← Zurück zum Bericht

Reisebericht · namibia-forum.ch

Immer wieder in den Süden

von solitaire · 51 Teile

Teil 101. März 2026

Hallo liebe Formis,
ich bin seit einiger Zeit wieder daheim und schön langsam "finde ich auch wieder zurück ..."
Stunden um Stunden sitze ich an meinen Fotos und ärgere mich mit Übertragungsfehlern und Konvertierungshürden herum 😕 , aber schön langsam schaffe ich einen Reisebericht.

Ich gestehe - der Süden Namibias und der KTP haben es mir angetan. Immer wieder zieht es mich auf die gleiche Tour, jedesmal entdecke ich neue Routen, neue Unterkünfte und Camps, mache neue Erfahrungen und Entdeckungen und lerne viele nette Menschen kennen.

Diesmal bin ich vom 1. Jänner bis 13. Feber unterwegs. 3 Wochen mit meiner Nichte, weitere 3 Wochen allein.
Über die Einreise habe ich schon im Thread über das eVisum berichtet. Nochmal in aller Kürze: Wir haben eVoA, sind auch relativ rasch im Flughafengebäude und weit vorne. Bis das Leitsystem geändert wird und wir plötzlich weit hinten warten. Touristen ohne eVoA bekommen ein Formular in die Hand gedrückt und einen eigenen Schalter. Neiderfüllt blicken wir aus der Schlange auf die rasche Abfertigung an diesem Schalter, bis ... ja, bis auch dort wieder das Leitsystem geändert wird und nun alle in einer Schlange anstehen. Manche Bearbeitungen dauern 15 (!!!) Minuten pro Person. Aber: Mittlerweile weiß ich, dass man an Ankunftstagen einfach Geduld und Gelassenheit mitbringen muss. Nach 1 3/4 Stunden kommen auch wir an die Reihe.
Die Bearbeitung dauert lange, die Beamtin prüft intensiv und langsam. Endlich halte ich meinen Pass in der Hand, will schon weitergehen, schaue aber zur Sicherheit noch auf das Gültigkeitsdatum des Stempels. Da steht doch tatsächlich 31. Jänner. Unfassbar. Das ist mir nun schon zum zweiten Mal passiert, dass ein falschen, noch dazu viel zu frühes, Datum im Pass eingetragen wird. Ich reklamiere das und die Beamtin streicht den ersten Eintrag einfach durch. Sie schreibt dann 31. Februar (!), streicht wieder durch und schreibt schließlich 31. März rein (ob das im Zweifelsfall anerkannt wird???). Also: Kontrolliert auf jeden Fall, ob alles richtig eingetragen wurde. Verlasst euch nicht darauf, dass es ohnehin im eVoA steht und euch automatisch die ganzen 3 Monate eingetragen werden.

Geldwechseln und Sim-Karte besorgen geht wie üblich rasch, die netten Damen bei MTC erledigen mir den Tausch und die Aufladung, ich bekomme alles sozusagen "startbereit".

Schon aus dem Flugzeug sah ich, dass diesmal einiges anders ist als gewohnt. So habe ich das Land noch nie gesehen. Da es in den letzten Wochen und Monaten in und um Windhoek sehr viel geregnet hat, ist das ansonsten ausgetrocknete Land nun grün und voller Blüten.

IMG_0561.jpg


IMG_0578.jpg


IMG_0580.jpg


IMG_0586.jpg


Den ersten Tag und die ersten Nacht verbringe ich immer in Windhoek. Diesmal will ich einige Geschäfte im Zentrum besuchen. Außerdem werden ich 6 Wochen als Selbstversorgerin unterwegs sein, da kann es zum Start durchaus mal ein Hotel sein, das zentral gelegen ist. Und ein feines Abendessen im Cape Town Fishmarket. Die Austern waren köstlich.

a.jpg


Zurück im Hotel bewundern wir den Vollmond von der Dachterrasse aus, unten auf der Straße blinkt und leuchtet noch die Weihnachtsbeleuchtung.
Im Zimmer erleben wir eine unliebsame Überraschung: Die Klimaanlage lässt sich nicht einschalten. Es herrscht Saunatemperatur. Ein junger Mann aus der Technikabteilung steht dem Problem mit gerunzelter Stirn ratlos gegenüber. Seine zündende Idee: Im Schrank versteckt ist ein Sicherungskasten. Hauptsicherung einmal aus und wieder eingeschaltet und plötzlich bläst wieder kühle Luft durch den Raum. Der junge Mann verabschiedet sich rasch und sichtlich erleichtert.
Beim Schlafengehen die nächste Überraschung: Das Licht im Vorraum verhält sich gegenteilig zur Klimaanlage, es lässt sich nicht ausschalten. Da ich nun weiß, wo der Sicherungskasten ist, lege ich selbst Hand an und den Stromkreis des Vorzimmers lahm. Man muss sich nur zu helfen wissen 😗

IMG_0604.jpg


w-2.jpg



Schönen Sonntag noch allerseits
Solitaire

Teil 202. März 2026

Hi Kirsten und Melanie, gerne auch fragen, wenn du etwas Konkretes wissen möchtest. Wenn ich die Antwort weiß - jederzeit.

Die nächste Station ist das Sossusvlei. Meine Nichte war noch nie dort, ich vor fast 20 Jahren 🙄
Die einfachste Anreise wäre über den Spreetshoogte Pass. Aber erstens mag ich die Teerstraßen nicht so gerne, zweitens mag ich den Gamsberg Pass sehr gerne und drittens ist die C14 meiner Meinung nach in Namibia die schönste Variante, den Tropic of Capricorn zu überqueren.
Vielleicht mag ich den Gamsberg Pass auch deshalb so gerne, weil ich weiß, dass irgendwo da hinten der Kuiseb Canyon ist, in dem Henno Martin und Hermann Korn über 2 Jahre gelebt haben (an dieser Stelle ein Buchtipp für jene, die es noch nicht kennen: Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste).
Meine Nichte erzählt mir später von ihrem mulmigen Gefühl, weil es neben ihr ohne Leitplanken senkrecht in die Tiefe ging und sie (zumindest am Anfang) meinen Fahrkünsten anscheinend nicht so vertraute 😗

IMG_0620.jpg


IMG_0637.jpg


Auf der C14 kommt schon der Vorgeschmack auf die Wüste und der Blick auf die Witberge und Rotstockberge. Und der Tropic of Capricorn. Schade ist nur, dass man kaum ein Foto hinbekommt (auch bei anderen Destinationen), ohne ein rotes Herz oder einen gelben Rahmen auf dem Foto zu haben 😠



DSC08762.JPG


DSC08775.JPG


Tsamma Melonen und Ludwig's Bustard "zwingen" uns immer wieder, Stopps zum Staunen und Fotografieren einzulegen.

IMG_0658.jpg


DSC08792.JPG


Falls ich Fehler beim Bestimmen von Pflanzen und Tieren mache, bitte mich unbedingt zu korrigieren.

Die C14 ist in einem Top-Zustand. Dafür sorgen nicht zuletzt die Grader, die uns laufend begegnen. Auch alle anderen Straßen der Reise sind sehr gut zu befahren, ich hatte noch nie so wenig "Wellblechpisten".


IMG_0684.jpg

Teil 304. März 2026

Wenn ich auf der C14 bin, ist Solitaire ein absolutes Muss für mich (no na 😗 )
Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Wort "Drankwinkel" zu meinen Favoriten unter lustigen Afrikaans-Worten zählt 😉

IMG_7704.JPG


Aber es gibt auch interessante Infos zu entdecken (wobei ich einem bottle store mein Interesse nicht absprechen will ...)

DSC00261k.JPG


Und lustige Details. In der verrosteten Karosserie wohnt eine Fuchsmanguste, die sich allerdings nicht sehr kooperativ zeigte, was Fotos betrifft.

DSC00267k.JPG


Und jedesmal stehe ich sprachlos vor der Tafel mit den Regenmengen.

IMG_0682.jpg


Ich habe auch deshalb so einen Hang zu Solitaire, weil es der erste Stopp auf meiner ersten Namibia-Reise war und ich dort auf dem Campingplatz in einem Zelt geschlafen habe. Eine gefühlte Ewigkeit ist's her ...

Sol9.JPG


Ich habe seither bloß ein einziges Mal einen Camper gesehen. Wird der Platz nicht mehr genutzt? Mittlerweile gibt es ja viele Lodges drumherum.

Teil 406. März 2026

Nach schier unzähligen Stopps erreichen wir gerade noch vor Sonnenuntergang das Desert Quiver Camp.
DSC08801k.JPG


Um 5.44 Uhr quälen wir uns dann aus den Federn, allerdings schon voller Vorfreude auf das Sossusvlei. Belohnt werden wir dafür mit einem fast vollen Mond, der uns noch die Ehre gibt, bevor er verblasst.
IMG_0700.jpg


Um 6.15 Uhr sind wir vor dem ersten Gate die Nummer 13. Es geht aber dann zügig los und wir fahren in einer Schlange zum Sossusvlei. Das Permit muss man nicht vor der Fahrt lösen. Man kann nach der Rückfahrt mit seiner Nummer (bei uns eben 13) im Nachhinein bezahlen.
Eins muss ich an dieser Stelle anbringen: Wir fahren 60, bestaunen die aufgehende Sonne und das wunderschöne Licht, werden aber von fast allen nachkommenden Fahrzeugen überholt. Auf der Strecke gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h.
Bei mir ist es gefühlte ewige Zeiten her, dass ich im Sossusvlei war, ich kenne den View Point nicht. Gerad als wir ihn passieren, ist faszinierendes Licht und wir stoppen, um das zu genießen.
DSC08806.JPG

Kurz nach der Düne 45 stehen zwei Fahrzeuge am Straßenrand. Das verheißt oft Gutes. Wir stoppen auch und sehen im fahlen Morgenlicht eine Braune Hyäne das Tal entlang marschieren. Ich liebe Braune Hyäne, und diesen Höhepunkt bereits am Beginn der Reise zu erleben, bestärkt mich darin, dass es nichts bringt, irgendwo hin zu hetzen. Es gibt immer irgendetwas zu sehen und zu erleben. Foto gibt es leider keines, wir mussten uns den Hals verrenken, um sie zu beobachten.
Nachdem bereits zig Fahrzeuge an uns vorbeigerauscht sind, ist die Stimmung einigermaßen gedämpft. Wir erwarten, dass sich nun Menschenmassen im Sossusvlei drängen werden. Aber siehe da - anscheinend sind Deadvlei und Big Daddy aktuell der Renner. Der Parkplatz ist knallvoll, im Sossusvlei hingegen so gut wie nichts los.
Ich werde wohl immer bequemer - ich lasse mir den Reifendruck vermindern und wir rollen nun die letzten paar Kilometer durch reinen Sand. Ein bisschen hatte ich Bedenken, ob ich es schaffen werde, aber die sind bald vergessen und es ist richtig lustig, durch den Sand zu steuern.
Im Sossusvlei sind wir nahezu allein. Ein grandioses Gefühl. Stille, nur unser eigenes Keuchen ist zu hören.

DSC08863.JPG


DSC08819.JPG


Wieder zurück im Vlei bestaunen wir die Blüten und neuen Triebe, die der Regen der vergangenen Zeit hervorgerufen hat.

DSC08842.JPG


DSC08840.JPG


DSC08853.JPG


Ich habe leider keine gute Bestimmungsliteratur für Pflanzen. Kann mit jemand helfen, diese zu bestimmen?
Danke.

