THEMA: On revient -c’est sûr! VicFalls+Nord-Botswana 2012
31 Aug 2012 17:17 #251611
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18.08.2012: Teil 1 – Helicopterflug

Unsere erste Nacht in Afrika beschert uns folgende Erkenntnis: die Victoria Fälle werden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht abgestellt! :whistle: Das Dauer-Donnern ist in der Ilala Lodge deutlich zu hören...was ja gerade die besondere Stimmung ausmacht! Trotzdem schlafe ich gut und wache wie üblich sehr früh auf. Ich schleiche mich auf die Terrasse und werde kurz darauf mit einem tollen Sonnenaufgang für meine senile Bettflucht belohnt!




Wenn man näher ranzoomt, sieht man wie sich die Sonne auf dem Zambezi oberhalb der Fälle spiegelt und rechts neben dem Baum die Gischt aufsteigen.





Und das alles wird einem ins Bett serviert!





Wenn das kein guter Start in den Tag ist ?!? Ausnahmsweise ist Peter froh, dass ich ihn durch meinen Aktionismus geweckt habe.

Wir haben viel Zeit bis wir zum Flug abgeholt werden (10.30 Uhr) und frühstücken daher in aller Ruhe – wir haben schließlich Urlaub!







Die Jungs schlagen ordentlich zu - mir wird jetzt noch beim Betrachten des Fotos beinahe schlecht . :sick:





Diese "Leckereien" (*würg*) stehen nicht auf dem Büffet, sondern auf der Speisekarte und können zusätzlich ohne Aufpreis bestellt werden. Eine sehr gute Idee, denn z.B. Omelettes oder Pancakes (was ich durchaus essbar finde im Vergleich zu diesem hochkalorischen Potpourri) schmecken frisch zubereitet einfach besser als wenn sie schon Stunden darauf gewartet haben, dass sich ihrer jemand am Büffet erbarmt.

Natürlich weckt so etwas Begehrlichkeiten.... Ein Affe checkt aus der Ferne die Lage



klettert aufs Geländer bei unserem Tisch,



die Männer klatschen (vergeblich) in die Hände, um ihn zu vertreiben - und Sekundenbruchteile nachdem ich dieses Foto gemacht habe, wechselt ein Brötchen auf dem Tisch blitzschnell den Besitzer!

Für uns natürlich ein Riesenspaß, aber das Personal ist schon den ganzen Vormittag genervt und ständig damit beschäftigt, die lästigen Diebe zu verjagen. Wir fotografieren noch ein bisschen in der Gegend herum














und dann ist es soweit: wir werden abgeholt.



Aber was ist das :unsure: – ich war der Meinung, wir hätten bei Shearwater gebucht ?!? Wir fragen nach, zeigen unser Voucher von Safari Destination – jaja, alles okay. Na dann, wenn sie meinen.... Wir steigen ein – und dann fährt uns der Bonsair-Mitarbeiter nicht etwa in die Richtung, in der ich den Hubschrauberplatz vermute – sondern mitten in den Busch.




Sollte sich die Geschichte wiederholen und wir wieder Opfer einer Entführung in Afrika werden :woohoo: ?? (Für eventuelle Newbies hier: keine Sorge, ein Späßle!) Immerhin sehen wir unterwegs jede Menge E-Kacke. Es wird hier doch nicht etwa diese grauen Tiere geben, deren Name mein Unwort des Jahres 2011 geworden ist?? (Wieder ein running gag für Insider)

Schließlich landen wir mitten im Nichts in einem nagelneuen Gebäude und bei netten Leuten. Gleich werden wir gewogen, man versucht uns noch mal die NP-Gebühren abzuknöpfen – aber zum Glück erinnere ich mich daran, dass ich mit Frau Miebach explizit besprochen hatte, dass wir die gleich vorab von Deutschland aus zahlen und auf dem Voucher stand es auch drauf. (Das war übrigens die einzigsten mini-unklare Situation auf der ganzen Reise – sonst wollte man von uns nie einen Nachweis über unsere Buchungen – wir waren „im System“!) . Nun mussten wir erfahren, dass Bonsair genau einen (in Ziffern: 1) Heli hat und dort außer dem Piloten noch 3 Leute reinpassen. Hmmmm, schade, ich hatte gedacht, wir fliegen zusammen. Die anderen finden das aber überhaupt nicht schlimm und schlussendlich verlängert dies das Vergnügen sogar noch, weil wir Wartenden uns gemütlich im „Garten“ mit einer Gruppe Australier unterhalten können, von denen einer zur großen Freude von Nadège auch noch fließend Französisch spricht

Aber zurück zum Hubschrauber! Nach der üblichen Sicherheitseinweisung



wird kurz rumdiskutiert, wer zuerst dran ist,




und nachdem Nadège sich noch mental ein bisschen auf den ersten Helicopterflug ihres Lebens vorbereiten möchte, dürfen die Jungs als erste fliegen – und sie kommen völlig begeistert zurück!

Danach schleichen wir Mädels uns - wie es uns eingebläut wurde - zum Heli und ich darf sogar vorne sitzen – super!




Und schon geht’s los – aber was ist das? Okay, ich sitze vorne, und ja, ich hätte sicher auf das letzte Brötchen beim Frühstück verzichten können, aber muss dieses Flugobjekt sich deshalb gleich dermaßen hängen lassen? :woohoo:





Zum Glück rappelt es sich bald auf und wir fliegen ...... über eine Elefantenherde!! Ja, ich weiß, das Foto gibt nicht viel her – aber das muss jetzt einfach sein!!! :silly:




Ich überlege kurz, ob ich den Urlaub an dieser Stelle abbrechen soll, denn nun habe ich sie ja gesehen – beschließe aber dann, dass "aus der Luft" (Picco, für dich häng ich noch ein "gesehen" dran) nicht gilt!

Der Rest ist schnell erzählt – die Fotos, auch wenn sie leider durch die Reflexion (die jeder Photoshopper natürlich schnell entfernen würde, aber ich eben nicht) zum Teil suboptimal sind, sollten für sich sprechen.






























