Juan Carlos auf Elefantenjagd...

175 Antworten · 36,7k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2012 von wiw
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1’419 Beiträge · seit 200917. Apr. 2012 ·
rhh64 schrieb:Na ja, dann kann er ja Stierkampf spielen. So was hilft, bei Schwanzproblemen 😄
hör bloss auf! Am Ende orientiert er sich an den Chinesen und liebäugelt mit Rhinohörnern 🤢
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
112 Beiträge · seit 201117. Apr. 2012 ·
Hallo JAW,

Deine Herangehensweise und Argumentation halte ich für sehr gefährlich. Selbst wenn es objektiv in bestimmten Regionen zu viele Elefanten gibt verbietet sich deshalb keine emotionale und/oder ideologische Auseinandersetung mit dem Thema.

Was Du oberschlau abwertend im Wege wissenschaftlicher Psychoanalyse als naives Gehabe von Gutmenschen darstellst, ist menschlich. Wenn man emotional geprägte Entscheidungen grds. ablehnt und ausschließlich wissenschaftlich analytisch an Probleme herangeht, dann kann man auch Völkermord etc. rechtfertigen, denn objektiv gibt es auch zu viele Menschen auf der Erde, die das Ökosystem erheblich aus dem Gleichgewicht bringen. Bestimmt hinkt dieser Vergleich aus Deiner Sicht und aus der Sicht anderer Leser des Forums, weil man Menschen nicht mit Tieren vergleichen kann. Aber der Mensch zerstört neben der Lebensgrundlage vieler Tiere auch sukzessive seine eigene. Und dass sich der Mensch über die Tiere stellt, ist auch nur ideologisch bedingt. Wissenschaftlich gesehen hat der Mensch im Ökosystem bestimmt keinen höheren Wert als ein Elefant.

Wissenschaft und Ethik bzw Emotionen schließen sich im Übrigen nicht aus. In der Rechtswissenschaft spielen das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat eine erhebliche Rolle bei der Strafbemessung. Es stellt sich im Strafrecht ständig die Frage, ob eine Handlung gerechtfertigt war oder zu entschuldigen ist. Es stellt sich die Frage, ob jemand schuldig ist, nicht, ob das Ergebnis seiner Handlung objektiv gesehen vielleicht sogar einen Nutzen hatte.

Wenn man es abartig findet, dass ein WWF-Ehrenpräsident aus purer Trophäengier einen Elefanten abknallt und dafür das doppelte Durchschnittsjahreseinkommen eines Landsmanns aufwendet und wenn Du keinen anderen Kommentar als Deine Gutmensch-Theorie dafür über hast, solltest Du mal überdenken, ob Du zu analytisch und unmenschlich an die Sache herangehst.

