Fazit
Wir hatten eine traumhaft schöne Zeit in Uganda und das kleine Land trägt den Namen „Perle Afrikas“ aus unserer Sicht absolut zu recht!
Die Menschen sind unglaublich freundlich, unverstellt, offen und dabei trotz ihrer oftmals prekären Lebensumstände lebensfroh und herzlich. Schon nach ganz kurzer Zeit fühlten wir uns in Uganda willkommen und sicher – nicht nur dank Peter, sondern auch, weil wir eigentlich immer das Gefühl hatten, dass uns die Uganderinnen und Ugander auf Augenhöhe begegnen.
Obwohl wir nur einen kleinen Teil Ugandas erkundet haben, hat uns die abwechslungsreiche Schönheit der Landschaft tief beeindruckt. Höhepunkte waren dabei natürlich die Nationalparks, in denen wir ursprüngliche Wildnis mit Savanne, Regenwald, Bergen und Seen erleben durften. Doch auch abseits der Schutzgebiete zeigt sich Uganda von einer reizvollen Seite: Subsistenzwirtschaft mit kleinen, abwechslungsreichen Feldern, Bananenhaine und Teeplantagen prägen das Bild. Die Schönheit dieser pittoresken Landschaft sollte allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um intensiv genutztes Agrarland handelt, auf dem wenig Raum für wilde Tiere bleibt.
Dabei sind es doch die wilden Tiere für die die meisten Touristen wohl nach Uganda kommen. Und da hat das kleine Land wirklich geliefert: Wir konnten eine große Anzahl Erstsichtungen verbuchen und auch Wildtiere, die wir bereits in anderen Ländern gesehen haben, noch einmal intensiv erleben. Das absolute Hightlight war natürlich die Begegnung mit der Rushegura Gorilla-Familie in Bwindi: ich kann gar nicht in Worte fassen, wie uns diese Tierbegegnung berührt und begeistert hat! Aber auch viele andere Tier-Momente werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und für immer in unseren Köpfen mit unserer Uganda-Reise verknüpft bleiben!
Trotzdem hatten wir am Ende der Reise das Gefühl, dass Uganda für uns ein Once-in-a-lifetime-Abenteuer bleiben würde. Vielleicht weil es die bislang teuerste Reise unseres Lebens war und wir die Kosten für gleich zwei Trekkings und die exklusiven Unterkünfte vor uns selber mit „das machen wir ja schließlich nur einmal im Leben“ gerechtfertigt haben? Vielleicht aber auch, weil wir Angst haben, dass eine Wiederholung eigentlich nur enttäuschen kann, wenn man so phantastische Erlebnisse hatte? Angeregt durch Peter haben Lars und ich noch in Uganda und auch später zu Hause lange über diesen Punkt diskutiert. Eine befriedigende Antwort haben wir bislang nicht gefunden. Dafür spüren wir beide, dass wir - auch nachdem wir unsere Reise in diesem Bericht noch einmal Revue passieren lassen haben - eine zweite Reise nach Uganda vielleicht doch nicht ausschließen wollen…
Wenn eine Wiederholung aktuell also auch noch in den Sternen steht, möchte ich trotzdem für andere Fomis, die über eine Uganda-Reise nachdenken, zusammenfassen, wie wir mit dem Wissen von heute auf unsere Uganda-Reise schauen:
Planung & Umsetzung:
Für uns war die Buchung über Safari Uganda absolut OK und wir haben nichts zu bemängeln. Dabei hatten wir Riesen-Glück, dass wir Peter als Guide bekommen haben, der unsere Reise in jedem nur erdenklichen Aspekt bereichert und zu einem großartigen Erlebnis gemacht hat. Es ist im Rückblick natürlich leicht zu behaupten, aber ich denke, wenn wir unsere Reise direkt über Peter geplant und gebucht hätten, wäre sie vielleicht noch perfekter auf uns zugeschnitten gewesen: Peter atmet einfach Kundenorientierung und besitzt den Ehrgeiz, die Kompetenz und die Flexibilität alle Vorstellungen und Wünsche bestmöglich umzusetzen.
Tourenverlauf & Aktivitäten
Die Transferzeiten zogen sich fast immer länger hin als erwartet und so saßen wir trotz guter Vorsätze im Verhältnis zur Gesamtreisezeit zu viel im Auto. Das hat uns - obwohl wir ja eigentlich nur auf der Rückbank saßen und Land und Leute bestaunen durften - ziemlich angestrengt und wir hatten einfach zu wenig Zeit die teilweise traumhaften Lodges ausgiebig zu genießen. Nun sind 14 Tage natürlich auch wirklich nicht lang, so dass wir rückblickend entweder 2-3 Tage mehr gebraucht hätten oder die Tour etwas anders gestrickt hätten.
Mit unserem Wissen von heute würden wir das Schimpansen-Trekking statt in Kibale im Kalinzu Forest Reserve in der Nähe des QENP machen. Laut Peter ist es dort nicht nur deutlich günstiger, sondern vor allem viel weniger touristisch, bei gleicher Sichtungswahrscheinlichkeit. Außerdem würden wir auch das 2. Gorilla-Trekking in Buhoma machen. Aus unserer Sicht hat sich die beschwerliche Anreise nach Mgahinga nur für die Gorillas nicht unbedingt gelohnt, zumal „Wiederholungstäter“ in Buhoma wohl bei der Zuteilung der Gruppen bevorzugt behandelt werden. Mit mehr Zeit, und wenn man außerdem ein Golden Monkey Trekking machen möchte, sähe das natürlich schon wieder anders aus!
Unterkünfte:
Generell haben wir bislang noch auf keiner Reise so exklusiv genächtigt wie auf dieser und wir waren mit jeder einzelnen Unterkunft sehr zufrieden. Jeglicher Punktabzug in der folgenden Übersicht ist also nur im Vergleich zu den anderen Unterkünften zu betrachten. Die Bewertung ist außerdem absolut subjektiv und ohne genaue Kenntnis der Preise und somit des Preis-Leistungsverhältnisses. Ich möchte auch betonen, dass wir überall sehr freundlich behandelt wurden und sich die Unterschiede im Service ausschließlich auf die von uns wahrgenommene Kompetenz - die auch mal Tagesform-abhängig sein kann - beziehen.
Viavia:
Lage: 4/5 (Punktabzug nur für sonntags)
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 3/5
Service: 5/5
Essen: 5/5
Ziwa Rhino
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 5/5
Service: 3/5
Essen 3/5
Turaco Treetops:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 4/5
Zimmer: 4/5
Service: 5/5
Essen 5/5
Buhoma Community Lodge:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 3/5
Service: 4/5
Essen 3/5
Lake Mulehe Safari Lodge:
Lage: 4/5
Tierbegegnungen: 3/5
Zimmer: 4/5
Service: 5/5
Essen 5/5
Mihingo Lodge:
Lage: 5/5
Tierbegegnungen: 5/5
Zimmer: 5/5
Service: 5/5
Essen 5/5
Dankeschön und bis zum nächsten Mal
Mit diesem Fazit beschließe ich unseren Bericht, aber natürlich nicht, ohne mich noch mal sehr herzlich für Eure Begleitung, Eure freundlichen Kommentare zwischendurch und das Drücken des Danke-Buttons zu bedanken! Lars und mir war es eine Riesenfreude, unsere Erlebnisse und Fotos mit Euch zu teilen und das Erlebte so noch einmal lebendig werden zu lassen!
Herzliche Grüße
Elke & Lars