Reiseziel gesucht

3 Antworten · 95 Aufrufe · gestartet gestern 23:42 von k0Nr@d
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Themenstarter45 Beiträge · seit 2012gestern 23:42 ·
Liebe Fomis,


ich bin zwar schon seit 2012 Mitglied, da ich nun doch viele Jahre hier nicht mehr dabei war, muss ich mich fast als Neuling vorstellen.
Dank euch hatten wir im August 2017 einen super Urlaub und tolle Erlebnisse in Südafrika. Nochmals Danke für die Unterstützung bei der Planung und all die Tipps!

Nun hat meine beste Hälfte wieder Feuer gefangen für den Süden "unserer Zeitzone". Ich durchwühle dann natürlich pflichtbewusst und begeistert das Internet, plage die KI (die öfters mal fantasiert) und vor allem habe ich mich hier bei euch gleich wieder wohl gefühlt zwischen all den Tipps und Reiseberichten ... und ich habe auch die Suchfunktion benutzt ;-)

Ich bitte euch um eure Erfahrung und realistische Einschätzungen zu meinen Ausgangspunkten bzw. Fragestellungen für eine potenzielle Reise in das südliche Afrika:

  • Reisezeit: 3 - 3,5 Wochen ab Mitte August 2027
  • Gesundheitlich eingeschränkt sollte ich nicht mehr als 2-3 Stunden Autofahren, wenn es mal 4 oder 5 über den Tag verteilt sein müssen und das nur in Ausnahmefällen, wird es auch klappen. In der Regel sind eure Empfehlungen eh in der Richtung wenig fahren und viel Erleben.
  • Meiner Partnerin haben bei Youtube ein paar Reiseberichte zu Namibia gefallen. Was mich wenig animiert ist, wenn dann an einem Hotspot (Deadvlei & Co.) 20 und mehr Fahrzeuge sind. Dafür möchte ich nicht 400 km von Windhoek fahren. Die KI meinte, dass auch im Etosha bei den Wasserlöchern oft mehr als 20 Fahrzeuge und auch Busse sind und rät daher zu Caprivi. Wie ist die Situation im August?
  • Gelandet bin ich dann bei einer Route Windhoek, Caprivi, Vic Falls, Maun, Windhoek, welche wohl sehr lange ist, vor allem wenn ich mir Reiseberichte hier anschaue, welche in drei Wochen Vic Fall, Caprivi, Windhoek gefahren sind und somit die halbe Strecke genossen haben.
  • Auch habe ich hier gelesen, dass es nicht klug ist, vor Ort Tiefsand fahren zu lernen. Ich habe keine 4x4 Erfahrung, bin im Hluhluwe mit dem 2x2 im "Tiefsand" hängen geblieben. War keine gröbere Sache. Wo oder wie lernt man am besten Tiefsand fahren?
  • Mit Dachzelt unterwegs sein wäre toll (wir haben zu Hause selbst ein Dachzelt), doch ist der Südwinter für mich Frostbeule vielleicht nicht so optimal, und ich muss sagen, wir haben in Südafrika in den Lodges und Restaurants schon sehr gut gespeist, so dass wir doch vielleicht lieber auch mal Essen gehen möchten. Also wenn finanziell stemmbar, dann gerne Lodge oder auch kombiniert Lodge und Camping.
  • Nachdem ich aufgrund meiner fehlenden 4x4 Erfahrung Maun gestrichen hatte, kam dann plötzlich Caprivi+Simbabwe ins Spiel, dann aber vielleicht doch wenig geeignet für Selbstfahrer??? Also die KI bringt echt viel Verwirrung
  • Ostafrika habe ich aufgrund der hohen Kosten bei Seite gelegt.
  • Südafrika waren wir von JNB über Krüger, eSwatini, St. Lucia bis Durban und PLZ bis CPT. War super. Wir sind aber keine Wiederholer.
  • Somit unser Wunsch nach tollen Erlebnissen, viele Tiere, einheimische Kulturen, schöne Landschaften, viele Fotos und nicht überlaufene Orte.
  • Was würdet ihr mit einem Budget von ca. 4000 € pro Person zzgl. Flug für rund 3 Wochen empfehlen?


besten Dank schon fürs lesen und überlegen
lg Konrad

zuletzt bearbeitet gestern 23:48
7’346 Beiträge · seit 2006heute 07:13 ·
Hallo Konrad


Welcome back 😁

Mein Rat: Bleibt überwiegend in Namibia, mit einem kurzen Abstecher nach Botswana, und verhaltet euch anders als die Mehrheit. Dann habt ihr auch im August die bekannten Orte weitgehend für euch, und Vic Falls, Maun und Simbabwe könnt ihr streichen. Damit halbiert sich die Strecke, und die Tagesetappen passen zu deinen 2–3 Stunden.

Zum Tiefsand: Fangt mit einem Fahrtraining auf Ababis an (bei Solitaire, inklusive Sand). Das liegt ohnehin auf dem Weg, und danach weisst du, was das Auto kann und was Reifendruck ausmacht. Das ist deutlich besser, als es irgendwo unterwegs allein auszuprobieren.

Sossusvlei: Fahrt nachmittags rein. Die Masse steht zum Sonnenaufgang am Tor und ist mittags wieder draussen. Am Nachmittag seid ihr im Deadvlei fast allein, und das Licht ist genauso gut. Die letzten 5 km sind Tiefsand, dafür gibt es einen Shuttle, falls du es nicht selbst fahren willst.

