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Reisebericht · namibia-forum.ch

Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019

von Katma1722 · 76 Teile

Teil 113. Apr. 2021

Prolog

.... mit einer guten Tasse Kaffee und der Erinnerung an einen großartigen Urlaub lässt sich so manches leichter ertragen! 🙂 Lockdown...Homeoffice...Schneetreiben...

Um es vorweg zu sagen - ich habe eigentlich keine Ahnung, wie wir ausgerechnet auf Bolivien als Reiseziel gekommen sind. Wir waren noch nie in Südamerika - da sollte man doch meinen, Chile, Peru, Ecuador oder Argentinien wären die erste Wahl... doch es kam bei uns anders.
Wir, das sind mein Mann M. und ich, dazu meine Schwester Gabi, ihr Mann Stefan und deren drei "Kinder" Jonas (23), Mario (21) und Lena (18) - dazu gesellte sich noch Marios Freundin Anna (21). In dieser Besetzung waren wir 2014 schon vier Wochen in Botswana und Namibia unterwegs - es hatte sich bewährt und wir fühlten uns bei der 1. Südamerikareise etwas sicherer. Was? Da kann man Urlaub machen??? Was wollt ihr dort?? Das ist doch total gefährlich??? Das waren die mehrheitlichen Reaktionen!
Wie der Zufall es will, ist ein guter Bekannter von Gabi und Stefan ein gebürtiger Bolivianer aus Santa Cruz, der seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt und der uns den "Floh" von Bolivien ins Ohr setzte.
Wir lauschten seinen begeisterten Berichten, schauten Fotos an, ließen uns ein paar Tipps geben und stolperten dann doch ziemlich ahnungslos und mit nur rudimentären Spanischkentnissen ins Abenteuer! 😗

Nein, einen Guide und Fahrer wollten wir auf keinen Fall!!! Hotels vorbuchen? Mit 8 Leuten vielleicht sinnvoll! Ansonsten mussten wir uns einigen, heraus kam eine ziemlich vollgepackte Tour! Ein paarmal haben wir uns bei den Fahrzeiten böse verschätzt - dazu aber später mehr.
Im Internet fand ich die Petita Rent a Car Autovermietung - alte Autos, Allrad, Campingausrüstung verfügbar, keine Einschränkung bei der Streckenwahl 😎 die Bewertungen waren positiv und so buchten wir 2 alte Jeeps mit Klimaanlage, Allrad, Reservebenzinkanister und Campingausstattung - das die Autos so alt sein würden hätten wir uns nicht träumen lassen 😐 Anmietung in Santa Cruz am Flughafen, Rückgabe in La Paz am Flughafen. Einwegmiete erschwinglich.
Ein paar Ziele im Land waren gesetzt - Uyuni, Laguna Colorada, Sajama - drum herum bastelten wir unsere Tour. Ein hilfreicher Reiseführer war der "Reise KnowHow Bolivien", in dem ich einige Hoteladressen fand. Gebucht habe ich das meiste entweder direkt bei den Unterkünften, via Booking com und Airbnb, was in allen Fällen reibungslos funktioniert hat.
Als Karte hatten wir uns die Reise KnowHow Bolivien besucht, ohne maps.me wären wir aber vermutlich im Altiplano verschollen!
Da wir alle gerne mal ein bisschen tropischen Regenwald erleben wollten, buchten wir nach der Rückgabe der Jeeps in La Paz noch einen Inlandsflug ins Amazonasbecken, wo wir mit Bala Tours eine Fahrt in den Madidi Nationalpark und in die Pampas unternahmen.
Von München flogen wir mit Air Europa (Service 😣 ) via Madrid nach Santa Cruz, zurück von La Paz nach Santa Cruz mit einem Inlandsflug und am nächsten Tag wieder via Madrid zurück. Das war eine der kürzesten Verbindungen und wir sparten uns den Weg über die USA.
Reisen mussten wir im August - als Lehrer meine einzige Chance so lange wegzukommen - der Rest der Gruppe musste halt leider mit. Altiplano im Winter kann mitunter sehr kalt sein, dafür waren insgesamt nur sehr wenige andere Touris unterwegs - Individualtouristen schon gar nicht - keine Ahnung ob das an der Jahreszeit oder am Reiseziel lag.

Und das war unsere ambitionierte Route (4. August - 1. September 2019):
1N - Quinta Victoria, Porongo nahe Santa Cruz (Booking com)
2N - Ecolodge Laguna Volcan im Amboro Nationalpark (habe ich direkt gebucht, war bei Booking com nicht mehr verfügbar obwohl außer uns in der 2. Nacht kein Mensch da war!)
1N - Quinta Conciencia, Samaipata, Amboro Nationalpark (Airbnb)
2N - Ecohotel Rumi Kipu im Torotoro Nationalpark (Booking com)
2N - Hostal Casarte Takubamba, Sucre (Booking com)
1N - Hotel Sal Luna Salada, Colchani (Uyuni) (Booking com)
1N - Hostal Magia San Juan, südl. des Salar de Uyuni (direkt beim Hostal gebucht)
2N - Tayka de Desierto - Siloliwüste (direkt bei den Taykahotels gebucht)
1N - Tayka de Piedra - Südrand des Salar de Uyuni (direkt bei den Taykahotels gebucht)
1N - Tayka de Sal, Tahua - Nordrand des Salar de Uyuni (direkt bei den Taykahotels gebucht)
2N - Hostal Sajama, Sajama Nationalpark (direkt beim Hostal gebucht)
1N - Eco Albergue Tomarapi, Sajama Nationalpark --> vor Ort gebucht, nachdem das Hostal so schlecht war, dass wir nach 2 Tagen umgezogen sind)
1N - Hotel Akapana in Tiahuanaco --> vor Ort gefunden
2N - Eco Hostal Joshua in Copacabana, Titicacasee (Booking com)
1N - Hotel Nuevo Sol, Zentrum von La Paz (Booking com)
--> Inlandsflug nach Rurrenabaque
1N - Maya de la Amazonia in Rurrenabaque (Booking com)
Bala Tours: 2N Tacuaral Lodge, Madidi Nationalpark
2N Caracules Ecolodge, Yacuma River, Pampas
1N - Maya de la Amazonia in Rurrenabaque (Booking com)
--> Inlandsflug nach Santa Cruz
1N - Sun Hotel in Santa Cruz nahe Flughafen (Booking com)

Im nächsten Teil geht es dann los mit den Fotos!
Ich wünsche allen, die gutes Sitzfleisch und keine Angst vor Staub und Umwegen(Desvios) haben viel Spaß! Packt einen dicken Pullover ein!

Bald geht es los...

Teil 213. Apr. 2021

Auf nach Südamerika…

Wir sind erst einen Tag hier und die ersten Eindrücke sind einfach phantastisch… Wir sitzen mit Mario Andrade, dem Besitzer der Quinta Viktoria auf der Terrasse, leeren gemeinsam eine Flasche Rotwein und lauschen Marios Erzählungen über Land und Leute, seinen Job bei einem US-Ölkonzern, seiner daraus resultierende Verfolgung durch die bolivianische Regierung samt Gefängnisaufenthalt und die Nacht und Nebel Aktion, bei der seine Familie ins Exil in den USA fliehen musste…

Aber der Reihe nach… nach Wochen der Planung geht es endlich los! 🙂
Über die Anreise breiten wir den Mantel des Vergessens, ein Langstreckenflug in der Holzklasse ist nun mal kein Spaß! 😣
Wir landen pünktlich um 5.35 Uhr morgens auf dem Viru Viru Flughafen in Santa Cruz. Die üblichen Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und in der überschaubaren Ankunftshalle warten schon Lewis und sein bolivianischer Kollege von Petita Rent a Car auf uns. Die Autoübergabe verläuft mehr als lässig… 😗
Wir schleppen unser Gepäck auf den Parkplatz, wo wir von zwei Nissan Allrad-Trucks der Kategorie „Uralt“ in stylischem grau-blauen Design und „Alt“ in blau erwartet werden… Hmmmm…. 😐 Während Lewis die Autos in den höchsten Tönen lobt und als „Adventurecars“ anpreist, steht sein Kollege freundlich lächelnd dabei… erst als wir einsteigen wünscht er uns „Good Luck“ - damals sind wir noch verwundert, später danken wir ihm seinen frommen Wunsch von Herzen!
Auf die Frage nach einem Kühlschrank klappt Lewis in „Uralt“ eine Klappe am hinteren Fenster auf, der Innenraum könnte mit viel gutem Willen vielleicht eine Flasche Bier aufnehmen – und behauptet, dieser Kühlschrank sei voll funktionsfähig!
Er deutet auf einen Haufen Kram, den er als Campinggear betitelt – pro Auto kostet das immerhin 250US$ extra!!! Das Zeug verdient den Namen Campinggear nur bedingt, wie wir später noch feststellen werden. 😣
Wie auch immer – wir sind müde und wollen los und so steigen wir nach einer knappen halben Stunde in die Adventurecars – M. und ich wählen „Uralt“ und überlassen Gabi und Stefan „Alt“ -und los geht es! Wir haben keine Fahrzeugpapiere, das fällt uns viel später auf – wir brauchen sie aber auch nicht…

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"Uralt" auf dem Weg nach Santa Cruz

Mit Hilfe von maps.me steuern wir den ersten (und einzigen) Supermarkt unserer Reise an. Wir decken uns mit Vorräten, Bier, Styroporboxen für die Vorräte und anderem Gerümpel ein – wenn 8 Leute in 8 verschiedene Richtungen rennen und wahllos Zeug in den Einkaufswagen werfen ist dann schon die eine oder andere Überraschung dabei!
Außen vor dem Supermarkt befinden sich ungefähr 10 Geldautomaten… wir können keinen Unterschied erkennen und versuchen unser Glück. Mein Automat spuckt brav die ersten Bolivianos aus, Stefans Automat schluckt seine Kreditkarte. Er nimmt es gelassen – this is Bolivia – und ruft bei der Bank an um die Karte sperren zu lassen.
Auf dem Parkplatz lauert ein „Parkwächter“ - ganz wie in Windhoek auf Bakschisch – dafür hat er unsere Autos bewacht – ich vermute allerdings, dass nicht einmal ein Bolivianer solche Schrottkisten freiwillig klaue würde…

Als alles erledigt ist, machen wir uns auf in Richtung Stadtzentrum von Santa Cruz.

Kurzer Exkurs
Bolivien hat eine Landesfläche von knapp 1,1 Millionen qkm und ist damit 3mal so groß wie Deutschland. Im Jahr 2019 belief sich die Bevölkerungzahl auf gut 11 Millionen Einwohner. Während sich der Regierungssitz in La Paz befindet, ist die alte Kolonialstadt Sucre die konstitutionelle Hauptstadt. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind Indigenas, hauptsächlich Aymara, Quechua und Guarani. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind die Mestizen, Nachfahren von Europäern und Indigenas. Amtssprachen sind neben Spanisch auch Aymara und Quechua. Mit Evo Morales hatte Bolivien als erstes Land Südamerikas einen indigenen Präsidenten. 2020 wurde nach einigen Unruhen und einer umstrittenen Übergangsregierung Luis Arce, ein vertrauter von Morales. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Südamerikas, obwohl es über gewaltige Bodenschätze verfügt.


Santa Cruz ist mit 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Trotzdem ist alles recht übersichtlich und der Verkehr kein Problem. Wir schaffen es ohne Zwischenfälle ins Stadtzentrum, wobei wir nur einmal aus Versehen eine Einbahnstraße, von denen es zahlreiche gibt, befahren.
Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und lassen sie in der Obhut eines weiteren Parkwächters zurück.
Als wir in Richtung Zentrum schlendern zieht uns das Flair der Stadt sogleich in seinen Bann.

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Die Kolonialarchitektur hat schon reichlich Patina angesetzt…

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Kabelsalat und Tillandsien die auf Dächern und Stromkabeln wachsen…

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Indigenas mit bunten Gewändern und kleinen Kindern…

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Schuhputzer und fliegende Händler…

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Autos, die mit bunten Tüchern und Teppichen geschmückt sind…

Wir lassen uns zum „Plaza 24th de Septembre“ treiben, wo die schönsten Kolonialbauten zu finden sind. In rosablühenden Bäumen entdecken wir kleine grüne Sittiche. Leider ist es mir nicht gelungen ein Bestimmungsbuch für die Bolivianische Flora und Fauna aufzutreiben – so bleiben die Vögel namen- und wir ahnungslos.

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Teil 313. Apr. 2021

Der Hunger treibt uns schließlich in das einzige Café weit und breit. Ich bestelle Reis mit knusprigen Fleischfetzen und Kochbananen, alles schmeckt sehr lecker, sogar der Kaffee, vor dem wir durch unseren bolivianischen Bekannten gewarnt worden waren.

Anschließend besuchen wir die aus Backstein erbaute Basilika de San Lorenzo, wo gerade der Sonntagsgottesdienst stattfindet. Leute kommen und gehen, Kinder laufen herum, vorne verteilt der Priester zum Klang von Panflöten und Gesang die Kommunion, wieder andere beten inbrünstig. Wir sitzen eine Weile in den Kirchenbänken und lassen den Zauber des Ortes auf uns wirken.

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Blick über den Plaza 24th de Septembre zur Basilika

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Turm der Basilika

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Irgendwann reißen wir uns los und spazieren zurück zu unseren Jeeps, die noch an Ort und Stelle sind. Wir entlohnen den Aufpasser und machen uns auf den Weg in Richtung Porongo, wo wir die erste Nacht verbringen werden.

Nach einigen Baustellen erreichen wir die Brücke über den Rio Pirai, dann sind wir endlich auf dem Land. Es ist üppig grün, immer wieder sehen wir uns unbekannte Vögel, dazu Pferde, Rinder und sehr viele Hühner. In Porongo, eine lebhafte Ortschaft mit roter Sandstraße erwartet uns Mario Andrade. Nach einer herzlichen Begrüßung lotst er uns ein paar Kilometer weiter auf die Quinta Victoria, ein kleines Paradies!
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Es gibt überall Sitzplätze und Hängematten die zum Verweilen einladen, tropische Früchte an Bäumen und in Schalen, die Mario überall hingestellt hat, dazu 9 Katzen, 2 Gänse und einen Pool. Mario zeigt uns alles und lädt uns ein, uns wie zuhause zu fühlen. Das fällt uns bei diesem Empfang nicht schwer. Mario wohnt mit seiner Familie auch hier, die Küche darf gemeinsam benutzt werden.

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Unser kleines aber feines Zimmer

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Als Willkommen presst Mario einen frischen Clementinensaft aus – das schmeckt himmlisch!

Nachdem wir ein bisschen ausgeruht haben und sich das abgehärtete Jungvolk im Pool erfrischt hat, machen wir noch einen kleine Spaziergang. Porongo ist eine sehr kleine Gemeinde mit verstreut liegenden Häusern.

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Wir entdecken exotische Blumen … hier eine Ingwerblüte

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exotische Vögel … hier einen Glattschnabelani

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exotische Schmetterlinge der Gattung Argynnis incognita

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jede Menge Hunde und viele dürre Hühner auf langen Beinen…

An einer kleinen Kirche, die mit Malereien und geschnitzten Säulen verziert ist kehren wir schließlich um.
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Die Anstrengungen der vergangenen 2 Tage und die 6h Zeitverschiebung machen sich langsam bemerkbar. Nach einem Sundowner in Marios Paradiesgarten, einer deftigen Brotzeit und der bereits erwähnten Flasche Wein fallen wir schon um kurz nach 8 total erledigt ins Bett.

Fortsetzung folgt...

Teil 414. Apr. 2021

Von Porongo in den Amboro Nationalpark, 170km

Das morgendliche Konzert der Hähne macht Südafrika alle Ehre! 🙂
Wir haben gut geschlafen. Die Bedienung der Dusche ist etwas „tricky“, das Wasser wird aber wunderbar heiß. Solchermaßen erfrischt schmeckt das Frühstück in der wärmenden Morgensonne noch besser. 😛 Schließlich geht es ans Packen und Autos ordentlich beladen -Quinta Victoria war nicht zuletzt dank Marios Gastfreundschaft ein perfekter Start in den Urlaub. Hierher würden wir jederzeit wieder kommen!
Heute wollen wir zum Amboro Nationalpark fahren. Da der nicht sehr weit entfernt ist, haben wir viel Zeit, um uns durch die Gegend treiben zu lassen.

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Ein grober Überblick unserer Route - old-fashioned, da ich mit google maps gar nicht kann 😗

Wir entschließen uns als erstes die Kirche von Porongo, San Juan anzusteuern. Eine Empfehlung von Mario.
Die Kirche ist in der für hier typischen Holzbauweise errichtet und stammt aus dem 17. Jhdt..

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Als wir uns Porongo nähern sind auf den Straßen zahlreiche Menschen unterwegs.

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Dann treffen wir die erste Straßensperre…

Das sieht nach einem Fest aus – das gefällt uns gleich noch viel besser. 😁 Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und schlendern ins Zentrum des Dorfes, wo schon die erste Feier anlässlich des morgigen Nationalfeiertages (6. August) toben.

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Bunt gekleidete Männer, Frauen und Kinder musizieren, tanzen und singen auf dem Platz vor dem „Rathaus“. Wir mischen uns unter die vielen Leute und stellen bald fest, dass wir hier die einzigen Gringos (Touristen) sind.
Nach mehreren Vorführungen bummeln wir noch ein wenig herum und es ist schon recht spät, als wir uns auf den Weg machen.

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Die Kirche mit dem freistehenden Glockturm besuchen wir natürlich auch noch!

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Teil 514. Apr. 2021

Wir müssen zunächst zurück in Richtung Santa Cruz, bzw. den Rio Pirai überqueren. Wir probieren die erste auf der Karte eingezeichnete Straße… die endet an einer Furt.

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Das andere Ufer scheint doch beunruhigend weit weg. Ein kleiner Lastwagen mit viel Bodenfreiheit kommt und fährt durch die Furt. Das sieht ziemlich tief aus. 😐
Die Männer sind unschlüssig und entscheiden sich aber schließlich kein Risiko einzugehen. Vor allem unser „Uralt“ ist wenig vertrauenerweckend! 😐 😐
Das bestätigt sich kurz darauf. M. will wenden, kommt dabei von der Straße in Richtung Sand – der nur auf den ersten Blick fest aussieht und schon hat sich unser „Adventurecar“ festgefahren… 😈
Das ist uns bisher auf keiner unserer Reisen passiert. Der Allrad funktioniert gar nicht und Kraft hat „Uralt“ sowieso nicht.
Ich finde ein Brett, das wir unter den festgefahrenen Reifen schieben und mit vereinten Kräften schieben wir das Auto aus dem Sand. Gut dass das nicht im Wasser passiert ist!

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Die anderen schieben, ich feuere sie an! 😗

Wir fahren gerade zurück Richtung Hauptstraße, Mario und Anna überlegen gerade, wie schön es doch wäre ein Faultier zu sehen … plötzlich ein Schrei von der Rückbank! M. bremst, Anna reißt die Tür auf (zum Glück ist hier kaum was los), fällt halb aus dem Auto und deutet überglücklich auf eine im Baum hängende alte Decke! 😗 Quatsch! Sie hat tatsächlich ein Faultier entdeckt… 🤩 Wenn das mal kein Zufall ist. Es hängt direkt neben der Straße im Baum und ist mit Fressen beschäftigt. Wir sind alle total begeistert!

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Unser erstes Wildtier – und noch dazu ein Braunkehldreizehenfaultier! Es dreht uns zwar den Rücken zu, lässt sich aber ansonsten nicht von uns stören. 😎

Während der Weiterfahrt sehen wir noch etliche Vögel, identifizieren können wir Truthahngeier, die es hier in großen Mengen gibt, Rabengeier, Glattschnabelanis und Guirakuckucke.

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Dieser freundliche Herr rammt fast unser Auto 😵

Auch die nächste Abzweigung endet an einer Furt. 😣 Am gegenüberliegenden Ufer, das bestimmt 50 Meter entfernt ist, stehen schon einige Fahrzeuge. Alle scheinen ziemlich unschlüssig. Das Wasser ist von einem hübschen schlammigen rotbraun… Nach unserer „Anschiebeaktion“ überlegen wir nicht ernsthaft, da durchzufahren! 😉
O.K. dann eben zurück nach Santa Cruz und über die Brücke. Das ist ein ziemlicher Umweg und etwas lästig, aber das ist die einzige Brücke. In der Stadt ist heute sehr viel Verkehr und so dauert alles… Der Duft aus einer Bäckerei am Straßenrand erinnert uns daran, dass fast Mittag ist und wir halten kurz an um uns mit frischem Brot einzudecken. 😛 Der Duft strömt jetzt statt am Fenster vorbei durchs Auto.
Irgendwann lassen wir Santa Cruz dann hinter uns und die Fahrt führt durch kleine Dörfer nach Westen. Die Straße ist geteert und wir kommen zügig voran. Obwohl wir Ausschau nach einer möglichen Einkehr halten, entdecken wir nichts. Stattdessen kommen wir an eine Polizeikontrolle.😮
Der Beamte bedeutet uns anzuhalten. Wir lassen das Fenster runter, lächeln freundlich und grüßen in unserem besten Spanisch! Er lächelt freundlich zurück und sagt etwas, das wir natürlich nicht verstehen… Vielleicht will er unsere Papiere sehen??? 😕 Wir reichen ihm die Pässe… er nimmt sie lächelnd entgegen, sagt aber nichts… Stefan, Gabi, Jonas und Lena steigen hinter uns aus und geben ihm auch ihre Pässe. Er nimmt sie entgegen und lächelt weiter freundlich… M. und Stefan holen ihre internationalen Führerscheine. Er nimmt sie entgegen und lächelt freundlich. Das halbe Dorf ist schon zusammen gelaufen und schaut – freundlich lächelnd – und neugierig zu, was hier so los ist. Der Beamte macht eine einladende Handbewegung – auch M. und ich steigen nun aus und folgen dem Mann in eine kleine Hütte, während Mario und Anna im Auto warten. In der Hütte sitzt ein zweiter freundlicher Beamter… wir grüßen, lächeln und warten, bis der erste Beamte sämtliche Pässe und Führerscheine fein säuberlich nebeneinander auf dem Tisch ausgebreitet hat. 😄
Der Beamte in der Hütte betrachtet die Papiere mit mildem Interesse, sammelt sie schließlich zusammen und übergibt sie uns wieder!
Freundlich lächelnd werden wir nach draußen gebeten und – tada – dürfen weiterfahren. 😄
Ich glaube wir waren für heute die Dorfbelustigung. Später lernen wir, dass es zahlreiche Zahlstellen gibt, wo man eine paar Bolivianos entrichtet und dafür eine Quittung bekommt. Die muss man unbedingt aufheben und an der nächsten Zahlstelle wieder vorzeigen. Entweder es passt oder man muss nachzahlen.
Inzwischen knurrt uns allen der Magen. Wir fahren entlang eines Flusses, als ich eine Schotterstraße entdecke, die tatsächlich zum Flussufer führt.

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Es ist ein bisschen vermüllt, aber ansonsten ein perfekter Platz für ein wohlverdientes Picknick. Endlich kommt das duftende Brot dorthin, wo es hingehört, nämlich in unsere Mägen. 😛

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Auf der anderen Flussseite sind rosa Felswände, ein paar Truthahngeier vervollständigen die Szenerie.