Teil 509. März 2026

Nach der Dünenbesteigung im Sossusvlei geht's zurück ins Desert Quiver Camp. Eigentlich wollten wir in den Pool, doch jetzt ist es zu heiß. Wir machen Siesta und genießen auf der Terrasse einfach die Aussicht. Die Bauten sind wie aufgefädelt, aber nicht in einer Reihe, sondern versetzt, sodass man seine Privatsphäre hat.
Der lange schmale Bau ist ein einziger, offener Raum, Waschbecken und Dusche schließen hinter einer halbhohen Mauer nicht sichtbar an das Bett an. Die Toilette verschwindet hinter einem Mauervorsprung, ist aber grundsätzlich offen. Nicht so meine Sache, aber es bleibt mir nichts anderes übrig 😵
Die Küche ist im Freien, auf der Terrasse, und ganz gut ausgestattet. Der einzige Nachteil ist, dass die Sonne tagsüber auf den Kühlschrank knallt, und dieser ächzend und stöhnend versucht, halbwegs zu kühlen. Um ihn dabei zu unterstützen, haben wir an der Tankstelle ice cubes gekauft und hineingelegt.

DSC08896.JPG


1.jpg


2.jpg


3.jpg


4.jpg


Als es etwas kühler wird, brechen wir zum Sesriem Canyon auf. Ein einzelnes Fahrzeug steht auf dem Parkplatz, ein Pärchen geht darauf zu. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wo genau der Abgang in den Canyon ist und frage sie. Ihr Englisch ist nicht besonders, sie deuten auf den Abgang und ich verstehe nur, dass sie hier oben spazieren gingen. Verstehe aber nicht, warum
Wir steigen in den Canyon, es ist angenehm schattig und kühl. Eine Wohltat im Gegensatz zur Hitze, die draußen immer noch das Land niederdrückt.
Als wir einen Felsvorsprung umrunden, verschlägt es mir die Sprache. Wasser. WASSER.
Nach einiger Zeit kommt eine kleine Gruppe und der Guide erzählt, es habe im Dezember sehr viele geregnet, seither hat der Canyon Wasser. Das ist ein besonderes Erlebnis.
IMG_0424.JPG


IMG_0431-2.JPG


Nach diesem aufregenden Tagesabschluss gibt es Abendessen. Wunderbares Fleisch aus der Schlachterei in Klein Windhoek, köstliches Stew im letzten Abendlicht.

IMG_0794.jpg


IMG_0803.jpg


IMG_0350.JPG

Teil 612. März 2026

Ich steh total auf gravel roads. Auf Teer geht's zwar schneller, ist aber nicht so schön. Auf gravel wird eine Fahrt von Sesriem nach Lüderitz gleich mal zu einer Tagestour. Nicht zuletzt wegen der vielen Stopps zum Fotografieren. Ich war noch nie um diese Zeit (Jänner) hier und komme aus dem Staunen nicht raus , wie grün hier alles ist. Auch wenn die Gräser oft zart sind und fotografieren Verrenkungen erfordert. Devils dorn säumt die Straßenränder in gelben Wellen und dann gibt es wieder Passagen, die noch sehr trocken sind.
Es ist faszinierend, wie schnell üppige Blütenpracht und Dürre abwechseln. Je nachdem, wo gerade ein Regenguss runterkam.
Auch hier bin ich schon oft auf schlimmstem Wellblech gefahren, jetzt ist die Straße sehr gut zu befahren.
Und dann sind wir auf meiner heißgeliebten D707, vorbei an Gunsbewys und den mit einem grünen Schleier überzogenen Hängen der Tirasberge.

IMG_0832.jpg


IMG_0831.jpg


DSC08917k.JPG


DSC08930k.JPG


DSC08941k.JPG


DSC08949k.JPG

Teil 719. März 2026

Die nächste Station ist Lüderitz. Natürlich geht es auf der C13 wieder vorbei an der Farm Tirool, man fühlt sich fast wie zu Hause. Ein bisschen klein sind die Berge allerdings.

DSC06018.JPG

DSC06015.JPG


Der Stopp bei den Pferden von Garub ist ein Muss, allerdings sind sie sehr weit weg. Braune Hyäne sehen wir leider auch keine.
Durch moderate Sandverwehungen geht es weiter nach Lüderitz. Riesige Laster brettern an uns vorbei, deshalb mag ich die Teerstraßen auch nicht.
Unser Ziel ist das Cormorant House auf Shark Island, weil wir unbedingt Meerblick wollten. Das war eine wirklich gute Entscheidung. Mit einem Glas Whiskey und unzähligen Möwen und Kormoranen genießen wir die Abendsonne in 2 gemütlichen Deckchairs auf der Terrasse. Das selfcatering appartement ist wirklich gut ausgestattet, die Küche hat alles, was man braucht, von Toaster über Mikro bis hin zur Kaffeemaschine, und ausreichend Geschirr. Die enge Einfahrt in den Hof ist zwar etwas gefinkelt mit einem Hilux, es geht aber.

IMG_0881.jpg

DSC08961.JPG

DSC08965.JPG

IMG_0899.jpg

Teil 820. März 2026

Ja, das ist wirklich schön. Eine angenehme Unterkunft und ein wunderbarer Ausblick. Direkt vor der Terrasse liefen auf den Felsen Austernfischer und Möwen zischten fast über unsere Köpfe. Das kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.

DSC09147k.JPG


DSC09117.JPG

Teil 924. März 2026

Was wäre Lüderitz ohne eine Bootstour. Die Online-Anmeldung hat zwar nicht geklappt, da wir aber am Tag davor sicherheitshalber auch telefonisch nachgefragt hatten, kommen wir mit an Bord. Glück gehabt, die Tour ist ausgebucht.
Wie schon gewohnt, ist man verleitet, im geschützten Hafen luftig bekleidet auf die restlichen Passagiere zu warten. Aber kaum verlässt der Katamaran die schützende Bucht und steuert die Halifax Insel an, suchen wir rasch nach unseren Jacken und Stirnbändern. Fotografieren ist kaum möglich, der Wellengang ist heftig. Das Wasser glitzert, der Guano-Überzug auf einer Felseninsel strahlt gleißend weiß, ein Delphin zeigt sich kurz und Schwarzhalstaucher schaukeln neben uns im Wasser.
Es ist erschreckend, wie wenig Brillen-Pinguine zu sehen sind. Hunderte sind 2018/2019 durch die Vogelgrippe - damals das erste Mal in Namibia aufgetreten - verendet. Unser Guide erzählt, dass es nun mit dem Bestand wieder bergauf gehe. Momentan seien es 800 und er hoffe, dass es bald wieder 1000 Exemplare sind.
Robben sehen wir viele, auf den Felsen und auch um uns herum im Meer. Der Guide meint, Robben gäbe es in Namibia mehr als Namibier. Sie würden Unmengen an Fisch fressen. Trotzdem funktioniert der Fischfang. Um Lüderitz herum wird laut seinen Angaben hauptsächlich Hake (Seehecht) gefangen, der von 3 Unternehmen in Lüderitz verarbeitet und exportiert wird. Einen davon haben wir dann nach der Tour im Restaurant Essenszeit auf dem Teller.

DSC08970.JPG


DSC09020.JPG


DSC09048.JPG


DSC09028.JPG


DSC08989.JPG


DSC09038.JPG


DSC08982.JPG


IMG_0977k.jpg

Teil 1027. März 2026

Natürlich steht auch die Lüderitz-Halbinsel auf unserem Plan. Namdeb weist uns gleich mal darauf hin, dass wir hier auf keinen Fall kleine, glitzernde Steinchen zur Finanzierung unserer nächsten Reise suchen dürfen.

IMG_0980.jpg


Wir steuern die Sturmvogelbucht an. Die Anfahrt ist gut beschildert, aber irgendwann übersehen wir anscheinend die Beschilderung und fragen uns, ob wir da nun nicht mitten im Nirgendwo stranden werden, ohne Orientierung, der Hitze und den Stürmen ausgeliefert, und vielleicht allerlei wilden Tieren ....... 😉
Manchmal verlieren wir die Spur, dann finden wir sie wieder, an engen Stellen höre ich im Geiste schon die Felsen am Lack des Hilux schürfen.
Irgendwann ist Ende, die letzte Kurve scheint mir doch zu waghalsig. Das letzte Stück geht es zu Fuß weiter.

IMG_1013.jpg


IMG_0984.jpg


IMG_0991.jpg




Die Sturmvogelbuch macht ihrem Namen alle Ehre. Es stürmt, wir müssen uns gegen den Wind stemmen, um nicht verblasen zu werden. Sturmvogel sehen wir keinen, aber einen enormen Walschädel, der auf die Vergangenheit der Bucht als Walfangstation hinweist.

DSC09093.JPG


DSC09108.JPG


DSC09096.JPG


Neben einer gestrandeten Qualle gibt es auch etliche Pflanzen zu bewundern.

IMG_6706.JPG


IMG_6597.JPG


IMG_6665.JPG


IMG_6823.JPG


Und natürlich auch Flamingos, Kap-Ente, Kap-Stelze, Kelp Gull (bitte um Korrektur, falls das falsch ist) ...

IMG_6761.JPG


IMG_6881.JPG


IMG_6782.JPG


IMG_6796.JPG


Bei zwei Fotos brauch ich eure Hilfe.
Was ist das?
IMG_6746.JPG


Und könnte das von einer Braunen Hyäne sein? Oder ist hier der Wunsch Vater des Gedankens?

DSC09089.JPG

Teil 1127. März 2026

Danke. Ich dachte es mir, war aber unsicher, weil es so viele waren.
Dieses Foto ist zwar von einer früheren Reise, aber zeigt, wie viele da waren. Wie gibt es das?

IMG_6754.JPG

Teil 1228. März 2026

Hallo allerseits, kurzer Schwenk zum Thema Auto.
In Lüderitz fällt mir auf, dass ich einen Steinschlag-Schaden an der Windschutzscheibe habe. Ich habe natürlich keine Ahnung, was das für Folgen haben kann und auch nicht, wie ich das auf Englisch erkläre. Ich rufe einen Bekannten an und der sagt mir, dass der mir unbekannte Ausdruck für mein Problem "chip repair" ist.
Ich schreibe an Asco, beschreibe ihnen, dass der Schaden ca. 1-2 mm groß ist und frage nach einer Werkstatt in Lüderitz. Leider gibt es in Lüderitz keine Werkstatt, die Windschutzscheiben reparieren kann. Asco meint, der Schaden sei sehr klein und ich könne bis zu meiner nächsten Station - Keetmanshoop - und dort in eine Werkstatt fahren. Einigermaßen beruhigt, dass nicht gleich die ganze Windschutzscheibe zu Schrott wird, mache ich es dann auch so.
In Keetmanshoop fahre ich zuerst zu Rassis Garage (die kenne ich schon von einem Problem auf einer früheren Reise). Die machen das allerdings auch nicht, schicken mich aber zu Tren Tyre. Dort wird der Schaden in 10 Minuten repariert. Es wird Kunstharz reingespritzt, dieses mit UV-Licht innerhalb weniger Minuten ausgehärtet und schon ist das Problem gelöst. Gekostet hat das Ganze NAD 250.

Teil 1306. Apr. 2026

Es ist natürlich angenehm, wenn man bedient wird, aber auf der Terrasse des Cormorant House beim selbst gemachten Frühstück zu sitzen, ist ein wunderschöner Tagesbeginn.

IMG_1040.jpg


Heute erkunden wir Shark Island, fahren von unserer Unterkunft hoch bis zur Spitze und besuchen das Shark Island Memorial. Es ist ein beklemmendes Gefühl, hier herumzuspazieren, war doch hier ein Konzentrationslager, in dem tausende Herero und Nama nach Aufständen gegen die deutschen Kolonialherren starben.
Sie Sonne brennt herunter und der Wind weht so stark, dass wir schwanken, wenn wir an der kleinen Mauer, der Abgrenzung zum Meer, stehen. Wir haben Sonnenschutz, Kappen und Jacken und trotzdem suchen wir Schatten und Schutz vor dem heftigen Wind.
Die Gefangenen damals waren Hitze, Kälte und Stürmen schutzlos ausgeliefert. Unvorstellbar, was sie ertragen mussten, bevor ihr toten oder halbtoten Körper den Haien vorgeworfen wurden.
Unvorstellbar ist für mich auch, dass hier bis vor kurzem ein Campingplatz war. Auch wenn vielleicht jetzt einige nicht meiner Meinung sind, ich finde das pietätlos. So schön dieser Platz hier auch ist, seine unrühmliche Vergangenheit kann man nicht wegschieben.