Danach mit einer Zwischenstation Richtung Swakopmund, damit die Etappe nicht zu lang wird. Weiter ins Erongo, z.B. Erongo Rocks, dann Gästefarm Munsterland und von dort in den Osten der Etosha, z.B. Onguma. Was die KI zu den Wasserlöchern sagt, stimmt für die bekannten Stellen rund um Okaukuejo und Halali im August durchaus. Im Osten sieht es anders aus: Fahrt hauptsächlich Fischer's Pan und die Andoni Plains. Da fahren wenig Leute hin, und es ist trotzdem sehr schön.

Von dort mit Zwischenstopp weiter Richtung Caprivi in die Region um Divundu mit Mahango und Buffalo Core Area: viele Tiere, wenig Fahrzeuge, kurze Wege. Dann kommt der Botswana-Teil: bei Mohembo über die Grenze in den Panhandle für Bootstouren auf dem Okavango. Zurück nach Namibia über Dobe nach Tsumkwe: Baobabs, Salzpfannen, und bei den San bekommt ihr auch den Kulturteil, den ihr sucht. Eventuell ein Abstecher in den Khaudum, der Süden ist einfach befahrbar. Rückfahrt über Grootfontein und Otjiwarongo nach Windhoek. Ein paar Etappen in diesem Teil liegen eher bei vier Stunden, der Rest lässt sich gut in kurze Stücke teilen. Du kannst dir das ganze in zebramap zusammenklicken. Dann siehst Du die Distanzen und Fahrzeiten.

Zum Dachzelt: Ich würde Camping nicht ganz abschreiben. Gegen die Kälte hilft ein Schlafsack mit Armen und Beinen, bei uns heisst der Teletubby-Anzug. Damit friert auch eine Frostbeule im Südwinter nicht. Ein Mix aus Gästefarmen bzw. Lodges und Camping passt auch am besten zu eurem Budget. Ausschliesslich Lodges wird in der Hochsaison mit 4000 € pro Person knapp, gemischt geht es gut. Auf den Gästefarmen esst ihr in der Regel sehr gut. Für August 2027 solltet ihr Onguma und die Unterkünfte bei Divundu früh buchen.


Herzliche Grüsse aus Namibia

Chrigu


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zuletzt bearbeitet heute 07:13
32 Beiträge · seit 2026heute 09:52 ·
Hallo @k0Nr@d ,


wir waren heuer im Juli in Botswana und im Caprivi, wir haben eine Lodge Tour gemacht. Ich bin gerade dabei, den Reisebericht zu schreiben und da Panhandle (kuzer Stopover) und der Caprivi ziemlich am Anfang unserer Route standen, komme ich in den nächsten Tagen bereits dort hin, vielleicht hast du ja Lust, mitzulesen 😊 hier der Link. Da wir auch auf unser Budget schauen mussten, waren wir definitiv im mittleren-unteren Bereich unterwegs.

Ich war noch nie vorher in Botswana oder Namibia, nur in Südafrika. Wir waren alle begeistert von der Sambesi Region (Caprivi). In Divundu sind wir in der Nunda River Lodge untergekommen, und das war die absolute Lieblingslodge meines Sohnes. Sie ist sehr familiär, die Besitzer haben sich selbst um uns gekümmert, wir haben uns gut mit ihnen unterhalten und mein Sohn war begeistert vom extra Biltong, das ihm der Chef für den Gamedrive einpacken ließ, weil er es so liebt 😊

Die Bootsfahrt mit Bassi war ein Traum, und die Gamedrives mit Thomas ebenso, beide waren so bemüht, und haben uns so schöne Erlebnisse bereitet. Die Häuschen am Fluss sind einmalig und gegessen haben wir auch immer gut. Die Mahango Core Area ist recht nahe, man fährt mit dem Auto ca. 10 Minuten hin, zur Buffalo Core ist es etwas weiter, es lohnt sich aber auf jeden Fall beides! Ich hatte gar keine Erwartung an die Mahango Core Area, und wir wurden überrascht!

Zweiter Stop im Caprivi war das Camp Kwando, und auch das haben wir sehr genossen. Das war für mich die Nummer 2 der Unterkünfte unserer Reise. Richtiges Afrika Feeling, direkt am Fluss gelegen, der auch gut gefüllt war. Und das Beste: direkt vor der Lodge lebt Henry, das Flusspferd mit seiner Familie. Direkt vor unserem Chalet! Und Flusspferde sind die Lieblingstiere meines Sohnes. In der Früh haben wir immer "Buschfernsehen" gemacht. Eingekuschelt in die dicken Decken bei der großen Glasfront rausschauen und lauschen...

Anke, die Köchin auch sehr bekannt in diesem Forum, hat uns kulinarisch verwöhnt. Wirklich.

Es war nie viel los, wir waren oft alleine oder haben maximal zwei bis drei andere Autos gesehen. Die Straßen sind sehr gut zu befahren. Kalt war es halt schon! Brrr. In der Früh (wir sind eigentlich immer sehr früh aufgestanden wegen den Game Drives) hatte es meist um die 9°. Aber sobald die Sonne kommt, geht es erstaunlich schnell, und es wird wunderbar warm! Wir hatten tagsüber meist zwischen 26 und 30°. Und ein weiterer Vorteil: fast gar keine Mücken. 

Ich könnte noch ewig weiterschreiben 😁 wie du siehst, würde ich es wärmstens empfehlen!

Schreib mich gerne an, wenn du Fragen hast!

Liebe Grüße,

Caro