THEMA: Selber oder „mitfahren“?
19 Mär 2012 06:40 #228658
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  • travelNAMIBIA am 19 Mär 2012 06:40
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Hallo Werner,
Da dieses Angebot meistens nur „auf Anfrage“ ist, glaube ich, dass es für viele Erstlinge in der Entscheidungsfindung hilfreich wäre, wenn die hier im Forum versammelten Profis das ein Mal etwas ausführen würden. Also: Gibt es ein Campingtourangebot für auch nur zwei/drei Personen, welches zwischen „Overlanding“ und „guided tours“ liegt, und mit welchen Kosten pro Person und Tag ist da bei zwei Personen etwa zu rechnen? Bin gespannt,
Es gibt zig unabhängige Guides, wie Jaw schon richtig schreibt, die Touren ganz individuell machen. Die Kosten hängen von den Campingplätzen bzw. Mietfahrzeug ab. Der Guide nimmt ab N$ 1000 pro Tag zzgl. Verpflegung/Getränke.

Eine Auswahl findet man auf der Siete der Tourist Guide Association of Namibia (www.natron.net/tan/) bzw. Tour & Safari Association of Namibia (www.tasa.na/guide.php). Da es immer mehr unabhängige Guides gibt, wurde sogar eine neue Mitgliedskategorie bei der TASA dafür geschaffen.

Sonnige Grüße
Christian

P.S: @Jaw
Letzteres ist billiger, aber nicht ganz legal, weil die Bestimmungen über kommerzielle Personenbeförderung (besonderer Führerschein, Notausstiege am Fahrzeug, jährlich NATIS-Check) umgangen werden. Daher lautet der Mietvertrag auch auf den Kunden mit allen Haftungsrisiken.
Das stimmt nicht! Als unabhängiger "Tour Guide" registrierst Du Dich beim NTB als soclher und benötigts ausdrücklich kein Fahrzeug sondern gibst an, dass Du normale Mietfahrzeuge nutzt. Das ist absolut die Regel und wird vom NTB sogar empfohlen, da Mietfahrzeuge meistens besser gewartet sind als irgendwelche Privatfahrzeuge von Guides. Du musst lediglich einen Passanger Transport Licence haben (Personenbeförderungsschein) und die nötige Insassenversicherung nachweisen können. Eigene Fahrzeuge (und dann die ganzen jährlichen Checks etc.) müssen nur namibische "Tour Operator" nachweisen, ausländische Tour Operator hingegen auch nicht.
Vom 9.12.2022 bis 14.01.2023 nicht bzw. nur sporadisch im Forum aktiv!
Reiseplanungen 2022/23: Angola, Deutschland, Kenia, Simbabwe, Schweden, Sierra Leone, Südafrika
Letzte Änderung: 19 Mär 2012 06:42 von travelNAMIBIA.
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19 Mär 2012 07:51 #228669
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  • Bluna am 19 Mär 2012 07:51
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Hallo,

schau doch mal unter www.africa-wildtours.com vorbei. Mit diesen beiden Privatpersonen (KEIN Veranstalter!) sind wir 2x mitgefahren. Vllt. ergibt sich für Dich dort eine Tour. Meist ist hier Camping angesagt, weniger Lodges. Preislich ist das Ganze auch völlig i.O.

Beste Grüße

Sven
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19 Mär 2012 09:26 #228677
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  • Brit67 am 19 Mär 2012 09:26
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Hallo zusammen,
habe mich nach 2 Jahren stilles mitlesen mal endlic registriert. Wir (2 Erwachsene und 2 Kids, damals 12 und 15) waren im Sommer 2010 3 Wochen in Namibia unterwegs. Wir wollten damals "auf Nummer Sicher" gehen (wg. der Kids) und haben eine individuelle Lodge-Reise über Bwana-Tucke-Tucke mit eigenem Guide gebucht. Wir haben es nicht bereut, was wir gesehen haben, was uns Stefan (unser Guide) erzählt hat und was wir alles neu dazu gelernt haben .... Das hätten wir niemals aus Büchern und Reiseführern alles "erlesen" können. Wir würden gerne nochmals nach NAM reisen, dann aber vermutlich selber fahren. Aber die Reise 2010 würden wir alle sofort wieder genau so machen. Wir träumen heute noch von den 3 Wochen Namibia.

Viele Grüße
Brit67
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19 Mär 2012 10:03 #228687
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  • carl am 19 Mär 2012 10:03
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Hallo,

nachdem ich gestern etwas in den Thread "Verhalten beim Campen" schrieb und kurz darauf diesen Thread von Werner hier las, dachte ich spontan an Gedankenübertragung.

Ich denke Werners Beitrag zielt vor allem auf die "Ersttäter" in Botswana ab. Mich erstaunt in den letzten Monaten auch immer wieder, welche Fragen hier gestellt werden, wenn es um eine aller erste Campingtour in einen der großen Nationalparks in Botswana geht. Beim Lesen beschleicht mich dann auch immer wieder der Gedanke, ob es nicht besser wäre vielleicht erstmal in Namibia oder RSA mit "Afrika anzufangen" und sich dann weiter zu entwickeln.

Mir geht es dabei gar nicht um Besserwisserei, ich finde es eben nur erstaunlich, dass mit zunehmender Vermarktung solcher Reisen und der steigenden Informationsflut im Internet in meinen Augen der Respekt vor solcher Reisen immer kleiner wird.

