Reiseziel gesucht

9 Antworten · 678 Aufrufe · gestartet 18. Sept. 2026 von k0Nr@d
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Themenstarter50 Beiträge · seit 201218. Sept. 2026 ·
Liebe Fomis,


ich bin zwar schon seit 2012 Mitglied, da ich nun doch viele Jahre hier nicht mehr dabei war, muss ich mich fast als Neuling vorstellen.
Dank euch hatten wir im August 2017 einen super Urlaub und tolle Erlebnisse in Südafrika. Nochmals Danke für die Unterstützung bei der Planung und all die Tipps!

Nun hat meine beste Hälfte wieder Feuer gefangen für den Süden "unserer Zeitzone". Ich durchwühle dann natürlich pflichtbewusst und begeistert das Internet, plage die KI (die öfters mal fantasiert) und vor allem habe ich mich hier bei euch gleich wieder wohl gefühlt zwischen all den Tipps und Reiseberichten ... und ich habe auch die Suchfunktion benutzt ;-)

Ich bitte euch um eure Erfahrung und realistische Einschätzungen zu meinen Ausgangspunkten bzw. Fragestellungen für eine potenzielle Reise in das südliche Afrika:

  • Reisezeit: 3 - 3,5 Wochen ab Mitte August 2027
  • Gesundheitlich eingeschränkt sollte ich nicht mehr als 2-3 Stunden Autofahren, wenn es mal 4 oder 5 über den Tag verteilt sein müssen und das nur in Ausnahmefällen, wird es auch klappen. In der Regel sind eure Empfehlungen eh in der Richtung wenig fahren und viel Erleben.
  • Meiner Partnerin haben bei Youtube ein paar Reiseberichte zu Namibia gefallen. Was mich wenig animiert ist, wenn dann an einem Hotspot (Deadvlei & Co.) 20 und mehr Fahrzeuge sind. Dafür möchte ich nicht 400 km von Windhoek fahren. Die KI meinte, dass auch im Etosha bei den Wasserlöchern oft mehr als 20 Fahrzeuge und auch Busse sind und rät daher zu Caprivi. Wie ist die Situation im August?
  • Gelandet bin ich dann bei einer Route Windhoek, Caprivi, Vic Falls, Maun, Windhoek, welche wohl sehr lange ist, vor allem wenn ich mir Reiseberichte hier anschaue, welche in drei Wochen Vic Fall, Caprivi, Windhoek gefahren sind und somit die halbe Strecke genossen haben.
  • Auch habe ich hier gelesen, dass es nicht klug ist, vor Ort Tiefsand fahren zu lernen. Ich habe keine 4x4 Erfahrung, bin im Hluhluwe mit dem 2x2 im "Tiefsand" hängen geblieben. War keine gröbere Sache. Wo oder wie lernt man am besten Tiefsand fahren?
  • Mit Dachzelt unterwegs sein wäre toll (wir haben zu Hause selbst ein Dachzelt), doch ist der Südwinter für mich Frostbeule vielleicht nicht so optimal, und ich muss sagen, wir haben in Südafrika in den Lodges und Restaurants schon sehr gut gespeist, so dass wir doch vielleicht lieber auch mal Essen gehen möchten. Also wenn finanziell stemmbar, dann gerne Lodge oder auch kombiniert Lodge und Camping.
  • Nachdem ich aufgrund meiner fehlenden 4x4 Erfahrung Maun gestrichen hatte, kam dann plötzlich Caprivi+Simbabwe ins Spiel, dann aber vielleicht doch wenig geeignet für Selbstfahrer??? Also die KI bringt echt viel Verwirrung
  • Ostafrika habe ich aufgrund der hohen Kosten bei Seite gelegt.
  • Südafrika waren wir von JNB über Krüger, eSwatini, St. Lucia bis Durban und PLZ bis CPT. War super. Wir sind aber keine Wiederholer.
  • Somit unser Wunsch nach tollen Erlebnissen, viele Tiere, einheimische Kulturen, schöne Landschaften, viele Fotos und nicht überlaufene Orte.
  • Was würdet ihr mit einem Budget von ca. 4000 € pro Person zzgl. Flug für rund 3 Wochen empfehlen?


besten Dank schon fürs lesen und überlegen
lg Konrad

zuletzt bearbeitet 18. Sept. 2026
7’348 Beiträge · seit 200619. Sept. 2026 ·
Hallo Konrad


Welcome back 😁

Mein Rat: Bleibt überwiegend in Namibia, mit einem kurzen Abstecher nach Botswana, und verhaltet euch anders als die Mehrheit. Dann habt ihr auch im August die bekannten Orte weitgehend für euch, und Vic Falls, Maun und Simbabwe könnt ihr streichen. Damit halbiert sich die Strecke, und die Tagesetappen passen zu deinen 2–3 Stunden.

