Hallo,
vor unserem diesjährigen Haupturlaub habe ich auch hier im Forum aber auch sonst im Internet zu recherchieren versucht wie es derzeit ist nach Afrika zu reisen und was einen erwartet. Doch die Meldungen waren extrem dünn. Ich will jetzt nicht über gut oder schlecht diskutieren in dieser Zeit zu reisen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber für diejenigen die es interessiert möchte ich einen Bericht abgeben wie wir es empfunden haben, was wir erlebt und was wir erfahren haben. Abgesehen davon ist es nach fünf Jahren wieder einmal Zeit für eine Reportage in diesem Forum. Eigentlich sollten wir derzeit in Äthiopien sein. Doch dass das nicht klappen wird war bereits Ende September klar. Also haben wir uns um eine Alternative gekümmert. Es gab die Frage: „Welches Land lässt uns unter welchen Bedingungen rein wo man auch hin kommt?“ sowie: „Wann und von wo kommen wir unter welchen Randbedingungen wieder zurück?“. Für die erste Frage half uns eine schweizer Website gut weiter. Da bezüglich November bereits geänderte Einreiseregeln diskutiert wurden und auch in Hinblick auf das Zielgebiet haben wir dann den Urlaub auf die letzten beiden Oktoberwochen vorverlegt. Das kam mir auch im Beruf entgegen da eine wichtige Besprechung verschoben wurde und nun genau in den gebuchten Urlaub fiel. Da die gebuchte Äthiopien – Reise ohnehin vom Veranstalter storniert wurde und auch die Flüge von Lufthansa/Ethiopian stornierbar waren (es waren Meilentickets, abgesehen davon wurden wir umgebucht) hatten wir von der Seite kein Problem.
Was sich abgezeichnet hat ist dass die Seychellen, Kenia und Tansania Personen aus Deutschland und Österreich ins Land lassen. Da es einen Direktflug von Victoria nach Nairobi gibt entschieden wir uns für die Kombination mit Kenia. In Tansania waren wir auch bereits vor einigen Jahren und meine Frau war noch nicht in Kenia.
Wir kontaktierten dann wieder unseren Reiseveranstalter und er war bereit uns unseren Wunsch in Form einer Pauschalreise zu verkaufen. Bei den Flügen reservierten wir die Qatar Airways Freitag Nachmittag von Frankfurt über Doha nach Victoria/Seychellen, die Kenia Airways nach Nairobi und wieder die Qatar zurück nach Frankfurt. Zehn Tage vor Abflug verschwand dann der Flug auf die Seychellen aus den Systemen. Die Alternative war dann die Emirates. Am Freitag war das Ticket dann aber astronomisch teuer, also flogen wir am Samstag. Donnerstag ging bei mir dienstlich nicht bzw. ich hätte aufgrund einer Dienstreise nicht den COVID Test für die Einreise auf die Seychellen zum richtigen Zeitpunkt machen können. Und in der Schweiz gab es kein Labor dass eine entsprechende Terminzusage gemacht hätte. Eine Woche vor Abflug machten wir dann alles fix. Abflug am 17.10. und Ankunft am 18.10. auf den Seychellen. Am 23.10. weiter nach Nairobi, Nächtigung und am nächsten Tag dann beginnt die Runde mit zwei Nächten Samburu NP, zwei Nächten Lake Nakuru und zwei Nächten in der Masai Mara. Dann zurück nach Nairobi und Rückflug am 30.10. via Dubai so dass wir am 31.10. – dem Samstag – zurück sind so dass wir gemäß den damals veröffentlichten Richtlinien mit einem COVID Test der längeren Quarantäne noch entkommen können. Wir haben die Rundreise in Kenia einfach als Baustein als Privatreise gebucht. Für längere Recherchen bezüglich der Lodges etc. war keine Zeit mehr. Die Recherche und Organisation der Tests war nicht ohne, denn wir brauchten in Summe vier Tests: Einen bei Abreise max. 72 Stunden alten für Health Clearence für die Seychellen, einen bei Abreise max. 96 Stunden alten für dieselbe Clearence für Kenia, einen max. 96 Stunden alten fürs Einsteigen in den Flieger nach Hause und dann eben den bei der Einreise.
