Betreutes Wohnen 6.0 – Green & Wet Edition (BOT Feb.26)
von Champagner · Jan. – Feb. 2026 · 23 Tage · Geführt · 55 Teile
Über diesen Reisebericht
Wir sind zu neunt im Januar und Februar 2026 drei Wochen in Botswana unterwegs — bewusst in der Regenzeit, zu der es kaum Berichte gibt. Geführt von Bushways, im Landcruiser mit Trailer, überwiegend im Zelt. Vom Tuli-Block über die Zentralkalahari und den Makgadikgadi in den Moremi und nach Khwai.
Die Regenzeit zeigt ein anderes Botswana. Alles ist grün, das Gras steht hoch, die Tiere sind nicht an Wasserlöcher gebunden, sondern über die Fläche verteilt — man sieht weniger, dafür ohne Staub und fast ohne andere Fahrzeuge. Im Tuli-Block stehen wir an einem Morgen vor vier Braunen Hyänen eines Clans, im Moremi führt uns eine Bootsfahrt ab Xakanaxa durch überflutete Ebenen. Wer auf Großkatzen im Minutentakt hofft, ist in dieser Zeit falsch.
Die zweite Hälfte bestimmt das Wasser. Ein Zyklon bringt Dauerregen, drei geplante Campnächte in Mababe fallen aus, und die Fahrt von Khwai nach Maun dauert einen ganzen Tag statt vier Stunden — an einer blockierten Umfahrung roden Guide und Campchef mit Axt und Panga eine neue Spur neben der Piste. An vielen Stellen sind wir uns einig, dass es für uns als Selbstfahrer dort zu Ende gewesen wäre.
Teil 118. Feb. 2026
*** Wer den Bericht ohne Kommentare lesen will, klickt auf die Sonne oben rechts *** Seit ein paar Stunden ist sie wieder daheim, die neunköpfige Langweilertruppe 🤩 !Von links nach rechts: Uwe (Tanja), Matthias (fotomatte), Simone (tigris), Tanja (Tanja), Elke und Uwe (fiedlix), meine Wenigkeit (Champagner), Birgitta und Tom (Tom2008) in Johannesburg, wo sich unsere Wege teilweise und auch nur vorübergehend nach drei gemeinsamen abenteuerlichen und wunderschönen (und zeitweise auch herausfordernden 🙄 ) Wochen wieder getrennt haben.
(Foto von Uwe B., unserem Selfie-King)
Wie es zu dieser Reise kam und das ganze Drumherum dazu gibt es morgen in einem neuen Kapitel, aber vorab mal unsere Route inklusive der notwendigen spontanen Änderungen (wir waren, wie man sieht, auch ein paar Tage im Januar unterwegs, aber das hat nicht mehr in den Titel gepasst 😉 ):
27. Januar 2026: Anreisen von München, Frankfurt und Stuttgart nach Johannesburg 28. Januar 2026: Sunrock Guesthouse, Johannesburg 29. Januar 2026: Transfer über Platjan Border ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) 30. Januar 2026: Mohave Bush Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 31. Januar 2026: Mohave Bush Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 01. Februar 2026: Serolo Safari Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 02. Februar 2026: Serolo Safari Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 03. Februar 2026: Fahrt vom Serolo Safari Camp auf eine Campsite im Khama Rhino Sanctuary mit Bushways 04. Februar 2026: Fahrt in CKGR, HATAB Campsite 05. Februar 2026: CKGR, HATAB Campsite DEC#1 06. Februar 2026: CKGR, HATAB Campsite DEC#1 07. Februar 2026: Boteti River Camp /Chalets 08. Februar 2026: Boteti River Camp /Chalets 09. Februar 2026: Fahrt über Maun ins Moremi Game Reserve, HATAB MGR#14 bei Xini 10. Februar 2026: HATAB MGR#14 bei Xini 11. Februar 2026: Fahrt in die Gegend von Xakanaxa, HATAB #T8 12. Februar 2026: HATAB #T8 13. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 14. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 15. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 16. Februar 2026: Khwai Guesthouse Maun Lodge 17. Februar 2026: Fahrt vom Khwai Guesthouse zum Maun Airport Frühstück und Shoppen in Maun und dann Heimflug
Und hier noch die Truppe inklusive KD und Diteko vor unserer Abfahrt vorgestern von Khwai nach Maun. Da lachen wir noch…… 🤪 😗
(Foto von Tanja und Uwe, bzw. Bruce)
Ein paar Stunden später sah es dann so aus 🤩 :
Aber ich greife viel zu weit vor 😮 - morgen dann ganz von Anfang an..... 😎
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 219. Feb. 2026
Prolog:
Bereits im Januar 2023 ( 😗 das ist kein Tippfehler) stolpere ich auf Youtube über Videos von Villiers Steyn („The Safari Expert“), in denen er begeistert von irgendwelchen Camps im Tuli-Block berichtet. Vor allem das Wort „affordable“ taucht dort immer wieder auf. Dies klingt in meinen schwäbischen Ohren einerseits höchst verlockend 🤪 , im Zusammenhang mit dem Tuli-Block aber auch sehr befremdlich 😐 . Also muss ich natürlich recherchieren, was dieser Experte unter „erschwinglich“ versteht (das ist ja auch immer eine Ansichts- bzw. Einkommenssache).
Tatsächlich sieht das auf der Website von Tuli Wilderness erstaunlich günstig für eine Gruppe von maximal 10 Leute aus. Wo ist wohl der Haken 🤨 ? Das fragen wir uns übrigens bis heute … 😗
Tanja schaut sich diese Videos auch an, meint, dass das CKGR, wo sie eh mal hin will, nicht sooo weit weg davon ist und beginnt somit bereits mit einer Tourplanung 😉 . Blöd nur, dass wir in ein paar Monaten ja erst mal unsere 2023er-Tour vor uns haben bzw. hinter uns bringen müssen 😵 😎 .
Ende 23 verlinke ich in unserer Birdle-Gruppe, die aus Simone, Tanja und mir besteht und die sich jeden Morgen zum Raten „trifft“, die Tuli-Videos erneut und gestehe, dass ich dort immer noch gerne mal hinwollen würde. Den anderen beiden geht es ähnlich und überhaupt wird es ja auch mal wieder Zeit für eine Langweiler-Reise, die letzte ist schließlich schon ein paar Wochen her und die nächste „nur“ im Kaiserstuhl und „erst“ für im Juni 24 gebucht.
So in etwa ist unsere Logik… 😄 und schon nehmen die Dinge ihren Lauf!
Ich schreibe Tuli Wilderness Anfang Januar 2024 an (ohne überhaupt zu wissen, ob bei den anderen 6 auch Interesse bestehen würde, Tanja z.B. muss das erst noch familienintern klären 😛 ) und lasse mir die Preise und Konditionen bestätigen. Der erste Kontakt mit Julie, der Inhaberin von Tuli Wilderness, ist sehr angenehm und so schildere ich ihr daraufhin unsere Problematik, dass wir ohne eigene Fahrzeuge unterwegs sein und vermutlich in Johannesburg landen werden. Alles kein Problem, sie haben oft Kunden, die so anreisen und sie könne mir einen Shuttle empfehlen. Da wir (ich meine, es waren Tanja und ich, oder war Simone auch schon dabei?) aber bereits ein bisschen weitergedacht haben und im Anschluss eine Bushways-Tour im Sinn haben, frage ich gleich noch nach einem Shuttle nach Maun oder Khumaga oder so, wo wir uns dann mit Bushways treffen könnten. Hmmm, ein Transfer in Botswana ist ein bisschen schwieriger zu finden und auch wesentlich teurer. Naja, egal, ist ja auch nur so eine Idee… 😐
Am 25. Januar 2024 schreibe ich Heiko von Bushways an, ob ich mit ihm mal über die Idee für eine Tour in 2026 reden könne. Ja klar, er sei gerade in Deutschland, wir könnten sogar über Festnetz telefonieren. Nachdem ich ihm meine grobe Idee geschildert habe meint er, dies sei erstens ein toller Plan mit Tuli usw. und zweitens könne Diteko ( 😄 er spricht sofort von ihm, ohne dass ich bereits einen Guide-Request gemacht hätte ) uns doch auch direkt dort abholen. Huch 🤩 , das ist ja ein tolles Angebot und macht alles sehr viel einfacher.
Tja, und dann geht alles sehr, sehr schnell 🙄 . Ich frage jeden einzelnen der Gruppe im Privatchat (damit niemand vor der ganzen Gruppe zugeben muss, dass er/sie keine Lust mehr auf diese Typen geschweige denn auf eine gemeinsame Reise und dann auch noch in das öde Botswana habe), ob er/sie Interesse an einer solchen Tour hätte und schwupp, nach kurzer Zeit haben alle zugestimmt. Das ist schon sehr sehr speziell in unserer Gruppe 🙂 : es gibt keine Zaudernde oder Zögernde, alle wissen ganz schnell, was sie wollen! So sind wir nun neun Leute (statt acht in 2023, weil Tom damals nicht mitkonnte) und können in die Feinplanung einsteigen.
Am 27. Januar 2024 schreibe ich dann diese Nachricht (die ich erst vor kurzem wieder entdeckt habe) in unserer Gruppe, ohne da schon zu wissen (da wir uns noch gar nicht auf das genaue Reisedatum geeinigt hatten), dass wir exakt auf den Tag genau in zwei Jahren zu unserer neuen Tour aufbrechen werden 🤩 !
Bei neun Leuten ist es theoretisch auch gar nicht sooo trivial, ein gemeinsames Reisefenster zu finden. Wir wollen gerne weniger Staub und Trockenheit, Wärme statt winterliches Ambiente daheim und auch weniger andere Touristen erleben als 2023, außerdem steht der Wunsch nach ein paar Vogel-Sommergästen weit oben auf der Wunschliste einiger der Teilnehmenden. Aber auch das wuppen wir in Rekordtempo und entscheiden uns (auch weil einige schon andere Termine in 2026 geblockt haben für andere Reisen) für Ende Januar/Anfang Februar 2026. Uns ist allen klar, dass wir damit ein Risiko bezüglich des Wetters eingehen 😊 – aber no risk, no fun 😗 !
Am 1. Februar schickt mir Heiko eine Preiskalkulation für unsere Planung und die ist natürlich mal wieder so, dass wir nicht nein sagen können 😎 . Die Preise blieben übrigens bis zur endgültigen Zahlung knapp zwei Jahre später stabil.
Wir einigen uns darauf, dass wir an dem Tag, an dem wir nach Johannesburg anreisen, nicht gleich mit dem Shuttle nach Tuli Wilderness weiterreisen, sondern eine Nacht in der Nähe des Flughafens einplanen. Erstens können wir noch gar keine Flüge buchen und kennen daher keine Ankunftszeiten und zweitens hat niemand von uns Lust auf Stress wegen verspäteter Flüge und auf eine lange Autofahrt nach einem Nachtflug.
Also planen und rechnen wir noch eine Nacht in Johannesburg ein und fertig ist die Tour 😁 . Wir buchen bei Bushways und Tuli, Gare aus dem Bushwaysoffice bestätigt uns kurz darauf die gewünschten Campsites, Julie unsere Exklusivbuchungen für Mohave und Serolo und jetzt müssen wir nur noch knapp 2 Jahre warten 🤪 .
Ich hoffe, im Bericht geht es dann etwas schneller los…. 😎
Teil 320. Feb. 2026
27. Januar 2026: Es geht los (u.a. zum Forumstreffen nach Zürich) 🙂 !
Bei einem Vorlauf von 2 Jahren sind die Befürchtungen, dass bei dem einen oder der anderen vor der Abreise etwas schiefläuft, nicht ganz aus der Luft gegriffen 🤨 . Entsprechend glücklich sind wir, dass wir am Abreisetag alle zumindest flugtauglich sind. In den letzten beiden Wochen vor dem Abflug haben die meisten von uns größere Menschenmengen gemieden und sich mit Obst und sonstigen Vitaminen vollgepumpt, um alles dafür zu tun, dass man gesund bleibt. Ein paar hat es aber doch erwischt und vor allem die arme Elke hat mit einem schlimmen Husten zu kämpfen 😣 , der auch ihr ständiger Begleiter auf der Reise sein wird.
Und wenn es nicht so ärgerlich und nervig wäre, dann könnte man es schon fast witzig finden 🤪 : ich bin zwar körperlich gesund, aber mich ereilt mal wieder knapp zwei Wochen vor Abreise ein Wasserschaden 🤩 (Heizungsrohrbruch, sozusagen eine Neusichtung 😛 , das hatte ich noch nicht…). Es wird gelästert, dass ich mich in Zukunft vielleicht mehr für Wüsten in Namibia als für das Flutgeschehen in Botswana interessieren solle, mein Hobby würde wohl auf mein Haus abfärben… 😎 Der Schaden wird provisorisch repariert, der Rest dann nach meiner Rückkehr. Also kann es nun tatsächlich losgehen!
Aus wohnorttechnischen Gründen und teilweise wegen diverser Vorlieben fliegen wir in drei Gruppen nach Johannesburg. Elke und Uwe ab München, Tom, Birgitta, Tanja und Uwe ab Frankfurt. Simone, Matthias und ich fliegen von Stuttgart über Zürich mit Swiss nach Johannesburg. Dies war bei der Buchung preislich und auch geografisch die beste Lösung, der Gabelflug mit Rückflug ab Maun war um die 900 Euro rum zu haben. Noch ein weiteres Argument für die Regenzeit…
Auf Zürich freuen wir uns sehr, auch wenn wir durch die Stornierung des Abendflugs und Umbuchung auf mittags einen ewig langen Aufenthalt dort vor uns haben. Aber da wir ein kleines Forumstreffen mit Sam (kalachee) geplant haben, passt das perfekt und wird sogar zum Vorteil. Sam arbeitet als Load Coordinator bei Swissport am Flughafen und ist für die Planung und Kontrolle der Beladung der Flugzeuge zuständig. Er macht am Schluss der Abfertigung das so genannte Loadsheet mit allen relevanten Informationen für die Cockpit Crew zu Gewicht und Balance der Maschine, dazu kommt er vor dem Abflug dann ins Flugzeug.
Eigentlich wollte er seinen Dienst so legen, dass er unsere Maschine abfertigt und uns schnell auf unseren Plätzen besucht, aber das hat nicht geklappt (er hat bereits Feierabend, als wir ankommen), was aber nun den Vorteil hat, dass wir viel Zeit füreinander haben. Er darf als Mitarbeiter direkt ans Gate kommen und macht ein Foto von unserer Maschine, als wir gerade an unserem Parkplatz ankommen.
Beim Aussteigen werden wir von ihm direkt am Gate empfangen und er führt uns in ein schönes Restaurant in einer ruhigen Ecke des Flughafens.
Die Wartezeit vergeht dadurch sehr schnell und vor allem auf eine besonders schöne Art, natürlich gibt es viel zu erzählen und Sam ist so ein lieber und herzlicher Mensch. Besser kann so eine Reise nicht beginnen!
Die restliche Wartezeit verdaddeln wir im Internet und kaufen viel zu teure Schokolade... 😗
Der Weiterflug ist so angenehm, wie ein langer Nachtflug eben sein kann, das Essen und der Service von Swiss sehr gut.
Nach der Ankunft am 28. Januar 2026 ziehen wir schnell ein paar Rand und informieren das Sunrock Guesthouse, dass sie uns nun abholen können. Der Shuttle ist im Preis inbegriffen. Als wir auf den Parkplatz kommen, wo wir auf den Fahrer warten sollen, steht dort schon die Frankfurter Gruppe. Was für eine Freude 🙂 !
Zusammen kommen wir im Guesthouse an, wo die Münchner Crew schon eingecheckt hat. Als wir alle am Pool sitzen, beginnt es zu tröpfeln und dann bricht ein Gewitter über uns herein, das sich gewaschen hat 🤩 ! Die Zelle scheint sich keinen Millimeter über uns zu bewegen, es blitzt und donnert und schüttet!
Na hoffentlich ist das kein schlechtes Omen 🙄 . Wir lassen es uns aber gut gehen bei Gin Tonic und von Birgitta gebackenen Giraffen-Keksen
und später einem Buffet und hoffen, dass die gute Wettervorhersage für die nächsten Tage stimmt. Außerdem freuen wir uns, dass unsere Anreise perfekt geklappt hat. Hier noch ein paar Fotos (teilweise vom nächsten Morgen) vom Sunrock Guesthouse, das übrigens Tanja für uns ausfindig gemacht hatte.
Müde fallen wir alle recht früh ins Bett und sind gespannt, ob die Abholung durch das von Julie von Tuli Wilderness organisierte Shuttleunternehmen morgen früh klappt und wie es uns im Tuli Block gefallen wird 🤨 .
Teil 421. Feb. 2026
29. Januar 2026: Von Johannesburg ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) in Botswana (Teil 1)
Bevor wir jetzt so richtig losfahren, muss ich eine Warnung aussprechen:
Wir waren in der Regenzeit unterwegs, das bedeutet teils schlechtes Licht, hohes Gras, zugebuschte Landschaft, Tiere nicht auf Wasserlöcher oder Flüsse angewiesen, teils Regen ohne Fotomöglichkeiten… Wer hier nun spektakuläre Katzensichtungen im Minutentakt und hochwertige Fotos davon erwartet, ist definitiv auf der falschen Veranstaltung 😛 !
Wer die Farbe Grün (und später matschbraun) mag, sich über Vierbeiner freut, die zufrieden im frischen Gras zwischen Blümchen vor sich hin mampfen und vielleicht sogar Spaß an kleinen braunen Vögelchen hat, kann sich den Reisebericht ja mal unverbindlich anschauen, bis es langweilig wird 😉 .
6.30 Uhr: Frühstück Die Abholung durch den Shuttle ist auf 7.30 Uhr geplant – organisiert hat dies Julie von Tuli Wilderness für uns.
7.29 Uhr – kein Shuttle in Sicht 🙄 . Was, wenn die Buchung vergessen wurde?
7.30 Uhr – das Tor geht auf, doch der einfahrende Shuttle ist nicht von der Firma, die Julie uns genannt hatte 🤨 . Der Fahrer stellt sich als Blessing vor und die Firma ist ein Subunternehmen des ursprünglich gebuchten. Uff, dann kann es ja jetzt losgehen 🙂 .
Wir fahren über Polokwane und Alldays nach Platjan Border, zwischendrin machen wir eine Pause an einer Tankstelle
und später dann in Alldays, wo Blessing Bestellungen von Tuli Wilderness abholt und ins Auto lädt. Soweit ich mich erinnern kann (mein Tagebucheintrag endet mit dem Vorabend im Sunrock Guesthouse), verlief die Fahrt reibungslos und recht angenehm. Blessing ist ein fröhlicher und redseliger Mensch.
An der Grenze werden wir auf der südafrikanischen Seite von einem Fahrer von Tuli Wilderness mit einem offenen Gamedrive-Fahrzeug inkl. Anhänger für unser Gepäck empfangen. Sekaeo (SK) stellt sich als unser Guide für unseren kompletten Aufenthalt vor. Die Grenzformalitäten gehen zügig voran, außer uns und dem Personal ist hier niemand! Wer macht auch schon Urlaub in der Regenzeit…. 🤩
SK fährt uns über den Limpopo, und dann sind wir nach ein bisschen paperwork in Botswana – endlich!
Hier müssen wir nach rechts,
.
Man kann bereits die teilweise recht hohen Felshügel erkennen.
Unterwegs treffen wir Birgittas Lieblingstiere 😘 :
Die Fahrt bis zur Schranke des Schutzgebietes dauert ca. 1,5 Stunden.
Danach biegen wir nicht nach Serolo ab, sondern setzen unseren Weg direkt fort nach Mohave. Und nun wird es auch ziemlich rustikal. Hier hatte es auch geregnet und entsprechend ausgefahren sind die Wege. Dazu gibt es hier viel Steine und Trockenflusstäler, die Dips sind teilweise sehr tief und kurz, man muss sich wundern, wie das Fahrzeug dort durchkommt.
Unsere ersten Elefanten, die vermutlich wegen des Anhängers etwas schreckhaft sind.
Was mir jetzt schon sehr gut gefällt und was ich im grauen, vogelarmen Deutschlandwinter vermisst hatte, sind die vielen Vögel. Sie laufen oft in der Fahrspur herum wie die Namaqua Doves, und fliegen dann kurz vorm Überfahrenwerden auf. Überall flattert und piepst es, wunderschön! Die Fotos sind jetzt nicht der Knaller, sollen aber dokumentieren, dass wirklich viele Vögel unterwegs sind:
Double-banded sandgrouse
Namaqua Doves
Golden-breasted bunting
Chestnut-backed Sparrow Lark
Weiter geht die Fahrt:
Ein Kudu schaut auch mal aus dem grünen Dickicht
Temminck's Courser
Nach ca. 45 Minuten sind wir dann im Mohave Bushcamp, richten uns kurz in unseren Chalets ein (Fotos vom Camp gibt es glaub erst morgen), essen eine Kleinigkeit und dann geht es nochmal los zu einem kurzen Gamedrive.
Teil 521. Feb. 2026
29. Januar 2026: Von Johannesburg ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) in Botswana (Teil 2)
Leider hat es wieder ein bisschen zugezogen, aber wir genießen einfach die Tatsache, endlich angekommen zu sein und nun ein paar Tage hier vor uns zu haben! Das Wetter wird sich sicher noch berappeln!
Schakale
Und wieder Vögele, Red-backed Shrike (den kann ich daheim besser 😊 )
Die allgegenwärtigen Crowned Lapwings, hier an Blümchen, die ständig in Gruppen unter lautem Geschrei auffliegen (was ich leider nicht geschafft habe zu fotografieren) – langweilig wird einem hier nicht!
Grüne Landschaft mit Elefanten und Zebras
Und dann eine Neusichtung für mich – ein (beringter) Lesser Spotted Eagle
Sabota Lark - es sind nicht nur viele Vögel in der Luft und ansitzend, sondern sie singen auch sehr ausdauernd 🙂 !
Impalas
Little Bee-Eater
Elefanten, Elefanten, Elefanten….
Ein kurzer Abstecher an den Motloutse River, wo aber nicht viel los ist (die ganz schlechten Reiherfotos erspare ich euch)
Und dann gibt es tatsächlich nochmal zwei Neusichtungen für mich.
Zunächst das Natal Spurfowl
Und dann ein Levaillant’s Cuckoo. Ich hatte vor Ort gedacht, es sein ein JacobinCuckoo, hab aber jetzt gesehen, dass es der andere ist.
„For the romantic mood“ 😎
Nun verabschieden sich die Elefanten von uns und auch wir machen uns auf den Heimweg.
Im Camp angekommen gibt es ein fürstliches Mahl, Rinderfilet mit Beilagen
und zum Nachtisch Crème brulée.
Puh 🤩 , was für ein Tag – nun sind wir nach langer Anreise wirklich im Busch angekommen 🙂 und fallen ziemlich müde ins Bett!
Teil 622. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 1 - der Morgen)
Unser erster so richtiger Urlaubstag 🙂! Wobei 😵 ..... Urlaub 😕 ??? Um 5 Uhr gibt es Frühstück.... 🙄 Nein, alles gut - die Langweilertruppe sitzt pünktlich bei Kaffee, Tee, Müsli und Keksen am Tisch. Danach geht es um 5.30 Uhr los, heute werden wir sowohl vormittags als auch nachmittags jeweils einen Gamedrive machen.
Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir das Camp und treffen kurz darauf auf die große Elandherde, die hier ihre Heimat zu haben scheint (wir werden sie öfters in dieser Gegend antreffen). Der Anblick mit der großen Klippe - Eagles Rock genannt - im Hintergrund ist wunderschön! Natürlich darf auch ein Gnu nicht fehlen 😛 .
Es gibt auch ein paar kleine Elands - generell sind aber alle recht scheu, es gibt hier eben nicht so viele Touristen, wenn es hoch kommt, sind mal drei oder vier Fahrzeuge von Tuli Wilderness unterwegs, ansonsten darf hier niemand herumfahren.
Diese Beschreibung trifft aus meiner Sicht übrigens zu 100% zu!
Freudig fahren wir dem Sonnenaufgang entgegen.
Ich hatte ja schon erwähnt, dass in den Fahrspuren ständig Vögel unterwegs sind, unter anderem und auch sehr zahlreich trifft man auf Wachteln, die meistens panisch auffliegen, nachdem sie eine zeitlang vor dem Wagen hergerannt sind. Diese hier - Common Button Quails - machen sich zu Fuß nach rechts aus dem nicht vorhandenen Staub. Leider ist es noch recht dunkel und die Herrschaften sind sehr flott und quirlig unterwegs - aber als Beweisfotos müsste das reichen. Ich denke, Matthias hat besser Bilder von später, denn wir mussten auf seine Bitte hin gefühlt 100 mal wegen dieser Flattermänner (es gab wohl verschiedene Sorten im Angebot) anhalten 😛 😗 .
Inmitten der zauberhaften Landschaft trifft man immer wieder auf (vermeintlich?) glückliche Tiere, über das Futter- und Wasserangebot kann aktuell auf jeden Fall nicht gemeckert werden:
Sind die nicht süß 😘 ?
Auch wir sind glücklich (denke ich jetzt zumindest mal 😉 ) über die herrlichen Temperaturen, das perfekte Wetter und die schöne Landschaft, durch die wir in aller Ruhe cruisen!
Danke Tanja für das Foto:
Wie gesagt, Elefanten sind keine Mangelware:
Landschaft auch nicht:
Sobald die Sonne richtig da ist, wird alles wieder qietschgrün!
Wir kommen wieder zum Motloutse River
und die Adleraugen unter uns entdecken am anderen Flussufer eine kleine Löwenfamilie. In der Trockenzeit führt der Fluss kein Wasser und man kann so den Löwen, die sich oft am Ufer aufhalten, hinterher fahren. Wir haben keine Chance, zu ihnen zu gelangen, von daher gibt es nur diese Suchbilder:
Einen Löwenvater gibt es auch:
Ich bin nur bedingt traurig, dass wir nicht näher herankommen, ich finde das Gesamtarrangement sehr schön:
Trotzdem versuche ich mich natürlich auch mit ein paar Fotos der lustigen Löwenkinder:
Zwischendurch schweifen die Blicke immer mal wieder zu den Vögel - hier denke ich, dass es Queleas sind, auch wenn meine Merlin-App etwas anderes sagt:
Wir ändern unseren Standort ein wenig und beobachten die ganze Löwenfamilie beim Trinken, bzw. Ruhen, später klettern die Kleinen noch auf einem Baumstamm herum:
Das soll's mal mit schlechten Löwenbildern gewesen sein 😐 , jetzt kommen die schlechten Vogel-Pics 😄 :
Ein Brown-hooded Kingfisher idyllisch, aber leider weit weg überm Fluss sitzend:
Und ein Woodland-Kingfisher, auch nicht sehr kooperativ. Die "Woodies" haben uns die ganze Reise über verfolgt, ihr Gesang war überall zu hören (außer in der Kalahari, wenn ich mich richtig erinnere) und die hübschen Vögel selber waren auch oft zu sehen, aber - wie ich finde - schwer zu fotografieren!
Und noch ein schlechtes Foto, aber wie die anderen auch für die Statistik - ein Jacobin Couckoo
Habe ich erwähnt, dass es hier viele Elefanten gibt 😎 ?
Wir fahren nun in ein Trockenflussbett ein und es kommen leichte Huab-Gefühle bei mir auf:
Raus aus dem Flussbett
und rein in die gelben Blümchen, die ja eigentlich gar nicht niedlich Devils Thorn heißen
Elefanten und Impalas
Und dann nur noch Elefanten - beim kollektiven Mampfen 🙂 !
Und wer hätte es gedacht - die nächste Sichtung sind...... Elefanten 🤪 :
Sie sind gerade dabei, den Fluss zu überqueren, für die Kleinen ist es gar nicht so einfach, die Böschung am anderen Ufer zu erklimmen:
Wir wechseln mal zu Impalas
Diese beiden liefern sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen:
Southern Carmine Bee-Eater sieht man hier auch sehr viele:
Und wir rollen weiter.....es gibt immer etwas zu entdecken (und wenn es "nur" Elefanten sind 😉 ).
Das hier ist ein junger Lesser grey Shrike
und hier ist er nochmal zu sehen - das Foto soll zeigen, wie viel Flugbetrieb in der Luft herrscht (man beachte die photobomb direkt neben ihm) :
Hier die erwachsene Ausführung des Shrikes (es gab unterwegs viele Möglichkeiten, richtig schöne Bilder von denen zu machen, aber ich habs irgendwie vepennt, manchmal war ich auch einfach fotografiermüde....)
Dann noch ein African Pipit
und schon nähern wir uns unserem Frühstücksplatz, wo sich aber gerade ein Schakal herumtreibt:
Er posiert zunächst hübsch in den Blümchen,
markiert dann sein Revier 🤢 ,
und macht sich dann vom Acker.
Nun wird es wirklich Zeit für eine Frühstückspause (wobei es erst 8.30 Uhr ist, und wir haben schon so viel gesehen 😮 !) - direkt am Fluss mit Blick auf den Eagles Rock, schöner geht es kaum!
So, und ich brauch jetzt auch eine Pause - bis morgen dann!
Teil 723. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 2)
Weiter geht's mit der Frühstückspause
Hier sieht man mal Sekaeo (SK) - danke Tanja für die Fotos (oben und unten)!
Um den Eagles Rock jagen übrigens Lanner Falcons und ein Geier kreist über uns, aber davon gibt es keine zumutbaren Fotos 😉 .
Kurz vor 9 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg und begegnen allerlei Federvieh:
Secretary Bird
Kori Bustard
Ostrich
Red-billed Quelea
Wieder ein Lesser Spotted Eagle, dieses Mal unberingt:
Laughing Dove mit Carmine Bee-Eater-Deko
Der Schreiadler beschließt, abzufliegen
Zeit für ein paar weitere Elefanten-Fotos, extra für Matthias 😗 😎 😛
Irgendwann beginnen sich die Elefanten zu sehr für uns zu interessieren und SK fährt vorsichtshalber weiter.
Southern Masked Weaver
Immer wieder schöne Landschaft mit Zebras und Impalas, dazu blauer Himmel mit Dekowölkchen, darauf hatte ich heimlich gehofft.
Kurz vor dem Camp treffen wir wieder auf einen Lesser Spotted Eagle, dieses Mal ist es der beringte Kollege (ein immaturer) von gestern Abend
Mit dem "richtigen" Frühstück und dem Rest des Tages geht es dann im nächsten Kapitel weiter.
Teil 823. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 3)
So sieht das "richtige" (warm) breakfast aus:
Verhungert ist vermutlich noch niemand in den Unterkünften von Tuli Wilderness 😎 .
Die sehr heiße Mittagszeit kann man hier gut überstehen. Der überdachte Sitzplatz ist erstens sehr gemütlich und zweitens weht immer ein leichtes Lüftchen durch (danke Tanja fürs Foto).
Da die Couch und die Sessel immer im Schatten sind, heizt sich auch nichts wirklich auf. Man kann hier Akkus u.ä. laden, ein bisschen in die Landschaft schauen, sich aus dem Kühlschrank bedienen, auf der kleinen Terrasse aufs Wasserloch schauen, im kleinen Becken die Füße (oder auch den ganzen Körper) kühlen, den Vögeln im Camp nachjagen oder einfach nichts tun!
Im Hintergrund sieht man die Feuerstelle und dann das Chalet von Tanja und Uwe, dahinter liegen noch zwei baugleiche, und auf der anderen Seite der Lapa sind die beiden Bungalows von Simone und von Elke+Uwe. Diese beiden haben allerdings nur französische Betten. Auf dem Gelände gibt es auch noch eine öffentliche Toilette und Dusche, früher wurden die von den Chaletbewohnern genutzt, als es noch keine Sanitärräume direkt bei den Häusern gab.
Wenn es einem nicht zu heiß ist, gibt es immer etwas zu beobachten und zu fotografieren:
Long-billed Crombec
Woodland Kingfisher
Um 16.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg - nicht ohne voher Snacks und Kaffee /Tee /Saft serviert bekommen zu haben!
Natürlich treffen wir wieder auf diverse Vögelchen, meistens die üblichen Verdächtigen.
Lesser grey Shrike
Marico Flycatcher
Jacobin Couckoo
Sabota Lark
Danach tut sich - zumindest auf meiner Speicherkarte - ca. 15 Minuten nichts. Und dann treffen wir auf den Star des Abends 🤩
Aus den sozialen Medien wusste ich /wussten wir, dass es hier irgendwo Braune Hyänen gibt. Und plötzlich liegt eine im Gras (mal wieder ein etwas unwirklicher Anblick, braune Hyäne in grünem Dschungel 🤪 ).
Es ist nicht ganz einfach, durch das viele Gras das Tier zu erwischen - ich habe viele knackscharfe Fotos von Stängeln 😛 !
Sie putzt sich,
gähnt ein paar Mal herzhaft
und macht sich dann langsam durchs Gebüsch davon.
Kurz sehen wir sie noch auf den Felsen
und das war's dann - Ende der Vorstellung 🙄 !
Hier soll der Bau sein
und SK verspricht uns, dass wir morgen noch einmal hier vorbeischauen werden!
Es ist inzwischen schon 18 Uhr durch, wir fahren wieder zurück vom Hyena-Den, der sich auf dem Weg Richtung Serolo Camp befindet, und entdecken im letzten schönen Licht einen weiteren Schreiadler:
Inzwischen ist der Mond aufgegangen und wir genießen es, bei dieser schönen Stimmung durch das Konzessionsgebiet zu fahren.
Das Licht reicht gerade noch aus für diesen Kittlitz's Plover
und dann ist es Zeit für unseren Sundowner (eigentlich sind wir zu spät dran, es ist eher ein Moonriser).
Danach ist die Fahrt aber noch nicht zu Ende, SK fährt im Mondschein (wie heißt der Stern rechts daneben?) ins Flussbett ein
und schaut mit seinem Scheinwerfer, ob es noch etwas zu entdecken gibt. Und tatsächlich: als toller Abschluss des Tages entdecken wir noch eine Fiery-necked Nightjar 🤩 !
Im Camp wird uns alsbald ein leckeres Abendessen serviert, als Hauptgang gibt es panierte Hühnersteaks mit Gemüse-Couscous, grünen Bohnen und Blumenkohl in einer deftigen Soße.
Wow, das war wirklich ein langer Tag mit sehr vielen Erlebnissen 🙂 ! Ich bin schon gespannt, wie es morgen weitergeht!
Teil 925. Feb. 2026
31. Januar 2026 (Teil 1) : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Eagle Rock
Heute wollen wir den Eagle Rock „besteigen“ (ganz so wild wird es nicht, man erläuft ihn eher). Dort brütet – wenn auch nicht zu unserer Jahreszeit – seit vielen Jahren ein Paar Verreaux‘ Eagle (Felsenadler), das sind recht große Adler mit ca. 2m Flügelspannweite! Natürlich haben wir schon vorher von der Möglichkeit, diese Felsklippe zu erklimmen, gehört und auch, dass man von dort oben einen tollen Blick haben soll – wir sind also freudig gespannt 🤩 !
SK erklärt uns, dass wir zuerst noch eine kleine Runde fahren, bis es richtig hell ist, damit wir auch gutes Licht für die Aktion haben. Wir haben eh schon riesiges Glück, dass uns heute ein wolkenloser Himmel mit guter Sicht erwartet – es ist also angerichtet!
5.48 Uhr - kurzer Löwen-Check am Flussbett: niemand daheim!
Ein bisschen Beifang gibt es auf der Fahrt durchs Trockenflussbett (eines kleineren Flusses, ich glaube, es ist der, der auch am Camp „vorbeifließt“ und den wir gestern schon gefahren sind):
Ein junger Fork-tailed Drongo
African Hoopoe
Das ist vermutlich ein Wahlberg’s Eagle
Nun sind wir wieder im Flussbett des Motloutse Rivers und haben den Eagle Rock schon im Blickfeld.
Für diesen gestreng dreinschauenden Greif halten wir aber natürlich an, es ist vermutlich ein junger Lesser Spotted Eagle.
Eigentlich wäre es ein perfekter Platz um schöne Fotos im Abflug zu machen, aber wie immer sitzt der Vogel bei solch tollen Bedingungen wie festgenagelt und dreht höchstens mal den Kopf 🙄 .
Nicht mal das einfliegende Täubchen kann ihn zum Abfliegen motivieren, er schaut nur kurz etwas irritiert aus dem Federkleid.
Gut, dann fahren wir eben weiter, wobei SK zunächst mal auf der Strecke, die aus dem Flussbett führt, den Tisch abräumen muss, das Abendessen der Elefanten liegt da noch herum…
Leider schafft es meine Kamera nicht, die Perspektive bei der Fahrt zum Eagle Rock richtig einzufangen 🙁 . Man fährt zunächst einen niedrigeren, aber längeren Bergrücken hinauf, um dann von oben einen schönen Blick (den Ihr euch jetzt einfach denken müsst 😗 ) in das Tal vor dem Höhenzug, der mit der Klippe über dem Fluss endet, zu haben.
Auf Google Maps kann man gut den schmalen längeren ersten Felsrücken und weiter nördlich den von Eagles Rock erkennen. Das Kreuz markiert unser Ziel, den Aussichtspunkt ganz oben. Das Gebiet rechts vom Fluss gehört laut SK bereits zum Mashatu Game Reserve.
Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass wir vom Hausherrn schon erwartet werden!
Unser Weg führt links nach oben, auf dem Foto weiter oben kann man bei den Felsbrocken auf der linken Seite die Fahrspur erkennen. SK erklärt uns einiges zu den Felszeichnungen dort (die wir aber nicht sehen können).
Als wir oben auf dem Plateau ankommen, wo unser Parkplatz sein wird, werden wir nicht etwa von den Adlern, sondern von – ein bizarrer Anblick in dem grünen Gras 😮 – Familie Klippspringer erwartet 😘 !
Zunächst wirken sie eher wie Weidetiere zwischen dem Gras und den Blümchen,
dann zeigen sie uns aber doch kurz, woher sie ihren Namen haben.
Das Kleine macht noch eine kurz Extra-Foto-Session mit uns
und dann wird es Zeit, dass wir uns für unseren Walk mit unserem bewaffneten Guide fertig machen.
Die Strecke ist nicht sonderlich schwierig oder steil, aber man muss schon aufpassen, wohin man seine Füße setzt, denn unter dem hohen Gras verbergen sich Steine und Löcher. Eigentlich eine perfekte Gelegenheit für mich, um mich mal wieder auf die Nase zu legen 😗 , aber ich schaffe den Aufstieg erstaunlicherweise unfallfrei 🤪 !
Nach 10 Minuten haben wir bereits den ersten schönen Ausblick nach Süden, da unten ist auch unser Frühstücksplatz. Uns überkommt der erste leichte Fotorausch 😉
Aber es geht ja noch weiter
Noch nicht ganz an der höchsten Stelle angelangt kann man schon erahnen, was für ein genialer 360° - Ausblick und dort erwartet!
Und jetzt bricht natürlich der richtige Fotorausch aus! Neben der Landschaft gibt es auch einige Vögelchen zu entdecken, die ich aber allesamt nicht fotografiert habe.
Selfie-Uwe in seinem Element - wird hoffentlich was geworden sein 😎 !
Der Ausblick ist unschlagbar und das Wetter dazu.
Manchmal hilft eine Person auf dem Foto, um die Dimensionen besser erkennen zu können
Hier noch ein paar Panoramen
Und dieses farbenfrohe Kerlchen
Eigentlich sollte dies ein stimmungsvolles Bild werden 🙂 – die Köttel links hab ich dann erst daheim am Bildschirm bemerkt 🤢 😛 .
Ja, und als dann die meisten Fotos gemacht sind und wir den Ausblick in Ruhe genießen wollen, haben die Adler ihren großen Auftritt 🤩 .
Sie beginnen, uns zunächst aus der Ferne
und dann teilweise ganz aus der Nähe, nämlich knapp über unseren Köpfen zu inspizieren.
Was für ein Anblick, wie sie über ihr Reich im Gleitflug dahinschweben!
Sie sind nicht alleine, Schwalben (waren es Schwalben) und Falken sind immer in ihrer Nähe.
Manchmal fliegen sie so dicht über einem, dass sie den Bildrand und auch den Fokusbereich verlassen 🤪
Wunderschöne Greife, oder? 😘
Als sie mit der Thermik dann weiter nach oben gestiegen sind, wird es Zeit für eines unserer berühmt-berüchtigten Gruppenfotos, dieses Mal ist nicht Selfie-Uwe, sondern SK im Einsatz und macht seine Sache recht gut.
Zuerst mal alle zusammentrommeln
und dann "grins" (Sk sagte, wir sollen "Okavango" sagen....) und "klick" 🙂
Und noch eins, weil es so schön war, mit etwas mehr Fluss im Hintergrund
Noch ein schneller Blick nach Süden auf unseren Kaffeepausenplatz
und auf eine große Elefantenherde, die unten im Mashatu GR in Richtung Wasser zieht,
dann wird es Zeit für den Abstieg.
Unterwegs zeigt uns SK noch einen Hyena-Den mit Knochenresten.
Um 8.20 Uhr sind wir wieder am Auto.
Was für ein tolles Erlebnis 🤩 – aus meiner Sicht eines der Highlights der Reise 🙂 😘 !
Teil 1028. Feb. 2026
31. Januar 2026 : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Teil 2
Nach dem tollen Adler-Erlebnis mit den spektakulären Ausblicken wird es Zeit für einen Coffee-Break, und zwar an dem bereits bekannten Spot am Fluss mit Blick auf die Felsklippe.
Die Elefantenherde, die wir von oben gesehen haben, ist inzwischen am Wasser angekommen – wie gut, denn Matthias hat schon Elefantenentzugserscheinungen… 😛
Wo laufen sie denn? 🤨
Die Elefantenjägerinnen im Einsatz!
Es sind einmal mehr sehr schöne Anblicke, wie die Tiere vor dieser Kulisse das Wasser genießen:
Der Crested Barbet nervt mich ein bisschen, die ganze Zeit krakeelt er herum, will sich aber nicht gescheid in Positur setzen 😠
Nach der Pause fahren wir noch ein paar Meter weiter zu einer Stelle näher am Felsen,
wo ein White-fronted Bee-Eater ansitzt.
und machen uns dann langsam auf den Rückweg.
Immer wieder schön sind diese roten Blickfänge in der grün eingefärbten Landschaft.
In der Nähe des Camps begegnen wir wieder den üblichen Verdächtigen, bald kennen wir jeden Strauß, jedes Imapala, jedes Zebra und jedes Eland beim Namen 😗 .
Hier muss man sich fragen, ob eine Sable Antelope ihre Finger im Spiel hatte….. nach einem „normalen“ Eland sieht das nicht aus 🤩 !
Das hier schon eher!
„Daheim“ angekommen werden wir wieder mit einem warmen Frühstück verwöhnt (kein Foto 😉 ), danach hängen wir beim Wasserloch ab.
Zwar kommen in dieser Jahreszeit keine Großtiere zum Trinken (auch wenn Elefanten nachts im Camp zum Fressen waren und auf diesem Foto eine Giraffe weiter hinten steht, wenn man genau hinschaut), aber uns sind Piepmätze ja mindestens genau so lieb. Sonst habe ich wenig Geduld für die ganz kleinen quirligen Vögelchen, aber hier kann man es sich nebenbei bequem machen – Birden light sozusagen 🙂 .
🤩 (Danke Elke fürs Foto!)
Okay, das sieht jetzt eher unbequem aus 😄 , aber meistens sitzen wir auf der Mauer oder auf den Stühlen. Marico Flycatcher Grauschnäpper (danke Matthias!)
Blue Waxbill – bei dem frag ich mich immer, was man sich bei dieser Farbkombi gedacht hat 🙄 , hellblau mit graubraun 🤢 . Nicht so wirklich gelungen – da ist im Design noch Luft nach oben 😗 .
Red-billed Firefinch
Green-winged Pythilia
Kein Vogel, kann aber trotzdem fliegen
Immer mal wieder hört man den Diederik Cuckoo , und dann sehe ich ihn endlich auch 🙂 :
Was für eine Freude - eine Erstsichtung für mich!
Ja, und dann ist da natürlich noch unser Woody 🙂 . Sein typisches Trällern beginnt vor Sonnenaufgang und begleitet uns den ganzen Tag über.
Er nistet in einem Astloch hoch oben direkt bei der Lapa.
So sieht das von unten aus
Sehr anstrengend, ewig mit der Kamera vorm Auge nach oben zu starren, nur um genau in dem Moment, wo der Woodland Kingfisher anfliegt oder aus der Bruthöhle wieder ausfliegt, die Kamera abzusetzen, um die verkrampften Arme etwas zu entlasten 🤩 .
Nach viel Quälerei gelingen dann aber doch ein paar Fotos, wenn auch nicht von besonderer Qualität, dazu ist es da oben zu schattig.
Nun wird es Zeit, sich von diesen Strapazen zu erholen. Als wir uns gerade zum High Tea niederlassen wollen (vielleicht war es auch schon beim Warm Breakfast, ich brings nimmer zusammen, aber spielt ja eigentlich auch keine Rolle 😎 ) , kommt ein Geländewagen angefahren. Es ist Julie Quinn. Die inzwischen drei Camps von Tuli Wilderness auf dem knapp 100km² großem Areal sind von ihr und ihrem Mann Stuart „owner managed“. Die Concession haben sie von einem Engländer gepachtet. Wir begrüßen sie freudig, nicht zuletzt, weil sie uns neues Tonic Water mitbringt, das uns gestern ausgegangen war 🤪 .
Julie kam schon in ihren Mails als sehr freundlich rüber, nun können wir feststellen, dass sie in Wirklichkeit eine höchst sympathische, herzliche, lustige und dazu noch sehr hübsche Frau ist. Das typische Beach-Girl (wie sie sich selber lachend nennt) aus Durban, das nach ihrer eigenen Aussage durch das Kennenlernen von Stuart zu einem Bush-Girl mutierte!
Die Beiden managen die Camps nun seit ca. 10 Jahren und man spürt, mit wie viel Liebe sie das tun. Julie kümmert sich um den ganzen Buchungskram, Personal, Buchhaltung, Ausstattung und Deko der Camps, was ihr sehr am Herzen liegt. Immer wieder wird etwas optimiert, man erkennt schon im Vergleich der Videos von Viliers Steyn aus 2022 zu heute einige Unterschiede. Stuart ist für die Instandhaltung der Fahrzeuge, Maschinen und Gebäude zuständig. Sie haben einige festangestellte Guides und ein paar Freelancer. Julie und Stuart haben eine 8jährige Tochter, die von ihrer Mutter im Homeschooling unterrichtet wird. Noch geht das, sagt Julie, aber irgendwann muss eine andere Lösung – wohl dann ein Internat – gefunden werden, wenn der Stoff ihre Fähigkeiten als Lehrerin überschreitet.
Das Konzept von Tuli Wilderness ist in meinen Augen sehr stimmig – und überraschenderweise für botswanische Verhältnisse mehr als bezahlbar. Wir haben etwa 125 Euro pro Person pro Tag im Doppelchalet gezahlt, dabei sind 4 Mahlzeiten (und die sind – wie der Schwabe sagen würde – koin Gruschd) und 2 Aktivitäten inklusive.
Natürlich ist das Ganze für individuelle Selbstfahrer nichts, aber für uns als 9-köpfige Langweilertruppe ideal. Man zahlt nämlich einen Pauschalpreis, egal ob man mit 2 oder 10 Leuten das Mohave Bush Camp exklusiv mietet und so ist es auch in Serolo, dazu komme ich dann aber später noch, wenn wir dort sind.
Da die Kommunikation mit Julie so nett war und sie uns in einigen Punkten auch noch entgegengekommen ist (dazu auch später mehr), haben wir uns ein Mitbringsel für sie überlegt. Jeder hat etwas Typisches aus seiner Region in eine Geschenktüte gepackt (ich zum Beispiel eine Birnenmarmelade mit Gin, die die Gin-Brennerei in meiner Nähe herstellt und ein Minifläschchen Brandy aus derselben Brennerei mit einer typischen Versteinerung aus meiner Jura-Heimat auf dem Etikett, Birgitta hat ihr Giraffen gebacken - gibt es zwar im Gäu nicht 😄 , aber dafür sind es ihre Lieblingstiere und Elke Breze(l)n ) . Nun können wir ihr diese endlich überreichen 🙂 .
Nach diesem netten Treffen verlässt sie uns wieder, sie muss über die Rumpelpiste zu ihrem Zuhause fahren, welches sich ganz in der Nähe des Serolo Camps befindet.
Wir machen uns über die Leckereien des High Teas her (Salziges und Süßes) und brechen dann zum Nachmittags-Game-Drive auf.
Teil 1102. März 2026
31. Januar 2026 : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Teil 3 Ein ruhiger Nachmittag mit zwei Neusichtungen ganz zum Schluss
Um 16.30 Uhr sind wir wieder unterwegs und treffen auf die üblichen Verdächtigen.
Ich bin beim Betrachten der Fotos mit der Zebra- und der Elandherde mal wieder erstaunt, wie sehr Fotos einen falschen Eindruck vermitteln können. Der grüne Höhenzug hinter den Herden liegt wie schon erwähnt nicht unmittelbar vor dem Eagle Rock, sondern es befindet sich ein sehr breites Tal dazwischen. Dieses sowie der Abstand werden von meiner Kamera einfach verschluckt. Frechheit eigentlich…. 😠
Hier ist wieder das Eland mit dem sonderbaren Gehörn…
Wir cruisen ein bisschen durch die Gegend und knipsen, was nicht bei drei auf dem Baum ist (respektive den Baum verlassen hat 😛 ):
Hier mal wieder ein Lesser Spotted Eagle
Ein junger Karminspint
Eine knappe Stunde später landen wir dann wieder am Fluss, dieses Mal aber etwas weiter südlich von Eagle Rock.
Neben White-backed Vultures direkt vor uns
gibt es noch ein paar vereinzelte Elefanten in der wunderschönen Kulisse zu beobachten.
Im Flussbett des Motsloute Rivers fahren wir noch weiter nach Süden,
wo eine größere Herde (eine breeding herd) eben von rechts aus dem Gebüsch kommt und zum Wasser will.
Oje, schon wieder so viele Eli-Fotos 😊 ! Aber sie sind einfach zu hübsch in dieser Landschaft bei dem warmen Spätnachnachmittagslicht.
Es kommen noch weitere hinzu,
Die große Gruppe macht sich dann aber auf den Heimweg knapp vor uns vorbei.
Zeit auch für uns, einen Platz für den Sundowner zu suchen. Dafür fährt SK heute - vorbei an einem Kori Bustard
eine recht weite Strecke in ein Gebiet, das aktuell wohl wenig befahren wird, die Wege sind ziemlich hoch zugewachsen.
Auch die Elefanten (schon wieder Elefanten 🤩 ) machen den Eindruck, als ob sie nicht täglich Autos erleben, die Stimmung (hüben wie drüben 😗 ) ist etwas angespannt.
Kurz vor Ankunft bei der Location ist der Mond schon aufgegangen. An Tieren gibt es gemischtes Game (Gnu, Eland, Zebra).
Die Tarnfarben des Elands sind sehr gut gelungen!
Vogeltechnisch kann ich noch einen European Bee-Eater beaten 🤪 …
Und dann sind da auch wieder diese großen Quelea-Schwärme 🤩 . Birgitta und ich lieben sie 😘 und würden sie gerne einmal perfekt ablichten. Davon bin ich aber noch weit entfernt, aber ein Erinnerungsfoto hat immerhin einen emotionalen Wert 😎 .
Der Sunset und der Abendhimmel sind sehr stimmungsvoll
und der Sundowner lecker,
aber wir bemängeln ein bisschen, dass zur Vollkommenheit noch eine Giraffe fehlt, die vor dem Abendhimmel vorbeizieht 😕 🙁 . Birgitta und Elke erklären sich dankenswerterweise spontan bereit, diese Aufgabe zu übernehmen 🙄 😄 .
Äääähhhmm.....also ich würde sagen, sie haben sich bemüht 😗 – aber vielleicht üben wir das noch einmal beim nächsten Langweilertreffen im Sommer vor deutschem Abendhimmel… 🤪 😄 Im Nachhinein sagen sie ja jetzt, es sollte ein Zebra sein, aber erstens kann ich mich daran nicht erinnern und zweitens sehe ich auch kein Zebra 😗 😄 .
Der Gamedrive endet – zumindest für mich – noch mit zwei sehr schönen Neusichtungen 🤩 , beides nachtaktive Rennvögel und daher selten zu sehen 😮 (die Gamedrives gehen abends in Tuli Wilderness meistens nahtlos in Nightdrives über):
Three-banded Courser
Bronze-winged Courser.
Im Camp erwartet uns heute ein Grillbüffet! Ein guter Abschluss für diesen schönen Tag - so lässt sich die Regenzeit gut aushalten 😉 !
Danach geht es zum letzten Mal hier im Mohave Bush Camp ins Bettchen, denn morgen ziehen wir ins Serolo Safari Camp um.
Aber erst, nachdem wir einen recht sichtungsreichen Morgen hinter uns haben werden 😎 – im nächsten Kapitel dann mehr davon!
Teil 1203. März 2026
1. Februar 2026 : Ein sehr abwechslungsreicher Vormittag (Mohave Bush Camp/Tuli Wilderness)
Nach einem schnellen Frühstück sitzen wir bei herrlichem Wetter kurz vor Sonnenaufgang schon wieder im Auto .
Großfamilie Gnu ist auch schon unterwegs.
Unser Weg führt uns zum Hyänenbau, dazu müssen wir durch ein Mopanegebiet mit teils schlechtgelaunten Elefanten:
Bei noch schwachem Licht fotografiere ich diesen Vogel und denke, naja, das ist wohl wieder eine Golden-breasted Bunting. Daheim habe ich jetzt aber entdeckt, dass es eine Cinnamon-breasted Bunting und somit eine Neusichtung für mich ist 🙂 !
Wir biegen in die Sackgasse zum Hyänenbau ein – und wie toll: es ist jemand zuhause 🤩 !
Das Interesse an uns hält sich aber in Grenzen und Action ist momentan wenig zu erwarten (ganz davon abgesehen, dass das Licht noch etwas matschig ist), da trifft es sich gut, dass SK einen Funkspruch von seinen Serolo-Kollegen bekommt (es sind zwei Fahrzeuge von dort unterwegs), dass ein Leopard gesichtet worden sei. Wir werden gefragt, ob wir hinfahren möchten, es sei auch nicht weit. Na klar, was für eine Frage 🤩 !
Dort – direkt auf der Main Road – angekommen, müssen wir aber schnell erfahren, dass die Leopardin sich weit nach hinten in die Felsen zurückgezogen hat und wir keine Chance haben, sie zu sehen 🙁 .
Was tun? Wollen wir nochmal nach der Braunen Hyäne schauen? Klar, sie wohnt ja quasi ums Eck, und da nimmt man auch ein bisschen Geholpere, Gerumpel und ein weiteres Mal genervte Elefanten am Wegesrand gerne in Kauf.
10 Minuten später stehen wir also wieder auf dem „Parkplatz“ oberhalb des Baus und siehe da: nun scheint die Sonne schon ein bisschen auf die Felsen und die Hyäne macht es sich in der Wärme gemütlich 🙂 . Dies tun wir auch – mehr als eine Viertelstunde stehen wir dort und schauen ihr beim Nichtstun zu! Ohne Fahrzeugrangieren, ohne Motorenlärm, nur wir und die Braune Hyäne. Der Tag könnte schlechter beginnen 😗 !
Doch dann ist es vorbei mit der Ruhe 🤩 : SK bekommt einen Funkspruch, dass die Leopardin wieder sichtbar sei. Und klar wollen wir hinfahren – auch auf die Gefahr hin, sie wieder zu verpassen. Aber wir haben ja Zeit und Urlaub!
Als wir vor Ort sind, scheint die Lage zunächst etwas verzwickt: der Platz im Mopanegebüsch ist nicht reichlich und die beiden anderen Fahrzeuge sind schon da. Dazu kommt, dass nicht jede Reihe gleich gut nach vorne sehen kann, wo die Leopardin wohl auf einem Felsen sitzt – umgeben von dichtem Grün. Das ergibt dann erstmal solche Bilder 🙄 .
Aber nach ein bisschen Umparken wird die Sicht dann besser.
Allerdings hat die Leopardin bald andere Pläne und macht sich über die Felskante davon.
Wir verfolgen sie so gut wie möglich durch den Dschungel und dies teilweise mit Gegenlicht.
Kurz werden wir von einer Sichtung der ganz anderen Art abgelenkt, über die wir uns auch sehr freuen:
Hier muss ich an Sascha denken: Buschstarren für Leoparden 😄 !
Vor Ort bin ich der festen Überzeugung, dass bei den Gegenlichtsituationen nur gruselige Fotos rausgekommen sein können. Mit dem tatsächlichen Ergebnis bin ich aber nun am heimischen Rechner doch recht zufrieden, vor allem dieses Foto mag ich sehr gerne 😘 .
Wir sind übrigens eine halbe Stunde vor Ort, immer wieder müssen wir die Leopardin suchen und freuen uns jedesmal sehr, wenn einer von uns die Stelle entdeckt, wo sie plötzlich wieder aus dem Grün auftaucht – damals kam mir das gar nicht so lange vor!
Nachdem sie lange immer in dieser beeindruckenden Felsenlandschaft unterwegs war und uns dabei immer wieder beobachtet hat, springt sie die hohe Böschung hinunter und überquert die Straße.
Eigentlich freue ich mich, sie nun endlich so frei zu sehen und fotografieren zu können, aber die Fotos sind eher nichtsagend. So kann frau sich täuschen!
Als sie dann auf der anderen Seite im Mopanegebüsch verschwindet, sagt SK, dass man ihr jetzt ihre Ruhe lässt und nicht mehr versucht, ihr weiter zu folgen.
Ich weiß gar nicht, ob das bei diesem dichten Bewuchs überhaupt möglich gewesen wäre, finde die Entscheidung aber sehr gut. Man hat ja gesehen, dass sie immer wieder nach uns geschaut hat – ich denke nicht, dass sie sich gestört fühlte, aber sie hat auf jeden Fall gemerkt, dass sie „verfolgt“ und beobachtet wird.
Wir drehen jetzt noch eine letzte große Runde Richtung Eagle Rock – könnt Ihr ihn erkennen?
Zunächst müssen wir dazu wieder auf Rumpelpisten durch die vielen Elefanten im Mopanewald,
danach gibt es zur Belohnung ein paar Vögele.
Sabota Lark (glaub ich zumindest, Lerchen kann ich nicht, die kann ich nur raten)
Crowned Lapwing
Secretary Birds
Und dann erleben wir die Southern Carmine Bee-Eater in Action 🤩 – vor allem die Jungvögel umschwirren unser Fahrzeug in der Hoffnung, die von uns aufgejagten Insekten abgreifen zu können. Dabei stehen sie manchmal rüttelnd vor dem Auto in der Luft - ein tolles Erlebnis 😮 (ich hätte es filmen sollen, weiß aber nicht, ob das überhaupt möglich gewesen wäre, sie sind sehr flink)!
Schöner zu fotografieren sind sie natürlich, wenn sie dekorativ ansitzen, hier ein Altvogel mit Nachwuchs.
Ups..... jetzt nur noch der Nachwuchs 😁
Beim Eagle Rock sitzt einer der Verreaux’s Eagle sogar am Felsen, ist aber leider kaum zu fotografieren.
Wir machen dann den üblichen Schwenk zum Wasser
und staunen bei der Weiterfahrt in Richtung Heimat über mehr als 50 White-backed Vultures, die sich mit der Thermik über unseren Köpfen nach oben schrauben.
Huiii, da haben wir in etwas mehr als 4 Stunden ganz schön viel erlebt 🤩 !
Zurück im Camp gibt es nach der üblichen Vorspeise 😎 😗
ein sehr deftiges Frühstück.
Den Umzug nach Serolo und den restlichen Teil des Tages mit einer Überraschung am Abend gibt es dann im nächsten Kapitel!
Teil 1306. März 2026
1. Februar 2026 : Umzug ins Serolo Safari Camp (Tuli Wilderness)
Nach dem Frühstück packen wir in Ruhe,
verabschieden uns vom Team und von dem schönen Ausblick.
SK lädt unsere Taschen in den Anhänger, tschüss Mohave und los geht’s!
Das vierbeinige Abschiedskomitee steht auch schon bereit!
Nach einer knappen Stunde erreichen wir Serolo,
bekommen unsere Chalets zugewiesen
und chillen danach am kleinen Pool (eher ein Tauchbecken) mit Blick aufs Wasserloch.
Dort ist immer Betrieb, die Paviane, die mit viel Gebrüll noch viel mehr Blödsinn machen, fotografiere ich aus Protest nicht, aber dafür
die Elefanten
das Impala
und den Waterbuck.
So lässt es sich aushalten 🙂 !
Um 15.30 Uhr werden wir wie üblich zum Nachmittagssnack, Hightea, Late-lunch oder wie immer man das nennen will, gebeten.
Kennedy, der Koch, hat ein Faible für Gläser 🤪 - darin serviert er gerne dies und das....
Danach bleibt uns noch ausreichend Zeit bis zum Nachmittags-Game-Drive, die wir - wie man unten sehen kann - wie üblich für gute Gespräche, tiefsinnigen Gedankenaustausch, gemeinsames Staunen über Sichtungen am Wasserloch und Lachen über Anekdoten von unseren Erlebnissen nutzen. Kommunikation und Unterhaltung vom Feinsten eben 😎 – und das schätze ich an unseren Langweiler-Touren ja auch so sehr! 😗 🤪 😊 😄
Um 16.30 Uhr geht es dann wieder ab in den Busch. Und zwar für länger als gedacht – das ist uns zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar!
Zunächst fahren wir zum Limpopo – finde den Fehler 😉 .
Der Fluss führt sehr viel Wasser, entsprechend wenig kann man dort herumfahren.
Wir knipsen ein paar Vögelchen – und glaubt mir, es gab noch viel mehr, auch insgesamt auf der Reise, aber ich packe jetzt nicht von jedem LGJ oder unscharfen Piepmatz ein Foto in den Bericht, nur um zu beweisen, dass wir ihn gesehen haben und ich werde auch nicht aufzählen, was es zu sehen gab. Dann würde ich nämlich noch bis Weihnachten hier am Rechner sitzen…. Ich denke, dass euch Matthias am Ende mitteilen wird, wie viele Vögel er gesehen hat, ich bin für so etwas ja zu schludrig (und/oder faul)! Mir hat er es schon gesagt – und es waren wirklich VIELE!
Ich freue mich besonders über den Bateleur Eagle, auch wenn sein Ansitz etwas anstrengend für unsere Nackenmuskulatur ist.
Es läuft uns noch ein bisschen Kleinkram über den Weg
sowie ein bisschen Großkram. Es ist ein sehr schöner Anblick (was auf dem Foto gar nicht so rüberkommt wie in der Realität), wie die Elefanten vor dem Bergrücken mit den bizarren Pflanzen im sanften Spätnachmittagslicht Richtung Wasser ziehen.
Dieses Foto kommt nicht wegen der Warthog-Familie in den Bericht, sondern weil darauf eine echte Rarität unserer Reise zu erkennen ist: Staub 🤩 !
Als es zu dämmern beginnt, fährt SK einen extrem steilen Berg hinauf 🤩 ! Wir können es kaum glauben, dass das vollbesetzte Auto dort hochklettern kann 🙄 .
Sicher oben angekommen genießen wir den Blick auf den Sonnenuntergang auf der einen
und den Mondaufgang auf der anderen Seite.
Eine ganz spezielle Stimmung – die wir natürlich mit einem Getränk in der Hand zu genießen wissen.
Vor der Abfahrt graut uns ein bisschen 😣 ,
aber SK schaukelt uns souverän den steilen Pfad hinab und fährt in der Dunkelheit mit uns ins Camp zurück.
Ins Camp 😮 🤨 🤩 ? „Das ist doch nicht unser Camp 😮 !“, höre ich jemanden hinter mir murmeln, als wir auf diese Lichtung gelangen!
Nein, das ist die Überraschung des Abends 🙂 ! Ich gestehe den anderen, dass ich mehr oder weniger davon wusste. Ich hatte während unserer Planungen auf der Website von Tuli Wilderness gelesen, dass man gegen Aufpreis ein Bush-Dinner buchen könne.
In einer meiner zahllosen Mails frage ich vorsichtig bei Julie an, was dies denn für uns kosten würde, um danach dann die Idee mit der Gruppe durchzudiskutieren.
Julie meint ganz locker: Ach, Ihr habt doch 5 Nächte All- Inclusive bei uns gebucht, da bekommt Ihr ein Bushdinner ohne Aufpreis dazu!
Wow 🤩 – das ist eine schöne Überraschung und so kann ich sie auch – da ich ja keine Genehmigung wegen der Kosten von der Gruppe benötige – bei mir behalten 😗 .
Seitdem hatte ich mit Julie aber nie wieder über dieses Thema gesprochen und war mir daher nicht sicher, ob es auch tatsächlich stattfinden würde oder eventuell sogar vergessen worden war. Vor Ort kann ich mir dann ausrechnen, dass eigentlich nur der vorletzte Abend dafür in Frage käme und hoffe, dass es auch tatsächlich so sein wird und die Langweiler dadurch mal etwas aus ihrer Lethargie gerissen werden 😛 !
Ich denke, die Überraschung ist geglückt – selbst ich bin über das Ausmaß des Aufwands, der dafür betrieben wird, erstaunt. Tolle Beleuchtung, ein festlich gedeckter Tisch, Handwaschbecken, ein Feuer auf der Wiese, Getränke zum Auswählen…..
So verbringen wir einen sehr netten Abend hier – zumal Julie auch dabei ist und nochmal viel aus ihrem Leben erzählt! (Danke an Tanja, Matthias und Tom für die Fotos.)
In tiefer Dunkelheit und pappsatt fahren wir zurück ins Serolo Camp, wo uns SK noch die dort ansässige Barn Owl zeigt. Was für ein gelungener Abschluss für diesen tollen Tag!
Der nächste und gleichzeitig letzte Tag in Tuli-Wilderness wird sehr im Zeichen der Braunen Hyänen stehen – sie eröffnen und schließen sozusagen den Gamedrive-Tag. Das ahnen wir aber heute noch nicht, als wir in unsere Bettchen sinken – sehr wohl aber wissen wir und freuen wir uns unbändig darauf, dass es morgen ein Wiedersehen mit Diteko und KD geben wird 😘 .
Teil 1409. März 2026
2. Februar 2026 / Teil 1: Braune Hyänen (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Um 5.39 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, und nein, hier geht nicht die Sonne auf, sondern der Vollmond (der von gestern Abend 😄 ) unter. Da ich ein bisschen moon-addicted bin, fasziniert mich dieser Anblick natürlich sehr 😮 !
Der Sonnenaufgang hält aber stimmungsmäßig gut dagegen - was für ein schöner Start in den Tag!
Fünf Minuten später sind wir auf dem Weg zum Hyänenbau, der sich von Serolo aus viel einfacher erreichen lässt - die ganzen Hügelketten und Mopane-Ödländer zwischen Mohave und dem Bau bleiben einem hier erspart.
Plötzlich steht am Wegesrand dieses kleine Zotteltier 🤩 !
Wir können unser Glück kaum fassen, es ist eine junge braune Hyäne. Gehört hatten wir schon von ihr und gestern bei einem kurzen Check des Baus hatten wir auch ein bisschen Fell und Ohrenspitzen zwischen den Steinen gesehen, aber jetzt so in voller Lebensgröße - das ist natürlich toll!
Sie kaspert ein bisschen im Gras herum und verschwindet dann aus unserem Blickfeld. Beim Weiterfahren können wir sie leider nicht mehr entdecken 🙁 .
Als wir 2 Minuten später oberhalb des Hyänenbaus stehen, trauen wir unseren Augen kaum: drei Braune Hyänen sind vor Ort, zwei erwachsene und ein Jungtier, aber nicht dasjenige, das wir vorhin gesehen haben.
SK erklärt uns die Verwandtschaftsverhältnisse des ortsansässigen Clans: eine Mutter, ihre zwei Kleinen (wovon wir eines gerade unterwegs getroffen haben) und ihre schon (fast?) erwachsene Tochter. Einen Vater gibt es auch, aber er hält sich nicht direkt am Bau auf, sondern irgendwo (für uns leider unsichtbar) in der Umgebung.
Hier unser Blick über den Bau und die Landschaft drumherum - fast eine Stunde lang stehen wir ganz alleine dort und können die Hyänen in aller Ruhe beobachten. Was für ein Privileg 🤩 !
Zu Beginn fahren ihre Köpfe beim kleinsten Geräusch sofort hoch und sie beobchten uns mindestens so aufmerksam wie wir sie 😉 . Wir bemühen uns daher, so leise wie möglich zu sein und langsam entspannen sie sich, wobei das Hyänenkind natürlich neugierig ist und auch näher kommt.
Kurze Zeit später kommt auch das zweite Jungtier von seinem Ausflug zurück!
Beide junge Brownies posieren nun direkt vor unseren Augen - was für ein süßer Anblick!
Eine der alten Hyänen klettert die Felsen des Baus weg von uns hinunter und läuft unten im Tal entlang:
Die beiden Kleinen geben keine Ruhe - die ganze Stunde über sind sie ständig in Bewegung, kauen auf kleinen Ästchen und großen Stämmen herum, schnüffeln an diesem und jenem, suchen Streit mit dem Geschwisterchen und bieten uns beste Unterhaltung 🤩 !
Inzwischen hat auch ein anderes Fahrzeug von Tuli Wilderness von der Anwesenheit der Hyänen erfahren und steht nun unterhalb des Baus. Ich denke mal, die besser Sicht haben wir 😉 😛 !
Die Kleinen schauen neugierig nach unten - ab sofort sind wir nicht mehr so interessant 😄 !
Eine der erwachsenen Brownies läuft neben dem Fahrzeug vorbei, wir gönnen ihnen die Sichtung, hatten wir doch alle Vier so lange für uns ganz alleine!
Nun wird es Zeit, uns von ihnen zu verabschieden - eine schaut uns noch kurz nach und dann verschwinden wir über die Bergrücken hinweg in Richtung Fluss.
Hier noch 4 Minuten bewegte Bilder der Braunen Hyänen von Tuli Wilderness. Kleine Warnung: es geschieht nichts Besonderes in dem Video, es sind nur ein paar Szenen aus dem täglichen Leben des Clans 🙂 ! Und noch eine Warnung: ich habe den Originalton verwendet - zwar gibt es einige Störgeräusche, aber eben auch viele Vogelstimmen, und die wollte ich nicht löschen. Es ist jetzt einfach so wie es eben vor Ort war 🙂 🤪 ! (Bei "Qulität" am besten HD einstellen)
2. Februar 2026 / Teil 2: Der Rest des Vormittags (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Natürlich geht der Gamedrive nach dem Besuch der Brownies noch weiter – es ist ja, man mag es kaum glauben 😮 , erst 7 Uhr.
Zu den nächsten Fotos noch ein paar Worte vorab. Wir haben viele Whydahs gesehen, broadlongtailed in Tuli Wilderness und pinshafttailed später, aber mit dem Nahherankommen und Stillsitzen haben diese Vögel es ja gar nicht. Wie sagte Uwe B. immer so schön? „Aber die Whydah flog waida!“ 😄 😄 😄
Von daher bin ich sehr froh, mal eine BroadLong-tailed Paradise Whydah (danke Matte!) etwas besser vor die Kamera zu bekommen und mache gleich ein paar Bilder mehr 😗 🤪 . Sie sitzt und schaukelt zunächst weiter weg,
fliegt waida 😛
hampelte im Gras herum
und plötzlich landete sie recht nahe vor unserem Fahrzeug und posiert 🤩 !
So, jetzt aber waida mit dem Gamedrive! Hab ich schon erwähnt, dass ich es total mag, durchs Gras zu fotografieren? Das ist jetzt nicht ironisch gemeint, sondern ich liebe tatsächlich die kleinen Machtkämpfchen mit meinem Fokusfeld 😛 ! Und mir ist das dann auch egal, ob ein Teil des Tieres nicht zu sehen ist, denn ich betreibe ja keine biologischen Studien. Hier mal bei Zebramangusten.
Auf der Weiterfahrt begegnen wir noch einem
African Hoopoe
und einem – vermutlichen – Lesser spotted Eagle in einer Art Horst. Sicher bin ich mir aber nicht, Matte, was moinsch du 😐 ? Das war doch nicht dort, wo die Wahlbergs ihr Nistmaterial eingeflogen haben? Oder doch? Menno, warum mach ich mir keine Notizen 😠 ? Edit: es ist der Wahlberg's Eagle - danke Matte!
Als Belohnung fürs (hoffentliche) Drübernachdenken bekommt Matte jetzt auch endlich mal wieder ein paar Elefantenfotos 😛 😛 !
„Was guckst du?“
Blacksmith Lapwing (wieder ein Kämpfchen mit dem Fokus gewonnen 😉 )
Die weiteren üblichen Verdächtigen, nämlich unser Frühstücksplatz, Gnus und Strauße
Dann mal wieder etwas Neues – ein Martial Eagle im Überflug
Hier eine ganz typische Szene unserer Reise 😄 : nicht selten stehen wir mit der Kamera im Anschlag gefühlt Stunden vor einem Busch/Baum/Ast/Stein und warten darauf, dass der darauf sitzende Vogel abfliegt – und dies auch noch in die richtige Richtung. Leicht genervter Originalton von Birgitta in Sachen Bildaufbau: "Ich geb ihm jetzt nach links Platz …!“ Leider kommt die Botschaft nicht beim Vogel an – er bleibt einfach sitzen – Bildaufbau hin oder her 😗 !
Also fahren wir eben weiter….
Ich freue mich, nochmal einen Jacobin Cuckoo zu sehen
Und dann kommt eine sehr schöne Sichtung für mich 🤩 ! In Sambia konnte ich ein schemenhaftes unscharfes Foto von ihm machen, hier sitzt er immerhin einigermaßen gut erkennbar vor uns, wenn auch inmitten von viiiieeel Gras! Ein Black-headed Heron!
Und es kommt noch besser – es ist ein Paar und sie lassen sich dekorativ auf einem Busch nieder,
Danke!
Nun wird es Zeit, auf den bekannten Rumpelpisten über die Hügelketten zurück zum Serolo Camp zu fahren,
wo einmal mehr ein üppiges warmes Frühstück auf uns wartet.
