THEMA: Wenn Chamäleons vom Himmel fallen...
24 Aug 2017 16:40 #486541
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  • FSausS am 24 Aug 2017 16:40
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Asche auf mein Haupt...jaaaa ich wollte schon längst weiter schreiben :blush:
Wir sind die nächsten Wochen an der Mosel unterwegs und leider hab ich mein Reisetagebuch daheim gelassen :unsure:
Ich schreibe schon nebenbei ein bissl offline und buddel auf der FP nach passenden Fotos. Wir demnächst sicher wieder mehr von Mosambik geben. B)
Reiseführer - wir haben den Globetrotter Travel guide "Mozambique" 6th Edition in englisch und hatten leihweise den Hupe Mosambik-Führer dabei.

Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
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24 Aug 2017 18:05 #486552
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Keine Eile!!

Genießt die Zeit!

Grüßle
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25 Aug 2017 02:51 #486593
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Ich bin ja froh, dass andere auch mit ihrem Bericht nicht fertig werden. Wir sind schon von der zweiten Runde zurück und mur fehlt noch das Ende des Berichts von der ersten.
Lese gerne weiter bei Euch mit.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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15 Okt 2017 17:18 #492643
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Estrelle de Mananisse - Vilanculos, Baobab Beach Camp, ca. 85km, ca. 1,5h

Da unser nächstes Ziel nicht weit entfernt liegt, konnten wir den Tag gemütlich angehen. Gemütlich Frühstücken, dann in Ruhe Packen, unseren Aufenthalt zahlen und los. Gut 20 Kilometer waren es bis zur Küstenstrasse. Die Teerstrasse ist gut befahrbar, der Verkehr überschaubar und so liessen wir den Landcruiser gemütlich mit 80km/h laufen. Immer schön abbremsen vor den Ortschaften und ans Tempolimit halten - auch wenn andere es eilig haben - lasst sie fahren! Oft rollen wir zwischen den Ortschaften nur mit 50km/h daher da es keine Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung gibt. Wir vermuten dass einige Schilder „abhanden“ gekommen sind um bei Bedarf vor allem Ausländer abzocken zu können. Ansonsten haben wir uns angewöhnt erst wieder auf „warp“ zu gehen, wenn in Gegenrichtung die 70km/h Schilder den Geschwindigkeitstrichter in Richtung Ansiedlung einläuten ;)
Nach fast 500 Meilen wurde es langsam Zeit wieder ein bissl was von dem schwarzen Gold in den Tank zu füllen. Direkt am Abzweig nach Vilanculos findet sich eine große Tankstelle. Die wollten wir aber erst auf der Weiterfahrt gen Süden aufsuchen. Für die 50 Kilometer hin und her nach/von Vilanculos wird‘s wohl noch reichen?!

Das Baobab Beach Camp, am Ortsrand von Vilanculos gelegen, haben wir schon auf mehreren Reisen besucht. Es gibt dort einen riesigen Baobab und wir hofften im Schatten dieses Riesen noch ein Plätzchen zu finden. Da man von der Küstenstrasse aus durch die Stadt muss um ins Camp zu kommen, wollten wir noch kurz beim Bäcker ein paar süße Stückle und Brötchen einkaufen. Leider gab es gerade keinen Strom in der Stadt und so gab‘s auch nix beim Bäcker :( Dann müssen wir halt am Abend mal wieder Brot backen!

Baobab Beach Camp, Camp und Chalets, Camp: 500MT/P/N
Das Gelände ist eingezäunt und Wachen stehen die ganze Nacht am Tor bzw. halten sich in der Hütte direkt neben dem Tor auf. Die Pforte zum Strand wird nachts auch versperrt. Das Haupttor wurde bei unserer Ankunft sofort geöffnet und wir fuhren aufs Gelände und steuerten gleich den Platz unterm Baobab an. Leider mussten wir feststellen dass die „schönen“ Plätze schon vergeben waren. Weiterfahren wollten wir heute nicht mehr, also haben wir uns mit einem weniger schönen Plätzchen zufrieden gegeben. Wichtig war nur die Stellflächen unter den Kokospalmen zu meiden, denn die Nüsse falle gerne mal runter und das gibt hässliche Beulen am Kopf und im Blech.
Das Camp machte irgendwie einen etwas verlodderten Eindruck. Die Palmen wirkten ungepflegt, abgerissene Wedel lagen herum; die Mülltonnen voll mit stinkendem Unrat, Waschhäuser etwas abgerockt und bedingt durch den Stromausfall gab es nur sporadisch Wasser. Duschen war Glücksache...
Es gibt ein paar Steckdosen auf der Campsite, die aber schon alle belegt waren. Strom gab‘s im Moment ja sowieso nicht...



