THEMA: Ersttätertour Namibia im Dezember 2019
29 Aug 2019 12:56 #566092
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@Logi: Vielen Dank für den Tipp zum San Living Museum. Das ist durchaus ein Argument doch 2 Nächte zu bleiben.

Africa on Wheels hatte ich mir auch bereits angeschaut - ein Fragezeichen war hier für mich lediglich das Alter der Wagen. Eine andere Alternative wäre noch Nambozi, die preislich auch recht attraktiv sind und wie ich es sehe, gute Kritiken haben. Insgesamt liegen logischerweise alle Angebote für den Hilux ein gutes Stück über den Duster, den ich für 49€ pro Tag ohne Selbstbeteiligung und inkl. Reifen/Scheibe/Unterboden bekomme.

@Alle: Weitere Hinweise zu den Unterkünften oder der Route in der Region Erongo/Damara sind gerne willkommen.
Letzte Änderung: 29 Aug 2019 13:38 von ElProfesor.
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11 Sep 2019 20:10 #567398
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Ein freundliches Hallo an Alle,

nachdem die Planungen weiter vorangegangen sind, ist es mal wieder Zeit für ein Update, selbstverständlich auch wieder verbunden mit ein paar Fragen. Erongo, Damarland und die Hälfte von Etosha sind zwischenzeitlich geplant und die entsprechenden Unterkünfte auch bereits gebucht/reserviert. Insgesamt folgen wir mit unserer Route nach anfänglich vielen verschiedenen Ideen und Optionen nun dem mehrfach gegebenen Rat „Weniger ist mehr“. Das heißt wir begrenzen unsere insgesamt 19 Tage auf den Teil von Namibia zwischen Sesriem und Etosha und bleiben dafür in den meisten Unterkünften mindestens zwei Nächte. Wir denken, dass wir so als „Erstäter“ einen guten und intensiven Eindruck von Namibia gewinnen können, verbunden mit dem Gedanken, dass wir für die anderen Regionen einfach wiederkommen, sollte uns auch das Namibiafieber gepackt haben.

Der geplante/gebuchte Teil der Reise sieht nun so aus und entspricht in vielen Teilen sicher einer typischen „Ersttätertour“:

14.12 - Auas Safari Lodge - Ankommen in Namibia
15.12 - Desert Quiver Camp, Sesriem - Anfahrt über Spreetshoogte Pass, ggf. im Nachmittag Elim Dunes
16.12 - Desert Quiver Camp, Sesriem - Sossusvlei
17.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Anfahrt durch Namib Naukluft Park
18.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Little Five oder Quad/Sandboard/Fatbike oder Sandwich Harbour
19.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Walvis Bay mit Kajak oder Bootsausflug
20.12 - Ai Aiba Rock Painting Lodge, Erongo - Anfahrt über Spitzkoppe
21.12 - Ai Aiba Rock Painting Lodge, Erongo - Besuch bei den Sans (z.B. Bushmanwalk)
22.12 - Grootberg Lodge, Damaraland - Anfahrt über Twyfelfontein
23.12 - Grootberg Lodge, Damaraland - Relaxen und Aussicht genießen und/oder Ausflug in der Umgebung
24.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Anfahrt + ggf. ersten Sundownerdrive
25.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Etosha West/Zentral
26.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Etosha Zentral
27.12 - Halali Restcamp, Etosha - Etosha Zentral/Ost
28.12 bis 01.01 noch offen

Nun zu den Gedanken und Fragen, die mir aktuell durch den Kopf gehen:

Nach langer Überlegung, am Ende zwischen Vingerklip und Grootberg, haben wir uns letztlich für die Grootberg Lodge entschieden, obwohl Vingerklip auf der direkteren Strecke Richtung Anderson Gate gelegen hätte und auch zumindest etwas günstiger war. Ausschlaggebend war, dass uns die Lage und Umgebung am Grootberg Pass noch mehr gereizt hat und ich auch die Gegend um Twyfelfontein, zumindest auf der Durchfahrt, sehr gerne sehen möchte. Von der Ai Aiba Lodge kommend bedeutet dies natürlich einen ziemlichen Ritt von ca. 350 km durch die Berge. Meine Vorstellung ist nun, diesen Tag dennoch als hoffentlich relativ stressfreien „Fahrtag“ mit kürzeren Zwischenstopps in der Gegend um Twyfelfontein genießen zu können. Gibt es hier Erfahrungswerte für diese Strecke und Empfehlungen für lohnenswerte Routen? Google Maps spuckt eine Fahrzeit von gut 5 Stunden aus, mit Blick auf die T4A-Karten rechne ich aber eher mit einer reinen Fahrtzeit von ca. 7 Stunden. Kommt das hin? Das wäre dann für uns denke ich noch stressfrei machbar, da wir schließlich an einem der längsten Tagen des Jahres reisen (Tageslicht von 06:00 – 19:30). Wenn man spätestens um 08:00 Uhr auf der Strecke ist, bliebe auch noch Luft für kleinere Stopps oder Ungeplantes, ohne dass man sich hetzen muss.