Teil 614. Apr. 2021

Die Fahrt hinauf in die Berge des Amboro Nationalparks und zur Ecolodge Laguna Volcan führt über eine Schotterpiste und ist landschaftlich wunderbar.

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Üppiges Grün wechselt mit bizarren roten Felsen und rosa blühenden Bäumen.

Die Lage der Lodge ist einmalig 😎 :
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Das Personal an der Rezeption ist etwas desinteressiert, schließlich schaffen wir es aber einzuchecken und erhalten 2 Doppelzimmer im Haupthaus und 1 Bungalow am Ufer der Lagune.

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Zum Sundowner treffen wir uns auf der Terrasse am Pool, der sehr einladend aussieht, für heute aber definitiv zu kalt ist.

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Der Blick von dort ist aber super! Da schmeckt uns das bolivianische „Huari“ Bier gleich noch besser. 😛

Nachdem wir heute doch recht lange im Auto gesessen sind unternehmen wir noch einen Spaziergang auf dem Lodgegelände und um die Lagune herum. Wir entdecken spannende Pflanzen, unbekannte Vögel und freuen uns an der Ruhe hier oben.

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Als wir später ins Restaurant gehen ist nur eine andere Familie da – komisch – bei Booking com war die Lodge ausgebucht! Das Essen ist sehr reichlich mit Reis, den obligatorischen Kochbananen und jeder Menge Fleisch. Schmeckt aber alles lecker.
Nach diesem langen Tag sind wir alle rechtschaffen müde und ziehen uns ziemlich schnell in Zimmer und Bungalow zurück.

Fortsetzung folgt...

Teil 716. Apr. 2021

Zu den Wasserfällen von Cuevas und ein Spaziergang à la „Mirador“

Da wir heute nur den Amboro Nationalpark und die nähere Umgebung erkunden lassen wir es ruhig angehen. Der Nationalpark hat eine Fläche von knapp 4500qkm und wurde 1983 gegründet. Zugänglich ist der Amboro von Süden und von Norden, wobei es wohl im Norden mehr Möglichkeiten gibt. In unseren Reiseplan hat allerdings „nur“ der Sector Sur gepasst. Das Refugio Los Volcanes liegt auf ca. 1100hm in besonders schöner Umgebung, direkt an der Nationalparkgrenze.
Während M. und ich etwas später aufstehen ist das Jungvolk schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen und besteigt einen kleinen Aussichtshügel in der Nähe der Lodge – sie bringen wunderschöne Bilder mit! 😘

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Das Frühstücksbuffet ist gigantisch – mehrere Sorten frische Fruchtsäfte, frisches Obst, auf Wunsch Eier, Wurst Käse und bestimmt 10 Sorten verschiedenstes Kleingebäck! 😛 Das Jungvolk findet den Sandwichmaker am besten. Ich ärgere mich immer noch, dass ich davon kein Foto gemacht habe. Naja, wieder mal nur ans Essen gedacht! 😗 Wir frühstücken in der Morgensonne auf der Terrasse mit Blick auf den Pool und die Lagune. Dort sind einige Bläßhuhn-ähnliche Vögel, Ibisse und Kiebitze zu entdecken.

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Whistling heron (Syrigma sibilatrix)

An der Rezeption entnehmen wir dem gestikulierenden Spanisch der Damen, dass eine Wanderung nur mit Guide erlaubt ist, also melden wir uns für einen geführten Nachmittagswalk zu mehreren „Miradors“ an. Um 14 Uhr soll es losgehen, wir haben also noch genug Zeit und entschließen uns die Wasserfälle von Cuevas zu besuchen. Die sind ein paar Kilometer entfernt, liegen auf Privatgrund (Eintritt) und werden im Rother Wanderführer wärmstens empfohlen. 🙂

Ein großer Parkplatz, ein nett angelegter Eingangsbereich mit vielen Blumen, ein kleiner Obolus und schon spazieren wir am Bachufer zu den Wasserfällen.

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Die vielen exotischen Pflanzen, herumhuschende Vögel und bunten Schmetterlinge sind bezaubernd.

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Mit dem hier legt man sich besser nicht an! 😄

Teil 816. Apr. 2021

Wir lassen uns viel Zeit, genießen die sandigen Wasserbecken und die Felsenlandschaft rundherum.

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Lena stürzt sich todesmutig in die eiskalten Wasserfälle, kann aber sonst keinen von uns dazu verlocken.

Da ist mir ein leckerer Kaffee aus der mitgebrachten Thermoskanne schon lieber. So lässt sich der Urlaub richtig genießen.
Für den Rückweg wählen wir den Weg über die Berge, wo es eine schöne Aussicht auf einen der Wasserfälle hat 😎

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Teil 916. Apr. 2021

Wieder zurück an der Lodge machen wir ein ziemlich zugiges Picknick mit Crackern (das Brot haben wir schon wieder aufgegessen) – unglaublich, was 8 Leute so blitzschnell wegfuttern! 😕

Pünktlich um 14 Uhr sind wir an der Rezeption. Es dauert eine geraume Weile – wir glauben schon, etwas falsch verstanden zu haben – da taucht unser Guide doch noch auf – ein junger Bolivianer, der uns zwar nicht seinen Namen nennt, dafür aber auf spanisch erzählt, dass er gerade vom Fußballspielen kommt. Englisch kann er leider kein Wort – mal sehen, wie viel wir verstehen!

Wir steigen durch dichten Wald...

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... hinauf auf die Hügel und genießen die wunderschöne Aussicht. 😎

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Dann geht es wieder bergab und den nächsten Hügel hinauf ... und so weiter ...
Die Erklärungen bleiben spärlich, was ein bisschen schade ist. 🙁 Das erste Mal taut unser Guide auf, als wir auf Bermejo hinaubschauen und er uns seinen Fußballplatz zeigen kann. 😉

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Bermejo

Trotz allem ist der Walk landschaftlich sehr schön, die Aussicht toll, immer wieder gibt es Blumen zu entdecken, die unserem Guide aber nur ein Achselzucken entlocken. Wirklich Ahnung sieht anders aus… 😣

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Sieht aus wie eine Aster...

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Orchidee

Hier noch ein paar Impressionen der Tour:

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Teil 1016. Apr. 2021

Noch ein paar Bilder:

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Nach rund 3 h sind wir zurück an der Lagune und er zeigt uns noch ein paar seltsame Früchte, welche die Bolivianer zum „Pfeifen“ verwenden – nur Lena und Anna schaffen es den Dingern einen Ton zu entlocken.

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Einmal geschlossen, einmal mit "Pfeifloch" und einmal aufgefaltet zur Blume 🙂

Vom Informationsgehalt her haben wir schon bessere Touren erlebt, unser Spanisch ist aber auch ziemlich schlecht… 🙁

Den restlichen Nachmittag verbringen wir gemütlich mit Lesen, Kaffee trinken, baden im Pool und Karten spielen.

Zum Sundowner besteigen wir einen Hügel hinter der Lodge, wo wir von einigen frechen Kiebitzen attackiert werden. 😣 Scheinbar haben wir uns ihrem Gelege genähert. Keine Ahnung wann die Viecher hier brüten!

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Southern Lapwing

Wir genehmigen uns noch ein frühes Abendessen und sind dann auch schon wieder hundemüde von der vielen frischen Luft und den schönen Eindrücken.
Auf dem Weg zu unserem Zimmer entdecken wir noch einen nächtlichen Flatterer:

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Unser sehr geräumiges Zimmer (mit Kühlschrank) will ich euch nicht vorenthalten... leider vergesse ich immer zu fotografieren bevor wir alles "zumüllen"... 😗

Fortsetzung folgt...

Teil 1117. Apr. 2021

Westernflair in Samaipata und die uralte Kultstätten in El Fuerte, 80km

Auch heute morgen machen wir wieder einen schönen Spaziergang – die Täler sind heute frei von Nebel, dafür leuchten die rosa Bäume im Morgenlicht. 🙂

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Das Frühstücksbuffet fällt heute eine Nummer kleiner aus, wir sind die einzigen Gäste, bietet aber trotzdem keinen Grund zur Klage.
Am späten Vormittag packen wir unsere Siebensachen in die ausgeruhten „Oldies“ und verlassen das Refugio in Richtung Samaipata.

Fazit: Refugio Laguna Volcanes
Die Lage der Lodge ist wunderschön, der Ort eignet sich zum Ausspannen und für kleinere Spaziergänge. Die Zimmer sind geräumig und sauber, das Frühstück und das Abendessen lecker und reichhaltig.
Die Beschreibung der Lodge im „Reiseknow-How Bolivien“ stimmt allerdings nur bedingt. Wir hatten gehofft, von hier aus geführte Exkursionen in den Nationalpark machen zu können, das ist uns außer mit dem „Mirador – Walk“ leider nicht gelungen, trotz mehrfacher Nachfragen. Kritik gibt es an der Freundlichkeit der Rezeptionsmitarbeiter – auf uns wirkten sie etwas muffig und wenig bemüht. Vielleicht lag es aber auch an den Verständigungsschwierigkeiten. Trotzdem kann ich die Lodge – eben aufgrund der wunderschönen Lage empfehlen


Auf der Fahrt in Richtung Samaipata halten wir an einer steilen Felswand mit blühenden Bromelien
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– gegenüber in einer Schlucht werden wir durch lautstarkes Gezänke aufmerksam auf einen haarfeinen Wasserschleier, wo sich hunderte grüne Sittiche an der Felswand die Mineralien holen – leider sind die Vögel elend weit weg. Keine Chance für unsere alte Nikon. Mit dem Fernglas können wir die Tiere aber gut beobachten.

Mit ein paar Schwierigkeiten arbeiten wir uns zu Hilverts „Quinta Conciencia“ vor. Hilvert, ein Niederländer und seine bolivianische Frau Carina betreiben hier eine Art spirituelles Yogazentrum und vermieten via Airbnb auch Betten zum Übernachten. Der kleine Ort liegt einige Kilometer vor Samaipata am Fuße der schon zum Amboro Nationalpark gehörenden Berge. Es ist absolut idyllisch, für die Anfahrt über die holprige Piste sind wir froh, dass unsere Jeeps über ausreichend Bodenfreiheit verfügen.

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Durch diese Furt schafft es sogar "Uralt" 😎

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Wir werden von mehreren Hunden und Katzen, dem Duft von Räucherstäbchen, dem Klang von Windspielen und Hilvert empfangen, der uns erstmal einen Kräutertee ausschenkt. 🙂
Wir ratschen ein bisschen, dann zeigt er uns unsere Hütte für heute Nacht. Zwei Zimmer mit jeweils 4 Betten – naja geht schon mal, das Badezimmer ist über einen schmalen Pfad zu erreichen. Wir bringen unser Gepäck an Ort und Stelle – damit sind die Zimmer schon ziemlich voll…

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Bei Hilvert und Carina

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Blick in die Küche - wer ist hier der Boss??? 😗

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Zimmer für das Jungvolk

Teil 1217. Apr. 2021

Wir holen uns von Hilvert noch einen Restaurant-Tipp für Samaipata und machen uns auf den Weg. Mario und Anna wollen zu Fuß zur Ausgrabungsstätte von El Fuerte wandern, sie packen ein paar Semmeln ein und wir lassen die beiden an der Abzweigung nach El Fuerte aussteigen. Am Nachmittag wollen wir uns dort alle treffen.
Der Rest von uns steuert Samaipata an. Das Städtchen hat rund 1500 Einwohner und liegt auf gut 1600 m Höhe. Es gilt als Hauptort für die Organisation von mehrtägigen Touren in den Amboro. Leider fehlt uns dazu die Zeit.
Samaipata verströmt ein bisschen Westernstadtflair, hier leben viele Auswanderer und die Stimmung ist entspannt und freundlich.

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Hier herrscht schon ein bisschen Wohnungsnot! 😗

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Wir steuern das spanische Restaurant „Tierra Libre“ an, das einen gemütlichen Innenhof hat. Wir bestellen ein paar Tapas und stellen fest, dass die Portionen riesig sind! 😕 Alles schmeckt total lecker 😛 , aber wir haben keine Chance alles aufzuessen… Waren die Augen mal wieder größer als der Magen!

Teil 1317. Apr. 2021

Nach ein paar Einkäufen und fahren wir hinauf in die Berge zu einer der bedeutendsten bolivianischen Ausgrabungsstätten, El Fuerte de Samaipata. Die Stätte liegt auf rund 2000 m Höhe an den östlichen Ausläufer der Cordillera Oriental.

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Die Anlage ist ca. 40 ha groß und war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum. Man vermutet, das es um 300 von den Mojocoyas gegründet wurde. Im 14. Jhdt. bauten die Inka die Anlage aus und versahen sie mit Befestigungen. Highlight der Anlage ist ein gut 60m breiter und 220m langer Monolith – der heilige Felsen, der nicht betreten werden darf. Um eine Besichtigung möglich zu machen wurden hier Stege in luftiger Höhe gebaut, von denen man einen tollen Blick auf den Felsen hat.

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Der Monolith auf dem Gipfel des windgepeitschten Berges ist absolut beeindruckend.

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Es klingt ein bisschen pathetisch, aber für mich atmet hier Geschichte!

Die Aussicht reicht in alle vier Himmelsrichtungen.
Neben den Wegen wachsen zahlreiche Blumen, die Anlage ist gut gepflegt.

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Kakteen

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Die Zeit vergeht wie im Flug, so viel gibt es zu entdecken. Außer uns gibt es nur sehr wenige andere Besucher.

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Guira-Kuckuck

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Priester"häuser", Templo Panoramico

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Befestigungsmauern aus der Inkazeit

Die Spätnachmittagssonne taucht alles in ein warmes Licht, was ein bisschen darüber hinwegtäuscht, dass es ganz schön frisch ist. Ich bin froh, eine extra Jacke dabeizuhaben, die ich Mario leihe, der in seinem T-Shirt und der kurzen Hose ein bisschen verfroren aussieht…. 😗
Irgendwann machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz, wo einige Truthangeier kreisen und ein sehr heller Falke dekorativ in einer der zahlreichen, vermutlich angepflanzten Weymouthskiefern sitzt.

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Truthahngeier

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Grey-headed Kite (vielleicht... 😕 )

Der Weg zurück zu Hilvert ist nicht weit (deshalb haben wir die Unterkunft gewählt) und wir genießen unseren Sundowner in Gesellschaft zweier aufdringlicher Hunde und einer Katze vor unserer Hütte. 😎
Abends packen wir unsere Brotzeit aus und decken den Tisch – Hilvert leiht uns netterweise Teller und Besteck – neben Hilverts Küche. Als extra Spezial öffnen wir heute unser in Santa Cruz erstandenes saures Gemüse- aber was schwimmt den da Weißes??? 🙄 So ein Gemüse haben wir noch nie gesehen. Schließlich die Erleuchtung – das vermeintliche „Gemüse“ entpuppt sich als labbriges Stück Schweineschwarte! 🤢 Oh nein! Fleisch ist bei Hilvert streng verboten! 😮 Schnell stecken wir das Corpus delicti – keiner hat Lust DAS zu Essen!! - in eine kleine Mülltüte und ab damit in den Mülleimer – Deckel zu – fertig! 😗 Hilverts Katzen sind äußerst interessiert! 😗 😗
Viel später sitzen wir noch vor der Hütte – am Himmel ist, ganz wie in Afrika – das Kreuz des Südens zu sehen, ab und zu bellt ein Hund und die Grillen zirpen wunderschön!

Fortsetzung folgt...

Teil 1418. Apr. 2021

Zu den Helechos Gigantes und über Desvios nach Toro Toro, 440 km

Seit wir gestern Abend noch ein bisschen mit Hilvert und Carina gequatscht haben, freue ich mich auf heute morgen! Ich werde doch noch die berühmten Baumfarne sehen! 🤩
Das war mein großer Wunsch, als wir zu dieser Reise aufgebrochen sind – bei unserem vorgestrigen Walk konnten wir ein einziges Exemplar entdecken… meine Hoffnung war schon auf Null, bis Hilvert meinte, da bräuchten wir keine Tour buchen, wir sollten einfach hinter seiner Quinta weiter den Berg hinauffahren, da würden sie wachsen und da würden auch die Guides mit ihren Touris hinfahren!
„Was tut man nicht alles, um ein paar Farne zu sehen?“, fragt sich wohl der Rest der Gruppe, trotzdem sind alle an Bord als wir um halb sieben Uhr morgens hinauf in die Ausläufer der Cordillera Oriental fahren.

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Die Sonne schiebt sich gerade über die Wolken

Wir folgen Hilverts Beschreibung und finden sie. Wie aus der Zeit gefallene Urzeitrelikte stehen die bis zu 12 Meter hohen Helechos gigantes hier in rauen Mengen!

Vorsicht - Baumfarnfotoalarm! 😗
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Na, schon genug Farne gesehen??? 😗
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Von wegen... 😄 ein paar gehen immer!
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Geschafft!

Teil 1518. Apr. 2021

Und nicht nur das.
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Blumen und Sträucher blühen...

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uralte, komplett mit Flechten und Tillandsien behangene Solitärbäume ragen weit über alle anderen hinaus.

Kolibris flitzen wie farbige Blitze durch den Wald – ich bin wie verzaubert.

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Leider, leider haben wir wieder viel zu wenig Zeit und müssen uns gegen 8 Uhr auf den Rückweg machen. 🙁
Zum Glück ist es nicht weit und Hilvert und Carina erwarten uns mit einem tollen Frühstück mit selbst gebackenem Brot, frischem Fruchtsaft, Tomaten, Käse und hausgemachter Marmelade. 😛 😛 Um kurz nach neun sind wir unterwegs. Vor uns liegen rund 440km. Wir ahnen noch nicht, was uns erwartet. 😈

Teil 1618. Apr. 2021

In Samaipata kaufen wir noch ein bisschen Obst und Gemüse bei einer Marktfrau, während die Männer die Autos betanken und auch die Kanister auf dem Dach befüllen.
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Mit Tankstellen sieht es laut Karte auf dieser Strecke nicht so gut aus und wir wissen noch nicht genau, wie viel die Oldies saufen.
Die Landschaften, die wir durchfahren werden nicht langweilig, immer wieder wechselt die Szenerie.

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Wir sehen Truthahngeier, Sittiche, dazu Esel, Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine.
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Zunächst kommen wir zügig vorwärts, es ist nicht viel Verkehr und die Straße ist gut.

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Davon sehen wir leider nix...

Wir sind optimistisch, dass 7 Stunden für 440km eigentlich reichen müssten und hoffen, so gegen 18 Uhr Rumi Kipu, unsere nächste Unterkunft zu erreichen…. Von wegen… es sollte anders kommen….. 😈
Mittags wird uns klar, dass wir nicht wirklich viel Strecke gemacht haben, obwohl die Straße eigentlich recht ordentlich ist. 😕 Wir stoppen nur ganz kurz für ein paar Keks aus der Hand und eine Pinkelpause, dann geht es auch schon weiter.

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Die beiden offiziellen Staatsflaggen Boliviens, die bunte ist die Indigene

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Zahlstelle entlang der Strecke

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Wir fahren und fahren und fahren… Wir lassen Mizque hinter uns. 😕

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Die Straßen werden schlechter und zahlreiche teils abenteuerliche Baustellen mit noch zahlreicheren „Desvios“, den bolivianischen Umleitungen halten uns auf. 😈
Spätnachmittags stoppen wir für eine schnelle Semmel, einen Kaffee und ein paar Chips. Wir fahren und fahren und fahren… Als es zu dämmern beginnt, haben wir Punata erreicht…. Endlich, jetzt ist es nicht mehr weit! 😗
Leider wird die Straße jetzt noch schlechter. 😈 Im Licht der Scheinwerfer huscht ein Andenfuchs vorbei. Bei einem kleinen Dorf steht ein junger Mann an der Straße und streckt den Arm aus. Stefan, der gerade voraus fährt hält an und der Bolivianer quetscht sich zu den vieren ins Auto. Hier ist es gang und gäbe, Leute mitzunehmen, wenn man in der privilegierten Lage ist, ein Auto zu haben… Viel Platz brauchen die Anhalter meistens auch nicht… 😗 Der junge Mann entpuppt sich als große Hilfe. Er kennt sich hier gut aus und lotst Stefan schließlich aus dem Flussbett (ehrlich!!!) durch das wir in Schlangenlinien auf der Dauerumleitung unterwegs sind hinauf Richtung neue Straße – das Stück ist schon fertig, behauptet er. An der Straße angekommen, ist die Zufahrt durch ein paar wackelige Absperrpfosten versperrt. Stefan macht kurzen Prozess mit einer und fährt einfach drüber – O.K. so geht es auch…. Für uns ist der Weg frei und wir folgen. 😗 😗
Jetzt kommen wir tatsächlich ein bisschen flotter voran. Die neue Straße ist sehr breit und natürlich ist hier gar niemand unterwegs… Viel Verkehr ist zum Glück ohnehin nicht!
Heute lernen wir auch erstmals eine von Uralts Macken kennen. Der Boden unter Lenas Füßen mutiert zur Fußbodenheizung. Es wird so heiß, dass es manchmal richtig nach verschmurgeltem Gummi riecht!!! 😈 🤢
Lena streckt ihre Füße zwischen Fahrer um Beifahrersitz!
Ich rufe zwischenzeitlich bei Annemarie in Rumi Kipu an um ihr zu sagen, dass es leider sehr spät werden wird. Sie bemitleidet uns ein bisschen und ermahnt uns vorsichtig zu fahren. Irgendwann haben wir es geschafft. Ich bewundere Stefan und M. Für ihre eisernen Nerven. Trotz mehrfacher Angebote haben sie sich geweigert, einem von uns anderen das Steuer für eine Weile zu überlassen. Um 21.30 Uhr erreichen wir Rumi Kipu, das außerhalb der Ortschaft Toro Toro im gleichnamigen Nationalpark, auf rund 2800 m Höhe liegt! Wir haben 12 Stunden gebraucht!!! Da haben wir uns bei der Planung grob verschätzt. Außerdem steht für mich fest – Desvio ist mein Unwort des Urlaubs! 😈
Aber, es ist alles gut gegangen und wir werden von Annemarie und ihrem Mann Alfonso, den Besitzern von Rumi Kipu wunderbar herzlich empfangen. Jonas hat noch Hunger und bekommt ein Quesadilla, wir anderen einen leckeren heißen Tee. 😘 Die Zimmer sind wunderschön eingerichtet und gemütlich warm! Wir sind hundemüde und fallen wie Steine ins Bett.

Teil 1720. Apr. 2021

Dinosaurierspuren, skurrile Berge und der König der Anden

Morgens um 6 werden wir davon geweckt, dass ein Sturm ums Haus fegt… da kuscheln wir uns lieber noch ein bisschen tiefer in die bisher besten Betten des Urlaubs. Als wir schließlich aufstehen beleuchtet die Morgensonne die faszinierende Bergkette des Toro Toro Nationalparks.

