So waren 16 Nächte Ersttätertour Unterkünfte

54 Antworten · 19,5k Aufrufe · gestartet 08. Okt. 2011 von Red71
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Themenstarter192 Beiträge · seit 201116. Okt. 2011 ·
Teil 4

Swakopmund 2 Nächte mit Stadtbesichtigung und Living Desert Tour

Sam´s Giardino

nach kurzer Fahrt erreichen wir die Brücke, die über das Reviere nach Swakopmund führt. Kurz nach Ortseingang geht es recht weg und nach ein paar weiteren Meter auf vollkommen überdimensionierten Strassen, erreichen wir die Unterkunft.
Klingeln, anbellen lassen ( von Beethoven, dem Haushund) und rein in die gute Stube. Sam, ein Schweizer der vor Jahren ausgewandert ist begrüßt uns herzlich und zeigt uns die Zimmer. Die Zimmer haben eine ordentlich Größe und sind alle zweckmässig eingerichtet.Sicherlich kein Vergleich zu den bisherigen luxuriösen Lodges, aber die komplette Anlage ist auch wieder extrem liebevoll eingerichtet.
Das ganze Haus ist voll mit Büchern, überall hat Sam Regale aufgebaut in denen er Kochbücher, Bücher über Afrika und sonstiges präsentiert. Eine gemütliche Sitzecke mit einem PC und einer großen Teeküche. Karten an den Wänden, Prospekt für´s ganze Land. Er versucht wirklich seinen Gästen was zu bieten und wir kommen schnell ins quatschen. Im Hintergrund den ganzen Tag , dezente klassische Musik, einfach wunderschön zum "runterkommen". Er hat das Ganze Haus vor Jahren umgebaut und Stück für Stück werden jetzt auch schon wieder die Zimmer renoviert. Aus einem ehemaligen, fensterlosen Badezimmer, des Haupthauses bastelt er mal so eben einen kleinen Weinkeller mit Esstisch.
Auf Essen und Wein wird hier sehr viel Wert gelegt. Für den heutigen Abend hat er allerdings schon eine gewisse Anzahl von Gästen und wir lassen uns gerne davon überzeugen, daß wir ausserhalb essen gehen, da wir sowieso die Kupferpfanne ausprobieren wollten. Also melden wir uns für den nächsten Abend zum Essen an. Ich kann jetzt schon verraten, mit das beste auf unserer Reise, da versteht einer sein Handwerk und konnte es an seine Angestellten weitergeben.
Wir reden viel in den nächsten 2 Tagen und erfahren einiges über das Leben als Auswanderer in Namibia. Sam ist äusserst angenehmer Zeitgenosse, bei dem wir uns sehr wohl gefühlt haben.
Der Garten der Anlage ist auch traumhaft angelegt und permanent entdeckt man wieder irgendwelche Vögel, die man bisher noch nicht gesehen hat.





wir machen uns zu Fuß auf und erkunden die Innenstadt. Sam´s Giardino liegt ein bischen weg vom eigentlich Zentrum, aber per pedes überhaupt kein Problem. Der touristisch wichtige Teil von Swakopmund scheint sich auf ein paar Strassen im Stadtzentrum zu beschränken, so das man alles gut erwandern kann. Wir gehen ein bischen shopen und besorgen uns die ersten Souvenirs. Jetzt merkt man, daß man im "deutschen" Teil Namibias ist. Sobald wir uns untereinander unterhalten und man bemerkt, daß wir deutsch sprechen, antwortet auch fast jeder auf deutsch.
Auch solche, bei denen man es auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz vermutet hätte.
Mein Frau ist von einer Seifensteinschnitzerei total begeister und will das Trum unbedint mitnehmen. 13 kg ??? Spinnst Du ? das ist mehr wie mein Koffer wiegt, daß geht nur als Übergepäck mit , daß geht noch nichtmal als Handgepäch durch bei dem Gewicht.
Ich bin mit meiner Frau ist seit knapp 23 Jahren zusammen. Ich weiß, wann ich aufhören muss zu diskutieren und der freundliche Besitzer des Geschäftes erklärt mir freudestrahlen, daß er bis morgen den Preis für eine Spedition nach Deutschland hat. " toller Service" alter Schlawiner und so wird das Teil kurzerhand erworben und für gut 100,- € nach Deutschland geflogen. Hätt ich mir inkl. Zollabfertigung sogar teurer vorgestellt.

Da wir wissen, daß wir am nächsten Tag noch eine Stadtführung bekommen, steuern wir wieder zurück ins Hotel und relaxen noch ein bischen , bis zum Abendessen.

Bei unserem SPaziergang waren wir kurz in der Kupferpfanne drin und haben Plätze reserviert. Bzw. erstmal ich alleine, aber schon allein der Weg bis zur Empfangsdame lässt mich den Mund soweit offenstehen, daß sie nur grinst und fragt ob es mir gefällt. Ich kann nicht wirklich antworten , haste raus und sag dem Rest der Truppe, daß sie doch mal eben reinkommen sollen. 😛

Der Laden ist der Hammer, was die Deko betrifft. Sam bezeichnete es als hübsch, aber leicht überfrachtet. Sehr witzig. Ich glaub es gibt keine Ecke in dem Laden,wo man wirklich die Tapete sieht. Überall hängen Bilder, alte Gegenstände und sonstiges Dekomaterial. Ich komm mir vor wie bei meiner Oma am Esstisch.
Wirklich sehenswert. Das Essen abends, war dann gemischt. Bei 5 Leuten hat man immer einen guten Vergleich, so daß ich sagen kann, es gab hervorragende Vorspeisen. Ich hatte eine namibische Trüffelsuppe, die mir empfohlen wurde und die auch wirlich lecker war. Der Fisch war sehr gut und andere Sachen auch.
Ich hatte mir ein Oryx-Cordon-bleu bestellt in Thymian Brotkrustenmantel. Klang ja schon abenteuerlich. Leider erhielt ich eine Art Rollade, deren Füllung von einem äußerst dünnen, zähen schwarzen Fleisch angewicklet war.
Da ich mir aber am Vorabend ja schon im Raft einen Grillteller genehmigt hatte, der für 3 Tage reichen würde, war ich zufrieden, hab ein bischen bei den anderen probiert und mich mehr an den leckeren Wein gehalten.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaub über die Kupferpfanne wurde hier auch schon einiges diskutiert. Essen gut und Lokalität absolut sehenswert. Also eine Empfehlung.

Am nächsten morgen, stand ein Landi der Living Desert Tour vor unserem Haus.
Darin Steven, der Guide und eine deutschsprachige Dame aus Windhoek die mit ihren 2 deutschen Freunden aus Durban, die Tour mitmacht.
Nach kurzer Fahrt halten wir ganz in der Nähe der Brücke, wo wir gestern noch in die Ortschaft gekommen sind und stossen noch auf einen 2. Jeep der mit Teilen einer größeren Busreisegruppe bestückt ist. Wir lassen uns in den Dünen das System der Wüste mit all ihren kleinen Spuren und Faszinationen erklären.
Steven macht das Ganze auf deutsch und sehr witzig und interessant. Ich mag den "Dialekt" den er spricht und es verspricht eine interessante Tour zu werden.

