Routenvorschläge für Namibia Roadtrip (Caprivi Zipfel) / Botswana

5 Antworten · 158 Aufrufe · gestartet gestern 21:43 von Travellist
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Themenstarter1 Beiträge · seit 2026gestern 21:43 ·

Hallo zusammen,

wir planen aktuell unseren ersten Namibia-Urlaub im November (haben Reiseerfahrung mit Südafrika und Krüger Nationalpark) und würden uns über eure Erfahrungen und Anregungen freuen. Wir möchten einen entspannten Roadtrip von ca. 2,5 Wochen machen mit abwechslungsreicher Landschaft, Natur, Tiere, Ruhe und schönen Lodges. Wir müssen nicht jeden bekannten Hotspot mitnehmen und bevorzugen eher entspanntes Reisen statt möglichst vieler Kilometer. Wichtig ist uns außerdem, möglichst mind. zwei Nächte an einem Ort zu bleiben und die Fahrtstrecken möglichst <4h zu belassen. Auch die Straßengegebenheiten sollten machbar sein. (Schotterpisten sind wir gewohnt, aber einen 4x4 hatten wir vorher noch nicht. Die Safaris würden wir vermutlich eher geführt machen und nicht als Selbstfahrer).

Unsere aktuelle Planung sieht so aus (Rundu und Grootfontein jeweils als Zwischenstopp, damit die Fahrten kürzer werden):

  • Start Windhoek
  • 2 Nächte Waterberg 
  • 1 Nacht Rundu 
  • 2 Nächte Divundu / Mahango NP (Ndhovu Safari Lodge)
  • 2 Nächte Kongola / Kwando 
  • 3 Nächte Kasane / Chobe NP (Chobe River Cottages. oder Water Lilly Lodge) inklusive Tagesausflug zu den Victoria Falls, Bootsfahrt Chobe
  • 1 Nacht Kongola
  • 2 Nächte Divundu (Mobola Island Lodge)
  • 1 Nacht Grootfontein / Otavi-Berge 
  • Rückfahrt nach Windhoek und Heimflug

Zusätzlich überlegen wir, ob wir die Route etwas anpassen und stattdessen oder zusätzlich noch nach Maun fahren sollten, um einen Rundflug über das Okavango-Delta zu machen. Das Delta aus der Luft zu sehen, steht eigentlich recht weit oben auf unserer Wunschliste. Oder nehmen wir uns dadurch zu viel vor? (Optional wäre für uns auch die Spitzkoppe, Etosha oder die Salzpfannen in Botswana spannend, aber dafür wird es zeitlich wohl zu knapp). 

Daher unsere Fragen:

  1. Ist diese Route realistisch für 2,5 Wochen mit unseren Vorgaben? Wo würdet ihr kürzen oder optimieren, damit es entspannt bleibt?
  2. Habt ihr Unterkunfts‑ oder Routenempfehlungen?
  3. Machen die Zwischenstopps bei Rundu und/oder Grootfontein Sinn oder gibt es andere Tipps?
  4. Würdet ihr für einen Erstbesuch eher beim Caprivi-Zipfel bleiben oder versuchen, Maun und einen Delta-Rundflug einzubauen?
  5. Gibt es Lodges oder besondere Naturerlebnisse entlang der Route, die ihr nicht mehr missen möchtet?
  6. Wie erlebt ihr den November hinsichtlich Landschaft, Wetter und Tierbeobachtungen in dieser Region?

Wir freuen uns über alle Erfahrungen, Meinungen und Verbesserungsvorschläge.

Vielen Dank für Eure Hilfe! 😊


248 Beiträge · seit 2024gestern 23:16 ·
Hi @Travellist 

Vorab: ich gehe davon aus, dass ihr für November 2027 plant, oder?

In 2.5 Wochen werdet ihr realistischerweise nicht viel mehr unterbringen, den Schlenker nach Maun aber ziemlich sicher nicht, wenn ihr nicht mehrere Tage mit langer Fahrzeit und großen Etappen einplanen wollt. Nur wegen der Fluges übers Delta würde ich das aber auch nicht machen. Ab Shakawe könnt ihr den Helicopter Flug auch machen, und das könnt ihr mit Voranmeldung über die Ndhovu Lodge buchen.


