ACHTUNG: Unsichere Safes in Lodges

14 Antworten · 6'901 Aufrufe · gestartet 23. Feb. 2017 von rhh64
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Themenstarter983 Beiträge · seit 201123. Feb. 2017 · #1
Hallo zusammen,

ich bin mir absolut sicher, dass mir in Namibia in der Fish River Lodge Geld gestohlen wurde!

Wir hatten Geld wie folgt im Lodge-Safe deponiert:

Börse 1: in dieser waren 2 abgezählte Geldbündel in €, die mit Gummis gebunden waren. Es waren 2 fixe Beträge, die zur Barzahlung einer fixen Summe an anderer Stelle der Reise vereinbart waren.

Börse 2: NAD und €, die zur Bezahlung vor Ort bei allen weiteren Gelegenheiten verwendet wurden.

Nach dem Lodge-Besuch fehlten aus Börse 1 aus jedem Geldbündel 1 Schein: 1 Hunderter und 1 Fünfziger. Ich habe mich noch nie verzählt. Ich zähle fixe Summen immer 3 Mal!

Aus Börse 2 fehlte ebenfalls eine Summe, wie viel kann ich nicht genau sagen, da ich diese Scheine nur alle paar Tage gezählt habe (ich schätze ca. 200 €).

Wie ist das Geld verschwunden?

3 Möglichkeiten:

1. Ein Angestellter hat es entwendet nach dem Motto "ich nehme nicht alles, sondern überall nur etwas Geld, dann fällt es nicht auf". Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass der Tresor bei Ankunft verschlossen war. Wir baten dann, dass man uns den Tresor mit dem Master-Key öffnen möge. Der nicht-europäisch stämmige Angestellte erklärte, es dauere noch ein paar Stunden bis der Hotel-Manager mit dem Master-Key kommt, da dieser unterwegs sei. Zu unserem Überraschen tauchte der besagte Angestellte 5 Minuten später mit dem Master-Key auf, öffnete den Tresor und forderte uns auf, das neue Safe-Passwort in seinem Beisein einzugeben. Ich forderte ihn auf zu gehen; er bestand aber darauf, dabei zu sein, damit ich es richtig mache. Ich habe dann ein Passwort eingegeben und nach seinem Verschwinden aber wieder geändert. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass ein einfacher Angestellter Zugang zum Master-Key aller Gäste-Safes erhält. Ich kenne es aus ähnlichen Situationen der Vergangenheit immer nur so: Der Hotelmanager gibt niemandem den Master-Key, trägt für diesen die alleinige Verantwortung und kommt immer persönlich, wenn der Safe zu öffnen ist. Möglichkeiten sich im Zimmer, ohne das es bemerkt wird, aufzuhalten, gibt es besonders bei den von der Lodge organisierten Ausflügen. Dann ist man im Canyon für mehrere Stunden und weit weg vom Zimmer.

2. Jemand, der nicht zum Hotel gehört, hat das Geld genommen. Ich frage mich dann aber, wie diese Person den Tresor hat öffnen können.

3. Ein Wunder oder ähnliches ist geschehen 😄

Wir haben für uns die Konsequenz gezogen, noch weniger Bargeld als bisher auf Reisen mitzunehmen und in derartigen Safes kein Bargeld mehr zu deponieren.

Die Sicherheit von Hotel-Safes ist wohl unterschiedlich zu beurteilen: Kleine Lodge in Afrika, wie die Fish River Lodge, gegenüber Business-Hotel in deutscher Großstadt. Ich werde mir also vorab sehr gut überlegen, ob ich in den jeweiligen Safe Bargeld reinlege oder nicht.

Mein Beitrag soll euch bei der Nutzung derartiger Safes in Lodges sensibilisieren. Vielleicht hat jemand von euch in der Fish River Lodge oder einer anderen Lodge in Namibia ähnliche Erfahrungen gemacht!?

Die Reaktion des Managements der Fish River Lodge war übrigens wenig Kunden orientiert. Man könnte die Botschaft als "Pech gehabt" grob umschreiben. Ich kann nicht beweisen, dass ein Angestellter der Lodge der Täter war. Somit behaupte ich es auch nicht!
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2017
2'610 Beiträge · seit 200723. Feb. 2017 · #2
Hallo,

zuerst einmal ist das verdammt ärgerlich, wenn so etwas passiert!

Ja genau, jetzt kommt das ABER 😉 - ich habe vor Monaten einen Bericht gesehen, da wurden in D und auf Mallorca diese Hotelsafes getestet! Ergebnis - niemals würde ich noch Geld in einen Safe legen. Das ist so easy da Geld heraus zu holen.

Danke, dass du alle hier gewarnt hast!