Ich persönlich fand die Einstimmung durch mehrere Reisen in RSA und Namibia vor meinem ersten Botswana Trip jedenfalls sehr sinnvoll und gut.
Immerhin geht es hier schon noch darum große Distanzen in einem Nationalpark mit wilden, unbekannten Tieren auf teilweise schwierigen Wegen mit unter Umständen komplizierten Navigation zu absolvieren. Das ist in einem Land ohne 100% Handyempfang oder einem etablierten Pannendienstnetzwerk schon eine Herausforderung. Nicht davon zu sprechen, dass bestimmte Rahmenbedingungen (Versicherungen, Versorgung, Verständigung usf. usw.) in diesen Ländern eben nicht immer "europäisches" Niveau haben.
Darauf kann man sich in meinen Augen nicht zu 100% aus Reiseberichten und Büchern vorbereiten, da hilft meiner Meinung nach nur ein erfahrener Guide oder ein langsameres Herantasten an die Materie, um einen entsprechenden Erfahrungsschatz aufzubauen.

Aber vielleicht bin ich selbst auch einfach nur zu vorsichtig.

Gruß
Carl
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Letzte Änderung: 19 Mär 2012 10:04 von carl.
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19 Mär 2012 11:12 #228701
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ebenfalls Hallo :)
carl schrieb:
Immerhin geht es hier schon noch darum große Distanzen in einem Nationalpark mit wilden, unbekannten Tieren auf teilweise schwierigen Wegen mit unter Umständen komplizierten Navigation zu absolvieren. Das ist in einem Land ohne 100% Handyempfang oder einem etablierten Pannendienstnetzwerk schon eine Herausforderung.

ich würde sogar noch weiter gehen, ich persönlich finde es sogar fahrlässig, wenn Afrika-Anfängern mit Null Geländeerfahrung zu Selbstfahrer-Camping-Touren in Botswana geraten wird. Ich habe mich 2007 bewusst für eine geführte Campingsafari entschieden und war vielfach froh, nicht selber fahren zu müssen. Es gab einige brenzlige Situationen, angefangen vom Eingraben in den Pfannen mit Löwenrudel in der Nähe, diverse Tiefsandpisten und Wasserdurchfahrten und ganz abgesehen von der Situation, als sich bei einem Guide einer geführten Selbstfahrertour die Bremsen festgefahren haben und er 24h auf ein Ersatzfahrzeug warten musste (*göttinseidank* nicht unsere Tour) - bei diesem Hintergrund finde ich es verantwortungslos, wenn absoluten Newbies solche Selbstfahrer-Camping-Touren als das einzig Wahre verkauft wird. Mir scheint, dass die "Selbstfahrer-Profis" einfach "vergessen" haben, wie es für Anfänger werden kann - nämlich mehr Frust als Lust.

Es gibt viele Möglichkeiten Botswana zu bereisen und das organisierte Reisen jenseits von Hummeldumm ist nicht nur möglich, es stellt in meinen Augen nicht die schlechteste Alternative dar, denn auch da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012

"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
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19 Mär 2012 13:07 #228725
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hallo ...

und jetzt komm ich wieder ... nee also mal ehrlich .. was aendert sich wirklich, wenn man eine erste tour macht wo man nicht selber faehrt, und dann das jahr drauf selber faehrt ???? weil den erfahrungswert "fahren" kann man eben nur machen wenn man "faehrt" ...

Wo ich einigen vorrednern zustimme ist, dass man vielleicht erst mal logger anfangen sollte mit Namibia oder SA wenn man selber fahren will.. da bekommt man schon mal wenigsten ein gefuehl dafuer wie das so ist, auch wenn die 4x4 erfahrung hier etwas zu kurz kommt.

Wir haben uns nie wirklich nen kopp gemacht, ich habe von anfang an alles selber organisiert, und mal ganz ehrlich, wenn ich gruppenreisen sehe weiss ich genau, das es das nicht fuer uns waere..

Wir hatten dieses jahr in walvis eine bustour und vor allem deren fahrer und guides in unserem guesthouse und denen beim fruehstueck beim lamentieren zu hoeren zu muessen hat mir vollends gereicht (das war nur ne halbe stunde, ne ganze reise und ich haette mindestens einen von denen umgebracht )

Es kommt sicher auf den Typ Mensch an, der eine selfdriving tour machen will. Wem es echt egal ist auch mal in der schei.... zu stecken, warum denn nicht. man sollte die wichtigsten dinge wissen, vor allem wenn es um sicherheit geht, huebsch ein SATPhone mitnehmen (haben wir beim ersten mal noch nicht mal gemacht) und vielleicht versuchen mit freunden und mini 2 wagen zu fahren ...

Ganz ehrlich ich versteh oft nicht ab wann man, einigen Fomis zu folgen, die REIFE hat zu einem echten selfdriver zu werden. Ab wann darf man sich zum erlauchten Kreis zaehlen ?? Was gibt einem die "berechtigung" ohne sich lynchen lassen zu muessen, selber eine tour anzupacken ?

. wir haben uns die frechheit rausgenommen und sind es vom ersten mal an geworden, mit allen fehlern und erfahrungen die man daraus schliessen kann.

viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss [/b]
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