FotoGnu in Uganda

Reisebericht 105 Antworten · 9’775 Aufrufe · gestartet 18. Aug. 2025 von FotoGnu
Themenstarter402 Beiträge · seit 202107. Sept. 2025 ·
picco schrieb:Hoi Elke
FotoGnu schrieb:Um viertel vor drei kommen wir endlich bei der Lake Mahale Safari Lodge an...
Bist Du Dir beim Namen der Lodge sicher?
Moin Picco!
Ja, ich bin mir sicher. Dass sie Lake Mulehe Safari Lodge heißt. 😗
Vielen Dank fürs Aufpassen, ich ändere das gleich!
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zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2025
Themenstarter402 Beiträge · seit 202108. Sept. 2025 ·
24.06.2025: Gorilla-Trekking in Mgahinga

Heute habe ich endlich einmal durchgeschlafen und wache gut ausgeruht auf. Ich denke, allein deshalb war es schon eine gute Entscheidung, die Malarone abzusetzen. Der Ausschlag geht auch schon etwas zurück, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Auch Lars fühlt sich besser. Wir sind also startklar für unser 2. Trekking!

Wir frühstücken noch in Ruhe mit Blick auf den See, dann geht es pünktlich los. Wir sind auch dieses Mal etwas aufgeregt, aber deutlich weniger als beim ersten Mal: alles, was heute noch kommt, betrachten wir als Bonus! Selbst wenn ich das Trekking heute nicht schaffen sollte, kann uns das Erlebnis in Buhoma keiner mehr nehmen.

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Peter hatte schon angekündigt, dass die Fahrt etwas rau werden könnte. Tatsächlich hoppeln wir über eine der schlechtesten Straßen, die wir in Afrika je befahren haben. Peter erzählt uns, dass die Straße bald erneuert werden soll, und dass dazu viele Häuser abgerissen werden müssen. Die betroffenen Häuser sind auch bereits mit einem weißen X markiert. Wie so oft sind Vor- und Nachteile mit dieser Infrastruktur-Maßnahme verbunden, aber nach Peters Einschätzung wird diese Straße wenigstens auch einen Nutzen für die lokale Bevölkerung haben, die ihre Feldfrüchte künftig einfacher vermarkten kann. Für die Häuser gibt es Entschädigungen und der Staat hilft sogar bei der Suche nach einer neuen Bleibe - für die Betroffenen sicher trotzdem nur ein schwacher Trost.

Wir machen einen kurzen Stopp, um den Vulkan Muhavura zu fotografieren, an dessen Fuß wir gleich die Gorillas suchen wollen. Entlang der Straße sind ja immer viele Menschen unterwegs, aber als die „Muzungu“ mit der Kamera aussteigt, scheint das noch mehr Menschen anzulocken. Während ich versuche, die eindrucksvolle Landschaft auf Chip zu bannen, unterhält Lars sich mit einem der staunenden Schuljungen.

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Wenig später erreichen wir einen Parkplatz, wo die beiden Porter Ben und Wilson schon auf uns warten. Sie nehmen unsere Rucksäcke und unser Lunchpaket und geben uns im Gegenzug je einen Wanderstab aus Bambus, die wir auf Peters Empfehlung hin gegen die mitgebrachten Wanderstöcke tauschen. Dann beginnt der Aufstieg zum Startpunkt des Trekkings.

Ben erweist sich als absoluter Glücksgriff: er ist super aufmerksam und reicht mir bei jeder auch nur etwas anspruchsvolleren Stelle seine Hand. Und es kommen viele für mich anspruchsvolle Stellen! Auch Lars ist froh, dass er den Fotorucksack, der immerhin 14kg wiegt, nicht selber schleppen muss.

Unser Weg verläuft erst durch ein sehr felsiges, aber trockenes Flussbett und anschließend quer durch die Felder der hiesigen Community.

Oben am offiziellen Startpunkt angekommen, erwarten uns schon unsere Mitstreiter, die wir gestern schon beim Abendessen gesehen hatten und die eine halbe Stunde vor uns aufgebrochen waren: eine siebenköpfige asiatisch-amerikanische Familie aus San Diego, die zum Glück wenigstens eine ältere Dame dabei hat.

Kaum angekommen, tritt wieder eine lokale Tanzgruppe auf. Anschließend folgt ein Briefing durch den Ranger und noch ein letzter Gang zur Toilette, bevor wir mit unserem zweiten Trekking starten.

Nun geht es über unwegsame Dschungelpfade stetig bergauf. Mit der älteren Dame in der Gruppe habe ich richtig Glück: immer wenn ich denke, ich könnte eine Pause gebrauchen, wird ihr zuliebe tatsächlich eine eingelegt und das ganz ohne, dass ich darum bitten muss. Das schont mein Ego! Ben ist weiterhin ein Goldschatz und hilft, bevor ich überhaupt nur denken kann, dass ich Hilfe bräuchte. So geht es über eineinviertel Stunden.