Ein weiterer Punkt für die Gegend um Grootberg/Palmwag waren ursprünglich die Wüstenelefanten. Nun habe ich in der Zwischenzeit diverse doch recht ernüchternde Erfahrungsberichte über die entsprechenden Touren von Grootberg aus gelesen (Fazit oftmals: sehr teuer, viel Fahrerei mit z.T. nicht besonders motivierten Trackern und z.T. mit sehr geringem „Ertrag“). Gedanklich haben wir unser daher nun eher bereits davon verabschiedet und planen, den Tag nach dem langen Anreisetag zuvor zumindest zum Teil einfach fürs relaxen und genießen der tollen Aussicht zu nutzen. Die Frage ist, ob man die Gegend um Grootberg alternativ auch ein wenig auf eigene Faust erkunden kann und ggf. sogar selber mit entsprechendem Glück Elefanten finden kann. Hinsichtlich der Palmwag Lodge in der Nähe habe ich z.B. unterschiedliche Ansichten gelesen, inwiefern man diese inkl. Umgebung auch als Tagesgast besuchen kann.

Bezüglich Etosha war zunächst die Überlegung vom Galton Gate aus über den Westen in und durch den Park zu fahren. Die sehr durchwachsenen Reviews zu den staatlichen Camp, nicht zu Letzt verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch meiner Frau, lieber in einer schönen Unterkunft zu wohnen, haben mich jedoch umplanen lassen. Der Ehefrieden ist schließlich auch ein nicht ganz unerheblicher Teil für einen gelungenen Urlaub :silly: :cheer: Die optimale Lage zum Gate und ein sehr attraktives 3:2 Angebot von Dertour haben schließlich den Ausschlag für das Etosha Village gegeben (vielen Dank in diesem Zusammenhang an Logi für den Tipp). Uns ist bewusst, dass die Unterkunft sicher etwas größer und unpersönlicher ist, die Bilder und Reviews zu Unterkünften, Essen etc. sehen aber durchweg sehr positiv aus, so dass wir denken, hier nichts falsch zu machen. Als Kompromiss konnte ich anschließend eine Nacht in Halali „aushandeln“ B) , so dass wir auch eine Nacht direkt im Park verbringen und hoffentlich trotz kleiner Regenzeit am Abend am Wasserloch etwas zu sehen bekommen. Danach soll es in den Osten nähe Lindequist Gat gehen. Als Frage ist noch offen, wie viele Nächte wir hier noch verbringen (1 oder 2). In einigen Berichten habe ich gelesen, dass in der Regenzeit der Nordosten des Parks u.U. der tierreichste und damit ergiebigste Teil ist. Dies würde dafür sprechen, hier nicht nur einen Tag (auf dem Weg von Halali nach Lindequest und Umgebung), sondern noch einen vollständigen weiteren nur für diese Gegend zu verbringen. Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, ob insgesamt 6 Nächte Etosha (3+1+2) nicht etwas überdimensioniert und ggf. auf Dauer zu anstrengend ist? Zumal, so wie ich es verstanden habe, es genauso gut sein kann, dass die kleine Regenzeit mehr oder weniger ausbleibt und damit die Tiere genauso gut noch in den anderen Regionen sein können?

Wir ihr seht – egal wie viel man recherchiert, die Fragen gehen – zumindest bei mir – nie aus. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir das Ganze bereits jetzt in der Vorbereitung einen riesen Spaß macht und die Vorfreude auf Namibia dadurch sehr groß ist. Wenn ihr also zu dem ein oder anderen Punkt eine Antwort oder einen Hinweis habt – immer her damit. 

Vielen Dank und viele Grüße
Stefan
Letzte Änderung: 11 Sep 2019 20:14 von ElProfesor.
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11 Sep 2019 20:27 #567400
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Hallo Stefan,

mit Blick auf die T4A-Karten rechne ich aber eher mit einer reinen Fahrtzeit von ca. 7 Stunden. Kommt das hin?

