THEMA: Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! | Botswana '21
04 Jun 2022 12:34 #644609
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Bye bye "Elephants Pan"

Wie immer klingelt der Wecker kurz bevor sich die Dunkelheit langsam in den Tag verabschiedet. Wir packen noch nicht alles ein, sondern fahren eine kleine Runde, bevor wir dann alles von gestern Abend fertig machen und den Wagen packen werden. Danach geht es heute nach Maun, wo wir wieder auf Martin & Claudia treffen und zusammen das Discovery B&B gebucht haben.


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Wir wollen möglichst früh beim Wasserloch sein, in der Hoffnung, dass vielleicht doch mal Katzen dort anzutreffen sind.

Vorher wird aber nachgeholt, was gestern Nacht nicht möglich war. Ich suche nach den Elefantenspuren und mache ein Foto... unseren nächtlichen Besucher ablichten konnten wir ja logischerweise nicht. ;)

Ich finde ein paar der Fußabdrücke vor unserer Motorhaube, von da ging er dann direkt an dem Baum an unserem Auto und dem Feuer vorbei und wir standen jeder eine Klinke in der Hand am Wagen. :blink:




Und beim einpacken sehe ich diese, noch winzige Gottesanbeterin auf dem Rand unseres Potje sitzen. Da war sie, die Chance mal mein Makro-Objektiv zu nutzen, dass den ganzen Urlaub nicht einmal zum Einsatz kam. Ich weiß schon, was nächstes Mal zu Hause bleibt. :lol:




Es geht raus in die Ebene und auch der Sonnenaufgang weiß zu begeistern. Immer noch hängen ein paar Wolken am Himmel, bevor die Sonne die Chance hat, sie vom Himmel zu brennen und das Dunkel der Nacht vollständig zu vertreiben. Bei solchen Bildern muss ich immer an den Song von Seeed denken "Schwarz zu Blau", wie der Himmel langsam immer heller wird. Unten noch dunkles Blau und oben schon hell.



Wir fahren auf direktem Weg zum Wasserloch und bis dahin scheint alles wie ausgestorben, dass Wasserloch weiß aber wieder zu überzeugen. Gegen das Licht versinkt alles im Dunst und Staub. Es sind Herden von Gnus und Zebras anwesend, aber natürlich auch wieder ein paar Elefanten, allerdings nur eine handvoll, kein Vergleich zu dem Auflauf von gestern.







Obwohl mehr als genug Platz für alle wäre, werden die armen Gnus von einem Bullen ums Wasserloch herum gescheucht.



Wir beobachten nur das Wasserloch und Mara schaut irgendwann auch mal in die andere Richtung und siehe da, hier gibt es doch Katzen, auch wenn es "nur" eine einzelne Hyäne ist, die kaum, dass wir sie entdeckt haben die Läufe in die Pfoten nimmt und sich entlang der Straße verkrümmelt. Hyänen sehen wir immer nur Nachts im Camp. Ansonsten haben wir nur sehr selten Begegnungen mit ihnen, also ist ein Foto einer Hyäne von uns immer eine Seltenheit.

Ein letzter Blick zum Wasserloch zeigt, dass sich dort wieder der normale Ablauf einstellt. Die Elefanten nutzen ausgiebig das Wasserloch und der Rest steht drumherum und wartet auf seine Chance. ;)






Wir wollen noch eine kleine Runde drehen, um wenigstens ein klein wenig mehr von dem Gebiet zu sehen. Es geht auf den Baobab Loop. Wir fahren ein kleines Stück und dann werden die Büsche immer dichter, so dicht, dass es an manchen Stellen kein Durchkommen gibt, ohne das man voll durch die Büsche müsste. Wir haben ja den Wagen im CKGR schon ordentlich zerkratzt, bzw. diese Lackschlieren hinterlassen, aber das hier ist eine andere Nummer. Würden wir mit unserem eigenen Wagen nicht machen, machen wir also auch jetzt nicht. :unsure:

Es war hier anscheinend seit Monaten niemand mehr, alles ist sowas von zugewuchert, da müssen erstmal irgendwann wieder ein paar Fahrzeuge durch und die Wege freiräumen. Wir sind ja auch noch alleine hier. Tatsächlich hatten wir die NxaiPan komplett für uns alleine. Keine anderen Gäste, niemand zu sehen.

Ich schätze das ist eine Lerche?!


Wir wenden den Wagen und sehen ein Stück zurück den Weg, den wir gekommen sind, einen anderen Pfad. Dann versuchen wir den eben. Es ist eng bewachsen, aber es geht, wenn auch sehr langsam voran. Mara ist noch nicht überzeugt, aber ich denke, es wird gleich besser werden. Denkste! :pinch:

Vielleicht 200-300m in den Weg rein stehen wir praktisch vor einem dichten gebüsch und kein Ende in Sicht. Hier geht es überhaupt nicht mehr weiter. Allerdings kann man es auch vergessen zu wenden, weil es ja seit den ersten Metern sowas von eng mit Büschen bewachsen war, dass uns wohl nichts anderes überbleibt... ich lege den Rückwärtsgang ein und wir schleichen langsam die gesamte Strecke wieder zurück. Wir wissen hier noch nicht, was das Motto unserer Reise wird, das entsteht erst später, aber auch dieser kleine Pfad passt perfekt dazu. (und es wird auch nicht lange dauern, bis dieses Motto das erste mal richtig zuschlägt)

Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg!

Keine Experimente mehr, wir suchen uns die breiten Wege aus und auch wenn es mit dem Loop nichts geworden ist, sehen wir doch noch einen Baobab inkl. Bewohner. Von näherem kann man gut einen der Gründe erkennen, warum diese uralten Bäume manchmal fallen. Es sind deutliche Elefantenspuren im Stamm zu erkennen. Hoffen wir mal, dass dies eine einmalige Attacke war und der Baum sich erholt und nicht weiter Ziel der Elis ist. Im Krügerpark haben wir mal gesehen, wie das ausschauen kann, wenn die Dicken nicht aufhören. :dry:



Steppe Buzzard | Mäusebussard




(nein, das zählen wir nicht als Sichtung... auf dem Loop, haben wir aber einen Eli gesehen)


Wir sind ganz froh, als wir die weite Ebene im Norden des Gebiets erreichen. Jetzt ist klar, dass wir uns nicht weiter verfransen. Es gibt einen Weg mitten durch die Ebene, gestern sind wir eher am Rand entlang gefahren. Jetzt geht es den direkten Weg entlang und etwas Leben findet sich, allerdings auch das Gegenteil davon.

Tree Squirrel | Baumhörnchen


Crowned Lapwing | Kronenkiebitz








(und auch hier... stellvertretend für eine nicht fotogene Lebendsichtung. So fies sind wir nicht. :P)





Wir fahren zurück zur Campsite um noch ein paar letzte Dinge zu erledigen, bevor wir uns Richtung Maun aufmachen. Kaum halten wir an, da schauen uns auch schon wieder die Tokos über die Schulter.



Ich schnappe mir unser dreckiges Geschirr und verschwinde hinter die Ablutions zum Abwasch. Wie läuft denn so ein Abwasch eigentlich ab?! :huh:

- man stellt sein dreckiges Geschirr ab
- reinigt das Becken etwas vom Flugdreck der sich gesammelt hat
- dann lässt man nur etwas Wasser ins Becken, Spülmittel drauf
- schön aufschäumen lassen
- und dann nach und nach die dreckigen Sachen durch das Wasser ziehen
- je weniger dreckig, desto eher ins Wasser
- so verbraucht man weniger Wasser :)
- alles was fertig ist daneben stellen zum Abtropfen
- so verbraucht man später weniger Trockentuch :P

WARUM ZUM TEUFEL ERZÄHLST DU SO NEN BLÖDSINN HIER!!! ... wäre eine berechtigte Frage.

Weil es einfach nicht klappen will an diesem Morgen. Ich schrubbe, ich lassen Wasser drüber laufen, aber das Spülmittel klebt wie Pattex an den Sachen. Das Wasser hier ist anscheinend so weich, dass es sich einfach nicht zum Reinigen eignet. Selbst an meinen Händen bleibt das Spülmittel haften. :angry: Ich brauche schon ewig um das nur von der Hand zu kriegen, was eine Scheiße. Ich werde so langsam richtig genervt.

Mara fragt sich wohl auch, warum ich so lange brauche. Sie hat soweit alles eingeräumt, fehlt nur noch der Kram für die Küche. Sie kommt um die Hütte um das Abtrocknen zu übernehmen. Ich teile mit ihr mein Leid, dass das blöde Wasser zu weich ist und sie probiert es auch kurz aus... schüttelt den Kopf und hält mir die Spülmittelflasche entgegen. :huh:

"Du hast das Waschmittel mitgenommen!!!" :side: :blush: :laugh: :laugh: :laugh:

Ich Vollidiot. :pinch:

Eine goldene Regel besagt ja, den Fehler sucht man immer woanders, nie bei sich selbst. Ich bin so ein Horst, aber wir haben Tränen in den Augen. Ich schleiche mich zurück zum Auto, hole das Spülmittel und siehe da, selbst mit diesem "viel zu weichem Wasser" funktioniert es doch noch, den Abwasch zu machen. :lol:

Wieder was dazugelernt, jetzt aber nix wie weg. Als wir von den Ablutions zurückkommen steht tatsächlich ein weiteres Auto auf der Campsite, zwei Franzosen, die gerade angekommen sind. Wir wechseln ein paar Worte, verabschieden uns und sorry, kleiner Toko, aber wir müssen jetzt deinen Ausguck "klauen".

10.15h sind wir unterwegs. Hier hat es uns gut gefallen.



