🙂 🙂 🙂 Wer den Bericht ohne Kommentare lesen möchte, klickt einfach 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 auf die Sonne oben rechts neben dem Titel! 🙂 🙂 🙂 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 6. September 2021
Nachdem Simone (tigris) bereits heute früh auf der Rückfahrt vom Frankfurter Flughafen, als ich im Auto auf dem Smartphone tippend auf der Rückbank saß, vermutete, dass ich schon mit dem Reisebericht begonnen hätte 😗 , will ich mal besser keine weiteren lästernden Rückfragen diesbezüglich abwarten, sondern bediene gerne das entsprechende Klischee 🤪 .
Allerdings wird es heute natürlich nur einen kleinen Einstieg geben und ich setze auch gleich eine Warnung an den Anfang: es gab bei unserer Reise keine Probleme oder gar Katastrophen, keine schlechte Stimmung, keine Enttäuschungen - nix dergleichen! Wer also Tratsch und Klatsch erhofft, sollte besser nicht weiterlesen 😛 . Dieser Bericht wird hauptsächlich aus sehr vielen Bilder von ebenso vielen Tieren Botswanas bestehen - über diese betreute Art des Reisens habe ich ja schon viel geschrieben! Allerdings gab es durchaus Besonderheiten bei dieser Tour, aber dazu später mehr!
Hier ein Foto von unserer ersten Station am Boteti (Zebra geht immer 😉 )
und hier die Route:
17. August 2021: Anreise mit LH und Airlink von Frankfurt über Johannesburg nach Maun (Ankunft 18. August 2021) 18. August 2021: Boteti River Camp, feste Unterkünfte 19. August 2021: Boteti River Camp, Campsite 20. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau) 21. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau) 22. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau) 23. August 2021: Maun /Mochaba Crossing 24. August 2021: Moremi HATAB MGR06 25. August 2021: Moremi HATAB MGR06 26. August 2021: Khwai Magotho MAG07 27. August 2021: Khwai Magotho MAG07 28. August 2021: Khwai Magotho MAG07 29. August 2021: Khwai Guesthouse 30. August 2021: Savuti HATAB CNP24 31. August 2021: Savuti HATAB CNP24 01. September 2021: Chobe Riverfront HATAB CNP 02 02. September 2021: Chobe Riverfront HATAB CNP 02 03. September 2021: Kasane Chobe River Cottages 04. September 2021: Kasane Chobe River Cottages 05. September 2021: Rückflug von Kasane über Johannesburg 06. September 2021: Ankunft in Frankfurt
Wie es zu dieser Reise kam, wann wir mit der Planung begonnen haben und welche Hindernisse wir überwinden und welche Höhen und Tiefen wir durchschreiten mussten, bis es wirklich zu dieser Reise kam - das erfahrt Ihr dann im nächsten Kapitel....!
Achja, und natürlich auch, wer denn (außer Simone) überhaupt die 8 Leutchen sind, die in diesem Bericht zusammen im Spezial-Landcruiser durch das wunderschöne Botswana holpern und rumpeln werden 😎 !
Liebe Grüße von Bele
P.S. Weil einige gefragt haben: die Fotos sind mit der Sony RX10 IV gemacht (eine Bridgekamera).
Teil 208. Sept. 2021
Die (sehr lange 😵 ) Geschichte unserer Reise:
2018 war ich mit meiner guten Freundin und Kollegin Renate (Rennade im Forum) auf einer tollen Bushways-Tour in Botswana. Kurz nach unserer Rückkehr waren wir uns einig: das war nicht das letzte Mal 🙂 ! Passend dazu hatte ich seit längerer Zeit die Idee, bzw. den Wunsch im Kopf, so eine Tour nur mit Leuten zu fahren, die man schon kennt, und die außerdem zeitlich etwas entzerrt ist. Die Touren aus dem Programm von Bushways sind schön, aber eher dafür da, um das Land in flottem Tempo kennen zu lernen.
Dass man eine solche Reise nach Absprache mit Bushways tatsächlich als private Gruppe buchen kann, wusste ich – und so mussten nur noch die passenden Leute gefunden und die Tour geplant werden. Schnell war klar, dass außer Renate auch Matthias (fotomatte) für den eulenmuckelfreien Reisesommer 2020 Interesse an einer solchen Tour hat. Simone (tigris) war ebenfalls – zumindest meiner Erinnerung nach – ganz schnell dabei. Na, das war doch schon eine gute Basis! Auch Petra, eine Kollegin von Renate und mir, sowie ihr Mann Hans zeigten Interesse, als das Thema mal im Lehrerzimmer aufkam. Die Beiden waren kurz zuvor in Südafrika gewesen, und Ihr wisst ja, wie das mit diesem Virus ist (nein, ich spreche nicht von C. 😎 ).
Also nahm ich schon im Oktober 2018 Kontakt mit Heiko Genzmer, dem Mitinhaber von Bushways auf, denn mir war klar, dass man für 2020 schnell aktiv werden muss. Die HATAB-Campsites werden zwei Jahre im Voraus vergeben, also waren wir schon spät dran. Heiko (Südafrikaner, mit einer Deutschen aus dem Schwabenländle verheiratet) und ich sind seit 2014 in Kontakt und als ich ihn fragte, mit wem ich eine solche Tour am besten bespreche, meinte er: "Mit mir!"
Die Planung (in einem Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Schwäbisch) zusammen mit ihm war nicht nur sehr effektiv, sondern auch total witzig, denn Heiko hat einen herrlichen Humor 😄 . Schnell stellte sich heraus, dass so eine Tour eigentlich nicht teurer ist als eine aus dem Katalog, sofern man überhaupt einen direkten Vergleich anstellen kann. Nach Rücksprache mit den anderen wurden auch ein paar feste Unterkünfte eingeplant, da sich einige der-Neulinge nicht sicher waren, ob sie das Campen die ganze Zeit über aushalten. Inzwischen waren nämlich auch noch Evi sowie Beate mit ihrem Mann Eberhard zu der Gruppe dazugestoßen, alles totale Afrikaneulinge. Die Frauen sind Volleyballkolleginnen und langjährige Freundinnen von meiner Kollegin Petra. Somit waren wir also schon 9 interessierte Leute und der Preis von Bushways wurde damit mehr als akzeptabel.
Ziemlich schnell haben wir einen Knopf dran gemacht, diese Tour gebucht und 25% des Reisepreises angezahlt. Im Gegensatz zur dann tatsächlich stattgefundenen Reise war die alte einen Tag kürzer (nur eine Nacht Savuti). In Kasane hatten wir nur außerdem ganz ursprünglich nur eine Nacht, über Bushways in der Chobe Safari Lodge gebucht. Bei der genaueren Besprechung stellte sich dann heraus, dass einige in der Gruppe doch gerne an die Victoria Falls fahren würden und wir daher einen Tag mehr in Kasane benötigen. In der Chobe Safari Lodge war nichts mehr frei, die anderen Angebote von Bushways haben uns nicht gefallen, und so haben wir die CSL gecancelt und auf eigene Faust zwei Nächte in den Chobe River Cottages gebucht.
Im Juli 2019 gab es dann das erste gemeinsame Treffen der damals aktuellen „Reisegruppe“ bei mir zuhause, und zwar am Sonntag nach dem Büsnautreffen. Dort haben sich die beiden „Gruppierungen“ ohne gemeinsame Schnittmenge zum ersten Mal kennengelernt und man hat sofort gemerkt, dass die Chemie stimmt! Für uns 9 habe ich dann direkt bei SAA in Frankfurt Flüge gebucht.
Da wir eigentlich mit 10 Teilnehmern kalkuliert hatten, waren wir noch auf der Suche nach einem oder einer Freiwilligen – und die fanden wir dann in Form von Elke (fiedlix) aus dem Forum. Matthias, Simone und ich kennen Elke ja schon von diversen Büsnautreffen, und die anderen waren sich sicher, dass das schon passt, wenn wir drei dieser Meinung sind – und zack war Elke Nummer 10 in unserer Truppe! Schnell buchte sie noch Flüge von München und ein Cottage in Kasane dazu.
Und nun konnte es eigentlich losgehen – wir musste nur noch bis August 2020 warten! 🙂
Dachten wir….. 😗 😈 ............ !!!
Als noch keiner wusste, wer oder was Covid19 ist, fing es bei SAA kräftig an zu kriseln. Trotzdem gab es noch einen Wechsel des Flugzeugtyps, also mussten auch alle Sitzplätze wieder umgebucht werden. Dann kam die Trennung von Airlink, und plötzlich war unser Anschlussflug verschwunden. Weder bei SAA noch bei Airlink bekamen wir Auskunft darüber, wie wir an unser Geld für diesen einen Flug kommen oder wie wir ihn direkt auf Airlink umbuchen können.
Irgendwann im Frühjahr 2020 wurde uns klar, dass Corona unser Leben komplett auf den Kopf stellen würde und wir uns auch gedanklich darauf vorbereiten müssen, dass unsere Reise wohl nicht stattfinden wird. Parallel zur Corona-Krise wurde es auch immer finsterer um SAA und schlussendlich waren wir beinahe froh, dass sowieso alles storniert wurde oder werden musste.
Die Anzahlungen bei Bushways und bei den Chobe River Cottages ließen wir stehen. Es war zwar völlig unklar, wann die Reise tatsächlich stattfinden würde, zumal Matthias und ich für 2021 bereits wieder eine Tour mit den Eulenmuckels geplant und sogar den Wagen dafür schon gebucht hatten. Aber es war uns sofort klar, dass wir es irgendwann versuchen und daher das Geld nicht zurückhaben wollen.
Von SAA hätten wir unser Geld aber gerne zurückbekommen, nur war das nicht so einfach, was uns viele Nerven gekostet hat. Wie schon in dem SAA-Thread geschrieben, hat es dann aber schlussendlich im Dezember 2020 per Anwalt geklappt.
Mit Ruth und Uwe waren Matthias und ich übereingekommen, dass wir unsere jeweiligen 2020er-Touren und somit auch unsere 2021er-Tour um ein Jahr verschieben, so dass ich bereits im Herbst 2020 mit Heiko begann, die ursprünglich geplante Tour für 2021 wieder neu aufzusetzen. Ein paar kleine Änderungen gab es wegen der Verfügbarkeit, aber schlussendlich gefiel mir die Runde sogar besser!
Nachdem wir im Dezember unser Geld von SAA bekommen hatten und die Daten der Bushwaystour feststanden, buchten wir für 7 von uns sofort die neuen Flüge, dieses Mal über ein Reisebüro hier bei mir. Swiss hatte eine tolle Verbindung ab Stuttgart im Angebot, in Kooperation mit Airlink, das Ganze unter 1000 Euro, was in den Sommerferien für so einen Gabelflug ein guter Preis ist.
Leider hatten sich bei Eberhard, dem Mann von Beate, inzwischen gesundheitliche Probleme ergeben, so dass sie für 2021 nicht zusagen konnten. Da wir uns aber alle nicht sicher waren, was tatsächlich in 2021 sein würde und ob Eberhard bis dahin nicht wieder fit wäre, haben wir nicht weiter nach neuen Mitreisenden gesucht. Elke buchte wieder selber ab München.
Im Frühjahr 2021 waren wir eigentlich alle einigermaßen zuversichtlich, dass unsere Reise stattfinden würde, wir wurden nach und nach geimpft und alles schien sich ein bisschen zu normalisieren – bis diverse Varianten des Virus immer bedrohlicher wurden 🙁 . In diesem Zusammenhang wurde Botswana zum Virusvariantengebiet erklärt. Zunächst beunruhigte uns das noch nicht so sehr, weil sich immer wieder so viele Veränderungen ergaben und man überhaupt nicht abschätzen konnte, wie es im August sein würde.
Je näher unsere Abreise rückte, desto besorgter wurden wir aber, denn Botswana war auf der VV-Liste festzementiert und eine zweiwöchige Quarantäne könnte ja durchaus für den einen oder die andere ein Problem bedeuten. Bei Petra, Renate, Evi (wenn auch nicht verbeamtet und an einer anderen Schule) und mir wäre die zweite Quarantänewoche in die erste Schulwoche gefallen, bei Simone und Elke wären beide Wochen ein Problem geworden, Matthias hätte auch keinen Spaß und nicht wirklich Zeit bei der Sache gehabt, nur Hans als Rentner wäre fein raus gewesen Im Juni suchten dann Renate, Petra und ich das Gespräch mit unserer Schulleitung. Diese musste uns mitteilen, dass für die verbeamteten Lehrerinnen (Petra und Renate) ein Dienstvergehen vorliegen würden, wenn sie wissentlich ihren Unterricht nicht antreten könnten. Ich dagegen könne meine Stunden vor- und nacharbeiten.
Diese Besprechung im Musiksaal gehört zu meinen schlimmsten Erinnerungen der ganzen Planungszeit 😵 ! Denn eigentlich hatten wir gehofft, dass ein Auge zugedrückt wird, zumal wir schon für Vertretungen gesorgt hatten und auch Onlineunterricht eine Alternative gewesen wäre (aus unserer wohl recht naiven Sicht 😐 ). Evi, wie gesagt auch im Schuldienst, hatte ich gedanklich dann schon gestrichen. Parallel dazu musste Elke passen, denn eine Änderung ihres Dienstplanes wäre nicht möglich gewesen.
Simone, die sich in den Kopf gesetzt hatte, nach Botswana zu reisen, komme was wolle, bastelte sich ein Modell zurecht, mit dem sie ihre Vorgesetzten überzeugen wollte und war sich sicher, dass dies klappt. Matthias ist sein eigener Chef und hat sich selber freigegeben, und ich startete gleich mit dem Vorarbeiten meiner Stunden und war somit gedanklich auch am Start!
Plötzlich standen wir also (nur) noch zu dritt da. Matthias, Simone und ich....
Jetzt galt es, mal wieder Kontakt zu Bushways aufzunehmen, um zu klären, bis wann wir uns entscheiden müssen und was eine Tour zu dritt denn kosten würde. Denn irgendwie waren wir uns einig: wir lassen uns diese Reise nicht nehmen, aber würden wir die Reise mit so wenig Leuten auch zahlen können?
Also schrieb ich Heiko an, dass wir nur noch sehr wenige sind, die reisen können (was ihm ja auch klar war, er verfolgte die ganzen Entwicklungen natürlich auch), und mit wie vielen Leuten wir denn ernsthaft über die Tour nachdenken könnten. Seine erste Reaktion: "Hey Mabele, I suppose the main question will be how few is few 😉 , less than 4 pax wont make sense, our surcharge will be so high it will be cheaper to do a lodge tour. If you could keep the group to a minimum of 4 we can make a plan. your trip will DEFINITELY run if you guys can make it here. the main thing for us at the moment is keeping our team busy and giving them the opportunity to keep their skills and earn some money to take home, so while the "money man" in me wishes there WAS a "better tour", ...... the "father and business man" in me just wants to give my team a reason to live."
Ich wollte dann mal Zahlen hören, aber leider bekam ich zunächst keine Reaktion. Auf meine Nachfrage, ob er denn immer noch keine Berechnung gemacht hätte, kam dann diese Heiko-typische Antwort 🤪 :
>>>Hi , Ja hab ich, ich habe auch für 3 personen ein costing gemacht und war zu erschreckt es dir zu schicken 😕 <<<
Schlussendlich hat er mir dann aber doch die Kosten für 3 und für 4 Personen zukommen lassen mit folgender Einleitung 😄 :
>>>so….. mein Liebe Mabele erst mal hinsetzen und ein glas Wasser trinken, dan zahlen lesen 😉 und ruhig atmen…. das überlebst du schon langsam einatmen……. und …… aus……<<<
Auch wenn es ein riesiger Unterschied zwischen 3 und 4 Personen war, waren wir uns schnell einig: auch wenn wir nur zu dritt sein würden, wir werden die Tour irgendwie bezahlen! Eine Lodgetour kam für uns nicht in Frage, auch wenn Heiko uns dafür schon einen groben Plan geschickt hatte. Und plötzlich kam der Anruf von Evi: sie kann auch mit! Juhu 🤪 . Aber zu früh gefreut: ein paar Tage später begannen die Vorgesetzten von Simone rumzuzicken, sie soll plötzlich unbezahlten Urlaub nehmen, statt Homeoffice machen zu dürfen, was natürlich finanziell ein Loch in ihre Kasse reißen würde.
Aber sie bleibt stur: die Vier Unbeirrbaren werden reisen, koste es , was es wolle!
Parallel zu der Virusvariantengebietentwicklung hatte sich noch ein ganz anderes Problem aufgetan. Plötzlich waren nämlich unsere Swissflüge verschwunden, als ich zufällig mal in unsere Buchung geschaut hatte 🤩 . Leider hatte das Reisebüro übersehen, dass es eine Flugstreichung oder Änderung gab, und hatte nicht fristgerecht auf die Mail von Swiss reagiert. Nach einigen Telefonaten war dann aber geklärt, dass wir auf LH umbuchen oder stornieren können (einen kleinen Teil der Stornokosten musste das Reisebüro tragen) – ohne jeglichen finanziellen Nachteil.
Diese Sache mit Swiss war schlussendlich Glück im Unglück, denn so konnten Renate, Petra und Hans sogar kostenfrei stornieren, was ohne die Flugänderung nicht möglich gewesen wäre, nur Verschieben wäre eine Option gewesen.
Matthias, Simone, Evi und ich buchten auf LH ab FFM um. Allerdings zeichnete sich irgendwann mal wieder ein Streik bei der Bahn in den Ferien ab, so dass wir gleich noch einen Parkplatz am Terminal dazu nahmen.
Mitte/Ende Juli wurde dann in den Medien berichtet, dass Geimpfte nicht in Quarantäne müssten, wenn sie nachweisen könnten, dass ihre Impfung gegen die jeweilige Variante im Reisegebiet wirkt. Bei dieser schwammigen Aussage blieb es zunächst und niemand konnte so recht etwas damit anfangen. Allerdings ließ mich Petra wissen, dass sie und Hans noch keine andere Reise gebucht hätten und gegebenenfalls bereit wären, doch wieder aufzuspringen, falls die Quarantäne gekippt werden würde. Auch Elke deutete so etwas an. Selbst Beate fing an zu grübeln, ob sie nicht doch, wenn auch ohne ihren Mann, dem es zwar besser, aber nicht vollständig gut ging, mitreisen sollte. Lediglich Renate machte eine klare Aussage: sie hatte inzwischen eine andere Reise gebucht und wollte sich auch nicht dem Stress aussetzen, eventuell dann unterwegs in Botswana zu erfahren, dass es doch wieder strengere Bestimmungen gäbe. Dass ausgerechnet Renate komplett absagen musste, mit der ich ja ursprünglich die Idee zu dieser Tour hatte, die sich so sehr auf diese Reise gefreut hatte und mit der ich immer total gerne unterwegs bin – das hat mir meine Freude, dass wir nun doch vielleicht unbeschwert reisen können, komplett vermiest 🙁 . Für mich hat sich das (bis heute) völlig falsch angefühlt.
Tja, und dann kam, einen Tag nach Schulferienbeginn, dieser ominöse Freitag, der 30. Juli! Bereits am Vormittag konnte man online in diversen Pressemitteilungen lesen, dass nicht etwa endlich eine Liste über wirksame Impfungen mit Hinweisen auf die entsprechenden Reiseländer vorliegt, sondern dass Botswana komplett von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen wird 🤩 . Auch wenn wir diese heimliche Hoffnung hatten: daran geglaubt hatte niemand von uns. Plötzlich standen wir also vor einer ganz anderen Situation, die Telefone, bzw. Chatportale zwischen uns liefen heiß, klar war aber: alle, also Hans, Petra und Elke warten ab, bis das RKI diese Info auf seiner Seite veröffentlicht hat. Parallel blockte mein Reisebüro aber schon mal Flüge für die beiden. Einige von euch wissen vielleicht noch, dass ausgerechnet an diesem Freitag nicht mittags, sondern erst recht spät abends die RKI-Seite aktualisiert wurde. Inzwischen wurde dann auch klar, dass – für mich und ich denke, für alle anderen auch, völlig überraschend Beate doch mitkommen möchte, also hieß es schnell noch einen Flug blockieren. Leider fehlte ihre Kreditkartennummer für die Flugbuchung, denn sie war an diesem Wochenende unterwegs. So schickte sie nachts noch ihren Bruder in ihre Wohnung, der die Karte suchen und die Daten dann weiterleiteten musste. Elke beschloss dann auch, mit LH zu fliegen, damit wir schon ab Frankfurt gemeinsam reisen (bisher hatte sie immer BA gebucht), sie nahm selber mit meiner Sachbearbeiterin im Reisebüro Kontakt auf. Diese beschloss dann (genervt wie schon oft vom RKI) , dass sie am Samstag, obwohl sie da eigentlich frei hatte, morgens noch schnell ins Büro kommt, um die Flüge fest zu machen, falls das RKI bis dahin Fakten geschaffen hätte.
So war es dann auch – und plötzlich hatte sich unsere Reisegruppe verdoppelt! Krass!!!
Wir waren alle völlig aus dem Häuschen. Beate schrieb am nächsten Morgen nach ihrem super spontanen Entschluss: „Was hab ich da eigentlich gemacht 😮 ???“ 😄
Heiko freute sich natürlich sehr, sowohl für uns als auch für seine Firma, schnell wurden noch die fehlenden festen Unterkünfte nachgeordert und die ganzen Kleinigkeiten wie mehr Zelte und Matratzen organsiert.
Auch mussten für die drei Neuen aus der Region (Hans, Petra, Beate) noch PCR-Test-Termine am Flughafen Stuttgart gebucht werden. Auf Grund der langen Reisedauer und der Pflicht, in Botswana einen Test, der nicht älter als 72 Stunden nach Abstrich ist, vorzuweisen, musste ich schon einiges an Rechen- und Recherchearbeit leisten und wir hatten uns dann für diese Variante entschieden. Auch hier gab es Stolpersteine – die Teststation, bei der wir ursprünglich reserviert hatten, machte im Juli plötzlich vorübergehend dicht – aber zum Glück gab es im anderen Terminal noch eine, die sogar inzwischen ein erweitertes Angebot hatte, so dass wir die alten Termine storniert und dort die 12-Stunden-Version gebucht haben. Ein zweiter Auto-Stellplatz musste auch noch in FFM organisiert werden – dann hatten wir aber soweit alles zusammen. Montags gab es dann gleich ein spontanes Treffen mit den „neuen Alten“, um viele Details zu klären, was Packen, das Campen im Busch usw. betrifft, denn wir hatten ja nur noch starke 2 Wochen bis zum Abflug.
Diese 2 Wochen verbrachte ich hauptsächlich damit, die Sturm- und Hagelschäden vom 23. Juni, als mein Haus und mein Auto von dem Unwetter voll getroffen wurden, weiter zu beseitigen (u.a. stand mein kompletter Keller unter Wasser und es musste jede Menge Zeug gesichtet und entsorgt werden) bzw. mit der Versicherung zu klären, was nicht gerade zu meiner Entspannung beitrug. Kurz vor der Abreise kam dann noch das Gerücht auf, dass unsere Unterkunft in Kasane pleite sei, schnell wurde schon mal von Bushways ein Angebot für eine Alternative gemacht, aber nach ein paar Stunden war klar, dass es sich um fake news, bzw. eine Namensverwechslung handelt. Ich musste diverse Katzen- und Haussitter*innen organisieren und lange Listen mit Anweisungen für sie schreiben, noch diverse Mitbringsel organisieren und – ach ja – Packen 😈 , die von mir so sehr gehasste Disziplin, stand ja auch noch auf dem Programm.
So kam es, dass Matthias am Sonntag (vor dem Abflug am Dienstag) ein ziemliches Nervenbündel vorfand, als er abends bei mir eintraf 🙄 😊 🤢 . Am nächsten Tag stand ja der PCR-Test an, und der Einfachheit halber hatten wir besprochen, dass er ihn zusammen mit uns am Stuttgarter Flughafen macht.
Da dieser Teil für mich schon zur Anreise zählt, werde ich davon aber erst im nächsten Kapitel erzählen.
Und damit es heute wenigstens ein Foto gibt, hier mal unsere „Reisegruppe“ fast am Ende der Tour, zusammen mit unseren beiden Begleitern von Bushways. Danke an Matthias 😘 – er hat das Bild mit Selbstauslöser gemacht, als wir gerade den Chobe NP verlassen haben!
Von links nach rechts: Matthias (fotomatte), Simone (tigris), KD (Camp Chef), meine Wenigkeit, Elke (fiedlix), Beate, Petra, Evi, Hans und Diteko (DT), unser Guide.
LG Bele
Teil 308. Sept. 2021
Now goes it loose - 16.08. , 17.08. und 18.08.2021
Montagfrüh, ich wache mit Halskratzen und 37,7°C erhöhter Temperatur auf 😣 . Perfekte Bedingungen für einen PCR-Test 😈 . Matthias und ich hatten zwar am Sonntagabend noch Selbsttests gemacht, aber was wissen die schon… 😕
Um 10 Uhr treffen wir uns am Stuttgarter Flughafen bei Ecocare – alles geht recht zügig und so sitzen wir dann ab nachmittags vor dem Laptop , wo die Mail mit dem Ergebnis ankommen soll. Das Warten ist die Hölle 🤢 . Ich bin mir sicher, dass ich positiv bin und male mir schon aus, wie ich die anderen am Dienstag zu ihrer Reise ohne mich verabschiede 🙁 . Auch Matthias ist alles andere als entspannt! Kurz vor 18 Uhr die Erlösung: Matthias und ich sind negativ, Evi folgt etwas später ebenfalls negativ. Beate ist die nächste, und dann beginnt das große Warten auf Petra und Hans. Um 21.39 Uhr, nach vielen Telefonaten bekommen sie endlich ihr Negativergebnis. Elke schreibt mir um kurz vor 6 Uhr am Dienstag, dass sie auch negativ ist. Nun fehlt noch Simone. Sie arbeitet bis 12 Uhr und will dort ihr PDF ausdrucken. Aber es kummd ned…. Dann die Erlösung um 12.22. Uhr, auch Nr.8 ist negativ. 🙂
Wir aus dem Schwabenländle machen uns mit 2 Autos dann am Nachmittag auf den Weg nach Frankfurt. Das klappt alles soweit gut, auch Simone ist schon da. Allerdings ist der Mann am LH-Check-In-Schalter etwas überfordert. Wohin fliegen wir? Nach Botswana? Über Südafrika? Dann müssen wir einen Gesundheitsfragebogen vorzeigen, sonst kann er uns nicht einchecken. Wir widersprechen – wenn überhaupt, dann müssen wir den erst im Flugzeug ausfüllen. Nein – doch – nein - doch - NEEEIIIN 😈 ! Wir haben gewonnen! Elke hat ein ähnliches Problem in München, die schicken sie sogar zu einem Bezahl-PC, wo sie das Papier ausfüllen und ausdrucken soll. Als sie dort ist, kommt eine Lautsprecherdurchsage und sie wird zurückbeordert: alles gut, sie braucht das nicht.
Man merkt, dass durch die ständig wechselnden Bestimmungen ein ziemliches Durcheinander herrscht – wer soll da auch noch durchblicken 🙄 ! Was aber durchgängig ist: das Testergebnis ist der Eintritt in die Reisewelt!
Ansonsten klappt alles gut, auch Elkes Zubringerflug macht sich pünktlich auf den Weg Wir kaufen sogar kräftig Gin und Wiskey im Duty Free ein. Zwar sind wir uns alles andere als sicher, ob wir diesen Alkohol in Botswana einführen dürfen (dort herrscht zu unserer Reisezeit Alkoholverkaufsverbot), und wir wollen natürlich auch keine Regeln brechen. Aber wir gehen einfach mal davon aus, dass der Zoll dort uns dann schon sagen wird, was Sache ist - und wenn es dumm läuft, ist der Alkohol eben weg. So what.... 😗
Der Flug nach Johannesburg ist unspektakulär, die Maschine ca. zu 75% ausgelastet (oder was meinen die anderen?). Einzig der Food-Designer des Lufthansa-Caterers hat wohl einen Clown gefrühstückt: es gibt morgens nach dem Aufwachen nicht etwa ein eingeschweißtes Brötchen mit Plastikbutter- und Käse – nein, vor uns liegt ein eiskalter Wrap gefüllt mit Gemüse und Zwiebeln, dazu ein kränklichbeiger Müsliriegel sowie ein BASF-Joghurt 🤢 . Zu allem Überfluss ist mein Wrap auch noch grün eingefärbt, so dass ich erstmal prüfe, ob dies Schimmel oder Kunst ist 😊 . Da aber alle Wraps so aussehen, gehe ich davon aus, dass dies Absicht ist. Welche Idee auch immer sich dahinter verbergen mag 😐 ! Im Flugzeug bekommen wir auch den ominösen Gesundheitsfragebogen und füllen ihn brav aus.
In Johannesburg müssen wir wie immer zuerst durch die Passkontrolle und bekommen einen Stempel. Dort will man auch unser Testergebnis sehen. Nächste Wartestelle ist der Transit-Check-In-Schalter von Airlink. In den guten alten Zeiten, als SAA und Airlink noch mehr oder weniger eins waren, bekam man schon in Frankfurt die Bordkarte für Maun. Nun muss man die sich dort abholen und natürlich wieder die Reiseeintrittskarte in Form des negativen Testergebnisses vorzeigen. Dies wird auch sehr sorgfältig geprüft, was ich durchaus vertrauenserweckend finde. Womit wir überhaupt nicht punkten können ist unser Gesundheitsfragebogen, den wir pflichtbewusst vorzeigen. Die Dame am Schalter winkt ab. Sie versteht nicht, warum diese Formulare immer wieder an die Transitpassagiere verteilt werden. Okay, dann eben Ablage P 😄 .
Im Transitbereich ist es lotterleer, trotzdem haben ein paar Läden und Lokale geöffnet. Der Kellner im Mugg&Bean strahlt, als wir zu acht bei ihm aufschlagen. Wir gönnen uns nach dem Nicht-Frühstück im Jumbojet ein Heißgetränk und Pommes. Bald geht es weiter mit Airlink, wo wir einen leckeren Snack serviert bekommen, wie immer hübsch verpackt. Na bitte, geht doch!
Als wir uns Maun nähern, kann man von oben erkennen, dass es recht viel Wasser gibt.
Tatsächlich ist der Thamalakane dieses Jahr durch den vielen Regen sehr voll, auch wenn keine wirkliche Flutwelle von Angola angekommen ist, und hat rund um Maun teilweise Flutebenen gebildet.
Die Immigration läuft unkomplizierter ab als erwartet. Wir werden sehr geordnet auf Stühlchen vor dem Flughafengebäude platziert und müssen dort einen Fragebogen ausfüllen und unser Testergebnis vorzeigen. Ein Schnelltest wird nicht durchgeführt, obwohl ich öfters davon gelesen habe und mir dies als die letzte Hürde erschienen ist in meinen Überlegungen, was alles schief gehen könnte.
Danach dürfen wir an den Schalter und den gewohnten Einreisezettel ausfüllen (mit blauem Durchschlag). Alles brav abgeben, einen Stempel in den Pass hauen lassen und das war’s dann auch schon.
Ups, nein 🤩 , nachdem wir das Gepäck abgeholt haben (juhu, alles angekommen!) müssen wir durch den Zoll. Das war früher nie ein Problem, aber jetzt scheinen die Damen und Herren etwas zu viel Zeit zu haben und sind sehr pingelig. Unser Alkohol interessiert sie überhaupt nicht! Aber der Apfel in Evis Rucksack fällt der Kontrolle zum Opfer und ich muss eine längere Diskussion sowie ein Extragespräch mit dem Healthofficer, der herbeigerufen wird, wegen meiner Masken über mich ergehen lassen. Bushways hatte mich gebeten, waschbare Masken, gerne auch gebraucht, die bei uns ja nicht mehr erlaubt sind, mitzubringen, da die ärmere Bevölkerung sich Einwegmasken nicht leisten kann und sehr an diesen Auswaschbaren interessiert ist, auch wenn sie weniger Schutz bieten. Besser so eine Maske als gar keine! Eine Sammlung im Bekanntenkreis hat dann ca. 10 kg Masken ergeben, sehr viele von den professionellen, meist noch nagelneuen fabrikgenähten Masken mit Beschichtung, auch für Kinder, aber eben auch selbstgenähte. Diese wurden argwöhnisch beäugt, was ich inzwischen auch verstehe, woran wir aber nicht gedacht hatten. Schließlich will sich Botswana ja keine Viren an unsauberen Masken einfangen.
Nachdem aber geklärt war, dass alle gewaschen und hygienisch sauber sind, durfte ich endlich auch raus zu den anderen, die sich bereits um den mir zuwinkenden Diteko geschart hatten 🙂 !
Und an diesem Punkt beginnt unsere Reise nun wirklich 🙂 😘 🤩 🤪 .
Alles wirkt plötzlich ganz leicht, uns sind bestimmt Tonnen von Steinen vom Herzen gefallen, als wir endlich im Landcruiser sitzen. Die Stimmung ist trotz Schlafmangel euphorisch: wir haben es geschafft. Wir sind in Botswana und alles wird gut!
Bushways hatte uns im Vorfeld angeboten, eine Einkaufsliste zu schicken, damit Softdrinks, Knabberzeugs und Peacefull Sleep schon vorab besorgt werden können und wir keine Zeit in Maun verlieren. Nicola, die Officemanagerin, mit der ich viele Details der Reise zum Schluss geklärt habe, war höchstpersönlich für uns einkaufen und so können wir mit gefüllten Fächern Maun ganz schnell hinter uns lassen. Noch haben wir eine lange Strecke bis Khumaga vor uns, aber wir genießen jeden Zentimeter davon. Matthias und ich grinsen uns immer wieder glückseligdämlich an, und auch den drei Volleyballmädels scheint die wilde Fahrt zu gefallen!
Zwischendurch fließen bei mir auch ein paar Tränchen, die Anspannung fällt langsam ab und ich beginne zu glauben, dass das alles wahr ist- zum Glück trage ich ja gerne eine Sonnenbrille, also kann ich getrost ein bisschen vor mich hinheulen und der Fahrtwind trocknet die Tränen auch ganz schnell wieder….
Im Boteti River Camp erwarten uns sehr hübsche Chalets und ein wunderbares Abendessen. Ein paar von uns erfrischen sich zuvor noch im Pool, andere genießen das Aussichtsdeck.
Der Boteti hat noch richtig schön Wasser und die Fähre ist in Betrieb.
Vor 20 Uhr müssen wir mit Essen fertig sein, denn zu unserer Reisezeit ist Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr und die Angestellten müssen von Mish, dem Manager, noch ins Dorf gefahren werden. Danach fallen wir auch ziemlich schnell in die gemütlichen Betten mit dem riesigen Moskitonetz – einfach herrlich!
Und morgen geht es dann so richtig los – ein wunderschöner Tag am Boteti liegt vor uns! (und ich muss endlich nicht mehr so viel schreiben - danke für eure Geduld beim Lesen 😘 !
Teil 409. Sept. 2021
regsal schrieb:Liebe Bele Ich bin voller Bewunderung, dass du bei diesen Schwierigkeiten und Umständen bei der Planung eurer Reise immer daran geglaubt hast, dass diese Reise machbar ist und nicht aufgegeben hast!! Diese Ungewissenheiten und das Warten muss eine richtige Qual gewesen sein.... Wir haben ja unsere geplante Reise an die Skeletoncoast von letztem Jahr auch verschoben und sind voller Zuversicht am 21.Oktober Richtung Namibia zu fliegen. Nach 5 Reisen als Lodgehopper dieses Mal das erste Mal mit Dachzelt.... 😉 Ich freue mich auf deine Erzählungen und sicher tolle Bilder!
Mit lieben Grüssen Regina
Liebe Regina,
schön zu hören, dass es bei euch auch bald losgeht, sofern nichts dazwischen kommt!
Ich nutze jetzt deinen Beitrag, um etwas Prinzipielles zu klären. Es wurde schon öfters geschrieben, dass es toll sei, dass ICH nie aufgegeben habe. Man muss dazu aber ganz klar sagen, dass es einfach DIE GANZE GRUPPE war (zunächst 10, dann später 8, mal nur 3, dann wieder 4 usw…) die nie aufgegeben hat! Es musste so viel in den zurückliegenden 2,5 Jahren besprochen, geklärt und dann entschieden werden, und das Tolle war: wir waren immer einer Meinung! Es ist ja gar nicht so einfach, mit 10 Leuten einen Konsens zu finden, und das teilweise auch noch unter Zeitdruck. Aber bei uns hat es einfach geflutscht, anders kann man es nicht bezeichnen. Wir waren zwar manchmal enttäuscht, aber es war auch immer auch eine Mischung aus gesundem Fatalismus und dennoch viel Optimismus dabei. Es wurde nie genörgelt oder gejammert - wir waren oder sind einfach eine coole Truppe 🙂 !
Dazu kam die Unterstützung von Heiko Genzmer von Bushways, für ihn war die Situation ja auch nicht leicht seit Corona, um es mal milde zu formulieren. Er hat mich und damit auch uns mit viel Humor, aber eben auch mit genauen und fairen Informationen jederzeit unterstützt, wenn wir eine Entscheidung treffen mussten. Da er oft zwischen D und BOT hin und herfliegt, konnte er mir auch immer sagen, wie der Ablauf beim Reisen ist und mir versichern, dass es machbar ist. Bis zuletzt wollte er keine Restzahlung, solange nicht klar war, ob wir tatsächlich anreisen können. Klar lief das auch auf Vertrauensbasis, weil wir uns inzwischen ein bisschen kennen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand nicht mit ihm klarkommt!
Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus unserer Kommunikation- das versteht man zwar vielleicht nur, wenn meinen Bericht von 2017 kennt, aber egal: Als er mir den Preis für die 3, bzw.4 Personen nannte, wollte ich nochmal wissen, ob dieser sich tatsächlich auf die zuletzt geplante Tour bezieht, nicht dass er inzwischen Campsites wieder abgegeben hat und wir z.B. in Zweizwei landen. Seine Antwort:
>>>yes, 9 nights Kaziikini, 9 nights Zwei zwei, no resupply, so baked beans for the last 5 days<<<
Oder als ich ihn gefragt habe, ob er uns einen Tipp für den PCR-Test in Kasane geben könne, auch wenn wir diesen Teil nicht über BW gebucht haben. Seine Antwort (zunächst):
>>>No chance, that would make me a nice guy<<<
So ging das eben die ganze Zeit 😄 und hat die Sache etwas lockerer erscheinen lassen als sie tatsächlich war.
Also nochmal: ich gebe die Bewunderung an meine Mitreisenden und an Heiko weiter…. 😘
Teil 509. Sept. 2021
19.08.2021 – Boteti River
Der Boteti spuckte mir seit 2013 immer wieder im Kopf rum. Damals war ich mit dem inzwischen leider verstorbenen/ermordeten Uli von Dombo Farm für ein paar Stunden dort und habe mich in die Gegend sofort verliebt.
Allerdings liegt der Boteti nicht oft an der Strecke und auch für diese Reise war er zunächst nur als Übernachtungsplatz auf dem Weg ins CKGR gedacht. Bei meiner allerersten Anfrage an Bushways, um mal die Preise zu sondieren, hatte ich nur 1 ÜN dort eingeplant, dafür 2 in Savuti. Wir hatten uns eine Obergrenze an Tagen=Kosten gesetzt, und irgendwo musste man zunächst Abstriche machen. Allerdings stand in Savuti nur 1 Nacht auf einer HATAB-Site zur Verfügung, also haben Heiko und ich über eine 2. Nacht am Boteti nachgedacht und schlussendlich fand ich die Idee perfekt.
Während der ganzen Zeit zwischen erster Planung und Abreise habe ich immer verfolgt, ob der Boteti denn nun Wasser hat oder nicht. 2020 hatte er richtig, richtig viel, dieses Jahr konnte ich nicht sooo viele Infos finden, aber es sah so aus, als ob wir noch Wasser vorfinden würden.
Wie schon geschrieben war es dann auch so 🙂 !
Nach einer sehr guten Nacht in dem bequemen Chalet stehen Matthias, Simone und ich (waren es wir drei? Ich auf jeden Fall….) schon um 6 Uhr auf der Aussichtsplattform und beobachten die afrikanische Dämmerung.
Danach finden wir uns pünktlich zu einem sehr ausgiebigen Frühstück unten am großen Tisch ein. Es gibt alles, was das Herz begehrt, Toast, Marmelade, Müsli, Pancakes, Eierspeisen usw…. Was für ein Kontrast zu dem giftgrünen Teil bei LH 🤢 .
Gut gestärkt stellen wir unser Gepäck bereit, das nachher aus den Chalets auf den Campingplatz gebracht wird und begeben uns zu unserem „Wohnzimmer“.
Ein Vögele (Groundscraper Trush/Akaziendrossel) ist um 7 Uhr im schlechten Licht auch schon unterwegs.
Schnell sind wir an der Fähre – Mish, der Manager des Boteti River Camps, ist – wenn ich das richtig verstanden habe – auch zuständig für die Organisation der Fähre.
Da stehen wir nun und warten, dass sie vom anderen Ufer die Fahrzeuge übersetzt. Wie man sieht, ist der Boteti wirklich noch recht tief.
Dann sind wir dran
und bald schon sind wir am Gate.
Ich hatte mich ja ganz vorsichtig auf den Boteti gefreuut und ein paar Zebras und Co. erhofft – aber was uns hier alleine an diesem Vormittag geboten wird, übertrifft alle meine Vorstellungen! Nein, Katzen haben wir keine gesehen, aber eine Fülle an Säugern und Vögeln. Diteko (DT) entdeckt jede Kleinigkeit und erklärt viel dazu.
Besonders beeindruckend war die Landschaft, die immer mit irgendwelchen Tieren dekoriert war. Ich schreibe jetzt nicht zu jedem Foto etwas, sondern lade sie mal einfach chronologisch hoch.
Dies hier ist allerdings gleich mal ein Highlight, wenn auch in schlechtem Light: Ein Milchuhukind mit einem Elternteil! Ist das nicht süß?
Weiter geht's mit dem Arche Noah-Feeling:
Dieses Zebra hatte den Anschluss an seine Herde verloren, die befand sich schon auf der anderen Uferseite und so macht es sich auf den Weg, wobei es ständig markerschüttern nach den anderen rief. So etwas hatte ich noch nie gehört – und leider habe ich nicht gefilmt und somit auch keinen Ton dazu! Es war allerdings so witzig, dass wir alle inklusive DT uns das Lachen nicht verkneifen konnten, obwohl wir eigentlich die Tiere immer respektieren und ernstnehmen….
