Bekanntes, Unbekanntes und eine gerissene Serie

Reisebericht 24 Antworten · 5’251 Aufrufe · gestartet 08. März 2024 von dergnagflow
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200708. März 2024 ·
Hi,
da wir auf unserer letzten Reise einige neue Dinge entdeckten, die ev. nicht ganz so auf der "Bucketlist" stehen, wollte ich euch doch wieder ein wenig teilhaben lassen und dem einen oder anderen eventuell hilfreiche Tipps geben.

Wir waren von 2.2. bis 19.2.2024 wieder einmal (ich bereits zum 7.Mal) in Namibia und hatten uns folgende Route vorgenommen:
Windhoek - Sesriem - Mirabib - Gobabeb - Swakopmund - Mile 108 - Rhino Ugab Camp - Mowani Mountain Camp - EHRA Camp - Timbila - Windhoek.

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Geflogen sind wir wieder mit Ethiopian von Wien über Addis. Kosten waren ~ 740 Euro p.P. mit einem Sitz am Notausgang für den Rückflug ADD-VIE. Wie schon bekannt, wurde der Leg ADD-WDH-ADD mit einer B737-800 MAX geflogen.

Unterwegs waren wir mit zwei Landcruisern von Savanna mit Bushcamper Ausstattung. Die hatten wir zu einem wirklich guten Preis gemietet, allerdings gab es auch die einen oder anderen Problemchen (bei mir) bzw. wirkliche Probleme bei meinem Mitfahrer.

Es war diesmal wieder eine Mischung aus altbekanntem und neuen Dingen, die wir ausprobieren wollten. Bewusst keine "kilometerfressende" Tour, sondern mitunter auch wirklich kurze Etappen, um entweder vorher noch den Platz zu genießen oder dann schon früh am nächsten Platz zu sein. Ein bisschen mehr an "wilden" Plätzen kann es das nächste Mal wieder sein, aber es war durchaus OK.

Es geht gleich los mit dem Hinflug.
In Wien-Schwechat beklagt sich ein Mann direkt vor mir über die Sicherheitsmaßnahmen und beschwert sich beim Sicherheitsmenschen, dass er das als Schikane empfindet, was das soll, etc. Dabei wollte/musste der nur einen Blick in die Fototasche werfen und dann den Fotoapparat abwischen um einen der random-mäßigen Sprengstofftests zu machen. Er blieb auch ganz ruhig und erklärte seine Vorgehensweise, als der Passagier dann plötzlich meinte: "ja und den Zünder hab ich in meiner Hand".
Ich hab ja keine Ahnung, warum man auf einem Flughafen solche Scherze machen muss, aber binnen 20 Sekunden war die Polizei da, die dann weniger erheitert war. Keine Ahnung, ob die da irgendwo einen Knopf haben, den sie drücken, damit Unterstützung kommt.
Na, ja. Der Rest des Fluges war ereignislos, Umsteigen in Addis mit einem Kaffee und die 737 war dann ca. zu 2/3 besetzt. Der bei der Buchung in der Mitte freigelassene Sitz blieb auch frei, was unsere Bewegungsfreiheit ein wenig erhöhte.

Wie in den letzten Jahren hab' ich die Zeiten dann mitgeschrieben, die wir nach der Landung gebraucht hatten.

Landung: 13:45
Aussteigen: 13:58
Immigration erledigt: 14:12 (das war wirklich schnell, wir sind vor den beiden Airlink Fliegern angekommen und es waren alle Schalter besetzt).
Koffer erhalten: 14:15 (war ebenfalls rekordverdächtig schnell)
Abfahrt Flughafen: 14:55 (nach Geldbehebung und Sim Karten Erwerb beim MTC Schalter. Edit: und einer Extraschleife inkl. extra Auspacken und wieder Einpacken meiner beiden Koffer beim namibischen Zoll)
Ankunft Savanna: 15:32
Abfahrt Savanna: 17:40 (hatten zwei Autos übernommen, ein paar Reklamationen, dadurch dauerte das alles ein wenig länger)
Ankunft Spar: 17:45
Abfahrt Spar: 18:55
Ankunft Hotel Uhland: 19:15

Beim Einkaufen organisierten wir zuerst im Bottle Shop die Getränke und mussten danach ca. 15 Minuten einen extremen Wolkenbruch abwarten, damit wir sie dann halbwegs trocken einräumen konnten. Ganz trocken bin ich dabei allerdings nicht geblieben, was mir danach im Spar dann durch die Klimaanlage eine ordentliche Erkältung beschert hat.

Abends waren wir noch auf einen Happen im Joes um gegen 22:00 Uhr dann müde bei Nieselregen in die Betten zu fallen.