Der Ranger hatte sich schon vor einigen Minuten per Rufen mit den Trackern verständigt, sodass wir wissen, dass wir der Nyakagezi-Familie schon näher kommen. Dann heißt es aber tatsächlich „Masken auf“ und unsere Stunde bei den Gorillas beginnt! Anders als in Buhoma dürfen die Porter bei uns bleiben, denn das Gelände ist so unwegsam und steil abfallend, dass ich mich ohne Bens Hilfe gar nicht fortbewegen kann. Aus diesem Grund muss die Gruppe auch immer zusammenbleiben und es ist schwierig, einen guten Platz zu finden. Bei diesem Kerlchen habe ich Glück mit meinem Platz!

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Als der Kleine den Hang absteigt und im Dickicht verschwindet, konzentriert sich die Gruppe auf einen Silberrücken in der Nähe.

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Als auch der Silverback den steilen Hang hinab wandert, sollen wir der Gruppe folgen. Ben nimmt nun auch noch meine Kamera und los geht’s. Wir halten an einigen Bäumen, auf die die Tiere geklettert sind. Lars und ich gehen hinten und können von unserer Position aus nicht wirklich etwas sehen, nur einmal können wir einen kurzen Blick auf das Jungtier erhaschen und ein Foto schießen. Aber dafür hören wir viele laute Gorilla-Fürze.

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Nach einer Weile kommt direkt neben uns ein Gorilla aus dem Gebüsch. Leider ist er so schnell unterwegs und das Gelände so rutschig, dass wir diesen Moment nicht einfangen können. Trotzdem haben wir Fotografenglück, denn das Tier setzt sich in unmittelbarer Nähe hin und beobachtet seine in den Bäumen sitzenden Familienmitglieder.

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Nach einer knappen Stunde macht sich unsere Gruppe auf den Weg zurück, den wir gekommen waren. Dabei treffen wir noch mal auf einen Silberrücken, der entspannt, aber wenig fotogen im Gras liegt. Zum Glück richtet er sich wenig später auf und wir sind in guter Fotoposition.

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Als er es sich dann wieder gemütlich macht, dürfen wir noch ein paar letzte Bilder machen, bevor unsere Stunde ganz abgelaufen ist und wir die Gorillas verlassen müssen.

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Nun kommt, wovor mir schon beim Aufstieg gegraut hat: der Abstieg. Die Gruppe legt ein ordentliches Tempo vor und die ältere Dame benötigt anscheinend keine Pausen mehr! Ich merke, dass ich, wahrscheinlich durch das wirklich anstrengende Stehen im Hang, total unsicher und schlapp auf den Beinen bin. Ben hat gut zu tun mit mir. Ich frage nach, wann wir eigentlich unsere Lunchboxen essen, aber das ist offenbar erst zurück an der Station geplant. Ich sage Ben, dass ich schlapp bin und Energie brauche und er organisiert in Absprache mit dem Ranger eine Pause, bei der wir uns alle ins Gras setzen, essen und trinken. Zum Schluss werfe ich mir schnell noch zwei Ibus ein, damit meine Knie auf dem steilen Weg nach unten nicht schlapp machen.

Die Pause hat gut getan, ich habe neue Energie. An den ganz heiklen Stellen hilft mir nun nicht nur Ben, sondern auch der Ranger. Zum Glück wird der Pfad irgendwann auch wieder leichter und ich bin guter Dinge, dass ich den restlichen Rückweg doch noch ohne richtig große Probleme schaffen werde. Für Lars ist der Abstieg sowieso kein Problem, er freut sich über eine wunderbare Wanderung durch die ugandische Natur.

Endlich an der Station angekommen, bekommen wir feierlich unsere Zertifikate überreicht. Anschließend kauft Lars noch ein T-Shirt und Ranger, Guards und Tracker erhalten ihr wohlverdientes Trinkgeld.

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Leider müssen wir nun aber noch durch die Community zum Parkplatz zurückwandern.

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Dabei stoßen wir auf die Chefin der Tanzgruppe, die hier ihre Felder bestellt. Lars bedankt sich noch einmal herzlich für die Tanzeinlage, worüber sich die alte Dame sichtlich freut.

Dank Ben schaffe ich schließlich auch noch das letzte Stück und wir sind um halb eins wieder bei Peter am Auto. Wir bedanken uns herzlich bei Ben und Wilson und geben ihnen gerne ein zusätzliches Trinkgeld. Dabei ärgere ich mich etwas über mich selbst, weil ich mich von Lars überzeugen lasse, dass beide Porter den gleichen Betrag erhalten: Lars ist es sehr wichtig gerecht zu sein, aber eigentlich hat Ben sehr viel mehr geleistet bzw. leisten müssen als Wilson und hätte daher eigentlich mehr Tip verdient.

Wir brauchen eine Stunde, bevor wir wieder an der Lodge sind. Jetzt aber erstmal duschen und den Rest der Lunchbox essen!

Anschließend gehen wir ins Restaurant und verbringen den verregneten Nachmittag damit, Bilder zu sichten, Journi zu schreiben und uns einen Amarula zu gönnen. Unsere frisch geputzten Schuhe stehen dort schon bereit - was für ein Service!

Um sechs gibt es ein leckeres Abendessen, das wir heute ganz besonders genießen.
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zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2025
2’193 Beiträge · seit 201608. Sept. 2025 ·
Liebe Elke,

Deine Gorilla-Fotos schreien förmlich nach einer Wiederholung von Uganda. Einfach toll.