Am Abend davor hatte wir mit Sam unter anderem über die Preispolitik gesprochen und das es aufgrund der immer weiter steigen Stückzahl von neuen Unterkünften nicht leichter wird. Das Land ist und bleibt kein Massenreiseziel. So kommen wir auch auf den Preis von 600 NAD für die Desert Tour und er meint, daß wäre schon hart an der Grenze.Im nachhinein gebe ich ihm recht. Ich denke, die Tour ist absolute Pflicht. Man kommt aus dem staunen nicht raus, auf was wir wahrscheinlich auf den Dünen im Sossusvlei vor ein paar Tagen rumgetrampelt sind, ohne etwas zu wissen und zu sehen.
Winzige Flecken im Sand, entpuppen sich als Echsenspuren oder der "weißen Dame" ( Kenner werden wissen, was ich mein, der Rest lässt sich überraschen)
Steven hockt im Sand und buddelt sich wie ein blöder durch die Gegend und dann ist man überrascht, wie er so kleine Tiere wirklich in diesen Sandhaufen finden kann. Eine wirklich spannende und abwechslungsreiche Tour. Tolle Dünenbilder , Chamäleons, Echsen , Blindschleichen, Käfer, alles was man erwartet wird auf der Tour erfüllt. Spielerein mit eisenhaltigem Sand und zu guter letzt auch noch ein bischen Dünenrallye mit dem Landi. Wirklich eine tolle Tour.
Spektakulär waren auch die Nebelbänke , die vom Meer in die Wüste gedrückt werden. Ich hätte nie gedacht, daß man tagsüber in der Wüste frieren kann.

Im direkten Preisvergleich zur Mola Tour am Vortag muss ich dann gestehen, daß der Preis wirklich hart an der Grenze ist. Wenn ich bedenke, daß bei der Bootstour noch Sekt , Sherry, div. andere Getränke und ein Buffett mit Austern geboten wurde, dann ist diese vom Preis-Leistung ganz klar der Gewinner. Aber missen möchte ich die Wüstentour auf keinen Fall.

Absolute Empfehlung.

nachmittags sind wir dann mit Angelica verabredet. Eine deutsche die vor Jahren ausgewandert ist und an der deutschen Schule in Swakopmund unterrichtet.
Die Tour ist super. Sie hat eine Mappe dabei in der sie allerhand alte Bilder und Zeitungsausschnitte aus der Kolonialzeit dabei hat und versucht ein bischen die Geschichte näher zu bringen.Da sie eine Tochter hat, die in dem Alter meiner Kinder ist und die jetzt in Deutschland studiert, kommen wir aber auch auf privates und familiäres zu sprechen und so spazieren wir geschwätzig einige Stunden durch Swakopmund. Sehr, sehr angenehm. Wenn ich eins hasse , dann sind das solche Guides, die meinen sie müssten ihr geballtes historischen Wissen in kürzester Zeit durch historischen Zahlenkolonnen belegt in dich reinprügeln.
So geschehen in St. Petersburg, wo wir stundenlang uns Zarengräber angeschaut hatten und zum Schluß vor einer Schautafel zum Test gebeten wurden.

So gefällt mir das hier viel besser. Ein bischen Geschichte, ein bischen Alltag und schwupp sind gut 3 Stunden rum und wir verabschieden uns wieder.

Absolute Empfehlung, wer interesse hat Stadtführung in Swakopmund

Abends dann der Ausklang beim Sam. Wir sind, bis auf ein Paar die einzigen Gäste und bekommen ein Risotto präsentiert, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. Danach noch ein gemütlicher Absacker an der Bar und dann in die Heia, da
es morgen weitergeht zur Vingerklip Lodge.


zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2011
162 Beiträge · seit 201116. Okt. 2011 ·
Schreib schnell weiter..es ist sehr interressant.Dein schreibstil gefällt mir..
Ich habe ja noch ein bischen Zeit bevor ich Namibia das erstemal bestaunen und erleben darf.Fahre von 13.11 für 20 Tage in diese wunderschöne Land.
Also schreib schnell weiter und lass mich Teilhaben an dieser Faszination des Landes und der Leute.

Liebe Grüsse Chris
2’265 Beiträge · seit 201117. Okt. 2011 ·
Hallo Red,
vielen Dank für den tollen Bericht. 😁 Da wir den Tok Tokkie Trail machen werden
habe ich gerade beschlossen den Living Desert Tour sausen zu lassen. Wäre irgendwie dasselbe in grün, und jetzt werden wir anstatt die Stadtführung machen. Liest sich gut wie Du das beschreibst.
Wir haben 1 Nacht Ai Aiba bevor wir auch in der Vingerklip sind. Bin gespannt wie es weiter geht – schreib also schnell weiter. 😄

Grüßle
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter192 Beiträge · seit 201119. Okt. 2011 ·
Teil 5
leider steck ich schon wieder voll in der Arbeit drin und mir fehlt etwas die Zeit, den Bericht zeitnah fertigzustellen. Jetzt mach ich aber auch alle Fälle mal ein paar Minuten weiter, sonst geht ja garnichts mehr.


Vingerklip Lodge
Wir verlassen, die doch recht kalte Gegend um Swakopmund und fahren wieder ins Landesinnere. Es ist absolut erstaunlich, wie unterschiedlich das Wetter auch noch 200 km entfernt von der Küste schon wieder wärmer wird. Die Pad ist in einem ausgezeichneten Zustand und wir fliegen an den ersten Verkaufsständen von Herero- und Himbafrauen vorbei, die teilweise mit einem "Freudentänzchen" uns zum stoppen animieren wollen. Da mir der Kaufrausch meiner Frau in Swakopmund schon gereicht hat, bin ich froh, daß sie bei den Strassenverhältnissen hinten im Toyoty sitzt und Augenpflege betreibt. Also Staubwolke hinterlassen und weiter.Irgendwann kommen wir auf eine asphaltieret Strasse, was für mich das Zeichen ist, daß wir es bald geschafft haben. Nach einer weiteren Rumpelstrecke erkennen wir dann die Vingerklip. Die Atmosphäre erinnert im ersten moment ein wenig an Western. Die leichten Tafelberge zwischen der endlosen Steppe. Charles Bronson mit seiner Mundharmonika reitet auf einem Kuda daher und spielt mir das Lied vom Tod. Was ?? ach , daß gejaule ist nur die Federung die sich über die Schlaglöcher beschwert ? Na gut dann halt nicht Western sondern wieder Namibia, aber wirklich von der schönsten Seite.
Wir biegen an dem ersten Hinweisschild zur Vingerklip ab und werde von einer freundlichen Dame am Einlass darauf hingewiesen, daß dies nur der Zugang zum Felsen sei und die Lodge ihren Eingang etwas weiter hat. Also noch ein paar Meter und dann sind wir wirklich da. Am Parkplatz angekommen, staunen wir schon über die herlich angelegt Anlage. Trepp auf, Trepp ab, Brücke hier, Loungebereich da, Pool mit Sicht aufs Wasserloch, Pool mit Sicht auf die Vingerklip, sogar ein Billiardtisch ist vorhanden. Wieder alles liebevoll mit viel Geschmack für afrikanische Bilder und Masken eingerichtet. Der Wohlfühlfaktor ist sofort nach oben geschnellt. Kurze Einweisung in die vorhandenen Wanderwege, ein schneller Empfangscocktail und ab in die Zimmer.
Blick auf das Wasserloch und im Hintergrund die Tafelberge, rechts geht es steil den Felsen hinauf zum Eagles Nest Restaurant. Dies sollte man auf alle Fälle schon bei der Buchung vorab reservieren. Ist in der Halbpension zwar integriert, aber es gibt halt nicht Platz für alle. Wir werden es gleich am ersten Abend geniessen. Doch vorab erstmal in den Pool. Direkt am Rand einer Felsstufe gelegen, kann man vom Wasser aus auf das Wasserloch schauen. Die Vögel hier sind ziemlich zahm und lassen sich sogar mit den ertrunkenen Fliegen aus dem Pool füttern. 😊 Meine Frau hält mich für bekloppt, wie ich die Viecher aus dem Pool auf ein Blatt fische und die Vögel damit füttere. Ich jedenfalls hab meinen Spass dabei. Kurz darauf schlängelt sich auch noch eine kleine Schlange ( ich vermute eher eine Blindschleiche) an den Pool und hängt ihren Kopf ins Wasser. Es gibt sogar einen Jacuzzi und ein bequemes Hängesofa.
Natürlich hab ich auch schon wieder mein erstes Savannah dry in der Hand und geniesse die Sonne und die Tiere am Wasserloch. Dann wird es auch schon Zeit zum Abendessen, schließlich wollen wir uns den Sonnenuntergang oben am Eagles Nest anschauen. Also duschen, umziehen und die Eisentreppe rauf. Oben weht ein kräftiger Wind, der bei den Temperaturen aber auch die passende Abkühlung bringt. Das Restaurant ist in einer kleinen Rundhütte untergebracht und es gibt einen Weg rundherum der dann auch noch zu einem kleinen Aussichtspunkt führt.
Hinter der Hütte ist Benjamin, der Koch, schon mit dem Braii beschäftigt und wie fast alle die wir hier bisher getroffen haben ( in Namibia) super drauf.
Schlecht Laune scheint hier nicht so weit verbreitet zu sein wie bei uns. 🤢
Der Sonnenuntergang, die Aussicht von dort oben, daß Essen im Eagles Nest, der Wein, der Savannah dry, der Fruit Tree Guave, das Windhoek draught, der witzige Koch, der alle erklärt was er hier gebrutzelt hat ( lecker Millipapp mit de lecker Soss)

