THEMA: Nam/Bots/Sim/Bots/Nam Oktober 2022
05 Nov 2022 19:33 #654743
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  • Sonabozi am 05 Nov 2022 19:33
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Hallo zusammen,
nach vielen Jahren "stiller" Nutzung des Forums möchten wir (51 + 48, self driver + Lodger) aktuelle Informationen zu unserer Reise/Route liefern, allerdings wird es kein richtiger Reisebericht mit Bildern.

Da wir andere Teile Namibias bereits in den letzten Jahren bereist haben, sollte es diesmal eine Runde von Windhoek über Otjiwarongo nach Divundu (Mahango Game Park/Buffalo Core Area Bwabwata N.P), zum Nkasa Rupara N.P., über Kasane auf die Chobe Princess, weiter nach Simbabwe zu den Vic Falls, zurück durch den Chobe N.P. über Kachikau/Savuti nach Khwai/Moremi, weiter über Maun ins Okavango-Delta (Flug), zum Makgadikgadi Pans N.P. und über Ghanzi zurück nach Windhoek sein (insgesamt ca. 3.400 km).

Flug
Mit EW Discover am 10.10. von München über Frankfurt nach Windhoek, am 01.11. zurück; gebucht im Februar 2022 in Premium Economy bei 2 Personen für 2750 €, allerdings konnten wir nur eine Strecke in PE fliegen, auf dem Heimflug wurde das Flugzeug getauscht.......

Auto
Obwohl im Forum meist lokale Anbieter empfohlen werden, sind wir seit Jahren zufriedene Kunden von Europcar, wir buchten bereits im Februar (parallel zum Flug) über Drive FTI. Mit dem Toyota Fortuner 4WD fühlen wir uns wohl, auch dieses Mal konnten wir uns darauf verlassen. Bei 19 Tagen kostete der Fortuner 78 €/pro Tag mit der bestmöglichen Versicherungsleistung und inkl. Zusatzfahrerin/Navi. Dazu kommt noch die Gebühr für den Grenzübertritt nach Botswana (1330 NAD + tax). Bei der Übergabe haben wir den Zustand eines Reifens moniert, dieser wurde anstandslos ausgetauscht. Ein zweites Reserverad wurde uns am Flughafen angeboten, welches wir unproblematisch im Kofferraum unterbrachten.

"psychologische" Unterstützung für die offroad Strecken
Ein Satellitentelefon (Inmarsat IsatPhone2) haben wir in München bei Expeditionstechnik Därr angemietet, ohne Versand bezahlten wir mit einigen Minuten Telefonnutzung (kein Notfall, nur Geburtstagsgratulation) ca. 170 €. Im Okavango-Delta dauerte es allerdings, bis ein Satellit gefunden war.
Einen (letztlich nicht benötigten) Spaten und einen Reservekanister haben wir bei Landmark in Kasane (Duncan Plaza) für insgesamt 30 € gekauft.

Buchung Unterkünfte
Wie bereits im letzten Jahr haben wir Kathrin von infonamibia mit der Buchung der Unterkünfte beauftragt. Die jeweilige Rückmeldung erfolgte, auch nach diversen Austauschwünschen, prompt und recht zuverlässig. Besonders hilfreich und lohnenswert war der Vorschlag Thobolo Bush Lodge (dazu später mehr).

Die Route selbst haben wir uns mithilfe der Karten von Tracks4Africa, des Forums, des Bradt Safari Guide sowie "Reisen in Botswana" (Ilona Hupe) zusammengestellt.

Und nun geht es los in Windhoek. Nach der Ankunft + Übernahme des Autos fahren wir direkt zu Olivia`s Kitchen, direkt gegenüber vom The Weinberg Hotel. Dort genießen wir ein zweites, sehr leckeres Frühstück und kommen erst so richtig in Namibia an. Letztes Jahr haben wir im Hotel übernachtet und die Küche von Olivia´s Kitchen lieben gelernt. Man kann dort unproblematisch/bewacht parken, ein paar Meter weiter ist ein Geldautomat, das Essen schmeckt hervorragend, was will man mehr?