Danach wird ein bisschen gechilled, gepackt (denn morgen geht es ja weiter) und auf Diteko und KD gewartet. Die beiden sind gestern in Maun losgefahren und hatten sich schon von unterwegs gemeldet, übernachteten dann in Serowe und heute wird ihre Ankunft hier am Nachmittag erwartet.
Als wir uns gerade über den sowohl optisch als auch geschmacklich sehr gelungenen Lunch hergemacht haben,
trudeln die beiden ein.
Was für eine Freude! Ich habe Diteko ja letzten Juni gesehen, aber KD auch zuletzt wie alle anderen (abgesehen von unserem Neuling Tom) im September 2023. Und trotzdem kommt es einem wie gestern vor, als wir uns alle in die Arme fallen.
Während wir dann zu unserem letzten Gamedrive in Tuli Wilderness starten, beziehen die beiden ihre Unterkunft. Ich weiß nicht, ob ich es irgendwo schon geschrieben habe: Julie hatte mir auf meine Anfrage während der Planungsphase, ob und wenn ja wie wir die beiden unterbringen können und was das kosten würde, kurz zusammengefasst dies geantwortet: Da wir das Camp exklusiv gebucht haben, dürfen die Beiden ohne zusätzliche Kosten im Selfcatering Chalet wohnen und auch das Abendessen und das Frühstück sind kostenlos. Und damit die beiden nicht in einem Doppelbett wie ein altes Ehepaar schlafen müssen, stellt sie noch ein Gästebett ins Zimmer.
Wahnsinn, oder?
Es war ihr schon fast unangenehm zu sagen, dass sie bei dem abendlichen Gamedrive nicht dabei sein könnten, weil kein Platz im Fahrzeug sei. Ich kann sie beruhigen – sicher steht Diteko und KD nach der langen Anreise alles andere im Sinn, als nochmal 4 Stunden durch die Gegend zu schaukeln 😗 , sie werden froh sein, sich ein bisschen ausruhen zu können.
So ist es auch – die Beiden hatten sogar noch eine Reifenpanne (Spoiler: das Thema „Reifen“ wird uns noch eine Weile begleiten 😵 ) und brauchen jetzt wirklich eine Pause, nachdem auch sie noch in den Genuss eines Lunches gekommen sind.
Unseren letzten Serolo-Gamedrive gibt es dann im nächsten Kapitel!
Teil 1615. März 2026
2. Februar 2026 / Teil 3: Der Rest Tages (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Um 16.30 Uhr geht es wie gewohnt los auf Gamedrive.
Woodland Kingfisher
Bateleur Eagle
Durch eine Elefantenherde hindurch fahren wir zum Limpopo, um dort auf einem kurzen Walk nach einer Pel’s Fishing Owl zu suchen, die wir aber nicht finden werden.
Eigentlich ein sehr geeignetes Terrain für mich, um mal wieder in den Dreck zu fallen 😛 – aber ich schaffe es, ohne Sturz durchzukommen.
Trotzdem lästern diese beiden frechen Gören über mich 🤩 – zum Glück habe ich vergessen, worum genau es ging 😗 .
Hauptsache sie haben Spaß auch ohne Sichtungen und Sonne 😎 – es hat inzwischen nämlich ziemlich zugezogen.
Durch viel Grün und unter mächtigen Bäumen hindurch geht es zurück zum Auto und weiter grob Richtung Hyänenbau.
Leicht matschige Leopardenschildkröte
Schakal (ach... 🤪 )
Als wir auf der großen Ebene vor der Mainroad ankommen, stehen dunkle Regenwolken drohend am Himmel 🙄 😣 . Also doch Regenzeit in Botswana? Bis jetzt hatte es sich überhaupt nicht so angefühlt abgesehen von dem Gewitter in Johannesburg, aber das war ja nicht in Botswana 😄 !
Noch ist es trocken und so fahren wir weiter und beobachten eine Impalamädelsgruppe, die wiederum irgendetwas anderes zu beobachten scheint. Leider finden wir nicht heraus, wer oder was ihr Interesse geweckt hat.
Vorbei an einem Grey-go-away-Bird landen wir erneut bei einer Elefantenherde, die ihr abendliches Sandbad nimmt.
Um 18.15 Uhr biegen wir auf den kleinen Pfad oberhalb des Hyänenbaus ein. Die Brownie-Mama liegt auf der Sandfläche des Plateaus, steht aber gerade auf, als wir auf ihrer Höhe sind. Ich denke noch: „Schade, jetzt haben wir sie gestört und sie verschwindet.“ 🙁
Aber weit gefehlt: wir können beobachten, wie sie an dem Felsspalt, in dem sich die Tiere manchmal aufhalten, eine Diskussion mit ihrem Nachwuchs beginnt. Es scheint darum zu gehen, dass sie sie zum Dinner ruft, die kleinen Zotteltiere aber nicht sofort reagieren. Wer kennt das nicht, Kinder haben oft Besseres zu tun, als pünktlich zum Abendessen zu erscheinen 😗 .
Sie hat sie dann aber doch schnell überredet, die Kleinen folgen ihr brav zu dem Sandplatz und wir haben das Glück, bei der abendlichen Fütterung dabei sein zu dürfen (man hat das in dem Video ja schon gesehen, hier noch ein paar Fotos dazu) .
Es scheint uns fast so, als ob die Hyänenmutter mit dem Säugen der Kleinen gewartet hat, bis wir endlich da sind. Was natürlich Quatsch ist, aber wir fühlen uns schon ganz besonders geehrt und ein auch bisschen gerührt durch diese Geste 😘 ! Was für ein Abschluss unserer Game-Drive-Zeit hier in Tuli Wilderness!
Als wir losfahren wollen, weil es schon sehr spät ist, geschieht noch ein Missgeschick (Simone hatte schon darauf hingewiesen). Eine Brille fällt aus dem Auto auf den Boden, und das auch noch auf der dem Bau zugewandten Seite 🤩 😣 .
Natürlich wollen wir die Tiere nicht erschrecken oder sie durch ein Aussteigen gar verscheuchen, und so rangiert SK, nur mit dem linken Außenspiegel, denn die Brille liegt ja nicht auf seiner Seite, das Auto so lange vorsichtig hin und her, ohne das Sehgestell zu überfahren, bis die Tür von Matthias, der heute vorne neben SK sitzt, direkt daneben ist. Matthias öffnet sie ganz vorsichtig und leise, SK hält ihn irgendwie am Rücken fest - seine Finger werden im Laufe der Aktion ganz weiß, so viel Kraft muss er aufwenden, damit Matthias nicht kopfüber nach links aus dem Auto purzelt 🤩 . Matte greift im Zeitlupentempo nach der Brille, um die Hyänen nicht zu erschrecken –
Und geschafft!
Puh, das war nochmal ganz schön viel Aufregung am Abend 😮 . Und dann beginnt es auch noch zu regnen! Huch, nun scheint uns die Regenzeit doch eingeholt zu haben 🤩 . Da ich hinten in der letzten Reihe sitze, bekomme ich nicht ganz mit, was vorne geredet wird 😕 , es geht wohl darum, ob wir Ponchos haben wollen – eifriges Nicken, ja gerne. Sekunden später wird mir etwas Schwarzes nach hinten gereicht, was ich mir flugs über den Kopf ziehe 🙂 . Als ich gerade noch am Überlegen bin, ob und wie ich mir Löcher für die Augen und die Nase in den Überzug bohren kann, höre ich schallendes Gelächter um mich herum. „Bele, das ist doch der Müllsack für die Kamera!“ 😄 Woher soll ich das denn wissen?
Naja, mir scheint, ich bin wohl für solch noble Safaris mit schicken Ponchos doch nicht gemacht…. 😗 😊
Schlussendlich aber dann doch korrekt verpackt (wenn auch etwas betröppelt aus der Wäsche, bzw. dem Poncho schauend 😎 ) erreichen wir einigermaßen trocken das Serolo Camp rechtzeitig zum Abendessen.
Glücklich vereint genießen wir zusammen mit Diteko und KD unseren GinTonic.
Bei der Verkündung der Menüfolge müssen unsere beiden neu Dazugekommenen sehr um Haltung kämpfen 😄 . Kennedy, links im Bild, erklärt jeden Gang in wohlgewählten und teils sehr blumigen Worten.
und am Ende wird das Dessert verkündet: „Applecrumble (oder so was ähnliches) with a reduction of blueberries“.
Diteko schaut KD mit großen Augen an 🤩 , murmelt: „A REDUCTION of blueberries... 😐 “ und muss aufpassen, dass er nicht laut rausprustet 🤪 . KD geht es ähnlich, vor allem als Diteko das ganze noch ein bisschen ausschmückt und meint, dass KD ja nun wisse, wie er in Zukunft zu kochen habe - und uns geht es in Folge natürlich nicht besser. Man kann sich nun leicht vorstellen, dass „a reduction of xy“ ein running gag der Bushways-Reise werden wird… 😗
Leider habe ich genau dieses Dessert nicht fotografiert, sehr wohl aber Vor- und Hauptspeise (nicht wundern, meine Billighandyfotos haben immer einen Gelbstich):
Auf dem Weg ins Bett schauen wir noch nach der Schleiereule
und müssen aufpassen, dass wir nicht auf diese creatures of the night treten:
Wow - was für ein letzter Tag in Tuli Wilderness mit tollen Erlebnissen 🤩 und viel Gelächter 😄 !
Hier noch ein kurzes Fazit zu den beiden Camps von Tuli Wilderness – auch wenn ich ja schon viel Begeisterung im Bericht rübergebracht habe. Generell war ich beim Sichten meiner Fotos und beim Schreiben des Berichts überwältigt davon, wie viel wir hier erlebt und gesehen haben - und das in der Green Season!
Was die einzelnen Camps betrifft: Mein klarer Favorit ist das Mohave Bush Camp, dort ist alles noch ein bisschen naturnaher und rustikaler und weiter von der Zivilisation entfernt als in Serolo. Beide sind aber sowohl was die Zimmer, das Personal, das Management, das Essen, die Fahrzeuge, die Landschaft, die Tierwelt und auch den Kontakt im Vorfeld angeht eine klare Empfehlung! Das Eagle View Star Deck würde ich mir gerne auch mal anschauen..... 😗
So, und morgen ist dann Schluss mit lustig, vorbei ist das Leben als Luxusschnäggla, nun wird in Bodenzelten geschlafen und die Saucen werden überm Campfire reduziert.... 😛 🤪 Schaunmermal, wie das wird..... 🤨 !
Teil 1715. März 2026
Und da ich eben erst das Foto bekommen habe (danke Tanja) und weil ich ihn beim Fazit gar nicht explizit erwähnt habe 😊 , hier noch ein Gruppenbild von unserem Walk am Limpopo mit unserem tollen Guides SK, der uns von Anfang bis Ende immer gut gelaunt, voller Wissen und als sicherer Fahrer begleitet hat! 😘
Teil 1818. März 2026
3. Februar 2026: Vom Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness zum Khama Rhino Sanctuary (Teil 1)
Bevor wir unser nobles Abschiedsfrühstück genießen dürfen, muss alles Gepäck bereitgestellt werden, damit Diteko und KD den Trailer fertig machen können.
Zwischen Trailer und Landcruiser sieht man das Wasserfass, das wir für die 3 Nächte in der Zentralkalahari benötigen.
Um 6.30 Uhr müssen wir Tuli Wilderness tschüss sagen – wir hatten eine tolle Zeit hier 🙂 . Auch wenn mir das Mobile Camping ein bisschen mehr zusagt, weil es sehr naturnah und basic ist und mir auch das auf dem Campfire gekochte und etwas rustikalere Essen viel besser gefällt (besser schmeckt wäre falsch, denn das Essen in Tuli Wilderness war sehr gut), möchte ich keine Minute hier missen.
Hier sitzen wir nun in unserem „Wohnzimmer“ für die nächsten zwei Wochen, und das Ganze bei strahlend blauem Himmel. Also doch keine Regenzeit!
Eine kleine Game- Auswahl verabschiedet uns und raus geht es aus dem Gebiet von Serolo Safari Camp (man sieht, dass der Weg durch den gestrigen Regen etwas zerfahren ist) und dann aus der Concession.
An der Lekkerpoet Junction verlassen wir die Gravelroad und biegen rechts ab nach Bobonong. Wir machen uns auf Teer auf den Weg nach Palapye, wo wir einkaufen wollen.
Alleine für die Ortsnamen muss man Botswana doch lieben, oder 😐 🙂 ?
Wir kommen an großen Felsbrocken vorbei, die KD auf der Herfahrt so gut gefallen haben, dass er sie in seinem Whatsapp-Status hatte. Diteko und er erzählen uns, dass sie diese Gegend von Botswana nicht kennen und alles hier sehr interessant und schön fänden.
Hier befindet sich auch der Thune Dam, an dem wir zunächst direkt an der Mauer vorbeifahren
und dann von der Straße die Aussicht auf den See genießen können.
Hier kurz etwas aus dem Netz Geklautes dazu:
Der Thune-Staudamm (Thune Dam) in Botswana, in der Nähe von Mathathane/Molalata ist mit einer Kapazität von 90 Millionen Kubikmetern der viertgrößte Staudamm des Landes. Er dient primär der Wasserversorgung der Region und wird zunehmend als touristisches Ziel für Picknicks und Angeln genutzt.
Wieder was dazu gelernt 🤩 – ich war ja auch noch nie in dieser Gegend!
Kurze Pause
Und weiter geht es. Noch 117 km bis Palapye
Noch 33 km bis Palapye
Genau mein Humor 😄 🤪 !
Warum muss ich gerade an die Deutsche Bahn denken 😐 ? „Das weiße Licht ist aus“ als Erklärung (und ja, ich weiß, es soll ein Hinweis, keine Erklärung sein 😗 ) dafür, warum nichts mehr geht, das wäre mal eine nette Abwechslung zu „Weichenstörung“, „Verspätung eines vorausfahrenden Zuges“, „Personen auf den Gleisen“, „Zugausfall wegen erkrankten Personals“. „Weißes Licht ist aus“ – da wüsste man wenigstens, dass es garantiert frei erfunden ist und nur dasteht, damit irgendwas geschrieben wurde…
Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht habe, hat sich mir der tiefere Sinn aber durchaus erschlossen. Die Frage ist nur, ob das weiße Licht jemals gebrannt hat…? 😕
Früher hatte ich (fast) nur Tiersichtungen im Sinn, wenn ich nach Botswana gereist bin, inzwischen erfreut mich etwas Kurioses aus dem botswanischen Alltag mindestens genau so sehr 🙂 .
Um halb zwölf sind wir am Einkaufzentrum von Palapye, wo wir uns auf die Jagd nach Indian Tonic Water begeben.
Gar nicht so einfach 🙄 , aber nach ein paar Anläufen klappt es. Ich habe noch eine Sondermission: eine Flasche Champagner oder zumindest guter Sekt muss her. Und zwar nicht wegen meines Nicknames, sondern weil Diteko vor kurzem sein 25jähriges Dienstjubiläum bei Bushways hatte und wir das mit ihm feiern wollen 😘 . KD hilft mir, die Flasche heimlich hinter Ditekos Rücken zu verstauen und dann kann es weitergehen zum Khama Rhino Sanctuary, wo wir um 15 Uhr ankommen.
Teil 1918. März 2026
3. Februar 2026: Vom Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness zum Khama Rhino Sanctuary (Teil 2)
Campaufbau, Duschen (wo es viele Schmetterlinge gibt), Reifenwechsel – die beiden mussten gestern auf der Herfahrt schon einen Reifen reparieren lassen – und dann geht es noch schnell auf Gamedrive, es ist schon fast 17 Uhr.
Ich erwarte mir ehrlich gesagt nicht viel davon, wie sollen wir denn bei so wenig Zeit ein Nashorn finden 😕 ? Nach ein paar Minuten biegt Diteko auf einen Parkplatz an der Malemas Pan ab und ich traue meinen Augen kaum, außer einigen Giraffen und Antilopen tummeln sich hier auch mehrere Nashörner, näher dran und weiter weg (ich glaube, waren 5 Stück insgesamt).
Es sind Breitmaulnashörner, eine Mama mit Kind kommt zum Wasserloch.
Am Wasserloch ist einiges los, vor den beiden Rhinos stehen Kronenkiebitze, ein Impala hüpft durch die Gegend und wenn man genau hinschaut, erkennt man sogar einen African Monarch!
Später nähert sich auch noch ein mächtiger Bulle und wir denken zuerst, dass es Ärger geben wird, aber dem ist nicht so.
Diteko will uns noch den Birdhide zeigen und dort haben wir eine ornithologische Neusichtung!
Auf dem Rückweg schauen wir noch mal beim Wasserloch vorbei – es hat viele Tiere, aber wir sind ein bisschen in Eile, wir sollten bald auf der Campsite zurück sein.
Hier sag ich jetzt einfach mal wieder Sabota Lark (damit hat man eine hohe Trefferquote 😄 )
Trotzdem werden natürlich noch schnell ein paar Fotos gemacht – Diteko macht einen völlig entspannten Eindruck, obwohl wir die Gateschließungszeit eigentlich schon überschritten haben oder zumindest kurz davor sind. Leider vermassel ich die Fotos von einem netten Steenbok links, weil ich auf der rechten Seite das Erdhörnchen knipse und von der anderen Seite nichts mitbekomme.
An den Impalas vorbei
fahren wir Richtung Ausgang, als wir doch noch schnell bei den Zebras inmitten der Blümchen und schönstem Abendlicht anhalten.
Und was sehen wir da? 🤩
Noch ein Breitmaulnashorn.
Auch wenn die Bilder ein wenig surreal wirken – man könnte meinen, das sei daheim in den blühenden Streuobstwiesen – mag ich den Anblick sehr!
Ein Warzenschwein mit frisch geschminktem Kussmund mogelt sich auch noch dazwischen.
Noch ein letzter Blick auf das riesige Nashorn
und dann aber wirklich flott Richtung Ausgang!
Die letzte fotografierte Sichtung ist eine Groundscraper Trush.
Zurück auf der Campsite gibt es das erste von KD auf dem Campfire gekochte Abendessen – wie schön 🙂 . Nach dem obligatorischen Briefing für den nächsten Tag gibt es noch Geschenke: Diteko und KD bekommen auch eine Tüte mit Mitbringseln, den Vogel schießt Elke mit selbstgestrickten Socken ab 🤩 ! Ich hatte vor langer Zeit in meinem Whatsapp-Status mal Socken, die gerade in Arbeit für meine Söhne waren, worauf Diteko meinte, solche hätte er auch mal gerne. Da Elke nicht wusste, was sie aus Bayern Typisches mitbringen solle (Weißwürste hätten eine Woche in der Hitze wohl kaum überlebt) und mir klar war, dass Diteko meine ungleichmäßig gestrickten und fehlerhaften Socken sicher nicht wirklich würde haben wollen 😣 , ich aber aus eigener Erfahrung weiß, dass Elke so perfekt wie eine Maschine stricken kann, hatte ich ihr diesen Tipp gegeben. Die Socken sollten am Ende der Reise noch ihren Auftritt haben!
Danach bekommt Diteko noch die Champagnerflasche mit dieser Glückwunschkarte mit exakt 25 Bildern überreicht (richtig gefeiert wird heute aber nicht, das kommt später!)
und bald ist es auch Zeit, zum ersten Mal auf der Reise ins Bodenzelt zu schlüpfen! Morgen haben wir eine sehr weite Fahrt bis ins Deception Valley (CKGR) vor uns!
Fazit Khama Rhino Sanctuary: ich hatte mir davon wenig erwartet, und als wir dann auch nur noch kurz Zeit für einen Gamedrive hatten, dachte ich, dass wir niemals Rhinos sehen würden. Gut, es sind „eingesperrte“ Tiere, wenn auch zu ihrem eigenen Schutz, aber dieser Kurzbesuch hat mir trotzdem, nicht zuletzt wegen des schönen Lichts am Ende, sehr gut gefallen. Die Campsite ist groß mit vielen Bäumen und die Ablutions nicht weit weg. Zwar sind sie nicht in Top-Zustand, aber funktionsfähig und nicht eklig. Besonders witzig fanden wir die Badewanne 🤪 (keine Foto leider 🙁 ). Ich würde daher sagen: ein gelungener Zwischenstopp auf unserer Tour!
Teil 2020. März 2026
4. Februar 2026: Vom Khama Rhino Sanctuary in das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) / HATAB Dec#1
Vor halb sieben sind wir schon unterwegs auf Teer Richtung Rakops.
Der erste Campabbau hat reibungslos funktioniert, wobei es natürlich kein richtiges Bushcamp war, weil ohne eigene Toiletten und Dusche. Und ist klar, dass heute ein reiner Fahrtag vor uns liegt und es spät werden kann, bis wir auf unserer Campsite ankommen. Um 9 Uhr müssen wir bei Tyre World in Lethlakane den Reifen reparieren lassen, der gestern getauscht wurde 😣 .
Um 12.30 Uhr sind wir zum Lunch bei Rakops, wo wir dann auch die Teerstraße verlassen und auf die Gravelroad Richtung CKGR abbiegen werden.
Nein, es sind nicht nur 200m bis zum Matswere Gate (aber dafür bis zum Abzweig vom Teer auf Gravel) 😄 ,
sondern 45 km 🙄 .
Diteko lässt Druck aus den Reifen, KD zaubert uns etwas zu essen und ich jage den vielen African Monarchs hier nach.
13.22 Uhr: wir sind unterwegs in die unendliche Weite der Zentralkalahari. Und schaut mal, was für ein herrliches Wetter wir haben!
Pötzlich fliegen ein paar Falken aus den Büschen links am Wegesrand auf, für gute Fotos geht es zu schnell, aber bei einer Erstsichtung drücke ich mal die Augen zu 😗 : Es sind Lesser Kestrels / Rötelfalken.
Die nächsten 2 Stunden hangeln wir uns von Matschloch zu Matschloch. Es ist nicht schwierig, aber anstrengend und ermüdend, weil man kein gleichmäßiges Tempo fahren kann, immer wieder nimmt Diteko Fahrt auf, um kurz darauf wieder abzubremsen, damit er möglichst gut durch die Pfütze kommt.
Ein Spotted Thick-Knee
und ein (vermutlicher) Schreiadler
sorgen zwischendurch für ein bisschen Abwechslung.
Um 15.30 Uhr sind wir am Gate – wo ein Cape Starling und ein Grey-headed Sparrow uns begrüßen.
Nach einer Viertelstunde geht es weiter Richtung Campsite – und wie durch ein Wunder gibt es keine Matschpützen mehr!
Dadurch kommen wir einigermaßen gut voran, knapp 1,5 Stunden später sind wir in der Nähe von HATAB Dec#1.
Wir treffen unseren ersten Springbock, der natürlich verewigt werden muss – denn wer weiß, ob wir noch welche sehen werden in den nächsten zwei Tagen 😗 ?
Immer noch fahren wir über weite offene Flächen!
Dies ändert sich schlagartig, als wir um 17.18 Uhr zu unserer Campsite abbiegen
Hohes Gras und kratzige Büsche auf beiden Seiten des Weges empfangen uns. Als wir dann auf HATAB #1 stehen, erkennen wir sie nur durch das Schild am Baum. Man sieht kaum Flächen, auf die man ein Zelt stellen könnte, alles ist zugewuchert 😮 .
Wir kämpfen uns mit unseren schweren Zelttaschen durch das hohe Gras, Uwe F. greift zur Machete, um ein paar Fluchtwege freizuschlagen, während DT und KD sich um den Rest kümmern.
Um 18 Uhr steht das Camp, nicht lange später ist auch das Essen fertig (was immer es auch war - Simone 😐 ?) und wir sind nun zum ersten Mal auf dieser Reise wirklich in der großen Einsamkeit (wen ich mich richtig erinnere, sind wir ab dem Matswere Gate keiner Menschenseele mehr begegnet). Wie schön! Auch wenn ich mein Zelt jedes Mal im hohen Gras suchen muss 😄 - siehe roter Pfeil!
Es wird Zeit, mal etwas über die Temperaturen zu sagen: natürlich war es in Tuli Wilderness der Jahreszeit entsprechend vor allem tagsüber sehr heiß, aber gut auszuhalten. Hier in der Zentralkalahari ist es wesentlich heißer, Schatten ist eins der höchsten Güter und so langsam bekommen wir zu spüren, wie es sich anfühlt, in einem der heißesten Monate in Botswana unterwegs zu sein 🤩 .
In der Nacht kühlt es aber so einigermaßen ab (ganz anders als in Sambia), wir finden daher mehr oder weniger erholsamen Schlaf nach diesem langen Fahrtag und freuen uns auf unseren ersten vollen Tag im CKGR morgen 🙂 .
Für unsere Zeit in der Zentralkalahari muss ich eine Warnung vorausschicken 😈 : wir werden keine Katzen oder sonstige spektakulären Sichtungen im üblichen Sinne haben. Wem es also zu mühsam ist, sich auf ein paar Vögele, Huftiere und diverse Winzlinge zu konzentrieren, sollte besser erst wieder nach ein paar Tagen hier einsteigen 😗 !
In diesem Sinne: bis bald, wann immer das auch sein wird!
Teil 2121. März 2026
5. Februar 2026 - der Vormittag (Teil 1) / CKGR HATAB Dec#1
Ich kann in diesem Kapitel nicht viel dazu schreiben, wo wir überall herumfahren (weil ich es nicht mehr weiß 🤪 ), sondern nur zeigen, was wir so gesehen haben, nämlich einen recht bunten Mix aus Kalahari-Bewohnern.
Los geht es um 6.14 Uhr in die aufgehende Sonne hinein.
Wir sind sooo glücklich, endlich wieder strümpfig in unserem Wohnzimmer stehen zu dürfen 🙂 😘 . Wer das noch nicht gemacht hat, kann schlecht nachvollziehen, was für einen Spaß das ist, aber vielleicht kann man es an den gelangweilten Gesichtern erkennen (unsere Hustinettenbären sind noch nicht ganz fit und sitzen lieber...). Und wie man sieht, ist es noch nicht sehr warm, ein Fleecejäckle kann man gut vertragen!
Die besagten Kalahari-Bewohner
Um 6.43 Uhr entdecken wir diesen Fuchsmangustenbau und erst später sehe ich auf den – leider wegen des Lichts und weil wir meines Wissens noch gar nicht richtig standen – schlechten Fotos 😣 , dass gerade ein winziges Mangüstchen an die frische Luft gebracht wird 😮 .
Vermutlich hat sich die Mutter aber wieder mit ihrem Baby in den Bau zurückgezogen, denn auf allen weiteren Fotos sind nur noch Kinder und Erwachsene zu erkennen, kein Baby, je nach Lichtsituation mal besser und mal schlechter zu fotografieren – aber allesamt soooo süß! Wir können uns kaum von ihnen trennen.
Hier entscheidet sich meine Kamera für eine Hommage an das wunderschöne Gras der Kalahari 😛 – Steenboks werden völlig überbewertet 😗 .
Das Gras steht aber auch wirklich hoch, Tiersichtungen sind eher Glücksache, aber von unserem Ausguck doch noch einfacher als wenn man sitzen muss.
Ein Wort zu den Gleitaaren (Black-shouldered Kites): mit ihnen stehe ich die komplette Reise über auf Kriegsfuß 😈 . Alle fliegen entweder gar nicht oder viel zu früh los – und wenn das Timing mal stimmt, dann drehen sie sich beim Abflug von der Kamera weg und machen irgendwelche verwurschtelten Aktionen 😣 . Ich glaube, ich habe kein einziges vorzeigbares Flugbild von ihnen…. 😕 Da kann er noch so nett mit seinem Stoß auf und ab wippen....
Eine Ortsangabe kann ich übrigens doch machen: hier sind wir an der Deception Pan. Diteko macht einen kurzen Versuch, auf die Pfanne zu fahren, zuckt aber sofort zurück, da der Black Cotton Soil nass und matschig ist.
In weiter Ferne, am anderen Ende der Pan, entdeckt er Schakale.
Das Wetter sieht aus dieser Perspektive nicht sonderlich prickelnd aus, aber man muss sich nur ein bisschen nach links drehen, dann wird es gleich viel besser und auch noch mit Mond. So viel zum Thema "Regenzeit" 😗 :
Immer wieder haben wir winzige blinde Passagiere, das wird auch in den nächsten Tagen so sein:
Auf der Pan rennen rennt auch ein paar Temminck's Courser und Lerchen ein Pipit (danke Matthias) rum, die ich aber nur schlecht erwische.
Da ist so ein niedliches Erdhörnchen doch eine leichtere Beute!
"Jetzt lasst mir doch einfach meine Ruhe.... 😐 !"
Teil 2221. März 2026
5. Februar 2026 - der Vormittag (Teil 2) / CKGR HATAB Dec#1
Ach, auch die Pale Chanting Goshawks geben mir auf dieser Tour keinen Anlass zu Freude 😠 – sie zeigen exakt dasselbe Verhalten wie die Gleitaare. Früher habe ich reihenweise schöne Abflugfotos schießen können, dieses Jahr nicht ein einziges. Langsam kommt der Verdacht auf, dass das Problem vielleicht bei mir liegen könnte…. 😕
Und dann die Riesentrappen (Kori Bustards). Sie laufen stundenlang vorm Auto her und wenn man garantiert nicht mehr damit rechnet und den Finger nicht mehr am Auslöser hat, heben sie ab 🙄 . Und dabei wünsche ich es mir so sehr, sie einmal im Flug zu fotografieren!
Wir tuckern weiter und werden dabei genau von einem Yellow-billed Kite beobachtet. Milane sind meiner Meinung nach sehr neugierig, wenn ich daheim auf Pirsch bin, fliegen die Rotmilane auch immer sehr lange über mir und schauen, was ich da so treibe.
Zehn Minuten später kommen wir an einen Platz, der mein Herz höherschlagen lässt, denn hier haben sich viele Geier versammelt (und auch ein Tawny Eagle, aber dieses Foto erspare ich euch immerhin, durch die anderen müsst Ihr durch 😛 ). Ich liebe Geier, schon alleine weil sie so schön groß und dadurch leichter zu fotografieren sind als all die LBJs 😉 .
Wenn ich ganz ehrlich bin, sehen wir zunächst aber keine ganzen Geier, sondern nur viele Köpfe, was ich sehr lustig finde! Darunter befindet sich auch ein Wooly-necked Vulture, es scheint ein adulter zu sein, sein Kopf leuchtet richtig hell.
Man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll - als wir uns nähern, fliegen die beeindruckenden Aasfresser auf und landen weiter weg wieder, in diesem Falle sind es alles White-backed Vulture verschiedenen Alters.
Zu meiner großen Freude bietet uns ein immaturer weiblicher Wollkopfgeier (zumindest identifiziere ich ihn als solches) eine kleine Flugshow!
Wir schauen uns noch den Grund der Geierversammlung an 🤢
und parken dann in der Nähe für unsere Kaffeepause,
bei der wir auch von einigen Greifen überflogen werden, hier ein Whitebacked Vulture.
Ach, hier könnte ich ewig bleiben! Danke Tanja für das Foto an genau dieser Stelle - ich finde, ich habe schon schlechter gelaunt ausgesehen 🤪 !
Auf der Weiterfahrt entdecken wir einen Strauß mit einem schon recht großen Kind.
Und immer wieder fliegen vor uns unsere ständigen Begleiter – die Kronenkiebitze – mit lautem Geschrei auf!
Ja und dann soll mein großer Wunsch endlich in Erfüllung gehen – ich kann zwei Riesentrappen beim Fliegen fotografieren 🤩 . Aber ganz ehrlich – ich hatte mir das etwas majestätischer vorgestellt 😊 .
Das sieht doch alles ziemlich bemüht aus, oder?
Erst als sie ein bisschen in Schwung gekommen sind, wird es besser -aber ein Foto mit weit ausgebreiteten Schwingen will mir nicht gelingen. Egal, ich bin happy 🙂 !
Happy scheinen auch Matthias und Diteko über ihre Kühltücher zu sein (das von DT war in seiner Geschenktüte wie auch bei KD und beide tragen sie nun nahezu ständig – und inzwischen habe ich auch schon Fotos von Ditekos Sohn damit gesehen – scheint also keine Fehlinvestition gewesen zu sein!) (Natürlich habe ich die Erlaubnis für die Fotos) 😄
Heute gibt es mitten in der einsamen Zentralkalahari (wir haben kein einziges anderes Auto gesehen, soweit ich mich erinnere) Brunch mit Spiegeleiern, Speck + Würstchen (nicht bei mir), Grilltomate, Bohnen und Brot – was für ein Leben!
Teil 2324. März 2026
5. Februar 2026 - der Nachmittag (Teil 1) mit Fahrt zur Sunday Pan / CKGR HATAB Dec#1
Dieser Nachmittag im CKGR ist geprägt von einer bunten Mischung aus allerlei kleinen kalaharitypischen Sichtungen.
Es beginnt noch im Camp mit vielen Schmetterlingen, die sich an den feuchten Stellen unterhalb unseres Brauchwassertankventils aufhalten. Keine Ahnung, wie sie alle heißen – vielleicht hat Matte Lust, Zeit und Wissen, um Licht ins Namensdunkel zu bringen… 😕 Auf jeden Fall komme ich mir vor wie "derhoim", wo ich auch sehr oft hinter den Falters her bin 😉 ! Edit: hier nun die Bestimmungen von Matthias - herzlichen Dank 😘 !
Foto 1 + 2: der größere ist ein Common Blue, die zwei kleineren sind Grass Jewel Blues. Foto 3: Green-marbled Sandman, ein Dickkopffalter. Foto 4: Brown-veined White, ein sehr häufiger Weissling. Foto 5: Topaz-spotted Blue. Foto 6: Common Blue ? nicht 100% sicher Foto 7: Topaz-spotted Blue. Foto 8: Tailed Meadow Blue.
Um 15 Uhr sind wir schon unterwegs und Diteko erklärt uns, dass es sich bei dieser Pflanze um einen Halbschmarotzer handelt. Am mehr kann ich mich nicht mehr erinnern…. 😊 Edit: sie heißt Streichholzpflanze (Tapinanthus oleifolius) - danke Konni (Daxiang) 🙂 .
Der Steppe (oder Common) Buzzard (danke Matte für die Backstage-Bestimmung) Der junge Rufous Ovambo Sparrowhawk (nochmal danke Matthias) will nicht unbedingt fotografiert werden
und statt sich mal endlich in Positur zu setzen, fliegt er – wie seine anderen Greifkumpels – verdreht und verdeckt weg von der Kamera ab 😈 (no picture 😛 ) .
So viel zum Thema, ob wir wohl noch Springböcke sehen werden….
Und ja, wir werden sie und auch die Strauße noch näher zu Gesicht bekommen 😗 .
Mal wieder ein Lesser Grey Shrike
Blinder Passagier – eine Art Sattelschrecke, damit kenne ich mich ja überhaupt nicht aus.
Oryxe – hatten wir schon Oryxe 😐 ?
Diese Springböcke halten ein Nachmittagsschläfchen, leider schrecken wir sie auf – sorry!
Was für ein Wetterchen 🤩 - weit weg von der Regenzeit.... (dachten wir.... 😗 )
Die nächste Sichtung ist mal wieder eine kleine fotografische Herausforderung: eine Agame und ein Ant-eating Chat mitten im Dornengestrüpp – beide gleichzeitig scharf zu bekommen ist etwas tricky 🙄 , macht aber Spaß 🙂 !
Immer wieder begegnen wir natürlich Erdhörnchen – diese hier haben zwar die Sonne ziemlich im Rücken, sehen aber trotzdem sehr niedlich aus 😘 .
Eine never ending Story: Steenbok und das hohe Gras 🤪 !
Hier gibt es auch viele Shaft-tailed Whydahs im Prachtkleid – eine ist so gnädig und fliegt nicht gleich waida…. 😎
Und schon wieder Erdhörnchen – dieses Mal eine Mama,
die ihrem Kleinen mit ihrem Schwanz Sonnenschutz gibt.
Und dann ist Mama plötzlich weg 😮 !
Am liebsten würde ich es einpacken 😘 – müsste mich aber vermutlich mit Tanja drum streiten 😉 !
Der Double-banded Courser ist nur fürs Protokoll – hier habe ich fokustechnisch versagt, was mich ein bisschen ärgert 😣 ! Das Gras ist aber hübsch, oder 😗 ?
Dafür sind die nächsten beiden Vögel einfacher zu fotografieren.
Ein Lanner Falcon
Und ein Kori Bustard
An einem Matschloch entdecken wir diesen Brown Snake Eagle – und ich schwöre, ich habe nicht an der Augenfarbe gedreht (ich wüsste ja nicht mal, wie das ginge 🤨 ).
Und tschüss….
Den Rest des Tages gibt es dann irgendwann in einem neuen Kapitel!
Teil 2424. März 2026
5. Februar 2026 - der Nachmittag mit Fahrt zur Sunday Pan (Teil 2) / CKGR HATAB Dec#1
So, und inzwischen haben mich Tanja und Matthias auch wieder auf die Spur gebracht: wir befinden uns aktuell am Wasserloch der Sunday Pan, wo aber nichts los ist abgesehen von dem Schlangenadler und diesem Webervogel hier, bei dem ich mir nicht sicher und zudem zu faul zum Recherchieren bin…. (ich vermute mal Northern masked Weaver).