Fazit Nxai Pan
Wir waren nunmal komplett alleine hier, dementsprechend war auch die Campsite sehr schön für uns. Solange man hier nur ein paar Autos hat und verteilt steht, ist es immer ok. Ansonsten rückt alles schon sehr eng zusammen. Die hinteren Plätze sind dann deutlich besser, da ansonsten alle die kommen oder gehen quasi über den eigenen Platz aus dem Camp rausrollen.

Das Gebiet selber haben wir nur zu einem kleinen Teil gesehen. Den ganzen Osten haben wir ausgelassen, da uns gesagt wurde, dass aktuell nur das zentrale Wasserloch auch befüllt ist. In Kombination mit den Baines Baobabs würden wir aber auch jeden Fall wieder kommen. So lässt sich der Abstecher zu den magischen Baines toll mit etwas Safari kombinieren. 3,5 von 5 Sternen


Raus aus dem Gate geht es auf die lange Staubpiste in Richtung des nächsten Gates. Das kaputte Auto der Putzkolonne ist mittlerweile abgeholt worden. Wir sehen tief in den Büschen versteckt noch ein paar Elefanten, ich nutze wieder etwas morbide angehaucht, deren Überbleibsel als stellvertretende Fotos. Diese Knochen am Rande der Piste sind allerdings auch faszinierend.










Wir poltern über die Sandpiste weiter und sehen links am Rand eine Oryx Familie stehen. Kleine Oryxe! :woohoo:
Die haben wir noch nie gesehen. Wir fahren ganz nach rechts auf die Bahn und fahren langsam weiter um sie nicht zu erschrecken.



Leider klappt unser Plan nicht und die Elterntiere sprengen über die Böschung, die beiden Kleinen entscheiden sich über die PAD zu flüchten. :(

Irgendwann bleiben sie stehen und gucken. Wir versuchen jetzt wieder langsam vorbei zu fahren, aber wieder nehmen sie die PAD runter reißaus. Das geht ein paar mal so und wir können nur hoffen, dass die Elterntiere seitlich mitlaufen. Es hilft nichts, wenn wir so weitermachen, dann treiben wir die beiden bis zum Gate. Ich gebe mehr Gas und wir kommen seitlich neben sie, so dass sie endlich in die Büsche abbiegen und nicht immer weiter von ihrer Familie weglaufen.

Uns verabschiedet noch ein schönes Steinböckchen, diese Porträts liebe ich ja. Puschelohren vom Feinsten!

Ein fast identisches Foto habe ich auch von 2018 bei den Baines mitgenommen.




Ohne weitere Sichtungen oder Unterbrechungen geht es zum Gate. Mara trägt uns aus und ich pumpe unsere Reifen auf. Es geht zurück in die Zivilisation, zumindest für einen Tag.








Hier machen wir einen kleinen Break und schließen das Gebiet der Baines und Nxai Pan ab. Nach all den statischen Eindrücken, gibt es jetzt noch eines von Maras Videos um etwas mehr Leben in diese Gegend zu bringen.

Schön war's, sehr überraschend für uns, weil wir in den letzten Urlauben solche Wasserloch als Tummelplatz Sichtungen gar nicht mehr gewöhnt waren. Eine Oase des Lebens inmitten der Trockenheit. Hat auch etwas Besonderes.



>>> auf's Bild klicken, dann kommt ihr zum Video <<<





Sala Sentle,
Robin & Mara
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05 Jun 2022 18:27 #644669
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Einmal volltanken bitte!, oder... wenn's mal wieder länger dauert.

Um genau 11.53 Uhr verlassen wir mit vollgepumpten Reifen das Gate. (toll, wenn man alles wirklich ganz genau im Tagebuch festhält. ;) )

Der Weg nach Maun läuft ohne große Aufreger oder Vorkommnisse. Die Straße wurde gegenüber 2018 neu geteert und dementsprechend rasch sind wir auch unterwegs und brauchen kaum anderthalb Stunden bis wir beim Discovery B&B vor der Tür stehen.

Marije lässt uns rein und begrüßt uns fix, aber herzlich. Wir bekommen die Hütte direkt neben den Parkplätzen, die sehr schön geräumig ist, mit eigenem kleinen Tisch drin und alles was man braucht. Wir wollen uns nicht viel Zeit lassen, müssen wir doch noch alle Besorgungen machen für die nächste Woche. Also wird nur schnell alles Gepäck in die Hütte geschmissen und dann sind wir auch "fast" wieder unterwegs.



Marije zeigt uns noch etwas die Anlage und erklärt, das Carol's Coffee Shop von ihrer Mitarbeiterin betrieben wird. Es ist quasi ein Shop-in-Shop System und Marije und René schwören auf ihren Cappuccino. Damit wären die Gastgeber auch komplett und bei so einem tollen Konzept, lassen wir uns nicht lange bitten und setzen uns mit den beiden ins das kleine Cafe.



Carol serviert vier Cappuccino und wir bestellen noch ihr selbstgemachtes Bananenbrot dazu. Sehr lecker. :)

Wir quatschen etwas, die beiden kommen aus den Niederlanden und haben vor 14 Jahren angefangen diese kleine Oase zu schaffen. Man kommt sich richtig willkommen vor und schwer zu beschreiben, es ist einfach sofort nett und gefällt uns richtig gut. So gut, dass wir für dieses Jahr direkt wieder unsere Nacht in Maun planen.

Während wir noch plauschen kommen Martin & Claudia von ihrem Shoppingtrip zurück und erzählen von ihrer Reifenpanne und ihrer Enttäuschung vom neuen BeefBoys Laden. Marije versucht uns zu erklären, wo wir den Delta Meat market finden könnten. Sie selber war nie dort, aber zeigt uns den gegoogelten Standort auf ihrem Handy.

In abgewandelter Trinkspruch-Manier heißt es dann für uns: "Nicht lang schnacken, Gas geben mit dem Hacken!"

Es ist schon 15.35 Uhr als wir uns in Richtung Maun-City begeben um unsere Vorräte aufzufüllen. Am Straßenrand stehen die bekannten bunten Bars und kleinen Hütten, die allerlei als Drive-In anbieten. Es gibt überall was zu sehen.






Unser erstes Ziel ist aber der DWNP, hier wollen wir unsere Permits und Gebühren schonmal auslösen, dann geht es in den Parks schneller und man kann alles per Kreditkarte erledigen. Wir wissen eigentlich wo er ist, aber meine Orientierung von vor 3 Jahren fängt beim großen Kreisverkehr in der Ortsmitte an. Diesmal kommen wir aus der Gegenrichtung und ich verpasse die Ausfahrt. Kurzerhand auf den Seitenstreifen und gedreht. Es ist wahnsinnig viel Verkehr, ich habe einen Jeep und es sind ja nur ein paar hundert Meter. Also rumpel ich, so wie es auch viele Einheimische machen, einfach auf dem Seitenstreifen zu unserer Ausfahrt zurück, was von einer Gruppe Männer mit Lachen und einem Thumbs Up quittiert wird, frei nach dem Motto, einer hat geschnallt, wie es geht. :silly:

Beim DWNP geht alles zackig und 16.10 Uhr sind wir auch schon wieder raus. Wen es interessiert anbei mal die Öffnungszeiten und direkt gegenüber ist auch das Office von... ne vergesst es, aber das war da anscheinend mal. Die SKL Offices liegen mittlerweile auf der anderen Flussseite.



Bevor es in den Supermarkt geht, versuchen wir unser Glück den Delta Meat Deli zu finden. Eine kleine Odysee beginnt. Wir sind ganz nah dran, aber nirgends ist der Laden aufzutreiben. Wir stellen unseren Wagen ab, laufen in irgedwelche Hinterhöfe und fragen ein halbes Dutzend Leute, ob irgendjemand den Laden kennt. Fehlanzeige... keiner hat von dem Laden etwas gehört.

Und genug Leute hätte es gehabt, auf den Straßen tummelt es sich und überall stehen Marktstände am Rand. Aber wir haben kein Glück.





Neben einer noch im Bau befindlichen Ritz Tankstelle sehen wir einen kleinen Metzger, wir gehen rein und die Theke sieht für unseren Hygiene Standard, sagen wir mal gewöhnheitsbedürftig aus... da alle das Fleisch unverpackt aus dem Laden nehmen, frage ich freundlicherweise, ob sie das Fleisch auch vakuumieren können. Leider nein, Glück gehabt. :whistle: So bleibt es nur beim Walk-By und wir sind wieder raus aus dem Laden.

Eine Angestellte vor dem Laden fragt uns, was wir suchen würden. Wir erzählen ihr, dass wir einen Metzger suchen, der eingepacktes Fleisch hat, bzw. es verpacken kann. Sie empfiehlt uns den Sefalana Großhandel. Der könne evtl. vakuumieren und das sei nur ein Stück die Straße runter. Ja, den kennen wir. Auf unserer Suche sind wir da schon dreimal vorbeigekommen, aber um das Gelände ist eine hohe Mauer gezogen, daher kann man nicht auf den Hof schauen und wir wussten nicht, was für ein Laden das ist.

Wir fahren das Stück noch und falls das nichts ist, dann geht es zum Supermarkt und dort wird Fleisch geholt. Wir biegen also von der Straße ab, fahren am nicht besetzten Schrankenhäuschen auf den Innenhof und staunen nicht schlecht. :woohoo:




Hier also hat sich der Laden versteckt. :cheer:
Was ne Überraschung, so kann man den natürlich nicht finden. Wir marschieren rein und der Laden ist klasse. Klein, aber fein. Schön sauber, schön gepflegt und total nette Bedienungen. Kein Vergleich zu der Location 2018. Es hat auch etwas Aufschnitt, Käse, Gemüse und andere Kleinigkeiten. Nichts um einen Einkauf zu tätigen, aber ein paar ergänzende Kleinigkeiten würde man bekommen.

