THEMA: Rundreise Botswana Namibia Mai/Juni 2019
14 Jun 2019 21:07 #558898
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  • Tatü am 14 Jun 2019 21:07
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Hallo Bonebreaker,
heiligsbleche, Ihr seid aber flott unterwegs ;-))) Man kann Euren tollen Bildern ja gar nicht schnell genug folgen. Ich werde Euren Bericht mit Genuß studieren, da wir auch schon mal vor hatten diese Tour zu fahren. Am Anfang war ich erst erschrocken, ob ihr (s. Karte) alles in 11 Tagen gemacht hattet, aber wie ich sehe sind es 11 Stationen - da haben wir ja noch was zum Erfreuen - weiter so und DANKE für die Eindrücke und die Sehnsuchtsgefühle.
Anhang:
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14 Jun 2019 22:45 #558908
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  • Bonebreaker am 14 Jun 2019 22:45
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Hallo Tatü,

vielen Dank. Wir waren insgesamt 17 (+1 Dank Namibia Airlines) Tage unterwegs, und es war eine echt tolle Reise. Kann euch nur bestärken die Runde zu machen.
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14 Jun 2019 22:58 #558909
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Tag 13

Für den Vormittag hatten wir den Bird-Cruise gebucht. Überraschenderweise waren wir die einzigen Drei. Hat wirklich Spaß gemacht und unser Guide hat sich auch Zeit für uns genommen.










(Irgendwie erinnert mich das an die Banshee aus Avatar)


(Noch waren sie friedlich)


(Es ist klar, wer hier der Chef ist)












Am Nachmittag sind wir noch mit 4 weiteren Personen zum Boat Cruise aufgebrochen.





Nach einiger Zeit kamen wir zu einem Buschbrand, direkt am Ufer. Es war interessant zu sehen, wie die Vögel von dem Brand profitierten und sich die toten Insekten holten. Teilweise standen die Vögel direkt neben dem Feuer. Nachteil für uns: zeitweise mussten wir durch den Rauch mit dem Boot durch.







Der Umkehrpunkt wurde erreicht, als eine Herde Hippos direkt vor uns in Wasser liefen. Weiterfahren war nicht mehr möglich, aber wir konnten die Tiere in Ruhe beobachten.







Auf dem Rückweg wurde dem Boot die Sporen gegeben, was dem einem oder anderen Hippo nicht so gefallen hat. Sind wir auf der Herfahrt noch ohne Probleme unbehelligt an Ihnen vorbeigefahren, sprangen jetzt zweimal die Tiere als Warnung aus dem Wasser. Beim ersten Mal direkt neben unserem Boot.
Faszinierend fand ich als unser Guide anhielt, einen Papyrusstengel abbrach und meinte, dass diese Pflanze vielfältig einsetzbar ist. Nahrung (hat auch gleich davon gegessen), getrocknet als Material für Matten und die Innenfasern können zu einem ziemlich stabilen Seil verarbeitet werden (hat er auch gezeigt).
Abends erneut im Restaurant gegessen und dann ein Abschlusslagerfeuer gemacht und den Rest des Havannas getrunken. Ab morgen war Schluss mit campen, es sollten nur noch Lodges folgen.
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14 Jun 2019 23:14 #558913
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Tag 14

Am Morgen war nach dem Frühstück aufräumen angesagt. Da wir die nächsten Tage bis zur Wagenrückgabe nur noch Lodges hatten. wurde die Dachzelte ausgeräumt. Kissen, Decken, Handtücher wieder in die Türen verpackt.
Nachdem alles fertig war beglichen wir unsere Rechnung an der Rezeption und fuhren weiter zur Mobula Lodge.

Auf dem Weg dahin passierte es dann. Es war eine eintönige Fahrt auf einer schnurgeraden B8, nebenher lief meine für den Urlaub gebrannte Music-CD (alte Tradition, muss nicht jeder verstehen) und ich hing meinen Gedanken nach. Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 hatte ich wahrgenommen und auch gebremst, aber nicht das selbst gemalte Stoppschild. Erst als unsere Freundin rief, dass da jemand wie wild winkt, habe ich kapiert, dass ich durch eine Polizeikontrolle durchgerauscht bin.

Angehalten und zurückgesetzt. Der Polizist war not amused. Führerschein vorzeigen, dann aussteigen, warum ich nicht gehalten habe. Erklär mal das du in Gedanken warst und nicht aufgepasst hast, so dass er dich nicht für total unfähig hält. Lustigerweise sind zu dem Zeitpunkt die Einheimischen auch einfach so durchgefahren. Mehrfach entschuldigte ich mich, war keine Absicht. Dann hielt er mir den Bußgeldkatalog vor. 1000N$. Schluck. Aber da brauchte ich nicht zu diskutieren, ich habe das Stoppschild überfahren. Also die 1000N$ hingelegt.
Dann meinte der Polizist, er hätte keinen Quittungsblock, wenn er das Geld nehmen würde, wäre es Bestechung. Ich soll weiterfahren, das Geld nehme und verdammt nochmal besser aufpassen.
„Thank you, Sir“ brachte ich noch raus und hab gemacht, dass ich wegkam. Schwein gehabt.

Also der Adrenalinschub hielt bis zum Mahango Core Area an.

Den Eintritt bezahlt. Überraschung: Eintragen in eine Liste, mal wieder. Wir bekamen einen Parkplan sowie die Informationen wo wir lang fahren durften. Zuerst ging es zur Riverfront, da haben wir bisher immer gute Erlebnisse gehabt.












Am Giant Baobab durften man austeigen und wir machten Mittagspause, stark beäugt von den grünen Meerkatzen.