Zum Tiefsand: Fangt mit einem Fahrtraining auf Ababis an (bei Solitaire, inklusive Sand). Das liegt ohnehin auf dem Weg, und danach weisst du, was das Auto kann und was Reifendruck ausmacht. Das ist deutlich besser, als es irgendwo unterwegs allein auszuprobieren.

Sossusvlei: Fahrt nachmittags rein. Die Masse steht zum Sonnenaufgang am Tor und ist mittags wieder draussen. Am Nachmittag seid ihr im Deadvlei fast allein, und das Licht ist genauso gut. Die letzten 5 km sind Tiefsand, dafür gibt es einen Shuttle, falls du es nicht selbst fahren willst.

Danach mit einer Zwischenstation Richtung Swakopmund, damit die Etappe nicht zu lang wird. Weiter ins Erongo, z.B. Erongo Rocks, dann Gästefarm Munsterland und von dort in den Osten der Etosha, z.B. Onguma. Was die KI zu den Wasserlöchern sagt, stimmt für die bekannten Stellen rund um Okaukuejo und Halali im August durchaus. Im Osten sieht es anders aus: Fahrt hauptsächlich Fischer's Pan und die Andoni Plains. Da fahren wenig Leute hin, und es ist trotzdem sehr schön.

Von dort mit Zwischenstopp weiter Richtung Caprivi in die Region um Divundu mit Mahango und Buffalo Core Area: viele Tiere, wenig Fahrzeuge, kurze Wege. Dann kommt der Botswana-Teil: bei Mohembo über die Grenze in den Panhandle für Bootstouren auf dem Okavango. Zurück nach Namibia über Dobe nach Tsumkwe: Baobabs, Salzpfannen, und bei den San bekommt ihr auch den Kulturteil, den ihr sucht. Eventuell ein Abstecher in den Khaudum, der Süden ist einfach befahrbar. Rückfahrt über Grootfontein und Otjiwarongo nach Windhoek. Ein paar Etappen in diesem Teil liegen eher bei vier Stunden, der Rest lässt sich gut in kurze Stücke teilen. Du kannst dir das ganze in zebramap zusammenklicken. Dann siehst Du die Distanzen und Fahrzeiten.

Zum Dachzelt: Ich würde Camping nicht ganz abschreiben. Gegen die Kälte hilft ein Schlafsack mit Armen und Beinen, bei uns heisst der Teletubby-Anzug. Damit friert auch eine Frostbeule im Südwinter nicht. Ein Mix aus Gästefarmen bzw. Lodges und Camping passt auch am besten zu eurem Budget. Ausschliesslich Lodges wird in der Hochsaison mit 4000 € pro Person knapp, gemischt geht es gut. Auf den Gästefarmen esst ihr in der Regel sehr gut. Für August 2027 solltet ihr Onguma und die Unterkünfte bei Divundu früh buchen.


Herzliche Grüsse aus Namibia

Chrigu


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zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2026
59 Beiträge · seit 202619. Sept. 2026 ·
Hallo @k0Nr@d ,


wir waren heuer im Juli in Botswana und im Caprivi, wir haben eine Lodge Tour gemacht. Ich bin gerade dabei, den Reisebericht zu schreiben und da Panhandle (kuzer Stopover) und der Caprivi ziemlich am Anfang unserer Route standen, komme ich in den nächsten Tagen bereits dort hin, vielleicht hast du ja Lust, mitzulesen 😊 hier der Link. Da wir auch auf unser Budget schauen mussten, waren wir definitiv im mittleren-unteren Bereich unterwegs.