Hier sieht man gut die drei größeren Hotels in der Nähe der Fälle: ganz links das Victoria Falls Hotel mit den roten Dächern, daneben The Kingdom, das wir alle von außen sehr martialisch empfanden und dann über der Kreuzung drüber unsere Ilala Lodge.




Auf dem Rückflug noch das Terminal von oben gesehen




Und schon müssen wir wieder aus dem Hubschrauber aussteigen und uns von dannen schleichen (so ein Quatsch bei meinen 1,60m....)




So sehen glückliche Hubschrauber-"Pilotinnen" aus!







So ein Flug ist wirklich fantastisch und man "versteht" die Fälle danach irgendwie besser B) !

Wir unterhalten uns noch eine Weile mit den Mitarbeitern, während sie unsere DVD’s schnell zusammenschnippeln,





erfahren, dass es den Laden wohl erst seit November 2011 gibt und werden dann wieder abgeholt und zur Ilala Lodge gefahren.







Heute Nachmittag werden wir uns das Victoria Falls Hotel anschauen und abends gibt’s eine Zambezi-Sunset-Cruise auf der Ra-Ikane!

TOP: Was wohl – der Heliflug

FLOP: irgendein Mitarbeiter hatte vergessen, den großen Wasserhahn bei den Fällen in der Nacht abzudrehen B)
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 19:51 von Champagner.
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01 Sep 2012 17:30 #251783
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Sommernachtskino - nein danke - wasndasfürnWetter in Deutschland??? :woohoo:

Da denk ich doch lieber schreibenderweise an Afrika zurück :) :

18.08.2012 – 2.Teil – Victoria Falls Hotel und Sunset-Cruise auf der Ra-Ikane

Nach dem tollen Heliflug geht’s nach einer kurzen Pause weiter zum Kaffeetrinken - Mittagessen lassen wir ausfallen, die Kalorienbomben zum Frühstücken wollen erst mal verdaut sein...

Dank unseres Überblicks aus der Luft kennen wir nun den genauen Weg zum Hotel – es sind ja auch nur ein paar Schritte. Dabei kommt man am Kingdom vorbei, dass durch eine Ansammlung von Stoßzähnen (ich hoffe künstlichen, was die Sache aber nicht unbedingt sympathischer macht) auf einem Turm eher abstoßend auf uns wirkt. Auch der sonstige Gebäudekomplex und die Dekos haben einen martialischen Touch.









Das Vic Falls Hotel ist sehr groß mit seinen diversen Teilen, aber es weckt in mir und auch den anderen überhaupt nicht dem Wunsch, dort unser Geld fürs Übernachten liegen zu lassen.











Wir spazieren durch den ganzen Garten,






vergeben B-Noten für die Warzenschwein-Bodenkür,



genießen die Aussicht auf die Brücke, die wirklich einmalig ist




und gönnen uns dann ein paar (teure!) Leckereien.





Ich teste noch mal eine Halle des Hotels



und stelle fest, dass ich da einfach nicht hingehöre. Den anderen geht es genau so – wir fühlen ins in der Ilala Lodge genau am richtigen Platz!

Anschließend lachen wir uns noch über die treppensteigenden Warzenschweine schlapp



und beobachten, wie der „Safari Express“ am Bahnhof gegenüber des Hotels sich zum Aufbruch bereit macht.
africanadrenalin.co.za/safpar/horse_nov.htm







Sachen gibt’s! Wenn man sich hier umschaut und sich darauf einlässt, kann man durchaus eine gedankliche Zeitreise machen.

Zurück in der Lodge machen wir eine kurze Pause, ich bin ähnlich drauf wie Annick und brauche mal endlich Internet (daheim gabs vor der Abreise noch ein kleines Katzenproblem und ich muss wissen, ob alles okay ist – außerdem lade ich ein paar Fotos für die Daheimgebliebenen hoch), dann noch schnell ein kleines Nickerchen und schon werden wir abgeholt für unsere Zambezi-Sunset-Cruise.

Außer uns fahren noch andere Touristen zur Anlegestelle und als im Kingdom eine Dreiergruppe schlechtgelaunt wirkender Damen einsteigt, beschleicht uns die Angst, dass sie auf unserem Boot landen. Der Fahrer ist gerade ein paar Meter gefahren, da kreischt eine der Drei von hinten: „Stopp the car, stop the car“. Oje, denke ich, ihr ist schlecht, ein Notfall.... aber sie reißt nur mit wutverzerrtem Gesicht die Schiebetür auf, knallt sie wieder zu und marschiert von dannen. Huuuuuhhhh, Stimmung!!! Das muss mal eine nette kleine „Reisegruppe“ sein. Da findet man sich selber doch gleich mal wieder doppelt so nett. :P Nadège und ich denken uns natürlich die wildesten Stories aus, was da wohl im Vorfeld passiert ist. Eigentlich würden wir es ja schon auch gerne wissen....:blink:

Wir lassen an der Anlegestelle das bekannte Gesangsprozedere über uns ergehen




und sind dann froh, dass nur relativ entspannt wirkende Gäste mit uns auf die Ra-Ikane kommen. Leider sieht man außer dem schönen holzverkleideten und möbliertem Innenraum




nicht das Boot selber – eigentlich doof, man bietet anderen ein schönes Motiv, ist selber aber gezwungen, die schwimmenden grünen Blechbüchsen zu fotografieren





Egal, uns gefällt es, es gibt Essen und Trinken zum Abwinken







das Ufer ist - trotz Blechbüchsen - sehr schön anzusehen





und: wir sehen Elefanten!! Von der Seite und von hinten!






Wow! Es gibt sie also doch! Okay, da geht noch mehr – mein nächstes Ziel: Elefanten von vorne! Ich hoffe auf Botswana.....

Dafür können wir hier Vögel (Suchbild - es dürfte ein Purpurreiher sein)




Ein African Open-Bill (Afrikanischer Klaftschnabel)



Crocs






und in aller Ruhe eine Hippo-Familie beobachten











- das soll wohl der sanfte Übergang zum Chobe sein. Man muss sich ja erst mal langsam ans Tierekucken gewöhnen, oder?