Selbst gebackenes Brot...mmmmh


Die Rezeption ist an der Bar welche sich weiter unten in Richtung Strand befindet. Wir checkten für eine Nacht ein und zahlten gleich mit Kreditkarte. Getränke und Food zahlen wir üblicherweise cash.
Das Camp hatte eine harte Zeit hinter sich. Aufgrund der Streitigkeiten zwischen Regierung und Opposition bleiben die Touristen aus. Hier an der Küste kommen die meisten Touristen aus dem Nachbarland Südafrika; wenige aus Zimbabwe. Im Baobab Beach Camp finden sich auch immer internationale Rucksack-Touristen die per ÖPV das Land bereisen. Man fliegt nach Maputo und fährt mit den Locals im Bus oder Minivan durch‘s Land.
Wir hatten im Vorfeld überlegt ein wenig länger zu bleiben wenn wir eins der Chalets in Strandnähe ergattern könnten. Wir machten uns aber wenig Hoffnung denn üblicherweise sind diese Chalets heissbegehrt und schon lange im voraus ausgebucht - so war das jedenfalls die letzten Jahre. Angesichts gesunkenen Touristenzahlen bestand aber durchaus die Chance doch noch eins der Chalets zu ergattern. Der Traum zerplatze aber wie eine Seifenblase - ein Blitz war in eins der Chalets eingeschlagen und in Brand gesetzt! In Folge sind dann weitere Chalets mit abgebrannt und man hatte noch keine neuen Chalets gebaut. So war dann natürlich nichts frei für uns...
Der Zeltplatz im Camp war wie schon die Jahre vorher gut gefüllt. Auf kleinen Terrassen stand hier Zelt an Zelt. Das Leben spielte sich aber in der Bar bzw. am Strand ab.
Bei Niedrigwasser ist der Strand hier riesig und hunderte von Meter breit und Kilometer lang - endloser Sandstrand. Fischer- und Motorboote liegen trocken gefallen im Sand und schwimmen erst kurz vor Wasserhöchststand wieder auf. In der Ferne sieht man am Wasserrand Menschen laufen. Man darf aber nicht unterschätzen wie schnell das Wasser wieder aufläuft. Wer weit rauslaufen will, muss wissen was er tut...