Wir fragen nach Game und sie haben tatsächlich aktuell eine TK-Truhe mit Kudufleisch. B)

Ein großes Kudufilet für 4 Personen, 4x Kudusteaks, ein großes Rumpsteak und noch mal ein riesiges Tomahawk packen wir ein. Sie haben abgepackte ChilliBites, die aber direkt aus ihrer Produktion stammen und man auch direkt an der Theke bekommt. Wir dürfen probieren, nehmen direkt noch 2 Packungen mit... brutal trocken, aber total lecker. So mögen wir das.

Glücklich und mit vollen Taschen machen wir uns auf zum eigentlichen Einkauf. Wenn ihr also auf der Suche nach gutem Fleisch in Maun seid, haltet nach diesem Schild Ausschau, da werdet ihr fündig.




Der Einkauf im Spar geht fix, die Odysee begnnt erst mit den Bottlestores. Wir klappern alles ab, aber auch wenn die ein oder andere Tür noch auf ist, entweder haben sie ihre Lizenzen noch nicht wieder oder wir sind einfach zu spät. 10-16h, sonst gibt es nichts mehr. Wieder kein Bier, es ist zum Verzweifeln. :pinch: :laugh:

Zumindest finden wir so unsere "neue" Tankstelle in Maun. Daneben ist ein Liquorama, deswegen landen wir dort. Ich kann zumindest noch Wasser erhaschen, in Gegenwart des Tankwarts schätzen wir so ca. 100l müssten reinpassen. Sein Kollege reinigt alle Scheiben und prüft alle Motorflüssigkeiten. Bei ganz genau 100l und kein Tropfen mehr strahlt uns der Tankwart an. VOLLTREFFER! :)

Oh... wir meinten Full, nicht 100l. Bitte randvoll machen. Manchmal muss man dazu stehen was man sagt und dann muss man dadurch. Wieder so ein T.I.A. Moment. Wir sitzen auf heißen Kohlen und es ist langsam echt spät. Aber jetzt haben wir full gesagt und das wird jetzt auch gemacht. Eine gute Viertelstunde wird jetzt weitergetankt. Fahrzeuge in unserer Warteschlange drehen ab und werfen etwas genervte Blicke zu unserer Tanksäule. Dann endlich ist der Wagen voll. Es passt kein Tropfen mehr rein. Mit aller Geduld hat er es geschafft innerhalb von 15 Minuten, immer mal Luft aus dem Tank entweichen zu lassen, tatsächlich noch knapp 5 Liter oben drauf zu packen. (das üppige Trinkgeld war wohl verdient) :laugh:

Erst um 18.30h rollen wir auf den Hof zurück, was Marije mit einem überraschten "Was habt ihr denn die ganze Zeit gemacht?" quittiert. Viel Zeit bleibt nicht, um 19 Uhr gibt es Abendessen. Also werden nur die Einkäufe schnell ins Chalet geräumt, zurück beim Auto läuft ein Huhn durch unseren Wagen :blink: und dann schnell frisch gemacht und ab zum Essen.



Maggy und Carol haben ordentlich aufgetischt. Es gibt eine Art Pulled-Pork, "Seswaa" genannt. Dazu Papp, diesen Maismatsch. Chakalaka Beanes und Gemüse. (das Chakalaka ist eine Gewürzmischung, wir kriegen den Tipp, dass die meisten aus der Dose sehr gut sind und kaufen später auch für uns eine solche ein) Da man von dieser Kleinigkeit nicht satt werden würde, gibt es auch noch eine vegetarische Quiche, Coleslaw und einen griecheischen Salat. :dry: B) WOW!

Es ist total lecker, keiner muss fahren, also viel besser als in die Stadt zu fahren. Wir köpfen kühle Getränke und eine Flasche Wein, genießen das Essen und den Blick in den Garten.



Wir quasseln uns fest oder wie Martin sagen würde "klönen" wir noch lange. Irgendwann merken wir, dass Maggy nur auf uns wartet und wir verabschieden uns, damit die beiden auch endlich Feierabend machen können. Es geht ab ins Bett, Mara und ich schauen noch mal bei Carols vorbei, da hat es W-Lan und wir wollen wenigstens ein paar Nachrichten nach Hause schicken.




Wir verziehen uns, noch duschen und dann ins Bett. Während Mara duscht reinige ich alle Linsen und Kameras, jetzt geht es nochmal ordentlich und plötzlich fliegt mir die Gegenlichtblende der kleinen Telelinse auseinander. :ohmy: :pinch:

Der geneigte Leser fragt sich: Ja, Und?

Diese GeLi ist aber eine besondere Konstruktion. Sie schiebt sich über das Objektiv und der Mechanismus wird über ein Kugellager und Federn bewerkstelligt. Und das Teil ist komplett auseinander geflogen. 8 Kugeln und Federn verteilen sich im Raum, dabei sind die Kugeln gerade mal stecknadelgroß. Verdammt!

Mit Maras Hilfe finden wir zumindest alle Teile wieder, aber dann beginnt die Operation am offen Herzen. Küchentuch ausgebreitet und angefangen. Die kugeln hängt man fast ohne Widerstand über die Federn. Eine falsche Bewegung und sie fallen sofort wieder raus. Beim dritten Fehlversuch die Blende überzuschieben will ich eigentlich aufgeben. Dann hat mara die zündende Idee. Wenn wir das ganze über Kopf zusammen bauen, dann kann man von oben mit Druck die Blende überschieben. UND ES KLAPPT!!! :woohoo:

Was ein Glück. Das hätte mich echt genervt. Mara dreht auf dem Absatz um und fällt ins Bett. Ich dusche und danach sitze ich bis 1.30 Uhr nachts am Rechner und sichere unsere ganzen Fotos, damit es ab morgen wieder auf Null gedreht weitergehen kann.
...
..
.
pünktlich um 6.30 Uhr schellt der Wecker. :pinch:

Wir räumen unseren Kram zusammen und sortieren alles. Um 7.30 Uhr haben wir uns zum Frühstück verabredet. Übersichtlich, aber auch wieder lecker, mit allem nach Wunsch. Es gefällt einfach. Marije leistet uns Gesellschaft und wir unterhalten uns sehr nett. Sie erzählt uns, dass sie immer nur in der Regenzeit selber mal zur Safari kommen, weil sonst natürlich Gäste da sind und ihre Lieblingstiere Impalas sind: "Impalas sehen immer aus wie frisch gestylt... ganz egal ob Regen, Hitze oder ob sie die ganze Nacht von Löwen gejagt wurden." :laugh:

Das Brauchwasser füllen wir mit Hilfe einer Wasserschlauch-Gieskannen Konstruktion mit Flusswasser auf, verstauen unsere Sachen im Wagen und während Mara und Claudia sich um die Rechnung kümmern stellen Martin und ich der Vogelwelt im Garten nach.

White-bellied Sunbird | Wei


Und das passende Weibchen dazu...


Blue Waxbill | Blauastrild


René beobachtet uns während er den Garten macht und ruft uns irgendwann rüber. Er hat einen ganz besonderen Vogel entdeckt, den erwischt man wohl nicht alle Tage. Wir folgen ihm und er zeigt uns einen kleinen Vogel... ich sag mal etwas größer als ein Zaunkönig mit auffällig gelben Federn und der dummen Angewohnheit wie wild durch's Geäst zu springen. Ein Foto will doch gelingen. Eine Erstsichtung. B)

Grey-backed Camaroptera | Grünmantel-Bogenflügel



Wir organisieren noch ein paar Bier :woohoo: , die zur Rechnung addiert werden und inspizieren den kleinen Laden mit selbsgeflochtener Kunst. Auch hier ist das nicht einfach Nippes, sondern Flechtarbeiten der Mitarbeiter oder deren Familien. Wenn man etwas kauft, dann bei den Angestellten selber, das ist einfach klasse. Wir entscheiden uns für eine geflochtene Tasse, die wir so auch noch nie gesehen haben und die ziert jetzt unsere Afrika-Ecke zu Hause. Reezas Mutter hat die geflochten, also geht das Geld auch direkt ihr zu. :)



Mit einem letzten Blick in den Garten und dem Glück den ansässigen Webervogal an seinem Nest zu erwischen, verabschieden wir uns von Marije und René, bis zum nächsten Jahr und machen uns vom Hof. Auf geht's in den Moremi, zum Elefantenzählen. :silly: :laugh:


Holub's Golden Weaver | Safranweber



Fazit Discovery B&B
Es hat uns hier sehr gut gefallen. Ein richtig guter Zwischenstopp in Maun. Saubere, schöne Anlage. Das Verhältnis zwischen besitzern und Mitarbeitern hat uns sehr gut gefallen. Man kann Abends vor Ort Essen, wenn man sich anmeldet, auch schön, so muss man nicht noch einmal raus. 4 - 4,5 von 5 Sternen


Sala Sentle,
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Letzte Änderung: 05 Jun 2022 18:30 von Blende18.2.
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Auf dem Weg nach Xakanaxa... ach wirklich?!

Kaum sind wir vom Hof gerollt suchen wir uns erstmal einen der vielen Holzverkäufer am Rand. Nach unseren Erlebnissen in der Zentralkalahari gehen wir kein Risiko mehr ein. ;)



Wir kaufen nur so viel Holz, wie irgendwie in beide Autos reinpasst. :laugh:
10 Bündel schmeißen wir oben auf unsere Klamotten drauf, weitere 8 Bündel landen bei Martin & Claudia im Auto. Die Verkäuferin freut sich riesig. Es kommen ja kaum Touristen vorbei und eine solche Menge hat sie wohl schon seit einiger Zeit nicht mehr verkauft.

