Wie gefährlich ist Namibia für Touristen?

100 Antworten · 29,1k Aufrufe · gestartet 21. März 2017 von HubAn
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201721. März 2017 · #1
Hallo,

wir haben vor, im Mai nach Namibia zu fliegen, und stöbern natürlich in allen möglichen Reiseberichten, lesen Artikel über das Land, und planen Touren. Dabei stieß ich auf die Warnung des auswärtigen Amtes vor wachsender Kriminalität gegenüber Touristen. Wir werden mit einem Mietwagen unterwegs sein, und setzen uns womöglich der Gefahr aus, überfallen zu werden. Die Räuber sollen einen schon am Flughafen ins Visier nehmen, und manchmal verfolgen sie dich auf der Fahrt zur Unterkunft.
Man soll die Wagentüren immer auch von innen verriegeln, wenn man unterwegs ist, nie an abgeschiedenen Orten halten, darauf achten, dass man nur in bewachte Shops etc geht usw... 😵
Wer hat mit diesem heiklen Thema schon Erfahrungen gesammelt?
Ist die Warnung übertrieben?
Trau mich schon gar nicht mehr, den Mietwagen zu nehmen
🙄
1'042 Beiträge · seit 201621. März 2017 · #2
Hallo HubAn,
HubAn schrieb:
Dabei stieß ich auf die Warnung des auswärtigen Amtes vor wachsender Kriminalität gegenüber Touristen. Wir werden mit einem Mietwagen unterwegs sein, und setzen uns womöglich der Gefahr aus, überfallen zu werden.
Dieser Gefahr setzt man sich doch recht häufig aus wenn man nicht gerade verbarrikadiert daheim sitzt...
HubAn schrieb:
Die Räuber sollen einen schon am Flughafen ins Visier nehmen, und manchmal verfolgen sie dich auf der Fahrt zur Unterkunft.
Lies Dir mal die Reisewarnung für Spanien und Frankreich durch... 😉
Ich will jetzt nichts verharmlosen, in Namibia hatte ich letztes Jahr keine Situation die mir gefährlich oder komisch vorgekommen wäre, ich hoffe das wird dieses Jahr auch so sein.
HubAn schrieb:
Man soll die Wagentüren immer auch von innen verriegeln, wenn man unterwegs ist, nie an abgeschiedenen Orten halten, darauf achten, dass man nur in bewachte Shops etc geht usw... 😵
Das gilt sogar für weite Teile Europas, den USA und wo auch immer.
HubAn schrieb:
Wer hat mit diesem heiklen Thema schon Erfahrungen gesammelt?
Ist die Warnung übertrieben?
In Anbetracht der Tatsache, dass in Namibia relativ wenig Menschen auf großem Raum leben gehe ich davon aus, dass vor allem in den Städten noch ein größeres Risiko herrscht. Das Risiko wird aber vor allem leichtere Diebstahldelikte betreffen, bewaffnete Überfälle werden eher ganz selten sein, ganz ohne Restrisiko kann man nicht reisen.
HubAn schrieb:
Trau mich schon gar nicht mehr, den Mietwagen zu nehmen
🙄
Die Entscheidung musst Du selber treffen.

Gruß Markus
4'129 Beiträge · seit 200821. März 2017 · #3
Hallo,

HubAn schrieb:
Dabei stieß ich auf die Warnung des auswärtigen Amtes vor wachsender Kriminalität gegenüber Touristen. ....
Ist die Warnung übertrieben?
Nein, Warnungen vom Auswärtigen Amt sind nie übertrieben.

Siehe hier, vor 2 Tagen:
https://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/292090-sicherheit-unterwegs.html#468177
und hier vor 3 Wochen
https://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/291957-warnung-vor-angeblich-totem-mann-auf-der-strasse.html?limitstart=0
und hier vor 4 Wochen
https://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/291887-achtung-unsichere-safes-in-lodges.html#465292
https://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/291793-opuwo-country-lodge-sicherheitslage.html#463910

und dann noch…
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/290662-sicherheit-in-namibia.html?limitstart=0
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/290183-diebstahl-in-otjiwarongo.html?limitstart=0
https://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/289473-namibia-zum-15-mal-erfahrungen-nachdenkliches.html#432059
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/289244-afrika-ist-nichts-fuer-weicheier-namibia-botswana.html?limitstart=0

usw.