Anschließend fuhren wir zum Wasserloch, wo wir auf eine große Herde Elefanten stießen. Einfach phantastisch. Wir waren sogar in dem kleinen Gebäude. Allerdings fand ich die Perspektive nicht so prickelnd und mir war etwas unwohl. Falls die Elefanten sich entschließen sollten das Wasserloch zu verlassen, wären wir eventuell festgesessen. Also wieder ins Auto und zur ersten Position zurück. Wir waren bestimmt eine 3/4h da und haben zugeschaut.











Und auch bei den Zebras war Aktion angesagt.




Zur fortgeschrittenen Stunde brachen wir auf und fuhren zur Mobola Lodge. Der Sohn der Besitzer begrüßte uns, zeigt uns die tollen Chalets, die gebucht waren und auf seine Empfehlung hin deckten wir uns für das Abendessen mit Zebrasteaks und Wurst ein.






Wir erkundeten noch etwas die Lodge samt Insel mit Bar.








Dann kümmerte ich mich um das Feuer für den Grill und meine Begleiterinnen zauberten aus den noch vorhandenen Nudeln, Bohnen und Tomatensauce die Beilagen.

Lustigerweise fand der lodgeeigene Dackel namens Helmut uns ganz toll und nistete sich auf unserer Terrasse ein.



Ich bin ja mehr für Hunde ala Rhodasian Ridgeback zu haben, aber man muss schon ein Herz aus Stein habe, wenn ein kleiner Dackel auf das Sofa springt, sich an dich rankuschelt und man ihn dann nicht in sein Herz schließt. Ins Haus haben wir ihn aber nicht gelassen, und irgendwann kam der Schäferhund Egon und er verschwand mit Ihm.
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14 Jun 2019 23:24 #558914
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Tag 15

Unglaublich aber wahr, wir konnten ausschlafen. Den Inselrundgang inkl. Bootstour war erst für den Nachmittag geplant. Um halb 9 wurde uns das Frühstück auf die Veranda gebracht und anschließend verbrachten wir die Zeit mit Lesen und einem Spaziergang über die „Bar“-Insel. Immer mit Geleitschutz in Form vom Helmut.


(Selbstgemachtes Brot und Wurst, yeah)










Die Okavango Insel Tour ging um 16 Uhr los. Unser Guide fuhr uns im Schneckentempo dort hin. Gerade so viel Fahrt, dass er manövrieren konnte. Wir erreichten die Insel, wurden rumgeführt und erhielten viele Informationen zu den Pflanzen und Bäumen.





Der Guide hatte ein wirklich umfangreiches Wissen, meine beiden Frauen waren auch fasziniert und haben, sofern es möglich war, alle angebotenen Früchte probiert. Da ich eher der Fauna-Typ bin, bin ich nicht so auf meine Kosten gekommen. Aber ich muss sagen, dass die Artenvielfalt auf diesen kleinen Fleck wirklich beachtlich war. Fast 10 verschiedene Bäume hatte er uns in der kurzen Zeit gezeigt. Wir Deutsche sind so stolz auf unsere Wälder, aber letztendlich sind diese nur Plantagen und bezüglich der Artenvielfalt ein Witz.

Nachfolgend Impressionen von der Rückfahrt












Abends grillten wir erneut Zebrasteaks und beratschlagten unser Vorgehen für den nächsten Tag.
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14 Jun 2019 23:32 #558915
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Tag 16

Der Plan war schon bei Sonnenaufgang im Auto zu sitzen. Wir mussten heute 600km bis zum Waterberg zurücklegen und wollten bis spätestens 15 Uhr da sein um noch den Rhinodrive mitmachen zu können.
Unsere Navis wollten partout einen riesen Umweg mit fast 750km fahren. Mit Geduld und etlichen Zwischenzielen bekam ich es endlich hin, dass das Navi uns nach Grootfontein über die D2512 führte.
Lange Rede kurzer Sinn. Es lief reibungslos und kurz vor drei Uhr erreichten wir die Waterberg Valley Lodge. Gleich für den Rhino Drive angemeldet und bis dahin das gigantische Panorama auf den Waterberg genossen.




Die Fahrzeuge zum Rhinodrive waren probevoll. Bis wir die Nashörner erreichten, war leider nichts zu sehen. Bei den Nashörnern angekommen durften wir dann alle aussteigen und kamen den Tieren doch recht nah. Gestört haben sich die Tiere von uns kaum. Sind es auch einfach gewohnt.











(Wieg du mal 2to, dann liegst du auch nicht wie Aphrodite da)



Ob ich diesen Rhinodrive toll finden oder verteufeln soll, bin ich mir unsicher. Klar, es ist eine Massenveranstaltung und ein richtiges Wildnis-Erlebnis stellt sich nicht wirklich ein. Die Guides wollten auch nicht, dass wir Bilder mit den dutzenden Besuchern machen, sondern nur von den Dickhäutern. Hat sicherlich nichts mit der neuen Datenschutzverordnung zu tun. :)
Auf der anderen Seite kommst du so schon recht nah an diese imposanten Tiere heran, kannst sie hautnah erlebt und bekommst tolle Motive. Alle Besucher haben sich rücksichtsvoll verhalten, die Tiere waren nicht gestört.
Es war interessant, das mal mitzumachen. Mit meinen Bildern bin ich auch zufrieden. Ein zweites Mal würde ich es wahrscheinlich nicht mehr machen.


(Es gibt auch noch Red Hartebeest)


(Unser Driver hat über 5min lang versucht, die Tiere von der Straße zu treiben, damit er endlich vorbei fahren konnte. Die zählt man nicht umsonst zu den Dickhäutern :) )
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