Schöne Grüße
GAJOl
jaw schrieb:Hallo Fomis,
jetzt ist der Aufschrei wieder groß und die Gutmenschen legen sich hier ins Zeug. sicher wäre es besser, das hier einfach laufen zu lassen, aber dazu bin ich irgendwie nicht gebaut. Deswegen versuche ich einige Klarstellungen:
Aus ökologischer wie aus wildbiologischer Sicht ist in einigen Gebieten im südlichen Afrika die Elefantenpopulation viel zu hoch.
Versuche dies mit Anti-Baby-Pille u.ä. in den Griff zu bekommen sind bisher nicht sehr erfolgreich gewesen.
Umsiedlungsversuche sind sehr aufwändig und teuer, unter ökölogen auch umstritten wegen der Vermischung genetischer Pools.
Sinnvollste Lösung wäre nach Ansicht vieler Ökologen das Culling. Dies bedeutet die Tötung ganzer Herden mit allen Jungtieren. Namibia hat dies in der Etosha einmal gemacht, Südafrika mehrmals. Botswana meines Wissens nicht. Der Aufschrei und die Boykottforderungen ahnungsloser, aber gutmeinender selbsternannter Tierfreunde ist weltweit riesengroß, weshalb diese sinnvolle Möglichkeit in der Praxis kaum mehr möglich erscheint.
Elefanten zerstören aber nicht nur ihren eigenen Lebensraum, sondern auch die Biotope, die viele andere Tierarten benötigen. Außerdem mehren sich durch die Überpopulation die Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung, deren Felder verwüstet und die Lebensgrundlagen zerstört werden.
Der Einzelabschuss von Elefanten in diesen Überpopulationsregionen, zu denen Botswana unstrittig gehört, dient u.a. Gelder für Biotopmaßnahmen und andere Wildlife-Management-Maßnahmen zu erwirtschaften. Außerdem schaffen sie Einkommens- und Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung. In den meisten Ländern muss auch die Verwertung des Fleisches nachgewiesen werden. Das ist für Elefanten kein Problem, die werden gerne gegessen.
Vernünftige, d.h. nicht durch Ideologie sondern durch wissenschaftliche Erkenntnisse geprägte Organisationen wie der WWF stehen daher auch der Jagd unter bestimmten Rahmenbedingungen positiv gegenüber. Das gilt auch z.B. für Nashörner, hier ist die Herausnahme überalterter Bullen soger zur Arterhaltung und Vermeidung von Inzucht notwendig. Zur Vermeidung von Verletzungen durch Kampfhandlungen der männlichen Tiere (natürlicher Weg) greift hier der Mensch i.d.R. gezielt ein.
Die romantische Vorstellung unberührter Natur stimmt weltweit ohnehin nur selten. Seien sie auch noch so groß, Nationalparks wie Etosha oder Krüger u.a. werden bewirtschaftet / müssen zum Artenschutz bewirtschaftet werden. Dadurch entstehen Kosten, die in einigen Ländern auch über Jagd refinanziert werden.
Man kann bei den Elefanten immer einwenden, viele Probleme entstehen nun mal durch die Einschränkung der Wandermöglichkeiten. Das ist richtig, aber nicht umkehrbar. In den meisten Regionen nimmt die Bevölkerung zu, strebt einen höheren Lebensstandard an, der mit mehr Landverbrauch und anderen, die Natur einschränkenden Entwicklungen verbunden sind. Kein Staat wird seine Bürger verhungern lassen, damit Elefanten leben. Es kann nur funktionieren, wenn die Natur, die Wildtiere etc. dazu mithelfen, die Bevölkerung zu ernähren. Im Vergleich zu den 45.000€ der königlichen Elefantenjagd fügen aber die zw. 30 und 100 Touristen, insbesondere als Selbstfahrer dem Ökosystem weit mehr Schaden zu als die eine Jagdgesellschaft.
Als das sollte die Fomis vielleicht auch berücksichtigen, die sich hier so emotional beteiligen und "kotzen möchten".
Zur Klarstellung: Ich jage keine Elefanten aber ich bin seit über 30 Jahren WWF-Mitglied.
Da ich Wissenschaftler bin reagiere ich eben auch auf ideologische und emotionale Argumente eher rational, d.h. ich kann psychopathologisch erklären, wie sie zu Stande kommen, sie werden dadurch aber nicht richtiger.

Sonnige Grüße aus Leipzig
jaw
126 Beiträge · seit 200917. Apr. 2012 ·
zur Info:

GreenAction ist ein Projekt des Greenpeace Deutschland e.V.

Muss jeder selbst entscheiden, ob er sich das Video anschaut und die Seite des Veranstalters (insb. die Bilder dort) - ob Culling notwendig ist oder es Alternativen gibt (wie dort angedeutet), kann ich nicht beurteilen, aber ein professioneller Wildschützer würde sich nicht so verhalten oder gar mit seinen Kindern abbilden lassen... das ist mehr als schamlos..

