THEMA: Aktuell: Wir bauen einen Brunnen!
28 Jul 2018 00:51 #527378
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  • fussohle am 28 Jul 2018 00:51
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28 Jul 2018 09:22 #527382
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  • yanjep am 28 Jul 2018 09:22
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Manche der Initiativen sind mir völlig unverständlich.
Zum Beispiel das Projekt, bei dem Steinmauern um Wasserspeicher errichtet werden. Das zumindest können die Anwohner meiner Ansicht nach auch gut alleine machen, ohne daß Europäer einfliegen, Mäuerchen bauen und die Anlieger ab und an vorbeikommen und zuschauen. Brunnenbau sehe ich zwiespältig, das ist im Prinzip eine uralte Technik, ich frage mich, warum die Leute nicht selber Brunnen bauen können und sollen.

Yanjep
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28 Jul 2018 10:31 #527389
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  • Dreamliner am 28 Jul 2018 10:31
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Hallo,
Sanne schrieb:
Ich zumindest frage mich schon, wieso ein Land wie Sambia chinesische Firmen beauftragen kann, hunderte von Kilometern Straße zu bauen, aber an einem der Haupttouristengebieten (South Luangwa) der Bau eines Brunnens von einer privaten Organisation aus Europa abhängig ist. Ein Stück subventioniert man dadurch sicher auch die Prioritäten der Regierung Sambias.
Was du schreibt, lässt sich nicht widerlegen. Aber es ist auch zynisch, weil du wie jeder andere weißt, dass sich die Regierung weder morgen noch übermorgen des Problems annimmt. Genau so ließe sich angesichts der Hungerkatastrophe im Jemen sagen: "Ist sinnlos da zu helfen. Damit unterstützt man nur die Kriegsparteien und verlängert den Krieg. Um das ursächlich zu lösen, müssen die eben Frieden schließen, dann enden Vertreibung und Flucht, es gibt wieder genug Lebensmittel und durch Tourismus könnten die dann sogar richtig viel Geld einnehmen." Ist inhaltlich alles richtig, nur eben auch unrealistisch und einstweilen fehlt es Teilen der Bevölkerung an essentiellen Dingen des Lebens.

Welchen Druck können NGOs denn auf die Regierung ausüben - Druck der größer ist, als der von UN und EU? Im schlimmsten Fall wird der Brunnen nicht gebaut. Es bleibt dann einfach alles, wie es ist. Für die Regierung ändert sich nichts.

Meines Erachtens finanziert der Westen in diesen Ländern z.B. im Kontext Naturschutz viele Dinge, die viel angreifbarer sind als so ein Brunnenbau. In Sambia besteht auch nicht die Gefahr, die in Namibia in vielen semiariden Gegenden besteht: Permanente Verfügbarkeit von Wasser durch Brunnenbau zieht Farmer mit ihren Viehherden an. Im Umkreis von 10-15km wird durch Überweidung die ohnehin spärliche Vegetation restlos vernichtet.

D.
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28 Jul 2018 11:18 #527394
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Guten Morgen,

es ist sehr schade, dass ihr hier eine Grundsatzdiskussion führt.
Natürlich bin ich für jedwede konstruktive Kritik offen, aber wer sagt denn, dass die Menschen den Brunnen nicht selbst bauen. Durch den Bau von Brunnen haben die Einheimischen einen Job und sie bauen die Brunnen auch.

Die Bevölkerung beteiligt sich am Bau, soweit sie kann. Sie holen Flusssand, Steine u.v.m. Aber einen Bohrer, den können sie halt nicht selber organisieren. Es muss, um an sauberes Wasser zu gelangen mindestens 35 m oder mehr gebohrt werden. Ich möchte nicht, dass ein Mensch so tief in die Erde steigen muss.

Es ist uns immer wichtig, dass die Menschen beteiligt werden. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht darum, dass die Kinder und Frauen nicht stundenlang laufen müssen, um an sauberes Wasser zu gelangen. Es geht darum, dass die Kinder in die Schule gehen können. Es geht uns um Bildung, es geht uns um sauberes Wasser, es geht uns um Gesundheit, es geht uns um den Erhalt der Natur....

Warum glaubt ihr dass die NGOs vor Ort nicht zusammen arbeiten? Woran macht ihr das fest?

Zambia ist nicht zu vergleichen mit Südafrika oder Namibia.
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30 Jul 2018 09:13 #527562
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Danke Andrea, angekommen:-)
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30 Jul 2018 09:14 #527563
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Danke Annick, angekommen!
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