Ich war noch nie vorher in Botswana oder Namibia, nur in Südafrika. Wir waren alle begeistert von der Sambesi Region (Caprivi). In Divundu sind wir in der Nunda River Lodge untergekommen, und das war die absolute Lieblingslodge meines Sohnes. Sie ist sehr familiär, die Besitzer haben sich selbst um uns gekümmert, wir haben uns gut mit ihnen unterhalten und mein Sohn war begeistert vom extra Biltong, das ihm der Chef für den Gamedrive einpacken ließ, weil er es so liebt 😊

Die Bootsfahrt mit Bassi war ein Traum, und die Gamedrives mit Thomas ebenso, beide waren so bemüht, und haben uns so schöne Erlebnisse bereitet. Die Häuschen am Fluss sind einmalig und gegessen haben wir auch immer gut. Die Mahango Core Area ist recht nahe, man fährt mit dem Auto ca. 10 Minuten hin, zur Buffalo Core ist es etwas weiter, es lohnt sich aber auf jeden Fall beides! Ich hatte gar keine Erwartung an die Mahango Core Area, und wir wurden überrascht!

Zweiter Stop im Caprivi war das Camp Kwando, und auch das haben wir sehr genossen. Das war für mich die Nummer 2 der Unterkünfte unserer Reise. Richtiges Afrika Feeling, direkt am Fluss gelegen, der auch gut gefüllt war. Und das Beste: direkt vor der Lodge lebt Henry, das Flusspferd mit seiner Familie. Direkt vor unserem Chalet! Und Flusspferde sind die Lieblingstiere meines Sohnes. In der Früh haben wir immer "Buschfernsehen" gemacht. Eingekuschelt in die dicken Decken bei der großen Glasfront rausschauen und lauschen...

Anke, die Köchin auch sehr bekannt in diesem Forum, hat uns kulinarisch verwöhnt. Wirklich.

Es war nie viel los, wir waren oft alleine oder haben maximal zwei bis drei andere Autos gesehen. Die Straßen sind sehr gut zu befahren. Kalt war es halt schon! Brrr. In der Früh (wir sind eigentlich immer sehr früh aufgestanden wegen den Game Drives) hatte es meist um die 9°. Aber sobald die Sonne kommt, geht es erstaunlich schnell, und es wird wunderbar warm! Wir hatten tagsüber meist zwischen 26 und 30°. Und ein weiterer Vorteil: fast gar keine Mücken. 

Ich könnte noch ewig weiterschreiben 😁 wie du siehst, würde ich es wärmstens empfehlen!

Schreib mich gerne an, wenn du Fragen hast!

Liebe Grüße,

Caro


6’404 Beiträge · seit 201120. Sept. 2026 ·
Hoi Konrad


Für 4000€ pro Person excl. Flug ist Ostafrika machbar.
Kenya und sogar Tansania mit Bodenzelt, vorausgesetzt Ihr wollt nicht dauernd in den teuren Parks sein.
Uganda und Ruanda sollte auch mit Lodges/Hotels möglich sein.

Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter50 Beiträge · seit 201220. Sept. 2026 ·
Hallo Afrika Fans,

besten Dank für eure Antworten.

@Chrigu: Die ZebraMap ist Spitze. Ich bin fest am Planen und habe auch deinen Routenvorschlag bis Swakopmund nachgebaut. Bin dabei aufgrund der Fahrzeiten doch davon abgekommen. Das Tiefsandtraining bei Ababis wäre sehr spannend, Deadvlei ist mir nicht wichtig, sowie auch die Atlantikküste nicht zwingend dabei sein muss. Da hat mich die Planung stark in den Caprivi gezogen, wobei mich die Distanz Otjiwarango und Divundu schreckt bzw. ich nicht einen Zwischenstop im Nirgendwo einlegen möchte. So ein reiner Fahrtag hätte mir vor zwei Jahren noch nichts ausgemacht. Den letztjährigen Indonesien Urlaub konnte ich dank Krücken  und meinem Arzt noch retten. Zebramap ist auf jeden Fall eine sehr große Planungshilfe. Danke dafür!

Dein Telletubby Anzug schaut spitze aus :-) bringt mich aber auch dazu, das Winter-Campen vielleicht doch zu überdenken. Vor allem, wenn um 18:00 die Sonne untergeht und es dann kalt wird und wir noch nicht schlafen, dann hat man doch einige Stunden in der Kälte ohne einer gemütlichen Stube, oder sind bei den Camps in der Regel auch Lodges dabei, in denen die Camper willkommen sind?

@dergnagflow: Es muss leider August sein, wegen Betriebsurlaub.