Und warum solche *Jagdtouristen* mit ihrem Blutgeld *notwendig* sind, um den Urlaub zu finanzieren, wird mir wohl weiterhin ein Rätsel bleiben. Alternativen zur Finanzierung gibt es immer (z.B. Umweltschutzabgabe für Touristen). Die USA kassieren z.B. seit einigen Jahren eine Einreisegebühr von Waiver-Touristen, nach anfänglichem Geplänkel haben es mittlerweile alle akzepiert...

MfG Juergen
zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2012
2’047 Beiträge · seit 200718. Apr. 2012 ·
Hallo Gajol,
Ich habe natürlich nie einen Anspruch darauf, dass meine Argumente verstanden werden. Aber du schreibst:
Wissenschaft und Ethik bzw Emotionen schließen sich im Übrigen nicht aus.
Wissenschaft ohne Ethik ist eine sehr gefährliche Angelegenheit. Aber Ethik hat nichts (wenig) mit Emotionen zu tun sondern bewertet Handeln und Ziele vor einer festgelegten Werteordnung. Über diese Ordnung kann man streiten, aber die Beurteilung hat dann auf einer rationalen Basis zu erfolgen und eben nicht naiv und emotional sondern ethisch (früher war moralisch gebräuchlicher) begründet.
In der Rechtswissenschaft spielen das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat eine erhebliche Rolle bei der Strafbemessung. Es stellt sich im Strafrecht ständig die Frage, ob eine Handlung gerechtfertigt war oder zu entschuldigen ist. Es stellt sich die Frage, ob jemand schuldig ist, nicht, ob das Ergebnis seiner Handlung objektiv gesehen vielleicht sogar einen Nutzen hatte.
Nun, hier zeugt die Jagd häufig von einer hohen Wertschätzung und Ehrung des getöteten Tieres. Der Stolz des Erlegers ist nur ein Teil davon. Richtig ist, dass hier ein Unverständnis der Grundmotive bestehen. Ich bin jedoch überzeugt, dass Jagd auch eine Befriedigung tief verwurzelter Triebe des Menschen darstellt. Ob dies notwendig ist oder kultiviert / ritualisiert über Fotographieren oder sammeln etc. ausgelebt werden kann, darüber läßt sich sicher streiten. Aber ich she die Tötung eines Tieres in freier Natur mögllichst in einer Jagdform, die eine Auseinandersetzung mit dem Tier bedeutet immer noch als viel ethischer und tiergerechter an, als das, was in den Massentötungen in Schlachthöfen von in Massentierhaltung gemästeten Tieren attfindet und weitgehend akzeptiert wird, weil es durch Konsum möglichst billigen Fleisches mitverursacht wird.
Ich neige eben etwas dazu Dinge nicht nur oberflächlich zu betrachten. Wer ethisch konsequent sein will muss vegan leben. Alles andere ist scheinheilig, überträgt eigene Konflikte auf so geeignete Sündenböcke wie die königliche Elefantenjagd, statt sich mit den Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu befassen.
Das gilt aber für Autofahren und übliche Konsumformen insgesamt. Aber besonders für den Urlaub in Afrika, also einem typischen Fomi-verhalten. Unser Wohlstand wird immer erkauft durch übermäßigen Verbrauch von Ressourcen. Insoweit hast du recht, es ist letztlich immer der Mensch. Und hier greift wieder die ethische Grundhaltung zwischen Mensch und Tier / Natur. Was ich aber nicht akzeptiere ist, dass den Preis Menschen in Afrika bezahlen um unsere westliche Ethik von Naturschutz und Erhalt natürlicher Ökosysteme zu befriedigen. Es muss eine sinnvolle Nutzung den Erhalt für die dort lebenden Menschen sinnvoll machen. Nur dann wird es dauerhaft möglich sein und nicht pseudokolonialistisch gegen die Interessen der Menschen in Afrika verordnet sein. Daher ist es in meinen Augen kontraproduktiv mögliche, d.h. den eigentlichen Schutzzweck nicht beeinträchtigende Nutzung durch Tourismus und Jagd zu verhindern. Zumal die Jagd, anders als dermoderne Tourismus, zu den seit jahrtausenden in diesem Ökosystem praktizierten Nutzungsformen gehört.
Jetzt ist es aber total off topic.
Viele Grüße
jaw

p.S. Ich bin kein Psychoanalytiker
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
354 Beiträge · seit 201018. Apr. 2012 ·
jaw schrieb:Hallo Gajol,
Ich habe natürlich nie einen Anspruch darauf, dass meine Argumente verstanden werden.
Tja, ich bin dann wohl auch zu blöd dazu.