IMG_0958.jpg


IMG_0962.jpg


IMG_0968.jpg

Teil 1408. Apr. 2026

Ein kurzer Spaziergang führt uns zum verwaisten Bahnhof. Jetzt wissen wir zwar, dass es bis Seeheim 319 Kilometer sind, doch wir warten vergeblich. Per Bahn kommt man dort nicht hin. Außer Staubfontänen, im Wind rauschenden Palmenblättern, Vögeln und einigen Echsen bewegt sich hier nichts. Zug ist schon lange keiner mehr gefahren.
Im Hintergrund sehen wir das Woerman-Haus.

IMG_1030.jpg


IMG_1035.jpg


Auf dem Weg nach Keetmanshoop machen wir beim Bahnhof in Garub Station. Hier wurden einst die Wasservorräte für die Dampfloks, die nach Seeheim fuhren, aufgefüllt. Das Wasser kam aus einer Quelle in der Nähe und wurde über ein eigenes Geleis hier gebracht. Ich glaube, ein altes Foto (von einer früheren Reise), zeigt diese Schienen, ich bin aber nicht sicher).
Was haben der Bahnhof und viele wunderschöne Baudenkmäler auf der ganzen Welt gemeinsam? - Idiotische Besucher, die sich hier verewigen müssen. Schade, dass man nicht einfach nur schauen und staunen kann.

IMG_6962.JPG


DSC09158.JPG


IMG_6968.JPG


IMG_1074.jpg


IMG_1065.jpg

Teil 1512. Apr. 2026

Weiter geht es Richtung Keetmanshoop. Wir plaudern und plaudern, einige riesige Trucks, die ich überhole, fordern meine ganze Aufmerksamkeit, und plötzlich erscheint das Schild von Klein Aus Vista. Ich bin an der Abzweigung zum Hide bei den Pferden von Garub vorbeigefahren. Das geht ja nun gar nicht, und ich drehe um.
Wir haben auch das Toilettehäuschen schon sehnlichst erwartet, doch es ist so grauslich, dass wir es uns verkneifen. Zum Glück haben wir die Reisetoilette dabei.
Am Wasserloch ist ein riesen Auflauf. Noch nie habe ich so viele Strauße auf einmal gesehen. Rund 90 Tiere trinken, baden im Sand, stehen einfach so herum. Das Ganze unter den lustigen Geräuschen, die eine einsame Kapkrähe von sich gibt.

DSC09187.JPG


DSC09190.JPG


DSC09186.JPG


DSC09183.JPG


IMG_1087.jpg


Aus der Ferne nähern sich die Pferde. Gemächlich, in gleichmäßigem Tempo kommen sie aus unterschiedlichen Richtung. Es sind auch Fohlen dabei. Ein wunderbarer Anblick. Sie sehen auch gut genährt aus. Ich habe sie auf früheren Reisen schon gesehen, da waren sie sehr knochig und sahen gar nicht gut aus. Auch der Bestand erstaunt mich. Wir zählen mindestens 60 Stück (auch in weiter Ferne). Ans Wasserloch kamen 25, mit 2 Fohlen.

DSC09194.JPG


DSC09195.JPG


DSC09211.JPG


DSC09215.JPG

Teil 1616. Apr. 2026

Nach einem kurzen Tankstopp in Aus geht es weiter nach Keetmanshoop, ins Quiver Inn. Die schon vor einigen Beiträgen angesprochene Reparatur meiner Windschutzscheibe ist rasch erledigt und wir freuen uns auf den Pool Das Zimmer hat leider keine Kochgelegenheit, nur eine Mikrowelle, aber wir bereiten noch schnell ein warmes Abendessen aus Nudeln mit Salat und fallen dann ins Bett. Ein kurzer, mittlerweile gewohnter Disput, ob die Klimaanlage laufen soll oder nicht, endet mit einem Kompromiss.
Endlich mal ein üppiges Frühstück nach dem ständig selbst fabrizierten ham and eggs oder Trockenwurt mit genauso trockenem Brot. Und zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich einen Mango Baum.



IMG_1097.jpg


IMG_1099.jpg


20260108_074305.jpg


Ich habe leider den UV-Filter meiner Kamera zerbrochen und die Erfahrung gemacht, dass es in Lüderitz nicht nur keine Reparaturwerkstätte für Windschutzscheiben gibt, sondern auch kein Geschäft für UV-Filter. Nun machen wir uns in Keetmanshoop auf die Suche. Im Quiver Inn rät mir die nette Besitzerin einen Laden, der vieles hat, allerdings keinen Filter. Der Besitzer schickt mich um die Ecke in einen anderen Laden. Leider auch dort Fehlmeldung, aber der Angestellte vermutet, dass es zwei Gassen weiter ein Geschäft dafür gibt. Das gibt es, allerdings keinen Filter; aber eventuell, meint die Verkäuferin, kurz geradeaus und dann links, dort sei ein Shop, der so etwas haben könnte. Es bleibt beim Konjunktiv - de facto gibt es keinen Filter. Es ist ein Shop für Computer-Zubehör. Meine letzte Chance sehe ich in dem Geschäft, das mir der Computer-Techniker schräg gegenüber einer Bank nennt. Ich stehe davor und erkenne: Es ist jenes Geschäft, in dem ich am Anfang meiner Odyssee war. Was lerne ich daraus: Ich kann wirklich nicht erwarten, dass ich so einen speziellen Ersatzteil bekomme und muss einfach auf meine Sachen besser aufpassen. Allerdings haben wir dadurch einen netten Stadtspaziergang gemacht.
Durch den Spaziergang ist es nun schon sehr spät und heiß. Eigentlich wollte wir zum Spielplatz der Giganten, aber ich befürchte, wir bleiben auf den glühenden Steinen kleben.
So steuern wir ohne weiteren Stopp einen meiner Lieblingsplätze an: Moer Toe Coffee Shop. Wann immer ich in der Gegend bin, zieht es mich dort hin. Ich war auch vor einem Jahr dort und habe damals Frieda, der netten Besitzerin, erzählt, dass ich soeben ein Buch fertiggestellt und sie darin erwähnt habe.
Ich habe vor meiner Reise dank Hilfe im Forum (danke nochmal an Graskop) ihre Mail-Adresse ausfindig gemacht und mich angekündigt, sodass ich sie auch sicher antreffe. Ich habe ihr ein druckfrisches Buch mitgebracht und Frieda freut sich sehr. Da es auf deutsch ist, habe ich dem Kapitel über Moer Toe ein Blatt mit der Übersetzung ins Englische und Afrikaans beigelegt. Frieda bricht in schallendes Gelächter aus, als sie die ersten Zeilen liest. Ich beschreibe die krakelige Schrift auf den Schildern Moer Toe. Dann erzählt sie mir die Geschichte dahinter: Für die Schilder hat sie aus Kostengründen alte Tafeln neu gestrichen und mit der Hand beschriftet.
Bei Frieda einzukehren ist für mich schon ein bisschen wie "heimkommen". Der Kuchen, den sie extra für uns am Morgen gebacken hat, ist köstlich, der Kaffee ebenso und wir plaudern mehr als zwei Stunden, erfahren viel über ihr Leben und über Moer Toe und müssen dann leider weiter.

DSC09269.JPG


DSC09259k.JPG


DSC09265.JPG


IMG_1115.jpg


DSC09273.JPG

Teil 1719. Apr. 2026

Liebe Formis,
sorry, dass es momentan so schleppend geht mit meinem Bericht und dass ich außerdem meine Route nicht angeführt habe. Das hole ich jetzt nach. Ich bin diesmal die "Süd-Tour" quasi zweimal gefahren, einmal mit meiner Nichte, die ich nach 3 Wochen zum Flughafen gebracht habe, und dann nochmal, da bin ich in den Süden gefahren, weil ich an den Oranje wollte. Das war neues Terrain für mich. Und dann nochmal in den KTP, weil ich ja schon eine wild card hatte und die ausnutzen wollte (und natürlich, weil der KTP ein Hammer ist 🤪 ).

Start war 1.1.2026, Rückflug war 13.2.2026. Jeweils mit Lufthansa. Burschi hat das "Frühstück" treffend ( 🤢 ) in seinem Bericht beschrieben 😄
1 Nacht Windhoek
2 Nächte Desert Quiver Camp
2 Lüderitz Cormorant House
1 Keetmanshoop Quiver Inn
4 Kalahari Tented Camp
2 Kieliekrankie
3 Nossob
3 Urikaruus
2 21 Dune
3 Kalahari Anib Lodge
1 Windhoek
3 Barkhan Dune
1 Aus Bahnhofshotel
2 Oranjemund Op my Stoep
3 Grünaus White House
1 Twee Rivieren
2 Kieliekrankie
3 Nossob
3 Kalahari Tented Camp
3 Anib

Am Abend geht's weiter.

Liebe Grüße
Margit

Teil 1819. Apr. 2026

Nach dem netten Besuch bei Frieda geht es weiter in den KTP. Wieder einmal geht es über mein heißgeliebtes Stück der C17 ab Katzis Pan in den Osten. 24 km gleicht die Fahrt einem Wellenritt, es scheint, als würde das nie enden. Hier schneidet die Fahrbahn im rechten Winkel durch die Längsdünen der Kalahari und ich kann von diesem Anblick einfach nicht genug bekommen. Noch dazu, wo ich diese Strecke diesmal gänzlich anders erlebe als die Jahre zuvor. Nach dem vielen Regen ist es unglaublich grün.

IMG_1137.jpg


Zum Vergleich ein Foto aus dem Jahr davor.

DSC06203.JPG


Es ist schon fast 16:00 Uhr als wir die Grenze erreichen. Wir sind wohl die letzten, die heute noch in den KTP wollen, keine weiteren Touristen sind da. Das Visum ist schnell ausgefüllt, dann geht es "weiter" zur Grenzpolizei zur Fahrzeugkontrolle. Als wir das Zollhäuschen verlassen, parkt sich gerade ein weiteres Auto mit einer Familie ein. Der Grenzpolizist fragt mich, ob das Verwandte seien und wir zusammengehören und ich verneine.
Er sieht meine Papiere durch und notiert alles, begutachtet auch das Auto samt Innenraum (ich muss auch die Tür zur Ladefläche öffnen und er sieht rein) und als er zufrieden ist, räumen meine Nicht und ich noch einige Dinge um, bevor wir weiterfahren.
Währenddessen hat auch die Familie, die gleich neben uns parkt, die Zollformalitäten erledigt und der Grenzpolizist widmet sich nun ihrem Auto. Plötzlich ruft er mir zu, ob wir wirklich nicht verwandt seien. Erstaunt blicke ich ihn an und verneine nochmal nachdrücklich. Lachend winkt er mich zu sich. Auch die Familie blickt mich mit lachenden Gesichtern an. Komisch. Was ist denn jetzt los?
Sie zeigen mir den Pass der Frau. Sie (die ganze Familie) sind aus Schweden und der Vorname der Frau ist auch Margit. So einen Zufall erlebt man nicht oft.

Nach einchecken, einkaufen und Reifendruck senken steuern wir das Kalahari Tendet Camp an. Wir sind eigentlich ziemlich ausgelaugt, aber da es der erste Besuch meiner Nichte im KTP ist, sie es nicht erwarten kann, Tiere zu beobachten, und uns der Camp-Manager sagte, bei Craig Lockhart sei eine Löwin mit Jungen gesehen worden, schwingen wir uns nochmal ins Auto und machen eine Spätnachmittags-Tour.