Es ist eine lange und etwas zähe Fahrt heute, und dann ist auch nichts los am Wasserloch - aber das kennen wir ja schon von 2021 😄 .
Wir machen uns also langsam auf den Rückweg und freuen uns, wenn es noch etwas zu entdecken gibt.
Ich und die Steinböckchen 😣 😗
Und dann sind da noch diese ganzen Vögel, die ständig vor uns in den Fahrspuren nach Futter picken und dann panisch losrennen und wenn alles gut geht, auch losfliegen! Ich sterbe tausend Tode, weil ich immer denke, wir würden sie überfahren….Auf der anderen Seite wirkt aber auch alles so lebendig durch diesen Flugbetrieb und die ganzen Geräuschte dazu!
Burchell’s Sandgrouse
Täubchen
Irgend ne Trappe… (Edit: Matthias schreibt dazu: Und die "irgendeine" Trappe ist ein Red-crested Korhaan. 🙂 )
Und nochmal eine Burchell’s Sandgrouse
Und wieder ein blinder Passagier – eine winzige Gottesanbeterin.
Eine Mammutaufgabe 🤩 : ein einziger erwachsener Strauß passt auf mehr als 30 kleine Sträußchen auf (die gehen gar nicht alle auf ein Bild)!
Dieser Anblick gefällt mir besonders gut (auch wenn das Licht um 18.30 Uhr nicht mehr optimal zum Fotografieren war auf die Distanz), weil es die Vielfalt an Vögeln widerspiegelt, die in dieser Jahreszeit hier unterwegs sind. Von links nach rechts: Shaft-tailed Whydah weiblich (sag ich jetzt mal so…), Ring-necked Dove, Shaft-tailed Whydah männlich im Prachkleid und ein Black-winged Kite!
Gaggaggaggagack – ein Northern Black Koorhan
Kunstvolle Webernester
Black-winged Kite im Abendlicht
Southern Pale Chanting Goshawk im selben Licht 😉
Noch eine Shaft-tailed Whydah
…und dann wird es Uwe B. wohl zu blöd mit diesen ganzen Vögeln und er ruft laut „Stopp“ 🤩 .
Huch, was ist los 😮 ? Er meint, Ohren gesehen zu haben. Aha….. 😕 Diteko setzt ein Stück zurück und tatsächlich! Aber mal ganz ehrlich – wie kann man so etwas während der Fahrt im inzwischen schon recht schwachen Licht erkennen 🙄 ?
Auf jeden Fall schön für uns, dass Uwe dazu in der Lage war, so kommen wir noch zu ein paar netten Löffelhund-Fotos! Mit so etwas hatten wir heute gar nicht mehr gerechnet 🙂 !
Es ist schon kurz vor 19 Uhr, die Sonne kurz vor dem Untergehen und wir genießen das Licht und die inzwischen angenehmeren Temperaturen. Hier noch die versprochenen näheren Strauße:
Ein Teilspringbock 🤪
Spotted Thick-Knee auf einem Bein
Ein ganzer Springbock
Den Sonnenuntergang verpasse ich knapp (oder verpassen wir ihn alle ? – Ich weiß es nicht mehr).
Man weiß aber auch wirklich nicht, wo man hinschauen soll: zu den friedlich grasenden Oryxen oder den übermütigen Springböcken?
Wir beobachten sie noch eine Weile und genießen es, mitten zwischen den vielen Tieren zu stehen. Leider wird es zu dunkel für gute Fotos, aber man kann sich das ja auch im Gedächtnis bewahren…. Auf jeden Fall wünschen wir uns, morgen Abend etwas mehr Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen!
Noch ein letzter Blick auf die Oryx-Herde und dann müssen wir wirklich los.
Kurz werden wir noch von diesem Roadblock ausgebremst,
dann geht es aber flott zurück zu unserer Campsite und zu KD. Er hat uns ganz bestimmt ein leckeres Abendessen gezaubert 😎 , während wir unterwegs waren – allein ich weiß nicht mehr, was es war (und ja, Sam, ich hatte den festen Vorsatz, mir das endlich mal aufzuschreiben, aber ich und Vorsätze können nicht miteinander… 😊 ). Deshalb ich rufe jetzt einfach mal ganz laut: „SIMOOONE“ 🤩 😎 !
Teil 2528. März 2026
6. Februar 2026: Ein ruhiger Tag in der Zentralkalahari (HATAB Dec#1) Teil 1
Unser letzter Tag in der Zentralkalahari bricht an.
Ich nehme es gleich vorweg: es wird ein eher gemütlicher Tag werden, aber immerhin mit einer Greifvogel-Neusichtung für mich!
Immer schön, wenn man in der Morgendämmerung nicht das Camp abbrechen muss, sondern gemütlich den Kaffee schlürfen und KDs leckeres, auf dem Campfire getoastetes Brot genießen kann.
In die aufgehende Sonne hinein brechen wir in Richtung Letiahau Waterhole auf.
Erstaunter juveniler Pale Chanting Goshawk
Diese Camper (übrigens mit einem deutschen Kennzeichen) scheinen hier übernachtet zu haben. Natürlich verlockend, so mitten in der Natur zu stehen, aber ob das auch erlaubt ist 😕 ? Ich denke nein, aber deren Argument wird wohl gewesen sein, dass es eh niemand sieht… 😛
Tatsächlich begegnen wir – wenn ich mich richtig erinnere – keinem anderen Fahrzeug mehr an diesem Tag.
Jacobin Cuckoo
Mal wieder eine Doppelbesetzung: links eine Shaft-tailed Whyhay und rechts ein Scaly feathered Finch.
Und nochmal: ein Maked Weaver und ein junger Pale Chanting Goshawk
Kurz vor 8 Uhr dann die erwähnte Neusichtung: eine Montagu’s Harrier / Wiesenweihe, der wir beim Jagen zuschauen können.
Kalahari-Mischmasch
Auf das Schnurrbärtchen macht mich Tom aufmerksam, ich blinde Kuh hätte es wahrscheinlich mal wieder übersehen, obwohl es gar nicht so weit weg saß.
Beeindruckend ist die riesige Herde Oryxe, die aus unersichtlichem Grund beschließt, im Galopp unseren Weg zu überqueren.
Im Hintergrund schaut ein junger Pale Chanting Goshawk verwundert der Stampede zu (man kann ihn auf dem Bild oben gerade so erkennen).
Und um auch ein bisschen Eindruck zu schinden, legt er einen schönen Abflug hin. Na bitte, geht doch – warum nicht öfters so?
Diese Schakale haben Beute gemacht,
oder zumindest der ganz linke, vermutlich ein Squirrel.
Vorbei an den Straußen
und unserer Campsite von 2021 (Diteko zeigt uns, wo die Einfahrt dorthin ist) erreichen wir das Letiahau Wasserloch, wo außer einem Springbock und ein paar Vögelchen niemand anwesend ist.
Der White-browed Sparrow Weaver schleppt ganze Büschel von hübschem Gras für den Nestbau an.
Als er in seinem Gebäude verschwindet, freue ich mich, denn das wird sicher ein tolles Foto, wenn er direkt auf mich zu wieder daraus abfliegt 🙂 . Was ich aber nicht weiß: es gibt einen Lieferanteneingang, durch welchen er das Nest beinahe unbemerkt verlässt (siehe rechts unten am Nest) 🤩 😣 !
Nach unserem Coffee-and-fruit-break rollen wir langsam wieder Richtung Heimat.
Ich glaube, das ist unsere erste (und letzte?) Giraffe im CKGR.
Diesen Greif bezeichne ich mal als juvenilen Gabar Goshawk. Schwierig zu sagen bei diesen Lichtverhältnissen…
Und einen blinden Passagier haben wir natürlich auch wieder – dieses Mal eine Stabheuschrecke.
Weiter geht es im nächsten Kapitel!
Teil 2628. März 2026
6. Februar 2026: Ein ruhiger Tag in der Zentralkalahari (HATAB Dec#1) - Teil 2
In der Mittagspause dreht Tom sein (obligatorisches) Campvideo 😉 .
Hier das "Making-of" (man sieht hier deutlich, wie hoch das Gras steht!)
und hier das Ergebnis – wir haben auf jeden Fall viel Spaß dabei 😄 ! Danke Tom 😘 !
Ich bin mal wieder hinter den Faltern her, diese beiden heißen – danke Matthias 😘 –
Yellow Pansy, ein Männchen
und Broad-bordered Grass Yellow
Um 16 Uhr chauffiert uns Diteko aus dem Camp, um uns unseren Wunsch, mehr Zeit mit den Springböcken zu verbringen, zu erfüllen.
Dazu schreib ich jetzt nicht mehr groß etwas, wir stehen einfach mitten in der Herde und genießen das friedliche Treiben der verschiedenen Tiere hier, vor allem die kleinen Springböcke sind teilweise zuckersüß!
Der letzte blinde Passagier des Tages: eine Gottesanbeterin, die in diesem Fall Matthias anbetet 🤪
Über den Rest des Tages kann ich nichts schreiben, weil ich mich wie gesagt an nichts mehr erinnere, außer dass es sicher Gin&Tonic und ein gutes Abendessen gab 😄 !
Morgen werden wir die Zentralkalahari verlassen und an den Boteti fahren! Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 2731. März 2026
7. Februar 2026: Teil 1 - Vom CKGR ins Boteti River Camp
Heute ist ein ganz besonderer Tag 🤩 🙂 : Tanja hat Geburtstag! Blöd nur, dass wir heute umziehen, d.h. zuerst muss alles abgebaut sein, bevor man sich ums Feuer zum Frühstück niederlassen darf 😣 . Dort bekommt unser Geburtstagskind dann einige Geschenke überreicht und auch das Gruppenpräsent, einen Fotobuchgutschein (nicht ganz uneigennützig 😉 , wir freuen uns schon darauf, das anschauen zu dürfen – in der Hoffnung, dass es von unserer gemeinsamen Reise handeln wird 😗 ) sowie ein (der frühen Stunde und der vielen Arbeit um uns herum geschuldetes) etwas dürftig geratenes Ständchen…. 😕
Bereits um 6.12 Uhr verlassen wir unsere Campsite, von unserer Anwesenheit ist nichts mehr zu erkennen (vielleicht abgesehen von den von Uwe F. geschlagenen Schneisen 🤪 ) und nur das Schild bleibt hier.
Bei herrlichem Wetter (morgens ist es auch noch angenehm kühl) verabschieden wir uns von unseren liebgewonnenen Springböcken.
Das Geburtstagskind genießt zusammen mit ihrem Uwe die Sonne und das Fahren mit offenem Dach.
Ein erschrockener Hase versucht, vor uns davon zu fliegen 🙄 ,
die Fleckenflughühner könnten zwar fliegen, bleiben aber stoisch am Wegesrand stehen.
Versteh einer die Tierwelt… 🤨
Über diesen Abschiedsgruß der Zentralkalahari freue ich mich besonders: eine Longtailed Paradise Whydah fliegt von ihrem schlecht gewählten Ansitz, bei dem ihr Gesicht von Ästen verdeckt und außerdem weit weg ist, in ihrem typischen wellenförmigen Flug whydah
und lässt sich dann - in ihrer ganzen Schönheit gut sichtbar - noch einmal für uns nieder! Danke 😘 !
Schon vor 9 Uhr sind wir am Matswere Gate und machen dort Coffee-Break mit vielen African Monarchs.
Nach dem Matswere Gate biegen wir um ca. 9.30 Uhr nach Nordwesten ab, statt wieder den Track direkt nach Rakops zu nehmen, der ja voller Matschlöcher ist. Diese Spur hoch zum Kuke Corner Vet Fence ist total trocken und einfach zu fahren. Unterwegs kommt uns – wie Diteko schon angekündigt hatte – ein Bushwaysfahrzeug entgegen. Es ist eine Leopard-Tour-Gruppe mit Evans als Guide, die jetzt 3 Nächte im CKGR sein wird.
Am Kuke Corner sind wir um ca. 10 Uhr und biegen nach Osten ab.
Dieser Track wird auf T4A hier im Forum zwar als Overgrown bezeichnet, das stimmt aber nicht, die Fahrspuren sind deutlich zu erkennen und auch gut zu fahren, viel besser als das ständige Auf und Ab durch Matschlöcher auf der anderen Strecke direkt nach Rakops.
Nach weiteren 1,5 Stunden stehen wir etwas nördlich von Rakops wieder auf Teer. Es gibt Lunch und die Reifen werden aufgepumpt.
Um 12.20 Uhr erreichen wir das Boteti River Camp.
Hier haben wir uns bei der Planung für Chalets entschieden (aus 2021 und 2023 kennen wir beides) . Zwar wären die Campsites etwas günstiger gewesen, aber Heiko meinte, wir wären in dieser Jahreszeit sicher ganz happy über zwei Nächte in klimatisierten Räumen. Wo er Recht hat, hat er Recht. Außerdem ist das Zelten dort ja nicht wirklich in der Wildnis wie auf HATAB Sites, also nicht so schön und spannend, und in den Bädern können wir auch ausgiebig unsere Wäsche waschen, es wird extra Waschpulver zur Verfügung gestellt.
Nach der Mittagspause in eben diesen Chalets beobachten wir vom Aussichtsdeck des Camps Elefanten, die aus dem Park runter ans Wasser kommen!
Und dann wird es auch schon Zeit, selber in den Park zu fahren, davon dann im nächsten Kapitel!
Teil 2831. März 2026
7. Februar 2026: Teil 2 - "Hyenas on the mainroad" (Makgadikgadi NP)
Es ist schon ein toller Zufall, dass ich genau heute (also am 31.3.2026) das Kapitel schreibe, in dem wir über das trockene Flussbett an der Fähre vorbei Richtung Makgadikgadi NP rollen 🤩 . Denn heute (in echt) ist die Spitze des Botetis dort angekommen. Heiko hat mir eben Fotos geschickt – nun sieht es dort so aus:
Aber zurück in den Februar: wir fahren an den Kühen vorbei (zu denen komme ich später noch) zum Gate (gleiche Richtung wie auf dem Foto von Heiko).
Ich schreibe jetzt nicht zu jedem Bild etwas, wir fahren teils oben, teils unten am Fluss entlang. Er hat erstaunlich viel Wasser, teilweise könnte man meinen, es sei schon ein richtiger Fluss und nicht nur große Abschnitte voller Regenwasser. Auf jeden Fall sieht es wunderschön aus! Und es gibt auch viele verschiedene Tiere, nicht in riesigen Mengen (wie in den Zeiten, wo die Zebras hier das letzte Wasser suchen), aber dafür auch kein Staub und viel Futter für die Tiere.
Mit den Lilac-breasted Rollers ist das in der Regenzeit etwas schwierig - sie sehen teilweise ziemlich gerupft aus, die langen Spieße fehlen manchmal ganz, manchmal ist einer noch da.....
Über den Red-crested Korhaan mit Blümchendeko freue ich mich sehr!
Dass ein Kudu dem anderen das Ohr leckt hab ich auch noch nie gesehen 🤪
Beim Hippo-Pool drehen wir dann langsam um, es hat zwar recht viele Flusspferde dort, aber das Licht ist schlecht.
Am Himmel ziehen recht bedrohliche Wolken auf - aber zum Glück noch weit weg!
Puh, ich merke gerade, dass es ein bisschen viel mit den Fotos wird, ich packe den Rest in ein neues Kapitel!
Teil 2931. März 2026
7. Februar 2026: Teil 2 (der Rest) - "Hyenas on the mainroad" (Makgadikgadi NP)
Weiter geht es mit ein paar Tierchen und schöner Landschaft - habe ich schon erwähnt, dass ich den Boteti liebe?
Wenn man hier genau hinschaut, sieht man sogar Zebras, eigentlich sind die großteils weggezogen.
Unsere nächste Sichtung - ein Pearl-spotted Owlet von hinten:
Als ich 2018 mit Renate in Botswana war, haben wir auch so einen Kauz mit "Schreckaugen" gesehen und meine liebe Freundin war im Glück, weil das nämlich auch genau ihre Taktik im Unterricht ist 😗 : sie erklärt ihren Kids immer glaubhaft, dass sie alles sieht, weil sie nämlich auch am Hinterkopf Augen hat…. 😎 🤪
Hier noch ein bisschen was zum Thema, großteils aus dem Netz kopiert:
Die „Schein- oder Schreckaugen“ (auch Occipitalgesicht /falsches Gesicht genannt) beim Perlkauz (Glaucidium perlatum) und anderen Sperlingskäuzen sind ein faszinierendes Anpassungsmerkmal. Es handelt sich um dunkle Gefiederflecken am Hinterkopf, die von hellen Ringen umgeben sind und täuschend echt wie ein zweites Gesicht mit Augen aussehen. Funktionen der Scheinaugen: Feindabwehr: Die Augenattrappen dienen dazu, potenzielle Feinde oder Vögel, die den Kauz mobben (Störverhalten), zu täuschen. Wenn sich ein Feind von hinten nähert, denkt er, der Kauz würde ihn „ansehen“. Vortäuschen von Wachsamkeit: Es suggeriert, dass der kleine Kauz keine Schwachstelle am Hinterkopf hat und jederzeit wachsam ist.
Während wir (ich vergeblich) versuchen, Fotos des Pearl-spotted Owlets mit beiden Augen gleichzeitig zu bekommen,
ist Diteko mit dem Guide des BRCs in Funkkontakt und fährt daraufhin recht zügig oben auf der Flussböschung entlang.
Dort verläuft der Hauptweg und wir entnehmen aus dem Setswana-Dialog, dass nach „Hyenas on the mainroad“ gesucht wird 😮 . Prima, Hyänen gehen immer 🙂 ! Wir erspähen das Fahrzeug des anderen Guides, dieses befindet sich aber ganz und gar nicht auf der Mainroad, sondern auf einer sehr zugewachsenen Fahrspur (hier fährt ja zurzeit kaum jemand) in einem kleinen Wäldchen. DT fordert uns auf, es genau im Auge zu behalten und ihn dort hinzulotsen, denn er muss genau auf die Fahrspur achten, damit er keine scharfen Baumstümpfe überfährt, weil er keinen guten Ersatzreifen mehr hat 🤩 .
Puh, das wird ja am Ende des Tages nochmal richtig spannend 🙄 – bisher war das ein eher beschaulicher Gamedrive!
Ja, und dann stehen wir nach ein paar Fehlversuchen endlich vor den Hyänen 🤩 😗 !
😄 😄 😄
Ehrlich – wir sind uns bis heute sicher, dass die Rede von Hyänen war 🤨 . Als wir später mit Diteko darüber geredet haben, hat er sich natürlich beinahe kaputt gelacht (wir übrigens auch) 😄 und versucht sich zu erinnern, was er auf Setswana geredet hat und was so ähnlich wie Hyena klingen könnte. Allerdings ist er nicht draufgekommen. Heute habe ich mit Heiko drüber gesprochen, als wir es von den Löwen hatten, und er meinte: „He might have been saying Hakina as in “not there” or “not seen” and you heard it as hyena“. Ja, das könnte passen, also: „nicht dort auf der mainroad“….
Egal wie – "Hyenas on the mainroad" sollte ein weiterer running gag der Reise werden, zusammen mit „a reduction of....“. 😄 😄 😄
Aber zurück zu den Hyänen-Löwen! Hier noch ein paar viele 😊 Fotos von ihnen - sie sind schon sehr niedlich und auch sehr aufmerksam, man merkt ihnen an, dass nicht täglich Touristen über sie stolpern!
Ihr wolltet nicht zufällig endlich mal gehen???
Okay, Botschaft verstanden, noch ein Blick zurück und dann verabschieden wir uns von den knuffigen Kerlchen!
Was für ein tolles Erlebnis so kurz vor Schluss 🤩 ! Heiko meinte heute, er hätte die Löwen extra für uns importiert 😗 😎 !
Der traurige Hintergrund, den er mir dazu erzählte 🙁 : es gibt am Boteti sehr selten Löwen, weil sie – wenn sie dort sind – schnell mit den ansässigen Viehhaltern in Konflikt geraten. Solange der Fluss kein Wasser führt, können sie sehr einfach zu den Kühen gelangen, die dann leichte Beute sind. Das letzte Rudel hat wohl eine Kuh gerissen und wurde daraufhin erschossen 😣 .
Diteko hatte sich diesbezüglich etwas schwammiger ausgedrückt – er meinte, als wir fragten, ob dies ein lokales Rudel sei, „No, they are coming and going“….. Das kann man so oder so interpretieren…. 🙄 😵
Vorbei an ein bisschen Beifang geht es zügig Richtung Gate, denn wir sind schon recht spät dran, aber für ein Picture fort he romantic mood (was ein running gag aus 2021 ist) reicht es noch!
Zurück im Boteti River Camp gibt Tanja einen Gin&Tonic oben auf dem Aussichtsdeck aus.
Im Anschluss an den Hauptgang des Abendessens (Simone?) wird ihr ein Geburtstagskuchen inklusive Ständchen der Belegschaft unter Mitwirkung von KD und DT serviert!
Aber damit nicht genug 🤩 : Diteko eröffnet uns, dass KD und er aus Maun für Tanjas Geburtstagsfeier eine Flasche Sekt mitgebracht haben und dazu spendiert er noch seinen Champagner, den er von uns zum 25jährigen Jubiläum bekommen hat!
Der Geburtstagkuchen wird auch an die paar wenigen anderen Gäste im Camp verteilt und so kommt man mit denen noch ein wenig ins Gespräch.
Was für ein schöner Abend nach einem ebensolchen Tag 🙂 🙂 🙂 !
Mal schaun, wie es morgen sein wird….. 😉
Teil 3003. Apr. 2026
8. Februar 2026: Morning Game-Drive (Makgadikgadi NP)
Zu diesem Morning-Game-Drive gibt es keine große Story zu erzählen, wir cruisen einfach kreuz und quer am Boteti entlang, mal oben auf der Mainroad, mal unten am Wasser. Die Fotos sollen einfach die Vielfalt, die hier herrscht sowie die schöne Landschaft zeigen 🙂 .
Wir kommen recht spät los, da wir das Frühstück vom Camp gemacht bekommen und die sind nie so früh dran wie KD und wir… Und gab es nicht auch einen Stromausfall, der alles etwas verzögert hat? 😕 Oder war der erst, als wir zurückkamen? 😕
Egal, nach zwei Giraffen im Gegenlicht
wird erstmal ein bisschen gebirdet! Ich liebe diese Kombis, die wir immer wieder antreffen in dieser Jahreszeit 😘 :
So, hier nun ein Perlkauz mit zwei Augen!
Und nun folgt eine Hommage an den Marabou Stork 🤪 . Auf Grund seines Aussehens wird er oft links liegen gelassen, aber dieser hier hat sich uns in bestem Licht quasi aufgedrängt 🙂 !
Der Burchell’s Starling versucht vergeblich, genau so schön zu fliegen 😛 !
Stretch Point N°1.
Leider schwer zu erkennen 🙄 , aber der Vollständigkeit halber: da unten stehen Wattled Cranes.
Und das sollen Zebras sein… 😎
Hier eine relativ intakte Gabelracke:
Und wieder Landschaft und Vögel:
Elke geht es endlich ein bisschen besser, zusätzlich zu ihrem Husten hatte sie im CKGR auch noch unter den vielen Gräsern und deren Samen und Pollen zu leiden (Diteko musste dort das Seednet am Auto auch immer mal wieder leeren). Aber bei dieser Landschaft kann man ja eigentlich nur strahlen, oder?
African Pipit (denke ich zumindest)
Und dann sehen wir am gegenüberliegenden Hang Zebras. Diteko ist erstaunt, dass so viele noch oder wieder da sind.
Wir fahren runter, um näher am Wasser zu sein und haben mit ihnen und dem Deko-Elefanten eine richtig schöne Zeit bei diesem herrlichen Boteti-Licht.
Und dann wieder jede Menge „dies und das“
Und nur weil ich nichts zu jedem Bild schreibe heißt das nicht, dass ich nicht jede Sichtung liebe und schätze! 🤩 😘
Zum Abschluss gibt es nochmal Elefanten – sie schubbern sich mit großer Leidenschaft an den Bäumen.
Natürlich haben wir auch nach den Hyenas on the mainroad gesucht, sie aber nicht gefunden. Vielleicht sind sie ja schon vorsichtshalber weitergezogen? Wer weiß… 😐
Diteko checkt uns kurz vor 11 Uhr aus dem Park aus
und bei schönstem Wetter (!!! 😎 ) überqueren wir das trockene Flussbett in Richtung Dorf.
Im Camp erwartet uns ein Stromausfall, so dass wir leider weder Akkus laden noch uns mit Hilfe der AC runterkühlen können. Allerdings wird dann irgendwann der Generator angeworfen, was für ein Glück…
Was ich nicht mehr weiß: wie war das hier mit dem Essen, haben wir Lunch vom BRC bekommen? Oder hat KD etwas für uns gemacht? 🙄 😕
Naja, verhungert sind wir sicher nicht 🤪 und können uns dann satt und zufrieden im nächsten Kapitel auf den Nachmittags-Game-Drive begeben 🙂 .
Teil 3106. Apr. 2026
8. Februar 2026: Afternoon Game-Drive (Makgadikgadi NP) - Teil 1
Dieser Tag hat zwei Gesichter, was das Wetter betrifft: morgens noch herrlich, und als wir dann um 16 Uhr wieder in Richtung Park aufbrechen und das Flussbett durchqueren, doch eher dramatisch 🤩 !
Diteko juckt das aber überhaupt nicht, es ist Gamedrive-Zeit, also fahren wir los! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung oder so…. 😗
Gerade denke ich noch, dass dies mit Tieren garniert noch viel schöner aussehen würde,
da entdecken wir diese Elefanten!
Auch die Gnus wollen ein bisschen dramatische Stimmung abbekommen, aber das klappt nicht so gut wie bei den Elefanten.
Mag auch daran liegen, dass die Sonne, bzw. das helle Licht, nun komplett verschwunden ist und es anfängt zu regnen. Diteko muss die Frontscheibe hochklappen und die Scheibenwischer montieren, das Dach haben wir eh schon zu und Seitenscheiben wäre Quatsch, bei einer Sichtung hätte man keine Chance auf gute Fotos und es regnet hoffentlich auch nicht lange.
Fast zwei Stunden lang hangeln wir uns nun von einer „nassen“ Sichtung zur anderen. Fotolicht gibt es natürlich nicht…. 🙄 😣
Obwohl es ja schon nass genug ist, will die Kudu-Dame auch noch ein bisschen gießen… 😛
Steenbok - nass!
Hemperlhuhnkind – nass! (ja, ich weiß, die heißen anders, aber Elke nennt sie so)
African Pipit – nass!
Little Bee-Eater – sieht erstaunlich trocken aus!
Lilac-breasted Roller – sehr nass!
Und diesen hier verk…cke ich leider 😕 😣 (andere haben ihn meines Wissens besser erwischt, ich hab erst gar nicht kapiert, wo er sitzt) – nur weil wir den noch nicht hatten auf dieser Tour darf er in den Bericht : Golden Oriole
Die Red-crested Koorhans bringen mich immer ein bisschen zum Schmunzeln: diese Art zu gehen ist einfach witzig und warum dieser so schreien muss, weiß ich nicht….
Shaft-tailed Whydah
Bei diesem Giraffenbild ist es 17.45 Uhr – was wir die nächste halbe Stunde über treiben entzieht sich meiner Kenntnis, bzw. meiner Erinnerung 🙄 😮 .
Und plötzlich – um 18.45 Uhr sind sie wieder da, die Hyenas on the mainroad 🤩 🙂 😘 .
Die Löwen pack ich in ein neues Kapitel - und nein, das soll kein cliff-hanger sein 😎 , ich schreib gleich weiter, das ist nur wegen der Übersichtlichkeit beim Hochladen der vielen 😣 Fotos!)
Teil 3206. Apr. 2026
8. Februar 2026: Afternoon Game-Drive (Makgadikgadi NP) - Teil 2
Da wir recht viel Zeit mit ihnen verbringen, fast nur alleine mit ihnen sind (am Anfang ist der Guide vom BRC noch vor Ort und später steht mal kurz mit laufendem Motor ein Auto von Parkmitarbeitern auf der Pad), es 6 Stück insgesamt und ständig in Bewegung sind, gibt es auch entsprechend viele Bilder 😗 ! Zumal ich die Blümchendeko ja so sehr liebe....
Übrigens, sollte jemand denken, wir hätten zwischendurch mit einem Scheinwerfer gearbeitet: nein, es sind tatsächlich Sonnenstrahlen, die immer mal wieder leicht dramatisch durchs Gebüsch brechen. Besser kann man es sich eigentlich nicht wünschen 🙂 !
Viel schreiben muss ich dazu nicht – alle Löwen sind sehr munter (und auch seeeehr neugierig 😉 , sie beobachten uns immer sehr genau), was sicher daran liegt, dass es durch den Regen gut abgekühlt hat. Diteko meint, er würde nicht ganz verstehen, was da in dem Rudel vor sich geht, weil alles ziemlich ungeordnet wirkt. Sehr interessant und unterhaltsam ist es aber auf jeden Fall, auch wenn man oft nicht weiß, wo man hinschauen und wo Diteko hinfahren soll. Der Löwenvater, den wir heute nun auch noch kennenlernen dürfen, sucht dann irgendwann Ruhe und begibt sich auf die eine Seite der mainroad in Richtung Ausgang, die Kleinen blödeln auf der anderen Seite herum und würden wohl gerne zu uns oder auch zu ihrem Vater laufen, trauen es sich aber nicht so wirklich.
Nachdem wir noch eine Weile direkt neben Herrn Löwe gestanden sind,
der offensichtlich sein Ruhe haben will ( er dreht uns den Rücken zu) wird es nach dieser wunderschönen Begegnung höchste Zeit, den Park zu verlassen (schlussendlich sind wir dann auch zu spät dran, alle Mitarbeiter sind schon verschwunden, das Tor ist zum Glück aber noch offen).
Und als ob der Makgadikgadi uns würdig verabschieden wolle gibt es noch einen dramatischen Abendhimmel.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: diese Wolken und der Regen in der Ferne ist der Auftakt zu vielen Tagen mit spannendem Wetter und entsprechenden Fahrten 🤩 !
Teil 3310. Apr. 2026
9. Februar 2026: Vom Boteti River Camp (Nähe Makgadikgadi NP) zur HATAB Campsite MGR#14 bei der Xini Lagoon (Moremi GR)
Wir verlassen das Boteti River Camp um ca. 7 Uhr. Wie man sieht, ist es morgens noch recht frisch im offenen Fahrzeug, was wir durchaus genießen, denn wir wissen, dass es auch schnell wieder sehr warm werden wird.
Heute haben wir einen weiten Weg vor uns – unsere nächste Campsite ist bei der Xini Lagoon. Simone hat mit Komoot unsere Strecken aufgezeichnet, was in einigen Fällen für mich höchst interessant ist 🤩 . Hier mal unsere heutigen 258 km.
Schon bei der Planung war uns klar, dass dies ein Ritt wird, wobei wir damals noch nicht wussten, wie die Pisten sein werden. Aber nachdem wir mit Bushways schon längere Strecken bei weniger Tageslicht (weil im August) abgerissen haben, wurde – auch von Diteko und Heiko – entschieden, dass das so passt.
Bei Motopi fahren wir über den Boteti, der zu diesem Zeitpunkt noch trocken ist. Inzwischen (Echtzeit) fließt dort kräftig Wasser!
Kurze Zeit später biegen wir auf die A3 nach links ab.
Um ca. 9 Uhr sind wir in Maun. Der Thamalakane führt viel Wasser und es blühen unzählige Waterlillys.
Unser Fahrzeug (übrigens wieder das, mit dem Diteko auch sonst wenn möglich seine Touren fährt, er kennt es in und auswendig) wird in der Werkstatt von Bushways gewartet, wir brauchen dringend neue gute Reifen, die Vorräte werden aufgestockt und das große grüne Wasserfass gegen einen normalen Wasserkanister getauscht.
Vorher lädt uns Diteko beim Dusty Donkey Café ab. Wir sollen erst gemütlich was trinken (bitte nichts essen wie letztes Mal, als wir dann keinen Lunch wollten – daran halten sich aber nicht alle, inklusive ich, in meinem Fall, weil es Samosas gibt 😊 !) und dann unsere Einkäufe tätigen. Diteko will mich anfunken, wenn er und KD dann wieder losfahren, um uns einzusammeln.
Wie immer ist es ein sehr angenehmer Aufenthalt im Dusty Donkey, was man von den anschließenden Einkäufen nicht behaupten kann. Einmal mehr finden wir nicht ausreichend Tonic Water und müssen viele Läden abklappern und Kompromisse eingehen, um für die nächsten knapp zwei Wochen gut versorgt zu sein. Ich lade mit Hilfe von Birgitta und Tom noch Guthaben auf die Karte eines Forumsfreundes auf, mit der Birgitta einen WLan-Hotspot auf meinem Handy für uns einrichtet.
Erschöpft von so viel Zivilisation und hohen Temperaturen werden wir von Diteko pünktlich eingesammelt und dann kann es losgehen Richtung Moremi.
Um 11 Uhr verlassen wir die Stadt und können erleben, wie die Teerstraße nach Shorobe, bzw. das, was von ihr übriggeblieben ist, „repariert“ wird. Eine wahre Sisyphosarbeit – alles wird mehr oder weniger von Hand gemacht und wenn man irgendwann vorne fertig ist, kann man vermutlich hinten wieder anfangen mit Löcherstopfen, dazu wird der Teer auch noch von der Seite her angenagt.
Egal wie - wir müssen nun damit klarkommen, was es gibt. Die Teerstraße wird teilweise elegant seitlich auf einem Sandstreifen befahren, ob gerade Reparaturarbeiten sind oder nicht. Man kommt dort auf jeden Fall schneller voran…Wenn es keinen Seitenstreifen gibt, kurvt man um die Schlaglöcher herum. Auf dem Geschwindigkeitsprofil kann man erkennen, dass unser Tempo so zwischen 30 und 60 km/h schwankt, es ist ein ständiges Abbremsen und erneutes Beschleunigen.
Bei Shorobe, wo die Teerstraße endet und der (theoretische) Gravel beginnt, müssen wir Druck aus den Reifen lassen und nutzen dies auch für unseren Lunch.
Und dann begeben wir uns auf das, was von der Gravelroad zum South Gate noch übriggeblieben ist 😮 .
Obwohl man an den Rändern sogar ein leichtes Abtrocknen erkennen kann, denn es hat jetzt eine Zeit lang nicht viel geregnet, ist das Fahren sehr, sehr mühsam. Ein Dip reiht sich an den anderen, jedes Mal muss Diteko die Entscheidung treffen, ob er durch, am Rand entlang oder doch eine der angelegten Umfahrungen fährt. Trucks haben tiefe Spuren hinterlassen, vor allem wenn sie steckengeblieben sind.
Ich könnte 10 Seiten hier mit Fotos von Matschlöchern füllen, aber ich will eure Geduld nicht überstrapazieren 🙄 🤪 . Unser Geschwindigkeitsprofil ist auch hier voller Zacken, d.h. ständiges Abbremsen auf sehr niedrige Geschwindigkeit und dann wieder Gasgeben, und das unzählige Male. Kurz nach Shorobe werden wir übrigens auch nass – es regnet und vom Dach schwappt beim seitlichen Kippen des Fahrzeugs Wasser auf unsere Sitze 🤩 . Aber alles halb so schlimm, da rückt man eben in der Mitte zusammen.
Um 13 Uhr kommen wir zu diesem Abschnitt, der in den nächsten Wochen DIE Schlüsselstelle auf dem Weg zwischen Maun und Moremi, bzw. Mababe und Khwai werden wird. Dies wissen wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, die Umfahrung links in Fahrtrichtung Moremi ist auch noch frei und gerade so machbar, außerdem ist die Stelle noch längst nicht so schlimm wie ca. eine Woche später, als wir wieder hier durchkommen. Allerdings entlockt uns schon heute das Schlingern unseres Fahrzeuges und das Rumpeln des Trailers einige Quietscher 🤩 und wir sind uns einig: an dieser Stelle wäre für uns Schluss gewesen als Selbstfahrer 😗 !
Wir begegnen auch keinen (oder kaum?) Touristen, sondern Versorgungsfahrzeugen, einigen Locals und auch Professional Guides. Wer hier unterwegs ist, dem geht es nicht um Fahrspaß, sondern er muss von A nach B kommen (wie hier zum Beispiel jemand von Bushway).
Nach dem Mawana Check Point
teilt sich ja die Straße, geradeaus geht es nach Mababe, links in den Moremi. Vor dem South Gate fahren wir durch die Sankuyo Concession und treffen dort wie üblich schon auf viele Tiere.
Hier nutzen Diteko und KD auch die letzte Möglichkeit, Feuerholz zu machen. Ich habe mich erkundigt, da mir das nie so ganz klar war: die Mobile Safari Unternehmen (zumindest von Bushways weiß ich es) haben eine Lizenz, um Feuerholz für den eigenen Gebrauch zu sammeln, aber natürlich nur außerhalb von Nationalparks. Auch die Straßenverkäufer, die an ihren Ständen Holzbündel anbieten, müssen eine solche Erlaubnis besitzen.
Das ist richtig harte Arbeit - zumal es inzwischen ja auch richtig heiß ist 😣 !
Ca. 15 Uhr sind wir endlich am South Gate.