@caroline: Danke für die Einladung zum deinem Reisebricht, bin natürlich unbedingt dabei

@picco: Ja vielleicht wäre das doch eine Option in Ostafrika. Wenn wir die Masai Mara weg lassen, sinken die Kosten vermutlich ganz beträchtlich. Andere Parks haben doch sicher auch einiges zu bieten. Hättest Vorschläge was nicht ins Programm rein sollte, damit die Kosten vertretbar bleiben oder auch umgekehrt, was bei diesem Budget attraktiv wäre? Ostafrika wäre natürlich auch wegen dem Meer Spitze. Uganda und Ruanda würde ich mich nicht trauen soweit voraus zu buchen, wegen der Ausbreitung von Ebola, oder ist dieser Gedanke nicht gerechtfertigt?

lg Konrad

6’404 Beiträge · seit 201120. Sept. 2026 ·
Hoi Konrad


Kommt halt drauf an was Du Dir vom Meer versprichst...für mich ist der indische Ozean bei weitem schlechter zum Baden geeignet als das Mittelmeer!
Sei es wegen der grossen Gezeitenunterschiede von 2,8-4,2m in der Höhe, sei es weil am Strand Ostafrikas entweder eine teure Lodge oder das typisch ostafrikanische Chaos vorhanden ist.
Ich geh nicht wegen dem Baden nach Ostafrika, wenn ich das will und es zwischen April und Oktober ist geh ich ans Mittelmeer.
Jeder wie er mag.

Was Ebola betrifft so seh ich da wenig reale Gefahr in Uganda und Ruanda.

Ausserdem muss man in Ostafrika nicht lange vorbuchen, wir haben die letzten Reisen teilweise 40 Tage vor der Reise überhaupt beschlossen, war nie ein Problem.
Ostafrika ist nicht das südliche Afrika wo man teilweise 2 Jahre im Voraus bucht.

Unsere letzte Afrikareise in Tansania (Camping 2 Wochen mit Driverguide und Koch im Tarangire, Lake Manyara, Lake Eyasi, NCA, Serengeti, Lake Natron, Mkomazi) hat excl. Flug und Trinkgeld pro Person zu zweit im grossen Landcruiser US-$4321,50 gekostet, ohne dass wir verhandelt hätten. Zu viert oder ohne NCA & Serengeti, vielleicht eher im schönen Süden, wärs günstiger gewesen.

Mein Tipp: Schau Dir Reiseberichte von Uganda und Ruanda sowie die Flüge an. Denn die Flüge sind kürzer und zum Teil auch günstiger als ins südliche Afrika.

Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter50 Beiträge · seit 201228. Sept. 2026 ·
Hallo Fomis,

also Namibia ist wegen den Waschenbrettpisten und vielen Kilometern leider raus. @carolines Delta Tour würde da gut passen. Davon bin ich nun aber auch abgekommen, weil es doch, dafür dass es das Budget sprengt, auch noch recht kalt ist. Und nun sind wir nach einigen Plänen in Ostafrika doch in Uganda gelandet. Danke @picco! Das hatte ich so gar nicht am Schirm. Von Uganda wusste ist nur, dass das Gorilla Permit doch einiges kostet und hatte davon abgeleitet, dass der Ganze Urlaub teuer sein wird. Auch wenn man bei Reiseveranstaltern schaut finde ich diese Trips in der Regel wenig attraktiv (auch viel zu kurz).

Mit Hilfe von Reiseberichten im Forum, Touren von Reiseveranstaltern, Youtube und der KI habe ich nun einen Reiseverlauf erstellt. Anforderung war, dass wir möglichst keine langen Fahrtage haben, Waschbrettpisten meiden, auch gerne mal eine Walking Safari. Raus gekommen ist ein Trip, bei welchem wir fast gar keine Game Drives haben, dafür alles selbst aktiv. Da bin ich mir nicht so sicher, ob das dann so toll ist. Da würde ich am liebsten vor Ort entscheiden, ob wir am nächsten Tag fahren oder gehen. Diese mehr Bewegung haben wollen, kommt von unseren SA Trip. Wir waren 6 Tage im Krüger NP. Das eingesperrt sein in der Lodge und im Auto, war physisch und psychisch gar nicht so toll. Ich war froh, wie wir den NP verlassen konnte, auch wenn das Erlebnis fantastisch war.

Nun hätte ich die Bitte, dass Uganda Erfahrene mal über unser Reisevorhaben drüber schauen (KI erstellt).

