THEMA: Chobe, Moremi und Namibias Norden
09 Aug 2014 07:53 #348940
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Hi, Ihr Lieben. Wir sind Petra und Tom aus Dortmund.
Auch unsere Reise ist nun schon wieder Geschichte, dennoch wollen wir Euch teilhaben lassen. Denn letztendlich ist das Namibia-Forum und der Kontakt zu einigen von Euch sehr informativ, wertvoll und interessant. Viele Dinge kennt Ihr womöglich schon, aber vielleicht ist noch das ein oder andere für Euch dabei.
Wir versuchen unseren Reisebericht kurz zu halten, dabei aber Informatives (wie Entfernungen, Kosten, Ausstattung, Besonderheiten) zu erwähnen. Unsere Planung haben wir mit dem Iwanowski 2013 und aus Euren Erfahrungen hier im Namibia Forum gemacht. Die Reise war mit 6 Monaten Vorlaufzeit relativ kurzfristig geplant, so dass uns die Buchung einiger Nationalparkunterkünfte Probleme bereiteten.




Route en Detail:
Anflug WHK
Zelda Game & Guestfarm, Gobabis
El Fari Bush Camp, Ganzhi
Kaziikini Campsite, Maun
Xakanaxa im Moremi Wildlife Reserve
Magotho Campsite, Khwai Community
Savuti Campsite
Camp Chobe
Mavunje Camp, Kongola
Nunda River Lodge, Divundu
Nkwazi Lodge, Rundu
Kamrav Farm, Grootfontein
Paradise Garden Backpacker, Abflug WHK


Unsere dritte Reise in den Süden Afrikas hatte seinen Schwerpunkt im Besuch von Nationalparks (NP). Daher haben wir uns entschlossen Botswana einzubeziehen.
Die Route im Groben: WHK, Maun, Moremi NP, Chobe NP, Katima Mulilo, Mudumu NP, Caprivi, Mahango NP, WHK. Auch in diesem Jahr hatten wir wieder Zeichenutensilien, Papier, Malbücher für Kinder und eine Tasche voll Kleidung für Kinder und Babys dabei. Wir hatten uns vorab zwei Sozialstationen herausgesucht, die wir besuchen wollten, aber es kommt wie immer anders. Mehr dazu später.

25.06.14
Abflug Frankfurt mit Air Nambia. Unser Autostellplatz haben wir bei my-parken im Internet reserviert. Der Shuttleservice ist für 58,- EUR/19 Tage echt gut & sicher.

26.06.14
Ankunft Windhoek um 06:30 Uhr morgens. Transfer zum Autoverleih von Hubert Heesters, Kalahari Car Hire.
Double Cab Toyota 2,5l Diesel aus 2006 mit Rooftent und Campingausstattung. Durchschnittsverbrauch 13 Liter/100km. Für knapp 20.000N$ gibts die Vollkasko inklusive.
Gesamtstrecke 3000km. Der Wagen hat 500.000 km weg und ist dementsprechend etwas abgerockt, man merkts am Quietschen an allen Ecken und Enden. Letztendlich macht er aber keine Mucken.
Einkaufen & Tanken in WHK wie immer unkompliziert. Fahrt über die B6 Richtung Grenze BOTSWANA. Kurz vor der Grenze Übernachtung auf der Zelda Game & Guestfarm. Zelda ist sehr sauber, nett und ruhig.
70 N$/Person.
Entfernung zu Windhoek: 305km. Insgesamt gute Übernachtungsmöglichkeit, aber im nachhinein ist die Anfahrt für unseren Geschmack etwas zu lang nach dem Flug, Autoausleih und Einkauf. Aber so haben wir es uns ja bewußt ausgesucht.




achso: Fotoausrüstung NikonD5000, 18-55mm, 55-200mm. Hälfte mit manuellen Einstellungen, Rest mit den Programmen geknipst. Nachbearbeiten tun wir unsere pics grundsätzlich NICHT. Lediglich für Fotoshows im Freundeskreis schneiden wir Bilder zu.
Die Fotoanhänge hier im Bericht haben wir auf ca. 800x600 verkleinert, um die Aufbauzeiten zu minimieren. Ich empfand das bei einigen Berichten etwas anstrengend, wenn man beim Lesen immer noch Gescrolle durch ladende Fotos hatte.