Voll bepackt mit genug Material, um jeden Abend durchzufeuern, geht es jetzt endlich in Richtung Moremi.

Aber schon nach den ersten 100m knackt unser Walkie Talkie.

"Sagt mal, ist das die richtige Richtung, unser Navi sagt was anderes?"


"Ja doch, passt."
...
..
.
ca. 200m später wenden wir dann... :whistle: :P

Spätestens hier, hätten die beiden schon misstrauisch werden können oder besser sollen. Aber dazu später mehr.


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Die Strecke nach Southgate ist super zu fahren und kein Vergleich zu 2018, als über die Hälfte, eine einzige Baustelle war. Es geht erst viel über Teer und dann über gut zu fahrenden Gravel. Am Vetinary Fence winkt man uns direkt durch. Kein Aussteigen und Schuhe reinigen, wir können einfach passieren und so dauert es auch nicht lange, bis wir am Abzweig nach Southgate ankommen.

Bei der guten Strecke, brauchen wir hier keinen Halt.




Den Übergang zum Gravel nutzen wir direkt mal um die Luft anzupassen. Mittlerweile lasse ich Luft ganz professionell mit der Zangenspitze meines Multitools ab und nicht wie sonst die Jahre, mit irgendeinem Stöckchen, dass ich am Wegesrand finde. Man perfektioniert mit den Jahren wirklich alles. :silly:



An alle die irgendwann das erste Mal dort noch vorbeikommen werden, an dieser übersichtlichen Beschilderung geht es links ab. ;)



Das schöne ist, dass mit der Abzweigung eigentlich schon der Gamedrive beginnt. Man kann durchaus hier schon erste Sichtungen genießen und auch die Landschaft hat direkt seinen Reiz. Für uns zumindest gibt es keinen Grund, erste schöne Ansichten links liegen zu lassen, nur weil man noch nicht durch's Gate ist.

Beim Kazikini Camp entdeckt Claudia auch direkt mal zwei Elefanten und auf dem Weg zum Gate, sehen wir noch einen Dickhäuter. Nicht fotogen, aber immerhin. Noch gar nicht im Park und die Zählung geht schon weiter.


Kurz vor'm Gate dann das ersehnte Schild, ab hier beginnt der Moremi und schon bald kommt das Gatehaus in Sicht. Es wird im Schatten geparkt, wir sind gerade die einzigen hier und dann geht es zur Anmeldung. Die Damen im Gate sind ein Ausbund an Lebensfreude und schaffen es kaum fünf Wörter über die Lippen zu bringen. Wir fragen noch nach Sichtungen und bekommen ein knappes: "Someone has seen lions" :huh:

Mehr können wir ihnen aber nicht entlocken, aber danke für die Info. Jemand hat im Moremi Löwen gesehen, na wer hätte das gedacht. :lol: (wir haben übrigens im Moremi keine Löwen gesehen, so viel mal vorweg)

Unterwegs zum Gate









Arrow-marked Babbler | Weißstrichel-Drosselhäherling




Wir verständigen uns kurz auf den Plan für die Strecke nach Xakanaxa. Die direkte Route ist ziemlich langweilig, die 3rd Bridge ist kaputt, aber man kann ja auch vorher abbiegen und den Makerekwa Loop nehmen. Das hat den großen Vorteil, dass wir die sehr schöne Strecke in Richtung Third Bridge nehmen können und direkt auf dem Weg einen kleinen Schlenker in die Xini Lagoon. Entlang des Loops und dem Weg nach Xakanaxa, haben wir dann direkt einen ausladenen Gamedrive vor uns. (ich habe immer gedacht, die Route hätten wir 2018 mit Petra und Andreas gefahren, mittlerweile habe ich rausgefunden, dass wir die tatsächlich auch 2018 nie gefahren sind)

Martin & Claudia sind dabei, sie kennen die Gegend nicht und folgen uns. Wie nicht anders zu erwarten ist die Gegend und der Drive sofort toll. Es geht über verschlungene Pfade immer tiefer in den Moremi und wir sehen schon vor den Xini Lagoons zahlreiche Elefanten und immer wieder Antilopen oder Vögel am Wegesrand. In erster Linie fasziniert aber dieses Cruisen durch die Landschaft. Einfach toll. :woohoo:

Und an einem Leberwurstbaum müssen wir kurz halt machen, die sehen einfach immer super aus und die runtergefallenen Früchte finden offenbar auch Abnehmer.





Wir fahren links... :whistle:









Yellow-billed Hornbill | Gelbschnabeltoko


Die Lagoons entpuppen sich als ein netter, kleiner Schlenk. Es geht am Rand der Wiese entlang über eine kaum erkennbare Spur. Allerlei Tiere tummeln sich und zur Abwechslung hat man dann auch mal eine etwas weitere Fläche vor sich, was auch schön ist. Wir sammeln selbst hier noch Tiere mit Elefanten im Hintergrund, nicht ganz ungeplant das Bild und zählen dank Fernglas in der Ferne an einem Schlammloch wieder viele Elefanten. Insgesamt alleine hier noch mal mehr als 30. Die Mittagshitze wirft mittlerweile ihre Schlieren über die Landschaft, lange bleiben wir nirgends stehen.






Yellow-billed Stork | Nimmersatt








Was will uns diese Werbesendung sagen. Eigentlich geht es links nach Third Bridge, der rechte Pfad führt eher auf direktem Weg zu unserem angepeilten Loop. Ich glaube, dass Schild sagt einfach nur aus, dass man auch rechts her fahren kann, da es zwischen den Wegen im Norden wieder eine Verbindung gibt, ja wenn... ja wenn man den rechten Weg den überhaupt fahren könnte. :dry:



Wir fahren den ersten Kilometer, am Wegesrand steht plötzlich recht viel Wasser und voraus kommt eine schlammige Durchfahrt.



Ach ne und außerdem findet Mara einen Pfad durch's Gebüsch, der die Durchfahrt umkurvt. Genauso gekurvt und gekurbelt wird dann auch von den Fahrern, während wir uns Meter für Meter alten Reifenabdrücken nachschlängeln und den Baumstümpfen ausweichen. Diese Tour endet bei der nächsten Wasserdurchfahrt. Ein kurzes Wasser, in der Tiefe recht gut als nicht viel mehr als Reifentief abzuschätzen, aber der Optik nach auch eher schlammig. Und wir stehen halt seitlich daneben und man kann nicht gerade reinfahren.

Kurzes innehalten zum Überlegen, aber soweit ist Mara nicht gekommen um hier aufzugeben. Vorsichtshalber mal alles an Unterstützung rein, was die Karre hergibt und dann ab in die Durchfahrt. Der Wagen schwimmt leicht, als Beifahrer merke ich nicht so sehr, wie die Reifen durchgehen, aber Mara spürt recht ordentlich, dass der Wagen durchaus wühlen muss, aber wir kommen gut durch. Schnell seitlich postiert, dann können wir ein Video von... PLATSCH

Nordlichter gehen die Sache gerne sachlich trocken an und wir können gar nicht so schnell die Kameras zücken da kommen die beiden in ihrem Schlachtschiff auch schon nach. Martins Kommentar dazu: "Camel Trophy hatte ich doch gar nicht gebucht?!" :laugh:

Jetzt haben wir einen schönen Blick auf viel Wasser, dass wir auch hier wieder zehn Elefanten sehen, das wollen wir nicht unterschlagen... allerdings haben wir dann plötzlich auch irgendwie den Blick auf zu viel Wasser. :ohmy:



Könnte man evtl. links versuchen, oder doch evtl. rechts rum. :laugh:
Hier geht nix mehr. Wir haben es versucht, aber...

Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg!

Zeit unsere nächste Plakette zu vergeben, für unsere diesjährige


Wir drehen also um, und diesmal an die Wasserdurchfahrt von der anderen Seite. Also eine saubere Anfahrt, aber um unseren Schleichweg durch's Gebüsch zu erreichen, muss es dann seitlich aus dem Wasser rausgehen, statt einfach gerade durch. Mara gibt Gas, Wasser und Schlamm spritzen hoch und mit einem beherzten Satz geht es links raus auf trockenen Untergrund. Nach dem schwummerigen Pedalgefühl bei Versuch #1 wurden hier keine Gefangenen gemacht.

Ein Stück zurück des Weges, sehen wir dann wieder ein Schild und folgen nun dem anderen Pfad gen Norden. Wenn diese Nebenroute nicht funktioniert, dann nehmen wir eben die Querverbindung weiter oben, dann sind wir ja auch wieder auf einer der Hauptrouten unterwegs.



Gesagt getan, so machen wir es und folgen der Querverbindung, bis es links ab zur Bodumatau Lagoon geht. Richtung Lagune ist es trocken und ein kleiner Pfad führt durch hohes Gras... so man den Pfad denn erreicht. Von rechts kommen stetig Elefanten aus dem Wald und queren unseren Weg um im Gras zu verschwinden.







Dann endlich ist der Weg frei, rechts kommen schon wieder Elefanten, also müssen wir diese Lücke nutzen.



Weit kommen wir allerdings nicht. Eine Biegung weiter steht ein Grauer auf dem Weg. Es hilft nix und wir bleiben stehen. Von rechts kommen weitere Elefanten durch das Gras gelaufen und kaum das wir stehen, stellen wir fest, dass sie keineswegs einfach nur queren, wir stehen quasi mitten in einer riesigen Herde. Um uns herum sind überall Elefanten und man kann immer nur wenige Meter weit sehen.






