Wilderei in Kenia -Zahl der Elefanten sinkt rapide

33 Antworten · 9’268 Aufrufe · gestartet 11. Dez. 2012 von travelNAMIBIA
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2’866 Beiträge · seit 201107. Jan. 2014 ·
Vielleicht endlich mal ein Anfang gegen den Elfenbeinhandel

Viele Grüße, Strelitzie
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2014
1’589 Beiträge · seit 201423. Jan. 2014 ·
Hallo Miteinander

das Thema Wilderei ist leider eines der tragischsten.....

Alle Laender verlieren taeglich Elefanten, Nashoerner, Grosskatzen, aber auch sehr viele kleinere Tiere und Antilopen, Zebras, Bueffel etc. sei es durch Strassenunfaelle, Bushmeat Trade (dies nicht zu unterschaetzen!) und dann die Wilderei fuer Elfenbein und Nashornhorn.

Kenia hat neu lebenslaenglich Gefaengnis fuer Wilderer oder enorm hohe Geldstrafe eingefuehrt. Wie weit es umgesetzt werden wird, wird sich zeigen.

Vor wenigen Tagen wurden im Meru Nashornsanctuary 2 Wilderer erschossen, bevor sie Nashoerner auch nur verletzen konnten. 3 sind auf der Flucht. Fast gleichzeitig erlagen 2 Wilderer in Solio, die ebenfalls Nashoerner wollten, den Kugeln der Ranger. Einer davon war ein Polizist, der in Nyeri arbeitete.

Petititonen schaden auf keinen Fall. Der kenianische Praesident Uhuru Kenyatta ist im Tourismus involviert (Intrepids).

Was durch kleinere, lokale Gruppen mehr und mehr versucht und auch getan wird, ist die lokale Bevoelkerung auf die Wichtigkeit der Wildtiere aufmerksam zu machen. Es ist auch schon gelungen Wilderer zu Naturschuetzern zu konvertieren, doch dies sicherlich die kleinere Zahl. Kinder haben schon Elfenbeinfunde oder tote Elefanten gemeldet und sind belohnt worden.

Auch duerfen die Mensch-Tierkonflikte nicht unterschaetzt werden! Toetet ein Elefant Menschen, wird er meist erschossen. Soeben im Kruegernationalpark passiert, nachdem Touris einem Elefantenbullen in Musth zu nahe kamen, seine Warnungen missachteten. Die Menschen leben, der Elefant wurde von den Rangern erschossen, was grosse Aufschreie unter Tierliebhabern hervorrief, denn das Fehlverhalten der Menschen war Schuld an der Attacke.

Toeten Loewen, Hyaenen, Leoparden oder Geparden Vieh, dann werden sie meist verfolgt und getoetet. Hierzu helfen Kompensationsprogramme, ueber die ich bald mal mehr berichten werde. Ich verschwinde am Samstag fuer ein paar Tage in ein junges Maasai Schutzgebiet.. und werde dann darueber berichten.

Etliches ist auch politisch bedingt, dass Tiere aus Rache gegen das nicht Helfen von Wildtierorganisationen, getoetet werden.

Die Wildtiere werden von allen Seiten bedroht und die Liste ist lang. Strassen, Ueberweidung, Zerstoerung des Lebensraums, enorm wachsende Bevoelkerung (4% = 1.6 Mio pro Jahr in Kenia), Wilderei fuer Fleisch und andere Produkte, Tier-Menschkonflikte, verfehlte Landpolitik, Grossprojekte mit entsprechender Umzaeunung.... etc.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1’589 Beiträge · seit 201428. März 2014 ·
Liebe Foris

Wir alle wissen, dass die Wilderei wieder auf dem Höchststand angelangt ist. Dies vor allem seit die Chinesen in Afrika eingelassen wurden. Doch, Elfenbein und Nashornhorn finanziert auch Terrorismus.

Kenia hat dieses Jahr bereits etliche Nashörner und Elefanten verloren. Vor knapp 2 Wochen wurde ein Nashorn unweit des Nashornsanctuary in Nakuru erschossen, die Wilderer entkamen mit dem Horn. Nakuru gilt als einer der best bewachen Parks. Auch im Nashornsanctuary im Tsavo West wurde eins getötet und gerade dann, als die Ranger Feierabend hatten. Einen Spitzmaulnashornbullen wurde in der Mara erschossen, mit einem Schuss! Die Ohren wurden abgeschnitten, da da werden meist die Chips implantiert. Und gestern um 10 Uhr nachts wurde ein weiteres Nashorn in Nakuru ermordet. Die Ranger reagierten auf die Schuesse und das Horn blieb am Nashorn - doch es hilft ihm nichts mehr.

Elefanten haben wir im Tsavo-Taita Gebiet verloren, dann etwas nördlich von Kenia und einen in den Aberdares.

Die Wilderer sind mit sehr guten Waffen und Nachtsichtgeräten ausgestattet. Dies ist, was den Rangern fehlt. Mittlerweile werden auch Suchhunde eingesetzt. Wind und Regen erschweren gelegentlich aber die Spur ueber weite Distanzen zu verfolgen.