da findet man noch viel viel mehr, zum Thema

ebenso grußlos 🙄
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
2'497 Beiträge · seit 201121. März 2017 · #4
Hallo,

wir verbringen seit einigen Jahren unseren Urlaub in Namibia, immer als Selbstfahrer und haben uns noch nie in einer brenzligen Situation befunden. Das mag natürlich auch einfach nur Glück sein, aber wir versuchen uns an gewisse "Grundregeln" zu halten:

Das vollbepackte Auto lassen wir nicht unbeaufsichtigt irgendwo stehen (vor allem nicht in einer Stadt), falls uns mal auf der Landstraße jemand zum Anhalten bringen will, durch Vortäuschen eines Unfalls, durch Gestikulieren, wir hätten irgendwas am Auto oder wer weiß wie, halten wir nicht an, verständigen aber bei allernächster Gelegenheit Polizei, Lodge oder was auch immer kommt.

In Städten haben wir die Türen verschlossen, wir lassen auch die hinteren Türen z.B. an einer Tankstelle verschlossen. Wir haben nichts so im Auto liegen, dass jemand es mit einem Griff durch Tür oder Fenster greifen kann. (Das gilt aber für viele Länder, auch in Europa)

Wir lassen in Unterkünften Bargeld, Reisepass, sonstige wichtige Dokumente ... nicht im Zimmer, auch nicht im Safe, wenn wir weggehen.

Besuche in Townships machen wir mit einem erfahrenen Guide, nicht alleine und wir laufen nachts nicht alleine durch Windhoek. Andere sagen, das gilt auch für Swakopmund, da laufen wir aber auch bei Dunkelheit zu Fuß von der Unterkunft zum Restaurant.

Bei der Übernahme des Autos (bei uns mitten in der Stadt) stellen wir unser Gepäck in das Gebäude und lassen es nicht "am Straßenrand" stehen.

Und ansonsten, Angst ausschalten, gesunden Menschenverstand einschalten, Vorsicht schadet nie, Panik oft.

Viel Freude im Urlaub
Karin

Nachtrag: Wenn Du nie an abgelegenen Orten anhälst, verpasst Du aber das Schönste des Landes. 😗 Gemeint sind sicher eher unbewachte Rastplätze an Überlandstraßen.

Bewachte Shops findest Du außerhalb der ganz großen Städte (wobei in Namibia groß relativ ist) nicht, da bleibt bei unübersichtlicher Lage halt einer am Auto, einer geht einkaufen. Und nie Deinen Namen nennen, sonst muss Du nett verzierte Makalaninüsse mit Deinem Namen an jedem Supermarkt kaufen. Da ist auch schon mal ein zweites oder drittes nein notwendig, aber das ist eher lästig als gefährlich.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
29 Beiträge · seit 201621. März 2017 · #5
Hallo,

uns geht es gerade ähnlich. In jedem Forum, jedem Reiseführer, eigentlich überall liest/hört man diese Warnungen.
das ist traurig, jedoch denke ich, dass das so etwas wie unsere heutige Wahrheit ist. Wir haben 10 Jahre in Madrid gewohnt und dort habe ich mir all die Dinge angewöhnt die das Leben unterwegs (hoffentlich) etwas sicherer machen:

Fahrzeugtüren geschlossen halten
unauffällig kleiden
Schmuck zu Hause lassen
keine großen Bargeldbeträge rumschleppen
Fahrzeug nur auf bewachten Plätzen abstellen
in der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein

Das alles mache ich aber hier in Deutschland ähnlich, zumindest wenn ich in unbekannten Gefilden (Städten) unterwegs bin.

Ich denke, wenn man den gesunden Menschenverstand walten lässt und Augen und Ohren offen hält, passiert auch nichts.

Und sobald man in freier Landschaft ist minimiert sich das Risiko sowieso.

Wir werden ab April 3 Monate durch das südliche Afrika bummeln und ich bin guten Mutes , dass alles gut gehen wird.

