Reisebericht

Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019

von Katma1722 · begonnen 13. Apr. 2021 · 76 Teile

Teil 113. Apr. 2021
Prolog

.... mit einer guten Tasse Kaffee und der Erinnerung an einen großartigen Urlaub lässt sich so manches leichter ertragen! 🙂 Lockdown...Homeoffice...Schneetreiben...

Um es vorweg zu sagen - ich habe eigentlich keine Ahnung, wie wir ausgerechnet auf Bolivien als Reiseziel gekommen sind. Wir waren noch nie in Südamerika - da sollte man doch meinen, Chile, Peru, Ecuador oder Argentinien wären die erste Wahl... doch es kam bei uns anders.
Wir, das sind mein Mann M. und ich, dazu meine Schwester Gabi, ihr Mann Stefan und deren drei "Kinder" Jonas (23), Mario (21) und Lena (18) - dazu gesellte sich noch Marios Freundin Anna (21). In dieser Besetzung waren wir 2014 schon vier Wochen in Botswana und Namibia unterwegs - es hatte sich bewährt und wir fühlten uns bei der 1. Südamerikareise etwas sicherer. Was? Da kann man Urlaub machen??? Was wollt ihr dort?? Das ist doch total gefährlich??? Das waren die mehrheitlichen Reaktionen!
Wie der Zufall es will, ist ein guter Bekannter von Gabi und Stefan ein gebürtiger Bolivianer aus Santa Cruz, der seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt und der uns den "Floh" von Bolivien ins Ohr setzte.
Wir lauschten seinen begeisterten Berichten, schauten Fotos an, ließen uns ein paar Tipps geben und stolperten dann doch ziemlich ahnungslos und mit nur rudimentären Spanischkentnissen ins Abenteuer! 😗

Nein, einen Guide und Fahrer wollten wir auf keinen Fall!!! Hotels vorbuchen? Mit 8 Leuten vielleicht sinnvoll! Ansonsten mussten wir uns einigen, heraus kam eine ziemlich vollgepackte Tour! Ein paarmal haben wir uns bei den Fahrzeiten böse verschätzt - dazu aber später mehr.
Im Internet fand ich die Petita Rent a Car Autovermietung - alte Autos, Allrad, Campingausrüstung verfügbar, keine Einschränkung bei der Streckenwahl 😎 die Bewertungen waren positiv und so buchten wir 2 alte Jeeps mit Klimaanlage, Allrad, Reservebenzinkanister und Campingausstattung - das die Autos so alt sein würden hätten wir uns nicht träumen lassen 😐 Anmietung in Santa Cruz am Flughafen, Rückgabe in La Paz am Flughafen. Einwegmiete erschwinglich.
Ein paar Ziele im Land waren gesetzt - Uyuni, Laguna Colorada, Sajama - drum herum bastelten wir unsere Tour. Ein hilfreicher Reiseführer war der "Reise KnowHow Bolivien", in dem ich einige Hoteladressen fand. Gebucht habe ich das meiste entweder direkt bei den Unterkünften, via Booking com und Airbnb, was in allen Fällen reibungslos funktioniert hat.
Als Karte hatten wir uns die Reise KnowHow Bolivien besucht, ohne maps.me wären wir aber vermutlich im Altiplano verschollen!
Da wir alle gerne mal ein bisschen tropischen Regenwald erleben wollten, buchten wir nach der Rückgabe der Jeeps in La Paz noch einen Inlandsflug ins Amazonasbecken, wo wir mit Bala Tours eine Fahrt in den Madidi Nationalpark und in die Pampas unternahmen.
Von München flogen wir mit Air Europa (Service 😣 ) via Madrid nach Santa Cruz, zurück von La Paz nach Santa Cruz mit einem Inlandsflug und am nächsten Tag wieder via Madrid zurück. Das war eine der kürzesten Verbindungen und wir sparten uns den Weg über die USA.
Reisen mussten wir im August - als Lehrer meine einzige Chance so lange wegzukommen - der Rest der Gruppe musste halt leider mit. Altiplano im Winter kann mitunter sehr kalt sein, dafür waren insgesamt nur sehr wenige andere Touris unterwegs - Individualtouristen schon gar nicht - keine Ahnung ob das an der Jahreszeit oder am Reiseziel lag.

Und das war unsere ambitionierte Route (4. August - 1. September 2019):
1N - Quinta Victoria, Porongo nahe Santa Cruz (Booking com)
2N - Ecolodge Laguna Volcan im Amboro Nationalpark (habe ich direkt gebucht, war bei Booking com nicht mehr verfügbar obwohl außer uns in der 2. Nacht kein Mensch da war!)
1N - Quinta Conciencia, Samaipata, Amboro Nationalpark (Airbnb)
2N - Ecohotel Rumi Kipu im Torotoro Nationalpark (Booking com)
2N - Hostal Casarte Takubamba, Sucre (Booking com)
1N - Hotel Sal Luna Salada, Colchani (Uyuni) (Booking com)
1N - Hostal Magia San Juan, südl. des Salar de Uyuni (direkt beim Hostal gebucht)
2N - Tayka de Desierto - Siloliwüste (direkt bei den Taykahotels gebucht)
1N - Tayka de Piedra - Südrand des Salar de Uyuni (direkt bei den Taykahotels gebucht)
1N - Tayka de Sal, Tahua - Nordrand des Salar de Uyuni (direkt bei den Taykahotels gebucht)
2N - Hostal Sajama, Sajama Nationalpark (direkt beim Hostal gebucht)
1N - Eco Albergue Tomarapi, Sajama Nationalpark --> vor Ort gebucht, nachdem das Hostal so schlecht war, dass wir nach 2 Tagen umgezogen sind)
1N - Hotel Akapana in Tiahuanaco --> vor Ort gefunden
2N - Eco Hostal Joshua in Copacabana, Titicacasee (Booking com)
1N - Hotel Nuevo Sol, Zentrum von La Paz (Booking com)
--> Inlandsflug nach Rurrenabaque
1N - Maya de la Amazonia in Rurrenabaque (Booking com)
Bala Tours: 2N Tacuaral Lodge, Madidi Nationalpark
2N Caracules Ecolodge, Yacuma River, Pampas
1N - Maya de la Amazonia in Rurrenabaque (Booking com)
--> Inlandsflug nach Santa Cruz
1N - Sun Hotel in Santa Cruz nahe Flughafen (Booking com)

Im nächsten Teil geht es dann los mit den Fotos!
Ich wünsche allen, die gutes Sitzfleisch und keine Angst vor Staub und Umwegen(Desvios) haben viel Spaß! Packt einen dicken Pullover ein!

