Wir planen für die Berliner Osterferien 2027 unsere erste Namibia-Reise als Selbstfahrer von Sonntag, 21. März bis Samstag, 3. April 2027, also 13 Nächte im Land, an- und abreisend über Windhoek.
Wir sind zwei Erwachsene mit drei Kindern: Unsere Tochter ist dann 10, die Zwillinge sind 5 – sie werden erst im Mai 2027 sechs. Das ist für uns der springende Punkt. Dazu unten mehr.
Reizen würde uns außerdem, ein paar Nächte zu campen statt durchgehend in der Lodge.
Ich habe hier im Forum schon einiges gelesen, unter anderem die Threads zur Tierbeobachtung im März/April, zur Route zwischen Erongo und Etosha mit Kindern und den Thread „Erstes mal Namibia – unsicher, Lodge oder Dachzelt". Zwei Dinge habe ich daraus mitgenommen und in die Planung eingebaut: keine Ein-Nacht-Stopps mehr, und lieber weniger Stationen als mehr Fahrerei. Trotzdem stecken wir bei zwei Varianten fest und würden uns über eure Einschätzung sehr freuen.
Variante A – mit Damaraland
| Datum | Nächte | Station |
|---|---|---|
| 21.3. | 1 | Windhoek (Ankunft nach Nachtflug) |
| 22.–23.3. | 2 | Okonjima |
| 24.–26.3. | 3 | Etosha (Andersson Gate, Okaukuejo/Halali) |
| 27.–28.3. | 2 | Twyfelfontein / Damaraland |
| 29.–31.3. | 3 | Swakopmund |
| 1.–2.4. | 2 | Sesriem / Sossusvlei |
| 3.4. | – | Rückfahrt Windhoek, Abendflug |
Variante B – mit Erongo, dafür ohne Damaraland
| Datum | Nächte | Station |
|---|---|---|
| 21.–22.3. | 2 | Windhoek bzw. Gästefarm in der Nähe |
| 23.–24.3. | 2 | Okonjima |
| 25.–27.3. | 3 | Etosha (Andersson Gate) |
| 28.–29.3. | 2 | Omandumba, Erongo |
| 30.–31.3. | 2 | Swakopmund |
| 1.–2.4. | 2 | Sesriem / Sossusvlei |
| 3.4. | – | Rückfahrt Windhoek, Abendflug |
Wir tendieren im Moment zu Variante B, weil jede Station mindestens zwei Nächte hat, die Etappe Erongo–Swakopmund kurz ist und wir zu Beginn zwei Nächte zum Ankommen haben. Der Preis dafür ist, dass Twyfelfontein und das Damaraland komplett wegfallen – und da sind wir uns eben nicht sicher, ob wir das später bereuen.
Unsere offenen Fragen
1. Altersgrenzen. Das ist unser größtes Problem. Geführte Fahrten der NWR im Etosha sind erst ab 6 Jahren, und bei Okonjima sind die Park Activities (also auch das Leoparden-Tracking) ab 6 – mit 5 bleiben nur das AfriCat-Zentrum und „Off The Beaten Track". Hat jemand Erfahrung damit, ob Okonjima bei einem exklusiv gebuchten Fahrzeug (also wenn man alle acht Plätze bezahlt) bei der Altersgrenze kulant ist? Und lohnt sich Okonjima für uns überhaupt noch, wenn die Zwillinge beim Tracking draußen bleiben müssten?
2. Alternativen ohne Altersgrenze. Auf dem Schirm haben wir Mount Etjo, Erindi und Mushara Bush Camp. Was würdet ihr an unserer Stelle statt Okonjima nehmen – oder Okonjima trotzdem behalten, weil die Große (10) das Tracking machen kann?
3. Regenzeit. Uns ist klar, dass Ende März im Etosha alles verteilt ist und die Wasserlöcher nicht mehr der Magnet sind. Wir haben uns innerlich davon verabschiedet, eine Liste abzuhaken. Trotzdem: Würdet ihr bei drei Nächten Etosha bleiben oder eine Nacht davon lieber woanders investieren? Und wie realistisch sind Ende März die Schotterpisten Richtung Damaraland – das spielt für Variante A ja direkt eine Rolle.
4. Fahrzeiten. Sind die Etappen (max. rund fünf Stunden, Swakopmund–Sesriem) mit Fünfjährigen realistisch, oder sollten wir die lange Strecke an die Küste noch weiter entzerren?
5. Sitzerhöhungen. Für zwei Fünfjährige und eine Zehnjährige brauchen wir passende Sitze. Bei welchen Vermietern habt ihr da gute Erfahrungen gemacht? Was ich bisher gelesen habe, klingt eher ernüchternd.
6. Dachzelt und Camping. Wir würden gern ein paar Nächte campen, sind aber mit fünf Personen unterwegs. Konkret:
- Was nimmt man mit drei Kindern bzw. fünf Personen überhaupt – Land Cruiser mit zwei Dachzelten plus Bodenzelt?
- Ist Ende März – also am Ende der Regenzeit – Camping überhaupt sinnvoll, oder handelt man sich nasse Zelte und Gewitter am späten Nachmittag ein?
- Wir haben hier gelesen, dass das Bodenzelt bei mehreren Nächten am selben Ort im Vorteil ist, weil man es stehen lassen kann, und dass an der Küste (feucht-kalt) und in den großen Etosha-Camps eher eine feste Unterkunft empfohlen wird. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?
- Wenn wir nur an zwei, drei Stationen campen: Welche wären das aus eurer Sicht auf unserer Route – Sesriem, Omandumba/Spitzkoppe, das Campsite bei Okonjima? Und wo würdet ihr auf jeden Fall ein festes Dach nehmen?
Über jeden Hinweis, auch wenn er unsere Planung infrage stellt, sind wir dankbar.
Lieben Dank und beste Grüße Carsten