Und noch eine Portion Arche Noah!
Viertel nach Zwölf stehen wir wieder am „Fähranleger“ und DT muss erstmal dem hinteren Auto mittels Überbrückungskabel beim Start helfen, nachdem es an Land gezogen worden war.
Danach setzen wir über und fahren zurück ins Boteti River Camp – hier beginnt nun unser Campingteil der Reise! Als wir auf unserer Campsite eintreffen, hat KD bereits alle Zelte aufgebaut und so können wir in Ruhe seinen leckeren Lunch und die Mittagspause genießen!
Teil 609. Sept. 2021
Immer noch 19. August 2021 – Boteti River Camp
Auch als Camper darf man die ganz Anlage nutzen und so genießen wir das wirklich sehr schöne Camp in vollen Zügen. Manche plantschen im Pool, andere duschen ausgiebig in den sehr netten Ablutions.
Leider habe ich kein Foto von unserer Campsite, aber sie ist sehr schön eingewachsen und richtig gemütlich. Trotzdem machen wir uns natürlich noch einmal auf den Weg in den Park, um 15.30 Uhr geht’s nochmal los zu einer etwas kürzeren Fahrt.
Dieses Mal haben wir viele nahe Tierbegegnungen (und natürlich das eine oder andere Vögele) und ab und zu kommen wir wegen der vielen Zebras nicht weiter:
Zum Schluss bieten uns die allgegenwärtigen und staubaufwirbelnden Zebras noch einen tollen Beinahe-Sonnenuntergang!
Was für ein Tag 🤩 – wir können gar nicht glauben, was wir alles gesehen haben, die Stimmung ist natürlich perfekt an diesem Abend und auch DT und KD, der uns unser erstes, sensationell leckeres Abendessen vom Campfire serviert, sind nur am Strahlen. Für sie ist es momentan auch keine Routine, mit Gästen unterwegs zu sein und sie freuen sich fast genau so über die Sichtungen wie wir. Noch nie haben ich DT, mit dem ich schon zweimal auf Tour war, so gelöst und fröhlich erlebt, es ist einfach nur schööööööön 🙂 😘 !
Gespannt auf die erste Nacht in unseren neuen "Unterkünften" krabbeln wir in unsere Zelte. Bushways hat es möglich gemacht, dass wir alle 2 Matten haben, obwohl so viele eigentlich nicht in die Hüllen, die auf dem Trailer befestigt werden, Platz haben. Aber DT und KD legen einfach ihre Matten oben in den Trailer hinein und schon passt es! Da wir nur 8 Gäste sind (12 können maximal mitfahren), hat es vermutlich noch etwas Platz im Inneren des Trailes! Auf jeden Fall sind wir froh, dass keiner von uns Prinzessin oder Prinz auf der Erbse spielen muss!
Morgen haben wir eine lange Fahrt ins CKGR vor uns – daher heißt es früh aufstehen, nämlich spätestens um 6 Uhr!
Teil 711. Sept. 2021
20. August 2021: Vom Boteti River zum CKGR (Teil 1)
DT hatte am Abend zuvor 6 Uhr als Aufstehzeit angegeben, damit meint er aber nicht, dass man um 6 Uhr mal langsam wach wird, sondern dass man alles gepackt hat und sein Zelt verlässt 😎 . Ich wusste das schon früheren Reisen, die anderen waren aber alle auch eher Typ „Lerche“ und so gibt es für DT nichts zu meckern!
Beim Zeltabbau wird uns von KD und DT geholfen, vor allem diejenigen von uns, die Zelttaschen mit Reißverschlüssen haben, müssen das widerspenstige Canvaszelt sorgfältig zusammenlegen und dann aufrollen, damit es auch in die Tasche passt und der Zipper noch zugeht. Ich habe zum Glück das andere, etwas geräumigere Taschenmodell mit Klettverschluss und wurschtel meine Unterkunft irgendwie zusammen. Basssd scho 😗 !
Noch eine kurze Anmerkung zur Verteilung der Unterkünfte: Chalets haben wir uns immer zu zweit geteilt, bei den Zelten haben wir alle ein Einzelzimmer gewählt außer Petra und Hans und Beate und Evi. Beate hatte zu Beginn etwas Bedenken wegen „Panik“, und so hat sich Evi mit ihr zusammen getan. Wir hatten zunächst noch ein Reservezelt an Bord, falls Evi und Beate doch getrennte Wege gehen wollen, aber irgendwie haben die beiden sich so aneinander gewöhnt (es gab ja abends auch noch viel Gesprächsbedarf, gell Evi?) , dass wir dann beim resupply in Maun das Zelt abgegeben und den Platz mit Futter und Getränken aufgefüllt haben 😄 .
Nach einem leckeren Frühstück, das zwar einfach, aber ausreichend ist (ich liebe vor allem den Toast vom Campfire), machen wir uns auf den Weg zu unserer Campsite im CKGR, der uns von Khumaga über Rakops und das Matswere Gate nach Letiahau führt. Um 8.11 Uhr sind wir in Rakops, wo wir die Teerpad verlassen und somit auch den Reifendruck reduzieren müssen.
Es gibt hier einige Singhabichte
und unglaublich viele Gleitaare 🤩 . Leider haben sie die unangenehme Eigenschaft, immer genau dann abzufliegen, wenn man anhält und den Fokus noch nicht ganz genau auf sie gerichtet hat...
Wir machen uns einen Spaß daraus, unser Glück immer wieder zu versuchen und DT hält auch immer wieder bereitwillig an.
Hände hoch! Der hier saß eben noch schön im Bild, beschließt aber dann, mein Sucherfeld teilweise zu verlassen 🤨
Der hier hat leider keinen Kopf 😗
Der nächste tut nur so, als ob er abfliegen möchte
Nein, dies hier ist kein Gleitaar, sondern das, was er nach seinem Abflug zurückgelassen hat (ich vermute, es war ein Erdhörnchen)
So geht das Spielchen bis zum Matswere Gate, wo wir um 9.36 Uhr eintreffen.
Dort sitzen unzählige Vögelchen in den Bäumen, da es auch ein kleines Wasserloch gibt.
Immer wieder stürzen sich große Trupps zum Trinken hinab. Manchmal ist der Grund der Aufruhr auch ein anderer, ich beobachte einen kleinen Greif, der immer wieder in die Menge stößt – Adlerauge Matthias entdeckt den zuständigen Little Sparrowhawk (Zwergsperber) im dichten Geäst.
Die Fahrt geht weiter Richtung Deception Valley und wieder hat es viele Gleitaare,
einen kooperativen
und einen jungen
Danach begegnen wir den ersten vierbeinigen Bewohnern der Zentralkalahari,
Durch den guten Regen dieses Jahr ist das Gras teilweise extrem hoch - und in Folge des vielen Futters gibt es aktuell auch eine Mäuseplage auf den Campsites, wo diverse Kabel und Leitungen von Selfdriverautos von den unzähligen Tierchen auf der Suche nach Flüssigkeit durchgenagt werden (in diversen Gruppen und Foren nachzulesen). Wir werden zum Glück verschont bleiben.
Um ca. 12 Uhr haben wir noch knapp 40 km bis zu unserer Campsite DEC03, die sich in der Nähe des Letiahau Wasserloches befindet.
Kurz darauf machen wir unsere Lunchpause (KD und DT achten sehr darauf, dass wir geregelte Mahlzeiten zu uns nehmen 😉 ) auf Kori 4, dazu dann später mehr.
Teil 811. Sept. 2021
20. August 2021: Vom Boteti River zum CKGR (Teil 2)
Auf der Kori-Campsite werden unsere Stühlchen ausgepackt und es gibt wie immer einen leckeren Lunch.
Der Mahaliweber freut sich über die kleine Pfütze, die sich unterhalb des Brauchwasserhahns bildet.
Übrigens gibt es seit kurz nach meiner letzten Reise mit Bushways eine Wasseraufbereitungsanlage in jedem Fahrzeug. Dort wird das Brauchwasser in Trinkwasser umgewandelt und dann in einen 10-Liter-Behälter umgefüllt, aus dem jeder sich seine Flasche auffüllen kann. DT ermutigt uns auch immer wieder zum Trinken. Das Wasser hat zwar im Abgang eine leicht erdig-staubige Note, aber ich dran denke, was das immer für ein Geraffel war mit den Plastikeinwegwasserkanistern (eine Umweltsauerei und Platz haben sie auch mächtig weggenommen), dann trinke ich gerne Wasser mit einem Gschmäckle. Wir machen uns ab und zu ein paar Tropfen Zitronensaft rein, dann kann man es wirklich gut trinken. Wenn ich mich so zurück erinnere, dann glaube ich, dass das Wasser gegen Mitte/Ende der Tour weniger Fremdgeschmack hatte, es kommt sicher drauf an, wo das Brauchwasser abgefüllt wurde.
Aber zurück zu Kori 4, dort habe ich eine Erstsichtung: ein farbenfrohes Pärchen von Granatastrilden (Violet-eared Waxbills).
Auch sonst gibt es viele Farbkleckse, viele Büsche und Bäume haben begonnen zu blühen, dazu kommt der betörende Geruch der Gräser. Es ist wirklich sehr schade, dass sich Gerüche nicht konservieren und im Bericht hochladen lassen
Auch die Dimension und Kargheit der Decetion Pan lässt sich nicht wirklich rüberbringen mit ein paar Fotos. Ich habe letztes (oder vorletztes ...man verliert ein bisschen die zeitliche Orientierung durch die Pandemie 🙄 ) Jahr das Buch "Der Ruf der Kalahari" gelesen - unvorstellbar, wie die Owens unter den damaligen Bedingungen dort leben konnten 😮 .
Unterwegs begegnen wir immer wieder den typischen Kalaharibewohnern.
Riesentrappen und Sekretärvögel fliegen immer wieder unvermutet und vorher teilweise unsichtbar vor uns auf – sie haben eine enorme Spannweite.
Diese beiden Ohren (die sich dann als vier entpuppen) entdeckt - zur großen Freude von Simone, die sie auf ihrer „Wanted“-Liste hatte - Elke. Sie ruft STOP, und kaum hält der Landcruiser, schon rennen die beiden Löffelhunde weg 😣 . Zum Glück sind sie aber neugierig und drehen sich noch einmal um!
Den Weg zu unserer Campsite müssen wir uns regelrecht bahnen, es ist alles ziemlich zugewachsen, man merkt, dass hier sehr wenig los ist. Wir haben im Park bisher auch nur auf Kori drei Autos im Convoi vorbei fahren gesehen, das wars meiner Erinnerung nach.
Auf der Sandpad direkt vor der Campsite zeigt uns DT dicke Löwenspuren, die Verursacher sind aber nicht zu sehen. Wir stellen zum ersten Mal unsere Behausungen auf, hier werden wir 3 Nächte bleiben. DT und KD bauen zusammen mit ein paar von uns das große mitgebrachte Schattendach auf, denn hier gibt es keine großen Bäume, die Schatten spenden könnten.
Nach einer kurzen Pause geht’s dann los zum Sundowner-Drive. Hier kann man (unten am Schatten) sehen, was einen großen Reiz der Bushways-Touren ausmacht: man fährt offen, nicht nur an der Seite, sondern auch das Dach wird aufgerollt, wenn es das Wetter zulässt. Strümpfig darf man auf die Sitzbänke stehen, sich an den Verstrebungen festhalten (was bei den Rumpelpisten auch nötig ist) und die Aussicht genießen. Was für ein grandioses Gefühl der Freiheit!
Das Letiahau-Wasserloch ist leider leer ( Pumpe kaputt), aber wir genießen einfach, was uns über den Weg läuft.
Gegen Ende ist dies eine große Oryxherde, dir wir in Ruhe beobachten, bis die Sonne untergegangen ist.
Zurück auf der Campsite erwartet uns schon das Dinner, das KD in unserer Abwesenheit gezaubert hat. Gegen 21 Uhr verschwinden wir – nach einem ausgiebigen Sicherheits-Briefing durch DT - müde von dem langen Tag in unsere Schlafsäcke. Der Beinahe-Vollmond steht über meinem Zelt – was für ein Anblick.
In der Nacht hören wir Eulen und in der Ferne Löwengebrüll! Jaaa, jetzt sind wir tatsächlich in der Wildnis und Einsamkeit Botswanas angekommen!
Teil 912. Sept. 2021
21. August 2021 – CKGR (der Vormittag)
Wir sind bereits unterwegs, als sich die Sonne über den Horizont schiebt.
DT ist sehr erfreut über unsere Pünktlichkeit und Disziplin und so starten wir bestgelaunt in den Tag und genießen die Farben und Tiere der Kalahari.
Ein junger Singhabicht hält es nicht lange mit uns aus und hebt von seinem Termitenhügel ab!
Wie ich dieses Licht und die vielen Blüten, die wir dieses Jahr erleben durften, liebe!!!
Unsere erste Katze der Reise ist eine African Wildcat, die aber so gar keine Lust hat, für uns Modell zu stehen. Ein schneller, völlig unvorbereiteter Schuss, und schon ist sie verschwunden!
Zwei junge Böcke aus dieser großen Springbockherde messen am frühen Morgen ihre Kräfte
Dieses Foto ist mit leichtem Bedauern verbunden: leider habe ich es nicht geschafft, auf dieser Reise eine Riesentrappe schön im Flug zu erwischen, nur dieses Suchbild ist mir geblieben. Aber frau muss ja auch noch Wünsche und Ziele fürs nächste Mal haben! Wobei es wirklich ärgerlich ist, denn es gab so viele Riesentrappen, die sich in die Lüfte geschwungen haben. Aber meistens völlig unvermittelt, ohne dass man sie vorher überhaupt gesehen hätte.
Ein Schakal darf auf keiner Runde fehlen, die sind wirklich massenhaft unterwegs.
Trappen am Boden klappt 😉
Der Steenbock versteckt sich einmal mehr, aber den krieg ich im Laufe unseres Aufenthaltes noch, soweit ich mich erinnere.
Der gestrenge Blick des Weißbürzelsinghabicht! War ja klar, dass genau dieser jetzt NICHT abfliegt, schließlich haben wir unsere Kameras perfekt eingestellt und positioniert. Aber das wäre ja zu einfach…. 😛 😎
Das nächste ist eine Erstsichtung für mich: ein Kapfuchs! Er/sie liegt in der Nähe des Baus, worin sich vermutlich Kleine befinden, aber wir bekommen sie nicht zu sehen, und auch das Elterntier verschwindet schnell im Gebüsch.
Um kurz nach halb zehn machen wir Coffee/Tea-Break wie jeden Tag. Früher gab es um 10 Uhr immer nur Obst, DT hat bei Bushways angeregt, doch auch Tee und Kaffee und Rusks anzubieten. Es war ihm unangenehm, wenn er andere Game-Drive-Fahrzeuge bei der Frühstückspause getroffen hat (vor allem in Parks, in denen man nur an bestimmten Stretchpoints Halt machen darf), und seine Gäste auf einem harten und vor allem kalten Apfel rumkauen mussten, wären die anderen Touristen genüsslich einen heißen Kaffee am kühlen Morgen geschlürft haben.
Danach passiert eine ganze Weile nicht viel, mal abgesehen von dem Gleitaar, der vermutlich einen der Nager in den Fängen hält, die die Autos kaputt machen (wenn man genau hinschaut, sieht man ein Schwänzchen)
Sowie die üblichen Verdächtigen
Dann gehen wir einem Tipp von Südafrikanern nach – das einzige Auto, das wir überhaupt treffen, soweit ich mich erinnere – und finden gut versteckt unter einem Busch gar nicht weit vom Letiahau-Waterhole entfernt zwei Löwenmänner. Vermutlich sind es diese beiden, deren Gebrüll wir nachts gehört haben.
Der eine trägt ein dekoratives Nasenpiercing
Da sich ihre Aktivitäten auf ein Minimum beschränken, was wir bei dieser Tageszeit und den herrschenden Temperaturen durchaus nachvollziehen können, fahren wir bald Richtung Camp, denn es ist Lunchtime!
Der Gepiercte schaut uns gelangweilt nach.....
Nach den beiden schläfrigen Jungs werden wir später nochmal schauen, wir wohnen ja nicht weit auseinander.
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1012. Sept. 2021
21. August 2021 – CKGR (der Rest des Tages)
Zurück auf der Campsite beobachten wir einen Rotbauchwürger, der sich ein kleines Reptil zum Lunch geschnappt hat. Matthias hat das meines Wissens besser beobachtet und fotografisch dokumentiert. Matthias...? 😐
Unser Lunch sieht zum Glück etwas anders aus – heute gibt es Brunch, nämlich Spiegeleier, Baked Beans, Würstchen, Bacon, gebratene Tomaten und dazu Toast. Keine Ahnung, warum man vom Nichtstun so viel Appetit bekommen kann… 😮
Nach der ersten Löwensichtung der Reise ist die Stimmung natürlich noch besser als vorher, falls das überhaupt möglich ist. Inzwischen gibt es auch schon den einen oder anderen running gag, und es werden sich noch viele dazu gesellen. Beate (oder war es Simone, oder Petra – oder alle? 😕 ) hat darüber Buch geführt, ich muss da unbedingt mal reinschauen. Für die meisten Gags ist Evi zuständig, unter Mithilfe von DT. Nachdem er gemerkt hat, dass Evi Spaß versteht und überhaupt nicht beleidigt ist, wenn er ihre englischen Versprecher oder Wort- und Satzschöpfungen bei jeder passenden Gelegenheit ins Gespräch einbaut (völlig egal, ob es sich dabei um Erklärungen unterwegs, Briefings abends oder einfach beim Mittagessen nebenher handelt), gibt es für ihn (und manchmal auch für uns 😉 ) kein Halten mehr 😄 .
Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich DT noch nie so entspannt und fröhlich erlebt habe wie auf dieser Tour (er hat dies im Nachgang auch bestätigt), aber dass er sich wirklich ständig halb kaputtlacht, das ist ganz neu für mich und sehr ansteckend 🤪 ! Er muss manchmal nur das erste Wort eines running gags erwähnen, und schon kringeln sich 10 Leute im Busch vor Lachen, er allen voran 😄 ! Kennt Ihr das, wenn einem das Lachen die ganze Zeit schon ganz weit oben sitzt und man mit Dauergrinsen unterwegs ist – und dann nur noch ein Wort fehlt, dass man laut losprusten muss? So ging es uns ganz oft – und das hat soooo gut getan. Ich kann mich nicht zurück erinnern, wann ich zuletzt so viel in so kurzer Zeit gelacht habe!
Wenn man in solch einer Stimmung ist, dann reichen auch ganz banale Versprecher, wie z.B. Evi’s „We are really in the middle of Norway!“ Das lässt sich morgens gut verwenden, wenn es saukalt ist 😗 , aber auch bei anderen Gelegenheiten immer wieder einbauen. Auch die logische-Erklärung „I have to prepare my body“ für ihre Frage, wann wir uns wofür und wie fertig machen müssen, lässt Spielraum für die Verwendung 😎 🤪 .
DT lässt seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf und ab und zu höre ich von Matthias neben mir zwischen zwei Lachanfällen nur noch ein japsendes „I mach mir jetzt glei ind Hos vor Lacha“ 🤩 😄 .
Das Allerbeste ist aber, dass Evi immer „Botswania [Botsweijnia]“ bzw. als Adjektiv „botswanian“ sagt. Ich warne euch 🙄 : sagt es euch nicht zu oft vor – ihr bekommt es nicht mehr aus dem Sinn und könnt nicht mehr einfach nur Botswana sagen – ich spreche aus Erfahrung 😣 !
Und da sie DT und KD viel nach Sitten und Gebräuchen und Familienstand und und und fragt, taucht dieses Wort natürlich oft auf – zur großen Erheiterung aller. Es lässt sich auch sonst sehr leicht in die Konversation einbauen, ich schwörs 😉 ! Ach, was haben wir gelacht 🤪 !
Aber nicht etwa über Evi, sondern dank Evi! Das war wirklich gaaaanz großes Kino und hier mal ein fettes Dankeschön an sie 😘 , vor allem, dass sie sich trotzdem getraut hat, weiter das Gespräch auf Englisch zu suchen, da sie wirklich auch sehr interessiert an allem war und einige Dinge rausgefunden hat, die wir sonst heute noch nicht wüssten.
Und damit mich niemand falsch versteht: es ist auch überhaupt nicht doof oder so, was sie fragt und sagt, sondern sie hat einfach ein Talent für diese unfreiwillige Situationskomik. Das führt dazu, dass DT, wenn sie etwas zu ihm sagt oder fragt und sie dabei nicht ganz deutlich spricht, nochmal nachhakt – natürlich in der Hoffnung, dass er einen weiteren running gag für unsere Sammlung geliefert bekommt! Nachdem er nachgefragt hat („Please repeat!“) , sitzt er dann mit leicht geneigtem Kopf und einem süffisantem Lächeln im Gesicht da und lauscht Evis Worten – meist gefolgt von einer Lachsalve 😄 !
Auch KD bringt uns oft zum Kichern – eines der Wörter auf Deutsch, die er kann, ist KAPUTT. Man glaubt nicht, wofür man „kaputt“ alles verwenden kann, für fehlende Dinge, für ausgegangene Dinge, für Vögel, die wegfliegen…. 🤨 Eigentlich braucht man wirklich nicht viele Worte, um im Ansatz negative Zustände zu beschreiben…kaputt passt meistens! Und wenn dann wirklich mal was KAPUTT ist, dann ist das auch schon wieder total witzig – warum auch immer…. 😐 Wir lassen uns auf jeden Fall keine Chance entgehen, zu Lachen – viel und laut!
Aber wo war ich stehen geblieben? Im Zweifelsfall in Botswanien…. 😗
Also, nach der Mittagspause auf unserer Campsite, die in the middle of Norway in der Zentralkalahari liegt, welche sich wiederum in Botswanien befindet, pripären wir unsere bodies , denn um 15.30 Uhr geht es wieder auf Pirsch!
Gleich nach Ausfahrt aus dem Camp treffen wir auf diesen kooperativen Termitenschmätzer mit seinem gelben Blümle – weil er so schön modelt, bekommt er zwei Fotos (und weil es sonst nicht allzu viele heute gibt).
Wir schauen bei den Jungs vorbei - unter ihrem Busch könnte man sie glatt übersehen!
Auch jetzt hängen sie im Prinzip nur ab, Highlights sind ein Drehen von rechts nach links und ein Pfötchen auf der Mähne des Freundes (oder Bruders?). Immerhin kann man sie so in Ruhe beobachten und verfällt nicht in Hektik 😎 . Das Piercing existiert übrigens nicht mehr!
Also fahren wir noch eine kleine Runde und freuen uns, dass wir außer Erdhörnchen, einem Fleckenflughuhn, einem grünlichen Vögele (LH-Wrap?) und einem Steenbockmädel mit ihren großen Lauschern auch nochmal die Löffelhunde mit ihren großen Ohren antreffen.
Danach geht’s kurz vor Sonnenuntergang ein letztes Mal zu Löws! Wieder liegen sie nur rum - die Grundstimmung ist ..... meditativ 😉 . Der eine inzwischen auf dem Fahrweg, der andere noch unterm Busch.
Das höchste der Gefühle ist, dass sich der Löwe auf der Straße von der einen auf die andere Seite rollt.
Vielleicht sollte man dem König der Tiere mal irgendwie vermitteln, dass es nicht sehr majestetisch wirkt, wenn man bis zu den Schultern voll bekleidet, von da an abwärts aber ziemlich nackt, das Ganze gekrönt von einer dicken Wampe auf dem Rücken im botswanesischen Staub eines unidyllischen Fahrweges liegt!
Die nachdenklichen Blicke dagegen wirken sehr souverän….
Sein Kumpel/Bruder/whatever merkt, dass wir ungeduldig werden, erhebt sich und kann sich nicht so recht entscheiden, wohin er eigentlich will.
Also lässt er sich der Einfachheit halber kurze Zeit später mit einem Plumps ebenso in den Staub fallen.
Nachdem wir wieder ernst geworden sind 🤪 , genießen wir den magischen Augenblick in vollen Zügen, wie die Löwen unter dem Vollmond liegen
und auf der anderen Seite die Sonne untergeht.
Finde den Fehler!
Wir überlassen die beiden Löwenmänner ihren süßen Träumen und fahren das kurze Stück zurück ins Camp.
Heute Abend gibt es zum Nachtisch geröstete Marshmallows – und Evi meint, nachdem sie dieses Foto gemacht hat (danke 😘 ), zu DT, der mit weit aufgerissenem Mund in die Kamera schaut: "You can show this picture to your dentist!" Oh Yes, auch dieser Spruch kommt in die Sammlung – man denke nur schon mal vorab an aufgerissene Hippomäuler oder gähnende Löwen!
Bei Vollmond und immer noch leise vor mich hinkichernd krieche ich um Buschmitternacht (21 Uhr) in mein Zelt, denke kurz an meinen Jüngsten, der heute Geburtstag hat und lausche dann den nächtlichen Geräuschen.
Teil 1113. Sept. 2021
22. August 2021: Ausflug zur Sunday Pan / CKGR
Für heute ist ein (fast)Ganztagesausflug geplant. Dank seniler Bettflucht hüpfen einige von uns bereits um 5.40 Uhr im Camp herum und versuchen, den Vollmond (+ Stern rechts daneben am Bildrand) zu fotografieren.
KD denkt sich wohl seinen Teil 😎
Pünktlich wie immer verlassen wir zum Sonnenaufgang das Camp, KD lassen wir daheim. Er hat einiges zu erledigen (Essen vorbereiten, Waschen, Duschen, Campbewachen usw.).
Diteko ist wie immer ständig am Spähen – er würde uns zu gerne einen Geparden zeigen (wie er mir später erzählt), aber das soll nicht klappen im CKGR. Egal – wir werden heute so viele „kleine“, aber ganz spezielle Dinge erleben, wer braucht da einen Geparden 😕 ?
Okay, die erste Sichtung so kurz nach unserem Frühstück ist nicht gerade sonderlich appetitlich: der Schakal macht sich genüsslich über…. Kacke her, die zweite Portion scheint von einer Hyäne zu stammen. Hmmmm, lecker 🤢 ! Dabei lässt er uns nie aus den Augen – man merkt ihm an, dass er nicht so recht weiß, ob er uns trauen kann. Eigentlich würde er gerne wegrennen, aber das geht bei diesen ganzen Leckerbissen, die ihm hier auf dem Staubtablett serviert werden, doch nicht, oder 😐 ?
Wir wünschen ihm weiterhin guten Appetit und fahren zu der Gruppe von Oryxen mit Gnu. Auch wenn das vielleicht nicht jeder verstehen kann, aber dieses Foto ist tatsächlich eines meiner Lieblingsfotos der Reise (okay, davon gibt es allerdings auch eine ganze Menge…).
Sind die nicht süüüüß? Ich habe ja lange über eine Giraffe als Haustier im Garten nachgedacht 😎 , aber aus Platzgründen tendiere ich inzwischen zu einem Oryx-Kind 😘 !
Dafür, dass ich keine Gnus mag hab ich mir echt Mühe mit dem Foto gegeben, oder?
Schakale sind hier inflationär
Den Springböcken schmecken die frischen Blüten – und dazu die Morgensonne, was will man mehr!
Um 7.55 Uhr haben wir eine sehr spezielle Sichtung! Matthias glast mal wieder die Gegend ab, und nahezu zeitgleich sehen er und DT Schakale und einen Singhabicht, der im Gras sitzt (für den Singhabicht - links - braucht Ihr etwas Fantasie!).
Und da ist noch etwas – DT kombiniert, dass dort ein Honigdachs unterwegs sein muss, weil Schakale und Singhabichte ihnen in der Hoffnung auf leichte Beute folgen. Während er dies erklärt, ruft Matthias auch schon „Honeybadger“!
Leider kann man die Action fotografisch nicht so gut rüberbringen, wie sie tatsächlich war…. Der Singhabicht fliegt immer wieder auf, der Schakal, bzw. die Schakale, es waren ja zwei, nur sieht man den zweiten auf den nächsten Bildern nicht mehr, folgen dem Dachs.
Dieser lässt sich mal kurz ablichten, geht dann aber weiter auf Futtersuche, gefolgt von den Schakalen.
Und jetzt kommt mein großer Auftritt 🤩 . Ich bin ja wirklich ein blindes Huhn, aber heute sitzt mein Korn der Reise für mich bereit! Ich rufe STOPP, und nicht mal Chefspotter Diteko und Adlerauge Abglas-Matte haben etwas gesehen!
Ganz vorsichtig tastet sich DT mit unserem Riesenfahrzeug heran, er muss den Baum umrunden, ohne mein Korn zu vertreiben 😮 . Und da sitzt er: ein Fleckenuhu! MEIN Fleckenuhu 🙂 😘 .
Er lässt uns viele Fotos von sich machen.
Selbst die Augenlider bestehen aus kleinen Federchen 😘
Uhu ohne Augen
Zweimal hüpft er eine Etage höher, um der Sonne (und vielleicht auch uns?) zu entkommen, und setzt sich jedes Mal in eine andere Pose.
Dann wirft er uns einen deutlichen „Wollt Ihr nicht mal langsam weiterfahren“-Blick zu.
Okay, Botschaft verstanden! Für mich ist der Tag eigentlich schon gelaufen, wir können zurück fahren 😉 !
Aber da ist ja noch der niedliche Steenbok, dem die Blüten genau so gut schmecken wie den Springböcken
Außerdem ein Steppenfalke...
...wenn auch „kapppuuuut“ 😗 😄
Und ein festzementierter Singhabicht (aber warte Bürschchen, dich erwische ich heute noch! 🙄 )
Dann sind wir wieder beim Kapfuchsbau, noch ist alles ruhig dort.
Die Erdhörnchen sind wachsam, vielleicht haben sie auch den Löffelhund bemerkt, der in der Nähe jagt.
Heute habe ich von Heiko Genzmer, der die Fotos gesehen hat, erfahren, wie dieses Tier heißt: Fat Eared Box 😄 🤪 Er ist völlig ins Jagen vertieft und lässt sich von uns nicht stören:
Danach ist es Zeit für den Coffeebreak – in the middle of Norway!
Ich mach‘ hier auch einen Break – mal schaun, ob ich heute noch den Rest des Tages schaffe…. Edit: Das wird nichts mehr, bin zu lange am Telefon gehangen 😎 !
Gute Nacht!
Teil 1214. Sept. 2021
Bevor es hier weitergeht, muss ich leider Evi einen Punkt bei der Sprüche-Wertung abziehen 🙁 - "Norway" geht wohl an Beate. Zumindest hat Evi, die hier mitliest, mir das heute früh so geschrieben und wer könnte es besser wissen als sie 😕 : "Norway" gehört tatsächlich nicht zu meinen "Schöpfungen". 😄 Wenn ich mich recht erinnere war es in der Kalahari, wo D.T. erklärt hat, dass es hier so kalt wie "nowhere" ist, oder so ähnlich...... Es war dann Beate die Norway verstanden hat."
22. August 2021: Ausflug zur Sunday Pan - der Rest
Nach der Kaffeepause machen wir uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel (auch wenn hier definitiv der Weg das Ziel ist und die Sunday Pan auf diesem Wegweiser eh nicht vermerkt ist.... 😎 )!
Unterwegs treffen wir noch diverse Vögelchen (hier ein Erdschmätzer)
und schauen bei Kapfuchsens vorbei. Da gibt es aktuell etwas Knatsch: ein Schakal interessiert sich zu sehr für den Bau und so gibt es, verborgen von vielen Büschen nur schemenhaft zu erkennen, einen kurzen Kampf. Danach zieht der Schakal von dannen…
Ein junger Bateleur Eagle (Gaukler) fliegt vor uns auf
Die unvermeidbare Riesentrappe,
speziell geformte Landschaft
und besondere Pflanzen (in diesem Fall einen Hoodia gordonii) ziehen an uns vorbei:
Dann für die Birder eine Neusichtung: ein Orange River Francolin (Rebhuhnfrankolin).
Kurz vorm Sunday Pan Wasserloch sitzt ein Greif hoch oben auf einem Baum, erst denken wir an einen jungen Martial Eagle, aber er entpuppt sich nach der Fotoanalyse als ein junger Schwarzbrustschlangenadler.
Am Wasserloch ist wenig los und so fahren wir den Berg hinauf zu einer der Campsites.
Man hat dort eine schöne Aussicht
und umflattert von diversen Vögeln (Camper haben hier eine Tränke installiert) genießen wir unseren Lunch.
Danach geht es den Berg wieder runter
und zurück Richtung Heimat.
Unterwegs treffen wir die üblichen Verdächtigen (das Oryxkind ist noch ganz klein und sooo süß!)
Kurz vor Ende der Tour, es ist schon fast 16 Uhr, macht mir dieser Singhabicht noch die Freude, mitten im besten Licht von seinem Ansitz zu starten – diese Bilder sind mir mindestens genau so viel wert wie ein Gepard – denn ich finde Greife, vor allem wenn sie fliegen, total faszinierend 🤩 !
Nach einer kurzen Pause im Camp geht’s nochmal los zum Sonnenuntergang mit Oryx – DT kennt keine Gnade 😎 !
Morgen endet unser Aufenthalt in der Zentralkalahari, uns steht eine lange Fahrt nach Maun bevor. Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1315. Sept. 2021
23. August 2021: Vom CKGR über Maun nach Mochaba Crossing
So, da ich heute etwas später los muss hau‘ ich mal noch schnell das Transfer-Kapitel raus, damit dieser unangenehme Teil erledigt ist 🤢 . Der Plan für heute ist zügig, aber ohne Hektik übers Deception Valley zum Matswere-Gate zu fahren und dann über die Cutline nach Makalamabedi, wo wir wieder auf den Boteti treffen. Von dort dann nach Maun zum Resupply und Einkaufen und anschließend raus aus der Stadt Richtung South Gate ins Mochaba Crossing Camp.
Kurz vor 7 Uhr haben wir das komplette Camp abgebaut und in den Trailer verladen. Die Logistik funktioniert wie folgt: jeder bringt so früh wie möglich sein Gepäck auf die bereits ausgelegte Plane, die Matten zur entsprechenden großen Hülle und baut dann sein (hoffentlich leeres) Zelt ab. Danach darf man zur Belohnung das Frühstück zu sich nehmen. DT und KD bauen dann schon mal ein WC-Zelt ab, das Schattendach war bereits gestern verschwunden, als wir am späten Nachmittag von unserer Tour zurückkamen. Die Dusche wurde irgendwann abends noch demontiert. Während nach dem kurzen Frühstück dann ein paar von uns Mädels den Abwasch erledigen, bauen die anderen den Rest des Camps ab, Tische, Stühle, Feuerstelle, zweites WC (nach dem letzten Call), das Gepäck und die Zelte werden in den Trailer verladen, die Mattenhüllen obendrauf, Plane drüber gespannt – fertig! Das Ganze ist eine perfekt einstudierte Choreografie zwischen DT und KD, da sitzt jeder Handgriff, das Timing passt ohne große Worte – und unser Achter-Team fügt sich zur großen Freude der Beiden reibungslos ein, nachdem klar ist, wer am besten was erledigt. Keiner steht blöd rum und lässt die anderen schaffen, sondern jeder packt da an, wo er eine Hilfe ist. So werden wir uns auf der ganzen Tour immer erstaunlich früh und entsprechend bestgelaunt zum nächsten Ziel unserer Reise aufmachen können 🙂 .
Auf dem Weg zum Gate verabschieden wir uns von unseren Nachbarn der letzten Tage.
Vor allem der Gleitaar erstaunt mich – ich wusste nicht, dass er auch rüttelt (Nur Beweisfoto, das Licht war noch zu schlecht)!
Tschüss Fleckenuhu!
Tschüss Oryfamilie
Tschüss großes weites NICHTS!
Tschüss Sekretär
DT hofft ja immer noch auf einen Geparden, aber es ist wieder "nur" ein Schakal 😎
Sogar die Fat Eared Boxes ( 😎 😄 ) lassen sich nochmal blicken, geben aber dann schnell Fersengeld – die Pfötchen fliegen hoch!
An einer schönen Stelle machen wir Pause,
DT und KD checken das Terrain ganz genau, bevor sie uns erlauben, hinter die Büsche zum Pinkeln (bushy-bushy) zu gehen.
Ich hatte ganz vergessen zu erzählen: vorgestern war nämlich eine Wildcat plötzlich aus einem Busch herausgesprungen, nachdem wir ihn für unsere Zwecke benutzt hatten. Da sind einige von uns dann doch ziemlich erschrocken 🤩 - man vergisst leicht, dass man sich mitten in der Wildnis befindet und bestimmt viel mehr Tiere uns beobachten, als wir denken…. 😗
KD funktioniert kurzentschlossen die Spülschüssel zum Lenkrad um, schaltet und kuppelt ein bisschen und beschließt, ab jetzt den Trailer zu fahren 😄 .
Man kann hier übrigens auch unser großes Wasserfass sehen, das wir im CKGR dringend benötigt haben, denn dort kann man kein Wasser nachfassen. Wir werden uns aber in Maun von ihm trennen, denn ab da gibt es immer Brauchwasserzapfstellen an den Public Campsites, die wir nutzen dürfen, um unseren Tank aufzufüllen.
Nachdem wir das Matswere-Gate hinter uns gelassen haben, wird es zäääh. Wir fahren stundenlang auf dieser oder ähnlicher Piste. Die einzige Abwechslung ist die Querung des Vet Fence bei Kuke Corner.
Wenn man sich die Karte anschaut, wird klar, dass das nicht spannend werden kann 😵 .
Diese langweilige Strecke nutze ich (hier im Bericht, nicht damals vor Ort), um ein bisschen von Diteko zu erzählen. Nach zwei sehr schönen Touren mit ihm 2017 mit meinen Kindern und 2018 mit Renate habe ich ihn schon zu Beginn der Planung als Guide angefragt, da mir seine Art sehr liegt. DT arbeitet seit 1999 bei Bushways, laut Heiko ist er sein erster festangestellter Mitarbeiter. DT kam damals völlig unerfahren in Maun an, er stammt aus Francistown und hatte keine Bush-Erfahrung, daür aber eine große Begeisterung für die Natur und den großen Wunsch, in diesem Sektor zu arbeiten. Er hat uns selber erzählt (nachdem Heiko mir das auch schon gesagt hatte), dass er als ganz junger Kerl, etwas verrückt und mit blondgefärbten Haaren, bei Bushways aufgeschlagen ist. Einige Jahre lang ist er dann mit Heiko, der damals noch selber die Touren der frischgegründeten Firma als Guide gefahren hat, mit an Bord gewesen, er hat dort von ihm alles gelernt, Fahren, Kochen, Guiden, Alles….. Zitat Heiko: >>>DT hat der überlebensrekord rekord aufgestellt von "mit Heiko auf safari arbeiten"<<< 🤪
Auch heute ist DT noch so begeistert wie früher von der Natur seines „beautiful Botswana“ – bei schönen Sichtungen macht er selber auch Fotos mit dem Smartphone und auch wenn er daheim ist, schaut er immer noch sehr gerne Natur-Dokus an. Lachend erzählt er, dass im Kampf um die Fernbedienung zunächst seine Schwestern und seine Freundin die Daily Soaps schauen dürfen, und dann sei er an der Reihe mit Nationale geographic tv oder ähnlichem!
Durch Corona wurde die Anzahl der Guides bei Bushways natürlich erheblich reduziert – umso mehr freut es mich, dass er weiterhin für diese Company fährt und mein Wunsch, ihn als Guide zu haben, erfüllt wurde! Und nicht nur ich, sondern die ganze Gruppe ist glücklich mit ihm. Da ist auf der einen Seite sein Wissen, seine Erfahrung und sein Fahrkönnen, seine ruhige und trotzdem bestimmte Art, auf der anderen Seite aber sein Humor und sein ansteckendes Lachen -dies alles trägt wesentlich dazu bei, dass die Reise so besonders ist 😘 !
Genug geschwärmt 😛 – wir erreichen endlich den Boteti und machen hier Rast.
Es gibt auch jede Menge Reiher und entsprechend viel zu beobachten, aber Fotos habe ich dann keine mehr gemacht, warum auch immer...
DT klärt mit mir ab, was alles zu erledigen ist in Maun und lässt uns dann dort beim Choppies in Flughafennähe raus. Wir ziehen Pula und ergattern einige Softdrinks und Knabberzeugs, währenddessen tanken DT und KD den Landcruiser voll und befüllen den Trailer im Lager von Bushways mit neuen Lebensmitteln. In der Stadt wird die Maskenpflicht übrigens konsequent umgesetzt und niemand kann einen ATM-Schalterraum oder einen Laden betreten, ohne vorher persönlich von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin die Hände desinfiziert zu bekommen. Ehrlich gesagt fühle ich mich nicht anders als in Deutschland beim Einkaufen, zumal eh nicht so viele Leute unterwegs sind wie sonst. Ich kenne ja Maun von einigen anderen Besuchen her, der Unterschied zu damals ist enorm! Man sieht vielleicht mal einen Bushcamper auf den Straßen und Parkplätzen und keine oder kaum Touristen beim Einkaufen. Das ist für uns zwar recht entspannt, aber für Botswana, das ja zu einem nicht unerheblichen Teil vom Tourimus lebt, fatal! Matthias wird von Einheimischen angesprochen und gefragt, wo wir herkommen und es wird ihm signalisiert, wie glücklich die Leute sind, endlich mal wieder Touristen zu sehen!
Wir sind dann froh, als DT und KD endlich dort wieder eintreffen, wo sie uns abgesetzt haben, denn es ist heiß und uns ist langweilig (obwohl es einen 30minütigen kostenlosen Wlan-Hotspot dort mitten auf dem Choppies&Co.-Gelände gibt). Wir räumen unsere Einkäufe ein und dann kommt auch noch Nicola, die Bushwaysoffice-Managerin. Ich muss noch die Einkäufe, die sie vorab für uns erledigt hatte, abrechnen, und übergebe ihr auch noch wie vereinbart ein Geschenk für Misha und Christian von Okavango Air Rescue von einem lieben Forumsmitglied, das bei ihnen schon mal hospitiert hatte. Da ich die beiden selber nicht treffen kann, hat Nicola versprochen, das Päckchen weiterzuleiten (was auch geklappt hat!).