Bald geht es los...
Teil 213. Apr. 2021
Auf nach Südamerika…

Wir sind erst einen Tag hier und die ersten Eindrücke sind einfach phantastisch… Wir sitzen mit Mario Andrade, dem Besitzer der Quinta Viktoria auf der Terrasse, leeren gemeinsam eine Flasche Rotwein und lauschen Marios Erzählungen über Land und Leute, seinen Job bei einem US-Ölkonzern, seiner daraus resultierende Verfolgung durch die bolivianische Regierung samt Gefängnisaufenthalt und die Nacht und Nebel Aktion, bei der seine Familie ins Exil in den USA fliehen musste…

Aber der Reihe nach… nach Wochen der Planung geht es endlich los! 🙂
Über die Anreise breiten wir den Mantel des Vergessens, ein Langstreckenflug in der Holzklasse ist nun mal kein Spaß! 😣
Wir landen pünktlich um 5.35 Uhr morgens auf dem Viru Viru Flughafen in Santa Cruz. Die üblichen Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und in der überschaubaren Ankunftshalle warten schon Lewis und sein bolivianischer Kollege von Petita Rent a Car auf uns. Die Autoübergabe verläuft mehr als lässig… 😗
Wir schleppen unser Gepäck auf den Parkplatz, wo wir von zwei Nissan Allrad-Trucks der Kategorie „Uralt“ in stylischem grau-blauen Design und „Alt“ in blau erwartet werden… Hmmmm…. 😐 Während Lewis die Autos in den höchsten Tönen lobt und als „Adventurecars“ anpreist, steht sein Kollege freundlich lächelnd dabei… erst als wir einsteigen wünscht er uns „Good Luck“ - damals sind wir noch verwundert, später danken wir ihm seinen frommen Wunsch von Herzen!
Auf die Frage nach einem Kühlschrank klappt Lewis in „Uralt“ eine Klappe am hinteren Fenster auf, der Innenraum könnte mit viel gutem Willen vielleicht eine Flasche Bier aufnehmen – und behauptet, dieser Kühlschrank sei voll funktionsfähig!
Er deutet auf einen Haufen Kram, den er als Campinggear betitelt – pro Auto kostet das immerhin 250US$ extra!!! Das Zeug verdient den Namen Campinggear nur bedingt, wie wir später noch feststellen werden. 😣
Wie auch immer – wir sind müde und wollen los und so steigen wir nach einer knappen halben Stunde in die Adventurecars – M. und ich wählen „Uralt“ und überlassen Gabi und Stefan „Alt“ -und los geht es! Wir haben keine Fahrzeugpapiere, das fällt uns viel später auf – wir brauchen sie aber auch nicht…

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"Uralt" auf dem Weg nach Santa Cruz

Mit Hilfe von maps.me steuern wir den ersten (und einzigen) Supermarkt unserer Reise an. Wir decken uns mit Vorräten, Bier, Styroporboxen für die Vorräte und anderem Gerümpel ein – wenn 8 Leute in 8 verschiedene Richtungen rennen und wahllos Zeug in den Einkaufswagen werfen ist dann schon die eine oder andere Überraschung dabei!
Außen vor dem Supermarkt befinden sich ungefähr 10 Geldautomaten… wir können keinen Unterschied erkennen und versuchen unser Glück. Mein Automat spuckt brav die ersten Bolivianos aus, Stefans Automat schluckt seine Kreditkarte. Er nimmt es gelassen – this is Bolivia – und ruft bei der Bank an um die Karte sperren zu lassen.
Auf dem Parkplatz lauert ein „Parkwächter“ - ganz wie in Windhoek auf Bakschisch – dafür hat er unsere Autos bewacht – ich vermute allerdings, dass nicht einmal ein Bolivianer solche Schrottkisten freiwillig klaue würde…

Als alles erledigt ist, machen wir uns auf in Richtung Stadtzentrum von Santa Cruz.

Kurzer Exkurs
Bolivien hat eine Landesfläche von knapp 1,1 Millionen qkm und ist damit 3mal so groß wie Deutschland. Im Jahr 2019 belief sich die Bevölkerungzahl auf gut 11 Millionen Einwohner. Während sich der Regierungssitz in La Paz befindet, ist die alte Kolonialstadt Sucre die konstitutionelle Hauptstadt. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind Indigenas, hauptsächlich Aymara, Quechua und Guarani. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind die Mestizen, Nachfahren von Europäern und Indigenas. Amtssprachen sind neben Spanisch auch Aymara und Quechua. Mit Evo Morales hatte Bolivien als erstes Land Südamerikas einen indigenen Präsidenten. 2020 wurde nach einigen Unruhen und einer umstrittenen Übergangsregierung Luis Arce, ein vertrauter von Morales. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Südamerikas, obwohl es über gewaltige Bodenschätze verfügt.


Santa Cruz ist mit 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Trotzdem ist alles recht übersichtlich und der Verkehr kein Problem. Wir schaffen es ohne Zwischenfälle ins Stadtzentrum, wobei wir nur einmal aus Versehen eine Einbahnstraße, von denen es zahlreiche gibt, befahren.
Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und lassen sie in der Obhut eines weiteren Parkwächters zurück.
Als wir in Richtung Zentrum schlendern zieht uns das Flair der Stadt sogleich in seinen Bann.

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Die Kolonialarchitektur hat schon reichlich Patina angesetzt…

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Kabelsalat und Tillandsien die auf Dächern und Stromkabeln wachsen…

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Indigenas mit bunten Gewändern und kleinen Kindern…

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Schuhputzer und fliegende Händler…

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Autos, die mit bunten Tüchern und Teppichen geschmückt sind…

Wir lassen uns zum „Plaza 24th de Septembre“ treiben, wo die schönsten Kolonialbauten zu finden sind. In rosablühenden Bäumen entdecken wir kleine grüne Sittiche. Leider ist es mir nicht gelungen ein Bestimmungsbuch für die Bolivianische Flora und Fauna aufzutreiben – so bleiben die Vögel namen- und wir ahnungslos.

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Teil 313. Apr. 2021
Der Hunger treibt uns schließlich in das einzige Café weit und breit. Ich bestelle Reis mit knusprigen Fleischfetzen und Kochbananen, alles schmeckt sehr lecker, sogar der Kaffee, vor dem wir durch unseren bolivianischen Bekannten gewarnt worden waren.

Anschließend besuchen wir die aus Backstein erbaute Basilika de San Lorenzo, wo gerade der Sonntagsgottesdienst stattfindet. Leute kommen und gehen, Kinder laufen herum, vorne verteilt der Priester zum Klang von Panflöten und Gesang die Kommunion, wieder andere beten inbrünstig. Wir sitzen eine Weile in den Kirchenbänken und lassen den Zauber des Ortes auf uns wirken.