Anreise:
In der Woche vor der Abreise kam ich am Mittwoch Abend aus der Schweiz zurück, am Donnerstag um 7 Uhr standen wir dann am Flughafen in Frankfurt beim Testzentrum, dann ging es ins Büro. Der Test mit Auswertung nach 12 Stunden war dann in 6 Stunden da, die Wartezeit und die Probennahme haben ca. 20 Minuten gedauert. Die Seychellen sagen dann nach dem Hochladen der Daten am Portal der Behörden die Bearbeitung binnen drei Stunden zu. Wir hatten alles spät Abends nach einer Bearbeitungszeit von 11 Minuten! Am Freitag nach der letzten Videokonferenz und am Samstag war dann Koffer packen angesagt. Gegen 13 Uhr fuhren wir auf den Flughafen. Prompt waren wir fast zu knapp dran – die Emirates sperrt trotz Internet – Checkin 75 Minuten vor Abflug die Gepäckannahme zu. Wir flogen das erste Mal Emirates. Das Boarding begann 45min. vor Abflug – lange haben wir nicht am Gate gewartet. Lounge gibt es derzeit für Emirates – Passagiere in Frankfurt keine. Schließlich fliegt man im Terminal 1 ab, und die Lufthansa öffnet ihre Lounges für die Emirates offensichtlich nicht. Maskenpflicht herrscht ja im ganzen Flughafen und auch an Bord außer beim Essen und Trinken. Die Crew trägt Maske, Schild und Schutzanzug über der Uniform und der Service ist reduziert. So gibt es einen Covid – Amenity Kit statt dem üblichen.

Das Essen kam auf einem Tablett und nicht Gang für Gang, es war aber trotzdem sehr gut. Die Business Class war auf dem Flug zu etwa 40% gebucht. Die ECO war ca. halb voll. Da wir das erste Mal in Dubai umsteigen kann ich nichts zum üblichen Treiben sagen, aber es ist sicher weniger los als normal. Am Flughafen ist Maskenpflicht und wohl auch Handschuhpflicht. Das war mir nicht bewusst und prompt bekomme ich den nächsten Covid – Amenity Kit in die Hand gedrückt. Nach der zügigen Sicherheitskontrolle gehen wir in die Lounge die ein reduziertes/umgestelltes Servicekonzept bietet. Aber so weit alles in Ordnung. Pünktlich sind wir zum Boarding auf die Seychellen am Gate und wir sind wieder fast die letzten. In unserer Kabine ist der Flug zu ca. ¼ gefüllt. In die ECO habe ich nicht geschaut. Komisch war dass wir um 2 Uhr kurz nach dem Start das Frühstück bekommen haben und nicht vor der Landung. Hätten wir es gewusst hätten wir was gesagt. Dann haben wir etwas geschlafen und sind bei Sonnenaufgang wieder aufgewacht. Der Anflug auf Victoria war schön und wir hatten das Gefühl anzukommen.



Am Flughafen selbst war so gut wie gar nichts los. Da wir bei den ersten waren die ausgestiegen sind waren wir auch schnell und problemlos durch die Gesundheitskontrolle an der Fieber gemessen wurde und unsere Clearence geprüft wurde. Alles in Ordnung und auch das Gepäck kam schnell. Unsere Abholung hat auch schon gewartet und 20min. später waren wir in unserem Hotel im Nordwesten von Mahe. Wir haben uns für das Hilton Nortolme Resort entschieden. Auch im Auto und in den mehr oder weniger geschlossenen Bereichen im Hotel ist Maskenpflicht. Sie wird von den Gästen recht gut und dem Personal lückenlos eingehalten. Beim Betreten des Hotelgeländes und immer in der Früh beim Frühstück wurde Fieber gemessen.
Grundsätzlich wurden die Seychellen weitestgehend vom Corona-Virus verschont, von den zum jetzigen Zeitpunkt ca. 150 Fällen waren lt. Infos vor Ort an die 100 Seeleute aus Somalia die hat dort an Land gegangen sind und aufgefallen sind. Kurz vor unserer Abreise wurden die Seychellen dann auch von der Risikoland – Liste genommen nachdem sie kurz nachdem sie angekündigt haben Deutsche vielleicht ins Land lassen zu wollen auf die Liste genommen wurden.
Da wir bereits vor 8 Uhr ins Hotel gekommen sind mussten wir natürlich auf unser Zimmer warten bekamen es aber bereits vor 10 Uhr was wirklich ein guter Service vom Hotel war.