Es geht im Schneckentempo voran, während wir mehr und mehr Rüssel, dicke Eli-Popos oder graue Schatten zwischen dem hohen Gras entdecken. Mara und ich gucken uns an und sie spricht aus, was wir beide denken. "Wo haben wir die beiden denn da jetzt reinmanövriert?!" :unsure: :side:

Kaum fährt man mal ein Stück, was hier nur wenige Meter heißt, da kommen wieder welche und kreuzen den Weg. Zurück ist aber auch keine Option mehr, da auch hinter uns alles voll ist und Rückwärts sieht man kaum mehr, ob man da nicht zu nah an einen der Dickhäuter rankommt.




Manchmal sieht man, wie erwähnt, auch nur die Hintern, aber eben zu nah am Weg...



Hilft alles nichts. Wir schalten die Motoren ab, um nicht mit unserem Brummen zu viel Aufmerksamkeit auf uns zu lenken und beobachten, nicht so völlig entspannt, wie auch wir beobachtet werden. Es ist doch recht klar, dass sich manch einer wundert, was wir hier wollen, dann so wirklich hierhin gehören wir nicht. Aber wir sind still und friedlich und so sind es auch unsere temporären Nachbarn. Als die Luft rein scheint wagen wir es, Motoren an und um die nächste Biegung und nix da. Steht wieder eine Mutter mit Jungem. Also wieder Motor aus... das könnte eine langwierige Angelegenheit werden.





War es dann auch... achja und durchaus auch erwähnenswert auf der...


Und dennoch, irgendwann finden sich kleinere Lücken, es geht voran und dann lichtet sich das Gras und wir sind raus und in der Lagune. :whistle:

Die Nummer hat uns ganz schön Zeit gekostet und wir versuchen uns erstmal zu orientieren. Am Rande der Lagune stehen natürlich überall mal Elefanten und wir landen erstmal an der Hatab 13 Campsite. Ok, das ist insofern gut, als denn jetzt klar ist, wie wir uns orientieren können. Es gibt 3 Wege raus hier. Den einen sind wir gekommen, die beiden anderen sind Optionen.

Also los... doch Pfad #1 bringt uns wieder nur an einen See. :huh:

Verdammt, soll es hier etwa auch nicht weiter gehen. Wir haben ja noch eine Chance, der Pfad ist vollkommen verwachsen, dennoch probieren wie mal die ersten Meter aus, bis im Schilf das Wasser steht. Es geht nirgends trockenen Rades weiter und während wir zurück zur Lagune fahren versammeln sich immer mehr Elefanten hier. Wir zählen knappe 65 Elis im Gras + weitere 19 rund um die Lagune verteilt. Später einigen wir uns darauf, dass es vermutlich sogar mehr waren, aber die konnten wir grob zählen.





Saddle-billed Stork | Sattelstorch


Es hilft nichts, wir müssen wieder den Weg durch das Gras zurück und durch diese kleine Odysee in der Herde ist es nun schon 16:05 Uhr, beim nächsten Bild... der Elefant, der uns keine Hoffnung macht, dass der Weg zurück einfacher wird. Er steht direkt an der Zufahrt zu unserer "Fluchtroute" und blockiert diese.




Wieder verlieren wir ein paar Minuten, bis er sich in bewegung setzt und vorsichtig rollen wir ins hohe Gras... und sehen keine Elefanten mehr. Ich muss wohl nicht erwähnen wie erleichtert wir sind, diesmal unbehelligt auf die andere Seite zu gelangen.

Wir sind mürbe im Kopf und auch etwas lost. An der nächsten Kreuzung meldet sich Martin, der sein Navi zum laufen gebracht hat und es zeigt ihm einen Weg nach Xakanaxa. Es kann nichts schaden, unsere Versuche nach Karte sind grandios gescheitert. Wir funken nach hinten, dass er uns immer die Richtung vorgeben soll, wenn wir abzweigen müssen und wir versuchen den Weg. Es geht rechts ab und los... und schon nach kurzer Strecke öffnet sich endlich das Gelände, der Weg wird besser und wir können Strecke machen. Da wundert sich der Langhals. :cheer:



Die 40 km/h im Park fühlen sich im Vergleich zum Stop and Go der letzten Stunde wie Fliegen an und die Stimmung steigt deutlich bis mir ein resigniertes "Oh Scheiße!!!" entgleitet.

Mara guckt mich an und fragt was los ist. Wir fahren auf eine Brücke zu und ich sage ihr, dass das die 1st Bridge ist.

"Bist du sicher?"

"Es gibt hier nur vier Brücken und das ist die einzige die es sein kann. Wir fahren nicht nach Xakanaxa, wir fahren nach ThirdBridge, weil das Navi denkt, die 3rd Bridge steht noch."


"Was jetzt?"

Tja, wie das in guten Reisegruppen so ist, nehmen wir unser Walkie Talkie in die Hand und deuten ihnen auf der nächsten Grasfläche mal neben uns zu fahren. Jetzt ist guter Rat teuer, aber realsitisch muss man sagen, es gibt eigentlich nur eine echte Option. Es ist mittlerweile knapp 17 Uhr und wir schaffen es bei Licht nicht mehr zurück nach Southgate. Ich plädiere für weiterfahren und plötzlich werden wir uns unsicher ob es eigentlich nur die Brücke betrifft oder auch das Camp geschlossen ist. Kurzerhand wird das Sat-Phone gezückt und eine der Parkverwaltungsnummern aus den TinkersMaps kontaktiert. Ich verstehe quasi nix, außer die Worte "fully booked".

"Also entweder sagte sie fully booked oder not fully booked, aber auch egal, solange es auf ist, finden wir mit Gin und Wildfleisch im Angebot auch einen Platz." ;)

Es geht also weiter, auch die 2nd Bridge ist kaputt und wir müssen einen kurzen Detour drumherum fahren. Das Licht auf Mboma Island wird ganz wunderbar, aufgrund der etwas Stressbeladenen Stimmung im Auto und der fortgeschrittenen Stunde, oder war es die stressgeladene Stimmung aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und der offenen Frage, dass wir ja noch gar keinen Platz haben... ja ich glaube das war es, ja deswegen fallen Fotostopps sehr kurz aus oder entfallen des lieben Friedens willen besser gleich ganz. Zwei Elefanten auf dem Weg müssen dennoch erwähnt werden und unsere Tagesroute hat sich dann jetzt gar nicht so sehr, aber im Sinne des Zielortes für die Nacht dann doch geändert. :pinch:







Mboma Island





Auf dem Weg zum Camp wird das Licht immer schöner und ich freue mich mittlerweile richtig drauf, dieses Jahr einfach mal entspannt den Abend hier genießen zu können und nicht so durch diese Traumgegend durchhetzen zu müssen. Ein paar sehr schöne Bilder gelingen doch noch. Impalas und Letschwes stehen alle aufmerksam in der letzten Sonne und irgendwas scheint sie zu stören, den Grund dafür sehen wir nicht, aber wenn die Chance besteht, dass da was katziges schleicht... ein paar Minuten erübrigen wir, bevor es weiter geht, entdecken aber nichts mehr.









Um 17:45 Uhr fahren wir durch's Gate. Mara und Martin gehen direkt zum Campoffice, ich melde uns am Gate an und erkläre unsere missliche Lage. Hier ist die Angestellte extrem nett, witzig und sie ist völlig baff, als ich ihr erzähle, dass wir nicht wussten, dass nur die direkte Route in Richtung Xakanaxa offen ist.

"Sie haben euch am Gate nicht gesagt, dass der Loop nicht offen und überflutet ist? - die haben am Southgate die Ansage, dass sie das jedem Besucher mitteilen müssen!"
:ohmy:

Tja, die Nachricht hatte sich leider nicht in den 5 Worten versteckt, die die Damen dort über die Lippen gebracht haben. :pinch:

Aus dem Buchungsoffice kommen auf jeden Fall zwei glückliche Gesichter mit einem Zettel in der Hand raus. Wir haben die letzte Campsite ergattert. #7 wir unser heutiges Nachtlager. Wir bauen unter dem riesigen Leberwurstbaum unsere kleine Wagenburg auf...


... währenddessen der Campwart Collin vorbeikommt. Er wünscht uns eine gute Nacht und weist uns auf eine Hyäne hin, die gerne durch's Camp strolcht und ein Elefant schläft ziemlich häufig unter dem Baum hier, aber:

"Don't worry, they are your friends!"

Na dann ist ja gut und er macht einen fröhlichen Abgang, schnurstracks ins hohe Gras und geradewegs weg vom Camp, naja er wird schon wissen wo es langgeht.. :dry:

Und egal wie blöd es ist, Hirn setzt manchmal aus und der ganze Platz liegt voller Blüten, in denen auch am Boden überall Bienen schwirren. So viel Ordnung muss sein, ich schnappe mir unseren Spaten und "fege" unseren Platz sauber, sehr zur Belustigung und Verwunderung unserer Reiesegesellschaft. :silly: :laugh:

Wir sind platt und es wird heute nur unter Stirnlampeneinsatz ein einfaches Mahl zubereitet. Nudeln mit Tomatensauce, inkl. Thunfisch und Feta.