Die Fahrt ist sehr angenehm, auch wenn wir da zum ersten aber nicht zum letzten Mal auf unserer Reise feststellen, dass Italiener über ein großes Mitteilungsbedürfnis in entsprechender Lautstärke verfügen. Das Ganze hält sich aber im Rahmen und beim Sonnenuntergang schaffen sie es tatsächlich, ein paar Minuten NICHTS zu sagen. Überhaupt ist es eine tolle Stimmung, wie es insgesamt leiser wird....









Zurück in der Lodge bestellen sich die männlichen Nimmersatte noch eine Käseplatte – denn man kann den Wein und vor allem das Bier



ja nicht einfach so runterschlucken, nebenher machen wir Diashow auf meinem Notebook und dann geht’s ab ins Bettle – morgen ist Taschenpacken angesagt!

TOP: Die beschauliche Cruise auf der Ra-Ikane - sie ist ganz anderes als auf dem Chobe und ja...man meint die Geschichte zu atmen.....

FLOP: eher ein Flöppchen: die Lautstärke der Italiener
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 19:56 von Champagner.
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02 Sep 2012 13:43 #251908
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19.08.2012 - Auf geht's nach Botswana zum Chobe


Nach einer weiteren von Donnergetöse begleiteten Nacht gibt es wieder ein gemütliches Frühstück (mit etwas leichterer Kost),





da unser Transfer nach Botswana erst für den späten Vormittag angesetzt ist. Heute steigt die Gischt der Fälle viel höher auf und es bilden sich kleine Wölkchen (die man auf dem Foto leider nicht erkennen kann).



Uns scheint es auch, als ob sich das Wetter geändert hat, gestern war es schon schön und auch abends überhaupt nicht kalt, aber heute ist es sehr klar und noch wärmer. Wir schauen uns noch schnell die Lage des Franzosen-Zimmers an und stellen fest, dass die deutsche Fraktion es besser getroffen hat. Die Zimmer im Untergeschoss liegen unter der Wiese vor dem Restaurant im Erdgeschoss und haben keine so hübsche Terrasse, außerdem liegen sie z.T. sehr nahe zur Straße.




Die Innenausstattung ist aber gleich. Nochmal mein Tipp – nach Zimmer 28 (oder drumrum) fragen – das fanden wir perfekt! Es handelt sich hierbei um den hinteren Gebäudeteil im Anschluss an den Pool.

Um 11.30 Uhr ist das deutsch-französische Agenten-Duo bereit für den Austausch an der Grenze



und wir verabschieden uns leicht wehmütig von der Ilala Lodge: hier hat es uns wirklich gut gefallen und wir wissen ja nicht, ob es nun besser oder schlechter wird.

Auf der Fahrt im Minibus entdecken wir eine Giraffe, aber der Fahrer beschließt mit der Bemerkung „Wo fahrt Ihr hin – in den Chobe?“ , dass es unnötig ist, für ein Foto anzuhalten. „Ihr werdet noch genug Giraffen sehen“! Wehe wenn nicht.... :evil: :angry:

Im Bus sitzen zur großen Freude von Nadège, die wenig Englisch spricht und sich daher außer mit uns kaum unterhalten kann – was sehr gegen ihr Naturell geht ;) – jede Menge Franzosen. Ein junges Paar, das zur Zeit in Dakar arbeitet und hier einen Kurzurlaub macht sowie ein Ehepaar mit einer 8jährigen Tochter. Fast der ganze Bus ist kurz darauf in Diskussionen über die Reise, über das französische Schulsystem, die ärztliche Versorgung in Frankreich, die aktuellen Waldbrände und noch vieles mehr verstrickt. Die Fahrt ist somit sehr kurzweilig und wir nähern uns bald der Grenze.






Ich durfte gestern schon herzlich über die „rituellen Waschungen“ von tom58 lachen – man fragt sich natürlich schon, was mit den anderen Schuhen in der Tasche passiert.....
Das ganze Prozedere ist aber doch harmloser als ich es mir durch die Berichte hier vorgestellt hatte, oder ich war eben gut vorbereitet.... ein bisschen anstehen im Zollhäuschen, dort gibt es schnellere und langsamere Beamte und auch welche, die offensichtlich völlig unbeeindruckt von der hereinströmenden Menschenmasse gerade Pause machen – aber sorry, das kennt man von Deutschland, der Service-Wüste, doch auch!

Ein paar Meter muss man seine Taschen selber tragen – und darf dann in die botswanischen Fahrzeuge einsteigen – fein sortiert nach Zielunterkunft. Das französische Ehepaar mit kleiner Tochter fährt mit uns zur Kubu-Lodge, es sind wirklich sehr nette Leute und wir unterhalten uns gut. Dabei stellen wir fest, dass sie zwar nur eine Nacht bleiben, wir uns aber in drei Tagen wieder im Sango Safari Camp treffen werden. Lustig!

Wir werden in der Kubu-Lodge nett empfangen, unsere beiden Holz-Häuschen




liegen nahe der Rezeption und haben daher nicht den optimalen Blick von der Terrasse auf den Chobe. Es wird sich aber herausstellen, dass wir überhaupt keine Zeit haben, blickeschweifend auf eben dieser Terrasse zu sitzen. Wir sind ja hier nicht zum Spaß – vier Programmpunkte gilt es abzuarbeiten!

Zuerst muss aber gegessen werden – ob wir Hunger haben oder nicht - also nix wie hin!