📄 Reisevorschlag 22 Tage Uganda.pdf — in neuem Tab öffnen ↗↓ Herunterladen

mit bestem Dank im Voraus

lg Konrad

6’404 Beiträge · seit 201128. Sept. 2026 ·
Hoi Konrad


Hab nur kurz reingeschaut und Folgendes ist mir aufgefallen:
-Die Fahrzeiten sind viel zu optimistisch, rechte da noch was drauf. Ich rechne in Ostafrika auf geteerten Hauptstrassen mit max. 50km/h (ohne Pausen) und auf ungeteerten Strassen und Nebenstrassen mit maximal 30km/h. In Entebbe/Kampala kommts drauf an wo Ihr durchfahrt, in der Stadt ist sicher Stau, auf dem Highway könntet Ihr Glück haben. Gemäss Google sind das 203km, also mindestens 4 Stunden, eher mehr rechnen.

-Es ist alles sehr eng getaktet, das wäre mir zu stressig. Macht doch z.B. im Ziwa Rhino 2 Nächte und geht am ganzen Tag dort zu den Rhinos, denn wenn irgendwas schief läuft am ersten Tag habt Ihr sonst keine Zeit mehr zu dem Rhinos zu gehen.

-Die Murchison Falls zu bewandern heisst auch steile Trampelpfade rauf zu wandern, zumindest war das im 2013 noch so. Bist Du gut zu Fuss? Ansonsten von oben her hinfahren, wie wir es 2018 gemacht haben.

-Die Strecke zu den Falls ist inzwischen gut ausgebaut, aber trotzdem sind 3 Stunden optimistisch für die 126km, da würd ich eher mit 4-4,5 rechnen. Lieber mehr Fahrzeit rechnen als haben...

-Tag 6 ist optimistisch...das ist eine Strecke die ich noch als fast ausschliesslich Erdpiste erlebt habe, nach meinem Wissen ist sie vor rund 10 Jahren asphaltiert worden, ohne Gewähr. Vielleicht können andere da mehr dazu sagen. Das sind 313km, da würd ich im Mindesten von 6,5 Stunden ausgehen. Ohne Pausen natürlich.

-Tag 13: Ranger-Fussmarsch an der Kongo-Grenze...hmm...auf der anderen Flussseite herrschen die Rebellen...und Ebola ist da auch nicht weit, das würd ich definitiv auslassen! Ishasha ist schön und ich würde da schon hingehen, aber direkt an den Fluss (=die Grenze) würd ich nicht fahren. Die Sicherheitslage kann meiner Meinung nach direkt an der Grenze kaum gesichert werden. Vor einigen Jahren gabs sogar Überfälle im Queen Elisabeth NP mit drei Toten, ein Guide und zwei Touris. Damals hiess es dass die Täter aus dem nahen Kongo gekommen seinen und seit damals wurden meines Wissens mehr Sicherheitskontrollen eingeführt. 

-Tag 14: Keine Ahnung wie die auf 80km kommen, gemäss Google liegen zwischen den vorgeschlagenen Lodges 149km Piste. Und ja, Piste! Viel Geschüttel, sehr langsame Fahrt, vielfach eher 20 als 30km/h. Hier ein Bild einer Piste im Bwindi, und das ist bei Weitem nicht die schlechteste Piste:

-Auch bei der Fahrt zum Lake Mburo ist die KI sehr optimistisch....auch wenn die Hauptstrasse von Ruanda zum Abzweig zum Lake Mburo sehr gut ausgebaut ist, so hats da doch auch viele Lastwagen auf der Strecke. Und am Anfang sind wohl sehr schlechte Pisten bis Ihr auf der Hauptstrasse seid. Rechnet mehr Zeit, kommt im Lake Mburo NP an, bezieht die Lodge und geniesst den Tag, macht vielleicht einen Game Drive und macht die Walking-Safari am nächsten Tag. Mit dem Bike durch den Park, na ja...ich würd ein gemütliches Ankommen priorisieren.

Allgemein: Weniger ist mehr! Stressen könnt Ihr auch in Europa, dafür muss man nicht nach Afrika fliegen.

Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter50 Beiträge · seit 201228. Sept. 2026 ·
Besten Dank @picco für diese äußerst wertvollen Infos! Ich bin da ganz bei dir, dass weniger mehr ist, und hatte mir eigentlich gedacht, dass das eh schon gemütlich ist, weil andere das in 14 Tagen machen https://kazingatours.com/trips/uganda-active/ wo wir 22 Tage unterwegs sind. Die sitzen dann ja nur mehr im Auto. Muss frustrierend sein.
Ich geh den Reiseverlauf mit deinen Inputs nochmals durch und überarbeite ihn.