längere Zeit hatten wir die Möglichkeit, zu beobachten, wie der Löwe diesen Rest den gesamten Hügel herunterschleppte, weil er zu einem Wasserloch gelangen wollte. Seinen Schatz mochte er aber nicht zurücklassen. In unmittelbarer Umgebung hielten sich zwei Löwinnen auf.
Nicht besonders appetitlich!
Und dann überließ er den Rest seiner Dame...
...und genoss den Sundowner 😉 😈 Und das alles hätten wir verpasst, wenn wir nur 15 Minuten später angekommen wären. Wer hätte das gedacht? 🤩 🤩 🤩 Auf dem Weg zurück trafen wir noch ein paar Nashörner
Um kurz nach 19.00 Uhr sind wir zum Sundowner zurück an einer Bar mit Lagerfeuer und man hat uns sehr freundlich erwartet. Es gibt einen (oder mehrere 😗 ) der hier üblichen Sherrys, sehr lecker! Am Lagerfeuer wärmen wir uns. Es war doch sehr frisch auf dem offenen Wagen. Wir treffen andere Touristen und kommen mit ihnen ins Gespräch. Für uns ist es interessant, wie Menschen, die das erste Mal hier sind, die Tierwelt beurteilen und total begeistert sind. Danach gingen wir über einen kurzen Hügel zum Boma - Essen. Es blieb immer noch keine Zeit zum Umziehen, aber das da Essen rustikal in einer Bomahütte stattfand, war es kein Problem.
Das Essen war schon ziemlich lecker. Es gab verschiedene Suppen, Salate, Eintöpfe, Reis oder Süsskartoffeln, sowie Gamefleisch vom Spieß oder gegrillt. Und dann noch der Nachtisch, süß und salzig... hm - lecker! Aus den vielen Weinen haben wir einen Chardonnay ausgewählt - und danach sind wir endlich in unser Chalet verschwunden. Es war gar nicht so einfach, dieses jetzt noch zu finden. 😈 🤩 Zu guter Letzt gab es nach der wohlverdienten und heißen Dusche noch einen Absacker. Amarula. 😛 😛 😛 Und wieder geht ein toller Tag zu Ende!
Wer jetzt aber glaubt, wir können am nächsten Tag ausschlafen, der träumt noch! Hier wartet ein strammes Programm auf uns und der Wecker musste auf 6 Uhr gestellt werden.... gähn, gähn, gähn ...
was für eine lekkere Tour mit wunderschönen Bildern. Ich glaube, die Garden Route hat es gerade auf unsere to-do-Liste geschafft - da stehen allerdings schon so einige Ziele 😐 . Man darf hier einfach keine Reiseberichte lesen, die stacheln die Sehnsucht immer so an.
LG, Regine
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201105. Mai 2015 ·
Liebe Regine, es gibt so viele tolle Plätze auf dieser Erde und so wenig Zeit zum Reisen. Aber wir beschweren uns nicht, denn wie viele Menschen haben auf dieser Welt das Privileg, die Schönheiten so zu entdecken, wie wir es tun? Ich plane und lese mich gerade in Sri Lanka ein (Ostern 2016? - vielleicht?) oder ...?
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201107. Mai 2015 ·
Garden Route Game Lodge
Der Wecker klingelte sehr früh. Um 6.45 Uhr gab es Tee/Kaffee/Saft und Gebäck in der Bar, dann ging es zum Morgengamedrive auf Safari mit Abie. Wir sehen wieder viele Tiere, bekommen gute Erklärungen und durchfahren eine tolle Hügellandschaft mit viel Fynbos. Hier weit draußen bekommen wir die Gelegenheit, drei Nashörner bei einem Kampf zu beobachten. Sie stehen direkt vor uns auf der Pad. Wahrscheinlich hätten wir die Tiere in diesem dichten Gebüsch sonst nicht gesehen.
Und schließlich zeigen sie uns, was sie von uns halten.... 😈
Hier noch ein paar Schnappschüsse von unterwegs....