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
545 Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #3
Hallo,
Danke erstmal für die Info!
Ich glaube das was du schilderst relativ häufig vorkommt in Namibia, leider.
Weil eigentlich ist es der perfekte Diebstahl. Man kommt zurück öffnet den Safe, ein Blick alles noch drin, super!
Wenn vemeintlich noch alles drin ist wiso sollte man dann auch Nachzählen.
Man reist ab, räumt den Safe und merkt es tatsächlich nicht wenn ein/zwei Scheine fehlen, bestenfalls wundert man sich wie schnell man doch im Urlaub sein Geld ausgeben kann.
Wenn man es doch irgendwann feststellen kann, weiß man eh nicht mehr wo das Geld einen anderen Besitzer gefunden hat.
Und man würde sicherlich an alles denken nur nicht an einen Verlust aus einem Safe.
Ich halte diesen Hinweis von dir für sehr Wertvoll für alle, aber besonders auch für alle "Neulinge", die in diesem Jahr Namibia zum Boomurlaubsland machen. Denn alle neuen, die noch ziemlich geflasht sind werden gute Beute der kleinen und großen Diebe und Betrüger werden!
Noch einen kleinen Tipp am Rande, ich Zahle immer alles was ich in einen Beherbungsbetrieb konsomiere cash!
Und trotzdem habe ich beim Auschecken Getränke, Essen oder gar Zigaretten auf das Zimmer geschrieben bekommen, nein Fehler passieren immer, aber bei einer Häufigkeit wie es in Condwana Lodges passiert gibt einem immer zu Denken. Natürlich zahle ich diese Beträge nicht, auch wenn es nur ein Bier oder Glas Wein war, aber es ist beim Auschecken immer recht nervig rumzudiskutieren. Hier muß man mal den Einheimischen (egal welcher Hautfarbe!) klar Kante zeigen, das Touris zahlende Gäste und keine Milchkühe sind!
Einträchtliche Grüße
33,1k Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #4
Hi rhh64,

Deine Erklärung 1 ist sicher die Richtige. Leider.
Ich weiß schon, warum ich nie etwas in die Hotelsafes, wo auch immer auf der Welt, tue. Und ich weiß, warum ich nie Bargeld dabei habe. Der sicherste Ort erscheint mir, wenn man außerhalb von Ortschaften ein Fahrzeug dabei hat, es auch dortrein zu tun. So handhabe ich es beispielsweise mit meinem Notebook etc., wenn ich mit dem Auto auf Reisen bin.

Viele Grüße & Kopf hoch
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'723 Beiträge · seit 200923. Feb. 2017 · #5
nie und nimmer benutze ich die safes .. man braucht wirklich keine grossen kriminelle faehigkeiten um die aufzumachen und obendrein, wenn irgentwo ein General Key rumliegt, wird es noch schwammiger ..

ich habe auch selten bargeld dabei .
mir sind mal in Kenya 800 (damals noch ) Deutsch Mark aus dem Safe geklaut worden. ist mir erst am Flughafen aufgefallen, als ich auf das Bargeld zurueck greifen wollte.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
16,9k Beiträge · seit 201223. Feb. 2017 · #6
Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass der Tresor bei Ankunft verschlossen war...

Das war bei uns in der Fish River Lodge ganz genau so! Allerdings wurden wir misstrauisch und haben wir dann auf den Safe verzichtet und alles "am Mann" gehabt.

Sieht für mich nach einem gut florierendem Geschäftsmodell aus...

LG
Logi
1'794 Beiträge · seit 201323. Feb. 2017 · #7
Hallo in die Runde, was bringt den "Betrügern" ein bei Ankunft abgeschlossener Safe nun eigentlich 😉 ?

Selbst wenn ich den Code später ändere oder keiner bei der Eingabe zu schaut... 🙁 , scheint es doch mit Main Key oder, oder, oder... leicht zu sein ihn zu öffnen!

Grübelnde Grüße
Norbert Wagner
454 Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #8
wenn er zu ist und der gast kommt um ihn oeffnen zu lassen, wissen sie dass er etwas reingeben will....also lohnt sich schon mal nachzuschauen....und es ist seit jahren so dass immer nur ein paar scheine genommen werden, da 98% nicht nachvollziehen koennen ob da jetzt wirklich etwas fehlt oder nicht....und die die es koennen werden so beredet, dass sie dann nicht mehr wissen ob es jetzt wirklich etwas war oder vllt schon bei der vorherigen unterkunft etc etc etc....und eine anzeige macht man auch nicht, da keiner den halben tag auf der naechsten polizei stehen will....also wird es das weiterhin geben, wie schon seit 30 jahren....
1'794 Beiträge · seit 201323. Feb. 2017 · #9
...und wenn man sich den Safe nicht öffnen lässt, wissen sie dass das Geld woanders zu suchen ist 😗 !