fortsetzung folgt

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zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2011
4’450 Beiträge · seit 200819. Okt. 2011 ·
Hi Red,
Danke das Du weiterschreibst.:)
Du schreibst :

Die Vögel hier sind ziemlich zahm und lassen sich sogar mit den ertrunkenen Fliegen aus dem Pool füttern. Meine Frau hält mich für bekloppt, wie ich die Viecher aus dem Pool auf ein Blatt fische und die Vögel damit füttere. Ich jedenfalls hab meinen Spass dabei.


Klasse, das hätte ich auch gemacht,😄 ich finde es coool 😄 😄

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
22 Beiträge · seit 200719. Okt. 2011 ·
Red71 schrieb:
Wir stehe vor dem Tor an dem ein Zettel hängt, daß man anrufen soll und dann kommt jemand innerhalb weniger Minuten und öffnet das Tor. So steht es jedenfalls da. O.K. dann probieren wir doch gleich mal das Handy aus.
Ah ja, das Tor ist nicht abgeschlossen, sagt man uns, also einfach aufmachen, durchfahren und wieder zumachen.
😉 Wir haben auch angerufen, wir waren 5 Tage vorher da. Es ist wirklich missverständlich...aber uns hat es auch sehr gefallen dort.

Bin gespannt, auf Deinen weiteren Reisebericht.

lg tine
730 Beiträge · seit 200619. Okt. 2011 ·
Hallo Red,

danke für Deinen Bericht zur Vingerklip Lodge. Habe ich mit großem Interesse gelesen, da wir im nächsten Jahr dort Station machen. Nun ist die Vorfreude noch größer ...

Viele Grüße
Ina
Themenstarter192 Beiträge · seit 201120. Okt. 2011 ·
Fortsetzung Vingerklip Lodge

so, bevor ich in die Heia muss, noch schnell die Vingerklip fertigmachen.
Das Eagles Nest ist wirklich traumhaft schön und man will garnicht mehr runter.
Irgendwann klettern wir dann aber doch die nur leicht beleuchtete Stahltreppe wieder runter und schauen auf die iluminierte Lodge.Mein schon mehrfach erwähntes Grinsen hab ich eigentlich den ganzen Tag nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.
Bei einem leckeren Glas Sherry beschließen wir den Abend an der Bar und sinieren grad darüber, ob das jetzt die schönste Unterkunft auf der bisherigen Reise war.
Es scheint uns fast so, wobei man fairerweise sagen muss, daß jede bisherige Unterkunft ihren Reiz und Charme hatte. Dennoch liegt diese hier momentan ganz weit vorne.
Am nächsten Morgen entschließen wir uns für eine Wandertour. Wir treffen beim Frühstück ein paar Schweizer, die scheinbar unsere Diskussion mitbekommen, welchen Weg wir wählen sollen. Es gibt einen direkten, kurzen Weg zur Vingerklip, der mit einer Umrundung hin und zurück mit ca. 1 Std. angegeben ist, man kann aber auch um den Tafelberg laufen, wo das Restaurant liegt oder noch eine größere Schleife drehen. Die Schweizer ermutigen uns, daß wir von den angegebenen Zeiten immer nur die Hälfte rechnen sollen. Ich sag ihnen noch, daß sie ja schließlich ein Bergvolk sind und keine Ahnung haben, was ich an Pfunden mit mir rumschleppen muss. Glücklicherweise sieht man mir meine 20 kg Übergepäck in meiner Komfortzone nicht immer gleich an 😗
Wir entschließen uns trotzdem für den langen weg und ich muss ihnen recht geben. Man kommt schnell voran. Viel zu sehen gibt es eh nicht. Tiere sind hier, bis auf die paar am Wasserloch , eher Mangelware. Am Abend haben wir vom Berg aus noch ein paar Giraffen gefunden, die nun aber irgendwo auf dem riesigen Gelänge versteck spielen. Also wird dann doch irgendwann abgekürzt und wir laufen zum Vingerklip, ausserdem geht es meiner besseren Hälfte heute nicht so gut. Tja es gibt so "Tage", da sind Frauen scheinbar froh wenn sie endlich die Wechseljahre erreichen. 😈

Also schnell noch ein paar Fotos und dann zurück an den Pool sich die Sonne auf den Bauch brennen lassen. Abends gab es dann das Essen im unteren Restaurant,was auch absolut gut war.Wir geniessen unsere beiden Tage auf der Lodge und in Gedanken bedanke ich mich schon bei allen Formis, die mir geraten haben, die Route kürzer zu wählen und dafür überall mindestens 2 Nächte zu bleiben. Wie recht sie doch hatten, wird uns erst bewusst,als wir Abends zum Essen gehen und gerade einen großen Reisebus sehen. Als wir mit Essen fast fertig sind, ist die Gruppe gerade erst beim Abendessen aufgetaucht. Morgens gehen wir dann so gegen 08.30 Uhr zum Frühstück und denken uns schon, na mal sehen wie voll es ist, mit der Reisegruppe, aber da war der Bus schon wieder weg.
Wofür mach ich dann den Weg zur Vingerklip Lodge ? Um abends im dunkeln anzukommen und morgens mit dem Morgengrauen schon wieder zu verschwinden ?
Mein Gott bin ich froh daß wir hier selber durch die Gegend fahren und uns Zeit nehmen.