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Blick über den Plaza 24th de Septembre zur Basilika

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Turm der Basilika

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Irgendwann reißen wir uns los und spazieren zurück zu unseren Jeeps, die noch an Ort und Stelle sind. Wir entlohnen den Aufpasser und machen uns auf den Weg in Richtung Porongo, wo wir die erste Nacht verbringen werden.

Nach einigen Baustellen erreichen wir die Brücke über den Rio Pirai, dann sind wir endlich auf dem Land. Es ist üppig grün, immer wieder sehen wir uns unbekannte Vögel, dazu Pferde, Rinder und sehr viele Hühner. In Porongo, eine lebhafte Ortschaft mit roter Sandstraße erwartet uns Mario Andrade. Nach einer herzlichen Begrüßung lotst er uns ein paar Kilometer weiter auf die Quinta Victoria, ein kleines Paradies!
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Es gibt überall Sitzplätze und Hängematten die zum Verweilen einladen, tropische Früchte an Bäumen und in Schalen, die Mario überall hingestellt hat, dazu 9 Katzen, 2 Gänse und einen Pool. Mario zeigt uns alles und lädt uns ein, uns wie zuhause zu fühlen. Das fällt uns bei diesem Empfang nicht schwer. Mario wohnt mit seiner Familie auch hier, die Küche darf gemeinsam benutzt werden.

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Unser kleines aber feines Zimmer

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Als Willkommen presst Mario einen frischen Clementinensaft aus – das schmeckt himmlisch!

Nachdem wir ein bisschen ausgeruht haben und sich das abgehärtete Jungvolk im Pool erfrischt hat, machen wir noch einen kleine Spaziergang. Porongo ist eine sehr kleine Gemeinde mit verstreut liegenden Häusern.

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Wir entdecken exotische Blumen … hier eine Ingwerblüte

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exotische Vögel … hier einen Glattschnabelani

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exotische Schmetterlinge der Gattung Argynnis incognita

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jede Menge Hunde und viele dürre Hühner auf langen Beinen…

An einer kleinen Kirche, die mit Malereien und geschnitzten Säulen verziert ist kehren wir schließlich um.
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Die Anstrengungen der vergangenen 2 Tage und die 6h Zeitverschiebung machen sich langsam bemerkbar. Nach einem Sundowner in Marios Paradiesgarten, einer deftigen Brotzeit und der bereits erwähnten Flasche Wein fallen wir schon um kurz nach 8 total erledigt ins Bett.

Fortsetzung folgt...
Teil 414. Apr. 2021
Von Porongo in den Amboro Nationalpark, 170km

Das morgendliche Konzert der Hähne macht Südafrika alle Ehre! 🙂
Wir haben gut geschlafen. Die Bedienung der Dusche ist etwas „tricky“, das Wasser wird aber wunderbar heiß. Solchermaßen erfrischt schmeckt das Frühstück in der wärmenden Morgensonne noch besser. 😛 Schließlich geht es ans Packen und Autos ordentlich beladen -Quinta Victoria war nicht zuletzt dank Marios Gastfreundschaft ein perfekter Start in den Urlaub. Hierher würden wir jederzeit wieder kommen!
Heute wollen wir zum Amboro Nationalpark fahren. Da der nicht sehr weit entfernt ist, haben wir viel Zeit, um uns durch die Gegend treiben zu lassen.

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Ein grober Überblick unserer Route - old-fashioned, da ich mit google maps gar nicht kann 😗

Wir entschließen uns als erstes die Kirche von Porongo, San Juan anzusteuern. Eine Empfehlung von Mario.
Die Kirche ist in der für hier typischen Holzbauweise errichtet und stammt aus dem 17. Jhdt..

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Als wir uns Porongo nähern sind auf den Straßen zahlreiche Menschen unterwegs.

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Dann treffen wir die erste Straßensperre…

Das sieht nach einem Fest aus – das gefällt uns gleich noch viel besser. 😁 Wir parken die Jeeps in einer Seitenstraße und schlendern ins Zentrum des Dorfes, wo schon die erste Feier anlässlich des morgigen Nationalfeiertages (6. August) toben.

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Bunt gekleidete Männer, Frauen und Kinder musizieren, tanzen und singen auf dem Platz vor dem „Rathaus“. Wir mischen uns unter die vielen Leute und stellen bald fest, dass wir hier die einzigen Gringos (Touristen) sind.
Nach mehreren Vorführungen bummeln wir noch ein wenig herum und es ist schon recht spät, als wir uns auf den Weg machen.

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Die Kirche mit dem freistehenden Glockturm besuchen wir natürlich auch noch!

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Teil 514. Apr. 2021
Wir müssen zunächst zurück in Richtung Santa Cruz, bzw. den Rio Pirai überqueren. Wir probieren die erste auf der Karte eingezeichnete Straße… die endet an einer Furt.

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Das andere Ufer scheint doch beunruhigend weit weg. Ein kleiner Lastwagen mit viel Bodenfreiheit kommt und fährt durch die Furt. Das sieht ziemlich tief aus. 😐
Die Männer sind unschlüssig und entscheiden sich aber schließlich kein Risiko einzugehen. Vor allem unser „Uralt“ ist wenig vertrauenerweckend! 😐 😐
Das bestätigt sich kurz darauf. M. will wenden, kommt dabei von der Straße in Richtung Sand – der nur auf den ersten Blick fest aussieht und schon hat sich unser „Adventurecar“ festgefahren… 😈
Das ist uns bisher auf keiner unserer Reisen passiert. Der Allrad funktioniert gar nicht und Kraft hat „Uralt“ sowieso nicht.
Ich finde ein Brett, das wir unter den festgefahrenen Reifen schieben und mit vereinten Kräften schieben wir das Auto aus dem Sand. Gut dass das nicht im Wasser passiert ist!

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Die anderen schieben, ich feuere sie an! 😗

Wir fahren gerade zurück Richtung Hauptstraße, Mario und Anna überlegen gerade, wie schön es doch wäre ein Faultier zu sehen … plötzlich ein Schrei von der Rückbank! M. bremst, Anna reißt die Tür auf (zum Glück ist hier kaum was los), fällt halb aus dem Auto und deutet überglücklich auf eine im Baum hängende alte Decke! 😗 Quatsch! Sie hat tatsächlich ein Faultier entdeckt… 🤩 Wenn das mal kein Zufall ist. Es hängt direkt neben der Straße im Baum und ist mit Fressen beschäftigt. Wir sind alle total begeistert!