Schnorcheln macht hier kein Spass, zu flach und nur „öder“ Kiesboden. Ein starke Strömung geht parallel zur Küstenlinie und treibt alles in Richtung Süden ab. Dieses Jahr habe ich erstmalig einen Kiter am Strand gesehen. Im Camp hab ich dann später auf einer Tafel gelesen, dass es hier nun eine Kiteschule gibt. Wer also mag kann sich hier dem Wind und den Wellen stellen...
Wer ganz unter Wasser gehen und die Unterwasserwelt erkunden möchte, findet ganz in der Nähe mehrere Tauchschulen. Boote bringen die Taucher in Gruppen ins Tauchrevier und natürlich zurück ;)
Wer nicht aufs Wasser will, kann von hier in Richtung Vilanculos und weiter zum Hafen laufen. Ein großes Hotel thront direkt am Eingang zum Hafen und zur anschliessenden Bucht. Zur rechten Zeit findet man Fischer, die gerade ihren Fang anlanden und kann sich so mit Fisch versorgen. Wie schon zuvor angemerkt, kostet Fisch ca. 200MT pro Kilo. Am Rande der Bucht am Hafen finden sich auch ein paar teurere Restaurants und Apartmenthäuser.
Vor dem Hafen verkaufen fliegende Händler tiefgefrorene Shrimps, auch die ganz Großen...Import aus Indien wird gemunkelt.
Wenn man vom Hafen an der Strasse entlang wieder in Richtung Stadt läuft, kommt man am einem Supermarkt vorbei. Auswahl und Qualität ist akzeptabel und bezahlbar. Waren aus Südafrika sind aber deutlich teurer in Mosambik als z.B. in Namibia. Ein Stückchen weiter läuft man dann an Markthallen vorbei; hier ist auch der Busbahnhof. Der „große“ Markt ist aber direkt in der Stadt an der T-Junction. Hier oben auf dem kleinen Markt sind die Preise aber „ziviler“ und man bekommt u.U. auch große Bierflaschen gekauft ohne eine Pfandflasche zurück geben zu müssen ;) Ein Stückchen weiter, an der Einmündung der Verbindungsstrasse zur Küstenstrasse, findet sich dann ein Bank mit ATM - oft mit langer Schlange davor :( Ich verstehe auch nicht was die Leute da minutenlang in die Röhre gucken ohne was zu tun...
Vom Hafen in die Stadt läuft man gemütlich in ca. 25 Minuten - mit Trödeln, Einkaufen, ATM und Bäcker natürlich länger...An der Hauptstrasse herrscht buntes Treiben. Fliegende Händler verkaufen Backwaren, gekühlte Getränke, Früchte (Ananas, Kokosnüsse, Limetten, Mangos, Bananen, Tomaten usw.) und Elektronik. Es gibt auch eine Tankstelle im Ort, etwas versteckt, auf dem Weg ins Camp kommt man direkt daran vorbei. Der Markt an der T-Junction mitten in der Stadt hat jeden Tag offen. Hier kann man alles und nix kaufen. Zum angebotenen Fleisch und Fisch sagt die Nase aber nein...Die Leute in den kleinen Marktständen sind offen und freundlich und preisen ihre Waren an. Vereinzelt bieten kleine Garküchen zwischen den Ständen local food an. Wohl dem der ein bissl Portugiesisch kann... Neben dem Markt gibt es noch ein Warenhaus wo man allerdings nichts Frisches kaufen kann, Konserven, Mehl, Reis, Speiseöl, Getränke usw. In Bottlestores kann man sich mit Alkoholischem eindecken.
Man kann sich frei bewegen in der Stadt, wir haben uns nie unsicher gefühlt. Die Menschen sind freundlich und wir begegnen ihnen mit einem offenen Lächeln. Natürlich versucht der eine oder andere einen bei den Preisen über den Tisch zu ziehen. Aber hey! in den Menschen hier an der Küste Mosambiks fliesst einfach noch zuviel Piratenblut ;)

Tagestemperaturen steigen im Dezember leicht auf 40Grad. In der Stadt ist es in der Sonne kaum auszuhalten; direkt am Strand geht aber meistens ein leichter Wind und man spürt die Hitze kaum - aber verbrennt wenn man sich nicht schützt. Es kann aber auch sein das kein Wind geht und dann ist es schwül-heiss. Wir hatten letztes Jahr solche Nächte und man gart bei 40 Grad nachts um 12 im Dachzelt im eigenen Saft! Schön wenn dann die Duschen gehen...Wenn kein Wind geht, dann plagen einen die Moskitos - OBACHT! Malariagebiet!

Im Camp gibt es im Barbereich kostenloses WLAN, leider von sehr schlechter Qualität aber immer hin...
Mit einem frei zur Nutzung bereitgestellten, elektrischer Wasserkocher kann man sich morgens einen Kaffee oder Tee kochen.
Die Preise an der Bar sind OK und das Barfood ist auch gut und günstig.

Direkt vor dem Haupttor finden sich etwas versteckt in zwei Hinterhöfen kleine „Restaurants“ die sehr schmackhafte, lokale Speisen zu günstigen Preisen anbieten. Je nach „aktueller“ Ausstattung des Lokals tut man gut daran seinen eigenen Stuhl mitzubringen ;) Man sollte unbedingt vorbestellen! Wir haben den Abend dann dort sehr gut gegessen.