Herzliche Grüße
Roland
Es ist an der Zeit aufzubrechen!
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
4'140 Beiträge · seit 200921. März 2017 · #6
Hallo HubAn,
natürlich kommt es gelegentlich zu kriminellen Problemen, aber man muss auch bedenken, dass die Zahl der Touristen ganz erheblich in den letzten Jahren gestiegen ist. Zudem verändert sich auch in Afrika die Welt und das Smartphone hat längst Einzug gehalten und ist in fast jeder schwarzen Hand. Bei fast 50% Arbeitslosigkeit in Windhoek - die exakten Zahlen im Moment kenne ich nicht - steigt durch Geldnot auch die Kriminalität.
Aber: Ich war in den letzten 20 Jahren fast in jedem Jahr im südlichen Afrika und habe bisher außer einem Autoaufbruch im allerersten jahr - war auch meine Schuld, weil ich auf entsprechende Warnungen nicht gehört habe - keine gefährliche Situation erlebt. Ich war halt nie zur falschen Zeit am falschen Ort. Zum Glück! Wenn du die Warnungen, die meine Vorschreiber geraten haben, beachtest, dann kannst du guten Mutes nach Namibnia fahren, dann ist das Land nicht gefährlicher als Madrid oder Rom.
Viele Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
90 Beiträge · seit 201721. März 2017 · #7
Wie schafft man es denn keine großen Geldbeträge mit sich rumzuschleppen, wenn man die auch im Auto und im Hotel nicht lassen sollte? 🤨 Zumindest für Tanken und Eintritt wird man doch Bargeld brauchen? Und ob ich nun 500€ dabei hab oder 5000€ erhöht ja das Risiko überfallen zu werden nicht wirklich, es steht ja nicht auf meiner Stirn wie viel Geld ich in der Tasche hab.
4'140 Beiträge · seit 200921. März 2017 · #8
Hallo,
ich würde mal sagen, du verteilst das Geld. Ich ahae den "größeren" Geldbetrag in meinem Geldbeutel, der ist in der hinteren Tasche, die zudem noch verschließbar ist. Es gibt auch Hosen, die auf der Innenseite eine Tasche haben, an die garantiert keiner ran kommt. Eine weitere Möglichkeit sind Gürtel, die auf der Innenseite einen Reißverschluss haben, in den du dann Geld einstecken kannst. Die gab es mal bei Tschibo zu kaufen.
Den "kleineren" Geldbetrag, also, das Geld, das ich auf der Straße oder am Kiosk schnell mal ausgebe oder dem Carguard gebe, habe ich so in der Hemdtasche oder der Hosentasche stecken, sodass ich nie beim Bezahlen auf der Straße einen Geldbeutel ziehe.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
4'129 Beiträge · seit 200821. März 2017 · #9
Simbolic schrieb:
Fahrzeugtüren geschlossen halten
...
keine großen Bargeldbeträge rumschleppen
Fahrzeug nur auf bewachten Plätzen abstellen
in der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein
das ist in der Praxis nicht durchzuhalten ohne dass es einem den Urlaub verdirbt. Man wird im Alltag immer davon abweichen, kann seine Sicherheitsmaßnahmen aber dann tun, wenn man meint, dass es sich grad als bessere Möglichkeit anbietet.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
2'845 Beiträge · seit 201121. März 2017 · #10
Hallo Tian,

warum sollte ich zB. 5.000,-€ bei mir haben?! Auch 500,- € wirst Du (umgerechnet) an keinem ATM bekommen. Und wenn Du Deinen Betrag aus dem ATM gezogen hast, immer daran denken, sich eine Quittung ausdrucken zu lassen - und sie mitzunehmen! Ansonsten kann ein potentieller Dieb nämlich schon ganz schnell wissen, wie viel Geld abgeholt wurde.