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Unser erstes Wildtier – und noch dazu ein Braunkehldreizehenfaultier! Es dreht uns zwar den Rücken zu, lässt sich aber ansonsten nicht von uns stören. 😎

Während der Weiterfahrt sehen wir noch etliche Vögel, identifizieren können wir Truthahngeier, die es hier in großen Mengen gibt, Rabengeier, Glattschnabelanis und Guirakuckucke.

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Dieser freundliche Herr rammt fast unser Auto 😵

Auch die nächste Abzweigung endet an einer Furt. 😣 Am gegenüberliegenden Ufer, das bestimmt 50 Meter entfernt ist, stehen schon einige Fahrzeuge. Alle scheinen ziemlich unschlüssig. Das Wasser ist von einem hübschen schlammigen rotbraun… Nach unserer „Anschiebeaktion“ überlegen wir nicht ernsthaft, da durchzufahren! 😉
O.K. dann eben zurück nach Santa Cruz und über die Brücke. Das ist ein ziemlicher Umweg und etwas lästig, aber das ist die einzige Brücke. In der Stadt ist heute sehr viel Verkehr und so dauert alles… Der Duft aus einer Bäckerei am Straßenrand erinnert uns daran, dass fast Mittag ist und wir halten kurz an um uns mit frischem Brot einzudecken. 😛 Der Duft strömt jetzt statt am Fenster vorbei durchs Auto.
Irgendwann lassen wir Santa Cruz dann hinter uns und die Fahrt führt durch kleine Dörfer nach Westen. Die Straße ist geteert und wir kommen zügig voran. Obwohl wir Ausschau nach einer möglichen Einkehr halten, entdecken wir nichts. Stattdessen kommen wir an eine Polizeikontrolle.😮
Der Beamte bedeutet uns anzuhalten. Wir lassen das Fenster runter, lächeln freundlich und grüßen in unserem besten Spanisch! Er lächelt freundlich zurück und sagt etwas, das wir natürlich nicht verstehen… Vielleicht will er unsere Papiere sehen??? 😕 Wir reichen ihm die Pässe… er nimmt sie lächelnd entgegen, sagt aber nichts… Stefan, Gabi, Jonas und Lena steigen hinter uns aus und geben ihm auch ihre Pässe. Er nimmt sie entgegen und lächelt weiter freundlich… M. und Stefan holen ihre internationalen Führerscheine. Er nimmt sie entgegen und lächelt freundlich. Das halbe Dorf ist schon zusammen gelaufen und schaut – freundlich lächelnd – und neugierig zu, was hier so los ist. Der Beamte macht eine einladende Handbewegung – auch M. und ich steigen nun aus und folgen dem Mann in eine kleine Hütte, während Mario und Anna im Auto warten. In der Hütte sitzt ein zweiter freundlicher Beamter… wir grüßen, lächeln und warten, bis der erste Beamte sämtliche Pässe und Führerscheine fein säuberlich nebeneinander auf dem Tisch ausgebreitet hat. 😄
Der Beamte in der Hütte betrachtet die Papiere mit mildem Interesse, sammelt sie schließlich zusammen und übergibt sie uns wieder!
Freundlich lächelnd werden wir nach draußen gebeten und – tada – dürfen weiterfahren. 😄
Ich glaube wir waren für heute die Dorfbelustigung. Später lernen wir, dass es zahlreiche Zahlstellen gibt, wo man eine paar Bolivianos entrichtet und dafür eine Quittung bekommt. Die muss man unbedingt aufheben und an der nächsten Zahlstelle wieder vorzeigen. Entweder es passt oder man muss nachzahlen.
Inzwischen knurrt uns allen der Magen. Wir fahren entlang eines Flusses, als ich eine Schotterstraße entdecke, die tatsächlich zum Flussufer führt.

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Es ist ein bisschen vermüllt, aber ansonsten ein perfekter Platz für ein wohlverdientes Picknick. Endlich kommt das duftende Brot dorthin, wo es hingehört, nämlich in unsere Mägen. 😛

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Auf der anderen Flussseite sind rosa Felswände, ein paar Truthahngeier vervollständigen die Szenerie.
Teil 614. Apr. 2021
Die Fahrt hinauf in die Berge des Amboro Nationalparks und zur Ecolodge Laguna Volcan führt über eine Schotterpiste und ist landschaftlich wunderbar.

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Üppiges Grün wechselt mit bizarren roten Felsen und rosa blühenden Bäumen.

Die Lage der Lodge ist einmalig 😎 :
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Das Personal an der Rezeption ist etwas desinteressiert, schließlich schaffen wir es aber einzuchecken und erhalten 2 Doppelzimmer im Haupthaus und 1 Bungalow am Ufer der Lagune.

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Zum Sundowner treffen wir uns auf der Terrasse am Pool, der sehr einladend aussieht, für heute aber definitiv zu kalt ist.

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Der Blick von dort ist aber super! Da schmeckt uns das bolivianische „Huari“ Bier gleich noch besser. 😛

Nachdem wir heute doch recht lange im Auto gesessen sind unternehmen wir noch einen Spaziergang auf dem Lodgegelände und um die Lagune herum. Wir entdecken spannende Pflanzen, unbekannte Vögel und freuen uns an der Ruhe hier oben.

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Als wir später ins Restaurant gehen ist nur eine andere Familie da – komisch – bei Booking com war die Lodge ausgebucht! Das Essen ist sehr reichlich mit Reis, den obligatorischen Kochbananen und jeder Menge Fleisch. Schmeckt aber alles lecker.
Nach diesem langen Tag sind wir alle rechtschaffen müde und ziehen uns ziemlich schnell in Zimmer und Bungalow zurück.

Fortsetzung folgt...
Teil 716. Apr. 2021
Zu den Wasserfällen von Cuevas und ein Spaziergang à la „Mirador“

Da wir heute nur den Amboro Nationalpark und die nähere Umgebung erkunden lassen wir es ruhig angehen. Der Nationalpark hat eine Fläche von knapp 4500qkm und wurde 1983 gegründet. Zugänglich ist der Amboro von Süden und von Norden, wobei es wohl im Norden mehr Möglichkeiten gibt. In unseren Reiseplan hat allerdings „nur“ der Sector Sur gepasst. Das Refugio Los Volcanes liegt auf ca. 1100hm in besonders schöner Umgebung, direkt an der Nationalparkgrenze.
Während M. und ich etwas später aufstehen ist das Jungvolk schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen und besteigt einen kleinen Aussichtshügel in der Nähe der Lodge – sie bringen wunderschöne Bilder mit! 😘

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Das Frühstücksbuffet ist gigantisch – mehrere Sorten frische Fruchtsäfte, frisches Obst, auf Wunsch Eier, Wurst Käse und bestimmt 10 Sorten verschiedenstes Kleingebäck! 😛 Das Jungvolk findet den Sandwichmaker am besten. Ich ärgere mich immer noch, dass ich davon kein Foto gemacht habe. Naja, wieder mal nur ans Essen gedacht! 😗 Wir frühstücken in der Morgensonne auf der Terrasse mit Blick auf den Pool und die Lagune. Dort sind einige Bläßhuhn-ähnliche Vögel, Ibisse und Kiebitze zu entdecken.