Fotos erspare ich euch, ihr wisst ohnehin, wie Flugzeuge aussehen 😉

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 11. März 2024
152 Beiträge · seit 201709. März 2024 ·
Hallo Wolfgang.
Da Ihr dieselbe Fluglinie, die Erstunterkunft und Restaurant in Windhuk wie bei unserer geplanten Ersttätertour im April hattet, danke ich dir für die beschriebenen Zeiten. Das entspannt meine Reiseplanung ein wenig. Da wir keine Selbstversorger sind, brauche ich nicht den Sparladen , sondern nur den Bottleshop in Windhuk am selben Tag aufsuchen. Am nächsten Tag werde ich dann in Rehoboth Getränke und Nahrungsmittel für den kleinen Hunger zwischendurch kaufen.
Gruß
Olaf
1’956 Beiträge · seit 201109. März 2024 ·
Hallo Wolfgang, ich bin auch sehr interessiert.
Wann seid ihr von Wien gestartet? Ich überlege auch Ethiopian im November. Lufthansa bietet da aber auch interessante Flugzeiten und ist sogar preislich ok. Wie war der Flug VIE-ADD bzw. retour besetzt? Ist da eine kleinere Maschine?
Ich flog vorigen November mit Qatar, die bieten aber ab Wien nichts mehr an; zumindest finde ich für November nichts.
Bin schon gespannt auf deine Camps.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200710. März 2024 ·
Hi Solitaire,
solitaire schrieb:
Wann seid ihr von Wien gestartet? Ich überlege auch Ethiopian im November. Lufthansa bietet da aber auch interessante Flugzeiten und ist sogar preislich ok. Wie war der Flug VIE-ADD bzw. retour besetzt? Ist da eine kleinere Maschine?
Abflugzeit in Wien ist (für mich perfekt) 22:50 oder so. Geflogen wird mit einer 787 oder auch einer 777.
Flüge waren bis dato immer zu 100% ausgelastet (außer Jänner 2022, aber da war noch Corona-Zeit).
Beim Hinflug ist auch die Umsteigezeit mit ca. 2 Stunden OK, beim Rückflug ist sie mit ca. 4,5 Stunden bisserl mühsam lang.

LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 10. März 2024
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200711. März 2024 ·
Tag 1 - 3. Februar 2024, Windhoek - Sesriem

In der Früh gibt's eine kleine unschöne Überraschung. Als ich die Kabine hinten öffne, sehe ich, dass der Dauerregen in der Nacht Wege in den Aufbau gefunden hat und eine große Wasserblase von der Decke herunterhängt.

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Zum Glück ist das Wasser nicht wirklich durchgeronnen, wir hatten alle Einkäufe wegen des Regens einfach hinten "hineingeschmissen" um sie heute ordentlich einzuräumen. Bis auf die paar Tropfen, die man sieht, hielt die Zeltplane dicht und ich konnte das Wasser dann hinauskippen. Oben war die Matratze ebenfalls ein wenig feucht und im Bereich vom Kocher sowie im unteren Stauraum hatte sich ebenfalls Wasser angesammelt. Für Dauerregen sind die Canopys offenbar dann nicht gemacht. Aber es trocknete dann ohnehin alles recht rasch wieder.

Nachdem wir dann gemütlich alles eingeräumt, die Koffer im Hotel Uhland verstaut und getankt hatten, fuhren wir die geplante Strecke Richtung Süden.

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Wir fahren gerne da durch's "Gemüse" und nicht auf der B1. Erstens ist viel weniger Verkehr und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit auf ein paar Sichtungen weitaus größer. Es liefen knapp vor uns (kleiner Schreckmoment) auch wieder Kudus über die Straße, wir sahen einen großen Leguan, eine Schildkröte und unglaublich viele Affen. Nie zuvor hatte ich in einem Urlaub so viele Affen gesehen, wie in diesem. Am Weg sahen wir auch heftige Schauer, durch einen fuhren wir auch durch.

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In Sesriem selbst hatte es nur ganz leicht genieselt, sodass wir auch auf der Campsite (Sesriem Oshana Camp) kein Problem hatten.

Das hatte ich allerdings mit der Eingangstüre der Kabine. Offenbar wurden hier neue Verschlüsse zum Verriegeln von Innen eingebaut, bei denen wir Betatester waren. Die innen an der Seite befestigten Leitern arbeiteten sich trotz Verzurrens nach hinten und verschlossen mit dem oberen Verschluss die Eingangstüre. Keine Chance, hier die Türe zu öffnen. Wir montierten die Gasflaschen ab, um besseren Zugang zu erhalten, versuchten mit Schraubenziehern, Zangen oder anderem Werkzeug durch den schmalen Spalt etwas auszurichten, am Ende half leider nur Gewalt. Damit war der obere Verschluss unwiderbringlich zerstört, allerdings konnten wir dann endlich die Eingangstüre öffnen. Wirklich schließen von Innen ging allerdings nicht, wir verwendeten dann mitgebrachte Zurrgurte, um sie zumindest gegen leichtes unbefugtes Öffnen in der Nacht zu sichern. Allerdings blieb immer ein Spalt offen.