Die Löwin suchen wir vergeblich, aber zumindest ein junger Pale Chanting Goshawk (wie schon gesagt, bitte korrigieren, falls ich falsch bestimmt habe) lässt sich beobachten und dann widmen wir uns doch unserem Abendessen. Da ich nicht im Küchenhäuschen, sondern auf der Terrasse essen möchte, schleppen wir den Tisch ins Freie. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn er bricht beinahe auseinander. Sämtliche Schrauben sind locker und die Schraublöcher ausgeleiert, sodass ich auch mit der Spitze des Gemüseschälers nur bedingt Stabilität erzielen kann. Mit einem Steak und einem Bier lassen wir den langen Tag ausklingen und gehen bald zu Bett.

DSC09291.JPG


Schraubk.jpg


IMG_1149.jpg



Im KTC ist es wie üblich brütend heiß. Die Zeltwände haben sich aufgeheizt, das Ablüften funktioniert nur sehr bedingt. Die zwei Fenster, die ins Flussbett zeigen, bestehen aus einer Garnitur Glasfenster außen, einer Garnitur Rahmen mit Insektengitter innen und darüber einer Rollo. Allerdings lässt sich diese nicht ausreichend hochziehen, um das Insektengitter nach innen zu öffnen und dann das Glasfenster nach außen. Das heißt im Klartext: Man muss die Rollo mit einer Hand hochstemmen und mit der anderen Hand den Rahmen mit dem Insektengitter nach innen ziehen. Um dann außen die Glasfenster zu öffnen, muss man die Hand durch den Rahmen quetschen und sie nach außen drücken. Keine Ahnung, ob ihr dieses Procedere jetzt versteht, auf jeden Fall quetscht man sich immer den Handrücken oder einen Finger. Ganz schlimm wird das Ganze, wenn man es in der Nacht schlaftrunken umgekehrt durchführen muss. Und noch dazu, wenn man durch ein Gewitter aufschreckt, bemerkt, dass der Sturm den Regen bereits über das Gepäck unter dem Fenster verteilt hat, alles nass und der Boden rutschig ist.
Aber: Die Sichtungen des nächsten Tages werden das alles Wett machen.

Teil 1921. Apr. 2026

Obwohl ich nach der Nacht mit Regen, Blitz und Donner und daher wenig Schlaf wie gerädert bin (meine Nichte mit seligem Schlaf hat von all dem kaum etwas mitbekommen), heißt es um 5.00 raus aus den Federn, Frühstück in der Kühlbox und Ausrüstung zum Auto geschleppt, Permit abgeholt und los.
Craig Lockhart liegt einsam und verlassen im fahlen Morgenlicht. Nicht einmal die Giraffen, die hier meist verlässlich anzutreffen sind, scheinen heute Interesse an dieser Wasserstelle zu haben. Die ersten Sonnenstrahlen lassen das Auob-Tal erstrahlen, wir bestaunen einen Sekretär, ein Steinböckchen, eine Riesentrappe und einen juvenilen Martial Eagle, der nahezu bewegungslos am Straßenrand sitzt. Einen Tag später sehen wir ihn direkt neben der Fahrbahn in einem Busch, mit ausgebreiteten Flügeln und in schlechtem Zustand. Einen weiteren Tag später liegt er tot zwischen den Zweigen. Auch das gehört leider zum Naturerlebnis.

DSC09295.JPG


DSC09301.JPG


DSC09307.JPG


DSC09305.JPG


DSC09413.JPG

Teil 2021. Apr. 2026

Alles schön und gut, aber meine Nichte wartet schon sehnsüchtig auf Löwen. Noch nie hat sie welche außerhalb eines Zoos gesehen. Und ich als eifrige Tante möchte ihr diesen Genuss auch endlich bieten. Allerdings bieten auch Dalkeith und das 14. Wasserloch zwar etliche Oryx, aber keine Löwen. Nach der Ankündigung von gestern, dass eine Löwin mit Jungen gesehen wurde, wechseln Vorfreude und Enttäuschung einander ab.
Endlich, am 13. Wasserloch ist es so weit. LÖÖÖÖÖÖWEN 🦁
Auch wenn wir uns die "Kleinen" etwas kleiner vorgestellt haben, sind es eindeutig junge Tiere, die wir nun in aller Ruhe bewundern. Meine Nichte kann sich gar nicht sattsehen. Fast hätten wir die Wüstenagame übersehen, die allerdings weniger an den Löwen interessiert ist.

DSC09324.JPG


DSC09318.JPG


DSC09335.JPG


DSC09329.JPG


DSC09340.JPG


Entzückende Jungtiere gibt es auch bei den Giraffen. Ich habe noch nie so viele Giraffen im Park gesehen. Zwei Herden, mit jeweils 20-30 Tieren, etliche sind sicher noch irgendwo versteckt oder hinter dem Dünenrücken nicht sichtbar. Ich liebe Giraffen, sie sind so majestätisch und ihr wiegender Gang fasziniert mich immer wieder. Lediglich beim Trinken werden diese prächtigen Tiere ängstlich, weil sie dabei leicht angreifbar sind.

DSC09350.JPG


DSC09357.JPG


DSC09346.JPG


DSC03766.JPG

Teil 2122. Apr. 2026

Der restlichen Tag bringt noch zahlreiche nette Sichtungen. Ein Silberreiher blickt verschreckt in den Himmel, als die Kapkrähen über ihn hinwegflattern, eine Gackeltrappe delektiert sich an den Blüten des Erdburzeldorn, winzige Erdmännchen toben im Schatten (daher die schlechte Bildqualität), wir können uns garnicht satt sehen.

DSC09414k.JPG


IMG_0572.JPG


IMG_0575.JPG


IMG_0608.JPG


DSC09394k.JPG


Auf der Rückfahrt ins KTC bekomme ich fast einen Herzinfarkt, als kurz vor meinem Auto zwei Köpfchen auf der Fahrbahn auftauchen. Meine Nichte hat nichts bemerkt. Zuerst denke ich an eine Halluzination (ich hatte aber noch gar kein Bier 😕), schiebe zurück und warte ein wenig. Die Köpfchen tauchen wieder auf. Entweder haben sich die Erdhörnchen bei der Anlage ihres Ausganges geirrt oder es macht ihnen Spaß, Autofahrer zu erschrecken.

IMG_0629.JPG


IMG_0631.JPG


IMG_0642.JPG


Nach diesem überstandenen Schrecken genehmige ich mir ein Bier und ein perfektes Kudu-Steak aus der Schlachterei in Windhoek, das tiefgefroren bis hierher gereist ist. Wenn ich allein reise, gibt es meist schnelle Küche, mit meiner Nichte zelebrieren wir das Abendessen - unter den wachen Blicken eines Dickfingergeckos, der mit seiner Großfamilie bei uns wohnt und auf die Insekten hofft, die durch den Schein unserer Kerze angezogen werden.

IMG_1156.jpg


IMG_1169.jpg


DSC09426k.JPG


Die Streifenmaus hingegen logiert in der Küche und wartet auf den Inhalt unserer Küchenbox ...

DSC09507.JPG

Teil 2223. Apr. 2026

Natürlich "springen" einem die Tiere direkt ins Auge, aber auch die Pflanzen, die ich diesmal sehe, sind faszinierend. Ich war noch nie um diese Zeit, habe den KTP meist völlig ausgetrocknet erlebt und kann mich an der Blütenpracht nicht sattsehen.
Ich habe es leider noch nicht geschafft, sie zu bestimmen, vielleicht finde ich hier Hilfe.

DSC09377.JPG


DSC09514.JPG


DSC09592.JPG


DSC09620.JPG


DSC09640.JPG


DSC09647.JPG

Teil 2325. Apr. 2026

So, jetzt habe ich einiges über die Pflanzen recherchiert.

1: Cleome angustifolia, auch Golden Cleome, eine Spinnenpflanze, wird auch als Gemüse gegessen
2: Sesamum triphyllum, wilder Sesam
3: Berkheyopsis echinus, ein Korbblütler
4: Adenium oleifolium ist ein sukkulenter Halbstrauch, auch ölbaumblättrige Wüstenrose genannt
5: Pergularia daemia ist eine schlingende Rebe
6: Hermbstaedtia odorata ist ein Fuchsschwanzgewächs

Teil 2427. Apr. 2026

Wie üblich läutet um 5 Uhr der Wecker. Die letzten Sterne bewundert, Mäuslein erschreckt, Geckos verjagt, Frühstück eingepackt, mäßig kaltes Wasser aus dem mäßig kalten Gefrierfach (!!!) geholt, Equipment verstaut und auf geht's zur Rezeption. Wenn wir schon so früh aufstehen, wollen wir auch in der Schlange um's Permit bei den ersten sein. Doch heute scheint es fast nur Langschläfer im KTC zu geben. Wir sind die zweiten, hinter uns kein weiteres Auto.
Sitzas ist definitiv tierfreie Zone.
Vor Craig Lockhart fahre ich, und unser Vordermann, langsamer. Scheint auch verlassen, nur zwei Schakale stehen etwas unmotiviert in der Gegend herum. Unser Vordermann fährt weiter, ich stoppe auf der Straße, bemerke, dass die Schakale sehr nervös sind, tänzeln und ständig die Gegend scannen. Langsam fahre ich zum Wasserloch und dann - WEIHNACHTEN 🤩😻: Eine Löwin mit drei Kleinen taucht aus dem Morgengrau. Und wir sind allein mit ihnen am Wasserloch. Die Fotos sind leider nicht so strahlend wie wir, da sich die Sonne noch hinter den Dünen versteckt. Der Anblick ist atemberaubend. Ich habe schon viele Löwen gesehen, aber immer nur erwachsen oder jugendliche. Noch nie so kleine.

DSC09435.JPG


DSC09443k.JPG


DSC09437.JPG


DSC09444.JPG


DSC09445.JPG


Der wunderbare Anblick ist uns nur kurz vergönnt und wir haben das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nach ein elf Minuten verschwinden sie Richtung Dünenkamm. Von der Löwin ragt gerade noch der Kopf aus dem hohen Gras als das nächste Auto kommt, von den Winzlingen ist nichts zu sehen.

Teil 2528. Apr. 2026

Der Tag ist noch jung, die Sonne ist kurz davor, über den Dünenkamm zu blinzeln und wir sind noch ganz verzaubert von den Löwenjungen.
Den Schakalen ist das Ganze zu "heiß" geworden; wer weiß, vielleicht braucht die Löwin Futter für die Kleinen. Somit sind wir nun tatsächlich allein an Craig Lockhart. Ein Auto biegt in die Zufahrt ein und wir räumen das Feld. Gerade als wir auf die "Hauptstraße" auffahren wollen, sehen wir ein Stück weiter vorne ein junges Löwenmännchen in Richtung Wasserloch marschieren. Es ist immer noch nicht besonders hell und fast hätten wir es im fahlen Licht übersehen. Sofort fahren wir das kurze Stück zum Wasserloch zurück. Das zweite Auto hingegen gibt auf und macht sich davon. Ich versuche noch, ihnen mit Handzeichen zu deuten, dass sie bleiben sollen, aber sie bemerken es nicht.
Und so sind wir wieder allein, als sich das junge Männchen nähert. Zuerst blickt es in die Richtung, in die die Löwin davon ist, dann beginnt er ausgiebig zu trinken. Endlich schickt die Sonne ihre Strahlen ins Auob-Tal und vergoldet den trinkenden Löwen.