Die Lodge ist da ganz flexibel, wir sind spät dran, aber das sehr leckere Salatbüffet steht noch da. Ich hatte in tripadvisor vor der Abreise ein paar negative Kommentare gelesen und bin daher ein bisschen skeptisch, aber an diesem Mittagessen ist nichts auszusetzen! Wir denken ja, das wars mit dem Salat und uns hätte das dicke gereicht, zumal es sehr abwechslungsreich und lecker war. Aber nein, nachdem wir unsere Servietten quasi schon zusammen gefaltet haben, werden wir gefragt, wer denn nun den Hauptgang wolle. Puhhhh, keiner, denn wir hatten wirklich zugelangt beim Salat. Okay, aber den Nachtisch, den würden wir doch sicher wollen, mit Kaffee serviert. Ja klar, logisch, Nachtisch geht immer! Das ist dann aber ein so wuchtiger Kuchen, dass ich zwischendrin aufgeben muss!

Wir haben kaum Zeit unsere Zimmer zu beziehen und genau anzuschauen, da wir gleich zum Game Drive aufbrechen „müssen“. Unsere vier Fahrten waren nicht leicht unterzubringen, heute war die Chobe-Cruise schon voll, übermorgen können wir sie wegen dem Abflug ins Delta nicht machen, da sie erst um 9.30 Uhr startet. Also werden wir morgen den Tag auf dem Chobe verbringen, Morning Cruise und Sunset Cruise. Okay, es gibt wohl Schlimmeres im Leben... B)

Die französische Familie hat ein bisschen Pech, ihr Voucher ist nicht von Puku-Safari, die mit der Kubu-Lodge zusammen arbeiten, sondern von einem anderen Anbieter, und so klappt es nicht mit ihrem Game-Drive. Sie bekommen von der Lodge aber als Trost das Angebot, direkt von hier aus die kleine Fahrt zum Vierländereck zu machen und es war wohl nett!

Wir sind hocherfreut, dass wir ganz alleine mit unserem Guide Ghaba in den Chobe NP aufbrechen (das geht nicht gegen die anderen Franzosen, wir hätten sie schon mitgenommen, aber da stand die Bürokratie dagegen).



Es ist der erste Game-Drive überhaupt für Nadège und Pascal! Mit Chaba haben wir echtes Glück, er ist nett und scheint sich super auszukennen. Die Fahrt von der Kubu-Lodge ist natürlich etwas länger als von Kasane aus, aber das stört uns nicht. Der Gesprächsstoff geht uns so schnell nicht aus – und Ghaba erklärt auch schon unterwegs ein bisschen und zeigt uns einen Baobab und einen braunen Schlangenadler.



Und dann sind wir da – im Elefantenland!





Zuerst gibt es aber ein bisschen Pavian an Impala,





Impala an Kudu



und kreuzende Giraffen



sowie einen Rotschnabeltoko auf der Flucht.




Uijjj, ein bisschen viele Tiere auf einmal, wir wissen gar nicht, wohin wir schauen und was wir fotografieren sollen! Aber wir sind glücklich- so hatten wir uns das vorgestellt. Nein, das stimmt nicht, Pascal hatte keine Vorstellung und ist daher überwältigt – und wir anderen können unser Glück kaum fassen. Es war keine Vorstellung, sondern eine Hoffnung, und die wurde mehr als erfüllt! Denn es geht ja noch weiter!

Vorher gibt uns Ghaba aber eine Einführung in die Unterscheidung von Giraffenmann und Giraffenfrau. Es sind die Hörner, die es zu betrachten gilt. Wenn sie eher dünn sind und in Richtung Mitte zueinander zugeneigt, ist es eine Frau.

Da ist dann noch was mit den Haaren drauf, aber nachdem es anscheinend irgendwelche Ausnahmen bezüglich des Alters gibt, wird es mir zu kompliziert und ich steige an dieser Stelle gedanklich aus. Immerhin bestehe ich die meisten der Lernzielkontrollen, die Ghaba bei jeder Giraffensichtung durchführt (und es gibt nicht wenige Giraffen dort) !

Na, wie würdet Ihr hier entscheiden?



Aber dann – Elefanten! Niedlich, aber von der Seite.... natürlich.....



Der hier? Lustig, wir schauen eine Weile zu, aber nein, da fehlt ein Stück....



Die schwimmen gleich mal davon - ein toller Anblick - aber nicht von vorn:




Der da? Neee, der versteckt sich im Gebüsch....




Also fahren wir zum Fluss runter und schauen uns eben Krodkodile an




und diesen traurigen Kerl, von dem Ghaba vermutet, dass er einen Kampf hinter sich hat, verwundet ist und deshalb am Ufer liegt und nicht ins Wasser zurückgeht.




Es gibt wunderschöne Anblicke




und wir sehen viele Vögel (bitte korrigieren, wenn etwas nicht stimmt!)

einen Little Egret (Seidenreiher)





Einen Yellow-Billed Stork (Nimmersatt)





Einen Marabu-Stork (Marabu)




einen Blacksmith Lapwing (Waffenkiebitz)



Und dann erleben wir etwas Aufregendes: ein African Fish-Eagle (Schreiseeadler – was für ein unwürdiger Name – auch wenn sein Schrei markant ist – für ein solch wunderbares Tier!) landet nach einem Beutezug ganz in unserer Nähe auf einem Baum und bietet so ein tolles Motiv! Ich liebe meine Kamera – man kann sogar den verdutzten Gesichtsausdruck des armen Fisches erkennen....



Der Fish-Eagle lässt ihn noch ein bisschen das Panorama genießen (muss sicher toll sein von da oben, ich bezweifle aber, dass der Fisch das zu schätzen weiß :whistle: ),
schaut sich selber ein bisschen um



und wird dann aber doch vom Hunger übermannt!



Wir sind begeistert!!

Auch das nächste Fotomotiv ist laut Aussage von Ghaba eher ungewöhnlich an dieser Stelle und zu dieser Jahreszeit: Zebras und Elefanten.


Uns gefällt es...auch wenn die Zebras wohl nicht da sein sollten.




Zur Erholung gibt es nun einen Sun-Downer und eigentlich sind wir vollauf zufrieden mit unserer Ausbeute am ersten Chobe-Tag. Ghaba aber offensichtlich nicht, denn er fährt uns zuerst zu einer lustigen Baboon-Gruppe. Die Kleineren turnen uns einiges vor und wir müssen alle lachen – leider sind die Kerlchen sehr quirlig und das Licht schon schwach, so dass die Bildqualität darunter leidet.