Hallo Gajol und Spinstone,
vielen Dank!

Serengeti

P.S. Wenns sein muss, bin ich gerne ein "Gutmensch"
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
1’247 Beiträge · seit 200918. Apr. 2012 ·
Hallo jaw,
Gajol schrieb:Wenn man es abartig findet, dass ein WWF-Ehrenpräsident aus purer Trophäengier einen Elefanten abknallt und dafür das doppelte Durchschnittsjahreseinkommen eines Landsmanns aufwendet und wenn Du keinen anderen Kommentar als Deine Gutmensch-Theorie dafür über hast, solltest Du mal überdenken, ob Du zu analytisch und unmenschlich an die Sache herangehst.
Genau darum und um nichts anderes geht es den meisten in dieser Diskussion - nicht nur hier, sondern auch auf Facebook und anderen Plattformen. Und genau deshalb zielt deine ganze eloquente Argumentation haarscharf am Ziel vorbei.

Und die Verwendung des Begriffs "Gutmenschen" ist meines Erachtens unter der Würde eines Akademikers und Universitätsprofessors.

Nachdenkliche Grüsse
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
843 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 ·
Frage: warum laesst Chrigu jaw weiter gewaehren mit seinen Diffamierungen?
Ich glaube es zu wissen. Aber Glauben ist nicht Wissen.
Nichts gegen eine sachliche Argumentation, aber das geht hier seitens jaw (mal wieder) darueber hinaus. Und hier staendig raushaengen zu lassen, dass man Wissenschaftler ist, ist in meinen Augen enes Akademikers und erwachsenen Menschen unwuerdig.

Zur Sache bliebe anzumerken, dass es ein echter Treppenwitz ist, wenn der Ehrenvertreter einer Organisation, die sich mit damit bruestet, mittels KAZA Missstaende beseitigen zu wollen, in eben diesem Gebiet einen Elefanten erlegt.

Das Thema "Rinder in Botswana" wird in der ganzen Diskussion hier leider komplett ausgeblendet, wenn es um Schaeden in der Landschaft uvm. geht.
Und an dieser Form von Wirtschaft verdienen dort idR nur wieder mal wenige Rinderbarone, die oft aus RSA stammen und sich gerne mal wie R...viecher auffuehren.

Apropos verdienen: Ich habe mehrfach gehoert umd gelesen, dass z. B. in NAM die Einnahmen der Jagd in den conservancies allen, nur nicht den einfachen Leuten zugute kommen.
Warum sollte das in Botswana anders sein?

LG
D.
0
64 Beiträge · seit 201018. Apr. 2012 ·
Matou66 schrieb:Frage: warum laesst Chrigu jaw weiter gewaehren mit seinen Diffamierungen?

D.
Es ist schade, dass diese Diskussion wieder mal komplett aus dem Ruder läuft. Wen diffamiert Jaw? Ich habe eher den Eindruck, dass Einige, die nicht seiner Meinung sind (was in Ordnung ist), ein paar Nebelkerzen werfen. Aber vermutlich kann man über so ein Thema ernsthaft nur von Angesicht zu Angesicht diskutieren, nicht in einem Forum.
983 Beiträge · seit 201118. Apr. 2012 ·
Afrika_Ti schrieb:
Matou66 schrieb:Frage: warum laesst Chrigu jaw weiter gewaehren mit seinen Diffamierungen?