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Letzte Änderung: 09 Aug 2014 12:50 von toemmel.
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09 Aug 2014 08:10 #348941
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27.06.14
Grenzübergang ohne Lebensmittelkontrolle nach Botswana 190 N$; besser ist es, bereits hier Pula zu besitzen, dann wirds günstiger. Einkauf in Ganzhi.
Übernachtung im El Fari Bush-Camp. Sauber, einfach und ausgesprochen ruhig abgesehen von mehrfach wiederkehrenden Generatorlärm. Der Betreiber teilt uns mit, dass der Lärm ein Notfall ist wegen einer ausgefallenen Landstromleitung. Keine Wandermöglichkeiten. 80 Pula/Person. Gefahrene Distanz 290km.

28.06.14
Überfahrt zur Kaziikini Campingsite (kurz vor dem South Gate Moremi NP). Distanz 300km.
Einkaufen und Tanken in Maun ist sehr gut. In Maun ist ebenfalls das SKL Büro und auch das Büro der Khwai Community (gegenüber Maun Airport). Wer wie wir für den NP noch keine Übernachtungsmöglichkeit hat, der kann hier auf die Tränendrüse drücken und mit etwas Glück für Savuti oder für Linyanti einen Platz ergattern. Hinter Maun endet auch die Asphaltstrasse. Tipp: nach Maun bei den letzten Hütten entlang der Straße wird das Holz immer günstiger. Wir haben unsere Holzvorräte bei einer Familie mit einem behinderten Kind gekauft. Es ist ein tolles Erlebnis zu sehen, wie sich die Leute über ein geschenktes Shirt freuen.
Wegen Löwenwarnungen solle man nachts das Zelt nicht verlassen. 24 US$/p.P. Kein Strom.


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09 Aug 2014 08:22 #348942
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29.06.14
Einfahrt in den Moremi NP über das South Gate. Die 100 Pula für die Map sind nicht zwingend erforderlich. Aber das Navi (besten Dank an Petra & Stefan für die Leihgabe!) ist doch Gold wert, das haben wir bei jeder Fahrt durch den Busch intensiv genutzt und neben Kartenwerk es als echt wertvolle Hilfestellung empfunden. Einerseits weil es eine räumliche Orientierung ermöglicht, Entfernungen abschätzbar werden und mögliche Sackgassen erspüren lässt. Dennoch: daheim kommt mir kein Navi ins Auto.
Unser Safaridrive geht über die längere, westliche Route entlang der Blackpools. Die Bridges sind sicher, lediglich eine einfache Wasserquerung (3rd Bridge) war nötig. Typische Fauna: Elefanten, Kudu, Sprinböcke, Impala, Krokodile, Flußpferde. Distanz 135km.
Übernachtung in Xakanaxa (Campsite No. XA5) direkt am Flußufer, allerdings ist auf voller Breite der Blick auf den Fluß durchs Schilf behindert. Das nächtliche Hippo- und den morgendlichen Leoparden-Besuch dürfen wir uns vom Nachbarn erzählen lassen. Insgesamt ist die Lage top, die einzelnen Plätze liegen in einer langen Reihe und haben zueinander einen Abstand von 100 Metern. Der Sanitärbereich ist dürftig und etwas veraltet. 270 Pula/pro Person je Übernachtung. Kein Strom.








30.06.14
Wir bleiben weiterhin in Xakanaxa und machen tagsüber eine Safari durch den Moremipark (40km). Wenig Sichtungen entlang Wild Dog Pan und Blackpools. Morgens sichten wir am Wegesrand ein faules Löwenpärchen auf dem Weg zu den Paradisepools entlang des Airstrips.
Trotz eines Zusatztanks und einem Reservekanister machen wir uns Gedanken über die Benzinvorräte, so dass wir uns 25 Liter Diesel auf dem Schwarzmarkt besorgen. Für die Distanz Maun bis nach Katima Mulilo wird es sprittechnisch eng, zumal wir uns eine Menge Safarifahrten vorgenommen haben. Wie sich aber später rausstellt verbraucht unser Wagen doch recht wenig Sprit und wir hätten es locker ohne die zusätzlichen 25 Liter geschafft.


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09 Aug 2014 08:35 #348943
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Guten Morgen Toemmel,

ich bin dabei! Das sind viele interessante Destinationen (und schöne Fotos) - bin schon auf die weiteren Stationen gespannt! Magst du vielleicht noch etwas über die Temperaturen berichten? Ende Juni stelle ich mir lausekalt vor :woohoo: !