Danach fahren wir gestärkt über die B 1 nach Otjiwarongo zur Frans Indongo Lodge. Das sind vom Flughafen aus ca. 340 km, wir wechseln uns ab und mehr bzw. weiter sollte es für uns am Ankunftstag nicht sein. Wir bleiben 2 Nächte, sortieren uns und das Gepäck um, genießen die Ruhe am Wasserloch und unterhalten uns nett mit dem Manager Alf.

Dann kommt eine ziemlich lange Strecke (fast 670 km) nach Divundu zum Divava Okavango Resort. Die Strecke ist (bis auf den letzten km zur Lodge) zwar geteert, aber sehr eintönig. Hinter Rundu kommen einige lange Baustellen mit einspurigem Verkehr, es zieht sich. Gegen 15.15 Uhr kommen wir endlich an und ergattern erfreulicherweise noch eine 60minütige Deep Tissue Massage für uns beide mit tollem Ausblick auf den Cubango (Okavango) . Die können wir definitiv empfehlen, es war schon schmerzhaft, hat aber sehr geholfen. Das 5-gängige Abend-Menu im Divava ist übrigens mit eines der besten Essen dieser Reise. Am nächsten Tag geht es früh los zur Buffalo Core Area, wir können es fast nicht glauben, der erste Game Drive und nach 10 Minuten sehen wir schon die ersten Löwen. Es sind kaum Autos unterwegs und außer uns nur wenige Guides der umliegenden Lodges. Das Areal ist nicht riesig, aber wir sehen doch so einiges und die Lage am Fluss ist wunderschön. Danach wechseln wir an das andere Flussufer zum Mahango Game Park, dort ist noch weniger los - gut für die Hippos, Elefanten etc. und für uns. Für den Abend haben wir eine Bootstour in der Lodge gebucht. Erst geht´s stromabwärts zu den Hippos, dann zu den Popa Falls zum Sundowner, alles nett gemacht und stimmungsvoll.

Nach 2 Nächten geht es weiter zum Nkasa Rupara N.P. ins Jackalberry Tented Camp. Weitere 270 monotone Kilometer Teer bringen wir hinter uns, dann sind wir in Sangwali und hier liegt die Einfahrt zum N.P. Bis zum Camp sind es zwar nur ca. 24 km, aber das ist eine richtig üble Piste mit Schlaglöchern, Tiefsand etc. Wir benötigen 1 Stunde und die Beschilderung ist nicht richtig hilfreich. Man kann sich auch in Sangwali abholen lassen, aber das kommt für uns nicht in Frage. Die 2 Nächte hier waren für uns eines der Highlights der Reise. Das Camp liegt tief im N.P., direkt am Linyanti, der die Grenze zwischen Namibia und Botswana bildet. Auf der anderen (Botswana-) Seite kosten die Camps zum Teil mehr als 2.000 € pro Nacht/Person, man sieht aber ebenso viele Tiere und hat die gleichen Möglichkeiten. Das Camp hat vier schlichte, aber saubere Zelte, die Betreuung ist sehr persönlich. Morgens gibt es einen Game Drive, am Nachmittag einen Boat Trip, wenn aber interessante Sichtungen dazwischen kommen, gibt es auch mal beides hintereinander. Robson ist unser Guide und er macht seinen Job hervorragend. Wir haben unglaubliche und unvergessliche Begegnungen mit so vielen Tieren, das haben wir so nicht erwartet.
Die Gebühren für den N.P. sind bereits im Übernachtungspreis inkludiert, wir müssen also nichts mehr bezahlen.