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Die Zimmer auf Rumi Kipu sind äußerst gemütlich 🙂

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Gestern war es ja schon dunkel, so sieht Rumi Kipu aus

Exkurs:
Viel zu finden ist nicht, wenn man sich über den Toto Toro Nationalpark informieren möchte. Mit nur 165 qkm Größe ist er der kleinste NP Boliviens. Der Park ist reich an Fossilien und Dinosaurierspuren, und damit für paläontologische Studien und Untersuchungen äußerst interessant. 138 km von der Stadt Cochabamba entfernt, ist der kleine Ort Toro Toro Ausgangspunkt für Touren in den Park. Eingerahmt von zwei sehr ungewöhnlich aufgefalteten und geformten Gebirgszügen, die mit ihren erodierten Gebirgszacken spitzt aufeinander zulaufen, ähnelt das Tal um Toro Toro einem geöffneten Krokodilmaul. Der Toro Toro Nationalpark beherbergt mehr als 1000 Planzenarten, und eine Vielfalt an Fauna. Ebenso biete der Park eine unerschöpflich reiche Palette an natürlichen Attraktionen, darunter spektakuläre Canyons, Felskathedralen, Wasserfälle, und diverse Höhlen.


Bevor wir uns aufmachen, um den Park zu erkunden, verwöhnen uns Annemarie und Alfonso mit einem ausgesprochen leckeren Frühstück! Es gibt Obstsalat, hausgemachten Joghurt, selbstgebackenes Brot, Rührei und vieles mehr. 😛 😛 Annemarie ist Schweizerin, Alfonso Bolivianer. Die beiden haben sich über ihren Job bei der UNO kennen gelernt und sich nach der Rente ihren Traum erfüllt und dieses wunderschöne Ecohotel errichtet. Es sollte die beste Unterkunft unserer Reise werden! 🙂 😘
Sehr praktisch, dass Annemarie Deutsch kann, so erfahren wir einiges über Toro Toro und sie empfiehlt uns den Besuch der Felsenstadt „Ciudad de Itas“. Ein Führer ist Pflicht, wenn man den Park besuchen will und so machen wir uns gut gestärkt auf ins gleichnamige Dorf um einen solchen zu buchen und den Parkeintritt zu bezahlen.

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Am Nationalparkbüro zahlen wir die Gebühr und begeben uns dann ins benachbarte Büro für die Vermittlung von Guides. Englischsprachige sind nicht verfügbar, wir bekommen Abraham und Gabriel zugeteilt (2 Autos, 2 Guides).
Während Stefan und M. Versuchen Benzin zu organisieren, welches es hier nur auf dem Schwarzmarkt gibt, sitzen wir auf einer Mauer vor dem Büro und genießen das Treiben auf der Dorfstraße.

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Esel, Ziegen, Frauen mit Tragetüchern, knatternde Mopeds und die unvermeidlichen Straßenhunde, von denen es in Bolivien zahlreiche gibt.

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Bisher waren alle sehr freundlich, einer kommt zu uns und legt sich direkt neben uns… treuherzig schaut er uns an, aber wir haben leider nichts für ihn da. An einem Stand kaufen wir noch ein paar Schokoriegel. Es ist unglaublich authentisch und wir sind (leider für die vielen Guides die auf Arbeit hoffen) mal wieder die einzigen Touris. O.K. Toro Toro ist wirklich sehr schlecht erreichbar, Annemarie meint aber, das es besser wird, wenn die Straße erst fertig ist.

Teil 1820. Apr. 2021

Die Männer kehren mit Benzin zurück und wir machen uns auf den Weg hinauf in die Berge.

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Straßensperre in Toro Toro 😗

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Abraham fährt bei uns mit und erweist sich als sehr gesprächig. Wir tun unser bestes, alles zu verstehen, Abraham hilft mit beredten Gesten nach. Das Spanisch in Bolivien ist deutlich leichter zu verstehen als in Spanien selbst, da die Bolivianer langsamer und vor allem viel deutlicher sprechen.
Die Bergwelt des Toro Toro gefällt uns sehr gut! Die aufgefalteten Ketten sind faszinierend, hier und da ducken sich kleine grasgedeckte Hütten an die Hänge, in den Bäumen trocknet Mais als Viehfutter, Kühe und Schafe grasen in der Nähe.

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Schließlich erreichen wir auf 3600m Höhe den Parkplatz, wo unsere Tour in die Felsenstadt beginnt. Abraham ist sehr rücksichtsvoll und geht sehr langsam, wir sind auf dieser ungewöhnten Höhe schon etwas kurzatmig.

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Immer wieder zeigt uns Abraham bizzare Felsen - hier der Elefant ...

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... steinernes Untier...

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Teil 1920. Apr. 2021

Es gibt auch interessante Pflanzen:

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Enzian

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Die Aussicht von hier oben ist wunderschön:

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Der Weg durch die Felsenstadt ein wahres Labyrinth, der zum Teil durch große Höhlen, enge Durchlässe und unter Bögen hindurch führt.

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Teil 2020. Apr. 2021

Es wird nicht langweilig...

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Einmal müssen wir eine Leiter erklimmen.

Abraham entdeckt in einiger Entfernung ein paar Viscachas, die wir total putzig finden, vor allem den langen „Besenschwanz“.
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Unser persönlicher Höhepunkt sind aber 3 Kondore, die hoch über uns am Himmel kreisen! Eine echte Erstsichtung!

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Wir brauchen für die Tour gut 2 h. Es hat sich wirklich gelohnt.

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Mittags machen wir bei ein paar tollen Felsen Picknick. Abraham und Gabriel freuen sich sehr, dass wir unser Essen mit ihnen teilen und greifen kräftig zu. Die Fahrt zurück ins Tal gefällt uns fast noch besser als die Hinfahrt. Die Ausblicke sind spektakulär und die Landschaft leuchtet in allen Farben – leider können Fotos das nur unzureichend wiedergeben.

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Hinten im Bild das Dorf Toro Toro

Teil 2120. Apr. 2021

Im Dorf am Büro der Guides ist gerade eine Herde Ziegen und ein Esel dabei, die Blumen vor dem Büro abzufressen. Es kümmert aber niemand und auch wir wollen ihnen den Spaß nicht verderben!

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Wer hier der Chef ist, ist klar! 😎

Wir zahlen nochmal nach und machen uns mit Abraham und Gabriel auf den Weg zum Canyon von Toro Toro, der gleich in der Nähe liegt. Mario, Anna und Lena wollen mit Abraham noch hinunter in den Canyon steigen, der Rest von uns ist faul und spaziert mit Gabriel zu einer Aussichtsplattform, wo man einen schönen Blick hat. 😎 Truthahngeier und Rabengeier fliegen vorbei und wir beneiden die 3 Wanderer nicht. Ganz schön weit da runter!

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Blick hinüber nach Rimu Kipu

Wir lassen Uralt für die anderen am Parkplatz zurück und fahren zurück nach Toro Toro um noch ein paar Saurierspuren zu sehen. Mehr als 2500 soll es im Park geben, ein paar davon direkt beim Dorf.

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Große Löcher führen in gerader Linie einen Hang hinauf… Aha….

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🤩
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Gabriel stellt einen kleinen Plastiksaurier dazu… die sind also von einem Stegosaurus und rund 75 Millionen Jahre alt.
Ganz ehrlich – ich bin nicht traurig, dass diese Giganten ausgestorben sind! 😗

So langsam bekommen wir Lust auf ein schönes Bier. Wir bedanken uns bei Gabriel, geben ihm noch ein Trinkgeld und lassen ihn an der Kirche aussteigen.

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Kirche von Toro Toro

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Saurierhotel???

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Was will das Kind von der Kuh? Nach Hause treiben?? 😄

Zurück in Rumi Kipu versorgt uns Annemarie mit Bier und wir genießen die Abendsonne auf der Terrasse. Die Sonne geht unter, trotzdem sind die Temperaturen angenehm lau. Hier ist ein wunderbarer Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

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Blick von Rumi Kipu aus

Um 19 Uhr gibt es ein liebevoll zubereitetes Abendessen: Kürbissuppe, Schweinelende mit Kartoffeln und Ratatouille und als Nachtisch Creme brulée. 😛 Dazu reichen uns Annemarie und Alfonso hausgemachten Malvensaft, Zitronenlimo und leckeren bolivianischen Weißwein. Was will man mehr! 😘
Morgen müssen wir leider sehr früh los und so fallen wir nach ein bisschen Quatschen und ein paar Runden Schafkopfen hundemüde in unsere bequemen Betten.

Fortsetzung folgt...

Teil 2221. Apr. 2021

On the road again… 400km in die Hauptstadt Boliviens

Wir haben aus unserem Fehler von vorgestern gelernt und stehen heute früh auf. Knapp 400 km liegen bis in Boliviens Hauptstadt Sucre vor uns. 🙁
Annemarie rät uns dringend davon ab, den direkten Weg nach Süden zu nehmen, auch wenn der nicht mal halb so lang wäre… wir folgen ihrem Rat und fahren auf der grottenschlechten Piste auf der wir gekommen sind zurück in Richtung Cochabamba. Wer weiß, wie schlecht die andere Straße wohl ist…
Das Frühstück ist wieder extrem lecker 😛 und nachdem uns Annemarie noch mit Lunchpaketen versorgt hat, verabschieden wir uns von den beiden.

Fazit: Rumi Kipu war die beste Unterkunft unserer Reise. Annemarie und Alfonso sind unglaublich herzlich und der Nationalpark bietet einzigartige Landschaften. Hier würden wir alle gerne noch bleiben bzw. wieder kommen!

Um 7.30 Uhr sind wir unterwegs und kämpfen uns erneut durch das staubige Flussbett.

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Die Sicht ist mitunter "unter Null"! 😣

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Diesmal sehen wir zumindest etwas von der Umgebung … trotzdem ….

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Desvio bleibt mein Unwort des Urlaubs!

Die erste Pause machen wir irgendwo (habe vergessen wo) zum Tanken, ein weiteres mal stoppen wir an einem Straßenstand, wo ein kleines Mädchen Keramik verkauft. 2 Erinnerungstassen (die gleichen hatte Annemarie) für den Kaffee zu Hause 😛 wandern in unser Auto – es sind nach einer Woche die ersten „Souvenirs“, die es gibt! 😄
In einem Hochtal machen wir Picknick und lassen uns Annemaries Lunchpakete schmecken! Die sind so reichhaltig, dass wir uns noch was davon für die Kaffeepause aufsparen!
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Unter uns liegt ein See, in dem wir die ersten Flamingos, Ibisse und Enten entdecken.

Nachmittags haben wir Mizque erreicht, wo wir Kaffee trinken und uns ein bisschen die Beine vertreten.
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Kleiner Park in Mizque

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Kirche von Mizque

Teil 2321. Apr. 2021

Ab hier wird die Straße zum Glück wieder besser!
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Auch heute fahren wir durch abwechslungsreiche Landschaften.

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Es gibt Berge in allen Formen und Farben, Hochebenen und Flusstäler...

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...glückliche freilaufende Schweine 😎 ...

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... gemischte Tierherden...

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... Lehmziegelhäuser, staubige Dörfer ...

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... kleine Kirchen ...

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... lustige Hunde, die an den Straße sitzen (wir haben bisher noch kein einziges totgefahrenes Tier gesehen!!!), und, und , und...

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Man muss sich nur zu helfen wissen! 😗

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Ein Kaktus ist schon mal einen Stopp wert!

Teil 2421. Apr. 2021

Obwohl es nicht langweilig wird, sind wir doch froh, als wir uns endlich Sucre nähern. Leider wird es schon wieder dunkel und wir kämpfen uns durch den recht lebhaften abendlichen Stadtverkehr. 🙁 Dank Maps.me erreichen wir ohne Zwischenfälle unsere Unterkunft, das Hostal Casarte Takubamba, das nur 4 Blocks vom Zentrum entfernt liegt.
Es ist ein verschachteltes Stadthaus mit einem kleinen Café – sie wollen eines unserer Autos dort parken…. 🙄 Das wollen wir definitiv nicht – wäre schade um das Ambiente, wenn unsere Dreckskiste da stehen würde. 🤢
Wir fahren die Autos also in einen nahegelegenen Hinterhof, wo sie gegen eine kleine Gebühr bis übermorgen bleiben können.
Wir bekommen zur Begrüßung noch einen Gutschein fürs Café 🙂 , dann bummeln wir noch durch das abendlich beleuchtete Sucre.
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Der erste Eindruck ist sehr positiv! Wunderschöne Kolonialbauten, Kirchen, Parks, Cafés und Restaurants.
Wir kehren in ein kleines Café am „Plaza 25 de Mayo“, dem Hauptplatz ein. Das Essen ist großartig, ich habe eine Tomatensuppe mit Avocado. 😛 Auch die anderen sind sehr zufrieden. Hier schmeckt auch ein gepflegter Drink! 😎
Später bummeln wir satt und zufrieden zurück in unser Hostal.

Fortsetzung folgt...

Teil 2524. Apr. 2021

Ein Tag in Boliviens weißer Stadt Sucre

Durch die verschachtelte Bauweise mit Innenhof und kleinem Garten, sind die Zimmer im Hostal Casarte Takubamba wunderbar ruhig. Unser Zimmer hat leider auch nur einen Blick hinunter ins Café, auch die Einrichtung ist bestenfalls zweckmäßig, dafür stört uns kein Lärm und wir haben eine erholsame Nacht.

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Da unten wollten sie allen Ernstes unser Auto parken!!! 🤢

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Zweckmäßige Einrichtung 😗

Gabi und Stefan sind von ihrem Zimmer total begeistert. Es liegt im oberen Stockwerk und hat einen Balkon mit Blick auf die Stadt.
Das Frühstücksbuffet ist im hinteren Teil des Gartens aufgebaut und so genießen wir wie immer frische Früchte, Saft, Kaffee und alles mögliche zum Essen in der warmen Morgensonne.

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Verschachteltes Hostal

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Hier wurde das Frühstücksbuffet aufgebaut 🙂

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Gemütlicher Garten im Hostal 😘

Wir wollen es heute ruhig angehen lassen. Jeder kann machen was er will, die Autos brauchen wir heute nicht. Schließlich wollen wir aber doch alle zunächst mal auf den Markt. Wir bummeln durch die Stadt, werfen einen Blick in eine von Sucres 20 Kirchen und tauchen dann ins bunte Markttreiben ein. 🙂
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Das Angebot ist riesig, von Obst, Gemüse, Fleisch, Nudeln, Brot , Gewürze, Korbwaren, ...ist alles dabei.

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Die Marktstände mit frisch gepresstem Fruchtsaft sind allseits beliebt!

Ich glaube es gibt allein 10 verschiedene Sorten Avocados und wir dürfen allerlei probieren. 😛 Dass wir gewarnt worden sind, wie leicht man sich in Bolivien eine Lebensmittelvergiftung einfangen kann, haben wir in dem Moment vergessen… 😗
Wir beschließen ein paar Vorräte einzukaufen – da macht der Markt dann gleich noch mehr Spaß!

Teil 2624. Apr. 2021

Vom Markt aus gelangen wir auf einen kleinen Platz
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und stürzen uns dort auf die Auslagen in diversen Pullover-, Decken-, Tischdecken und Schal“läden“. 😎 Die Muster sind so schön! Den restlichen Vormittag verbringen wir mit Stöbern und einkaufen – vor allem wir Damen sind in unserem Element und mehrere Pullis, Schals und Decken wandern in unser Gepäck! 😄 Nächstes Mal bringe ich eine leere Tasche mit!
Mario und Anna schlendern schließlich zurück zum Markt, um dort im oberen Stockwerk die Imbissstände zu testen. Wir anderen trauen uns nicht so ganz und wollen in einer Kneipe mit Saltenas versuchen – leider gibt es keinen Platz und so essen wir etwas nobler am Plaza de 25th Mayo, wo wir auf einem Aussichtsbalkon große Mengen Gemüse, Reis und Fleisch vertilgen.
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Der Balkon (Mitte) des Restaurants 😎

So macht Urlaub Spaß! 😛
Nach dem Essen bummeln wir noch ein bisschen durch die Straßen und genießen das Flair.
Rund um den Plaza de 25th Mayo:
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Portal der Kathedrale von Sucre

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Kathedrale

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Der Turm der Kathedrale ist geschmückt mit Apostelstatuen

Exkurs:
Sucre liegt auf 2800 m Höhe und ist die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens, allerdings hat hier nur der oberste Gerichtshof seinen Sitz, alle anderen Regierungsgebäude sind in La Paz.
Die Stadt mit ihren wunderschönen weißen Häusern wurde 1538 von den Spaniern gegründet und ist seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe. Sucre hat rund 240.000 Einwohner. 1623 wurde in Sucre eine der ersten Universitäten Südamerikas gegründet und neben den prächtigen Kolonialbauten, 20 Kirchen und schönen Plätzen gibt es viele kleine Cafés und gemütliche Kneipen.

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Teil 2724. Apr. 2021

Da heute Sonntag ist, haben alle Kirchen und Museen geschlossen… Pech gehabt, macht aber nichts, so müssen wir keine Sehenswürdigkeiten abhaken sondern können einfach nur genießen. Sucre ist wunderschön – hier würden wir es locker auch länger aushalten. Als uns die Taschen mit den Einkäufen zu schwer werden bummeln wir zurück zum Hostal, wo wir einen Kaffee trinken und ein bisschen im Garten relaxen. 😎
Spätnachmittags laufen wir durch die sonnenwarmen Straßen den Berg hinauf zum Plaza Anzures – ein Tipp von den Hostal-Betreibern.
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San Felipe de Neri

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Steil sind die Straßen hinauf nach La Recoleta

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Wir werden beobachtet 🙂
Hier oben liegt das ehemalige Kloster La Recoleta mit einem wunderschönen Arkadengang, der einen tollen Blick über die Stadt bietet.
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Nach weiteren Pulloverkäufen (die werden wir auf dem Altiplano noch gut gebrauchen können!), bummeln wir wieder in die Stadt hinunter.
Sucre ist der erste Ort, an dem wir auf eine nennenswerte Anzahl anderer Touris treffen – alles ist sehr entspannt und vor allem viele junge Leute sind unterwegs.

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Abends landen wir in der selben Kneipe wie gestern, das Essen war einfach sooo lecker. 😛 😛 Hinter den Tresen entdecken wir einen dicken Schmöker über die Vögel Boliviens. Den müssen wir haben! Das kiloschwere Ding wandert in unsere Tasche und fortan sind wir abends damit beschäftigt, zu versuchen die gesehenen Vögel zu bestimmen! 😗
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Im Hostal gönnen wir uns noch einen Drink im Café und spielen dann noch ein paar Runden Schafkopfen. Da wir nach den gemachten Erfahrungen ein bisschen Bammel vor dem morgigen Fahrtag (380km) haben, beschließen wir unterwegs zu frühstücken, damit wir ganz früh los können.

Fortsetzung folgt...

Teil 2827. Apr. 2021

Bolivien zündet ein Feuerwerk an Landschaften – 384 km nach Colchani

Die Vielfalt der Formen und Farben der bolivianischen Landschaften, die wir auf unserem Weg zum berühmten Salar de Uyuni durchqueren, wird uns heute verzaubern! 😘
Da wir heute früh los wollen, trinke wir um halb 7 nur einen schnellen Tee, holen Alt und Uralt aus der Garage und starten, bevor der morgendliche Verkehr in Sucre uns bremsen kann.

Fazit Sucre und Hostal Casarte Takubamba:
Sucre ist eine wunderschöne Stadt, mit entspannten Leuten und jeder Menge Möglichkeiten. Ein Tag ist viel zu kurz und wir würden auf alle Fälle wiederkommen um länger zu bleiben! 🙂
Das Hostal ist sehr einfach, dafür aber absolut zentral, ein bisschen alternativ und die Betreiber sind sehr freundlich. Eher was für den kleineren Geldbeutel. Wir würden wieder hierherkommen.


Morgens ist es noch ruhig und wir sind schnell aus Sucre heraus. Gegen 9 finden wir abseits der Straße ein trockenes Flussbett, die Sonne wärmt und die Landschaft ist zauberhaft, so dass wir für ein Frühstück anhalten. Die 2 Liter Thermoskannen und unser Reisewasserkocher erweisen sich einmal mehr als Segen – wir haben schon in Sucre Wasser gekocht und eingefüllt, so dass wir jetzt wahlweise Kaffee oder Tee genießen können!
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Die berühmte Bergarbeiterstadt Potosi – eigentlich ein „Muss“ für den Bolivienurlaub lassen wir aus Zeitgründen links liegen.
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Potosi muss leider auf uns verzichten 😉

Es geht immer höher hinauf, in Uralt macht sich der Geruch von altem Gummi breit und Lena hat wieder einmal das „Fußwärme-Wellnessprogramm“ inklusive.
Heute kommen wir erstmals über 4000 m! Wir sind alle ziemlich aufgeregt. Außer Mario und Lena, die schon mal in Nepal beim Trekking waren, ist es für uns eine Premiere!

Am Wegesrand entdeckt...
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Teil 2927. Apr. 2021

Die Landschaft wird immer noch schöner – ich liebe diese weiten und kargen Hochebenen. Wir sehen Lamas, Alpakas, Esel, Schafe, Ziegen und Schafe.
Wir halten immer wieder an um ein paar Fotos zu schießen:
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Ein weites Hochtal verschlägt uns allen fast die Sprache – es ist so schön! Die Bilder können das leider nicht wiedergeben. Zum Glück stört es hier niemanden, wenn man einfach an der Straße stehenbleibt. Wir machen eine Pause und entdecken in der grünen Niederung Andengänse und Ibisse. Es ist majestätisch!

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Teil 3027. Apr. 2021

Immer wieder wechseln Lamas über die Straße...
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Die Landschaftsbilder sind vielfältig...
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Im – wir taufen es so - Kakteental machen wir Picknick...
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und erfreuen ein paar Schweinchen mit Gemüseresten!

Es gibt viele verschiedene Kakteen...
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Teil 3127. Apr. 2021

Am Nachmittag sichten wir unsere ersten Vicunjas – die kleinen Wildkamele der Anden. 🙂
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Ein Wegweiser macht auf eine "Sehenswürdigkeit" aufmerksam - die entpuppt sich als kleiner Canyon!
Zeit um sich die Beine zu vertreten und ein paar Fotos zu machen:
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Schließlich nähern wir uns endgültig dem Salar de Uyuni - hinter einer Biegung können wir das "Salzmeer" erstmals in der Ferne erblicken. 😎
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Uyuni erreichen wir entspannt gegen 16 Uhr und so haben wir Zeit, bei den Marktständen Obst, Gemüse und Brot zu kaufen – 8 Leute essen ganz schön was weg! 😛
Noch schnell Alt und Uralt vollgetankt, dann fahren wir in Richtung Colchani, wo wir im Hotel Sal Luna Salada übernachten. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir da – der erste Eindruck ist nicht der Beste! 😵 Von außen ist alles staubig und eine Baustelle. 😣 Kaum haben wir aber die Rezeption gefunden, sind wir wie verzaubert. Das Hotel ist innen wunderschön! 😘 Es gibt viele Nischen mit Kaminfeuern und Sitzecken, bunte Kissen und bequeme Stühle.
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Rezeptionsbereich

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Gang zu den Zimmern - Die Sitzecken haben oft Blick hinauf auf den Salar, der im Abendlicht pastellfarben schimmert. Alles ist aus Salz, die Fußböden sind mit Salzsplit bedeckt! Toll!!!
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Teil 3227. Apr. 2021

Und weil es so schön ist 😘
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Stefan und Gabi bekommen ein Upgrade für ein riesiges Zimmer mit Top-Aussicht. Aber auch unser Zimmer ist sehr schön. Auf den Betten sind sogar Heizdecken! Es wird das letzte Mal sein, dass wir es so richtig schön warm haben!
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Unser Zimmer

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Mario und Anna machen noch einen Spaziergang, dann treffen wir uns alle in der Bar, wo wir einen Gratis-Willkommenscocktail genießen! 😎
Abends haben wir Plätze im Restaurant reserviert.

