Eine weitere Auswirkung der Seuche.....Mehr Zeit und weniger Möglichkeit diese zu verbringen! Also stöbert man auf alte Festplatten herum und kommt noch auf die blöde Idee Berichte einzustellen die ansonsten nie die Dämmerzone der Festplatte verlassen hätten!.....
Die Reise fand von Mitte Juli bis Mitte August 2016 statt (30 Tage). Wir starteten und endeten, wie bei alle unserer Reisen ins südliche Afrika, in Pretoria. Das Fahrzeug war von Bushtrackers. Abholung in Centurion (zwischen JHB und Pretoria). Hilux automatik mit Doppelkabine, Dachzelt und allem Zubehör. Bushtrackers ist aus unserer Sicht absolut seriös und empfehlenswert.
Die Reise war eine ausgewogene Mischung von Landschaft, Flora und Fauna (zu Land, Wasser und Luft!). Hier ein kleiner Vorgeschmack.....
Auf dem Weg zum Hidden Vlei
Hidden Vlei
Hidden Vlei
Hidden Vlei
Am Chobe.....aber.....da ist doch etwas komisch.....!?
Am Chobe
Sonnenuntergang (ja, ich kann es nicht lassen!!!) am Kavango bei Ngepi.
Teil 216. Jan. 2021
Wir fliegen mit Swiss nach JHB, kaufen im Duty-free noch Amarula Gold ein, holen unser Auto in Centurion bei Bushtracker ab und fahren nach Pretoria wo wir uns, wie immer, bei unseren Freunden einquartieren. Wir verbringen 2 Tage in und um Pretoria, besuchen weitere Freunde, akklimatisieren, gewöhnen uns schon mal an das SA Bier, Biltong, droewors und getrocknete Früchte, machen mehrere Braais, kaufen ein und genießen einfach das Wiedersehen mit Land und Leute in vollen Zügen.
Wir waren bei der Reisevorbereitung auf ein Problem gestoßen; wir wollten in Pretoria starten und enden, eigentlich eine klassische Namibia-Tour inklusive KTP veranstalten, und das in 4 Wochen.....schon ein Brett! Dann kam die Idee irgendwie auch noch Victoria und Caprivi einzubauen, womit dann das ganze streckenmäßig noch eine ganz andere Dimension bekam! Da wir uns nicht scheuen auch mal größere Abstände zu fahren, wenn es denn sein muss, haben wir die Tour dann gemäß der Devise "Stop (für mehrere Tage an einem Highlight) and Go (zum nächsten Highlight)" geplant!
Unsere Route sah also folgendermaßen aus.....
1. Pretoria nach Tantebane Game Ranch, ca. 20 km jenseits von Francistown - ca. 650 km; 2. Tantebane nach Chobe Garden Cottage in Kasane - ca. 630 km; 3. Kasane nach Ngepi am Kavango; 4. Ngepi nach Namutoni - ca. 650 km; 5. Namutoni nach Halali; 6. Halali zum Aabadi Mountain Camp; 7. Aabadi zur Spitzkoppe; 8. Spitzkoppe nach Swakopmund; 9. Swakop zur Namibgrens Guest Farm; 10. Namibgrens nach Sesriem; 11. Sesriem zum Quivertree Forest Rest Camp - ca. 680 km; 12. Quivertree zum Red Dune Camp, Gochas; 13. Red Dune nach Rooiputs; 14. Rooiputs nach Kuruman - ca. 420 km; 15. Kuruman nach Pretoria - ca. 570 km.
Insgesamt waren es dann schon etwa 7000 km!
Angesichts der doch sehr langen Strecke fahren wir früh in Pretoria los, über Mokopane zum Grenzposten bei Martins Drift. Die Grenzformalitäten ziehen sich wie üblich, gehen aber ohne besondere Vorfälle von statten. Weiter geht es über die "gut aufgeräumt aussehende" kleine Minenstadt Selebi-Phikwe und Serule nach Francistown. Wir fahren ca. 20 km auf der Strasse nach Westen Richtung Orapa, wo wir unser Tagesziel, die Tantebane Game Ranch erreichen. Wir haben uns Tantebane ausgesucht, weil günstig gelegen, ca. auf halber Strecke zwischen Pretoria und unser erstes Highlight, Kasane. Es stellt sich aber heraus, dass dieses von einem südafrikanischen Ehepaar betriebene Kleinod durchaus auch für einen längeren Verbleib geeignet ist. Das Haupthaus mit Restaurant ist an einem kleinen See gelegen und wirkt einladend und freundlich.....wir fühlen uns hier auf Anhieb wohl! Die Gäste-Unterkünfte liegen ca. 1 km entfernt, auf einem Hügel umgeben von üppigem "Buschveld" und inmitten der Game Ranch. Die (wenigen; ich meine nur3?) Hütten sind geschmackvoll eingerichtet, liegen sehr privat, haben alles was man braucht, alles funktioniert.....was will man mehr! Wir kommen relativ spät an, duschen, nehmen einen Sundowner auf der Varandah der Hütte und gehen (zu Fuß) runter ins Restaurant zum Abendessen, welches wir zusammen mit dem Besitzerehepaar genießen. Wir reden noch lange mit den Besitzern, gehen dann, ohne Taschenlampe, da ein heller Vollmond uns begleitet den Hügel zu den Hütten hinauf. Es ist wunderbar, ganz still und langsam durch kleine Herden Kudus und Impalas zu gehen, die friedlich vor sich hin äsen! Am nächsten Morgen treffen wir uns wieder mit den Besitzern zum ausgiebigen Frühstück und sind bei der Abfahrt mehr als ein wenig überrascht um festzustellen, dass die Anlage auch einen Golfplatz betreibt! [Wir können Tantebane ohne wenn und aber wärmstens empfehlen - als Übernachtungsmöglichkeit, aber auch als Ziel an sich.]