@HubAn,
verhalte Dich so, wie Du Dich in vielen Teilen Europas (zB. Barcelona, Lissabon, Rom, Venedig....) im Urlaub verhalten würdest.
Geld und Karten werden verteilt, man hängt nichts über eine Stuhllehne, Handy gehört nicht in die Po-Tasche, im Auto bleibt NICHTS SICHTBAR liegen, nicht mal ein Handtuch, Pullover oä. (es könnte etwas darunter liegen) Manche Autotüren verriegeln automatisch (wie auch hier) - andere eben nicht. Das holt man dann sofort mechanisch nach. An Ampeln in den Städten werden Autoscheiben hochgefahren.
Bei Beginn der Dunkelheit ist man in der Unterkunft - oder läßt sich mit Taxi chauffieren.
Ja - es erfordert mehr Umsicht als Urlaub in heimischen Regionen! Mir ist allerdings erst ein Mal ein Portemonnaie abhanden gekommen: in Heidelberg! (bei bisher einigen Urlauben im südlichen Afrika)

Gute Reise
Strelitzie

PS. Dies ist meine Meinung und spiegelt lediglich mein Verhalten wider! Mir ist dieser "Aufwand" nicht zuviel, ich fühle mich wohl dabei. 😉
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
1'723 Beiträge · seit 200921. März 2017 · #11
hallo

vieles wurde schon gesagt.. Eine wirkliche 'Wahrheit" zum thema sicherheit gibt es nicht.
Es gibt auf jeder Reise, egal wohin und in welchen Umstaenden landsbezueglich einige Dinge zu beruecksichtigen, vor allen Dingen dann, wenn es ein grosses Wohlstandsgefaelle im entsprechenden Land gibt.

Aber, ich moechte in dieser Sicherheitsdiskussion, die ja in regelmaessigen Abstaenden immer wieder kommt nur eines einfuegen :

IN dem Augenblick, wo du dich unsicher fuehlst, wo du Angst hast zu reisen, kann man dir nur abraten. Erstens halte ich es fuer ziehmlich unentspannt eine Reise zu tun (fuer viel Geld obendrein) in der man ANGST hat. Zweitens glaube ich an sowas wie Murphys law .. ich glaube, diejenigen, die sehr angstvoll und angespannt sind, passiert eher etwas als jemand, der wie ich recht unbedarft durch die Gegend schwebt. Das heisst nciht, dass meine Fuehler nicht arbeiten, aber ich mache mir nicht fuer alles und dauernd einen Kopf und wirke damit vielleicht, wer weiss, souveraener.

Wir sind auf dem Weg in den KTP, meiner Meinung nach, einem riesen Quak entgangen, so gerade eben, das haette echt ganz schoen gefaehrlich ausgehen koennen. war ein riesen Adrenalinschock, aber vorbei war vorbei ..

Auf der letzten Reise, in Luederitz, ist meine Freundin wahrscheinlich einem Ueberfall am Bankautomaten entgangen. Ridgi sei Dank, hatte einer in unserem Team das im Auge und wir konnten reagieren... Okay, muss man immer dran denken, aber ohne das es zu einer Allgegenwaertigkeit wird.

empfehlen, ausser die bekannten Tips und Tricks, kann man dir nicht viel. Hoere auf dein inneres und vertraue dir selber ob du diese Reise machen moechtest und vor allem geniessen kannst.
Ich persoenlich fuehle mich immer noch sehr sicher im suedlichen afrika...
Good vibrations

Viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
4'129 Beiträge · seit 200821. März 2017 · #12
Miss Ellie schrieb:
IN dem Augenblick, wo du dich unsicher fuehlst, wo du Angst hast zu reisen, kann man dir nur abraten. Erstens halte ich es fuer ziehmlich unentspannt eine Reise zu tun (fuer viel Geld obendrein) in der man ANGST hat. Zweitens glaube ich an sowas wie Murphys law .. ich glaube, diejenigen, die sehr angstvoll und angespannt sind, passiert eher etwas als jemand, der wie ich recht unbedarft durch die Gegend schwebt. Das heisst nciht, dass meine Fuehler nicht arbeiten, aber ich mache mir nicht fuer alles und dauernd einen Kopf und wirke damit vielleicht, wer weiss, souveraener.
Ja.
Und in Bezug auf die offensichtlich verkrampfte Haltung, die manch ein Tourist auf den Straßen Windhoeks zeigt, sieht es dann nicht nur nach Murphy's Law sondern auch nach "selffulfilling prophesy" aus...