DSC09448.JPG


DSC09450.JPG


DSC09453.JPG


DSC09456.JPG

Teil 2602. Mai 2026

Nahezu unfassbar, wie dieser Morgen weiter geht. Kaum fahren wir Richtung Dalkeith, sehe wir die nächsten Löwen vor uns. Liegt das jetzt daran, dass mein Sternzeichen Löwe ist oder dass meine Nichte unbedingt Löwen sehen wollte und es das Schicksal supergut mit ihr meint ... wie auch immer. Mittlerweile sind bereits viele Autos unterwegs, auch die, die in Mata Mata gestartet sind, kommen nun in den Genuss.
Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Tiere es waren. Beobachten, lenken und fotografieren - das ist schon ein ordentlicher Stress kurz nach Sonnenaufgang. Tiere unterschiedlicher Altersgruppen marschieren im Flussbett und auf der Fahrbahn Richtung Süden. Die erwachsenen Löwen sehen allerdings nicht gut aus. Sie sind sehr mager, die Rippen sind zu sehen.
Mit stoischer Ruhe, in gleichmäßigem Tempo, marschieren sie im Gras und auch zwischen den Autos hindurch. Als wären wir neugierigen Touristen alle nicht da.

IMG_0692.JPG


IMG_0697.JPG


DSC09472.JPG


DSC09459.JPG


DSC09473.JPG

Teil 2703. Mai 2026

Ah, ok, ich dachte, das kann jeder automatisch, wenn ich ihn als Reisebericht reinstelle. Ich kann das aber in den vorigen Beiträgen nicht mehr ändern, oder?

Teil 2803. Mai 2026

Danke Wolfgang, mache ich gleich 🌞

Teil 2908. Mai 2026

Die Nacht ist wieder einmal brüllend heiß. Das Tented Camp hat sich aufgeheizt und das Schlafzimmer gleicht einer Sauna. Heute gibt es keinen Regen, wir schwitzen einfach vor uns hin. Jede Stunde werden wir wach, völlig ausgetrocknet, und lechzen nach einem Schluck vom lauwarmen Wasser auf dem Nachttisch.
Bis, ja bis ... es plötzlich ungemütlich kalt wird. Es ist schon nach 3 Uhr morgens, als wir völlig erfroren nach den Decken im Kasten suchen. Unglaublich, dass es innerhalb weniger Stunden in der Nacht so abkühlt.


20260110_173318-2.jpg



Am nächsten Morgen ist es bewölkt und die Sonne stemmt sich mit aller Kraft hinter den Wolkenbergen hervor.

IMG_0715.JPG


Wir sind noch ein bisschen verschlafen, aber Löffelhunde, Gelbschnabel-Toko und Bateleur sind schon auf Betriebstemperatur.

DSC09529.JPG


DSC09523.JPG


DSC09535.JPG


Wir können uns kaum sattsehen. Apropos satt. Wir hatten keine Zeit für Frühstück, nun knurrt der Magen schon. Allerdings ist auch jetzt keine Zeit für einen Stopp. Das muss während des Fahrens erledigt werden. Mit der richtigen Taktik geht das ganz gut.

IMG_1224.jpg


Schön langsam wird es heißer, die Wüstenagame flüchtet in luftigere Höhen.

DSC09580.JPG


So als "Drüberstreuer" zeigt sich kurz vor Auchterlonie eine Gepardenfamilie. Ich kann es kaum glaube, was wir für ein Glück haben. Die meisten Tiere, egal ob groß oder klein, sind nach ein paar Minuten wieder verschwunden. Man muss einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und Augen und Ohren offen halten (hab ich das schon mal gesagt 🤔? Muss ich aber immer wieder sagen, wenn jemand frustriert ist, einmal nicht so viel zu sehen).

DSC09546.JPG


DSC09549.JPG


IMG_0753.JPG


IMG_0760-2.JPG



Die Sonne zeigt nun wieder, was sie kann, und in Auchterlonie staunen wir über das Durchhaltevermögen der Siedler, hier, an diesem wunderschönen, aber lebensfeindlichen Platz, zu leben.

IMG_0580.JPG


IMG_0583.JPG


DSC03885.JPG


DSC03881.JPG

Teil 3010. Mai 2026

Nachdem mein Laptop heute anscheinend Feiertag macht und ich mit der Darstellung der Fotos kämpfe, heute nur 2 Bilder von Kieliekrankie, unserer nächsten Station. Das erste Bild wurde im Jänner 2026 aufgenommen, das zweite auf einer früheren Reise, im Dezember 2024.
Ohne Worte ...

DSC09590.JPG


DSC07152.JPG

Teil 3112. Mai 2026

Ich habe einen neuen Laptop und die Synchronisation meiner Bilder macht Mätzchen 😒🤬. Deshalb nur mal einzelne Bilder. Aber nun gleich eine Frage: Wer ist der Baumeister diese Häufchens?

IMG_0794.JPG


IMG_0795.JPG

Teil 3217. Mai 2026

Auch in Kieliekrankie ächzen wir unter der Hitze. Den Ventilator schalten wir aus, er bringt keine Erleichterung. Im Gegenteil. Es fühlt sich an, als würde er uns heiße Luftschwaden ins Gesicht blasen.
Obwohl es in der Nacht einen Regenguss gab, ist von Erfrischung nichts zu spüren. Das bisschen Feuchtigkeit hat aber eine Menge Insekten hervorgerufen. Als wir frühmorgens auf der Dune Road unterwegs sind, zischen viele Segler jagend durch die Luft. Wir bekommend den Insektenreichtum am Abend auch zu spüren. Es ist schon dunkel, als unser Braai fertig ist und wir essen bei Kerzenschein. Allerdings nur kurz. Sofort sind wir von einer Wolke weißflügeliger Insekten eingehüllt, die auf uns und auf unserem Abendessen herumkrabbeln. Grauslich. Wir flüchten in den Bungalow und schließen sofort die Tür.

Voll freudiger Erwartung fahren wir ganz früh zum Wasserloch Kij Kij, doch dort ist tote Hose. Das Gras steht sehr hoch, das Wasserloch ist kaum auszunehmen, nicht einmal die Vögel scheinen sich dafür zu interessieren. Gleich nach Kij Kij ist ein Wassertümpel. Dort beobachten wir insgesamt 4 Tawny Eagle, die abwechselnd auf dem Baum kommen. Das blutige Gefieder des einen können wir nicht deuten. Ist er verletzt oder stammt das Blut von Beute?

DSC09599.JPG


DSC09587.JPG


Wir beschließe, durch das Nossob Tal nach Twee Rivieren zu fahren. Einmal mehr staune ich, wie grün hier alles ist. So habe ich die Landschaft noch nie gesehen.
DSC09604.JPG


Auf einem Höhenrücken bemerken wir eine wilde Drängerei. Allerdings nur mit dem Fernglas sichtbar, für Fotos reicht unsere Kamera nicht aus. Rund 100 hauptsächlich Weißrückengeier sitzen dicht gedrängt und warten auf günstige Aufwinde, um in den Tag starten zu können. Das ist schon ein besonderer Anblick.

In Twee Rivieren stocken wir unsere Vorräte auf. Enttäuscht bemerke ich, dass es das kleine Bäumchen vor dem Shop, das sich bei meiner vorigen Reise gegen die Hitze behauptete, wohl doch nicht geschafft hat.
IMG_8273k.JPG


Im Shop gönnen wir uns eine Pastete mit üppiger, fettiger, aber köstlicher Bechamelsoße und besuchen dann das Informationszentrum. Das ist wirklich empfehlenswert. Obwohl es drinnen stinkt wie ein einem Teerkessel (ich nehme an, die Balken sind geteert), sind wir fast eine 3/4 Stunde in der Ausstellung.

IMG_1332.jpg


IMG_1333.jpg


IMG_1334.jpg


IMG_1336.jpg

Teil 3319. Mai 2026

Zurück in Kieliekrankie, erzählt uns Willelm von einem Löwenmännchen, das tagsüber immer wieder zum Wasserloch kam. Er kommt mit uns auf die Terrasse und erspäht es weit weg unter einem Baum. Unfassbar, dass er es mit freiem Auge sehen kann. Ich bemerke mit dem Fernglas gerade mal einen Schatten unter dem Baum.
Wir bedauern sehr, diese Sichtung versäumt zu haben und wenden uns der Vorbereitung des Abendessens zu. Irgendwie scheinen uns die Löwen im KTP zu mögen. Um 18 Uhr wird es ein bisschen kühler und plötzlich höre ich von meiner Nichte einen Entzückensschrei. Das Löwenmännchen ist am Wasserloch. Obwohl wir ständig zwischen Küche und Terrasse hin und her gehen, haben wir es nicht bemerkt, als es sich näherte. Wie aus dem Nichts war der Löwe plötzlich da. Nun trinkt er lange und ruhig, blickt einige Male hoch und trottet dann zu einem Busch in der Nähe des Wasserlochs. Wir beobachten ihn noch bis es dunkel wird.

DSC09627k.JPG


DSC09633.JPG


DSC09637k.JPG


Wir haben Nummer 4 und auf der einen Seite keine Nachbarn. Von der Terrasse sehen wir mit dem Fernglas Auchterlonie. Willelm meint, es gehe natürlich auch umgekehrt, man sehe von Auchterlonie die Unit, aber als wir ein paar Tage später danach suchen, sehen wir nur flimmernde Luft. In der Tageshitze ist Kieliekrankie nicht zu sehen. Vielleicht frühmorgens, wenn die Luft noch klar ist.

Hat schon mal jemand von Auchterlonie aus Kieliekrankie gesehen?

Teil 3424. Mai 2026

Ich springe jetzt geistig zurück in Auob-Tal, weil ich auf eine Geschichte vergessen habe (mein Gehirn bröckelt schon wieder mal 🙄), die ich euch unbedingt erzählen muss. Für mich war dieses Erlebnis eines der Highlights der Reise.

Wir fahren das Auob-Tal entlang, nach den Löwensichtungen des Morgens wird es nun ruhig, um nicht zu sagen etwas langweilig, bezogen auf Tierbeobachtungen. Mit einem Wort - es tut sich mal garnichts. Außer einiger Buschhörnchen, die herumwuseln, lästiger Fliegen, die uns im Auto nerven, und Kleinvögeln, die sofort verschwinden, wenn wir sie beobachten wollen, sehen wir keine Tiere. Plötzlich entdecke ich abseits der Straße im Gras einen jungen Singhabicht. Er ist zwar weit weg, aber mit dem Fernglas eine Genussbeobachtung, weil es sich richtiggehend präsentiert.

DSC09486.JPG


Er hüpft herum, flattert manchmal mit den Flügeln, läuft hin und her, als würde er etwas jagen. Ich kann aber durch die Entfernung und die Grasbüschel nichts erkennen. Auf einmal hat er irgendein Pelztier in den Krallen, wahrscheinlich eine Maus, viel größer kann das Tier nicht sein, denn es ist in ein paar Minuten aufgefressen. Ok, denke ich mir, das war's, jetzt fliegt er dann davon.
Doch er beginnt von Neuem damit, unruhig hin und her zu laufen. Ich bemerke eine Bewegung neben ihm am Boden, aber bevor ich ausnehmen kann, was es ist, ist nichts mehr zu sehen.

DSC09492.JPG


Kurze Zeit später wieder das gleich Spiel.

DSC09490.JPG


Nun hat mich das "Jagdfieber" gepackt, meine Augen verschmelzen mit dem Fernglas, ich halte die Luft, bin völlig konzentriert. Und dann sehen ich sie 😍🤩

DSC09488.JPG


DSC09493.JPG


Noch nie zuvor konnte ich eine Kap Kobra beobachten. Und nun dieses Schauspiel. Jetzt kann ich auch das Verhalten des jungen Habichts deuten. Die Kap Kobra schlängelt sich durch die Gänge der Mäuse (oder Ratten?), diese fliehen in Panik durch die Notausgänge und der Habicht muss nur achtsam warten, wo seine Beute raus kommt. Es gibt sogar einen Fachausdruck dafür: kommensalisches Jagdverhalten.