Ich persönlich würde die Route für eine erste Namibia Reise wohl anders gestalten. Aber wichtig ist, dass ihr erstmal euren Fokus festlegt. Eure Route ist sehr auf Tiere (am Wasser) ausgelegt, Landschaft kommt da relativ kurz. Ich finde die Route daher ehrlich gesagt fast etwas eintönig, weil ihr dieselbe Strecke wieder zurückfahrt, und die Fahrt oben durch dem Caprivi nicht besonders abwechslungsreich oder landschaftlich reizvoll sind. An euren Stopps werdet ihr aber sicherlich schöne Erlebnisse haben! 


Ansonsten könnt ihr noch überlegen, ob ihr einen langen Fahrtag am Anfang in Kauf nehmt, um dann eine Nacht mehr in einer schöneren Gegend zu verbringen. Ich würde Rundu eher weglassen und direkt nach Divundu durchfahren, aber das ist eben eine ziemlich lange Fahrt, d.h. früh aufbrechen und am besten beim Fahren abwechseln. Straßen sind aber gut, und das ist machbar. 


Wenn euch Spitzkoppe und Etosha interessieren, könntet ihr aber auch schauen, ob ihr eine ganz andere Tour (ohne Botswana, und eher ohne Caprivi) machen wollt. Das wäre dann eine Mischung aus Tierwelt im Etosha und der fantastischen Landschaften, die Namibia so besonders machen. Aber letztlich ist alles Geschmackssache, und es gibt überall Highlights!

Reisebericht 3.5 Wochen in Simbabwe 2025 Reiserückblick Absolute Beginner in Namibia 2020 Teaser Namibia und Botswana 2024 Teaser Kilimanjaro 2022
8’783 Beiträge · seit 2010heute 06:41 ·

Guten Morgen, ich stimme Akane zu, die Tour ist etwas eintönig. Ich hab das mit dem Hin- und Zurückfahren im Caprivi auch schon gemacht, es gibt Spannenderes 😎. Habt Ihr schon mal über Einwegmiete Windhoek-Kasane nachgedacht (oder schon in Katima Mulilo abgeben, ich hab jetzt gerade die namibischen Vermieter nicht auf dem Schirm, die das anbieten, ich glaube aber, Savanna zum Beispiel macht das). 

Das ist zwar teurer, auch wegen eines Gabelfluges, aber dann könntet Ihr bei eurer kurzen Reisezeit auch noch ein bisschen was anderes sehen. Und Ihr würdet euch die Automiete in Kasane sparen. Da Ihr ja Gamedrives eh geführt machen wollt, wäre ein Auto dort rausgeschmissenes Geld. Ich rechne mir sowas immer gerne schön 😉😂.

In Kasane würde ich übrigens immer zu einer Selbstversorgerunterkunft tendieren, denn wenn Ihr morgens Bootstouren oder Gamedrives macht, die nicht ultrakurz sein sollen, dann wird das mit dem Frühstück in der Lodge gerne mal eng. Und man kann auch gut in der Gegend dann brunchen gehen oder so. Taxifahren ist nicht teuer, wenn einem die Strecken zu lang werden zu einem Lokal.

Der Helikopterflug ab Ndovu bzw. Shakawe ist zwar teurer, aber geschenkt sind die ab Maun auch nicht 🙈und dafür bräuchtet Ihr das Auto und Zeit. Die Fahrt nach Maun von Kasane aus ist jetzt auch nicht der Knüller, Asphalt mit Schlaglöchern und Baustellen. Würde ich auf keinen Fall machen nur wegen Hubschrauberflug.  Und danach müsstet Ihr ja dann auch irgendwie wieder weiterkommen, wie hattet Ihr das gedacht? Dann über Ghanzi  zurückfahren? Ist nochmal lange und eher öde.

Ich hab mal in eurer Tour entsprechend rumgepfuscht (als Einwegmiete-Tour). Eigentlich sollten da ja noch ein/zwei Tage Luft sein, wenn Ihr 2,5 Wochen unterwegs seid, oder sind da die Flüge mit eingerechnet? Dann könntet Ihr vielleicht noch an den Sambesi um Katima Mulilo rum. Oder im "trockenen" Teil von Namibia noch etwas einfügen.

Wegen Wetter im November: es wird auf jeden Fall heiß sein, ob es regnet, weiß heute niemand. Davon hängen dann auch ein bisschen die Tiersichtungen ab. 