Vom Jackalberry Tented Camp geht es weiter über die C 49 Richtung Katima Mulilo, vorher kommt schon eine Abkürzung auf die B 8 zur Grenze/Ngoma Bridge. Auf beiden Seiten geht es relativ schnell, wir benötigen keine 30 Minuten für den Grenzübertritt. Den letter of authorization will keiner sehen, für die Straßenbenutzung zahlen wir 160 Pula (mit Kreditkarte) und dann hinein ins Desinfektionsbad (sowohl mit dem Auto als auch mit den Schuhen). Dann geht es durch den Chobe N.P. weiter nach Kasane (ca. 1 Stunde), das wir pünktlich zur Mittagszeit erreichen.

Nun kommt der Teil, auf den ich mich besonders gefreut habe, 2 Nächte mit dem Hausboot Chobe Princess. Nach einem sehr kurzen Aufenthalt in Botswana reisen wir in Kasane wieder aus (mit einem kleinen Boot auf die andere Flußseite=Namibia), da die Hausboote nur auf der namibischen Seite anlegen dürfen. Dann geht es auf das Hausboot, wir haben uns bewusst für die Chobe Princess mit insgesamt vier Kabinen (und gegen die Zambezi Queen) entschieden, da wir lieber mit wenigen anderen Gästen untergebracht sind. Das war allerdings ein Fehler, denn die drei Boote Chobe Princess I - III sind nicht mehr taufrisch und auch schlecht instand gehalten worden. Dazu kommt, dass meine Vorstellung vom permanenten Dahingleiten auf dem Chobe (die auf einer Nilkreuzfahrt vor 30 Jahren beruht) dann so gar nicht erfüllt wurde. Das Hausboot bewegt sich ca. 4-5 Kilometer den Chobe entlang (1,5 Stunden) und legt schräg gegenüber der Chobe Game Lodge an (für beide Nächte). Einmal geht es für 2 Stunden noch einen Seitenarm des Chobe rauf und runter und wieder zurück zur Hauptanlegestelle.

Die Boat Trips mit dem kleineren Boot sind wirklich toll, wir haben einen guten Guide und sehen viele Tiere so hautnah wie noch nie. Die Mahlzeiten an Bord sind eher an US-Touristen ausgerichtet, Deftiges und schwere sahnige Saucen, nicht so unser Geschmack. Insgesamt stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis definitiv nicht. Hätte ich das alles gewusst, wären wir lieber für die 2 Nächte in einer schönen Lodge direkt im N.P. geblieben (die fahren ja auch mit dem Boot!).

Nach der üblichen Ausreise-/Einreise-Prozedur werden wir in Kasane abgeholt, es geht nach Simbabwe zu den Vic Falls. Aufgrund einiger Berichte haben wir uns gegen die Eigenanreise entschieden und lassen das Auto in Kasane stehen. An der Grenze geht es erstaunlich schnell, in Simbabwe wurde bei der Einreise tatsächlich der Impfpass durchgeblättert, das Visum kostet 30 $ pro Person und kann mit Kreditkarte bezahlt werden. Nach insgesamt 2 Stunden erreichen wir Victoria Falls und werden zu Ursula´s Homestead im Victoria Falls N.P. gebracht, eine ruhige Anlage mit lediglich 4 Chalets im kolonialen Stil, Pool und Wasserloch. Wir sind die einzigen Gäste und fortan kümmern sich 5 Personen aufmerksam um unser Wohlergehen. Die kleine, feine Speisekarte stellt eine erfreuliche Überraschung dar, der Service ist herzlich, die Ruhe hier direkt im N.P. ganz himmlisch. Am nächsten Tag geht es natürlich zu den Fällen (der 10-minütige Transport von/zur Unterkunft erfolgt jederzeit + kostenfrei), auch dem Victoria Falls Hotel statten wir einen Lunchbesuch ab.