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So sollte das Aussehen (bei Peter war das so), bei mir fehlte die Konterschraube mit dem schwarzen Hut komplett, ich hatte also ohnehin nur diesen kleinen roten Hebel mit der metallenen Öse. Kein wirklich gutes System, um die Türe von Innen komplett schließen zu können. Aber mei, TIA. Von sowas ließen wir uns die Laune nicht verderben, machten es uns Abends gemütlich und gingen bald schlafen.
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zuletzt bearbeitet 18. März 2024
1’061 Beiträge · seit 200611. März 2024 ·
Servus Wolfgang

Da bin ich sehr gerne dabei bei deinem Bericht. 🙂
dergnagflow schrieb:
Wie in den letzten Jahren hab' ich die Zeiten dann mitgeschrieben, die wir nach der Landung gebraucht hatten.

Landung: 13:45
Aussteigen: 13:58
Immigration erledigt: 14:12 (das war wirklich schnell, wir sind vor den beiden Airlink Fliegern angekommen und es waren alle Schalter besetzt).
Koffer erhalten: 14:15 (war ebenfalls rekordverdächtig schnell)
Abfahrt Flughafen: 14:55 (nach Geldbehebung und Sim Karten Erwerb beim MTC Schalter)
Ankunft Savanna: 15:32
Abfahrt Savanna: 17:40 (hatten zwei Autos übernommen, ein paar Reklamationen, dadurch dauerte das alles ein wenig länger)
Ankunft Spar: 17:45
Abfahrt Spar: 18:55
Ankunft Hotel Uhland: 19:15
Sehr interessant. Da sieht man mal wieder gut, wie viel Zeit das einfach alles braucht und ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke, was für abenteuerliche Vorstellungen manche haben, wenn sie ihren Ankunftstag so planen und das Gefühl haben, noch bis was weiss ich wohin zu fahren. 😉

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200711. März 2024 ·
Hallo Sam,
ja, man unterschätzt manche Dinge und überschätzt dann dafür wieder andere.
Was ich total vergessen habe (und was ich im Ursprungspost noch ändern werde): uns hat man bei der Einreise nach dem Durchleuchten des Gepäcks (wieder) nach nebenan zum Auspacken geschickt. Ich hab halt jedes Mal soviel "seltsames" Equipement dabei, das sie sich offenbar gerne anschauen. Hat mit Auspacken, bisschen reden und mühsam wieder einpacken sicher auch 15 Minuten gedauert. Daher war die Zeit von "Koffer erhalten" bis "Abfahrt Flughafen" relativ lang.
lg Wolfgang
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Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200718. März 2024 ·
Tag 2 - 4.2.2024, Sesriem / Sossusvlei

Heute ging's wieder früh los zum Sonnenaufgang, diesmal war das Ziel die Dune 40. Bei der Querung des Tsauchabs auf der Asphaltstraße fuhren wir tatsächlich durch ca. 5 cm hohes Wasser, Ergebnis der gestrigen offenbar sehr ergiebigen Regenfälle weiter östlich.

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Wir kletterten ein wenig die Düne hoch und machten wie immer zuviele Fotos. Dieses Mal aber wieder ohne Nebel.

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Danach fuhren wir zum Dead-Vlei Parkplatz weiter. Im Gegensatz zu 2022 waren diesmal sehr viele andere Menschen hier. Größtenteils mit eigenen Fahrzeugen aber auch mit den Shuttles. Plan war, dieses Mal Big Daddy zu bezwingen und anschließend hinunter ins Dead Vlei zu gehen. Angesichts der Massen fasste ich den perfiden Plan in das links der ersten Düne befindliche Tal zu gehen und von weiter hinten auf die Düne zu marschieren. Dort - so meine Kalkulation - gingen weniger Menschen und falls wir es nicht zum Top-of-the-dune schaffen würden, könnten wir einfach überall hinunter ins Dead Vlei absteigen.

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ACHTUNG: macht das nicht nach!

Anfangs war der Plan noch gut, allerdings beim Aufstieg machte sich schon bemerkbar, dass keinerlei Spuren vorhanden waren. Also ein Schritt nach oben, ein halber wieder hinunter.

Blick zurück nach einem guten Stück:

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Allerdings liegt zwischen dem ersten Aufstieg und dem Dead Vlei noch ein "Auge", sodass man weder einen Blick noch einen Abstieg ins Dead Vlei unternehmen kann.