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Whistling heron (Syrigma sibilatrix)

An der Rezeption entnehmen wir dem gestikulierenden Spanisch der Damen, dass eine Wanderung nur mit Guide erlaubt ist, also melden wir uns für einen geführten Nachmittagswalk zu mehreren „Miradors“ an. Um 14 Uhr soll es losgehen, wir haben also noch genug Zeit und entschließen uns die Wasserfälle von Cuevas zu besuchen. Die sind ein paar Kilometer entfernt, liegen auf Privatgrund (Eintritt) und werden im Rother Wanderführer wärmstens empfohlen. 🙂

Ein großer Parkplatz, ein nett angelegter Eingangsbereich mit vielen Blumen, ein kleiner Obolus und schon spazieren wir am Bachufer zu den Wasserfällen.

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Die vielen exotischen Pflanzen, herumhuschende Vögel und bunten Schmetterlinge sind bezaubernd.

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Mit dem hier legt man sich besser nicht an! 😄
Teil 816. Apr. 2021
Wir lassen uns viel Zeit, genießen die sandigen Wasserbecken und die Felsenlandschaft rundherum.

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Lena stürzt sich todesmutig in die eiskalten Wasserfälle, kann aber sonst keinen von uns dazu verlocken.

Da ist mir ein leckerer Kaffee aus der mitgebrachten Thermoskanne schon lieber. So lässt sich der Urlaub richtig genießen.
Für den Rückweg wählen wir den Weg über die Berge, wo es eine schöne Aussicht auf einen der Wasserfälle hat 😎

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Teil 916. Apr. 2021
Wieder zurück an der Lodge machen wir ein ziemlich zugiges Picknick mit Crackern (das Brot haben wir schon wieder aufgegessen) – unglaublich, was 8 Leute so blitzschnell wegfuttern! 😕

Pünktlich um 14 Uhr sind wir an der Rezeption. Es dauert eine geraume Weile – wir glauben schon, etwas falsch verstanden zu haben – da taucht unser Guide doch noch auf – ein junger Bolivianer, der uns zwar nicht seinen Namen nennt, dafür aber auf spanisch erzählt, dass er gerade vom Fußballspielen kommt. Englisch kann er leider kein Wort – mal sehen, wie viel wir verstehen!

Wir steigen durch dichten Wald...

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... hinauf auf die Hügel und genießen die wunderschöne Aussicht. 😎

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Dann geht es wieder bergab und den nächsten Hügel hinauf ... und so weiter ...
Die Erklärungen bleiben spärlich, was ein bisschen schade ist. 🙁 Das erste Mal taut unser Guide auf, als wir auf Bermejo hinaubschauen und er uns seinen Fußballplatz zeigen kann. 😉

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Bermejo

Trotz allem ist der Walk landschaftlich sehr schön, die Aussicht toll, immer wieder gibt es Blumen zu entdecken, die unserem Guide aber nur ein Achselzucken entlocken. Wirklich Ahnung sieht anders aus… 😣

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Sieht aus wie eine Aster...

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Orchidee

Hier noch ein paar Impressionen der Tour:

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Teil 1016. Apr. 2021
Noch ein paar Bilder:

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Nach rund 3 h sind wir zurück an der Lagune und er zeigt uns noch ein paar seltsame Früchte, welche die Bolivianer zum „Pfeifen“ verwenden – nur Lena und Anna schaffen es den Dingern einen Ton zu entlocken.

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Einmal geschlossen, einmal mit "Pfeifloch" und einmal aufgefaltet zur Blume 🙂

Vom Informationsgehalt her haben wir schon bessere Touren erlebt, unser Spanisch ist aber auch ziemlich schlecht… 🙁

Den restlichen Nachmittag verbringen wir gemütlich mit Lesen, Kaffee trinken, baden im Pool und Karten spielen.

Zum Sundowner besteigen wir einen Hügel hinter der Lodge, wo wir von einigen frechen Kiebitzen attackiert werden. 😣 Scheinbar haben wir uns ihrem Gelege genähert. Keine Ahnung wann die Viecher hier brüten!

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Southern Lapwing

Wir genehmigen uns noch ein frühes Abendessen und sind dann auch schon wieder hundemüde von der vielen frischen Luft und den schönen Eindrücken.
Auf dem Weg zu unserem Zimmer entdecken wir noch einen nächtlichen Flatterer:

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Unser sehr geräumiges Zimmer (mit Kühlschrank) will ich euch nicht vorenthalten... leider vergesse ich immer zu fotografieren bevor wir alles "zumüllen"... 😗

Fortsetzung folgt...
Teil 1117. Apr. 2021
Westernflair in Samaipata und die uralte Kultstätten in El Fuerte, 80km

Auch heute morgen machen wir wieder einen schönen Spaziergang – die Täler sind heute frei von Nebel, dafür leuchten die rosa Bäume im Morgenlicht. 🙂

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Das Frühstücksbuffet fällt heute eine Nummer kleiner aus, wir sind die einzigen Gäste, bietet aber trotzdem keinen Grund zur Klage.
Am späten Vormittag packen wir unsere Siebensachen in die ausgeruhten „Oldies“ und verlassen das Refugio in Richtung Samaipata.

Fazit: Refugio Laguna Volcanes
Die Lage der Lodge ist wunderschön, der Ort eignet sich zum Ausspannen und für kleinere Spaziergänge. Die Zimmer sind geräumig und sauber, das Frühstück und das Abendessen lecker und reichhaltig.
Die Beschreibung der Lodge im „Reiseknow-How Bolivien“ stimmt allerdings nur bedingt. Wir hatten gehofft, von hier aus geführte Exkursionen in den Nationalpark machen zu können, das ist uns außer mit dem „Mirador – Walk“ leider nicht gelungen, trotz mehrfacher Nachfragen. Kritik gibt es an der Freundlichkeit der Rezeptionsmitarbeiter – auf uns wirkten sie etwas muffig und wenig bemüht. Vielleicht lag es aber auch an den Verständigungsschwierigkeiten. Trotzdem kann ich die Lodge – eben aufgrund der wunderschönen Lage empfehlen


Auf der Fahrt in Richtung Samaipata halten wir an einer steilen Felswand mit blühenden Bromelien
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– gegenüber in einer Schlucht werden wir durch lautstarkes Gezänke aufmerksam auf einen haarfeinen Wasserschleier, wo sich hunderte grüne Sittiche an der Felswand die Mineralien holen – leider sind die Vögel elend weit weg. Keine Chance für unsere alte Nikon. Mit dem Fernglas können wir die Tiere aber gut beobachten.

