THEMA: Knappe 4 Wochen Namibia
13 Dez 2024 17:53 #699008
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  • Melonhead am 13 Dez 2024 17:53
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Hallo zusammen,
wir sind seit einiger Zeit in der Planung unserer Namibiareise Ende August bis Ende September 2025. Viele, sehr viele Fragen wurden dabei bereits durch Lesen in diesem Forum beantwortet. Das ist echt unglaublich, wie viel Wissen hier zusammen getragen wurde. Inzwischen haben wir eine Route erstellt und würden uns sehr freuen, wenn jemand sich die Zeit nimmt, um da mal drüber zu schauen und uns Feedback zu geben.
Kurz zu uns: Wir sind beide Ende 30 und werden das erste mal in Afrika unterwegs sein. Und das erste Mal im Linksverkehr... Außer in Swakopmund möchten wir nur campen. Da ergibt sich auch direkt unsere erste und vielleicht wichtigste Frage: Wie wichtig ist es, die Campingplätze vorzubuchen? Uns ist bewusst, dass der September in die Hauptreisezeit fällt. Andererseits habe ich häufig den Eindruck, dass v.a. die Lodges so früh ausgebucht sind und das auf Campingplätze vielleicht gar nicht so zutrifft. Es wäre schön, wenn ihr hier ein paar Erfahrungen mit uns teilen könntet.
Wir haben uns die Hochsaison ausgesucht, weil wir uns v.a. auf Tiersichtungen freuen. Darüberhinaus möchten wir aber auch gerne in dieser sehr besonderen Landschaft wandern gehen. Wir sind beide sportlich und werden auch einfach einen Ausgleich zum vielen im-Auto-sitzen brauchen.

Hier mal unsere bisherige Planung:
TagtagsübernachtskmFragen/Gedanken
1Ankunft und MietwagenübernahmeWindhoek Urban Camp
2Einkauf, Fahrt und Sundowner DriveBagatelle Kalahari276 km
3Morning Drive, Auto sortieren etc.Bagatelle Kalahari
4FahrtKlein Aus Vista415 km
5Kolmanskop und evtl. LüderitzKlein Aus Vista249 kmevtl. die 2. Nacht Bagatelle streichen und stattdessen eine weitere Nacht Klein Aus Vista und dort den Eagle Trail wandern
6FahrtSesriem/Sossusvlei381 km/347 kmNach langem hin und her haben wir uns gegen eine Übernachtung an der D707 entschieden. Dauert es zu lange, auf der Strecke die D707 zu fahren ohne Übernachtung?
7SossusvleiSesriem/Sossusvlei
8Waterkloof TrailNaukluft Campsite NWR78 kmIst das realistisch? Morgens früh am Camp aufbrechen, zur Naukluft Campsite fahren und hier den 7 stündigen Waterklooftrail machen?
9FahrtSwakopmund340 km
10Living Desert TourSwakopmund
11div. Aktivitäten denkbarSwakopmund
12Fahrt und Wanderung AmeibErongo Rocks255 km
13Wanderung auf Gelände der UnterkunftErongo Rocks
14Besuch San Dorf Omandumba und FahrtMadisa184 km
15WüstenelefantentourMadisa
16Fahrt und TwyfelfonteinPalmwag Campsite Gondwana149 kmBei Palmwag und der Konzession bin ich mir am unsichersten, ob das so Sinn macht.
17Rhino Tracking und KonzessionsgebietHein’s Camp?evtl. Tag 16 und 17 tauschen?
18FahrtUgab Terrace>250 kmIst das realistisch vom Hein's Camp aus?
19Spaziergang Ugab Terrassen und FahrtOkaukuejo207 km
20EtoshaOkaukuejo
21EtoshaHalali
22EtoshaHalali
23EtoshaNamutoniZu viel? Vielleicht auch nur 4 Nächte Etosha
24FahrtWaterberg321 km*
25WanderungWaterberg
26FahrtWindhoek289 km
27Flug

* Wir sind unsicher, ob sich ein Aufenthalt am Waterberg lohnt. Die Überlegung ist, dass die Region wohl auch in der Trockenzeit noch etwas grün ist. Wenn das stimmt, wäre es vielleicht eine willkommene Abwechslung am Ende der Reise hier einen Wandertag einzuplanen. Andererseits sind viele von der Region wohl auch enttäuscht. Die Alternative wäre, zwischen Etosha und Windhoek nur eine Nacht zu bleiben und dann näher an Windhoek dran (vielleicht Omatozu), am letzten Tag noch mehr von Windhoek sehen zu können und die frei gewordene Nacht woanders zu investieren.