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Long Story Short: Nach rund 2/3 der ersten Düne waren meine Kräfte schon ziemlich am Ende. Der Plan, parallel zur Düne Richtung Dead Vlei zu gehen, musste nach der Hälfte aufgegeben werden, da wir mehr abrutschten als Höhe halten konnten. Und bis zum Boden dieses Auges wollte ich sicher nicht hinunterrutschen. Also wieder zurück und Richtung "falschem" Tal hinunter. Uns kamen dann noch zwei Guides mit jeweils zwei Touristen entgegen, die unsere Spuren nutzten. Allerdings bin ich nicht sicher, ob sie es dann schlussendlich geschafft hatten. Zurück beim Auto beschlossen wir, dieses mal auf's Dead-Vlei zu verzichten und fuhren noch ans Ende zum Sossusvlei, wo wir eine längere Pause machten. Frühstücken, ein wenig Spazierengehen und unter dem Baum sitzend, die Landschaft genießen.

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Waren Anfangs noch drei andere Autos vor Ort, reduzierte sich das nach rund einer Stunde auf die beiden, mit denen wir unterwegs waren. Offenbar kommt niemand mehr ins Sossusvlei, alle fahren nur ins Dead-Vlei und nicht mehr weiter. Uns störte es nicht, im Gegenteil.

Gegen 14 Uhr fuhren wir gemütlich zurück und ich bemerkte, dass die Öldruckkontroll-Lampe öfter aufleuchtete. Wenn man vom Gas ging, erlosch sie allerdings wieder, um ein wenig später wieder aufzuleuchten. Beim Check zurück auf der Campsite stellte ich fest, dass viel zu viel Öl eingefüllt war. Die Kommunikation mit Savanna war ein wenig holprig, aber nach einigem Hin und Her vereinbarten wir, dass ich das weiter beobachten und in Swakopmund zur Werkstatt fahren sollte.
Kurz bevor wir auf die Campsite zurück kamen, fielen mir noch die Fahnen bei der Ausfahrt auf, die auf Halbmast gestellt waren. Nach einem kurzen Check der Nachrichten erfuhren wir auch den traurigen Grund.
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zuletzt bearbeitet 25. März 2024
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200725. März 2024 ·
Tag 3 - 5.2.2024, Sesriem - Mirabib

Da wir heute keine wirklich weite Strecke vor uns hatten, gingen wir es in der Früh sehr gemütlich an. Länger schlafen, frühstücken, zusammenpacken und auschecken, Permit für die kommenden Tage holen und tanken dauerten dann eine zeitlang. Kurz vor Mittag machten wir uns dann auf den Weg über Solitaire, wo wir uns den obligatorischen Rock-Shandy genehmigten und den Kuiseb-Canyon nach Mirabib.

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Auf dem Weg machten wir wieder Halt am Eastern Carpcliff Viewpoint mit der wie immer beeindruckenden Aussicht.

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Die Strecke nach Mirabib ist dann wirklich erstaunlich. Eine weiße, flache, staubtrockene Ebene, was für ein Kontrast zum kurvigen Canyon und der durchführenden Straße.

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In Mirabib angekommen, fuhren wir zuerst alle Stellplätze ab und entschieden uns dann, zwei unterschiedliche für die Nacht zu nehmen. Wir blieben auf jener direkt im Norden, unsere Begleiter nahmen eine im Südwesten mit einem überhängenden Felsen. Beider waren wunderbar, einsam und landschaftlich ein absoluter Traum. Zur Südwestseite gesellten sich später am Nachmittag noch zwei andere Fahrzeuge hinzu, wir blieben auf der nördlichen Seite vollkommen alleine.

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Mirabib hat mich wirklich beeindruckt. Ein wenig hat es mich an die Olgas in Zentralaustralien erinnert. Man muss sich halt bewusst sein, dass man vollkommen autark sein sollte. aber für eine oder zwei Nächte ist das absolut traumhaft dort. Auch der Sternenhimmel ist natürlich wegen des Fehlens jeglichen Lichts absolut beeindruckend.
Wer endlose Weiten mag, dem sei dieser Zwischenstopp auf dem Weg nach Swakopmund wirklich ans Herz gelegt. In der Hauptsaison wird's wahrscheinlich ein wenig voll, davon zeugten auch Übernachtungsspuren abseits der "offiziellen" Campingareas.
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 25. März 2024
1’055 Beiträge · seit 201625. März 2024 ·
Hallo Wolfgang,
zu deinem Aufstieg auf Big Daddy , oder bei dir ja dann doch nicht , muss ich bemerken , dass mir diese Variante bedeutend besser gefallen hat als die herkömmliche. Leider verließen mich coronabedingt und auch wegen großer seelischer Anspannung auch irgendwann die Kräfte , so dass ich vorzeitig ins Deadvlei abstieg 🤢 .Aber die Stimmung und die Fotomotive waren grandios. Bei besserer Kondition wäre das Erlebnis perfekt gewesen , ( Wir hatten allerdings schon "Vorsteiger" , so dass eine Spur war .
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LG
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200727. März 2024 ·
Tag 4 - 6.2.2024, Mirabib - Homeb