Mit ein paar Schwierigkeiten arbeiten wir uns zu Hilverts „Quinta Conciencia“ vor. Hilvert, ein Niederländer und seine bolivianische Frau Carina betreiben hier eine Art spirituelles Yogazentrum und vermieten via Airbnb auch Betten zum Übernachten. Der kleine Ort liegt einige Kilometer vor Samaipata am Fuße der schon zum Amboro Nationalpark gehörenden Berge. Es ist absolut idyllisch, für die Anfahrt über die holprige Piste sind wir froh, dass unsere Jeeps über ausreichend Bodenfreiheit verfügen.

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Durch diese Furt schafft es sogar "Uralt" 😎

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Wir werden von mehreren Hunden und Katzen, dem Duft von Räucherstäbchen, dem Klang von Windspielen und Hilvert empfangen, der uns erstmal einen Kräutertee ausschenkt. 🙂
Wir ratschen ein bisschen, dann zeigt er uns unsere Hütte für heute Nacht. Zwei Zimmer mit jeweils 4 Betten – naja geht schon mal, das Badezimmer ist über einen schmalen Pfad zu erreichen. Wir bringen unser Gepäck an Ort und Stelle – damit sind die Zimmer schon ziemlich voll…

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Bei Hilvert und Carina

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Blick in die Küche - wer ist hier der Boss??? 😗

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Zimmer für das Jungvolk
Teil 1217. Apr. 2021
Wir holen uns von Hilvert noch einen Restaurant-Tipp für Samaipata und machen uns auf den Weg. Mario und Anna wollen zu Fuß zur Ausgrabungsstätte von El Fuerte wandern, sie packen ein paar Semmeln ein und wir lassen die beiden an der Abzweigung nach El Fuerte aussteigen. Am Nachmittag wollen wir uns dort alle treffen.
Der Rest von uns steuert Samaipata an. Das Städtchen hat rund 1500 Einwohner und liegt auf gut 1600 m Höhe. Es gilt als Hauptort für die Organisation von mehrtägigen Touren in den Amboro. Leider fehlt uns dazu die Zeit.
Samaipata verströmt ein bisschen Westernstadtflair, hier leben viele Auswanderer und die Stimmung ist entspannt und freundlich.

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Hier herrscht schon ein bisschen Wohnungsnot! 😗

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Wir steuern das spanische Restaurant „Tierra Libre“ an, das einen gemütlichen Innenhof hat. Wir bestellen ein paar Tapas und stellen fest, dass die Portionen riesig sind! 😕 Alles schmeckt total lecker 😛 , aber wir haben keine Chance alles aufzuessen… Waren die Augen mal wieder größer als der Magen!
Teil 1317. Apr. 2021
Nach ein paar Einkäufen und fahren wir hinauf in die Berge zu einer der bedeutendsten bolivianischen Ausgrabungsstätten, El Fuerte de Samaipata. Die Stätte liegt auf rund 2000 m Höhe an den östlichen Ausläufer der Cordillera Oriental.

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Die Anlage ist ca. 40 ha groß und war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum. Man vermutet, das es um 300 von den Mojocoyas gegründet wurde. Im 14. Jhdt. bauten die Inka die Anlage aus und versahen sie mit Befestigungen. Highlight der Anlage ist ein gut 60m breiter und 220m langer Monolith – der heilige Felsen, der nicht betreten werden darf. Um eine Besichtigung möglich zu machen wurden hier Stege in luftiger Höhe gebaut, von denen man einen tollen Blick auf den Felsen hat.

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Der Monolith auf dem Gipfel des windgepeitschten Berges ist absolut beeindruckend.

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Es klingt ein bisschen pathetisch, aber für mich atmet hier Geschichte!

Die Aussicht reicht in alle vier Himmelsrichtungen.
Neben den Wegen wachsen zahlreiche Blumen, die Anlage ist gut gepflegt.

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Kakteen

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Die Zeit vergeht wie im Flug, so viel gibt es zu entdecken. Außer uns gibt es nur sehr wenige andere Besucher.

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Guira-Kuckuck

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Priester"häuser", Templo Panoramico

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Befestigungsmauern aus der Inkazeit

Die Spätnachmittagssonne taucht alles in ein warmes Licht, was ein bisschen darüber hinwegtäuscht, dass es ganz schön frisch ist. Ich bin froh, eine extra Jacke dabeizuhaben, die ich Mario leihe, der in seinem T-Shirt und der kurzen Hose ein bisschen verfroren aussieht…. 😗
Irgendwann machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz, wo einige Truthangeier kreisen und ein sehr heller Falke dekorativ in einer der zahlreichen, vermutlich angepflanzten Weymouthskiefern sitzt.

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Truthahngeier

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Grey-headed Kite (vielleicht... 😕 )

Der Weg zurück zu Hilvert ist nicht weit (deshalb haben wir die Unterkunft gewählt) und wir genießen unseren Sundowner in Gesellschaft zweier aufdringlicher Hunde und einer Katze vor unserer Hütte. 😎
Abends packen wir unsere Brotzeit aus und decken den Tisch – Hilvert leiht uns netterweise Teller und Besteck – neben Hilverts Küche. Als extra Spezial öffnen wir heute unser in Santa Cruz erstandenes saures Gemüse- aber was schwimmt den da Weißes??? 🙄 So ein Gemüse haben wir noch nie gesehen. Schließlich die Erleuchtung – das vermeintliche „Gemüse“ entpuppt sich als labbriges Stück Schweineschwarte! 🤢 Oh nein! Fleisch ist bei Hilvert streng verboten! 😮 Schnell stecken wir das Corpus delicti – keiner hat Lust DAS zu Essen!! - in eine kleine Mülltüte und ab damit in den Mülleimer – Deckel zu – fertig! 😗 Hilverts Katzen sind äußerst interessiert! 😗 😗
Viel später sitzen wir noch vor der Hütte – am Himmel ist, ganz wie in Afrika – das Kreuz des Südens zu sehen, ab und zu bellt ein Hund und die Grillen zirpen wunderschön!