Die viel wichtigere Mahlzeit des Abends ist Martins Männermischung GinTonic, die die angespannten Nerven wieder reichlich lockert und uns so einen schönen Abend am Feuer beschert, ich kann mich aber nicht mehr dran erinnern, was martin hier so lebhaft zum Besten gegeben hat. :laugh:



Ich glaube nicht, dass der Abend sehr lange ging, kaum sind wir im Zelt schlafen wir unter einem steten "PLOOOONG"... "PLAAAATSCH"... "PLOOONG" ein, je nachdem, ob die ständig vom Baum fallenden, schweren Blüten unser Zelt oder den Wagen treffen und träumen von unzähligen Elefanten und einem, der neben uns am Baum steht und schläft. ;)


Mit der Zählung des Tages kommen wir jetzt schon auf stolze...




Sala Sentle,
Robin & Mara
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Einmal um den Pudding...

... müssen wir heute. Nach einer unruhigen Nacht durch die ständig auf's Auto prallenden Blüten, schälen wir uns früh aus dem Auto, aber wir haben keine Eile.



Heute morgen sind alle noch durch vom letzten Tag und so wird erstmal Rührei vorbereitet und ordentlich gefrühstückt. Mara bereitet uns noch Kasslerbrote für den heutigen Tag vor und ich packe unseren Kram zusammen, reinige das Zelt und den Wagen vom klebrigen Saft der Blüten. Gerade das Zelt will ich so nicht einpacken und reinige alles ordentlich.

Beim einpacken fällt mir eine Libelle auf, die noch in Schlafstarre an unserer Zeltplane hängt. Sanft wird sie auf ein Blat verfrachtet, es ist eine sehr seltene

Rote Brückenjungfer

(eigentlich habe ich keine Ahnung wie die heißt... aber sie ist rötlich und ich habe sie in ThirdBridge fotografiert... ;))

Während wir unseren Kram packen, entdecken wir evtl. den Grund, warum so viele Blüten vom Baum runterfallen. Ein kleiner Affe hüpft durch's Astwerk und nascht unentwegt den Nektar. Nicht einfach zu erwischen und Martin und ich jagen rund um den Baum, immer dem Affen hinterher.

Vervet Monkey | Südliche Grünmeerkatze



Es ist fast 9 Uhr, als wir uns vom Platz machen. Wir planen einen Gamedrive nach Southgate, denn die Strecke ab dort in Richtung Xakanaxa ist unserer Erinnerung nach sehr langweilig und enttäuscht in dieser Hinsicht auch nicht.


>> Detailansicht <<


Wir tuckern langsam über Mboma Island und genießen die noch morgendliche Stimmung. Auch die Tiere sind noch dabei sich vielerorts aufzuwärmen und verschlafen auf dem Boden zu liegen oder sie trotten entlang des Wassers oder grasen im Sonnenlicht. Gestern konnten wir den Weg nicht mehr wirklich genießen, dass holen wir heute morgen nach.



Giraffen stolzieren über die Ebene. Wunderschön. :)








Crowned Lapwing | Kronenkiebitz




Red-billed Hornbill | Rotschnabeltoko


Wir nehmen die Wet-Road entlang mehrerer großer Wasserlöcher. Genau diese Gegend lieben wir so am Moremi. Schilfgras, Wasser und kleine verwundene Pfade, denen wir durch die Landschaft folgen. Kingfisher rütteln über dem Wasser und stoßen in die Seen nieder. Elefanten grasen in den Schilfwiesen und wir vier lassen uns verzaubern von der Stimmung.

Bis die Wet Road immer schmaller wird und wir am Ende die ein oder andere Passage umfahren müssen. Es gibt aber schon kleine Ausweichrouten, auch wenn hier sicher noch nicht viele Leute durchgekommen sind dieses Jahr. Wir schaffen es noch bis zur Brück, die wir dann wieder umfahren und uns auf den Rückweg nach Southgate machen.

Great White Pelican | Rosapelikan






African Darter | Afrikanischer Schlangenhalsvogel





Martin hat seinem Auto nicht dieselbe Pflege zukommen lassen oder vielleicht mögen die beiden auch einfach ein hübsch geschmücktes Auto. Auf jeden Fall finden sich noch überall Blüten auf dem Landie. :laugh:



Wir folgen der Wetroad und sehen überall im Schilf Elefanten.




Auf dem Detour bis zur 1st Bridge hat es uns vorallem eine gemischte Herde aus Gnus und Zebras angetan, die an einem Wasserloch sethen, dass über den eigentlichen Weg schwappt und an dessen Rand man entlang fährt. Überall sind die Auswirkungen der guten Regenzeit noch auszumachen.



Ganz hinten erkennt man noch nen Eli... klar gibt es auch hier was zu zählen.





Southern Ground Hornbill | Südlicher Hornrabe


Irgendwie ist es der Giraffentag heute. Wir sehen sehr viele, auch hier versteckt sich eine...



... und auch Richtung Southgate sehen wir immer wieder welche entlang des Weges. Ein paar Autos kommen uns entgegen, zwei Gamefahrzeuge folgen Katzenspuren auf der PAD, aber leider sehen wir nichts. Ein Guide hält uns an um Feuer für seine Zigarette zu bekommen und Jaan und Marianne kommen uns entgegen. Die beiden kennen wir aus dem Discovery B&B in Maun, aber sie wollen wirklich nach ThirdBridge und sind dementsprechend richtigerweise in die Richtung unterwegs. :whistle:

Wir zählen unterwegs weiter und folgen heute der direkten Route ohne Umschweife, auch die Xini Lagoon lassen wir rechts liegen.






African Hawk-Eagle | Afrikanischer Habichtsadler




Wir beobachten einen Schreiseeadler der sich aufschüttelt und völlig zersaust auf dem Baum sitzt... aber nur mit wenigen weiteren Schüttlern sieht er wieder anmutig aus wie und eh je. Interessant zu sehen, was ein paar geglättete Federn ausmachen können. :blink: :cheer:

African Fish Eagle | Schreiseeadler






Kleinere Wartezeiten muss man immer mit einplanen! :huh:

Wenn eine Giraffe gerade blätter vom Baum pflückt und dabei auf der PAD steht, dann ist eben an den Rand stellen und Abwarten angesagt. Giraffen erschrecken sich manchmal so und irgendwie haben wir immer Angst, dass sie sich verletzen könnten, wenn sie plötzlich und hastig losrennen. Da sind wir immer vorsichtig und es freut uns, dass das entgegenkommende Fahrzeug dies genauso handhabt. So stehen wir hier rum... :whistle:




Ca. 3km vor Southgate kommen wir an einem vertrockneten Schlammloch vorbei und wieder einmal können wir uns noicht losreißen, kaum das wir eine kleine Herde Elefanten sehen. :whistle:




Dieser kleine Kerl versucht ganz so zu sein, wie ein Großer. Das Einstauben will noch geübt werden, ein wenig peinlich wenn es nicht klappt und dann schauen auch noch zwei komische Tiere mit vier runden Füßen und ohne Ohren zu, aus denen mehrere sehr kleine Rüssel gucken, die andauernd Klickgeräusche machen... dann lieber auf Nummer sicher gehen und hinter Mami verstecken! :blush:








TRIVIA
1) Afrikanische Elefanten erreichen bis zu 3,20 Meter Höhe, sind bis zu fünf Tonnen schwer und sechs bis sieben Meter lang. Der Schwanz misst etwa einen Meter. Sie besitzen an den Vorderfüßen vier, an den Hinterfüßen nur drei Zehen.

2) Die Haut der Elefanten ist bis zu drei Zentimeter dick, trotzdem aber sehr empfindlich. Bei Elefantenbabys ist sie dicht behaart.

3) Elefanten erreichen ein hohes Alter: Sie können bis zu 60 Jahre leben. Einzelne Tiere werden sogar 70 Jahre alt.

4) Elefanten sind für ihr soziales Verhalten bekannt: Die Herde beschützt gemeinsam die Jungtiere, "Elefanten-Tanten" kümmern sich voller Hingabe auch um die Jungen anderer Elefantenkühe.

5) Das typische Merkmal aller Elefanten ist der Rüssel, der aus der Oberlippe und der Nase entstanden ist: Er besitzt tausende verschiedener Muskeln, die um die beiden Nasenlöcher angeordnet sind.




Ein letzter Blick, jetzt traut sich auch der Kleine wieder mehr zu und zeigt sich nochmal in ganzer Pracht. Mach es gut, wir sehen uns vielleicht nächstes Jahr wieder. :)




Wir erreichen Southgate ca. um 13 Uhr, also haben wir für unseren ersten Gamedrive geschmeidig 4 Stunden benötigt. Heute nehmen wir den richtigen Weg. Es geht die langweilige Verbindungspiste in Richtung Xakanaxa... wir sehen wie zu erwarten war fast nix. Zeit genug unsere Kasslerbrote nach vorne zu holen und ein zweites Frühstück zu genießen. Wir funken mal an, ob die beiden auch ein paar Brote wollen und es wird plötzlich scharf gebremst. :ohmy:

Wir reichen die Brote rüber, was nur wenig später per Funk quittiert wird, dass die Brote quasi ein Lebensretter sind. Manchmal braucht man eben etwas im Magen um Zuckerspiegel und Konzentration wieder nach oben zuu bringen. :laugh:

So schaffen wir die letzten Kilometer auch noch und bald sehen wir endlich das Gate.







Mara und ich freuen uns schon, in unserer Erinnerung ist die Durchfahrt durch's Gate wie der Schritt in eine völlig andere Gegend und wir werden nicht enttäuscht. Man kann der breiten Sandroute nach Xakanaxa folgen, aber wir empfehlen ganz klar den direkten Weg geradeaus. Man folgt einer Fahrspur und ist direkt wieder auf Gamedrive. Total schön.