Es ist eine schöne Tour, wenn auch etwas künstlich. Denn schließlich rechnen wir ja mit den Tieren. Es fehlt nach wie vor an Spannung. Wir sahen die Giraffen, noch im Morgendunst, zwei Elefanten (viel mehr gibt hier wohl auch nicht, da nicht genug Nahrung da wäre), Tsessebes, einen schönen Kudu, die Nilpferde (die haben wir am Vorabend vergeblich gesucht. Es gibt hier mehrere Teiche) und die Nashörner. Die Oryxe kreuzen kurz unseren Weg, aber Abie fährt weiter. Zebras und Gnus weiden überall, Elands sehen wir kurz vor dem Ende der Tour. Wir betrachten diese Game Lodge als zusätzliches Schmankerl zur Garden Route, die ja ursprünglich ohne Wildtiere geplant war. Auf irgendwelche besonderen Fotowünsche wurde nicht wirklich eingegangen und nach zwei Stunden mussten wir zum Frühstück auch wieder zurück sein. Das war schade, verdeutlicht uns aber immer wieder, wie toll es ist, unabhängig und alleine in der Wildnis zu sein. Umso mehr freuen wir uns auf den KTP im Juli. 😄 🙂
Für uns ist es das erste Mal, dass wir die Tiere in einer grünen Umgebung sehen. Denn bisher waren wir nur zur Winterzeit im südlichen Afrika. Daher ist es auch ungewohnt, wenn die Oryxe plötzlich im grünen Busch stehen und man nur noch ihre Spieße herausragen sieht. Nach dem Gamedrive gab es ein mehr als üppiges Frühstücksbüfett, bei dem der Lunch auch gleich integriert war. Wenn das so weitergeht, kommen wir gekugelt zu Hause an! Allerdings fehlte der Wein ! 😈 🤢
Zum Frühstücken mussten wir heute Morgen ins Restaurant gehen...
Hier mal eine Karte von der Area, vielleicht kann man ja etwas erkennen... 🤢
Um 10.30 Uhr fand eine Führung im Reptiliencenter statt. Neben den Schlangen leben dort Krokodile und alte Leopardschildkröten.
Kap Kobra
Die Game Lodge verfügt über einzelne Lehrpfade, die man abgehen kann. Hier stehen unterschiedliche Schädel mit Beschreibung zur Auswahl, an einer anderen Ecke des Geländes kann man die vielen Pflanzen mit Namen kennen lernen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Lodge besonders für Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter interessant ist (obwohl den Kiddis der Pool meistens reicht 🤩 ). Sie bekommen die südafrikanische Tiervielfalt präsentiert und sind auch während des Tages gut beschäftigt.
Ich war übrigens in Flip-Flops unterwegs und wurde dann von dem Ranger vor den Cape Kobras gewarnt. Die soll es hier zahlreich geben. Zum Glück sahen wir nur eine im Reptiliencenter, aber auch die Begegnung mit den Puffottern ist nicht ungefährlich. Jetzt war unser Tagesprogramm vorläufig beendet und wir konnten endlich am Pool entspannen. Chillen - chillen -chillen (wie die Schüler heutzutage sagen!) 🤩 🤪 😉
Der Blick von unserem Chalet in die "Weite" des Geländes
Am Nachmittag habe ich den Bird Hide besucht, aber es waren aber kaum Vögel zu sehen. Die Lodge verfügt über viele kleine Wanderpfade. Da macht es einfach Spaß, sich ein wenig zu bewegen. Um 17.00 Uhr ging es dann erneut zum Gamedrive, dieses Mal mit Roy. Das war fantastisch. Es waren nicht Tiere, die diese Tour unvergesslich gemacht haben, sondern die vielen humorvollen Sprüche von Roy. Dazu demnächst mehr...
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201111. Mai 2015 ·
Von Albertinia über Mosselbay nach Knysna
Der Gamedrive am Abend war sehr lustig, außer uns gab es nur noch das Hochzeitspaar im Safariauto. Beide stammten aus einem kleinen Ort nur ca. 300 KM entfernt und waren nicht so an den Tieren interessiert. Sie wollten einfach an einem Gamedrive teilnehmen, weil es zu dem Hochzeitspackage gehört. Die Tiere wiederholten sich fast, deshalb spare ich mir die vielen Fotos. Gestartet sind wir bei den Elefanten, es folgten die Giraffen usw. Vor der Tour fragte ich Roy, ob es nicht auch einen Nightgamedrive gibt. Dieses verneinte er mit einem Grinsen. Die Lodge bietet so etwas nicht an. Aber Roy war fantastisch. Er wusste so viel zu erzählen und das in einer sehr humorvollen Art, dass wir es sehr bedauert haben, als die Tour zu Ende war. So klärte er uns darüber auf, warum die Kudus Streifen auf dem Rücken haben. Wer weiß es? Na ja, ganz klar, damit der Schlachter weiß, wo er sein Messer ansetzen soll! 😈 Wir stießen auf drei Blaue Kraniche, die ihrem Nachwuchs gerade eine Trainingsstunde im Überleben gaben. So erklärte Roy, wie geschickt sich diese Vögel mit einem angeblich gebrochenen Flügel den Verfolgern stellen, um von dem Jungen anzulenken. Es war köstlich wie Roy dieses darstellte.