Richtig! Reine Fahrzeit ist hier das Stichwort, hinzu kommen noch Pausen für Essen & Trinken, Pippi machen und hier und da ein Foto. Für Twyfelfontein oder andere Besichtigungen bleibt da 0,0 Zeit.

Ebenfalls richtig ist, dass die Touren der Grootberg Lodge sehr, sehr teuer sind und lange dauern - ohne irgend eine Grantie auf Sichtungen. Ob Ihr auf dem Plateau selbstständig wandern könnt, hängt davon ab, ob sich gerade Raubkatzen tummeln oder nicht. Falls "Kätzchen" da sein sollten, dann werdet Ihr sogar von und zum Chalet begleitet.

Theoretisch ist es möglich in der Palmwag Lodge an einer Tour teilzunehmen, jedoch finden diese am frühen Morgen oder späten Nachmittag statt. Ihr hättet dann immer mit der Dunkelheit zu tun und wegen der schwierigen An-bzw. Abfahrt zur Grootberg Lodge gibt es da schon Probleme. Hinzu kommt, dass die meisten Autovermieter ein Fahren in der Dunkelheit nicht gestatten.

LG
Logi
Letzte Änderung: 11 Sep 2019 20:31 von Logi.
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12 Sep 2019 03:30 #567428
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  • Carsten Möhle am 12 Sep 2019 03:30
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Sehr geehrter Stefan,
Chapeau, Planung schon sehr gut.
Halali passt zur Risikostreuung im Etosha Nationalpark und am Wasserloch kann man dann von 17- 21:45 Uhr noch Glück haben.
Erfahrungsgemäß sind die meisten Tiere im Dezember allerdings im ostwärtigen, zum Teil nicht zugänglichen Bereich des Parks.
Taleni Etosha Village ist daher nicht zielführend, wenn man an Tiersichtungen interessiert ist. Ein gutes Buch lesen kann man dort allerdings. Ungestört.
Um Dolomite Camp funktionieren Tiersichtungen dann auch. Breit- und Spitzmaulnashörner, Berg- und Steppenzebra, Springböcke und Giraffen. Elefanten so lala.

In den "Regenzeitmonaten" Dez-April ergibt es Sinn Pirschfahrten mit den guten Rangern zu unternehmen.
www.bwana.de/namibia...ha-nationalpark.html
Drei Ranger haben wir identifiziert, bei denen Ich empfehle mitzufahren: Victor, Simon und Gabes Nantanga. An der Rezeption fragen, wer die Pirschfahrt als Guide durchführt. Wenn einer dieser Namen fällt, dann buchen, wenn nicht, dann Finger von dieser Art der Geldverschwendung lassen. Achtung! Nicht fragen: "Ist heute Abend Victor der Guide?" Die Antwort lautet dann immer "Ja". Also immer erst vor Ort buchen.

Viel mehr Tage sollte man allerdings in der nicht ganz richtigen Jahreszeit für Etosha investieren. Eher in "kontrollierterer" Umgebung Tiere erfolgreicher aufspüren.
Das unbezahlbare Ongava ist eine sehr gute Adresse. Aber Waterberg Plateau Lodge mit Nashörnern und Aussicht, sowie Wabi Game Lodge mit Hippos, sowie Otjiwa mit Nashörnern oder Mount Etjo Safari Lodge mit Allem passt auch.
Erindi bin ich nicht so der Fan. Allerdings sind die Tiersichtungen im Bereich der Old Traders Lodge im Dezember gut.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
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16 Sep 2019 18:32 #567918
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Vielen Dank für die Antworten, die mich in meiner Entscheidungsfindung wieder weitergebracht haben.

Der Weg von Ai Aiba zur Grootberg Lodge wird dann wohl wie erwartet ein voller Fahrtag ohne größere Zwischenstopps. Ich bin dennoch guter Dinge, dass dies halbwegs stressfrei für uns wird, wenn wir frühzeitig starten und uns nicht hetzen. Ist auf der ganzen Reise auch die längste Strecke und anschließend haben wir die Möglichkeit zu relaxen. Das Elefantentrecking lassen wir denke ich weg.

Hinsichtlich Etosha haben mich die Ausführungen auch darin bestärkt, nur noch eine Nacht im Osten dranzuhängen. Zurzeit tendieren wir dazu, den dadurch gewonnen Tag in Okonjima zu verbringen.
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16 Sep 2019 18:41 #567921
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  • Logi am 11 Sep 2019 20:27
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Hört sich alles vernünftig und durchdacht an.

LG
Logi
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