Die Porter waren für mich auch eine große Hilfe. Wir waren zu Dritt (Mann, Sohn + ich) und wir hatten 3 Porter - davon dann 2 für mich, einer vorne und einer hinten. Mein Sohn brauchte in seinen jungen Jahren keinen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2025
Themenstarter402 Beiträge · seit 202109. Sept. 2025 ·
Liebe Gabi,

vielen Dank. 🙂 Über das Thema einer möglichen Wiederholung haben Lars und ich im Rahmen unseres Fazits schon intensiv nachgedacht, sind bisher allerdings noch zu keinem eindeutigen Schluss gekommen. 🤪

Ja, in dem Gelände ist ein Porter wirklich Gold wert! Ich kann jedem nur empfehlen einen zu nehmen, selbst wenn man ihn aus Fitness-Gründen vielleicht gar nicht braucht. Schon allein deshalb, weil man damit einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz der Nationalparks in den Communities leistet, aber auch, weil sie einen auch bei der Sichtung toll unterstützen.
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Themenstarter402 Beiträge · seit 202110. Sept. 2025 ·
25.06.2025: von Mgahinga nach Lake Mburo, Teil I

Heute ist Lars schon vor dem Wecker wach, während ich wieder wunderbar durchgeschlafen habe. Da wir gestern Abend beim Hörbuch gegen 21:00 Uhr eingeschlafen sein müssen, haben wir etwas Schlaf gut gemacht und können der heutigen Fahrt, die wohl auch sechs Stunden dauern wird, etwas entspannter entgegen blicken.

Erstmal frühstücken wir aber in Ruhe und bekommen dabei Besuch von einem Schildraben. Dann heißt es wieder aufbrechen, zu unserer nunmehr schon letzten Station.

Als wir für ein Foto der drei Vulkane des Mgahinga Nationalparks stoppen, treffen dort wieder einmal auf den Südafrikaner vom Beginn unserer Reise. Wir schnacken ein bisschen und es stellt sich schnell heraus, dass wir uns in der nächsten Lodge wiedersehen werden.

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Der kurze Stopp lockt viele Kinder an und wir erleben das erste Mal, dass die Kinder betteln. Sie fangen sogar demonstrativ an zu husten. Peter bittet uns, ihnen nichts zu geben, denn damit würde man sie nur zum Betteln erziehen und das wird in der ugandischen Gesellschaft absolut nicht gerne gesehen. Wie auf jeder Fahrt mit Peter erfahren wir wieder sehr viel über Land und Leute.

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Kurz hinter Kabale stoppt Peter an der Straße, um Karotten zu kaufen. Je nach Region hat er unterwegs schon verschiedenste Feldfrüchte gekauft und im Kofferraum eingelagert. Sofort wird das Auto von Gemüseverkäufern umlagert und auch wir sollen Gemüse kaufen, aber wir lehnen natürlich ab. Als Peter mit den Verkäufern kurz verschwindet, kommt eine Frau ans Auto und bettelt extrem aufdringlich. Einerseits tut sie mir sehr leid, andererseits ist sie so penetrant und fast schon theatralisch, dass ich bockig statt weich werde. Auf jeden Fall empfinde ich die Situation als sehr unangenehm.

Nach ungefähr vier Stunden Fahrt kommen wir in eine Kulturlandschaft, die nicht mehr von Ackerbau, sondern von Viehzucht geprägt ist. Peter erklärt uns, dass die Menschen hier wohlhabender sind und das kann man auch an den Häusern erkennen. Es wird auch deutlich flacher und wärmer.

Nach weiteren anderthalb Stunden ändert sich die Landschaft wieder: wir sehen überwiegend die klassische Savannenlandschaft mit Akazien, aber anstelle von Wildtieren grasen dort schwarzbunte Kühe.

Um viertel vor zwei kommen wir endlich in der Mihingo Lodge an. Wie üblich werden wir mit feuchten Handtüchern und Fruchtsaft begrüßt.

Wir genießen unseren Lunch, der nicht nur vorzüglich schmeckt, sondern uns auch mit einem phantastischen Blick auf den Pool und die weite Savannenlandschaft begeistert. Am Camp-eigenen Wasserloch tummeln sich Impalas, Zebras, Büffel, Paviane und Warzenschweine.

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Ronna bringt uns anschließend zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage: „Buffalo“. Es geht viele, viele Stufen runter und Ronna meint, wir könnten ab morgen eine Unterkunft haben, die weiter oben liegt. Sie meint aber gleichzeitig, dass sie nicht glaubt, dass wir das wollen, wenn wir erstmal die Aussicht gesehen hätten - da soll sie recht behalten!

Wow!!! Mir war gar nicht klar, dass wir so eine schicke Unterkunft gebucht haben! Entgegen meiner Gewohnheiten hatte ich mir die Mihingo Lodge vorher nämlich gar nicht online angeschaut, sondern mich einfach auf Bettis begeisterte Beschreibung verlassen. Ich glaube, das ist die schönste Unterkunft, in der wir jemals untergekommen sind. Sogar das Klo hat eine phantastische Aussicht. Lars und ich sind völlig hin und weg. Nun müssen wir uns nur noch überlegen, ob wir auf unserer Terrasse oder lieber am Pool chillen wollen!