Am Eck findet vor dem Haupttor sich auch ein Mechaniker der kleine Wartungsarbeiten wie z.B. Ölwechsel und auch Reparaturen am Auto macht. Ich kann den Burschen aber NICHT guten Gewissens empfehlen! Letztes Jahr z.B. habe ich ausnahmsweise kein Motoröl dabei gehabt - ein Ölwechsel war aber fällig. Filter hab ich zum Glück immer dabei! Er versprach mir gutes Öl zu besorgen und wir machten einen Termin aus. Bei Arbeiten am Auto bin ich grundsätzlich immer dabei. Zunächst glänzte der Mechaniker mit einer gründlichen Durchsicht des Antriebs. Lobte das Auto weil nirgends Öl tropfte, die Bremse noch gut belegt waren usw. Dann schob er einen Eimer unter die Ölwanne und lies das Öl ab. Mit dem vollen Eimer ging er dann hinter seine Hütte und kippte den Eimer zu meinem Entsetzen einfach auf den Boden aus! „Früher wäre dort eine Toilettenhaus gestanden und es wäre eine Sickergrube darunter!“ Nie wieder werd ich zu dem Mechaniker gehen. Ich dachte die Locals würden das alte Öl noch in ihre Traktoren oder LKW einfüllen - weit gefehlt!
Der Umwelt-Frevler hatte zuwenig Öl „besorg“ obwohl ich ihm vorher informiert hatte, dass der LC 10Liter Öl braucht. So fuhr er mit seinem Toyo los um mehr Öl zu holen. Der Kanister, den er brachte, war im Gegensatz zu den vorherigen noch original verschlossen - Einbereichsöl - und kein teures 20W50 hat er mir angedreht! Zum SupersonderAbzockePreis...das wird mir eine Lehre sein! Ich dachte immer ich wäre zu übervorsichtig und würde den Locals zu wenig zutrauen. So hört man doch immer wieder, dass oft mit einfachsten Mitteln gut gearbeitet wird. Hier war das nicht der Fall. Zukünftig wieder mit eigenem Ölkanister unterwegs! Daher habe ich wohlweislich dieses Jahr seine Dienste nicht in Anspruch genommen. Auch habe ich ihn nicht als Mechaniker bei T4A „bekannt gemacht“.

tbc...
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01 Nov 2017 16:56 #495165
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weiter geht's...

Vilanculos - Pomene Schutzgebiet, Pomene Lodge, 220km, ca. 4,25h

Die 30 Kilometer bis zur Küstenstrasse sind schnell überbrückt. Volltanken an der Tankstelle am Abzweig, eine kalte Cola auf den Weg.
120km auf gutem Teer bis zum Abzweig ins Schutzgebiet, dann noch ca. 50 Kilometer Piste. Zunächst üble, ausgefahrene, 1 1/2-spurige Buckelpiste, es geht durch ein Dorf, die „Strasse“ ist eine Zumutung, weiter mit Buckelpiste. Kurz hinterm nächsten Dorf findet sich rechts der Pad vor einer Kurve ein Brunnen der mit EU-Mitteln gebaut worden war. Hier sollte man sich unbedingt mit Frischwasser eindecken - im Camp gibt‘s kein Süßwasser! Am Rand vom Schutzgebiet erwartete uns eine Schranke mit halbzerfallenem Wärterhäuschen - 1200MT Eintritt für 5 Tage für uns zwei und unser Auto. Für Camping zahlt man an der Lodge.
Hinter der Schranke verläuft die schmale Pad durch Wald und dichtes Gebüsch, links die Mangroven, rechts der Busch und direkt dahinter die steilen Sanddünen. Kleine Krebse mit roten Scheren rennen seitwärts durch den Morast.



Dieses Jahr war dieser Bereich der Lagune trocken gefallen, vor zwei Jahren stand hier noch Wasser.





Dann lichtet sich der Busch und man hat weite Sicht über die Dünen, sieht aber noch kein Meer. Die Pad führt über Dünen rauf und runter, ähnlich wie in der Kalahari, aber mit geringerer Frequenz ;) An einigen Stellen muss sich das Auto durch Tiefsand quälen - hier wöllte ich nicht mit einem schweren Anhänger fahren...





Dann ist man schon fast da und fährt lagunenseitig nahe am Wasser entlang. Bei auflaufendem Wasser wird dieser Bereich überspült und man muss sich einen Weg suchen.

Zunächst passiert man das Dive-centre, dann steht weiter links das Hauptgebäude der Lodge mit Bar, Restaurant, Empfang und großem Pool. Leider habe ich keine Fotos von der Lodge - wird nach der Wiedereröffnung 2018? sowieso ganz anders aussehen...