Little Bee-eater | Zwergspint




Cape Glossy Starling | Rotschulter Glanzstar


Auf der Campsite angekommen schauen wir erstmal beim Tuck-Shop vorbei. Wir hatten nicht wirklich drauf gehofft und leider ist der Shop auch verwaist. Cobra, den wir hier vor einigen Jahren kennengelernt haben ist nicht anzutreffen, die Boote liegen allerdings noch am Steg und sehen gut in Schuss aus, mal abgesehen von den vielen Blättern auf ihnen. Vielleicht ist er ja nur temporär aufgrund der Touristenlage nicht vor Ort, wir hoffen es. :unsure:

Um 15 Uhr sind wir auf der Campsite und werden schon begrüßt. Wir haben Campsite #10, ganz am Ende und ein Elefant stapft durch's Schilf, direkt neben unserer Campsite. B)




Da müssen natürlich ein paar Bilder gemacht werden, man steht ja nicht alle Tage so neben einem Eli im Schilf. Dabei bannen wir Martin und Claudia auf's Bild, eine schöne Erinnerung. :woohoo:







Auch Claudia fängt fast dasselbe Bild von Mara ein, naja fast... :laugh:



So ein Bild hat aber eben auch nicht jeder, Wäsche machen mit Elefant im Hintergrund. Alles hängt, der Elefant verzieht sich ins Schilf und wir machen eine kurze Pause.





Mara und ich gehen noch rüber zum anderen Schiffsanleger, das ist ja nur ein kleines Stück von unserer Campsite aus. Wir reden kurz mit den Bootsführern, aber der Funke mag nicht so wirklich überspringen und am Ende stellt sich eh' raus, dass auch keiner so richtig Lust hat auf eine Bootstour, viel lieber wollen wir den Abend noch nutzen, wenigstens ein klein wenig des Gebietes zu erkunden.

Als wir uns schon aufmachen wollen, weist uns die Truppe am Bootsanleger auf den Elefanten hin, der gerade an Land kommt. Sie kennen ihn und sagen uns wir sollen vorsichtig sein, der hat wohl immer schlechte Laune. :S




Wir gehen in Richtung Graskante zur unteren Fahrspur, da haben wir am meisten Platz und Abstand zu ihm. Wir kommen nur ein paar Meter weit, da wird klar. Nicht mit ihm...



Irgendwie haben wir dieses Jahr öfter mal etwas "zu nahe" Begegnungen mit unseren Lieblingen. Wir halten uns hinter mehreren Bäumen, aber er hat uns immer im Blick. Er grast mal etwas, aber kaum bewegen wir uns, werden wir auch direkt wieder fixiert. Ohren auf, etwas schnaubrüsseln, er will uns nicht vorbeilassen. Gut wenn man Reisepartner hat, die können uns ja dann mit dem Auto abholen, sollte es nötig......

... das ist übringens Claudia da im Hintergrund, die das ganze eher auf den Sensor bannt. :laugh: :silly:


Wir wagen noch ein paar Schritte, aber er bleibt aufmerksam und da müssen wir einsehen, über die Fahrspur kommen wir nicht.



Wir ziehen uns wieder etwas zurück und nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns für den Weg in seinem Rücken. Direkt am Schilf entlang können wir uns hinter ein paar Bäumen herschleichen, in diesem Zuge bemerke ich auch, dass am Rande des Schilfs ein einzelner Baobab steht. Wusste gar nicht, dass es in Xakanaxa einen gibt.

Zurück am Auto atmen wir erleichtert auf packen noch etwas Kram aus, beäugen unseren frechen Mitbewohner misstrauisch und dann geht es gegen 16 Uhr auf unseren Abenddrive in Richtung Jesses Pool. Es wird auch Zeit, der Mond ist mittlerweile aufgegangen.

Arrow-marked Babbler | Weißstrichel-Drosselhäherling





Wir fahren in Richtung der Lodges hier und biegen dann links ab durch einen kleinen Weg, rein in den Wald. Es geht entlang Jesses Pool bis zu einem kleinen Platz, der als Picnic-Site ausgeschildert ist an einem der Bäume. Mittlerweile haben wir geniales Licht und Stimmung hier ist wieder mal unwirklich.








Lilac-breasted Roller | Gabelracke






Wir versuchen noch eine kleine Runde in Richtung Dead Tree Island, aber der Weg hinten rum scheint auch wieder blockiert oder wir treffen einfach nicht die richtige PAD. Nicht schlimm, gucken wir halt noch ein paar Elefanten im traumhaften Licht an. ;)










Wir drehen also um, fahren wieder am Pool vorbei und genießen es einfach hier durch den Wald zu cruisen und zwischendurch einen Blick auf's Wasser zu werfen.







Zurück an den Campsites halten wir an den Ablutions um zu Duschen. Wir nehmen die ersten direkt vorne, Martin und Claudia fahren eins weiter. Man will sich ja kein vielleicht noch heißes Wasser klauen. An den Ablutions treffen wir ein weißes botswanisches Paar, bzw. ihn, denn sie spricht quasi gar nicht. Er erzählt uns, dass die Ablutions kein Wasser ziehen würden. Da haben sie hier Solar, aber selbst das geht nicht. Genauso war das auch das letzte Mal. Alles beschissen organisiert und jetzt müssen sie wieder bei den Lodges "betteln" gehen, weil die nix auf die Kette kriegen. Servicewagen ist auch schon seit 4 Tagen kaputt... unsympathisch vom ersten Satz an.

Wir waren ja erst vor zwei Stunden hier und da ging das Wasser noch, was wir ihm dann auch mal stecken und wir wollen trotzdem mal testen ob das Sinn hat, was er da sagt. Komischerweise läuft auch jetzt Wasser, wir können Duschen und die Toiletten benutzen. :whistle: :pinch: WAS EIN SCHWÄTZER!

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir zurück auf der Campsite.



Wir rödeln alles auf und lassen es heute Abend, diesmal mit mehr Ruhe im Gepäck an der Kochstelle so richtig krachen. Es gibt ein großes Tomahawk, dass wir durch vier teilen. Maiskolben vom Grill. Butternut ebenso, in Alufolie mit Öl überträufelt, Salz, Pfeffer und Chilli. Die eine Hälfte schneiden wir in Würfel, die andere in Scheiben. (Scheiben werden besser! :)) Last, but not least überbackt Mara Kartoffelhälften mit Käse, indem die in den Potje kommen und oben Kohlen aufgelegt werden um Oberhitze zu erzeugen. SEHR LECKER! B)





Es wird ein sehr lauschiger Abend, Xakanaxa ist definitiv einer dieser Sehnsuchtsorte, die man kaum beschreiben kann. Man muss einfach mal auf der "Insel" sitzen, das hohe Gras auf der einen, die mit Schilf bedeckte Bucht auf der anderen Seite. Das Feuer lodert und man lauscht den Geräuschen der Nacht. Magisch... :)







Sala Sentle,
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Who let the dogs out?



Guten Morgen Mitfahrer, guten Morgen Sonne, guten Morgen Martin, Guten Morgen Wildhunde, guten Morgen... warte mal was??!

Es ist früh am morgen, wir sind gerade erst aus dem Zelt gekrochen. Auch Martin ist schon wach und als er um seinen Wagen herumkommt hören wir nur ein typisch nordisch, trockenes "Leute... Wildhunde!" :blink: :woohoo:

Wir drehen uns um und kaum zehn Meter hinter uns kommt ein kleines Rudel Wildhunde aus dem hohen Gras heraus. Sechs schlanke Renner strolchen an uns vorbei und laufen über die Sandpiste an allen Campsites vorbei und raus aus dem Camp. Hektische Betriebsamkeit bricht überall aus, die Kameras werden gezückt, aber alles ist noch völlig verstellt vom Vorabend, die Einstellungen um ein Lagerfeuer oder Landschaft zu fotografieren ist hier nicht förderlich. Kein einziges Bild gelingt.

Wie sich dann rausstellen soll, war es schlau wenigstens einmal kurz die Videotaste zu drücken und so habe ich eine kurze Sequenz der Wildhunde, wie sie über die Sandpad laufen. :)

Merke #1: Abend immer die Kameras wieder richtig einstellen, bevbor man sich hinlegt... man weiß ja nie.
Merke #2: Wenn zu wenig Licht für Fotos da ist, Videos klappen dann trotzdem fast immer.

ABER, wir wollen hier gar nicht meckern auf ganz hohem Niveau anfangen. Wildhunde stehen auf unserer Sichtungs-Wunschliste ganz oben an erster Stelle und die sind gerade völlig unvorbereitet abgehakt worden. Jetzt nicht perfekt, aber das war dennoch toll. B)

Da links beim Baum kamen sie raus...


Das Bild der Campsite zeigt ganz schön, was Xakanaxa so besonders macht finde ich. Diese geniale Lage auf der "Insel" zwischen hohem Gras und dem Shilf auf der anderen Seite. Einfach genial. :)

Eigentlich wollte ich ja raus um einen Zeitraffer vom Sonnenaufgang zu machen, aber so richtig toll will das nicht gelingen, dann wird halt gefiederten Viechern nachgestellt. Ich finde zwei Bee-Eater, die immer wieder zwischen zwei Büschen hin und her fliegen und fast an selber Stelle ansitzen. Zusammen habe ich die nie drauf, aber je nachdem, ob man gegen oder mit dem Licht fotografiert, kommen ganz andere Bilder dabei heraus. Ich pirsche also immer wieder von links nach rechts und nicht lange, da pirschen Martin und ich zu zweit und versuchen jeweils "unser" Bienenfresser Bild zu kriegen. :silly:

Mit der Sonne... Little Bee-Eater | Zwergspint




Gegen die Sonne...