Übungsstunde für junge Kraniche! 🤪
Das klappt schon gut! 😛 😉
Ablenkungstanz? 🤪
Später sahen wir eine Manguste, die gerade eine Ratte verspeiste. Nun versuchte Roy uns zu erklären, dass Fledermäuse zur Lieblingsspeise dieser Tiere gehören, aber die Tollwut übertragen. Wie sich dieses bei den Mangusten zeigt, machte er auch vor! ??? 😄 😄 😄 🤩 🤩 🤩 Darüberhinaus verfügte Roy wirklich über ein fantastisches biologisches und ökologisches Wissen, was er in einem klaren Englisch hervorragend weitergeben konnte. Uns war nicht bekannt, dass es an der Garden Route und im südlichen Afrika keine Madenpicker gibt, da diese von den Schäfern vor Jahren getötet bzw. vertrieben wurden. Man hat die Schafe mit einer Art Gift gegen Ungeziefer behandelt. Das war auch für diese Vögel schädlich. Die Löwen suchten wir ebenfalls auf. Wir trafen aber nur ein Pärchen. Heute befanden sie sich in einem ganz anderen Teil, umgeben von Heidekraut. Dieser Anblick war erinnerte uns spontan an unsere Heimat.
Neugierig schaut die Löwin...
... geht dann aber weiter. Mit Roy blieben wir länger als der üblichen zwei Stunden unterwegs und suchten noch ein paar Nachttiere. Wir fanden aber kaum Tiere, bis auf... Er nahm sein Funkgerät, kontaktierte einen Kollegen, der ebenfalls noch unterwegs war und dann fuhren wir kreuz und quer, aber immer in eine Richtung. Einen Zusatzscheinwerfer hatten wir nicht am Auto, aber dennoch ist es Roy gelungen... ja wir fanden ihn! - ... einen Cheetah aufzuspüren. Leider zeigte er sich nur von hinten oder es war schon zu dunkel, aber ein Beweisfoto gibt es ....
Wir konnten ihn eine ganze Weile verfolgen, aber zum Fotografieren war es bereits zu dunkel. Er befand sich auf der Jagd. Das war noch ein tolles Erlebnis, bevor wir unseren verspäteten Sundowner am Lagerfeuer einnahmen. Dort kamen wir mit einem Professor ins Gespräch, der sich auf einer 1/2 jährigen Reise mit über 650 Studenten befand. Mit einem Schiff bereisen die Studenten die Welt und studieren in ihren entsprechenden Fächern an Bord. Semester at Sea! Das der ganze Spaß nicht vom Taschengeld bestritten werden kann, sollte jedem klar sein, man zahlt zwischen 25.000 und 45.000 Euro. Da möchte man aber gerne noch einmal Student mit gut betuchten Eltern sein. 😊 😮 Heute gab es das Dinner im Hauptrestaurant. Verschiedene Gamesorten (Strauß-, Oryx oder Kudufilet) standen an einem Büfett zur Auswahl und alles wieder super lecker! Da kann man nur schwer aufhören mit dem Essen. Mit der Auswahl des Weines taten wir uns ein bisschen schwer und testeten erst einmal einige Sorten durch, bis wir auf den Wein vom Vorabend trafen. Der schmeckte doch irgendwie am besten, ein Chardonnay! Ziemlich platt verschwanden wir dann in unserem Chalet, während ein Teil der 20 Studenten, die dabei waren, noch zur Bar wechselte. Aber schließlich müssen wir ja auch unser Chalet einmal genießen. Natürlich nicht ohne einen Gute-Nacht-Drink. Oh man, ich glaube so wird man zum Alkoholiker. Auf den Gamedrive am nächsten Morgen haben wir verzichtet, da wir glauben nun auch nichts Neues mehr zu entdecken. Vielleicht hätten wir den Cheetah noch gesehen, aber wer weiß das ? Wir wollten einfach mal ausschlafen, um uns dann erneut am Büfett zu stärken. Das ist hier wirklich lecker. Ein kleiner Bummel durch den vorderen Garten und den Curioshop und dann sind wir auch schon nach Mosselbay weitergefahren. Unsere heutige Unterkunft ist die Abalone Lodge in Knysna.