Resultat: Vingerklip Lodge ist ein Muss. Sicherlich nicht für Erlebnis und Tiere sondern für Panorama und relaxen, chillen , Seele baumeln lassen, geniessen. 1A mit *

besonders empfehlenswert

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Rein ins Auto und wieder zurück auf die Strasse. Wir sehen noch ein paar Paviane die auf dem Gelände der anderen Lodge auf den Ugabterassen unterwegs sind und fahren dann weiter Richtung Kamanjab wo uns das Filmhaus erwartet.
Die nächsten 2 Nächte als Selbstversorger, aber dazu mehr beim nächsten mal.
2’265 Beiträge · seit 201120. Okt. 2011 ·
Guten Morgen Red,
schön, dass die Reise weitergeht. 🙂
Jetzt freue ich mich noch mehr auf die Vingerklip Lodge, dauert allerdings noch´n paar Tage. 😛 🤪
Auf dein statement zum Onjowewe bin ich auch gespannt. Das haben wir leider auslassen müssen – irgendwann ist das Urlaubskonto aufgebraucht.
Danke nochmals für den sehr schönen und informativen Bericht + Bilder. 🙂
Liebe Grüße aus dem verschneiten Schwarzwald 🤩 😈
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
983 Beiträge · seit 201120. Okt. 2011 ·
Hallo Red,
liest sich super.
Da weiss ich jetzt wenigstens, was ich verpasst habe.
Wir wollten auch zunächst die Vingerklip buchen, haben uns aber dann für Camp Kipwe entschieden.
Beste Grüße aus dem Rheinland nach Bayern
Ralf
Beste Grüße rhh64
Themenstarter192 Beiträge · seit 201120. Okt. 2011 ·
Forsetzung

Kamanjab Filmhaus oder auch Rockhouse oder Onjewewe oder sonst wie

hier bin ich jetzt mal ganz faul, und kopiere meinen Text aus dem anderen Thread rein. Ich hatte mich ja schon live aus dem Haus gemeldet.

Die Fahrt dort hin war eher unspektakulär.Kamanjab selber besteht ja eigentlich auch nur aus den Supermärkten, der Tankstelle der Oase dem Camp, dem Meat Market dem, ohh... war ja eigentlich doch größer wenn man im nachhein überlegt.

Wir sind bei der Anreise aber erstmal nur durchgefahren und sind zur Unterkunft.
Anhand der Beschreibungen aus dem Forum hier, war es auch kein Problem die Abzweigung zur passenden Farm zu finden. Man passiert das Touri-Himbadorf und fährt einen Sandweg weiter bis man dann schon rechterhand das Haus sieht.

Da wir keine Ahnung hatten, wie die Kühlmöglichkeiten und Kochmöglichkeiten in dem Haus sind, hatten wir uns bei der Fahrt durch Kamanjab entschlossen, später erst einkaufen zu gehen. Nach der Einführung von Moses, stellten wir dann fest, daß es einen gasbetriebenen Kühlschrank gab und so starteten wir die ca. 20 km zurück nach Kamanjab.
Der Supermarkt hattes eigentlich alles was man braucht.Ist schon witzig , wenn man so mitten im nirgendwo, jedenfalls nach unseren Verhältnissen, die erste grössere Siedlung hat und dann vor Kinderschokolade und Nutella steht.
Also alles für´s Frühstück eingekauft und noch ein paar Sachen. Fleisch wollten wir dann im Meat market nebenan holen. Es war Samstag und der Laden wurde während unserer Shoppingtour immer leerer. Plötzlich waren wir die einzigen Kunden die ihren Einkaufswagen vollpackten. Komisch, da waren doch eben noch so viele andere, wo sind die denn alle hin. Da uns aber keiner was sagte, shoppten wir friedlich weiter. An der Kasse merkten wir dann erst, daß die Angestellten eigentlich alle schon Feierabend hatten und auf uns warteten. Wie peinlich, die Weißen im Kaufrausch, versuchen den Einheimischen ihre Siesta. Schließlich war es 2 Uhr mittags.
Neben an gab es dann ja diesen Meat market der einem Tante Emma Laden ähnelte.
Eine Verkaufstheke vor der sich gefühlsmässig die ganze Ortschaft versammelte.
Im Nebenraum eine kleine Fleischtheke und eine große Tafel, welches Game es in iceblocks gibt. Also für die nächsten 2 Tage wurde Grillfleisch eingekauft.
Kudu und Elandfilet. Alles zusammen für 150 NAD. Mann bin ich froh, daß ich hier nicht dauerhaft lebe, ich glaube zuviel Fleisch ist ungesund, aber bei den Preisen gäb´s bei mir jeden Tag Filet.
Alles in den Wagen gepackt und wieder zurück zur Unterkunft.

hier jetzt der Text aus dem anderen Thread:

Da bin ich wieder und diesmal live aus dem Filmhaus, da hier ja ein super Handyempfang vorhanden ist. Mag wohl an der grossen Antenne hier auf dem Stein liegen

Wir waren recht früh vor Ort und haben dann einen jungen Mann names Moses getroffen. Er lebt auf der Farm mit seiner Familie und macht den Job nach seiner Aussage jetzt schon seit 4 Jahren, wobei er früher anscheinend bei Faniel angelernt wurde.
Faniel lebt noch auf der Farm arbeitet jetzt aber in Kamanjab bei irgendeiner Fa. die Kabel verlegt. Mehr konnte mir Moses auch nicht sagen. Weiter gab es noch eine Clara die hier sauber gemacht hat. Von April haben wir nichts gesehen.

Das Haus ist wirklich der Hammer. Die ganzen Zimmer und Trepp auf Trepp ab, daß macht schon wirklich Spass. Man muss aber auch ganz klar sagen, daß man schon ein Outdoor-Typ sein sollte um hier Spass zu haben. Der Pool ist wie überall saukalt und auch nicht ganz so sauber wie man sich das vielleicht wünscht.

Der obere Schlafraum ist ja grösstenteils geschlossen, also man hat richtige Türen dran,nur zur DUsche und Toilette zieht es rein. Das untere Schlafzimmer hat leider kaputte Fenster, so wurde es in der Nacht recht ungemütlich weil es wirklich schweinskalt war. An die Geräusche musste man sich erstmal gewöhnen. Klang so, als wenn eine Feldermaus hinter der Verkleidung steckengeblieben war und jämmerlich krakelte.

Der Haushund "Schnalzlaut"Houros ( oder wie auch immer) hat aber eine gute Wacht gehalten. Irgendwann brachte er seinen Kollegen mit und kabbelte sich mit ihm, dann gaben sie aber Ruhe und man konnte dann auch wirklich gut durchschlafen.

Alles in allen, etwas was man erlebt haben sollte, aber länger wie 2 Tage möchte ich hier auch nicht verbringen.

Morgen gehts weiter in das neue Dolomite Camp.

P.S. Wir haben die Himbatour auf der Farm gemacht.Hier bin ich der Meinung, daß Preis-Leistung, wenn man davon sprechen kann, nicht stimmt. Man latscht durch das Dorf und spielt ein wenig mit den Kindern ,hört sich das ein oder andere an und nach knapp 2 Stunden landet man beim Schmuckkauf. Fühlte sich ein bischen wie Türkei an. WIr hatten ein netten Guide und haben noch ein bischen Spässe gemacht und mal die Fragestunde andersrum gestaltet. Die Chefin sollte einfach mal drauf losfragen was sie so an uns Touris interessiert und ob sie uns nicht alle für bekloppt hält, wenn wir andauernd durch ihr Wohnzimmer trampeln. War ganz lustig und da es hier ja ein Himba Project für adoptierte Kinder aus dem Kaokoland gibt hoffen wir mal , daß ein Teil der Eintrittsgelder wirklich sinnvoll angelegt wird. Momentan gehen 5 Kinder hier in die Schule von aktuell 38.