D.
Es ist schade, dass diese Diskussion wieder mal komplett aus dem Ruder läuft. Wen diffamiert Jaw? Ich habe eher den Eindruck, dass Einige, die nicht seiner Meinung sind (was in Ordnung ist), ein paar Nebelkerzen werfen. Aber vermutlich kann man über so ein Thema ernsthaft nur von Angesicht zu Angesicht diskutieren, nicht in einem Forum.
Das sehe ich auch so!
Ich bin in dieser Frage auch nicht der Meinung jaws. Aber ein konstruktiver FoMi wie jaw hat das nicht verdient. Wir haben Meinungsfreiheit in Europa. Nord-Korea ist wo anders. Und nur weil einem die Meinung nicht passt, hier nach Sanktionen zu rufen, ist daneben ...

Bin im übrigen auch der Meinung, dass man im Forum kaum ernsthaft zu diesem Thema diskutieren kann, habe es deshalb bei einem Spassbeitrag belassen.
Beste Grüße rhh64
3’700 Beiträge · seit 200918. Apr. 2012 ·
Nur um die Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene zu führen…

Wie könnte eine praktikable, nachhaltige Lösung unter Abschaffung des Jagdtourismus für Afrikas ältestes, größtes Game Reserve und Weltnaturerbe, des Selous GR in Tansania aussehen? Die Zahlen, Daten und Fakten hierzu sind leicht im Internet und aktuellen Reiseführern zu recherchieren.

Weder beim WWF, noch bei Greenpeace, Pro Wildlife, GIZ, der FGZ oder in anderen Foren habe ich eine fundierte Lösung finden können.

Zitat Jürgen:
Alternativen zur Finanzierung gibt es immer (z.B. Umweltschutzabgabe für Touristen).
Das ist mir nicht präzise genug!

Zu KAZA: Wo ist denn nachprüfbar, dass KAZA funktioniert, bzw. wie lange es noch dauern wird, bis es funktioniert?

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
843 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 ·
Hi,

zur Klarstellung: jaw argumentiert sehr gut und in sich schlüssig! Dieses gilt es auch meinerseits zu respektieren, was ich auch tue. Egal, ob man seiner Meinung ist oder nicht. Wir haben uns darüber auch schon sachlich ausgestauscht.

Aber, diese Keule mit dem Gutmenschentum, die er zum wiederholten Mal hier ausgepackt hat, ist m.E. einfach nicht in Ordnung. Und das wiederum hat diese Diskussion und dass haben diejeingen, die anderer Meinung sind, nicht verdient.

Ich habe auch nicht nach Sanktionen gerufen, sondern ich wundere mich darüber nur noch.

Würde jaw das weglassen, wäre alles in Butter - Argumente hin oder her.
Er hat das nicht nötig, lässt es aber auch nicht.

Natürlich lässt sich von Angesicht zu Angesicht besser diskutieren, weil man dann weniger missinterpretiert. Und genau deshalb hat so etwas hier nichts zu suchen.

Ferner habe ich hier auch nichts mehr zu suchen - freut Euch 🙂! Ich mag einfach keine unfairen Argumentationen.

Für die langjährige Gastfreundschaft in Chrigus Forum habe ich mich eben per PM bei ihm bedankt!
Ich habe viel über Afrika, aber auch über diejenigen, die es bereisen, lernen können und dürfen. Auch über mich. Das war eine prima Zeit!
Danke an alle - auch für die vielen, unendlich wertvollen Tipps!

Vielleicht sehen wir uns ja mal auf Reisen und können auch mal zusammen lachen! Ich höre mit einem lachenden und einem weinenden Auge hier auf.

Ich bin offenbar nicht forentauglich, weil ich mich über die Herablassungen einzelner Mitglieder immer zu sehr aufrege - ist nicht gut für meinen Blutdruck.

Danke, alles Gute, immer "lekker pad" und LG

D.