Irgendwo auf dem Weg nach Tantebane.
Baobaballee als Farmeingang.....das hat nicht jeder!
Hinter den Unterkünften bei Tantebane.
Der Weg hinauf bis zu den Hütten hat es durchaus in sich.....mit tiefergelegtem Porsche möchte ich da nicht hoch müssen!
Das Haupthaus , Restaurant und Klubhaus des Golfplatzes.
Tee Nr. 1 am "Golfplatz Tantebane"! Nur Tees und Grüns sind begrast, der Rest ist "Natur-pur"! (Wir werden beim nächsten Besuch mal ne Runde spielen - reizt uns sehr!)
Teil 319. Jan. 2021
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und fahren gen Norden nach Nata, wo wir eine Pause einlegen, etwas essen und trinken und uns mit einem neuen Satz afrikanischer Tischdecken "eindecken". Die Nata bird sanctuary ist ein echtes Kleinod, eine grüne Oase im ansonsten eher staubigem, eintönigem Busch. Ein Ort zum verweilen und genießen. Es gibt schöne Unterkünfte und ein für einen solch abgelegenen Ort erstaunlich gutes Restaurant. Alles ist sauber, freundlich eingerichtet und lädt förmlich zum Verweilen ein. Wir waren allerdings bisher bei Nata leider immer in einer "Go-Phase" unserer jeweiligen Reise, waren immer spätestens um die Mittagszeit dort und haben es noch nie geschafft hier zu übernachten!
[Es gibt eine sehr große Auswahl an typisch afrikanische Handarbeiten; Decken, Läufer, Unterleger, Servietten, Skulpturen, Schnitzereien, Schmuck usw. Zunächst erstaunlich fanden wir, dass die Ware zum großen Teil nicht aus Botswana, sondern aus Zimbabwe stammt!]
Wir reißen uns schweren Herzens los aus der schattigen Oase und fahren weiter Richtung Kasane. Irgendwo müssen wir tanken und erleben ein, selbst für botswanische Verhältnisse doch recht "spartanisches" Etablissement! Irgendwo, ca. 200 km vor Kasane sehen wir am Straßenrand eine kleine Herde Elefanten, die friedlich das saftige Grün abweiden und sich von uns nicht weiter stören lassen.
"Low-key" Tankstelle!
"Autonome Mähmaschinen" des botswanischen Straßenamtes in Aktion!
Am späten Nachmittag kommen wir dann in Kasane an und beziehen unser Quartier für die nächsten 3 Nächte - die Chobe Garden Cottages.
[Die kleinen Appartments bestehen aus Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, sind sauber und haben alles was man braucht.]
Wir sind nach der langen Fahrt sehr müde, essen eine Kleinigkeit und gehen früh zu Bett, denn wir wollen am nächsten Morgen früh Richtung Victoria Falls aufbrechen.
Teil 420. Jan. 2021
Wir hatten am vorigen Abend in der Lodge eine Tagestour zu den Victoria Falls (20 USD pro Person) gebucht und werden am nächsten Morgen sehr früh vom Fahrer mit Hiace und 2 weiteren Gästen abgeholt. Es stellt sich schnell heraus, dass es eine sehr gute Idee war eine solche Tour zu buchen anstatt selbst mit dem eigenen Wagen los zu fahren. Wir brauchen nicht die In- bzw. Export-Formalitäten "erleiden" die mit der Einreise mit eigenem Fahrzeug einher gehen. Weiterhin kennt sich der Fahrer natürlich sehr gut aus und schleust uns mit viel Routine an der Touri-Schlange vorbei so, dass wir im Nu die Passkontrolle hinter uns haben und sehr früh an unserem ersten Tagesziel, Victoria Falls, ankommen. Der Fahrer ist sehr erfreulich unaufdringlich, hält sich am Fahrzeug auf so, dass wir in aller Ruhe die Wasserfälle genießen können. Da wir so früh dran sind, haben wir die Wasserfälle fast für uns und gehen die volle Länge der Fälle gemächlich ab. Dabei werden wir gut nass, da die Fälle ganz gut Wasser führen!