In Mosselbay haben wir einen Tankstopp eingelegt.
Der Ort ist touristisch sehr geprägt und weniger interessant. Ein schönes Schiffsmuseum lohnt einen Besuch. In George haben wir uns entschieden, die Old Seven Passes Road zu fahren. Anfangs machte es wirklich Spaß durch die engen Schluchten zu fahren, aber schon nach wenigen Kilometern wurde die Straße langweilig. Sie ist gut und breit ausgebaut. Rinderfarmen mit großen Weidefläche säumen diese Strecke, vergleichbar mit unserem Voralpenland.
In dieser Gegend war es sehr dunkel, da die Bäume nur wenig Licht hindurch ließen.
Und dann öffnete sich die Landschaft wieder... (ein Bild aus dem fahrenden Auto aufgenommen)
Gegen Mittag erreichten wir Knysna. Ein wunderschöne Gegend...
...und unser Selbstversorger Chalet in der Abalone Lodge
Die kleine Küchenzeile - wir haben hier nicht gekocht, nur das Frühstück zubereitet. Das Chalet hätte ein bisschen größer sein können, aber es reichte natürlich für uns. Das Bad war wiederum sehr groß und verfügt über ein Spa (Wanne mit Massagedüsen...).
In und um Knysna gibt es einige interessante Plätze anzuschauen. Wir sind ins Zentrum gefahren und von dort zur Waterfront gelaufen. Natürlich lässt sich diese Waterfront nicht mit der Victoria and Alfred Front vergleichen, aber für den kleinen, beschaulichen Ort Knysna ist es ganz nett. Fast wie in Venedig, wird dieser Teil von vielen Kanälen durchzogen. In einem italienischen Cafe sitzt man sehr gemütlich an so einem Kanal und kann das touristische Treiben beobachten. Immer wieder hört man deutsche Stimmen.
Der Italiener... hier gibt es nicht nur leckeren Cappuccino Von der Waterfrontbridge , an die Waterfront.. 🤪 Knysna hat nicht nur "Bondi", sie gilt auch als die Stadt der Seepferdchen.
Und in der näheren Umgebung gibt es Wälder. Holzschnitzer haben sich hier niedergelassen.
Immer wieder trifft man auch auf die Holzhäuser, die aus dem besonders harten Holz gebaut wurden.
und es blüht überall..
Zum Sundowner fahren wir dann zum Heads. Davon aber demnächst...
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201112. Mai 2015 ·
Knysna und Umgebung
Zum Sundowner ging es zum Knysna Heads, einem Felsenportal, die Meerenge zwischen Lagune und dem offenen Indischen Ozean. Auch hier kann man einen kleinen Weg entlang der Steilküste laufen und nach Knysna oder aufs Meer blicken. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich das Featherbed Nature Reserve . Am Abend ist es hier leicht feucht und der Dunst zieht vom Meer auf, aber trotz allem wunderschön. Am Parkplatz wartet ein Aufseher, der sich gerne ein paar Rand verdient und dabei seine Familiengeschichte erzählt. An einer Stelle etwas weiter unten befindet sich ebenfalls ein "echt" aussehender Parkwächter, der auch behauptet, dass nur er der richtige ist. Also einmal etwas geben ist genug, beide besitzen keine offiziellen Ausweise!
