THEMA: Günstige Wanderung/Bergbesteigung
26 Feb 2018 13:29 #511896
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  • travelNAMIBIA am 26 Feb 2018 13:29
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Hi Hannes,

hast Du Dir mal Seiten wie www.trekmountkenya.com angeschaut? Da wärst Du aber auch mit US$ 180 pp/Tag dabei. Aber die schreiben sogar, dass Du Deinen schweren Rucksack, warum auch immer, selber tragen darfst ;-) ("but you will not have to carry the heaviest of the packs - unless, of course, you want to for some reason.")

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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26 Feb 2018 13:31 #511897
  • Markus615
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  • Markus615 am 26 Feb 2018 13:31
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Hallo Hannes,
zappenduster schrieb:
Ich möchte mich nur nicht, wie ein besserer Mensch fühlen, so bin ich einfach nicht erzogen und mir raubt es den Spaß, wenn Leute für mich alles organisieren und auffahren. :dry:

da stelle ich mir aber auch die Frage wie Du das in den Anden organisiert hattest. Also ich kenne die "geführten" Wanderungen so, dass da ein Guide dabei ist und wenn es über mehrere Tage geht auch einige Träger.
Ich habe mich mit dem Kili schon beschäftigt, da ich da auch gerne einmal rauf möchte. In den Anden war ich schon und hatte auch keine Probleme mit über 5000 m aber da war die Akklimatisation "besser". Steige hoch, schlafe tief funktioniert da eben sehr gut und von einem zum nächsten Schlafplatz hat man kaum mehr als 500 Höhenmeter. Das ist bei Kili leider anders, da geht es von Schlafplatz zu Schlafplatz ca. 800 bis 1000 Höhenmeter aufwärts. Das bringt den Körper viel schneller an seine Grenzen.
zappenduster schrieb:
Aber du hast Recht ich muss mich da wohl den Situationen anpassen.

Das wirst Du müssen. ;)

Ist Dir nie auf deiner Reise in den Anden (ich nehme mal an Peru) aufgefallen wie traurig die Kofferträger schauen, wenn Du diese nicht Deinen Koffer tragen lässt? Ich bringe es nicht übers Herz diesen Menschen die Arbeit abzunehmen.

Gruß Markus
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26 Feb 2018 13:39 #511899
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  • Wernfried am 26 Feb 2018 13:39
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Nur falls es dich beruhigen sollte: Von den Trägern bekommt man nicht so viel mit. Man steht morgens auf und packt seine Sachen, die Taschen kommen alle auf einen Stapel und man geht mit seinen Führern los. Man selber trägt nur einen Tagesrucksack. Irgendwo auf halber Strecke nach oben wird man von den Trägern überholt (je nach Etappe gehen sie auch einen anderen Weg) und wenn man später am nächsten Lager ankommt ist das Gepäck schon da. Was willst du denn mit deinem Gepäck während der letzten Etappe machen? Unbewacht auf 4800m liegen lassen? Das trägt NIEMAND mit auf den Gipfel.

Ich muss mich picco's Worten anschliessen. Deine Einstellung ist sicher nicht schlecht aber "den Fünfer und das Weggli" gleichzeitig geht nicht. Wenn du auf den Kili möchtest geht das nun mal nur mit lokalen Führer und Träger. Wenn du das aus welchen Gründen auch immer nicht möchtest musst du dir leider ein anderes Reiseziel aussuchen.

Nebenbei wundert es mich, dass beim Trecking in den Anden das Gepäck nicht auch von einheimischen Trägern und/oder Lamas getragen wird.
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26 Feb 2018 13:52 #511901
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  • zappenduster am 26 Feb 2018 13:52
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Auch Euch vielen Dank für Eure Antworten,


In den Anden war es wirklich sehr sehr unkompliziert. Wir haben einem Reiseveranstalter gefragt, ob sie uns eine Mitfahrgelegenheit zum Ausgangspunkt des Hikes geben können und ob wir dann von dortaus alleine Wandern können inkl. Selbstverpflegung.
Sie wollten uns natürlich lieber das ganze "Paket" verkaufen, habe es am Ende dann aber doch ohne größere Probleme ermöglicht. Es war das schönste Erlebnis bisher in meinem Leben und dazu hat sicher auch das "alleine geschafft" beigetragen.

Auch hier war es so, dass wir in 5 Tagen auf knapp 5000 hoch sind. Wir haben immer etwas höher geschlafen, weil mein Freundin damals einfach platt war und keinen Schritt mehr machen wollte :unsure: Die zweite Nacht hat man dann schon etwas in der Birne gemerkt, aber es ging mit viel Koka-Tee.