"Dr. Livingstone, I presume?" - der Einbaum ist aber nicht mehr von damals!
Wie sich das Bild doch ändert.....
.....wenn man nur leicht anders scharf stellt!
Dichter tropischer Urwald am Rande der Fälle.....
.....angetrieben vom immer vorhandenen Wasser und dem reichhaltigen basaltischen Boden.
Wir gehen weiter der Schlucht entlang, entfernen uns dabei etwas von den Fällen und kommen zu der berühmten Brücke, auf der in 1975 in einem Eisenbahnwaggon die Unabhängigkeit Rhodesiens (leider erfolglos) verhandelt wurde. Die Brücke ist Teil der zu Kolonialzeiten angedachten und teilweise realisierten Strecke Kapstadt-Cairo. Für diejenigen die diesen Adrenalinstoß brauchen, wird Bungee-Springen von der Brücke angeboten. Wir beobachten das Geschehen eine Weile lang und gehen dann langsam zurück zum Parkplatz.
Das Bungee-Seil ist an den Füßen und am Klettergurt befestigt. Der Mitarbeiter muss dieses dann erst von den Füßen losmachen so, dass der Springer dann.....
.....wieder "richtig herum" hängt!
Teil 520. Jan. 2021
Die Wasserfälle sind sehr beeindruckend und auf jeden Fall für mindestens einen Besuch lohnend und empfehlenswert. Victoria ist wesentlich beeindruckender als Niagara. Der Vergleich mit Iguazu und Angel Falls ist nicht wirklich Sinnvoll denn diese drei Wasserfälle sind so unterschiedlich, dass ein Vergleich sehr schwer fällt!
Es ist schon früher Nachmittag und wir entscheiden uns für das Wild Horizons Lookout Cafe, die Empfehlung unseres Fahrers. Das Cafe ist traumhaft am Rand der Schlucht, jetzt auf der anderen Seite der Eisenbahnbrücke und an der Ecke des "2. Zig-Zacks" vom Wasserfall entfernt gelegen. Wir essen eine Kleinigkeit, trinken ein kaltes Bier (wir müssen ja nicht fahren!) und beobachten vom kleinen Garten des Cafes, direkt am Rand der Schlucht, ein weiteres Nervenkitzel für solche den "Tauchen mit Haien", Fallschirmspringen und Freikletterei einfach zu langweilig ist! Es handelt sich um eine Seilbahn die quer über die Schlucht geht!
Der Wasserfall befindet sich hinter der Brücke, links.
Die "Startrampe" der "Seilbahn" ist oben links im Bild, rechts unter dem Baum.
Startrampe der Seilbahn.
Das Seil der Seilbahn über der Schlucht und die Eisenbahnbrücke "Nach Cairo"!
Zeolithe im Basalt.
[Zeolithe sind ganz erstaunliche Mineralien, die bis zu 25% des eigenen Gewichtes an Wasser umkehrbar aufnehmen und abgeben können!]
Nach dem Mittagessen entscheiden wir uns, als Abrundung des sehr schönen Tagesausfluges für einen Besuch des alt ehrenwürdigen Victoria Falls Hotels. Das Haus ist wunderbar gelegen, mit Sicht auf Brücke, "garniert" mit Wasserfallgischt! Die Anlage ist sehr gut gepflegt, frisch gestrichen und sehr geschmackvoll eingerichtet, von englischem Rasen umgeben, gespickt mit Skulpturen und Schnitzereien. Das alles strahlt eine angenehm dekadente, gepflegte, koloniale Atmosphäre aus.....sehr einladend zu einer Tasse Tee mit Scones, die wir uns auch prompt gönnen! Es sind einige Tiere zu sehen, die sich offensichtlich auf das Anbetteln von Touristen spezialisiert haben.
Man sieht die Gischt der Wasserfälle links hinter der Brücke.
Dieser kleine Kerl heißt auf Afrikaans, wie ich finde sehr treffend, "Blouball Aap".
Wunderschöne, Naturstein Skulpturen die nur "AFRIKA!" aus sich heraus schreien!
Wünscht die Dame vielleicht eine gediegene Tasse Tee im Stanley Zimmer?
Als letzter Stop vor der Rückkehr nach Kasane lassen wir uns nochmal auf einen riesigen Handwerkermarkt verschleppen. Hier gibt es alles was das Herz begehrt.....oder auch nicht! In allen Größen, bis hin zu Löwen, Antilopen, Hyänen usw. in echter Größe!
Das Viech mittig hinten ist aber echt!
Alles was das Herz begehrt.....Kunst oder Kitsch.....das ist hier die Frage.....?