Liebe Grüße von Bele
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09 Aug 2014 08:40 #348944
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01.07.14
Ausfahrt aus dem Moremipark über das North Gate mit Ziel Khwai Community Camp. Distanz 70km. Nach schwieriger Anfahrt mit tiefer Wasserquerung finden wir das Wildernesscamp Magotho. Die Lichtung ist voller Elefanten, so dass wir uns aus Sicherheitsgründen nahe eines bereits stehenden, kleineren Camp niederlassen. Keine Facilities! Die Lage ist beeindruckend, tags und nachts sind wir hautnah bei den Dickhäutern, die friedlich sämtliche Bäume in der Umgebung bearbeiten, um an die Früchte zu kommen. Die Bezahlung erfolgt in unserem Fall vor Ort bzw. sofern geöffnet im Office in Maun; am frühen Abend kommen die Ranger von der Khwai Community vorbei, kontrollieren die Voucher und kassieren. In unserem Fall 290 Pula/p.P..





02.07.14
In der Nacht werden wir durch Tiergeräusche geweckt und blicken aus unserem Dachzelt in das Auge eines neugierigen Elefanten. Vor gehörigem Respekt zucken wir nicht mal, und mit der Gewißheit, dass Elefanten Mundgeruch haben, fällt uns das Einschlafen schwer. Vor der Ausfahrt über das Mababe Gate werden wir früh morgendlich noch mit einem Rudel Löwen belohnt.
Einfahrt und Check-In am Gate des Chobe NP. Die Sandridge Road ist wirklich anspruchsvoll. Distanz 120km. Der Liegeplatz im Camp Savuti ist noch belegt, so dass wir uns für einen Gamedrive entschließen. Endlich mal aussteigen: Lohnenswert ist die Besteigung des Bushman Hill, wenngleich die angekündigten Paintings der Eingeborenen eher mager ausfallen. Aber das Gelände ist abwechselungsreich und spannend. In den ausgedehnten Pfannen und Marschen ist eine gute Sicht möglich, und wir fahren bis 18 uhr abends. Afrikafeeling pur: Wasselbüffel, Giraffen- und Elefantenherden, eine 12köpfige Löwenfamilie mit 4 Jungen.









Abends erhalten wir im Camp Savuti den Platz CV7, der es, wie wir noch erfahren werden, lt. Campleitung in sich hat. Es macht uns bereits stutzig, dass wir die 100 Meter zu den Facilities nur mit dem Wagen zurücklegen dürfen. Der Grund dafür ist offensichtlich ein Elefant, der den Platz CV7 für sich beansprucht.
Beim Zeltaufbau machen wir die erste Bekanntschaft mit dem Hausherrn, der aber zurückhaltend im Gebüsch steht. Abends beim Grillen ist er jedoch so neugierig, dass er trotz des Feuers ganz still und leise aus dem Gebüsch hervor kommt und 3 Meter an uns vorbei watschelt. Das Herz rutscht in der HOSE!
Camp Savuti verfügt über kein Wasser und Strom an den einzelnen Campsites. 435 Pula pro Nacht pro Person.
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03.07.14
Je weiter wir nördlich Richtung Flußdelta kommen wird es nachts deutlich kühler (um die + 4°C), doch die Umrüstung auf einen Zweimannschlafsack ermöglicht uns das wärmende Füsseln.
Früh morgens fahren wir auf die Pirsch. Statt Leoparden erleben wir einen heftigen Kampf zwischen zwei Giraffenbullen. Später noch die gestrige Löwenfamilie mit einem gerissenen Gnu. Entlang des Flusses zurück kommt im Tiefsand wieder mal der 4x4 zum Einsatz, auch hier einige Hippos und Elefanten. Gefahrene Distanz: 60km. Die 2. Nacht in Camp Savuti ist ohne Vorkommnisse.








04.07.14
Die 140km Überfahrt von Savuti nach Ngoma Bridge/Camp Chobe über die sandige Piste ist aus fahrerischer Sicht anstrengend, aber längst nicht so schlimm wie uns Fahrer berichten, die uns entgegen kommen. Die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia sind ein regelrechter Kulturschock, raus aus der Natur mitten hinein in die lebendigen Siedlungen entlang der Mainroad.
Ein Besuch in der Primary School ist erschreckend. Wollen wir doch mit unseren Malbüchern und -utensilien etwas Gutes tun, fährt uns der Head of School barsch an, dass er lediglich mit Dollar etwas anfangen kann. Aus seiner Sicht sollten es 200 US$ sein. Konsterniert verlassen wir das Gelände. Doch dies ist erst der Anfang, wie sich bald heraus stellt.
Der Grenzübertritt, wieder ohne Vet-Kontrolle, geht zügig und unkompliziert.
Nach dem Zeltaufbau im Camp Chobe gibt es eine Sundowner Bootstour, die wirklich gut ist für die verlangten 250 N$. Unsere Nachbarn, eine freundliche südafrikanische Familie, hilft uns die arg reduzierten Vorräte mit selbstgebackenem Brot aufzubessern. Die Nacht ist sehr Frosch- und Hippogeräusche lastig.








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