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Aufgrund der Temperaturen entscheiden wir uns für den Pool und packen auch gleich alles für unseren anschließenden Game Drive und das Dinner zusammen, denn wir wollen die knapp 200 Stufen nicht mehrfach laufen. Dann ist erstmal Chillen, Baden und Ausblick angesagt - herrlich!

Die Bade-Freude ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn es steht ja noch ein Gamedrive an. Dafür verlassen wir natürlich gerne unsere Liegen! Wenig später rumpeln wir wieder mit offenem Dach durch die Savanne! Leider ist der Lake Mburo NP nur 300 qkm groß und es gibt weder Elefanten noch Löwen, aber allein das Gefühl, wieder auf Safari zu sein, ist großartig!

Wir sagen Peter, dass er bitte für alles halten möge, das in gutem Licht steht oder sitzt. Daher sehen wir zwar viele Zebras, Wasserböcke und einen Buschbock im Gegenlicht, fahren aber erstmal weiter.

Dann sagt Peter plötzlich, er würde einen Leoparden sehen, was tagsüber in dieser Gegend so dermaßen unwahrscheinlich ist, dass ich erstmal glaube, dass er uns auf den Arm nimmt - zumal ich in der angegebenen Richtung rein gar nichts sehen kann. Doch Lars entdeckt den Leo auch schnell, nur ich kann mal wieder nicht das sehen, was für die anderen beiden völlig offensichtlich scheint. Schließlich sehe ich aber doch ein paar Flecken im hohen Gras.

Der Leopard ist noch nicht ausgewachsen und sehr scheu und so gelingen im hohen Gras keine Bilder. Schon nach kurzer Zeit verschwindet er auch im Gebüsch, wohin wir ihm nicht folgen können.

Wir können auch danach noch einige Tiere entdecken und fotografieren, genießen es aber vor allem, wieder durch den Busch zu rumpeln und uns den warmen Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen.

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zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2025
Themenstarter402 Beiträge · seit 202111. Sept. 2025 ·
25.06.2025: von Mgahinga nach Lake Mburo, Teil II

An einem Campingplatz dürfen wir kurz aussteigen. Dort ist eine Warzenschweinmutter mit ihrem Nachwuchs unterwegs. Die drei scheinen recht zutraulich zu sein, aber als wir zu nah kommen, startet Mama Pumba einen Scheinangriff. Wir ziehen uns lieber zurück.

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Mit nachlassendem Licht findet Peter die beiden Tierarten, die er uns hier gerne zeigen wollte: eine Elen-Antilope und Rothschild-Giraffen. Die arme Elen ist leider am Ohr schwer verletzt und Peter will sie den Rangern melden.

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Zurück in der Mihingo Lodge gehen wir direkt zum Essen. Bevor wir noch unsere Vorsuppe bekommen, werden die Gäste informiert, dass das Bushbaby in der Bar ist! Dieses zutrauliche Bushbaby war auch ein Grund, warum wir uns für diese Unterkunft entschieden hatten. Tatsächlich holt sich das nachtaktive Wesen mit den Riesenaugen ein Stück Banane nach dem anderen ab und verzehrt es genüsslich.

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Danach wird das Essen serviert, das sehr lecker, aber auch ganz schön scharf ist. Der Nachtisch, ein Brownie mit Vanille-Eis, ist dann allerdings der Oberkracher!

Nach dem Essen gehen wir runter zu unserer Unterkunft, setzen uns auf unsere Terrasse und lauschen den nächtlichen Geräuschen - herrlich!
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Themenstarter402 Beiträge · seit 202111. Sept. 2025 ·
26.06.2025: Chillen am Lake Mburo

Wir sind beide schon vor dem Wecker wach, haben aber in dem breiten und bequemen Bett super geschlafen. Wir machen uns fertig und genießen dann bei Tee und Keksen, die uns runter gebracht wurden, die erwachende Natur.

Pünktlich um 6:45 Uhr sind wir am Parkplatz, wo Peter schon mit offenen Türen auf uns wartet. Wir fahren bis zum Parkeingang und laden dort, nachdem alle Formalitäten erledigt sind, unseren Ranger Jamison ein. Dann geht es endlich los mit einem weiteren Gamedrive.

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Wir sehen viele Vögel, steigen ab und zu mal aus, um sie zu fotografieren oder genauer beobachten zu können, und steigen nach einer kurzen Walking-Einheit wieder ins Auto. Jamison weiß vieles zu den jeweiligen Spezies zu berichten und erklärt, dass wir uns zu den Giraffen aufmachen wollen.

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Nachdem wir irgendwann wieder anhalten und aussteigen, kommt ein weiteres Fahrzeug dazu, in dem eine vermeintlich indische Familie sitzt und sich unserem heutigen Bushwalk anschließt.

Auf dem Walk sehen wir die üblichen Verdächtigen und als absolutes Highlight können wir einen riesigen Python sehen, der zusammengerollt unter einem Busch liegt und ein Impala verdaut.

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Schließlich erreichen wir das eigentliche Ziel der morgendlichen Wanderung: eine Herde Giraffen mit drei Jungtieren. Von anderen Walking Safaris kennen wir es, dass Giraffen eher scheu sind, aber diese bleiben sehr entspannt.

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Nach gut drei Stunden kehren wir hungrig zur Lodge zurück, wo wir die einzigen sind, die jetzt noch frühstücken. Das Frühstück ist sehr gut und reichlich: wir bekommen lecker Omelette, Toast mit Nutella und ich bekomme außerdem mega gute Pancakes mit gegrillten Bananen, Joghurt und Schoki.