Da wir heute noch viel weniger Strecke hatten, um geplanterweise nach Gobabeb zu fahren, genossen wir die Gegend um Mirabib bis zum frühen Nachmittag. Unser Platz wurde zwar schon bald von der Sonne erreicht, dank der Markise hatten wir allerdings genügend Schatten. Auf der anderen Seite blieb das Fahrzeug dank der Höhle den gesamten Vormittag im Schatten.
Kurz nach Mittag fuhren wir dann los und nahmen noch die Abzweigung nach Homeb, wo wir uns den Kuiseb ansehen wollten.
Die Fahrt durch den kleinen "Canyon" ist schön und wir erreichten das kleine Dorf und sahen uns am Campingplatz um. Dieser liegt inmitten von großen, schattenspendenden Bäumen, ist aber schon ein wenig heruntergekommen. Die Sitzmöglichkeiten aus Beton sind kaputt aber es gibt Feuerholz und Wasser.

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Wir fuhren dann noch ein Stück flußaufwärts, da ein Schild einen weiteren Campingplatz anzeigte. Den fanden wir nicht, stattdessen standen wir dann direkt vor dem trockenen Fluss.
Ich meldete kurz meinem Mitfahrer per Funk, dass wir hier nicht weiterkämen, ich schnell in den Fluss fahren und umdrehen würde und wir uns dann auf den Weg nach Gobabeb machen sollten.
Gesagt getan. Blöde Idee.
40 Meter später steckte ich bereits tief im Sand fest.

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Auch wenn alles noch so vertraut scheint, man "nur kurz" etwas tun möchte, das man schon so oft getan hatte, schadet es keinesfalls, vor dem Tun das Hirn einzuschalten. Weder Allrad war eingeschalten noch war der Luftdruck in den Reifen abgesenkt. 😵 😗

Na, ja. Wenigstens wussten wir dann, warum wir die Sandmatten mitgenommen hatten. Nach einigen Versuchen und vielem Schaufeln war der Cruiser dann auch wieder draussen und wir fuhren nach Gobabeb, wo wir eincheckten und dann Richtung Campsite fuhren. Die war allerdings leider wirklich von der übelsten Sorte. Sie ist eher für Zelte, weniger für Fahrzeuge gedacht, mit einem Betonring abgegrenzt, in den man mit dem Auto nicht hineinkommt. Zudem liegen die Einheiten extrem eng nebeneinander und vor allem gibt es überhaupt keinen Schatten. Nach dem Platz in Homeb eher eine Enttäuschung. Wir beschlossen daher, die Übernachtung hier sein zu lassen und zurück nach Homeb zu fahren. Mit den netten Angestellten vereinbarten wir jedoch, dass wir am kommenden Morgen früh vor Ort zum Nature Walk sein werden.

In Homeb richteten wir uns gemütlich unter den Bäumen ein, um uns ein wenig später mitten in einer, ins Dorf zurückkehrenden, Ziegenherde wiederzufinden. Auch die Kühe kamen ein wenig später durch die Campsite gelaufen und labten sich an den, durch den Wind zu Boden gefallenen, Kameldornfrüchten. Man darf sich in Homeb daher an den Herden samt Begleithunden sowie den Hinterlassenschaften nicht stören. Uns machte es nichts und wir saßen lange am Feuer.

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 27. März 2024
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200727. März 2024 ·
Hallo Conny,
CoM schrieb:Hallo Wolfgang,
zu deinem Aufstieg auf Big Daddy , oder bei dir ja dann doch nicht , muss ich bemerken , dass mir diese Variante bedeutend besser gefallen hat als die herkömmliche. Leider verließen mich coronabedingt und auch wegen großer seelischer Anspannung auch irgendwann die Kräfte , so dass ich vorzeitig ins Deadvlei abstieg 🤢
Da warst du dann schon sehr viel weiter als wir, denn bei uns gab's die Möglichkeit, ins Dead Vlei abzusteigen gar nicht.
CoM schrieb:
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Ich nehme an, hier rechts von dir ging's ins Dead Vlei hinunter, oder? Bei uns wäre es nur in dieses "Auge" hinuntergegangen, das ich da fotographiert hatte 😕 .

lg Wolfgang
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12 Beiträge · seit 202317. Apr. 2024 ·
Hallo Wolfgang,
ich habe eben Deinen Bericht gefunden. Da wir im Mai auch von Windhoek nach Sesriem fahren werden, wollte ich Dich mal fragen, wie der Straßenzustand dieser Strecke bei euch war. Kannst Du diese Route empfehlen, wenn man unterwegs keinen Reifen wechseln möchte. 😉
Viele Grüße
Anke
16,9k Beiträge · seit 201218. Apr. 2024 ·
ScenicRoute schrieb:Kannst Du diese Route empfehlen, wenn man unterwegs keinen Reifen wechseln möchte. 😉
In unseren ganzen Jahren, die wir durchs südliche Afrika fahren, ereilte uns insgesamt genau 2x ein Plattfuß.
Und jetzt rate mal, auf was für einem Straßenbelag? ... Teerstraße!