P.S.: Mist, schon wieder eine offtopic-Nebelkerze 🙄 😗 !
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zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2012
354 Beiträge · seit 201018. Apr. 2012 ·
Matou66 schrieb:Hi,

Aber, diese Keule mit dem Gutmenschentum, die er zum wiederholten Mal hier ausgepackt hat, ist m.E. einfach nicht in Ordnung. Und das wiederum hat diese Diskussion und dass haben diejeingen, die anderer Meinung sind, nicht verdient.

D.
thats it !

Serengeti
354 Beiträge · seit 201018. Apr. 2012 ·
Schade Matou66,

habe Deine Beiträge gerne gelesen. Ich mag auch die Typen, die nicht weich gespült sind. Gibt es hier viel zu wenige im Forum (mittlerweile).

Alles Gute und überlege es Dir nochmals.
Gruß Serengeti
5’538 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 ·
Hallo Matou 66,

ich habe mich ja die ganze Zeit zurückgehalten bei dieser Diskussion und ich will das auch weiter tun. Aber ich möchte doch mein Bedauern darüber ausdrücken, dass Du Dich hier verabschieden willst. Das ist absolut nicht nötig - es gibt immer wieder Meinungsverschiedenheiten und es kommt immer wieder vor, dass mal einer ein Wort in den falschen Hals bekommt. Das liegt u. a. eben auch daran, dass wir über Entfernungen und nicht von Angesicht zu Angesicht diskutieren. Ich empfinde den Ausdruck "Gutmensch" absolut nicht als Beleidigung, ich würde mich sogar eher geehrt fühlen, wenn er auf mich zutrifft. Was ist denn ein Gutmensch? Ein Mensch mit Idealen, der an sie glaubt und für sie kämpft. Und das soll beleidigend sein. Liebe Leute, bitte, lasst die Kirche im Dorf.

Und von Dir, Matou, wünsche ich mir, dass Du Deinen Entschluss ebenso überdenkst wie ich es gemacht habe. Deine Meinung ist zu wertvol als dass sie uns verloren gehen sollte.

Liebe, aber auch gleichzeitig nachdenkliche Grüße
Gerd
354 Beiträge · seit 201018. Apr. 2012 ·
"Gutmensch ist die ironische Verkehrung des ausgedrückten Wortsinns „guter Mensch“ in sein Gegenteil, nämlich eine meist abwertend gemeinte Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“), denen ihr Attribut „Gutsein“ oder „Gutseinwollen“ als übertrieben moralisierendes oder naives Verhalten unterstellt wird. In der politischen Rhetorik wird Gutmensch als Kampfbegriff verwendet.[1] Im Januar 2012 erhielt das Wort von der Gesellschaft für Deutsche Sprache als Unwort des Jahres 2011 den 2. Platz. In der Begründung gab die GfdS an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.

Nochmals zum Nachlesen aus Wikipedia.

auch nachdenkliche Grüße
Serengeti
Gast18. Apr. 2012 ·
Hallo, ich habe jetzt gesehen, dass der von mir erwähnte Artikel in der Ngami Times betr. Jagdverbot in Botswana durch googlen doch nicht so einfach aufzuspüren ist. Da die Debatte über notwendige oder böse Jagd (verzichtbar) eine über gute und böse Menschen wurde, habe ich diesen Artikel jetzt unter News/Jagdverbot in Botswana? eingefügt.
Zum ursprünglichen Thema will ich noch sagen, dass die Bedeutung der celebrities als Aufputz in den diversen Organisationen m. E. überschätzt wird, meistens nicht gegeben ist oder Peinlichkeit wie jetzt verursacht. Zur Erinnerung: Phillip und die Bärenmützen für die Garde und seine un-kooperative Rolle bei der Bekämpfung des Elfenbeinhandels sowie die wenig nützliche Rolle von Bernhard bei der Schaffung des Moremi.
Werner
Gast18. Apr. 2012 ·
Zu den kleinen Streiterein möchte ich mich nur sehr kurz äußern. In einer hitzigen Disskussion kann es schon mal passieren, dass Wörter gebraucht werden die so nur bedingt in Ordnung sind. Man darf nicht vergessen, dass wir über das Medium Internet miteinander Kommunizieren, Emotionen, Gesicvhtsausdrücke, welche bei einer Kommunikaton wichtig sind, können nicht wahrgenommen werden. Sich deshalb auf diverse Sätze/Wörter einzuschiessen und ergo auseinander zu nehmen finde ich von daher nicht korrekt.