Travellist schrieb:
  •  Start Windhoek
  • 1 Nacht Spitzkoppe
  • 2 Nächte Erongo 
  • 2 Nächte Waterberg 
  • 1 Nacht Rundu 
  • 3 Nächte Divundu / Mahango NP (Ndhovu Safari Lodge) mit Helikopterausflug ins Delta
  • 2 Nächte Kongola / Kwando 
  • Autoabgabe
  • 3 Nächte Kasane / Chobe NP (Chobe River Cottages. oder Water Lilly Lodge) inklusive Tagesausflug zu den Victoria Falls, Bootsfahrt Chobe
  • 1 Nacht Kongola
  • 2 Nächte Divundu (Mobola Island Lodge)
  • 1 Nacht Grootfontein / Otavi-Berge 
  • Rückfahrt nach Windhoek und Heimflug



Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet heute 06:51
47 Beiträge · seit 2026heute 07:51 ·
Hallo @Travellist ,

In Kongola waren wir im Camp Kwando, das war für mich eins der Highlights. Es war dort wirklich wunderschön, und das Essen ist auch phantastisch! Wenn möglich, macht dort einen Gamedrive in die Kwando Core Area zum Horseshoe. Camp Kwando bietet es selber nicht an, aber zb. die daneben gelegene Namushasha Lodge nimmt auch Tagesgäste mit. Da hat man sogar eine kleine Bootsfahrt mit dabei, da sie ihre Autos gegenüber vom Fluss im Nationalpark geparkt haben, und man sich so die lange Anfahrt rauf zum Gste spart. 

In Divundu habt ihr jetzt nur Mahango eingeplant, ich würde aber auf jeden Fall auch die Buffalo Core Area einplanen, die zwei Parks sind ganz unterschiedlich. Uns haben beide sehr gut gefallen, und es war auch im Sommer kaum was los!

Liebe Grüße, 

Caro

1’415 Beiträge · seit 2013heute 08:24 ·

Hallo,

wir waren bereits 2x im Caprivi (2014 und 2022), wobei speziell die Tour 2014 sehr ähnlich deiner Planung war.

Schau doch mal in unsere entsprechenden Reiseberichte (Links dazu in meiner Signatur), da findest du jede Menge Tipps und Anregungen auch zur Aufteilung der Etappen, inklusive Eindrücken von  Chobe/Kasane, Horseshoe, Mahango und Buffalo Core. Dann kannst du auch entscheiden ob dir die Landschaft vielleicht doch zu eintönig ist. Klar ist, dass es dort lange nicht so abwechslungsreich und auch völlig anders ist als im restlichen Namibia, absolut nicht vergleichbar. Aber es hat speziell bei den Bootstouren etwas entschleunigendes, zumindest wir haben es auf unseren beiden Touren so empfunden.

Ich würde auf eurer Tour so fahren (mit den entsprechende Aufenthalten): Rundu - Kongola - Kasane - Divundu - Grootfontein. Dann fahrt ihr auf der Rückfahrt andere Tagesziele an als auf der Hinfahrt und habt so etwas mehr Abwechslung.

LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet heute 08:24
33,2k Beiträge · seit 2006heute 08:53 ·
Hallo Travellist,

ich finde das mit dem Hin- und Zurückfahren aus dem Caprivi bei 2,5 Wochen nicht so das Problem. Das sind halt 2 Fahrtage. Ich persönlich würde

  • 3 Nächte Kasane / Chobe NP (Chobe River Cottages. oder Water Lilly Lodge) inklusive Tagesausflug zu den Victoria Falls, Bootsfahrt Chobe

komplett streichen und in Namibia bleiben. Eine Bootsfahrt auf dem Chobe könnt ihr auch so machen (z. B. vom Chobe River Camp oder eben auch Lodges wie Chobe Water Villas) und den Tagesausflug zu den Vicfalls ebenso (als geführte Tour, nur als Shuttle etc). Alles was ihr an der Chobe Waterfront erleben bzw. sehen könntet, könnt ihr auch von namibischer Seite aus sehen. Ich bin aber eben auch absolut kein Botswana-Chobe-Fan.

Auf der Rückfahrt dann halt einmal irgendwo in der Grootfontein-Gegend schlafen und dann nach Windhoek. Je nach Rückflugzeit eben noch eine Nacht bei/in Windhoek.

Viele Grüße

Christian

Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!