Von Maun fahren wir weiter Richtung South Gate und übernachten in Mochabe Crossing, das seit einiger Zeit auch im Besitz von Bushways ist. Vier von uns beziehen wunschgemäß ein Chalet, der Rest baut die Zelte auf. Dinner essen wir aber gemeinsam auf der Campsite, wie immer bewährt zubereitet von KD. Wir sind auch die einzigen Gäste und die schöne Lapa ist verwaist. Nur die sehr nette Managerin ist da und freut sich ganz doll über die mitgebrachten Masken!
Abends wird noch schwer auf den Smartphones rumgedaddelt, denn hier gibt es Wifi! Nachdem unsere Lieben daheim wissen, dass wir bisher noch nicht vom Löwen gefressen wurden und auch sonst alles bestens ist, verschwinden wir in unsere diversen Etablissements!
Morgen geht’s in den Moremi – *freu* 🙂 😘 !
Teil 1415. Sept. 2021
Bevor ich später auf eure so netten Beiträge 🙂 eingehe, noch schnell ein fotografischer Nachtrag: Diteko hat nicht nur zwischendurch Tiere, sondern auch sich und uns fotografiert 😎 . Das Foto hat er mir freundlicherweise eben zur Verfügung gestellt - es wurde am 22.8., also quasi "gestern" in der Zentralkalahari aufgenommen!
LG Bele
Teil 1516. Sept. 2021
24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi – Teil 1
Bereits um 6.50 Uhr verlassen wir Mochaba Crossing, heute musste allerdings auch nur das halbe Camp abgebaut werden, 6 Zelte (inkl. das von DT und KD), kein Dusch- und kein Bushybushyzelt.
Die vier Luxusschnäggla 😛 , die sich die beiden Chalets gemietet hatten, erzählen, dass sich sie nachts in ihr Zelt zurückgesehnt haben, da man mangels Moskitonetz nicht lüften konnte. Zwar gibt es eine Klimaanlage, aber wer nutzt die schon nachts? So richtig toll sauber wären die Chalets wohl auch nicht gewesen. Allerdings sei es fein gewesen, mal wieder seine eigene Dusche und seine eigene Toilette gehabt zu haben.
Die Ablutions der Campsite, die wiederum ja auch ziemlich staubig und karg ist, sind auch nicht so mein Geschmack, das typische recht große, nüchterne Haus mit ein paar Waschbecken und ein paar WC- und Duschkabinen. Die Temperatur der Dusche war sehr wechselhaft – DT fragte mich gestern nach dem Duschen besorgt, ob ich überhaupt warmes Wasser gehabt hätte. Das schon – immer mal wieder 😄 .
Aber da ist Jammern auf hohem Niveau, von der Entfernung hats gerade so gepasst, bis nach Kaziikini, das landschaftlich netter liegt und inzwischen auch noch verbessert wurde, hätte es uns nicht mehr gereicht, in Maun wollten wir nicht übernachten. Vielleicht tut sich ja in Sachen Ablutions und Moskitonetze noch was, wenn der Tourismus mal wieder richtig anläuft und wieder Geld in die Kassen gespült wird (kleine Wink mit dem Zaunpfahl rüber zu Bushways 😗 😎 ).
Nun aber los Richtung Moremi bei erneut wunderbarem Wetter, es ist warm, die Luft ist klar, der Himmel ist blau 🙂 . Das Schöne ist ja, dass man sich ab Höhe Kaziikini (wenn ich mich richtig erinnere) zwar noch nicht im Game Reserve, aber bereits in einem Schutzgebiet befindet, ich hab extra nochmal nachgefragt: „Yes its a concession...Shandereka or Kazikini Community Trust“. Dies hat zur Folge, dass man hier bereits viele Tiere antrifft, und dies auch noch in einer teils atemberaubenden Landschaft. Wir kommen aus dem Staunen und Genießen nicht mehr raus! Ich liebe diese wilde, völlig unberührte Natur Botswanas so sehr!
Zwei African Hawk Eagle (Afrkan.Habichtsadler)
Junger Black-shouldered Kite (Gleitaar)
Junger Bateleur-Eagle (Gaukler)
Um kurz nach 9 Uhr sind wir dann am Gate,
dort hoffen diverse Vögel darauf, dass etwas für sie abfällt.
Arrow-marked Babbler (Braundrossling)
Wir müssen uns zum Glück nichts auf dem Boden suchen, sondern bekommen von KD Getränke, Kekse und Obst auf dem Landcruiser bereitgestellt, während Diteko uns registriert.
Im nächsten Teil cruisen wir dann zu unserer Campsite – bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1616. Sept. 2021
24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi MGR06– Teil 2
Nun geht es also zu unserer Campsite. Diese hat wie so Vieles, was diese Reise betrifft, eine längere Geschichte. Nach dem tollen Aufenthalt auf der MGR08 mit Renate im Jahr 2018 wollten wir natürlich unbedingt diese Campsite haben und dort 3 Nächte bleiben. Von HATAB haben wir dann die Nr.7 (bei Xakanaxa) zugeteilt bekommen – knapp daneben ist auch vorbei 🤩 😈 !
Aber logisch, bei 2 Jahren Buchungsvorlauf waren wir ja mit unseren 1,5 Jahren schon reichlich spät dran 😗 – und jeder will auf die 8! Davon abgesehen mussten wir froh sein, überhaupt noch etwas zu bekommen im Moremi, es war damals so, dass wir unsere Route ein bisschen doof stricken mussten, nämlich zuerst direkt nach Khwai (damals 2 ÜN) von Maun aus, dann von Norden her auf die Nr.7 runter und dann wieder noch oben raus nach Khwai und dort noch eine Nacht im Guesthouse, weil es diese 3 Nächte am Stück eben nur zu diesem bestimmten Zeitpunkt gab.
Beim Verschieben von 2020 auf 2021 ergab sich dann (da ja viele verschoben haben und es auch noch Bestandsbuchungen gab), dass wir zwar direkt von Maun in den Moremi konnten auf die Nr.7, aber nur 2 Nächte. Okay, kein Problem bzw. sogar noch besser, machen wir eben eine Nacht in Khwai mehr, wenn wir schon nicht die 8 bekommen und außerdem mussten wir jetzt nicht diese Schleife fahren.
Kurz vor der Abreise hat mir Heiko dann geschrieben, dass sie uns zwar auf die Nr.8 haben umbuchen können (juhu 🙂 ), aber dass ich mich nicht zu früh freuen soll, weil dieses Gebiet noch ziemlich unter Wasser steht - und außerdem sind ja die Brücken kaputt 🙁 (Grüße an KD gehen raus). Es könne gut sein, dass wir auf einer ganz anderen Campsite landen 😣 .
So war es dann auch, wir bekommen at the end oft he day die Nr.6, die in the middle of Norway zwischen 1st und 2nd Bridge liegt.
Schlussendlich war es sehr schön dort, jede Menge Lagunen voller Wasser in der Nähe (wenn auch nicht in Sichtweite unserer Campsite wie bei der Nr.8) und wirklich seeeehr einsam! Auf dem Weg dorthin musste unser Guide öfters mal Äste abschneiden, damit wir überhaupt durchkommen, hier war wohl schon lange niemand mehr gefahren. Wir haben DT extra gefragt, wie erstens HATAB darauf kommt, genau dort eine Campsite auszuweisen und wie die Guides die dann finden? Antwort: HATAB fährt wohl alles ab und sucht sich Stellen aus, die geeignet sind und an die Selbstfahrer nicht so leicht kommen, die Guides bekommen Beschreibungen und wohl auch GPS-Daten.
Einsam war es HATAB-Sites hin oder her sowieso im Moremi dieses Jahr wegen Corona, ich kann mich kaum an eine Begegnung mit einem anderen Fahrzeug erinnern.
Jetzt aber los – hier sind die Bilder von unserer Fahrt vom South Gate über diverse Loops zu unserer Campsite, wo wir so gegen 15 Uhr angekommen sind. Unterwegs erleben wir atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaften und eine artenreiche Tierwelt.
Tsessebe (Leier- oder Halbmondantilope)
Saddle-billed Stork, immature (junger Sattelstorch) mit Graureiher
Glossy Ibis (Brauner Sichler)
Pied Kingfisher (Graufischer)
Black-winged Stilt (Stelzenläufer)
Gabelracken, die ja schon sitzend ziemlich bunt sind, brennen beim Flug ein wahres Farbenfeuerwerk ab. Diese hier zwitschert mir zu, dass sie gleich abfliegen wird - danke! 😉 😘
Leider ist die eine Schwinge "kapuuuud" 😎
Eine große Gruppe von Black Heron (Glockenreiher)
Goliath Heron (Goliathreiher)
White-faced whistling duck (Witwenpfeifgänse)
Ich finde ja diese Borsten so witzig!
" You can show this picture to your dentist" 😄 😄 😄
African Spoonbill (Löffler)
First Bridge ist in keinem gutem Zustand, was aber egal ist, weil drumrum alles trocken ist. War wohl vor ein paar Wochen noch anders, da musste man, ob man wollte oder nicht, drüber fahren!
Hamerkop (Hammerkopf)
Das musste ich auch erst nochmal im Buch nachschauen: Common Moorhen (ich würde sagen, immature, denn auf einem anderen Foto, wo der Kopf von vorne drauf ist, kann ich schon ein bisschen rot oben am Schnabelansatz erkennen)
Kurz vor unsere Campsite werden wir argwöhnisch beäugt - wer stört hier unsere Ruhe?
Ich hoffe, man kann anhand der Fotos ein bisschen erkennen, was für eine Artenvielfalt in wunderschöner Landschaft wir angetroffen haben! 🙂 (Und wenn ich mal weniger faul bin, schreib ich noch die Namen teilweise dazu)
Den Rest (wenn auch nicht mehr viel) gibts im letzten Kapitel zu diesem Tag. Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1718. Sept. 2021
24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi MGR06– Teil 3
Nachdem wir unser Camp installiert haben, brechen wir noch zu einer kurzen, beschaulichen Runde im schönen Nachmittagslicht auf. Auf der einen Seite stehen Giraffen, auf der anderen Zebras:
Ein übermütiger Impala-Bock:
"Unser" Pool:
Zwei juvenile Yellow-billed Storks bei der Abendmeditation:
Leider ist das Licht schon recht schwach, als wir beobachten können, wie ein Waffenkibitz einen Klunkerkranich hasst (ja, das heißt so, das ist ein zoologisch/ornithologischer Begriff, den ich auch erst neulich in meiner Vogelgruppe gelernt habe). Ich hab's leider nicht gefilmt, jetzt müsst Ihr euch eben die einzelnen Fotos zusammendenken 🤪 .
Der kleine Kerl bringt den großen Kranich am Ende sogar zu einer Vollbremsung und einem Richtungswechsel.
Als endlich Ruhe herrscht, schreitet er davon, dabei wirft sein Körper in der tiefstehenden Sonne einen Schatten auf seinen Hals (ich war kurz verwundert über diese zweierlei Farben !).
Der Nachmittag geht mit ein paar kitschigen Giraffenbildern in den Abend über
Zum Schluss wird uns auch noch die Zunge herausgestreckt 😛
Kurz vor Sonnenuntergang wird nochmal schnell gebirdet: African Hoopoe und Coucal:
Auch wenn wir heute keine Katzen gesehen haben, wurden wir von Botswanias Landschaften und Tieren mehr als verwöhnt! 🙂
Selbst Günter Jauch hat sich vor einiger Zeit bei „Wer wird Millionär“ dahingehend geäußert (Zitat aus einem Artikel):
"Das verriet Nora Eckartsberg schon in der letzten Folge. Sie will mit ihrem Großvater zu einer Safari nach Afrika aufbrechen! Dann will es Jauch genau wissen. „Haben Sie sich schon für das Land entschieden, wo sie die Safari hin machen wollen?“ Eckartsberg verneint. Tansania stehe auf der Wunschliste. Und dann gibt es Reisetipps von Günther Jauch, berichtet RTL! „Botswana! Unfassbar! Für mich die schönste Reise, die ich in meinem ganzen Leben gemacht habe.“ Faszinierend sei für ihn die Vielfalt der Tierwelt gewesen. „Und die Sicherheit, mit der man die ganzen Tiere da sieht. Ich dachte, man muss eine Woche warten, bis man da einen Löwen sieht. Aber ich war die erste Nacht da, mache morgens den Reißverschluss runter [Anmerkung von mir: ich mache meinen immer hoch morgens ;-) ]. Und als ob jemand eine Klappe in der Hand hätte, ,Löwen, die erste‘, ging in 300 Meter Entfernung ein Löwenrudel vorbei. Ich fand es sehr beeindruckend.“
Okay, das mit der Löwen- bzw. Katzensicherheit klappt bei uns noch nicht so sonderlich gut 😎 , auch morgen werden wir ohne auskommen müssen. Dafür werden wir andere schöne Erlebnisse haben und einfach das Leben in the middle of Norway genießen!
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1819. Sept. 2021
25. August 2021: Ein Tag im Moremi südlich von Third Bridge – Teil 1
Heute müssen wir keine Zelte abbauen und sind entsprechend früh dran (ca. 6.30 Uhr).
Morning has broken…
Wie schon angedeutet, werden wir heute wieder keine Katzen sehen, es zählen mehr die kleinen und/oder ruhigeren Tiererlebnisse und natürlich die Landschaft!
Zur Strecke: wir werden uns heute Vormittag zur Third Bridge Campsite aufmachen, um unseren Brauchwassertank dort aufzufüllen. Da wir ja viel Zeit haben, fahren wir davor noch den Mboma-Loop ab.
Die Rotschnabelenten sind nur für’s Protokoll.
Im schwachen Morgenlicht weden wir mal wieder von den Hippos misstrauisch beäugt.
Der Mond steht noch am Himmel und wir erfreuen uns an der faszinierenden Landschaft, die meistens mit irgendwelchen Tieren dekoriert ist.
Hier eines meiner Lieblingsbilder der Reise (ich liebe Red Lechwes und ich liebe die Landschaft!!!).
Matthias, wie meistens mit seinem Fernglas bewaffnet und bereits im Wagen stehend ruft plötzlich „Honeybadger! 🤩 “. Sofort checkt DT die Info und macht sich auf den Weg zu der Sichtung. Dies ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass es eben nicht so, ist, dass man bei einer Tour mit Guide dröge im Auto sitzt und sich von Tier zu Tier chauffieren lässt, sondern DT hat uns von Anfang an aufgefordert, selbst mit zu suchen, zumal er sitzend weniger sieht (theoretisch 😎 ) als wir hinten stehend!
Der Dachs versucht sich im Gras zu verstecken ...
....aber nicht mit mir!
Gelbschnabeltoko (eh klar, oder?)
Immer wieder kommt es vor, dass unser Weg schwer oder gar nicht befahrbar ist dank der Fällarbeiten der Elefanten. Danke Simone 😘 für diese Fotos „Man at work“ – Diteko muss immer mal wieder ein bisschen aufräumen, damit wir weiterfahren können.
Die Verursacher stehen und gehen überall rum…
Die Hippos in der Gemüsesuppe sehen vielleicht lustig aus, es verbirgt sich aber ein Problem dahinter, denn dieses grüne Zeugs sind invasive Pflanzen, die man kaum mehr losbekommt und alles zuwachsen, was für das empfindliche Ökosystem des Okavango Deltas ganz schlecht ist.
Wir tuckern weiter und erfreuen uns an Giraffen, Rotschnabelmadenhacker und einem BraunkopfStreifenliest (danke Matthias 😘 ).
Büffel! Hatten wir schon Büffel? Ich tu mir ehrlich gesagt etwas schwer, eine emotionale Bindung zu diesen (Rind)Viechern aufzubauen, meistens schauen sie schlechtgelaunt in die Gegend, außerdem bietet ihre langweilige Farbe wenig Kontrast (geht mir mit Elefanten und Hippos auch manchmal so, deshalb mag ich bunte Vögel und Schmetterlinge so sehr!).
Ich erfreue mich lieber an ihrem so ursprünglichen, naturbelassenen, unaufgeräumten Habitat (gefällt mir als Messi natürlich besonders gut – sieht aus wie daheim 😗 )
Diteko muss mal wieder anhalten, weil irgendetwas unsere Weiterfahrt blockiert und so haben wir Zeit, uns unseren blinden Passagier etwas näher anzuschauen.
Eine kleine Gottesanbeterin, deren merkwürdigen Gang, ähnlich wie ein Chamäleon, roboterhaft zwei Schritte vor und einen wieder zurück…. Sieht man auf den Bildern leider nicht, denkt es euch einfach! Was mich wundert: wie bekommt sie diese ganzen Beine unterschiedlicher Art mit den vielen Segmenten unter Kontrolle? 😮 😐
Sieht schon sehr graziös aus, oder?
Zum Schluss besucht sich noch fröhlich vor sich hintrippelnd Matte und mich hinten auf den billigen Plätzen und wird dann - natürlich sanft - hinausbefördert, bevor wir wieder Fahrt aufnehmen.
Auf dem Mbola-Loop sehen wir viele Elefanten (u.a. zerlegen sie fachmännisch eine Knob Thorn Acacia) und erfreuen uns an den Pelikanen, die über uns Formationsflüge durchführen.
Dieser kleine Kerl will uns das Fürchten beibringen! 😄
Gnu darf natürlich auch nicht fehlen
Crested Barbet (Haubenbartvogel), den hatte ich auf anderen Reisen schon schöner, aber der Vollständigkeit halber…
Während Diteko auf der Third Bridge Campsite unseren Brauchwassertank auffüllt, lauere ich diesem White-crowned Shrike (Weißscheitelwürger) auf.
Matthias läuft zur Brücke vor, die ja bekanntermaßen nicht befahrbar ist. Ich weiß jetzt nicht, ob er ein Foto gemacht hat, hier mal eines aus einer FB-Gruppe geklaut (ich hoffe, ich komme dafür nicht in die Hölle 😣 🤩 😈 , ich finde aber den Beitrag nicht mehr, und kann daher den Fotografen nicht nennen, das Foto hatte ich schon vor einiger Zeit abgespeichert). Man kann zwar drüber gehen, aber fahren ganz und gar nicht! 😮
Am Wasser ist einiges los, aber das Gegen-, bzw. Mittagslicht ist grottig 🤢 .
African Fish Eagle
Three banded Plover (Dreibandregenpfeifer)
Und der ist auch nur fürs Protokoll, bzw. für die Liste, den sieht man nicht so oft, kein Wunder, er ist auch winzig: Kittlitz’s Plover (Hirtenregenpfeifer)
Bei den Giraffen fällt uns auf immer wieder auf, dass sie teilweise sehr dunkel sind hier im Moremi
Ein Gabelracke flitzt vorbei…
… und wir flitzen zur Mittagspause und Lunch ins Camp zurück 😉 !
Der Nachmittag wird ähnlich ruhig verlaufen, vermutlich verpassen wir den einen oder anderen Löwen - sehr zum Ärger von DT - nur um Minuten, aber knapp daneben ist eben auch vorbei 😗 . Dafür fliegen die Vögel mal wieder schön.... 😎
Liebe Grüße von Bele
Teil 1920. Sept. 2021
25. August 2021: Ein Tag im Moremi südlich von Third Bridge – Teil 2 (der Rest)
Uns erwartet ein leckerer Lunch bei der Rückkehr – wie immer eigentlich (danke Beate für das Foto 😘 )!
Danach gibt es eine ausgedehnte Pause, jeder geht so seinen Beschäftigungen nach (danke auch Simone für das nächste Foto 😘 ).
Übt Beate schon Vögel 😕 ?
Matthias fragt nämlich inzwischen die Birder-Neulinge immer mal wieder ab 😎 . Kurz nachdem wir wieder unterwegs sind, gleitet ein (großteils) weißer Vogel über seine schöne Heimat. "Und, was ist das?"
"Ein Löffler! ? 😐 "
"Ähm, die Farbe passt ja so einigermaßen 😗 , aber schaut mal die gelben Füße und vor allem den Schnabel an! "
Sind wir doch mal ehrlich, selbst nach ein paar Reisen ins südliche Afrika kommt man bei den Reihern immer wieder ins Grübeln, oder 😎 😵 ?
Es ist ein SilberSeidenreiher (Little Egret)! (Danke Konni, da hab ich mich in der Hektik bzw. unter Zeitdruck verschrieben!!! )
Dieses kleine Glubschauge ist eher was für Liebhaber: ein Greater Peinted Painted Snipe (Danke Friederike! 😘 )
Wir cruisen durch die Gegend, Diteko schaut immer mal wieder prüfend auf irgendwelche Löwenspuren im Sand, aber es ist keine Katze in Sicht. Vögel, immer nur Vögel.... 😉
Der Graulärmvogel hat ein sonderbares Flugbild – keine Ahnung, aus welchem Winkel ich das aufgenommen habe oder ob er immer so komisch fliegt!
Pied Kingfisher in dreifacher Ausfertigung (Graufischer)
Kein Vogel: Tsessebe, die schnellste, aber nicht unbedingt die hübscheste Antilope.
Das will sie nicht hören und macht sich aus dem Staub
Wir kommen wieder ans Wasser: junges Blaustirnblatthühnchen.
Dieser Saddlebilled Stork macht sich auf den Weg zu seinem Nachbarn.
Achtung – aus dem Weg
Anscheinend ist es dort nicht so interessant, denn er tritt schnell wieder den Rückflug an.
Was war das jetzt?
Alleingelassen zieht er seines Weges …. Der Freund im Wasser bleibt ihm wenigstens treu!
Abendstimmung zu Wasser und zu Land – man weiß hier wirklich nicht, wo man hinschauen soll, zum Glück hat man in unserem Fahrzeug einen Rundumblick, wenn man steht.
Der Schakal ist etwa so müde wie wir…wir würden jetzt gerne ins Camp zurückfahren, die Sonne ist schon verschwunden.
Aber da passiert es: unser Guide hat genug von uns und lässt uns in the middle of Norway hilflos in unserem Landcruiser zurück 🤩 !
Nein, so schlimm ist es doch nicht mit uns – es sind eher die Löwen, die ihn nerven, denn offensichtlich waren sie vor nicht allzu langer Zeit hier – genau als wir woanders waren. Ja, so passiert das eben auf Safari – kannsch nix macha!
Da(s) wäre unser Löwe gewesen – bzw. da ist er gelegen:
Diteko wirft dem unsichtbaren König der Tiere noch ein paar böse Blick und Gesten zu
und entschließt sich dann doch zur Weitereise mit uns 🙂 !
Lachend gibt er seine Safariweisheit zum Besten, die wir auf der Reise (und auch noch danach) gerne zitieren werden: "Never give up until the last day!"
Mal schaun, was es damit auf sich hat 😎 : morgen ist nämlich unser letzter (halber) Tag im Moremi, dann geht es nach Khwai.
Teil 2020. Sept. 2021
26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG07 oder "Never give up until the last day" !Teil 1
Als wir in der Dunkelheit an unserem letzten Morgen im Moremi aufstehen und unsere Sachen packen, alles zum Trailer tragen, unsere Zelte abbauen und uns schnell ein Frühstück einwerfen, wissen wir noch nicht, dass dies ein sehr aufregender Tag, zumindest den Vormittag betreffend werden wird! Stopp – das stimmt so nicht ganz, denn für manche hat das Abenteuer bereits heute Nacht begonnen 🤩 ! Wird zumindest behauptet… 😕
Ich habe selig geschlafen und erzähle den anderen ganz begeistert, dass ich mich nach 8 Stunden Tiefschlaf so richtig fit und munter fühle. Alle schauen mich ungläubig an: „Ich konnte kein Auge zu tun, diese Elefanten die ganze Nacht!“ „Bei uns haben sie direkt überm Zelt an einem Ast gefressen, wir hatten Angst, dass ein Teil davon auf uns fällt!“ „Dieses Grummeln- richtig unheimlich!“ „Ich hab’s voll genossen, das Rascheln und Kauen und dieses Grollen, wenn sie miteinander kommunizieren!“
Äh, wie jetzt 🙄 – haben wir im selben Camp übernachtet?
Nachdem es 7 gegen 1 steht, werden die anderen aber wohl recht haben…. Mich beunruhigt nicht die Tatsache, dass Elefanten im Camp waren, sondern dass ich bei solchen Geräuschen nicht aufwache. Ich bin mir eigentlich sicher, einen leichten Schlaf zu haben und höre daheim auch jedes komische Geräusch nachts im Garten (Katzen, Käuze, Eulen, Waschbären, Suchhubschrauber…), wenn ich mit offenem Fenster schlafe. Daher war ich bis zu dieser Nacht im Moremi auch sicher, dass ich es mitbekomme, wenn bei mir jemand einbricht – auch wenn man das vielleicht sogar besser verschlafen sollte (dazu viel später auf der Reise noch eine kurze Geschichte 😗 ).
Naja, so ganz glaube ich das alles aber eh nicht – bis wir, nachdem schon alles geladen ist und es langsam dämmert, sehen, dass sich immer noch (oder wieder?) jede Menge Dickhäuter in der Nähe rechts von unserem Camps aufhalten.
Sie fressen friedlich vor sich hin, und so bewegt sich eine von uns (habe vergessen, wer es war) etwas zur Seite weg vom Landcruiser, um noch ein Foto aus diesem Winkel zu machen. Dies scheint einen der Elefanten sehr zu irritieren, denn er nähert sich uns plötzlich mit Drohgebärden und Trompeten 😮 . Nun erlebe ich zum ersten Mal, dass Diteko ernsthaft eingreifen muss. Er fordert die Person schnell auf, sich nahe zum Auto zu begeben und schlägt gleichzeitig kräftig auf die Motorhaube, um den drohenden Elefanten mit dem lauten Geräusch abzulenken bzw. ihm damit klar zu machen, wer hier der Boss ist 🤩 . Mit dem anderen Arm macht er ihm unmissverständliche Zeichen, wohin er sich bitteschön zu bewegen hat – nämlich weg von uns! Offensichtlich sprechen unser Guide und der Dickhäuter dieselbe Sprache – auf jeden Fall zieht der Vierbeiner sich zurück.
Wie in einem Theaterstück betritt aber gleichzeitig der nächste Schauspieler die Bühne, dieses Mal von links! Ein großes Hippo steht wie aus dem Erdboden gewachsen plötzlich auf dem Fahrweg.
Ehrlich gesagt habe ich richtig Respekt vor diesen Speckwalzen und klettere schnell ins Auto, von wo aus ich das Foto mache. Von rechts haben die Elefanten diesen neuen Störenfried inzwischen entdeckt und nun gelten ihre Drohgebärden ihm. Ohne lange zu überlegen, macht sich das Nilpferd vom Acker…
So, jetzt können wir endlich das Camp fertig aufräumen und aufbrechen! Um 6.46 Uhr verlassen wir den Platz und stellen fest, dass es auch auf der linken Seite, über die wir das Gebiet verlassen, von Elefanten nur so wimmelt. Einer überlegt noch kurz, ob er uns aufhalten will, aber dann haben wir freie Fahrt.
Weit kommen wir aber nicht – Matthias bricht in Entzückensrufe aus 😘 😄 : vor uns trippeln zwei winzige Federknäuel auf der Fahrspur hin und her - "Wachteln!"“
Genauer gesagt sind es Common (oder auch Kurichane) Buttonquails – was für ein langer Name für so kleine Bibberle. Auf Deutsch wird’s auch nicht kürzer: Rostkehl-Kampf-Wachtel! Gut, jetzt wissen wir das auch… 😎 (Für Nichtbirder sicher nicht ganz so spannend... 😗 ).
Diteko hat immer noch sein Löwentrauma und beginnt schon wieder zu spähen (never give up until…. Ihr wisst schon…. 😎 ). Es ist 7.03 Uhr.
Um 7.07 Uhr stoppt er das Fahrzeug schon wieder – so kommen wir nie nach Khwai!
Aufgeregt greift er zum Fernglas und erklärt uns, dass dort hinten große Aufregung herrscht, Gnus glotzen doof in eine Richtung, Vögel kreischen – und schon hat unser Guide den Grund entdeckt: voller Begeisterung ruft er: SERVAL! - 10 Adrenalinspiegel schnellen hoch und Diteko versucht, näher an das Geschehen heranzufahren. Daher rühren auch einige leider etwas unscharfe Bilder, zumal es um diese Uhrzeit noch kein wirkliches Licht zum Fotografieren gibt! Die Szenerie, die wir nun erleben dürfen, ist unglaublich, leider könnt Ihr die Geräusche nicht hören. Einige Gnus starren den Serval an, er starrt zurück.
Das tatsächliche Problem für ihn (oder umgekehrt?) sind aber zwei Klunkerkraniche, die seine Anwesenheit mit viel Geschrei kommentieren (hier sieht man nur einen).
Vermutlich haben sie Angst um ihr Gelege, das sich wohl irgendwo auf dem Gelände befindet. Den Serval scheint das wenig zu beeindrucken. Obwohl Diteko Angst hat, dass er schnell verschwindet, da es eine sehr scheue und damit auch selten zu sehende Katze ist, schleicht er zunächst und schreitet dann relativ gelassen (zumindest nach außen hin) dahin. Er wird ständig von den zeternden Klunkerkranichen eskortiert, mal sind sie vor ihm, dann wieder dahinter, um kurze Zeit wieder nach vorne zu fliegen oder zu rennen, mal laufen sie neben ihm her. (Vielleicht kann ich mich nachher in Ruhe noch entscheiden, welche Fotos ich wieder rausschmeiße, aber jetzt gibt es erstmal die volle Dröhnung, sorry).
Kurz biegt der Serval in ein Gebüsch ab und wir fürchten schon, ihn verloren zu haben, aber da taucht er an einer für uns sogar günstigeren Stelle wieder auf.
Diese Interaktion zwischen Katze und Vogel geht 5 Minuten lang – und dann haben die Kraniche ihn wohl dorthin gelotst, wo sie ihn haben wollen. Kurz bevor er aus unserem Blickfeld verschwindet, taucht noch eine Tüpfelhyäne in diesem Theaterstück der besonderen Art auf (rechts oben) – wie krass ist das denn? 🤩
3 Minuten später sind wir auf derselben Fahrspur wie sie unterwegs, kurze Zeit rennt sie – wenn auch in weiter Entfernung - vor uns her, dann verschwindet sie ins Gebüsch.
Uff, es ist inzwischen 7.15 Uhr, da stehen andere erst auf 😄 – und was haben wir schon alles erlebt 🤨 !
Wenn man bedenkt, dass diese Sichtung mit Serval und Hyäne gerade mal 8 Minuten gedauert hat, dann versteht man so richtig, was der Spruch „Zur rechten Zeit am rechten Ort“ zu bedeuten hat.
Nun können wir ja entspannt weiterfahren Richtung South Gate und dann nach Khwai, wir haben unser Sichtungsglück vermutlich für heute aufgebraucht… Aber wie sagt Diteko gerne? "You never know what happens! " 😎
Teil 2121. Sept. 2021
26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG7 / Teil 2
Eine Viertelstunde nachdem wir noch die Hyäne gesucht, aber nur schemenhafte Fotos von ihr im Gebüsch gemacht haben, die ich euch erspare, brennt mal wieder eine Gabelracke (Lilac Breasted Roller) ihr Feuerwerk ab, unterstützt vom Licht der noch tiefstehenden Sonne (es ist 7.33 Uhr).
Keine 4 Minuten später ruft KD „Stopp“ 😮 und greift nach dem Fernglas. Ein kurzes Palaver auf Setswana zwischen DT und ihm und schon setzt sich unser Fahrzeug wieder in Bewegung. Nebenher erklärt uns DT, dass KD eine Bewegung ganz in der Ferne am Horizont gesehen hat, da hinten, wo man den sandigen Bereich erkennen kann. Aha, ich sehe ja kaum bis zum Horizont, geschweige denn irgendwelchen Sand 🙄 . Aber sie werden schon wissen, was sie tun!
Und siehe da, nachdem wir uns in die entsprechende Richtung vorgearbeitet haben, kann sogar ich (mit der vollgezoomten Kamera) etwas erkennen.
Wow, ein Gepard 🤩 ! DT ist happy, wollte er uns diese Katze doch schon im CKGR präsentieren. Zum Glück ist er überhaupt nicht ehrenkäsig und erklärt uns nochmal genau, wie KD das Tier erspäht hat, nämlich wirklich nur über eine kleine Bewegung aus dem Augenwinkel und er freut sich riesig, dass wir dank unseres Camp Chefs doch noch in den Genuss des schnellsten Landsäugetiers der Welt kommen 🙂 !
Zum Glück hat genau dieser Gepard momentan keinerlei Lust, uns diese Fähigkeit zu zeigen, sondern er bleibt relativ ruhig liegen, als wir uns nähern. So ganz regungslos ist er nicht, weil ihn einige Fliegen ärgern, außerdem lauscht er immer mal wieder in verschiedene Richtungen. Auf jeden Fall aber lässt er uns Zeit für viele Aufnahmen, jede noch so kleinste Bewegung wird natürlich auf den Speicherkarten festgehalten. Meine heute Challenge war es, möglichst viele Fotos auszusortieren, damit ich nicht morgen noch hier sitze und Bilder hochlade…. 😗
Zwischendurch legt er sich immer wieder ermattet ab.
Hier der Cheetah und sein Entdecker 😄
Als wir uns gerade überlegen, ob es denn nun ein weiblicher oder männlicher Gepard ist, dreht es sich ein bisschen um.
Danke, alles klar 😎 !
Was mich besonders fasziniert ist die recht lange Mähne, mir war gar nicht bewusst, dass Geparden diese auch haben, wenn sie dem Kleinkindalter entwachsen sind. Aber soweit ich gelesen habe, verlieren sie nur die Rückenhaare.
Zeit für ein paar Portraits
You can show this picture to your dentist 😎 (der wird in diesem Fall allerdings nicht viel erkennen können 😛 ).
Jede noch so kleine Bewegung wird von uns sofort registriert!
Aber irgendwann ist der Gepard so richtig müde, also lassen wir ihn, nachdem wir ihn mehr als 20 Minuten beobachten durften, in Ruhe. Schließlich soll es ja noch andere Katzen im Moremi geben, oder?
Dankbar für diese tolle Begegnung setzen wir uns weiter in Richtung South Gate in Bewegung! Es ist Punkt 8 Uhr - und was haben wir heute schon alles erlebt 🤩 !
P.S. : Wir waren sowohl bei der Serval- als auch bei der Gepardensichtung ganz alleine, insgesamt haben wir sowieso nur ein paar vereinzelte Autos die ganze Zeit im Moremi über gesehen.
Teil 2223. Sept. 2021
26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG7 / Teil 3
So, jetzt aber – weiter geht es Richtung South Gate. Immer wieder müssen wir anhalten, entweder weil wir fotografieren wollen oder weil andere Vorfahrt haben.
Wie ich diese Landschaft liebe (und Giraffen natürlich auch 😘 )!
Du hast wohl einen Vogel!
Mopanefresser
Zwergmanguste
Und dann kommen wir an diesen See, den wir schon auf der Herfahrt gesehen haben.
Er existiert wohl erst seit diesem Jahr nach den großen Regenfällen. Aber er verschwindet nicht und Diteko meint, das könne auch an einer tektonischen Verschiebung liegen.
Bewohnt ist er auch schon, von links (auf dem Hügel) nach rechts: African Darter (Schlangenhalsvogel), juveniler Yellow-billed Stork (Nimmersatt) und ein Sacred Ibis (Heiliger Ibis).
Zwischendurch sieht sich DT mal wieder genötigt, die Straße aufzuräumen, er meint, er müsse mal bei der Parkverwaltung nachfragen, ob er nicht dafür bezahlt werden würde 😎 .
Dieser Baum trägt Nimmersatt-Blüten!
Baobab
Mal wieder ein BIF, dieses Mal aber direkt in der Luft „erwischt“: ein Weißrückengeier
Little Bee-Eater (Zwergspint)
Und dann wieder eine meiner Lieblingsantilopen – die Red Lechwes (eine hat einen Fastzusammenstoß mit einem Vogel) in ihrem wunderschönen Habitat. Vielleicht werde ich doch lieber Moorantilope statt Rotmilan in meinem nächsten Leben 😐 ? Ich muss mal drüber nachdenken…
Die nächste Sichtung finden wir nur, weil ein anderes Fahrzeug (eins von den vielleicht dreien, die wir sehen) gerade davon wegfährt. Gerne würde ich euch jetzt stolz unseren ersten Leoparden präsentieren, aber die Geschichte läuft eher unter dem Motto „Circle of life“.
Wir stellen schnell fest, dass die Katze sowohl alt als auch sehr dünn und dazu schwer verletzt ist. Das rechte Hinterbein kann kaum belastet werden, es ist übersät mit Wunden, an denen er leckt.
Diteko vermutet, dass der Leopard bei der Jagd von einem Antilopenhorn verletzt wurde. Seine Überlebenschancen sieht er gemischt, vor Ort sagt er (soweit ich mich erinnere), dass er wohl kaum überleben wird, später meint er aber, dass er es schaffen würde, wenn er zu Trinken hat (Wasser ist in der Nähe) und vielleicht ab und zu eine kleine Beute macht, die ihm vor der Nase herumläuft. Das Wichtigste sei natürlich, dass ihn kein Löwe findet.
Wir lassen den armen Kerl schnell wieder in Ruhe . Gute Besserung!
Nun nähern wir uns unserem Coffeebreak-Platz an der Xini-Lagoon. Zwei Hippos treiben sich dort – warum auch immer zu dieser Tageszeit– an Land herum.
Eines scheint auf Krawall gebürstet zu sein, entscheidet sich dann aber doch, das Wasser aufzusuchen.
Graziös schwebt es mit wedelndem Schwänzchen (Schwänzchen? 😄 ) übers Gras, während im Vordergrund ein Goliathreiher einen Fisch verspeist. Platsch, endlich wieder im Wasser….
Ein anderer Goliathreiher versucht sein Glück vergeblich
Wir haben es da leichter: uns wird Kaffee,Tee, Wasser (aus dem Kanister), Kekse und Obst serviert.
Fasziniert schauen wir uns mit unseren Bechern in der Hand um und genießen diesen Platz.
Ich muss mich kneifen: noch vor kurzem schien die Reise nahezu unmöglich, nun stehe ich mitten im Okavango-Delta 🤩 , ein Ort, dessen Namen für mich schon als Kind nach Abenteuer klang, ohne genau zu wissen, wo er sich überhaupt befindet!
Diese Landschaft, dieses Licht, diese Tiere – das alles ist atemberaubend!
Ein großer Trupp von Witwenpfeifgänsen (Matthias, zähl mal eben durch 😛 ) startet plötzlich und landet dann auch wieder ganz schnell in dieser Traumkulisse!
Ganz ehrlich: ich finde Löwen, Geparden, Leoparden usw. wirklich faszinierend und sie machen sich auch echt gut in Reiseberichten 🤪 , aber solche Anblicke sind für mich mindestens genauso unvergesslich!
Irgendwann müssen wir uns aber doch losreißen und tuckern weiter. Für die Liste: Far-far-away-white-headed-vultures (Wollkopfgeier)
Giraffen sind nicht immer hübsch…
Kudus dafür schon
Wieder nur für die Liste: Lappenstare
11.15 Uhr: Impalas und Wasserböcke – immer wieder sind wir begeistert von diesen Anblicken, aber jetzt heißt es wieder Strecke machen Richtung South Gate….
Weit kommen wir nicht - nächster Halt um 11.33 Uhr – davon im nächsten Kapitel dann mehr!
Teil 2324. Sept. 2021
26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG7 / Teil 4
Wie gesagt müssen wir um halb zwölf schon wieder einen Fotostopp einlegen. Endlich treffen wir – auf Grund eines Hinweises eines Fahrers -wenigstens einen der hier ansässigen Löwen an, der unseren Besuch gelangweilt zur Kenntnis nimmt.
Diteko hatte mir erzählt, dass es dieses Jahr sehr schwierig sei, die Xini-Pride zu finden, zum einen natürlich, weil es durch das geringe Fahraufkommen wenig Informationen gibt, zum anderen weil das Rudel sich wegen des vielen Wassers an andere Plätze zurückgezogen hat – was ihn natürlich sehr ärgert 😈 . Als ich mit Renate 2018 dort war, wusste quasi jeder, wo sich die Löwen gerade aufhalten und so durften auch wir die große Gruppe damals bestaunen und dieses Vergnügen hätte er uns gerne auch auf dieser Tour geboten. Daher freuen wir uns jetzt sehr für unseren Guide 😄 (wir wollen ja nicht, dass er unglücklich ist 😎 ), dass er endlich wenigstens einen Löwen gefunden hat!
Der Kerl liegt unter einem einzelnen Busch und ist natürlich um diese Tageszeit alles andere als aktiv, also machen wir nur ein paar Fotos, wobei es schwierig ist, ihn komplett mit Schwanz auf ein gängiges Format unterzubringen 😐 .
Vorderpfoten - Hinterpfoten - alles dran!
Dass er – bei den herrschenden Temperaturen - natürlich im Schatten liegt macht die Sache mit dem Fotografieren nicht leichter.
Also verlassen wir den stattlichen Löwenmann recht bald wieder und setzen unsere Fahrt fort. Tschüss!
Vorbei an Zebras,
einem Kampfadler (Martial Eagle im hässlichen Mittagslicht, aber für die Liste)
und einem Kudu mit einem riesigen Geweihhörn (danke Matthias 😘 ), der leider ein Triefauge hat (gute Besserung)
erreichen wir diesen Wegweiser:
Die restlichen 32 km sind recht langweilig und so freuen wir uns, als wir auf dem Parkplatz am North Gate endlich und reichlich verspätet unseren Lunch zu uns nehmen können. Danach passieren wir die Brücke über den Khwai und verlassen somit das Moremi Game Reserve.
Zugegeben: auf den ersten Blick macht Khwai keinen sehr lieblichen Eindruck 😗 .
Unser erster Stopp im Dorf wird beim Khwai Guesthouse ein. Während DT und KD unseren Müll abgeben und Wasser und Lebensmittel nachladen, dürfen wir uns kurz an dem sehr hübschen Poolbereich entspannen (ich hätte wetten können, dass ich Fotos gemacht habe, ist aber nicht so!). Die Campmanagerin Virginia erklärt uns, dass sie sich schon darauf freut, uns am Sonntag hier als ihre Gäste begrüßen zu dürfen 🙂 !