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Das Buffet ist reichhaltig und lecker. 😛 😛 Es gibt sehr viel verschiedenes Gemüse, Kochbananen, Salate, Suppen aber auch Fleisch. Wir können das erste mal Alpaka testen! Sehr schmackhaft!

Den restlichen Abend verbringen wir bei einer Runde Billard auf holprigen Tischen, Jonas und Lena testen den „Spa-Bereich“ mit einem Thermalbecken. Es ist eine der besten Unterkünfte der Reise!

Fortsetzung folgt...

Teil 3302. Mai 2021

Weiß soweit das Auge reicht! Über den Salar de Uyuni nach San Juan, 160km

Die Nacht im Salzhotel war richtig schön kuschelig warm! Morgens leuchtet der Salar im schönsten Morgenlicht. 😎
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Das Frühstücksbuffet ist super lecker: Säfte, Obst, Gebäck, Müsli und und und… 😛 Für die nächsten Tage stecken wir ein paar Coca-Blätter ein. Nur so zur Vorsicht. 😉 Bei Hilvert haben wir schon selbstgemachte Coca-Bonbons gekauft und seine Frau hat uns erklärt, wie man Coca-Blätter richtig kaut! Heute müssen wir nicht viele Höhenmeter überwinden. Wie das Hotel Sal Luna Salada liegt auch unser Ziel San Juan, südlich des Salar de Uyuni auf rund 3700m.

Fazit: Das Hotel Sal Luna Salada ist ein klarer Tipp! Einsam gelegen auf einer kleinen Anhöhe mit Blick über den Salar, gemütliche warme Zimmer, stilvolles Ambiente und sehr leckeres Essen!

Frohgemut treten wir in den frischen Morgen...

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Alt und Uralt warten auf uns...

aber was ist das?? Oh nein! Uralt hat einen Platten! 😣 Tja – wird nix mit einem frühen Start. Reifen wechseln ist angesagt! 😈 Da bin ich froh, dass Stefan und M. das gleich in die Hand nehmen. Auch ein bolivianischer Guide kommt uns zur Hilfe. 🙂 Wir sind ein bisschen unsicher, ob es eine gute Idee ist, mit dem Ersatzreifen über den Salar zu fahren, der Bolivianer meint aber, das ist kein Problem. Wir telefonieren mit Warren, dem Chef von Petita und er meint auch, es ist O.K. Wir sollen den Reifen in San Juan flicken lassen. Na dann…
Irgendwann ist der Reifen drauf und es kann losgehen. 😎

Exkurs: Der Salar de Uyuni ist mit rund 11.000 qkm der größte Salzsee der Erde. Geschätzte 10 Milliarden Tonnen Salz lagern hier. An der tiefstem Stelle soll die Salzschicht angeblich 200 m dick sein. Die reichen Industrienationen strecken bereits ihre gierigen Finger nach diesem Schatz aus. Das Lithium wird für Akkus für Handys und E-Autos benötigt. Entstanden ist der Salar vor rund 10.000 Jahren, als der Lago Tauca austrocknete und die Salzwüste zurückblieb. Inseln aus versteinerten Korallen erheben sich aus dem Salzmeer. Eine davon, die Isla Incahuasi ist unser Ziel.

Als wir ein Stück über den Salar gefahren sind, wird mir klar – für diese Landschaft fehlt mir jeglicher Vergleich.

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Endlose, weiße Weite, am Horizont einige Berge, die Ausmaße sind gefühlt gigantisch!

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Unser erster Stopp ist ein aufgegebenes Salzhotel.

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Hier finden sich auch ein Denkmal, das der Dakar-Rallye gewidmet ist, die seit 2009 in Südamerika stattfindet.

Wir spazieren durch die verlassenen Hotelräume...
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Schon ein bisschen spooky 😕

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... rund um das Hotel...

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Augestapelte Salzsteine!

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... und zu den bunten Fahnen die an die Ralley erinnern. Alles sehr bizarr.

Teil 3402. Mai 2021

Als wir weiterfahren, bemerken wir immer wieder wassergefüllte Löcher in der Straße, die ansonsten gut zu befahren ist. Da sollte man nicht hineinfahren. Groß ist die Gefahr mit dem Reifen einzubrechen und steckenzubleiben. Für ein Foto taugen die „Augen des Salar“ allerdings auf jeden Fall!
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Es ist nicht ganz einfach, auf der Piste zu bleiben. Wegweiser gibt es keine, alles ist blenden Weiß. Ohne Maps.me wäre das sicher schwieriger gewesen. So fahren wir – mal links, mal rechts neben der auf der Karte verzeichneten Piste in nordwestlicher Richtung. 😗 Am späteren Vormittag kommt die Isla Incahuasi in Sicht.
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Die Insel inmitten der Salzwüste ist unglaublich. Über und über bewachsen von Kakteen, dazwischen versteinerte Korallen. Vögel und Schmetterlinge leben hier – drumherum nichts als die endlose weiße Weite! 🤩 Vergleichbares habe ich noch nie gesehen. Die Zahl der Touristen hält sich in Grenzen. Es gibt ein paar Indigenas die Souvenirs verkaufen und ein kleines Restaurant samt Ticket-Büro. Nachdem wir bezahlt haben spazieren wir auf dem markierten Weg über die Insel, wobei wir gefühlt tausende Fotos schießen - vorsicht - Fotoalarm! 😗

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Die Kameras sind allerdings mit den extremen Kontrasten ziemlich gefordert. Die riesigen uralten Säulenkakteen finde ich unglaublich schön!

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Die Säulenkakteen Trichocereus (ich finde das klingt wie ein Dinosaurier!!! 🙂 ) sind bis zu 1200 Jahre alt!

Teil 3502. Mai 2021

Auf dem höchsten Punkt der Insel hat man einen guten Blick über den Salar!
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Wo ist hier Himmel und wo Erde?

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Mittags treffen wir uns zu einem leckeren Picknick.

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Bitte nicht am Picknickplatz...!

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Der Black Hooded Sierra Finch hofft auf Reste der Ananas...

Teil 3602. Mai 2021

Natürlich versuchen wir uns auch an den obligatorischen Spaßfotos – das ist gar nicht so einfach!

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So entstehen Spaßfotos!

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Erster Versuch...

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Gulliver bei den Lilliputanern 😎

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Tausche Pferd gegen Fuchs! 😗

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So sehen Adventurecars aus! 😎

Gegen 15 Uhr brechen wir auf in Richtung Süden, nach San Juan. Immer wieder halten wir um den Salar zu bewundern und Fotos zu machen:
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Am Rande des Salars ist der Untergrund ganz schön schmierig und ich bin ein bisschen nervös – Uralt lässt uns diesmal aber nicht im Stich und so erreichen wir wieder festen Untergrund. 🙂 Die Piste ist grottig – Querrillen und Staub. 😣 So rumpeln wir in Richtung San Juan.

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Vicunjas am Wegesrand...

Kurz bevor wir das Dorf erreichen, es ist kurz vor 17 Uhr, spendieren wir noch einem gestrandeten Bolivianer Benzin für sein Motorrad, das dankbar angenommen wird. Das Dorf strahlt ein verlassenes Mexiko-Westernflair aus. 😉 Wir finden unsere Unterkunft – graue Mauern, kein Hinweis. Innen ist das Hostal Magia San Juan überraschend schön! 🙂
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Wir werden sehr freundlich empfangen und beziehen die einfach ausgestatteten Zimmer.
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Auf den Betten türmen sich gefühlt zehn Schichten Decken. M. und ich nehmen unsere Schlafsäcke mit.
Stefan, Mario, M. und ich machen uns auf die Suche nach jemandem, der unseren Reifen flickt. Wir klingeln an mehreren vielversprechend aussehenden Türen, stottern uns auf Spanisch durch 😮 und werden irgendwann zum Reifenflicker geschickt. Der entpuppt sich als zahnloser älterer Bolivianer, der gerade in Richtung Dorfkneipe unterwegs ist. 😕 Wir erklären ihm unser Problem und er nickt dazu. Wir verstehen das mal so, dass er bereit ist, unseren Reifen zu flicken. 😗 Wir vereinbaren noch, dass wir den Reifen um 8 Uhr am nächsten Morgen abholen werden. Ob das passt? Er nickt auf alle Fälle und rollt dann den Reifen, der ihm bis zur Hüfte reicht in seine „Werkstatt“. Dann schließt er ab und geht in die Kneipe… 😮
Wir werden sehen! 😉
Für den Abend haben wir Essen bestellt. Bis es soweit ist, gönnen wir uns ein Bierchen und spielen Karten. 😛 Im winzigen „Restaurant“ brennt ein Feuer im Kamin und auf dem Esstisch brennen Kerzen. Es ist sehr stimmungsvoll. 😘 Leider ist es auch sehr kalt – mit Woolpower Skiunterwäsche und Daunenjacke geht es aber.
Das Essen ist total lecker, ich habe aber nicht aufgeschrieben, was es gab.
Satt und zufrieden fallen wir schließlich in unsere Betten. Dank unserer warmen Schlafsäcke brauchen wir nicht alle Decken. 🙂 Wenn man alle auf dem Bett lässt, fühlt man sich als läge man unter einem Sack Zement, so schwer sind die Dinger!

Fortsetzung folgt...

Teil 3703. Mai 2021

Von San Juan in die Wüste und zu bunten Bergen

Früh morgens um 7 Uhr lassen wir uns ein leckeres Frühstück schmecken. 😛

Fazit: Hostal Magia San Juan: Die Unterkunft ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Siloli Wüste und zu einigen näher gelegenen Lagunen. Großen Komfort (z.B. Heizung) darf man nicht erwarten, die Betreiber sind aber sehr freundlich und das Essen ist richtig lecker und frisch gekocht! In San Juan bekommt man Benzin (Schwarzmarkt), kann Geld wechseln und ein paar Snacks gibt es im Kramerladen auch. Wir würden jederzeit wieder kommen.

Wir beladen die Autos und wollen los – denkste! 😈 Uralt springt nicht an! 😈 😈 O.K. Da war doch ein Überbrückungskabel…. Kurz mal an Alt gehängt …. Uralt knattert und spuckt, aber er läuft! 😕
Wir fahren zur „Werkstatt“ während Gabi und Stefan sich schon mal auf die Suche nach Benzin machen. Unser Reifen ist tatsächlich pünktlich fertig… vielleicht hat er ihn einfach aufgepumpt??!! 😕
Nein – er hält den restlichen Urlaub einwandfrei! 🙂 Wechseln müssen wir ihn leider selber, während uns der Chef grinsend zusieht! 😣

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Staubige Dorfstraße von San Juan 😎
Dann ist auch das geschafft und wir finden den Rest unserer Gruppe beim einzigen Kramerladen im Dorf. Hier gibt es Schwarzmarktbenzin, welches Stefan und M. mittels „Schlauch-Ansaugen“ in den Tank befördern. Bei der geschäftstüchtigen Inhaberin können wir ein paar Euro wechseln, Quinoa-Riegel kaufen und gegen Bezahlung auch noch mal schnell die Toilette benutzen. All-inklusive praktisch! 🤩

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Wo ist bei dem Hund wohl hinten und wo vorne?? Hauptsache er lebt noch! 😗

Wir sind zum Glück gerade fertig, als mehrere noble Jeeps, samt Guides und etliche Italiener im Laden einfallen. 🤨 Puhh so viel Aktion sind wir nicht mehr gewöhnt. Mittlerweile ist es auch schon 10 Uhr!!! 🙁 Wir ergreifen die Flucht.

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Nach einem kurzen Stopp bei der hübschen Adobe-Kirche fahren wir zunächst Richtung Süden und biegen dann ab Richtung Chile. Die Straße scheint auf der Karte die beste zu sein.

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Bald kommt der auf der Chilenisch-bolivianischen Grenze liegende 5869m hohe Vulkan Ollagüe in Sicht, der uns auf den nächsten Kilometern begleiten wird.
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Der Berg ist wunderschön und noch aktiv, wie man an den Rauchwolken erkennen kann. Ursprünglich wollten wir hier mal die Grenze überqueren und in Chile weiterfahren. Da der Grenzübertritt aber angeblich sehr langwierig ist, da sich die beiden Länder nicht wirklich grün sind, ich keine gesicherten Kenntnisse zwecks Benzinversorgung finden konnte und generell die Zeit etwas knapp ist, verwarfen wir die Idee jedoch wieder.

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Die bizarren, teilweise mit immergrünen Yaretas bewachsenen Felsen sind toll!

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Die immergrünen Yaretas wachsen nur wenige Millimeter pro Jahr!

Der Ollagüe schlägt uns in seinen Bann! Hier entsteht eines unserer Lieblingsfotos der Reise:
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Es ist kaum Verkehr und die Straße ist recht gut befahrbar, so dass wir flott vorwärtskommen. Als die Grenze schon fast in Sichtweite ist, biegen wir nach Süden ab. Auf die Wüste und die Lagunen freuen wir uns schon unglaublich!

Teil 3803. Mai 2021

Gegen Mittag erreichen wir die erste Lagune, die Laguna Chulluncani.
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Was man nicht alles für ein interessantes Foto tut... 😗

Kein Mensch ist hier unterwegs und wir machen am Ufer der Lagune mit Blick auf die ersten Flamingos und ein paar Enten ein kühles Picknick.
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Die bunten Berge erinnern ein bisschen an das isländische Landmannalaugar. Die Temperaturen ebenso… 😎
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Je nachdem, wo die Sonne steht und wo man selbst steht, leuchtet die Landschaft in den unterschiedlichsten Farben! 🤩

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Eine weitere wunderschöne Lagune, wir glauben es ist die Laguna de Pastos Grandes (angeschrieben ist hier nix!) 😗

Teil 3903. Mai 2021

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Letzter Blick auf die Lagune

Mitten in der Wüste bleiben wir schließlich stehen. Die Weite, Ruhe und Einsamkeit verschlägt uns wirklich die Sprache. Wer unwirtliche und raue Wüsten mag, der ist hier richtig! Es ist fantastisch!
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Am Nachmittag nähern wir uns dem Hotel Tayka el Desierto – wir fahren über eine Kuppe und da ist es:
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🤩 Wie ein Außenposten der Zivilisation – eine Raumstation auf dem Mars – unglaublich, wie es da mitten im Nichts vor uns liegt!

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Wir werden super freundlich empfangen und beziehen die großen Zimmer, die wiederum über große Stapel Decken verfügen.
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Strom wird über Solarzellen und kleine Windräder erzeugt. Nachts ist also eine Taschenlampe von Nöten. Im großzügigen Restaurant gibt es den ganzen Tag über kostenlosen Tee. 🙂

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Die Panoramafenster geben den Blick auf die einsame Wüste frei – wir lieben es! 😘

Teil 4003. Mai 2021

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Blick aus den Panoramafenstern! 😎

Nach dieser Stärkung erkunden wir noch etwas die Gegend. Im Schleichtempo 😗 – das Hotel liegt auf rund 4700 Höhenmetern!

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M. und ich spazieren zunächst auf einer Fahrspur entlang und beschließen dann, zwecks Aussicht noch einen wirklich kleinen Hügel zu besteigen.
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Um ehrlich zu sein… ich schaffe es nicht bis nach oben. 🤢 Total kurzatmig beschließe ich für mich, das die Aussicht von nicht ganz oben auch schön ist! 😗
Ich habe mich ein bisschen übernommen und als ich zurück im Hotel noch ein Sundowner-Bier trinke muss ich das so richtig büßen. Mir ist übel und Kopfweh habe ich auch. Selbst schuld. 🤢 Mir fällt ein, irgendwo gelesen zu haben, dass Alkohol in großen Höhen nicht gut verträglich ist. 😣 So kommt es, dass unsere letzten Bierchen bis nach La Paz weiterfahren, wo wir sie Lewis und seinem Kumpel schenken, die die Autos in Empfang nehmen.
Zum Glück lässt sich die Übelkeit mit ein paar Runden Schafkopfen vertreiben. 😗
Das Abendessen ist im Preis inbegriffen und wir sind total begeistert. Die Leute hier geben sich unglaublich viel Mühe! Alles ist liebevoll angerichtet und es gibt mehrere Gänge. 😛
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Damit es ein bisschen wärmer ist, stehen gasbetriebene Heizstrahler im Restaurant, so dass man es auch ohne Daunenjacke aushalten kann. Die Ober sind schick angezogen und die Speisekarte ist schön gestaltet. Das hätten wir hier nicht erwartet. In meinem Tagebuch habe ich über das Essen geschrieben: Das Beste bisher!! 😛 😛
Hundemüde von den Eindrücken und vermutlich auch wegen der Höhe fallen wir schon um 9 Uhr ins Bett. Wir freuen uns unglaublich auf den morgigen Tag, wenn wir nach Süden ins Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa fahren wollen. 🙂

Fortsetzung folgt...

Teil 4104. Mai 2021

Uralt im Streik und Farbenrausch an der Laguna Colorada, 105km

Nach einer kalten Nacht treffen wir alle mehr oder weniger gerädert beim Frühstück ein. 😣 Kopfweh, ein bisschen übel – nichts, was man nicht aushalten könnte. Gabi und ich trinken nur Tee und stecken uns für später einen Apfel ein.
Heute wollen wir einen Tagesausflug ins Reserva Eduardo Abaroa machen. Wäre da nicht… 😈
Uralt! 😈 😈 Er streikt mal wieder und will nicht anspringen. Na, das kennen wir ja schon. 😗 Das Überbrücken funktioniert und wir fahren los in Richtung Laguna Colorada. Wir sind noch nicht weit gekommen, da „explodiert“ quasi die Temperaturanzeige! 😮 M. bremst, Stefan ebenso und die Männer öffnen Uralts Kühlerhaube. Aus dem Kühler spritzt ihnen heißes Wasser in dampfenden Fontänen entgegen 😠 – und ich dachte, die heißen Quellen sind viel weiter im Süden!
Wir füllen Wasser aus unseren diversen Reserve-Wasserflaschen mit Brauchwasser ein und fahren zurück zum Hotel.
Ich versuche Warren über Whatsapp anzurufen – an der Rezeption gibt es leidliches Internet. Richtig hilfsbereit erscheint er mir nicht, meint nur wir müssten halt versuchen es zu reparieren!!?? 😈
Wie wäre es mit einem Ersatzauto?? 😗 Keine Chance- hier schon gar nicht! 🙁
Zum Glück eilt uns ein bolivianischer Guide zu Hilfe, findet einen Riss im Kühler und meint, das kann er reparieren. 🙂
Er organisiert in der Küche Wasser, Paprikapulver und Teebeutel 😕 und macht sich ans Werk. Stefan und M. helfen nach Kräften mit und nach gefühlt Stunden meint der Bolivianer, das passt. Er füllt Wasser nach und als er unsere zweifelnden Blicke sieht meint er, das macht man hier so und das hält mindestens eine Woche!!! O.K. Gewusst wie! 😎
Wir bedanken uns herzlich und geben ihm ein fettes Trinkgeld, welches er gerne entgegennimmt.
So ganz trauen wir dem Frieden aber nicht und beschließen uns für heute alle 8 in Alt zu quetschen – der hat noch eine Behelfsrückbank und das Jungvolk meint, es macht ihnen nichts aus sich da reinzuquetschen…. Na dann! Auf zur Laguna Colorada. 😎
Vom Hotel in Richtung Süden führt eine mehrspurige Piste – jeder Jeep fährt geradeso wie es ihm gefällt. Für die spärliche Vegetation ist das Gift. Gut, dass nicht wirklich viel los ist. Ab und zu rauscht ein vollbeladener Touristenjeep in hohem Tempo irgendwo vorbei, von weitem schon an der Staubfahne zu erkennen. Ansonsten – Einsamkeit!
Trotz der grottigen Piste – noch nie war ich auf schlimmeren Straßen unterwegs!!! - und der Enge im Auto ist die Stimmung bestens. Nach einer Stunde haben wir die bizarren Felsformationen rund um den „Arból de Piedra“ in der Siloli-Wüste erreicht.
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Der steinerne Baum ist rund 7 Meter hoch und besteht aus vulkanischem Gestein. Wind und Erosion haben die Gebilde entstehen lassen.
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Eine gute Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang und einen Kaffee bzw. Tee bzw. Heiße Zitrone aus der Thermoskanne.

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Nach weiteren 45 Minuten Gerüttel – das Jungvolk auf dem Notsitz läuft ständig Gefahr, mit dem Kopf die Jeepdecke zu durcbrechen 😣 – sehen wir die berühmte Laguna Colorada vor uns. 🤩

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Noch gibt sie sich unscheinbar und liegt blaugrau vor uns.
In einem kleinen Büro zahlen wir bei ein paar Frauen den horrenden Eintritt von umgerechnet 20€ pro Person… Naja – wenns denn dem Naturschutz dient! 🙂
Dann können wir endlich zur Lagune.

Exkurs: Die Laguna Colorada liegt auf einer Höhe von 4278 Metern. Sie hat eine Fläche von 60qkm und misst an der tiefsten Stelle 1,5 Meter. Die rote Farbe stammt von Mineralien und Algen, die Boraxinseln leuchten in strahlendem Weiß.

Wir spazieren zum Ufer – es ist ein magischer Ort! Je nach Standort und Sonneneinstrahlung wechselt die Farbe zwischen rot, blau, grau und weiß, wobei die Rottöne unterschiedlicher nicht sein könnten – auf den Bildern ist das recht gut zu erkennen.

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Es gibt Flamingos...

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...Lamas ...
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Nein! Ich will nicht gestreichelt werden!!! 😄

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... Alpakas ...

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... Vicunjas...

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... und gut getarnte Hühnervögel, vermutlich aus der Gruppe der Tinamous - genauer können wir es trotz unseres Vogelbuches nicht bestimmen.

Teil 4204. Mai 2021

In diesem Teil gibt es sehr sehr sehr viele Bilder - ich konnte mich einfach nicht entscheiden - und die Lichtstimmung und damit auch die Farben wechselten andauernd... 😉

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Wir schleppen unsere Vorräte zum Ufer und machen erstmal ein ausgiebiges Picknick, bei dem die Kameras schon heißlaufen. Die Stimmung wechselt unglaublich schnell! Am Nachmittag spazieren wir am Ufer entlang, fahren ein Stück in Richtung Süden, sonnen uns im Windschatten der Grasbüschel und genießen jeder auf seine Art den Zauber des Ortes. Worte können das ohnehin nicht beschreiben, deshalb kommt jetzt eine größere Menge Fotos:

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Teil 4304. Mai 2021

Noch mehr Laguna Colorada... 😗

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Und ein paar Flamingos...
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Teil 4404. Mai 2021

Ein paar gehen schon noch!!!! 😛

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Bald ist Schluss! 😗

Teil 4504. Mai 2021

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Auch der Blick in die andere Richtung ist schön 😎
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Wir werden beobachtet!