Pomene Lodge, Campsite 198R /N /P
Zwischen Divecentre und Lodge stehen eine paar Chalets auf Stelzen in der Lagune - die lassen wir links liegen und stellen das Auto vor dem Hauptgebäude ab. Wir sind dann gleich vorgelaufen zu den Campsites zwischen Lagune und indischem Ozean. Vor Jahren hatten wir einen Platz direkt an der Lagune, keine 5 Meter vom Wasser. Ein paar Eindrücke...















Zum Meer brauchten wir nur die Lagune entlang zur Mündung laufen oder über die Zufahrt gehen und dann noch ein bissl über den Strand. An diesem Küstenabschnitt ist die Brandung weniger stark und auch Elke traute sich ans/ins! Wasser.



Dieses Jahr war leider alles anders!!!
Die Plätze vorne waren leider alle besetzt bzw. mit Trailern und auf dem Sand liegende Schlauchboote „besetzt“. Camper standen hier nicht. Weiter vorne war eine größere Gruppe Südafrikaner und hatte den ganzen Bereich für sich in Beschlag genommen. Obwohl die einzelnen Stellplätze nicht wirklich belegt waren, so „beanspruchten“ die ca. 40 SA diesen Bereich des Camps - wie uns das Management dann wissen ließ :(
Wir waren natürlich bitter enttäuscht, aber es half alles nichts. So ist‘s halt wenn man nicht vorbucht - dann muss man sich halt mit der zweiter Reihe begnügen! In diesem Fall war das der Platz nahe des Tauchzentrums - „weit“ entfernt vom Wasser.
Wir zahlten zunächst nur für zwei Tage; eigentlich hatten wir fünf Nächte geplant. Aber hier wollten wir nicht lange bleiben. Es tröpfelte und wir erkundigten uns bei der Anmeldung ob das Restaurant geöffnet wäre. Es war offen, aber das Speiseangebot deutlich reduziert, uns zu wenig Auswahl und nichts davon machte uns an. Also noch eine Entäuschung...
Unser Platz musste zunächst zurecht gemacht werden. Astwerk wurde entfernt und rings um unser Auto geharkt. Die Stromleitung wurde geprüft und die Wasserleitung (Lagunenwasser) geflickt. So hatten wir wenigstens Wasser zum Spülen und Waschen. Strom gab es nur ein paar Stunden am Tag wenn der Generator lief - morgens zum Frühstück und abends; nachts gab es keinen Strom. Das nächste Waschhaus war so knapp 100m entfernt.

Der Wind zerrte so gewaltig am Dachzelt, dass ich das Auto in den Wind drehen musste und einen Standort hinter einer hohen Kiefer wählte. Ich spürte Tropfen auf meiner Haut, auch das Auto war wie von Sprühregen benetzt, aber es regnete nicht! Die Tropfen rührten von Feuchtigkeit, die im Wind an den langen Kiefernnadeln kondensierten und dann vom Wind wie Regen versprüht wurde. Im Gegensatz zum Regen waren diese Tropfen aber klebrig...
Wie schön hatten wir es vor ? Jahren bei unserem ersten Besuch auf der Pomene Lodge?! Wir standen direkt am Wasser, hörten das Rauschen des Wassers, hatten eine Hängematte im Schatten der Bäume gespannt, hatten aus dem Dachzelt einen super Ausblick auf die Lagune und Einsiedlerkrebse haben uns besucht.






Die kleinen Taschenkrebse haben sich aber nicht ans Auto gewagt. Eine Grillstelle mit Ablagetisch nahebei; ein Wasserhahn ein paar Meter weiter, auf halbem Weg zum Ablutionblock - und nun sowas :huh:

Ein kurzer Rundgang, dann war es Zeit ans Abendessen zu denken.