Danach machen wir uns auf den Weg zur Magotho Campsite der Khwai Community, dabei überqueren wir den Sable Alley Channel.
Vorher gibt es übrigens bei der ehemals recht gefürchteten Wasserdurchfahrt eine neue Brücke! Anscheinend war das Wasser dieses Jahr dort wieder sehr hoch…
Die Wahl unserer Campsite in Khwai hat auch eine etwas längere Geschichte und wird sich hier vor Ort noch fortsetzen 🙄 .
Bei der ersten Planung für 2020 hatten wir 2 Nächte auf der Sable Alley Private Campsite, auch von der Khwai Community verwaltet, bekommen. Bei der Anpassung der Tour auf 2021 wurden daraus 3 Nächte – und ich hatte mich sehr darauf gefreut, mal eine neue Campsite, die auch sehr schön sein soll, kennen zu lernen. Dann die schlechte Nachricht kurz vor Abreise: in der Nähe des Platzes wurde eine Lodge gebaut, die, sofern sie Gäste hat, einen Generator laufen lässt. Daher wurden wir dann doch auf Magotho umgebucht. Dort sollten wir die Nr.4 unten am Wasser haben.
Überraschung 🤩 😈 😗 : als wir dort endlich ankommen, ist sie gleich von mehreren Gruppen belegt, die sich dumm und dickköpfig stellen. Das übliche Blabla, wir haben eine Buchung, aber gerade kein Voucher zur Hand usw…. Da wir schon ziemlich spät dran sind, ist klar, dass keine Zeit für große Verhandlungen bleibt, die vermutlich auch zu nichts geführt hätten, denn wir hätten gleich mehrere Parteien zu einem Umzug motivieren müssen. Wer die südafrikanischen Camps kennt, weiß, dass es sich beim Abbau um Stunden hätte handeln können.
Also beschließen wir, uns weiter umzuschauen, aber sämtlich Plätze und gefühlt auch noch andere Stellen sind voll mit meist südafrikanischen Wagenburgen. Leute, es ist doch Corona 🤩 😗 !
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass hier so ein Rummel herrscht! DT grummelt vor sich hin: "That's Magotho 😈 !" Kurz droht die Stimmung zu kippen, wir sind enttäuscht und ratlos 🙁 . Ein Platz wäre noch frei, aber nicht ohne Grund, denn dort brummt eine Wasserpumpe, die vermutlich die Ablutions, die teilweise etwas unmotiviert in der Gegend rumstehen, beliefert.
Etwas angepisst fragt uns DT, ob wir diesen Platz wollen, damit wir am Wasser sind wie eigentlich gewünscht? Ne, darauf hat keiner Lust, wird nach einer Miniumfrage festgestellt und die Miene unseres Guides hellt sich sofort auf, als ich ihm durchgebe, dass wir lieber auf eine der großen Plätze etwas weiter weg wollen. Wir entscheiden uns für die Nr. 7, Pech, falls die jemand gebucht hat, denn hier werden wir und für 3 Nächte installieren und ganz bestimmt nicht zwischendurch nochmal wechseln 😛 .
Dies teilt DT auch später den Mitarbeitern des Community Trusts mit, als sie bei uns vorbeischauen. Das scheint ihnen aber so egal zu sein, wie der Sack Reis in China – aber immerhin haben wir nun darüber gesprochen und keiner kann sagen, dass wir hier ohne Grund stehen. Es wird sich zeigen, dass sich der Rummelplatz am Wasser unten in den nächsten Tagen auflöst, da hatten wir wohl nur etwas Pech gehabt, gleichzeitig dort zu sein – und für unseren Platz Nr.7, von dem aus man auch schnell am Khwai ist, hat sich die ganze Zeit über auch niemand interessiert.
Wir bauen also schnell das Camp auf, es hat ausreichend Platz für jeden und so stelle ich mein Zelt schön abseits in die Büsche.
Gegen Abend, bereits nach 17 Uhr, machen wir noch eine kurze Fahrt in den Chobe NP 😎 .
Ja, da ist hier echt verwirrend, tatsächlich grenzt der Chobe NP offiziell direkt an diesen sehr östlichen Teil des Khwai-Gebietes an, nur gibt es natürlich kein Gate oder ähnliches, das ist erst in Mababe.
Gesehen (oder zumindest fotografiert) haben wir bzw. ich nicht mehr viel. Einen jungen Goliathreiher hoch oben im Nest
und noch ein paar Fotos für „the romantic mood“ 😉 (ebenfalls ein Bonmot von Evi) !
Zurück im Camp freuen wir uns auf ein leckeres Dinner nach diesem extrem ereignisreichen grandiosen Tag 😘 . War das echt heute früh oder doch schon gestern, als wir den Serval und dann den Geparden gesehen haben 😮 ? Den verletzten Leoparden und unseren dritten Löwenkater 🤨 ? Bei so vielen Erlebnissen schwirrt uns der Kopf und darauf muss es natürlich einen extrastarken Gin Tonic geben!
Beseelt von eben diesem und den vielen tollen Sichtungen heute verkriechen wir uns früh wie immer in unsere Zelte. Wie wär’s denn morgen früh mal mit ein paar Löwenmädels zur Abwechslung? Träumen darf man ja, und nachts sowieso….. 😗
Teil 2425. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession Campsite Magotho MAG7) / Teil 1
Wie bereits erwähnt muss ich die nächsten Tage irgendwie strukturieren, zu viele Fotos und Text in einem Beitrag sind anstrengend zum Hochladen. Außerdem schaffe ich zeitmäßig momentan eher nur kleine Päckchen. Sorry.... 😊
In der Nacht auf MAG7 haben wir – neben diversen anderen Geräuschen wie Eulen, Nightjars und Schnarcher*innen 😛 – auch Löwengebrüll gehört. Das macht Hoffnung! Nach einem schnellen Frühstück machen wir uns auf den Weg, um die Khwai Concession heute ausführlich zu erkunden.
Da wir hier drei Nächte auf unserer Campsite bleiben, haben wir eine gemütliche Zeit vor uns. Nichts zu tun außer Schlafen, Essen, Gamedriven, Duschen und bisschen in der Küche helfen. Muss auch mal sein…. Auch wenn ich ehrlich gesagt an den Bushwaysreisen eben auch dieses Nomadentum sehr schätze, auch wenn es mit Arbeit und teilweise langen Strecken verbunden ist. Man erfährt das Land im wahrsten Sinne des Wortes. Und es ist immer spannend, was einen an der neuen Destination erwartet! Khwai auf jeden Fall wird uns nicht enttäuschen, so viel kann ich schon sagen 🙂 !
Die erste Sichtung um 6.39 Uhr ist ein junger Mangrovenreiher (juvenile Striated/Green backed Heron):
Genau eine Minute danach – DT hatte schon immer auf die Spuren im Sand geschaut – liegen diese beiden aneinandergekuschelten Mädels am Wegesrand, als wir um eine Kurve biegen.
Ups, da entdecken wir noch eine dritte, als wir ein paar Meter weiterfahren.
Die drei scheinen gerade zu erwachen und die Sonne ist inzwischen auch zu sehen - was für eine tolle Szenerie!
Die eine Löwin muss immer wieder niesen und sich die Nase putzen, müde ist sie auch noch.
Nach einer kurzen Morgengymnastik weckt sie die Kolleginnen vollends auf und lässt dich neben ihnen nieder.
Da liegen sie, die drei, eine Mischung aus recht wach und aufmerksam und dabei aber immer noch auch ein bisschen müde.
Es ist zu schön, ihnen beim Wachwerden und Putzen und Gähnen zuzuschauen. Es gäbe laut DT alternativ Elefanten beim Trinken in der Nähe zu sehen (deshalb schauen sich die Löwinnen vermutlich auch immer wieder um), aber wir können uns nicht rechtzeitig losreißen und stehen insgesamt eine halbe Stunde bei ihnen.
DT parkt den Wagen ein Stück um und so kommen wir in den Genuss des schönen Lichtes.
Leider muss die eine Löwin weiterhin immer wieder niesen, sie scheint eine richtig fette Erkältung zu haben.
Alles muss raus… 🤩 🤢
Wie sie schaut 😮 😘
Leider kann die Zunge aber nicht viel wegputzen - die Rotznase bleibt.... 🙄
Bei mir kommt Mitleid und ein bisschen Sorge auf – und auch die Überlegung, ob meine 3 Löwen daheim wohl alle gesund sind… 😕
Tschüss, gute Besserung auch dir (nicht nur dem Leoparden und dem Kudu von gestern).
Wir machen uns nun auf dem Weg zu den oben erwähnten Elefanten – diese dürfen ins nächste Kapitel.
Teil 2525. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 2
Zu den Elefanten gibt es (zum Glück) nicht viel zu schreiben. Wir sind froh, dass wir sie trotz unserer Löwenbummelei noch antreffen.
Zunächst ziehen sie weiter entfernt parallel zu uns durch den Mopanebusch.
Dann drehen sie zu unserer großen Freude bei und kommen direkt auf uns zu. Durch ihr Bad eben und wegen des Lichts der tiefstehenden Sonne kann man sie gar nicht graue Riesen nennen, sie sehen eher braun aus und ich glaube, sie haben auch teilweise erdfarbenen Staub aufgelegt.
Natürlich werden wir abgecheckt – die Meinung über uns ist nicht ganz eindeutig.
Schlussendlich läuft aber alles sehr friedlich ab und wir können die Herde mit den niedlichen Kleinen in verschiedenen Größen (S,M;L) aus vollen Zügen genießen.
Hier das kleinste Mitglied der Familie!
Lustig ist die Elefantenparade zum Abschluss: aus dem Busch links treten wie bei einer Modenschau immer wieder neue Elefantenmodelle heraus und stolzieren an uns vorbei, bevor sie schlussendlich in einem kleinen Wäldchen verschwinden.
Das kleinste Model wird extra angekündigt:
So, das war richtig nett 😘
Inzwischen ist es halb acht und nun folgen gemischte Tiere und Pflanzen der Khwai Concession.... irgendwann.... 😎
Teil 2626. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 3
Auf unserer Weiterfahrt sehen wir eineinhalb Stunden lang an jeder Ecke etwas anderes, Pflanzen, Tiere, Landschaften – die Khwai Concessionfür sich ist eigentlich eine einzige Sichtung 🤩 !
FuchsSchlankmanguste (danke Konni 😘 )
Lion Claw (wenn ich es mir richtig gemerkt habe)
Dann dieser „tote“ Wald, um den es ja schon 2017 Diskussionen an Bord gab. Einer der wenigen doofen Mitreisenden, ein Besserwisser ohnegleichen, ließ die Erklärung von DT nicht gelten und behauptete steif und fest, dass die Elefanten den Wald so zugerichtet haben.
Ist natürlich Quatsch – jeder weiß, wie Mopanewälder aussehen, wenn Elefanten darin gewütet haben. Der Grund für das Absterben der Bäume ist ein anderer, und ich lasse ihn mir von DT nochmal erklären (und tatsächlich hatte ich es falsch im Kopf, ich hatte mir irgendwas mit schwankendem Grundwasserspiegel gemerkt, vielleicht damals auch nur falsch verstanden). Er erklärt uns jetzt, dass es hier vor laaaaanger Zeit zu lange Wasser stand (warum auch immer, vermutlich auch wegen einer tektonischen Erbewegung) und die Bäume das nicht ewig aushalten. Er erinnert uns an den See beim South Gate: wenn das Wasser dort lange stehenbleibt, dann sterben auch dieses Bäume dort ab und falls das Wasser irgendwann wieder verschwindet, dann kann es dort so aussehen wie hier.
Auf jeden Fall scheinen die Gnus sich hier wohlzufühlen!
Kalahari Apple Leaf Tree in Blüte – wir haben sogar einen kleinen auf der Campsite und dadurch immer ein blütengeschmücktes Klo 🙂
Glanzstar
Immer wieder faszinierend, dieser Blick über den Khwai River 🙂
Perlkauz (bestimmt hat Matthias ihn entdeckt)
Weißrückgeier
Warzenschweine
Graulärmvogel (bei ihm muss ich immer an den Bruder von Sam/Kalachee denken, das ist wohl sein Lieblingsvogel)
Pelikan
Ein junger Schlangenhalsvogel
Landschaft 😎
Und dann lassen wir uns wieder ein bisschen Zeit und beobachten die Red Lechwes, die in ihrer atemberaubenden Landschaft ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen!
Mal von links nach rechts,
dann wieder von rechts nach links:
Hier könnte ich ewig bleiben, ich LIEBE Red Lechwes, aber wir müssen weiter, denn Diteko sucht nach etwas ganz Bestimmten! Im nächsten Kapitel wird er es finden 🙂 !
Teil 2727. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 4
Diteko gurkt noch eine Weile durch die Gegend und dann hat er sie endlich gefunden: vier African Wilddogs!
Auf der Website von Bushways schreibt er in seinem Profil:
>>>Favourite animal Wild dog: I love their social structure, it’s amazing how they support each other. For instance if one is ill or weak the rest of the pack nurse it back to health.<<<
Entsprechend freut er sich, sie zu sehen, zumal es ihm letztes Mal in Khwai vor ein paar Wochen nicht vergönnt war! Auch wenn es so scheint, aber es nämlich nicht so, dass einem hier die Katzen und Hunde dauernd und zuverlässig wie auf dem Präsentierteller serviert werden 😕 ! Ein bisschen Glück (und manchmal ein bisschen Smalltalk mit anderen Guides und auch Selbstfahrern 😎 , wobei beide momentan dünn gesät sind) braucht man schon!
Der zweite Satz in seinem Statement passt auf unsere Situation, die Hündin mit dem Sendhalsband (das einem Wildhundeforschungsprojekt dient) hat zwei Wunden am rechten Vorderlauf, den sie nicht voll belasten kann, wie wir einmal sehen, als sie zum Trinken aufsteht. Sie leckt sie immer wieder, aber auch einer der anderen Hunde kümmert sich um ihre Verletzung. Und ganz sicher bekommt sie auch Nahrung von ihnen, falls sie nicht in der Lage ist, selber zu jagen.
Wir beobachten sie 20 Minuten lang (ganz alleine!), zwischendurch müssen sie sich einen neuen Schattenplatz suchen und auch wir parken um.
Runde Ohren - spitze Ohren 🤩
Ups, vergessen, den Eckzahn wieder einzupacken! 😄
Kurz vor 10 Uhr verlassen wir den Schauplatz (einen kleinen Tümpel), denn es wird Zeit für einen Coffebreak und hier wird mit zunehmenden Temperaturen auch nicht mehr viel passieren!
Für unsere Kaffee-/Tee-/Bushybushy-/Obstpause sucht DT wieder ein wunderschönes schattiges Plätzchen am Khwai aus!
Danke Petra 😘 für das Foto:
Danach geht es langsam und Richtung Heimat, aber davon später mehr.
Teil 2827. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 5
Während unserer Kaffeepause staunen wir erneut, was wir in kurzer Zeit heute schon alles gesehen haben 🤩 (es ist jetzt gerade mal 10 Uhr, aber am Morgen sieht man eben meistens das Beste): Löwen, Elefanten, Red Lechwes in voller Aktion, Wilddogs und viele kleine Nettigkeiten.
Die ganz langsame Rückfahrt zum Camp wird auch noch ein paar kleine Nettigkeiten zu bieten haben, es ist ein bisschen wie Fernsehkucken:
Coucal (copperytailed?)
Junger Schreiseeadler
Trinkende Giraffe - wie immer sabbernd
Und was oben reingeht (zumindest das, was nicht verschüttet wird 😛 ), muss unten wieder raus 😎 😄 ! Wir schauen diesem Bullen ewig beim Pinkeln zu, er will überhaupt nicht aufhören!
Dann entdecken wir ein riesiges Nilkrokodil am anderen Ufer des Khwais (also quasi im Moremi)
Die Schätzungen über seine Länge gehen etwas auseinander 😗 . Ich frage DT, was er denn so meint. Dieses Schlitzohr 🤩 : er versteht mehr Deutsch als man denkt und hat mitbekommen, dass wir uns nicht ganz einig sind („wir“ sind Matthias und ich 🤪 – ich finde, Matthias übertreibt gerne mal, in diesem Fall was die Länge betrifft 😎 [und ich sag jetzt nichts mehr dazu ohne meine Anwältin 😗] ). Ditekos Antwort entspricht genau der Mitte zwischen unseren Schätzungen 😮 . Wir danken fürs Gespräch!
Der Red Lechwe ist wohl egal, ob das Krokodil nun 3 oder 5 Meter lang ist – es spaziert ungerührt hinter ihm vorbei. Nerven muss man haben…. Ich wäre zumindest gerannt – aber vielleicht kennt es den Spruch von DT „If you run, you are food“.
Auch die Waterbucks scheinen überrascht zu sein! Ich liebe dieses Foto, diese Blicke - auch des Kuhreihers (die Moorantilope kuckt leider nicht).
Dann ein Vogel, auf den ich insgeheim schon gewartet habe: ein Slaty Egret (Braunkehlreiher/Schieferreiher), in seinem Bestand gefährdet! Er reagiert wohl höchst sensibel auf Veränderungen seines Lebensraums und hat sich auf wenige Standorte zurückgezogen.
Eine unserer Wasserdurchfahrten. Bei der ersten oder einer der ersten, die auch extrem tief war (Matthias meint, es war die, die wir 2017 mit Face nachts durchfahren haben – stimmt das so, Matthias? Ich weiß, du bist gerade offline…. 😎 ) war Wasser ins Auto gekommen, unsere Rucksäcke auf dem Boden wurden teilweise nass und meine Schuhe auch!
Ein aufgeregter Mangrovenreiher – ist der nicht niedlich?
Ein African Fisheagle
mit seinem strengen Blick
Schlangenhalsvogel, dieses Mal erwachsen
Auch dies ist ein Nilkrokodil – ich habe inzwischen nachgelesen, dass die alten (also das oben) dunkelolivgrün sind, die jüngeren aber Flecken und Bänderungen haben. Ich war mir nämlich nicht sicher, ob es sich um zwei Arten handelt, mit Crocs kenn ich mich so gar nicht aus…
Die nächste Wasserdurchfahrt.
Nachdem DT beim ersten Mal das Auto inklusive Inhalt nass durchgewischt hatte, warnt er uns jetzt immer rechtzeitig, so dass wir uns entsprechend sichern können. Die Ü60-Fraktion in der 2. Reihe klammert sich krampfhaft an den Griffen fest 🙄 , der Rest fotografiert und filmt fröhlich vor sich hin (danke Petra fürs Foto!).
So, und dann sind wir endlich daheim! Heute gibt es einen sowas von leckeren Lunch. Meistens ist dies ja situationsbedingt (wir sind unterwegs) ein Salat oder etwas ähnlich Kaltes. Heute bereitet uns KD Omeletts zu. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie gut die waren! Sie waren auf jeden Fall soooo gut, dass ihre Zubereitung viele Fotos bekommt (leider war das fertige Produkt weggegessen, bevor ich es fotografieren konnte! 😄 😄 😄 ) :
Unsere ausgedehnte Mittagspause nutzen wir u.a. zum Duschen (wieder danke Petra fürs Foto und Hans fürs Genehmigen 😘 😘 ),
und wer sauber ist, darf sich im spärlichen Schatten des Trailers ausruhen!
Unser Landcruiser ist unterwegs zum Brauchwasserholen, dessen Schatten gibt eigentlich etwas mehr her.
Sobald er zurück ist, heißt es wieder: prepare your body – wir sind hier nicht im Urlaub, sondern auf Safari 🤩 ! Den letzten Teil des Tages gibt es dann im nächsten Kapitel (oder in den letzten zwei Kapiteln, schaunmermal).
Teil 2929. Sept. 2021
27. August 2021: Ein Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 6
Prepare your body 😄 – and prepare the car!
Danke Simone 😘 für das Foto und den (leicht abgeänderten) Spruch! Ich spüre schon wieder unsere gute Laune 🙂 🙂 🙂 !
Kaum sind wir losgefahren, läuft uns dieses Hippo bei prallem Sonnenschein um 15.30 Uhr über den Weg – manchmal muss man sich schon wundern.... 😐
Bei diesem Vögele – einer Green-backed Camaroptera - brauchen die Nichtbirder mal wieder viel Geduld und Nachsicht, das unscheinbare kleine Ding wuselt in einem Busch herum und es braucht seine Zeit bis es abgelichtet ist 😎 ! Aber die Birder warten ja auch geduldig bei jedem Schakal – von daher sind wir vermutlich quitt 😗 !
Im Khwai tummeln sich 3 alte Elefantenbullen, laut Diteko können sie mit ihren schlechten Zähnen das Hippogras besser fressen als die harten, trockenen Sachen draußen und daher trifft man sie oft im Wasser beim Weiden an.
Kurze Zeit später finden wir am Ufer des Khwais, gut versteckt zwischen und unter Büschen, unsere drei Ladies von heute früh wieder. Irgendwie sieht das ja ein bisschen aus wie so eine Streckenlegung nach der Treibjagd 🤩 😣 – zumindest soweit ich Bilder davon kenne).
Okay, sie leben doch noch – immerhin!
Mehr ist aber nicht von ihnen zu erwarten momentan, daher cruisen wir weiter und amüsieren uns ein paar Minuten später über dieses Quietscherle. Ehrlich gesagt bin ich mir über den Beziehungsstatus dieser Goldbugpapageien nicht ganz im Klaren –ich hoffe, mich kann jemand aufklären. Die beiden turteln – mit viel Geräuschuntermalung, die Ihr euch dazu denken müsst - ausgiebig miteinander wie ein Liebespaar, aber der linke Vogel sieht nicht so wirklich ausgefärbt aus. Sind das Mann und Frau oder Elternteil und Kind?
Egal, süß sind sie allemal! 😘 Vom Turteln und Schmusen bekommt man offensichtlich Hunger:
Weiter geht’s und - ich warne schon mal vor! - ab jetzt gibt es fast nur noch Elefanten zu sehen.
Hier der erste (wo isser denn?).
Da!
Ups, ganz vergessen, da gab es ja doch noch andere Sachen zu sehen - und dabei freut mich diese Sichtung doch so sehr: eine Giant Eagle Owl (Milch-Uhu). Die Eule ist sehr müde und hechelt (was man hier nicht sieht).
Trotzdem linst sie mal eben durch kleine Augenschlitze zwischen ihren pinkfarbenen Augenlidern durch.
Ganz schön lange Krallen!
Einmal wacht sie auf, irgendetwas scheint ihre Aufmerksamkeit zu erregen!
Wir lassen sie mal lieber wieder in Ruhe und widmen uns weiter den Elefanten von Khwai,
nachdem wir zwischendurch noch diese Zebras gesehen haben.
Während hinter ihrem Rücken Körperpflege betrieben wird, genießt Beate das Leben in Botswania 😄 !
Hier scheint es wenig Verhandlungsspielraum zu geben über die Frage, wer denn nun den Fahrweg benutzen darf.
Sehr entschlossen und zügig schreitet der Elefant auf uns zu, so dass Diteko den Landcruiser schnell auf dem Seitenstrefen parkt.
Jetzt sind alle zufrieden!
Die nächsten Elefanten – hier wird getrunken und rumgeblödelt, was das Zeug hält!
Um 17.30 Uhr sind wir dann an der Stelle am Khwai, die sich Diteko für den Sunset ausgedacht hat. Das finden nicht alle gut!
Was seht Ihr auf dem folgenden Foto 🙄 ? Ich schreibe mal ganz unten, was es für mich ist – mal schaun, ob Ihr einen ähnlichen „Blick“ habt! *
Diese Stelle wäre an sich ja schon schön, aber mit den Elefanten, die durchs Wasser plätschern und schlürfend ihren Sundowner zu sich nehmen, einfach unschlagbar! So schade, dass man nichts hören kann auf Fotos!
Wir dürfen aussteigen, und das fühlt sich noch einmal ganz anders an – erdverbunden und eins mit der Natur.
Definitely a scenery for the romantic mood! 😎
Hier hört man das Wassergeplätscher doch beinahe, oder?
Der letzte Elefant verlässt die Szene
Es lächelt der See, er ladet zum Bade…. (naja, abgesehen davon, dass es ein Fluss ist: die Hippos würden mich stören)
Aber von wegen Ruhe: die nächste Herde ist schon im Anmarsch (den Termitenhügel vor dem letzten Elefanten könnt Ihr euch übrigens schon mal für morgen merken 😎 )!
Während der Schreiseeadler ein letztes Sonnenbad nimmt, lässt sich Groß und Klein das Wasser des Khwais schmecken!
Apropos schmecken 😁 : es ist schon nach 18 Uhr und KD erwartet uns sicher bereits zum Dinner auf der Campsite – und dort wird es auch wieder wie jeden Abend einen köstliche Gin-Tonic geben!
Also nix wie los, rein in den Wagen und nach Hause fahren! Und morgen schauen wir uns diesen Termite Mount mal etwas genauer an 😎 .
*Ich sehe einen grimmigen Gnom mit Kapuze!
Teil 3029. Sept. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 1
Neuer Tag, neues Glück!
Gut gelaunt wie immer steigen wir um 6.30 Uhr in unser Wohnzimmer ein und tuckern los, nur um gleich wieder von einem Hippo ausgebremst zu werden. Es ist unterwegs, um einen Besuch auf MAG4 zu machen.
Nur zu, es soll ruhig mal die Platzräuber richtig doll erschrecken 😈 !
Ein Blick aus unserem Dach“fenster“: heute es hat Wolken – wo gibt’s denn sowas?
Die Sonne schaut kaum über die Bäume raus, macht aber schon richtig Stimmung!
Noch "mit ohne" Fotolicht treffen wir auf drei junge Sattelstörche
und ein Krokodil, das seine Runden im Khwai zieht (das ist natürlich Quatsch, es schwimmt ziemlich zielstrebig und ziemlich unsichtbar gerade aus).
Die Sonne macht weiter Drama, nachdem sie ein dickes Wolkenband durchdrungen hat:
Um halb acht ist dann aber wieder blauer Himmel und wir erfreuen uns an diesem Gnu“Crossing“.
Die Viecher sind heute richtig aktiv , eines macht lustige Bocksprünge, während es versucht, den anderen zu folgen.
Wir genießen das wunderbare Licht in dieser bizarren Landschaft, dekoriert mit Zebras
und Giraffen
Um 8 Uhr sind wir unten am Khwai, dort, wo wir gestern Abend schon waren
Und dort 😮 - mitten auf dem besagten Termitenhügel treffen wir diese zwei Streithähne an: junge Frankoline, die sich ordentlich zoffen 🤩 !
Diese Bild finde ich besonders witzig, wie der eine auf den Hinterbeinen steht (ohne Vorderbeine zu haben 😄 ).
Das ist mal eine irre Sichtung, oder? 😐
Oder vielleicht doch nicht? 😎 😗
Späßle 😛 – die Frankoline waren natürlich nicht auf dem Termitenhügel, sondern direkt am Ufer 🤪 ! (Wobei ich den Streit aber tatsächlich interessant fand!) Wir fahren noch zwei Minuten und sind dann wirklich genau an der Stelle, wo wir gestern waren.
Diteko zeigt nach vorne und ruft halblaut, um ihn nicht zu erschrecken: "A leopard on the termite mount, take a quick picture, it may disappear if I get closer!"
Natürlich macht man sich da keine Gedanken um Bildaufbau oder ähnlichen Schnickschnack, sondern hält mitten drauf! Irgendwie…
Schlussendlich werden die Sorgen von Diteko aber unbegründet sein, wir dürfen beinahe eine Stunde mit dieser schönen Katze verbringen, mal näher, mal weiters weg. Natürlich gibt es davon auch wieder viel zu viele Fotos und daher werde ich der Leopardendame ein eigenes Kapitel widmen. Morgen oder so….
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 3130. Sept. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 2
Dieses Kapitel handelt wirklich nur von der Leopardin, Ihr seid gewarnt! 😗
Entdeckt haben wir sie übrigens völlig zufällig (ich habe zumindest nicht mitbekommen, dass oder ob Diteko Spuren getrackt hat) –wir sind einfach um eine leichte Biegung gefahren und da saß sie dann 😮 ! Wie gesagt genau dort, wo wir gestern ein paar 100 m entfernt fröhlich zu Fuß unterwegs waren 😊 . Allerdings hatte ich gestern schon auch immer ein etwas komischen Gefühl und immer ein Auge darauf gehabt, wo unser Fahrzeug steht, falls ich mich schnell hätte in Sicherheit bringen müssen.
Schön an dieser Sichtung ist auch, dass wir sie ganz alleine genießen können (ein Fahrzeug voller Egoisten 🤪 !). Es wäre für jeden, der dort langfährt, ein leichtes gewesen, sie zu entdecken, man wäre ihr ja beinahe über die Pfoten gefahren. Aber es war eben niemand unterwegs außer uns zum richtigen Zeitpunkt.
Dieser richtige Zeitpunkt dauert auch gar nicht so lange. Madame ist zunächst etwas unentschlossen, was sie tun soll. Hier mal die Gesamtsituation im Überblick. Links die Leopardin, recht am Bildrand eine kleine Impala-Herde.
Die Antilopen erregen durchaus ihr Interesse, aber trotzdem schaut sie auch immer wieder weiter nach links.
Gleich vorab: es wird keine Jagd und keinen Riss geben, nur damit niemand umsonst wartet! 😎
Uns hat sie inzwischen auch entdeckt.
Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sie wohl vor kurzem am Fluss (oder an einer Pfütze) zum Trinken war.
Es fehlt jetzt nur noch ein Snack zum Glücklichsein, also stalkt sie mal versuchshalber die Impalas.
Diese verziehen sich aber, und so macht sich auch die Katze aus dem Staub.
Ja schade, denken wir, das war’s auch schon wieder 🙁 , aber schön, dass wir sie wenigstens kurz erleben durften, und auch noch in diesem schönen Licht 🙂 .
Falsch gedacht, denn wir haben Diteko nicht auf dem Schirm 🤩 . Bei solchen Gelegenheiten durfte ich schon öfters sowohl sein feines Gespür dafür, was das Tier vorhat sowie seine Fahrkünste bewundern! Auch heute fährt er gezielt, aber nicht aggresiv der Leopardin nach, auch wenn man zeitweise keine Ahnung hat, wo sie ist und warum er gerade in diese Richtung fährt. Allerdings arbeiten alle mit, und so entdecken wir sie immer wieder zwischen Bäumen, Büschen und Gras.
Dieses Foto ist für mich auch Game-Drive-Realität, daher darf es mit in den Bericht. Mein Autofokus hat manchmal andere Sachen im Blick als ich 😵
Ständig ändert sie ihre Richtung - wir haben aber nicht das Gefühl, dass sie vor uns davon läuft, sondern dass sie selber nicht so recht weiß, wohin sie genau will.
Manchmal verlieren wir sie aber ganz aus den Augen, denn selbst unser Landcruiser mit DT am Steuer kann nicht fliegen und oft müssen wir große Umwege fahren, um wieder freie Sicht zu haben.
Eine Viertelstunde später, als schon niemand mehr daran glaubt, finden wir sie im Gebüsch liegend. Wer kennt das nicht? Panisch macht man solch bescheuerten Fotos 🤢 , weil man ja denkt, es wäre die letzte Chance.
Dann legt sie sich aber doch irgendwo frei hin, und schnell kann man ca. 30 Fotos wieder löschen 😣 !
Was wir inzwischen schon fast vergessen haben: Madame hat noch Hunger! Sie erspäht irgendeine unsichtbare Beute (vermutlich sind im Gebüsch die Impalas unterwegs), aber die scheinen auch ganz schnell wieder zu verschwinden. Schnell entspannt sie sich dann wieder.
Nur die doofen Touristen sind noch da.
Also ist wieder eine Runde Hinlegen angesagt und Warten, was denn so des Weges kommt!
Dieses Mal erkennt Diteko (aber nicht wir), was die Katze stalkt: ein Frankolin.
Dieser ist aber auch nicht dumm und macht sich so schnell wie die Impalas aus dem Staub. Völlig angepisst wendet sich die Leopardin ab.
Pffff, sie wollte eh keinen Frankolin fangen. "Frankolin? Ich? Ich fresse doch keine Hühner, da sind nur Knochen und Federn dran. Soweit kommt es noch 😗 ."
Vor Ort wirkt ihre Körpersprache derart witzig, dass wir uns über ihren Frust leider das Lachen nicht verkneifen können, obwohl es für sie ja eine blöde Situation ist. Offensichtlich hat sie nämlich Junge, zumindest kann man ein Gesäuge erkennen (und nein, wir werden keine Leoparden-Cubs zu Gesicht bekommen – Entwarnung!) und umso mehr auf Nahrung angewiesen.
Nach der Frankolin-Pleite macht sie sich also zielstrebig wieder auf den Weg, teilweise mitten in der prallen Sonne
Hier sehen wir dann zuletzt auf einer etwas offeneren Stelle, bevor sie völlig im Busch verschwindet, in dem es für uns kein Durchkommen gibt.
Diteko wendet unseren Landcruiser und wir fahren einen großen Bogen, um auf eine andere Pad zu kommen, die grob in die Richtung führt, in die die Katze gelaufen ist. Die Chance, sie noch einmal zu treffen, schätze ich allerdings sehr gering ein, denn wir müssen uns zunächst wirklich weit von der Stelle, wo wir sie zuletzt gesehen haben, entfernen.
Nach 10 Minuten ist das Thema für mich durch und ich lehne mich gemütlich auf meiner Sitzbank zurück. Keine Ahnung mal wieder, wo wir eigentlich sind 😐 , bei dem Hin- und Herfahren habe ich völlig die sowieso nicht vorhandene Orientierung verloren!
5 Minuten später ein Schrei von Petra: DA! 🤩 Sie zeigt nach links – unglaublich, da steht die Leopardin wie gemalt auf einem umgestürzten Baum. Wo kommt die denn jetzt her? 😐
Und weiter geht das Spiel, sie klettert hinunter, entfernt sich von uns, um kurz darauf wieder in unsere Richtung beizudrehen.
Ihr nächstes Ziel ist ein riesiger Baum, an dem wohl gerne markiert wird. Sie schnuppert und spritzt dann ebenfalls eine Ladung Urin gegen die Rinde.
Hier ist der Baum noch trocken
Auf frischer Tat ertappt
Alles gut eingenässt
Jetzt läuft sie direkt auf uns zu (wir wären ja eigentlich leichte Beute) und lässt uns kurz wissen, was sie von uns denkt.
Danach macht sie sich – nach knapp einer Stunde gemeinsamer Zeit mit uns - endgültig auf den Weg zu ihrem Nachwuchs und lässt uns staunend, hoch erfreut, dankbar, begeistert und voller Adrenalin zurück.
WOW 🤩 – was war das für ein Erlebnis, diese tolle Katze 😘 und die spannende Fahrt auf der Suche nach ihr! Und es ist jetzt noch nicht mal 9 Uhr!
Teil 3202. Okt. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 3
Um 9 Uhr geht’s weiter – eigentlich ist der Tag nach dieser Leopardensichtung ja – im positiven Sinne 🙂 – schon gelaufen! Aber er wird uns noch einiges bieten! Also fahren wir eben weiter..... 😗
Zunächst sehen wir Meerkatzen
und Impalas, die auf einer der Pans hier herumtollen
Immer wieder müssen wir durchs Wasser, werden aber zum Glück jedes Mal vorgewarnt. Inzwischen stehen wir auch bei Crossings gerne im Wagen – Petra ganz vorne dokumentiert mutig unsere wilde Fahrt und wir haben alle einen riesigen Spaß in unserem Mehrzweckfahrzeug.
Der Landcruiser kann fahren, schwimmen (naja, beinahe zumindest 😎 ), hat immer Wasser an Bord für uns, wir können darin unsere Akkus laden (danke Simone fürs Foto)
und Sport treiben. Man darf das Fahren im Stehen nämlich nicht unterschätzen, immer muss man aufmerksam sein, sonst kann man sich an den Stahlstreben wirklich weh tun oder sich heraushängende Arme zerkratzen, und die Gelenke mögen es auch lieber, wenn man immer leicht in den Knien gebeugt steht.
Heute machen wir schon um 9.30 Uhr mit dieser schönen Aussicht (unter Aufsicht eines Hippos) unseren Coffeebreak, es fühlt sich ja eh an, als ob wir schon viele Stunden unterwegs sind nach unseren tollen Erlebnissen!
Welchen Quatsch er hier mal wieder gemacht hat, habe ich vergessen, aber auf jeden Fall haben Diteko und wir unseren Spaß 😄 !
Ein Burchells Starling mit seinen krassen Farben lässt uns nicht aus den Augen
es könnte ja etwas von unseren Rusks herunterfallen!!!
Mir allerdings fällt etwas ganz anderes runter, bzw. raus – ein Zacken bricht aus meiner Krone 🤩 . Okay, es ist kein Zacken, sondern nur ein Stück Keramik an einer unsichtbaren Stelle 😗 und es tut auch nichts weh danach – aber es beunruhigt mich schon eine Zeit lang. Wer weiß, was da noch so abbröselt in nächster Zeit 😕 ? Irgendwann steh ich vielleicht ohne Zahn da? 😐 Und das würde man dann sehen, so weit hinten ist es nicht… Und was, wenn es doch anfängt zu schmerzen 😣 ? Fragen über Fragen! Ich beiße ab jetzt sehr vorsichtig und möglichst nicht an dieser Stelle – nach ein paar Tagen habe ich die Sache aber fast wieder vergessen, da der Rest der Krone standhaft bleibt (und daheim musste mein Zahnarzt das auch nur etwas abschleifen und glätten, die Funktion ist wohl nicht beeinträchtig – viel Wind um nichts 😛 )
Aber jetzt geht’s weiter mit Game-Drive, vorbei an wie immer wunderschönen Red Lechwes und Impalas fahren wir wieder an den Khwai.
Und dort, auf der gegenüberliegenden Uferseite, also im Moremi, entdecken wir eine Löwenparade. Das Ganze ist etwas unübersichtlich, weil ständig neue Löwen nachrücken, manche sich hinlegen, einige hinter Termitenhügel verschwinden. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wie viele es waren. Ich habe 8 im Kopf, aber das wissen die anderen (Simone 😐 ???) bestimmt besser (mit Sicherheit Matthias 😛 , aber der hat gerade anderes zu tun als Bericht zu lesen).
In der Übersicht sieht das so aus
Im Detail dann so
Wir werden übrigens durchaus bemerkt!
Auf der linken Seite sind es erst zwei drei (Matthias, ich glaube, ich habe mich beim Schreiben automatisch aufs Kuscheln bezogen 😉 )
Dann drei
und schlussendlich vier süße Löwenyoungsters!
Wir schauen uns das Treiben sehr lange und in Ruhe an, dabei kommt uns zu Gute, dass unser tolles Fahrzeug auch echt bequem ist für solche Langzeitbeobachtungen (danke Petra für's Foto!).
Es fehlt nur noch ein Tablett mit Snacks und ein Gläschen irgendwas, das durchgereicht wird 😉 – aber dazu hätten wir wohl in einem anderen Preissegment buchen müssen 😗 .
Ich fange mal einen neuen Teil an, mir wird das mit den vielen Fotos zu unübersichtlich....
Teil 3302. Okt. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 4
Endlich können wir uns losreißen und treffen kurz danach auf diese wunderschönen drei Kudumänner.
Die nächste Sichtung macht mich extrem glücklich: ich liebe Rappenantilopen und werden nie den Tag im Sommer 2015 vergessen, als ich mit Rennade zusammen im Mahango NP meine ersten gesehen habe!
Unsere hier begeben sich gerade ans Wasser, als wir heranfahren. Dort haben sie nur wenig Ruhe zum Trinken, irgendetwas erschreckt sie – vermutlich sind es wir, denn Sable Antelopes sind ja sehr scheu.
Es sind übrigens sechs 🙂
Hier sieht man, dass auch Elefanten am Wasser stehen.
Die Rappenantilopen galoppieren also in die Richtung davon, aus der sie gekommen sind.
Sollte sich jemand von euch hier Gedanken machen, ob er/sie/divers diesen Termitenhügel zwischen den beiden Sables kennt(der zugegebenermaßen eher wie ein Erdhügel aussieht, weil er wohl schon sehr alt ist und ausgedient hat): JA genau 😮 , es ist der, an dem gestern Abend die Elefanten vorbeigezogen sind und auf dem heute Morgen die Leopardin saß (nur stehen wir jetzt an einer anderen Stelle, weil wir aus der Gegenrichtung gekommen sind). 🤩
Aus Solidarität erschrecken sich die Elefanten auch (wahrscheinlich haben die panischen Antilopen sie beunruhigt) und rennen ebenfalls los.
Die Sables haben sich inzwischen wieder beruhigt
Sie finden aber schnell erneut einen Grund zu flüchten!
War das schön!!! 🙂 🙂 🙂
Auf der Rückfahr zum Camp werden wir von Zebras beobachtet.
Wir wiederum stören leider eine Giant Eagle Owl (Milchuhu) in ihrer Mittagsruhe. Sorry 😊 !
Das ist kein ernstgemeintes BIF-Foto, sie ist mir nur zufällig durchs Bild geflogen. Das üben wir noch... 😗
Immer wieder begegnen uns Giraffen – eine schöner als die andere!
Heute sind wir recht früh zurück im Camp und erzählen KD voller Begeisterung, was wir alles gesehen haben: eine Leopardin, Löwen, Rappenantilopen, und natürlich auch Kudus, Red Lechwes, Zebras, Giraffen und und und.... 🤩
Auch heute werden wir eine ausgedehnte Mittagspause machen – mit der geht es dann im nächsten Kapitel (aber nicht mehr heute) weiter!
Teil 3403. Okt. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 5
Zurück im Camp gibt es zunächst Lunch, dann spülen wir ab und räumen auf und genießen anschließend unsere Mittagspause. Allerdings müssen wir etwas vorsichtig sein, denn es treiben sich Elefanten in der Nähe herum.
Hier unser „Ablution-Block“ (links die beiden Zelte von Petra/Hans und Beate/Evi) , zwei Toilettenzelte und ein Duschzelt (hinterm Baum versteckt).
Zugegeben ,das sieht etwas kahl aus, aber wenn man genau hinschaut, gibt es auch hier bunte Deko (und nein, ich meine nicht das Handtuch von Petra 😉 ) ! Die abgefallenen Blütenblätter finden sich oft im Toilettenzelt wieder, richtig nice!