Naturschützer mit Einfluss, wie Dr. Richard Leakey (er hatte für Moi mit der Wilderei aufgeräumt und durch einen Anschlag beide Beine verloren) und Dr. Paula Kahumbu (Direktorin von Friends of Nairobi Nationalpark) hatten letzte Woche eine Pressekonferenz in Nairobi, Serena Hotel. Somit kamen schon mal ernsthaftere Berichte in der Zeitung. Vorgestern kam ein sehr aufklärender Film, wie die ganze Wilderei abläuft im Fernsehen. Es wurden keine Namen genannt, doch klar gesagt, dass die Drahtzieher der Regierung wie auch dem KWS bekannt sind. Danach kam ein Interview mit Dr. Richard Leakey und Jeff Koinange (bekannter Interviewer in Kenia). Leakey sagte klar, es ist ein Problem, doch es kann gelöst werden. Korruption muss verschwinden und der Präsident muss klar durchgeben, genug ist genug.

Gestern hat dann der Präsident auch gesagt, dass der Wilderei ein Ende gesetzt werden muss.
Und heute sind nun folgende Artikel erschienen. Mary Wambui ist schon des öfteren in den Schlagzeilen gewesen und es gehen Gerüchte um, dass sie die 2. Frau von Kibaki ist, was er natürlich auf Druck von seiner jetzigen Gemahlin Lucy öffentlich verneinen musste.

Der Druck muss nun weitergehen und dann besteht Hoffnung! Es steht ja nicht nur das Einkommen von vielen im Tourismus auf dem Spiel, sondern auch die Staatssicherheit und das Naturerbe. Viele möchten ja ihren Kindern nicht die Nashörner und Elefanten nur im Buch zeigen können.

http://m.news24.com/kenya/National/News/Top-government-officials-linked-to-poaching-20130814

http://www.thekenyantimes.com/2013/07/the-woman-behind-ivory-trade-in-kenya.html

Viele hoffnungsvolle Gruesse aus dem warmen, wolkigen und gelegentlich regnerischen Juja
Elvira
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1’589 Beiträge · seit 201412. Apr. 2014 ·
Liebe Afrikafrans

Kenya Wildlife Service ist ziemlich mit Worten beschossen worden, nachdem in Nakuru und dem Nashornsanctuary im Tsavo West Nashoerner erschossen worden sind.

Nun scheint es, dass doch etwas dagegen getan werden soll.

6 hoehere Ranger wurden suspendiert, mit Verdacht auf Wilderei und Unfaehigkeit die Parks zu managen. Gleich wird auch ein Interimskommittee eingeschaltet. 600 neue Ranger sollen eingestellt werden. In 100 Tagen sollen sie auch besser ausgeruestet sein, mit Nachtsichtgeraeten und mehr Fahrzeugen, sowie besseren Waffen (die Ranger riskieren ihr Leben gegen die gut ausgeruesteten Wilderer). Auch sollen der Allowances und Absicherungen im Falle von Unfaellen und Tod besser werden.

Kenia hat in diesem noch jungen Jahr bereits 57 Elefanten und 18 Nashoerner verloren... eindeutig zu viel!

http://www.citizennews.co.ke/news/2012/local/item/18520-kws-to-recruit-600-rangers

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Liebe Gruesse
Elvira
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408 Beiträge · seit 201412. Apr. 2014 ·
Sie stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
Johannes, den Tatsachen ins Auge blickend
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
1’252 Beiträge · seit 200929. Juni 2014 ·
Guten Morgen,

hier mal wieder etwas zum Thema:

http://www.sueddeutsche.de/leben/ausrottung-von-elefanten-in-kenia-jaeger-und-gejagte-1.2015634

Schön wäre es, wenn die Wildhüter es schaffen würden, die Jäger auszurotten........ (man kann ja mal träumen; meine Hoffnung ist schon längst gestorben!).

Einen schönen Sonntag wünscht
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1’324 Beiträge · seit 201329. Juni 2014 ·
Interessanter Bericht.

Entscheidend für mich ist immer folgendes:
Wo aber wird sich dieser Kampf entscheiden? Im afrikanischen Busch, wo die Tiere erlegt und verstümmelt werden? Oder doch eher dort, wo Menschen das Horn der Tiere kaufen? Südafrika pumpt immer mehr Geld in den Kampf gegen die Wilderei, aber damit alleine wird man das Schlachten vermutlich nicht stoppen. Das zumindest bezweifelt Umweltschützer Tom Milliken, der für die Organisation Traffic arbeitet. "Wir müssen daran arbeiten, die Nachfrage zu senken."
Quelle

Nur wenn wir in der Lage sind in den Abnehmerländern
- Aufklärung zu leisten
- politischen Druck auszuüben
werden wir Wilderei wirkungsvoll bekämpfen können.

Dazu gehört auch politischer Druck auf die Ländern in denen gewildert wird, mehr Geld und mehr Manpower zur Verfügung zu stellen. Und auch die Bereitschaft Entwicklungshilfe an solche Dinge zu koppeln. Und es muss auch Geld gegeben werden um Technik wie Waffen, Nachtsichtgeräte oder Hubschrauber anzuschaffen.
Hier darf es keine Tabus gegeben.

Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
1’589 Beiträge · seit 201429. Juni 2014 ·
zwar nicht ueber Elefanten, aber dennoch interessant - wenn nur alle Tiere sich nachhaltig wehren koennten....

Von aelteren Gorillas ist es bekannt, doch nun fangen auch juengere an, Wildererfallen zu zerstoeren.

http://www.enn.com/top_stories/article/47518

Liebe Gruesse
Elvira
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3’700 Beiträge · seit 200929. Juni 2014 ·
Hallo,
Nach neuesten Zählungen leben im weltweit grössten Wildreservat (Selous) gerade mal nur noch 15.000 Elefanten...

Mit traurigen Grüssen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
126 Beiträge · seit 200629. Juni 2014 ·
Hallo Marina,

wie ich sehe, ist diese petition bez. Elefanten bereits geschlossen. Ob jemand weiß, wie lange diese eigentlich gelaufen ist??
Eben komme ich von meinen Kindern, denen ich den link zum Unterzeichnen geschickt habe: sie sind sehr verärgert,
denn ab da werden sie täglich von diversem "Zeugs" wie sie es nennen, zugemüllt. An mangeldem Spamfiltern kann es definitiv nicht liegen.

Was ich damit sagen will: es ist schade, dass es Trittbrettfahrern ( im günstigsten Fall) gelingt, eine an sich gute Sache zu einer fragwürdigen zu machen , sprich die Unterzeichner belästigt oder schlimmsten Falls geschädigt werden können.

Schöne, neue Welt!

Ursula
1’589 Beiträge · seit 201425. Jan. 2015 ·
Guten Sonntag miteinander

ein Artikel, der kurz die Geschichte von Feisal anschneidet, der einer der grossen Elfenbeinhaendler ist. Interpol hat ihn von Tansania zurueckgeholt, wo er sich versteckte. Das Gericht hat sich geweigert, ihn auf Kaution frei zu lassen.
Paula Kahumbu, die mit Richard Leakey zusammenarbeitet, hatte schon lange auf seine Haft gedraengt, doch die Mombasa Polizei, hatte ihn nicht erwischt (en wollen).

Dieser Gerichtsfall wird die Richtung geben, was Elfenbeinhandel (auch Nashornhor) und somit Wilderei betrifft. Doch wie auch im Bericht angetoent, arbeiten schon sehr viele daran, dass vieles unter den Teppich geschoben wird. Es sind keine kleinen Namen mit da drin.....

Hoffen wir....

http://www.nation.co.ke/lifestyle/Ivory-mafia-POACHING-ELEPHANT-TUSKS-CRIME/-/1190/2601666/-/10k0ehnz/-/index.html

Gut ist, dass auch der grosse Medienbetrieb Nation nun was veroeffentlicht.

Viele Gruesse
Elvira, die ab Morgen im Maasai Gebiet ohne Strom und kaum Internet sein wird
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1’589 Beiträge · seit 201428. Apr. 2015 ·
Liebe Foris

Richard Leakey war lange Jahre nur im Hintergrund aktiv. Nun ist er von Praesident Uhuru wieder beim KWS eingesetzt. Richard Leakey hatte in den 80iger Jahre unter Praesident Moi mit der Wilderei drastisch aufgeraeumt. Nun ist zu hoffen, dass es ihm wieder gelingt und er auch die Drahtzieher lahm legt. Leakey ist ein Mensch, der nicht so schnell zurueckschreckt. Durch Sabotage an seinem Flugzeug hatte er beide Beine verloren. Doch dies behindert ihn nicht arg, da er mit seinen Protesen mobil ist.

Druecken wir ihm alle ganz fest die Daumen!

http://wildlifenews.co.uk/2015/04/richard-leakey-back-at-head-of-kenya-wildlife-service/

Liebe Gruesse aus der warmen Sonne
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zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2015
Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200612. Apr. 2021 ·
NAIROBI, April 11 (Xinhua) -- Kenya's elephant population has gradually increased at an annual rate of approximately 2.8 percent over the last three decades amid declining poaching, a wildlife research institute said on Sunday.

The State-owned Wildlife Research and Training Institute (WRTI) said that the country has experienced about a 96 percent decline in poaching, with more than 386 elephants being lost to poaching in 2013 compared to 11 elephants poached last year.

"This success is attributed to enhanced government initiatives to combat poaching and trophy trafficking, and the continued collaboration with national and international partners to stop the trade in ivory," WRTI said in a statement.

It added that whilst Kenya acknowledges that poaching was the major cause of the decline in the past, increasing human population and the subsequent change in land tenure and land-use systems have led to the constriction of elephant range, loss of dispersal areas and corridors, resulting to heightened interaction between elephants and people, mostly resulting to conflict.

"Today, human-elephant conflict (HEC) and loss of elephant corridors and dispersal areas are the main challenges facing elephant conservation and management in Kenya," it said.
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!