also nochmal ergänzend im nachhinein betrachtet. Dieser Ort ist schon was besonderes. Die Holzwege, die zwischen den Felsen angelegt wurden auf die man einen herrlichen Ausblick zum sundowner hat, der Grillplatz mit dem offenen Feuer, die ganzen Petroleumlampen und Kerzen am Abend, der sagenhafte Sternenhimmel, daß sind schon ganz besondere Erlebnisse und Momente.
Es müsste beim nächsten mal aber wärmer sein, jedenfalls nachts.Am morgen nach der 2. Nacht werde ich durch plätschern wach. Ich denk mir, wo kommt denn jetzt das Wasser her ? Der Felsen oberhalb des Pool ist nass und es fließt Wasser vom Dach. Ich kraxel also hoch und schau mir das Blechdach an. In der Nacht war es so kalt, daß die Feuchtigkeit am Dach angefroren ist. Man sieht die Eisschicht in den frühen Sonnenstrahlen glitzern und da die Sonne sofort die Temperatur erhöht, schmilzt das Dach hier grad ab und das Wasser fließt in kleinen Strömen runter und plätschert auf die Felsen. Kein Wunder das uns in der ersten Nacht so kalt war. Zum Glück hab ich in der Küche ein paar Wärmflaschen gefunden und damit abends alle Betten ausgerüstet.
Während wir aufbrechen, kommt schon die Putzkolonne und fängt an alles für den nächsten Gast auf Vordermann zu bringen. Dieser hat scheinbar mit Verpflegung gebucht, was uns zu teuer war. Wir hatten hier ja 35 € p.P. und Nacht bezahlt und mit Verpflegung waren es, glaube ich, 110,- €. Ich konnte mir aber beim besten willen nicht vorstellen, was ich für 75€ am Tag essen sollte.
Jetzt steht hier einer und füllt die Kühlkisten mit Champanger und Wein und Bier etc. O.K. , denk ich mir, wenn das alles mit im Preis ist, dann schaut das schon wieder anders aus. Allerdings versauf ich auch wiederrum keine 75 € am Tag sonst kann mich wahrscheinlich einer bäuchlings aus dem Pool ziehen.

Vielleicht werden bei dem Preis dann aber auch mal die Vogelexkrement in der Unterkunft entfernt, die in einem der offenen Schlafbereiche zuhauf zu finden sind, weil sich ein paar Vögel direkt dort ihr Nest ins Dach gebaut haben.

Aber nochmal, die Unterkunft ist wirklich schön, könnte aber das ein oder andere Sanierungs- und Reinigungskonzept erfahren. Von mir aus dürfte es dann auch ein bischen mehr kosten. Aber bei 35,- € bzw. wenn man direkt bucht 30,- € als Selbstversorger für so eine Unterkunft, da gibt es mal überhaupt nichts zu meckern.

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ach, noch was vergessen, vor dem Haus steht ein großer Baum in dem einer der Duschen und Toiletten installiert sind. Das ist schon sehr witzig, wenn man unter einen Baum steht, den Ofen mit Holz anheizt und dort dann duschen kann.

Moses hatte uns dann noch gefragt, ob wir lust hätten mit ihm die Kühe ins Gehege zu treiben, wo sie die nacht verbringen. Also sind wir dann noch über den Zaun und haben abends die Rinder zusammengetrieben, was auch ein Heidenspass war. Bei den Hörnern hat man erstmal Respekt vor den Viechern.

Am nächsten Tag sind wir dann auf die nahegelegene Cheetah Farm.
Hier gibt es auch schon einen Beitrag im Forum, da man scheinbar unterschiedliche Erfahrungen mit dieser Tour haben kann.
Den Teil werde ich auch nochmal einfügen und ein paar Bilder einstellen.
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2011
Themenstarter192 Beiträge · seit 201121. Okt. 2011 ·
Fortsetzung

Cheetah Farm

während wir noch im Urlaub sind, lese ich den Beitrag von Sharon.

anderer Beitrag zu dieser Farm

ich bin entsetzt über die Schilderungen, weil sowas natürlich absolut nicht tragbar ist.
Da wir aber andere Erfahrungen gemacht haben, stelle ich meinen Beitrag dazu ein.

Hallo Sharon,

wir haben die Tour vor 3 Tagen kurzfristig als Tagesgäste mitgemacht und da sieht man mal wieder wie unterschiedlich so etwas laufen kann. Ich verstehe grundsätzlich was du meinst und bin auch mit der Art und Weise wie dort die Tiere präsentiert werden nicht einverstanden. Durch Berichte hier im Forum wusste ich allerdings schon auf was ich mich einlasse.
Da aber ein "richtiges" Cheetah-Projekt nicht auf unserer Route lag, haben wir es trotzdem gewagt. Die Farmersleut da sind wirklich ein bischen wortkarg. So wirkliche Infos über die Tiere und die Farm bekommst du nicht. Wir haben es gerade mal geschafft zu erfahren wie alt die Tiere sind und das er alle 3 mit der Hand aufgezogen hat. Die Tiere im Garten waren auch wirklich lammfromme Kätzchen. Bei einem hat er dann noch erwähnt, daß man nicht streicheln sollte, wenn er am Boden liegt, bei den anderen beiden wäre das kein Problem. Die Tiere sind sofort auf uns zu und fingen an um die Beine zu laufen und liebten es unsere Beine abzuschlecken. Danach sind wir dann hinter das Haus und ein der Katzen ist auf den Baum hoch. Allerdings bin ich der Meinung, daß es hier ein einstudiertes Verhalten war, weil der Farmer irgendeine Bewegung gemacht hatte und sich das Tier nicht wirklich wohl auf dem Baum fühlte. Danach hat jedes der Tiere ein Stück Fleisch bekommen. Es gab weder Ärger noch sonst was. Die haben friedlich dort gelegen und ihren Esel vertilgt. Wir haben darauf gewartet was passiert wenn einer früher fertig ist. Der ist dann aber ganz friedlich von dannen gezogen und das war es.
Wir waren mit 4 Lodgegästen zu 9. auf dem Pick up und waren ebenfalls überrascht, daß man mit diesem Fahrzeug offen in das Gelände der "wilden" Tiere einfährt. Ich denke, der Sohn hat uns auch gefahren und noch ein Angestellter. Diesmal war der Sohn aber nüchtern, wobei ich Dir gerne glaube, daß er angetrunken war. Du musst nur mal die Bar auf der Lodge besuchen und dir die Bilder an der Wand anschauen, da siehst du dann, daß die da manchmal ausserordentlich viel Spass und Langeweile haben.
Wir trafen nach ein paar Minuten Fahrt auf die Tiere und dann sind beide aus dem Auto raus und er teilte uns nur mit, daß er erst ein Stück Fleisch nach links und dann nach rechts wirft und so weiter. Es waren genau soviel Stücke Fleisch wie Geparden vorhanden, so das jeder eins bekommen hat. Es gab vielleicht kurz rangelei aber dann war eines der Tiere mit seiner "Beute" weg und wurde auch in Ruhe gelassen.
Die Tiere sind mir nicht wirklich wild vorgekommen.Das sieht eher alles nach Safaripark aus. Es handelt sich aus meiner Sicht nach auch nicht um ein Projekt sondern nur um eine Masche um Geld zu verdienen. Ein Gepard war auf einem Auge blind, daß mag also für ihn hier der einigermassen richtige Ort zu sein, ansonsten denke ich, daß der Farmer hier keinen Wohltätigkeitsverein gegründet hat
Alles in allen war es natürlich ein Erlebnis und man konnte gute Fotos machen, aber wir verliesen die Farm dann mit einem etwas blöden Gefühl. Ich denke, wenn ich zurück in Deutschland bin, werde ich mal ein paar Bilder und Videos der Fütterung hochladen.

Aber nochmal ,ich verstehe deinen Bericht und kann mir sehr gut vorstellen, daß es so abgelaufen ist und bin froh, daß wir dann wohl einen Traumtag der Farmer erwischt haben.