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Alpakas sind echt ulkig... kenne kein anderes Tier das so dämlich schauen kann - naja, vielleicht Giraffen! 😄

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Wir sind uns alle einig, dass es keinen Sinn macht, noch weiter Richtung Geysire und Laguna Verde zu fahren. Die Pisten sind einfach zu schlecht!
Die Rückfahrt ist wiederum grässliches Gerüttel 😣 – rund 2 Stunden für 50 km und wir sind ziemlich platt, als wir gegen 16.30 Uhr zurück im Hotel sind. Nachdem wir ein bisschen Ausgeruht haben, genießen wir im Restaurant einen heißen Tee, schreiben Tagebuch, schmökern im Vogelbuch, spielen Karten und lesen. 🙂 Schließlich bewundern wir den Sonnenuntergang und erfreuen uns am gleichzeitigen Mondaufgang.
Das Abendmenü heute ist genauso lecker wie gestern 😛 und als es uns zu kalt wird verschwinden wir recht schnell unter zentnerweise Decken ins Bett.

Fortsetzung folgt...

Teil 4609. Mai 2021

Uralt im Dauerstreik und Farbenrausch die Zweite - 160km

Heute ist unsere Zeit in der bunten Wüste und im Hotel Tayka vorbei und wir müssen uns zurück auf den Weg nach Norden machen. 🙁

Fazit Hotel Tayka: Uns hat das Hotel sehr gut gefallen. Die Ausstattung ist allerdings sehr einfach, die Duschen vor allem morgens nicht wirklich heiß. Das Essen war außergewöhnlich gut und die Tatsache, dass das verdiente Geld direkt den Indigenas zu Gute kommt finde ich ein großes Plus. Die Betreiber sind sehr nett und hilfsbereit und die Lage ist absolut einzigartig!!!
Auch für einen Tagesausflug zur Laguna Colorada ist das Hotel ein sehr guter Ausganspunkt. Die Höhe hat uns ein wenig zu schaffen gemacht, insgesamt war es aber in Ordnung, es geht halt alles sehr sehr langsam.


Wir wollen also in Richtung Norden – wäre da nicht – Uralt. 🙁 Das Auto befindet sich scheinbar im Dauerstreik… 😈 Also Kühlerhaube auf – oh nein – diesmal ist der gesamte Kühler zum Eisblock gefroren 😈 😈 … Hmmm da hätten wir vielleicht mal drauf kommen können, das Wasser ohne Frostschutz in dieser Höhe nicht gut für das Auto ist. 😕
Na dann… Stefan und M. sind ja schon geübte Autobastler und auch zwei Bolivianer eilen ihnen sogleich zu Hilfe. 🙂 Die Hilfsbereitschaft hier ist wirklich großartig! Mittels jeder Menge heißem Wasser aus der Küche wird der Kühler nach und nach aufgetaut. Das dauert rund 2 Stunden. 😮 Zum Glück zeigt sich nach dem Auffüllen mit Wasser, dass die Paprika – Tee – Reparatur gehalten hat. Der Riss ist noch dicht und es ist zum Glück kein weiterer Schaden entstanden. Mit Starthilfe seines Kumpels Alt springt Uralt schließlich an.
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Diesen vertrauenerweckenden Sauerstoffspender entdecken wir an der Rezeption! 🤨
Während sich also die Männer zum wiederholten Male die Hände schmutzig machen, telefonieren Gabi und ich mit Warren. Tja… insgesamt ist das eher unerfreulich, am frechsten ist seine Bemerkung, wenn uns die Bastelei stört hätten wir eben ein Auto mit Guide mieten sollen 😠 … ich verweise auf den hohen Mietpreis, den wir für die Autos bezahlt haben. 😠 😠 Auch wenn man ein altes Auto mietet sollte man doch erwarten können, dass es nicht dauernd Macken macht… Schließlich einigen wir uns darauf, dass wir am übernächsten Tag wieder nach Uyuni fahren und dort den Kühler reparieren lassen sollen. 😣 Warren will uns noch die Koordinaten schicken, was er auch macht… Mehr dazu im nächsten Teil.

Irgendwann sind wir – alle ein bisschen entnervt – abfahrbereit. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da haben wir den Ärger schon vergessen – die Landschaft ist einfach zu schön! 😎
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Wüste, bunte Berge und Vulkane, dazu eine Weite, die ihresgleichen sucht. Wir nehmen zunächst eine Alternativroute und es dauert nicht lange, da liegt die erste Lagune vor uns.

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Stehenbleiben, schauen und staunen…

Teil 4709. Mai 2021

Ob die Flamingos so eng stehen weil sie sonst festfrieren? Keine Ahnung! 😗
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Am späten Vormittag erreichen wir die bekannte Laguna Hedionda. Es verschlägt uns fast dem Atem. Die Natur hat wieder mal ihre gesamte Farbpalette ausgepackt und zaubert die schönsten Eindrücke.
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Hier gibt es einen Parkplatz und ein paar provisorische Bänke. Wir machen uns Kaffee und Tee und beobachten die zahlreichen wunderschönen Flamingos, die majestätisch direkt vor unserer Nase auf- und abmarschieren.
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Teil 4809. Mai 2021

Bei der Weiterfahrt sehen wir mehrere Vicunjas
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Nach grauenhaften Rüttelpisten und gefühlt zentnerweise Staub erreichen wir die etwas bessere „Hauptstraße“, die uns erneut am Ollagüe vorbeiführt, wo wir anhalten und ein Picknick veranstalten.
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Die Straßen bleiben ziemlich grottig. Wenigstens gibt es zahlreiche dekorative Lamas:

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Um halb 4 erreichen wir das Tayka Hotel de Piedra. Wir sind nur noch auf rund 3700 Metern Höhe und als wir aussteigen ist es deutlich wärmer. Auch dieses Tayka Hotel ist sehr stilvoll. Es liegt oberhalb des Städchens San Piedro de Querma und man kann schön spazieren gehen und die Ruinen des vor 200 Jahren verlassenen alten San Piedro de Querma besichtigen.

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Hotel Tayka de Piedro

Teil 4909. Mai 2021

Vorher wollen wir noch etwas zu trinken und später spazieren zu gehen. Oh làlà… auf der Karte gibt es Kaffee con leche! 😛 Milchkaffee hatte ich schon ewig nicht und bestelle selbigen enthusiastisch. 🤩 Schließlich kommen die Getränke und vor mir steht ein schwarzer Kaffee und – Milchpulver! 🤢 Ich frage nochmal nach, woraufhin mich die Kellnerin anschaut als wäre ich leicht debil. Sie deutet auf meinen Kaffee und sagt sehr langsam und sehr deutlich – Café!!!! Dann deutet sie auf das ekelige Milchpulver und sagt ebenso langsam und deutlich – Leche!!! und dann „Café con leche“, wobei sie andeutet, Milchpulver in den Kaffee zu geben. 😗
Ich trinke meinen Kaffee dann doch lieber schwarz! 😗
Wir machen noch einen schönen Spaziergang durch die Ruinen und zu einem kleinen Aussichtsturm.
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Tauben und andere Vögel wohnen zwischen den Ruinen, die Ausblicke sind hübsch und die Sonne wärmt angenehm.

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Das neue San Piedro

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Mario und Anna unsere Sportler entdecken noch eine kleine Schlucht, die auch sehr schön sein soll.

Abends gibt es wieder ein richtig leckeres 3-Gänge-Menue. 😛 Extra für die Touristen wird im großen Kamin ein Feuer entzündet. 🤩 Gabi und Lena setzen sich gleich direkt davor – die beiden frieren ständig… Leider währt die Freude nur kurz, da es kein Holz zum Nachlegen gibt, ist das Feuer bald wieder aus. 😗 Wir vertreiben uns die Zeit noch ein bisschen mit Schafkopfen. Bevor wir ins Bett gehen lassen wir noch das Wasser aus Uralts Kühler. Nicht dass wir morgen wieder einen Eisblock vorfinden. 😎

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Und noch ein Blick in unsere einfachen Zimmer

Fortsetzung folgt...

Teil 5010. Mai 2021

Es geht nach Norden – 320 km

Heute morgen frühstücken wir erst um halb 8. Zeit für eine gemütliche Dusche – leider ist das Wasser ziemlich ungemütlich kalt. 😣 Was solls – dann eben nur Katzenwäsche! 😗
Wir füllen Wasser in Uralts Kühler und – oh Wunder – er springt an! 🤩 🤩 Scheint heute seinen guten Tag zu haben. Das ist auch gut so – wir müssen einen Riesenumweg über Uyuni fahren und dort die Werkstatt aufsuchen. Insgesamt haben wir mehr als 300km vor uns! 🙁 Besser wir sind vor 12 Uhr in Uyuni – immerhin ist heute Samstag und man weiß ja nie! 😕
Wir starten also zügig und machen nicht mal eine Kaffeepause.
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Unterwegs wie immer schöne Landschaften, Mountain Caracaras, Vicunjas, Esel, Lamas und sogar ein Andenfuchs.
Tatsächlich schaffen wir es, um Punkt 11 Uhr bei der Werkstatt unseres Vertrauens vorzufahren. 😎 Der Chef ist Engländer und begrüßt uns wenig enthusiastisch. 😮 Er schaut zunächst mal grob, was Uralt so zu bieten hat… seine Miene ist skeptisch und er meint, Nummernschilder mit 3 Buchstaben gibt es in Bolivien schon ewig nicht mehr. AHA! 😠

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Er will/muss Kühler, Auspuffleitung und Schmutzfänger richten und Frostschutz auffüllen. Den müssen sie erst noch in Uyuni besorgen und Stefan und Mario fahren mit ihm los um das zu erledigen.
Wir machen uns einstweilen einen Tee und stellen uns auf längeres Warten ein. Um kurz vor 12 sind die drei zurück und unser Engländer meint, er macht jetzt erstmal eine ausgiebige Mittagspause! 😮 Wann denkt er denn, das Uralt fertig wird??? Nicht vor 6 Uhr Abends! 😮 Oh nein! Wir müssen noch durch den Salar de Uyuni und nach Tunupa – das Tayka Hotel ist schon bezahlt…. Ob er nicht bitte, bitte, bitte, nur ausnahmsweise…? 😐 Er brummt ungnädig vor sich hin, meint er sei schließlich extra nach Bolivien ausgewandert um nicht mehr so viel arbeiten zu müssen, verspricht aber schließlich, dass er bis 16 Uhr fertig sein will. Er meint, dann schaffen wir es noch nach Tunupa! Wir atmen erleichtert auf. 🙂

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Er empfiehlt uns noch einen kleinen Saltena- Laden und so spazieren wir nach Uyuni, finden den Laden und probieren zum ersten Mal die traditionellen bolivianischen Saltenas, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, die nur gut sind, wenn sie saftig sind (hat uns Mario Andrade am Anfang unserer Reise mit auf den Weg gegeben). Der Besitzer des Ladens, der winzig klein ist, ist sehr erfreut über so viele Gäste, schiebt schnell die zwei einzigen Tische zusammen, schickt den Sohnemann noch los um die gewünschten Getränke zu besorgen und macht sich dann im Nebenraum an die Zubereitung der Saltenas.

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Nette Katze im Saltena Laden 🙂

Ganz frisch zubereitet schmecken die ziemlich lecker. 😛 Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg in die Stadt um ein bisschen zu Bummeln und einzukaufen.

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Mittagspause auf dem Markt!

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Ein bisschen Obst und Gemüse geht aber immer!

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Ab 14 Uhr lungern immer ein paar von uns vor der Werkstatt herum, um unserern Engländer dezent daran zu erinnern, dass wir da sind. 😗 😗 Ab und zu hören wir englische Flüche… 🙄
Irgendwann setzen wir uns auf unsere 2 Campingstühle und den Gehsteig um Karten zu spielen… Gut das die Bolivianer nichts komisch zu finden scheinen! 😗

Teil 5110. Mai 2021

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Zwischenzeitlich kommen wir in Versuchung, das Auto zu tauschen! 😛

Tatsächlich ist Uralt um kurz nach 16 Uhr fertig – unser Mechaniker meint aber er könne nicht garantieren, wie lange der geschweißte Auspuff hält – eigentlich sei das Auto am Ende… Na dann! Good Luck! 😗
Zum Glück ist die Piste durch den Salar sehr gut zu befahren, so dass wir zügig vorankommen.
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Das Abendlicht ist wunderschön, viel Zeit zum Fotos machen bleibt leider nicht. Das Dorf Tunupa erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang.
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Der gleichnamige Vulkan leuchtet in schönstem Abendlicht! 🙂

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Das Hotel ist richtig toll!
Wir sind recht hungrig und so sitzen wir bald im Restaurant und lassen uns mit Majoransuppe, Lamafleisch und Quinoabällchen verwöhnen. 😛 Es schmeckt absolut lecker!
Da wir nicht genug kriegen können und es sowieso schon dunkel ist, spielen wir noch Schafkopfen 😗 und schreiben unsere Reisenotizen.
Heute übernachten wir wieder auf 3900 Metern Höhe.

Fortsetzung folgt...

Teil 5213. Mai 2021

Das Ziel immer vor Augen – auf zum Sajama – 450km

Vor dem heutigen Tag haben wir, aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen einen Heidenrespekt! Wir rechnen damit, irgendwo unterwegs zu übernachten, sollten wir es zeitlich nicht schaffen.

Früh am Morgen nach dem Frühstück, die erste positive Überraschung – auch heute springt Uralt ohne Mucken an. 🤩 Ich mache noch die Scheiben sauber 😗 – man sieht schon fast nichts mehr vor lauter Dreck 😣 , dann geht es auch schon los. Wir wollen die besten Straßen nehmen und fahren zunächst die einzige mögliche Straße nach Norden, in Richtung Salinas de Garci-Mendoza. Wir gewöhnen uns langsam daran, durch die jeden Tag aufs neue wunderschöne Landschaft zu fahren.
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Leider haben wir gar keine Zeit, die Umgebung des Tunupa richtig zu genießen und zu erkunden… Umwege sind heute tabu! 🙁 Wir rumpeln also auf Schotterstraßen Richtung Norden und erreichen nach etwa einer Stunde die kleine Ortschaft samt Tankstelle.

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Während die Autos vollgetankt werden, schlendern wir ein bisschen herum und bewundern das Indigena-Lama-Denkmal.
Kurz hinter dem Dorf wird die Schotterpiste – wir können es kaum fassen – zur Teerstraße! 🤩 Wider Erwarten kommen wir plötzlich zügig voran. 😎

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Ab und zu halten wir an, um Lamas, Vicunjas, Caracaras und Falken zu beobachten und die gigantischen Weiten zu würdigen.
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Bei Tambo Tambilio machen wir einen Mini-Abstecher und besichtigen einen Meteoritenkrater – ganz nett. 🙂
Nachdem die Straße weiterhin gut ist, nehmen wir die Strecke westlich am Lago Poopó vorbei, so sparen wir etliche Kilometer und müssen nicht bis Oruro.

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Mittags erspähen wir schon den mit 6542 Metern höchsten Berg Boliviens, den Sajama am Horizont! 😎

Wir picknicken in absoluter Einsamkeit. Da wir heute so gut in der Zeit sind, bemühen wir erstmals einen unserer Campingtische – die sind noch eingeschweißt und müssen erst zusammengebaut werden. Da wir nur 2 Stühle für 8 Leute haben gibt es einen Stehimbiss – wenigstens werden so aber die Sachen nicht voller Staub!

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Majestätisch - der Sajama

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Wunderschön und robust - die Yaretas

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Beine vertreten

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Das Ziel vor Augen!

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Teil 5313. Mai 2021

Nachmittags vetreiben wir uns die Zeit damit, uns über die bolivianischen „Tier-Warnschilder“ zu amüsieren 😎 – mal sehen wie viele verschiedene wir entdecken können…
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Ob die alle handgemalt sind??? 😄
Auf alle Fälle ziemlich kreativ, wie wir finden! 🙂

Teil 5413. Mai 2021

Bei Jankho Kala biegen wir auf die 12er in Richtung West-Nordwest, bei Turco schließlich auf die 27, die zum Sajama Nationalpark führt. Wir sind noch ca. 40 km vor dem Ziel und überqueren gerade ein ausgedehntes Flussbett.
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Plötzlich sehe ich dort unten jemanden mit beiden Armen winken... 😕
Ich glaube da braucht jemand Hilfe!!

M. bremst und dreht um, auch Stefan und Gabi folgen. Als wir das Flussbett erreichen kommt uns schon ein recht verzweifelt wirkender junger Mann entgegen. Ein Franzose mit seiner Frau und dem 5jährigen Sohn haben sich mit ihrem Pickup-Camper hoffnungslos im weichen Sand des Ufers festgefahren. 😈 Der Franzose hat bereits große Löcher an allen 4 Reifen gegraben und ein Bolivianer steht mit seinem Jeep bereit um ihn herauszuziehen, hat es aber augenscheinlich alleine nicht geschafft. Trotzdem sitzt er stoisch in seinem Auto und wartet auf weitere Hilfe! 😉
O.K. Das kriegen wir schon hin – während die Männer mit vereinten Kräften die weitergraben und Schmutzfangmatten unter die Reifen schieben, anschließend Alt und den bolivianischen Jeep vorspannen und es so schaffen, den Camper wieder flott zu kriegen, trinken wir Frauen gemütlich Kaffee und unterhalten uns mit der Französin. Sie schimpft wie ein Rohrspatz über ihren Mann, beruhigt sich aber als sie sieht, dass die Männer gut vorankommen und erzählt uns einiges über ihre Abenteuer – 2 Jahre sind die 3 in Südamerika unterwegs – beneidenswert! 🤩
Wir wollen uns gerade auf den Weg machen – nach zahlreichem Schulterklopfen, einem kühlen Bierchen für die Männer und noch ein bisschen Ratsch, da fällt mein Blick auf Uralt, der unbeteiligt daneben stand – oh nein!!! 😈 😈
Bei unserem Auto läuft irgendwas aus!!! 😈 😈 😈
Waaaas???
Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ein Blick unter die Motorhaube zeigt, dass der Kühler praktisch leer ist. Shit! 😠 Kann es wirklich Zufall sein, das der soeben gerettete Franzose Hobbymechaniker ist??? Er bietet uns sofort seine Hilfe an und findet das Problem – ein Schlauch hat ein Loch. Mit Hilfe eines Stückes von unserem Benzinschlauch, der zum Reservekanister auf dem Dach gehört, repariert er unser Auto! 🤩 🤩 Wie viel Glück kann man eigentlich haben?? Dabei zieht sich der Arme auch noch eine Brandwunde zu, 🙁 da Uralts Motorblock noch ziemlich heiß ist… Wenigstens kommt so Stefans 1. Hilfe Set mal zum Einsatz! 😐
Auf alle Fälle sind wir richtig froh, genau wie die Franzosen und nach weiterem Schulterklopfen machen wir uns auf den Weg, während die Familie beschließt am Flussufer zu übernachten!
Wir erreichen am Spätnachmittag die Zufahrt nach Sajama und in den Nationalpark, wo wir den Eintritt bezahlen. Dort warten 2 vollbepackte Indigenas auf eine Mitfahrgelegenheit. Klar könnt ihr mitfahren. Wir rutschen zusammen und die beiden quetschen sich dazu – Platz ist auch im engsten Auto. 😉
Wir sind nur noch rund 4 km vor dem Ziel, da „würgt“ plötzlich Uralts Motor, dann… Stille. 🙁 🙁 🙁
Nichts geht mehr.
Uralt rollt aus und wir stehen.
O.K. Inzwischen sind wir Kummer gewöhnt. 😣
Keiner regt sich auf. Unsere Mitfahrerin quetscht sich auch noch mit in Alt, dann fahren die anderen Voraus um Hilfe zu organisieren. Anna, Mario, M. und ich machen uns mit dem restlichen heißen Wasser zwei Tassen „Heiße Zitrone“. 😛
Der Sajama beherrscht die Szenerie! 😎
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Wir genießen den Blick auf eine Alpakaherde im Abendlicht.
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Die Viecher beäugen uns misstrauisch, was Mario auf die Idee bringt, sie streicheln zu wollen. 😄 Gesagt getan. 🤪

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Er steigt, mit Keksen bewaffnet aus und nähert sich den Alpakas mit forschem Schritt. 😄
Die sind eher skeptisch und wollen weder gestreichelt werden, noch Kekse fressen…

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Mario wirft ihnen die verschmähten Gaben zu und trifft eines der Alpakas am Hals. 🙄
Wir lachen uns im Auto halb tot! 😄 😄
Irgendwann gibt Mario auf und kehrt zu uns zurück. Kurz darauf nähert sich eine Staubfahne in Gestalt eines Jeeps. Stefan hat wiedermal einen der stets hilfsbereiten Guides aufgetrieben und wir werden kurzerhand abgeschleppt. 😎

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Als wir Sajama(Dorf) erreichen, glüht der gleichnamige Berg im letzten Abendlicht.
Uns erwartet eine unerfreuliche Überraschung. 😮 Die anderen haben es noch nicht geschafft unsere Zimmerschlüssel zu organisieren und sind etwas verzweifelt. 😠 Ich krame den spanischen Email-Verkehr mit dem Hostal Sajama aus dem Rucksack und klingle energisch an der Tür. Die öffnet sich einen Spaltbreit und ich halte dem Mann den Wisch unter die Nase. Zum Glück kann er lesen – Begeisterung sieht allerdings anders aus. Scheinbar gibt es zu wenige Zimmer. O.K. Eine Lösung wird sich schon finden lassen. Schließlich bekommen wir zwei „gute“ Zimmer, während Mario, Anna, M. und ich über Hühnerleitern zu zwei Zimmer in einem Nebengebäude gelangen. Sechs Betten stehen eng nebeneinander, sonst nichts. Handtücher gibt es keine, geschweige denn warmes Wasser. 😣 Durch die Fenster zieht es wie Hechtsuppe. 😠 Mir schwant, dass hier sonst wahrscheinlich die armen Guides schlafen müssen. Gemütlich ist jedenfalls anders, aber eine andere Wahl haben wir nicht, da es inzwischen dunkel ist. Auf meine Frage nach warmen Wasser zeigt uns der Angestellte einen Boiler mit einem Gashahn, den er kurzerhand aufdreht. Als wir mit dem Gepäck zurückkommen, stinkt es im ganzen Obergeschoss nach Gas! 🤢 🤢 Oh mein Gott!!!! Wir drehen sofort den Hahn zu und reißen alle Fenster auf!!! Der Angestellte meint das ist normal und kein Problem!!! 😈 😈 😈
Während wir uns solchermaßen herumärgern, erklärt sich der nette Guide bereit, sich Uralt mal anzuschauen. Blitzschnell hat er das Problem gefunden. Der Benzinfilter ist total verstopft! 😮 Bevor wir uns dieses Problems annehmen, wollen wir aber erstmal schauen, ob wir noch was zum Essen ergattern können. Das wenigstens geht, auch wenn es eher mittelmäßig schmeckt – der Hunger treibt die Suppe, Spagettipampe und ein abgepacktes Schokotörtchen rein! Erst der heiße Tee erweckt unsere Lebensgeister wieder. Hier ist es so kalt, dass wir alle, auch die große Gruppe Italiener am Nebentisch mit dicken Daunenjacken und Mützen beim Abendessen sitzen. Nach dem Essen machen sich Stefan, M. und der hilfsbereite Guide daran, mit Stirnlampen bewaffnet den Benzinfilter auszubauen und zu reinigen – die Armen basteln fast 2 Stunden herum, schließlich zeigt der Guide den „Daumen hoch“ und erhält diesmal ein extra fettes Trinkgeld! 🙂
In unserem Zimmer bin ich trotz Schlafsack und diverser Decken ein Eisklumpen 😣 – wenigstens der Gasgestank hat sich aber verzogen. Wir beschließen allerdings, lieber auf warmes Wasser zu verzichten, als den unfreiwilligen Gastod zu finden. 😗 Hurra!!! Hier haben wir für 3 Nächte reserviert! 😠 Bisher die schlechteste Unterkunft der gesamten Reise. Irgendwann wird es aber dank Schlafsack doch warm und wir schlafen ein.