Wir fahren weiter und nun verlässt mich meine Erinnerung – hat Ghabe Funk und erfährt dadurch Neuigkeiten oder spricht er mit dem Fahrer, der uns auf der anderen (wenn auch nicht wirklich vorhandenen) Fahrspur entgegenkommt? Ich tippe auf zweiteres, muss aber mal meine Mitreisenden befragen. Auf jeden Fall hat er es auf einmal plötzlich sehr eilig, und obwohl wir dachten, wir müssten jetzt in Richtung Heimat aufbrechen, prescht er in die andere Richtung los. Nahe des Flussufers präsentiert uns unser Guide dann stolz ...nein, nicht eine,



nicht zwei,



nicht drei,



nicht vier,



sondern FÜNF Löwinnen, die darauf warten, dass ihnen die Speisekarte gereicht wird!



Auch hier kämpfe ich mit dem Licht – als Erkärung: dieses Foto wurde ca. 5 Minuten später aufgenommen!



Wir sind völlig aufgedreht – 5 Löwen auf einmal, gut sichtbar – was für ein Glück!

Wir genießen den Abendhimmel



und die Katzen, dann wird es aber Zeit, den Park zu verlassen. Wir haben ja nun wirklich genug Tiere gesehen!

Nein, denkt Ghaba, und zeigt uns am Hyena-Spot noch eine ebensolche! Es ist halb sieben, dunkle Nacht und ich bin froh, dass man überhaupt was sieht auf dem Foto – tut mir leid, aber da müsst ihr jetzt durch – das Beweisfoto!:P




Die Rückfahrt (ca. 25 Minuten) hätte man dann getrost ausfallen lassen können B) – es ist natürlich kühl im offenen Wagen, staubig und außerdem wollen wir duschen, Akkus laden und wir haben Hunger!
In der Kubu-Lodge gehen wir unseren diversen Bedürfnissen nach, die Hütte ist sehr gemütlich, alles ist da, was der Mensch braucht, und alles weg, was der Mensch nicht braucht (Moskitos und Ungeziefer). Nur als Gag sind ein paar Käfer auf die Fliesen beim Klopapierhalter gemalt (leider kein Foto) – ich falle nachts beim Aufsklogehen mit Tschenlampe jedes Mal drauf rein :woohoo: .

Auf Tripadvisor wurden eben solche Krabbeltierchen bemängelt – ich bin mir inzwischen nicht sicher, ob der Schreiber darauf reingefallen war, sich einen Spaß machen wollte oder es bei ihm tatsächlich Insekten und Spinnen gab.

Das Essen ist klasse – man kann zwischen zwei Vorspeisen, drei Hauptgängen und zwei Deserts wählen. Wir können unser Glück kaum fassen: bei milden Temperaturen sitzen wir unter afrikanischem Sternenhimmel, bekommen ein leckeres Essen serviert und schwelgen angesichts der Diashow auf meinem Laptop in unseren Tiersichtungserlebnissen des heutigen Tages. So muss Urlaub sein!

TOP: Game-Drive mit 5 Löwen

FLOP: Pauline! :S Diese junge Dame ist im Service der Kubu-Lodge tätig und hat offensichtlich ihren Beruf verfehlt. Finsteren Blickes und in gemäßigtem Tempo verrichtet sie widerwillig ihren Dienst. Da wir aber überhaupt nicht in der Stimmung sind, uns zu ärgern, amüsieren wir uns eben darüber und warten ungeduldig auf jeden ihrer missmutigen Auftritte. Zum Glück reicht unsere gute Erziehung soweit, dass wir nicht jedesmal schallend loslachen angesichts ihrer Miene, die man so erst mal hinbekommen muss.....
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 19:59 von Champagner.
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03 Sep 2012 18:24 #252116
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20.08.2012 – VIELE VÖGEL bei Morning Cruise und Sunset Cruise auf dem Chobe


Entgegen meiner Gewohnheit, meinen Reisebericht chronologisch abzuarbeiten, möchte ich Euch heute alle Vögel (diese dafür aber wenigstens in chronologischer Reihenfolge ;) ) vorstellen, die ich bei den beiden Boat-Cruises gesehen habe!

Die Idee dazu kam mir gestern abend, als ich anfing, die Fotos für das nächste Kapitel zu sichten und mit Hilfe meines vor dem Urlaub noch schnell gekauften „Taschenführers für Vögel im südlichen Afrika“ anfing, die Vogelfotos zu bestimmen.

Dabei geriet ich in einen wahren Sammelrausch :woohoo: und konnte kaum glauben, wie viele verschiedene Vögel wir gesehen hatten – und was noch viel verblüffender war: die standen zum Teil genau so da wie auf den Fotos in dem Buch - das Bestimmen war also gar nicht so schwer (mit Ausnahmen), wie ich zuerst befürchtet hatte :) .

Im Gegenteil – das Sammeln und Bestimmen war das reinste Vergnügen und schreit nach mehr! So irgendwie muss sich Briefmarkensammeln anfühlen...... :silly: :whistle: B) !

Setzt euch also zu mir auf die Couch, ich schlage mein Album für Euch auf (und weil ich mich wie üblich nicht entscheiden konnte, habe ich manche Vögel doppelt- falls jemand mit mir tauschen will :P ):

16 verschiedene nach meinem Wissen klar erkannte Vögel (ich wäre dankbar, wenn die Fachleute unter uns einen Blick darauf werfen und eventuell Korrekturen vornehmen würden!) und zwei, die ich schlecht fotografiert habe, davon glaube ich bei einem einen African Sacred Ibis zu erkennen und einen kann ich nicht identifizieren. Ich bitte bei dem Fragezeichen und bei dem Unbekannten um Mithilfe – danke! Übrigens: die Bezeichnungen stehen bei mir etwas untypisch oberhalb dem Foto, sorry...