Fortsetzung folgt...
Teil 1418. Apr. 2021
Zu den Helechos Gigantes und über Desvios nach Toro Toro, 440 km

Seit wir gestern Abend noch ein bisschen mit Hilvert und Carina gequatscht haben, freue ich mich auf heute morgen! Ich werde doch noch die berühmten Baumfarne sehen! 🤩
Das war mein großer Wunsch, als wir zu dieser Reise aufgebrochen sind – bei unserem vorgestrigen Walk konnten wir ein einziges Exemplar entdecken… meine Hoffnung war schon auf Null, bis Hilvert meinte, da bräuchten wir keine Tour buchen, wir sollten einfach hinter seiner Quinta weiter den Berg hinauffahren, da würden sie wachsen und da würden auch die Guides mit ihren Touris hinfahren!
„Was tut man nicht alles, um ein paar Farne zu sehen?“, fragt sich wohl der Rest der Gruppe, trotzdem sind alle an Bord als wir um halb sieben Uhr morgens hinauf in die Ausläufer der Cordillera Oriental fahren.

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Die Sonne schiebt sich gerade über die Wolken

Wir folgen Hilverts Beschreibung und finden sie. Wie aus der Zeit gefallene Urzeitrelikte stehen die bis zu 12 Meter hohen Helechos gigantes hier in rauen Mengen!

Vorsicht - Baumfarnfotoalarm! 😗
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Na, schon genug Farne gesehen??? 😗
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Von wegen... 😄 ein paar gehen immer!
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Geschafft!
Teil 1518. Apr. 2021
Und nicht nur das.
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Blumen und Sträucher blühen...

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uralte, komplett mit Flechten und Tillandsien behangene Solitärbäume ragen weit über alle anderen hinaus.

Kolibris flitzen wie farbige Blitze durch den Wald – ich bin wie verzaubert.

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Leider, leider haben wir wieder viel zu wenig Zeit und müssen uns gegen 8 Uhr auf den Rückweg machen. 🙁
Zum Glück ist es nicht weit und Hilvert und Carina erwarten uns mit einem tollen Frühstück mit selbst gebackenem Brot, frischem Fruchtsaft, Tomaten, Käse und hausgemachter Marmelade. 😛 😛 Um kurz nach neun sind wir unterwegs. Vor uns liegen rund 440km. Wir ahnen noch nicht, was uns erwartet. 😈
Teil 1618. Apr. 2021
In Samaipata kaufen wir noch ein bisschen Obst und Gemüse bei einer Marktfrau, während die Männer die Autos betanken und auch die Kanister auf dem Dach befüllen.
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Mit Tankstellen sieht es laut Karte auf dieser Strecke nicht so gut aus und wir wissen noch nicht genau, wie viel die Oldies saufen.
Die Landschaften, die wir durchfahren werden nicht langweilig, immer wieder wechselt die Szenerie.

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Wir sehen Truthahngeier, Sittiche, dazu Esel, Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine.
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Zunächst kommen wir zügig vorwärts, es ist nicht viel Verkehr und die Straße ist gut.

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Davon sehen wir leider nix...

Wir sind optimistisch, dass 7 Stunden für 440km eigentlich reichen müssten und hoffen, so gegen 18 Uhr Rumi Kipu, unsere nächste Unterkunft zu erreichen…. Von wegen… es sollte anders kommen….. 😈
Mittags wird uns klar, dass wir nicht wirklich viel Strecke gemacht haben, obwohl die Straße eigentlich recht ordentlich ist. 😕 Wir stoppen nur ganz kurz für ein paar Keks aus der Hand und eine Pinkelpause, dann geht es auch schon weiter.

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Die beiden offiziellen Staatsflaggen Boliviens, die bunte ist die Indigene

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Zahlstelle entlang der Strecke

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Wir fahren und fahren und fahren… Wir lassen Mizque hinter uns. 😕

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Die Straßen werden schlechter und zahlreiche teils abenteuerliche Baustellen mit noch zahlreicheren „Desvios“, den bolivianischen Umleitungen halten uns auf. 😈
Spätnachmittags stoppen wir für eine schnelle Semmel, einen Kaffee und ein paar Chips. Wir fahren und fahren und fahren… Als es zu dämmern beginnt, haben wir Punata erreicht…. Endlich, jetzt ist es nicht mehr weit! 😗
Leider wird die Straße jetzt noch schlechter. 😈 Im Licht der Scheinwerfer huscht ein Andenfuchs vorbei. Bei einem kleinen Dorf steht ein junger Mann an der Straße und streckt den Arm aus. Stefan, der gerade voraus fährt hält an und der Bolivianer quetscht sich zu den vieren ins Auto. Hier ist es gang und gäbe, Leute mitzunehmen, wenn man in der privilegierten Lage ist, ein Auto zu haben… Viel Platz brauchen die Anhalter meistens auch nicht… 😗 Der junge Mann entpuppt sich als große Hilfe. Er kennt sich hier gut aus und lotst Stefan schließlich aus dem Flussbett (ehrlich!!!) durch das wir in Schlangenlinien auf der Dauerumleitung unterwegs sind hinauf Richtung neue Straße – das Stück ist schon fertig, behauptet er. An der Straße angekommen, ist die Zufahrt durch ein paar wackelige Absperrpfosten versperrt. Stefan macht kurzen Prozess mit einer und fährt einfach drüber – O.K. so geht es auch…. Für uns ist der Weg frei und wir folgen. 😗 😗
Jetzt kommen wir tatsächlich ein bisschen flotter voran. Die neue Straße ist sehr breit und natürlich ist hier gar niemand unterwegs… Viel Verkehr ist zum Glück ohnehin nicht!
Heute lernen wir auch erstmals eine von Uralts Macken kennen. Der Boden unter Lenas Füßen mutiert zur Fußbodenheizung. Es wird so heiß, dass es manchmal richtig nach verschmurgeltem Gummi riecht!!! 😈 🤢
Lena streckt ihre Füße zwischen Fahrer um Beifahrersitz!
Ich rufe zwischenzeitlich bei Annemarie in Rumi Kipu an um ihr zu sagen, dass es leider sehr spät werden wird. Sie bemitleidet uns ein bisschen und ermahnt uns vorsichtig zu fahren. Irgendwann haben wir es geschafft. Ich bewundere Stefan und M. Für ihre eisernen Nerven. Trotz mehrfacher Angebote haben sie sich geweigert, einem von uns anderen das Steuer für eine Weile zu überlassen. Um 21.30 Uhr erreichen wir Rumi Kipu, das außerhalb der Ortschaft Toro Toro im gleichnamigen Nationalpark, auf rund 2800 m Höhe liegt! Wir haben 12 Stunden gebraucht!!! Da haben wir uns bei der Planung grob verschätzt. Außerdem steht für mich fest – Desvio ist mein Unwort des Urlaubs! 😈
Aber, es ist alles gut gegangen und wir werden von Annemarie und ihrem Mann Alfonso, den Besitzern von Rumi Kipu wunderbar herzlich empfangen. Jonas hat noch Hunger und bekommt ein Quesadilla, wir anderen einen leckeren heißen Tee. 😘 Die Zimmer sind wunderschön eingerichtet und gemütlich warm! Wir sind hundemüde und fallen wie Steine ins Bett.
Teil 1720. Apr. 2021
Dinosaurierspuren, skurrile Berge und der König der Anden

Morgens um 6 werden wir davon geweckt, dass ein Sturm ums Haus fegt… da kuscheln wir uns lieber noch ein bisschen tiefer in die bisher besten Betten des Urlaubs. Als wir schließlich aufstehen beleuchtet die Morgensonne die faszinierende Bergkette des Toro Toro Nationalparks.