Von daher bist Du auf Deiner geplanten Strecke völlig safe. 😎

LG
Logi
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200718. Apr. 2024 ·
Tag 5 - 7.2.2024, Homeb - Swakopmund

In der Früh brachen wir sehr zeitig auf und fuhren die paar Kilometer nach Gogabeb, um am dortigen Nature Walk teilzunehmen.
Die Walks werden von dort anwesenden Studenten durchgeführt, zwei neue waren auch in der Gruppe, um die Abläufe kennenzulernen. der Walk selbst dauert rund zwei bis zweieinhalb Stunden und führt durch das Flussbett hin zu den Dünen und auf eine kleine Anhöhe, von wo aus das Gelände von Gobabeb gut überblickt werden kann. Es werden verschiedene Baumarten, Sträucher und Tiere erklärt samt deren Eigenheiten und der Besonderheit dieser Region (Sanddünen, Flussbett und Steinwüste). Sehr interessant jedenfalls, auch wenn ich selbst durch "Eigenstudium" schon viel wusste.

In Gobabeb hatte ich auch nochmals Kontakt mit Savanna, da die Versorgungsbatterie hinüber war und bei den Temperaturen der Kühlschrank dann auch nicht mehr kühlen konnte. Wir vereinbarten, dass wir zur Werkstatt nach Swakopmund fahren und alle Probleme dort beheben lassen sollten.

Das taten wir dann auch, auf dem Weg nach Walvis Bay sahen wir rege Bautätigkeit (Wasserleitungen?) entlang der D1983. Alles in allem ein lohnender Umweg auf dem Weg zwischen Sossusvlei und Swakopmund.

In Swakopmund fuhren wir zur Werkstatt, wo wir aber kurz vor Mittag keinen "Slot" bekamen und am Nachmittag wieder kommen sollten. Also zur Tiger Reef Campsite, einchecken und anschließend fuhren wir zum Supermarkt, um die Vorräte aufzustocken. Nachmittags dann erneut zur Werkstatt um Öl abzulassen und die Batterie auszutauschen. Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass das hintere Kennzeichen nicht mehr vorhanden war. Nach Durchsicht der Fotos kamen wir drauf, dass das wohl schon am ersten Tag irgendwo verloren wurde (oder nie drauf war, das hatten wir nicht nachgesehen). Savanna meinte auf Nachfrage, es wäre egal, wichtiger sei das vordere und wir sollten es nur bei Abgabe des Fahrzeugs nochmal melden.
Abends hatten wir dann bei Sonnenuntergang noch ein gemütliches Abendessen in der Tiger Reef Bar, wobei es schon durchaus frisch wurde und ohne Jacke kaum mehr auszuhalten war.

Wirklich interessante Fotos von diesem Tag gibt's keine. Swakopmund kennt ihr eh und die Strecke von Gobabeb zur Küste ist Steinwüste 😉

lg Wolfgang
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Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200718. Apr. 2024 ·
Tag 6 - 8.2.2024, Swakopmund
In der Früh wurden wir von Tommys Living Desert zur gleichnamigen Little Five Tour abgeholt. Sehr nette, kleine Runde und wieder sehr lehrreich, auch wenn ich die Tour schon einmal gemacht hatte. Ich kann sie wirklich empfehlen.

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Nach der Tour holten wir das Auto und übersiedelten ein paar Meter weiter ins schon von Wien aus vorab reservierte Swakopmund Sands Hotel. Ein wirklich schönes Hotel, frisch renoviert mit einem tollen Zimmer samt großer Terrasse und kleinem Balkon. Vor allem das Badezimmer war riesig und sehr modern. Wir lagen ein wenig auf der Terrasse, sortierten Fotos, schrieben Reiseberichte und taten einfach auch mal gar nix, ausser erholen.

Abends versuchten wir das Brewers & Butchers im Strandhotel Swakopmund, das leicht fußläufig zu erreichen ist. Ist auch eine Empfehlung wert, vor allem die unterschiedlichen selbst gebrauten Biere waren interessant.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200725. Juni 2024 ·
Leider waren die letzten Wochen derart "zu", dass ich nicht wirklich Zeit fand, den RB weiter zu schreiben. Aber jetzt sollte es wieder leichter gehen.

