SkotchThemenstarter125 Beiträge · seit 201917. Aug. 2026 ·
Champagner schrieb:
Oh je 🙄.... wetten, dass es mich da reingehauen hätte 🙈? Ein klarer Fall für Bele.... im wahrsten Sinne des Wortes 🙃.
Schön, dass es jetzt mit diesem Kapitel doch noch geklappt hat (auch wenn ich hintenrum das Zaunpföschdle rausholen musste), selbst als das neue Forum dann plötzlich reingegrätscht hat - und ich freue mich schon sehr auf das nächste Boteti-Kapitel!
Liebe Grüße und einen schönen Abend!
Bele
Ich war aber auch schon kurz davor mich dort reinzulegen 🫠 Aber wer weiss, vielleicht hat dieser Bakterien-Algen-Irgendwas-Schleim ja auch eine bestimmte Wirkung, so wie das manchen Schlammpackungen nachgesagt wird 😗
Makalani schrieb:Hallo Marcel,
zuerst einmal vielen herzlichen Dank für deinen schönen Reisebericht und die tollen Fotos.
Wow- bei den Baines Baobabs soviel Wasser in der Nxai Pan, das finde ich schon ganz besonders. Auch hattet ihr bisher sehr schöne Sichtungen und Wasser im Boteti River - da war der viele Regen im Nachhinein vielleicht sogar ein Glücksfall.
Dieses Bild gefällt mir außerordendlich gut - Danke!
Viele Grüße, Sabine
Vielen Dank 🙂 Ja, der Regen hatte dann im Nachhinein trotzdem irgendwie sein Gutes. Wir hatten ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet aber wurden dann dann doch nicht enttäuscht...
Nacho schrieb:Hallo Marcel,
jetzt bin ich auch auf dem Laufenden. Was ist das schön grün auf euren Fotos und dazu das Wasser und die vielen Tiere. Unglaublich schön.
Ich bin schwer begeistert.
Vielen Dank für diese tollen Eindrücke.
Liebe Grüße,
Silvia
Auf den Fotos kommt es teilweise gar nicht so rüber aber es war in Wirklichkeit schon um einiges grüner finde ich... Da hat man zu unseren Reisen im September und November schon einen krassen Unterscheid gesehen 🙂
Viel Spaß beim Weiterlesen und Bilder gucken!
LG Marcel
SkotchThemenstarter125 Beiträge · seit 201917. Aug. 2026 ·
Tag 7:
09.05.2026
Boteti bei Khumaga
Die Nacht war dieses Mal nicht ganz so kalt. Dafür hatten wir nachts Besuch von einigen Zebras, die sich rund um unser Auto aufhielten. Von den Löwen, vor denen wir am Gate gewarnt worden waren, bekamen wir dagegen nichts mit - weder hörten wir sie noch bekamen wir sie zu Gesicht.
Das Schöne am Boteti ist, dass man nicht sonderlich weit fahren muss, um etwas zu sehen. Auch die Gamedrive-Strecke ist überschaubar: Letztlich geht es immer den Fluss hinauf und wieder zurück. Und genau so sah auch unser Tagesablauf aus. Zum Sonnenaufgang fuhren wir langsam den Fluss entlang, beobachteten die badenden und grasenden Zebras und Elefanten und hielten immer wieder lange an, um ihnen zuzusehen.
Lediglich zum Brunchen kehrten wir zurück ins Camp. Nach einer ausgedehnten Mittagspause wiederholten wir am Nachmittag unser Programm vom Vormittag. Sonderlich viel Neues gab es dabei zwar nicht zu entdecken, allerdings waren am Nachmittag deutlich mehr Elefanten unterwegs als am Morgen.
Am nächsten Morgen verzichteten wir auf einen weiteren Gamedrive, da wir für diesen Tag eine längere Strecke bis zum Moremi South Gate geplant hatten. Eigentlich wollte ich die Khumaga-Fähre vermeiden und stattdessen durch den Nationalpark zurück zur Teerstraße fahren. Nachdem uns jedoch andere Reisende Mut bezüglich der Fähre zugesprochen hatten und ich außerdem keine große Lust mehr auf das sandige Stück bis zur Straße hatte, entschieden wir uns schließlich doch, die Fähre auszuprobieren.
Und tatsächlich: So schlimm war es gar nicht! Um auf die Fähre zu gelangen und auf der anderen Seite wieder herunterzufahren, mussten wir zwar durch tiefes Wasser, das teilweise bis zur Motorhaube stand, aber die Fährbetreiber halfen uns dabei sehr gut und gaben uns klare Anweisungen per Handzeichen. So war der Boteti schließlich schneller überquert als gedacht.
In Maun stockten wir noch unsere fehlenden Vorräte auf und fuhren anschließend direkt weiter in Richtung South Gate. Der Weg war inzwischen fast vollständig abgetrocknet. Die einstigen Schlammlöcher und Wasserquerungen waren allerdings teilweise steinhart ausgetrocknet, sodass unser Auto von einer Bodenwelle in die nächste und anschließend direkt ins nächste Schlagloch holperte. Wir kamen nur mühsam voran. Auch wenn die Strecke inzwischen grundsätzlich betahrbar war, war die Fahrt körperlich doch eine echte Strapaze. Umso erleichterter waren wir, als wir am Nachmittag endlich das South Gate erreichten und unsere Campsite beziehen konnten.