African Darter (Schlangenhalsvogel)







Wire-tailed Swallow (Rotkappenschwalbe)







African Jacana (Blaustirnblatthühnchen)



Great Egret (Silberreiher)



??? Was könnte das sein – leider eine ganz schlechte Aufnahme – kann jemand helfen???



African Fish-Eagle (Schreiseeadler)





Glossy Ibis and Little Egret (Brauner Sichler und Seidenreiher)



Red Billed Oxpecker (Rotschnabelmadenhacker)



Grey Heron und noch mal African Darter (Graureiher und Schlangenhalsvogel)





Suchbild: ???? Ich bilde mir ein, rechts außen einen African Sacred Ibis (Heiliger Ibis) zu sehen



CattleEgret, African Spoonbill and Egyptian Goose (Kuhreiher, Afrikanischer Löffler und Nilgans)







Goliath Heron (Goliathreiher)






Zwischendurch ein Potpourri




Scuacco Heron (Rallenreiher)



Pied Kingfisher (Graufischer)






Green backed Heron (Mangrovenreiher)



Nochmal Fisheagle, diesmal im Flug mit Wolke im Hintergrund, die mich verwirrt – an eine solch dunkle Wolke kann ich mich nicht erinnern und auch auf den Bildern Sekunden davor und danach ist keine zu sehen..... na ja...egal....



Fisheagle mit Beute





Nochmal Grey Heron (Grauhreiher)






Und zum Schluss noch mal ein Pied Kingfisher mit Beute!




TOP: Ich glaube, ich habe ein neues Hobby...... B)

FLOP: Manchmal hab ich die großen Tiere fotografiert und keinen Blick auf den Vogel daneben verschwendet – das wird mir wohl nie wieder passieren! Mein Album hat ja schließlich noch viele Lücken.....:whistle:
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05 Sep 2012 10:26 #252437
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20.08.2012 – Chobe-Boatcruises ( „Elefanten on demand“)

Okay, das mit dem Federvieh hat euch nicht umgehauen – ich versuch’s also mal mit Elefanten! Vorab eines: das Elefanten-Thema ist für mich jetzt erledigt, das „Ich-habe-in-Afrika-keine-Elefanten-gesehen“ - Trauma ist aufgearbeitet.
Der kleine Dämon wurde nachhause geschickt - er wird jetzt sicher bei einem anderen Fomi sein Unwesen treiben :laugh: !
Tja, und Ihr müsst euch dafür heute durch etliche Ele-Fotos quälen :evil:

Wenn ich Bayern-Schorsch glauben darf (und das tu ich natürlich ;) ), dann gab es bei uns zwar sogar wenige Elefanten am/im Chobe - aber Quantität bedeutet ja nicht zwangsläufig Qualität. Und es sollen ja auch nicht unsere letzten Elis auf dieser Reise gewesen sein – ganz und gar nicht!

Abgesehen von den Elefanten gibt es natürlich noch viel anderes zu sehen – das Ganze morgens in einem 20-Sitzer-Boot, auf dem wir aber nur zu neunt sind (wir und eine fünfköpfige italienische Familie) und abends auf einem baugleichen Boot, das dann aber voll ist. Beide Fahrten sind angenehm, die Italiener zwar landestypisch lebhaft, aber gut auszuhalten, die Abendcruisebesetzung ist völlig unauffällig.

Unterwegs sieht man natürlich sehr viele andere Boote, vor allem abends. Da gibt es dann auch mal unangenehme Situationen, wenn sich die Kapitäne, zum Teil auch verbal und nicht nur fahrtechnisch, um die besten Plätze bei den Sichtungen streiten. Zum Glück geht es beim tatsächlichen Sun-Set dann recht ruhig und manierlich zu.

Vorher aber speziell für Esmeralda und auch für Franzicke, Purzel und Maria (hab ich jemand vergessen?) noch ein paar Fotos von der Kubu Lodge – Abfahrt zur Morning Cruise ist erst um halb zehn, so dass wir den Morgen ohne Hektik verbringen können!

Hier ein paar Fotos von meinem frühmorgendlichen Spaziergang. Zuerst laufen mir Schirrantilopen über den Weg:




Auch eine kleine Gruppe Zebramangusten gibt es auf dem Gelände - Kerstin, frag doch bitte mal nach, wofür die eine den Sender umhat - wir haben es vergsssen! :)







Es gibt auch einen Nature-Trail, der aber am Flussufer gesperrt war, weil zu viele Krokodile unterwegs sind. Krokodil zum Frühstück.... ähhhh, Quatsch: Bele fürs Krokodil zum Frühstück muss echt nicht sein.... Also bleibe ich brav im Garten und erfreue mich an der Ruhe, dem sanften Licht, den vielen Blüten und insgesamt über die sehr gepflegte Anlage. Lediglich der Pool scheint momentan von geringem Interesse zu sein, viele Blätter schwimmen darin herum und das Wasser hat einen Grünstich (kein Foto!!). Die französische Kleinfamilie war auf Wunsch der Tochter aber wohl am Vortag drin und es sei okay gewesen.















Nach dem Frühstück werden noch schnell die Mails gecheckt – vor der Rezeption auf den Bänken hat man einen recht guten Empfang und sitzt trotzdem gemütlich im Freien. Danach werden wir vier allein nach Kasane gefahren und zwischen den beiden Cruises werden wir zur Lodge und einem wiederum sehr leckeren Mittagessen gebracht.

Was wir unheimlich nett und aufmerksam finden: unser Fahrer hatte von der Dame an der Rezeption wohl erfahren, dass Nadège dringend Batterien benötigt. Er sprach uns dann – ohne dass von uns auch nur eine Frage kam - bei der Anlagestelle darauf an, dass er uns wieder abholt und uns dann Zeit gibt, um im SPAR, wo wir die Battereien bestimmt bekommen, einzukaufen.