Danach laufen wir die 200 Stufen runter, machen uns Pool-fertig und laufen sie wieder hoch. Den Rest des nachmittags relaxen wir mit Ausblick auf die Savanne.

Für zehn vor sechs sind wir mit Peter verabredet. Er meint, wir wollen noch mal gemeinsam schauen, ob wir auf der Anlage Turacos finden, aber aufgrund der krummen Uhrzeit vermuten wir, dass er etwas anderes vorhat.

Tatsächlich stromern wir mit Peter aber erstmal über Teile der Anlage, die wir bisher noch gar nicht gesehen hatten. Es gibt hier auch einen Birdhide, den wir noch gar nicht auf dem Schirm hatten und den wir uns mental für morgen früh vormerken. Wir sehen auch noch zwei Ross’s Turacos, die aber leider nicht zu fotografieren sind. Außerdem ist die Aussicht von oben auf den Felsen toll und wir machen Fotos mit Peter, der so enorm zum Gelingen dieser Reise beigetragen hat.

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Dann überrascht uns Peter mit einem Sundowner mit Wein und Chips auf einem Felsen. Er möchte dort das Abschlussgespräch mit uns führen und erfahren, was uns gut und weniger gut in Uganda gefallen hat. Der Tausendsassa Peter arbeitet nämlich auch an einem Projekt, das den Tourismus in Uganda voranbringen soll und für das er entsprechende Informationen von seinen Reisenden sammelt. Er erzählt uns auch eine Menge aus seinem Guide-Alltag und es ist eine sehr nette Atmosphäre, nur leider sehr windig und dadurch irgendwann zu kalt.

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Wir gehen dann also zum Abendessen und Lars und ich diskutieren noch lange, warum sich das wunderschöne und vielfältige Uganda in unseren Köpfen nicht für eine Wiederholung anbietet, sondern ein Once in a lifetime Ziel geblieben ist.

Wie gestern kommt auch heute das Bushbaby und bringt sogar noch ein zweites mit. Wir freuen uns sehr über die niedlichen Wesen.

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zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2025
553 Beiträge · seit 201612. Sept. 2025 ·
Hallo Elke,

witzig, dass ihr euch weges des Buschbabys für Mihingo entschieden hattet. Wir wussten davon gar nix und haben uns dann auch sehr gefreut als es auftauchte. Für uns war Mihingo das Highlight was die Unterkünfte betrifft. Super nettes Team, unglaublich leckeres Essen (ich mag es gerne scharf) und einfach eine tolle Location. Wir verbrachten die letzten Tage da, auf Empfehlung von Herrn Pirani und es hat uns sehr gut getan noch so ein bisserl zu entspannen.

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter402 Beiträge · seit 202112. Sept. 2025 ·
Hallo liebe Namensvetterin,

da kann ich Dir in allen Punkten nur absolut zustimmen! Insbesondere zum Ende der Reise ist Mihingo ein traumhafter Ort, um die Seele baumeln zu lassen und das Erlebte Revue passieren zu lassen. Heute heißt es leider schon wieder Abschied nehmen von diesem besonderen Ort…

Viele Grüße
Elke
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Themenstarter402 Beiträge · seit 202112. Sept. 2025 ·
27.06.2025: von Lake Mburo nach Entebbe

Wir sind schon früh wach und hören unser Hörbuch zu Ende. Um halb sieben wird uns wieder Tee gebracht und wir genießen den letzten Morgen auf unserer Terrasse.

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Viel zu schnell wird es Zeit, unsere Taschen zu packen und zum Frühstück zu gehen, das wieder einmal sehr lecker ist. Dann zockeln wir noch mal los in Richtung Birdhide. Leider haben wir nicht mehr viel Zeit bis zu unserer verabredeten Abfahrtzeit um zehn Uhr und nachdem wir den Hide nach zehn Minuten noch nicht erreicht haben, geben wir die Wanderung auf und kehren um. Dann ist es endgültig Zeit für den Abschied von der Mihingo Lodge, was sich anfühlt, wie ein Abschied auf Raten von Uganda…

Wir haben uns überlegt, Peter zusätzlich zu dem wohlverdienten Trinkgeld sein Lieblingsbier und Bananenchips als Dankeschön zu überreichen. Also machen wir uns an der nächsten Total Tanke startklar um heimlich einzukaufen. Leider gibt es dort keinen Diesel und auch nicht bei der folgenden Shell Station. Erst die dritte Tankstelle hat Diesel, aber der Shop hat weder Chips noch das gesuchte Nile Special. Die Dame an der Kasse verweist uns an das Restaurant nebenan, wo wir wenigstens schon mal das Bier bekommen.