Wir haben das damals völlig ohne Erfahrung gemacht und ich musste die letzten zwei Tage einen 26Kilo Rucksack tragen von 3100 auf 4900m. Ich habe einfach Glück gehabt, was das angeht, es macht mir einfach nicht so viel aus und ich bin völlig ohne Probleme hochgekommen und traue mir wohl auch deshalb das mit dem Kili zu. Aber nochmals: Falls ich oder meine Begleitung Probleme bekommen sollte, drehen wir sofort um. Ich muss nichtmal den Gipfel erreichen, sondern es geht mir eher um eine schöne Wanderung, aber halt aus eigener Kraft. :blush:
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26 Feb 2018 14:15 #511905
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  • Markus615 am 26 Feb 2018 13:31
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Hallo Hannes,
zappenduster schrieb:
Auch hier war es so, dass wir in 5 Tagen auf knapp 5000 hoch sind. Wir haben immer etwas höher geschlafen, weil mein Freundin damals einfach platt war und keinen Schritt mehr machen wollte :unsure: Die zweite Nacht hat man dann schon etwas in der Birne gemerkt, aber es ging mit viel Koka-Tee.

Knapp 5000 = weniger als 5000 Meter... ;)
Der Kili ragt aber 5885 Meter hoch. Koka Tee* gibt es in Afrika wohl auch eher nicht... :laugh:
Wobei ich das für einen Mythos halte dass der irgendetwas bewirken soll, jedenfalls wird der nicht die Höhenkrankheit verhindern.
*Koka Blätter kauen ist eine ganz, ganz schlechte Idee, mir ist davon fast übel geworden nachdem sich das Zahnfleisch angefühlt hatte, als hätte ich eine Spitze vom Zahnarzt bekommen... :sick:
zappenduster schrieb:
Wir haben das damals völlig ohne Erfahrung gemacht und ich musste die letzten zwei Tage einen 26Kilo Rucksack tragen von 3100 auf 4900m. Ich habe einfach Glück gehabt, was das angeht, es macht mir einfach nicht so viel aus und ich bin völlig ohne Probleme hochgekommen und traue mir wohl auch deshalb das mit dem Kili zu.

Unterschätze den Kili nicht. Der spielt in einer anderen Liga und man sollte schon einen gehörigen Respekt mit bringen. Das Wetter soll dort auch manchmal recht schnell umschlagen, was Du in den Anden vermutlich nicht erlebt hast... (wir hatten dank El Ninio am Titikakasee ein heftiges Gewitter mit Schneefall im peruanischen Winter, obwohl dort zu der Zeit eigentlich auch die Trockenzeit ist).
Die Höhenkrankheit ist auch relativ gemein, wenn nie Probleme damit hatte, bedeutet das nicht, dass man beim nächsten Mal in der Höhe wieder keine bekommen würde. ;)
zappenduster schrieb:
Aber nochmals: Falls ich oder meine Begleitung Probleme bekommen sollte, drehen wir sofort um. Ich muss nichtmal den Gipfel erreichen, sondern es geht mir eher um eine schöne Wanderung, aber halt aus eigener Kraft. :blush:

Wärst Du auch in der Lage deine Begleitung eine größere Strecke den Berg herunter zu tragen?
Eine "schöne Wanderung" ist das besteigen des Kili`s eher nicht. Vor allem die letzte Etappe und NEIN, ihr könnt auf dem Gipfel nicht einfach "übernachten" nur weil man nicht weiter laufen kann oder möchte.

Aber deswegen darf man ja nur mit Guide auf den Berg... glücklicherweise.

Gruß Markus
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26 Feb 2018 14:37 #511909
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  • Wernfried am 26 Feb 2018 13:39
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Ich bin bereits zweimal auf den Mont Blanc (4800m) gestiegen, notabene mit Gepäck. Markus hat Recht, der Kibo ist eine andere Kategorie. Auf der Marangu Route (Coca-Cola Route) verbringt man die letzte Nacht auf 4700m, bis dahin hatte eigentlich niemand Probleme mit der Höhe (abgesehen von zwei Personen aus unserer Gruppe). Gut schlafen kann man auf dieser Höhe nicht mehr aber es geht sowieso kurz nach Mitternacht los. Die letzte Etappe ist mit Abstand die härteste.

Wenn du nicht auf den Gifpel, sondern nur schön wandern möchtest suche dir besser eine andere Gegend dafür aus - Afrika ist gross.
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