Teil 3528. Mai 2026

Am nächsten Morgen läutet wieder um 4.45 Uhr der Wecker. Eigentlich völlig umsonst, wir sind jeden Tag aus lauter Vorfreude auf den kommenden Tag bereits vor dem Wecker wach. Das übliche Procedere ist schnell erledigt: Katzenwäsche, Frühstück, Wasser und Ausrüstung ins Auto gepackt und ab zur Rezeption. Kurz nach 5 Uhr sind wir Nummer 4 in der Reihe. Ok, das war entschieden zu lange herumgewerkelt. Meine Nichte vertreibt sich die Wartezeit am Hide, ich mag es eigentlich jedes Mal, entweder den anderen Wartenden zuzuhören oder mich am Gespräch zu beteiligen. Das ist schon fast wie ein liebgewordenes Ritual.

Meine Nichte ist gespannt auf die Löwen bei Kwang, doch die glänzen durch Abwesenheit. Wir erfreuen uns an Kleinvögeln, Mäuschen, die über die Straße zischen, und Großtrappen, die im Flussbett herumstolzieren.

So gondeln wir dahin, bis wir Kousant erreichen.
Wieder Löwen - diesmal 3.
Es sind Halbwüchsige, ein junges Löwenmännchen (ich nehme an, das ist der Flaum einer zukünftigen Mähne, lasse mich aber gerne korrigieren, falls ich die paar Härchen falsch interpretiere) präsentiert seinen Jagderfolg. Sein Opfer ist ein Löffelhund.

DSC09688.JPG


DSC09690.JPG


DSC09692.JPG


Rund 3 Wochen später war ich noch einmal im KTP und habe auf Höhe von Kousant im Flussbett etliche Löffelhunde gesehen. Wahrscheinlich ist das einer aus dieser Familie.

Teil 3629. Mai 2026

Das Polentswa Wasserloch ist heute mal nicht von Lannerfalken belagert. Wir beobachten Scharen von Namaqua- und Burchell's Flughühnern, Cape Turtle -, Laughing - und Namaqua Dove, Gnus und Springböcke. Die Geräuschkulisse, dominiert von den Flughühnern, ist ein Genuss. Ärgerlich, dass einige Beobachter, die ihren Motor nicht abstellen, die wunderbare Stimmung zerstören.

DSC09712.JPG


DSC09706.JPG


IMG_0845.JPG


IMG_0849.JPG


Bald darauf ist der Picknickplatz Lijersdraai, besser gesagt die Toilette, ein begehrtes Ziel.
Wir finden kaum Schatten unter den Bäumen, weil dort schon dichtes Gedränge herrscht.

IMG_1433.jpg


Die Toilette ist leider so ekelig, dass wir es uns verkneifen. Wir mögen uns nicht einmal die Hände waschen nach dem Picknick. Zum Glück hat der Hilux einen Wassertank. Kaum kommen die ersten paar Tropfen raus, werden wir richtiggehend belagert.

IMG_1438.jpg


IMG_1439.jpg


Auf der Rückfahrt ist uns bei Kwang noch ein junger Abdims's Storch vergönnt. Zuerst verwechsle ich ihn mit einem Schwarzstorch, als wir ihn aber bei der Abendtour nochmal sehen, sitzt er frei und lässt sich toll bestimmen und beobachten.

DSC09742.JPG


Ein kurzer Regenguss beschert und noch einen schönen Regenbogen.

IMG_1447.jpg


IMG_1449.jpg

Teil 3703. Juni 2026

Im Nossob Camp treffe ich eine "alte Bekannte" wieder. Die Spotted Eagle Owl, die Nacht für Nacht mit lautem Gekreische durch das Camp fliegt und meiner Nichte eine Gänsehaut verursacht, weil es so schaurig klingt, brütet wieder. Ich "kenne" sie seit Jahren, meist sah ich sie in hohen Bäume, recht versteckt zwischen den Zweigen. Nun sitzt sie auf den Präsentierteller, in Augenhöhe. Oft parken Autos direkt neben den Baum, neugierige Besucher missachten einen Respektsabstand, und trotzdem sitzt sie mit stoischer Ruhe auf ihren Eiern.

DSC09763.JPG


Die Fotos stammen vom 15. Jänner. Die nächsten Aufnahmen stammen vom 7.2., als ich das zweite Mal im KTP war.
Da drängen sich bereits drei flauschige Bällchen im Nest und betteln um Futter.

DSC01440.JPG


DSC01442.JPG


DSC01453.JPG


Ich war einigermaßen erstaunt darüber, da ich die Jahre davor bereits im Dezember viel größere Junge sah.

DSC03194.JPG


DSC03335.JPG


DSC03343.JPG


Damit verabschiede ich mich jetzt für etwas mehr als eine Woche, danach geht es weiter mit "Genussbeobachtungen" und Überraschungen.

Teil 3814. Juni 2026

Hallo liebe Formis, nach einer Woche Irland (das aktuelle Wetter am Nordatlantik (Galway) war ähnlich dem Wetter am Südatlantik (Lüderitz), allerdings um vieles feuchter 🌦️), geht es nun hier weiter.

An unserem letzten Nossob-Tag erlebe ich eine Überraschung. Auf meinen bisherigen Reisen waren Kuhantilopen sehr selten zu anzutreffen, nun sehen wir sogar immer wieder kleine Herden mit vielen Jungtieren. Das prächtige Löwenmännchen sehen wir eher zufällig, als gerade mal ein Kopf mit dunkler Mähne aus dem Gras auftaucht.

DSC09751.JPG


DSC09754.JPG


DSC09780.JPG


Die Tage sind lange, da wir jedesmal bei Sonnenaufgang rausfahren, Frühstück gibt es nur während der Fahrt (man könnte ja etwas versäumen) und Pinkel-Pausen sind selten, da es kaum Picknickplätze gibt. Meine Nichte plant glaube ich schon eine kleine Revolution, weil sie endlich einmal chillen möchte. Also gehe ich den Kompromiss ein, am späten Nachmittag dem Pool in Nossob einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg vom Chalet zum Pool verbruzzeln wir fast in der Sonne, so heiß ist es, und am Metallriegel zum Öffnen des Tores bleiben wir fast kleben, er glüht nahezu.
Im Pool sind nur 6 Personen, wir gesellen uns dazu. Bald darauf sind wir in die gesellige Runde integriert und plaudern über Sichtungen, Erlebnisse und den aktuellen Bestand im Shop.
Eine Dame erzählt, gestern seien 28 Leute im Pool gewesen 😮. Das Gedränge mag ich mir garnicht vorstellen.

Nach der ersten Abkühlung haben wir das Gefühl, das Wasser im Pool wird von einer unsichtbaren Kochplatte aufheizt und wir verziehen uns in den Bungalow. Aber nicht, ohne vorher beim Hide vorbeizuschauen. Große Aufregung. Auf dem Zugang liegt eine Schlange, die sich wohl verirrt hat, nun aber zum Star wird. Dank FB (Snakes of Namibia) und dem nimmermüden, nahezu allwissenden Francois Theard kann ich sie als junge Mole Snake identifizieren.

DSC09767.JPG


DSC09773.JPG


Nun schmeckt unser letztes Abendessen in Nossob besonders gut. Die Lamb Chops sind gelungen, das Bier ist kalt und das Tischtuch, das ich immer dabei habe, sorgt für einen gemütlichen Touch.

IMG_1494.jpg

Teil 3918. Juni 2026

Next station: Urikaruus. Hier kocht die Luft. Wir haben einen Logenplatz, bis Mitte Nachmittag können wir auch auf der Terrasse beobachten. Aber wenn dann die Sonne auf uns knallt, hilft nur mehr eine langärmelige, dünne Bluse, die tropfnass angezogen wird.

IMG_1532.jpg


IMG_1557.jpg


In der Hitze ist am Wasserloch kaum was los, sobald die Dämmerung hereinbricht, kommt Leben auf.

DSC09869.JPG


DSC09884.JPG

Im Schutz der Dunkelheit wagen sich sogar eine Bande Löffelhunde und ein Triel ans beleuchtete Wasserloch. Weniger wegen des Wassers als vielmehr wegen der Insekten. Sie finden dort einen gedeckten Tisch.

DSC09824.JPG


DSC09818.JPG



Leider sind die Fotos nicht so besonders, weil das Licht nicht ausreichte. Es war aber ein Genuss, so eine Schar an Löffelhunden auf einmal zu sehen.

Teil 4021. Juni 2026

Heute verlassen wir den KTP. Die Aus- und Einreiseformalitäten sind schnell erledigt, etwas länger dauert die Veterinärkontrolle. Wir müssen sämtliche Schuhe aus dem Gepäck holen und die Sohlen in ein Desinfektionsbad tauchen. Das hinterlässt einen grausigen weißen Film auf den Schuhen. Da ich aber selbst einmal Schafe gezüchtet habe und die Angst vor der Maul- und Klauenseuche verstehe, nehme ich es hin. Wir müssen sämtliches Gepäck aus dem Auto räumen und es wird auf Lebensmittel, Obst und Gemüse kontrolliert. Ebenso die Kühlboxen. Da ich weiß, was verboten ist und wir alles aufgegessen haben, verläuft die Kontrolle ohne Beanstandung. Auch die Reifen und Reservereifen werden mit der Desinfektionslösung eingesprüht und das Auto sieht aus, als wären wir durch weiße Farbe gefahren. So weit, so gut. Endlich steuern wir unserem nächsten Ziel entgegen, 21 Dune.

Eigentlich wollte ich über die D1033 fahren, die mir besser gefällt als das Auob-Tal, aber da wir schon spät dran sind und unsere Vorräte, vor allem Fleisch, wieder aufstocken müssen, fahre ich doch durch das Auob-Tal nach Gochas. Vor dem Shop in Gochas erleide ich fast einen Herzinfarkt. In richtiger Urlaubsmanier habe ich übersehen, dass heute Sonntag ist. Der Shop ist geschlossen. Naja, dann halt auf zum Shoppen nach Stampriet. Allerdings hätte ich mir natürlich gleich denken können, dass auch dort der Shop am Sonntag nicht geöffnet ist. Voller Verzweiflung schreibe ich Andre, von 21 Dune, ob er glaubt, in Aranos hätten wir Erfolg. Er antwortet zum Glück gleich, wir sollten es bei der Tankstelle in Stampriet versuchen. Der kleine Shop dort hat tatsächlich offen, allerdings weder Fleisch, noch Obst oder Gemüse. Gefühlte etliche Kilometer an Regalen mit Süßigkeiten und Salzigem, aber nichts wirklich Brauchbares.

Plötzlich fällt mir ein, dass 21 Dune ja eine Farm ist und mich auf meiner vorigen Reise jeden Morgen Schafe geweckt haben. Wieder schreibe ich Andre, wieder antwortet er prompt und zu meiner Erleichterung kann ich Lammfleisch kaufen. Wir erstehen noch einige Dosen Chakalaka, Eier und Wasser. Bier haben wir auch nicht mehr, das dürfen wir durch eine Glastür betrachten, kaufen aber nicht. Eine Flasche Farmdudler (ich komme aus dem Land des Almdudlers), den ich unbedingt kosten muss, kommt auch in den Korb. Das ist allerdings eine Fehlinvestition, er schmeckt nur süß, ansonsten nach nichts. Und Smoked Viennas, um unser Frühstück aufzupeppen, da es keinen Schinken gibt.