2 Nächte waren völlig ausreichend für Victoria Falls, es geht wieder nach Kasane zu unserem Fortuner. Nach dem Einkauf bei Landmark (Spaten/Reservekanister) fühlen wir uns psychologisch gerüstet für die Etappe zu Thobolo´s Bush Lodge hinter Kachikau. Bei Muchenje ist die Tankstelle in Betrieb, nur wird leider gerade Treibstoff eingepumpt, so dass wir unseren Tank (ca. 70 Liter Fassungsvermögen) nicht erneut randvoll machen können. Aber wir haben ja unseren Reservekanister. Bis Kachikau fahren wir auf Teer, dann geht es für ca. 15 Kilometer mit fast ausschließlich Tiefsand zur Lodge von Mike Gunn, einer Legende in Botswana. Diese Zwischenübernachtung war der Vorschlag von Kathrin (infonamibia) und das war eine tolle Idee. Die Chalets sind recht neu, blitzsauber, durchdacht konzipiert, mit 2 Schlafzimmern + Küche und eigenem Hide im ersten Stock für die Beobachtung des Wasserlochs. Die Terrasse des Hauptgebäudes liegt direkt am Wasserloch, nur wenige Meter davon entfernt genießen wir das ausgezeichnete Abendessen (und Frühstück). Allabendlich kommen unglaublich viele Elefanten hierher, andere Tiere natürlich auch, aber die Elefanten veranstalten ein richtiges Spektakel.

Mike Gunn ist sehr hilfsbereit und erklärt uns ausführlich die weitere Route nach und durch Savuti mit vielen Tipps. Außerdem lernen wir an diesem Nachmittag/Abend ein anderes deutsches Paar kennen (liebe Grüße an Julia und Andi!), das am nächsten Tag die gleiche Strecke fahren möchte, da fühlen wir uns alle gleich viel wohler. Bis zum Ghoha North Gate fahren wir am nächsten Morgen weitere 35 Kilometer mit Tiefsand/gravel/Schlaglöchern in 1 Stunde 45 Minuten. Direkt am Gate kommen uns belgische Touristen entgegen, die hier umdrehen und uns raten Savuti nicht zu durchqueren. Wir bleiben standhaft, wir vier wollen ja nach Khwai!

Wir sind zwar die Marsh Road gefahren, aber es war dennoch ziemlich anspruchsvoll und anstrengend, nach (gefühlt unendlichen) 5 Stunden waren wir am Mababe Gate, die meisten Tiersichtungen (Löwen, Elefanten, Büffel) hatten wir im Süden, kurz vor der Ausfahrt. Eine weitere Stunde benötigten wir noch auf gravel und mit Schlaglöchern bis Khwai, dann kamen wir endlich im Sango Safari Camp an.

Ursprünglich wollte ich das Khwai Guesthouse buchen, aber begeisterte Empfehlungen aus dem Forum haben mich umgestimmt und es war dann wirklich ein weiteres (so nicht erwartetes) Highlight. Die ruhige und etwas abgeschiedene Lage direkt am Fluss mit tollen Ausblicken von der eigenen Terrasse und dem Hide, das saubere Zelt, die nette Crew, das leckere Essen, die tollen Game Drives (Moremi und Khwai), das alles hat auch uns begeistert. Da wir als Self Driver VP buchen konnten, gingen die Game Drives extra, ca. 75 $ pro Person/Drive.
Letzte Änderung: 06 Nov 2022 17:27 von Sonabozi. Begründung: Erweiterung Reisebericht
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06 Nov 2022 18:30 #654822
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  • Sonabozi am 05 Nov 2022 19:33
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Gar nicht so einfach beim ersten Mal Reisebericht schreiben! Nächstes Mal klicke ich Antwort an statt Änderung.............
Schönen Sonntag Abend!
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08 Nov 2022 16:34 #654988
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Nach zwei Nächten geht es weiter nach Maun, dafür benötigen wir ca. 3 Stunden. Die Straße ist wirklich nicht gut und wir werden ziemlich durchgerüttelt, ab Shorobe ist jedoch geteert. Leider gibt es Probleme mit unserem Abflug ins Delta und so haben wir viel Zeit, die wir im Dusty Donkey und The Duck verbringen (müssen). Essen und Getränke sind wunderbar, das Internet funktioniert hier einwandfrei.