Die South Gate Campsite war rappelvoll. Viele Reisende waren hierher ausgewichen, weil es zu dieser Zeit noch keine Möglichkeit gab, Third Bridge oder Xakanaxa zu erreichen. Entsprechend wuselig ging es auf der Campsite, zu, und auch die Ablu-tions, machten einen entsprechend wenig einladenden Eindruck. Das Personal vor Ort schien zudem nicht sonderlich motiviert, daran etwas zu ändern.
Wir verbrachten die Zeit bis zum Abend noch mit einem kleinen Gamedrive bis zur Abzweigung zu den Black Pools. Weiter kamen wir nicht - die Straße endete hier im Marschland. Und davon gab es in dieser Gegend reichlich: Rechts und links des Hauptweges erstreckten sich Wasser, Matsch und Sumpf, soweit das Auge reichte.
Einige Elefanten und Giraffen ließen sich trotz der eingeschränkten Möglichkeiten blicken. Wie man uns erzählte, gab es hier hin und wieder sogar Wildhunde und Leoparden zu sehen. Für uns jedoch heute nicht.
Insgesamt waren wir jedoch sowohl vom Zustand der Campsite als auch von den eingeschränkten Gamedrive-Möglichkeiten mehr als enttäuscht. Deshalb ließen wir uns offen, die für den Rückweg geplanten zwei weiteren Nächte hier überhaupt zu verbringen. Sollte in Magotho, noch etwas frei sein, würden wir lieber dort verlängern...
Auch der Abend auf der South Gate Campsite war alles andere als ruhig. Einige Gäste fanden es offenbar besonders lustig, ein Spiel daraus zu machen, wer die meisten Steine in das blecherne Müllfass, werfen konnte. Und dann bekamen wir in der Nacht noch Elefantenbesuch. Einer von ihnen machte sich direkt im Gebüsch neben unserem Auto zu schaffen 🤫
LG Marcel
Champagner8’796 Beiträge · seit 201017. Aug. 2026 ·
Guten Abend Marcel,
danke für dieses schöne Kapitel - der Boteti ist einfach ein Traum, ich freue mich schon wieder sehr auf ihn 🤩:
Und ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, wie sich diese ganzen Matschlöcher in ausgehärtetem Zustand anfühlen - da weiß man echt nicht, was besser ist.... so ein bisschen Pest oder Cholera, gell?
Jetzt bin ich mal gespannt, ob das nächste Kapitel ohne Pföschdle klappt 😛😇!
großartiger Bericht, tolle Bilder, vielen Dank! Und der Boteti wird wieder über die Fähre überquert, wie schön!
Aber was für mich wirklich der Knaller ist, sind die Bilder von Baines Baobabs! Habe die Pfanne noch nie voll Wasser gesehen, was für ein Eindruck! Seid Ihr auf den Campsites gewesen, kommt man da hin?
SkotchThemenstarter125 Beiträge · seit 201917. Sept. 2026 ·
Vielen Dank, Martin!
Ja, es war echt klasse die Pfannen mal so zu sehen! Hätten wir nicht gewusst, dass dort Wasser steht, wären wir wohl kein drittes Mal den "Umweg" gefahren😄
Bei unserem Besuch waren alle drei Campsites nicht erreichbar. Wir sind nur bei den Baobas geblieben und haben es nicht weiter versucht...
LG Marcel
SkotchThemenstarter125 Beiträge · seit 201917. Sept. 2026 ·
Tag 8:
11.05.2026
Khwai Hippo Pool Campsite
Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg. Unser Ziel war es, den Moremi zu verlassen und nach Khwai zu fahren, um die Khwai Hippo Pool Campsite aufzusuchen.
Nach einer Runde WLAN am South Gate erkundigten wir uns beim Personalhäuschen nach dem Zustand der Cutline Richtung Norden. Wir erhielten die Information, dass die Piste bis auf ein paar Schlammlöcher gut befahrbar sei und man das North Gate erreichen könne.
Wir machten uns also auf den Weg. Tatsächlich hatten wir die ersten Kilometer keine größeren Wasserquerungen. Nach etwa einem Drittel der Strecke trafen wir auf deutsche Selbstfahrer, die gerade aus Khwai kamen. Sie berichteten uns, dass es momentan äußerst schwierig sei, das Dorf Khwai nach Norden hin zu verlassen: Auf Höhe des Khwai Guesthouse stehe das Wasser bis über die Motorhaube. Zudem sei die gesamte Gegend rund um das North Gate nicht befahrbar.
Okay, das waren ja tolle Nachrichten... Da wir auf gar keinen Fall herausfinden wollten, wie viel Wasser unser Auto verträgt, entschieden wir uns für das, was wir eigentlich hofften, vermeiden zu können: einmal komplett außen um den Moremi herum über Mababe nach Khwai.