Das sind so die kleinen Feinheiten, die einen super Service ausmachen.....Übrigens steht auch immer eine Mitarbeiterin der Lodge am Meeting Point oberhalb der Rezeption, schaut ob alle zu ihren Fahrten abgeholt werden und winkt einem fröhlich hinterher (bei dieser Gelegenheit hat sie das dem Fahrer vermutlich auch gesteckt....)!

Derart gutgelaunt steigen wir ein






und Eliot, unser Bootsguide, fährt uns vorbei am wunderschön bewachsenen Chobeufer






und vorbei an der Chobe Safari Lodge (die wir zuerst ja buchen wollten)





zu der Zahlstelle des Chobe NP, die es natürlich auch im Wasser gibt. Dort werden wir von einem ziemlich gelangweilten Mitarbeiter der Parkverwaltung, im Wasser dümpelnd empfangen!











Während der Guide zahlt, stoßen dann auch die Italiener zu uns. Nadège ist im Glück „man“ spricht ein bisschen französisch! Die ganze Tour über gibt es nette Unterhaltungen, die Abendcruise ist dagegen eher anonym....

So eine Bootscruise geht grob gesagt im Uhrzeigersinn rund um Sidudu-Island





wobei die Guides zwischendurch auch mal umdrehen, wenn sie ein Crossing oder eine andere Sichtung vermuten. Die Abendfahrt war vom Prinzip her nicht anders.

Wir können bei den beiden Cruises sehr schöne Elefanten-Erlebnisse beobachten, morgens eine kleine Crossing































und abends eine größere,


























dazwischen zwei lustige Junggesellen, er eine aktiv, der andere eher schlapp und lustlos:

Hmmmm, was liegt denn da??



Ohh, mein Kumpel!



Halllloooo, aaaaufstehen!!



Au Mann, ist das anstrengend!:(



Hmmm, was hat der vor??? :unsure:


Ich geh mal lieber was fressen, bevor ich in was reinkomm...:whistle:



Wir sehen fressende





und saufende Elefanten,




kleine und große, staubige und frisch gewaschene. Dann natürlich Elefanten(gruppen), die einfach irgendwo zu sehen waren – man muss nur den Kopf drehen....Elefanten wohin man schaut – oder, wie Peter meinte „Elefanten on demand“!





















Dazwischen immer wieder andere Tiere (die Vögel sind ja bereits abgehandelt). Hippos unter botswanischer Flagge, beim Schlammkuscheln, Büffel, Giraffen, Pukus, Elipsenwasserböcke, Warane, riesige Krokodile, und es wurde Nadège dann doch unheimlich, wenn der Guide das Boot zwei Meter vom Croc entfernt aufs Ufer gefahren hat, damit wir wackelfrei fotografieren können.. Die Fotos kommen in bunter Mischung daher – so ähnlich war es vor Ort auch, es gab sowohl am Ufer als auch im Wasser und auf den Inseln immer etwas zu sehen!







































































Es wird langsam abend









Das Highlight gibt es für uns dann beim Sunset- ich denke, wer sich nach diesem Gänsehaut-Szenario, das sich uns geboten hat, noch in Sachen Elefantensichtungen beklagt (und wieder: Qualität statt Quantität!), dem kann man nicht helfen..... Alte Chobe-Hasen winken jetzt vielleicht müde lächelnd ab, mag ja sein, dass das Standard ist – für uns war es aber auf jeden Fall einmalig!
















Beseelt von diesen Erlebnissen werden wir in die Lodge zurückgefahren, wo wieder ein hervorragendes Abendessen auf uns wartet. Was für ein Tag....körperlich anstrengend war es nicht, auch nicht staubig - aber wir bekommen nun langsam Probleme, das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten....
Deshalb geht es auch bald ins Bett - den Kopf immer noch voller Bilder einer unglaublichen Tiervielfalt!


TOP: Der Elefanten-Sun-Set

FLOP (na ja, Flop ist übertrieben): es ist schon recht viel los auf dem Chobe – man fühlt sich definitiv nicht einsam dort. Aber natürlich will und soll jeder dieses Paradies einmal erleben.
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 20:04 von Champagner.
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21.08.2012 – Chobe Morning Drive

Vorweg sei gesagt: es erwartet euch ein elefantenfreies Kapitel ;) ! Gestern habe ich euch ja genug gequält – aber das musste einfach sein - es war Teil meiner Therapie! :lol:

Heute heißt es zum ersten Mal früh aufstehen auf unserer Reise. Um 5.50 Uhr müssen wir am Meeting Point sein. Als es zum Wecken an unserer Hütte klopft, bin ich schon beim Packen, denn heute reisen wir ja weiter.

Anschließend packe ich nochmal - und zwar mich warm ein, denn überall habe ich gelesen, dass es schrecklich kalt auf der Fahrt in den Chobe NP wird.:woohoo: Meine Mitreisenden habe ich entsprechend instruiert – und so sehen wir dann auch recht spaßig aus um 5.50 Uhr - Pascal macht mal wieder den Clown! :silly:



Und das Ganze ohne Frühstück! Hier könnte man vielleicht bei der Lodge etwas nachbessern – zumindest die Gäste explizit darauf hinweisen, dass man auf nüchternen Magen in den Busch geschickt wird. Da ich (entweder aus dem Forum oder von Tripadvisor, kann mich nicht erinnern) aber schon davon wusste, habe ich mir ein Brötchen vom Abendessen aufgehoben und das knabbere ich nun zusammen mit ein paar Schlückchen Wasser während der Fahrt, damit mein Kreislauf in Schwung kommt und es mir nicht schlecht wird - die anderen leeren eine Tüte alte Kekse :sick: .

Tatsächlich wird es kalt (aber nicht so sehr wie befürchtet), denn die Geschwindigkeit ist natürlich höher als auf den Game Drives. Um 6.25 Uhr erreichen wir den Eingang und dort im Park wird es schnell warm. Unser Wagen ist dieses mal voll, und unser Guide kommt nicht annähernd an die Qualität von Ghaba heran. Im Gegenteil, wir haben ein bisschen den Eindruck, dass sich andere Guides, mit denen man sich unterwegs natürlich wegen Sichtungen austauscht, ein bisschen lustig über ihn machen. Die ganze Fahrt ist auch recht anonym, man kennt sich untereinander nicht und auch unser Guide ist von der schweigsamen Sorte.