Am nächsten Morgen bin ich vor dem Frühstück noch zum Schnorcheln rüber zum Dive-Centre gegangen - sind ja nur ein paar Meter und es gibt dort in der Lagune in geringer Tiefe eine kleines künstliches Riff mit, wie ich hoffte, reichlich, marinem Leben.
Die Flossen waren schwer auf die Füße zu bringen - das nächste mal die Füße wieder vorher! eincremen - erleichtert ungemein das Anziehen der Flossen ;) Daheim hatte ich mir Geräteflossen gekauft, da man diese mit Füßlingen einfach mit einer Schnalle hinter der Ferse schliesst. Leider sind die Flossen leichter als Wasser und beim Probeschnorcheln in Germany hatten sich diese als gänzlich untauglich für meine Anwendung erwiesen. So hab ich die Dinger daheim gelassen und musste mich hier mit meinen alten Flossen zum Reinschlüpfen zufrieden geben. Noch etwas ungeübt und nach so langer Abstinenz vom „Luftanhalten“ waren meine Erfolge runter zum Riff zu tauchen zunächst „zeitlich“ beschränkt... Trotzdem hat sich die Mühe gelohnt. Es gab reichlich - wenn auch kleine - Fische zu sehen. Später habe ich es dann noch einmal probiert mit ähnlichem Erfolg.
Wie schon die Jahre zuvor zog morgens um die Frühstückszeit eine Karawane Frauen aus dem nächsten Dorf durch‘s Camp und haben frisches Brot und Brötchen und Früchte zum Kauf angeboten.




Qualität und Preis stimmen - und wir unterstützen gerne die lokale Bevölkerung. So gab‘s dann frische Brötchen und ein paar Mangos zum Essen und zum Kuchenbacken :) Ananas hatten wir noch...
Nach dem Frühstück wollten wir dann bei Niedrigwasser an der Lagune entlang zur Mündung laufen.
Am Dive-Centre ist uns dann der Manager der Anlage über den Weg gelaufen - er zupfte da gerade an seinem Motorboot rum. Er erkundigte sich wie es uns geht... Wenn jemand so höflich fragt, kriegt er natürlich auch eine ausführliche Antwort von mir :)
Ich drücke mein Ungemach aus über das Besetzen der vorderen Campsite durch die SA und das mangelnde Angebot im Restaurant.
Der Manager erklärte uns dass die SA als Gruppe eben alle Camps vorne gebucht hätten - auch wenn sie woanders ihre Wagenburg aufgestellt hätten wäre das ihr Platz :dry: Des weiteren erzählte er uns, dass MSC das Resort erworben hätte und im Laufe des kommenden Jahres (also 2017) das Resort komplett abtragen und neu aufbauen würde. Hier an Land würde eine Luxusanlage errichtet und draussen auf See ein Ankerplatz für Kreuzfahrtschiffe geschaffen. Mit kleinen Booten würden dann die Passagiere durch die Lagune auf die Rückseite der Lodge gebracht werden und könnten hier im Resort auch für länger bleiben. Appartements ab 10.000US$ die Woche...mit eigenem Personal; ein Landeplatz für Hubschrauber würde auch gebaut werden. Alle nötigen Genehmigungen und Verträge wären schon erteilt bzw. unterschrieben! Eine große Solaranlage würde den Energiehunger stillen und man dürfe entsprechend große Mengen Süßwasser der Lagune entnehmen... alles naturverträglich, das versteht sich von selbst!
Somit ist die Pomene Lodge für Individualtouristen wie uns zukünftig nicht mehr zugänglich - schade!












Es war recht stürmisch und es sollte später ergiebig regnen - tat es dann auch. Grillen klappte so eben noch...
Am nächsten Morgen hat Petrus dann die Schleusen so richtig aufgemacht. Ich war patschnass nach meinem Gang zum Ablutionblock.
Nach einer guten Stunde war alles vorbei und wir konnten Frühstücken.
Die Karawane der Frauen liess sich durch den Regen nicht aufhalten und wir erstanden ein paar Brötchen. Heute werden wir definitiv weiterfahren und nicht verlängern. Nächstes Ziel ist das Resort Bonito Bay, nahe Morrungulo, Luftlinie vielleicht 50km am Stand lang, wenn das ginge ;), ca. 80km auf der Strasse.

Pomene Lodge, Pomene Schutzgebiet, - Morrungulo, Bonito Bay Holiday Resort, ca. 80km, ca. 2+h
t.b.c.
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
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02 Nov 2017 12:47 #495245
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Danke, für deine interessanten Beschreibungen.
Und so wissen wir nun auch, dass wir für Pomene definitiv zu spät sind...
- manches verpasst man halt...
aber die Küste ist lang...

Gruß lilytrotter
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