Also Kommando zurück und auf ging's. Im Vergleich zur Cutline war die Strecke über Mababe die reinste Tortur: Staub, Schlaglöcher und ausgetrocknete Schlammfurchen. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich die Khwai Hippo Pools.
Die Campsite musste aufgrund der Überschwemmungen verlegt werden und befand sich nun gut 15 Minuten durch Tiefsand entfernt im Busch. Der Stellplatz war notdürftig freigeschlagen, und der Weg zu den Ablutions war nicht zu Fuß machbar - was sich am Rand der Campsite durch die Hinterlassenschaften anderer Camper bemerkbar machte...💩
Am Nachmittag fuhren wir noch ein kurzes Stück nach Khwai hinein, um uns die überflutete Straße anzusehen. Wir waren wirklich froh, hier nicht durchfahren zu müssen. Der Tag war nun vorbei, und außer Fahrerei gibt es hier nicht viel zu berichten.
Tag 9:
12.05.2026
Magotho
Nach der morgendlichen Dusche sind wir sofort weitergefahren, um unsere Campsite in Magotho zu erreichen. Da auch hier viele Stellplätze überflutet waren, wollten wir möglichst früh im Camp sein, um uns noch einen schönen Platz aussuchen zu können.
Kaum hatten wir die Hauptstraße verlassen, führte uns der Weg durch das Khwai-Gebiet. Erstaunlicherweise war doch nicht ganz so viel überflutet, wie ich vorab vermutet hatte. Der überflutete Dead Tree Forest wirkte sehr imposant. Die Schwierigkeit bestand jetzt jedoch darin, die neue Rezeption zu finden. Nach etwas Fahrerei durch das höher gelegene Gebiet fanden wir schließlich die Zelte der Mitarbeiter und checkten ein.
Da wir nicht vorhatten, nochmal zurück zum North Gate zu fahren, und unsere Übernachtung in Third Bridge auch platzen würde, fragten wir direkt nach, ob wir für weitere drei Nächte bleiben könnten. Zum Glück war noch einiges frei. Für die ersten drei Nächte suchten wir uns die Reserve-Campsite nahe Campsite 5 aus - diese kannten wir schon von der Reise davor und hat uns sehr gut gefallen.
Für die letzten beiden Nächte war zum Glück sogar Campsite Nummer 1 frei 😃
Wir bezogen unsere Campsite, und bereits zum Brunch gab es den ersten Besuch.
Uns hielt es nicht lange auf der Campsite, und wir begannen, die trockenen Wege rund um den gefluteten Dead Tree Forest zu erkunden.
Kai checkte regelmäßig die Umgebung mit dem Fernglas, und plötzlich erblickte er weit entfernt unter einem Baum an einem Termitenhaufen zwei Geparde!
Wir hatten zwar gehört, dass hier angeblich einer gesichtet wurde, jedoch hätten wir nicht gedacht, dass wir überhaupt - und dann auch noch zwei Geparde - zu Gesicht bekommen würden.
Wir folgten dem Weg, und dieser führte sogar bis an die Geparden heran.
Wir beobachteten sie eine Weile, bis sie suchend nach Nahrung langsam weiterzogen. Auch zu ihrem neuen Plätzchen führte ein Weg, und wir konnten sie eine weitere ganze Zeit ganz für uns alleine beobachten. Sie musterten die Zebras in der Umgebung. Bei einem älteren Jungtier starteten sie einen Jagdversuch und verschwanden...
Nach den letzten beiden, doch relativ frustrierenden Fahrtagen, war diese Begegnung sehr guttuend! Wir fuhren freudig und zufrieden zurück zur Campsite und bereiteten das Abendbrot zu. Wieder gab es Elefantenbesuch.
Auch des Elefanten bester Freund gesellte sich in der Nacht noch zu uns ans Lagerfeuer. Das possierliche Tierchen ließ sich gerne fotografieren, und wir mussten aufpassen, beim Umherlaufen nicht ausversehen auf es draufzutreten. Hätten wir gewusst, welchen Ärger uns dieses Tierchen noch beschert, wäre das vielleicht sogar besser gewesen..
Viele Grüße
Marcel
Champagner8’796 Beiträge · seit 201018. Sept. 2026 ·
Auch haben will 😱🙃😊! Ich kann mich nicht daran erinnern, in der Khwai-Region jemals Geparden gesehen zu haben (hab aber davon in letzter Zeit öfters gelesen). Wie toll, dass Ihr sie gefunden habt!
Skotch schrieb:wir mussten aufpassen, beim Umherlaufen nicht ausversehen auf es draufzutreten. Hätten wir gewusst, welchen Ärger uns dieses Tierchen noch beschert, wäre das vielleicht sogar besser gewesen..
🤭 Das ist aber schon ein bisschen fies, oder? 😎 Auch wenn ich die Geschichte, die dann folgen wird, ja kenne 🙄.
Ich freu mich auf mehr aus meiner Lieblingsecke und hoffe, dafür nicht schon wieder in den Schuppen zu meinen Pföschdle zu müssen 😜.