Heute müssen wir dringend mal Homeoffice machen - in wechselnder Besetzung, je nachdem wer gerade duschen ist....!
(Foto von Petra)
Um 15.30 Uhr ist Schluss mit Pause, DT ruft zum Nachmittagsausflug! Dieser Game-Drive wird aus vielen Déjà-Vus bestehen:
Diese drei jungen Sattelstörche haben wir heute früh ohne Licht schon gesehen, so gefällt es mir schon besser.
Ist diese Landschaft nicht der Hammer?
Na da schau her, unsere zwei Klunkerkraniche aus dem Moremi 🤩 (nein, die sind das natürlich nicht 😎 ). Witzig, auch hier marschieren sie in Gesellschaft durchs Gras – wenn auch kein Serval, dieses Mal haben sie einen Rufous-bellied Heron dabei.
Elefanten sind natürlich immer ein Déjà-Vu am Khwai.
Genauso wie die Red Lechwe. Wieder bin ich von der archaisch anmutenden Landschaft fasziniert 😮 😘
Und hier haben wir wieder unser 10m-Krokodil 😎 (es ist in der Zwischenzeit bestimmt ein bisschen gewachsen 😗 )
Giraffe, Madenhacker, alles schon gesehen
Unsere Quietscherle
Elefant am Khwai, der Klassiker
------------------------------------------------------------------------------------------------ Ich setzt hier mal wieder ab, damit ich kein Foto-Kuddelmuddel bekomme.....
Teil 3503. Okt. 2021
28. August 2021: Ein (neuer) Tag in der Khwai Concession (Campsite Magotho MAG7) / Teil 6
Ja,.und dann ein ganz besonderes Déjà-Vu: unsere Löwendamen. Allerdings sind nur noch zwei vor Ort, vermutlich ist die dritte schon abmarschiert, wie es bald auch die nächste tun wird. Wie man sieht, waren die Löwinnen erfolgreich bei der Jagd. Bei der Beute von dieser hier hat es offensichtlich noch Fleisch am Knochen - sie zieht und zerrt an Haut und blutigem Material 😮 .
Die zweite dagegen nagt an einem blanken Knochen herum 😐 .
Frustriert (zumindest sieht es für Menschen so aus, vielleicht hatte es aber auch irgendeinen Sinn) wirbelt sie das Impala-Bein durch die Luft - ein etwas makabrer Anblick mit dem Huf im Maul 🤢 .
Mehr wird es aber davon auch nicht.
Da drüben würde etwas Gehaltvolleres geben 😵 – sie wirft verlangende Blicke nach rechts
Die andere Löwin hat noch Fleischbrocken um sich herum verteilt, scheint aber satt zu sein (bzw. durstig)
Sie steht auf und dreht direkt vor uns in Richtung Wasser ab.
Die zweite Löwin leckt sich derweil schon die Lippen…und ein zufriedenes Lächeln umspielt ihr Maul (nein, man soll Tiere ja nicht vermenschlichen….)
Die andere Löwin ist bereits am Wasser, wir folgen ihr. Gar nicht so einfach, mit vollgefressenem Bauch hinzukauern:
Wir sind ganz nah dabei!
Hier sieht man einige Geier auf dem Baum, andere sind in der Luft unterwegs oder sitzen auf anderen Bäumen. Sie haben uns auch den Hinweis gegeben, dass hier ein Riss sein muss, das habe ich oben ganz vergessen zu erwähnen. Also kein anderer Guide oder Fahrer war der Tippgeber, nur die Geier.
Nachdem der Durst gelöscht ist, werden wir genau unter die Lupe genommen.
Was für ein Gefühl -sie steht ja wirklich ganz nah vor uns 🤩 !
Sie blickt sich um, dreht dann ab und macht sich auf den Heimweg, weg von der Stelle, wo der Riss und die letzte Löwin liegt.
DT fährt aber zurück und wir sehen, dass sich die verbliebene Katze inzwischen genüsslich über die besseren Reste hergemacht hat.
Viel sehen kann man aber nicht, also wendet unser Guide wieder und wir begleiten die schwindende Löwin.
Immer diese störenden Vögel
Ihr auch noch da?
Nicht so schwer zu verstehen, dass ich seit 2012 dem Khwai verfallen bin, oder? 😎 😘
Ehrlich gesagt möchte ich dieser „Maschine“ wirklich nicht außerhalb des Fahrzeuges begegnen – was für ein Muskelpaket! Beeindruckend und faszinierend!
Tschüss!
In der Nähe des Risses hat derweil dieser Kappengeier einen Struggle mit seinem Ansitz 😐 – irgendwie scheint das nie zu passen 😣
"Hoodie"Vulture - niedlich mit seinem Kapuzenpulli, oder?
So, endlich, das sieht doch gut aus. 🙂
Sorry für die vielen Geierfotos 😊 , aber ich bin Vulture-Fan und sonderlich viele konnten wir auf dieser Tour nicht beobachten.
Jetzt wird es Zeit, Richtung Camp zu fahren. Unterwegs die obligatorischen Elefanten im Khwai
Auch Zebramangusten sehen wir noch kurz vor 18 Uhr.
Heute gibt es noch eine kleine Überraschung: man kennt das ja von den Luxuslodges, dass sie für ihre Gäste im Busch ein Sundownerplätzchen hergerichtet haben oder ähnliche Aufmerksamkeiten 😎 !
Auch Bushways lässt sich nicht lumpen und hat eine Laser-Show für uns inszeniert.... 😗 ! 😘
Der Abendhimmel ist dank der Wölkchen, die plötzlich wieder aufgetaucht sind, heute besonders schön.
Leider hat der Schreiseeadler heute seinen Einsatz verpasst 😉
aber auch so geht die Sonne sehr farbenprächtig unter.
Zurück im Camp erwartet uns KD und das heimelige Campfire, das man schon immer von weitem sieht.
Heute gibt es, wenn ich dem FB-Eintrag von Simone glauben darf, Rindersteak! Ich bin wahrlich keine große Fleischesserin, aber da sag ich nicht nein, die schmecken überirdisch gut 😘 !
Vorher ist natürlich der GT ein Muss – auch ein – sehr liebgewonnenes – Déjà-vu!
Im Rückblick auf unsere tollen Sichtungen heute (Leopardin, Sable Antelopes, Löwen, Elefanten, Kudus, wieder Löwen und vieles andere mehr) fällt das Getränk mal wieder etwas kräftiger aus 🤩 . Dies wird sicher wieder so ein Abend, wo wir aufpassen müssen, dass unsere Elke nicht vom Stühlchen fällt, wenn sie die Sterne beobachtet 😄 ! (Ich glaube, die Story hatte ich noch gar nicht erzählt, es war meines Wissens bereits im CKGR, als sie plötzlich mitsamt Campingstuhl im Sand lag! Sobald klar war, dass sie sich nicht wehgetan hatte, gab es brüllendes Gelächter – es sah auch wirklich zu komisch aus! Und insgeheim haben wir immer wieder - leider vergeblich – auf eine Wiederholung dieser Stunt-Einlage gewartet 😉 !).
Heute gehen wir mit dem Wissen ins Zelt, dass wir morgen das Camp abbauen müssen. Wir bleiben zwar noch einen Tag in der Khwai Concession, wechseln aber unsere Unterkunft!
Gute Nacht!
.
Teil 3605. Okt. 2021
29. August 2021:Von der Campsite Magotho MAG7 zum Khwai Guesthouse / Teil 1
Unser Plan für heute: Camp abbauen und dann langsam am Khwai entlang nach Khwai Village tuckern, wo wir im Khwai Guesthouse einchecken werden. Es war ja bei der Planung der Wunsch aufgetaucht, ab und zu eine feste Unterkunft zu haben. Hier bot es sich besonders an, denn erstens hatten wir viel Zeit zwischen unseren beiden Fixpunkten, den ergatterten ÜN-Terminen im Moremi und in Savuti. Danach muss man sich bei Planung richten, und so konnten wir 4 Nächte in der Khwai Region verbraten. Außerdem wollte ich den anderen unbedingt eine Mokoro-Fahrt unterjubeln 😛 , und die wird ja (u.a.) vom Khwai Guesthouse, das Bushways gehört, durchgeführt.
Aber erst müssen wir in die Gänge kommen- heute morgen ist es nämlich kalt – seeeehr kalt 😣 . Wir versuchen uns, am Rest des Frühstück-Campfires ein bisschen aufzuwärmen.
(Foto von Hans)
(Foto von Simone)
Trotz klammer Finger sind wir mal wieder superschnell beim Abbau und verlassen unseren Platz auf der Magotho Campsite noch vor 7 Uhr. Es hat keine 9°C und für mich gilt: alles was zweistellig ist in Afrika beim Campen ist okay 🙂 -also ist momentan nicht alles okay für mich 😊 . Die Uhrzeit stimmt übrigens nicht ganz, die Fotodaten zeigen 6.59 Uhr.
Heute haben sich alle warm eingepackt, auch DT (Simone und ihre Daunenjacke sieht man im Rückspiegel)
(Foto von Simone)
Zum Glück werden wir schnell von den eisigen Temperaturen abgelenkt (wir fahren offen, da spürt man das schon sehr direkt 😕 !). Heute gibt es am Khwai Waterbucks im Angebot. Es ist wirklich erstaunlich: man fährt öfters dieselbe Strecke und sieht immer wieder ganz andere Tiere. Trotzdem hier gleich eine Warnung an alles Sensationslüsterne 😎 : es geht heute sehr beschaulich zu – keine Katzen, Hunde o.ä.!
Dieses kleine Böckchen hinter seiner Mama möchte so gerne auch mal ein Foto haben.
Bitte schön!
Sieht er nicht zufrieden aus?
Dieses Bild ist für’s Protokoll, bzw. für die Sichtungsliste: wir waren uns vor Ort nicht gleich ganz sicher, welcher Kauz es ist, aber jetzt ist es klar: ein Kapkauz (African barred Owlet)
Im Fluss vergnügen sich die Hippos
Das Kleine ist sehr scheu
Und platsch ist es abgetaucht
In einem Busch sitzen zwei Gabelracken, leider tun sie uns nicht den Gefallen, abzufliegen wie die beiden bei den Eulenmuckels im Bericht. Unsere sind vermutlich festgefroren! 😗
Aber dafür sitzen sie brav an und das auch noch in einem ziemlich krassem Licht!
Mit diesem Foto wollte ich zeigen, dass die Impalas bei Kälte ihr Fell auf dem Rücken aufstellen, so dass es aussieht, als ob sie eine braune Decke übergeworfen hätten. Als ich das Bild dann in meinem Ordner nochmal anschaue, erschrecke ich: es sieht aus, als ob das Imapala eine leere Augenhöhle hätte.
Also schnell genauer hingeschaut: eins von den schmucken Gräsern hier ist Schuld an dem vermeintlichen Augendefekt.
Hier die Decke,
die natürlich auch sauber gehalten werden muss!
Schlangenhalsvogel, er darf heute auch mal wieder in den Bericht, sonst muss er immer den Löwen oder Wildhunden den Vortritt lassen.
Heute scheint Waterbuck-Tag zu sein
Kappengeier
Blauschdirnbladdhünschen
Oh, ein Albino-Glockenreiher 😄
Pied Kingfisher mit Minifischchen, ich kanns gerade so erkenne, ich hoffe, Ihr auch.
Hammerkopf
Bevor wir unseren Coffeebreak-Platz erreichen, erfreuen wir uns einmal mehr an der herrlichen Landschaft, die eigentlich immer mit Tieren dekoriert ist.
Hagedasch-Ibis
Als wir kurz vor 10 Uhr anhalten, ist es auch außerhalb des Autos ohne Fahrtwind immer noch sehr frisch.
Ja, Sommerferien in Botswana – das haben sich manche vielleicht etwas anders vorgestellt 😄 . Aber schön, dass die Daunenjacken auch im August ausgeführt werden, nachdem sie uns den ganzen Winter über in den - durch coronabedingtes Dauerlüften eiskalten - Schulzimmern gerettet haben. Man baut da ja schon so eine etwas innige Beziehung auf…. 😗 Die Laune lassen wir uns aber von so ein paar Grädchen nicht vermiesen!
(Foto von Petra)
KD haben wir ja schon als sehr sportlich kennen gelernt, heute gibt er wieder ein paar Kunststücke zum Besten.
Meine Frage, ob er Streetdance macht, bejaht er!
Irgendwann ist aber auch er kabuuud 🤪
(Foto von Petra)
Also alle wieder ins Auto und weiterfahren!
Danke an Petra 😘 , Hans 😘 und Simone 😘 für diverse Fotos, ich werde sie nachher noch kennzeichnen, muss jetzt aber mal schnell etwas anderes erledigen! -------------------------------------------------------------------------------------------------------
Und nachher gehts hier ein einem zweiten Teil weiter!
Teil 3705. Okt. 2021
29. August 2021: Von der Campsite Magotho MAG7 zum Khwai Guesthouse / Teil 2
Weiter geht's immer mehr oder weniger direkt am Khwai entlang:
Spur-winged Goose
Nein, hier tanzt kein Impala Ballett im Busch 😵 !
Es wurde von einem Leoparden ziemlich unsanft mit dem Kopf hoch oben in einem Baum befestigt. „Gut abgehangen“ werde ich in Zukunft wohl mit diesem gruseligen Anblick verbinden 🤢 :
Auf unser inzwischen 11m 😛 langes Schnappi ist Verlass – immer an Ort uns Stelle, wenn wir vorbeikommen.
Diese Durchfahrt kennen wir zur Genüge, kein Problem.
Dann, kurz darauf der große Schreck 😮 : Diteko fährt ohne Vorwarnung und ungebremst in ein tiefes schwarzes Wasserloch 🤩 . Halt, nein, er fährt nur bis kurz davor in vollem Tempo, bremst dann rechtzeitig den Landcruiser zum Stillstand und will nicht aufhören, sich über unser erschrockenes Geqietsche kabuuddd zu lachen 😄 😄 😄 . Spätestens jetzt sind alle an Bord wach! Er setzt zurück und weiter geht die Fahrt im Trocknen
Brauner Schlangenadler
Schreiseeadler
Und eine komische Hippoversammlung am anderen Ufer.
Und, wo sind wir hier? Ja genau, an der Stelle mit den Elefanten im Sonnenuntergang, der Leopardin und den Rappenantilopen!
Waterbuck-Tag
Auf der Weiterfahrt bin ich einmal mehr begeistert von dieser Landschaft mit der Arche-Noah-Tierfülle
Um 12.30 Uhr machen wir Lunch-Pause direkt am Khwai.
Bei Bushways sitzen Sie in der ersten Reihe!
(Foto von Petra)
(Foto von Petra)
Wir genießen unseren Lunch und die Aussicht auf Elefanten und Büffel
Achtung Evi, Hippo von links
Es prepairt sein Maul, um Evi zu fressen!
Überlegt es sich aber doch anders
Also fahren wir doch zu Zehnt weiter, nachdem KD und Matthias unser Dach zugemacht haben (inzwischen brennt die Sonne doch wieder heiß auf die Köpfe), und erreichen das Khwai Guesthouse um ca. 14 Uhr.
(Foto von Petra)
Wir beziehen unsere Chalets und erhalten ein kurzes Briefing - in ungewohnter Zivilisation 🤩 .
(Foto von Petra)
Dabei klären wir auch ab, dass wir hier einige Dosen Tonic Water abkaufen können. Wir hatten zwar ganz am Anfang von Bushways recht viele Dosen geliefert bekommen, aber bei unserem Konsum hat das nicht lange gereicht. Leider konnten wir in Maun, als wir auf der Fahrt vom CKGR in den Moremi durchgekommen sind, nur ganz wenig und diverse Sorten auftreiben, die nicht jedermanns Geschmack sind. Die Bottlestores, wo wir das Tonic Water sonst kaufen, sind geschlossen, und ansonsten hieß es: nein, es gibt keinen Alkohol, also braucht man auch kein Tonic Water. Zum Glück stehen im Khwai Guesthouse noch ein paar Dosen im Kühlschrank, so dass unsere Hochrechnung ergibt, dass wir mit unserem Sammelsurium bis Kasane durchkommen werden 😎 .
Nachdem wir die Abfahrtszeit für die Mokorotour erfahren haben, machen wir uns ans Duschen, Schwimmen, Wäschewaschen....
Nächste Station: Mokorostartplatz am Sable Alley Kanal! Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 3806. Okt. 2021
29. August 2021: Von der Campsite Magotho MAG7 zum Khwai Guesthouse / Teil 3
Der Lacher des Nachmittags (und ein neuer running gag in unserem Sortiment 😉 ) ist eigentlich vorprogrammiert 🤪 : Evi fragt DT, wie sie sich auf die „Moroko“-Tour vorbereiten muss 😄 . Schnell wird daraus immer mal wieder auch Marokko – schon erstaunlich, wo wir in diesem Sommer überall herumkommen: in Norway, Botswanien (das übrigens, wie wir festgestellt haben, ganz in der Nähe von Transsilvanien liegt 😎 ) und nun auch noch Marokko! Und das zu diesem Preis – wirklich eine Schnäppchenreise 🤩 ! (Grüße an den bayernschorsch gehen raus 😎 !)
Vermutlich ist DT nach unserem Gegacker (wobei er ja immer an vorderster Front dabei ist) froh, uns mal für 2 Stunden los zu haben. Erleichtert liefert er uns bei der Mokoro-Station ab.
(Danke Simone fürs Foto)
Wir sitzen in der selben Zusammensetzung wie im Landcruiser jeweils zu zweit in vier Mekoro (nein, das ist kein Schreibfehler, Evi, falls du das liest und ich will dich auch nicht veräppeln: das ist die Mehrzahl von Mokoro!).
Rechterhand dümpelt eine Horde Hippos in ihrem Pool und wir starren uns gegenseitig ein bisschen an.
Die Hippos gewinnen und wir wenden uns in die andere Richtung ab. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass uns keines der Biester folgt 😕 . So ganz traue ich denen nie und finde es auch ein komisches Gefühl, mit ihnen sozusagen im selben Wasser zu schwimmen.
Auf die Plätze, fertig los!
Nein, es wird natürlich nicht um die Wette gefahren, sondern wir gleiten beschaulich und lautlos dahin, unsere Poler erklären uns nebenher dies und das.
(Danke Petra fürs Foto)
Dann wird eine Runde gebirdet.
Malachite Kingfisher - ich liebe es, diese schillernden Farbkleckse von weitem in ihrer schönen Umgebung zu sehen!
Von Nahem natürlich auch, nur ist es bisschen tricky, sie vom etwas wackeligen Mokoro aus zu erwischen!
Unser Poler muss ziemlich viel Geduld mit Matthias und mir aufbringen, wir können uns kaum von dem Little Bee-Eater losreißen.
Dem African Fisheagle, der sich gerade erleichtert, kommen wir dagegen lieber nicht zu nahe 🤢 !
Ein Büffel glotzt uns vom Ufer her an – und bleibt da zum Glück auch!
Auf der weiteren Fahrt stellen wir einmal mehr fest, dass Botswana im Allgemeinen und Khwai im Besonderen Elefantenland ist. Es ist ein wahnsinniges Gefühl, wenn diese Kolosse in aller Ruhe direkt vor einem das Ufer wechseln.
Langsam machen wir uns in dieser wunderschönen Landschaft auf den Rückweg.
Matthias und ich bleiben wieder an dem Little Bee-Eater hängen…Er hat auch noch Freunde dabei (ich denke, es sind Blutschnabelweber, oder)
Sind die Farben im Hintergrund nicht wunderschön?
Dann fahren wir – for the romantic mood 😛 – am Sonnenuntergang entlang.
(Danke Petra für's Foto)
Ich liebe diese Spiegelungen!
Nach Sonnenuntergang verabschieden wir uns mit einem Trinkgeld von unseren Polern – danke, das war wirklich sehr schön!
Im Guesthouse angekommen springe ich schnell unter die Dusche. Leider zeigt es sich, dass ein Lodgeaufenthalt wesentlich gefährlicher als Campen mitten im Busch ist 😮 . Ich bin happy, meine dreckigen Füße mal wieder so richtig einzuseifen und hampel entsprechend einbeinig auf dem glatten Betonboden herum. Leider habe ich nicht bedacht, wie rutschig er durch die Seife wird – und plötzlich zieht es mir mein Standbein unter dem Hintern weg. Zum Glück fange ich den Sturz noch einigermaßen ab (die Schürfwunde auf dem Knie ist vernachlässigbar), denke aber trotzdem im Fallen daran, dass alte Frauen sich ja gerne den Oberschenkelhalsknochen brechen bei solchen Aktionen. Soweit kommt es nicht, aber beim Landen bekomme ich noch ein physikalisches Moment nach hinten ab (obwohl ich ja eigentlich schon so gut wie sicher auf den Knien und Händen gelandet bin, komisch 😐 ) und knalle voll mit dem Hinterkopf an die Betonwand 🤩 😣 .
Blut fließt zum Glück keines, aber ich spüre sofort eine extrem große Beule. Zuerst bleibe ich ganz ruhig sitzen und lasse das Wasser weiter auf mich runterrieseln. Dann stehe ich vorsichtig auf und sortiere meine Knochen: juhu, alles noch am Stück. Nur der Kopf dröhnt ein bisschen. Vorsichtshalber bitte ich Matthias, mich beim Essen (das sehr lecker, wenn auch etwas kühl, weil es draußen wieder sehr frisch ist) genau zu beobachten. Sollte ich mich noch komischer als sonst benehmen, soll er sich bitte um mich kümmern, falls ich doch eine Gehirnerschütterung habe. Zum Glück bleibe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten aber normal 🤪 – und außer der Beule, die ich noch lange nach der Rückkehr nach Deutschland gespürt habe, gibt es wohl keine bleibenden Schäden (sag ich jetzt mal so…. 😗 ). Heute schlafen wir also mal wieder in „richtigen“ Betten, und morgen müssen wir kein Camp abbauen. Auch mal ganz nett! Dann schaunmermal, wie die Fahrt nach Savuti wird – ein bisschen graut mir davor, weil sich das in meiner Erinnerung immer ziemlich gezogen hat. Mit meinem Brummschädel krabbel ich unter die tausend Decken und Laken, die ich erstmal freilegen muss (ich kann nicht als Mumie schlafen) und sinke dann ins Reich der Träume.
Gute Nacht!
Teil 3907. Okt. 2021
30. August 2021: Vom Khwai Guesthouse nach Savuti HATAB CNP24 / Teil 1
Kurz nach 7 Uhr verlassen wir das Khwai Guesthouse – scheee war‘s! Während des leckeren Frühstücks dort hatte ich mich übrigens noch mit einer älteren Dame aus den USA unterhalten, die einzige Gästin (heißt das so?) außer uns. Sie meint, dass sie Botswana jederzeit Tansania und Kenia vorziehen würde, was ich, ohne wirklich mitreden zu können 😄 , da ich ja noch nie in Ostafrika war, sondern nur Fotos und Berichte von dort kenne, gut nachvollziehen kann.
Diesen An/Ausblick kennen sicher einige: der Sable Alley Channel von der Betonbrücke aus gesehen.
Auf der Gravelroad sehen wir immer wieder Elefanten (und auch Löwenspuren ohne Löwen).
Eine Stunde später: noch 18 km bis zum Gate.
Ich habe ziemlich wenig Lust auf diese Fahrerei nach Savuti 😵 , bisher war das (abgesehen vom grünen April 2017) eine staubige und windige Angelegenheit bei grellem Licht (da waren wir auch immer später dran), einfach nur öde 🤢 .
Dieses Mal sollte es aber ganz anders kommen - es wird eine höchst unterhaltsame Fahrt werden 🙂 !
Eine Kududame putzt ihre individuellen weißen Streifen!
Das Gate, schmucklos wie eh und je….
Wobei, immerhin gibt es immer noch den Hinweis auf die Wilddogforschung (muss dringend noch meine Daten melden, fällt mir da ein, oder hat es schon jemand gemacht?)
und die Karte schau ich mir auch immer gerne an und freue mich, dass wir heute nicht nach Zweizwei fahren müssen wie 2017.
Im Baum sitzen jede Menge Brillenwürger, aber ich werde es auch auf dieser Reise nicht schaffen, einen vernünftig abzulichten!
Um 9.15 Uhr tuckern wir linkerhand der Mababe Depression entlang
und erfreuen uns an einigen Gleitaaren.
Überhaupt sind sehr viele Vögel und vor allem Greife in der Luft bzw. auf Bäumen, und das bei schönem Licht. Für mich erfüllt sich ein Wunsch: noch fehlt mir auf meiner BIF-Liste ein Tawny Eagle 😘 . Und dann gibt es gleich zwei ganz kurz hintereinander für mich 🤩 !
Dieser hebt ohne große Vorwarnung ab und bietet uns eine schöne Flugshow!
Es könnte von der Färbung her, nämlich noch sehr rötliches Gefieder und noch eher braune Augen, ein jüngerer Vogel sein.
Bele im Glück! 🤪
🙂 🙂 🙂
Keine paar Minuten sitzt der nächste an. 🤩
Dieses Mal ein Streaky adult, laut meinem Raptor Guide of Southern Africa sind das meistens Female Tawny Eagle, also Raubadlerinnen.
Sie wippt ein paar Mal unruhig auf und ab, und fliegt dann wie erwartet los – allerdings in die falsche Richtung, nämlich hinter den Baum. Na toll…. 😵
Aber manchmal lohnt es sich, nicht zu schnell aufzugeben – plötzlich taucht sie nochmal auf
und macht mir mit diesem Foto eine große Freude 🙂 😘 !
Es folgt wieder ein Gleitaar,
dann eine Rotschopftrappe.
Rechterhand entdecken wir um 9.45 Uhr Roans Antelopes / Pferdeantilopen. Wie toll ist das denn 🤩 – erst gestern hatten wir drüber gesprochen, dass uns nach der faszinierenden Rappenantilopensichtung eigentlich nur noch Roans und Pukus fehlen (okay, und Sitatungas, aber die sieht man je eh so gut wie nie).
Dies ist ein Kapernbusch (hab ich das richtig in Erinnerung?)
Mit so viel Flora und Fauna gestaltet sich diese Fahrt höchst abwechslungsreich! Trotzdem macht Evi ein kleines Nickerchen, während es sich meine liebe Kollegin Petra in unserem Wohnzimmer, bzw. in den Armen von Hans gemütlich macht! Lange bleiben die beiden Damen aber nicht so entspannt sitzen 😗 !
Genau vor dem steinernen Wegweiser, bei dem sich die Strecke in Sandridge- und Marshroad teilt, biegen wir nach rechts zu einerm Picknickplatz unter einem Baum ab. Auf diesem Baum sitzt ein Greif und wir starren alle nach oben, um ihn zu identifizieren.
Wir alle inklusive DT und KD achten überhaupt nicht auf den Weg vor uns..... 😐 Plötzlich bemerken wir aus dem Augenwinkel eine schnelle Bewegung von rechts aus dem hohen Gras heraus. Ein Warzenschwein rennt über den Weg, DT kann gerade noch so bremsen, dass er es nicht erwischt. Ebenfalls bremsen muss der Leopard, der das Schweinchen verfolgt, damit er nicht mit unserem Landcruiser kollidiert! Wow, was ist das denn 😮 ?
Für uns ein tolles Erlebnis 🤩 , für das Warzenschein ein Glückstag 🙂 und für die Katze dumm gelaufen 😣 !
DT versucht, dem Leoparden zu folgen. Immer wieder hält dieser an und wir haben den Eindruck, dass er verärgert nach uns und mal frustriert, mal verlangend in die Richtung des verschwundenen Warzenschweines schaut.
Irgendwann macht er sich dann durchs hohe Gras davon, hält aber unter einem Baum noch einmal inne und schaut hinter einem Termitenhaufen versteckt nach uns. DT fleht ihn an, doch bitte, bitte auf den Baum hinaufzuklettern. Aber diesen Gefallen tut er uns dann doch nicht, ausgerechnet uns, die ihm den Tag versaut haben – kommt ja gar nicht in Frage 😈 . Sorry, wir haben das wirklich nicht mit Absicht gemacht 🙁 .
Völlig geflashed von diesem Ergebnis fahren wir zurück zu unserem Mittagspausenplatz. Dort geht es dann im nächsten Kapitel weiter.
Teil 4008. Okt. 2021
30. August 2021: Vom Khwai Guesthouse nach Savuti HATAB CNP24 / Teil 2
An unserem Rastplatz
trippelt ein Swainson’s
und ein Redbilled Spurfowl herum. Hier sind mir aber beinahe diese kleinen lila Blüten wichtiger. Sie duften extrem stark und sehr gut!
In diese Richtung ist übrigens der Leopard verschwunden!
DT wird von Gelbschnabeltkokos umlagert! Ich glaube es war hier, als ihm einer seinen Rusk aus der Hand geklaut hat!
Um 11 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg und siehe da – wir entdecken weitere Pferdeantilopen.
Vermutlich eine Mutter mit ihrem Kind.
Mir war bisher nicht bewusst, was für lange Ohren diese Tiere haben 🤩 .
Hinter einem Gebüsch schauen Büffel hervor
Auch für diesen hübschen Double-banded Curser (Doppelbandrennvogel) halten wir kurz an
Eine Herde Elefanten hält im Schatten Mittagsruhe.
Hier würde ich Brown-crowned Tchagra (Dorntschagra) sagen
An der Marabou-Pan mit Blick aufs Wasserloch gibt es um 13.30 Uhr Lunch.
In weiter Ferne schreitet ein Elefantenbulle dahin. Er hat für hiesige Verhältnisse recht große Stoßzähne!
Ist das ein African Pipit? Kleines braunes Vögele – immer schwierig 😐 ! Wenn es das nicht ist, dann sicher wieder so eine Lerche…. 😗
Am Wasserloch beobachten wir Elefanten und Giraffen.
Eine halbe Stunde später fahren wir dann auf unsere Campsite CNP24 ein. Diese ist allerdings bereits von einer Giraffe besetzt.
Was genau DT hier wieder amüsiert, weiß ich nicht (mehr), aber schön, dass er nach 7,5 Stunden Fahrt immer noch lacht 😄
Vom Campaufbau und dem kleinen Nachmittags/Abendgamedrive dann mehr im nächsten Kapitel!
Teil 4109. Okt. 2021
30. August 2021: Vom Khwai Guesthouse nach Savuti HATAB CNP24 / Teil 3
Mit unserer Campsite in Savuti hatten wir echt Glück. In der ursprünglichen Planung für 2020 hatten wir nur eine Nacht, und diese auch nur auf Warteliste (so kam der Boteti ins Spiel, Ihr erinnert euch?). Beim Verschieben auf 2021 konnte wir nur die Nacht vom 31.8. auf den 1. September bekommen, davor war ein paar Nächte vorher Moremi fix und die Nächte dazwischen mussten wir füllen. Bushways hatte uns zwei Möglichkeiten offeriert: entweder eine zweite Nacht im Khwai Guesthouse oder einen Platz auf der SKL Public Campsite in Savuti. Dafür haben wir uns dann entschieden, um 2 Nächte in Savuti zu haben. Durch Corona wurde dann auch die erste Nacht auf der HATAB-Site frei, juhu!
Hier sind wir nun und schnell bauen wir das Camp auf, in ca. 40 Minuten ist alles fertig (danke Petra für die Bilder! 😘 ).
Matten holen
Unsere Siedlung
Petra beobachtet den Aufbau unseres Sonnenschutzes aus ihrer Nobelunterkunft heraus.
Wie sagte sie am Donnerstag zu mir? Sie hatte eine Doppelhaushälfte mit separatem WC. 😄 😄 😄
Wie man sieht, braucht man nur ein bisschen positives Denken, um zufrieden zu sein 😎 .
Gegen 16 Uhr fahren wir wieder los, wir müssen Wasser holen und einchecken und schauen uns danach noch ein bisschen in unserer neuen Umgebung um. Die Southern Ground Hornbills sind im Channel unterwegs, allerdings in doofem Licht.
Das machen die Impalas schon besser.
Die nächste Sichtung ist eine braune Socke (in bestem Licht 😛 )!
Petra hat sie verloren und DT sammelt sie unter viel Gelächter wieder ein.
Das war mal ein Büffel
Auch hier blüht es schön, was immer das auch ist….
Der Namen dieser Frucht fällt mir auch gerade nicht ein… 😊
Aber das weiß ich – das sind Giraffen 🙂 !
Was hier wie auf den ersten Blick nach Schmusen aussieht, entpuppt sich schnell als das Gegenteil. Wir werden Zeugen eines Giraffenbullenkampfes. Das Ganze mutet durch die langsamen Bewegungen, die wie Zeitlupe wirken, höchst sonderbar an. Trotzdem ist es den beiden ernst – jeder versucht mehr oder weniger erfolgreich, seine Hörner in den Körper des anderen zu rammen 🤩 .
Wir verlassen die beiden Streithammel und schauen uns friedliche Giraffen an. Das links sind übrigens wir
Und weiter geht’s – wer buddelt denn da so fleißig?
Ich sag jetzt wieder Fuchsmanguste, es wird ja hoffentlich dieses Mal auch stimmen 😕
Der Schakal (lange nicht gesehen übrigens!) ist schon müde, die Sonne geht auch bald unter.
An einem Skelett vorbei fahren wir zum Picknickspot am großen Baobab.
Hier hat man einen tollen Blick auf die Sonne, wie sie hinter der Sandridge untergeht.
Die anderen sehen noch einen Perlkauz, ich kann mich nicht rechtzeitig von dem Sonnenuntergang losreißen und hab von der kleinen Eule nur ein Foto, das alles mögliche sein könnte. Wer ein besseres hat: bitte her damit!
Damit ich nicht ganz eulenlos ausgehe, fliegt im Channel auf der Rückfahrt dieser große Milchuhu vor uns auf und setzt sich im rosafarbenen Restlicht wunderbar in Position!
Wow, was für ein schöner Abschluss für diesen Tag 🤩 😘 !
Wobei, ganz vorbei ist er noch nicht, uns erwartet ein unsagbar leckeres Abendessen: Stir-fry-chicken mit braunem Reis (das mit dem Reis hab ich jetzt geraten… 😗 ).
Erschöpft von der langen Fahrt, aber glücklich über unser vielen schönen Sichtungen krabbeln wir noch vor Buschmitternacht in unsere Zelte.
Morgen wird es sich zeigen, ob sich unser Entschluss gelohnt hat, 2 Nächte in Savuti (das ich gar nicht soooo sehr mag) zu verbringen! 😎 🙂
Teil 4209. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 1
Um 6.30 Uhr sind wir startklar. Keine Viertelstunde später bremst Diteko und sagt: „Da vorne ist etwas auf dem Weg, ein dunkler Punkt!“ Schnell das Fernglas rausholen – bzw. die Kamera zücken (wir sind noch gar nicht so richtig im Game-Drive-Modus, wer rechnet denn mit sowas?). Tatsächlich – da sitzt ein African Wilddog 🤩 .
Schnell wird uns klar, warum er sich nicht bewegt: erst muss der Elefant die Straße überqueren. Zwar hätte der Hund Vorfahrt (in Botswania), aber darauf will er wohl nicht beharren.
So, die Luft ist rein – Ihr könnt rauskommen!
Wir freuen uns sehr über diese Fünfergruppe, wenn ich mich recht erinnere, waren es alles Rüden. Vermutlich gehören sie zu einem größeren Rudel, aber das haben wir nicht herausfinden können.
Diese Fünf sind auf jeden Fall ziemlich unruhig, sie schnüffeln, sie schauen, sie lauschen.
Noch ist die Sonne nicht aufgegangen, trotzdem wirken die Wildhunde wie frisch gestrichen.
Zehn Minuten später verabschieden sie sich von uns, sie haben vermutlich etwas Besseres vor.
Evi versucht sie noch mit der Kamera festzuhalten
aber sie verschwinden schnell im hohen Gras 🙁
Leider können wir ihnen nicht folgen, denn in die Richtung, in die sie verschwinden, gibt es keinen direkten Weg 🙁 . Diteko funkt noch mit dem Guide, den wir bei dieser Sichtung angetroffen haben (er kam ziemlich zeitgleich wie wir von der anderen Seite her angefahren). Sie beratschlagen sich, finden aber keine Lösung. Das andere Fahrzeug ist dabei bereits in die Richtung unterwegs, aus der sie gekommen sind. Wir versuchen vergeblich, in der anderen Richtung einen Weg zu finden. Allerdings ist dies gar nicht nötig, denn – wie sagt Diteko mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht 🙂 : "Wir müssen die Wilddogs gar nicht suchen, sie kommen zu uns!".
8 Minuten, nachdem sie uns verlassen haben, sehen wir von rechts einen Hund nach dem anderen über die Ebene genau vor uns schießen, sie jagen (vergeblich) ein Imapala, das einen so weiten Vorsprung hat, dass ich es gar nicht sehen, geschweige denn fotografieren kann! Dafür genießen wir umso mehr die rasenden Hunde vor dieser Kulisse – das ist schon sehr beeindruckend! Zum Fotografieren ist die Sitaution natürlich ein Traum 🤢 : keine Sonne, schnelle Bewegungen, dichtes Gras. Was will man mehr.... 😄 Aber sagen wir mal so: die Fotos haben einen hohen Erinnerungswert für mich 🙂
Als sie sich uns nähern - verrückt, oder, dass sie genau zu uns rennen 🤩 , wir sind ja nicht mehr an der Stelle, wo wir sie zuerst getroffen haben!!!- , werden sie langsamer, weil klar ist, dass sie keine Chance auf den Fang der Antilope haben.
Links von unserem Auto sammeln sie sich, müssen dann aber nochmal schnell los, denn es gilt, einen nervigen Schakal (von dem ich warum auch immer kein Foto habe) zu verjagen.
Danach untersuchen sie die Gegend hier und auch wir und der Landcruiser werden genauer angeschaut.
Sie sind zwar immer noch unruhig, legen sich dann teilweise aber doch hin, um sich etwas auszuruhen.
Der kleine Vampir 😄
Inzwischen ist die Sonne aufgegangen, wie schön!
Nachdem der andere Guide, den Diteko über das Auftauchen der Wilddogs informiert hatte, bei uns angekommen ist, überlassen wir ihm und seinen Gästen das Feld.
Und was machen wir jetzt 😮 ? Eigentlich ist der Tag kurz nach 7 Uhr bereits gelaufen mit dieser Sichtung! Zurück ins Camp ist aber keine Option, denn wir sind hier ja nicht im Urlaub - der nächste Bewohner von Savuti wartet bereits auf uns und bekommt seinen Auftritt in einem neuen Kapitel 😎 !
Teil 4310. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 2
Nach unserem überraschenden Wilddog-Erlebnis ist unsere nächste Sichtung - die bereits eine Viertelstunde später stattfindet - im wahrsten Sinne des Wortes mit Ansage. DT checkt Löwenspuren auf dem Boden und macht mit beiden Händen vor, wie der vermutliche Verursacher läuft –langsam, tapp, tapp, tapp, tapp und dabei lässt unser Guide leise Rufe erklingen, die kurz und rauh sind, ouuh, ouuh, ouhh. "Big male lion " sagt er noch leicht lächelnd …
Eine Kurve und ein paar Sekunden später zeigt er nach recht: There!
Wow, da steht er – der König der Tiere 🤩 .
Aber dieser Löwe ist mehr 😮 – es ist der Anführer des berühmten Savuti-Marsh-Rudels, das aus über 20 Löwen besteht. Inzwischen habe ich ein bisschen recherchiert. Ich kann es ja gar nicht leiden, wenn wild lebenden Tieren Namen verpasst werden, das lässt mich an Haustiere denken. Irgendwelche Buchstaben und Zahlen zur Identifikation sind okay, aber diese Guzziguzzi-Manier gefällt mir nicht. Sei’s drum 😣 – dieser Löwe hat einen Namen: Sekekama .
Ich habe ein paar Fotos und Beschreibungen verglichen, er ist es definitiv. Vor allem an der senkrechten kleinen Narbe zwischen Nase und Oberlippe (links beim Draufschauen) kann man ihn gut erkennen. Es gibt noch ein paar mehr Merkmale, aber das würde hier zu weit führen. Dummerweise läuft ihm heute ein bisschen die Nase, so dass die Narbe nicht so deutlich zu sehen ist, bzw. parallel dazu die Flüssigkeit runterläuft 😛
Sekekama kam 2010/2011 zusammen mit 4 Brüdern (die Gruppe hieß Sexghaxghama) aus der Selinda Reserve und hat das Marsh-Rudel nach einem Kampf mit den bisherigen Herrschern (einer Gruppe von 4 Löwen) übernommen. Sekekama und sein Wurfbruder Torn Nose wurden 2007 geboren, die drei anderen waren älter, nämlich 2005/2006 geboren. Torn Nose und sein Bruder sind immer noch vor Ort, von den anderen drei weiß ich nichts. Es gibt einen sehr dominanten Sohn, Sekoti, von dem man immer wieder erwartet, dass er das Rudel übernimmt. Ihn erkennt man daran, dass ihm die Schwanzspitze fehlt. Allerdings scheint er sich inzwischen mehr nach Nord-Savuti orientiert zu haben. Somit ist Sekekama weiterhin der unangefochtene Führer des Marsh-Rudels. Torn Nose erkennt man an einer Narbe direkt an der Nase (rechts beim Draufschauen). Anderen Berichten zufolge schließt sich Sekoti mit Torn Nose zusammen, aber was nun stimmt, kann ich bestimmt als Allerletzte beurteilen.... 😐
@ Stefanie Zugvogel: Ihr habt beide, also Sekekama und Torn Nose, 2019 gesehen, ich mache nachher einen Kommentar mit euren Fotos dazu, ich will das nicht hier posten, sonst verwechselt man da vielleicht etwas. Ich selber habe zusammen mit Renate Sekekama 2018 gesehen (ebenfalls separat mehr dazu).
Wir erleben ihn hier ganz alleine, also sowohl wir sind alleine ohne andere Touristen hier als auch Sekekama ist alleine unterwegs. Allerdings scheint ihm das nicht zu gefallen, er stößt immer wieder sogenannte kurze "contact calls" aus. Ouuhh, ouuhh, tief und rauh, dazu marschiert er würdevoll durchs Gras 😮 . Genau so, wie DT dies eben vorhergesagt hat. Später hat er gesagt, dass er sich schon ziemlich sicher war, dass wir gleich einen großen Mähnenlöwen sehen werden, weil die Spuren noch ganz frisch waren. Aber was ist schon sicher im Busch 😕 ? Naja, vielleicht kann DT auch hellsehen…. etwas unheimlich war es auf jeden Fall schon!