Teil 602. Feb. 2021
Wir fahren nach einem vollen und doch sehr lohnenswerten Tag zurück nach Kasane wo wir im Garten unserer Herberge den Abend beim Sundowner und anschließendem, zünftigen Braai ausklingen lassen. [Ein Tagesausflug von Kasane nach Victoria ist, zumindest für diejenigen die Victoria noch nie gesehen haben, sehr empfehlenswert. Weiterhin können wir auch nur zu einer gebuchten Tour raten, denn dies minimiert den Zeitaufwand beim Grenzübergang und bringt noch den großen Vorteil der ausgezeichneten Vorort Kenntnisse der Tour-Fahrer.]
Am nächsten Morgen geht es dann früh los. Wir fahren ganz langsam Richtung Westen an der "Waterfront" entlang; lassen uns sehr viel Zeit und genießen einfach das einzigartige "Afrika Gefühl" am Kwando.....ein wenig der Geruch der Pflanzen und Bäume, der Tierwelt, der Hinterlassenschaften letzterer.....ab und zu mal was vermoderndes oder totes.....wir saugen es förmlich in uns auf, fühlen uns so lebendig, Teil der wunderbaren Flora und Fauna die uns umgibt! Wieder habe ich dieses unbeschreibliche Gefühl, als ob eine göttliche Hand eine ur-ur-uralte Saite in mir zupft.....eine archaische Resonanz die nur in Afrika aufkommt! Ich stand schon am Amazonas, Mississippi, Mekong, Rhein.....schön, aber eben nicht Afrika!
Etwas unscharf.....hat man davon wenn es ganz schnell gehen muss und man durch die Scheibe fotografiert.....
Einige Strecken sind dann doch etwas tiefsandiger und erfordern die, Afrikafahrern wohl bekannte "Stock in Ventil" Maßnahme!
Leider wegen heftiger Bewegung etwas unscharf!
Mal mit Lilytrotter.....
.....mal mit Spoonbill!
Wir fahren bis zur Ihaha Campsite, machen dort eine Pause, essen ein wenig Früchte, Biltong, Tucs mit Käse und fahren wieder langsam zurück.
Der Abfall des einen ist das "gefundene Fressen" des anderen!
Die Markierungen in den Ohren haben´s uns angetan.
Mmmmh.....Gesten Abend doch ein wenig zu viel gefeiert?
Diese Wurzeln sind zum nieder knien!
Wir sind bereits am Nachmittag wieder in Kasane, gehen ein wenig auf die lauschige Plattform der Lodge die direkt am Fluss liegt und über einen ca. 200 m breiten Streifen "Niemandsland" zu erreichen ist und bekämpfen dort (nur teilweise erfolgreich!) die Hitze und Trockenheit mit Savanna und Windhoek draught!
Im Niemandsland zwischen Lodge und Aussichtsplattform.....
Aussichtsplattform der Lodge direkt am Kwando.
Teil 703. Feb. 2021
Dann kommt das Highlight des Tages.....wir haben eine Nachmittag/Abend Bootstour gebucht, ausgehend von der Chobe Safari Lodge und einmal um die Sedudu Insel herum. Es geht um 15:00 los und endet kurz nach Sonnenuntergang.
[Die Sedudu Insel (In Namibia als Kasikili bekannt) hat eine turbulente "internationale" Geschichte! in den 1990er Jahren gab es zwischen Namibia und Botswana einen Territoriumsstreit um die ca. 5 km2 große, von beiden Ländern beanspruchte Insel. In 1999 entschied dann das internationale Gericht zu Gunsten von Botswana. Die Begründung war, dass die internationale Grenze ja in der Mitte des "Hauptstroms" des Flusses liegt und dieser wurde, anhand von Untersuchungen zu Strömungsgeschwindigkeit und Wasservolumen, als der nördliche Arm festgestellt.....und somit wurde die Sedudu Insel Botswana zugeschlagen!]
Es geht also von der Bootslandung der sehr schönen, direkt am Fluss gelegenen Chobe Safari Lodge los. Unser Boot ist, mit ca. 20 Passagieren, eher im mittelgroßen Bereich angesiedelt. Es hat eine offene Kabine auf Flusshöhe mit Sitze und Tische und darüber eine offene Aussichtsplattform mit Reling und sonst nichts. Auf Grund der Verlagerung des Massenmittelpunktes und des damit einher gehenden Stabilitätsverlustes dürfen sich maximal 8 Personen gleichzeitig auf dem Oberdeck aufhalten. Glücklicherweise sind die meisten Passagiere zu bequem um sich oben in die Sonne zu stellen so, dass wir uns während der gesamten Fahrt oben aufhalten können! Wir sehen unglaublich viele Tiere, vor allem Vögel, Krokodile, Elefanten und Büffel. Die Insel ist relativ flach, mit einem breiten Schilf- und Sumpfsaumen, der Elefanten und Büffel magisch anzuziehen scheint. Wir können uns vorstellen, dass die Insel auch wegen der Abwesenheit von Fressfeinden bei manchen Tieren sehr beliebt ist! Zunächst geht die Fahrt am südlichen Ufer des südlichen Armes des Kwando entlang.....