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Aktualisierung:

Nachdem wir auf der Omaruru Game Lodge nochmal 2 Geparden und einen Leoparden im Gehege gesehen haben, muss ich schon gestehen, daß es den Tieren auf der Cheetah Farm nicht wirklich schlecht geht. Die Art wir die Tiere auf Omaruru gehalten werden, ist vollkommen inakzeptabel. Das bezieh ich aber nur auf die genannten Geparden und den Leoparden. Dazu komme ich aber später in meinem Bericht.
zuletzt bearbeitet 21. Okt. 2011
Themenstarter192 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 ·
Fortsetzung

Dolomite Etosha

nach unserem Selbstversorgeraufenthalt heißt es nun wieder ab auf die Piste und rein in den Etosha-Park. Wir steuern die nagelneue Unterkunft im Westteil des Parks an. Wiedermal durch das Forum besten vorbereitet, da Carsten sich hier schon richtig Mühe gegeben hat über das Camp zu berichten.

Bei Kamanjab also nochmal schnell den Tank gefüllt und dann Richtung Park.
Kurz nach der Ortschaft eine verlassene Seele am Wegesrand mit einem Koffer und einem riesen Beutel. Wir hatten uns schon die ganze Reise schon gewundert, welche Strecke die Leute hier teilweise zu Fuss bewältigen müssen und hätten gerne das ein odere andere mal auch jemanden mitgenommen. Leider war uns das System nicht bekannt, denn teilweis standen große Gruppen am Strassenrand und die hätten wir nun nicht alle auf einmal in unseren Bus bekommen.
Moses vom Filmhaus war auch sehr dankbar, weil er einen Sack Getreide oder sowas, in die Ortschaft bringen musste und wir ihm angeboten hatten ihn und seinen Bruder mitzunehmen. Ich hab keine Ahnung wieviel Zeit er normalerweise für diese Tour eingeplant hätte.
Na jedenfalls war es meistens so, daß die Leute ab und zu kurz gewunken haben, sobald sie uns aber dann erkannten, haben sie sich wieder hingesetzt. Also ging ich einfach mal davon aus, daß es hier eine Art Busverkehr gibt, wie in der Türkei. Ich könnt mich hier ja mal schlau machen.
Jedenfalls wusste ich, daß er gerade erst aus Kamanjab gekommen sein konnte und die nächste Ansiedlung locker 100 km weit entfernt ist. Also hielten wir an und fragten ihn ob er mitgenommen werden will. Er freute sich total, jedoch hab ich ihm 3 mal klargemacht, daß wir nur bis zum Gate am Etoshapark fahren und dann dort einbiegen, wohlweislich, daß sein Ziel von dort immer noch eine riesen Ecke weg war und er nach meiner Ansicht dann mitten in der Pampa hing.
Ich kenn das noch aus meinen Tramperzeiten, wenn man an irgendeinem vermalledeiten Autobahnparkplatz rausgelassen wurde und wirklich keine alte Sau mehr auftauchte. Er meinte das wäre absolut o.k. schließlich wäre das ja gut 100 km näher an seinem Ziel. Also rein mit ihm und weiter gings. Er hatte einen Job im Norden bekommen und war nun mit Sack und Pack auf dem Weg dorthin.
Die Zeit verflog und wir mussten uns am Parkeingang wieder trennen. Freudestrahlend trottet er weiter und ich hatte doch ein blödes Gefühl den armen Kerl dort rauszulassen, wo wir in der ganzen Zeit mal wieder so gut wie kein Auto gesehen haben. Scheinbar aber reine Gewohnheitssache.

Der Meldebogen am Tor war schnell ausgefüllt, ein kurzer Blick auf die große Schautafel wo die Strassen alle eingezeichnet waren und rein ging es in den Park. Wir sollten ein paar Kilometer fahren, bis wir dann zum Office kommen, wo wir den Parkeintritt zahlen sollten. Auch der Papierkram war schnell erledigt und es ging weiter. Die Wege sind alle bestens präpariert und auch sehr gut ausgeschildert. Tiere sind auf unserem Weg absolute Mangelware, wir stoppen mal an einem Wasserloch, aber da ist auch nichts los. Also weiter. Dann liegt die Lodge vor uns. Rechterhand vom Weg sieht man auf einem Bergrücken die Hütten.
Tolle Lage. Wir biegen ab und werden unten am Parkplatz freundlich begrüßt. Der nette Mensch schaut in unseren Bus, zählt die Leute und schaut dann sein Elektorcart an und meint, wie sollen doch selber hoch fahren.
Oben werden wir mit feuchten Tüchern empfangen und dann geht es an die Rezeption zur Einweisung. Es wird uns erklärt, daß die Lodge ganz neu ist und nicht eingezäunt, daher dürfte man abends nur in Begleitung eines Angestellten zum Restaurant oder wieder auf die Zimmer. Das Spiel kennen wir schon aus Südafrika und ich hielt es da schon für übertrieben.Aber Vorsicht ist die Mutter... Dann werden die Zimmer verteilt 10, 11,12 , alles klar.
Sie sagt was von 6 Personen, ich sag, nein wir sind 5, mein Sohn hat ein Einzelzimmer, sie schaut nochmal in die Buchungsdaten schaut dann etwas verwundert und meint sie hätte 6 Personen. Wir sind aber wirklich nur 5, es sei denn das Erdmännchen von Solitaire hat sich irgendwo ins Gepäck geschmuggelt oder wurde von der Freundin meines Sohnes entführt.
Dann nimmt sie Schlüssel Nr. 10 wieder an sich und legt 13 hin ( ich hoffe ich hab jetzt nicht die Zahlen verwechselt) und sagt was von luxuriös, 3 Hände schnellen auf die Theke, aber da kann ich meinen Jungs noch zeigen wo der Bartel den Most holt. Ich zahl den Spass hier, also ist das mein Schlüssel.
Wir werden mit dem Gepäck zu den Häusern gefahren und hoffen, daß uns auch später jemand wieder mit dem Taxi abholt. Das sind schon ganz schöne Wege die man da laufen muss. Wir fühlen uns an die Sossus Dune Lodge erinnert, wo wir auch die letzten Häuser hatten. Dann kommen wir zu unserem Häuschen und beim ersten Blick fällt mit der Bericht von Carsten ein, daß es ein Zimmer gibt, welches Blick auf das Wasserloch hat und ein kleine Tauchbecken.
Yes...., genauso brauch ich das. War von uns nicht gebucht, aber scheinbar wollte sie uns wegen der angeblichen 6 Personen vielleicht was gutes tun, ich hab keine Ahnung und ehrlich gesagt ist es mir auch wurscht. Die Jungs werden darüber informiert, daß wir uns den Weg an den Pool sparen können, denn es ist für alle Platz. Sicherlich nicht zeitgleich im Becken, aber auf der Terasse.
Es werden schnell die Stühle vom 2.Balkon rübergeräumt und die Abdeckung des Sofas, was hier rumsteht und schon kann man gemütlich mit 5 Leuten die Sonne geniessen. Die Unterkunft ist der Hammer. Wir sitzten da und schauen auf das Wasserloch, wo dann doch die ersten Tiere auftauchen. "schnell" noch an die Bar vorgelaufen und den Savannah dry und Fruittree-bedarf gedeckt und alle liegen schmöckernd auf der Terasse.
Wir haben an diesem Tag kein weiteres Interesse am Autofahren oder wandern, heute ist faulenzen angesagt.
Abends gehen wir dann zum Hauptbereich wo es Essen gibt. Wir schauen uns die Lounge und die Bar an und genehmigen uns schon mal einen Aperetif. Die Lodge ist ein Traum, für mich definitiv die schönste Unterkunft auf unserer Reise.
Sehr geschmackvoll und die Leute dermassen freundlich, wie ich es noch nicht erlebt hab. Das Essen wird in 2 Häusern kredenzt und man hat ein 4 Gänge Menü, mit Auswahl. Die Bedienung ist superfreundlich und irgendwie merkt man ihr an, daß sie scheinbar frisch aus der Ausbildung kommt.Sie betont, daß die Beilagen gerne auch beliebig umgestellt werden können und das dies kein Problem sei und überhaupt möchte sie, daß wir uns alles so wünschen wie wir es haben wollen , sie werden schon bemüht sein alles so zu machen Hauptsache wir sind glücklich.
Ich bin im Schwebezustand und frag mich, ob ich so einen Urlaub wirklich verdient habe, komme aber schnell zum Ergebnis, nämlich : ja, daß hab ich mir verdient, verdammt nochmal.
Ich könnt jetzt noch über das ausgezeichnete Essen und die , wie überall, moderaten Getränkepreise schreiben , oder über den Spass den wir dann mit den Jungs an der Bar hatten, aber ich glaub ich hab jetzt schon genug geschwärmt.
Es wird sogar kurzerhand noch versucht, daß wir unseren Aufenthalt in Okaukuejo umbuchen können und somit eventuell länger wie eine Nacht bleiben können. Leider ist der nächste Tage aber schon ausgebucht.