Trotzdem müssen wir auch ein leise kichern, dann das Ganze wirkt ein bisschen so, als ob ein alter Mann vor sich hin bruddelnd den Gehweg entlang schlurft.
Tatsächlich ist er aber natürlich schon eine sehr imposante Erscheinung, wie er in unsere Richtung schreitet und wir sind überglücklich, ihn in aller Ruhe, ohne andere Fahrzeuge, in schönstem Licht beobachten zu dürfen.
Er ruft immer wieder, kurz, rauh und tief und schaut auch immer lauschend in die Ferne.
Zwischendurch muss er sich aber ausruhen und legt sich in der Nähe unseres Fahrzeugs nieder! Auch in dieser Position stößt er immer wieder seine Rufe aus.
Nach einer kurzen Pause macht er sich wieder auf den Weg zu seiner Familie.
Zehn Minuten später ist er im Mopanebusch verschwunden 🙁 . Mir kommt es jedoch viel länger vor, es war eine so intensive Zeit mit dieser Legende!
Teil 4410. Okt. 2021
Hier noch der angedrohte Nachtrag zum Thema "Sekekama".
Stefanie (Zugvogel) hatte in ihrem Reisebericht von 2019 folgende Fotos (unter vielen anderen tollen 🙂 ) von zwei Mähnenlöwen an einem Wasserloch in der Savuti Marsh:
Der obere ist Sekekama (man sieht deutlich die Narbe auf der Oberlippe), der untere Torn Nose (man sieht die Narbe auf/in der Nase).
Dazu dann noch dieses sehr anrührende Foto der Brüder 😘 :
Renate und ich haben Sekekama 2018 am Marabou Pan Waterhole gesehen:
Familienidylle 🙂
Hier erkennt man wieder deutliche die senkrechte Narbe auf der Oberlippe
Ich finde, er sieht heute besser aus als damals 😉 .
15. Januar 2021: On a second attempt, Mmegi’s intrepid Staff Writer, THALEFANG CHARLES, travels back to Savuti in the southwest of the Chobe National Park in search of one particular lion called Sekoti, which is at a crossroads in the savage world of male lion life Over the holidays I returned to Savuti just over two weeks after my previous visit. It was my second attempt in search of a young male lion famously called Sekoti, or Snip Tail as it he sometimes called, because of his missing tail end. Sekoti is part of the Savuti Marsh Pride of lions that has surprised many lion enthusiasts. At five years old, this young male has now developed a mane and is turning out to be a big lion but remarkably he has not yet been banished by his savage father, Sekekama, the king of the marsh pride as is the norm in the lion kingdom. Sekekama, also known as Sedadama or Sexghaxghama (meaning lion mane in Seyei) was made famous by the National Geographic nature documentary series Savage Kingdom. Together with his terrific brother called Torn Nose (because of the distinct scar on the nose), Sekekama has been reigning over the Marsh Pride for 10 years. It is almost unprecedented for a wild male lion to rule a territory for such a lengthy period especially in a rich wildlife area like Greater Okavango Delta. The average reign for a lion is said to be two years but the Marsh kings have done it for a decade. As at December 2020, they led a pride of 32 lions. The three male offsprings of the Sekekama who were chased away a few years back, are now leading the Northern Pride across the Savuti River.
But Sekoti was unfortunate because he does not a have a male brother that he could form a coalition with and venture out to find a pride they could take over. At five years old now, he should have been long chased out but instead still hangs around the pride. Sekoti’s father, Sekekama, was the same age when, together with his four other brothers, he arrived and took over the Marsh Pride in 2011. Most guides working at Savuti report that Sekoti is actually close to Torn Nose and might not be chased away from the pride because the two dominant males are aging and need a young agile fighter in their rank to defend the pride. They say Sekoti is actually a fierce fighter like his father Sekekama. But there is no peaceful retirement in the lion kingdom. Just like the television series rightly depicted, this is a savage kingdom and Sekoti will not be expected to receive the reigns of the pride on a silver platter. So will the young male be able to topple his old savage father? Guide at Belmond Savute Elephant Lodge, Robert Obonye believes Sekoti will not be ejected from the pride. Obonye has been guiding at Savuti for over 10 years and has witnessed the Sekekama’s epic takeover of Savuti in 2011. He shared the possible scenarios of how the Marsh leadership could turn out this year. Obonye said a young coalition of nomads could arrive anytime and violently take over the pride since the dominant males are no longer as strong as they used to be. Just recently young males lions were seen roaming around the Mababe area and if they could move up north they could possibly topple Sekekama and Torn Nose. But Obonye was also quick to add that toppling the two giants of Savuti would not be a walk in the park because Sekekama is notorious for fighting to the death in defence of his territory. Obonye said he has also observed that the females are also being playing an important but dangerous role of kingmaker to safeguard their future offspring and to keep the pride intact by secretly mating with other males. The guide said the dominant female of the Marsh Pride called Motsumi for instance used to sneak to the north to mate with her own offspring, which are now big males so that if they could return and overthrow their father, which is another possible endgame for Sekekama, they would not kill the cubs. Another possible scenario is Sekoti becoming the king. Guides say he has the character fit for a king and could actually fight his father and breakaway with part of the pride. But the females need the protection of the big males and they are unlikely to leave their trusted defenders of the pride with a young lone lion that is vulnerable to being toppled by any drifters. Although during my recent visits to Savuti I failed to see Sekoti, I have heard reports and seen videos of his sightings in the area. The last sighting was just last week where he was found with other members of the main Marsh Pride but interestingly without the Sekekamas and Torn Nose. It appears like Sekoti could actually lead a breakaway pride from the current 32-strong Marsh Pride and become new king.
Teil 4511. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 3
Die nächsten 2 Stunden (zum Glück nicht die nächsten 2 Tage wie Martin 🤩 ) fahren wir kreuz und quer in der Gegend rum, suchen eigentlich Löwen (oder gerne auch Leoparden, Geparden oder Wildhunde), finden aber statt dessen andere Bewohner Savutis.
Manche sind etwas lethargisch 🤢 Dies war mal ein Nilpferd.
Ich hatte vor langer Zeit in einem Reisebericht von ich glaube Claxens gelesen, dass sie ein Hippo in Savuti gesehen haben. Dies war wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als der Channel bereits ausgetrocknet war. Okay, dachte ich, die wollen mal testen, ob alle aufmerksam mitlesen. Geglaubt habe ich es bis heute nicht - im furztrockenen Savuti mit seinen paar kleinen Wasserlöchern ein Hippo, ja nee iss klar 😗 !
Ob es sich hierbei gerade um das Hippo von Claxens handelt, kann ich nicht sagen, aber es bestätigt deren Sichtung in gewisser Weise (sie waren damals meines Wissens in der Regenzeit dort). Ich lasse mir von Diteko erklären, was ein Hippo hier zu suchen hat 😐 . Offensichtlich kommen sie, wenn es viel Regen gibt und die ganzen Löcher und Tümpel sich richtig gut mit Wasser füllen, von Linyanti her nach Savuti. Auf so eine Idee kann auch nur ein Hippo kommen… 🤪
Auch dieser Dickhäuter strotzt nicht vor Lebensfreude 🙄 . Elefant kapuuuut! Immerhin ist der Stoßzahn noch da, also sind hier wohl aktuell keine Wilderer unterwegs.
Ein Steenbok aus unserer erhabenen Position – eine etwas komische Perspektive, aber man sieht so wenigstens das riesige Gräsermeer.
Hier mit der Tsessebe natürlich auch
Ein Fuchsmanguste (denke ich mal)
Und dann birden wir ein bisschen, muss zwischendrin auch mal wieder sein 😉 .
Schon oft haben wir versucht, einen Magpie Shrike (Elsterwürger) freisitzend zu erwischen, aber er zählt zu den Fly-away-birds 😗 . Heute haben wir aber Glück 🙂 . Allerdings muss ich bei der Bildbearbeitung feststellen, dass man den Kerl nicht schön positionieren kann. Entweder man geht weit weg (was man aber natürlich nicht will, wenn man ihn endlich mal scharf erwischt hat) und rückt ihn hübsch nach rechts oder man klatscht ihn eben so ins Format rein wie ich 😮 ! Aber wie soll man das auch anders machen.... ?
Zur Strafe fliegt er auch gleich wieder weg.
Die Spotted Thick-knees/Kaptriele bleiben wenigstens da, auch wenn sie sich gerne unter den Büschen verkriechen.
Burchel’s Sandgrouse / Felckenflughuhn
Northern Black Korhaan / Weißflügeltrappe beim Stretching
Zwei Tsessebes mogeln sich beim Birden dazwischen 😕
Eine Gabelracke ist mal wieder so freundlich, direkt vor uns abzufliegen – danke schön!
Das war’s dann auch schon wieder mit Birden – wir fahren weiter.
Vor uns ziehen viele Gnus in Reih und Glied über die Ebene
Ja, ich weiß Leoparden sind toll, Löwen ebenso – und ausgerechnet ich, die Gnus eher ein bisschen doof findet, mag dieses Bild ganz besonders. Mit diesen Raintrees (Lonchocarpus capassa), der Sandridge im Hintergrund, dem Totholz im Vordergrund verbinde ich Botswana pur! 😊 😘
An dieser Stelle treffen wir ein anderes Fahrzeug, Diteko und der Guide unterhalten sich ein bisschen auf Setswana und wir erfahren danach aus DTs Kurzfassung, dass das Rudel, das zu unserem Löwenmann gehört, sich am Rhino Vlei Wasserloch befindet. Da wird nicht lange gezögert, schnell noch bushybushy und dann begeben wir wir uns auf Löwensuche! Davon im nächsten Kapitel mehr!
Teil 4612. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 4
Wie gesagt sind wir nun auf Löwensuche und fahren zügig zum Rhino Vlei Waterhole, das ca. 20 Minuten entfernt ist. Nein, stopp 😮 , wir fahren nur bis kurz davor, denn plötzlich bremst DT, zeigt ins Gebüsch und meint lachend: "What else was on your wish list? Lion cubs? There you are 😁 !" (Wir hatten spaßeshalber unter viel Gelächter noch um Löwenkinder gebeten, nachdem er uns Geparden, Wildhunde, Leoparden, Löwen uws. präsentiert hatte).
Und tatsächlich - gut versteckt – keine Ahnung, wie er die sehen konnte – liegt eine Mutter mit einem Kleinen im Schatten.
Achne, es sind ja zwei 😘 😘 ! Die beiden haben Durst.
Diteko meint freudig, dass sie bestimmt nicht von vielen entdeckt wurden, weil sie nicht auf direktem Weg zum Wasserloch liegen. Eines der Cubs hat eine Wunde am Vorderbein und schleckt immer daran herum.
Ob der Dreck daher stammt, weiß ich nicht.
Noch ein Blick in die Augen von Löwenkind
und Löwenmama
und dann fahren wir noch ein kurzes Stück weiter, das Wasserloch ist ganz in der Nähe.
Und da ist es – das legendäre Savuti-Marsh-Rudel 🤩 ! Allerdings ist es sehr schwierig, hier den Überblick zu bewahren. Gefühlt unter jedem zweiten Busch liegt ein Löwe herum, es sind fast alle Größen, Farben und Geschlechter vertreten.
Einer Zehnergruppe liegt und sitzt unter einem Baum, weder der Elefant noch das Auto (ich glaube, es waren insgesamt 3 Stück vor Ort – DT meinte, normalerweise wären hier bei solch einer Sichtung ca. 20 Fahrzeuge) scheinen sie sonderlich zu interessieren.
Das Gnu, das mutterseelenallein am Wasserloch steht, dafür aber schon (wenn auch nicht alle)
DT hofft auf eine Jagd, er meint noch, dass die Löwen auch gerne die Game-Drive-Autos als Deckung benutzen - doch da naht die Rettung des Gnus in Form einer durstigen Elefantenherde. Laut DT wagen die Löwen nun keinen Angriff mehr, weil die Lage zu unübersichtlich ist. (Jetzt wissen die Löwen, wie es uns geht mit diesen vielen Katzen überall.... 🙄 ).
Im nächsten Kapitel gehts weiter mit der Marsh-Pride, sorry, aber was anderes haben wir an diesem Vormittag nicht mehr zu bieten 😊
Teil 4713. Okt. 2021
@Zugvogel schrieb:
Nachtrag 23.50 Uhr: Bele, könnte das der 'Skoti' sein? Den Schwanz sieht man leider nicht...
Guten Morgen Stefanie,
ich habe nun die Freigabe für das Foto von Mary Heys, sie hat schon als Übersetzerin für Bushways gearbeitet und war jetzt - als Gast (oder sagt man Gästin?) auf einer regulären Tour kurz nach uns unterwegs. Es ist wohl definitiv Sekoti, sie hat auch den "Snip Tail", nach dem er benannt ist, gesehen.
Ich habe mal Ausschnitte von den Fotos nebeneinander gelegt, man könnte an Hand der kleinen Narben schon vermuten, dass euer Löwe auch Sekoti ist:
Was ich sehr interessant finde: Ich habe Mary gefragt, wo sie ihn gesehen hat - und auf Grund ihrer Antwort ist zu vermuten, dass er sich wirklich vom Marsh-Rudel getrennt hat und nun ein Rudel bei den nördlichen Wasserlöchern führt. Mary hat zwar auch davon geschrieben, dass man damit rechnet, dass er das Marsh-Rudel auch übernimmt und somt ein riesiges Königsreich gründet, aber für mich ist das momentan noch Spekulation (ähnlich äußert sich Mary ja auch).
Mary Heys: "We found him near the water hole in the North near the bridge they built. He was with three brothers late afternoon. Btw it would appear that he seems to be trying to take over everywhere!! Both North and Marsh so hang on a bit to see how things unfold "
Dann noch eine andere nicht so schöne Information von ihr: "You know that there was a big fire in the Marsh last week? Apparently it was pretty bad!"
So, das war's dann mal aus der Recherche-Abteilung, ich geh' jetzt mal Geld verdienen 😄 !
LG Bele
Teil 4813. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 5
Nachdem die Sache mit dem Gnu „gegessen“ ist (nur das Gnu selber nicht 😛 ) macht sich etwas Langeweile unter den Savuti-Löwen breit.
Dieser hier hat sich noch nicht entschieden, ob er Leopard oder Löwe werden will!
Aber nicht lange – dann nähert sich Abwechslung in Form einer Giraffe.
Nach und nach machen sich einige Löwen in ihre Richtung auf den Weg. Wir wissen allerdings nicht, ob sie wirklich Interesse an einer Mahlzeit haben oder sich einfach nur zu einem Mittagsschläfchen in tieferen Schatten zurückziehen wollen....
Ebenso wenig wissen wir, ob dieses Fahrzeug, bzw. sein Fahrer aus Unwissenheit (Löwen + Giraffe nicht gesehen) oder aus Sensationsgier und dem Wunsch nach bester Sicht aufs Geschehen gehandelt hat. Egal wie – das war auch schon das Ende der Giraffenjagd 🙁 …. Wir schütteln etwas genervt den Kopf über diesen Typen 😈 .
Die Löwen, die vor Ort geblieben sind, denken sich ihren Teil!
Herr schmeiß Hirn ra
Blödmann, was soll das!
Idiot !!!
Nee oder, musste das jetzt sein?
Stopp, ich wollte doch keine Tiere vermenschlichen 😮 😕 ! Aber vermutlich bin ich emotional zu sehr involviert - ich muss jetzt nämlich ein Geständnis machen 😊 : ich habe mich – nach 2014, da ist es mir auch passiert – verliebt 😘 🙂 ! In eben diesen Kerl da oben…. Ist er nicht süß mit seiner dicken Schnauze und den riesigen Pfoten?
Und überhaupt????
Wer könnte diesem Blick widerstehen?
Ich habe nur ein Problem: ich habe schon drei von dieser Sorte in der Größe S daheim und würde vermutlich nicht mit offenen Tatzen empfangen werden, wenn ich ihn mitbringe. Also wird es wohl ein Urlaubsflirt bleiben müssen 🙁 .
Schweren Herzens reißen wir uns von dem beeindruckenden Rudel los, das Mittagessen ruft! Diteko lässt uns aber wissen, dass wir gegen Abend hier nochmal vorbeischauen werden - mit diesem Wissen fällt der Abschied leicht!
Teil 4913. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 6
Nach einer gemütlichen Mittagspause machen wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg durch das goldene Gräsermeer.
Jetzt wo ich weiß, dass es dort stark gebrannt hat vor kurzem, genieße ich diese Anblick um so mehr (auch wenn ich Staub auf dem Objektiv hatte).
Wir klappern die Wasserlöcher im Norden bei Harveys Pan an, aber dort ist es ziemlich ruhig.
Über die Kombi „Zwergmanguste/Schopffrankolin“ freue ich mich sehr.
Und über jedes Tier einzeln auch 🙂
Zumal ich gedacht hatte, ich hätte keinen einzigen Schopffrankolin auf dieser Tour fotografiert. Wie man sich doch täuschen kann!
Ein Highlight dieses Gamedrives ist für mich definitiv dieser Sekretär, den ich tatsächlich während des Fluges einfangen konnte.
Eine halbe Stunde später sind wir wieder in der Savuti Marsh und wollen nach „unseren“ Löwen schauen. Allerdings bleiben wir zunächst bei den Kleinen kleben, wieder ist kein anderes Auto vor Ort. Offensichtlich hat die Löwin ihr Versteck gut ausgesucht. Als wir ankommen, dösen Mutter und eines der Kleinen vor sich hin, das andere leckt wieder seine Wunde am Vorderbein.
Wir werden sofort bemerkt!
Das verletzte Löwchen bekommt Durst, lässt sich aber kurzfristig von uns ablenken.
Buuuhuuu – ich bin ein gefährlicher Savuti -Löwe! 😈
Das Bösekucken funktioniert nur bedingt, denn zwischendurch muss das Kleine blinzeln 😄 .
Das würde ich übrigens auch gerne mitnehmen.... würde von der Größe auf jeden Fall besser zu meinen passen 😉
Nr. 2 bekommt auch Durst und erhebt sich
Vor lauter Gier vergisst es aber kurz, dass es auch ein gefährlicher Savuti-Löwe ist 😄 🤪 .
Nach ein bisschen Suchen findet es auch einen Platz und kurze Zeit herrscht Ruhe.
Bis sich die Mutter wegdreht, was die beiden Kleinen sich aber nicht einfach so gefallen lassen.
Nach ein bisschen Gerangel dreht sich die Löwin wieder auf die richtige Seite zurück und jetzt kann in Ruhe zu Abend gegessen werden.
Wir wollen die drei nicht länger stören und fahren zu dem Rudel am Wasserloch. Die Abendstimmung dort gibt es dann im nächsten Kapitel.
Teil 5017. Okt. 2021
31. August 2021: Savuti at its best / Teil 7
Auf der Weiterfahrt von der Löwenmama mit ihren zwei Cubs sehen wir auf dem kurzen Stück zum Wasserloch - weit entfernt und nicht fotografierenswert (im Nachhinein ärgere ich mich, es nicht doch versucht zu haben, um die Tiere sicher zu identifizieren, denn ich gehe davon aus, dass es Sekekama und sein Bruder Torn Nose waren) - einen Mähnenlöwen etwas abseits unter einem Busch liegen, sowie einen weiteren Mähnenlöwen und drei Löwinnen. Um 17.40 Uhr kommen wir am Wasserloch und werden dort von 16 Mitgliedern des Rudels empfangen (und wenn man genau hinschaut erkennt man sogar uns im Wagen 😉 ).
Somit haben wir also 24 Löw*Innen der Marsh-Pride gesehen. Gut möglich, dass irgendwo im Gebüsch noch mehr Katzen liegen, denn angeblich umfasst das Rudel ja mehr als 30 Tiere, aber wir sind vollauf zufrieden mit diesen hier! Es ist so schön, sie im letzten Abendlicht zu beobachten. Es passiert nichts Besonderes und doch ist die Situation sehr beeindruckend. Die Stimmung ist so friedlich, zumal nur ein oder zwei Fahrzeuge vor Ort sind und sich alle sehr ruhig verhalten.
Es macht so viel Freude, einzelne Tiere ganz ausgiebig beobachten zu können
Eine Löwin marschiert durchs ganze Rudel
Wie unterschiedlich die einzelnen Löwen doch gefärbt sind!
Man weiß oft nicht, wo man hinschauen und fotografieren soll, es sind einfach zu viele Löwen, teilweise liegen sie auch direkt neben uns.
Selbst als ein Elefant zum Trinken ans Wasserloch kommt, regt sich niemand auf.
Wie gesagt, man kann nicht aufhören zu beobachten, mal links, mal rechts - die Wahl fällt wirklich schwer bei so vielen hübschen Kerls und Mädels 😘
Die Hellen scheinen besonders gerne auf dem Rücken zu liegen!
Zwei Löwinnen kommen direkt vor unseren Wagen und unterhalten uns bestens mit ihren Schmuse-Grimassen 😄
Eine der Löwinnen hat sich in das höhere Gras zurückgezogen, die Sonne ist kurz vorm Untergehen.
Wie auf ein geheimes Zeichen hin folgen ihr nach und nach die Rudelmitglieder. Alles geschieht in absoluter Ruhe und Gelassenheit, einige legen bei uns eine Pause ein, markieren ihr Revier oder schauen uns einfach neugierig an, es wird kurz geschmust... und wir sind glücklich, dass Diteko unser Fahrzeug genau an dieser Stelle geparkt hat. So dürfen wir das Defilee hautnah miterleben 😮 .
Noch sind nicht alle wieder beisammen, aber man erkennt nur noch ein kleines Fitzelchen der Sonne, Zeit also für uns aufzubrechen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit im Camp zu sein.
Dankbar für diesem unglaublichenTag 🤩 , der von den African Wilddogs und dem beeindruckenden Savuti-Marsh-Rudel geprägt wurde, lassen wir unseren letzten Abend hier ausklingen. Morgen früh müssen wir unser Camp abbauen, denn dann geht es zu unserer letzten ( schon??? 😕 🙁 ) gemeinsamen Station mit DT und KD, der HATAB-Campsite an der Chobe Riverfront.
Teil 5119. Okt. 2021
1. September 2021: Von Savuti zur Chobe Riverfront HATAB CNP2 / Teil 1
Inzwischen sind wir so ein gut eingespieltes Team, dass wir selbst an Tagen mit Camp-Abbau weit vor 7 Uhr im Landcruiser sitzen 🙂 . Belohnt werden wir dafür auf der Fahrt durch den Kanal Richtung Public Campsite mit einer weiteren Verreaux‘s Eagle Owl.
Nachdem DT uns ausgetragen hat, machen wir uns auf den Weg Richtung Chobe Riverfront. Am letzten Wasserloch von Savuti stillt ein einsames Gnus mit Reiter seinen Durst.
Um 7.30 Uhr entdecken wir eine African Wildcat.
Wie üblich für diese Katzen ist auch diese nicht sonderlich an einem Shooting interessiert, aber trotzdem gibt es für mich wenigstens mal ein Foto von ihr, auf dem sie nicht irgendwo im Schatten 500m weit entfernt herumschleicht 🙂 . Am freundlichen Gesichtsausdruck arbeiten wir noch 😉 .
In der herben Landschaft bei den Ghoha Hills treiben sich eine Stunde später ein paar Büffel herum.
Sehr erstaunt bin ich über die vielen Reiher, denn hier gibt es doch kein Wasser…. 😐 ???
Ich äußere diese Frage laut, worauf Matthias etwas erstaunt über meine Unwissenheit versucht mir auf die Sprünge zu helfen. „Na Bele, wie heißen diese Reiher?“ - „Kuhreiher!“ - "Richtig, und was sind Büffel eigentlich?" - "Naja, sowas wie Kühe!" - "Na also, und die Kuhreiher halten sich gerne in der Nähe von Kühen/Büffeln auf, so einfach ist das!"
Ahaaa...... 🤨
Hmmmm, ich mache mal schnell die Probe: Purpurreiher halten sich dann also gerne in der Nähe von ..... vielleicht.... Purpurschnecken auf 😕 ? Goliathreiher stehen auf starke riesige Krieger…. 😵 ? Silberreiher klauen Besteck 🙄 ? Und Graureiher, was machen die....? 😮
So ganz überzeugt mich das alles nicht 😗 , aber ich beschließe, dass eine weitere Diskussion zwecklos wäre 😛 und wende mich lieber einem anderen Thema zu: Löwenzählung! Das Ganze hat einen Hintergrund: 2018 haben Rennade und ich auf unserer Bushwaystour 55 verschiedenen Löwen gesehen! Leider konnte Reni ja nicht mit auf die aktuelle Reise, hatte mir aber einen Umschlag für DT mitgegeben, auf dem stand, dass sie hoffe, dass er mit uns Spaß habe und uns 55 und mehr Löwen zeigen würde.
Na dann wollen wir doch mal schauen, wo wir aktuell stehen (hoffentlich hab ich nicht einen oder mehrere vergessen 😮 ): 2 Löwenmänner im CKGR, 1 Löwenmann bei Xini Lagoon, 3 Löwendamen am Khwai, 8 Löwen am Khwai-Ufer auf der Moremi-Seite und nun 24 Savuti-Löwen. Da wären wir nun bei 38….. Hmmm, das wird knapp 😕 (und nein, wir haben 2018 schlussendlich nicht übertroffen, was die Anzahl der gesichteten Löwen betrifft, so viel sei schon mal verraten, damit hier keine falschen Erwartungen geweckt werden!).
Am Ghoha Gate checkt unser Boss uns aus.
Wir werden nun den üblichen Links-rechts-Schlenker durchs Forestreserve fahren, zunächst Richtung Linyanti und dann nach Kachikau und wieder wird es sehr sandig und bumpy sein 🤩 .
Und irgendwann ist man dann wie immer froh, statt Mopanebusch rechts und links auch mal etwas weiter bis zum Horizont schauen zu können!
Um halb Zwölf sind es noch 27 km bis zu meinem Heimatort Mabele.
Wie Ihr seht, habe ich die zurückliegenden 3 Jahre genutzt, um mein Business dort etwas auszubauen. Zu meinem Gemischtwarenladen ist ein Bottlestore hinzu gekommen!
Dieser ist aktuell leider geschlossen wegen des Alkoholverbots, aber beim General Dealer erstehen KD und DT Salz, denn unseres war in Savuti kapuuudd gegangen…
Jetzt mal ernsthaft zu Mabele: es hat mich schon 2014 fasziniert, dass es in Botswana einen Ort gibt, der so heißt wie ich (wobei Bele von Gabriele kommt, das ich als Kleinkind nicht richtig aussprechen konnte, aus Gabele wurde Bele), dazu das „Ma“, was ja zu meinen paar Tropfen französischen Blutes passt, die in meinen Adern fließen. 2017 hat dann Matthias das Foto für meinen Avatar gemacht. Heiko Genzmer nennt mich inzwischen nur noch MaBele, Matte passiert es auch öfters – und ich gebe zu, ich höre es nicht ungern 🙂 . Habe auch schon überlegt, Chrigu zu bitten, meinen Nickname in Mabele zu ändern, aber ich bin mir nicht sicher, ob man sowas nach so langer Zeit tun sollte. Was, wenn mich dann niemand mehr kennt 🙄 ?
Inzwischen gibt es noch mehr Parallelen zwischen Mabele/BOT und Mabele/D: Bushways hat zusammen mit Helfern eine Schülerbücherei hier an der Primary School auf die Beine gestellt – ich für meinen Teil bin seit vielen Jahren für die Schülerbücherei an meiner Grundschule zuständig!
Ehrensache, dass ich mich auch an der botswanischen Schüler-Bib beteilige, in Maun habe ich Nicola von Bushways einen Umschlag mit Pula überreicht, von denen nach vorheriger Ansprache neue Bücherregale angeschafft werden sollen.
Zu anderen Projekten der Bushways-Foundation werde ich im Fazit noch etwas sagen, ich habe nämlich an den entsprechenden Stellen total vergessen, davon zu schreiben….
Tschüss Mabele – weiter geht’s!
Auf namibischer Seite steigen Rauchsäulen gen Himmel, so dass wir uns entschließen, hier rechts abzubiegen 😎 .
Wir fahren bis zum Ngoma Gate, wo wir – zusammen mit vielen Fliegen 🤢 – Mittagspause machen.
Danach geht’s auf der Teerstraße Richtung Kasane, bis zu dem Punkt, wo wir die Cutline runter zur Chobe Riverfront fahren! Den Nachmittag dort gibt es dann im nächsten, zunächst sehr stürmischen 🤩 Kapitel!
Teil 5220. Okt. 2021
1. September 2021: Von Savuti zur Chobe Riverfront HATAB CNP2 / Teil 2
Unsere Campsite liegt leicht versetzt oberhalb vom Serondela Picnic Spot. Bisher war ich immer auf der HATAB CNP01, dieses Mal sind wir auf der 02. Im Vorfeld hatte ich mit Heiko darüber gesprochen, ob wir vielleicht eine bessere Campsite haben könnten, da ja sicher nicht viele belegt sind. Allerdings musste er mir mitteilen, dass HATAB die Plätze unten am Wasser aufgegeben hat, aus den Gründen, warum auch bei Ihaha immer das Militär patrouilliert 😐 .
Er meinte noch, ich solle direkt DT fragen, welchen Platz er am besten findet, und dessen Antwort war: "1,2 und 3 (die liegen alle oben am Hang über Serondela) sind die besten 🙂 ! " Na dann, so mussten wir schon nichts umbuchen!
Also fahren wir zu unserem Platz hoch, nachdem wir die Cutline von der Teerstraße runtergebraust sind, bauen unser Camp dort auf und genießen unsere Mittagspause. Plötzlich kommt Wind auf und dann jagt eine enorme Böe genau mitten durch unseren Platz, wirbelt alle Blätter auf und packt das Zelt von Simone 😮 ! Das geht alles so schnell, wir verstehen zunächst nicht, was passiert ist! Bisher kannten wir nur Fly-away-Birds, keine Fly-away-tents 🙄 😛 …..
Nach dem ersten Schrecken wird geschaut, ob noch alles heil ist.
Völlig unverständlich ist uns allen, wie das Zelt so weit über den Platz gewirbelt werden konnte, obwohl sowohl 2 Matten als auch die schwere Tasche und sonstige Utensilien von Simone darin waren. Da sieht man mal wieder, was für eine Kraft der Wind hat 😮 !
Leicht angesäuert räumt Simone alles aus ihrem geflüchteten Schlafzimmer, erstaunlicherweise und zum Glück ist nichts kaputt gegangen.
KD, Hans und Matthias packen das Ausreißerzelt und bringen es an seinen ursprünglichen Platz zurück!
Puh, was für ein Schreck 🤩 und uff, das ist nochmal gut gegangen! Erstaunlicherweise wurde sonst nichts weggeweht. Die Lehre, die Simone (dank Matthias, der es ihr erklärt hat 😎 ) daraus gezogen hat: immer die gegenüberliegenden „Fenster“ offenlassen, damit der Wind nicht nur rein, sondern auch wieder raus kann und man ihm keine so große Angriffsfläche bietet.
Reisen bildet...... 😉
Nach dieser Aktion starten wir dann zu einem kurzen Game-Drive, um den langen Fahrtag durch teilweise recht öde Gegenden mit ein paar schönen Anblicken ausklingen zu lassen. Zwar sind auch diese Campsites hier nicht sonderlich hübsch anzusehen, wie viele andere HATAB-Plätze auch, aber dafür einsam wie immer und man befindet sich hier in einer perfekten Startposition
Zunächst hat man einen schönen Blick über die Flutebene, wenn man den Berg hinunterfährt. Diteko hatte mir bei dem Gespräch über die Wahl der Campsites gesagt, dass er bei den Plätzen 1,2, und 3 das Staunen der Gäste so liebt, wenn sie zum ersten Mal diesen Ausblick haben! Tatsächlich geht ein Raunen durch die Reihen, als wir oben stehen. Ich blöde Nuss habe natürlich kein Foto gemacht 😊 😵 (weil ich schon so viele davon habe von früheren Touren). Sollte also jemand aus der Gruppe ein Schönes haben: immer her damit!
Diteko fährt zunächst auf dem oberen Weg Richtung Westen, man ist ja schon auf Höhe Serondela und vemeidet auch in Zeiten, wo viel los ist, somit den Rummel an diesen Stellen und kann dann später ganz unten am Wasser bei schönstem Licht mit der Sonne im Rücken den Weg wieder zurück Richtung Serondela nehmen.
In diesen nur 1,5 Stunden zeigt sich uns die Riverfront von ihrer allerbesten Seite 😘 , unglaublich, wie viele verschiedene Tiere wir in dieser kurzen Zeit sehen werden 😮 !
Zunächst treffen wir auf eine Gruppe von Roan Antelopes. Ich finde es erstaunlich, wie flink sie sich in diesem steinigen Gelände bewegen.
Pferdeantilopen gibt es hier in S, M und L.
Die Ohren vor allem der kleineren Modelle sind einfach der Knaller!
Noch ein letzter Blick auf eine der Schönheiten
und dann geht es runter Richtung Fluss!
Dort sind wir kurz vor 17 Uhr und werden von einem Weißrückengeier begrüßt (das ist etwas übertrieben, er interessiert sich nicht sonderlich für uns).
Und dann geht der Genuss so richtig los! Was für ein Licht, was für eine Landschaft und was für eine Tierwelt 😮 😘 !
Hänschen, duck dich mal!!!
Danke schön 🙂
Open-billed Storks
Elefanten, Impalas....
Wir fahren von einer herrlichen Stelle zur nächsten, stehen mit einer Mischung aus Staunen und Begeisterung in unserem Landcruiser, lassen uns den Wind um die Nasen wehen, fotografieren ohne Ende und genießen unsere Logenplätze in vollen Zügen (und dazu ist es auch noch völlig leer hier, was Menschen und Fahrzeuge betrifft)! Was für ein Leben!!! (Und ganz ohne Masken, Christa 😉 ).
Hippos und viele Büffel im Hintergrund
Immaturer Saddle-billed Stork
Eigentlich hatte ich meine Löwen-Statistik für heute schon zugeklappt - aber dann liegen da doch tatsächlich diese zwei Mädels mitten auf den Flood Plains herum 🤩 !
Jede schaut mal zu uns herüber. Matte, wie war das, waren die auf namibischer oder botswanesischer Seite? Ich weiß es nicht mehr 😊 , ich weiß nur noch, dass dies immer mal wieder ein Thema war....
An diesem Nachmittag haben es mir besonders die Giraffen angetan - sind die nicht ein Traum?
Vögel gibts natürlich auch - hier zwei Waffenkiebitze
Apropos keine Menschen 😄 : der rote Punkt hinter den Löwinnen ist ein Namibier in seinem Mokoro - keine Ahnung, ob er von den Katzen in seiner Nähe weiß (und umgekehrt 😉 ).
Nicht nur wir, sondern auch die Giraffen - zehn an der Zahl - machen sich nun langsam auf den Heimweg!
Und als ob wir in der kurzen Zeit nicht schon genug Tiere gesehen hätten, liegt da auch noch ein schönes Krokodil in der Abendsonne!
Zum Abschied (zum Glück nur für heute) gibt es nochmal Elefanten:
Synchron-Fressen
Und auch wenn sich das Schild der Serondela Lodge ins Bild geschummelt hat: ich liebe diese Farben 🤩 😘 !
So, jetzt ist aber Schluss mit Fotografieren!!! Die Sonne geht gleich unter - wir müssen nach Hause!
Als wir mit der Abenddämmerung im Camp eintreffen, sind die Lampen auf dem Tisch bereits angezündet und das Essen wird bald fertig sein.
Leider werden wir aber nicht nur von KD erwartet, sondern heute zum ersten Mal auch von störenden Insekten!!! 🤩 Es sind aber keine Moskitos, sondern unzählige kleine dicklichrunde Käfer 🤢 Sie krabbeln überall hin und überall hinein 🤢 .
Zum Glück ist der Spuk beendet, nachdem es richtig Nacht geworden ist!
Mit Vorfreude auf den morgigen Tag, den wir ganz der Chobe Riverfront widmen werden, verkriechen wir uns in unsere Zelte, die brav an ihrem Platz auf uns warten 😉 !
Teil 5320. Okt. 2021
Hier noch ein kleiner Nachtrag zu unserer Fahrt von Savuti nach Kasane - Simone hat mir dankenswerterweise ihren kleinen Videoclip zur Verfügung gestellt, um ihn auf Youtube hochzuladen.
Mopanebush links, Mopanebush rechts und in der Mitte viel Gehoppel 😄
2. September 2021: Ein ganzer Tag an der Chobe Riverfront (Teil 1)
Im Schein meiner Stirnlampe entdecke ich beim Aufstehen, dass ich wohl doch einige der kleinen dicken Käfer gestern Abend mit ins Zelt gebracht habe 🤢 . Keine Ahnung, ob sie da schon tot waren oder ob sie die Nacht mit mir nicht überstanden haben. Auf jeden Fall liegen sie reglos da 😕 und werden von mir nach draußen befördert, bevor ich aus meinem Schlafzimmer krabble.
Um 6.30 Uhr sind wir schon unterwegs, der Himmel hat dank der Wölkchen eine tolle Färbung.
Ich bitte DT, an dieser Stelle anzuhalten für ein Foto.
Auch als wir unten am Wasser angelangt sind, bleibt er stehen, ich sitze ja immer rechts und freue mich sehr darüber, auch hier, und sogar auf meiner Seite, in Ruhe ein Bild machen zu können 🙂 .
Allerdings beschleicht mich schnell das Gefühl, dass die anderen im Wagen sich nicht so sehr für die Sonne interessieren und ich sehe aus dem Augenwinkel, dass auch niemand in meine Richtung blickt oder fotografiert 😕 .
Also schau ich eben auch nach links!
🤩 🤩 🤩
Ein königliches Paar überblickt im ersten Licht der aufgehenden Sonne sein Reich, die riesige Flutebene des Chobe Rivers.
Wir biegen auf den Weg am Wasser entlang ab und können die Beiden so noch besser bewundern.
Er sieht ja schon ein bisschen verlebt aus, oder?
Die Löwin brüllt immer wieder lange und so laut, dass unser Bodenblech bebt.
Danach schauen sie dann beide in eine Richtung, vermutlich warten sie auf eine Reaktion.
Und wieder wird gebrüllt!
Auch wir werden gemustert.
Und für langweilig befunden….
Plötzlich kommt Bewegung in den alten Herrn – erst jetzt kapieren wir, dass es sich hier um Mating Lions handelt.
Er will eigentlich schon loslegen, aber sie findet den Platz irgendwie nicht passend, vielleicht ist sie wegen uns auch ein bisschen gschamig.
Die beiden verziehen sich also in eine Senke, so dass wir nur am Rande etwas von der Paarung mitbekommen, die aber auch blitzschnell vorbei ist.
Done! 😎
Er tut mir ein bisschen leid, gerade, als er es sich gemütlich machen will, hat sie schon wieder neue Pläne 😉 .
Also verlässt er wohl oder übel in ihrem Schlepptau die Bühne!
Wow 🤩 , was für ein Start in den Tag – die ersten 20 Minuten des Game-Drives mit diesen Löwen verbringen zu dürfen, hat schon was 🙂 😘 !!
Ich habe das Gebrüll der Löwin gefilmt, die Paarung am Ende hab ich leider verpasst, aber man hat ja eh nicht viel gesehen. Somit ist das Video auch jugendfrei. Aber Achtung, es ist nicht viel mehr als Gebrüll zu sehen, bzw. zu hören, wobei ich seine Blicke ja manchmal schon ziemlich witzig finde ("Wann hört die Alte endlich mit diesem Lärm auf!")….. Ob das Brüllen nun Contact Calls oder Reviermarkierung war oder im Zusammenhang mit der Paarung stand, weiß ich nicht. Achja, und den Hipporuf ziemlich am Anfang mag ich auch 🙂 !
2. September 2021: Ein ganzer Tag an der Chobe Riverfront (Teil 2)
Es ist noch nicht mal 7 Uhr, als wir die beiden Löwen, die sich ins tiefe Gebüsch zurückgezogen haben, verlasssen. Wir tuckern weiter, immer am Wasser entlang Richtung Westen, die eben aufgegangene Sonne im Rücken. Dieses Gebiet am Chobe ist wirklich der Hammer, auch landschaftlich, man kann das auf den Fotos gar nicht so rüberbringen
Wir genießen alles, was es zu sehen gibt, wobei jetzt erst mal – mit ein paar Ausrutschern, denn einige Vierbeiner haben sich doch dazwischen gemogelt – ein bisschen gebirdet wird!
White-crowned Lapwing
Landschaft mit Büffeln
White-browed Robin Chat
Ein doppelter Büffel (ich wusste gar nicht, dass die „unten rum 😊 “ richtige Frisuren haben 😄 😄 😄 )
Manchmal gerät man auf den Loops auf den Floodplaines auch in schlechtes Licht - so wie hier bei den Büffeln, die gerade von Namibia her per Watercrossing einreisen, während ein Reiher sich mit seinem frisch gefangenen Fisch abmüht.
African Fisheagle gibt es hier natürlich nahezu überall zu sehen
Und Löwen offensichtlich auch 😮 . Das scheinen die beiden Mädels (ich vermute Mutter und Tochter) von gestern zu sein.
Ich wiederhole mich gerne 😉 : der weite Blick über den Chobe und seine Flutebenen begeistert mich immer wieder 😘 !
Weit entfernt entdecken wir einen Lanner Falcon mit seiner Beute
Bei diesem Starling ist es genau 8 Uhr – toll, was wir schon alles gesehen haben!
Den Yellow-billed Kite schauen wir uns genauer an, wie er da auf einem Bein in der Sonne sitzt.
Er startet seine Morgengymnastik.
Und 4 Minuten später sitzt er beinahe genau so wie vorher wieder auf seinem Ast.
Wir setzen unseren Weg am Wasser entlang fort, vorbei an Büffeln
einem Weißrückengeier auf seinem Ausguck
und einem Impalabock, der warum auch immer am Ufer entlang galoppiert
Im Hintergrund eine große Zebraherde
Marabou Storks
Reed Cormorant und juveniler African Darter
Der Darter schmettert hingebungsvoll ein Lied 🙂
Zwei (!) African Fisheagle
Ein junger Black-winged Stilt
Kopfloser Glossy Ibis
Sind das nicht wunderschöne Anblicke?