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Die Zimmer auf Rumi Kipu sind äußerst gemütlich 🙂

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Gestern war es ja schon dunkel, so sieht Rumi Kipu aus

Exkurs:
Viel zu finden ist nicht, wenn man sich über den Toto Toro Nationalpark informieren möchte. Mit nur 165 qkm Größe ist er der kleinste NP Boliviens. Der Park ist reich an Fossilien und Dinosaurierspuren, und damit für paläontologische Studien und Untersuchungen äußerst interessant. 138 km von der Stadt Cochabamba entfernt, ist der kleine Ort Toro Toro Ausgangspunkt für Touren in den Park. Eingerahmt von zwei sehr ungewöhnlich aufgefalteten und geformten Gebirgszügen, die mit ihren erodierten Gebirgszacken spitzt aufeinander zulaufen, ähnelt das Tal um Toro Toro einem geöffneten Krokodilmaul. Der Toro Toro Nationalpark beherbergt mehr als 1000 Planzenarten, und eine Vielfalt an Fauna. Ebenso biete der Park eine unerschöpflich reiche Palette an natürlichen Attraktionen, darunter spektakuläre Canyons, Felskathedralen, Wasserfälle, und diverse Höhlen.


Bevor wir uns aufmachen, um den Park zu erkunden, verwöhnen uns Annemarie und Alfonso mit einem ausgesprochen leckeren Frühstück! Es gibt Obstsalat, hausgemachten Joghurt, selbstgebackenes Brot, Rührei und vieles mehr. 😛 😛 Annemarie ist Schweizerin, Alfonso Bolivianer. Die beiden haben sich über ihren Job bei der UNO kennen gelernt und sich nach der Rente ihren Traum erfüllt und dieses wunderschöne Ecohotel errichtet. Es sollte die beste Unterkunft unserer Reise werden! 🙂 😘
Sehr praktisch, dass Annemarie Deutsch kann, so erfahren wir einiges über Toro Toro und sie empfiehlt uns den Besuch der Felsenstadt „Ciudad de Itas“. Ein Führer ist Pflicht, wenn man den Park besuchen will und so machen wir uns gut gestärkt auf ins gleichnamige Dorf um einen solchen zu buchen und den Parkeintritt zu bezahlen.

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Am Nationalparkbüro zahlen wir die Gebühr und begeben uns dann ins benachbarte Büro für die Vermittlung von Guides. Englischsprachige sind nicht verfügbar, wir bekommen Abraham und Gabriel zugeteilt (2 Autos, 2 Guides).
Während Stefan und M. Versuchen Benzin zu organisieren, welches es hier nur auf dem Schwarzmarkt gibt, sitzen wir auf einer Mauer vor dem Büro und genießen das Treiben auf der Dorfstraße.

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Esel, Ziegen, Frauen mit Tragetüchern, knatternde Mopeds und die unvermeidlichen Straßenhunde, von denen es in Bolivien zahlreiche gibt.

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Bisher waren alle sehr freundlich, einer kommt zu uns und legt sich direkt neben uns… treuherzig schaut er uns an, aber wir haben leider nichts für ihn da. An einem Stand kaufen wir noch ein paar Schokoriegel. Es ist unglaublich authentisch und wir sind (leider für die vielen Guides die auf Arbeit hoffen) mal wieder die einzigen Touris. O.K. Toro Toro ist wirklich sehr schlecht erreichbar, Annemarie meint aber, das es besser wird, wenn die Straße erst fertig ist.
Teil 1820. Apr. 2021
Die Männer kehren mit Benzin zurück und wir machen uns auf den Weg hinauf in die Berge.

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Straßensperre in Toro Toro 😗

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Abraham fährt bei uns mit und erweist sich als sehr gesprächig. Wir tun unser bestes, alles zu verstehen, Abraham hilft mit beredten Gesten nach. Das Spanisch in Bolivien ist deutlich leichter zu verstehen als in Spanien selbst, da die Bolivianer langsamer und vor allem viel deutlicher sprechen.
Die Bergwelt des Toro Toro gefällt uns sehr gut! Die aufgefalteten Ketten sind faszinierend, hier und da ducken sich kleine grasgedeckte Hütten an die Hänge, in den Bäumen trocknet Mais als Viehfutter, Kühe und Schafe grasen in der Nähe.

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Schließlich erreichen wir auf 3600m Höhe den Parkplatz, wo unsere Tour in die Felsenstadt beginnt. Abraham ist sehr rücksichtsvoll und geht sehr langsam, wir sind auf dieser ungewöhnten Höhe schon etwas kurzatmig.

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Immer wieder zeigt uns Abraham bizzare Felsen - hier der Elefant ...

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... steinernes Untier...

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Teil 1920. Apr. 2021
Es gibt auch interessante Pflanzen:

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Enzian

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Die Aussicht von hier oben ist wunderschön:

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Der Weg durch die Felsenstadt ein wahres Labyrinth, der zum Teil durch große Höhlen, enge Durchlässe und unter Bögen hindurch führt.

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Teil 2020. Apr. 2021
Es wird nicht langweilig...

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Einmal müssen wir eine Leiter erklimmen.

Abraham entdeckt in einiger Entfernung ein paar Viscachas, die wir total putzig finden, vor allem den langen „Besenschwanz“.
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Unser persönlicher Höhepunkt sind aber 3 Kondore, die hoch über uns am Himmel kreisen! Eine echte Erstsichtung!

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Wir brauchen für die Tour gut 2 h. Es hat sich wirklich gelohnt.

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Mittags machen wir bei ein paar tollen Felsen Picknick. Abraham und Gabriel freuen sich sehr, dass wir unser Essen mit ihnen teilen und greifen kräftig zu. Die Fahrt zurück ins Tal gefällt uns fast noch besser als die Hinfahrt. Die Ausblicke sind spektakulär und die Landschaft leuchtet in allen Farben – leider können Fotos das nur unzureichend wiedergeben.

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Hinten im Bild das Dorf Toro Toro
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