.....für Chrisanna8!
Friedliches Beisammensein!
Ausreißen, waschen und rein damit!
Eigentlich Sinnvoll.....aber.....ein bisschen lachen mussten wir doch bei den, "meine ist größer als deine", Tüten!
Einmal so herum.....
.....dann so herum.
"Ein schöner Rücken kann auch entzücken!"
Geschätzt.....mindestens 4 m.....
.....und dem entsprechend gezeichnet.
Die sind bestimmt.....
Teil 803. Feb. 2021
.....Heute auf dem besten Weg nach Indien!
Aves, Reptilia und Mamalia, alle friedlich zusammen.
Typische Flügelhaltung beim Fischfang. [Hierbei wird das Wasser beschattet so, dass der Vogel die Fische besser sehen kann!]
Die deutliche Rosa-Färbung deutet auf Flussgarnelen auf dem Speiseplan der Vögel.
Seltene Spezies im "Lechwe-Land"!
Die Elefanten wollen vom Festland zur Insel schwimmen, werden aber immer wieder von Touri-Boote so unter Druck gesetzt, dass sie abdrehen. Es ist mal wieder so eine Erfahrung wo man sich schämt ein Mitglied unserer ach so "überlegenen" Spezies zu sein!
Die Elefanten sammeln sich in einer immer größeren Gruppe, schauen zur Insel rüber und.....
.....starten entschlossen......Komm Junge, da drüben ist das Gras doch grüner!
Wie viele Elefanten und wie bitte stehen diese, wenn man die Stoßzähne betrachtet???
Teil 904. Feb. 2021
Die Antwort auf obige Frage ist 3 und, ja, der eine hat einen nach unten wachsenden Stoßzahn!
Es ist "Marabu-Time"!
Dann ändert sich das Licht, die Sonne steht tief, warme Rottöne gewinnen die Überhand und es bricht die Tageszeit an die mich immer so begeistert. Ich denke mir immer.....in dieser Gegend kann man getrost von 9 Uhr Morgens bis 15 Uhr Nachmittags eine ausgedehnte Mittagspause einlegen.....es sind die Morgen und Abend Stunden die mich verzaubern!
Scheue Lechwe Antilopen.
Die Sonne geht unter.....
der Mond kommt auf und .....
wir genießen beim Sundowner auf der schönen Terrasse der Chobe Safari Lodge das Nachglühen!
Danach gönnen wir uns noch das sehr reichhaltige und durchaus empfehlenswerte Buffet in der Lodge. Es gibt, neben Rind, Huhn und Lamm, noch 5 Sorten Wild und eine Vielfalt an Beilagen. Wir lassen den Abend noch beim guten Wein auf der Terrasse ausklingen und gehen müde, zufrieden und geistig noch die vielfältigen Eindrücke des Tages verarbeitend ins Bett!
Teil 1007. Feb. 2021
Wir ändern unseren Daseinsmodus wieder einmal, von "Rot-Stop" auf "Grün-Go" und starten relativ früh, denn wir haben ca. 450 km inklusive einem Grenzübergang vor uns. Der Weg führt über den Ngoma Grenzübergang hinein in den Caprivi, westlich über Divundu, dann südlich am westlichen Ufer des Kavango entlang nach Ngepi. Auf dem Weg nach Ngoma sehen wir noch einige Tiere, insbesondere einen sehr schönen Crowned Eagle, der sich auch nicht weiter von uns stören lässt. Er bleibt einfach majestätisch sitzen und mustert uns mit seinem typischen, strengen Blick der zu sagen scheint; "Ich bin die Krönung der flugfähigen Natur und wer seid ihr armselige Kriechtiere?!"
Am Ngoma Grenzübergang erleben wir wieder mal einen solchen "Afrika-Moment". Wir fahren noch kurz (ca. 100-200 m) vor dem Schlagbaum auf den Parkplatz und konferieren ein wenig mit unseren Freunden. Danach fahren wir, ganz langsam, unsere Freunde vor uns, zur Grenze. Unsere Freunde fahren vor zum Grenzer der am Schlagbaum steht und wir halten an dem Stop-Schild ca. 5 m dahinter. Es dauert.....irgendwann steigt unser Freund aus und wir merken, dass irgendwas vorgeht. Es stellt sich heraus, dass der Grenzer von unseren Freunden ein Bußgeld wegen "Überfahren" des Stopschildes ohne zu halten fordert. Es geht hin und her und der Grenzer fordert unseren Freund auf alleine (ich wollte, durfte aber nicht mit in die Grenzhütte!?) in die Grenzstation zu kommen. Es ging natürlich um eine Zahlung, unter (nur!) 4 Augen, ohne Quittung! Wir sind sehr erfahrene Afrikareisende und wundern uns bei solchen Vorgängen natürlich nicht mehr. Letztendes ist es aber trotzdem ärgerlich und hinterlässt ein "Geschmäckle"!