Fortsetzung folgt...

Teil 5518. Mai 2021

Sajama Nationalpark – vom Quenua Wald zu den heißen Quellen - 65km

Das Aufstehen heute ist grausig… es ist einfach nur eiskalt! 😣 Schnelle Katzenwäsche, warm anziehen und runter zum wenig einladenden Frühstück. Porridge mit Karamellcreme und Bananen, labbriges Brot… 🤢
Nach dem Frühstück dann zur Abwechslung eine nette Überraschung: Uralt springt trotz der Kälte gleich an! Wir wollen es heute gemütlich angehen lassen und den Sajama Nationalpark erkunden. 😎

Exkurs Sajama Nationalpark:
Das gut 80.000 Hektar große Gebiet wurde zunächst 1939 zum Naturschutzgebiet erklärt und 1945 in einen Nationalpark umgewandelt. Damit ist Sajama der älteste Nationalpark des Landes. Der erste deutsche Nationalpark wurde erst 1970 gegründet! Zentrum des Parks ist der 6542 Meter hohe Nevado Sajama, der höchste Berg Boliviens und einer der höchsten Vulkane der Welt. Bis auf eine Höhe von 5000 Metern ist der vor 25.000 Jahren erloschene Vulkan mit Quenua-Bäumen bewachsen. Sie sind der höchstgelegene Wald Boliviens. Zudem gibt es heiße Quellen, Lagunen und das Tal der Geysire.


Die wunderschöne Landschaft, die wir durchfahren wärmt unsere Seele und die Sonne den Rest von uns. Wir wollen zunächst versuchen, andere Zimmer zu organisieren. Tomarapi im Nordosten des Parks ist unser Ziel. Dort angekommen werden wir vom zahmen Alpaka Tigo begrüßt.
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Endlich ein Alpaka zum Streicheln!!! 😘

Mit Hilfe eines netten Franzosen, der per Fahrrad durch Bolivien fährt, und der uns beim Übersetzen hilft, können wir zwar nicht für heute, dafür aber für morgen noch Zimmer im hiesigen Eco-Hotel bekommen. 🙂
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Vorne die rosa Häuser gehören zum Eco-Hotel, hinten der Sajama

Gegen ein kleines Entgelt können wir die malerische Adobekirche besichtigen.
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Das Dach ist mit Schilf gedeckt und innen gibt es wunderschöne Malereien.

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Nachdem wir ein bisschen herumgebummelt sind – außer der Kirche, der Herberge und ein paar Häusern gibt es hier nichts – fahren wir zurück in Richtung Sajama.

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Teil 5618. Mai 2021

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An der Laguna Huayna Khota, die bis auf ein paar Bläßhühner, Enten und ferne Flamingos vogelleer ist, treffen wir den Franzosen wieder. Wir laden ihn zu einem Kaffee ein und ratschen, am Ufer der Lagune sitzend ein bisschen. Unglaublich, was manche Leute so machen! Neun Monate ist er – nachdem er sich mit seiner Freundin zerstritten hat – allein mit dem Fahrrad unterwegs. Also für mich wäre das nichts!
Unser nächstes Ziel ist der berühmte Quenua-Wald, der fast überall bereits dem menschlichen Rodungseifer zum Opfer gefallen ist. Hier gibt es noch einen solchen Wald. Die Bäume heißen eigentlich Polylepis und gehören zu den Rosengewächsen. Sie bilden, wo sie noch übrig sind in den Anden die natürliche Baumgrenze und wachsen bis 5200m Höhe! Wir können uns alle für Bäume begeistern und verbringen den restlichen Vormittag mit spazieren gehen und fotografieren.
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Mario und Anna, unsere Sportler packen sich etwas zum Essen ein und brechen zu einer Wanderung auf. Sie wollen erst abends wieder zu uns stoßen.

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Es ist wunderbar einsam hier und die papierartige rote Rinde der Bäume fasziniert uns, ebenso wie ihr knorriger Wuchs. Toll sind auch die Zwillingsvulkane Parinacota (6348m) und Pomerape (6222m), die schon in Chile liegen.
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Parinacota (links) und Pomerape
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Der Parinacota ist ein echter Bilderbuchvulkan!

Als wir gerade unser Picknick auspacken erscheint wie aus dem Nichts(!) eine uralte Indigéna. Sie nickt uns freundlich zu uns setzt sich in unserer Nähe auf den Boden. Mit Händen und Füßen fragen wir zumindest nach ihrem Namen – wir verstehen „Rosahora“ und dass sie zahlreiche Kinder und Enkelkinder hat. 😄 Sie nimmt ihr buntes Tuch vom Rücken und breitet diverse Kräuter vor sich aus, zeigt auf dieses und jenes und nennt die Namen dazu – das nehmen wir zumindest an. Das Wort „Pachamama“ zumindest verstehen wir 😗 – gehen also davon aus, dass die Kräuter für die Erdgöttin bestimmt sind. Schade, dass wir uns nicht besser verständigen können. Während des gesamten Picknicks leistet sie uns Gesellschaft, außer einer Mandarine und einem Stück Schokolade will sie aber nichts. Nach dem Essen bereiten Gabi und ich auf einem Esbit-Kocher (wir legen noch ein paar trockene Zweiglein unter) einen echt italienischen Espresso 😛 😛 – das scheint sie sehr faszinierend zu finden – sie will den Kaffee allerdings nicht probieren. Erst als wir ihr einen Instant-Kaffee-Stick anbieten, lässt sie diesen blitzschnell in ihrer Schürzentasche verschwinden. 😄 Wir schenken ihr auch noch die restliche Schokolade für ihre Enkel und nach dieser netten Begegnung machen wir uns auf den Weg. Rosahora verschwindet genauso lautlos, wie sie gekommen ist.
Die Begegnung hat uns so fasziniert, dass wir nicht einmal gefragt haben, ob wir ein Foto machen dürfen… Aber Pachamamas fotografiert man lieber sowieso nicht! 😗

Teil 5718. Mai 2021

Wir wollen den Nachmittag an den heißen Quellen verbringen und so fahren wir zurück zum Hostal, wo wir den Abwasch erledigen …
Wir packen unsere Badezeug ein und machen uns auf den Weg nach Manasaya.

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Wir spazieren durch die malerische Landschaft ...
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Es gibt Andengänse...

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Und Ibisse...

Der Weg ist nicht weit und nach ca. 500m erreichen wir die kleine Badeanlage. Alles ist sehr gut gepflegt und im Eintrittspreis inklusive sind flauschige weiße Handtücher!!! Außer zwei Italienern ist kein Mensch da und wir lassen uns in den wunderbaren Becken so richtig durchwärmen, wobei wir den Blick auf den Sajama genießen! Eine der beiden Aufseherinnen fragt, ob wir etwas zu trinken wollen und bringt uns kurz darauf das bestellte Wasser an die Becken – Luxus!!!

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Teil 5818. Mai 2021

Es ist so schön und die zeit vergeht wie im Flug. Um halb 5 machen wir uns auf den Rückweg nach Sajama.

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Wunderschön... die Zwillingsvulkane!

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Ebenso, der Nevado Sajama

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Die frieren bestimmt nicht! 😗
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Suris (Andenstrauße im Abendlicht)
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Das Dorf Sajama
Wir fahren noch ein Stück in Richtung Süden, entscheiden uns dann aber doch, dass wir eigentlich keine Lust mehr haben und parken unsere Jeeps am Dorfplatz von Sajama.
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Teil 5918. Mai 2021

Es gibt eine hübsche Adobekirche:

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Dazu noch ein „Artesaniat“ mit einigen sehr schönen, wenn auch etwas eingestaubten Strickwaren.
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Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten wie Mützen, Handschuhe und Deckchen, bevor wir zurück zum Hostal fahren.
Dort gibt es erneut unerfreuliche Auseinandersetzungen mit den Vermietern 😈 : bei Mario und Anna stinkt es wieder ziemlich nach Gas, 🤢 das Wasser ist wirklich eiskalt 😣 und das Wlan-Passwort rücken sie auch erst nach langem Drängen heraus. 😠 Wir fordern energisch andere Zimmer, die wir schließlich auch bekommen.
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Von außen ganz nett!

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Mario, Anna, M. und ich tauschen eiskalte, gegen kalte Zimmer, die aber wenigstens nicht nach Gas stinken und warmes Wasser haben!
Die Strafe für unsere „Aufmüpfigkeit“ folgt auf dem Fuße. 😮 Während die Italiener am Nebentisch massenweise Essen aufgetischt bekommen, werden wir mit Suppe, Reis und etwas Fleisch abgespeist. 😐 Kein Nachtisch – satt sind wir heute nicht! Vermutlich können wir noch froh sein, überhaupt etwas bekommen zu haben. Wir holen uns noch ein paar Snacks aus dem Auto, bestellen heißen Tee und wärmen uns noch mit unserem obligatorischen Abend-Schafkopf auf, schreiben ins Tagebuch und ratschen. So einladend sind die kalten Zimmer eben nicht!

Fortsetzung folgt...

Teil 6004. Nov. 2021

Hallo ihr da draußen!
Vielleicht hat der eine oder andere von euch Lust, sich nach so langer Zeit nochmal auf die staubigen Rückbänke von "Alt" und "Uralt" zu quetschen und die Reise durch Bolivien zu Ende zu bringen... Ich würde mich freuen!
Draußen ist scheußliches Schneeregen-Wind-Gemisch-Wetter 😣 und so habe ich mich endlich - nach 7 Monaten 😗 aufgerafft, den Reisebericht fortzusetzen und hoffentlich noch zu einem guten Ende zu bringen. 🙂

Also - bitte einsteigen, es geht weiter!

Sajama Nationalpark - ein fauler Tag im Tal der Geysire

In Daunenjacken gehüllt und mit warmen Mützen auf dem Kopf verzehren wir unser Frühstück und räumen die Zimmer im Hostal Sajama. Wir hoffen, dass es in der Eco Albergue Tomarapi etwas gemütlicher wird – man ist ja nicht anspruchsvoll… 😗
Wir sind früh aufgestanden, um Anna und Mario ins Tal der Geysire zu bringen, von wo aus die beiden Unermüdlichen eine Wanderung zur chilenischen Grenze unternehmen wollen. Irgendwann am Nachmittag sollen wir sie dort wieder aufsammeln.
Als M. und ich zurück in Sajama sind, haben sich die Anderen bereits auf den Weg zum Tanken gemacht. Dazu müssen wir raus aus dem Sajama Nationalpark und auf der Route No. 4 nach Tambo Quemado an der chilenischen Grenze. Es dauert nicht allzu lange und wir treffen in Sajama wieder auf Stefan, Gabi, Jonas und Lena, die einstweilen im Tante Emma Laden einen Morgenkaffee organisiert haben! Wir sitzen auf einer Bank vor dem Laden in der Morgensonne und lassen die schwarze Brühe weckt unsere Lebensgeister.
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Wir beschließen schon jetzt ins Tal der Geysire zu fahren und dort einen entspannten Tag mit spazieren, fotografieren, usw. zu verbringen. Schon auf dem Weg ins Tal der Geysire begeistert uns wieder die karge Landschaft. Wir entdecken Lamas, Alpakas, Vicunas, drei Rheas und diverse andere Vögel.

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Sajama - strahlend weiß!

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Im Tal der Geysir genießen wir absolute Einsamkeit. Außer uns kommt nur ein alter Hirte mit einem Esel vorbei. Es gibt zwar keine Geysire im Sinne von „Old Faithful“ oder „Strokkur“, die heißen Quellen leuchten aber in allen möglichen Farben, überall blubbert und dampft es.

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Blick ins Tal der Geysire

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Teil 6104. Nov. 2021

M. und ich spazieren das Tal entlang, die einzigen die wir treffen sind die üblichen Verdächtigen: Lamas, Alpakas, Vicunas und ein paar Pferde und Esel. Der Vormittag vergeht entspannt und wir schießen gefühlt hunderte Fotos.
Hier nur eine kleine Auswahl 😗

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Die Esel beäugen uns skeptisch!

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Teil 6204. Nov. 2021

Gleich geschafft!!! 😗
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Ein paar Tiere haben es auch noch in die Auswahl geschafft!!!
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Das schaut besonders dämlich 😄

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Andengänse

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Suri

Zum Picknick bauen wir unseren Tisch zwischen den heißen Quellen auf und stellen wieder einmal fest – draußen schmeckt es am besten! Nach der Kaffeezeremonie legt M., der sich eine Erkältung geholt hat ein bisschen hin, Stefan liest und Gabi, Lena, Jonas und ich breiten das erste Mal in diesem Urlaub unsere Pastellkreiden aus und versuchen, die Stimmung der Landschaft auf Papier einzufangen… Ich versuche mich am Salar de Uyuni – Jonas meint es sieht aus wie bei mir zuhause im Winter, Lena malt ein dämlich dreinschauendes Alpaka – hmmm als Künstler könnten wir wohl kein Geld verdienen. Egal – Spaß macht es und ehe wir uns versehen kommen schon Anna und Mario anspaziert und berichten begeistert von ihrer Wanderung und den vielen Vizcachas!
Wir fahren gut ausgeruht zurück und freuen uns weiter über die grandiosen Landschaften!
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Den restlichen Nachmittag verbringen wir in den heißen Quellen von Manasaya. Wir lassen uns ein Bierchen schmecken und bleiben, bis eine ganze Gruppe bolivianischer Militärs auftaucht und sich in den Becken breitmacht. Die sind total freundlich, aber nach dem einsamen Vormittag sind uns das zu viele Leute!
Da es ohnehin Zeit wird, gehen wir zu den Autos zurück und fahren nach Tomarapi. Im Aufenthaltsraum/Restaurant brennt ein Kaminfeuer, dessen Wärme jedoch nicht allzuweit reicht. Gut dass wir die Daunenjacken haben! Tomarapi ist deutlich gemütlicher und freundlicher als Sajama, dafür eben dreimalso teuer!

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Tomarapi

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Unser Zimmer - recht gemütlich, wenn auch kalt!

Das Abendessen besteht wie immer aus Suppe (diesmal mit Spinat), einem Hauptgericht aus Alpaka, Gemüse und Kartoffeln und zum Nachtisch einem kleinen Stück Banane. Außer Lena, die nie viel isst, sind wir alle noch hungrig. 🙁 Egal – wir bestellen noch Tee, schreiben Tagebuch und spielen Schafkopfen.

Fortsetzung folgt...

Teil 6306. Nov. 2021

Vom Sajama nach Tiwanaku – es geht nach Norden – ca. 250km

So schön die Landschaft hier ist, so atemberaubend und menschenleer, das Aufstehen in der Früh ist immer wieder eine Qual. Das Wasser ist eiskalt, mehr als eine Katzenwäsche ist da nicht drin! 😣 Zum Frühstück als erstes einen heißen Tee, auch zum Finger wärmen. Statt Brot mit Karamelcreme gibt es heute Pfannkuchen mit selbiger! Schmeckt nicht schlecht.
Auch heute springen beide Autos ohne Mucken an. Wir werden noch richtig gute Freunde! 🤩
Die Fahrt nach Norden führt – den Sajama immer im Blick – durch großartige, tundraähnliche Landschaft mit vielen Wasserflächen.
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Wir entdecken Puna-Ibisse (im Bild), Andengänse, Vizcachas und sogar einen Specht, der neben der Straße nach Futter sucht. Leider ist er blitzschnell weg!
Auch heute geht es wieder durch eine Vielzahl abwechslungsreiche Gegenden – ein wahres Feuerwerk an Farben und Steinformationen:
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Drei 6000er im Blick: Nevado Sajama (6542m), Parinacota (6348m) und Pomerape (6286m)

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Es gibt bizarre Felsen...

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... Canyons ...

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... bunte Berge ...
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... idyllische Täler

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und mäandernde Flüsse – einfach nur grandios.
Das Ganze – menschenleer… nur ab und zu ein Haus oder eine kleiner Hof.

Am späten Vormittag erreichen wir Curahuara de Carangas.
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Hier steht die „Sixtinische Kapelle der Anden“ - so heißt es zumindest im Reiseführer. Die kleine Adobekirche stammt aus dem Jahr 1608 und ist komplett mit Fresken ausgeschmückt.

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Wir haben Glück – der Guide einer kleinen französischen Touristengruppe !! hat bereits dafür gesorgt, dass aufgesperrt wird und so können wir die Kirche besichtigen.

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Die Fresken sind überaus beeindruckend!

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Sankt Martin in Gestalt eines spanischen Konquistadors

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die Heiligen Drei Könige mit Lamas und beim letzten Abendmahl liegt – zumindest identifizieren wir es als solches – ein gebratenes Meerschweinchen auf dem Teller!
Nach so viel Kultur brauchen wir erstmal einen Kaffee 😛 – gut dass wir immer eine große Kanne heißes Wasser dabei haben! Auf dem Dorfplatz sitzend beobachten wir das Treiben, bestaunen die Kirche von außen und entdecken eine wunderschöne Lama-Statue.
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Gut gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg.
Richtung Patacamaya wird die Landschaft zunehmend flacher, mit vielen Höfen, Viehherden und Menschen. Das sind wir gar nicht mehr gewöhnt.

Teil 6406. Nov. 2021

Nach dem Picknick in einem ausgetrockneten Flusstal stoppen wir noch an ein paar Chullpas.
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Chullpas sind traditionelle Begräbnistürme, wie sie verschiedene Gruppen der Aymara errichtet haben. Manche stammen aus der Zeit der Inka, andere wurden bereits zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert während der Tiwanaku Kultur erbaut. Der Eingang wies stets nach Osten und wurde an hohen Feiertagen geöffnet um die begrabenen Ahnen zu ehren. Heute sind die Türme allerdings leer.
Schließlich kommen wir schon in die Nähe von La Paz, das wir großräumig umfahren. Leider sind wir jedoch trotzdem im Einzugsgebiet der Großstadt:
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Baustelle folgt auf Baustelle, es staubt und rumpelt und der Verkehr ist ziemlich dicht. Wir kommen nur langsam vorwärts und erreichen ziemlich entnervt am späten Nachmittag Tiwanaku, 70km westlich von La Paz. Hier wollen wir die rund fünf Quadratkilometer große Anlage besichtigen, die als eine der wichtigsten prähispanischen Stätten Boliviens gilt. Doch dazu morgen mehr…
Wir sind geschafft und da dies der einzige Ort ist, an dem wir keine Unterkunft reserviert haben machen wir uns erstmal daran eine zu organisieren. Das ist ziemlich einfach.
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Ein großes Hotel, das "Akapana" steht keine 500m von den Ruinen entfernt, und da es ordentlich aussieht und es sonst sowieso nichts gibt, fragen wir nach Zimmern, die wir auch bekommen.

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Anschließend spazieren wir zum Museum, kaufen ein paar Souvenirs (jaaa, hier gibt es Souvenirs!) und trinken in einem kleinen Café Kräutertee und natürlich für die Süchtigen – Kaffee! 😗
Abends genießen wir im Hotel eine wohltuende warme Dusche und ein leckeres Essen, bestehend aus Lama und Huhn. Nach den obligatorischen Schafkopf Runden und dem Genuß einer Tasse Munje-Tee (haben nicht so genau verstanden, was das genau für eine Pflanze ist, war aber lecker), fallen wir todmüde in die Betten. Wir sind nur noch auf rund 3800 Metern und es ist endlich nicht mehr so eisig! 🙂

Fortsetzung folgt...

Teil 6509. Nov. 2021

Von Tiwanaku nach Copacabana – 185km

Eigentlich wollten Mario und Anna, die morgen schon nach Hause fliegen muss, heute früh mit dem Bus nach La Paz fahren und dort noch einen letzten gemeinsamen Urlaubsabend verbringen …. Doch wie so oft, läuft nichts so wie geplant. Morgens beim Frühstück ist Mario grün um die Nase und ihm ist grottenübel! 🤢
Er legt sich wieder ins Bett und Anna leistet ihm Gesellschaft.
Der Rest unserer Gruppe besucht zuerst das Tiwanaku-Museum, wo es jede Menge Keramik, Steine, eine Aymara-Mumie und weitere Fundstücke der Tiwanaku-Kultur zu besichtigen gibt. Anschließend schlendern wir durch die Ausgrabungsstätte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Experten sind sich uneins, ob es sich bei „Setz dich nieder kleines Lama“, was die wörtliche Übersetzung von Tiwanaku ist, um ein zeremonielles Kulturzentrum, eine Tempelstadt, einen Wallfahrtsort oder gar um die Hauptstadt eines Reiches gehandelt hat.
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Pirámide de Akapana

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Mein persönliches Highlight ist der halbunterirdische Tempel mit 175 in die Mauer eingelassenen Steinköpfen.
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Der Templete Semisubterráneo gilt als eines der ältesten Bauwerke in Tiwanaku

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Stelen zieren den Tempel

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"El Barbado"

Auch die Monolithen sind beeindruckend.
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Der Ponce Monolith ist 3,50m hoch.

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Das Sonnentor "Intipunku" wurde aus einem einzigen, 2,80m mal 3,80m großen Steinblock behauen!

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Ob das der Sonnengott oder der Schöpfergott Wiracocha sein soll ist ungeklärt!

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Beeindruckend sind die akkurat gebauten Mauern!

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Puerta de la luna

Auf unserem Rundgang entdecken wir zahlreiche Vögel, 2 Kaninchen und das einzige Meerschweinchen des Urlaubs – wenn man mal vom Fresko in der Kirche absieht! 😉

Teil 6609. Nov. 2021

Gegen 11 Uhr haben wir genug von alten Steinen 😗 und starten Richtung La Paz, um Anna und Mario in El Alto abzusetzen. La Paz und seine Vororte erscheinen uns nach der Einsamkeit wie der reinste Moloch. 🙄
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Überall angefangene Baustellen, im Zickzack fahrende Minibusse, wild über die Straße laufende Passanten und ein Dauer-Hupkonzert, das oft genug unseren Jeeps gilt… 😊 Wir sind zur Abwechslung mal froh, dass wir „Alt“ und „Uralt“ fahren – da würde eine Delle mehr kaum auffallen! 😛
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Trotz der Huperei ist die Stimmung nicht aggressiv und wir schaffen es ohne Schrammen nach El Alto, wo wir Mario und Anna samt Gepäck an einer belebten Kreuzung aussteigen lassen. Wir verabschieden uns wehmütig von Anna 🙁 und die beiden müssen noch jede Menge Ermahnungen über sich ergehen lassen, ja ein Taxi zum Hotel zu nehmen, nachts nicht in La Paz herumzulaufen, und und und… Mario dem es ein bisschen besser geht will morgen mit dem Bus nach Copacabana fahren und wieder zu uns stoßen.
Zum Glück lassen wir La Paz recht schnell hinter uns und bald liegt der tiefblaue Titicacasee vor uns.
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Nach einem Stopp an einem Straßenfest mit tanzenden und musizierenden Bolivianern finden wir einen sonnigen Picknickplatz mit Blick auf den See. 😛
Bei der Weiterfahrt wird die Landschaft immer schöner 🙂 : terrassierte Berge, Dörfer und herumstreifendes Vieh, der tiefblaue Titicacasee und in der Ferne die schneebedeckten Berge der Cordillera Real. Einfach zauberhaft! 😎 An der mit 800m engsten Stelle des Sees, in San Pablo de Tiquina, setzen wir mit einer der klapprigen Fähren, die gerade mal unsere zwei Autos fasst und mit einem sehr kleinen Außenbordmotor betrieben wird ans andere Ufer, nach San Pedro de Tiquina über.