Juhu, hier kann ich mal wieder birden! Ich habe meinen Spaß mit diesem Black-backed Puffback und seinen leuchtend roten Augen – was für ein Zungenbrecher 😄 !
Diteko kommt vom Check-In zurück - wir sind hier übrigens ganz alleine (kein Wunder 🤪 ) - und erzählt, dass die Dame am Gate ihm gesagt habe, dass Xini nicht erreichbar sei, da alles unter Wasser steht! 😮 🤩
Na toll – und jetzt? 😕 😕 😕
Diteko ist mal wieder ganz pragmatisch: Naja, wir fahren hin und schauen, wie weit wir kommen 😛 ! Hihi, auf diese Idee hätten wir auch selber kommen können 😎 🤪 😗 – aber irgendwie sind wir alle nun etwas verunsichert. Wo werden wir die heutige Nacht wohl verbringen 😊 ?
Zunächst erfreuen wir uns aber an den Knob-billed Ducks, die sich wiederum an den ganzen kleinen Seen erfreuen, die der Regen für sie bereitgestellt hat.
Einer aus der Langweilertruppe zweifelt das Konzept der männlichen Ente an – ist so ein Knubbel auf dem Schnabel wirklich attraktiv für Entendamen?
Wir nehmen nun die Hauptstrecke Richtung Third Bridge, vorbei an vielen Wasserflächen neben der Piste und vielen Matschlöchern auf derselben.
Einmal blockiert ein festgefahrener verlassener LKW die Strecke, was aber halb so schlimm ist, weil es eine Umfahrung – wenn auch durch recht tiefes Wasser – an ihm vorbei gibt (davon hab ich aber erst auf der Rückfahrt Fotos, wenn ich mich richtig erinnere).
Nach etwas mehr als eine Stunde biegen wir links ab, um von der Hauptpiste in Richtung Campsite zu fahren.
Doch oh Schreck 🤩 – wir kommen nicht weit, zwei LKWs stehen inmitten einer tief ausgefahrenen und voller Wasser stehenden Spur.
Viele Leute befinden sich auf den Fahrzeugen und daneben und versuchen, sie freizubekommen. Allerdings sieht man schon als Laie, dass dies wohl vergeblich sein wird 😐 . Wenn ich es richtig verstanden bzw. im Kopf habe, sind die beiden Trucks voller Arbeiter von Third Bridge gekommen und haben an dieser Stelle die falsche Richtung eingeschlagen. Statt leicht links auf der Hauptpiste zu bleiben sind sie nach rechts abgebogen.
Hier kommt jetzt der Punkt, wo ich noch auf eine Info von Diteko (oder vielleicht weiß das jemand aus der Langweilertruppe?) warte. Mir ist nämlich nicht klar, warum die Fahrzeuge mit der Schnauze zu uns zeigen. Das würde ja bedeuten, dass ihren Fehler bemerkt und umgedreht haben und dann erst steckengeblieben sind. Oder sie kamen aus dieser Richtung, aber woher und warum? Sei es wie es will – sie blockieren hier unsere Strecke! Zumindest sieht es für uns Mitteleuropäer so aus, als ob sie blockiert sei….
Diteko zieht die Schuhe aus und begibt sich ins Wasser.
Zusammen mit den Menschen dort versucht er herauszufinden, ob und wie er hier durchkommen könnte. Neiiiiin, bitte nicht 😣 🤩 – das ist doch Wahnsinn 😈 . Hier wollen wir ganz sicher nicht – festgefahren im Matsch – die Nacht verbringen 🙄 !
Es gibt viel Palaver, einer der armen Gestrandeten versinkt mit einem Bein tief im Wasser (was unseren Blutdruck noch höher schnellen lässt) und dann steigt Pokerface Diteko wieder ein.
Wir hoffen natürlich alle, dass er unser Fahrzeug nun wendet und einen anderen Weg zur Campsite sucht 🙂 . Ja von wegen 😣 ! Ein kurzes „Hold on“ an uns gerichtet und schon drückt er aufs Gas – das fühlt sich aber gar nicht wie Wenden in drei Zügen an 😕 ! Nein, er will hier vorbeifahren – komme was wolle!
Ich bekomme von der Fahrt optisch gar nichts mit, denn ich mache fest die Augen zu und hoffe, dass wir das irgendwie überleben. Zum Glück ist Uwe mutiger und filmt (danke an ihn und auch an Elke für das andere Videoteil). Allerdings ist es wie immer: das Filmchen bringt nicht mal ansatzweise rüber, wie es wirklich war, nämlich viel wilder, lauter, rumpeliger….. 😮
Puh, aber wir haben es geschafft – es ist wirklich unglaublich, wie dieser Mensch sein Auto kennt und was er fahrtechnisch drauf hat – wir haben ja schließlich auch noch unseren Anhänger im Schlepptau. Als ich das erwähne, meint jemand: wer weiß, vielleicht jetzt nicht mehr 😄 😄 😄 ?
Wir kommen auch weiterhin an viel Wasser vorbei
und hoffen nach dieser Aktion, dass Diteko uns jetzt einfach irgendwo, wo es trocken ist, unser Zeltlager aufschlagen lässt. Aber weit gefehlt: Die Campsite #14 sei so schön, da versucht er hinzukommen, ist doch klar 😗 .
Ach, das wäre doch ein toller Platz für unsere Nachtlager, Bäume, trocken und Giraffen 😎 .
Nichts da – wir fahren weiter. Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, ob wir uns einfach irgendwo hinstellen dürften in einem solchen Fall käme das für DT gar nicht in Frage – er will zur gebuchten Campsite 😛 .
Alle unsere „Oh look, this would be a nice place for us 🙂 “ werden von ihm ignoriert – kommt gar nicht in Frage!
Ein perfekt getarnter Little Bee-Eater lenkt uns kurz von unseren Sorgen ab:
Kurz nach 17 Uhr reiten zwei Cattle Egrets auf einem Hippo, was auch die Red Lechwe im Hintergrund zu interessieren scheint (nein, sie schaut natürlich wegen uns…),
und wenige Minuten später sind wir endlich da. Ja, ich weiß, man kann die Nummer nicht erkennen, das liegt aber nur an der blendenden Sonne. Simone hat ein Foto MIT Zahl, aber ich wollte es nicht ungefragt klauen.
Nachdem wir unserer Zelte aufgestellt haben, möchte Diteko uns noch einen schönen Sundowner bieten, was so typisch für ihn ist. Egal wie anstrengend es für ihn war – seine Gäste und ihr Wohl stehen immer im Vordergrund! Er fordert uns auf, unseren Klappstuhl mitzunehmen und führt uns durchs hohe Gras an „unsere“ Lagune. Wow – ein riesiger See voller Hippos!
Da die Herrschaften uns sehr genau, sehr nah und auch nicht sonderlich amused beobachten,
beschließt unser Guide lachend, dass es doch wohl sicherer sei, das Auto neben uns zu platzieren, falls wir schnell flüchten müssen. Was für ein Service!
Savanna, Bier und Nüsschen schmecken nach dieser aufregenden Anreise und dem Zeltaufbau in der immer noch herrschenden Hitze besonders gut!
Allerdings haben wir alle ein etwas mulmiges Gefühl: wir haben es zwar hierhergeschafft, wo wir jetzt mutterseelenalleine irgendwo im Okavango Delta sitzen, aber wir wissen noch nicht, wie wir übermorgen wieder auf die Hauptpiste kommen werden… 🙄 😊
Zu den Wolken, die teilweise recht bedrohlich wirken, sagt Diteko schon den ganzen Tag über: Go to Maun! Ob sie so folgsam sind wie wir, wenn DT etwas befiehlt?
Vor dem Abendessen (Simone?) spülen wir all unsere Bedenken mit einem – wie üblich von Matte gemixten - leckeren GT hinunter!
Übrigens – wer kennt es nicht, das Problem mit den blendenden Stirnlampen? 😄 😄 😄
Mal schaun, was der nächste Tag uns bringt – jetzt wird erstmal an diesem sehr speziellen Platz mitten in der botswanischen Wildnis geschlafen! 🙂
Teil 3410. Apr. 2026
So, auch wenn das jetzt nicht so wichtig ist, aber mich hat es einfach interessiert und Diteko hat mir eben die Sache mit den Trucks nochmal erklärt, denn er hatte sich ja mit ihnen, bzw. den Fahrern 😄 unterhalten. Beide kamen vom South Gate und sollten nach Third Bridge fahren. Statt dann wie wir auf dem Haupttrack zu bleiben (blau, bzw. ROT für uns nochmal extra markiert) sind sie - GELB - bei diesem kleinen Track nach links abgebogen (oder einen Track vorher, man weiß es nicht), weil sie dachten, es sei eine Abkürzung. Sie haben sich dann durch das dort auch unter Wasser stehende Gebiet gekämpft (irgendwie wie eingzeichnet, genau weiß man es natürlich nicht), aber an dem Punkt, wo wir dann von oben (also von Norden) auf sie getroffen sind (GRÜN) , war Schluss mit lustig, oder "her luck ran out", um es mal mit Ditekos Worten zu formulieren 😉 . Deshalb standen sie mit den Schnauzen in unsere Richtung! Shit happens 🙄 !
LG Bele
Teil 3512. Apr. 2026
10. Februar 2026: Ein ruhiger Vormittag im Gebiet der Xini Lagoon / Moremi GR Teil 1 (HATAB Campsite MGR#14)
Das nächste Kapitel wird wieder nicht sonderlich ereignisreich 🙄 - im Prinzip haben wir für diesen Vormittag nur zwei Missionen:
1. Nach den Gestrandeten schauen und
2. Einen Weg suchen, der uns aus dem Xini-Gebiet wieder auf die Main-Road führt. Diteko ist sich nämlich sicher, dass er dort, wo wir gestern gefahren sind, also bei den gestrandeten Trucks, nicht mehr fahren können, denn durch die Arbeiten, um sie freizubekommen, wird die Lage dort immer schwieriger und er will ungern mit unserem Trailer steckenbleiben.
Diese Botschaft beruhigt mich ehrlich gesagt ein bisschen 😉 – der Gedanke an eine mögliche weitere Slalom-Fahrt durch diesen Matsch vorbei an zwei Trucks hängt wie ein Damokles-Schwert über meinem Kopf 😣 !
Ansonsten cruisen wir durch die Gegend, suchen Strecken, die nicht unter Wasser stehen, müssen uns ab und zu wundern, auf welchen Wegen Diteko weiterfährt, obwohl aus unserer Sicht überhaupt nicht klar ist, ob es nach dem nächsten Busch noch trocken ist (wobei er natürlich auch viel durch nasse Spuren fährt) und freuen uns so quasi über jeden Meter, den wir vorankommen 🤪 .
Das Wetter ist herrlich 🙂 , die Landschaft ein Traum 😘 und es gibt heute auch ornithologische Neusichtungen 🤩 , aber für Katzenliebhaber*Innen könnte es in nächster Zeit hier in diesem Bericht sehr langweilig werden 🙁 . Diese sind hiermit also gewarnt! Wer Wasserlandschaften mag, wird aber gut versorgt sein 😗 😎 !
Ich persönlich bin, nachdem ich die Fotos für diesen Tag durchgegangen bin, einmal mehr fasziniert von der Schönheit dieser einsamen Gegend im Okavngo Delta und der Vielfalt an Tieren, die hier leben. Menschen haben wir – außer diesen bedauernswerten Truckfahrern – übrigens keine gesehen.
Genug geredet 😗 – lasst uns los fahren - direkt in diesen herrlichen Sonnaufgang hinein 😘 !
Wo laufen (stehen, sitzen) sie denn?
Wir schauen uns die Augen nach einem Pärchen von African Pygmy Geese aus dem Kopf,
aber mehr als dieses Beweisfoto will nicht gelingen,
dann fliegen sie ab.
Wasser, wohin man schaut....
Und wen beobachten wir hier?
Einen Reed Cormorant - auf und zu!
Coppery-tailed Coucal (sag ich jetzt mal so 😛 )
Goliath Heron
Red Lechwe
Blümchen.... (keine Ahnung, wie die heißen)
Nochmal ein Swainson's Spurfowl (es schmerzt immer sehr, diesen Apostroph so schreiben zu müssen 😣 )
Lilac-breasted Roller im schlechten Licht, dafür im Doppelpack
Red-billed Spurfowl (auch im schlechten Licht - aber was fotografiert man nicht alles, wenn es keine Katzen gibt 🤪 ? Nein Scherz, ich brauch keine Katzen, ich hab eine daheim, das reicht mir!)
Ein Madenhacker mit schwarzem Schnabel (oder liegt das am Licht?) plus die dazugehörige Giraffe,
ein Burchell's Starling,
und dann kommt eine Neusichtung für mich! 🤩
Eine Dwarf Bittern, wenn ich mich nicht täusche, sind es zwei verschiedene, die zweite ist breeding (schwarzer Schnabel laut meinem Roberts)
Herrliche Landschaft und Spuren, die sich im Wasser verlieren
Red-billed Buffalo Weaver
Sehr viele Enten- und Gänsehälse
Und immer wieder Southern Carmine Bee-Eater (vor allem Jungvögel), die um unser Fahrzeug herum die aufgescheuchten Insekten jagen
hier mit einem Fork-tailed Drongo in Kombi
Baobab mit Blättern - ein eher ungewöhnlicher Anblick für mich!
Und dann erreichen wir die Stelle, wo wir gestern auf die beiden festgefahrenen Trucks getroffen sind, nur kommen wir jetzt von Süden (der Pfeil zeigt nach unten, weil wir bei der Aufzeichnung schon wieder umgedreht hatten):
Dort geht es dann - vermutlich morgen - im nächsten Kapitel weiter!
Teil 3613. Apr. 2026
10. Februar 2026: Ein ruhiger Vormittag im Gebiet der Xini Lagoon / Moremi GR - Teil 2 (HATAB Campsite MGR#14)
Die beiden Trucks stecken immer noch fest, man hat nicht den Eindruck, dass hier seit gestern viel passiert ist.
Diteko zieht mal wieder seine Flipflops aus und schaut nach dem Rechten.
Es widerstrebt seinem Naturell total, diese Situation einfach so zu akzeptieren. Die jungen Männer haben nun schon zwei Nächte hier verbringen müssen und wer außer uns sollte hier vorbeikommen?
Nach einigen Diskussionen mit den Gestrandeten (bzw. Versunkenen)
holt er sein Satellitentelefon heraus und versucht geduldig eine Verbindung aufzubauen.
Während dieser Aktion steigen wir auch aus und schauen uns ein bisschen um, dabei kann ich mich recht nah an einen Squacco Heron heranpirschen
und ein Lesser Spotted Eagle fliegt über uns hinweg.
Uff, endlich geschafft, die Verbindung steht und nun kann Hilfe herbeitelefoniert werden.
Mehr kann Diteko aktuell nicht tun. Einer der Arbeiter holt Wasser aus einer Pfütze weiter hinten (dort, wo wir heute hergekommen sind).
Immerhin gibt es hier mehr als genug Wasser und ich denke, an Essen fehlt es ihnen auch nicht, sonst hätte Diteko ihnen vermutlich etwas angeboten (so geschah es später mal an anderer Stelle). Wie die ganze Geschichte ausgegangen ist, wissen wir bis heute nicht… 😕
Für uns ist es nun an der Zeit, eine Alternativroute für morgen zu finden. Dabei spielt Diteko in die Karten, dass er erst im Dezember genau auf unserer Campsite war und die Gegend gut kennt (aber wahrscheinlich kennt er sie eh schon seit Jahren sehr gut, der alte Fuchs!). Er meint, dass es eine Ebene gibt, auf der ein Pfad Richtung Mainroad führen könnte. Vorsichtig fährt er auf die Wiese und tastet sich auf einer Spur, die kaum zu erkennen ist, voran. Alles soweit trocken! Er erklärt uns, dass er diese Spur nun heute auf dem Rückweg wieder fahren wird (es gibt eh keine andere Möglichkeit) und heute Nachmittag auch hin und zurück, um das Gras platt zu fahren und den Untergrund für unser Fahrzeug inklusive Trailer fest und griffig zu machen. Uns fällt allen ein Stein vom Herzen, als wir die Hauptstrecke zwischen South Gate und Third Bridge erreichen – wenn nichts dazwischenkommt, werden wir dann wohl morgen sicher nach Xakanaxa fahren können.
Auf diesem Weg jagen auch wieder viele Southern Carmine Bee-Eater um uns herum, um die aufgeschreckten Insekten zu fangen.
Wir fahren kurz auf der Mainroad Richtung South Gate entlang und biegen dann nach rechts ab, um eine Weile lang parallel zur Hauptpiste auf einer anderen Strecke zu fahren, die immer wieder an mit Wasser gefüllten Lagunen vorbeiführt.
Ziemlich am Ende der Piste machen wir Coffeebreak. Und dort haben wir auch ausführlich Gelegenheit, die nächste Neusichtung zu beobachten: einen Yellow-crowned Bishop. Dieser Vogel ist ein Verwandlungskünstler 🤩 . Von vorne sieht er fast schwarz aus, nur der Kopf hat die besagte goldene Krone.
Von der Seite sieht man mehr grelles Gelb und kann ihn daher, obwohl er recht klein ist, sehr gut erkennen.
Wenn er dann losfliegt, wird es richtig speziell: er verwandelt sich in eine gelbe Kugel 🤩 !
Beim Beobachten und Fotografieren des Vogels werde ich mir des tückischen Untergrunds bewusst. Man meint, auf Gras zu gehen und beim nächsten Schritt steht man im Wasser, ohne es vorher richtig sehen zu können 🤩 . Abgesehen von einigen wirklich trockenen Pistenabschnitten und kleinen Erhebungen ist hier in der Xini-Gegend wirklich alles nass, sehr nass…… Und es scheint nach unserer Reise noch mehr dazugekommen zu sein, auch wenn man sich das kaum vorstellen kann: auf den Satellitenbildern (kein Foto hier… 😉 ) kann man erkennen, dass sich die nassen Gebiete immer weiter Richtung South Gate ausbreiten.
Hier bei der Kaffeepause kann ich auch endlich mal Spurwinged Geese im Flug fotografieren, wobei ich weiterhin davon träume, eine mal ganz aus der Nähe beim Abflug im besten Licht zu erwischen 😐 . Aber nun gut… 😗
Auf der Rückfahrt zur Campsite passiert nichts Spektakuläres, aber wir sehen noch einige nette Sachen – ich schreib jetzt nicht jeden Namen dazu, okay?
Die Tsessebes haben ein Jungtier dabei, leider kann man es im hohen Gras kaum erkennen. Auch hier nutzen die Southern Carmine Bee-Eater die Tatsache, dass die Insekten durch die Antilopen aufgescheucht werden.
Manchmal müssen sie auch eine Pause machen:
Besonders beeindruckend finde ich wieder die Passage über die Wiese - wir nennen sie inzwischen Diteko-Road 😎 - auch weil wir dort wieder von unzähligen der wendigen Bee-Eater auf der Jagd nach Insekten umflogen werden 🤩 ! Großes Kino (also in echt, mit der Kamera kann man das nicht so richtig einfangen).
Unser "Sooo schade"-Vogel des Jahres 2023 darf natürlich nicht fehlen 😉 !
Kur vor unserer Campsite sitzt mal wieder ein Spur-winged Goose auf einem Baum, das sehen wir oft hier und kannte ich bisher so auch nicht!
Es ist etwa 11.30 Uhr, als wir bei KD ankommen, danach gibt es Lunch und Mittagspause.
Und damit Ihr euch auch vorstellen könnt, wo wir diese verbringen, hier ein weiteres Video von Tom! (Qualität auf HD stellen, sonst ruckelt es.)
Den Nachmittag, der ebenfalls wenig spektakulär sein wird, aber auch wieder mit Vogelneusichtungen glänzen kann, gibt es im nächsten Kapitel.
Teil 3716. Apr. 2026
10. Februar 2026: Der Nachmittag im Gebiet der Xini Lagoon / Moremi GR (HATAB Campsite MGR#14)
Das Aussuchen der Fotos für dieses Kapitel war etwas zäh 🤢 . Schlechtes Licht, wenig Sichtungen und zwischendurch regnet es auch mal ein bisschen. ABER: dafür muss ich kaum etwas schreiben 😄 UND es gab zwei Vogel-Neusichtungen für mich 🤩 !
Unser Gamedrive führt uns in einem großen Bogen über Ditekos Road und der Mainroad nach Osten und ein bisschen südlich ins Xini-Gebiet rein, unterwegs gibt es natürlich viel Wasser und viele Wolken am Himmel, der ganz große Regen kommt aber zum Glück an anderer Stelle runter (Diteko zum Regen: „Go to Maun!“ 😛 ). Mangels anderer Wege müssen wir wieder umdrehen und fahren zurück über Ditekos Road zur Campsite, wo uns das Abendessen erwartet. Das war’s dann auch schon 🙄 🤩 😄 . Die Bilder klatsch ich jetzt einfach hier so rein 😗 , nur wenn die Vögel neu oder sonst irgendwas unklar ist, schreib ich was dazu 🙂 !
Und da kommt auch schon die erste Neusichtung 🤩 - ein Village Indigobird (kleines schwarzes Vögele bei schlechtem Licht, sowas liebt meine Kamera...nicht 🤢 !).
Weiter geht's durch die Pfützen und das viele Grün:
Bei der Greater Painted Snipe bin ich nicht ganz sicher, ob es doch auch eine Neusichtung für mich ist, ich meine aber, dass ich sie schon irgendwann mal gesehen habe auf einer Reise. Egal wie - sie ist ein sehr hübsches Vögelchen, finde ich!
Die Hemperlhühner-Familie ist auch sehr süß!
Und dann sitzt bzw. fliegt da sogar nochmal eine Dwarf Bittern, definitiv breeding:
Zack-zack liefert der Moremi die nächste Neusichtung 🤩 - eine African Crake, die ewig vor uns in der Spur läuft und immer mal wieder Ausflüge nach rechts und links ins Gras macht:
Weitere Moremi-Bewohner stehen und sitzen am Wegesrand:
Über das Bennett's Woodpecker-Pärchen freue ich mich sehr, auch wenn das Licht zum Abwinken ist:
Und weil's so schön war 😉 , noch eine breeding Dwarf Bittern:
Beim Fotosichten bemerke ich, dass das Hemperlhuhn (auch Helmperlhuhn oder Helmeted Guineafowl genannt 😗 ) einen kleinen Haufen auf den großen Haufen gesetzt hat (Vorher/Nacher-Bild):
Danach gibt es mit Ausnahme eines Elefanten und der Red-Lechwes nur noch Landschaft, Wolken, überflutete Strecken und Wasser 🤪 :
Als wir im Camp ankommen, erwartet uns schon das Abendessen, das ich dank Tanja 😘 und Simone 😘 heute selber präsentieren kann (das Wissen und die Fotos sind von ihnen!).
Davor gibt es aber natürlich einen Gin&Tonic, und zwar mit dem Woolworth-Tonic-Water aus Maun.....
Squash mit Mais-Käsefüllung (das Auge isst mit 😎 )
Süßkartoffeln
und Pork Stew
Zum Nachtisch wird uns laut Tanja Pfirsich mit Custard und Keks serviert.
Zum Einschlafen gibt es wieder ein Konzert von Bell Frogs und Hippos - und das bei milden Temperaturen.
Morgen ist "Moving Day", wir wechseln auf eine Campsite in der Xakanaxa-Aera in der Nähe der beiden Airstrips. Dazu im nächsten Kapitel dann mehr!
Teil 3819. Apr. 2026
11. Februar 2026: Vonder Xini Lagoon / Moremi GR (HATAB Campsite MGR#14) nach Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
Dieses Kapitel zu schreiben hat jetzt nicht wirklich Spaß gemacht 🙄 und auch die Fotoauswahl war zäh: wenn ich auf die Übersicht geschaut habe, war alles graubraungrün… 🤢 Aber wir haben es ja nicht anders gewollt 😗 !
So sieht unsere heutige Strecke am Vormittag aus.
Als Diteko mit uns das Briefing macht, erzählt er auch von dieser „Abkürzung“ von Xini rüber auf die Xakanaxa-Strecke, die damals wegen der defekten 4th-Bridge eingerichtet wurde. Diese können wir aber nicht nehmen, denn - Überraschung 🤪 : sie ist überschwemmt….
Als er davon redet, dass wir nach South Gate zurückmüssen, was mir ja klar ist, fällt mir aber wieder ein, dass wir auf der Herfahrt dort kurz mal festgesteckt haben. Das habe ich an entsprechender Stelle im Bericht total vergessen zu erwähnen (vermutlich verdrängt) 😊 . Ganz kurz nach dem Gate ist ein langes tiefes Loch, das von LKW-Rädern total zerfurcht ist. Als Diteko unser Gespann zurücksetzen will, weil wir nicht gleich locker durchkommen, stellt sich der Trailer etwas quer, weil er von einer tief ausgefahrenen Rinne behindert wird. Also bleibt Diteko nichts anderes übrig, als mit Gewalt durchzukommen. Etwas, was er sonst tunlichst vermeidet, denn genau das macht die Strecken ja so kaputt. Aber da war eben schon jemand "schneller" als wir mit dem Kaputtfahren 😮 . Also gab es vorgestern dort ein kurzes (und erstes, denn das zweite kam ja dann bei Xini) „Hold on“ zu hören und schon hatte er sich durchgewühlt 🤩 .
Darauf habe ich aber heute keinerlei Lust und äußere dies auch. Diteko beruhigt mich: da müssen wir dieses Mal gar nicht durch, wir biegen kurz vorher schon ab auf die Dry-road (haha, guter Witz, dieser Name 😄 ) nach Xakanaxa 🙂 .
Gesagt - getan, aber erst müssen wir bis zu diesem Punkt fahren. Wir sind mal wieder sehr schnell beim Campabbau und der Beladung und so sind wir schon kurz nach Sonnenaufgang unterwegs, die vielen Wolken verheißen nichts Gutes.
Auf der Strecke werden wir von allerlei goßen und kleinen Tieren verwundert angeschaut. Was macht Ihr hier und warum? Tja, das fragen wir uns manchmal auch…. 😗
Und dann sehe ich endlich mal einen erwachsenen African Harrier Hawk und was macht der Vogel 🤩 ? Er sitzt im Gegen-Nicht-Licht 🤢 und wird zudem noch von Starlings gehasst 😣 . Aber nun ja….
Und es wird nicht besser, kurz nach 8 Uhr beginnt es zu regnen.
Als es heftiger wird, setzen DT und KD die Plexiglasscheiben ein. Das bringt zwar ein bisschen was, weil jetzt das Wasser nicht mehr vom Dach über die Seite ins Auto läuft, sobald es ein bisschen hin und her schwankt (was ja dauernd der Fall ist), aber vorne in den Fahrerbereich läuft weiterhin viel Wasser und auch die erste Reihe ist betroffen.
Immerhin beschert das viele Wasser einige diesbezügliche Vögel:
Common Sandpiper,
White-faced whistling Duck, Red-billed Teals und Hottentot Teals.
Nach einer knappen halben Stunde sind wir dem Regen davongefahren oder er hat freiwillig aufgehört, so genau weiß ich das nicht mehr. Wir gönnen uns eine Pause, auch um das Auto innen wieder trocken zu legen.
Wie man an meiner Bekleidung unschwer erkennen kann, hat es durch den Regen ziemlich abgekühlt. Alles fühlt sich leicht schwül-klamm an, und dazu kommen unsere juckenden Beine 😈 . Natürlich geht eine Reise in der Green Season nicht ohne Krabbel-, Beiß- und Stechviecher ab. Was Moskitostiche angeht, bin ich kaum betroffen, aber schon seit einigen Tagen, eigentlich spätestens seit der Zentralkalahari, wo wir immer durch hohes Gras mussten, sind meine Unterschenkel und Knöchel und auch die der anderen (mal mehr, mal weniger) mit roten Pusteln übersät, die wie verrückt jucken. Unser Verbrauch an Fenistil Hydrocort ist immens und immer wieder greift einem jemand an den Arm (oder haut einem auf die Finger, wenn es knapp wird 😛 ) und zischt „ Nicht kratzen 😠 !“. Leichter gesagt als getan... 😐 Falls jemand weiß, woher diese Pusteln stammen - gerne Bescheid geben! Wir tippen auf Grasflöhe oder irgend sowas:
Und ich will es nicht unerwähnt lassen, damit man nicht denkt, hier würde immer nur Friede, Freude, Eierkuchen herrschen: natürlich gibt es auch noch andere Wehwehchen (abgesehen vom Dauerthema Husten bei Elke und Uwe), dem einen und der anderen tut das Knie oder sonstige Knochen weh, die Verdauung schlägt Kapriolen, blaue Flecken sind keine Seltenheit, es gibt verbrühte Hände, kleine Schnittwunden, und Leute, die beinahe ins Toilettenloch fallen 😄 😎 – aber wir lassen uns die gute Laune dadurch nicht verderben! Weiter geht’s, das Dach ist schon wieder offen und Hauptsache, die Frisur sitzt!
Auch weiterhin werden wir erstaunt betrachtet, mal von einem Lesser Spotted Eagle,
mal von einem windzerzausten Red-billed Spurfowl,
mal von einer Knob-billed Duck!
Ja, und dann schaut uns wieder jemand erstaunt an 🤩 – siehe da, es gibt sie also doch, die Hyena on the mainroad 😮 !
Sie zeigt uns ziemlich deutlich, wem diese Straße gehört…
bis sie die Lust mit uns verliert.
Natürlich geht es auch hier, auf der sogenannten Dry Road 😎 ständig durch Wasserpfützen
und auch weiterhin gibt es leichtes Unverständnis anlässlich unserer Anwesenheit.
Aber schließlich, nach einer langen Fahrt, sind wir am Xakanaxa Gate angekommen.
Diteko registriert uns im Office und fährt dann noch Brauchwasser holen. KD gibt uns solange heimlich den Wifi-Code von Kwalate 😎 und so sind wir beschäftigt, mit dem schwachen Netz Verbindungen nach zu Hause aufzubauen, bis DT uns wieder einsammelt und zur Campsite bringt.
Wir haben die Temporary MGR08 zugewiesen bekommen. Eigentlich gebucht war mal wieder die MGR08, eine wunderschöne Campsite, auf der ich 2018 mit Renate war und seitdem auf unseren privaten Touren immer versucht habe, sie zu bekommen. 2021 hätten wir sie gehabt, aber dann war Third Bridge kaputt und so waren wir im Xini-Gebiet (und damals habe ich tatsächlich die Greater Painted Snipe schon mal fotografiert, das hab ich eben beim Nachlesen von 2021 gesehen) und sind danach gleich nach Khwai weiter. 2023 war uns die MGR08 eigentlich versprochen von HATAB, aber dann haben sie uns doch auf die #9 umgebucht, weil es irgendwie besser in ihr Timing mit anderen Gruppen gepasst hat und DT meinte damals auch, das sie okay, weil die Elefanten dort alle Bäume umgelegt hätten und es ohne Schatten schlecht sei. Ja und dieses Jahr ist wegen des Wassers kein Durchkommen dort runter….
Die T8 liegt grob in der Nähe der Paradise Pools zwischen altem und neuen Airstrip.
Wieder bauen wir unsere Zelte teilweise in hohem Gras auf, es gibt riesige Bäume und – auch wenn auf Google Maps dieses Gegend trocken aussieht – das Wasser steht schon ziemlich nah bis an die Campsite heran 🙄 .
Heute befestigen wir auch gleich die Regenabweiser oben auf den Zeltdächern, denn die Regenprognose spricht dafür…. 😵
Dann ist bis 15.30 Uhr Siesta mit anschließendem Kaffeetrinken.
Um 16 Uhr werden wir dann zu unserem Game-Drive aufbrechen – davon im nächsten Kapitel.
Teil 3920. Apr. 2026
H.Badger schrieb:Liebe Bele, Was für eine Schlammschlacht!
Es wird noch nasser und matschiger 🤪 !
Was für eine Vogelausbeute! Über African Crake und Zwergdommeln hätte ich mich auch sehr gefreut! Das wären für mich gefiederte Äquivalente zu Leopard und Co.
Das geht mir genau so!
Bis ganz bald!
Ja, freu mich schon! 🙂
CuF schrieb:Hallo Bele, klär mich bitte mal auf : …
.Temporary MGR08 zugewiesen bekommen. Eigentlich gebucht war mal wieder die MGR08
Was ist der Unterschied? „Temporary“?? Gruß Friederike
Ja genau - HATAB richtet "temporary campsites" ein, wenn die ursprünglichen nicht erreichbar sind. Zum Beispiel gab es im November wohl eine MGRT12 in der Nähe von Xini, eigentlich ist die MGR12 in der Nähe von 3rdBridge, aber da kommt man ja, seit es regnet, nicht hin.
Unsere eigentliche Campsite wäre die unten links gewesen (die tatsächlich dann oben rechts bei den Airstrips), dazu muss man aber über 4thBridge fahren, und dorthin zu kommen war (bzw. ist aktuell immer noch meines Wissens) unmöglich 🙄 .
Wenn beide Brücken ( 3 und 4) kaputt und die Umfahrung von 4 auch überschwemmt ist, kommt man auch nicht hin, so ging es uns wie gesagt auch schon mal... 🙁
Ja, und weil wir gerade von unserer Campsite reden und ich das im letzten Kapitel total vergessen habe 😊 (und weil ich ansonsten heute beim Reisebericht nicht weiterkomme), hier noch das Video von Tom dazu - danke Tom 😘 ! Wir haben uns beim Anschauen übrigens sehr über seine Kommentare amüsiert 😄 (mir gefällt besonders "ich muss auflegen" 🤪 und die Aussprache von Xakanaxa ist natürlich noch ausbaufähig 😛 ). Viel Spaß damit (und am besten auf HD einstellen)!
11. Februar 2026: Nachmittags-Gamedrive - Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
Auf geht’s in den Xakanaxa-Aquapark 🤩 .
Blumendeko darf in so einer Anlage natürlich nicht fehlen 😎 und dank Konni weiß ich nun auch, wie sie heißt: Gloriosa! Einer der wenigen Farbkleckse heute 😗 .
Wir fahren zunächst zu den Paradise Pools, die aber sehr viel Pool und wenig Paradise zu bieten haben. Ein paar wenige Aufnahmen werden gemacht - gesehen haben wir noch ein bisschen mehr, zum Beispiel einen Goliath Heron, aber die Fotos sind – da sie sich der Umgebung anpassen 😛 – matschig .
Nur bei dem netten und vor allem farbenfrohen Little Bee-Eater bleiben wir ein bisschen länger stehen.
Danach drehen wir um und fahren Richtung Jesses Pool.
Vorbei an…
einem Elefanten
einem Woodland Kingfisher
einem Specht, bei dem ich mir unsicher bin, welcher es ist (Benett's oder Golden Tailed ??? - Was meinen die Experten?)
und einem immaturen Martial Eagle
kommen wir zu dieser überschwemmten Wiese, wo sich Reiher, Ibisse und Impalas vergnügen.
Besonders angetan hat es uns der Black Heron 😘 ,
der nicht ohne Grund Glockenreiher auf Deutsch heißt.
Es macht sich mit seinen Flügeln wie mit einem Schirm oder einer Glocke selber Schatten beim Jagen, erstens um bessere Sicht zu haben ohne Blendungen, außerdem zieht der Schatten Fische an, die darin Schutz suchen. Der schwarze Reiher selber wird in dieser Dunkelheit von seinen Opfern meist erst zu spät erkannt.
Das ist alles sehr clever 😮 – aber es sieht einfach auch sehr lustig aus 🤪 , wie er innerhalb von Sekunden sein Aussehen komplett ändern kann
und manchmal wie ein Geheimagent in einem dunklen Mantel mit hochgezogenen Schultern durchs Wasser schleicht 🙄 !
Ich hab mich in das schwarze Kerlchen ein bisschen verliebt 😘 , wie man unschwer an der Anzahl der Fotos erkennen kann. Leider war auch hier kein gutes Licht - und vermutlich wäre Filmen auch eindrücklicher gewesen.....
Wir fahren jetzt irgendwo bei Jesses Pool herum, die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen hier.... (was für ein passendes Wort 😄 ) 😵 .
Dem Hadeda Ibis (die nördliche Art mit den weißen Augen) scheint das viele Nass und Grün zu gefallen!
Wir dagegen sind uns da gleich nicht mehr so sicher 😊 , denn wir stehen vor einem großen See und denken eigentlich, dass Diteko jetzt umdreht.
Dem ist aber gar nicht so, ungerührt fährt er mitten rein und als wir erschrockene Laute von uns geben 🤩 , lacht er nur auf seine unverwechselbare Art und meint: „I know this road!“ 😮
Schön für ihn 😗 – wir können ja nicht mal einen Weg erkennen. Aber egal, da müssen wir durch.
Das Video von Tom (danke mal wieder dafür) ist von einer anderen Stelle, was aber unwesentlich ist, denn wir fahren dort gefühlt ständig durch Wasser…. 😕 Leider sieht es auf dem Film wie üblich wesentlich entspannter und harmloser aus als es ist. Erstaunlich ist wirklich, wie ruhig und gelassen Diteko einmal mehr unser Schiff durch die Brandung steuert – Hut ab 🙂 .