Nach der Botswanischen Grenze fahren wir eine ganze Strecke durch Niemandsland mit guter Sicht auf die friedliche Flusslandschaft neben uns.
Typisch Afrika.....Büffel grasen friedlich zusammen mit den Rindern der Einheimischen.
Die Grenzformalitäten haben viel Zeit gekostet und die letzte Strecke von Divundu nach Ngepi hat es in sich. Glücklicherweise ist es relativ trocken so, dass wir es nur mit Tiefsand zu tun haben! Die Landschaft ist karg, überweidet und wir fürchten schon das Schlimmste, werden aber sehr positiv überrascht als wir in die Nähe von Ngepi kommen! Es ist wie Tag und Nacht! Das Gelände der Lodge ist tropisch überwuchert, große Urwaldbäume, Büsche und diverse Fauna und Flora die bis ans Ufer des Flusses reicht. [Wir sinnieren über diese verwüstete Landschaft an einem tropischen Ort der mit reichlich Sonnenschein und gutem Boden gesegnet ist und direkt am Ufer eines großen, wasserreichen Flusses liegt!? Ngepi ist der beste Beweis, dass Pflanzen hier bestens wachsen und gedeihen können.....warum dann diese trostlose Einöde? Es kann nur mit Überbevölkerung, Überweidung, Missmanagement und des; "nicht Könnens oder nicht Wollens"; einer Agrar-basierenden Lebensweise aufzunehmen zusammen hängen!] Wir haben die freie Wahl des Stellplatzes, suchen uns eine lauschige Stelle am Fluss aus und richten unser Lager ein.
Mokoros mit.....
.....Touris mit Tüten, die sich an....
.....dieses Prachtexemplar an der anderen Flussseite heran pirschen.
Teil 1107. Feb. 2021
Die Sonne geht schon unter und wir sind etwas spät dran. Also verzichten wir auf unsere übliche "Sonnenuntergangsfotopirsch", machen ein schönes Feuer, nehmen einen (oder waren es zwei?) Sundowner und machen ein Braai mit großer Salatbeilage. Der Abend klingt mit einer Flasche Roodeberg, Sedgewicks OBS und ein "Steeltjie" (mehr dazu im "Spitzkoppen-Kapitel") Amarula Gold recht fröhlich aus!
Wir werden mit Sonnenaufgang wach, nehmen ein ausgiebiges "English Breakfast" mit Ei, Speck, Bratkartoffeln, Zwiebeln, Käse und Tomate, alles in der "Ploegskaar" zubereitet. Dazu Toast vom Rost, Kaffee und Tee (aus D mitgebrachten Darjeeling von der Teekampagne). Danach gehts, gut gestärkt auf Fotopirsch. Wir ziehen durchs Ngepi Gelände, schauen uns alles in Ruhe an.....
Da möchte kein kleines Insekt hinein geraten!
Wer mutig genug ist und wirklich glaubt, dass der Käfig dicht ist!
Die wirklich schöne und "etwas andere" Anlage von Ngepi!
Die Libelle ist "with a little help from your friends" entkommen!
Die etwas andere Bar und Reception.
Ich denke die wird es zur Genüge in der Gegend geben!
Überall schöne Rasenflächen im natürlichen Urwald mit kunstvollen Schnitzereien, dem natürlichen Wuchs des Rohstoffes folgend.
Mama, wo bleibt mein Frühstück.....
.....na endlich.....
.....geht doch!
Der Jungvogel ist sehr gut am kürzeren, gedrungenen Schnabel zu erkennen.
Weg ducken bringt nichts! Scheuer Coucal.
Immer wieder Flora in üppiger Vielfalt.
Camp auf schönem Rasen direkt am Kavango.
Wir nehmen ein kleines Mittagessen im Restaurant der Lodge und verbringen den Frühen Nachmittag mit der Suche nach weiteren Fotomotiven, Fotos sichern und in der mitgebrachten Leichthängematte "abhängen"!
Wir müssen uns nämlich auf das Highlight des Tages geistig sowie physisch vorbereiten.....die Nachmittags/Abend-Bootstour auf dem Kavango.....
Teil 1208. Feb. 2021
Wir machen uns also auf den Weg zum Bootssteg der Lodge. Auf dem Weg dort hin erwischen wir noch diesen neugierigen Zeitgenossen.....