Von den Seychellen berichte ich in der nächsten Folge. Ich hoffe es interessiert!
udo_h
vor unserem diesjährigen Haupturlaub habe ich auch hier im Forum aber auch sonst im Internet zu recherchieren versucht wie es derzeit ist nach Afrika zu reisen und was einen erwartet. Doch die Meldungen waren extrem dünn. Ich will jetzt nicht über gut oder schlecht diskutieren in dieser Zeit zu reisen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber für diejenigen die es interessiert möchte ich einen Bericht abgeben wie wir es empfunden haben, was wir erlebt und was wir erfahren haben. Abgesehen davon ist es nach fünf Jahren wieder einmal Zeit für eine Reportage in diesem Forum. Eigentlich sollten wir derzeit in Äthiopien sein. Doch dass das nicht klappen wird war bereits Ende September klar. Also haben wir uns um eine Alternative gekümmert. Es gab die Frage: „Welches Land lässt uns unter welchen Bedingungen rein wo man auch hin kommt?“ sowie: „Wann und von wo kommen wir unter welchen Randbedingungen wieder zurück?“. Für die erste Frage half uns eine schweizer Website gut weiter. Da bezüglich November bereits geänderte Einreiseregeln diskutiert wurden und auch in Hinblick auf das Zielgebiet haben wir dann den Urlaub auf die letzten beiden Oktoberwochen vorverlegt. Das kam mir auch im Beruf entgegen da eine wichtige Besprechung verschoben wurde und nun genau in den gebuchten Urlaub fiel. Da die gebuchte Äthiopien – Reise ohnehin vom Veranstalter storniert wurde und auch die Flüge von Lufthansa/Ethiopian stornierbar waren (es waren Meilentickets, abgesehen davon wurden wir umgebucht) hatten wir von der Seite kein Problem.
Was sich abgezeichnet hat ist dass die Seychellen, Kenia und Tansania Personen aus Deutschland und Österreich ins Land lassen. Da es einen Direktflug von Victoria nach Nairobi gibt entschieden wir uns für die Kombination mit Kenia. In Tansania waren wir auch bereits vor einigen Jahren und meine Frau war noch nicht in Kenia.
Wir kontaktierten dann wieder unseren Reiseveranstalter und er war bereit uns unseren Wunsch in Form einer Pauschalreise zu verkaufen. Bei den Flügen reservierten wir die Qatar Airways Freitag Nachmittag von Frankfurt über Doha nach Victoria/Seychellen, die Kenia Airways nach Nairobi und wieder die Qatar zurück nach Frankfurt. Zehn Tage vor Abflug verschwand dann der Flug auf die Seychellen aus den Systemen. Die Alternative war dann die Emirates. Am Freitag war das Ticket dann aber astronomisch teuer, also flogen wir am Samstag. Donnerstag ging bei mir dienstlich nicht bzw. ich hätte aufgrund einer Dienstreise nicht den COVID Test für die Einreise auf die Seychellen zum richtigen Zeitpunkt machen können. Und in der Schweiz gab es kein Labor dass eine entsprechende Terminzusage gemacht hätte. Eine Woche vor Abflug machten wir dann alles fix. Abflug am 17.10. und Ankunft am 18.10. auf den Seychellen. Am 23.10. weiter nach Nairobi, Nächtigung und am nächsten Tag dann beginnt die Runde mit zwei Nächten Samburu NP, zwei Nächten Lake Nakuru und zwei Nächten in der Masai Mara. Dann zurück nach Nairobi und Rückflug am 30.10. via Dubai so dass wir am 31.10. – dem Samstag – zurück sind so dass wir gemäß den damals veröffentlichten Richtlinien mit einem COVID Test der längeren Quarantäne noch entkommen können. Wir haben die Rundreise in Kenia einfach als Baustein als Privatreise gebucht. Für längere Recherchen bezüglich der Lodges etc. war keine Zeit mehr. Die Recherche und Organisation der Tests war nicht ohne, denn wir brauchten in Summe vier Tests: Einen bei Abreise max. 72 Stunden alten für Health Clearence für die Seychellen, einen bei Abreise max. 96 Stunden alten für dieselbe Clearence für Kenia, einen max. 96 Stunden alten fürs Einsteigen in den Flieger nach Hause und dann eben den bei der Einreise.