LG NOGRILA
2'845 Beiträge · seit 201123. Feb. 2017 · #10
Hallo,

vielen Dank für die Warnung!
Kleine Episode am Rande:
Ich nutze in Afrika nie den Safe, auch bei unserer ersten Reise vor etlichen Jahren nach Namibia nicht. Wir hatten am Airport am ATM Geld gezogen und ich wusste genau, wie viel. In der zweiten Unterkunft dann der Schock- alle Nam$ weg.... es waren nur Südafrikanische Rand im Portemonnaie! Davon hatte ich auch welche von zu Hause mitgenommen.
Nachdem ich 3x nachgezählt hatte, fiel wörtlich der Groschen 😊 - wir hatten gar keine Nam$ bekommen! Der Automat hatte nur Rand ausgegeben.... 😗
Dies vielleicht auch als Hinweis an die "Newbies"

Viele Grüße
Strelitzie
7'296 Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #11
... Heise security hat vor einiger Zeit mal Hotelsafes getestet. Bei einem Großteil war der werkseitige Master Key nicht geändert worden. Diesen findet man leicht im Internet, wenn man den Typ des Safes kennt.
Erschreckenderweise bestand der werkseitige Master Key häufig sogar aus lauter Nullen.

Wenn dies der Fall ist, kann jeder Angestellte mit Zugang zum Zimmer auch ganz einfach den Safe öffnen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
284 Beiträge · seit 201423. Feb. 2017 · #12
Ich nutze den Safe nur selten, aber wenn, dann stecke ich alles in einen eigenen Beutel mit Schloss. Das schützt vor zwar nicht davor, dass eventuell alles weg ist, aber es geht nicht spurlos etwas zu entnehmen. Ich hoffe darauf, dass es Insidern zu riskant ist deutliche Spuren zu hinterlassen, zumal gerade auf entlegenen Lodges der Insiderkreis ziemlich beschränkt ist.

Auf meiner gerade beendeten Reise waren viele Gruppenmitglieder Recht unbesorgt und haben auch Fenster und ähnliches weit offen gelassen, würde ich nie tun. Bei zwei Vorfällen, jemand hatte den Geldbeutel im Zimmer liegen lassen und mir ist das Handy am Frühstückstisch aus der Hose in den Sessel gerutscht, hat sich das Personal aber vorbildlich verhalten.

Irgendwo (finden ich gerade nicht wieder) hab ich Mal gelesen, dass gerade in Backpacker(sammel)unterkünften die größte Diebstahlsgefahr von anderen Reisenden ausgeht.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
1'115 Beiträge · seit 201023. Feb. 2017 · #13
Ich habe immer Bargeld bei mir. Gerade in Afrika, wo immer wieder weder die CC Maschine noch der ATM funktionierend als gegeben sind, eine absolute Notwendigkeit. ABER: Wie schon meine Grossmutter immer gesagt hat, nie alle ins gleiche Körbchen legen (Ihr einziges Einkommen waren die Eier Ihrer Hühner - somit kamen nie alle Eier ins gleiche Körbchen - nicht wegen dem stehlen, aber wegen dem zerschlagen .....). Das heisst: Das Geld ist verteilt auf uns zwei Personen und zwar an verschiedenen Stellen. Sollte mal ein Diebstahl passieren, dann ist der Schaden begrenzt. Und Geld, wie auch Ausweise und volle Foto-Speicherkarten werden nun mal NIE in einem Zimmer gelassen wenn niemand anwesend ist. Das ganze gilt übrigens nicht nur für Afrika......
Gruss Rajang
Themenstarter983 Beiträge · seit 201126. Feb. 2017 · #14
Logi schrieb:Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass der Tresor bei Ankunft verschlossen war...

Das war bei uns in der Fish River Lodge ganz genau so! Allerdings wurden wir misstrauisch und haben wir dann auf den Safe verzichtet und alles "am Mann" gehabt.

Sieht für mich nach einem gut florierendem Geschäftsmodell aus...
Hallo Logi,

meine Theorie ist so gedacht: Man verschließt die Tresore häufig, so dass viele Gäste darum bitten, mit dem Master Key den Tresor öffnen zu lassen. Dann bekommt Person X häufig den Master Key, öffnet bei Gast A, wie gewünscht den Tresor, und geht dann zu Gast B, der am Vortag angereist ist und aktuell bei einem Ausflug unterwegs ist, um dort den Tresor zu öffnen und mit ein paar Scheinen weniger wieder zu verschließen. Wir wurden dann am Folgetag besucht und erleichtert, als ein anderer Gast angereist war und ebenfalls um das Öffnen des Tresors bat ... Ist aber, wie gesagt, keine Behauptung, sondern nur eine Theorie ... 😎

P. S. Da wir in den nächsten 2-3 Jahren andere Reiseziele außerhalb von Afrika bereisen werden, werde ich in den nächsten Jahren nur noch selten bis gar nicht hier im Forum präsent sein. Aber eines Tages reisen wir wieder nach Namibia - das steht fest!
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2017
90 Beiträge · seit 201726. Feb. 2017 · #15
Ich kenne es aus anderen Gegenden der Welt nur so, dass es einen Sicherheitsbeauftragten gibt der mit dem Generalschlüssel und min. 2 weiteren Personen zur Öffnung kommt. Mag in einer kleinen Lodge natürlich anders sein als in einem großen 5 Sterne Hotel.
1x hat die Öffnung mit dem Generalschlüssel auch nicht funktioniert. Es war dann ein externer Handwerker rund 30 Minuten dabei das Ding aufzubohren.