Tag 7 - 9.2.2024, Swakopmund
In der Früh machten wir uns auf den Weg nach WalvisBay zu einer Kayak-Tour und zu einem Trip nach Sandwich Harbour.
Gebucht hatten wir die Kayak Tour bei pelican-point-kayaking.com, die Sandwich Harbour Tour dann bei Magic Dune Tours. Die beiden Organisationen kooperieren und so war ausgemacht, dass wir unsere Fahrzeuge an der Waterfront stehen lassen konnten, bis wir von Sandwich Harbour zurückgebracht werden.

Pünktlich um acht waren wir dann an der Waterfront und wurden im Konvoi mit anderen Fahrzeugen zur Landzunge hinausgebracht. Bei diesigem Wetter bekamen wir eine kurze Einschulung und Übergewand. Die Organisation und vor allem die "wasserdichten" Überkleider waren nicht ganz so gut wie beim letzten Mal (da waren wie in 2022 ganz alleine mit unserem Guide), aber in Summe war's wieder ein wirklich großartiges Erlebnis. Kann ich jedem nur empfehlen. Man kommt den Tieren wirklich sehr nahe und paddelt da fast zwei Stunden gemütlich herum.

Anschließend wurden wir wie vereinbart von unserem Fahrer übernommen und fuhren wieder Richtung Sandwich Harbour. Wir fuhren am Hinweg fast alles im hinteren Bereich der Dünen und nicht am Strand, das war auch eine neue Erfahrung für mich. Oben auf der Düne war es dann extrem windig ein längerer Aufenthalt daher nicht wirklich möglich.

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Zudem gab's auch bereits einsetzende Flut, weshalb wir relativ bald wieder am Strand entlang Richtung Walvis Bay fuhren, wobei natürlich ein Picknick an einem windgeschützten Platz ebenfalls noch sein musste.
Auf der Rückfahrt hüllten uns zudem Milliarden Fliegen im Auto komplett ein., Derartiges hatte ich noch nie erlebt.

In den Dünen begegnete uns dann noch ein Straußenpärchen, bevor wir durch die Salzproduktion wieder Richtung Walvis Bay zurückfuhren. Alles in allem ein wirklich netter Tag, wenngleich es nun ziemlich sicher das letzte Mal in Sandwich Harbour war. Dreimal reicht dann auch 😉

Abends dann zum Geburtstagsessen standesgemäß im Tug mit dem vorab von Wien aus bereits reservierten Tisch am Fenster.

lg Wolfgang
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Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200725. Juni 2024 ·
Tag 8 - 10.2.2024, Swakopmund - Mile 108

Wir packen relativ früh zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Norden.
In Henties Bay tankten wir nochmal voll und fanden dann ein Stück weiter nördlich auch eine Abfahrt von der höher gelegenen Ebene hinunter zum Strand.

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Wir fuhren dann den Strand entlang, passierten viele Fischer und wechselten zwischen feuchten Sand nahe des Wassers und den Dünen auf der rechten Seite. Wie uns Fischer erzählten, gab's in den letzten Tagen heftigen Wind und Nordströmung, der die Wellen bei Flut massiv an der Sandwand knabbern ließen. Man sah auch deutlich zahlreiche recht frische Abbrüche. Eine Passage, die bei dem Wellengang und der Höhe des Wassers wegen Steinen unpassierbar war, umfuhren wir oben, um danach wieder bis fast vor Cape Cross zu fahren.

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An Cape Cross fuhren wir diesmal vorbei, Robben hatten wir ja schon gehabt und schlugen schließlich relativ früh am Nachmittag unser Lager in Mile 108 auf. Bei der Rezeption war niemand, daher suchten wir uns einfach einen Platz. Die Campsite ist - wie schreib ich das am Besten - ziemlich heruntergekommen. Die mit Beton umrandeten Feuerstellen sind alle komplett kaputt, die sanitären Einrichtungen gerade so funktional. Es war zum Glück praktisch niemand anderer ausser uns da und für eine Nacht, wenn man selbst ohnehin alles mit hat (inkl. Dusche die nach dem obligatorischen Bad im Meer natürlich notwendig ist) ganz OK.