Anreise:
In der Woche vor der Abreise kam ich am Mittwoch Abend aus der Schweiz zurück, am Donnerstag um 7 Uhr standen wir dann am Flughafen in Frankfurt beim Testzentrum, dann ging es ins Büro. Der Test mit Auswertung nach 12 Stunden war dann in 6 Stunden da, die Wartezeit und die Probennahme haben ca. 20 Minuten gedauert. Die Seychellen sagen dann nach dem Hochladen der Daten am Portal der Behörden die Bearbeitung binnen drei Stunden zu. Wir hatten alles spät Abends nach einer Bearbeitungszeit von 11 Minuten! Am Freitag nach der letzten Videokonferenz und am Samstag war dann Koffer packen angesagt. Gegen 13 Uhr fuhren wir auf den Flughafen. Prompt waren wir fast zu knapp dran – die Emirates sperrt trotz Internet – Checkin 75 Minuten vor Abflug die Gepäckannahme zu. Wir flogen das erste Mal Emirates. Das Boarding begann 45min. vor Abflug – lange haben wir nicht am Gate gewartet. Lounge gibt es derzeit für Emirates – Passagiere in Frankfurt keine. Schließlich fliegt man im Terminal 1 ab, und die Lufthansa öffnet ihre Lounges für die Emirates offensichtlich nicht. Maskenpflicht herrscht ja im ganzen Flughafen und auch an Bord außer beim Essen und Trinken. Die Crew trägt Maske, Schild und Schutzanzug über der Uniform und der Service ist reduziert. So gibt es einen Covid – Amenity Kit statt dem üblichen.
Das Essen kam auf einem Tablett und nicht Gang für Gang, es war aber trotzdem sehr gut. Die Business Class war auf dem Flug zu etwa 40% gebucht. Die ECO war ca. halb voll. Da wir das erste Mal in Dubai umsteigen kann ich nichts zum üblichen Treiben sagen, aber es ist sicher weniger los als normal. Am Flughafen ist Maskenpflicht und wohl auch Handschuhpflicht. Das war mir nicht bewusst und prompt bekomme ich den nächsten Covid – Amenity Kit in die Hand gedrückt. Nach der zügigen Sicherheitskontrolle gehen wir in die Lounge die ein reduziertes/umgestelltes Servicekonzept bietet. Aber so weit alles in Ordnung. Pünktlich sind wir zum Boarding auf die Seychellen am Gate und wir sind wieder fast die letzten. In unserer Kabine ist der Flug zu ca. ¼ gefüllt. In die ECO habe ich nicht geschaut. Komisch war dass wir um 2 Uhr kurz nach dem Start das Frühstück bekommen haben und nicht vor der Landung. Hätten wir es gewusst hätten wir was gesagt. Dann haben wir etwas geschlafen und sind bei Sonnenaufgang wieder aufgewacht. Der Anflug auf Victoria war schön und wir hatten das Gefühl anzukommen.
Am Flughafen selbst war so gut wie gar nichts los. Da wir bei den ersten waren die ausgestiegen sind waren wir auch schnell und problemlos durch die Gesundheitskontrolle an der Fieber gemessen wurde und unsere Clearence geprüft wurde. Alles in Ordnung und auch das Gepäck kam schnell. Unsere Abholung hat auch schon gewartet und 20min. später waren wir in unserem Hotel im Nordwesten von Mahe. Wir haben uns für das Hilton Nortolme Resort entschieden. Auch im Auto und in den mehr oder weniger geschlossenen Bereichen im Hotel ist Maskenpflicht. Sie wird von den Gästen recht gut und dem Personal lückenlos eingehalten. Beim Betreten des Hotelgeländes und immer in der Früh beim Frühstück wurde Fieber gemessen.
Grundsätzlich wurden die Seychellen weitestgehend vom Corona-Virus verschont, von den zum jetzigen Zeitpunkt ca. 150 Fällen waren lt. Infos vor Ort an die 100 Seeleute aus Somalia die hat dort an Land gegangen sind und aufgefallen sind. Kurz vor unserer Abreise wurden die Seychellen dann auch von der Risikoland – Liste genommen nachdem sie kurz nachdem sie angekündigt haben Deutsche vielleicht ins Land lassen zu wollen auf die Liste genommen wurden.
Da wir bereits vor 8 Uhr ins Hotel gekommen sind mussten wir natürlich auf unser Zimmer warten bekamen es aber bereits vor 10 Uhr was wirklich ein guter Service vom Hotel war.
Von den Seychellen berichte ich in der nächsten Folge. Ich hoffe es interessiert!
udo_h