Unterwegs rede ich mit ihm über die Abfahrtszeit unserer Bootstour morgen und stelle erstaunt fest, dass er in seinen Unterlagen 11.30 Uhr (oder war es 10.30 Uhr? Auf jeden Fall mitten am Tag) stehen hat 😐 . So war das mit dem Office aber nicht vereinbart. Keine Ahnung, wer den Fehler gemacht hat – vielleicht war unsere zuständige Sachbearbeiterin Gare dann doch etwas verwirrt von unseren Umplanungen. Zunächst hatten wir nämlich an eine etwas längere Bootstour und diese von der Mboma Boat Station ausgehend gedacht gehabt und hatten uns auch schon über die Fahrtzeiten von der Campsite 8 (also der ursprünglichen) dorthin Gedanken gemacht. Das Ganze ist aber an den Kosten gescheitert, weil wir zwei Boote gebraucht hätten. Im Nachhinein gut so – denn wir wären niemals bis zum Mboma Loop gekommen 😄 !
Langer Rede kurzer Sinn: es nützt nichts, wegen dieser geänderten Abfahrtszeit rumzudiskutieren – Pragmatismus in Form von Diteko ist gefragt 🤩 . Er hätte ja auch einfach sagen können, dass das jetzt eben so ist, aber er schlägt vor, zum Gate zu fahren und von dort aus den zuständigen Mitarbeiter von Okavango Boat Stations anzurufen, die da oben am Ende der Campsites ihre Boote liegen und bei denen wir über Bushways gebucht haben. Leider erreicht er ihn nicht, schickt ihm aber eine Nachricht.
Danach wird es Zeit, zum Camp zurückzukehren. Es ist schon 18.30 Uhr durch, als wir an einem großen Hügel in der Nähe unseres Platzes vorbeifahren. Ich frage DT, ob das ein alter Termitenhaufen sei, was er lachend verneint. Das wäre Abraum/Schutt von früheren Arbeiten hier an den Wegen. Während er das beim Weiterfahren so erzählt, schaut er nochmal kurz zurück zu dem Hügel und meint: „Da ist etwas!“ 🤩 Er glaubt, Ohren zu sehen und fährt natürlich sofort rückwärts. Und siehe da – wenn Diteko glaubt, Ohren zu sehen, dann sind da auch Ohren 😗 : ganz oben, gut versteckt, sitzt ein Leopard!
Niiieeemals im Leben hätten wir ihn entdeckt, und Diteko auch nur durch den Zufall, dass wir über den Haufen geredet und er genauer hingeschaut hat. Man will wirklich nicht wissen, an wie vielen Tieren wir schon unbemerkt vorbeigefahren sind! Für alle, denen es geht wie uns:
Auch wenn die Katze nicht die geringste Lust hat, von ihrem Aussichtspunkt herunterzukommen, lässt sie sich durchs Gras durch – was mir mal wieder viel Spaß macht 🙂 , aber auch viel Ausschuss auf der Speicherkarte produziert 🤢 – gnädig eine Zeit lang fotografieren, dabei schaut sie wie ein Model mal hier hin, mal dorthin
und gähnt dekorativ – vielen Dank 😘 !
Es ist zwar kein ganzer Leopard - aber besser als nichts 😎 !
Na, wenn das kein schöner Abschluss des sonst eher sichtungsarmen Nachmittages ist! Jetzt aber ab nach Hause, die Sonne geht gleich unter!
Am Camp angekommen erwartet uns freudestrahlend wie immer KD
sowie eine tolle Lichtstimmung.
Allerdings kann man auf den Bildern auch gut erkennen, dass wir zwar keine echte Lagune, aber eine überschwemmte Wiese als direkte Nachbarin haben.
Der Boden hier ist gesättigt, sobald man sich zu weit vorwagt, bekommt man nasse Füße 😣 . Damit nicht genug, regnet es abends und nachts auch noch, ich kann mich jetzt allerdings nicht mehr erinnern, ob unser Essen Wasser von oben abbekommen hat und vor allem nicht, was es war. Da hoffe ich mal wieder auf unsere Tagebuchschreiberinnen 😎 !
Morgen geht’s dann zur Abwechslung mit einem echten Boot und nicht mit einem Landcruiser aufs Wasser – und wir sind natürlich gespannt, ob sich die Frage mit der Abfahrtszeit hat regeln lassen. Diteko erklärt uns im abendlichen Briefing, dass wir einfach mal hinfahren und hoffen, dass die Nachricht angekommen ist, und wenn nicht, dann fahren wir eben ein bisschen spazieren. Er ist aber zuversichtlich……
Mit dem Bericht geht es wohl erst nächste Woche weiter - bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 4126. Apr. 2026
So, nachdem ich ein bisschen ausgebremst wurde, dauert es mit dem Kapitel über die Boatcruise noch ein wenig, aber zur Überbrückung habe ich noch ein Video von der etwas anderen Bootsfahrt in der Nähe von Jesses Pool. Das Video ist von mir und ich habe es erst heute so richtig wahrgenommen auf meiner Speicherkarte 😄 .
Man kann darauf nochmal sehen, wie viel Wasser dort unterwegs war, bzw. vermutlich noch ist. Wir waren am 11./12.Februar dort, danach hat es nochmal viel geregnet, dann ist es ein bisschen abgetrocknet und später hat es wieder geregnet. Bei uns war - im Gegensatz zu der Erzählung von Walter vor ein paar Tagen - der neue Airstrip noch trocken, es muss also noch einiges an Wasser (ob von oben vom Himmel oder von Norden durch das Flutwasser ist schwer zu sagen) dazugekommen sein. Edit: habe eben nachgelesen, der Airstrip wurde wegen des vielen Regens gesperrt. https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/297502-wetter-aktuell-botswana.html?start=102#724177
Das hier ist in etwa die Stelle (danke Simone für die Karte):
12. Februar 2026: Boatcruise am Vormittag - Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
Heute Nacht hat es geregnet und ich bin froh, dass ich meine Abweiser auf dem Dach montiert habe. Die Wände sind auch einigermaßen trocken geblieben bis nach innen, aber natürlich ist es nicht so angenehm, wenn alles nass draußen ist, wenn man aufsteht 🤢 . Herzlich willkommen in der Regenzeit 😗 .
Um zur Bootsstation zu kommen, fahren wir einen kleinen Umweg und schauen auf dem Leoparden-Hügel nach. Aber dort ist natürlich niemand daheim 😐 . Auch am Old Airstrip ist nicht viel los.
Aber immerhin bekomme ich eine Neusichtung geboten, wenn auch bei schlechtem Licht und weit weg: ein Broad-billed Roller. Auf den hatte ich in meinen bisherigen Reisezeiten keine Chance.
Eine African Green Pigeon hatten wir meines Wissens in diesem Bericht auch noch nicht, also rein damit 😉 !
Und dann kommt – auf der Zufahrt zu den Campsites – auch schon die nächste Neusichtung 🤩 : ein Black Coucal.
An der Bootsstation angekommen, klärt es sich schnell, dass wir tatsächlich schon Viertel vor 8 Uhr rum starten können. Der Guide muss sich nur noch fertig anziehen, solange können wir uns noch ein bisschen umschauen und auf die kleine Aussichtsplattform klettern.
Die Treppe und der Belag oben wirken nicht 100% vertrauenswürdig, aber wer schon auf dem Dombo Hippo Pools Aussichtsturm im Moremi war, der empfindet jeden anderen Aussichtsturm als TÜV-geprüft 😗 .
Das Wetter ist leider nicht so toll, aber das kann man sich nicht aussuchen. Also los geht’s – und da ist jemand offensichtlich froh, dass er jetzt 3 Stunden Ruhe von uns hat 😎 !
Hier ist unsere Strecke (beim roten Kreuzchen starten wir die Bootsfahrt), wir fahren erst in einem großen Bogen nach Westen durch die untere Seite der Xakanaxa Lagoon und dann nach Norden. Übrigens bewegen wir uns auf dem Monachira-Channel - für diejenigen unter uns erwähnt, die sich wie ich für dieses ganze Fluss-System-Dingens hier im Delta interessieren (Komoot schreibt ihn Maunachira, ist aber dasselbe). Danke Simone für die Karte!
Vorbei an den diversen Lodges (es gibt ja inzwischen drei Stück hier)
und einem Dark-capped Bulbul, der auch noch nicht im Bericht war,
tuckern wir abwechselnd über offenes Wasser und durch enge Kanäle. Das Wetter ist weiterhin ein bisschen bähhh.
Trotzdem wird natürlich gebirdet – hier African Stonechats in verschiedenen Ausführungen.
Ein Hauch von blauem Himmel….
Und dann kommt etwas ganz Süßes 😘 und wir werden dies auch noch zwei weitere Mal auf der Bootsfahrt beobachten dürfen (ja, da müsst Ihr durch 😛 , dreimal 🤪 ! ): ein African Jacana-Papa mit seinem Nachwuchs unter den Fittichen.
Eines läuft schon frei herum, bevor er die anderen rauslässt, braucht er aber noch einen Snack in Form eines armen Fröschchens.
Ein bisschen bizarr sieht das schon aus mit den vielen Beinchen, die ihm da aus dem Bauch hängen, oder? Die Kleinen sind übrigens gegen die "Fahrtrichtun" dort eingeparkt.
Nach und nach wird er seine Fracht los
und wir schippern weiter, vorbei an bisschen Pflänzchen und Landschaft.
Hier sogar mit Regenbogenfarben...
Es ist ziemlich ruhig, bis wir diesen schwarzen Kopf im Wasser entdecken 🤩 ! Ein Spotted-necked Otter (eine Neusichtung für mich!).
Wenn man die Entfernung zum Boot sieht, denkt man, dass man den Kerl sicher gut fotografieren konnte. Pustekuchen 😣 . Davon abgesehen, dass unser Kahn sich auch bewegt, ist der Otter ständig unterwegs. Und dies auch meistens komplett unter Wasser, so dass er an völlig unerwarteten Stellen wieder auftaucht. Ich hätte gerne ein Video von uns von einem anderen Boot aus gemacht, wie wir uns hektisch die Köpfe verdrehen, begleitet von ständigem „Wo ist er denn?“ 😄 😄 😄 .
Was für eine Challenge 🙄 – und gute Fotos kommen zumindest bei mir nicht dabei raus. Ich kann ein ganz hässliches bieten, wo man die weißen Flecken sieht, die ihm seinen Namen geben,
und eines, auf dem man sein Gesicht vielleicht ein wenig erkennen kann 😕 .
Falls jemand Interesse hat 🙂 : ich habe auch noch ca. 100 Fotos mit Wasser und Schilf, davon ein paar mit einem unscharfen schwarzen Etwas darauf. Manchmal ist es der Otter, manchmal auch nur ein dunkles Blatt, das ich für den Otter gehalten und mich schon gewundert habe, warum er so schön stillhält 😗 🤪 .
Aber lustig ist es und ich freue mich auch wirklich sehr, endlich mal einen Otter in Afrika erlebt zu haben 🙂 !
Das nächste Tier ist wesentlich ruhiger unterwegs, viel farbiger und lässt uns auch näher an sich heran 🙂 . Eine African Swamphen.
Ist sie nicht schön?
Das Wetter bessert sich
und alles sieht gleich viel netter aus!
Hier geht es bei sehr flottem Tempo in eine recht scharfe Rechtskurve – da merkt man erst, wie schnell diese Blechschalen fahren können. Wir machen hier aber nur einen Schlenker, den man auf der Streckenkarte auf dem mittleren geraden Teil erkennen kann.
Ich glaube es ist dort, wo die nächste Neusichtung auf einem Schilfhalm in Wind hin- und herschaukelt: eine Chirping Cisticola. Ich vermute zumindest mal, dass es eine Neusichtung ist, ich kann mir die kleinen braunen Vögelchen doch nicht alle merken – und eine Liste führe ich nicht. Die Bestimmung hat Matte übernommen, aber ich war gar nicht mal so schlecht, sie hatte ich auch in der engeren Auswah 😎 l!
Und siehe da, ein Stückchen weiter sitzt nochmal so ein Village Indigo Bird! Etwas näher dran bei besserem Licht als der letzte, aber trotzdem schwierig…..
Nun kommt African-Jacana-Papa-Sichtung Nr.2. Ein bisschen spooky sieht das wirklich aus, gell?
Er lässt zunächst die beiden rechten frei
und dann die zwei auf seiner linken Seite.
Einer der Zwerge beschwert sich auch noch lauthals darüber, vermutlich weil er der letzte ist.
Da sind sie alle vier!
Ich könnte denen stundenlang zuschauen,
aber irgendwann müssen wir uns losreißen und weiterbirden, denn wer gehört unbedingt zu einer Boatcruise in Botswana?
Richtig – ein Malachite Kingfisher 🤩 .
Kurz vor 10 Uhr wird es Zeit für eine Kaffeepause. Wir landen an einer Insel an, die kann man hier gut erkennen.
Danach drehen wir um und machen uns auf den Rückweg.
Nach einer längeren Fahrtstrecke ohne Ereignisse kommt die Zeit, um uns mit Hilfe der Delta-Deko ein bisschen zum Narren zu machen. Man darf nämlich nicht außer Acht lassen, dass heute Weiberfasching ist 🤩 !!!
Hier das Bastelmaterial – alles 100% Bionaturfaser!
Unser Guide schnitzt den Damen Ketten (sieht man nachher auf einem Gruppenfoto noch besser, aber vermutlich kennt die eh jeder, der schon mal eine Bootstour dort gemacht hat).
Während an den Geschenken für die Herren gearbeitet wird, haben wir Gelegenheit, Blaustirnblatthühnchen-Papa Nr.3 bei der Arbeit zu beobachten. Ein Kleines hat sich alleine auf eine Blätterinsel verirrt und versucht, wieder zu Papa zurück zu finden.
Es schafft dies schlussendlich mit einem beherzten Sprung auf ein großes Blatt, den ich leider nicht fotografiert habe.
Endlich wiedervereint!
Der Vater hat nun aber genug und packt seine Brut wieder ein.
EDIT - danke Katrin für den Impuls durch deine Frage:
Hier noch Infos zu der Tatsache, dass bei den African Jacanas die männlichen Vögel die Eier ausbrüten und die Küken alleine aufziehen:
African Jacanas (und noch andere Blatthühnchen) haben ein polyandrisches Fortpflanzungssystem, bei dem sich dominante Weibchen mit mehreren Männchen paaren. Die Brut und Jungenaufzucht ist anschließend allein Sache der Männchen, während die Weibchen weiter über die Reviergrenzen wachen. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen verteidigen Reviere, jedoch in unterschiedlichen Grenzen: Ein Männchen verteidigt die Umgebung seines Nestes, ein Weibchen aber all seine Männchen mitsamt deren Revieren. Die Reviergrenzen ändern sich hierbei: Die zuerst brütenden Männchen unterhalten recht große Reviere. Oft sind sie zu diesem Zeitpunkt die einzigen Partner der Weibchen. Sobald die Eier aber gelegt sind und die Brut beginnt, können die Männchen nur noch ein verkleinertes Revier verteidigen. In den äußeren Gebieten des ehemaligen Reviers bauen nun weitere Männchen Nester und gründen eigene kleine Reviere. Das Weibchen verteidigt nicht nur sein großes Revier nach außen, sondern hilft auch seinen Männchen bei der Verteidigung ihrer Reviere, auch gegen die eigenen Partner. Dies ist jedoch die einzige Aufgabe des Weibchens, nach der Eiablage hat es mit Eiern und Jungvögeln keinerlei Berührung.
Inzwischen ist der Kopfschmuck für die Herren fertig geworden. Die Verschlüsse auf dem Hinterkopf sind schon sehr aufwändig und tricky!
Matthias schummelt ein bisschen und trägt weiterhin seinen Hut unter dem Blatt 😛 .
Uwe und er schauen sehr gefasst aus auf den Bildern, aber wenn man genau hinschaut, kann man ein leichtes Grinsen erkennen und sich vorstellen, dass wir viel gelacht haben 😄 🤪 !
Der Rest der Cruise besteht aus Zurückfahren zur Bootsstation, und zwar nicht im großen Bogen durch die Lagune, sondern über den kleinen Channel, was wesentlich kürzer ist.
Unser verschlammtes Auto wartet schon auf uns,
wir müssen aber erst noch das obligatorische berühmt-berüchtigte Gruppenfoto der neun Gestalten machen, was dankenswerterweise Diteko übernimmt! Wir hatten uns vor Ort noch darüber gefreut, dass er sogar alle Beine + Füße komplett mit drauf hat, aber: der Horizont war schief und beim Geraderücken (nicht dass der Monachira-Channel oder gar das ganze Delta ausläuft 🙄 ) eben sind ein paar Zehen verloren gegangen. Sorry…. 😊
Die „Verhaftung“ eines Crested Barbets, der oben in den Bäumen lärmt, verzögert die Abfahrt erneut.
Um 11.15 Uhr ist es dann aber soweit
und vorbei an einem nicht gegroundeten Southern Ground Hornbill
und Impalas beim Säugen
geht es mitten durch das hohe Gras zurück zum Camp.
Damit KD auch in unsere Narrenzunft aufgenommen werden kann, leiht ihm einer unserer vier Jungs seinen Hut…. 😎
Nach dem mir unbekannten Lunch 😕 geht es in die wohlverdiente Mittagspause!
Danach wartet im nächsten Kapitel ein weiterer Game-Drive auf uns. Bis dahin!
Teil 4303. Mai 2026
12. Februar 2026: Gamedrive am Nachmittag - Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
In der Mittagspause merken wir, dass unsere untere Toilette (sie liegt etwas tiefer als die andere, etwa auf Höhe dieser überschwemmten Wiese) ein kleines Problem hat. In dem tiefen Loch liegt nicht wie sonst Sand, auf den man dann als „Spülung“ ebenfalls Sand wirft, sondern es steht ein bisschen Wasser darin 🤢 . Und ich kann sogar ein kleines Fröschchen entdecken. Zu diesem Zeitpunkt machen wir uns noch keine großen Gedanken darüber...
Und es ist ja jetzt auch Zeit, zum Gamedrive aufzubrechen 🤩 . Bei diesem Wetter und den Pistenverhältnissen erwartet man nicht viel – um so erstaunter und erfreuter werden wir über die Sichtungen – wenn auch erst ganz am Ende - sein 🙂 !
Zunächst ist es tatsächlich eher unspektakulär, was uns vor die Linse kommt, hier ein Vögelchen, dort ein Elefant und natürlich viel Wasser!
Fork-tailed Drongo
Riesentausendfüßer an Squirrel
Wasser - Wasser - Wasser
Nein, hier fahren wir nicht weiter - Diteko dreht um, auch wenn dies definitiv nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt 😛 !
Auch dies hier war mal eine Fahrspur- sie erholt sich vermutlich gerade von der Spureintiefung durch Wasserverdrängung 😎 😛 .
Ein Pärchen African Pygmy Goose - leider auch nicht viel leichter zu fotografieren als die in Xini.
Woodland Kingfisher
Nachdem wir knapp 2 Stunden grob in der Gegend von Jesses Pool (ohne ihm zu nahe zu kommen 😣 ) rumgecruist sind, möchte Diteko auf dem Heimweg noch beim Airstrip vorbeischauen, da er gehört hat, dass sich dort ein kleines Löwenrudel rumtreiben soll. Es ärgert ihn schon ein bisschen, dass er uns nicht die „gängigen“ Sichtungen bieten kann, da kann er sich nicht völlig von der Tourguide-Attitude freimachen 😉 und ehrgeizig ist er ja dazu auch noch 🤩 .
Was wir dann aber entdecken, ist ein Side-striped Jackal, der leider gerade die Bühne verlässt – sie sind ja generell sehr scheu, kein Wunder also, dass er bei unserer Ankunft verschwindet!
Schade 🙁 , das wäre schön gewesen, ihn mal richtig zu fotografieren. Wir folgen ihm eine Weile, haben aber keinen Erfolg. Also drehen wir wieder um (schon wieder 😗 ) und machen uns endgültig auf den Heimweg. Auf einer größeren Ebene hält Diteko nochmal an und zückt das Fernglas. „Da sind sie!“ ruft er nur und brettert los 🤩 !
Und tatsächlich, kurz kommen wir in den Genuss der Bande – eine Mutter mit vier Kleinen liegt hinter einem Erdwall. Sie scheint aber andere Pläne für den Abend zu haben als ihn mit uns zu verbringen 🙄 und verschwindet schnell mit ihren Sprösslingen im Schlepptau im Gebüsch.
Was für ein schönes, wenn auch nicht langes Erlebnis. Das Gute an der Kürze ist, dass ich hier mal ausnahmsweise kaum Fotos aussortieren muss… 😎 .
Und wir freuen uns sehr für Diteko, dass er nun endlich diese Löwen gefunden hat 🙂 – er betont noch einmal, dass er wusste, dass sie irgendwo hier sind und sie uns unbedingt zeigen wollte. Hoffentlich kann er jetzt beruhigt schlafen 😎 🤪 !
Aber stop – der Knüller des Tages kommt ja erst noch 🤩 . Denn plötzlich sehen wir nicht einen, nicht zwei, sondern drei Side-striped Jackals auf der Ebene verteilt, als wir zurückfahren 😮 .
Es ist ein Elterntier mit zwei Jungtieren. Die Kinder scheinen etwas verblüfft über unsere Anwesenheit und statt schnell zu flüchten, betrachten sie uns erst mal ganz genau. Ich bin hin und weg. Streifenschakale sind hauptsächlich nachtaktiv (okay, es ist auch schon 18.30 Uhr durch…) und leben sehr versteckt. Und dann auch noch Jungtiere. Das ist wie ein Sechser im Lotto. Zum Glück liegen oder sitzen sie teilweise ganz nahe vor uns, so dass man sie trotz des schlechten Lichtes ganz gut fotografieren kann. Wenn sie sich in Bewegung setzen, sieht das schon ein bisschen anders aus, aber ich bin trotzdem sehr glücklich über diese Bilder als Erinnerung an dieses Erlebnis! Die Fotos sind in chronologischer Reihenfolge, ich habe keine Erinnerung mehr daran, wer jetzt welcher Schakal ist (und denkt euch die Bilder einfach durch drei Tiere geteilt, dann sind es gar nicht so viele Fotos 😛 ).
Hier steht der letzte unvermittelt auf und so fehlen Teile von ihm 😁 , so schnell konnte ich nicht rauszoomen. Aber immerhin kann man so sehr gut seinen namengebenden Streifen studieren 😉 .
Und tschüsss....
Nun sind wir wohl alle zufrieden 🙂 und schaukeln nach Hause, dabei immer den Blick auf den Himmel gerichtet, der sich immer mehr zuzieht 😣 .
Als wir im Camp ankommen und die untere Toilette aufsuchen, müssen wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel dort noch weiter gestiegen ist. Die Brühe in der Grube droht bald überzulaufen 🤢 und so meiden wir diesen Teil unserer Sanitäranlagen lieber….. Ein deutliches Zeichen, dass unterirdisch hier einiges in Bewegung ist, die Füße werden auch immer schneller nass, wenn man Richtung überschwemmte Wiese geht.
Und damit ich hier nicht nur von Grundwasser schreiben muss, öffnet der Himmel auch bald seine Schleusen 😮 . Schnell wird alles soweit möglich unter unser Sonnendach, das nun zum Regenschutz mutiert, gebracht. Das Abendessen (Simone?) wird auch eher ungemütlich bei der vielen Feuchtigkeit um uns rum, dazu kommen dann auch noch Donner und Blitz 😵 .
Als wir in den Zelten liegen, regnet und gewittert es immer wieder, und ich beobachte meine Wände und Nähte, wo langsam die Feuchtigkeit einen Weg zu mir ins noch kuschelige Innere sucht 😐 .
In der Nacht haben wir dann auch noch Hippo-Besuch, danke Tanja und Uwe für die Aufzeichnungen eurer Wildkamera (es ist zwar eigentlich erst am nächsten Tag, da kurz nach Mitternacht, aber ich nehm das trotzdem noch in dieses Kapitel mit rein). Das fliegende Ding in dem Filmchen finde ich ja fast noch interessanter als das Hippo. Ist das eine Fledermaus?
Und dass es regnet – wenn da auch gerade nicht stark – kann man auch erkennen. Oje, wie wird das morgen früh sein 😵 😐 😕 🙄 ??
13. Februar 2026: PLANÄNDERUNG 🤩 Von Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8) zum Khwai Guesthouse
Ich muss kurz zurückrudern zu gestern Abend. Beim Briefing wurde uns erklärt, dass wir morgen wie üblich das Camp abbauen, die liegengebliebenen Arbeiten vom Vorabend noch erledigt werden und wir uns dann wieder in Richtung South Gate begeben müssen und auf die Cutline nach North Gate abbiegen werden.
In Khwai ist ein Stopp beim Khwai Guesthouse geplant, um unseren Müll abzuladen. Danach soll es weitergehen über die Gravelroad nach Mababe zu der exklusiven Bushways-Campsite dort, auf die ich schon sehr gespannt bin. Dort sind 3 Nächte geplant, im Anschluss daran noch eine Nacht im Khwai Guesthouse vor dem Flug, wir wollen von Khwai Village aus am Morgen des letzten Tages direkt zum Flughafen Maun fahren.
Für heute Nacht hatten KD und DT die Plexiglas-Seitenwände schon ins Auto montiert, damit es nicht so nass wird im Innenraum, gestern Nacht, als es plötzlich anfing zu regnen, habe ich gehört, wie beide nochmal aufgestanden sind und die Wände schnell eingebaut haben. Da wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Arbeit die Beiden noch haben abgesehen von dem, was wir immer so mitbekommen. Da wird abends, während wir schon gemütlich im Zelt liegen, noch Brot gebacken, DT kehrt immer pedantisch die Fußräume des Autos aus, und so ist immer noch etwas zu tun 🙄 .
So, jetzt aber zurück zum Aufstehen 🤩 . Es regnet mal mehr, mal weniger, und wir versuchen, die Zelte so schnell wie möglich abzubauen. Logisch, dass sich meines ausgerechnet heute beim Zusammenrollen bockig zeigt 😈 😣 ! Erst beim dritten Anlauf fügt es sich so, dass es in die Tasche passt 😵 . Ich bin außen nass vom Regen, und von innen her klebt meine Kleidung vom Schwitzen durch die Anstrengung an mir 🤢 , nebenher jucken meine Stiche an den Beinen wie verrückt 😠 , Nässe und Schwitzen können sie gar nicht leiden... Über den ganzen Matsch und Dreck rede ich mal gar nicht…. 😗
Wir sehen alle ziemlich schlammig aus…. Das wird auch nicht besser, als wir helfen, das Schatten- aka Regendach abzubauen, wir suchen dann auch noch lange nach allen Haken, zwischendurch regnet es immer wieder und wir stehen mit den Füßen auch öfters mal im Wasser. Die Matten, die wir wie üblich auf den beiden Hüllen sammeln, sind natürlich auch nass, na das wird sicher eklig, wenn wir die dann wieder auspacken…. 🤢 Und unsere Taschen stehen natürlich auch in der Nässe herum, bevor sie in den Trailer, in den es auch reinregnet, geladen werden.
Wenn man der ganzen Sache irgendetwas Positives abgewinnen will, dann ist es die Tatsache, dass es wenigstens nicht kalt ist und wir keine klammen Finger beim Arbeiten haben (das kennen wir ja durchaus auch!) 🤪 !
Erstaunlicherweise sitzen wir bereits vor 7 Uhr wieder im Auto, der Trailer ist angekuppelt und los kann es gehen!
Unsere Sichtungen auf der Fahrt halten sich naturgemäß in Grenzen 😗 .
Das Gnu dagegen kümmert sich so gar nicht um irgendwelche Verkehrsregeln 😛 – lange läuft es stur vor uns auf dem Weg daher. Wir fahren langsam, weil wir es nicht stressen wollen, wundern uns aber schon, dass es nicht nach rechts oder links ins Gebüsch verschwindet. Da können diese Biester ganz schön dickköpfig sein!
Und dann ist da plötzlich eine "hyena on the mainroad" (dieses Mal eine echte) 🤩 😄 ! Und es sollte nicht die letzte auf dieser Reise sein!
Die anschließende Fahrt ist wieder sehr anstrengend, wir hangeln uns von Matschloch zu Matschloch 🙄 .
Die Umfahrungen wurden auch schon eine zeitlang nicht mehr genutzt oder wenn, dann nur von kleineren Fahrzeugen und so sieht sich DT ab und zu genötigt, Äste, die zu sehr im Weg sind, zu entfernen.
Bei einer solchen Aktion kreist plötzlich ein Flugzeug über uns, und zwar eine Piper Super Cub (Matthias erkennt sie sofort als eine, Heiko bestätigt dies später).
Diteko schaut hoch, lacht und meint, das sei jemand von Bushways, vermutlich Heiko. Im Nachhinein stellt es sich heraus, dass es Marc, einer der anderen Direktoren von Bushways war, der nach noch fahrbaren Strecken im Moremi gesucht hat (und nicht nach uns, wie wir zunächst mit einem Augenzwinkern vermutet hatten – frei nach dem Motto „Verschollen im Busch“ 🤪 ). Originalton von Heiko (ich liebe sein geschriebenes Deutsch) 🙂 : „war Marc, der sucht nach wege im MGR, die nicht geflütet sind“. (Seit kurzem hat Heiko das "ü" auf seiner Tastatur entdeckt 😄 !)
Manchmal steht man auch vor solchen Stellen und dann bleibt Diteko nichts anderes übrig, als den Rückwärtsgang einzulegen und eine Alternative zu suchen - grrrrrrr, das kann er ja gar nicht leiden!
Ja und dann, ca. 9.30 Uhr, fahren wir auf eine schwarze Wolkenwand zu 😊 .
Noch während DT überlegt, ob wir die Seitenwände einsetzen (zum Fahren waren sie am Morgen entfernt worden, weil man sonst sehr schlecht sieht bei eventuellen Sichtungen) oder noch abwarten wollen, beginnt es zu regnen. Schnell reinigt DT die Frontscheibe, bevor er sie hochklappt und die Scheibenwischer montiert, KD setzt die Seitenscheiben wieder ein – beide werden dabei schon ziemlich nass.
Was dann folgt, kann man am besten dem Video weiter unten entnehmen 🙄 . Es schüttet wie aus Kübeln, vor allem DT und KD und die erste Reihe bekommen sehr viel Wasser ab, aber auch in die anderen Reihen dringt es vor. Matthias meint irgendwann ganz trocken: "Im Dusty Donkey Café habe ich die Wettervorhersage angeschaut, das soll wohl jetzt mindestens drei Tage lang so weitergehen." Na toll 🤩 ! Heiko hat sich, als ich ein paar Stunden später Wlan hatte, auch dazu geäußert: „next few days there is a cyclone hitting us so might or might not be LOTS of rain“. Ich kann schon mal vorgreifen „might“ war richtig – „might not“ falsch 😗 !
Die Fahrt dauert ewig – normalerweise reißt man die ca. 30km vom South zum North Gate in etwa einer Stunde ab, so habe ich es schon zweimal in der Trockenzeit erlebt. Wir sinnieren unterwegs darüber, wie das wohl werden soll bei diesen Sintfluten, wenn wir in der Mababe Area auf einer Campsite mit NICHTS sitzen. Der einzige Schutz wird unser Regendach und das Auto sein.
Als wir am North Gate zur Kaffeepause und für das Paperwork im Office anhalten, gibt es zum Glück eine Regenpause.
Wir nutzen die Gelegenheit und versammeln uns zu einem Krisengipfel (danke Simone für das Foto!).
Ich spreche das aus, was mir schon die ganze Fahrt über durch den Kopf gegangen ist: Sollen wir vielleicht fragen, ob wir jetzt schon im Khwai Guesthouse unterschlüpfen können und Mababe Mababa sein lassen 😕 ? Und siehe da – wie meistens sind wir 9 Gestalten uns sofort einig 🤩 ! Niemand kann sich drei Tage im Regen irgendwo im Busch als Urlaub schönreden- und das, also Urlaub, ist es ja schlussendlich, was wir hier machen wollen.
Meine Aufgabe ist es nun, dies mit Diteko zu besprechen. Oweia, noch gestern Abend habe ich ihn gefragt, welche Touren von Bushways er am liebsten fährt, die Lodgetouren, die Fully-Serviced oder solche wie unsere. Seine Antwort ist ganz klar: so basic wie möglich! Dieses ganze Luxuszeugs ist nicht sein Ding. Ich nehme ihm das auch ab, er hat sich schon öfter so in dieser Art geäußert und es passt auch zu ihm, er ist sich für keine Arbeit und Staub und Dreck und Nässe und Matsch zu schade. Sicher wird es uns für Sissies halten, die wegen ein bisschen Regen kneifen….. 😊 😣
Aber nein, er meint, das sei eine sehr gute Idee, er glaube nicht, dass das Wetter sich schnell bessert und außerdem hätte er gehört, dass die weitere Strecke nach Mababe eine große Herausforderung wäre.
Gut, dann wäre das also auch geklärt. Er greift zum Handy (hier gibt es dank des Funkmastens ja Empfang) und telefoniert mit dem Khwai Guesthouse und dem Office, es gibt natürlich einiges zu klären. Wer weiß, ob sie nicht fully booked sind? Ich überlege schon anzubieten, dass wir auch zusammenrücken oder vielleicht unsere Zelte unter einem Dach aufschlagen könnten, als er uns mitteilt, dass – Überraschung, denn wer außer uns kommt wohl sonst noch auf die schräge Idee, zu dieser Jahreszeit dort Urlaub zu machen 😛 - das Guesthouse aktuell keine Buchungen hat. Entsprechend muss aber auch erst das Personal zusammengetrommelt und die Chalets gerichtet werden. Diteko ist sich nicht sicher, ob wir heute Nacht schon dort schlafen können, es könnte sein, dass wir doch erst zunächst nach Mababe müssen, aber er hofft auf das Beste. Wir fahren jetzt hin und schauen mal, wie die Lage ist.
Kaum sind wir wieder los- und über den vollen Khwai River gefahren, öffnet der Himmel erneut seine Schleusen. Gerade so, als wolle er unsere Entscheidung untermauern! Danke 😛 ! Wäre aber nicht nötig gewesen.....
Als wir im Khwai Guesthouse ankommen, werden wir von Virginia, der langjährigen Managerin dort, empfangen. Wir verstehen wegen des prasselnden Regens zwar kaum ein Wort, aber es scheint alles zu klappen, nur ein paar Chalets sind noch nicht ganz fertig!
Uff, das ist ja nochmal gutgegangen! Was das Ganze jetzt für unsere restliche Reise bedeutet - darüber werden wir später nachdenken… 🙁
Hier noch zwei kurze Videos, von der Fahrt nach Khwai und der Ankunft dort (und nein, das war nicht alles an Regen, was ich filmen konnte, das ist nur ein Bruchteil davon, aber ich wollte meine Kamera nicht länger der Nässe aussetzen)
Ich verspreche: im nächsten Kapitel gibt es wieder mehr Fotos und weniger Text - wir werden nämlich tatsächlich nachmittags einen Gamedrive in die Khwai Concession wagen 🤩 !
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 4507. Mai 2026
13. Februar 2026: Game-Drive am Nachmittag vom Khwai Guesthouse aus in die Khwai Concession
(Sorry, ich hatte im letzten Kapitel geschrieben, dass es jetzt mehr Fotos und weniger Text gibt - das klappt zunächst mal leider nicht 😣 )
In der Mittagspause beziehen wir nach und nach unsere Chalets, wir bekommen von Virgina erklärt, wie unser Aufenthalt hier abläuft, d.h. wir werden die Vorräte die wir noch haben bzw. die wir hier für den Rest der Reise übernommen hätten, vor Ort verbrauchen, können uns für Getränke aber auch aus der Bar bedienen (gegen Bezahlung natürlich). KD wird zusammen mit dem Team für uns kochen, Heiko hat berechnet, was wir zuzahlen müssen für die feste Unterkunft und ansonsten kennen wir uns hier ja auch schon ein bisschen von 2021 und 2023 her aus. Soweit ist alles gut....
Und wir sind natürlich auch einfach froh, im TROCKENEN zu sein 🙂 (auch wenn das Gelände schon teilweise unter Wasser steht und man ständig nasse Füße hat)!
Trotzdem beschleicht mich (und ich vermute, die anderen auch) ein gewisses Gefühl der Traurigkeit 🙁 . Unsere Campingreise ist ganz unvermittelt zu Ende gegangen 😮 . Heute früh, als ich mit meinem widerspenstigen Zelt gekämpft habe, wusste ich noch nicht, dass ich es nicht mehr wiedersehen würde 😵 . Sicher hätte ich sonst ein bisschen weniger über es geschimpft…. 😘 .
Überhaupt trifft mich die Erkenntnis, dass es nun keine einsamen Camps mit Fireplace und den nächtlichen Geräuschen im Zelt mehr geben wird, ziemlich tief ins Herz 🙁 . Unsere Elferkonstellation ist nun aufgeweicht durch einiges an Personal um uns herum, welches wir gefühlt eigentlich gar nicht brauchen. Was nicht heißen soll, dass sie nicht alle super nett sind und sich freuen, dass wir da sind und sie dadurch Arbeit haben! Aber so war es einfach nicht gedacht….