Gegen halb zwei machen wir den klassischen Stopp am Äquator, wo sich eine ganze Industrie von Shops und Restaurants angesiedelt hat. Wir nutzen die saubere Toilette und dann wird uns ein Experiment vorgeführt: Wasser wird durch einen Trichter gegossen und eine Blüte darauf gelegt. Im Süden dreht sich die Blüte gegen den Uhrzeigersinn und im Norden mit dem Uhrzeigersinn. Direkt auf dem Äquator versinkt die Blüte ohne sich zu drehen. Wir können nicht so richtig glauben, was wir da sehen, aber zumindest ist die kleine Vorführung geschickt gemacht und nicht auf den ersten Blick zu durchschauen. Danach machen wir das obligatorische Foto und schließlich gehen wir in einen Shop und kaufen einen hübschen Holzgorilla und die gesuchten Bananenchips. Zuletzt gibt es noch eine Cola, um die Müdigkeit zu vertreiben.

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Gegen halb fünf kommen wir endlich im Viavia an. Unglaublich, dass wir hier vor gut zehn Tagen gestartet sind! Wir checken kurz ein und dann ist es Zeit, Peter Lebewohl zu sagen. Da wir von ihm gelernt haben, dass man in Uganda Geschenke nicht im Stehen übergibt, setzen wir uns und überreichen Peter sein kleines Präsent und sein Trinkgeld und verabschieden uns sehr herzlich.

Anschließend lassen wir unseren Urlaub mit einem leckeren Essen und einem Drink am See ausklingen. Zurück im wunderbaren Garten des Viavia fühlen wir uns gleich wieder wie zuhause.

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Allerdings ist das Viavia heute proppenvoll und es gibt live Musik, die mit den nächtlichen Geräuschen der afrikanischen Nacht konkurriert. Für unseren letzten Abend hätten wir uns das anders gewünscht, aber immerhin lässt sich ein Flughund von dem Trubel nicht beeindrucken und wir können eine letzte Tierart auf der mentalen Uganda-Sichtungsliste vermerken.
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zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2025
Themenstarter402 Beiträge · seit 202112. Sept. 2025 ·
28.06.2025: Abreise

Der heutige Abreisetag beginnt um 02.15 Uhr mit dem Wecker und der Nachricht von TK, dass unser in Flieger 30 Minuten Verspätung haben wird.

Unser Shuttle steht natürlich trotzdem pünktlich um drei bereit und wir bekommen vom Nachtwächter auch unsere Käsebaguettes als Frühstück ausgehändigt und dürfen in der Bar unsere Wasserflasche auffüllen. Wir erreichen den Flughafen in 20 Minuten und gehen zunächst durch eine Sicherheitsschleuse. Dann geben wir am TK-Schalter, wo noch überhaupt nichts los ist, unser Gepäck ab. An der nächsten Sicherheitsschleuse müssen wir unser Wasser austrinken und schon sind wir am Gate. Es gibt insgesamt nur vier Gates, der Flughafen ist also noch kleiner als der in Bremen.

Über den Flug nach Istanbul lässt sich nicht viel berichten, erst in Istanbul wird es noch mal interessant: obwohl wir uns einigermaßen fit fühlen, laufen wir an irgendeiner Stelle falsch und immigrieren versehentlich in die Türkei. Wir hatten uns vorher schon gewundert, dass in einem so modernen Flughafen die Passagierströme nicht besser gelenkt werden und warum wir einen Stempel in den Pass bekommen, aber dass wir vielleicht falsch abgebogen sein könnten, fällt uns erst auf, als wir fast schon draußen vor dem Flughafen stehen! Zum Glück haben wir bis zum Boarding noch genug Zeit und sind trotz des Umwegs pünktlich am Gate.

Mit knapp einer Stunde Verspätung fliegen wir schließlich in Istanbul ab und landen knapp drei Stunden später mit 40 Minuten Verspätung und einem ziemlichen Rumps in Bremen.

Es dauert eine ganze Weile bis unsere Reisetaschen endlich übers Band laufen, aber dann können wir um kurz vor sieben doch endlich los, unser Auto abholen und nach Hause fahren.
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3’388 Beiträge · seit 200912. Sept. 2025 ·
Hallo Elke,

schwups, und schon ist dieser schöne Bericht von Uganda am Ende angelangt. 🙁

Vielen Dank für die Mühe und für´s "Teilen". Meine Schorschine und ich haben haben Deinen Bericht vom ersten Augenblick an genau verfolgt, schließlich haben wir Uganda für nächstes Jahr im Dezember auf dem Plan. Von daher kam die Lektüre wie gerufen, und wir haben uns etliche Punkte fest notiert.

Der Oberknaller bei Euerer Reise waren natürlich die Gorillas. Da hattet Ihr unglaubliches Glück! 🙂
Schönes Licht, beste Voraussetzungen, die Bilder von Euch waren einfach nur spitzenmäßig. Hoffen wir für nächstes Jahr, dass wir mit dem Wetter ähnliches Glück haben wie ihr.

Nochmals vielen Dank für den schönen RB. Es hat Spaß gemacht, bei dieser Reise dabei sein zu dürfen.

Herzliche Grüße vom bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
770 Beiträge · seit 201713. Sept. 2025 ·
Hallo Elke, vielen herzlichen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich war sehr gerne dabei und bin fasziniert von euren tollen Fotos!
Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter402 Beiträge · seit 202113. Sept. 2025 ·
Vielen Dank, Ihr Lieben!

Ich melde mich morgen noch mal ausführlich und mit Fazit zurück.