Alle Boote die dort liegen sind klein und relativ simpel.....es hat nur ein Geschoß, ein Sonnendach, eine robuste Reling und ansonsten eigentlich nicht viel.....selbst die Stühle sind einfache Gartenstühle die auf das Deck gestellt werden und nach belieben in die bevorzugte Position geschoben werden können. Es sind auch nur, neben unserer 4er Gruppe und dem Bootsmann, 3 weitere Personen an Bord so, dass jeder in allen Richtungen eine gute Sicht hat.....das fängt schon mal sehr optimal an! Es ist ca. 15 Uhr und die Sonne steht noch relativ hoch. Wir fahren erst mal langsam Richtung Nordwesten am Westufer des Flusses entlang und sehen die ganze Ngepi-Anlage vom Fluss aus. Hierbei sehr beeindruckend die Gästehütten die direkt am Fluss, sogar teilweise zum Fluss hin auf Stelzen gebaut sind und vorne (Flussseite) vollkommen offen sind so, dass man vom Bett direkt auf den Fluss schaut..... (der aufmerksame Leser wird das "heavy duty" Mückennetz bemerkt haben!.....so mit das einzig wirklich unentbehrliche "Einrichtungsstück" in dieser Gegend!)
Wir drehen und fahren ganz langsam nahe dem anderen Ufer wieder Richtung Südosten, sehen dabei einige der "üblichen Verdächtigen" während die Sonne langsam Richtung Westhorizont wandert.....
Dann kommt die Zeit auf die ich mich immer so freue! Die Zeit in der mir Afrika immer am "afrikanischsten" vorkommt! Es ist die innere, durch die fantastischen Rottöne ausgelöste Wärme, die geheimnisvolle Dämmerung die so viele, ja, so, so viele Geheimnisse enthält die wir nur in den Untiefen unseres Unterbewusstseins spüren, erahnen können!
Wir drehen nochmal und fahren jetzt, ziemlich in Strommitte langsam nach Nordwesten..... [Warnung: Ab hier nur was für hartgesottene Sonnenuntergangs-Fans!]
Wir sind müde.....rundum glücklich müde.....,gehen zum Camp zurück, nehmen noch einige kühle Getränke, basteln uns eine nette Snackplatte (Biltong, Droewors, Trockenfrüchte, Käse, Oliven, getrocknete Tomaten und Zwiebel mit Kräcker) und gehen, mit den Rottönen des Sonnenuntergangs auf der Seele eingebrannt ins Zelt.
Teil 1308. Feb. 2021
Am nächsten Morgen sind wir sehr früh wach und essen unser übliches "Schnellstart" Leichtfrühstück bestehend aus eine riesige Tasse Kaffee mit zwei-drei große Stücke Zwieback (Ouma Bottermelk.....mmhhh). In den Kaffee getunkt schmeckt uns diese Sorte, die wir schon seit einige Jahrzehnte genießen, mit Abstand am besten.
Aber, erst einmal hat uns die magische Stimmung am Fluss, direkt am Camp in seinen Bann gezogen.....
Dann schnallen wir uns an, setzten den Helm auf, zünden und schalten den Turbo von "Stop" auf "Gooooo" und die Gangschaltung auf "Ludicrous Speed!".....wir müssen Heute nämlich über Rundu und Grootfontein noch die ca. 650 km nach Namutoni fahren! Wir fahren stramm durch, machen noch eine kurze Pause in Rundu wo wir uns die Stellungen der SA Soldaten während des Angola-Krieges anschauen, Tanken und decken uns in Grootfontein mit Lebensmittel für die nächsten Etappen ein. Da wir sehr gut durchgekommen sind entscheiden wir uns noch für einen kurzen Besuch des Hoba Meteoriten. Dieser ist eine eigentlich unterbewertete, einmalige Sehenswürdigkeit, wie unschwer aus folgendem zu erkennen.....
Erst die Warnung und schwup-di-wupp.....
.....schon ist er da!
An frühere Probennahme Stellen ist gut die metallische Zusammensetzung zu erkennen.
Vor allem das Schild oben rechts hat es uns damals schon besonders angetan.....und wird immer aktueller und wahrer!
Dann fahren wir zügig weiter und kommen gerade noch vor Tore-Schluss in Namutoni an. Wir richten unser Camp schnell ein, denn es ist bereits dunkel, gehen kurz etwas im Restaurant essen und trinken noch eine schöne Flasche Roodeberg am nicht sehr beeindruckenden Wasserloch bevor wir müde ins Bett fallen.
Teil 1415. Feb. 2021
Am nächsten Morgen geht es nach ausgiebigem Frühstück auf Pirschfahrt. Da es sehr trocken ist und sich daher wenig Wild im Busch fern der Wasserlöcher aufhält, fahren wir die "üblichen Verdächtigen" Wasserlöcher ab.
Trink Technik auf "trappisch"! Erst einmal (falsch herum, aber für Vögel normal!) hin knien, checken ob kein Kätzchen oder ähnlich im (nicht vorhandenen) Busch lauert und dann.....
.....Kopf runter und Wasser fassen!
"Geisterzebra" gesellt sich zu Oryx!
Die heile Welt.....
Wasserschöpfen.
Die Gestaltung und die Farben der Ohren haben es uns angetan.