Am späten Nachmittag starten wir dann in einer Cessna von Mack Air ins Delta zum Setari Camp und landen nach 35 Minuten Flug auf dem Jedibe Airstrip. Das Setari Camp ist ein reines Wassercamp, wir fahren dann noch weitere 50 Minuten mit dem Boot zum Camp. Alles ist über Stelzen miteinander verbunden, es gibt ein Family Tent und 8 weitere Tents. Das erste Mail auf dieser Reise ist die Unterkunft gut gebucht, fast alle Zelte sind belegt. Anstelle von Game Drives wird jede Aktivität mit dem Boot erledigt, z.B. Sundowner, Fischen, Mokorofahrt. Ein Bush Walk wird angeboten, dazu geht es zurück nach Jedibe Island, wo auch das kleine Dorf für den "kulturellen Besuch" liegt.

Jedes Mal wird die gleiche Bootstour Richtung Jedibe Island gefahren, bei drei Übernachtungen kommt uns das dann schon etwas langweilig vor. Nescafé und Dosenobst zum Frühstück, bei den Zeltnachbarn drei Skorpione im Bett, der offene Gemeinschaftsbereich ziemlich verschmutzt, hier passt die Leistung nicht zum Preis. Insgesamt schon etwas enttäuscht fliegen wir zurück nach Maun und freuen uns mal wieder auf unser Auto.

Da wir uns vorab nicht entscheiden wollten, ob wir in den Nxai Pan N.P. oder Makgadikgadi Pans N.P. fahren, haben wir eine Unterkunft dazwischen gesucht. Leopard Plains liegt gleich hinter Motopi, nur ungefähr eine Stunde Fahrt von Maun entfernt. Die tents verteilen sich großzügig um ein Wasserloch, die Bodenplatte ist betoniert, insgesamt zwar schlicht eingerichtet, aber sauber. Hier sind wir mal wieder "fast alleine" und genießen die wirklich ausgezeichnete Küche im offenen Essbereich. Eine Bar sowie einen Pool gibt es auch, schadet ja nicht bei fast 38 Grad.

Am nächsten Morgen erhalten wir ein riesiges Lunchpaket in der safaritauglichen Version, super lecker und perfekt verpackt. Damit machen wir uns in den Makgadikgadi Pans N.P. auf, ca. 60 Minuten Fahrt auf Teer. Die Überquerung des Boteti ist unproblematisch, er ist ausgetrocknet und wir genießen einen wunderbaren Tag im Park mit vielen Sichtungen und wenigen Menschen. Abends werden wir wieder mit einem tollen Abendessen verwöhnt, dann taucht plötzlich ein Honigdachs auf, der weiß halt, dass es hier schmeckt!

Nach einem kurzen Kaffee-Stopp in Maun fahren wir am nächsten Tag Richtung Namibia und machen Halt in Ghanzi. Wir übernachten in der Palm Afrique Lodge, die ganz ruhig ca. 4 km abseits der Hauptstraße liegt. Die Bungalows in der gepflegten Anlage sind relativ modern möbliert, das Badezimmer großzügig geschnitten, völlig passend für eine Zwischenübernachtung.
Und dazu noch die größte und vermutlich bestsortierte Bar im südlichen Afrika.

Am nächsten Morgen erreichen wir schon nach 2 Stunden die Grenze, leider stehen auf der namibischen Seite ziemlich viele LKW-Fahrer an, das dauert diesmal also ein wenig länger. Falls jemand (wie wir) einen südafrikanischen Mietwagen in Namibia übernommen hat, hier eine Info: die Cross Border (337 NAD) muss bei jedem Re-entry bezahlt werden, auch wenn die "alte" zeitlich (jeweils drei Monate) noch gültig ist.

Nach insgesamt fast 6 Stunden Fahrt (inklusive 45 Minuten an der Grenze) erreichen wir den Flughafen, wo wir unseren verlässlichen Fortuner abgeben. Wir gönnen uns noch 2 Tage auf Otjimbondona, wo wir u.a. das beste Frühstück des Urlaubs bekommen und nochmal so richtig ausspannen können.