Knysna Heads
Der Blick über die Lagune nach Knysna
Folgt man der Straße am View Point vorbei, gelangt man zu einer Gruppe schöner größerer Häuser und Villen, alle mit einem fantastischen Meerblick. Hier fielen uns einige nette Gästehäuser auf. Die Straße endet an einer Wiese. Dort steht ein privat errichteter Aussichtsturm. Er ist nicht sehr hoch, aber wenn man schon einmal dort ist, kann man den Blick in die Umgebung schweifen lassen.
tiggiThemenstarter1’562 Beiträge · seit 201112. Mai 2015 ·
Monkeyland - Birds of Eden - Strand von Brenton on Sea
Am nächsten Morgen besuchten wir das Monkeyland und das Birds of Eden, zwei Tierschutzgebiete, die auf dem Weg nach Plettenberg in unmittelbarer Nähe zu einander liegen. Das Monkeyland ist das erste Primatenschutzgebiet auf der Welt. Ziel ist es Affen, Lemuren, Menschenaffen und andere Tiere wie z.B. Schildkröten in dem Gebiet frei leben zu lassen. Man kann nur an einer Führung teilnehmen und durchläuft in ca. einer Stunde nur einen winzigen Bruchteil von dem riesigen Gebiet. Die Tiere sollen hier möglichst ungestört sein. Von über 60 Arten sieht man nicht einmal 10. Leider haben uns die Mücken ganz fies behandelt, obwohl man sich am Eingang unbedingt eincremen musste. Unser deutscher Guide Henrik erzählte zwar viel über dieses Schutzgebiet und die darin lebenden Tiere, jedoch hatte er es sehr eilig und keine Zeit für meine Fotoaufnahmen. Er ging ziemlich schnell hier durch und alleine darf man sich dort nicht aufhalten. Das fanden wir sehr schade!
Schnell, Huckepack durch den Wald!
Da hat der Nageldesigner wohl versagt?
Totenkopfäffchen
Von diesen Gibbons gibt es nur zwei im ganzen Park. Da war es schon ein echtes Highlight, das Tier bei seinen Turnübungen beobachten zu dürfen.
Lemuren sind irgendwie sehr süß anzuschauen!
Dieser sehr aggressive Geselle stammt ursprünglich aus Indien.
Im Birds of Eden Park kann man alleine durch schlendern und sich alle Zeit der Welt nehmen. Auf einer Fläche von 23.000 qm durchquert man einen urwaldähnlichen Park, hier findet man allerdings nur schwer die Vögel, im offeneren Gelände ist dieses deutlich einfacher und nicht alle Vögel stammen aus dem südlichen Afrika.
Maskenpirol
Halsband-Bartvogel
Fazit: Diese große Freiflughalle war schon sehr imposant und es war ein netter Spaziergang durch einen Vogelpark.
Gegen Mittag haben wir unseren Rundgang beendet. Somit blieb der Nachmittag, um den Strand von Knysna in Brenton-on-Sea zu besuchen. Das war traumhaft schön, auch wenn bereits ab ca. 15.00 Uhr der Dunst über das Meer kriecht (das Wasser ist sehr kalt, die Luft sehr warm!), so dass man das tolle Sonnenlicht nur eingeschränkt nutzen kann. Vorher waren wir zum Lunch in dem dortigen Restaurant. Hier gibt es übrigens auch sehr schöne Gästezimmer.
Diesen Felsen kann man bei Ebbe erklimmen, er bietet hervorragende Fotomotive.
Kleine zarte Blümchen wagen sich, geschützt durch die Felsen, an die Oberfläche.
Am Strand: Die Schneckenpolizei ist unterwegs!
Fährt man nach Knysna zurück, bietet sich dieser tolle Blick über die Lagune
Und wieder ein Hinweis auf die Seepferdchen... 😗 Zum Abend sind wir nach Thesen`s Island hinausgefahren.
Auch hier sitzt man wunderschön an Kanälen und lernt die goldige Seite von Südafrika kennen. Viele teure Häuser oder Wohnungen mit eigenem Bootsanleger sind zu bestaunen. Auf Thesen`s Island werden die berühmten Austern gezüchtet. Wir sind keine Meerestieresser und haben einen Italiener vorgezogen.
Man muss nicht unbedingt in den Vogelpark fahren, Weissrückennachtreiher am Hafen von Thesen`s Island.
Knysna ist eine wunderschöne Gegend und unbedingt einen Besuch wert. Ein zweites Mal würden wir das Monkeyland und den Birds of Eden Park allerdings nicht besuchen.
Danke fuer den guten Bericht mit vielen Fotos.Tips fuer Knysna.Oldtimerliebhaber schauen bei den Frost Brothers rein.Frische ( nachts bzw. morgens gefangen ) Meeresfruechte und Fische kaufen bei Haendlern nahe der Waterfront ( links wenn man darauf zu laeuft).Es werden auch fertig zubereitete Mahlzeiten angeboten. Gruesse, Juergen