Nach einem ebenfalls formidablen Frühstück verlassen wir , schweren Herzens, die Lodge und machen uns auf den Weg nach Okaukuejo.

Fazit: von der Unterkünften der absolute Höhepunkt, die Anlage ist ein Traum.
Wer hier nicht hinfährt ist selber Schuld. Man kann nur hoffen, daß dieser Standard aufrecht erhalten werden kann, man ist ja scheinbar teilweise nicht ganz so verwöhnt mit den staatlichen Unterkünften.

Wir haben für 5 Personen mit Frühstück 455,- € gezahlt über Meiers.
Der Preis ist für mich der Hammer, wenn ich es mit der folgenden Unterkunft Okaukuejo vergleiche. Das Abendmenü waren, glaube ich 170 NAD oder 200 , da bin ich mir nicht mehr sicher.
Jedenfalls bekommt die Unterkunft hier die Maximalwertung von mir
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zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2011
Themenstarter192 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 ·
kurzer Nachtrag

ich hatte schon in einem anderen Beitrag darauf hingewiesen, daß hier momentan die Tiersichtungen sehr dünn ausfielen. Ich kann nicht sagen, ob das allgemein so ist, jedenfalls sollte man sich im klaren sein, daß man weit von den Tierzahlen entfernt ist, die man im östlichen Teil sieht. Die Tiere sind hier auch noch um einiges scheuer. Weiter ist, aufgrund der Anfahrt und der fehlenden Tankstelle, das herumfahren etwas kritisch. Viele Kilometer hätten wir hier eh nicht fahren können, wenn man sich immer vor Augen halten muss, daß man ja noch einiges an Weg durch den Park zurücklegen muss um nach Okaukuejo zu kommen.
Daher ist man, meines erachtens hier auf die Gametouren der Lodge angewiesen, was natürlich von den Kosten her wieder etwas teurer wird, da man hier die obligatorischen 500 NAD nimmt.
8’797 Beiträge · seit 201022. Okt. 2011 ·
Guten Morgen Red,

ich sitz hier bei Minusgraden im dicken Schlafanzug (ja, okay, hier drin auf der Couch ist es etwas wärmer), draußen ist es noch dunkel - und dann diese Fotos!! Die sind ja sowas von toll 🙂 !

Es tat mir am Ende dieses Teils deines Berichtes richtig leid für Euch, dass Ihr nicht noch ne Nacht bleiben konntet - sieht wirklich nach Erholung pur aus.

Herzhaft lachen musste ich über die drei Hände auf der Theke - woher kenn ich das nur??? In den USA meinten meine Söhne auch immer, sie hätten das Beste verdient - bis ich ihnen mal vorgerechnet habe..... nein, nicht wieviel das kostet oder wie lange wir dafür arbeiten, sondern dass sie noch jung sind und sicher nochmal nach Amerika fliegen werden, ich aber noch so viele andere Ziele habe und das hier jetzt so genießen möchte, als ob es angesichts meines Alters das letztemal wäre 🙁 . Das haben sie dann so halbwegs verstanden 😉 (Ich habs dann auch nicht persönlich genommen, dass das mit dem Alter verständlicher war als das mit dem Geld, *räusper*).

Bin schon gespannt wie es in Okaukuejo weitergeht - schönes Wochenende und danke für den guten Start in selbiges!

Lieben Gruß von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
3’390 Beiträge · seit 200922. Okt. 2011 ·
Hallo Red,

wir lesen Deinen Bericht mit großem Interesse.

Du hast tolle Bilder reingestellt, der Text ist fast noch mehr als bei mir 🙂 , aber wir lesen das wirklich gerne.

Die Vingerclip-Lodge hatten wir letztes Jahr auch. Es hat uns dort sehr gut gefallen.

LG
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter192 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 ·
Fortsetzung

Okaukuejo

wir fahren durch den für Touris erst seit kurzem geöffneten Westteil des Etoshaparks. Die Fahrt ist relativ lang und weilig. Es gibt nicht viel zu sehen, ab und an mal ein paar Tiere, die aber relativ schnell das weite suchen.

Das soll jetzt der viel gerühmte Etoshapark mit seinen Horden an Tieren sein.?
Mir ist langweilig, es geht immer gerade aus. Ab und an lohnt es sich doch , kurz anzuhalten und ein paar Fotos zu machen. An einem Wasserloch entdecke ich den alten Elefantenschlachthof. Hatte Carsten nicht geschrieben, daß man hier auf Toilette gehen kann ? Wir haben doch so eine Dauerpinklerin an Bord, die eh schon Panik schiebt, weil sie nun in einem Gebiet ist, wo man nicht einfach mal aus dem Auto springt und sich hinter den nächst besten Busch hockt.

Ich finde keine Zufahrt zu der Anlage, eventuell müsste ich an der hiesigen Kreuzung rechts abbiegen, aber das bringt mich in die falsche Richtung.
Also muss Madame alle Lippen zusammenpressen 😈 und weiter gehts.

Langsam kommen wir an die Stelle des Parks, die auch bisher schon von Touristen befahren werden durfte. Hier gibt es dann auch ein eingezäuntes Areal mit Notdurft-Verrichtungsstelle. Das Ding ist ein Steinquader der hier rumsteht und wenn man reinschaut, dann weiß ich jedenfalls das ich noch ein bischen warte, bis ich wieder mal auf Toilette geh. Das Ding ist schlimmer wie das alte Plumpsklo bei meiner Oma damals im wilden Osten.

Ab dem Geisterwald werden die Tiere dann langsam mehr und mehr und sie sind viel zahmer, man kann direkt mit dem Auto daneben stehen bleiben und die Viecher posieren förmlich fürs Album


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Na das schaut doch schon besser aus. Dann noch ein bischen weiter und wir erreichen das Camp. Kurz beim check in reingesprungen und die Zimmerschlüssel geholt. Wie schon vor der Reise in einem Beitrag erwähnt, war es hier besonders schwer eine Unterkunft für 2 Nächte zu bekommen. Es hat dann aber Ende August doch noch geklappt. Allerdings wieder mal nur die teuerste Kategorie. Somit haben wir zu 3. ein Waterhole Chalet gebucht und für das meinen Sohn uns seine Freundin ein Bungalow.Bei der Rezeption bekommen wir dann schon mit, daß es drunter und drüber geht. Ein paar reisende haben über eine Agentur Okaukuejo gebucht und erfahren gerade, daß alles voll ist und hier scheinbar doppelt gebucht wurde. Sie mussen nach Halali ausweichen und sind wenig begeistert, weil sie scheinbar von dort gekommen sind und nun wieder einen Teil des Weges zurückfahren dürfen.
Wir sind glücklich das bei uns alles passt und beziehen die Unterkunft.
Ein nettes Chalet mit einem Schlafzimmer unten und einem großen Raum oben in dem sich das Bett vor dem Balkonfenster befindet und dahinter das Badezimmer.
So kann man vom Bett aus, wenn auch nur sitzenderweise, direkt auf das Wasserloch schauen. Im Forum kursieren andauernd BErichte, daß es nur ein Chalet gibt, von dem man wirklich das Wasserloch sehen kann. Dies ist definitiv nicht richtig.Sicherlich gibt es eins, daß besonders mittig liegt und abends wahrscheinlich den besten Blick auf die Dickhäuter bietet, da diese sich meistens an einer bestimmten Stelle, in der Nähe der Flutlichter ( dezentes orange, also nichts grelles was stören würde ) aufhalten.
Wenn die Bäume komplett mit Laub da stehen, kann es eventuell Probleme geben.
Aber jetzt Anfang Oktober gehts.