Fazit:
- Wäre im Februar schon der Zielflughafen Vic Falls angeboten worden, hätten wir uns vermutlich die anstrengende + lange Etappe von Windhoek nach Divundu erspart und die Route entsprechend anders gestaltet.
- Statt Hausboot-Safari lieber ein tolles Camp im Chobe N.P. (oder ein anderes Hausboot). Die machen Ausflüge ebenfalls per Boot und die Chobe Princess I-III lohnen sich aus unserer Sicht nicht wirklich.
- Im Delta kein Wassercamp oder kürzer, das kann ggf. etwas "langweilig" werden.
- Auch mit einem Toyota Fortuner kommt man durch alle N.P. in Botswana.
- Die Offroad-Strecken in Botswana sind für Ersttäter ohne jegliche Vorerfahrungen nicht geeignet.
- Namibia und Südafrika haben ein tolles Preis-Leistungsverhältnis, z.B. bei den Unterkünften im Vergleich mit Botswana, das sich schon sehr auf seiner Artenvielfalt bzw. Tierdichte "ausruht".

Wir hoffen, dass wir hiermit aktuelle und hilfreiche Informationen für andere zur Verfügung stellen. Die vorangegangenen Reisen nach Namibia waren vor Corona bzw. im Coronajahr 2021; da sich so viel geändert hat bzw. laufend ändert, berichten wir dazu nichts. Nächstes Jahr wird es zur Abwechslung mal wieder Südafrika, diesmal vssl. mit Mozambik.

Liebe Grüße
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08 Nov 2022 23:36 #655031
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  • Reisemaus am 08 Nov 2022 23:36
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Hallo Donabozi,

Herzlichen Dank für Deinen Bericht, sehr interessant. Thobolo´s Bush Lodge steht noch auf meiner Liste und hat mich bestärkt, dass ich da mal hin muss.
In Leopards Plain waren wir auch schon vor 3 Jahren. Sind die Besitzer immer noch der Südafrikaner und der Namibianer? Ich habe die Namen vergessen. Die geben sich viel Mühe.
Schade, dass Eure Bootstour nichts war. Ich dachte auch, das sei etwas ganz besonderes für das Geld….
Viele Grüße
Doro
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09 Nov 2022 00:27 #655032
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Hallo Sonabozi,

eine ganz tolle Tour habt Ihr da gemacht, auch wenn vielleicht der eine oder andere Punkte im nachhinein anders gebucht worden wäre. Aber das ist immer so. Man plant, man überlegt und hinterher ist es dann doch oft so, dass man sagt:hätte ich besser so gemacht. Aber das ist das interessante am Reisen und lässt sich auch trotz penibler Planung nicht immer vermeiden.

Vor allem seit ihr einige der wenigen Botswana-Lodgehopper. Da gibt es eher wenige Reiseberichte.

Wie hat es Euch auf Otjimbondona gefallen? Ich hatte dort auch mal angefragt, aber da wir mit 2 Teens unterwegs sind, war mir die Lodge dann zu teuer.

LG

Gabi
03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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09 Nov 2022 09:20 #655046
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Hallo Reisemaus/Doro,
ja, Thobolo`s können wir empfehlen, es bietet sich definitiv als Zwischenstopp oder auch für 2/3 Nächte an. Linda und Mike sind tolle Gastgeber, nicht aufdringlich, aber aufmerksam und hilfsbereit. Frühstück und Abendessen waren lecker und liebevoll zubereitet, das Lunchpaket für den nächsten Tag war auch prima. Und das Wasserloch ist tierisch gut besucht. ;)

Bei Leopards Plain ist haben wir gar nichts von den Besitzern mitbekommen, das Serviceteam war nett und freundlich.

Und irgendwann wird schon das richtige Schiff kommen...

Viele Grüße
Sonabozi
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