Allen ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Elke
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Themenstarter402 Beiträge · seit 202114. Sept. 2025 ·
Hallo Bayern Schorsch,
bayern schorsch schrieb:
Meine Schorschine und ich haben haben Deinen Bericht vom ersten Augenblick an genau verfolgt, schließlich haben wir Uganda für nächstes Jahr im Dezember auf dem Plan. Von daher kam die Lektüre wie gerufen, und wir haben uns etliche Punkte fest notiert.
Wie schön! Wie konkret ist Eure Planung denn schon? Wenn Ihr sie verraten mögt, würde mich Eure Route sehr interessieren.
Der Oberknaller bei Euerer Reise waren natürlich die Gorillas. Da hattet Ihr unglaubliches Glück! 🙂 Schönes Licht, beste Voraussetzungen, die Bilder von Euch waren einfach nur spitzenmäßig. Hoffen wir für nächstes Jahr, dass wir mit dem Wetter ähnliches Glück haben wie ihr.
Ja, wirklich super viel Glück! Ich drücke Euch die Daumen, dass es für Euch genauso phantastisch läuft. 🙂
Nochmals vielen Dank für den schönen RB. Es hat Spaß gemacht, bei dieser Reise dabei sein zu dürfen.
Sehr gerne, es freut mich, dass es Euch gefallen hat!

Moin Picco,
picco schrieb:
Vielen Dank für den Reisebericht und die tollen Fotos (NEID!!!)!
Neid ist ja angeblich die ehrlichste Form der Anerkennung - das sage ich mir jedenfalls selbst immer, wenn ich neidisch auf anderer Leute Fotos bin. Insofern: herzlichen Dank! 😉

Hallo Caroline,
Enilorac65 schrieb:
vielen herzlichen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich war sehr gerne dabei und bin fasziniert von euren tollen Fotos!
Ich bedanke mich sehr herzlich für Deine Begleitung und Deine motivierenden Beiträge zwischendurch! Schön, dass Du dabei warst!

Gleich geht‘s hier mit dem Fazit weiter…

Viele Grüße
Elke
www.fotognu.de Haustierfotografie gegen eine Spende für den Tierschutz
6’389 Beiträge · seit 201114. Sept. 2025 ·
Hoi Elke
FotoGnu schrieb:Neid ist ja angeblich die ehrlichste Form der Anerkennung - das sage ich mir jedenfalls selbst immer, wenn ich neidisch auf anderer Leute Fotos bin. Insofern: herzlichen Dank! 😉
Genau so! 🙂
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter402 Beiträge · seit 202114. Sept. 2025 ·
Fazit

Wir hatten eine traumhaft schöne Zeit in Uganda und das kleine Land trägt den Namen „Perle Afrikas“ aus unserer Sicht absolut zu recht!

Die Menschen sind unglaublich freundlich, unverstellt, offen und dabei trotz ihrer oftmals prekären Lebensumstände lebensfroh und herzlich. Schon nach ganz kurzer Zeit fühlten wir uns in Uganda willkommen und sicher – nicht nur dank Peter, sondern auch, weil wir eigentlich immer das Gefühl hatten, dass uns die Uganderinnen und Ugander auf Augenhöhe begegnen.

Obwohl wir nur einen kleinen Teil Ugandas erkundet haben, hat uns die abwechslungsreiche Schönheit der Landschaft tief beeindruckt. Höhepunkte waren dabei natürlich die Nationalparks, in denen wir ursprüngliche Wildnis mit Savanne, Regenwald, Bergen und Seen erleben durften. Doch auch abseits der Schutzgebiete zeigt sich Uganda von einer reizvollen Seite: Subsistenzwirtschaft mit kleinen, abwechslungsreichen Feldern, Bananenhaine und Teeplantagen prägen das Bild. Die Schönheit dieser pittoresken Landschaft sollte allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um intensiv genutztes Agrarland handelt, auf dem wenig Raum für wilde Tiere bleibt.

Dabei sind es doch die wilden Tiere für die die meisten Touristen wohl nach Uganda kommen. Und da hat das kleine Land wirklich geliefert: Wir konnten eine große Anzahl Erstsichtungen verbuchen und auch Wildtiere, die wir bereits in anderen Ländern gesehen haben, noch einmal intensiv erleben. Das absolute Hightlight war natürlich die Begegnung mit der Rushegura Gorilla-Familie in Bwindi: ich kann gar nicht in Worte fassen, wie uns diese Tierbegegnung berührt und begeistert hat! Aber auch viele andere Tier-Momente werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und für immer in unseren Köpfen mit unserer Uganda-Reise verknüpft bleiben!

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Trotzdem hatten wir am Ende der Reise das Gefühl, dass Uganda für uns ein Once-in-a-lifetime-Abenteuer bleiben würde. Vielleicht weil es die bislang teuerste Reise unseres Lebens war und wir die Kosten für gleich zwei Trekkings und die exklusiven Unterkünfte vor uns selber mit „das machen wir ja schließlich nur einmal im Leben“ gerechtfertigt haben? Vielleicht aber auch, weil wir Angst haben, dass eine Wiederholung eigentlich nur enttäuschen kann, wenn man so phantastische Erlebnisse hatte? Angeregt durch Peter haben Lars und ich noch in Uganda und auch später zu Hause lange über diesen Punkt diskutiert. Eine befriedigende Antwort haben wir bislang nicht gefunden. Dafür spüren wir beide, dass wir - auch nachdem wir unsere Reise in diesem Bericht noch einmal Revue passieren lassen haben - eine zweite Reise nach Uganda vielleicht doch nicht ausschließen wollen…