Was mich am meisten ärgert 😠 und auch traurig macht ist die Tatsache, dass ich die Campsite in der Mababe Area, auf die ich mich seit 2 Jahren gefreut habe, nicht kennenlernen werde. Als ich dies Heiko irgendwann später mal schreibe, bekomme ich eine für ihn typische Antwort 😛 :
Ich lass das jetzt einfach mal so stehen…. 😗
Damit wir nicht zu traurig werden, gibt es am frühen Nachmittag wieder ein heftiges Gewitter 🤩 , Simone hat zu dem Thema ein kleines Video gemacht (und nein, sie raucht nicht 🙂 , wir sind 9 Nichtraucher und Nichtraucherinnen - und DT und KD auch - die Aschenbecher stehen da außen so rum)!
Und man sollte es nicht glauben – frei nach Ditekos Glaubenssatz „You never know“, den Simone ja inzwischen auch verinnerlicht hat - scheint oh Wunder um 16 Uhr, als wir Richtung Khwai Concession aufbrechen, die Sonne 🙂 .
Hier sieht man den See vor dem Khwai Guesthouse, der in den folgenden Wochen nach unserem Aufenthalt noch für große Diskussionen und Probleme sorgen wird 🤨 , noch als kleine Pfütze. Aber keine Sorgen, ich werde sein Anwachsen teilweise dokumentieren 😎 !
Heute wie gesagt ist es noch kein Problem, durchzufahren, auch wenn er tiefer ist, als man denkt. Die Brücke, bzw. mit Durchlässen versehene Straße kurz hinter dem KGH ist noch klar als solche zu erkennen – auch dies wird sich noch ändern im Laufe der Zeit.
Wir biegen Richtung Gravel Road ab, Richtung Fluss (dort hinten irgendwo liegt das Sango Camp) sieht der Himmel noch recht dramatisch aus.
Diese Gabelracke sitzt gefühlt jedes Mal am Ortsausgang, wenn wir hier durchkommen, ich glaube, ich werde in den nächsten Tagen noch Fotos von ihr haben (oder zumindest von einem Familienmitglied…).
Wir kommen zur Brücke, die zum Airstrip führt. Sie wurde 2017 gebaut, als Khwai im März/April auch ziemlich unter Wasser stand (ich war damals auch in Botswana und wir konnten nicht in den Moremi fahren, sondern waren stattdessen drei Nächte auf Magotho) und ich habe die Sandsäcke vor dem Khwai Guesthouse von damals noch in Erinnerung. Diese Brücke wurde von den Guides nach Möglichkeit aber immer gemieden, weil sie zu schmal gebaut wurde und man höllisch aufpassen muss, nicht hängenzubleiben 😣 .
Da ringsherum alles geflutet ist, bin ich mir aber sicher, dass DT sie heute benutzen wird. Haha 😄 , weit gefehlt: der Weg durchs Wasser scheint immer noch der bessere zu sein.
Wir lassen die Brücke also rechts liegen,
machen eine kurze Boatcruise ans andere Ufer und stehen nun auf den Pfannen, die sonst immer staubtrocken sind. Ich erkenne „mein“ Khwai kaum wieder!
Mangels Superduperkatzensichtungen gibt es jetzt einfach ein paar Zebras 😛 , immerhin dekoriert mit Madenhacker und im Hintergrund einer Red Lechwe Antilope sowie Gänsen & Co.
Die nächste Sichtung ist mal wieder ein bisschen was nicht ganz so übliches: ein junger Sattle-Billed Stork
Zum Glück steht er anfangs schön frei vor uns, so sieht es nämlich aus, wenn er im Gras unterwegs ist 🤪 :
Dann gibt es noch einen Brown Snake Eagle, leider im Gegenlicht
Immer wieder geht es durchs Wasser - Diteko erklärt uns an manchen Stellen, dass es sich um Flusswasser handelt, das abseits des Flussbettes fließt.
Zwischendurch ein Tawny Eagle
Die Fänge von diesem Kerl finde ich sehr beeindruckend - da will man besser nicht reingeraten 😗
Und wieder Wasser..... auch wenn die Fotos vielleicht langweilig sind, aber ich will die Nässe, die hier herrscht, nicht unterschlagen.
Tja, und dann flitzt plötzlich eine kleine Hyäne durchs Gras - sie hat den roten Faden, der sich durch unsere Reise zieht, nämlich "Hyena on the mainroad" nicht ganz - nämlich etwa einen halben Meter daneben - verstanden, aber wir sehen es ihr nach, sie ist ja noch jung! 😉
Und hier beginnt mein Problem 🙄 😊 😵 : wir waren recht lange bei der folgenden Sichtung und entsprechend viel Foto (und Film-) material gibt es. Daher habe ich jetzt beschlossen, dass dies ein Extra-Kapitel gibt und wer keine Tüpfelhyänen mag und von meinen Bildern genervt ist, kann ganz easy das nächste Kapitel einfach übergehen! 🙂
Teil 4607. Mai 2026
13. Februar 2026: Game-Drive am Nachmittag vom Khwai Guesthouse aus in die Khwai Concession Tüpfelhyänen satt 🤩 !
Ich werde jetzt nicht zu jedem Foto etwas schreiben (das wäre dann 100 mal „Tüpfelhyäne“ 😉 ), sondern wenig bis nichts, aber hier mal die Rahmenbedingungen vor Ort:
Kurz nach der kleinen Hyäne sehen wir eine Erwachsene auf der Sandpad („mainroad“ wäre etwas hochgegriffen 😄 ) liegen. An sie angedockt nuckelt ein Hyänenkind vor sich hin.
Diteko fährt wieder weg und ich bin kurz sehr enttäuscht. Dürfen wir hier nicht stören oder was ist los, denke ich? Aber nein, er fährt uns nur in eine bessere Position.
So können wir jetzt etwas 20 Minuten lang (und ich meine, nur am Anfang war noch ein anderes Auto hier) in aller Ruhe beobachten, wie die drei kleinen Hyänen und ihre Mutter miteinander kommunizieren.
Das eine Kind liegt die ganze Zeit bei seiner Mutter und trinkt (ich weiß nicht, ob das normal ist, oder ob es krank oder schwach ist 😐 ), abgesehen von den kurzen Augenblicken, wo es von einem der beiden Geschwisterchen genervt wird und ganz am Anfang, als es bei unserem Anfahren hochschaut.
Beim Anblick der Mutter überlege ich mir, warum die Natur dieses leicht fiese Aussehen (was ja nicht zu ihrem Charakter passt) gegeben hat. Ein paar kleine Korrekturen am Kiefer und an den Lefzen, schon würde das ein wenig lieblicher aussehen 😎 .
Das Kleine wird hinten geputzt, während es vorne trinkt...
Diese beiden anderen Hyänchen haben nur Blödsinn im Kopf 🤪 . Mal wird schnell mit Mama geschmust, dann verschwinden sie im Gebüsch, so dass die Mutter ihren Kopf ganz schön verdrehen muss, um sie im Auge zu behalten,
unser Auto wird inspiziert und unsere Fahrspuren sind auch sehr interessant, natürlich wird man auch müde von so viel Quatsch, aber lange hält das nicht an. Vor allem ein Hyänenkind ist ständig damit beschäftigt, das andere zu beobachten und beim Ausruhen zu stören. Dafür macht es die ulkigsten Verrenkungen, einmal robbt es auf dem Bauch durch den Sand. Und natürlich muss auch zwischendurch getrunken werden – und sei es nur, um das andere Geschwisterchen zu ärgern.
Als sich dann wieder eines durchs hohe Gras davon macht, sehen auch wir unsere Zeit gekommen und fahren weiter.
Wer nun immer noch nicht genug hat von Tüpfelhyänen 😉 , kann sich noch ein paar kurze Videoszenen von ihnen anschauen:
13. Februar 2026: Der Rest des Game-Drives am Nachmittag vom Khwai Guesthouse aus in die Khwai Concession
Der Rest des Nachmittages ist schnell erzählt. Wir cruisen noch eine starke Stunde durch die Concession und sehen vor allem wasserbezogene Tiere und das Wasser selber 😄 !
Besonders freue ich mich über eine Familie von Southern Ground Hornbills (die haben jetzt nicht direkt etwas mit Wasser zu tun..... 😎 ) mit einem noch nicht ausgefärbten Jungvogel.
Und dann steht da plötzlich noch eine Hyäne, das ist aber eine andere (und sie hat das mit der Mainroad auch nicht kapiert 😛 ). Ich habe noch auf keiner Reise bisher so viele Hyänen gesehen 🤩 . Ich weiß nicht, ob das Zufall ist oder mit dem Wetter oder der Jahreszeit zu tun hat. Und es soll nicht die letzte dieser Tour gewesen sein!
Da es sich wieder zuzieht, bekommen wir auch keinen richtigen Sonnenuntergang hin. Aber egal, wir sind ja schon froh, wenn wir nicht nass werden!
Vom Rest des Abends weiß ich nicht mehr viel..... 😐 Vielleicht kann Simone ja noch etwas zum Essen sagen (und auch gerne mehr).
Nachts gewittert und schüttet es wieder 🤩 - es war wohl doch eine gute Entscheidung, auf das Campen bei Mababe zu verzichten 😗 .
Teil 4811. Mai 2026
14. Februar 2026: Game-Drive am Vormittag und am Nachmittag vom Khwai Guesthouse aus in die Khwai Concession
In der Nacht hat es – Überraschung 🤩 ! – wieder viel geregnet. Ich kuschle mich in mein trockenes Bettchen und bin nur so ein bisschen wehmütig wegen der verpassten Campsite in Mababe. Das würde aktuell wirklich keinen Spaß machen dort 🙁 .
Nach dem Frühstück brechen wir um 6 Uhr auf Richtung Khwai Concession. Die Pfütze nach der Brücke dient wenigstens für eine Spiegelung der Morgenstimmung 😛 .
Es sind noch viele Wolken unterwegs, die Luft ist voller Feuchtigkeit und stellenweise ist es neblig.
Plötzlich rennt von links eine Bachelor-Impala-Herde über den Weg. Wobei sie weniger rennen als springen! Die Spurwinged- Goose weiß gar nicht, wie ihr geschieht 🙄 !
Wir biegen wieder nach rechts ab – bei den Pfannen sieht es auch noch sehr mystisch aus.
Nach ein bisschen Rumgegurke ohne Sichtungen entdecken wir diese Verreaux’s Eagle Owl. Huh, einer meiner Lieblingsvögel 😘 ! Wie schön! Der Milchuhu ruft ständig und wir hören, dass ihm jemand antwortet.
Kurz darauf stehen wir vor der zurückrufenden Eule – wie toll ist das denn 🤩 !
Und nun haben wir die schönste Milchuhu-Sichtung ever. So nah und so lange stand ich noch nie bei diesem imposanten Greif! 20 Minuten können wir zusehen und zuhören (und ich finde, dafür sind es gar nicht sooo viele Fotos geworden…. 😗 ), wie sie mit dem Partner drüben auf dem Baum kommuniziert oder wie sie einfach nur dasitzt und wunderschön aussieht!
Diteko manövriert uns zwischendurch in eine noch etwas bessere Position, wobei ich schrecklich Angst habe, dass sie erschrickt und abfliegt. Aber nein, sie ist die Ruhe in Person! Auch als diese beiden Tauben vorbeifliegen, erschrickt sie zwar kurz, bleibt aber immer noch sitzen.
Erst als das Auto vom Sango Camp dazukommt, das Diteko angefunkt hat, beschließt sie, sich in die Lüfte zu schwingen (und natürlich wie alle Vögel auf dieser Reise von uns abdrehend…. 😐 .)
Also fahren auch wir weiter – ich streu ein paar Fotos ein, damit Ihr nicht denkt, wir hätten gar nichts gesehen, aber nicht zu allen muss ich was sagen….
Mal wieder eine Dwarf Bittern
Die Elefanten genießen das üppige Grün - trotzdem schade, dass wir sie dieses Mal nicht am und im Fluss in schönem Licht erleben können.
Den hatten wir auf dieser Tour meines Wissens noch nicht: Rufous-bellied Heron. Den namengebenden Bauch kann man nur erahnen!
Meyer’s Parrots – hatten wir die schon?
Three-banded Plover hatten wir glaub auch noch nicht, Foto nur für die Statistik, nicht zur guten Unterhaltung …. 😎
Und dann kommen wir zu einer Sichtung, die mir persönlich sehr gut gefällt.
Beim ersten Bild muss man sich erst ein bisschen eindenken - das soll eine große Zebramanguste mit einer kleinen sein:
Ich glaube, ich habe es schon erwähnt: ich liebe diese Fotos mit dem Gras davor 😉 !
Die nassen Zebramangusten sind sehr aufmerksam und neugierig.
Punkt 9 Uhr setzt dann endlich mal wieder Regen ein. DT klappt die Frontscheibe hoch und montiert die Scheibenwischer, langsam gewöhnt man sich daran.
Wir beobachten noch eine Weile Zebras beim genussvollen „scratchen“ (die Kratzbäume hier sind aber auch wirklich toll!)
und dann tuckern wir an viel Wasser vorbei
langsam zurück zur Brücke, die wir mal wieder links liegen lassen.
Bei der Anfahrt zum KGH kann man deutlich mehr Wasser als am Morgen erkennen.
Heute habe ich sogar ein Foto vom Lunch – daher weiß ich, dass es von KD gebackenes Krokodilbrot gab. Hab aber keine Ahnung, was dazu… 😕
Über Mittag schauen wir ein bisschen dem Regen beim Fallen und dem Wasser beim Steigen zu 😗 . Die Wiese vor unseren Chalets ist nun ziemlich großflächig überschwemmt, zur Lapa und zum Speise“saal“ kommt man nur noch durch Matsch und Wasser und endlich weiß ich auch, wozu die Schirme in den Chalets gedacht sind 😗 (die Fotos sind meines Wissens von Tanja und Elke, danke!).
Als wir um 16 Uhr wieder zum Gamedrive aufbrechen, ist es gerade mal trocken, aber alles andere als schön. Die Sichtungen sowie meine Fotografierlust halten sich auch dementsprechend in Grenzen.
Dieses Zebra scheint vor einiger Zeit mit dem Hals in eine Schlinge geraten zu sein 🙁 – es sieht allerdings so aus, als ob es dies gut überstanden hätte. Man will sich das Leid dieses armen Tieres aber nicht vorstellen… 😣
Hatten wir einen Striated (früher Green-backed) Heron schon?
Dies hier ist ein immaturer Roufus-bellied Heron
Immer wieder klatschen uns an bestimmten Stellen nasse Zweige ins Gesicht – bis Diteko genug davon hat und zumindest einen der Übeltäter mit seiner Machete entfernt 🤩 .
Und macht euch bitte keine Sorgen wegen Abholzung und so…. 😎 es wächst hier alles dicht zu, da wird noch der eine oder andere Weg wieder freigeschnitten werden müssen, ohne dass nachher viel fehlt.
Was gugsch du?
Hier führt unser Weg, den Diteko natürlich kennt 😄 , über eine riesige Wasserfläche, die sich an dieser Stelle normalerweise nicht befindet.
In dem kurzen Filmchen kann man erkennen, wie großflächig hier alles überschwemmt ist.
Drei Sichtungen gibt es noch, bevor wir uns auf den Heimweg machen:
Woolly-necked Stork (meines Wissens auch der erste hier im Bericht und vielleicht sogar eine Erstsichtung für mich)
Eine Herde Tsessebe mit Jungtieren, wir starren uns gegenseitig an.
Und zu guter Letzt noch ein Reedbuck, der erste auf der Reise (glaube ich zumindest).
Als wir mal wieder im Regen auf unsere Unterkunft zufahren, kann man – danke Simone für das Foto – deutlich mehr Wasser als noch am Mittag erkennen.
Das Abendessen war bestimmt lecker, was immer es auch war (Simone? 😕 ).
Immerhin kann ich mich noch daran erinnern, dass ich danach noch eine Weile am Feuer sitze (offensichtlich hat es da nicht geregnet) und mich angeregt mit Bruce, dem Assistant Manager unterhalte. Ihn hatte ich schon im Juni 2025 hier kennen- und als eine sehr angenehme und interessante Person schätzen gelernt.
Danach wate ich durch die nasse Wiese zu meinem Chalet 🤢 und bin froh, dass ich mich nicht um undichte Zeltnähte sorgen muss, denn nachts regnet und gewittert es wie gewohnt immer wieder.
Gute Nacht!
Teil 4914. Mai 2026
15. Februar 2026: Ausflug nach Magotho vom Khwai Guesthouse aus und eine erneute Planänderung 🤩 !
Um die in der Überschrift angedeutete Planänderung erklären zu können, muss ich ein bisschen zurückspulen. Und zwar zunächst etwa zwei Jahre: bei der Planung war mir schon klar, dass es bei schwierigen Bedingungen vielleicht nicht einfach sein wird, den Airport in Maun innerhalb ca. 4 Stunden von Khwai aus erreichen zu können und habe damit gerechnt, dass wir vielleicht sehr früh am KGH losfahren müssen. Oder eben dass es gar nicht möglich ist, aber diese Überlegung war seeehr theoretisch… 🙄
Wieder vorgespult auf den 13. Februar 2026 (übrigens Freitag, der Dreizehnte 😎 !): Als wir die Cutline zum North Gate hoch gefahren sind, habe ich schon gemerkt, wie viel länger wir dafür brauchen als sonst (ich bin das schon zweimal in der Trockenzeit mitgefahren). Und das war noch am Anfang der heftigen Regenfälle, die wohl u.a. durch einen Zyklon verursacht wurden.
Ich lade hier mal einen Videoclip von Uwe (danke!) hoch, in dem man auf der oben erwähnten Fahrt erstens hört, dass wir uns unsere gute Laune nicht so leicht verderben lassen 😄 und zweitens, was es über das Wetter in den kommenden Tagen (aus Sicht des 13. Februars) zu sagen gab [Matte: "Ich glaub, das ist das was gemeint war als ich in Maun nach dem Wetter geschaut habe, da stand am Freitag 95% (Regenwahrscheinlichkeit)!" Unbekannt: "Und weiter?" Matte:"Samstag und Sonntag gleich. Ab Montag wird’s wieder besser. . "] Daran anschließend kommt noch ein Videoclip von Simone (danke!) auch vom 13.2., in dem man sieht, welche Mengen es regnet. Und wenn man genau hinhört, hört man jemanden (war das vielleicht sogar ich 😕 ) sagen „We won’t reach the airport!“. Das war damals noch so ein bisschen als Scherz gemeint…. 😗
Nun spule ich weiter auf gestern, also den 14. Februar, vor, da hatte ich Diteko gefragt, was er denkt wie lange wir zum Airport benötigen. Hmmm, meinte er, mindestens 6 Stunden. In unseren Köpfen beginnt es da schon zu rattern: wir fliegen um 14.30 Uhr, d.h. man sollte am besten um 12 Uhr rum am Flughafen sein, dann hat man noch ein bisschen Luft. 12 minus 6 = 6. Also Abfahrt um 6 Uhr, viel früher geht nicht wegen Dunkelheit. D.h. wir haben nicht mehr sooo viel Puffer für die gesamte Strecke, auf der alles mögliche aktuell passieren kann 🙄 .
Aber gut, das war gestern 🙂 - mal schaun, was der heutige Tag so bringt. Zunächst hat die Nacht weiteren Regen gebracht 🤨 und entsprechend trüb sieht es aus, als wir losfahren.
Diteko will nach Magotho fahren und mal schaun, wie weit wir kommen bzw. was dort so los ist - Mababe haben wir uns schon lange abgeschminkt, spätestens nachdem gestern KD und noch jemand vom KGH in die Gegend vor dem Abzweig nach Savuti gefahren waren, wo ein Stück Straße komplett überschwemmt ist und dort jemanden aus dem Matsch gezogen und dann abgeschleppt haben 😵 .
Die zwei African Hawk Eagle sind fürs Protokoll, die hatten wir noch nicht.
Yellow-billed Kite
Yellow Blümchen 😛 (was ich so alles knipse... 🙄 )
Viel mehr gibt es nicht zu berichten…
Nach 1.5 Stunden sind wir am Abzweig rechts runter nach Magotho – normalerweise fährt man das in der halben Zeit. Aber die Strecke besteht eigentlich nur aus Pfützen, und so kann man kein konstantes Tempo fahren, sondern ist mal wieder nur mit Abbremsen, Überlegen, wo man durch- oder drumrumfährt und Beschleunigen beschäftigt… 😣
Ein paar Meter weiter in Richtung Mababe steht ein LKW, Diteko erkundigt sich, was das Problem ist und hilft mit Werkzeug aus.
Auf der einen Seite lassen wir uns auch hier nicht die Laune verderben, aber ein paar bedenkliche Blicke gibt es schon auch.
Und da wir hier nun alleine rumstehen, weil Diteko ja drüben beim LKW hilft, sprechen wir aus, was schon länger in unseren Köpfen kreist bzw. was auch in einigen Einzelgesprächen schon vorsichtig überlegt worden war. Wie sollen wir bei diesen Bedingungen – und es soll ja noch mehr regnen – übermorgen in einem halben Tag sicher zum Flughafen kommen 😕 ? Und was sollen wir bei diesem trüben, nassen Wetter eigentlich noch hier machen 😵 ? Wäre es nicht eine Überlegung wert, schon morgen abzureisen, in einem Hotel in Maun zu übernachten, und am Abflugtag noch gemütlich im Städtchen zu frühstücken und zu shoppen?
Nachdem wir uns soweit einige sind, dass dies wohl gar keine so schlechte Idee wäre, muss das Ganze natürlich noch mit Diteko besprochen werden. Der hüpft aber schnell ins Auto und fährt mit uns runter Richtung Dead Tree Forest, ohne dass wir Gelegenheit hätten, unsere Sorgen und Überlegungen anzusprechen. Das Krisengespräch ist also somit auf unbestimmte Zeit verschoben 😗 .
Dead Tree Forest steht übrigens aktuell komplett unter Wasser - es kam nach uns also alles noch viel schlimmer! 🤩
Die Sichtungen halten sich verständlicherweise in Grenzen und bei dem Licht macht das Fotografieren auch keinen großen Spaß.
Ich finde es allerdings spannend, diese Stelle mal in echt zu sehen, wo jemand beschlossen hat, ein neues Camp zu eröffnen und die Durchfahrt auf der besten Gamedriveroute am Khwai entlang zu verbieten. Darüber gibt es in verschiedenen Foren Diskussionen, angeblich rudert der Betreiber gerade zurück, wobei das Gebiet aktuell unter Wasser steht und das Rudern wohl gerade anderen Zwecken dient. Ich bin gespannt, wie das hier weitergeht… Man sieht übrigens, dass hier die Fahrspuren auch schon größtenteils geflutet sind.
Das Khwai-Quoten-Hippo schaut auch mal schnell aus dem Wasser
und wir bestaunen diesen Kill!
Diteko fährt dann noch ein bisschen an den Ablutions von Magotho
und an einigen Campsites vorbei
und verblüfft mich mit seinem extrem guten Gedächtnis. "Weißt du noch, Bele, als wir mit deinen Söhnen hier waren (das war 2017), als plötzlich der Löwe durchs Camp lief? " Und bei einer anderen Campsite: "Wisst Ihr noch, Matte, Simone, Elke und Bele, dort waren wir auf der Covid-Tour! " Was der noch alles weiß 🤩 – ich hätte die Campsites mit dem vielen Gras gar nicht wiedererkannt! Schon auch irgendwie schön, in alten Erinnerungen zu schwelgen…. 🙂 😘
Noch schnell zwei Vögele knipsen (den Southern white-crowned Shrike hatte ich meines Wissens noch nicht auf einem Foto, jetzt muss halt dieses schlechte für die „Liste“ herhalten)
und dann ist Kaffeepause bei trübem Wetter und ein bisschen ähnlicher Stimmung, denn wir wissen ja, was wir jetzt gleich besprechen müssen 🙁 .
Denn diese Pause nutzen wir, um Diteko von unseren Überlegungen in Kenntnis zu setzen. Er scheint auf der einen Seite überrascht, aber auch erleichtert, stimmt sofort zu und sagt, dass dies eine sehr gute Entscheidung sei 🙂 .
Ich habe später, als wir schon lange wieder daheim waren, mit ihm über diese Thematik geschrieben, hier sein „Rückblick“ dazu (ich hatte ihn auch gefragt, ob er denkt, dass wir es auch noch am Abflugtag pünktlich zum Flughafen geschafft hätten):
Die Lage hatte sich damals stündlich verschlechtert, es kam immer mehr Regen dazu und Diteko hatte natürlich auch von anderen erfahren, dass der Zustand der Pisten sich nicht verbessert hatte, sondern es im Gegenteil immer schwieriger wurde durchzukommen. Eine Sache, die dann am nächsten Tag tatsächlich noch passiert ist 😮 und uns noch mehr ausgebremst hat, konnte er zwar nicht wissen, aber die Möglichkeit dafür hatte durchaus die ganze Zeit über bestanden.
Aber zurück zu unserem Gamedrive ohne viel Game…. Wir machen uns auf den Rückweg nach Khwai, und als wir nach über einer Stunde anstrengender Fahrt nicht mehr weit von Khwai entfernt sind, stößt Diteko plötzlich einen Schrei aus 😮 und zeigt auf etwas vor uns auf dem Weg. Ja was hat uns das (Khwai)Universum als Trost für die Aussicht auf eine verfrühte Abreise denn da noch beschert 🤩 ?? Wilddogs 🙂 !
Erst einer,
dann zwei….
Sie sind sehr unruhig und ständig suchend in Bewegung.
Sie laufen auf uns zu, dann wieder von uns weg, schauen mal ins Gebüsch.
Der hier sieht aus wie ein Wilddog, wie ich sie kenne
Der hier mit den riesigen Ohren und seiner dunklen Maske finde ich sehr speziell, ein bisschen gruselig sieht er aus (und nein, ich grusele mich nicht vor Wilddogs).
Nach zehn Minuten Suche, in denen wir ihnen so gut wie möglich, aber so wenig störend wie möglich folgen, haben die Beiden ihren dritten im Bunde gefunden. Der hatte gerade ein Bad in einer Pfütze genommen und steht nun tropfnass neben ihnen.
Zufrieden ziehen sie nun gemeinsam los wieder zurück in Richtung Magotho, wo sie wohl „wohnen“ laut Diteko.
Auch wir fahren nun endgültig zurück Richtung Guesthouse, vorbei an viel Wasser, das immer mehr wird....
Die Khwai-Gabelracke wartet schon zur Begrüßung am Ortseingang.
Hier übrigens der angesprochene Schilderwald – schon ziemlich viel, was hier los ist…. 🙄
In der Mittagspause versucht Diteko alles mit dem Office in Maun wegen unserer Planänderung zu klären, was nicht ganz einfach, da Sonntag, ist. Er kommt auch bei mir im Chalet vorbei und erklärt mir die bis dahin bekannten Fakten, damit ich sie an die Gruppe weiterleiten kann. Wir werden in der Maun Lodge unterkommen, so viel ist schon mal klar, den Rest sieht man dann morgen.
Nun heißt es also packen und ein bisschen ausruhen – heute Nachmittag werden wir zu unserem letzten Gamedrive aufbrechen. Schon ziemlich traurig, dass unsere Reise nun so abrupt bzw. anders endet als gedacht 🙁 .
Teil 5019. Mai 2026
15. Februar 2026: Abschieds-Nachmittags-Game-Drive in der Khwai Concession vom Khwai Guesthouse aus
Bevor wir zum Gamedrive losfahren, knipse ich noch die Common Myna. Eigentlich gehört die ja gar nicht nach Afrika und schon gar nicht ins Delta (laut Roberts), aber inzwischen treiben die sich ja überall herum, ich habe sie auch schon in Savuti gsehen.
Übrigens ist mir zu der Wilddog-Sichtung heute morgen noch eingefallen, dass Wilddogs die Lieblingstiere von Diteko sind: “I love their social structure, it’s amazing how they support each other. For instance if one is ill or weak the rest of the pack nurse it back to health.” 😘
Bruce, der Assistant Manager und KD verabschieden uns zu unserem letzten Gamedrive in der Khwai Concession. Der Sonnenschein wird leider nicht lange anhalten 🙁 .
Wir verlassen das Guesthouse nach links und müssen wieder durch die Pfütze davor, die inzwischen deutlich größer geworden ist (danke Simone für das Foto). Was man nicht sieht, ist die Tatsache, dass sie auch sehr tief ist.
Aktuell ist es noch kein großes Problem, durchzukommen, aber das Wasser wird jeden Tag weitersteigen, Anfang März schreibt mir Heiko, dass sein Team Tag und Nacht kämpft, um das Wasser vom Khwai Guesthouse und vom Sango Safari Camp fernzuhalten.
Im Netz gab es genau von dieser Stelle Mitte März einige Fotos, leider hab ich den Namen des Fotografen gerade nicht mehr parat, könnte ihn aber bei Bedarf finden.
Hier der Blick in genau die Richtung, in die wir "eben" auch fahren, man kann das weiße Schild ganz hinten erkennen:
Links die Einfahrt zum KGH:
Direkt vor dem KGH:
und Blick in die andere Richtung:
Aber lasst uns im Bericht weiterfahren....!
Vorbei an dem Pied Kingfisher
und vorbei an viel Wasser, das hier noch ganz friedlich aussieht
müssen wir dann selber durch eben dieses…… Auch hier sieht man, dass es ganz schön viel mehr geworden ist seit dem letzten Mal! Inzwischen ist die Gravelroad an vielen Stellen komplett und über längere Strecken überflutet.
Am Rande der Straße = des Tümpels entdecken wir diese Schlange. Okay, es ist eher ein Schlängchen 😉 , auch wenn sie auf dem Foto richtig groß aussieht! Keine Ahnung, wie sie sich nennt….
Nachdem wir rechts in die Concession abgebogen sind, wird dieser Gamedrive zur Abschiedstour.
Zunächst taucht als Vertreter der Elefanten diese graue Eminenz auf
und möchte gerne etwas mehr Raum haben, um links abbiegen zu können (vielleicht hat er Angst, dass er auf dem Glibber ausrutscht und auf uns drauf fällt 😄 😎 ?) Nein, Diteko kennt natürlich die nötige Distanz, um Elefanten bei guter Laune zu halten und setzt kurz zurück.
Problem gelöst!
Auch ein „scratching“ Zebra lässt sich blicken, dieses Mal in niedlich klein und eher braun/weiß als schwarz/weiß.
Der immature Rufous-bellied Heron sitzt entweder seit gestern auf diesem Ast oder ist extra noch einmal eingeflogen, um uns zu verabschieden.
Viel Zeit nimmt er sich aber nicht für uns 🙁 .
Das Tree-Squirrel wartet am selben Termite Mount wie letztes Mal auf uns:
Das Wasser ist auch hier mehr geworden, wen wundert es…. 🙄
Waterbuck – den hatten wir tatsächlich schon länger nicht mehr! Und das mit diesem Namen..... 😗
Und dann haben wir auf einer großen Grasebene noch eine Hyänensichtung (not on the mainroad). Eine White-faced Wisteling-Duck fliegt über sie hinweg, während sie uns mit einer Art Lutscher im Maul beobachtet.
Der Lutscher ist ein Knochen, wie wir beim Näherkommen bemerken.
Es ist übrigens gar nicht so einfach, zu ihr hinzufahren, zwar ist Offroad in der Khwai Concession erlaubt, aber nicht immer empfehlenswert. Fast überall steht Wasser - heimtückisch unter Gras verborgen 😈 !
Bei Hyänens geht es nicht zimperlich zu, neben einer frischen Wunde auf dem Kopf kann man auch einige Narben erkennen.
Während wir dort stehen, gibt uns sogar ein Yellow-crowned Bishop noch ein letztes Mal die Ehre!
Ich glaube, Matte fotografiert dort auch noch eine Whydah, und zwar eine, die wir noch nicht hatten, ich bekomm sie aber gar nicht mit, weil ich irgendwo anderes hinschaue 😊 . Soweit ich weiß, wird Matthias vogeltechnisch noch einiges ergänzen, wenn ich mit dem Bericht fertig bin, aktuell ist er aber im Urlaub.
Tschüss Namaqua Dove!
Tschüss Southern Ground-Hornbills (der Junior war auch da, aber zu versteckt).
Tschüss Warthog, man könnte meinen, es steht noch von gestern hier!
Zu guter Letzt schauen wir noch beim Hyänenbau vorbei. Gestern war niemand zuhaus (oder gut versteckt), es ist also ganz und gar nicht selbstverständlich, dass man sie sieht. Zum Abschied haben sich aber einige versammelt, auch welche, die wir noch nicht kennen.
Beim Abfahren schaut uns noch eine aus dem Gebüsch nach….
Inzwischen hat sich der Himmel wieder zugezogen und es regnet bereits, als wir uns Khwai nähern. Zu dieser Wolkenwand muss ich wohl nichts sagen 🙄 – wir sehen auf jeden Fall zu, dass wir schnell ins Khwai Guesthouse zurückkommen.
Der Abend verläuft wie jeder andere: es gibt etwas Leckeres zu essen und ich weiß nicht mehr, was es war 🤩 😄 ! (Simone?)
Das Briefing für morgen ist denkbar einfach: Packen, Frühstück und dann Abfahrt. Die Aufgabe des Tages wird sein, einigermaßen problemlos nach Maun zu gelangen. Schaunmermal.... 🙄 😮 😗 😣
Teil 5124. Mai 2026
16. Februar 2026: Von Khwai nach Maun - Teil 1
Regen, Regen, Regen – inzwischen gibt es kaum mehr ein anderes Wetter… 🙄 Hier der Blick aus Simones Chalet:
Und hier aus meinem:
Ich muss für dieses Kapitel gleich vorausschicken, dass ich sicher nicht zu 100% vermitteln kann, wie dieser Tag für uns war, aber ich kann ja nicht einfach nichts schreiben… 😊
Von Anfang an war die Enttäuschung da, dass wir die Tour vorzeitig beenden mussten 🙁 .
Und dann kamen nach und nach die Herausforderungen der Fahrt dazu 🤩 . Abends in Maun haben wir alle gesagt, dass man niemandem beschreiben kann und es sicher auch niemand nachvollziehen kann, welche Emotionen im Spiel waren und wie wir uns gefühlt haben. Es gab so viel an Adrenalin, an Anstrengung, an Nässe, an Zweifeln, an Bewunderung für Diteko, Jubel, Ärger, auch mal Spaß zwischendurch und vor allem große Erleichterung 🤩 .
Wenn man sich die Bilder jetzt so anschaut, dann denkt man: naja, die sind eben durch viel Wasser und Matsch gefahren, fertig…. 😗 Wir 11, also auch Diteko und KD, werden diese Fahrt aber so schnell nicht mehr vergessen 🤨 !
Um 7 Uhr machen wir uns bei Regen - was sonst 😛 - auf den Weg.
Zum Glück müssen wir nicht nach links in das große Wasserloch abbiegen, sondern unser Weg führt uns zur North Gate Bridge. Auch hier steht das Wasser überall.
Und wenn man genau hinschaut, kann man bei Diteko bereits eine leichte Anspannung erkennen.
Er hat nun die große Aufgabe und auch die Verantwortung, uns und unser Fahrzeug sicher nach Maun zu bringen. Zum Glück haben wir durch die Planänderung einen ganzen Tag dafür – und ich greife schon mal vor: wir werden diese Zeit auch benötigen!
Die Fahrt auf der Cutline ist auf der einen Seite wie immer sehr eintönig, weil man außer Mopane rechts und links nichts sieht, auf der anderen Seite momentan extrem anstrengend, weil seit neulich, wo wir die Strecke nach Norden gefahren sind, noch viel mehr Wasser auf der Sandpiste steht.
Eine kleine Abwechslung sind die Bäumchen, die auf den Umfahrungen genau in der Mitte der Spur sprießen und von dem Toyota einfach runtergeklappt werden. Ich bin ziemlich sicher, dass sie hinten wie Stehaufmännchen wieder auftauchen! Das amüsiert auch Diteko, der bei jeder dieser Aktionen vor sich hinlacht 😄 !
Zum Glück haben Tanja und Uwe in der 3. Reihe noch ein selbsterfundenes Quiz auf dem Handy parat, Tom und Birgitta in Reihe 4 und Simone und ich in Reihe 2 (weiter kommt man auf Grund der vielen Nebengeräusche stimmlich nicht) geben uns jeweils als Team große Mühe, den Sieg davon zu tragen. Bis heute wissen wir nicht, welchem Team das gelungen wäre, denn irgendwann machen wir eine Ratepause und setzen das Quiz nie mehr fort. (@ die Langweilertruppe: vielleicht im August?)
Es ist aber auf jeden Fall eine sehr gelungene Abwechslung – danke dafür 😘 !
Kurz vor neun steigt Diteko aus, um die Strecke zu prüfen. So etwas geschieht sehr selten, denn normalerweise weiß er immer auf Grund seiner immensen Erfahrung und seines Vertrauens in seinen Landcruisers wo er langfahren muss.
Als er wieder einsteigt und sein treues Gefährt starten will, gibt dieses keinen Mucks von sich 😣 . Achneee, das wär’s jetzt noch, ein defektes Fahrzeug und dies noch soweit vom Ziel entfernt. Ich sehe schon vor meinem inneren Auge, wie Bushways uns mit Buschfliegern evakuiert (wobei ich nicht wüsste, wo sie landen sollten, aber träumen darf man ja…. 😗 ).