Grüße lilytrotter

Und nicht, dass einer denkt, wir seien bisher ungeschoren davongekommen... 😐
...und mehrere Versuche haben wir auch schon ähnlich, wie es Miss Ellie beschreibt, an uns "vorbeiziehen" lassen können...
...froh, dass wir zufällig für bestimmte "Merkwürdigkeiten" genug Aufmerksamkeit hatten...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. März 2017
1'042 Beiträge · seit 201621. März 2017 · #13
Burschi schrieb:
Ich habe den "größeren" Geldbetrag in meinem Geldbeutel, der ist in der hinteren Tasche, die zudem noch verschließbar ist.
Ich habe mein Geld nie da, wo es jeder vermuten würde... also ist der kleinste Teil des Bargeldbetrags im Geldbeutel.
Burschi schrieb:
Es gibt auch Hosen, die auf der Innenseite eine Tasche haben, an die garantiert keiner ran kommt. Eine weitere Möglichkeit sind Gürtel, die auf der Innenseite einen Reißverschluss haben, in den du dann Geld einstecken kannst. Die gab es mal bei Tschibo zu kaufen.
Es gibt viele Möglichkeiten das Geld am Körper zu tragen und dennoch versteckt zu haben.
Was mir aber auch wichtig ist (wichtiger als der kümmerliche Betrag im Geldbeutel) sind Papiere, Führerschein, Kreditkarte... das habe ich dann auch sinnvoll "versteckt".
Burschi schrieb:
Den "kleineren" Geldbetrag, also, das Geld, das ich auf der Straße oder am Kiosk schnell mal ausgebe oder dem Carguard gebe, habe ich so in der Hemdtasche oder der Hosentasche stecken, sodass ich nie beim Bezahlen auf der Straße einen Geldbeutel ziehe.
Ein paar kleinere Scheine (wobei richtig große gibt es in Namibia ja eh nicht) und etwas Kleingeld in der Hosentasche ist wirklich nicht schlecht...

Sollte man aber wirklich mal überfallen werden oder einem richtig gutem Taschendieb begegnen ist der Geldbeutel in der Regel weg. Jemand der (mit Meinungsverstärker) nach dem Geldbeutel fragt, wird er den in der Regel auch bekommen. Wer setzt schon seine Gesundheit oder sein Leben aufs Spiel wegen ein paar N$ oder €uro? Bzw. beim Taschendieb bemerkt man das in der Regel gar nicht, während der Geldbeutel verschwindet.

Rucksäcke werden ja auch gerne ausgeräumt, während man die auf dem Rücken trägt... daher im Zweifel lieber vor dem Bauch tragen!

Das gilt jetzt aber allgemein und soll nicht bedeuten, dass ich das Risiko in Namibia als besonders hoch einschätzen würde.

Gruß Markus
33,1k Beiträge · seit 200621. März 2017 · #14
Hallo Tian,
Wie schafft man es denn keine großen Geldbeträge mit sich rumzuschleppen, wenn man die auch im Auto und im Hotel nicht lassen sollte? 🤨 Zumindest für Tanken und Eintritt wird man doch Bargeld brauchen?
Du brauchst im Prinzip für Kleinigkeiten (Souvenirs...) und Treibstoff Bargeld, ansonsten für gar nichts. Du kannst hier, ähnlich wie in den USA, wirklich alles mit Kreditkarte zahlen und ansonsten eben den aktuellen Bedarf aus dem Geldautomaten ziehen.
Wenn es zu Diebstählen bei Touristen kommt, dann sind es häufiger "Insider-Jobs". Der freundliche Mitarbeiter der Wechselstube gibt seinem nicht ganz so freundlichen Bekannten einen Tipp, dass gerade Touristen in Safari-Outfit 30.000 Namibia Dollar eingetauscht haben...
Es gab vor einigen Wochen wieder so ein Fall. Da wurde die Tür des Mietwagens irgendwo an einer Kreuzung in Windhoek aufgerissen und der Rucksack entwendet. Es waren (angeblich) N$ 80.000 und 3000 Euro darin. Da kann ich nur sagen: Selber Schuld!

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201221. März 2017 · #15
.
zuletzt bearbeitet 15. März 2018
18 Beiträge · seit 201621. März 2017 · #16
Mal hierzu ne Frage:
Welche Bargeldmenge ist denn sinnvoll?
Also konkretes Beispiel:
Lodges sind alle gebucht und vorab bezahlt.
Ich brauche also Geld für Benzin und ggf. Kleinigkeiten (Wasser, Kekse, etc) im Supermarkt.
Ausflüge (also Gamedrives bei den Lodges) kann ich ja sicherlich mir Karte zahlen. Genauso wie die Getränke/das Abendessen in den Lodges.