Beweis gefällig ?


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die Bäume sind extra so geschnitten, daß eine Lücke entsteht. Wir jedenfalls waren abends total froh über unsere Unterkunft, denn unten war die Hölle los.
Die Bänken waren schon früh alle besetzt und die Leute standen teilweise in 2 Reihen rund ums Loch verteilt.So konnten wir gemütlich auf dem Balkon rumliegen, mal wieder ein Savannah in der Hand und wenn es wirklich was besonderes gab, dann konnte man schnell runter und die paar Meter zum Loch vorgehen. In beiden Nächten war aber auch nicht wirklich viel los am Loch.
Spektakulär war die Rauferei zwischen einem Löwen und einem Schakal der es mit der Pranke des Löwen zu tun bekommen hat und im hohen Bogen durch die Luft segelte. Dies lies er sich aber nicht wirklich gefallen und ging erneut auf den Löwen los und tatsächlich hatte der "König der Tiere" dann wohl die Schnauze voll und latschte von dannen. Sieg für den Schakal, was uns doch erstaunte.

Über das Essen und die sonstigen Umstände im Lager gibt es einen anderen Thread, da geh ich nicht nochmal drauf ein. Nur soviel sei nochmal erwähnt.
Die Leute dort scheinen ganz gut zu wissen, daß das Wasserloch der große Magnet dieser Anlage ist und man daher das ein oder andere im Servicebereich schleifen lassen kann. Die Unterkunft war jedoch auch wieder gang hübsch, wenn auch nur gering ausgestattet. Wir haben die Sitzecke aus dem Eingangsbereich ( da hockt man sich nun wirklich nicht hin) kurzerhand auch noch auf den Balkon geschleppt und so konnten wir wieder gemütlich mit bis zu 5 Leuten logieren.


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Am nächsten Tag machten wir uns auf die Gegend zu erkunden.Es wurden noch schnell ein paar Löcher gegoogelt, die gute Sichtungen versprachen und dann ging es los.Die Wege sind alle gut befahrbar, lediglich der Aussichtspunkt zur Etoshapfanne war ein wenig holperig.Leider waren wenig Tiere unterwegs, so daß wir uns eine weitere Route raussuchten als anfänglich geplant. Dies war aber auch ganz gut so, denn auf dem Weg zu einem Wasserloch kurz vor Halali, stampfte dann ein Eli auf der Strasse rum. Der Tusker war von wirklich stattlicher Größe. Ein tolles Bild, wie er da so ganz gemütlich vor sich hin trottet und man sitzt in seinem eigenen Auto. Beim ersten mal sicherlich ein gemischtes Gefühl, wenn er immer näher kommt. WIrklich spannend.
Wir fuhren eine dieser Umwege und klapperten noch einige Löcher ab, mit mässigem Erfolg.Wir stellten hierbei dann erstmal die wirklichen Ausmasse der Brände der letzten Tage fest.Es ist wirklich viel zerstärt , aber es kommt auch schon wieder grün durch. Hierzu hatte ich auch in dem passenden Thread eine Meldung abgegeben. Teilweise waren es aber auch bizarr schöne Bilder die wir hier sahen.


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Wovon ich wirklich begeistert war und was wir im Krügerpark damals so garnicht sahen, waren die verschiedenen Vogelarten. Ihn hier konnten wir mit seiner Frau beim verteidigen des Nestes beoabchten. Ein Nebenbuhler wollte sich wohl grad zu einem Stelldichein, anmelden und schon ging der Luftkampf los.
Leider , wie meistens, hat man dann die Kamera gerade nicht an und bis sie gestartet und der Videomodus gewählt ist, ist auch schon wieder alles vorbei.
Somit bleibt es halt nur im Kopfkino und ich kann Euch leider nur sagen wie spannend das anzuschauen war.


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Die Trappen fand ich auch Klasse

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ein Schakal bat zum Diktat und der Sektretär war zur Stelle, die Vögel waren wirklich witzig in ihrer Bewegung


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Die Fahrerei von einem Loch zum anderen, ist dann doch nach einiger Zeit recht ermüdend. So langsam verging uns die Lust.Die Tiersichtungen sind schon wirklich schön, aber mir persönlich gefielen die geführten Touren in der privaten Lodge im Krügerpark besser. Mit dem Jeep quer durchs Gelände und hinter jedem Busch eine andere Überraschung.
Beim nächsten Wasserloch, wieder Fehlanzeige, obwohl es sich um ein wirklich grosses handelte.Wir entschlossen uns zur Rückkehr ins Lager.

Dort angekommen gingen wir ans Wasserloch und dann kam die Überraschung.
Ich hatte , glaube ich, schon erwähnt, das die Freundin meines Sohnes ein absoluter Elefantennarr ist. Just in dem Moment wo wir zurückkehren, kommt eine Elefantentruppe von ca. 30-35 Elis zum Baden ans Loch. Was für ein Anblick.Dabei auch noch der Nachwuchs, der dann teilweise U-Boot spielte und nur noch der Rüssel aus dem Wasser schaute. Ein geplansche und danach eingestaube vom feinsten. Eine irre Show und ich frag mich warum ich den ganzen Tag durch die Gegend gurke, wenn ich mich doch einfach ans Wasserloch setzten kann.


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Bei YouTube ansehen ↗



Danach kam noch eine riesige Zebraherde ans Wasserloch. Wir haben versucht zu zählen und sind auf weit über 100 Tiere gekommen. Absolut sensationell.
Der Tag war gerettet und in Verbindung mit den Tieren auf der Pirschfahrt war das jetzt eine überaus ansehliche Ausbeute.

Abends gab es dann Folklore beim Grillabend und ab ging es ins Bett, denn morgen sollte es zu unserer letzten Etappe gehen. Nach Omaruru.

Empfehlung: Die Unterkunft ist gut, daß drumherum geht so. Wenn viel los ist gibt es Probleme in den Abläufen und es war wirklich voll, in der Zeit wo wir da waren. Das Wasserloch ist natürlich die Show schlechthin. Nichts destotrotz würde ich beim nächsten mal die anderen Camps besuchen um einfach auch diesen Teil des Parks kennenzulernen. Ich wäre gerne den Dik dik Trail gefahren, aber das ist von hier aus viel zu weit. Etosha wir kommen wieder.
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2011
8’797 Beiträge · seit 201023. Okt. 2011 ·
Guten Morgen, Red!

Danke für die Fortsetzung - leider läuft das Video aber bei mir nicht. Es sei privat, kommt als Meldung.... Hmmmm, mach ich was falsch oder musst du es noch freigeben? Ich kenn mich mit YouTube so ganz und gar nicht aus 😊

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter192 Beiträge · seit 201123. Okt. 2011 ·
jetzt müsste das Video laufen