THEMA: Simbabwe eröffnet Eselschlachthof
06 Okt 2017 22:20 #491618
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  • Sasa am 06 Okt 2017 22:20
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Es werden in anderen afrikanischen Ländern sogar schon Esel ihren Besitzer gestohlen und einige Länder verbieten schon dann Eselhauthandel mit China, weil die Esel zu sehr dezimiert werden. Es gibt einen mafiösen Schwarzhandel.
www.welt.de/wissensc...Wellness-Snacks.html

Auszug aus diesem Artikel:
China produziert 5000 Tonnen Ejiao pro Jahr, was nach Angaben der Tageszeitung China Daily rund vier Millionen Eselshäuten entspricht.
„Die Tiere werden auf sehr grausame Weise getötet, mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen oder erstochen“, sagt Kabelo Nkoane von der Highveld Horsecare Unit. Er vergleicht die Situation mit der Wilderei von Nashörnern im Land.
Legal führen bereits das benachbarte Botsuana sowie Kenia Eselsprodukte nach China aus. Namibia will bald einen Schlachthof für den chinesischen Markt eröffnen. Burkina Faso, Mali, Senegal und Niger erließen hingegen nach der Dezimierung ihrer Bestände ein Exportverbot für Eselsprodukte nach Asien.

Damit ihr seht, dass selbst Jäger und nicht nur Tierschützer damit ein Problem haben:
www.jagdwechsel.com/...haft-esel-aus-afrika

Als Lasttiere sind die Esel in Afrika unentbehrlich, doch Gelatine, die aus Eselshaut und Knochen hergestellt wird, ist ein wichtiger Bestandteil eines der beliebtesten traditionellen Heilmittel Chinas.

Dieses hilft angeblich unter dem Namen "Ejiao" gegen eine Reihe von Beschwerden. Zu denen zählen Erkältungen, Schlaflosigkeit bis hin zu Hautfalten. Begehrt ist "Ejiao" in China außerdem als Potenzmittel.

Doch die Population an Esel schwindet in Afrika rasant, zudem wird Eselfleisch in chinesischen Küchen für Suppen und Eintöpfe gegessen. Wegen der extrem hohen Nachfrage an Eselfleisch schrumpfte die Population von 11 Millionen Ende der 1990er auf heute weniger als 6 Millionen.

Um die Nachfrage in China stillen zu können, bediente sich China zuletzt zunehmend auf dem Weltmarkt. Im Afrikansichen Niger wurden heuer bereits mehr als 80.000 Tiere an internationale Händler verkauft, 2015 waren es gerade einmal 27.000 Esel.

In Burkina Faso schnellte die Zahl an geschlachteten Tieren im ersten Halbjahr 2016 auf 45.000 in die Höhe. In manchen Schlachthöfen habe Hochbetrieb geherrscht, die Anwohner haben sich sogar über mit Blut verschmutztes Grundwasser beschwerten..

Burkina Faso verhängte daher im August ein Exportverbot für Esel, um eine „Ausrottung“ der Eseln zu verhindern, so die Regierung. Auch der Niger nahm den Handel mit Eseln unter seine Kontrolle. Seit Mitte September gilt auch hier ein striktes Ausfuhrverbot.

Die Esel dienen in den Ländern als Verkehrs- und Transportmittel. Der Exportboom ließ die Preise für Esel aber um ein Vielfaches steigen, viele einfache Leute konnten sich die Tiere aber nicht mehr leisten. Millionen von Kleinbauern sind in ihrer Existenz bedroht.

Die chinesische Mittelschicht wächst, damit ist aber auch das Verlangen nach "exotischen Produkten" gestiegen. So wie die reicheren Asiaten auf Elfenbein & Tigerknochen stehen, ist die Mittelschicht hier auf der Suche nach leistbareren "Exoten". Große Volkswirtschaften in Afrika, wie Kenia und Südafrika, reagierten bereits auf den chinesischen Nachfrageboom mit eigenen Esel Zuchten...