Geier auf einem Kadaver, allerdings können wir nicht erkennen, was es ist.
Reed Cormorant
Pied Kingfisher
Und dann wieder diese Wahnsinns-Landschaft (hatte ich schon erwähnt, wie sehr ich diese Gegend am Chobe liebe 😎 ?) , ganz weit hinten rechts kann man einen hellen Fleck in den Bäumen erkennen, das ist Ihaha, unser Ziel am heutigen Vormittag (wir müssen unseren Brauchwassertank füllen).
Hier an diesem offiziellen Stretch Point treffen wir seit langem mal wieder fremde Menschen (ganz vergessen zu erwähnen: bei den Löwen heute früh waren wir auch ganz alleine!), es ist ein Guide des Chobe Elephant Camps (das auch Bushways gehört) mit seinen Gästen.
Wir machen eine frühe (es ist erst 9 Uhr), aber dafür ausgedehnte Kaffeepause und genießen es, mit unseren Bechern im Schatten auf den Steinen nahe beim Wasser zu sitzen und einfach nur zu schauen. Wenn ich dieses Bild sehe (danke Petra und Hans!), möchte ich nur eines: Die Zeit zurückdrehen und wieder dort sitzen, voller Glückseligkeit 😘 😘 😘 !
Teil 5626. Okt. 2021
2. September 2021: Ein ganzer Tag an der Chobe Riverfront (Teil 3)
Mit diesem Kapitel habe ich mich echt schwergetan und es deshalb ein bisschen vor mir hergeschoben 😊 . Zwar haben wir bis zur Mittagspause wirklich sehr viel gesehen, aber leider oft in schlechtem Licht. Solche Fotos zu sichten macht wenig Freude…. 😣 Aber die Geschichte will ja irgendwie erzählt werden (zumindest ist dies mein Wunsch), also hab ich mir jetzt mal ein Gläschen Bordeaux eingeschenkt 😗 , vielleicht sieht danach alles etwas fröhlicher und bunter aus (also bitte nicht wundern, wenn ich unverständliches Zeugs schreibe) 😄 .
Also gehen wir’s an 🙄 !
Wie gesagt sind wir auf dem Weg nach Ihaha, dort (oder schon vorher?) sehen wir mal wieder Brillenwürger. Dabei gelingt mir exakt KEIN Foto von einem Altvogel 😈 , aber wenigstens ein Jungvogel hat mal kurz Zeit für mich.
Nachdem wir Wasser gefasst (und auch abgelassen haben – bushybushy 😉 ), geht’s es zurück, zunächst oberhalb des Uferbereichs.
Abgesehen von dem Militärcamp, das dort als Zeltlager eingerichtet wurde, sehen wir Warzenschweine.
Als wir genau hinschauen, entdecken wir die Wunschsichtung von Elke: eine Tüpfelhyäne (die im Moremi war ja kaum zu sehen, so schnell wie die in den Büschen verschwunden war). Diese hat hier sich zwar das schlechte Mittagslicht und einen schrecklich hässlichen Platz ausgesucht für das Shooting, aber hey Elke, hier ist sie, deine Hyäne 🙂 !
Sie hat noch ein recht flauschiges Fell, scheint also noch nicht sooo alt zu sein.
Wer hier vor wem Angst hat, ist schwer zu sagen,
aber die Hyäne zieht es vor, sich langsam davon zu machen,
nicht ohne noch ein Andenken 🤢 zu hinterlassen.
Wir fahren wieder nach unten an den Fluss, leider stehen auch die Elefanten in ihrer eigentlich sehr schönen Umgebung im Gegenlicht.
Die Giraffen stehen wenigstens auf der richtigen Seite, auch wenn die Sonne inzwischen schon fast im Zenit steht.
Erstaunlich sind die unterschiedlichen Farben und Muster…
5 Minuten später fällt mir dann die Entscheidung schwer: wohin soll ich schauen? Auf die Carmine Bee-Eater rechts von mir im Baum
Oder doch lieber auf die 16köpfige Sable-Antelope-Herde (man sieht nicht alle Tiere auf allen Fotos gleichzeitig, also bitte nicht wundern, ich war beim Zählen nüchtern 😛 )?
Tatsächlich habe ich – sagt meine Speicherkarte – ständig geschwankt und immer abwechselnd die Vögel und die Antilopen geknipst – frau könnte sonst ja etwas versäumen!
Die Sables wollen ans Wasser, trauen sich aber erst nicht so richtig.
Schlussendlich trinken aber alle, außer einem Tier. Keine Ahnung, ob es sich dabei um einen Wächter oder einen Feigling oder einen Nichtdurstigen handelt!
Auf jeden Fall schreckt dieser Einzelgänger plötzlich ohne ersichtlichen Grund auf (wie wir es ja schon von den Rappenantilopen am Khwai kennen) und rennt panisch davon.
Die restliche Herde lässt sich davon anstecken und folgt ihm.
Als sich alle etwas beruhigt haben, beschließen sie, direkt vor unserem Wagen die Spur zu queren und die Böschung hoch zu laufen.
Für mich, die schwerstverliebt in Rappenantilopen ist, ist dies natürlich das Highlight des Tages! Ich liebe ihre Farben, ihre Hörner, ihre Gesichter und natürlich ihr etwas sprunghaftes (wenn nicht sogar panisches) Wesen.
Hier sind sie aber recht entspannt und auf dem letzten Foto kann man sogar alle 16 sehen (wenn man ein bisschen auf die Beine achtet).
Ist das nicht ein herrlicher Anblick? 😘
Fortsetzung folgt demnächst!
Teil 5726. Okt. 2021
So, eigentlich war das alles ein Kapitel, aber wenn frau nicht mehr ganz nüchtern ist, wird es mit den vielen Fotos in einem Kapitel etwas unübersichtlich zum Hochladen 🤪 😗
2. September 2021: Ein ganzer Tag an der Chobe Riverfront (Teil 4)
Wir fahren weiter, müssen aber keine zwei Minuten nach der Rappenantilopensichtung schon wieder anhalten - man kommt hier echt nicht zur Ruhe 🤩 : eine Löwin kommt von rechts aus dem Gebüsch.
Eine zweite folgt ihr, es sind wohl die beiden Mädels von gestern Abend und heute früh (das Licht wird übrigens immer schlechter, falls Ihr es noch nicht bemerkt haben solltet 🤢 😗 ).
Die Ältere hat einen etwas komischen Knickschwanz, der immer in einem sonderbaren Winkel absteht.
Auch hier bin ich wieder hin- und hergerissen: soll ich die Katzen auf dem Boden oder doch lieber den Vogel auf dem Ast wählen 😐 ?
Bei diesem Vogel, der rechts von uns im Baum sitzt, handelt es sich um etwas ganz Besonderes: meine erste (bewusst gesehene) Höhlenweihe 🙂 !
Es ist ein bisschen schwierig zu sagen, um was für eine Ausfärbung es sich handelt. Ich habe den Roberts und den Raptor Guide gewälzt. Meines Erachtens sind die Angaben im (neuen) Roberts nicht richtig, sie sagen, relaxte Weihen hätten rote/pinkfarbene Ceren, und wenn sie sich aufregen, dann würden sie gelb. Laut Raptor Guide (und meinen Fotos) ist es genau umgekehrt. Die Tatsache, dass „unsere“ Weihe schon eine (zumindest ziemlich) ausgefärbte Cere hat, spricht eigentlich dafür, dass es kein wirklicher Jungvogel mehr ist. Allerdings gibt es laut Text und Zeichnungen im Raptor Guide diese dunkle Färbung ( Dark morph im Gegensatz zur Pale Morph) nur bei Jungvögeln. Auf der anderen Seite zeigt der Raptor Guide aber auch einen braunen Vogel wie unseren auf einem Foto und schreibt dazu:"Adult". 😐 😕 😵
Okay, die Verwirrung ist perfekt 😮 – aber vielleicht kann hier ja jemand für Erhellung sorgen, auch wenn das Foto nicht der Knaller ist.
Jetzt aber den Blick wieder nach links: die beiden Löwinnen scheinen hungrig zu sein oder zumindest im Jagdmodus, denn sie stalken irgendetwas auf der Flutebene.
Die Ältere rennt ein gutes Stück irgendetwas hinterher (oder einfach nur so), ohne dass wir erkennen können, was sie verfolgt oder warum sie rennt. In der Hitze gibt sie aber schnell auf.
In dem ultrakurzen 20-Sekunden-Video (mit schlechtem Licht 😄 ) sieht man nicht nur endlich mal wieder bewegte Bilder, sondern bekommt auch einen klitzekleinen Eindruck davon, dass hier ständig Flugverkehr herrscht – leider kommt dies auf Fotos einfach nicht rüber. Auch den Knickschwanz kann man ganz gut erkennen!
Apropos Flugverkehr: jetzt gibt’s tatsächlich ein etwas bunteres Bild – einen Carmine Bee-Eater. Wir sehen die hübschen Vögel immer wieder, es scheinen schon sehr viele angekommen zu sein. Bei meinen letzten Aufenthalten hier am Chobe Anfang September waren es eher einzelne Exemplare oder Paare, die laut DT teilweise auch inzwischen hier überwintern.
Inzwischen sind wir wieder auf Höhe Serondela und verlassen das Ufer. Von hier oben sieht man auf eine Gruppe Hippos.
Auch das Löwenpaar von heute Morgen ist hier. Die ein oder zwei Fahrzeuge, die wir vor kurzem getroffen haben, erzählen uns aufgeregt, dass da vorne Mating Lions liegen. Wir behalten es für uns, dass wir die beiden schon heute früh im schönsten Licht in Aktion erlebt haben (diese Info würde ja niemand helfen, sondern höchstens Neid erwecken 🙁 ) und bedanken uns höflich für den Hinweis.
Er ist total erschöpft, sie immer noch aufmerksam wie heute früh!
Hier geht wohl nichts mehr. Also fahren wir weiter, bei den WC-Häuschen vorbei und müssen feststellen, dass es keine gute Idee wäre, hier seine Notdurft zu verrichten 🤩 . Zwei Löwinnen, die wir bisher noch nicht kennen (Achtung, 2 Stück für die Statistik!!!) sind hier suchend (wonach auch immer) unterwegs. Eine davon hat eine Wunde an der Seite und scheint außerdem Junge zu haben, zumindest hat sie ein recht volles Gesäuge. Leider werden wir ihren Nachwuchs nicht entdecken 🙁 .
Inzwischen ist es 12 Uhr durch und wir haben jetzt echt genug von Löwen 🤢 🤪 .
Also machen wir uns auf den Weg zu unserer Campsite, der durch hohes, goldgelbes Gras den Hang hinauf führt.
Oben angekommen werden wir wie immer von KD erwartet.
Heute mache sogar ich ein Foto, denn es macht sich Wehmut bei mir breit: jetzt werden wir unseren letzten Lunch im Camp einnehmen und dieses „ein letztes Mal“ wird sich nun ständig fortsetzen (ganz vergessen: am Abend zuvor hatten wir "zum letzten Mal" unser Camp aufgeschlagen!). 🙁 🙁 🙁
Teil 5828. Okt. 2021
2. September 2021: Ein ganzer Tag an der Chobe Riverfront (Teil 5)
Über Mittag bespreche ich mit Diteko, wie unsere „Ablieferung“ in Kasane morgen vor sich gehen soll. Ich weise ihn darauf hin, dass wir einen PCR-Test vor dem Rückflug machen müssen und bevor ich weiterreden kann, meint er, ja, das kenne er, und dass das schade und auch ein bisschen hektisch sei, denn dann müssten wir ja sehr früh aus dem Park raus. Seine letzten Gäste vor ein paar Wochen mussten schon vor 9 Uhr an der Teststation sein, damit das Ergebnis sicher am nächsten Tag vor dem Abflug da war.
Endlich komme ich auch zu Wort 😁 und kann ihn beruhigen: wir müssen erst gegen 14 Uhr dort sein, weil wir ja noch einen Tag Puffer, also zwei Übernachtunen in Kasane haben. Seine Miene erhellt sich 🙂 ! Allerdings bin ich trotzdem noch auf der Spur, dass er uns recht früh absetzen muss, denn irgendwann wollen sie uns ja auch loswerden und müssen noch am selben Tag nach Maun zurückfahren. So ähnlich kenne ich es zumindest von den früheren Touren, da haben wir den Park übers Sedudu-Gate gleich am Morgen verlassen und diejenigen, die nicht nach Vic Falls wollten, wurden früh, noch vor 9 Uhr, in ihrer Unterkunft in Kasane abgesetzt.
Diteko meint aber, dass wir doch sicher erst gegen Mittag in unserer Unterkunft einchecken können (keine Ahnung 😕 , hatte ich nicht recherchiert!) und dass er eigentlich Lust hätte, den Morgen noch im Park mit uns zu verbringen. Was ich davon halten würde, wenn wir morgen früh noch einmal ein Stück nach Westen wieder Richtung Ihaha und dann nicht übers Sedudu-Gate, was viel Zeit kosten würde, sondern über die Cutline hoch von Serondela zur Teerstraße fahren. Von dort sei es dann keine Stunde bis zu unserer Unterkunft. Auf meine Anmerkung hin, dass er und KD aber doch sicher noch nach Maun zurückfahren wollen, meint er: Nö, das sei nicht so wichtig, sie würden einfach so weit fahren, wie sie bei Tageslicht kommen und dann irgendwo übernachten.
Wenn das mal kein nettes und großzügiges Angebot ist 🤩 🙂 😘 ??? Ich erkläre es den anderen und natürlich sind wir einverstanden!
KD, die gute Seele, fragt mich dann auch noch, ob wir, bevor sie uns absetzen, Lunch haben möchten, aber das würde ja zeitlich schon gar nicht richtig ausgehen. Wir müssen ja einchecken in den Chobe River Cottages und dann zum Test gehen vor 14 Uhr. Von daher kann ich das verneinen, es wäre mir auch irgendwie peinlich gewesen, zuerst diese zusätzliche Zeit im Park und dann auch noch Lunch….. 😊
Aber zunächst haben wir ja heute noch einen Nachmittagsgamedrive vor uns.
Nachdem wir eine ausgedehnte Mittagspause genossen haben, geht es wieder los.
Zuckerschnute
Unten am Wasser sind jetzt Zebras – es ist immer wieder spannend, wen man antrifft!
Dieser White-fronted Bee-Eater ist ganz alleine unterwegs und einem kleinen Shooting nicht abgeneigt. Da es schon nach 16 Uhr ist, wirft er einen langen Schatten!
Keine zehn Minuten später stolpern wir wieder über Löwen 😮 ! Wie man an der Wunde der einen sieht, sind es die beiden, die wir am Vormittag bei den Serondela-WCs gesehen haben (wir sind auch nicht weit davon entfernt, nur eben unten am Uferbereich). Und: es gibt Leben auf dem Mars! Wir sind nicht ganz alleine, ein anderes Auto steht schon da.
Wieder ist es so, dass ich nicht richtig weiß, wo ich hinschauen soll, denn am Wasser steht eine kleine Herde Elefanten....
....die eine Löwin ist in Bewegung und schlendert an uns vorbei....
die andere liegt müde im Schatten
und schenkt uns ihr charmantes zahnlückiges Lächeln (Would be better not to show this picture to your dentist) 😄 😄 😄
Die andere Löwin ist nicht weit gekommen – sie hat sich als kleiner Roadblock in den Halbschatten gelegt.
Wieder schweifen meine Blicke (und meine Kamera) hin und her zwischen den beiden Swainson Frankolinen, die auf dem Termitenhügel neben dem Weg herumturnen,
den Elefanten vor dieser grandiosen Flusslandschaft
und der Löwin
Sie ist wie ihre Kollegin sehr müde und gähnt mehrfach sehr herzhaft!
You can show this picture to your dentist 😎 (auch wenn ein Reißzahn nicht mehr einwandfrei ist).
Mit dem letzten Gähner lässt sie sich - typisch Löwe - wieder in den Sand und somit aus meinem Fokus fallen.
Wir fahren weiter, denn hier scheint Schlafen angesagt zu sein.
Von weiter oben können wir ein kleines Elefantencrossing (im Gegenlicht 😈 ) verfolgen
Und die obligatorischen Hippos (You can show this picture..... 😎 ) dürfen auch nicht fehlen.
Ich glaube, wir haben auch Paviane gesehen, die sich dort ja in Mengen rumtreiben, aber meine Kamera wollte sie nicht fotografieren…(oder war das am Vormittag? Egal….es gibt aber auf jeden Fall genug davon im Serondela-Bereich…)
Wieder unten am Wasser freuen wir uns über das warme Licht und den großen Vogelschwarm am Himmel.
Ich hab mal einen Ausschnitt (hässlich, aber ging nicht anders) herausvergrößert und tippe auf Braune Sichler. Matthias, was meinst du?
Touristisch ist hier wirklich tote Hose, die Boote liegen alle fest vertäut am Ufer.
Zum Glück sind die Tiere aber weiterhin anwesend!
Sowohl Elefanten als auch Impalas
eine einsame Giraffe (Suchbild!)
sowie –noch mehr Suchbild !!!! - ein ebenso einsamer Löwe (bzw. Löwin). Dies ist übrigens der bereits angesprochene namibische Löwe.
Die Sonne wird bald untergehen. Zeit für uns also, zurück ins Camp zu fahren.
Vorher müssen aber noch die letzten Selfies geschossen werden
Die gute Laune von Evi und Beate ist einfach immer ansteckend, die beiden freuen sich über jedes Motiv und hier muss sogar das Handy so lange hin- und hergedreht werden, bis auch ich auf dem Foto bin!
Jetzt aber nichts wie los – das Abendessen und KD warten bestimmt schon auf uns!
Heute nach dem Dinner wird es sentimental 🙁 . Wir überreichen Diteko und KD jeweils einen Umschlag, darauf hat Matthias in Schönschrift unseren gemeinsam entworfenen Text – für jeden einen - geschrieben, in dem wir versucht haben, unsere diversen running gags nochmal unterzubringen 😉 . Diteko macht später auch noch eine kleine Zusammenfassung der Reise, er erzählt, wie er vom ersten Augenblick an, als er uns am Flughafen in Maun abgeholt hat, ein total gutes Gefühl gehabt hätte. Mich hätte er ja schon gekannt, aber die ganze Gruppe sei einfach nur toll gewesen, mit den ganzen witzigen Sprüchen, der guten Laune, dem GinTonic (den wir natürlich mit DT und KD jeden Abend geteilt hatten) und der Disziplin im Camp und beim Auf- und Abbau und der Mithilfe bei allem. Dazu Matthias als Zweitspotter, auch das hätte er sehr zu schätzen gewusst. Er betont auch, dass ihm die Planung mit meistens mehr als einer Nacht an einem Platz sehr gut gefallen hätte, dadurch kommt viel Ruhe in so eine Tour und es ergeben sich auch viel mehr Möglichkeiten für gute Game-Drives (ohne Anhänger). Und er erzählt, dass er sich nicht erinnern kann, dass er so selten das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf gehabt hätte auf einer so langen Tour. Nur in Savuti – nach der anstrengenden Fahrt – hätte er tatsächlich mittags im Zelt geschlafen, sonst hätte er sich immer völlig entspannt und frisch gefühlt und hätte die Reise mit uns sehr genossen.
Wir können ihm nur zustimmen, seine und auch KD's gute Laune war immer spürbar, die beiden haben uns wunderbare Momente (und leckeres Essen 😉 ) beschert und eigentlich hätte nichts besser und schöner sein können..... Schluchz...... 🙁 🙁 🙁
Unsere letzte Zeltnacht wird weniger sentimental als unruhig 😮 - aber davon im nächsten Kapitel mehr 😗 !
Teil 5930. Okt. 2021
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 1)
Mitten in der Nacht - war es halb zwei oder halb drei ? - wache ich an einem lauten Geschepper auf 🤩 ! Gleichzeitig sehe ich durch meine offenen Fenster starke Lichtkegel von Taschenlampen im Camp, die hin und her wandern. 🙄
Sofort schießen mir viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. HATAB hat seine Campsites am Fluss aus gutem Grund aufgegeben. Unten auf den Flutebenen patroullieren bewaffnete Soldaten zu Fuß und haben sogar ein festes Camp aufgebaut. In den letzten Monaten gab es für Diebe aus Namibia sicher wenig zu klauen, also scheuen die sicher nicht vor dem etwas weiteren Weg hoch an den Berg zurück, wo wir unser Camp aufgeschlagen haben 😵 . Und wie war das mit dieser Geschichte, die Petra und Hans heute beim Essen erzählt haben? Ihr Campingbus wurde einmal im Urlaub ausgeraubt, während sie darin schliefen, sie vermuten, dass sie irgendwie betäubt wurden vorher. 🤢
Okay, sicher geht gleich mein Reißverschluss hoch und entweder wird etwas ins Zelt gesprüht oder ich bekomme mit einem harten Gegenstand eins über die Rübe gezogen 🤩 .
Doch nichts geschieht! Der Lärm geht allerdings weiter, ich höre, wie am Anhänger der Deckel geöffnet und wieder geschlossen wird, irgendjemand verlässt sein Zelt, die scheinwerferartigen Lichtstrahlen huschen weiterhin durchs Camp 😮 .
Wer wird den Überfall wohl überleben? Hoffentlich nicht nur ich 😣 !
Es wird langsam ruhiger und ich versuche mich zu entspannen und wieder einzuschlafen. Als ich ein paar Stunden später dann geplant aufstehe, klärt sich die Sache schnell auf. Wir hatten Honeybadger (Grüße an Sascha gehen raus 😛 !) im Camp, sie haben sich im Landcruiser umgeschaut und dann versucht, den Müll aus dem Metallkorb zu ziehen . DT und KD sind aufgestanden, um sie zu verjagen und alles sicher zu verstauen.
Funfact am Rande 😄 : Matthias (er war es, der sein Zelt verlassen hat) lebt ohne Uhr und dachte, als es im Camp laut wurde, dass KD und DT aufstehen, um das Campfire zu entfachen und Frühstück zu machen. Also ist er brav aufgestanden, um sein Zelt abzubauen….. 🤪
Da sitzen wir nun, alle noch ziemlich lebendig 😎 , und lassen uns unser letztes Buschfrühstück schmecken. Danach wird der Rest zusammengepackt. Die Regel ist nämlich, dass man zuerst sein gepacktes Zelt, seine Matten und seine Tasche ans Fahrzeug bringen muss, bevor man frühstücken darf, damit während des Frühstücks schon DT und KD den Trailer laden können.
Die restliche Arbeit wird dann gemeinsam erledigt, wir spülen, während DT und KD das Camp wieder so herrichten, wie wir es vorgefunden haben.
Entsprechende Unterlagen muss man übrigens für HATAB ausfüllen, also wie man den Platz vorgefunden hat und ob es etwas zu beanstanden gibt.
Dann kann es losgehen!
Nein, stopp, doch noch nicht, ich muss noch unseren Camp-Vogel fotografieren. Dieser Striped Kingfisher, der nicht ans Wasser gebunden ist, wie der Name eigentlich vermuten lässt ( er „fischt“ Insekten) hat viel Zeit hier bei uns verbracht und auch hier geschlafen, soweit wir das nachvollziehen konnten. Wie schön er im ersten Licht des Tages auf seinem Ästchen sitzt 😘 !
Jetzt aber wirklich – ab ins Auto und los zu unserem letzten Gamedrive mit Diteko und KD in unserem Landcruiser! Was für ein Glück wir doch haben - diese unerwartete zusätzliche Fahrt wird ein richtiges Geschenk, aus lauter kleinen Sichtungspäckchen bestehend, für uns werden 🙂 .
Unterwegs Richtung Fluss freuen sich die Impalas mit wilden Bocksprüngen, bei denen sie teilweise Handstand machen, ihres Lebens. Ein Ziel für die nächste Reise nach Botswanien: davon bessere Fotos zu machen! DT liebt Impalas und bleibt immer sehr gerne bei ihnen stehen!
Und gleich danach entdecken wir (leider unter schlechten Lichtbedingungen) diesen Brown-hooded Kingfisher, der leicht mit dem Striped Kingfisher verwechselt werden kann (wenn man nicht auf den Schnabel schaut, der ist nämlich sowohl oben als auch unten rot und er hat eben nicht diese "Strichel"):
Unten am Wasser grasen noch einige Hippos, da es noch recht kühl und die Sonne schwach ist. Auf der anderen Uferseite ziehen Elefanten ruhig ihres Weges.
Chobe Riverfront 😘 : ich habe schon lange den Verdacht, dass die Arche Noah hier gekentert ist und ihre Fracht sich über die Flutebenen „ergossen“ hat. Anders kann ich mir diese paradiesischen Zustände nicht erklären…
Eine Egyptian Goose watschelt Richtung Wasser
und wir genießen einmal mehr dieses sensationelle Licht am Morgen und den weiten Blick über die Flutebenen.
Es gibt hier so viel zu beobachten, ich dachte ja, ich reiße diesen letzten Game-Drive schnell in einem Kapitel runter 😕 , aber dann habe ich beim Fotosichten gemerkt, dass es doch wieder so viele Kleinigkeiten (und Großartigkeiten) zu sehen gab an diesem geschenkten Morgen, die mir dieses Vorhaben unmöglich machen.
Wer sich zuerst bewegt, hat verloren!
Schaut mal, wie akkurat dieser Weißrückengeier die Spitzen seiner Schwingen oder seines Stoßes (?) über Kreuz zusammengelegt hat!
Hier wuselt es mal wieder!
Und während ich einen Büffel knipse,
fotografiert Petra mich, wie ich heute in der ersten Reihe stehe und meine Speicherkarte fülle.
Spot on – die Morgensonne trifft voll auf einen White-crowned Lapwing.
Ein Hemperl-Huhn für Elke!
Und die obligatorischen African Fish-Eagles.
Ein bisschen erinnnert er mich an meinen Physiklehrer in der 12. Klasse, der selbe strenge Blick, eine ziemlich spitze Nase hatte er auch und er trug immer ein weißes Hemd!
Und dann entdecken wir diesen Dreckspatz mit schlammigen Tatzen und einem dreckigen Bauch und Schwanz. Er, bzw. sie, es sieht nach einer Löwin aus, steht etwas unschlüssig da, als ob sie überlegt, ob sie durchs Wasser soll.
Besser nicht…
Hier fasziniert mich die Wasserlandschaft des Chobe fast mehr als die Löwin.
Ein Waterbuck rennt erschreckt davon - war das wegen der Löwin? Ich weiß es nicht mehr...
Und sie schleicht durchs Gras davon, wobei sie einige Vögel aufschreckt.
Ich bin nun etwas ratlos, war das unsere namibische Löwin vom Vortag? Knickschwanz ist es definitiv nicht, aber es kann ja durchaus auch noch mehr Löwen hier geben. Ich zähle sie aber mal vorsichtshalber nicht mit in meiner Statistik und hoffe auf sachdienliche Hinweise meiner Mitreisenden: Was haben wir damals denn beschlossen, wer das ist…..? 😕
Wieder schweifen unsere Blicke über die Flutebenen – Herr
und Frau Sattelstorch
genießen die Sonne!
Vier Minuten später bleibt unser Blick an diesem Totholz hängen – an welchem wiederum ein Greif hängt! 🤩 Ich vermute stark, dass es sich um denselben African Harrier-Hawk wie gestern handelt.
Und da dies eine so besondere Sichtung für mich ist und wir viel Zeit mit ihm verbringen durften (und entsprechend viele Fotos gemacht haben), bekommt dieser Greif ein eigenes Kapitel. Das hat auch den Vorteil, dass diejenigen, die sich für Vögel nicht so sonderlich interessieren, diesen Teil einfach überspringen können 😎 😗 !
Teil 6031. Okt. 2021
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 2 - African Harrier Hawk)
Endlich wird es wahr – ich kann einen African Harrier-Hawk in Ruhe und bei gutem Licht beobachten und fotografieren. Darauf habe ich lange gewartet und unser heutiger Bonus-Gamedrive macht es möglich!
Okay, es ist kein hell ausgefärbter erwachsener Vogel, aber erstens braucht frau auch noch Ziele für weitere Reisen und zweitens ist dieser Vogel doch etwas Besonderes, wenn ich bedenke, wie viele Köpfe wir uns schon über ihn zerbrochen haben! Inzwischen habe ich übrigens noch ein bisschen recherchiert und tatsächlich noch ein Foto von einem adulten dunklen Harrier-Hawk gefunden, allerdings hat dieser auch den gestreiften Bauch und eine weiße Binde am Stoß. Keine Ahnung allerdings, ob die Deckfedern dann auch noch irgendwann grau werden oder ob er braun bleibt…. Schade, dass man so wenig Geschriebenes zu den Färbungen findet 🙁 .
Übrigens fasziniert mich nicht nur der Vogel selber, sondern auch diese Baumskulptur, auf der er sehr ausdauernd herumturnt auf der Suche nach Insekten und uns so beste Unterhaltung bietet. Man beachte auch die kleinen Vögelchen rechts, eines davon spielt später eine kleine Nebenrolle 😉 !
Er ist ständig in Bewegung, mal fliegt er von Ast zu Ast,
mal spaziert er herum,
mal hängt er sich in seiner typischen Art an den Baumstamm, um die Löcher zu filzen.
Erstaunlich, wie er seine Form verändern kann!
Jetzt hat er genug vom Shooting und hebt ab…..
und ab hier wird es witzig 😄 😄 😄 – der Graukopfsperling heftet sich, warum auch immer, an seine Fersen, bzw. Klauen 😮 - und mein Fokus findet ab sofort diesen kleinen Vogel wesentlich interessanter als den Greif, den er schon so lange im Blick haben musste 😛
Endlich hat er ihn abgeschüttelt und verschwindet dann aus unserem Blickfeld.
Wow, das war ein tolles Erlebnis am letzten Tag hier an der Riverfront 🤩 . Ich hätte schwören können, dass wir mindestens eine Viertelstunde bei diesem Baum gestanden sind, aber nun habe ich mal die Fotodaten angeschaut: es waren gerade mal eben 5 Minuten 😄 !
Wobei für Nicht-Birder 5 Minuten auch ganz schön lang sein können…. 😊 🤢 😎 😗 🤪
Deshalb fahren wir dann auch weiter 😉 ...... im nächsten Kapitel!
Teil 6102. Nov. 2021
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 3)
Strahlende Gesichter auf der Weiterfahrt– aber das liegt weniger an dem African-Harrier-Hawk von eben 😉 , sondern weil es einfach so schön ist, sich durch diese traumhafte Landschaft schaukeln zu lassen.
Bevor wir zu den nächsten Säugern kommen, gibt es noch ein paar weitere Vögel zu betrachten, die hier so am Wegesrand herumsitzen oder stehen:
Hooded Vulture /Kappengeier
African Marsh Harrier /Afrikanische Rohrweihe oder Froschweihe (Beweisbild fürs Vogelprotokoll)
Das Wasser des Chobes reflektiert sich im Gefieder dieses Reihers
Vorne ein Topf Hühnersuppe und hinten zwei Marokkos in the middle of Norway 😎 .
"I have to prepare my body" – ich finde es so goldig, wie der Graureiher sein Röckchen lupft und uns seine muskulösen Schenkelchen zeigt. Zwei kleine Reiherkeulen…. 😘
Und dann trauen wir kaum unseren Augen 🤩 – sind wir im Wilden Westen gelandet 😕 ? Eine endlos scheinende Kette von Kapbüffeln zieht am Chobe entlang, vorne mampft ein Hippo das karge Gras.
Das Ziel der Büffel scheint das Wasser weiter hinten zu sein und was vom Gras noch übrig ist - hat der Chobe nicht eine krasse Farbe?
Als wir uns nähern, verschwindet das Hippo unter den Blicken eines Schreiseeadlers Richtung Gebüsch.
Wir folgen der Herde ein Stück weit.
(Danke Simone fürs Foto)
Diteko scannt die Gegend nach eventuellen Beutegreifern ab, aber alles bleibt ruhig, abgesehen davon, dass die Kette von Büffel, die aus dem Gebüsch kommt, nicht abreißen will.
Wir beobachten das Ganze noch eine Weile, aber dann wird es Zeit, die Uferlinie zu verlassen und auf dem Weg oben im Mopanewald Richtung Serondela zurück zu fahren.
Hier gehts im nächsten Kapitel weiter!
Teil 6202. Nov. 2021
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 4) und Transfer nach Kasane
Leider ist dort oben das Licht sehr schlecht, da wir unsere Fahrtrichtung gewechselt haben, aber ich freue mich trotzdem, dass ich kurz vor Schluss noch einen Swamp Boubou erwische, den wir ständig gehört haben.
Für einen würdigen Abschied vom Chobe dürfen natürlich Giraffen nicht fehlen – anscheinend war ich da allerdings im Gegensatz zu den anderen gerade zu faul zum Aufstehen 🙄 .
Ähnlich geht es dem jungen Elefanten
Hier wimmelt es nur so von den grauen Riesen, manche sind kurz etwas ungehalten über unsere Anwesenheit.
Ein ganz kleines Rüsseltierchen gibt es auch!
Während Diteko höflich bei seiner Mutter nachfragt, ob wir vorbeifahren dürfen....
...wagt sich der Kleine aus der Deckung hervor!
Noch schnell ein Erinnerungsfoto
Und noch eins 😗
Und ein letztes 😄
Und dann müssen wir weiter!
Zehn Minuten später entdecken wir diese beiden Löwenpaschas im Schatten. Wie ich aus einer Facebook-Gruppe erfahren konnte, gehören diese beiden Brüder zur sogenannten Ngoma-Pride (im Gegensatz zum anderen Rudel hier am Chobe, der Serondela-Pride).
Es ist nicht einfach so einen riesigen Kater von vorne bei den Tatzen bis hinten einschließlich der Schwanzspitze auf ein Bild zu bekommen….
Dann eben nicht….
Ein letzter Dackelblick und dann heißt es Abschied nehmen von den Beiden - was für ein tolles Geschenk zum Ende unserer Reise 🤩 🙂 😘 !
Somit wären wir auch am Ende unserer Löwensichtungen angekommen und laut sorgfältig geführter 😎 Statistik haben wir 47 verschiedene Löwen gesehen! 😮 Damit bleiben die 55 von Reni und mir aus dem Jahr 2018 aber unübertroffen 😉 😛
Und es heißt nicht nur Abschied nehmen von den Löwen, sondern auch vom Chobe Nationalpark. Wir fahren die Cutline hoch, bis wir auf die Teerstraße treffen. Dort machen wir Coffeebreak, bei dem auch die Reifen wieder aufgepumpt werden, die Frontscheibe geputzt und das Dach geschlossen wird. Nebenbei wird noch schnell diese Agame dingfest gemacht.
Etwas betröppelt stehen wir alle herum – es fühlt sich sehr sonderbar an, nun in die Zivilisation zurückkehren zu müssen.
Für das Gruppenfoto (danke Matthias nochmal 😘 ), das Ihr ja schon kennt und das hier entstanden ist, reißen wir uns aber nochmal zusammen 😉 😗
Auf der Teerstraße gibt es noch eine Schrecksekunde 😮 , eine große Herde von Rappenantilopen will queren, Diteko bremst ab, und die Antilopen machen sich auf den Weg, als uns genau in diesem Moment ein Kleintransporter überholt. Ich sehe schon einen Wildunfall kommen und schließe die Augen 😣 , aber alles geht gut.
Kurz danach treffen wir bei den Chobe River Cottages ein und der nächste, wohl schwerste Abschied der Reise steht an 🙁 .
Zuvor muss aber noch unser ganzes Gepäck aus den Tiefen des Trailer geborgen werden, und DT und KD sehen sich genötigt, den Anhänger abzukuppeln, um auf dem Parkplatz der Unterkunft wenden zu können. Parallel dazu werden wir mehr als herzlich von Oratile begrüßt, mit der ich im Vorfeld einigen Mailkontakt wegen der Buchungen und dem Testprozedere hatte.
Abgelenkt durch dieses ganze Durcheinander fühlt sich der Abschied nicht ganz so schlimm (aber immer noch schlimm genug 😵 🙁 ) an, wie er eigentlich ist. Wir haben mit Diteko und KD eine so unsagbar tolle und auch lustige Zeit verbracht – am liebsten würden wir sie nicht gehen lassen!
Aber trotzdem heißt es irgendwann "Goodbye, stay safe, we’ll keep in touch" (was zum Glück stimmt) und dann sind sie weg.
Wir müssen nun unsere Cottages beziehen. Danach haben wir ein Date ein paar Häuser weiter in Sachen PCR-Test 🙄 und zum Abschluss des Tages steht noch eine private Boat-Cruise auf dem Programm. Dazu dann im nächsten Kapitel mehr!
Teil 6304. Nov. 2021
3. September 2021: Kasane (Chobe River Cottages, PCR-Test, Bootstour und Abendessen) - Teil 1
Kurz nach 11 Uhr sind wir in den Chobe River Cottages eingetroffen, wo wir zwei Übernachtungen vor unserem Heimflug haben. In der allerersten Planung und Reservierung hatten wir nur eine Nacht in der Chobe Safari Lodge über Bushways gebucht. Als wir uns dann alle etwas ausführlicher mit dieser Tour auseinander gesetzt hatten, wurde klar, dass einige doch gerne einen Tagesausflug an die Vic Falls, andere gerne zwei Bootstouren machen würden. Da aber in der Chobe Safari Lodge keine zweite Nacht frei war, haben wir diese Lodge komplett aus dem Programm gestrichen und mit Bushways abgesprochen, dass wir uns selber eine Unterkunft suchen.
Mehrfach hatte ich schon im Forum positive Bericht über die Chobe River Cottages gelesen und dort dann nach einem sehr freundlichen und schnellen Kontakt für uns neun (ohne Elke damals) 4 Cottages gebucht. Elke, die ja später aufgesprungen ist, hat sich später selber noch ein Cottage dazugebucht. Wir bekamen von den Damen am Empfang auch Vorschläge mit Preisinformationen für Bootstouren und sonstige Ausflüge. All dies organisieren sie für ihre Gäste,
Als klar war, dass wir wegen Corona die Reise 2020 nicht antreten können, habe ich mit Boitumelo, einer der beiden Damen, mit denen ich Kontakt hatte (die andere ist Oratile) vereinbart, dass wir unsere Anzahlung stehen lassen, auch Elke hat es so gehandhabt. Für unsere Planung 2021 haben wir dann wieder Cottages angemietet. Als es so aussah, als ob nur 4 anreisen können, habe ich dann wieder teilweise storniert und Elke hat ihre Anzahlung uns gutschreiben lassen für Bezahlung der Bootstouren oder ähnlichem , um Bankgebühren zu vermeiden (wir hatten abgesprochen, dass wir das dann untereinander verrechnen). Auch dafür habe ich einen Beleg bekommen. Einige Wochen darauf durfte ich dann durch die neuesten Entwicklungen (wir reisen doch zu acht und nicht zu viert) wieder Cottages dazubuchen. Dies geschah alles völlig unkompliziert, natürlich u.a. auf Grund der Tatsache, dass Kasane zu diesem Zeitpunkt touristisch quasi tot war. Ich habe immer sofort eine Bestätigung mit einer neuen Rechnung bekommen.
Nun sind wir also angekommen und fühlen uns sofort wohl! Simone hat ja zum Glück fotografiert (danke nochmal 😘 ) und so muss ich keine Fotos von der Website klauen. Die könnt Ihr euch aber trotzdem gerne anschauen, die Fotos dort entsprechen auf jeden Fall der Wahrheit. Man darf sich die Anlage zwar nicht weitläufig vorstellen, zwischen den beiden Reihen der tropisch eingewachsenen Häuschen verläuft der Zugangsweg, am Ende ist der Pool, viel mehr gibt es nicht. Die Rezeption ist in Richtung Straße vorgelagert, dort ist auch der Parkplatz, alles nur ein paar Schritte voneinander enternt und das Ganze ist mit einem Rolltor und ringsum Zäunen und teilweise Vorhängeschlösser (merkt euch das mal schon!) gesichert. Aber mehr braucht man auch nicht, lieber klein und fein als groß und ungepflegt und/oder ungemütlich. Übrigens wurde ich von Boitumelo auch zum Thema PCR-Test super beraten, sie hat mir bestätigt, dass Diagnofirm nicht nur die Station in Kazungula betreibt, sondern auch eine in der Stadtmitte, mehr oder weniger direkt neben den Cottages. Perfekt für uns, weil wir ja ab sofort kein Fahrzeug mehr haben. Sie hat mir auch einen Whatsapp-Konakt zur Betreiberin hergestellt und diese erklärte mir, dass wir unser Ergebnis ganz sicher am Folgetag bekommen, wenn wir heute noch vor 14 Uhr zum Test erscheinen. Termine reservieren sei aber nicht möglich.
In der Hoffnung, dass dies alles so klappt (man fühlt ja dann schon eine gewisse Verantwortung und daher Anspannung, wenn man das alles arrangiert hat 🙄 ) marschieren wir also noch vor 12 Uhr zu der kleinen Klinik ein paar Häuser weiter, schließlich haben wir heute - wie man an der Überschrift sieht - einen vollen Terminplan 😮 . Ganz alleine 😕 , nicht mehr betreut 😉 was aber natürlich auch Spaß macht, wir sind ja keine acht hilflosen Wesen 😄 sitzen wir dann im Wartezimmer !
Unsere Begeisterung ist förmlich zu spüren 😄 (und ja, Matte hat die Einwilligung für dieses Foto gegeben 🤪 ), als wir hier in der Wärme doch eine gute Weile warten müssen. Der Test und die Datenerfassung erfolgen dann aber, wie Simone schon schrieb, sehr schnell und professionell (auch wenn es mit den Kreditkarten teilweise Probleme gab).
Zurück in den Cottages bekommen wir Besuch von Kempho. Ich hatte Oratile bzw. Boitumela schon im Vorfeld gebeten, uns zwei Bootstouren zu organisieren, wenn möglich mit einem Guide, der sich auch mit Birding auskennt und nicht nur von Hippo zu Hippo und von Krokodil zu Krokodil fährt.