Kurz nach dem Sedudu-Gate sind wieder Hyänen am Hyena-Spot, aber wir sehen sie nur aus zweiter Reihe und weit weg. Für den Sonnenaufgang um 6.50 Uhr müssen wir ihn extra bitten anzuhalten



Ein Marabu sitzt ziemlich unentschlossen herum



und dem Graulärmvogel (auch so ein Wortungetüm :ohmy: ) scheint es auch noch recht kalt zu sein - er hat sich schön aufgeplustert







Wir fahren nach unserem Gefühl recht ziel- und planlos durch den Park – unsere erste aufregende Sichtung ist dann um 7 Uhr ein festgefahrener Touriwagen!



Es sind schon andere Helfer da, unter anderem die Parkverwaltung.



Insgesamt sind viele Fahrzeuge unterwegs und man muss aufpassen, dass man nicht zu viel Staub schluckt. Das geht so 20 Minuten lang.

Unser Guide spricht mit entgegenkommenden Fahrern, so richtig entscheiden kann er sich nicht, er wendet, fährt ein Stück, dreht wieder um und fährt dann weg von der Riverfront.

Um 7.27 h sichten wir im Vorbeifahren Geier – sie sind gerade mit der Morgentoilette beschäftigt und halten nicht richtig still. Sind das nun ein Kap- und ein Weißrückengeier, oder zwei derselben Sorte (welche?) oder was ganz anderes (ich bitte um Hilfe!)? Edit: es sind Weißrückengeier - danke, Cécile :)
!




Und nun passiert mal wieder etwas, das diese Game Drives so aufregend macht. Nach anfänglichem Zögern entscheidet sich unser Guide, weiter in die Richtung zu fahren aus der uns gerade andere Autos entgegenkommen.

7.29h: Wer liegt denn da im Gras neben dem Weg?



Ein wunderschöner Löwenpascha! Wow, gestern 5 Löwinnen und nun auch noch ein Löwe – damit ist unser Löwensoll ja schon erfüllt! Nadège hatte nämlich bei der Anreise gesagt, dass sie schon zuuuu gerne Löwen in Afrika sehen wolle. Gestern abend meinte sie dann nach der Löwinnen-Sichtung: „Naja, so einer mit Mähne wäre ja auch noch toll“!

Ein Blick nach rechts zeigt uns – es sind noch mal 2 Löwen hier!:)
Wir erkennen ein Weibchen und einen Junglöwen, dem gerade die Mähne anfängt zu wachsen.



Diese beiden entfernen sich gerade vom Chef,



was diesem nicht so recht zu passen scheint.



Er beobachtet die Sache ca. 1 Minute und erhebt sich dann um in Richtung des Junglöwen zu marschieren,



der sich provokativ auf einem kleinen Hügel niedergelassen hat. Ich finde, er hat ein freches Grinsen im Gesicht B) Die Löwin liegt außer Sichtweite irgendwo dahinter....



Nun kenne ich Löwen bisher nur liegend oder gemütlich vor sich hinschlurfend. Deshalb sind meine Kamera und ich auch nicht darauf gefasst, dass der Cheflöwe plötzlich auf den Hügel zurast und den Jungen verjagt! Man sieht nicht viel mehr als eine Staubwolke mit Löwenhinterteil



Das Ganze ist ruckzug vorbei und der Alte verschwindet....



von den beiden anderen ist schon nichts mehr zu sehen. Huch, das waren gerade mal 4 Minuten, die wir hier verbracht haben – wir wollen gar nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn wir irgendwo auf der Strecke noch einen kurzen Fotostopp eingelegt hätten :ohmy: . Als wir weiterfahren, kommen uns Fahrzeuge entgegen. Tja, tut uns leid, die Löwen sind weg, Pech gehabt... Wir leisten heimlich Abbitte an unseren Guide – offensichtlich hat er doch alles richtig gemacht!

So, nun haben wir schon 8 Löwen in unserer Sammlung und können uns getrost dem Morgenkaffee widmen.



Dieser findet am (was Tiere betrifft) leergefegten Chobe-Ufer statt – zusammen mit geschätzten 15 anderen Fahrzeugen.....



Egal, wir sind zufrieden, so schöne Löwen – da erträgt man einen solchen Menschen-Auflauf doch locker! Außerdem kommen wir mit einem Pärchen aus der französischsprechenden Schweiz ins Gespräch, die uns vom Sango Safari Camp erzählen, wo sie zuletzt waren und wir heute Mittag hinfliegen werden. Solche Menschenmassen würden wir dort nicht sehen, und überhaupt sei es in einem solchen Camp ganz anders....und es würde uns bestimmt gefallen! Na, das wollen wir mal hoffen!

Wir begeben uns langsam auf den Rückweg, genießen das schöne Morgenlicht


es gibt noch Hippos,



eine Gabelracke



einen Huckepack-Pavian



Impalas



hyperaktive Zebramangusten (die sich nicht so richtig fotografieren lassen wollten)





und etliche Giraffen in schöner Kulisse zu sehen.











Taktisch klug sieht man zu, nicht hinter sondern vor einem anderen Wagen Richtung Ausfahrt zu fahren.



Kurz vor 9 Uhr verlassen wir zufrieden den Chobe NP.




Um halb zehn sitzen wir an dem herrlichen Frühstückstisch der Kubu-Lodge (endlich Frühstück!!) mit Blick auf den Chobe




Wir sind auf der einen Seite traurig, diese hübsche Lodge verlassen zu müssen, aber natürlich auch sehr gespannt auf unser nächstes Ziel und die Reise dorthin, denn nun beginnt der Fly-In-Teil unseres Urlaubs!

TOP: 3 Löwen in Aktion

FLOP: Kein (nicht mal ein kleines) Frühstück vor dem Game Drive
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 20:07 von Champagner.
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