THEMA: Simbabwe...aktuelle, prekäre Situation
16 Okt 2018 07:43 #535732
  • GinaChris
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  • GinaChris am 16 Okt 2018 07:43
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Wichtig für Selbstfahrer!
Simbabwe plant offenbar ein Verbot, Kanister o.ä. an Tankstellen mit Treibstoff zu befüllen.
Wie man dann aber zB einen Generator betanken soll, ist mir nicht klar...
www.chronicle.co.zw/...n-use-of-jerry-cans/

Auf dieser hp > www.welist.co.zw/
findet man Tankstellen die Treibstoff haben. Im Detail welchen, womit man bezahlen kann, und wie lange man warten muss.
Die Seite deckt jedoch im Moment nur wenige Orte ab, und ist nicht sehr zeitnah. (letzter Eintrag gestern 18:27)

Gruß Gina
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16 Okt 2018 19:09 #535815
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  • GinaChris am 16 Okt 2018 07:43
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Szenen die unter die Haut gehen...
...aufgenommen in Epworth, südöstlich von Harare, als ein Proton-LKW (Großbäckerei in ZIM) mit einer Lieferung Brot ankommt.
Menschenschlangen hinter dem Wagen, der noch nicht einmal seine Hecktüren geöffnet hat, drängen, stoßen, rempeln, schreien,
um an Brot zu kommen.
by Costa Nkomo, Multimedia Journalist und Radio- und Fernsehreporter in ZIM
twitter.com/costahcostah

Gruß Gina
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16 Okt 2018 19:20 #535817
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  • Andre008 am 16 Okt 2018 19:20
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Puh, das klingt alles nicht so gut, vor allem für die Locals...

Wir planen im Januar im Rahmen unserer Botswana Reise einen Abstecher nach VicFalls sowie in den Hwange NP und aufgrund der Lage muss bzw. sollte man ja alle Lebensmittel mitbringen. Was aber wohl nicht immer erlaubt ist (kein Fleisch, nur 15 Bier, kein Mehl etc.)....

Bei der Lage könnte ich mir fast vorstellen, dass die Jungs an den Grenzen aktuell ggf. etwas schärfer kontrollieren. Kann jemand dazu etwas sagen? Wir würden idealerweise von Kasane über Kazungula nach Zimbabwe einreisen. Alternativ wäre, mit einem Umweg, auch Padamatenga möglich.

Ist aktuell eher eine der beiden Grenzen zu empfehlen? Wobei ich ja denke, dass die Leute in Padamatenga mehr Zeit (zum Durchsuchen) haben, da dort ja so gut wie gar nichts los ist... In Kazungula dagegen gibt es mehr zu tun und daher weniger Zeit zum Durchsuchen... Aber das ist natürlich nur eine wage Annahme bzw. wishfull thinking... ;)

Hat dazu jemand aktuell Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank vorab & beste Grüße
Andre
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17 Okt 2018 10:09 #535880
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  • GinaChris am 16 Okt 2018 07:43
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Und falls jemand doch Kanister mit Treibstoff befüllen möchte, gibts dafür jetzt ein neues Formular:
"Authority to use a jerry can for fuel"

Man sollte zum Ausfüllen vielleicht zwei Wochen Urlaub mehr einplanen... :whistle:
www.zimeye.net/2018/...rry-can-to-buy-fuel/

Gruß Gina
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17 Okt 2018 11:23 #535896
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  • Focus am 17 Okt 2018 11:23
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GinaChris schrieb:
Und falls jemand doch Kanister mit Treibstoff befüllen möchte, gibts dafür jetzt ein neues Formular:
"Authority to use a jerry can for fuel"

Man sollte zum Ausfüllen vielleicht zwei Wochen Urlaub mehr einplanen... :whistle:
www.zimeye.net/2018/...rry-can-to-buy-fuel/

Gruß Gina

Hallo,
so eine Maßnahme ist nicht so unüblich wenn Hamsterkäufe und blühender Schwarzmarkt bzw. ein Parallelmarkt droht.
Anfang der 2000er Jahre gab es die gleiche Situation in Malawi. Dort musste ich zur Energiebehörde in Lilongwe und ein ähnliches Formular ausfüllen und mir die Genehmigung holen.
Dauerte ca. 1 Stunde und ich erhielt eine Genehmigung mit zig Stempeln, dass ich in Lilongwe, nicht irgendwo im Land, meine 2x20 Liter Benzin erhalte. Mit diesem Schreiben dann zur Tankstelle und befüllt.
Aber das nur nebenbei - Ein riesen Aufwand ist es trotzdem, da man schon bei der Suche nach der richtigen Behörde viel Zeit und Nerven verliert. Aber ehe man trocken liegen bleibt. Damals gab es noch nicht solche Informationsquellen in dem Umfang wie heute.
VG
Letzte Änderung: 17 Okt 2018 11:34 von Focus.
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17 Okt 2018 11:32 #535901
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  • Dreamliner am 17 Okt 2018 11:32
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Die Regierung in Simbabwe arbeitet sich verzweifelt an den Symptomen ab:
- Tankmengen, Zusatzkanister werden rationiert
- ein neues Preisüberwachungssystem soll "unbegründete" Preiserhöhungen verhindern
- Schwarzmarkthändlern soll das Handwerk gelegt werden

Nichts davon adressiert die Ursachen:
- zu hohe Importe, zu geringe Exporte
- viel zu hohe Staatsausgaben
- und über allem die Vertrauenskrise

Es werden von der Regierung andauernd Garantieerklärungen abgegeben:
- Es ist garantiert genügend Benzin im Land verfügbar.
- Es sind garantiert genügend Grundnahrungsmittel im Land verfügbar.
- Alle Bankguthaben seien garantiert und sicher.
- RTGS-Dollar und Bond-Notes sind garantiert 1:1 in US-Dollar konvertierbar.

Das passt aber nicht zur erlebten Realität der Bevölkerung und deswegen wird die Vertrauenskrise mit all ihren Nebenwirkungen eher schlimmer statt besser. Nach dem Zusammenbruch des Zimbabwe-Dollars wurden die Simbabwer 2009 aufgefordert, Fremdwährungskonten in US-Dollar zu eröffnen. Die Zahlen, die sie auf ihren Konten sehen, sollen für US-Dollar stehen. Gerade lernen sie anhand von Aussagen der Zentralbank, dass diese Konten nun für RTGS-Dollar bzw. "local currency" (bzw. inoffiziell Zollar) stehen. Theoretisch 1:1 in US-Dollar konvertierbar, praktisch aber nicht. Für echte US-Dollar-Konten (foreign currency) sollen nun wieder US-Dollar-Fremdwährungskonten eröffnet werden. Alle dachten, dass sie so ein Konto schon hatten und dann fühlen sich viele im Film "2009 reloaded".

D.
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