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Das geht gerade so! 🙄

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Wir sitzen auf dem Boden der Fähre und genießen den Blick nach vorne!
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Möwen, Rallen, Blässhühner und Taucher begleiten uns.

Am anderen Ufer angekommen führt die Straße wieder hinauf auf über 4000m Höhe.
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Wir machen mehrere Fotostopps! 😗

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Am Spätnachmittag erreichen wir das auf 3818 m Höhe am Seeufer liegende Copacabana. 😎
Der kleine Wallfahrtsort hat eine über 3000 Jahre alte Geschichte und war einst ein bedeutendes Kultzentrum. Die Inkas, an die die beiden Statuen am Seeufer erinnern errichteten hier auf den Resten alter Kultstätten der Colla den Ort Kota Kahuana, was soviel wie „Seeblick“ bedeutet. Von hier aus pilgerten die Menschen zum Heiligtum auf der vorgelagerten Sonneninsel. Auch nach dem Auftauchen der Spanier blieb Copacabana ein Wallfahrtsort und zu dessen Ehren wurde eine kleine Kapelle im brasilianischen Rio de Janeiro direkt am Meer errichtet. So war Copacabana in Bolivien der Namensgeber für den berühmtesten Strand von Rio! 😎
Unser „Eco Hostal Joshua“ liegt am Ortsrand in der Nähe des Sees.
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Der Besitzer ist überaus redselig 😄 und freundlich. Wir sitzen im großen Garten in der Sonne und lassen uns einen leckeren Fruchtsaft schmecken. 😛

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Copacabana ist ein touristisches Örtchen!

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Inkastatuen am Seeufer!

Nach einem kurzen Spaziergang in die Ortschaft und zum Geldautomaten lassen wir uns im Restaurant des Hostals ein leckeres Falafelmenue schmecken! 😛

Fortsetzung folgt...

Teil 6716. Nov. 2021

Rumhängen in und um Copacabana

Heute morgen sind wir noch alle bester Laune. 😎 Im vegetarischen Hostal gibt es zum Frühstück Müsli mit Obst und Hafermilch… 😐
Da die Zeit etwas knapp ist und wir keine Lust auf Stress haben, haben wir schon im Vorfeld beschlossen, die Isla del Sol für diesesmal auszulassen. Wir machen stattdessen eine kleine Fahrt am Ufer des Titicacasees entlang in Richtung Yampupata. Hier ist kein Mensch unterwegs.

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Unterwegs kommen wir an einer Höhle vorbei, die eine Art Wallfahrtsort zu sein scheint. Überall liegen Berge von Plastikmüll herum – vielleicht gehört das zum Heiligtum??? 😕
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Wir bleiben nicht um das herauszufinden.

Auf der Weiterfahrt haben wir immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See
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und eine alte Inkastraße....

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Es sind Kühe, Schafe, Esel und Indigénas mit bunten Tüchern und Hüten unterwegs.

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Wir kommen an kleinen Dörfern....

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... und einem gefräßigen Schwein vorbei! 😎

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An einem Acker entdecken wir Caracaras aus nächster Nähe – toll! 🙂
Am späten Vormittag kehren wir nach Copacabana zurück und spazieren in das quirlige Städtchen.
Wir kommen an vielen Läden, Restaurants und den allgegenwärtigen Straßenständen vorbei. Wir kaufen ein paar Strickjacken und Pullover als Souvenirs und Mitbringsel, als wir im Getümmel einen blonden Haarschopf über die Menge ragen sehen – Mario ist mit dem Bus aus La Paz eingetroffen. Er ist noch nicht ganz wieder hergestellt und auch Anna hat die Magenkrankheit erwischt – die Arme – und das auf einem 15h Heimflug!!! 🤢 🤢
Beim Kaffeetrinken in einem kleinen netten Café merke ich, dass mir auch nicht so ganz wohl ist… 😣 Egal – hopp oder topp – ein Kaffee muss her!
Anschließend bestaunen wir die wuchtige Basilica de la Virgende la Candelaria, mit deren Bau zwar bereits 1605 begonnen, die aber erst 1820 fertiggestellt wurde.
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Der Altarraum ist überreich mit Gold und Silber ausgeschmückt, die wundertätige Madonna können wir jedoch nicht entdecken – naja – als evangelische „Heiden“ glauben wir sowieso nicht an Wunderheilungen. 😗
Am Wochenende nach dem 5. August findet jedes Jahr eine berühmte Prozession mit einer Autosegnung statt. Dementsprechend reihen sich vor der Kathedrale Stände über Stände voll mit Plastikblumen, Girlanden und anderem bunten Zeugs, mit dem die Autos geschmückt werden.
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Wir spazieren zum Hafen um die berühmten und vielgelobten „Truchas“, frische Forellen aus dem Titicacasee zu probieren. Schmeckt sehr lecker, mein Magen wird davon aber nicht gerade besser und auch Mario isst für seine Verhältnisse eher sparsam… 🤢

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Da wir sonst nichts vor haben, beschließen wir eine Bootsfahrt zu den „Islas flotantes“, schwimmende Holzinseln mit Stroh bedeckt… zu machen.
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Die Fahrt ist dazu angetan, dass der Magen nun auch noch seekrank werden kann…. 🤢 🤢

Wir spazieren von den schwimmenden Inseln zum Playa blanca,
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entdecken einen Reiher...
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wo wir in der angenehmen Sonne ausruhen,

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während Lena, die in solchen Dingen beinhart ist, sich in die eiskalten Fluten des Titicacasees stürzt! 🤩

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Wieder zurück in Copacabana wanke ich in unser Zimmer, das dummerweise im obersten Stock liegt und zu dem nur eine halsbrecherische Wendeltreppe führt. 😣 Ich verkrieche mich im Bett und leide stumm, während es sich der Rest von uns im Garten des Hostals gemütlich macht.
Das Abendessen muss ich leider ausfallen lassen und den Großteil der Nacht verbringe ich auf der in Stefans und Gabis Zimmer (unter unserem „Loft“) liegenden Toilette. 🤢 🤢 🤢 Zum Glück muss von den anderen niemand dorthin – man kann sich kaum umdrehen und es ist eiskalt.

Fortsetzung folgt...

Teil 6821. Nov. 2021

Über den Dächern von La Paz – 146 km

Nach den Schrecken der Nacht laufe ich heute nur im „Energiesparmodus“. 🙁 Auch Mario ist noch nicht ganz wieder hergestellt. Also kein Müsli und keine Hafermilch sondern nur Tee zum Frühstück. 😣
Wir packen unsere Siebensachen in die Jeeps und nehmen die letzte Fahretappe unter die Räder. Es geht durch die morgendliche Landschaft zurück zur Fähre.
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Der Blick zurück auf Copacabana ist wunderschön… 😎

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...ebenso die dunstigen Hügel und der tiefblaue See…

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Bei der Überfahrt begleiten uns wieder Möwen, Rallen und ein Taucher!

Die meiste Zeit liege ich mehr oder weniger auf der Rücksitzbank 🙁 , Mario erklärt sich bereit, die Navigation zu übernehmen.
Wir arbeiten uns von El Alto aus ins Zentrum vor...
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Es staut sich an allen Ecken und Enden und wir kommen nur langsam vorwärts. Zum Glück sind die Männer souveräne Fahrer und schaffen es - dank Marios erstklassiger Navigation 🤩
ohne Schrammen bis zu unserem Hotel „Nuevo Sol“, das nur einen Katzensprung vom berühmten Hexenmarkt entfernt mitten im Zentrum von La Paz liegt. 😎

Exkurs La Paz:
La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz der Welt und erstreckt sich auf einer Höhe von rund 3000 m (La Sur) bis auf gut 4100m (El Alto) im tief eingeschnittenen Tal des Rio Choqueyapu. Mit rund 2.000.000 Einwohnern ist La Paz die größte Stadt Boliviens.


Die Autos finden Platz in einem Hinterhof und während die anderen sich auf die Suche nach etwas Essbarem machen ruhe ich eine Runde im Hotelzimmer aus.
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Wenigstens den brauchen wir nicht! 😗

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Der Blick aus unserem Fenster ist auch nicht schlecht.

Bis die anderen von ihrem verspäteten Mittagessen zurückkommen fühle ich mich auch wieder in der Lage zu einer kleinen Erkundungstour. Mario, der ja schon mit Anna hier war übernimmt die Führung und wir machen zunächst eine Stadtrundfahrt mit der 2014 eröffneten supermodernen Seilbahn „Teleférico“.

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Für einen Spottpreis schweben wir über den Dächern von La Paz herum. Die verschiedenen Linien sind farblich unterschiedlich und wir drehen eine große Runde hinauf nach El Alto und in einem großen Kreis wieder zurück. Es ist einfach nur genial!!!! 🤩 🤩
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Die Ausblicke auf die Stadt sind atemberaubend. 😎

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Unter uns sind enge Gassen, Busse und Autos fahren kreuz und quer, Frauen bieten ihre Waren an, wobei sie meist auf dem Boden sitzen, manchmal direkt auf der Straße… Es ist absolut faszinierend – eine absolut verrückte Stadt. 😎
In der einen Straße gibt es Bananen, in der nächsten Kraut, dann wieder Frisöre, Zahnärzte, Metzger usw….. alles schön getrennt! Über dem Gewusel schweben majestätisch und praktisch lautlos die farbigen Gondeln, die die Bewohner von La Paz, von denen sie aufgrund des billigen Preises benutzt werden von A nach B bringen – und das ganz ohne Stau! Super Einfall! 🤩

Nach dieser besonderen Stadtrundfahrt machen wir uns zu Fuß auf den Weg.
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Wir spazieren zum Plaza Murillo mit dem dem Präsidentenpalast,
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dem Parlamentsgebäude

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und der Kathedrale, die – wie kann es anders sein – mal wieder zu ist.

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Massenweise stinkende Tauben haben den Platz in Beschlag gelegt – sehr zur Freude der Bolivianer… 😄

Am Obelisken vorbei spazieren wir zurück zum Hotel, wo wir an der Ecke in ein Irish Pub(!) einkehren. Tee und Kaffee dauern ewig – naja im Pub sollte man vielleicht auch eher Bier bestellen… 😗
Egal – das buntgemischte Publikum zu beobachten wird nicht langweilig. Nach einer weiteren kurzen Rast auf unseren sehr ordentlichen Zimmern spazieren wir durch die Straßen, bis wir ein ziemlich schickes vegetarisches Restaurant entdecken. Sieht gut aus und schmeckt auch so! Eine kleine Suppe kann mein Magen schon wieder verkraften und nach dem Essen spazieren wir unbehelligt zurück und fallen todmüde in die Betten.
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Nächtlicher Blick aus dem Fenster

Fortsetzung folgt...

Teil 6902. Dez. 2021

Abschied von den Adventurecars – von La Paz ins Amazonasbecken

Als wir uns heute morgen zum Frühstück treffen geht es mir wieder einigermaßen gut, ich beschränke mich allerdings auf Tee und trockenes Brot. Leider geht es Mario wieder schlechter und auch Jonas kämpft mit seinem Magen. 🤢

Während sich Mario im Hotel erholt 🤢 🤢 , machen wir noch einen Spaziergang durch La Paz – wir sollen erst gegen Mittag in El Alto am Flughafen auf Lewis und Jamie von Petita Rent a Car treffen.
Zeit genug für einen Bummel durch La Paz...
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Wir lassen uns zum Plaza San Francisco treiben
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In der 1784 geweihten, imposanten Basilika findet gerade die sonntägliche Messe statt und wir lauschen ein wenig der spanischen Predigt und hängen unseren Gedanken nach.

Portal der Basilika mit indigener Steinmetzkunst
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Weiter bummeln wir in Richtung Hexenmarkt...
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Wir bestaunen die skurrilen Angebote: 🤩
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Die zahlreichen Lama-Embryos sind schon ziemlich gruselig 🤨
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– angeblich bringt es Glück, wenn selbige beim Bau eines Hauses an allen vier Ecken eingemauert werden… 😕

Natürlich nehmen wir auch noch den einen oder anderen Souvenirladen mit 😎
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Die Auswahl an wunderschönen Teppichen (die leider in der heimischen Höhensonne schnell ausbleichen 🙁 …), Tischdecken, Kissenbezügen und Pullovern zu günstigen Preisen ist unschlagbar. Das Jungvolk ersteht mehrere Teppiche für die heimischen Studentenbuden, die in den Packsäcken für die Rucksäcke die Heimreise antreten. 😗

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Gegen Mittag sind wir zurück am Hotel, checken aus und holen die Jeeps ein letztes Mal aus dem Hintehof. Wir sind fast ein bisschen wehmütig… 🙁

Teil 7002. Dez. 2021

Die Männer bringen uns manövrieren die liebgewonnenen Klapperkisten gekonnt durch den Stadtverkehr hinauf nach El Alto, wo wir einen Parkplatz finden. 😎 Als wir Richtung Flughafengebäude laufen kommen uns schon Lewis und Jamie entgegen – yeah wir haben es geschafft! 🤩 🤩
„Uralt“ und „Alt“ haben ihren Namen zwar alle Ehre gemacht, uns aber doch immerhin von Santa Cruz durch halb Bolivien, über den Altiplano, durch den Salar von Uyuni und an Boliviens höchstem Berg vorbei nach La Paz gebracht. 😎
Lewis und Jamie begrüßen uns freudig – mit ihnen hatten wir auch keinen Stress… Auf meine Nachfrage nach einer kleinen Entschädigung für den ganzen Ärger mit den Autos zieht Lewis dann auch ohne Umschweife 500US$ aus der Hemdtasche und drückt sie mir in die Hand! Das ist wirklich fair! 🙂
Im Gegenzug erhalten sie die Autoschlüssel, unsere zusätzlich besorgte Campingausrüstung, ein paar Vorräte und kühles Bier. Ich frage Jamie, ob er jemanden weiß, der eine Marsmännchengrüne Daunenjacke gebrauchen kann und er nimmt sie erfreut entgegen. Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg zur letzten Etappe unserer Reise.
Aus Zeitgründen haben wir uns entschieden nicht mit den Autos hinunter nach Rurrenabaque zu fahren, sondern nehmen einen Inlandsflug, da wir die Autos im Dschungel ohnehin nicht brauchen könnten. Wir sitzen die Zeit am Flughafen ab – viel ist nicht los – nicht mal ein ordentlicher Schafkopf geht, weil Jonas und Mario vor sich hin leiden und Stefan und M. keine wirklich begeisterten Kartler sind… 😉
Irgendwann ist es Zeit zum Einchecken und die Propellermaschine hebt pünktlich um 16.30 Uhr ab in Richtung Rurrenabaque. Nicht nur ich kämpfe die ganze Zeit mit der Übelkeit, auch Stefan und Jonas sind grün um die Nase… 🤢 Die Aussicht ist nichtsdestotrotz gigantisch. Wir landen gefühlt – mitten im Nirgendwo auf einem staubigen Rollfeld. Als wir aussteigen um uns herum nichts als Grün! Die Luft fühlt sich nach den erfrischenden 13 Grad in La Paz an wie in einem Tropenhaus! 🙄
Mit einem Bus rumpeln wir – es gibt Desvios!!! 🤩 - zur Flughafenbaracke.
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Gepäckband 😄

Das Thermometer zeigt 34 Grad und es ist schwülheiß. Die Jeans kleben uns schon jetzt an den Beinen. 🙄 Da müssen wir jetzt wohl durch und als wir unser Gepäck haben wartet auch schon ein Fahrer von Bala-Tours auf uns, die uns zu unserem Hotel „Maya de la Amazonia“ bringen.

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Straßenecke vor unserem Hotel - die Lautstärke ist ungewohnt! Hier tobt die ganze Nacht das Leben!

Die Zimmer sind einfach aber sauber, wenn auch ziemlich überhitzt (trotz Klimaanlage) – heute werden wir mal nicht frieren! 😗
Der Pool des Hotels ist sehr hübsch und so genießen wir eine Erfrischung und anschließend einen Sundowner.
😎
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Es gibt sogar einen zahmen Papagei - ich glaube er kann nicht fliegen, weil er nur herumläuft! 😐

Die Sonne versinkt hinter den Bergen und dem Rio Beni, während wir die Beine im kühlen Wasser des Pools baumeln lassen.
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Nach dieser schönen Rast bummeln wir ins lebendig quirlige Rurrenabaque und kehren auf Empfehlung von Bala-Tours im „Julianos“ ein, ein super schönes Restaurant. Leider können Mario, Jonas und ich immer noch nicht viel davon genießen. Egal – den anderen schmeckt es und morgen geht es in den Madidi! 😎

Fortsetzung folgt...

Teil 7115. Jan. 2022

Mit dem Boot in den Madidi Nationalpark

Nach einer zur Abwechslung mal heißen und lauten Nacht, sind wir morgens trotzdem bestens gelaunt. 🙂 Keiner von uns war schon mal im tropischen Regenwald und so können wir es kaum erwarten. 😁 Mario und ich kämpfen immer noch mit unserem gereizten Magen und lassen das Frühstück ausfallen und um 8.45 Uhr werden wir pünktlich von Bala Tours abgeholt. Beim Büro stellen wir unsere großen Gepäckstücke unter und erledigen alle Formalitäten. Dann lernen wir endlich Roberto kennen, der für die nächsten Tage unser Guide sein wird. Er spricht gutes Englisch mit einem starken, nett klingenden Akzent und ist uns gleich sympathisch. 😎 Wir bleiben zu 7 in der Gruppe, es wäre noch ein Platz frei gewesen aber uns ist es recht so. Ausgestattet mit zahlreichen Wasserflaschen und kleinen Rucksäcken mit dem Nötigsten laufen wir zu Fuß zum Flussufer, wo wir in einen flachen Holzkahn klettern. Mit an Bord sind noch die Köchin Idla und unser Steuermann, dessen Namen wir aber leider vergessen haben. Die Vorräte werden eingeladen und dann geht es endlich los! 😁

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Rio Beni

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Kaum haben wir Rurrenabaque hinter uns gelassen tauchen wir ein in eine andere Welt. Der breite Fluss ist umgeben von roten Felsklippen, dann wieder Sand- oder Kiesbänke und jede Menge wunderschöner Wald!
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Wir sind alle berührt von der Einsamkeit und als dann auch noch die ersten Vögel entdeckt werden ist unser Glück perfekt. 🙂

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Neben Reihern, Caracaras, Gänsen, einem Eisvogel und Rabengeiern ist unser Highlight

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ein Königsgeier! Wahnsinn! 🤩
Einmal platscht ein Otter vom Ufer in den Fluss, lässt sich aber leider nicht mehr blicken.

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Am Checkpoint des Nationalparks müssen wir im Boot bleiben, während Roberto die Eintrittskarten holt. Auf einem Baum klettert ein Südamerikanischer Nasenbär herum. 😎
Je weiter wir den Rio Tuichi hinauffahren, desto mehr Untiefen gibt es und Roberto muss immer wieder mit einer langen Holzstange nachhelfen… vielleicht haben wir zu viel gegessen. 😗
Wir genießen die Bootsfahrt in vollen Zügen und als wir nach ca. 3 h an der Tacuaral-Lodge ankommen finden wir es alle schade, dass wir schon da sind. Der Fußweg zur Lodge dauert ca. 20min, den Handkarren mit dem Essen zieht Stefan und im Gänsemarsch geht es durch den Regenwald. Als wir ankommen werden wir sofort mit kühlen Getränken empfangen – eine Wohltat. 😎 Wir sind die einzigen Gäste – das tut uns sehr leid für die Lodgebetreiber, 🙁 für uns ist es aber natürlich ein Riesenprivileg!
Stefan und Gabi haben eine Hütte, Lena, Jonas und Mario eine weitere und M. und ich ebenfalls.
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Auf dem Gelände stehen noch drei weitere Hütten, die aber wie gesagt unbewohnt sind. Nach einer kurzen Rast treffen wir uns im Haupthaus zum Mittagessen. Da wuselt plötzlich ein unbekanntes Tier auf uns zu!!! Ein Halsbandpekari! 🤩 Ist der putzig!!! 😘 Er ist nach unserem Guide Roberto benannt, der ihn als kleines Ferkel im Regenwald aufgesammelt hat… Er meint, seine Mutter wurde wahrscheinlich von einem Jaguar getötet. Wir sind hingerissen. 😘 😘
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Auch Schmetterlinge gibt es auf dem Lodgegelände! 🙂
Das Essen ist überaus reichhaltig – besorgt fragt Roberto ob es Mario und mir nicht schmeckt. Als er von unseren Magenproblemen erfährt verspricht er uns für den Abend „medicina indigena“ 🙄 - um es vorwegzunehmen: Roberto holt Rinde eines uns unbekannten Baumes und wir bekommen einen stark bitteren Tee vorgesetzt 😣 … So scheußlich der schmeckt – der Erfolg gibt ihm recht und schon beim nächsten Frühstück können wir wieder zugreifen! 🤪 Roberto besteht allerdings darauf, dass wir noch weiteren Tee trinken, was wir auch brav tun! 😕
Am späten Nachmittag unternehmen wir eine Exkursion in den Regenwald. Roberto erweist sich als super Guide – er kennt sich mit allen Pflanzen und Tieren aus und schenkt vor allem auch den kleinen Tieren große Aufmerksamkeit. Wir bekommen Termiten, Ameisen, Pflanzen und Bäume erklärt. Leider konnte ich mir das alles nicht merken, darum jetzt ein paar Impressionen - frei nach dem Motto: "Keine Ahnung was das ist - hauptsache schön!" 😗

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In den Baumkronen entdeckt er für uns Tukane,

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Totenkopfaffen

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und Kapuzineraffen.

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An die kann ich mich erinnern: "Walking Trees", weil sie mit Hilfe ihrer Wurzeln durch den Regenwald "spazieren" 🤩

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Ganz schön wehrhaft!!!

Ein Aguti huscht über den Pfad und Pekari-Roberto beschert uns eine Schrecksekunde, als er hinter uns aus dem Gebüsch auftaucht … Fortan haben wir Begleitung und wenn wir stehen bleiben um Robertos Erklärungen zu lauschen legt er sich demonstrativ in die Mitte der Gruppe!
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😎

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An einem schönen Ausblick auf den Rio Tuichi kehren wir um.
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Abends gibt es wieder ein üppiges Buffet 😛 – Tee für die Magenkranken 😣 und ein paar Runden Schafkopf. Wir holen unser dickes Vogelbuch um Roberto nochmals nach dem einen oder anderen Vogel zu fragen – wir steigen in seiner Achtung 😎 – er holt genau das gleiche Buch aus seiner Tasche!!! 😄 Leider sind unsere Bestimmungskünste eher mäßig und fast jedesmal wenn wir meinen einen Vogel identifiziert zu haben schüttelt er nur den Kopf und meint „No, no, thiiis is diiiferent...“ 😗
Ab ca. 22 Uhr gibt es keinen elektrischen Strom mehr und wir schlafen ein zum Brausen des aufkommenden Sturms, der an Hütten und Bäumen rüttelt und sämtliche Urwaldgeräusche übertönt.