Kempho, eine ausgeprochene Frohnatur, ist nun diejenige, die die Bootstouren organisiert. Sie klärt uns über die Preise auf, schreibt das alles zackzack auf ein Schmierpapier, fragt, von wann bis wann wir fahren wollen, welche Softdrinks wir wünschen und dass sie uns zur vereinbarten Zeit hier abholt. Uns schwirrt ein bisschen der Kopf bei den vielen Infos und Entscheidungen, die zu treffen sind 🤩 . Schnell buchen wir für heute Nachmittag und für morgen früh eine Tour für alle (was sich als etwas voreilig herausstellen sollte 😣 , aber es kann ja nicht immer alles perfekt sein und sowas passiert es eben, wenn wir nicht mehr betreut und betüttelt werden 😄 ).
Nachdem wir uns ein bisschen einleben und restaurieren konnten, werden wir zur vereinbarten Zeit von der stets fröhlichen Kempho abgeholt und das kurze Stück zum Anleger beim Spar gefahren. Dort erwartet uns Mujo, unser Guide, der uns und die Coolerbox auf das sehr komfortable Boot (inkl. Dixi-Toilette) bringt.
Er erklärt uns, dass wir zunächst Richtung Stromschnellen im Osten fahren und danach erst in den Bereich, der zum Nationalpark gehört. Prima, dann hat sich eine Sache schon erübrigt: genau um diese Streckenführung wollten wir ihn nämlich bitten 😁 .
Auf unserer Fahrt auf dem hier sehr breiten Chobe (zum einen wird er geologisch bedingt hier von beiden Seite begrenzt und kann nicht mehr mäandrieren und zum anderen drückt das Wasser aus dem Sambesi von Osten her in den Chobe herein) sind wir nahezu alleine.
Am Ufer sehen wir sehr viele Menschen, die dort fischen, außerdem eine Unmenge an Booten, teilweise die großen Doppeldecker, die gut vertäut an ihren Landungsstegen untätig und teilweise mit Planen abgehängt im Wasser dümpeln. Das sieht ziemlich gespenstisch aus und macht auch traurig. Kasane im völligen touristischen Stillstand, das kenne ich gar nicht. Keine Ahnung übrigens, warum ich von den Booten kein Foto gemacht habe, es würde hier jetzt passen, aber vermutlich war ich vor Ort einfach zu traurig und fand den Anblick deprimierend. Vielleicht hat ja jemand eines und kann es nachreichen?
Unterwegs ruht sich ein Nilkrokodil auf einem Holzkrokodil aus!
Ein Giant Kingfisher-Mädel sitzt auf einem rostigen Rohr, das hatte ich mir etwas idyllischer vorgestellt, aber man nimmt, was man bekommt, diese Kingfisherart konnte ich auf der diesjährigen Reise noch nicht fotografieren.
Im Bereich der Stromschnellen wird es dann doch idyllisch, ich war vor vielen Jahren einmal hier, kann mich aber nicht erinnern, dass es landschaftlich so toll ist!
Die Hoffnung von Matthias ist es, die Rock Pratincole (wieder, ich glaube, er hatte sie hier schon mal) zu sehen. Na bitte, schon bei der Anfahrt sehen wir einen davon, diese Stelle werden wir uns auf dem Rückweg nochmal genauer anschauen.
Wir genießen die tollen Anblicke, die Vögel, endlich Papyrus und machen gefühlt von jeder Steininsel mit Besatzung ein Foto!
Zwischendrin wird es mal spannend, der Motor setzt aus, was Mujo dazu veranlasst, sich telefonisch Rat einzuholen. Laut Hans war das Problem, von dem einen auf den anderen Tank umzuschalten. Als wir schon dachten, unser Leben zwischen den Stromschnellen des Okavangos in den Fängen dieses Krokodils auszuhauchen 😎 , springt der Motor wieder an.
Langsam begeben wir uns in Richtung Nationalpark, machen aber natürlich bei den Rock Pratincoles nochmal halt. An dieser Stelle zeigt Mujo sein Können, er dreht das Boot so, dass wir das beste Licht haben und hält es so ruhig wie möglich. Dadurch gelingen ein paar schöne Aufnahmen der kleinen hübschen Vögelchen.
Gleich geht's im nächsten Kapitel mit dem Rest des Tages weiter!
Teil 6404. Nov. 2021
3. September 2021: Kasane (Chobe River Cottages, PCR-Test, Bootstour und Abendessen) - Teil 2
Ein Weißbrustkromoran (da ist er endlich, ich hatte ja neulich einen African Darter aus Versehen so bezeichnet 😊 ) verabschiedet uns mit einem Lied aus diesem schönen Gebiet.
Während wir am Ufer entlang Richtung Parkeingang schippern, entdecken wir einen Holub’s Golden Weaver . Als diesen habe ich ihn jetzt bestimmt (ich meine mich zu erinnern, dass es auf dem Boot noch Diskussionen gab). Wer anderer Meinung ist, darf dies gerne kundtun 😉 .
Ganz in der Nähe sitzt ein Greif im Baum, der uns zu einer längeren Foto-, Abglas- und Diskutiersession veranlasst 😮 . Für die Nicht-Birder eine etwas zähe Angelegenheit, auch mir wird es bei dem schlechten Licht und den vielen Ästen irgendwann zu anstrengend, mehr als dieses Foto ist nicht vorzeigbar.
Und dieses auch nur, weil Matthias ihn im Nachhinein identifiziert hat (und mein Raptor Guide sagt auch nichts anderes): ein Western Banded Snake Eagle. Für mich eine Neusichtung 🙂 , ich glaube, Matthias sagte auch so etwas.
Auf demselben Baum turnt auch noch ein Shalow’s Turcao herum – na da schau her! Den habe ich zuletzt 2017 auf unserer OST-Tour mit Ruth, Uwe und Matthias gesehen. Damals aber eher geplant, weil sie in der entsprechenden Lodge teilweise von Hand aufgezogen werden. Von daher zählt diese heutige Begegnung fast mehr als die erste, auch wenn das Foto wesentlich schlechter ist 😣 .
Weiter geht's mit den eher üblichen Verdächtigen auf so einer Chobe-Cruise.
Hagedasch-Ibis
White-crowned Lapwing
Ein Water-Monitor
African Fisheagle beim Lunch
Long-toed Lapwing
Squacco Heron
Pied Kingfisher
Weit entfernt am Ufer zwei Elefanten - mir ging es bei dem Foto aber um die Landschaft und die Lichtstimmung, die Dickhäuter habe ich erst hinterher entdeckt.
Wie eigentlich fast immer sind bei Sedudu-Island Waterbucks unterwegs.
Wie man sieht, gehört diese Insel zu Botswana. Dies war aber lange umstritten, bis das Ganze vor den internationalen Gerichtshof ging. Durch Wassertiefenmessungen wurde 1999 festgestellt, dass der Hauptkanal des Chobe nördlich der Insel verläuft und diese somit zu Botswana gehört.
Wer die ewig lange Geschichte der Insel, die in Namibia Kasikili heißt, nachlesen will - bitte schön 😎
Wenden wir uns lieber dem niedlichen Böckchen zu 😘
Unsere letzte Station, bevor es Zeit für den Sonnenuntergang wird, ist Skimmer-Island, wie Mujo diese Sandbank nennt. Tatsächlich sitzen hier einige Scherenschnäbel herum. Zunächst sehen wir Jungvögel
Dann die Altvögel
Sie zeigen noch ein paar Flugeinlagen, die vor allem dem Ärger über unsere Anwesenheit geschuldet sind.
Nun wird es aber wirklich Zeit zu gehen, damit wir den Sonnenuntergang nicht verpassen. Bei schönstem Licht dank der Wölkchen geht es vorbei am Hippo-Parkwächter Richtung Ausgang
Mujo hat einen bestimmten Platz im Sinn für den Sonnenuntergang, denn dort stehen - weit entfernt - zwei Elefanten. Ja, zwei, deshalb sieht das auf manchen Bildern auch ein bisschen komisch aus.
Ihr dürft jetzt mit mir zusammen den Sunset erleben - was nichts anderes heißt als dass ich mich mal wieder nicht für nur ein oder zwei Bilder entscheiden konnte 😊 und Ihr euch daher den kompletten Vorgang aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen müsst 😄 (vielleicht schaffe ich es ja, nachher, wenn ich alle hintereinander sehe, ein paar wieder rauszuschmeißen). Es war aber auch wirklich eine tolle Stimmung, wie wir da ganz alleine standen und staunten.
Als wir dann schnell Richtung Bootsanleger fahren, erkennt man links am Horizont, dass es sich tatsächlich um zwei Elefanten gehandelt hat.
Wieder an Land nach dieser wunderschönen Tour werden wir von Kempho empfangen und direkt zum Old House chauffiert. Wir sind schon spät dran, eigentlich hatten wir den Tisch auf 18 Uhr reserviert. Egal, wie sind eh fast die einzigen Gäste, es liegt eine gespenstische Stille über Kasane und dem Old House. Schnell bestellen wir unser Abendessen, denn die Zeit drängt - an 20 Uhr ist Ausgangssperre.
Das schaffen wir gerade noch so, meine Pizza ist so riesig, dass ich sie eh nicht schaffe, Zeit hin oder her, und nehme sie mit.
Inzwischen haben wir auch für morgen den Plan ein bisschen geändert. Einige wollen (nach der doch sehr vogellastigen Bootstour) sich das nicht noch einmal antun, sondern ausschlafen und endlich mal shoppen gehen. Für's Bootfahren entscheiden sich so nur noch Matthias, Simone und ich. Wir versuchen noch, über die Rezeption Kempho zu erreichen (noch habe ich den Whatsappkontakt zu ihr nicht), aber die Rezeption ist nicht mehr besetzt, nur der Wächter sitzt auf seinem Stühlchen.
Wir beschließen, dass wir das schon irgendwie morgen klären können und es auch finanziell untereinander regeln können. Das soll unsere tolle Laune nicht trüben!
Jetzt heißt es - nach einem Absacker auf einer der Terrassen - mal wieder in einem richigen Bett schlafen!!! Inzwischen sind auch unsere Testergebnisse per Mail eingetrudelt - das ging ja flott 🤩 , alle negativ 🙂 . Oratile wird sie uns morgen ausdrucken, nachdem wir sie an ihre Mailadresse weitergeleitet haben. Also können wir beruhigt die Äuglein schließen!
Bis morgen dann!
Teil 6509. Nov. 2021
4. September 2021: Ein wunderschöner Tag in Kasane (mit einem kleinen Schreck am Abend) / Teil 1
Die Nacht war zivilisationsbedingt etwas unruhig 😣 , außerdem war es sehr heiß im Zimmer. Kommt davon, wenn man Klimaanlage und Ventilator an der Decke ignoriert 😐 . In der nächsten Nacht werden wir schlauer sein… 😉
Aber egal, wir sind hier nicht zum Schlafen, jetzt geht es für Simone, Matthias und mich erstmal aufs Boot! Zunächst haben wir allerdings die etwas unangenehme Aufgabe, Kempho, die uns mehr als pünktlich abholt, zu erklären, dass wir nur 3 statt 8 Kunden sind. Sie nimmt es recht sportlich und wir versichern ihr natürlich auch, dass sämtlich Unkosten, die durch die kurzfristige Absage entstehen, von uns (allen) übernommen werden. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wie wir das alles verkuddelt haben, aber ich meine mich zu erinnern, dass es für alle Beteiligten okay war.
Für uns beginnen nun 3 wunderschöne Stunden mit Mujo, der wieder unser Guide ist. Das Wetter und die Stimmung könnten nicht besser sein 🙂 . Auch heute haben wir den Fluss nahezu für uns alleine (mit allem Für und Wider) und brausen dieses Mal gleich Richtung Parkeingang.
Unterwegs sehen wir, bzw. Mujo (er ist ein sehr guter Spotter, der eigentlich immer schneller ist als wir) im Gebüsch am Ufer einen
Hammerkopf
Und einen jungen Purple Heron.
Und dann kommt der Knaller 🤩 ! Mujo fragt uns, was wir sehen wollen und Matthias antwortet gänzlich unbescheiden 😗 : „A Half collared Kingfisher“. Okay, sagt Mujo, und kurze Zeit später zeigt er aufs Wasser „Da fliegt er!“ Hä, wie jetzt 🤨 ? Aber es stimmt, der kleine quirlige Kobalteisvogel setzt sich sogar kurz in die Schilfhalme.
Zwar kann man wählen, ob man nur einen halben Schnabel oder ein unscharfes Foto haben will, aber perfekt wäre ja auch langweilig 😎 .
Wir sind auf jeden Fall happy wie noch was 🤪 !
Ich hatte diesen Kingfisher schon einmal auf der Fahrt mit den Eulenmuckels und Matthias 2017 auf dem Zambesi gesehen, aber nur ein völlig unscharfes Foto far away machen können. Ich erinnere mich noch heute an das glückselige Grinsen von Uwe, das nach einem gelungenen Bild dieses Vogels nicht mehr aus seinem Gesicht weichen wollte. Vermutlich sehen wir jetzt ähnlich aus 😗 .
Auf Höhe des Büros der Parkverwaltung am Ufer, in dem Mujo uns registriert und den Eintritt zahlt, das bekannte Bild:
African Darter (Schlangenhalsvogel) beim Flügeltrocknen
Und kurz vor dem Abflug (nein, ich hab ihn nicht erwischt, er ist mir aus dem Bild geflogen…)
Ich kann es nicht oft genug sagen: die Farbe des Chobe Rivers und auch wie das Wasser ohne Uferbereich direkt ins Gras übergeht begeistert mich immer wieder.
Die Hippos allerdings finden unsere Anwesenheit eher störend und beobachten uns genau und dieser Kerl hier ganz besonders!
Sagte ich es schon 😎 ? Die Farben sind der Hammer, oder? Yellow-billed Stork / Nimmersatt
Vor uns taucht ein African Darter ab und kurze Zeit später wieder auf – sorry fort that, kleiner Fisch 🙁 !
Wir sehen auch ein Pärchen von Giant Kingfisher /Riesenfischer, aber das Foto von beiden ist noch schlimmer als dieses von dem Männchen, ich erspare es euch.
Wir sind jetzt allerdings auch für die nächste Viertelstunde in einem Bereich mit ziemlich schlechtem Licht, von daher gibt es eher Fotos für die Statistik als für’s Auge.
Ein noch nicht ganz ausgefärbter Black-crowned Night Heron / Nachtreiher
African Pied Wagtail /Witwenstelze
Mit den Water-Thick-Knees habe ich dieses Jahr genau so wenig Glück wie mit den Giant Kingfisher
Ein Wight-crowned Lapwing nimmt sein morgendliches Bad
Und dann sind wir bei Skimmer-Island angekommen und ich bin einmal mehr fasziniert von diesen hübschen Tieren.
Ob auf dem Boden
Oder in der Luft (hier zunächst mal ihr schöner Lebensraum)
und wie das Ganze vom Boot aus aussieht
Es ist immer eine Freude, sie beobachten zu dürfen 😘 . Allerdings sind sie über unsere Anwesenheit nicht sonderlich glücklich, und so beschließen wir, weiterzufahren.
Die Fortsetzung der Bootstour gibt es in einem neuen Kapitel, aber nicht mehr heute!
Teil 6613. Nov. 2021
4. September 2021: Ein wunderschöner Tag in Kasane (mit einem kleinen Schreck am Abend) / Teil 2
Kurz nach unserem Aufenthalt bei Skimmer-Island legt Mujo das Boot an einer flachen Stelle an, indem er ein kleines Stück aufs Gras fährt.
Wir beobachten in aller Ruhe einen Squacco Heron mit seinen spitzen Klauen auf der Pirsch
Mit Blümchen-Deko
Am coolsten bei den Rallenreihern finde ich ihre Frisur 🤩
Ein African Jacana ist natürlich auch unterwegs.
Mujo packt die Picknick-Box aus und die nun folgende Kaffeepause in dieser großartigen und auch so friedlichen Szenerie ist ein unbeschreiblicher Genuss und sicher eine meiner schönsten im Leben! Das liegt aber nicht an den aufgetischten Speisen und Getränken, auch wenn der Kaffee bzw. Tee und die Muffins sehr lecker sind, sondern an dieser ganz besonderen Stimmung. Rechts und links können wir viele Tiere beobachten, während wir es uns schmecken lassen und endlich haben wir auch Zeit und Ruhe, um uns mit Mujo zu unterhalten.
Er erzählt uns, dass er seit 6 Jahren auf dem Fluss als Guide unterwegs ist und ihn nun so langsam aber sicher kennt. Ganz offen gibt er auch zu, dass er bei der Vogelbestimmung immer noch von seinen Gästen lernt. Wir erfahren, dass er aus einem Ort in der Nähe von Kachikau kommt und mit seiner Familie dort auch Gemüse und Obst anpflanzt. Die Coronazeit hat ihn natürlich auch schwer getroffen, wir sind seine ersten Gäste in dieser Woche 😕 . Das Hauptproblem scheint zu sein, dass viele Touristen nicht anreisen, weil sie Angst haben, dass während ihrer Abreise das Land die Grenzen dicht macht und sie nicht mehr ausreisen können, so wie es ja teilweise zu Beginn der Pandemie der Fall war. Solche Feinheiten wie unsere drohende Quarantäne wegen Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet sind ihm gar nicht bekannt – klar, jedes Land hat da ja auch wieder seine eigenen Regeln. Wenn wir schon nicht in unserem eigenen Land immer alle Regeln aktuell kennen und verstehen, wie soll er dann alle Bestimmungen aus den vielen Herkunftsländern der Touristen in Botswana überblicken….
Immer wieder lässt er bei seinen Erzählungen durchblicken, wie sehr er seine Arbeit liebt und wie wichtig ihm die Natur mit all den Tieren und Pflanzen ist. Er hat eine total sympathische Art, man muss diesen 26jährigen jungen Mann einfach ins Herz schließen 😘 !
Doch zurück zur Tierwelt.
Zunächst bleibt mein Blick (und mein Fokus) an dem Open-billed Stork hängen.
Das Flugbild spricht, zusammen mit einer Äußerung von DT neulich zu diesem Thema, jetzt wieder eher für Glossy Ibis bei dem fraglichen Schwarm weiter vorne, aber endgültig klären lässt sich das vermutlich nie. DT hat dazu auch eine einfache (afrikanische) Lösung : „Next time we will have a close look if it happens we see that!“ 😁
Dann werde ich stutzig 😮 : diese Antilopen da, das sind doch keine Red Lechwe wie zunächst angenommen. Nein, es sind Pukus! Da freut sich Matthias aber, die hatte er noch auf der Wunschliste. Und ich freue mich ehrlich gesagt auch, bisher habe ich einmal eines liegend fotografieren können, das war's....
Mein Blick schweift kurz nach links zu diesem Hippoparkplatz,
dann bin ich wieder bei den Pukus mit der großen Impalaherde im Hintergrund.
Besonders spannend finde ich den Nilwaran, der etwas verspeist.
Wir denken zuerst, dass er ein Nest ausgeraubt hat und die angebrüteten Eier frisst. Mujo erklärt uns aber, und dann sehen wir es auch, dass er nur die leeren Eierschalen frisst, die Küken sind wohl schon geschlüpft.
Yummie!
Wieder muss ich nach den Pukus schauen, leider fährt dem Bock gerade ein Gamedrive-Fahrzeug unterm Bauch durch – vermutlich das einzige an diesem Tag.
Aber sind die Kleinen nicht zu süß 😘 ?
Der Waran scheint immer noch nicht satt zu sein
Zunge ausfahren (sie sehen sehr schlecht)
Eierschalen fressen
Zunge wieder einfahren (diese Zähnchen 😁 😘 )
Wir stehen hier nun schon 40 Minuten, so eine private Bootstour ist einfach toll, man bleibt, wo es einem gefällt und kann gerade solche Kleinigkeiten in Ruhe beobachten.
Ab jetzt geht es langsam Richtung Heimat, wobei wir bis zur Anlegestelle noch eine Stunde brauchen werden, denn unterwegs gibt es wieder viel zu sehen.
Besonders angetan bin ich von den Graukopfmöwen
Sie bieten eine tolle Flugschau.
Die Pied Kingfisher (es waren mehrere) sitzen leider in etwas schlechtem Licht,
genau so wie die Wire-tailed Swallows.
Malachite Kingfisher vom Boot aus sind immer eine Herausforderung, dieser hält auch nicht so richtig still
zudem hat er bad-hair-day 😎
Dieser Oben-billed Stork nach der Landung
und der erwachsene Goliath Heron
gehören zu einem Vogel-Quartett: African Spoonbill, Yellow-billed-Stork und die beiden oben genannten
Über dieses ungleiche Paar freuen wir uns sehr, auch wenn sie nicht einfach zu erwischen sind.
Malachite Kingfisher
Und Little Bee-Eater
Die African Skimmer sind jetzt wirklich beim Fischen, nur leider im falschen Licht.
Vorbei an den namibischen Chobe Water Villas
einem großen Krokodil
und diesen Bäumen, die von der anderen Seite her ein beliebtes Sunset-Motiv hier sind und von denen ich nicht mehr weiß, ob Mujo sie Tree Sisters oder Three Sisters genannt hat,
geht es zurück zur Anlegestelle.
EU-Sicherheitsnormen entspricht sie vermutlich nicht, aber sie tut ihren Dienst.
Wir verabschieden uns schweren Herzens von Mujo, es war eine ganz besondere Tour mit ihm, friedlich, ruhig und trotzdem sehr interessant, teilweise sehr zum Nachdenken anregend, bei bestem Wetter und mit viel Zeit, um einfach nur zu schauen und zu genießen und sich zu unterhalten. Dieser Morgen hat sich tief in meine Erinnerung eingegraben, auch wenn man das mit Worten schlecht verständlich machen kann.
Den Rest des Tages gibt es in einem neuen Kapitel!
Teil 6714. Nov. 2021
4. September 2021: Ein wunderschöner Tag in Kasane (mit einem kleinen Schreck am Abend) / Teil 3
Wir werden von Kempho am Bootssteg abgeholt. Auf unsere Bitte hin spielt sie noch ein bisschen Taxi für uns. Wir suchen Briefmarken (die wir nicht finden) und brauchen Geld vom ATM. Da die anderen schon herausgefunden haben, dass der beim Spar nicht funktioniert, fährt sie uns noch bis zum Choppies, wo wir fündig werden. Zurück in den Chobe River Cottages rechnet sie mit uns noch schnell aus, was wir zu zahlen haben und lässt sich dann noch mit großer Freude von uns fotografieren und gibt uns ihre Kontaktdaten. Beim Abschied bedankt sie sich sehr für unsere Buchungen und das Trinkgeld und betont noch einmal, wie viel ihr das bedeutet hat in diesen schwierigen Zeiten 😐 . Kempho und Mujo, die beiden sind ein echter Glücksgriff und wir können sie wirklich weiterempfehlen (Kontakt gebe ich gerne per PM weiter)!
Den Nachmittag verbringen wir mit Gepäcksortieren, nochmal ein paar Kleinigkeiten shoppen, Duschen, im Pool plantschen und das Leben genießen, jeder gestaltet ohne Zeitdruck den Tag nach seinem Geschmack.
Wir essen unsere Reste von gestern und beschließen, dass wir weder heute Abend in ein Restaurant wollen noch morgen auswärts frühstücken. Erstens haben wir genug Kekse, Kaffee, Joghurt und was wir noch so alles eingekauft haben und zweitens ist es in unserer kleinen Oase einfach so gemütlich. Wir besuchen uns gegenseitig in unseren Chalets bzw. auf unseren Terrassen und sind bester Dinge.
Unseren letzten Abend (der morgen in Johannesburg auf dem Flughafen zählt nicht so richtig) lassen wir gemeinsam auf dem Aussichtsdeck der Chobe River Cottages ausklingen. Wir melden bei der Rezeption an, dass wir dorthin wollen, denn alleine soll man nicht gehen. Erst muss ein Angestellter schauen, ob sich keine Elefanten, Warzenschweine oder sonstiges Getier auf dem Korridor zwischen Lodge und Deck herumtreibt, dann dürfen wir, bewaffnet mit den entsprechenden Schlüsseln, die zu den Torschlössern passen und unseren ganzen Getränken, Gläsern, Snacks und Kameras rüber an den Fluss.
Zum ersten Mal auf der Reise passiert es, dass unsere Sonys vertauscht werden, Simone macht für mich ein paar Bilder mit meiner Kamera! So bin ich auch an dieses Foto des Tores gekommen - vielen Dank, Simone 😘 😄 !
Dieses Deck ist wirklich schön, die perfekte Location für unseren Sundowner (auch dieses Foto hat Simone mit meiner Kamera gemacht 😉 ).
Das Wetter ist herrlich, die Stimmung auch, wir bechern kräftig GinTonic und Whiskey, lassen noch einmal viele Situationen der Reise, teilweise mit Hilfe von Fotos, Revue passieren, lachen wie immer viel
und machen diverse Gruppenfotos, mal fehlt (da ohne Selbstauslöser gemacht) die eine, mal die andere 😉 .
Zum letzten Sonnenuntergang unserer Reise ist meine Kamera wieder in meinem Besitz!
Als es dunkel wird, räumen wir unsere Siebensachen zusammen, verlassen das Deck, verschließen ordnungsgemäß dort das Tor und queren den Korridor.
Dann wollen wir das Tor zum Gelände der Cottages aufschließen, aber was ist das 😕 ? Dort hängt ein unbekanntes Vorhängeschloss, zu dem auch nach vielen Versuchen keiner unserer Schlüssel passen will. Na prima, da sind wir wohl ausgesperrt worden. Wir rufen so laut wir können, rütteln am Tor, scheppern am Metall des Zauns, nichts! Simone hatte ein Foto von den Notfallnummern gemacht, dort rufen wir an. Nichts! 🙄
Kurze Beratung, dann trauen wir uns – durch Diteko gut geschult was das Verhalten im Busch anbelangt 😗 (Do not run, if you run, you are foot, shine around, if there are two eyes in front, it’s not an antilope, it‘s a predator….. usw.) - einen Weg zurück zur Lodge zu suchen. Dank weniger Stirnlampen und mehrerer leuchtender Handys schlagen wir uns unfallfrei über umgefallene Baumstämme, am Boden liegende Äste und Laub tatsächlich bis zur Straße durch. Von dort ist es nur noch ein Stück am Wegesrand entlang bis zu unserem Rolltor, das natürlich auf den ersten Versuch auch nicht aufgehen will. Lost in Kasane…. 🤩 Aber zu guter Letzt verschaffen wir uns Eintritt und finden den Wachmann auf seinem Stühlchen vor der Rezeption sitzend. Er hatte wohl nach uns gerufen und geleuchtet, aber da es von uns kein Lebenszeichen gab, war er der Meinung, dass wir schon wieder auf unseren Zimmern sind... 😮
Naja, alles gut gegangen schlussendlich – und eigentlich ist so ein kleines Abenteuer doch ein würdiger Abschluss unseres Aufenthaltes hier 😎 !
Jetzt aber huschhusch in die Bettchen – morgen haben wir noch ein paar gemütliche Stunden in Kasane und dann einen weiten Weg zurück nach Deutschland (inklusive meinem persönlichen Flop der Reise 😣 ) vor uns!
Teil 6817. Nov. 2021
5. und 6. September 2021: Unser letzter halber Tag in Kasane sowie unser Rückflug mit meinem persönlichen Flop der Reise!
Die heutige Nacht war richtig gut dank der Tatsache, dass wir den Raum zunächst per Klimaanlage runtergekühlt haben und dann die ganze Nacht der Deckenventilator lief.
Da wir erst um 11.30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht werden, haben wir noch alle Zeit der Welt und nutzen diese auch nochmal für ein gemütliches Frühstück, Relaxen, gegenseitige Besuche, Shoppen und Plantschen. Unser Pflichtprogramm, die Einreiseanmeldungen, haben wir gestern schon erledigt und auch die PCR-Testergebnisse hat Oratile uns ausgedruckt.
Diese letzten Stunden hier sind wieder voller guter Stimmung, auch wenn die Abreise bevorsteht, denn uns wird noch einmal klar, wie glücklich wir uns über die zurückliegenden drei Wochen schätzen können. Wie am Anfang der Reise kocht auch heute wieder ein bisschen Euphorie hoch: wir haben es trotz widriger Umstände nach Botswana geschafft, und was noch toller ist: unser Einsatz hat sich zu 100% gelohnt! 🙂
Hier stehen wir nun und warten, dass unsere 3 Taxis, die von den Chobe River Cottages perfekt wie alles andere organisiert wurden, endlich alle eintreffen.
Bei der Verabschiedung kann Oratile nicht mehr anders, sie sagt „Ihr seid geimpft und getestet, ich MUSS euch jetzt unbedingt umarmen!“. Es war auch für sie nicht normal, in diesen Zeiten plötzlich so viele Gäste zu haben und das hat sie sehr glücklich gemacht. 😘
Hier und da wird ein Tränchen verdrückt, der Aufenthalt bei all diesen lieben Menschen hier war so großartig, dass der Abschied nun doch sehr schwer fällt.
Am Flughafen angekommen wird zunächst vor dem Gebäude unser Gepäck mit was weiß ich besprüht, dann dürfen wir einchecken, was alles reibungslos funktioniert.
Auf dem Flug nach Johannesburg erhasche ich noch einen kurzen Blick auf die neue Brücke zwischen Botswana und Sambia, und auch die Chobe Riverfront kann man nochmal kurz erkennen.
Das war’s dann mit Fotos – der Rest ist schnell erzählt.
Als wir in Johannesburg unsere Tickets für den Weiterflug am Lufthansaschalter abholen, ist mal wieder unklar, was man eigentlich von uns will. Schlussendlich geht es wohl darum, ob wir unsere Einreiseanmeldung ausgefüllt haben. Simone zeigt meines Wissens ihr Tablet vor, wir anderen werden dann nur noch gefragt oder auch ganz in Ruhe gelassen. Die Wartezeit im Transitbereich vertrödeln wir mit Schaufensterbummel, Shopping und Rumsitzen. Etwas schräg läuft der Aufenthalt am Gate ab. Ohne System werden die Anwesenden befragt, ob sie ihre benötigten Formulare ausgefüllt haben. Mal will man unsere Einreisemeldung sehen (wobei wir die ja nicht ausgedruckt haben), mal nicht.
Ja, und dann schlägt meine große Stunde – dachte ich 🤩 ! Da eine von uns sowieso Business fliegt und ich vor der Reise einen unerwarteten Versicherungsgeldsegen wegen des Hagelschadens an meinem Auto erhalten hatte, gönne ich mir ein Upgrade, gebucht recht kurz vor unserem Abflug. Irgendwie habe ich immer leichte Panik vor einer Reise-Thrombose und mitten in der Zentralkalahari hatte Beate erzählt, dass es ihr genau so geht. Nach unserem Hinflug hat sie wohl nachts im Zelt genau gespürt, wie das Gerinnsel sich in ihrem Bein auf den Weg macht 😕 , die Leistengegend passiert 😮 und dann in der Lunge ankommt 😵 . Was haben wir gelacht 😄 , denn mir geht es immer ähnlich und ich wusste bis dato nicht, dass ich eine „Leidensgenossin“ habe. Aber diese Gefahr war ja nun für den Rückflug gebannt und noch dazu würde ich am nächsten Morgen wie das blühende Leben meine holzklassereisenden übermüdeten Freundinnen und Freunde bei der Landung begrüßen 🙂 .
Soweit die Theorie 😗 . Das Essen ist natürlich schon Klassen besser als in der Economy, aber unter uns gesagt 😎 : da gehört auch nicht viel dazu 😈 .
Leider habe ich gar nicht so richtig Hunger bzw. Appetit, denn wir haben den Tag über so viele Kekse und sonstige Reste aus unseren Einkäufen in Kasane gefuttert. Aber egal, ich esse natürlich brav, lasse mir auch einen GinTonic nicht entgehen und freue mich dann auf mein gemütliches Bettchen!
Vorher gehe ich aber noch nach hinten, um den anderen einen Besuch abzustatten. Die haben aber schon lange ihr Abendessen bekommen und sind jetzt bereits am Schlafen. Matthias hat „unsere“ komplette Sitzreihe für sich und liegt dort, und auch die anderen konnten alle eine eigene Reihe ergattern. Na toll 😣 – und das für umme! Aber es sei ihnen natürlich gegönnt.
Da keiner mit mir reden will, schleiche ich mich wieder in meine Luxusherberge zurück und gehe ins Bett! Ah, das klingt doch richtig gemütlich, oder?
Leider scheine ich nicht businesskompatibel zu sein – auf jeden Fall schaffe ich es, mich ständig heillos in meine Decke, die dünne Matratze, die man sich unterlegen kann und das Kopfkissen zu verwurschteln. Irgendein Teil davon fällt ständig runter, und bei den gefühlt 200 verschiedenen Positionen, in die man den Sitz verstellen kann, ist leider nicht die passende für mich dabei. Egal ob ich flach liege, Beine hoch, Kopf runter, Rücken unterstützend, sitzend, dann mal auf der Seite liegend….. es ist unbequem bis zum geht nicht mehr und ich kann nur kurzzeitig mal schlafen 😠 .
Aber auch das geht vorbei und ich versuche, wenigstens das Frühstück zu genießen. Dabei lässt mich aber der Gedanke nicht los, dass ich für einen dreistelligen Betrag durchaus schon raffinierter gegessen habe! (Wobei ich schon froh bin, dass mir der grüne Wrap, den es "hinten" wohl schon wieder zum Frühstück gab 🤢 , erspart geblieben ist!)
Etwas Gutes hat das Ganze aber doch: ich brauche mir in Zukunft keine Gedanken mehr darüber machen, dass ich vielleicht doch gerne Business fliegen würde, es mir aber nicht leisten kann! Schlecht schlafen geht in Eco günstiger 😉 !
Als wir dann alle wieder vereint sind und auch das Gepäck vollständig ist, suchen wir unsere beiden Autos in der Garage am Airport. Petra, Evi, Beate und Hans machen sich zusammen auf die Heimreise, und Matthias und ich packen Simone bei uns ins Auto, da mal wieder – Überraschung – bei der Bahn gestreikt wird. Elke fliegt weiter nach München.
Unterwegs gibt es noch ein paar Whatsapps, Elke wartet auf ihren Anschlussflug nach München, Evi hat ihre Kamera bei Hans und Petra im Auto liegen lassen 😄 und Simone frotzelt so lange 🙄 , bis ich tatsächlich an diesem 6.9. sofort meinen Reisebericht beginne, als ich ein paar Stunden später wieder in meinem Zuhause bin – müde, aber glücklich und immer noch beseelt von dieser wunderbaren Reise 🙂 😘 !
Teil 6917. Nov. 2021
Und hier noch mein Fazit – auch wenn eigentlich schon alles irgendwo gesagt wurde (denke ich zumindest)
Noch nie habe ich im Zusammenhang mit einer Reise so viel Stress, aber auch noch nie so viel Euphorie empfunden. Bei mir wurden viele komplett leere Akkus wieder aufgefüllt, und ich habe vor allem endlich Abstand zu dem Corona- und Hochwasserstress gefunden.
Es war von Anfang bis Ende eine geniale Tour 🙂 , ich hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr, die Reise NACH Botswana war recht einfach, wenn man von dem PCR-Test-Stress absieht. Das Reisen IN Botswana war ein Traum 😘 . Selten habe ich mich seit Beginn der Pandemie so frei und glücklich gefühlt. Sicher werde ich Botswana nie mehr so leer erleben, aber das ist auch irgendwie gut so....
Manch einer kann es sich vielleicht nicht vorstellen, nicht selber zu fahren, sich bekochen zu lassen und sich auch übers Einkaufen und die Streckenführung keine Gedanken machen zu müssen. Ja, stimmt, ich bin froh, dass ich das auch immer mal wieder darf, wenn ich mit Matthias und den Eulenmuckels (oder damals mit Renate und Irmela) unterwegs bin, es ist also nicht so, dass ich das nicht kenne und schätze. Aber ich genieße genauso auch diese gepamperte Art des Reisens, die ja trotzdem immer noch genug Abenteuer- und Erlebnispotenzial hat!
Ein ganz großes Plus bei Bush Ways ist für mich die Möglichkeit, mit offenem Dach und stehend durch die umwerfende Landschaft von Botswanien zu tuckern! Man wird ein bisschen wieder zum Kind, es hat was von Karussell und Achterbahn – nur viel schöner!
Unsere vielen Sichtungen waren teilweise sicher einfach durch Glück bedingt, aber wir waren mit 18 ÜN natürlich insgesamt recht lange für Botswanien unterwegs, waren oft 2 oder 3 Tage an einer Stelle und sind während des Tages auch sicher mehr gefahren, als man dies als Selbstfahrer tut. Es hat schon große Vorteile, wenn das Essen quasi schon auf dem Tisch steht, wenn man ins Camp zurückkommt an den Tagen, an denen man nicht die Zelte usw. aufbauen muss. Anstrengend sind die Game-Drives teilweise trotzdem, man kuckt sich auch als Gast die Augen aus dem Kopf, um beim Spotten mitzuhelfen.
In Sachen Trinkwasser hatte ich neulich die Gelegenheit, mich etwas länger mit Heiko (Bush Ways) auszutauschen. Ich war sehr gespannt auf die neue Versorgung, denn ich kenne dieses Theater mit den unzähligen 5-Liter-Platikkanistern, wem gehört welche, der ganze Müll und dass sie so viel Platz wegnehmen. Das gefilterte Wasser schmeckt manchmal ein wenig erdig, aber man kann es leicht mit etwas Zitronensaft oder Brausetabletten aufpeppen, damit man wirklich auch genug trinkt. Von Heiko habe ich erfahren, dass Dehydrierung tatsächlich das häufigste gesundheitliche Problem auf ihren Touren ist, oft wird das dadurch entstehende Unwohlsein auf das Essen oder das Wasser geschoben und deshalb noch weniger getrunken, was natürlich ein fataler Teufelskreis ist. Daher werden auch alle Guides angewiesen, die Gäste immer wieder ans Trinken zu erinnern, was ich bezüglich Diteko bestätigen kann. Auch der häufige Hinweis, bzw. die Möglichkeit, unterwegs pinkeln zu gehen, hat damit zu tun. Viele Gäste versuchen wenig zu trinken, damit sie wenig pinkeln müssen, die Folgen s.o. Also müssen die Guides auch hier aufmunternd tätig werden. Wenn man sich mal ausführlich mit dem Chef über diese Campingtouren unterhält, dann kapiert man erst, welch Unmenge an logistischer Leistung dahintersteckt! Mal abgesehen davon, dass nebenher versucht wird, Leute wie KD zu ermutigen, sich fortzubilden, den Führerschein und möglichst auch irgendwann die Guide-Lizenz zu machen.
Die Dauer von knapp 3 Wochen fand ich sehr gut – irgendwann ist bei mir die Kapazität, so viele Eindrücke zu verarbeiten, dann ausgereizt. Diese letzten beiden Tage in Kasane waren für mich Gold wert, wir hatten fantastische Bootstouren und konnten gemeinsam in wunderschöner Umgebung noch einmal auf die tolle Zeit zurückblicken.
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Bush Ways-Reisen wusste ich dieses Mal, wer mit mir unterwegs sein wird – und ganz ehrlich: das gibt schon noch mindestens zwei Sterne mehr in der Bewertung. Auf diese Art und Weise ist diese Form des Reisens eigentlich kaum mehr zu toppen!
Dazu kommt natürlich, dass wir mit Diteko einen Guide und auch Menschen der Extraklasse an unserer Seite hatten, dasselbe gilt für KD. Nicht vergessen möchte ich Nicola und Sheilla vom Bush-Ways-Office, die wirklich eine tolle Arbeit geleistet haben im Vorfeld und auch noch unterwegs auf der Tour. Und natürlich hat Heiko Genzmer mich – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich – in dem ganze Planungschaos super unterstützt. Immer wenn es mir wirklich nicht mehr zum Lachen zumute war bei der Planung/Stornierung/Neuplanung/Neubuchung kam er wieder mit irgendeinem Späßchen um die Ecke - und dabei hatte er ja wirklich auch nichts zu lachen in diesen Zeiten...
Daher geht mein Dank natürlich an das Team von Bush Ways, an Heiko, an Diteko und KD – aber ganz besonders an die glorreichen Sieben (inkl. "Co-Autorin" Simone und "Co-Autor" Matthias) , die mit mir unterwegs waren! Was waren wir für eine geile Truppe in the middle of Norway 🤩 !!! Ich freue mich schon riesig auf unser offizielles Nachtreffen im Januar und hoffe, dass Corona uns nicht wieder in die Suppe spuckt.
Bis dahin ganz liebe Grüße an euch Sieben! 😘 😘 😘 😘 😘 😘 😘 (und an Renate und Eberhard, die ja zur Stammtruppe gehören! 😘 😘 )
An sämtliche Mitleser*Innen: vielen Dank für eure Begleitung, eure Kommentare und eure „Danke“-Klicks. Es war mir ein Fest 😁 !
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Teil 7021. Nov. 2021
So, hier noch der kleine Nachschlag:
Nachdem bereits neulich die Eulenmuckels für uns Kurier für ein "Nachhaltigkeitsprojekt" (gebrauchte Handys) gespielt und sich in diesem Zusammenhang mit DT und KD in Maun kurz getroffen haben (vielen Dank nochmal dafür 😘 😘 ), gab es heute noch so ein Treffen, über das ich mich sehr gefreut habe.
Die liebe Nadine hier aus dem Forum war vor ihrer Abreise mit mir in Kontakt wegen einer Bootstour mit Mujo. Und als ich dann das entsprechende Kapitel im Bericht geschrieben habe, fiel mir wieder ein, dass Mujo ein völlig zerfleddertes und x-mal mit Klebeband repariertes Vogelbestimmungsbuch hat. Bei mir daheim steht der "alte" Roberts in bestem Zustand im Regal - also nichts wie Nadine bitten, ihn mitzunehmen, dann noch schnell ein Kärtchen basteln und ab auf die Post.
Heute nun fand die Übergabe statt (danke Nadine auch an dieser Stelle 😘 !) und Nadine sowie Kempho, die Arbeitsgeberin von Mujo, haben berichtet, dass er sich sehr gefreut hat! Überraschung gelungen 🙂 .
Kempho hat übrigens auch nochmal betont, wie sehr sie sich über die Buchungen von euch Fomis, die bei mir angefragt haben, gefreut hat, wie wichtig das für sie in diesen schwierigen Zeiten sei und sie hat sich mehrfach dafür bedankt 🙂 ! Den Dank gebe ich an die Entsprechenden weiter 😘 !