Die Aktivitäten sind so nicht in Stein gemeißelt. Aber wir haben uns zumindest mal überlegt, was Sinn machen könnte, um abschätzen zu können, wie lange man an einem Ort bleiben sollte. Falls die Rückmeldung so ausfällt, dass es gar nicht notwendig ist alles vorzubuchen, würden wir ohnehin alles etwas flexibler halten.

Unsere größte Unsicherheit betrifft wie gesagt Palmwag bzw. das Konzessionsgebiet. Macht es überhaupt Sinn für so kurze Zeit dahin zu fahren? Wie gut können Ungeübte die Strecke im day visitor Bereich fahren? Lohnt sich das Rhino Tracking dort etc.

Wir freuen uns sehr über Feedback zu unserer Planung. Konkret zu unseren Fragen, aber auch allgemein zu Unstimmigkeiten, Punkten, die man besser gestalten könnte etc.

Vielen Dank schon einmal im Voraus!
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13 Dez 2024 18:38 #699009
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  • Melanie1982 am 13 Dez 2024 18:38
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Hallo Melonhead!

Erst mal beneide ich euch um die lange Zeit, die ihr in Namibia habt :)

Wir waren dieses Jahr das erste Mal dort, deswegen kann ich nicht zu allem was sagen. Aber zum Bereich Etosha: wir waren 4 Nächte dort (allerdings außerhalb) und ich war unglaublich traurig, als wir weiter „mussten“. Für uns war es das erste Mal, dass wir Tieren so nah sein konnten und es hat uns total überwältigt. Deswegen machen wir nächstes Jahr 6 Nächte (3 innerhalb, 3 außerhalb), um das ganze einfach noch mehr genießen zu können. Wenn ihr also so viel Zeit habt, würde ich auf jeden Fall lieber mehr Tage dort einplanen. Oder ihr überlegt, auf dem Rückweg noch in Okonjima zu campen. Das werden wir im September auch 2 Nächte machen.
Wir lassen den Waterberg auch dieses Mal weg, allerdings haben wir auch nur 2 Wochen Zeit. Wir haben bereits alles vorgebracht. Wie es mit Campingplätzen spontan aussieht, kann ich dir leider nicht sagen.

Bin gespannt, was noch so an Tipps kommt :)
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13 Dez 2024 19:16 #699019
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  • D und M am 13 Dez 2024 19:16
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Hallo Melonhead

Eine schöne Tour. Wir sind auch passionierte Wanderer und Trekker. Hier ein paar Kommentare:

ad 4. Uns hat Klein Aus Vista sehr gut gefallen. Wir waren schon mehrmals dort. Das letzte Mal haben wir nach unserer Ankunft am Nachmittag noch den Schutztruppen-Trail gemacht. War sehr schön und gibt einen guten Einblick in die Landschaft, Flora und Fauna. Wir waren auch schon auf dem Geister-Trail und Mountain-Trail. War alles schön. Wir haben allerdings nie einen ganzen Tag dort verbracht, nur An- oder Abreise plus Trail.
ad 5. Lüderitz und Kolmanskop: Kolmanskop ist ein spezielles Erlebnis. Uns hat es gefallen. Lüderitz lohnt sich m.E. nur, wenn ihr da übernachtet, damit ihr am Morgen eine Bootstour machen könnt. Am Nachmittag nach der Ankunft noch zum Kap raus oder am nächsten Tag nach der Bootstour. Der Ort an sich hat ein paar historische Gebäude aber ist sonst nicht sehr aufregend.
ad 8: Naukluft ist toll. Allerdings hat es auf der Campsite marodierende Baboons, die auch Autos aufbrechen. Also Auto bei der Reception stehen lassen und erst nach der Wanderung einchecken. Oder nur als Day-Visitor und dann raus und in Tsauchab River camp oder Büllsport campen. In Büllsport gibt es auch eine tolle Wanderung. Die meisten lassen sich (teuer) rauffahren, aber man kann direkt von der Campsite aufs Plateau laufen und durch die Köcherbaumschlucht zurück. Ist eine stramme aber tolle Wanderung.
ad 9: Wenn ihr in Sesriem ein Permit kauft könnt ihr die Fahrt von Sesriem nach Swakopmund mit der Wanderung auf dem Rock Sculpture Hiking Trail bei der Blutkuppe machen.
ad 16/17: Für mich macht der Abstecher keinen Sinn. Ist zu viel holprige Fahrerei
ad 18: Wart ihr schon mal im Südwesten der USA. Die Ugab Terrassen geben meiner Meinung nach nicht so viel her. Wandern ist dort auch nicht wirklich angesagt, nur spazieren.
Etosha: Da ihr ja noch nie in Afrika wart, könnt ihr Etosha ruhig noch ausbauen. WEnn ihr genug vom Gamdriven habt, könnt ihr euch auch mal ein paar Stunden in Okaukuejo oder Halali ans Wasserloch setzen. Ist immer ein Erlebnis.
In Etosha in den Camps unbedingt die Sichtungsbücher oder -Tafeln anschauen. Wenn am morgen Löwen gesehen wurden, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie am Abend wieder zum entsprechenden Wasserloch kommen resp. in der Nähe unter den Büschen am Schatten liegen.
ad 24/25: Waterberg gefällt uns sehr gut. Waterberg Wilderness hat die besseren Wandermöglichkeiten. Allerdings ist der Aufstieg auf das Plateau kosenpflichtig und nicht besonders interessant. Den Plaeauhike im NP könnt ihr auf eigene Faust machen. Bei Waterberg Wilderness gibt es auch einen Rhino Walk, bei denen man den Rhinos offenbar sehr nahe kommt. Die Campsite kriegt am Abend immer Besuch von Stachelschweinen - Achtung alle Nahrungsmittel und Abfall sicher verstauen.
Wenn ihr Palmwag und Ugab streicht, 1 Tag Etosha und 1 Tag Spitzkoppe. Da kann man auch weglos rumkraxeln.
Campingplätze reservieren? Sesriem und Etosha unbedingt. Sonst findet man wohl auch kurzfristig noch etwas. Ich würde 1-2 Tage vorher anrufen und fragen.
Viel Spass bei der weiteren Planung.

Viele Grüsse
Daniela
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Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht --- Namibia 2015: Reisebericht --- Uganda 2015: Reisebericht --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
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13 Dez 2024 19:43 #699022
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D und M schrieb:
... Lüderitz lohnt sich m.E. nur, wenn ihr da übernachtet, damit ihr am Morgen eine Bootstour machen könnt. Am Nachmittag nach der Ankunft noch zum Kap raus oder am nächsten Tag nach der Bootstour. Der Ort an sich hat ein paar historische Gebäude aber ist sonst nicht sehr aufregend. ...

Lüderitz besticht durch seinen nahezu intakten Jugendstil. Dadurch, dass die Stadt nach dem Abzug der Diamantenindustrie in einen "Dornröschenschlaf" fiel, kam es zu keinerlei nennenswerten Investitionen und somit wurden auch keine Neubauten hochgezogen.

Wer sich dafür interessiert, dem sei eine historische Stadtführung empfohlen.

LG
Logi
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13 Dez 2024 21:48 #699028
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Melonhead schrieb:
* Wir sind unsicher, ob sich ein Aufenthalt am Waterberg lohnt. Die Überlegung ist, dass die Region wohl auch in der Trockenzeit noch etwas grün ist. Wenn das stimmt, wäre es vielleicht eine willkommene Abwechslung am Ende der Reise hier einen Wandertag einzuplanen. Andererseits sind viele von der Region wohl auch enttäuscht

Wir mochten den Waterberg gerne. Ich habe das Gefühl die Enttäuschung bezieht sich häufig auf die dort ansässigen Lodges und nicht unbedingt auf die Region. Wir waren als Camper auf dem Waterberg Andersson Camp im, von Daniela bereits angesprochenen, Waterberg Wilderness Nature Reserve und haben uns sehr wohl gefühlt :) Zur Palmwag Concession kann ich nichts sagen.

Liebe Grüße!
Letzte Änderung: 13 Dez 2024 21:49 von JohannaHen.
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Hey,

wir waren im August auf Omatozu. Für eine Nacht würde ich es empfehlen. Die Fahrt nach Windhoek geht schnell und unproblematisch, falls ihr dort noch mehr Zeit verbringen wollt. Auch auf Omatozu gibt es übrigens ganz nette Wanderwege.

Habt ihr mal über den Tok Tokkie Trail nachgedacht? Haben wir selbst noch nicht gemacht, aber wird hier im Forum in höchsten Tönen gelobt :)

VG,
Dennis
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