IMG_1613.jpg


IMG_1735.jpg


Und dann endlich: 21 DUNE 🥰🥰🥰 Ich liebe diese Farm. Auf meiner vorigen Reise war ich auf der Campsite, nun wohnen wir drei Tage in einem der Chalets. Die Chalets sind groß, geschmackvoll eingerichtet und haben eine Terrasse, die am Nachmittag Schatten bietet. Nun steht einem gemütlichen Tagesausklang nichts mehr im Wege. Das Lammfleisch, das wir uns im Farmhaus holen konnten, mundet köstlich. Und der hart erjammerte Whisky rettet den Sundowner.

IMG_1736.jpg


DSC09918.JPG


IMG_1633.jpg


IMG_1710.jpg




20260119_175855.jpg

Teil 4124. Juni 2026

Im Jahr davor war ich auch auf 21 Dune, allerdings auf einer der Campsites. Beide haben eine große Schattenterrasse, bei der man die Seiten mit Planen verschließen kann, was bei starkem Wind eine super Sache ist. Das Häuschen mit Dusche und WC ist komplett abgedichtet, es türmen sich auch bei Sturm keine Dünen in der Dusche.
Der Ausblick war diesmal aber komplett unterschiedliche. Beide Bilder wurden von der Terrasse aufgenommen, mit einem geringfügig verschobenen Blickwinkel. Bei meiner vorigen Reise versprachen spektakulär Gewitterwolken mehr als sie halten konnten (sie entluden sich über Botswana) und die Schafe mussten die winzigen Grashälmchen mühsam suchen. Diesmal gab es Regen und Gras im Überfluss.

DSC08295.JPG


DSC08289.JPG


DSC09916.JPG



Wie kurz drei Wochen doch sein können. Unsere gemeinsame Reise neigt sich dem Ende zu. Die letzten zwei Tage verbringen wir auf der Kalahari Anib Lodge. Ich mag sie als Abschluss einer Tour gerne, weil ich hier immer weit und lange wandern kann. In und um die Lodge sind wunderbare Beobachtungen möglich. Und der Pool ist nach einer anstrengenden Reise auch nicht zu verachten.
Einige Mitarbeiter begrüßen mich wie eine alte Bekannte, sie kennen mich von früheren Reisen, sind nun sehr erstaunt, dass ich nicht allein und nicht mit dem Buscamper unterwegs bin.
Die Freude am Pool ist leider getrübt, weil es sehr laut ist. Die Standard-Zimmer werden renoviert, wir wurden deshalb auf das Komfort-DZ upgegradet. Das ist zwar auch schon sehr in die Jahre gekommen, aber wir haben freiem Blick auf das hintere Wasserloch.

DSC00005.JPG


DSC00036.JPG


DSC09939.JPG


DSC08699-2.JPG



Nach einer letzten Morgenwanderung brechen wir auf nach Windhoek.

IMG_1792.jpg


IMG_1793.jpg

Teil 4201. Juli 2026

Windhoek ist ein Horror. Bisher war ich immer nur kurz in der Stadt unterwegs und am Wochenende oder an den Feiertagen. Heute ist Freitag, Arbeits- und Schulschluss. Die Eltern parken in erster oder zweiter Spur vor der Schule und warten auf ihre Sprösslinge. Absolutes Chaos und ein enormes Hupkonzert.
Nach einer Stärkung im Cafe des Craft Centers - wir genießen einen köstlichen Salat mit gebratenem Omajowa - bringe ich meine Nichte zum Flughafen, sie muss zurück nach Österreich. Ich werde noch weitere drei Wochen in Namibia unterwegs sein. Zum erste Mal fahre ich auf der neuen Autobahn. Ganz ungewohnt.
Ich tausche das Auto nicht wie gewohnt gegen den Bushcamper, sondern behalte den Double Cab und werde weiterhin in Selfcatering-Unterkünften unterwegs sein. Übernachtung in Arrebusch. Mein Bungalow scheint direkt auf der Straße zu liegen. Die ganze Nacht habe ich das Gefühl, die Autos preschen durch mein Schlafzimmer und die Sirene der Polizeiautos frisst sich in mein Gehirn. Ausgeruht bin ich am nächsten Tag nicht.
Meine kommende Route ähnelt der, die ich mit meiner Nichte gefahren bin, doch mit anderen Unterkünften und diesmal geht es runter bis an den Oranje. Danach im Südosten und ein Stück Südafrika wieder in den KTP (ich habe schließlich die wild card, die ich ausnutzen möchte 😎 ) und dann zurück nach Windhoek.

Die Stationen sind:
über den Spreetshoogte zu
Barkhan Dune
Bahnhofshotel Aus (da wollte ich immer schon mal übernachten)
über Maltahöhe und Rosh Pinah
Op My Stoep, Oranjemund
White House, Grünau
KTP (TR, Kieliekrankie, Nossob, KTC)
Kalahari Anib

Wie üblich gondle ich schön langsam dahin, bleibe immer wieder stehen zum Fotografieren und mache auch einen Stopp auf der Edenberry Strawberry Farm. Erdberren in Namibia, wie gibt's denn sowas. Die Erdbeeren gedeihen in Tunneln, um die Verdunstung und den Wasserverbrauch gering zu halten. Es darf selbst geerntet werden. Allerdings ist die Erntezeit schon zu Ende und es gibt nur mehr ein paar Beeren. Zudem gibt es dort ein Freizeitgelände mit Spielplatz und Pool und ein up side down house.

DSC00117.JPG


DSC00058.JPG


DSC00107.JPG


Danach geht es weiter wieder einmal über den Spreetshoogte Pass. Leider bin ich wieder einmal am späten Nachmittag dort und die Fotos gegen die untergehende Sonne sind nicht besonders.

DSC00144.JPG


DSC00145.JPG


Auf der Strecke gibt es keine Möglichkeit anzuhalten, die Straße ist zu eng und unübersichtlich. Erst an der Einfahrt zur Campsite bietet sich wieder eine Ausweichbucht. Da ich leider meine High Heels anhabe, darf ich den Campingplatz nicht betreten 😉

DSC00158.JPG


IMG_1960.jpg


Kennt jemand diese Pflanze?

DSC00156.JPG


Die Sonne bereitet sich gerade auf den Untergang vor, als ich Barkhan Dune erreiche. Die letzten Strahlen genieße ich auf meiner Terrasse der Rustic Cabin,, rund einen Kilometer vom Haupthaus entfernt.

DSC00163.JPG


IMG_1979.jpg


IMG_1969.jpg


IMG_1973.jpg

Teil 4305. Juli 2026

Heute etwas zu lange geschlafen, es ist schon 6.30 Uhr als ich los marschiere, um den Berg hinter der rustic cabin zu erklimmen. Zum Glück verhindern beeindruckende Wolkenformationen, das die Kletterei allzu schweißtreibend wird. Trotzdem keuche ich bei jedem Höhenmeter mehr. Doch der Ausblick lohnt die Mühe.

IMG_2137.jpg


IMG_1982.jpg


IMG_1991.jpg


IMG_2008.jpg


Da schmeckt um 10 Uhr das Frühstück dann besonders gut, auch wenn in meiner Schussligkeit wieder einmal ein Malheur in der Outdoorküche passiert.

IMG_2036.jpg


IMG_2147.jpg


Besonders nett ist das Outdoor-Badezimmer mit meinen Mitbewohnern.

IMG_2070.jpg


IMG_2129.jpg


IMG_2132.jpg


Das angenehme an der rustic cabin ist, dass die großen Scheiben, die anstelle von zwei Wänden den Blick auf die grandiose Umgebung freigeben, beschattetet werden können. Die Rollos lassen sich runterziehen und so ist der Innenraum vor der sengenden Nachmittagssonne geschützt. Gemeinsam mit meiner eigenen Schattenplane auf der Terrasse lässt sich der Nachmittag gut in der Hängematte verträumen.

IMG_2088.jpg

Teil 4410. Juli 2026

Weiter geht es in den Süden. Diesmal nicht über meine heißgeliebte D707 (ich entwickle mich schon fast zum Gewohnheitstier). Nachdem ich erst vor drei Wochen diese Traumstraße gefahren bin, nehme ich die C14 Richtung Maltahöhe. Es ist heiß, staubig und trocken und obwohl es eine gute C ist, sehe ich außer 2 Farmautos kein anderes Fahrzeug. Das erste Mal auf dieser Reise sehe ich Wasser in Rivieren, Pfützen und gleich darauf Windhosen. Ansonsten ist die Fahrt eintönig und zieht sich, die Gegen bietet wenig Abwechslung.

DSC00276.JPG


DSC00277.JPG


DSC00280.JPG


Ich überlege, ob ich nicht doch gleich bis Aus durchfahren und auf Maltahöhe verzichten soll, bin aber dann doch neugierig und biege ab.
Mein Ziel ist das Hotel Maltahöhe, mit einer sehenswerten Bar und zahlreichen kuriosen Fundstücken. Da ich mit dem Auto unterwegs bin, kann ich mich leider nicht an den gut gemeinten Rat auf dem Schild halten und nehme mit Wasser vorlieb. Ein Streifzug durch die Gasträume ist wie ein Blick in die Vergangenheit.

IMG_2191.jpg


IMG_2199.jpg


IMG_2200.jpg


IMG_2204.jpg


IMG_2210.jpg


Und allerlei Getier treibt sich dort herum.

IMG_2201.jpg


IMG_2208.jpg

Teil 4519. Juli 2026

Ich plaudere mit der netten Besitzerin des Hotels, mache Fotos und frage sie um die Bewilligung, die Fotos in einem Buch zu veröffentlichen, an dem ich arbeite und in dem ich spezielle Begegnungen und Aktivitäten beschreibe. Sie gibt mir die Einwilligung und macht mich gleichzeitig aufmerksam auf ein besonderes Projekt, das es in Maltahöhe gibt. "Ruralrevive" ist eine bemerkenswerte Initiative, die Tourismus, Natur, Kultur und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Die Initiative fördert die Entwicklung der (Land-)Wirtschaft hier und kommt der einheimischen Bevölkerung zugute. Es ist ein Zentrum, entstanden in einer Region, die von der einst florierenden Karakul-Zucht profitierte. Nachdem das Interesse an Karakul-Fellen einbrach, brach für viele auch die Einkunftsmöglichkeit weg.
Ich bekomme eine "Privatführung" und bin total begeistert von dem, was ich hier sehe. Leider habe ich den Namen des engagierten Mannes vergessen, der mir alles zeigte. Es ist ein Paradebeispiel für Regionalentwicklung (wie wir es hier in Österreich nennen und was einst mein Beruf war - deshalb die besonders große Begeisterung). Die Gegend um Maltahöhe bekommt zwar kaum Regen ab, hat aber gutes Grundwasser, das über artesische Quellen zutage kommt. Es kann für Gemüseanbau genutzt werden. Dazu gibt es ein Versuchs- und Trainingszentrum für Gemüseanbau. Weiters wird Wäsche von Lodges in wasserarmen Regionen hier gewaschen, getrocknet und gebügelt (mit Solaranlage und Abwasseraufbereitung), es gibt einen Verkaufsladen, eine Plastik-Recyclinganlage und einen Transportservice für Wäschen, landwirtschaftliche Produkte und Menschen, die auf den Lodges arbeiten und in und um Maltahöhe wohnen.
Das ist jetzt zwar kein klassisches Touristenziel, aber ich muss euch trotzdem davon erzählen. Ich bin tief beeindruckt, hier "in the middle of nowhere" so etwas vorzufinden.