Also sagen wir mal:
Tour von Windhoek nach Swakopmund (ca. Halbzeit der Tour) mit geschätzten 2.500 km zu fahren (laut Google-maps). Macht bei 10 Liter/100 km also so um die 250 Liter Sprit. Bei 11 N$ je Liter sind das 2750 N$ (also ca. 200 €).
Das wird wohl der größte Posten sein.
Da das Limit ja oft bei 2.000 oder 4.000 N$ - Dollar liegt (stimmt das?) sollten diese 4.000 N$ auch zunächst reichen.
Oder ist das viel zu viel?
16,9k Beiträge · seit 201221. März 2017 · #17
.
zuletzt bearbeitet 15. März 2018
4'129 Beiträge · seit 200821. März 2017 · #18
frontloop schrieb:Mal hierzu ne Frage:
Welche Bargeldmenge ist denn sinnvoll?
Also konkretes Beispiel:
Lodges sind alle gebucht und vorab bezahlt.
Ich brauche also Geld für Benzin und ggf. Kleinigkeiten (Wasser, Kekse, etc) im Supermarkt.
Ausflüge (also Gamedrives bei den Lodges) kann ich ja sicherlich mir Karte zahlen. Genauso wie die Getränke/das Abendessen in den Lodges.

Also sagen wir mal:
Tour von Windhoek nach Swakopmund (ca. Halbzeit der Tour) mit geschätzten 2.500 km zu fahren (laut Google-maps). Macht bei 10 Liter/100 km also so um die 250 Liter Sprit. Bei 11 N$ je Liter sind das 2750 N$ (also ca. 200 €).
Das wird wohl der größte Posten sein.
Da das Limit ja oft bei 2.000 oder 4.000 N$ - Dollar liegt (stimmt das?) sollten diese 4.000 N$ auch zunächst reichen.
Oder ist das viel zu viel?
Klar reicht das erstmal - und wenn es zur Neige geht, suchst du den nächsten ATM... 😁

so machen wir es meist - es sei denn wir "wissen", dass wir wohl schlecht an geld kommen auf der geplanten Strecke und entsprechende Ausgaben vor uns liegen - dann nehmen wir mehr mit, vom ATM - oder von mehreren ATM...an 2 Tagen nacheinander...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'794 Beiträge · seit 201321. März 2017 · #19
Hallo, auch ich würde mich aus unserer Erfahrung nicht darauf verlassen, dass mit KK oder ATM immer alles klappt 😉 !

Man muss ja keine Unsummen mitschleppen, aber das Bargeld ist oft schneller alle als man denkt!

Wann man nicht verpfiffen wird, ist man ein Zufallsopfer und dann sind halt statt 300€ leider 500€ weg!

Außerdem möchte ich meinen wertvollen Urlaub nicht am ATM etc. verbringen...da habe ich genug Touristen kennengelernt, welche sich damit fast den Urlaub verdorben haben oder abgezockt worden sind!

LG NOGRILA
235 Beiträge · seit 201621. März 2017 · #20
An jedem Stand für Reiseacessoires, aber auch am Flughafen, gibt es flache Gürteltaschen. Ich achte darauf, das diese an der Rückseite wasserdicht ist, falls ich sie direkt auf der Haut trage wegen Schwitzen. Sonst klebt der Inhalt. In diesen verstauen wir Reisepapiere und Notgroschen samt Kreditkarten. Da die Oberbekleidung nicht eng anliegt, sieht man auch nicht was darunter ist. Ansonsten liegt im Auto nie sichtbar etwas wertvolles herum, selbst die Kamera ist nicht in einer teuren Spezialtasche, sondern in einem Insert in einer einfachen Reisetasche "versteckt". Das Insert schützt den Inhalt und der Tasche sieht man nicht an was drin ist. Natürlich ist das auch eine simple einfache Tasche. Auch am Körper trage ich die Cam nie in einer speziellen Fototasche.