Gerade was Jaw´s Beiträge betrifft, finde ich diese sehr stimmig und kostrukltiv, was ich bei vielen anderen nur bedingt sehen kann. In vielerlei Hinsicht hat er nicht unrecht. Es ist tatsächlich so das Jäger die Natur weniger belasten als Touristen an sich (Ich trenne diese Gruppe jetzt mal), das kommt daher zu stande, das eibnfach viel mehr Phototouristen unterwegs sind als Jäger. Es ist jetzt ein Quantitaves Argument, was allerdings nicht vergessen werden darf. Davon abgesehen, zumindestens in Namibia, proofitiert auch das einfache Volk von der Jagd. Wenn gleich, dass sei gesagt,häufig nur Indirekt. Dazu gehören Jobs. Überlegt mal wie viele Jobs durch die Jagd generriert werden. Da haben wir den PH, Hotelerie, Gastronomie, Skinner, tracker, Spediteure etc. Ich möchte Matou in einem Punkt wiedersprechern, in einigen Konzessionen gehen bis zu 50% des Einkommens in Communale Projekte z.B. Schulen etc. Auch wenn es weniger Geld ist, die Communities proftieren auch hier davon. Allerdings hat Matou hier nicht ganz unrecht, schwarze Schaafe gibt es immer. Perfektion ist leider Illusion.

MFG
5’538 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 ·
Hallo Serengeti,

ich weiß, dass das Wort fast immer so gebraucht wird, wie Du es sagst. Aber das ist aus meiner Sicht eine Verdrehung des Wortsinnes. Ich mache es mir da vielleicht ein bisschen einfach, wenn ich das Wort genau in dem Sinne interpretiere, was es eigentlich bedeutet. Aber ich bleibe dabei, dass für mich der Gutmensch keinen negativen Beigeschmack hat.

Liebe Grüße
Gerd
143 Beiträge · seit 200918. Apr. 2012 ·
Hallo zusammen,

ein zündendes Thema, wenn der König aus Spanien zur Elefantenjagd in Botswana "weilt" und sich aus Versehen im Camp eine Verletzung zuzieht;) .

Das hieraus nun eine hitzige Diskussion um "Nebenschauplätze" entbrennt, mag zwar für die Leserschaft spannend und unterhaltsam sein, geht jedoch am eigentlichen Thema vorbei 🙁 .

Es kann nun nicht sein, dass aufgrund von "Juan-Carlos Elefantenjagd" `hier gleich ein wahres "Gemetzel" verbaler Natur stattfindet und sich einzelne Forumsmitglieder nun gleich ganz verabschieden wollen.

Das kann nicht richtig sein und entspricht auch nicht dem Sinn des Forums, dass wir alle auch zum Vorteil Namibias und des Südlichen Afrikas ingesamt nutzen möchten.

Insofern erlaube ich mir einfach einmal anzuregen mehr Toleranz walten zu lassen, denn das Forum lebt eben auch von unterschiedlichen Meinungen, Denkansätzen und Ideen. 🤨 (???)

Toleranz kann nicht heißen, dass "nur" innerhalb der "angepasste Mainstream-Meinung" ein Informationsaustausch erfolgen "muss", denn das Zeitalter der vorgegebenen Weltanschauung dürfte seit Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543) endgültig vorbei sein.

UND wir freuen uns jeden Tag aufs Neue über eine großen Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenwelt, der geistigen Welt begegnen wir anscheinend leider nur in einer "uniformen" Konserve; das ist schade, findet Steenbok