Wenn eine Wiederholung aktuell also auch noch in den Sternen steht, möchte ich trotzdem für andere Fomis, die über eine Uganda-Reise nachdenken, zusammenfassen, wie wir mit dem Wissen von heute auf unsere Uganda-Reise schauen:

Planung & Umsetzung:
Für uns war die Buchung über Safari Uganda absolut OK und wir haben nichts zu bemängeln. Dabei hatten wir Riesen-Glück, dass wir Peter als Guide bekommen haben, der unsere Reise in jedem nur erdenklichen Aspekt bereichert und zu einem großartigen Erlebnis gemacht hat. Es ist im Rückblick natürlich leicht zu behaupten, aber ich denke, wenn wir unsere Reise direkt über Peter geplant und gebucht hätten, wäre sie vielleicht noch perfekter auf uns zugeschnitten gewesen: Peter atmet einfach Kundenorientierung und besitzt den Ehrgeiz, die Kompetenz und die Flexibilität alle Vorstellungen und Wünsche bestmöglich umzusetzen.

Tourenverlauf & Aktivitäten
Die Transferzeiten zogen sich fast immer länger hin als erwartet und so saßen wir trotz guter Vorsätze im Verhältnis zur Gesamtreisezeit zu viel im Auto. Das hat uns - obwohl wir ja eigentlich nur auf der Rückbank saßen und Land und Leute bestaunen durften - ziemlich angestrengt und wir hatten einfach zu wenig Zeit die teilweise traumhaften Lodges ausgiebig zu genießen. Nun sind 14 Tage natürlich auch wirklich nicht lang, so dass wir rückblickend entweder 2-3 Tage mehr gebraucht hätten oder die Tour etwas anders gestrickt hätten.

Mit unserem Wissen von heute würden wir das Schimpansen-Trekking statt in Kibale im Kalinzu Forest Reserve in der Nähe des QENP machen. Laut Peter ist es dort nicht nur deutlich günstiger, sondern vor allem viel weniger touristisch, bei gleicher Sichtungswahrscheinlichkeit. Außerdem würden wir auch das 2. Gorilla-Trekking in Buhoma machen. Aus unserer Sicht hat sich die beschwerliche Anreise nach Mgahinga nur für die Gorillas nicht unbedingt gelohnt, zumal „Wiederholungstäter“ in Buhoma wohl bei der Zuteilung der Gruppen bevorzugt behandelt werden. Mit mehr Zeit, und wenn man außerdem ein Golden Monkey Trekking machen möchte, sähe das natürlich schon wieder anders aus!

Unterkünfte:
Generell haben wir bislang noch auf keiner Reise so exklusiv genächtigt wie auf dieser und wir waren mit jeder einzelnen Unterkunft sehr zufrieden. Jeglicher Punktabzug in der folgenden Übersicht ist also nur im Vergleich zu den anderen Unterkünften zu betrachten. Die Bewertung ist außerdem absolut subjektiv und ohne genaue Kenntnis der Preise und somit des Preis-Leistungsverhältnisses. Ich möchte auch betonen, dass wir überall sehr freundlich behandelt wurden und sich die Unterschiede im Service ausschließlich auf die von uns wahrgenommene Kompetenz - die auch mal Tagesform-abhängig sein kann - beziehen.

Viavia:
Lage: 4/5 (Punktabzug nur für sonntags)
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 3/5
Service: 5/5
Essen: 5/5

Ziwa Rhino
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 5/5
Service: 3/5
Essen 3/5

Turaco Treetops:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 4/5
Zimmer: 4/5
Service: 5/5
Essen 5/5

Buhoma Community Lodge:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 3/5
Service: 4/5
Essen 3/5

Lake Mulehe Safari Lodge:
Lage: 4/5
Tierbegegnungen: 3/5
Zimmer: 4/5
Service: 5/5
Essen 5/5

Mihingo Lodge:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 5/5
Service: 5/5
Essen 5/5

Dankeschön und bis zum nächsten Mal
Mit diesem Fazit beschließe ich unseren Bericht, aber natürlich nicht, ohne mich noch mal sehr herzlich für Eure Begleitung, Eure freundlichen Kommentare zwischendurch und das Drücken des Danke-Buttons zu bedanken! Lars und mir war es eine Riesenfreude, unsere Erlebnisse und Fotos mit Euch zu teilen und das Erlebte so noch einmal lebendig werden zu lassen!

Herzliche Grüße
Elke & Lars
www.fotognu.de Haustierfotografie gegen eine Spende für den Tierschutz
908 Beiträge · seit 201514. Sept. 2025 ·
Auch von mir ein herzliches Dankeschön für deinen wunderschönen Bericht.
Etwas Wehmut schwingt mit, da wir trotz sehr ähnlicher Buchung / Reise leider einiges an Pech dabei hatten.
Eigentlich sollte dies auch eine "Tour ein Once in a lifetime" sein, doch da wir nur 1 Gorilla Trecking gebucht hatten,
ist nun doch die Sehnsucht nach mehr Gorilla Erlebnissen im Bwindi NP groß.
Uganda hat so unendlich viel zu bieten ...
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