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Gut, dass wir die Strecke heuer so gemütlich geplant haben, so haben wir viel Zeit, die wir mit Fotographieren, lesen, Drohnenflügen, Schwimmen und natürlich Grillen verbringen können. Der herrliche Sundowner natürlich ebenfalls inklusive.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2024
Themenstarter2’560 Beiträge · seit 200728. Juni 2024 ·
Tag 9 - 11.2.2024, Mile 108 - Rhino Ugab Camp

Heute packen wir relativ früh unsere Zelte ein, denn es folgt die "große Unbekannte" unserer heurigen Route. Wir wollen von der Küste durch den Ugab Richtung Rhino Ugab Camp fahren. Eine Strecke, die sehr selten befahren wird und von der wir daher generell wenig gelesen haben.
Wir haben daher auch einen Plan B, der vorsieht, falls wir es nicht schaffen sollten noch eine Nacht in Mile 108 zu übernachten und dann am nächsten Tag durch den Skeleton Park nach Twyfelfontein zu fahren.
Wir fahren um 8:30 los einmal zur Rezeption. Dort bekommen wir, weil wir nur einen halben Tag da waren, sogar Rabatt 😄 und zahlen statt 170 NAD nur 130 NAD pro Person. Nach einem kurzen Plausch, machen wir uns auf den Weg Richtung Norden.
Den Abstecher zum Winston Wrack kann man sich übrigens sparen, da sieht man eigentlich nix mehr (oder wir haben's nicht gefunden).
Ein paar Kilometer vor der Grenze des Skeleton Parks führt dann rechts einen erstaunlich gute Pad weg Richtung Ugab. Die ist relativ frisch geschoben und über zwei Fahrspuren breit. Hätte ich in dieser Form nicht erwartet.

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Wir kommen daher noch relativ rasch voran und gelangen dann zu einer T-Kreuzung, wo man rechts Richtung Osten direkt zur D2303 oder links hinunter in den Ugab fahren kann. Im Flussbett erwartet uns eine immer noch sehr breite Ebene mit wunderbaren Stein/Sandformationen.

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Danach wird es allerdings einerseits durch das enge Buschwerk und andererseits durch viel Geröll enger und nicht nur einmal müssen wir die Drohne auspacken und nach dem Weg suchen. Erkennbare Spuren gibt's mitunter keine mehr, sie tauchen dann aber plötzlich wieder auf.

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Einmal folgen wir einer Spur, die aber dann ins Nichts vor einem ca. 1,5 hohen senkrechten Abbruch endet. Hier hat offenbar der Fluss den vorher verfügbar Weg weggespült. Also alles wieder zurück und neu suchen. Für eventuelle nach uns Kommende haben wir bei der Abzweigung mit Steinen den falschen Weg "abgesperrt".

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Je weiter wir Richtung Norden fahren, desto unübersichtlicher wird der Weg an vielen Stellen und es kommen noch Wasserdurchfahrten dazu. Diese bereiten uns am meisten Kopfzerbrechen, da nicht ersichtlich ist, wie tief das Wasser ist und welcher Untergrund vorherrscht. Aber auch das wird schließlich gemeistert und wir gelangen an jene Stelle, die uns dann aus dem Flußtal wieder hinaus führt. Wir haben ziemlich lange gebraucht, ein Weiterfahren Richtung Rhino Ugab Camp scheint hier auch kaum möglich zu sein, daher belassen wir es bei den Experimenten und nehmen die Gravel Road hinaus.

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Bei einem kurzen Stopp bemerken wir dann, dass bei Peters Fahrzeug die hinteren Blattfedern schief stehen. Dadurch ist auch die hintere Achse bereits ein wenig schief.

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So kann man jedenfalls die geplante Tour nicht fortsetzen. Wir beschließen, dass wir uns hier trennen. Wir wollen weiter zum Rhino Ugab Camp und dann über den Divorce Pass und das Desolation Valley nach Twyfelfontein zum altbekannten Mowani Mountain Camp. Peter und Doris beschließen, die Nacht an diesem schattigen Platz im Canyon zu bleiben und morgen nach Uis zu fahren um die Federn repariert zu bekommen. Gesagt, getan, die weitere Strecke zum Rhino Ugab Camp ist unspektakulär, eine sehr große Photovoltaikanlage, die offenbar gerade errichtet wird, ist das einzige "Highlight" hier.

Das Rhino Ugab Camp ist wie immer, gegen eine Spende kann man übernachten. Allerdings wird praktisch nichts mehr investiert, teilweise sind die Zäune um die großen Bäume schon abgetragen. Aber in Summe immer wieder ein sehr netter Platz. Mit uns ist nur ein anderes Paar im Camp.

Wir braten uns ein herrliches Springbockfilet und genießen die Ruhe und die abendliche Stimmung.

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Hier noch die Strecke und die Fahrtzeiten:

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Fazit: Es ist machbar, dauert allerdings derzeit ziemlich lange, da man ab einem gewissen Punkt die gesamte Zeit mit Untersetzung unterwegs ist und sehr oft längere Strecken maximal in Schrittgeschwindigkeit zurücklegt. Zudem muss man damit rechnen, Teile wieder zurückfahren zu müssen, da nicht klar ist, wo die "echte" und fahrbare Strecke verläuft. Von Swakopmund aus würde ich persönlich das nicht machen wollen, es war schon sehr gut, dass wir in Mile 108 übernachtet hatten.
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2024