Während ich noch über diesen meinen neuen Plan nachdenke, steigt KD aus, öffnet die Motorhaube und fummelt ganz selbstverständlich mit einem Radkreuz (war es ein Radkreuz 😕 ?) an den Innereien des Toyotas herum. Ich vermute jetzt mal laienhaft, dass er auf unsere Zweitbatterie umgestellt hat….
Auf jeden Fall springt die Kiste wieder an 🙂 und weiter geht die wilde Fahrt 🤩 .
Als wir aus irgendeinem Grund wieder anhalten, macht Diteko automatisch den Motor aus und natürlich kommt uns das einzige Auto auf dieser Strecke genau in diesem Moment entgegen 🙄 .
Sorry, KD muss erst wieder mit seinem Zauberwerkzeug tätig werden, aber die anderen sind schneller und fahren auf dem Gras nebenan vorbei.
Diteko kriegt sich nicht mehr ein über seine eigene Dummheit , den Motor ausgemacht zu haben 🙄 und bittet uns laut lachend 😄 , ihn beim nächsten Mal daran zu erinnern.
Kurze Zeit darauf kommt uns tatsächlich noch ein Fahrzeug entgegen - und das ist Evans mit seiner Bushwaystour. Wir hatten ihn ja schon auf der Fahrt raus aus dem CKGR getroffen. Natürlich tauschen sich die beiden Guides über ihre Erlebnisse aus.
Als DT seinem Kollegen von unserer Fahrt nach Xini erzählt, bekommt Evans große Augen. Noch heute lachen wir über seinen Gesichtsausdruck, der eine Mischung aus Entsetzen und Bewunderung ist!
Er war mit seiner Gruppe die letzten beiden Nächte auf einer Mokorotour mit Übernachtung von Kaziikini aus und nun ist die ganze Ausrüstung durchnässt, da man bei diesen Ausflügen ja kein Fahrzeug+Trailer dabei und somit keine Möglichkeit hat, sich ins Trockene zu retten. Soweit ich es verstanden habe, haben sie nun auch umdisponiert, denn 3 Nächte Campen im Moremi, wie es der Plan vorsieht, scheint niemandem erstrebenswert. Sie werden vermutlich auch im Khwai Guesthouse übernachten. Da es nur wenige Touristen sind (drei der Insassen sind Bushwaysmitarbeiter), hätte die Anzahl der Chalets auch gereicht, wenn wir noch dortgeblieben wären.
Da Diteko den Motor diesmal nicht ausgestellt hat, können wir zügig (sofern dieses Wort bei diesen Pistenverhältnissen überhaupt angebracht ist 😉 ) weiterfahren und erreichen gegen 10 Uhr das South Gate. Vorher müssen wir noch durch die Matsch-Passage, in der wir auf der Hinfahrt steckengeblieben sind. Ich wundere mich, dass wir glatt durchkommen, aber KD klärt mich auf: kein Problem, in diese Richtung geht es leicht bergab an der schwierigen Stelle und daher besteht weniger Gefahr, sich festzufahren. Aaaaaajaaaa…..
Wir befinden uns nun in der Sankuyo-Concession, was am Wetter aber nichts ändert 🤢 .
Trotzdem versucht Diteko uns aus dieser Fahrt noch eine Art Game-Drive zu zaubern und hält für einige Motive in aller Ruhe an.
Auch hier gibt es immer wieder überschwemmte Passagen, und in einer solchen stecken zwei LKWs fest.
Diteko und KD steigen aus und unterhalten sich mit einem Fahrer. Als sie feststellen, dass er schon seit zwei Tagen hier festsitzt, gibt ihm KD ein paar Sachen aus unseren Vorräten ab (wir haben u.a. noch recht viel Obst übrig). Es fällt wirklich auf, wie hilfsbereit die beiden sind, ich kann mir gut vorstellen, dass hier schon einige Leute einfach vorbeigefahren sind.
Auf den Fotos sieht die Stelle harmlos aus, in dem Video weiter unten hat Uwe unsere Vorbeifahrt (und zwar links vorbei, rechts ist alles überflutet) gefilmt und so kann man den Zustand der Strecke etwas besser erkennen.
Um 12 Uhr benötigen wir dringend eine Pipi-Pause und halten mitten auf der Straße an – übrigens wollten wir nach unserem ursprünglichen Plan um diese Uhrzeit am Flughafen in Maun sein 🤩 , wenn auch einen Tag später, aber ich denke, da wären wir auch nicht schneller unterwegs gewesen.
Zurück zu unseren menschlichen Bedürfnissen: aus dem Pinkeln wird nichts, denn plötzlich kommt eine Hyäne auf uns zu 🤩 !
Ich finde das schon fast ein bisschen spooky 🙄 – seit unserer Zeit am Boteti ist „hyena on the mainroad“ ein running gag, und nun erleben wir ganz am Ende unserer Reise genau sie noch einmal! Da muss irgendjemand die Finger im Spiel haben 🤨 !
Die Hyäne ist eine Mischung aus neugierig und vorsichtig, läuft durch die Pfützen, verschwindet im Gebüsch, um kurz darauf wieder auf der Mainroad aufzutauchen und bietet sie uns so noch die Möglichkeit für ein paar nette Fotos (man ist inzwischen ja dankbar für alles!).
Diteko mahnt zum Aufbruch und so kann ich nur noch aus dem Auto heraus einen Schnappschuss davon machen, wie die Hyäne mit einer erbeuteten Maske, die am Straßenrand lag, im Gebüsch verschwindet… 😄
…nur um uns aus selbigem noch einmal nachzuschauen!
(Weiter geht es - aus Gründen der Übersichtlichkeit beim Fotohochladen- gleich im Teil 2 !)
Teil 5224. Mai 2026
16. Februar 2026: Von Khwai nach Maun - Teil 2
Wir sind immer noch in der Sankuyo-Concession und immer noch gibt es einiges zu sehen.
Zum Beispiel Büffel – mensch, die hatten wir auf der Tour ja noch gar nicht 🤨 !
Büffel können vor allem eines sehr gut: blöd aus der Wäsche zu kucken.
Dass sie ihren süßen Kälbern direkt auf den Kopf kacken 🤢 , das wusste ich bisher allerdings nicht und macht sie in meinen Augen nicht unbedingt sympathischer….
Noch ein bissle birden:
European Bee-Eater, die inzwischen wieder bei uns angekommen sind.
Leicht panisch wirkendes Red-billed Spurfowl.
Und dann eine Barn Swallow – ich kann mich nicht erinnern, diese jemals in Afrika fotografiert zu haben. Aber ich mag mich täuschen….
Ein Pärchen Knob-billed Ducks - ich mag die irgendwie!
Als das Gelände offener wird,
haben wir noch einmal die Gelegenheit, Wattled Cranes zu beobachten, zuerst ein erwachsener Vogel und ein noch nicht ganz ausgefärbter, dazu ein immaturer Saddle-billed Stork.
Wir stehen eine ganze Weile an dieser Stelle und beobachten die Kraniche in Ruhe.
Hier noch ein Familienfoto
Besonders freue ich mich über die Sichtung einer Gymnogene (African Harrier Hawk), auch wenn das Licht für diese Entfernung natürlich mies ist.
Der Greif ist nicht alleine, neben ihm sitzt ein Hornbill, irgendein LGJ und ein Burchell’s Starling.
Dieser ist allerdings nicht alleine, sondern es ist eine ganze Gruppe, die den African Harrier Hawk hasst.
Von allen Seiten wird er angegriffen, bis es ihm zu blöd wird und er zu einem anderen Totholz flüchtet.
Hilft aber gar nichts, die Stare lassen nicht locker.
Wir schauen und hören uns das Spektakel eine ganze Zeit lang an,
bis wir Richtung Kaziikini aufbrechen, wo wir Mittagspause machen.
Hier ist alles ausgestorben (bis auf einen Elefanten) - wen wundert es bei diesem Wetter!
Zum Glück regnet es gerade nicht, aber die nächste dunkle Wolkenwand zieht bereits wieder auf. Wir machen uns daher recht zügig wieder auf die Weiterfahrt.
Auf dem Weg zum Mawana Vet Fence begegnen uns die letzten Wildtiere.
Kurz vor dem Veterinärzaun (er befindet sich oben kurz nach der Anhöhe) sind es noch 20km bis Shorobe, wo dann die Teerstraße beginnt. Na, das ist ja überschaubar…. 🙂 🤪 ......(denkste.... 😗 😈 )
Als wir durch die Kontrolle durch sind, fahren wir wieder leicht bergab, die Senke vor uns wird von einem Altarm des Thamalakanes gebildet, der aber nicht mehr fließt. Trotzdem macht er aktuell riesige Probleme, denn an dieser Stelle sammelt sich besonders viel Wasser.
Es ist kurios, wie die Kamera die tatsächliche Situation von dort oben komplett falsch darstellt 🤩 .
Man denkt, dass man mit etwas Schwung sicher locker durch dieses Stückchen Matsch durchkommt. Diteko aber flucht bereits jetzt leise vor sich hin, dass er diese Stelle hasst 😠 – zu Recht, wie wir bald wissen werden 🙄 ! Es ist übrigens genau der Platz, an dem wir auf der Herfahrt einer Meinung waren, dass dort für uns als Selbstfahrer wohl Schluss gewesen wäre. Damals sind wir durch die Umfahrung auf der rechten Seite (von hieraus gesehen, dort wo das graue runde Schild steht) noch einigermaßen durchgekommen, auch wenn der Trailer sehr geschlingert und sich fast in den Bäumen verkeilt hätte.
Übrigens ist es gerade 14.30 Uhr, die Uhrzeit, an dem der tägliche Airlink-Flug nach Johannesburg startet. Hätten wir uns morgen erst auf den Weg gemacht, wäre er wohl ohne uns in die Luft gegangen.
Als wir näherkommen, erkennen wir das ganze Ausmaß des Problems.
Auf eben dieser Umfahrung, der einzigen aktuell, haben sich zwei Pick-Ups festgefahren, sie ist somit komplett blockiert. Diteko und KD steigen aus und sondieren die Lage, Diteko läuft dazu einmal quer über das Matschfeld 😮 .
KD löst unseren Spaten aus der Halterung und leiht ihn den Leuten am ersten Toyota.
Sie buddeln zwar gleich los, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie viel Erfolg haben werden.
Auf der Südseite stehen bereits Fahrzeuge und kommt nicht weiter, wir auf der Nordseite sind noch alleine.
Besonders hilfreich finden wir übrigens den Hinweis auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle 😎 :
Überall stehen und sitzen aber Menschen herum, auch bei den festgefahrenen Autos. In Sambia wäre hier jetzt sofort ein Pop-up-Verkaufsstand für Obst und Getränke eröffnet worden 🤪 .
Für uns stellt sich nun die Frage, wie wir hier durchkommen sollen. Diteko zögert nicht lange, für ihn ist klar, dass auf unserer linken Seite quasi auf dem Seitenstreifen eine neue Spur gebaut werden muss. Das Problem: es wachsen kleine Bäume und Büsche dort, so einfach durchfahren geht also nicht. Wir scheinen die Einzigen im Besitz von Werkzeug zu sein, KD packt die Axt und DT die Panga und legen mit der Rodung los - natürlich in Sicherheitsschuhen 😗 .
Viele der Wartenden schauen zu, statt mitzuhelfen, einige drehen der Arbeit demonstrativ den Rücken zu.
Unsere Männer packen aber kräftig mit an, das abgeholzte Material wird als Unterbau auf dem durchweichten Boden aufgebracht.
Birgitta sinniert unterdessen, dass es eigentlich Zeit wäre, dass sich das Straßenbauamt Maun der Sache annimmt 😗 . Sie erntet natürlich lautes Gelächter 😄 , das noch stärker wird, als aus einem Fahrzeug Menschen mit gelben Arbeitshosen aussteigen. Allerdings machen sie nicht den Eindruck, als ob sie zum Mithelfen hier sind…..
Als Diteko mit der Strecke zufrieden ist, holen wir unsere Rucksäcke aus dem Wagen und begeben uns ans Ende der Ausbaustrecke….
Ich bin sehr erstaunt, dass ich diese einmalige Gelegenheit nicht (wie in Sambia eigentlich immer) nutze, auszurutschen und im Schlamm zu landen 😮 ! Das wär’s noch gewesen… 🤪
Inzwischen sind auf beiden Seiten des Matschgebietes weitere Fahrzeuge aufgetaucht.
Eines davon ist vom Khwai Community Trust und der Schlaumeier am Steuer meint, sofort die neue Strecke testen zu wollen. Er rollt Diteko, der sich zu Fuß zu seinem Fahrzeug auf den Weg macht, langsam hinterher, was zu einem allgemeinen Aufruhr führt. 🤩 😈
Gerechterweise muss man sagen, dass das Fahrzeug erst angekommen ist, als die Strecke schon fertig war, von daher wusste der Fahrer vermutlich nicht, wer das Recht hat, als erster zu fahren (wobei man auch mal fragen könnte, bevor man Gas gibt). Dies wird ihm aber mit lautem Gebrüll von Diteko (so laut und aufgebracht habe ich ihn noch nie erlebt 🙄 )und einigen anderen klar gemacht, auch wir mischen uns ein und stellen uns als Straßensperre vor das feindliche Fahrzeug!
So kann Diteko dann zu seiner Heldenfahrt ansetzen, die laut bejubelt wird.
Davon habe ich keine Fotos, weil ich - wenn auch ziemlich wirr, wie man nachher im Video sehen wird - gefilmt habe, auch das oben erwähnte Fahrzeug...)
Ohne Probleme, wenn auch mit ein paar Ästen im Schlepptau, kommt er bei uns auf der Südseite an.
Kaum ist die Spur frei, düst der Wagen des Khwai Community Trusts los, Matte bekommt von ihm noch beinahe eine Matschdusche ab 🤩 .
Danach testen die beiden Autos aus dem Norden die Strecke – und wie Uwe in dem Video auch sagt: wir fragen uns, wie lange sie wohl hält….
KD und Diteko sammeln noch ihre Werkzeuge ein und dann können wir uns auf unsere letzte Etappe nach Maun machen.
Hier ein paar bewegte Bilder von unserer Fahrt ab Khwai bis hierher:
Übrigens gab es in den Tagen danach folgende Fotos auf Facebook zu finden (leider kann ich nicht mehr sagen, von wem sie waren...). Besser wurde es hier in der kommenden Zeit sicher nicht, zumal weiterer Regen folgte.
Um 16.30 Uhr endet die Gravelmatschroad bei Shorobe. Zeit für einen weiteren (Zwangs-)Stopp, denn die Reifen müssen für das letzte Stück auf Teer (mit vielen Potholes) nach Maun aufgepumpt werden.
Auf diese letzte Stunde ist noch sehr anstrengend für Diteko zu fahren, es ist wirklich unglaublich, wie sicher und schon fast elegant er dieses Riesengefährt inklusive Anhänger stundelang durch Matsch, Wasser und Schlaglöcher gelenkt hat 🤩 !
In der Maun Lodge kommen wir so gegen 17.30 Uhr an. Wir sind alle ziemlich kaputt und aufgewühlt, aber den Hauptjob hat natürlich DT gemacht, der sich sichtlich erschöpft mit glasigem Blick (und der kommt nicht vom Abschiedsschmerz 😐 ) von uns verabschiedet.
Wir vereinbaren mit ihm noch schnell die Abholzeit für die Fahrt zum Flughafen morgen und checken dann ein. Zum Glück hat Matthias die glänzende Idee, dass wir morgen nicht hier im Hotel, sondern im Dusty Donkey frühstücken werden, und so zahlen wir auch nur die Übernachtung. Wir sind alle in einem Gebäude auf einem Stockwerk untergebracht und nach einer schnellen Dusche versammeln wir uns bei Matthias im Zimmer für unseren letzten GinTonic, denn den lassen wir uns auch oder gerade in so einem Moment natürlich nicht nehmen 🤪 !
Auf 19 Uhr haben wir einen Tisch reserviert, das Essen ist sosolala, aber ich glaube, das war heute für niemanden DER Aufreger des Tages 😉 !
Erschöpft fallen wir uns unsere Betten, ich mache die Augen zu und sehe ein Matschloch nach dem anderen vor meinem inneren Auge, durch die bzw. an denen vorbei wir uns schaukelnd und rumpelnd quälen…. 😊 .
Gute Nacht!
Teil 5331. Mai 2026
17./18. Februar 2026: Frühstück in Maun, Abschied und Heimreise
Vorab: viele der Fotos heute sind nicht von mir, sondern von Simone, Tanja, Birgitta und KD (wen hab ich vergessen?) - danke dafür!
Statt im Landcruiser von Khwai nach Maun zu rumpeln gehen wir es heute durch unsere Planänderung ganz gemütlich an (auch wenn es kurz noch einmal ungemütlich wird 😐 ).
Wie besprochen wollen wir nicht im Hotel frühstücken, sondern im Dusty Donkey (DD), es gibt Traditionen, die – so jung sie auch sein mögen 😗 – gewahrt werden müssen 😉 .
Eigentlich haben wir vor, mit ein paar Taxis in die Stadt zu fahren, aber – ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf die Idee gekommen bin – ich frage an der Rezeption, ob sie uns die Taxis eventuell bestellen können, obwohl ich doch seit letztem Juni überzeugte „Taxi-Stopperin“ draußen an der Straße bin (mein süßer Taxifahrer von letztem Jahr ist übrigens gerade in Orapa und kann uns daher nicht chauffieren). Die Dame an der Rezeption meint, das sei nicht nötig, es gäbe einen kostenlosen Hotel-Shuttle in die Stadt und zurück, sie müsse nur kurz schauen, wann der nächste fährt. Okay, cool – das machen wir natürlich so, und schnell trommle ich die Truppe per Whatsappgruppennachricht zusammen, wenig später sind wir dann schon mitten in Maun.
Ahhhhh….. ich könnte jeden Tag dort essen gehen!
Unser Frühstück gestaltet sich unerwartet kompliziert, da es einen längeren Stromausfall im Ort gibt und unsere Speisen zunächst nicht zubereitet werden können. Zum Glück haben wir einigermaßen viel Zeit – mit dem Shuttlefahrer haben wir 10.15 Uhr als Abholzeit vereinbart. Schlussendlich – nachdem ein Generator angeworfen wurde – bekommen wir alle unser leckeres Frühstück (das teilweise eher einem Brunch gleicht).
Danach schwärmen wir in Kleingruppen zum Shoppen aus.
Ich bin ja bekannterweise nicht die große Shopping-Queen und erstehe nur eine Tüpfelhyäne aus Perlen als Schlüsselanhänger – das passt perfekt zu unserer „hyena on the mainroad“!
Um 10 Uhr stehe ich daher schon draußen vorm DD, wo wir abgeholt werden sollen.
Und zack: schon fährt der Shuttle vor. Natürlich sind die anderen noch nicht da und daher sage ich dem Fahrer, dass wir ja auch erst 10.15 Uhr vereinbart haben. So schnell wie er wieder wegfährt, kann ich gar nicht kucken 🤩 ! Ups, so war das nicht gemeint….. es sollte nur eine Erklärung dafür sein, dass ich noch alleine dastehe. Das Dumme an der Sache: er hat wohl statt fifteen fifty verstanden (und ja, ich habe es richtig ausgesprochen, aber er muss wohl gedacht haben, wegen ein paar Minuten wird die doch nichts sagen... und nochmal ja, ich denke inzwischen auch, dass ich am besten die Klappe komplett gehalten und mir jeglichen Smalltalk verkniffen hätte, um diese ungemütliche Situation zu vermeiden 😊 🙄 ).
Vermutlich deshalb taucht er dann zur vereinbarten Zeit nicht auf. Nun kommt zum ersten Mal auf der Reise ein bisschen Unruhe auf, manche wollen eh noch weiter einkaufen und dann mit einem Taxi nachkommen, ich würde gerne ins Hotel und noch duschen, und anderen geht es ähnlich. Wir versuchen, das Hotel vom DD aus anzurufen, die meinen lapidar, dass der Fahrer schon kommen wird. Jemand läuft zum Flughafen hoch, weil wir überlegen, ob er wohl dort rumsteht und wartet, oder ob wir ihn vielleicht sogar dort haben fahren sehen? Naja, es wäre ja wirklich unheimlich, wenn alles auf dieser Reise zumindest in Sachen Pünktlichkeit wie geschmiert geklappt hätte 😗 .
Um 10.50 Uhr biegt der Shuttle dann wieder auf den Randstreifen ein 🙂 , nachdem wir die ganze Zeit Ausschau nach ihm gehalten haben und kurz davor waren, uns ein Taxi zu nehmen. Okay, viel Zeit haben wir jetzt nicht mehr, um fertig zu packen und zu duschen, aber ist auch nicht tragisch.
Für unseren letzten Shuttle der Reise versammeln wir uns im Foyer des Hotels und sind kurz etwas irritiert, als statt Diteko und KD plötzlich Gare (spricht man übrigens nicht „Gär“, sondern Chchcharrrre aus – wie Chchchabarrrron/Gabarone oder Xhumachchcha/Khumaga) und eine andere Mitarbeiterin aus dem Bushways Office vor uns steht.
Aber alles gut, die beiden Männer sind unterwegs, Gare wollte nur mal Hallo sagen und hören, wie es uns so ergangen ist (einen Teil hatte sie ja schon mitbekommen wegen der Umbucherei von unterwegs aus). Na das ist ja wirklich nett 🙂 , ich freue mich sehr, sie nach meinem kurzen Besuch letztes Jahr im Office wiederzusehen, zumal sie ja die Person ist, mit der ich immer am meisten und längsten in Sachen Planung zu tun habe.
Bald tauchen auch Diteko und KD mit dem Bushways-Shuttlebus auf und bringen uns zum Flughafen.
Nun kommt der schlimmste Teil der Reise: Abschiednehmen 🙁 . DT lässt uns direkt beim Eingang raus und sucht mit KD einen Parkplatz, um sich in Ruhe von uns verabschieden zu können.
Während wir im Eingangsbereich nach dem Einchecken die blöden Formulare ausfüllen, tauchen die beiden auf und DT bittet uns, Elke, die irgendwo in der Halle herumschwirrt, herbeizurufen. Dann baut er sich vor uns auf und zieht – tata - sein Hosenbein hoch, um uns zu zeigen, dass er die selbstgestrickten Socken von Elke anhat. KD zögert nicht lange, und entblößt ebenfalls sein Bein - und dann dürfen wir einen total verblüfften Guide erleben 🤩 😮 ! Das sollte SEINE Überraschung für Elke und uns sein 🤩 , er hatte keine Ahnung, dass KD mit derselben Idee heute früh auch die Socken anzog!
Die beiden kriegen sich kaum mehr ein vor Erstaunen und Lachen 😄 😄 😄 und uns geht es ähnlich, wobei sich bei uns Neunen auch viel Rührung daruntermischt. Diese Wertschätzung des Geschenks ist so schön 😘 und ich muss schwer aufpassen, dass nicht jetzt schon die Tränen fließen. Lange lässt sich dies aber sowieso nicht mehr hinauszögern, vor dem Flughafengebäude übergeben wir DT und KD unsere Trinkgeldumschläge, deren Rückseite Uwe F. mal wieder verziert hat, die Vorderseiten sind vollgeschrieben mit unseren Danksagungen (die aber unter uns bleiben).
Und dann ist es soweit, Diteko hält seine Abschiedsrede und Taschentücher werden gezückt 🙁 🙁 🙁 . Nochmal alle drücken - und dann heißt es endgültig "good bye"! Ob es ein Wiedersehen geben wird 😐 ? Wir wissen es nicht… 😕 😵 🙁
Tanja und ich müssen uns tröstend umarmen, die Fotos macht KD von uns im Weggehen, ihm gehen diese Abschiede auch immer sehr nahe. Birgitta muss mir mehrere Taschentücher leihen (= schenken), da meine mal wieder irgendwo, aber nicht griffbereit sind.
Zur Ablenkung gehen wir noch ein bisschen shoppen
und ich bin wirklich sehr glücklich, als ich mir endlich so ein blau-weiß-schwarzes Botswana-Armbändchen gekauft habe. Warum bin ich da nicht schon früher draufgekommen? Danach finde ich sogar noch eine Brillenkette in den botswanischen Farben, die ich sofort an meiner Brille befestige, was mir ein tröstliches Gefühl gibt.
Als ich bei der Passkontrolle dann von der Dame am Schalter nach einem Blick auf mein mit Brille und Kette „geschmücktes“ Gesicht mit einem freundlichen „Hello Mrs.Botswana“ begrüßt werde, kann ich schon wieder lachen 🙂 . Vorher sind wir übrigens noch im The Duck direkt am Flughafen etwas trinken, es ist dort aber recht voll und ein bisschen ungemütlich – kein Vergleich mit dem Dusty Donkey.
Bis Johannesburg fliegen wir wieder alle zusammen, und dort ist ein gemeinsamer Besuch des Mugg & Beans quasi Pflicht, da eine schon etwas ältere Tradition 😎 🙂 .
Danach trennen sich unsere Wege, aber wir werden uns – im Gegensatz zu Diteko und KD 🙁 🙁 – in absehbarer Zeit ja wiedersehen.
Matthias und ich fliegen wieder über die Schweiz, nach der Zwischenlandung dort schicke ich Sam (kalachee) kurz „Grüße aus Zürich“, worauf er sofort antwortet. Warum auch immer haben wir uns nur über unseren Hinflug und ein mögliches Treffen dabei unterhalten, der Rückflug war nie ein Thema gewesen 🤨 . Nun stellt sich heraus, dass er für unseren Weiterflug nach Stuttgart verantwortlich ist und er versuchen wird, uns vor oder in der Maschine noch einmal zu sehen (auch wenn er einen Kollegen dabeihat, den er einlernen muss). 🙂
Gesagt – getan: als wir über die gläserne Fluggastbrücke Richtung Flugzeug gehen, steht er schon unten, winkt und kommt dann über den „Lieferanten“-Eingang direkt zur Flugzeugtür, wo wir ganz schnell die wichtigsten Neuigkeiten austauschen und uns noch einmal umarmen!
Auch wenn wir noch nach Stuttgart fliegen müssen, schließt sich für mich hier der Kreis - was für ein schöner und auch stimmiger Abschluss unserer spannenden und emotionalen Reise 😘 🙂 .
Ein Fazit folgt alsbald!
Teil 5431. Mai 2026
FAZIT
Bevor ich es am Ende vergesse: vielen Dank an alle, die hier mitgelesen, kommentiert und den Dankebutton gedrückt haben 😘 ! Es war mir ein Vergnügen und oft auch die nötige Motivation!
Ein Fazit ist vermutlich nie vollständig, mir fallen bestimmt noch viele Dinge ein, die ich noch sagen wollte, aber ich versuche es jetzt einfach mal:
Unsere Unterkünfte waren toll 🤩 , Tuli Wilderness ist zu 100% eine Empfehlung (sehr netter Kontakt mit Julie, der Inhaberin), Bushways sowieso! Auch wenn wir die Route am Ende des Tages nicht ganz so fahren konnten wie geplant, fand ich sie nahezu perfekt.
Die Jahreszeit: uns war von vornherein klar – auch wenn vor 2 Jahren diese außergewöhnliche Regenzeit 2025/26 nicht abzusehen war – dass wir Probleme bekommen könnten. Auch vor der Hitze hatten wir Respekt. Unsere Planänderungen waren schade, aber notwendig und von der Kraft der Natur bedingt. Wie Elke auch schon geschrieben hat, hatten wir ja eigentlich zwei Wochen lang tolles Wetter, viel besser als erwartet. Ja, es war sehr warm, aber es hat nachts abgekühlt (ganz anders als in Sambia), was sehr angenehm war.
Diteko und KD: Für mich war es die 6. Tour mit Diteko als Guide und die dritte mit KD als Campchef. Ein tolles Team, ich mag Ditekos eher trockenen Humor und seine ganz besondere Ernsthaftigkeit. Mir ist das lieber als jemand, der meint, von morgens bis abends Späßchen machen zu müssen. Seine „Lache“ in besonderen Situationen ist großartig, ich ärgere mich, dass ich sie nie aufgenommen habe, dann könnte ich sie mir immer vorspielen, wenn ich mal schlechte Laune habe. Seine Fähigkeiten als Guide, Fahrer und Rundumbetreuer sind unschlagbar, ich habe mich immer sicher bei ihm gefühlt. Am Tag der Arbeit wurde er übrigens von Bushways geehrt, ich denke, das spricht für sich!
KD, unser Sonnenschein, immer fröhlich, immer gegenwärtig, immer hilfsbereit, ein toller Koch. Und ein Seelchen, er leidet immer sehr bei den Abschieden (willkommen im Club 🙁 😣 ) und nimmt – wie auch DT - in unregelmäßigen Abständen per Text- und Sprachnachrichten immer wieder Kontakt mit uns auf.
Die beiden zusammen sind ein perfekt aufeinander eingespieltes Team und harmonieren auch sehr gut, soweit ich das beurteilen kann.
Mit dem Begriff „Freundschaft“ bin ich sehr vorsichtig, dazu braucht es für mich dann schon mehr als ein paar gemeinsame Reisen, aber wir, also die Touris und DT+KD, sind im Laufe der Jahre auf jeden Fall sehr zusammengewachsen, sind ein gutes Team und wir hören von Beiden immer mal wieder, dass unsere Beziehung für sie schon über eine normale Touristenbekanntschaft hinausgeht – was wir umgekehrt natürlich genauso empfinden. KD: „I have a problem when i think of you guys and looking at pictures, feel sad or far away from my family, I saying this because to me and DT we no longer call you a guest, we are family. Anyway it's life, we will see each other again, have a good afternoon miss you guys, always in my mind.“
Die Extremsituationen auf dieser Tour haben sicher dazu beigetragen, dass das Band zwischen uns noch enger geknüpft wurde.
Was hat mir diese Reise gegeben? Sie hat mich auf jeden Fall meinem Wunsch, Botswana in all seinen Facetten und damit auch zu allen Jahreszeiten erleben zu dürfen, einen Schritt nähergebracht. Begeistert bin ich noch heute von den unzähligen Vögeln, die unterwegs waren und insgesamt von dem pulsierenden Leben zu dieser Zeit. So habe ich mein Lieblingsland noch nie erlebt! Da ich das große Glück habe, schon viele der „besonderen“ Sichtungen erlebt zu haben, ging es mir nicht um den x-ten Löwen und Leoparden, sondern um das Gesamtkunstwerk. Und das habe ich bekommen! Dazu gab es einige sehr spannende Neusichtungen und Erlebnisse, die ich natürlich nicht missen will! Womit ich nach wie vor ein kleines Problem habe ist das viele Grün! Vor Ort war das sehr stimmig, auch weil dort ja auch noch die Gerüche und Geräusche dazu kamen, beim Fotosichten daheim vermisste ich dann aber doch ein bisschen das „Staubige“! Wobei mir die Herausforderung, zwischen Halmen hindurch ein Tier mit der Kamera zu erwischen, durchaus Spaß gemacht hat und ich die Blümchen auf den Bildern liebe.
Fasziniert hat mich auf dieser Reise, wie uns die Natur die Grenzen aufgezeigt und Botswana sich uns an manchen Stellen einfach verweigert hat. Von meinem älteren Sohn habe ich vor einiger Zeit das Buch „Unverfügbarkeit“ geschenkt bekommen und auch wenn es darin um wesentlich komplexere Zusammenhänge und Sachverhalte geht, spricht der Klappentext für mich in Bezug auf diese Tour eine deutliche Sprache: "Unablässig versucht der moderne Mensch, die Welt in Reichweite zu bringen. Dabei droht sie uns jedoch stumm und fremd zu werden. Lebendigkeit entsteht nur aus der Akzeptanz des Unverfügbaren."
Übrigens auch ein Grund, warum ich inflationäre Drohnenaufnahmen nicht mag – sobald man nicht mehr mit der Kamera in der eigenen Hand und auf den eigenen Beinen unterwegs ist, fühlt es sich für mich ein bisschen wie eine Grenzüberschreitung an, eine zwanghafte Art, Verfügbarkeit zu erreichen. Natürlich finde ich diese Anblicke auf den Fotos auch faszinierend, aber für mein Empfinden würden der Menschheit auch ein paar wenige Aufnahmen von Profis genügen. Der Anblick von Touristen, die mit ihren „Spielekonsolen“ vorm Bauch in der Einsamkeit Afrikas stehen und ihrem Flugobjekt nachschauen, fühlt sich für mich falsch an (von dem ekelhaften Geräusch mal ganz abgesehen… 😣 ).
Aber ich schweife ab 😗 ! Solche Belästigungen hatten wir natürlich nicht und auch generell wurden wir in Ruhe gelassen, denn außer uns war kaum jemand unterwegs, so wie wir es uns ja auch gewünscht hatten. Wobei wir für ein paar mehr befahrbare Strecken gerne ein bisschen Menschenmasse in Kauf genommen hätten 😎 . Aber siehe oben….
Noch eine kleine Erkenntnis hat mir die Reise geliefert (bzw. hat mir das nochmal bestätigt, eigentlich wusste ich es schon): ich fühle mich beim Zelten auf einer einsamen Campsite mit Essen vom Holzfeuer wohler als in den festen Unterkünften mit teilweise sehr aufwändig zubereitetem und präsentiertem Essen. Auch hier muss ich noch einmal das Wort „stimmig“ verwenden. Und nein, es ist nicht so, dass ich nicht gerne gut und auch mal fein essen gehe und dabei gerne aufmerksam bedient werde, aber dafür muss ich doch nicht ins südliche Afrika und schon gar nicht nach Botswana reisen. Dort habe ich definitiv andere Prioritäten und möchte die gerne auch ausleben. Von daher spüre ich eine leichte Traurigkeit, dass uns 3 Nächte Camping verloren gegangen sind… auch wenn es sich vor Ort in einem richtigen Bett und einem Dach über dem Kopf schon besser angefühlt hat 😉 .
Worüber habe ich noch gar nicht gesprochen? Genau – über die Langweilertruppe 🤩 . Und da will ich dieses Mal auch gar nicht viele Worte verlieren, ich hoffe, das Video weiter unten spricht für sich 😗 🤪 !
Die Vorgeschichte dazu:
An Heiligabend schickt Tom diese Nachricht in den Gruppenchat.
Beim Anhören der Audiodatei bin ich zunächst verwirrt 😐 : Echt, es gibt noch eine Langweilertruppe außer uns und sogar einen Song über diese 😕 ? Wow 🤩 ! (Da merkt man mal wieder, wie naiv und gutgläubig ich bin 😛 🤪 !)
Und plötzlich tauchen da unsere Namen auf 😮 ! Das geht ja wohl nicht mit rechten Dingen zu 😵 – und genau, KI hatte ihre Hände im Spiel 😄 . An dieser Stelle nochmal tausend Dank an Birgitta und Tom für diese tolle Überraschung 😘 !
Kurz darauf erscheint dann diese Nachricht von Matte im Gruppenchat:
Ich sag nur: challenge accepted! 😄 (Aber erwartet nun bitte keine Diashow mit tollen Tier- und Landschaftsfotos…es ist eine Hommage an uns 😊 🤪 )
AnSilvia (Nacho), Friederike (CuF), Anke (Franleann), Berti-Betti (Beatnick), Konni (Daxiang), Silvy, Caroline (Enilorca65), Matthias (fotomatte), Katrin (Sadie), Gabi (Gabi-Muc), Dorie, Ralf + Martina (panther), Sam (kalachee), Usha, Elke (fiedlix), Simone (tigris), Martin (TinuHH), Beate (Old Women), Elena (ElenaHanak) (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen/übersehen) :
Nach einer kleinen Forumspause habe ich mir eure lieben und wertschätzenden Kommentare, die teilweise ja auch meine Mitreisenden betreffen oder selber von ihnen verfasst wurden, nun noch einmal in Ruhe durchgelesen – vielen Dank dafür 🙂 ! Ich habe mich wirklich über jeden einzelnen sehr gefreut 🤩 ! Danke auch an die stillen Mitlesenden und Dankebuttondrückenden 🙂 !
Kurz noch ein paar Antworten zu aufgetauchten Fragen:
Buch: es wäre ja taktisch seeeehr unklug 😗 , meine Reiseberichte hier zu veröffentlichen und danach mit dem Gedanken zu spielen, ein Buch daraus zu machen 🤪 . Die vermutlich einzigen Leute, die das interessieren würde, hätten dann ja schon alles gelesen 😄 ! Nein, das Bücherschreiben überlasse ich gerne anderen… 😗
Gute Reisezeit: ich war (bisher 😎 ) nur im Februar, April, Juni, August und September in Botswana, kann daher nicht vollumfänglich etwas dazu sagen. Als Einsteiger-Reisezeit ist aber sicher August/September zu empfehlen und um die Ferien zu vermeiden, dann wohl am besten ab Mitte September. Tagsüber warm/heiß, nachts kühlt es aber noch ab (manchmal sogar sehr). Tiersichtungen sehr gut normalerweise. Aber natürlich ist es zu dieser Jahreszeit auch sehr voll! April fand ich auch sehr schön, aber dieses Jahr war es halt tricky wegen der Regenzeit. Wobei wir 2017 im April dahingehend auch Probleme hatten, damals war der Moremi nicht befahrbar.
Meine nächste Reise? In Richtung Eifel mit den Langweilern, also kein Bericht in Sicht.
Ganz liebe Grüße von Bele 😘 , die sich nun sehr darauf freut, auch mal wieder andere Reiseberichte in Ruhe lesen zu können 🙂 !