Wir stromern weiter über den Platz und eine erneute Erstsichtung tut sich gütlich an den Blüten eines Leberwurstbaums. Ein braun-grün-gelber Papagei klettert durch einen Baum.

Meyers Parrot | Goldbugpapagei


Beobachtet wird er dabei mit evtl. hungrigen Augen, keine Ahnung was dieser schnieke Geselle hier gerne frisst...

Yellow-billed Kite | Schwarzmilan-aegyptius


... aber zumindest vor diesem Gesellen ist er sicher, der mich auch wieder sehr freut. Ein Bild hatte ich schon mal, aber mehr als Farbklecks weit weg. Jetzt mal in halbwegs vernünftiger Entfernung und schöner Einrahmung.

Striped Kingfisher | Streifenliest


Burchells Coucal | Spornkuckuck


Eine schöne, erfolgreiche "Camping-Platz Safari" geht damit zu Ende und es wird sich um Abwasch, Technik etc. gekümmert.



Mittlerweile hat es fast 8 Uhr und wir haben Hummeln im Hintern. Martin und Claudia wollen aber lieber noch ein wenig bleiben und den Tag ruhiger beginnen. Gar kein Problem, wir erklären den beiden unsere Route, sie wollen innerhalb der nächsten zwei Stunden nachkommen und wir erwarten sie dann bei den Paradise Pools. Das Gebiet fanden wir letztes Mal so toll, dass wir dort gerne etwas mehr Zeit verbringen und ab da geht es dann zusammen weiter in Richtung Northgate.

Gesagt getan, wir packen den letzten Kram ein, verabschieben uns bis nachher und rollen vom Platz. Es geht vorbei an allen Campsites und gegenüber des aktuell unbesetzten Tuck-Shops schalten wir unser Walkie Talkie ein:

"Elefant ruft Warzenschwein, seid ihr schon auf Sendung?"

"Ja sind wir."

"Die Wildhunde liegen am Ende der Campsites im Gras." :woohoo: :woohoo: ach komm, da gehen sogar drei :woohoo:



Keine Ahnung wie die beiden das schaffen, aber nur wenige Minuten später rollen sie heran. Das kann und will man sich nicht entgehen lassen. Soviel zum Thema, es mal ruhig angehen lassen. Ein Wildhund ist etwas abgesondert und läuft direkt vor ihrem Wagen her um sich dann als perfektes Fotomodell zu platzieren. Wir haben nur die Ansicht von hinten. :lol:





Ganz ungestört stehen wir hier eine ganze Zeit lang nur zu zweit mit den Wildhunden herum. Bestimmt über eine halbe Stunde lang, nur wir mit der Sichtung. So schön und wir freuen uns riesig, dass wir doch noch die Chance haben unsere ersten Wildhunde länger beobachten zu können. B)











Wir beobachten weiter die Wildhunde. Nicht mehr lange und wir haben die Hunde komplett weggeknippst. :P


Foto von MC





Es ist aber auch eine besondere Situation hier. Quasi noch auf der Campsite stehend und die Hunde liegen im Gras, mal geht ein Kopf hoch, ganz selten wird sich mal ein Meter bewegt um seine Position dem Schatten anzupassen.







Mal kurz hochgeschaut... da kommt etwas Bewegung ins Spiel.


Ein Gamedrive Fahrzeug kommt dazu. Wir machen sie auf die Wildhunde aufmerksam und sie nehmen die noch offene Spitze des Dreiecks und so stehen wir dann zu dritt hier. Allerdings auch nicht wahnsinnig lange, der Drive war wahrscheinlich auf dem Rückweg zum Camp und da auch nicht viel passiert und auch nicht davon auszugehen ist, dass was passiert, mal abgesehen davon, dass man sich von Schatten zu Schattenplatz rollt, fährt das Lodgefahrzeug auch recht bald weiter. Wir beziehen auch noch mal eine etwas andere Position mit besserem Blickwinkel, so ganz lösen wollen wir uns noch nicht.











Irgendwann müssen aber auch wir einsehen, dass hier komplette Ruhe einkehrt. Das kleine Rudel hat es sich mittlerweile auf einem Knubbel bequem gemacht. Sie liegen teils mehr übereinander als nebeneinander und mehr, als das mal ein Kopf kurz hochzuckt ist nicht mehr zu sehen.



Wir starten die Motoren, fahren noch einmal für eine Pinkelpause die 50m zu den Ablutions zurück für eine Pinkelpause bevor es dann Richtung Northgate weitergehen soll. Auf einer der Campsites direkt am Wasser steht noch ein Wagen. Wir berichten von den Wildhunden, die quasi 50-60m neben ihrer Campsite seit 3 Stunden im Gras liegen und noch während wir in den Ablutions sind startet deren Motor. :cheer:

Wegen der tollen Sichtung hätte ich fast vergessen, dass da ein Elefant am Tuck-Shop durch's Schilf schlenderte, während wir bei den Wildhunden standen, der muss sein, gehört sich schließlich alles korrekt gezählt. :lol: :P



Bevor wir uns dann wirklich auf zum Drive machen, hat Mara von dieser, sehr speziellen Erstsichtung für uns, auch noch ein kleines Video erstellt mit dem Titel: Morning Dogs :)


>> auf's Bild klicken führt zum Video <<


Sala Sentle,
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05 Jul 2022 21:53 #646668
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Willkommen im Paradies?

Jetzt geht es aber endlich weiter, schließlich haben wir noch ein Stückchen Weg vor uns. Es geht nach Northgate und für die Strecke planen wir einen ausgedehnten Gamedrive und auch wenn es später ist als gedacht, dank unserer Wildhund-Sichtung, wollen wir uns die Paradise Pools nicht entgehen lassen.


>> Detailansicht <<

Junger Pavian danke Netcat :blush:




Biegt man in Richtung der Paradise Pools ab geht es zuerst über eine Piste wie jede andere der Hauptpisten im Park. Und auch wenn man das Gebiet eigentlich erreicht hat, fällt es noch gar nicht so sehr auf, bis man abbiegt und in die Pools eintaucht. Dann entfaltet sich eine ganz verzauberte Landschaft... karge, tote Bäume. Saftiges Grün, hohe Riedfelder und alles wird umrahmt von Wasser. :woohoo:



Kleine Äffchen springen auf den Bäumen herum und jagen sich. Hier und da bleibt auch mal einer sitzen. Ein Elefant schiebt sich unter den Bäumen entlang und eine Herde Antilopen grast am Rande eines Tümpels. Wir lieben diese Gegend. Es gibt bei uns in der nähe einen renaturierten Bach und an einer Stelle wird das Wasser breit und flach... Ried steht dort und die Bäume sind abgestorben. Wir müssen immer an die Paradise Pools denken, wenn wir dort hergehen. Nur Elefanten sehen wir hier nie???! :dry: :laugh:



Vervet Monkey | Grüne Meerkatze








Wir erforschen jeden Winkel des Gebiets und fahren in jeden kleinen Weg hinein. Immer wieder wendet man, es geht immer wieder raus zum Wasser und die Landschaft begeistert uns. Viele Tiersichtungen hat es nicht gerade, aber das steht hier auch nicht im Fokus, dennoch hat man es irgendwie immer im Honterkopf, dass man hier schließlich vor drei Jahren zwei stattliche Löwen gesehen hat. (ist natürlich Blödsinn) :whistle:





African Darter | Afrikanischer Schlangenhalsvogel


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Wir lösen uns von dieser Gegend und nehmen einen Abzweig der eher eine Abkürzung darstellt zur Hauptpiste in Richtung Northgate. Es ist wieder gut verwachsen, aber doch ganz gut zu fahren, kurz hatten wir überlegt, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben, aber es läuft gut und über die Hauptpiste machen wir dann doch etwas Strecke.

Unterwegs wenig zu sehen, aber kaum erreichen wir das Gebiet der Überschwemmungsflächen, schon sehen wir wieder einige Elefanten im hohen Schilf.


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Ordentlich begrüßt werden auf jeden Fall. :cheer:




Wir fahren am Viewpoint der Xuku Flood Plains vorbei. Es bietet sich ein Bild, fast als ob wir noch in Xakanaxa auf der Campsite ständen. Nach dem Weg durch dichten Busch, ist der weite Blick wieder eine schöne Abwechslung.




African Jacana | Blaustirn-Blatthühnchen



Der Abwzeig in Richtung der Pools führt durch eine kleine Wasserdurchfahrt. Man erkennt, dass das Wasser hier fließt und wir fahren vor um dann schnell zu wenden und ein Foto von Martin und Claudia aufzunehmen. Action pur! :silly: ;)



Das klingt dann so wie, so eine kleine Pups-Durchfahrt und das ist sie eigentlich auch, aber es ist schlammig und man weiß ja nie. Diese Aussage bestätigt uns ein entgegenkommendes Fahrzeug. Die beiden kommen aus Holland, fahren einmal quer durch Afrika und sind mit Unterbrechungen (ihr wisst schon... das böse C) jetzt schon seit 2,5 Jahren unterwegs.

Sie winken uns ran, wir unterhalten uns etwas und dann bitten sie uns kurz zu warten, bis die beiden durch das Schlammloch durch sind. Egal, dass sie schon lange unterwegs sind. Jegliche Risiken minimieren, wenn es sich denn gerade anbietet. B)

Im Wald sehen wir noch mehr Elefanten, ansonsten aber auch fast nix anderes.





Burchells Starling | Riesenglanzstar


Wir scheinen uns dem Wasser zu nähern...



... nächster Halt: Dombo Hippo Pools :)



Sala Sentle,
Robin & Mara
Letzte Änderung: 06 Jul 2022 12:20 von Blende18.2.
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