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06 Okt 2017 22:45 #491619
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... man sollte meinen, dass es für China doch billiger sein sollte, selbst Esel zu züchten als sie auf der ganzen Welt einzusammeln.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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06 Okt 2017 23:51 #491622
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Manches Posting versteh ich hier wirklich nicht. Esel sind nicht vom Aussterben bedroht, sie können gut in Gefangenschaft vermehrt werden, ihnen wird es vermutlich auch egal sein, warum sie getötet werden.

Wir haben in Europa Massentierhaltung mit fürchterlichen Bedingungen, das ist für mich der eigentliche Skandal, aber dennoch regen wir uns lieber über Esel-Schlachtungen in Afrika auf?
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
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07 Okt 2017 00:12 #491623
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Sanne schrieb:
Wir haben in Europa Massentierhaltung mit fürchterlichen Bedingungen, das ist für mich der eigentliche Skandal, aber dennoch regen wir uns lieber über Esel-Schlachtungen in Afrika auf?

... klar.
Da kann man besser mit dem Finger draufzeigen. Die bösen Chinesen und Afrikaner halt ...
Wir kaufen unsere Schnitzel ganz ohne Schlachthof einfach beim Aldi (oder anderen Supermärkten) ... ;-)

Das war jetzt ein bisschen übertrieben dargestellt, aber letztlich läuft da weltweit viel falsch. Wir (Europäer) können nicht Massentierhaltung mit Rindern, Schweinen und Hühnern betreiben und dann Asiaten und Afrikanern vorwerfen, dass sie brutal mit Tieren umgehen. Da sind wir nicht besser.

Dass man Tiere wegen Aberglauben umbringt und ganze Arten ausrottet, ist eine andere Sache.

Gruß
Wolfgang
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07 Okt 2017 08:19 #491626
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Hi zusammen,

nur zwei Links zum Thema in Namibia, das recht "heiß" hier im Land diskutiert wird. Hier ist offiziell von der Nutzung des Fleisches v.a. für den Export die Rede. Es sollen auch Donkeys u.a. aus Botswana zugeliefert werden.
Gegner hiervon sehen v.a. drei Gründe
1) Im westlichen Werteverständnis sind "Esel" kein Nahrungsmittel für Menschen (überspitzt dargestellt)
2) Den Kleinstfarmern (v.a. im Norden) könnte die Existenzsgrundlage entzogen werden, da sie für das schnelle Geld ihre Bestände an Donkeys an die Schlachthöfe verkaufen könnten und dann ohne was dastehen (wobei ich das Argument nicht ganz verstehen kann... denn die Donkeys werden heutzutage fast ausschließlich als Transporttier genutzt... da reichen 2-3 und man braucht nicht 50).
3) Kultur-historische Gründe (www.newera.com.na/20...tural-heritage-spca/)

Okahandja: www.namibian.com.na/...omes-donkey-abattoir
Outjo: www.newera.com.na/20...-on-residents-mayor/

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Reiseplanungen 2021/22: Deutschland, Katar, Sierra Leone, Südafrika

Aktuelle Einreiseregelungen für Namibia bis Ende Juni 2021: (1) PCR-Test nicht älter als 7 Tage von Abstrich bis Einreise für alle Reisenden, (2) Ausfüllen des medizinischen Einreiseformulars, (3) bei Einreise aus/über ein Risikoland (noch nicht festgelegt!) ein weiterer PCR-Test an Tag 7, (4) ein Nachweis, dass die KK auch die Behandlung von COVID19 übernimmt kann verlangt werden. – KEINE Quarantäne, KEINEN Reiseplan, KEINE Anmeldung bei Auslandsvertretung!
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07 Okt 2017 12:10 #491644
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dass die Salami ursprünglich aus/oder mit viel Eselfleisch hergestellt wurde, wurde schon gesagt. Mit dem Erfolg der Schweineschinkenproduktion (z. B. Parma etc.) benötigte man dann eine Verwendung für den Rest des Schweines und die Salami war eine davon.
Ich erinnere mich auch noch gut an die vielen Pferdefleischer, diese gab es in jeder größeren Stadt.

Und dann gab es ja auch die berühmte Jagdwurst: Esel oder Pferd und Feldhase Halbe/Halbe = 1 Pferd oder Esel und ein Feldhase :whistle:
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