IMG_2214.jpg


IMG_2215.jpg


IMG_2216.jpg


IMG_2223.jpg


IMG_2231.jpg

Teil 4623. Juli 2026

Schon so oft habe ich es mir vorgenommen, nun mache ich es wahr - eine Übernachtung im Bahnhof Hotel Aus.
Ich komme am späten Nachmittag in Aus an. Es ist um einiges kühler als die Tage zuvor und es weht heftiger Wind. Da genieße ich es, auf der Hotelterrasse in der direkten Sonne zu sitzen. Als die Sonne verschwindet und der Wind kälter wird, hole ich sogar meine Fleece-Jacke aus dem Auto.
Am Abend plaudere ich mit Dieter, dem Besitzer, und er erzählt mir einige Geschichten über die Bahnverbindung, die nicht mehr existiert (einige Details habe ich dazu recherchiert). In Garub wurde Limo und Mineralwasser hergestellt und die auf der Schmalspurbahn fahrenden Dampfloks wurden mit Wasser betankt. Auch wurde von dort Trinkwasser nach Lüderitz gebracht, das selbst kein Trinkwasser hatte, sondern über Schiffe aus Südafrika versorgt wurde. Es wurden nicht nur Güter, sondern auch Personen transportiert. 1906 hatte Aus sogar zwei Hotels. Als die Dampfloks durch Dieselloks ersetzt wurden, verlor Garub seine Bestimmung, heute ist der Bahnhof ein beliebtes Fotomotiv.
Das Aus der Bahnverbindung nach Aus ( 😉 ) kam schleichend, aber unaufhaltbar. Der Wind wehte unermüdlich Sand auf die Geleise, das ständige Freischaufeln war mühsam und teuer. Auch wurde die Strecke immer wieder unterspült, die Dieselloks waren fast zu schwer für den weichen Untergrund und das Gefälle von Aus nach Garub (nahezu 800m) waren ein großes Sicherheitsrisiko. 2023 gab es einen schweren Unfall, ein mit Mangan beladener Zug entgleiste und zwei Menschen starben. Wahrscheinlich waren die Bremsen dem Gefälle nicht gewachsen. Und schließlich wurde die Straße immer mehr für den Güter- und Personenverkehr genutzt.
So einige Geschichten in Kurzform. Und heute ist das Bahnhof Hotel ein Bahnhof Hotel ohne Bahnhof ( 😉 ). Auch wenn das Schild immer noch vorhanden ist, der letzte Zug fuhr hier vor über einem Jahr.

IMG_2255.jpg


IMG_2256.jpg


DSC00309.JPG


IMG_2241.jpg


DSC00312.JPG


IMG_2240.jpg


IMG_2251.jpg

Teil 4731. Juli 2026

Von Aus geht es dann über die C13 weiter Richtung Oranjemund. Die Strecke ist oft furchtbar öd, kein Gegenverkehr, der zur Wachsamkeit mahnt, und schon gar keine Tiere. Ich muss aufpassen, dass ich nicht wie ferngesteuert fahre und ein unfreiwilliges Nickerchen mache. Das Einzige, das immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich zieht und mich zum Anhalten und Fotografieren zwingt, sind die wunderschönen Pflanzen am Straßenrand. Meine Bestimmungs-APP sagt mir, das ist Mesembryanthemum crystallinum. Lasse mich gerne korrigieren, wenn es jemand besser weiß.

DSC00323.JPG


DSC00324.JPG


DSC00326.JPG


Um Rosh Pinah wird die Gegend dann bergig, überall tauchen Schilder auf, die darauf hinweisen, dass ich mich in einer Bergbau-Region befinde. Rosh Pinah ist eine private Stadt, errichtet für die Minenarbeiter. Es gibt ganz einfache Hütten, wie man sie am Rand einer jeden Stadt findet, und es gibt auch einheitliche Häuser, die darauf hinweisen, dass die Stadt am Zeichenbrett geplant wurde.

IMG_2275.jpg


DSC00330.JPG


DSC00331.JPG


Irgendwie sieht das Gelände in der Region zerschürft und durchbohrt aus, was es ja auch ist. Auch ziemlich öde. Bis zu dem Moment, wenn man das erste Mal den Oranje sieht. Unvermittelt taucht er vor mir auf, kostbares Wasser gibt es hier plötzlich im Überfluss. Und die entsprechende Wasservogelwelt gleich dazu. Ich stoppe an der ersten Möglichkeit am Straßenrand. Der Parkplatz ist leider gesperrt, weil die Straße erneuert wird.
Während ich mit dem Fernglas Grau- und Purpurreiher beobachte, nehme ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung war und sehe, wie ein Seeadler sich in einer Baumkrone niederlässt. So ein Glück. Gerade zur richtige Zeit am richtigen Ort. Das Foto ist leider grottenschlecht, aber trotzdem muss ich es euch zeigen.


IMG_2278.jpg



DSC00334.JPG



DSC00333.JPG

Teil 4806. Aug. 2026

Der Stopp am Straßenrand ist nur eine "Notlösung", weil der Parkplatz aufgrund der Straßenarbeiten gesperrt ich, und ich suche nach einem weiteren Picknickplatz. Der ist "besetzt". Ein Polizeiauto steht dort und 2 Polizisten nehmen im Schattenplatz ihr Mittagessen ein. Naja, keine Ahnung, warum man bei Polizei immer gleich ein schlechtes Gewissen bekommt - ich fahre ohne Stopp weiter. Dass das schlechte Gewissen berechtigt ist, wird sich gleich zeigen ...

Die Straße entfernt sich wieder vom Fluss, ich fahre erneut durch die Berge. Alles ist grau und braun, Steine, Staub und Sand dominieren auch hier die Gegend. Ich entdecke ein undefinierbares Gebäude am Straßenrand, umgeben von ein paar Bäumen und Büschen. Dort bemerke ich Vögel. Da das Fernglas immer griffbereit am Beifahrersitz liegt, stoppe ich, um sie zu beobachten. Seit einer Stunde ist mir kein Auto entgegen gekommen, ich bleibe direkt auf der Fahrbahn stehen, da ich nach vorne und nach hinten gute Sicht habe und keine Gefahrenquelle für plötzlich auftauchenden Verkehr bin. Außerdem habe ich vor folgendem Schild gehörigen Respekt. Vielleicht sitzt ja irgendjemand irgendwo im Schatten und wartet nur darauf, endlich wen zu "ertappen" und zu strafen.

DSC00343.JPG


DSC00342.JPG


Plötzlich sehe ich im Rückspiegel, dass sich tatsächlich ein Auto näher. Kein Problem, ich bin gut sichtbar und die Straße ist breit genug, um gefahrlos zu überholen.
Es sind die beiden Polizisten. Sie haben wohl ihre Mittagsrast beendet und sind nun wieder voller Tatendrang.
Das Auto bliebt genau neben meinen stehen, der Fahrer kurbelt das Fenster runter und sieht mich grimmig an. Trotzdem fragt er "how are you, madam?"
Ich, gleich ganz schuldbewusst, frage, ob ich hier nicht fotografieren dürfe und sehe im Geiste schon meine Kamera konfisziert. Das sei nicht das Problem, das dürfe ich, meint der Polizist. Doch ich dürfe nicht einfach auf der Straße stehen bleiben. Das sei gefährlich. Ich solle doch aufs Bankett fahren, dann sei ich mehr kein Hindernis.
Ich bedanke mich überschwänglich für den Tipp, dem Polizisten entkommt sogar ein kurzes Lächeln und dann fahren die beiden weiter.
Uff, gerade noch davongekommen.

Teil 4922. Aug. 2026

Auch auf meiner Weiterfahrt halte ich mich brav daran, aufs Bankett zu fahren, um bei Foto-Stopps niemanden zu behindern. Zwar gibt es niemanden, den ich behindern könnte, weil mit kein einziges anderes Auto begegnet, aber naja ... Die Stopps häufen sich, weil es so viele "bunte Juwele" am Straßenrand zu bewundern gibt. Ich bin fasziniert von der Farbenpracht, die in dieser Einöde zu sehen ist. Und von ihrer Strategie, Wasser zu speichern, um der Hitze und der Trockenheit zu trotzen.





Je näher ich Oranjemund komme, umso windiger wird es, die Luft ist voller Staub und die Sicht dementsprechend schlecht. Da ist es vielleicht ganz gut, dass Schilder vor Straßenbenutzer warnen, mit denen ich nicht rechnen würde. Vor allem ist zu erwarten, dass Strauße, Radfahrer und Fußgänger nicht auf der Fahrbahn auftauchen, sondern mir um die Ohren fliegen. 



Der Wind steigert sich zu einem Sturm, der Sand prasselt auf die Karosserie, sogar die erlaubten 60 km/h erscheinen mir für diese Bedingungen zu wagemutig. Der schwere Hilux wird immer wieder ordentlich durchgerüttelt, die rechte Fahrbahn versinkt unter einer unpassierbaren Sandschicht. Und dann nähert sich auch noch ein riesiger Transporter auf meiner Seite. Freiwillig gebe ich die Bahn frei und halte am Bankett. 




Teil 5030. Aug. 2026

Ich kämpfe mich also durch den Sturm Richtung Oranjemund. Eigentlich müsste ich schon einen schönen Blick auf den Fluss haben, jedoch ist dieser durch den Sandschleier nur schemenhaft zu sehen. 

Endlich nähere ich mich der Stadteinfahrt. Da ist auch die Abzweigung über die Brücke nach Südafrika und gleichzeitig Staatsgrenze. Schilder weisen darauf hin, dass ich meine Papiere bereithalten und die Zollformalitäten erledigen muss. Ich zwänge mich zwischen  riesigen Lastern in einen Parkplatz, gehe ins Zollhäuschen und frage die Beamtin, ob ich das auch alles erledigen müsse, wenn ich nur nach Oranjemund weiter wolle. Sie sieht mich an, als käme ich von einem anderen Planeten, denkt sich wahrscheinlich, sie habe es mit einer Analphabetin zu tun, und macht mich darauf aufmerksam, dass die Einfahrt nach Oranjemund gut beschildert auf einer anderen Spur ist. Tja, genau schauen und lesen kann manchmal hilfreich sein. Mit rotem Kopf verlasse ich das Häuschen, fahre gegen die Einbahn zurück zum Kreisverkehr und finde tatsächlich die richtige Spur und freie Fahrt. 

Mein Quartier Op My Stoep liegt etwas außerhalb, ich will mir aber gleich einmal die Stadt ansehen. Bis 2011 war Oranjemund eine private Stadt, Namdeb (die namibische Diamantengesellschaft) hat sie für ihre Arbeiter errichtet. Noch bis 2017 war der Zugang für Nicht-Bewohner nur mit einer Sondergenehmigung möglich, heute kann sich jeder Gast frei bewegen, es gibt Freizeiteinrichtungen und sogar einen Golfplatz. Auf den komme ich später noch zu sprechen.

Momentan weht zwar nur eine etwas stärkere Brise, aber Oranjemund kann nicht verleugnen, dass der Wind hier das Sagen hat. 


Nach einer Rundfahrt durch das Zentrum will ich endlich ans Meer. Die Oranje-Mündung ist Ramsar-Gebiet und ich will in Oranjemund in erster Linie Vögel beobachten. Doch darauf scheint der Wind nur gewartet zu haben. Als ich aussteige, traktieren mich wieder tausende Sandkörner wie mit Nadelstichen. Ich flüchte vom Strand in Richtung eines coffee shops nahe dem Campingplatz. Beide trotzen einsam und verlassen den Naturgewalten. Aber der Abstecher lohnt sich, denn plötzlich sehe ich nur mehr rosa. 





Teil 5105. Sept. 2026

Nun ein paar Bildern von Vögeln. 

Obwohl der Wind so stark bläst, dass die Bilder fast alle unscharf sind, sind doch ein paar ganz gut gelungen. Bitte um Korrektur, wenn ich sie falsch bestimmt habe.


Dominikanermöwe

Seidenreiher

Kronenscharbe

Schlangenhalsvogel

Kapstelze

Hartlaubs Möwe

Sanderlinge

Graufischer

Pelikan






Immer wieder in den Süden von solitaire

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/306790-immer-wieder-in-den-sueden

Stand: letzter Berichtsteil vom 05. Sept. 2026

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.