Fortsetzung folgt...

Teil 7216. Jan. 2022

Zu den Nisthöhlen der Rot-grünen Aras

Irgendwann in der Nacht lässt der Sturm nach. Als wir im Morgengrauen aufwachen zirpen unbekannte Insekten was das Zeug hält… Das Ganze gleicht einem Tinitus! 😗
Endlich geht es dem Magen besser und wir alle stürzen uns auf das leckere Frühstück, bestehend aus Pfannkuchen, Omelette und jeder Menge frischen Früchten. 😛

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Pekari Roberto ist noch nicht ganz ausgeschlafen... 😗

Morgens machen wir mit Roberto einen „Dschungelwalk“.
Der morgendliche Wald ist großartig!
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Wir freuen uns über Schmetterlinge,
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Blüten
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und seltsame Tierspuren.
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Der Obst- und Gemüse“garten“ der Lodge fügt sich unauffällig in den Urwald ein.
Ananas:
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Kakao:
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Roberto entdeckt für uns Kolibris, Brüllaffen und anderes Getier – leider sind wir mit dem Fotografieren echt überfordert… Gegen den Himmel in die Baumkronen oder ins dichte Blattwerk… komplett talentfrei! 😊
An einem Altarm des Rio Tuichi gibt es interessante Wasserpflanzen,
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eine Schildkröte, Jacanas und 2 prächtige Hoatzins! 🙂
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Erfüllt von den vielen Eindrücken machen wir dann eine lange Pause an der Lodge, mittags wird wieder aufgekocht, was das Zeug hält! 😛 Wir sind immer noch die einzigen Gäste… 🙁
Um halb 3 marschieren wir zum Boot. Ich bin total aufgeregt! Heute könnte ein Traum in Erfüllung gehen. 😘 Wir fahren zu den Nisthöhlen der Aras. Wie schön es wäre, die in freier Wildbahn sehen zu können! Zu Beginn sehen wir einige Brüllaffen (leider hinter viel zu vielen Blättern versteckt…), Geier, diverse Greifvögel und Reiher lassen sich sehen.
Reiher mit fetter Beute
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Schließlich landen wir an einer Sandbank und marschieren über das Geröll eines ehemaligen Flussbettes in Richtung Klippen und bis zum Waldrand. Roberto erzählt uns, dass der Fluss vor kurzem sein „Bett“ verändert hat. Nicht nur der Pfad zu den Aras beginnt irgendwo im Nirgendwo, die gesamte Tacuaral Lodge musste neu gebaut werden… 🙄
Am Waldrand plötzlich – wie aus dem Nichts – Infotafeln, eine Infohütte und ein Holzsteg samt Aussichtsturm! 😎
Unterwegs ein gut getarnter Frosch
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Und eine Eidechse
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Oben auf dem Turm angekommen bleibt uns erstmal der Mund offen stehen. An der ca. 200m entfernten Felswand wimmelt es nur so von Rot-grünen Aras! 🤩 🤩 Der Blick auf die Nisthöhlen ist einfach toll! Es herrscht ein ständiges Kommen und gehen. Ich weiß nicht, wie lange wir hier stehen und diesen wunderbaren Vögeln zusehen, auf alle Fälle ist es unglaublich schön und mit Worten nicht zu beschreiben.
Ein paar talentfreie Bilder um einen Eindruck zu bekommen:

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Irgendwann – die Sonne steht schon tief, machen wir uns auf den Rückweg. Keiner von uns redet viel, wir sind alle erfüllt von den Eindrücken.
Unser Boot erwartet uns:
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Am Fluss gibt es noch eine nette Überraschung für das Jungvolk. Roberto zieht ein paar aufgeblasene Gummireifen hervor – ahhh dafür sind die!!! 😗 - und die Jugend legt sich mit Badeklamotten in selbige und lässt sich in Sichtweite des Bootes flussabwärts treiben. 😎 Stefan, Gabi, M. und ich sind froh, dass wir „im“ Boot sitzen, von wo aus wir den wunderschönen Sonnenuntergang bewundern können!
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Nach einer erfrischenden Dusche und einem leckeren Abendessen machen Mario, Lena, M. und ich mit Roberto noch eine Nachtwanderung. Roberto ist total enthusiastisch, als wir eine rot-schwarze Ameise entdecken – er macht sofort ein Handyfoto um sie seinem Ameisen-begeisterten-Freund zu zeigen. Auch die anderen skurrilen Insekten sind spannend. Unsere heimliche Hoffnung, vielleicht einem Jaguar zu begegnen erfüllt sich fast… wir stolpern über einen ziemlich frischen Jaguarhaufen! 😗
Abends in der Hütte hören wir Vögel, Geraschel und natürlich das wilde Gezirpe der Insekten, wobei es deutlich leiser ist als am Morgen.

Fortsetzung folgt...

Teil 7321. Jan. 2022

Auf in die Pampas

Hinter uns liegt ein Tag voller unglaublicher Erlebnisse. 🙂 Morgens mussten wir schon früh aufbrechen. Schon um 7 Uhr saßen wir im Boot und fuhren durch die noch nebelverhangene Flusslandschaft des Rio Tuichi zurück nach Rurrenabaque.

Morgendliche Nebelstimmung am Fluss
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Flussabwärts geht es deutlich schneller als flussaufwärts.
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Black Hawk
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Was Tiere angeht ist ansonsten nicht viel geboten und so sind wir schon um halb neun am Büro von Bala Tours, wo wir auf die „Taxis“ warten, die uns in die Pampas bringen sollen. Die Straße Nr. 8 in Richtung Santa Rosa und brasilianische Grenze ist eine einzige Baustelle. 😣 Desvio folgt auf Desvio und es staubt, dass es zum Grausen ist. 😣 😣 Wir werden ziemlich durchgerüttelt, trotzdem ist die Fahrt unglaublich spannend. 😎 Roberto sitzt bei M. und mir im ersten Auto und unsere Fahrer bremst immer wieder scharf, weil Roberto oder wir etwas entdecken. Obwohl wir durch komplett flaches Land fahren, links und rechts ist das Grasland voller blühender gelber und rosa Bäume, Kuherden und Gauchos, aber auch immer wieder Vögel, Vögel, Vögel… Wir entdecken zum ersten Mal Jabirus und Wehrvögel, dazu verschiedene Reiher und Greifvögel und vieles mehr…
Der Jabiru gehört bestimmt zu den "Ugly Five" Südamerikas! 😗
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Zweimal kommen wir an Tümpeln vorbei, die blau leuchten vor lauter Wasserhyazinthen!
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Eingangs"tor" zum Rio Yacuma Gebiet
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Auf den letzten Metern in Richtung Caracules Ecolodge entdecken wir die ersten Capibaras 🙂
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Quatis (Südamerikanische Nasenbären) 😘
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und einen großen Waran:
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Gut durchgeschüttelt erreichen wir die Lodge, wo wir sogleich mit einem eisgekühlten Saft empfangen werden. 😛 Es ist ziemlich heiß und bis zum Mittagessen entspannen wir in der Hängematte. 😎
Die Zimmer sind sehr nett - nur der "Bestplatz-Besetzer" ist auch schon wieder da! 😗
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Das Essen in Buffetform ist super lecker und frisch zubereitet, 😛 😛 danach gibt es gleich nochmals eine Siesta, um der ärgsten Hitze zu entgehen.
Um 15 Uhr treffen wir uns mit Roberto am Haupthaus. Er drückt uns große Strohhüte zum Schutz gegen die Sonne in die Hand – very chic!!! - 😎 dann geht es hinunter zum Bootsanleger. Der Rio Yacuma ist gesäumt von einem breiten Streifen Wald und Gebüsch und schlängelt sich als braune Brühe – der Wasserstand ist unglaublich niedrig – dahin.
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Völlig unerwartet folgt einer der schönsten Nachmittage der Reise 😘 😘 : Roberto fährt mit uns flussaufwärts, vorbei an hunderten Vögeln - hier eine kleine Auswahl einigermaßen brauchbarer Fotos:
Tigerreiher
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Schwefeltyrann
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Schwarzbussard
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Schlangenhalsvögel
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Ringed Kingfisher
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Reiher
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Nachtreiher
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Hoatzins
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Dazu Kaimane in großen Mengen:
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Capibarafamilien 🙂
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und Schildkröten.
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Wir sind total überwältigt. 🤩 Fast fühle ich mich wie im Zoo! Die Tiere sind nur wenig scheu – Roberto lässt das Boot immer wieder ohne Motor dahingleiten.
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Dann wurde es noch richtig spannend. 🤩 An einer breiten Biegung lässt Roberto das Boot treiben und plötzlich sind sie da. Eine Gruppe Amazonas-Flussdelfine schwimmt um uns herum. Immer wieder blitzen Rückenflossen oder schiebt sich eine rosa Schnauze aus dem Wasser. Das beste Foto ist leider trotzdem schlecht 😐
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Die Stimmung ist total berührend! Roberto erklärt, dass die Delfine hier Jagd auf Piranhas machen. Wir bleiben, bis die Gruppe weiterzieht, dann geht es zurück in Richtung Lodge. Roberto ist wirklich ein toller Guide mit viel Liebe zur Natur, dabei unaufdringlich aber mit enorm viel Wissen. Als wir zurückfahren färbt sich der Himmel langsam rosa.
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Reiher und andere Vögel ziehen nur noch schemenhaft an uns vorbei und schließlich umkreisen Nachtschwalben und das Boot. Es ist bezaubernd. Wir erreichen die Lodge bei fast völliger Dunkelheit.
Nach einer kühlen Dusche treffen wir uns beim wiederum sehr leckeren Abendessen zu Gesprächen, Vogelbestimmung – no, no, this is different!!! und Schafkopfen. Als wir uns gerade in die Hütten zurückgezogen haben, klopft es nochmals leise an der Tür. Einer der Mitarbeiter hat einen Baumstachler in einer hohen Palme und ein Schleiereulenpärchen beim Liebesspiel entdeckt. Das will Roberto uns natürlich nicht vorenthalten. Staunend stehen wir in der warmen Nacht.

Fortsetzung folgt...

Teil 7423. Jan. 2022

Was tun mit lästigen Touris??? Mit Piranhas und Kaimanen zum schwimmen schicken!!!

Heiß, heißer, Pampas! 😮 Im Nachhinein glaube ich, wir waren alle von der Hitze benebelt 😗 – nur so kann ich mir erklären, dass wir tatsächlich alle (nur M. war mit einem leichten Sonnenstich in der Lodge geblieben) im Rio Yacuma schwimmen waren!!! 😗 Aber wie ihr seht hat Roberto es nicht geschafft uns auf diese Weise loszuwerden! 😎 Aber dazu später mehr…

Noch angenehm frisch bei Sonnenaufgang
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Morgens haben wir Lenas 18. Geburtstag gefeiert und nach einem leckeren Frühstück ging es am schon etwas späteren Vormittag wieder auf den Fluss, diesmal in die andere Richtung.
Wir kamen zunächst an einem Fähranleger vorbei:
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Dann wieder das gewohnte Bild:
Kaimane
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Schildkröten (auch bei der Eiablage)
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belauert von den Caracaras, denen die Schildkröteneier besonders schmecken 😵
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Araraunas (Ara ararauna)
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und vielen anderen Vögeln von denen leider keine annehmbaren Bilder geglückt sind: Thornbirds, Rosa Löffler, Kardinäle, und und und … Die Artenvielfalt ist wirklich beeindruckend. 🤩
Auf einem großen Baum entdeckte Roberto dann Totenkopfäffchen und das Touriprogramm konnte starten: 😎
1. Ganz nahe hinfahren …. die Affen kommen, bleiben aber in sicherem Abstand 🤪
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2. Ungeschälte Bananen unauffällig auf dem leeren Sitz drapieren …. die Affen schauen zwar interessiert, bleiben aber auf Abstand 😄
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3. Ich nehme eine Banane und beginne sie zu schälen – schlechte Idee 🙄 – mehrere Affen erfassen sofort die veränderte Lage und gehen zum „Angriff“ über! 🙄 🙄
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Blitzschnell sind sie bei mir und reißen mir die Banane fast aus der Hand 😄 – oh jee… als wir gemeinsam in Botswana und Namibia waren habe ich den anderen immer gepredigt, dass man ja keine Wildtiere füttern darf...das muss ich mir bis ans Ende aller Tage anhören!! 😣 😣
Roberto amüsiert sich königlich und ich muss zugeben, die Totenkopfäffchen sind einfach zu niedlich!!! Sie haben ganz weiche Pfoten und sind auch nicht (noch nicht… 😐 ) aggressiv sondern wollen nur die Banane…
😛
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Eigentlich mögen wir sowas ja gar nicht. Die deutsche Familie von gestern ist auch dazugekommen und die Jungs sind natürlich begeistert…

Gegen Mittag sind wir zurück in der Lodge, werden wie immer mit einem kühlen Drink empfangen 😎 und stärken uns dann mit dem wiederum leckeren Mittagessen. 😛 Nach einer langen Mittagspause brechen wir gegen 15 Uhr erneut auf – nur M. bleibt in der Lodge und im Schatten – tja, wenn man zu eitel für den schicken Strohhut ist… 😗
Diesmal fahren wir wieder in Richtung Flussdelfine. Roberto hat einen Eimer mit Fleisch dabei…
Wieder sehen wir unglaublich viele Capibaras
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Kaimane und diverse Vögel:
Amazonas Kingfisher
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Wattled Jacana
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Tigerreiher
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Schlangenhalsvogel
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Reiher
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Orinoco Gänse
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Neotropic Cormorant
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Jacamar
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Jabirus
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Hoatzin
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Und auch mal ne Landschaft 😗
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Die Delfine sind wieder an der selben Flussbiegung wie gestern. Roberto macht das Boot an einem dickeren Ast fest und fragt, ob wir nicht mit den Delfinen schwimmen wollen…. Schwimmen??? 🙄 Und die Kaimane??? 🙄 🙄
Die Geier warten schon... 😗
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Roberto blickt uns milde lächelnd an und erklärt uns, wo es Delfine gibt sind keine Kaimane. 😉 Die können die Delfine nämlich nicht leiden und vertreiben sie. Und schon entledigt er sich seines Hemdes und seines Hutes und lässt sich über den Bootsrand ins trübe Wasser gleiten! 😎 Da können wir natürlich nicht zurückstecken und trauen uns alle rein – iiiiiiihhhhhh mich hat etwas berührt!!! 🙄 Mario prustet und strampelt aber was schlimmes war es wohl nicht! Das Wasser ist total erfrischend, lange bleibe ich aber nicht drin. Die Delfine kann ich besser vom Boot aus beobachten und so ganz wohl ist mir beim Gedanken an die anderen Tiere im Fluss auch nicht. 😗
Als wir alle heil und unversehrt wieder im Boot sitzen zündet Roberto den nächsten Teil des Touri-Programms: 😎
Er fängt an das Fleisch zu zerschneiden und will, dass wir Piranhas angeln….
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Er lässt sich durch nichts von seiner Idee abbringen … 😐
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O.K. Da ich zappelnde und tote Fische nicht ausstehen kann 😣 😣 beschränke ich mich aufs Zusehen. Jonas, Mario und Stefan haben auch schon früher gerne geangelt und machen mit. Allerdings sind ihre Bemühungen – zum Glück für die Fische 😎 – nicht von großem Erfolg gekrönt. Ein ziemlich kleiner Piranha und ein genauso kleiner Catfish sind alles, was wir erbeuten…. Die anderen Fische sind schlauer 😄 – das Fleisch ist immer schön vom Haken gefressen, selbiger bleibt aber leer. 😗
Die erbeuteten Fische bekommen wir abends gebraten – für jeden eine Mini Gabel voll. Gut, dass die Köchin sich nicht auf unsere Angelkünste verlassen hat, sonst wären wir wohl hungrig geblieben. 😄
Kurz vor der Dämmerung sind wir zurück und bekommen ein schönes kühles Bier zum Sundowner. 😛 Die Familie der die Lodge gehört hat noch eine Überraschung – sie haben uns morgens „Happy birthday“ singen hören und haben für Lena eine Torte gezaubert. 😘 😘 Dass darauf eine 15 statt einer 18 ist, macht nichts, die Torte schmeckt sehr lecker! 😛 Da die deutsche Familie nach dem morgendlichen Bootsausflug abgereist ist, sind wir heute wieder die einzigen Gäste. 🙁 Sehr schade – alle geben sich so viel Mühe und sind unglaublich freundlich.
Nach so viel Touri-Programm sind wir heute total geschafft und verziehen uns bald in unsere Betten... 🙂

Fortsetzung folgt...

Teil 7521. Feb. 2022

Stochern im Schlamm

So langsam wird uns allen ein bisschen wehmütig 🙁 … Morgens nach einem wiederum reichhaltigen Frühstück geht es zu einem letzten „Pirschausflug“ mit Roberto hinunter zum Bootsanleger. Das Motto des Tages: Stochern im Schlamm… 😗
Nach einer kurzen Bootsfahrt landen wir am Anleger einer verlassenen Lodge – gruselig… sieht aus als hätten die Eigentümer alles fluchtartig verlassen. 😕 Roberto kann uns auch nichts dazu sagen. Rund um die Geisterlodge hausen halbwilde Schweine. Es ist schon jetzt so früh am Morgen schwülheiß. Im Gänsemarsch stapfen wir hinter Roberto her, bis wir aus dem Wald heraustreten. Vor uns nichts als Pampa…. Also Schilf, Schlamm und Gräben. Roberto steigt todesmutig in einen der Gräben und stochert gefühlt stundenlang im Schlamm herum. 😗
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Was er sucht??? Eine Anaconda… die Suche wird erfolglos bleiben. 😐 Die Anaconda ist heute nicht für Touristen zu sprechen! 😗

Wir stapfen am Rand entlang – leider, leider haben wir keine Gummistiefel, so dass wir Roberto nur aus sicherer Entfernung helfen können… 😗

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Plötzlich stößt Mario einen Schrei aus. Er meint ihn hat irgendwas an der Hand gestochen und tatsächlich schwillt diese gleich an. Zum Glück haben wir unseren Medizinmann Roberto dabei. Er eilt zu Hilfe, sucht irgendein Kraut das er Mario gibt mit der Anweisung: zerkauen und auf den Stich! Der tut brav wie ihm geheißen und das Zeug färbt seine Zunge und seine Hand tintenblau! Aber – es hilft! 😛
Wir geben die Suche schließlich auf und fotografieren statt einer Anaconda noch ein paar Rindviecher und Rosa Löffler.
Besonders schön sind die riesigen „Victoria Seerosen“, die ich nur aus dem botanischen Garten in München kenne. Traumhaft!
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Im Wald entdeckt Roberto noch eine „Spectacled Owl“ - absolut Klasse!!!
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Auch ein winziges Kolibrinest zeigt er uns noch, dann wird es Zeit zur Lodge zurückzukehren.
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Am Anleger entdecken wir noch eine wilde Amaryllis
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... und ein paar Vögel!
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Nach einer kurzen Rast und einem letzten leckeren Mittagessen geht es schließlich zurück nach Rurrenabaque. Der zweistündige Höllenritt wird gekrönt von der Sichtung eines Großen Ameisenbären und eines Gürteltiers – bis ich die Kamera herausgefummelt habe sind beide leider im Gebüsch verschwunden. Egal – wir freuen uns trotzdem! 😎

In Rurrenabaque müssen wir uns von Roberto verabschieden, der ein großartiger Guide mit viel Liebe zur Natur und extrem viel Wissen war. Ein echter Glücksgriff!!! Auch die Organisation durch Bala-Tours hat wie am Schnürchen geklappt. Ein klares Daumen hoch für diese Tour! 😎 😎
Wir checken wieder im Maya de la Amazonia ein und verbringen den restlichen Nachmittag mit Kaffee trinken, baden und lesen am Pool. Den Sundowner genießen wir am Flußufer mit einem kühlen Huari. 😛
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Später schlendern wir durch den Ort, kommen mit einem deutsch sprechenden Bolivianer in einem Souvenirladen mit Holzobjekten ins Gespräch und lassen uns bei „Julianos“ noch frischen Fisch schmecken. 🙂

Fortsetzung folgt...

Teil 7621. Feb. 2022

Heimreise in zwei Etappen

Heute Morgen ist uns allen klar – der Urlaub geht unwiederbringlich zu Ende. Es ist wieder tropisch schwül und bis unser „Taxi“ - organisiert von Bala Tours und gratis!!! kommt, beobachten wir im Garten noch die zahmen Papageien und ein paar Kolibris die sich an den Hibiskusblüten laben.
Unser Zimmer von Außen!
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Wir fotografieren noch ein paar Blumen zum Abschied!
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Um halb zehn geht es zum „Buschflughafen“ und wir heben pünktlich nach La Paz ab, wo wir bei frischen 13 Grad landen. Wir nehmen einen Imbiss am Flughafen bevor wir nach Santa Cruz einchecken. Leider gehen alle Flüge mit Air Europa via Santa Cruz, so dass wir uns entschlossen haben die Heimreise etwas zu entzerren und eine weitere Nacht in Santa Cruz zu verbringen.
Nach der Landung stellen wir fest, dass der versprochene Shuttle Service des „Sun Hotels“ nicht aufgetaucht ist – da das Hotel aber nur ca. 5km entfernt ist, entschließen wir uns ein Taxi zu nehmen. Nach ein paar Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Preises werden wir uns einig und sind in 5 Minuten da. Das Hotel ist ziemlich groß und unpersönlich, die Zimmer sind aber sauber und geräumig. Auch in Santa Cruz ist es eher frisch und bewölkt, trotzdem lassen es sich Lena und Jonas nicht nehmen, den Pool zu testen.
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Wir spazieren im Garten herum, sitzen auf der Terrasse und lassen den Urlaub ausklingen. Das Abendessen ist reichhaltig und lecker, obwohl es ewig dauert bis wir etwas bekommen. Gut dass wir die Schafkopfkarten dabei haben… 😗
Am nächsten Morgen startet der Shuttle zum Flughafen erst um 9.30 Uhr. Wir stehen Ewigkeiten am Check in, um 11.45 Uhr heben wir ab in Richtung Madrid. Nach einem grauenhaften Flug mit unfreundlichem Personal und schrecklichem Fraß – Air Europa können wir nicht wirklich empfehlen – landen wir morgens um 5 Uhr in Madrid. Alle sind wie gerädert. Wir fliegen pünktlich um 7.10 Uhr weiter nach München, wo wir Glück haben und schon um 10. 38 Uhr den Zug in Richtung Heimat erwischen.

Fazit Bolivien von meinen Mitreisenden:

Beeindruckend, abwechslungsreich und überraschend. Kalt, heiß, charmant und staubig!

Eine Reise durch alle Klimazonen!

Eine sehr vielfältige Reise mit sehr unterschiedlichen Landschaften.

Bolivien ist BUNT!!!

Sooo viele Erlebnisse und Abenteuer, sooo viel Abstand vom Alltag!

Ein unglaublich faszinierendes Land mit freundlichen, hilfsbereiten Menschen!

Das wars! Vielen Dank an alle die mitgefahren sind, an die Kommentar-Schreiber und Danke-Button-Drücker!!! 🙂 🙂
Schön, dass ihr dabei wart!

Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019 von Katma1722

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/300201-mit-den-adventurecars-durch-boliviens-weiten-2019

Stand: letzter Berichtsteil vom 21. Feb. 2022

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.