Unser Camp im Zeltplatz von Namutoni. Es gibt etwas Gras, die Abblutions sind sauber und funktionieren.....was will man mehr?.....wir fühlen uns sehr wohl und können die "übliche" Kritik nicht bestätigen und das "NWR-bashing" nicht nachvollziehen!
Dieses Gebilde war so dicht, dass wir die Baumeister nie zu Gesicht bekommen haben!
Als Abschluss eines schönen Tages nehmen wir noch einen Sundowner, machen gemütlich Braai und schauen nochmal am wirklich nicht beeindruckenden (mag auch sehr an der Lage relativ zur untergehenden Sonne liegen) Wasserloch von Namutoni vorbei.
Teil 1515. Feb. 2021
Wir lassen uns Zeit, nehmen ein ruhiges Frühstück und schauen uns ein wenig im Fort um. Dabei finden wir es schon traurig, dass einige Bereiche, wohl wegen Baufälligkeit geschlossen sind. In dieser großartigen Anlage steckt viel mehr Potenzial als zurzeit realisiert wird! Wir fahren wieder mal mehr oder weniger ohne Ziel los, wobei wir uns schon von Wasserloch zu Wasserloch entlang hangeln und sehen auch an diesen mit Abstand am meisten.....aber.....ab und zu gibt es auch mal Sehenswürdiges zwischendurch.....
Gut getarnt, aber doch noch ein wenig.....
.....müüüüüüde.
Gute Idee, ein Nickerchen kann nicht schaden.
Schön gestalteter Busch im Camping Platz von Namutoni. Soll wohl ein Strauß darstellen, sieht aber mit den dicken Beinen eher wie ein Moa oder Kiwi aus!
Wir machen eine Mittagspause im Camp und fahren am frühen Nachmittag erneut auf Pirsch.
Teil 1616. Feb. 2021
Wir ahnen es noch nicht, aber es soll eine besonders schöne Fahrt werden! Zunächst packen wir noch unsere sieben Sachen zusammen, denn es geht nun weiter, nach Halali! Wir fahren wieder einmal ziellos durch die Gegend, schauen an den Wasserlöchern vorbei, was zwangsläufig zu Wiederholungen führt, denn so viele gibt es nicht im Osten des Parks.....
Diesmal "Geisteroryx" unter gleichen!
Dann fahren wir weiter, zum nächsten Wasserloch.....
Es ist schrecklich trocken; die Tiere sind zum großen Teil an und um den Wasserlöchern zu finden.
Wir kommen zum nächsten Wasserloch, genießen den Ausblick einiger schön drapierter Zebras und wollen gerade weiter fahren.....was ist das?.....das dunkel-schemenhafte dort im Busch? Aus dem nichts erscheint eine große Herde Elefanten, übernimmt das Wasserloch und genießt das Wasser in vollen Zügen, sowohl in interner als auch externer Anwendung! [Es verblüfft mich immer wieder wenn ich erneut erlebe wie still solche riesige Tiere durch den Busch streifen.....fast lautlos kommen und gehen sie.....wenn man ganz aufmerksam zuhört, hört man.....ploff.....ploff....ploff....schon sind sie da und auch wieder fort!] Wir genießen das Treiben der Riesen, das intime Familienleben, die ganz offensichtliche Intelligenz, die Liebe und Fürsorge der Erwachsenen Tiere für die Kleinen. Dann gibt es bei mir immer ein "Flashback" zum Elfenbein Handel, weiter zur Nashornwilderei, Tigerknochen usw. usw. usw.....Schrecklich! Abgrundtief SCHRECKLICH!
Die Elefanten verschwinden wieder, wie sie gekommen waren.....ploff.....ploff.....ploff.....im Busch.....still und ohne Hast. Fünf Minuten später ist gähnende Leere am Wasserloch und wir merken mal wieder, dass fünf Minuten durchaus den Unterschied ausmachen können zwischen "Super-Sichtung" und gar nichts! Wir fahren weiter, Richtung Halali, kommen am späten Nachmittag an, richten unser Camp ein und gehen auf (Foto)-Jagd und erwischen, direkt am Camp diese Beiden.....
Dann gehen wir noch zum kleinen aber feinen Wasserloch, genießen das tierische Treiben und ein-zwei eiskalte G&T.
Der Ausguck aufs Wasserloch ist auf eine kleine, natürliche Kalksteinklippe mit guter Sicht aufs Wasserloch gestaltet und vor allem zum Sonnenschutz überdacht. Es ist sehr ansprechend, nicht so groß wie das Wasserloch in Okaukuejo, schmiegt sich aber sehr schön in die Landschaft und bietet eine natürliche Barriere zwischen Homo Sapiens und die anderen Spezies!
Nahaufnahme des Kalkstein mit gut erkennbare, sehr anschauliche Flintstein-Einschlüsse.
Wir machen ein leckeres Braai mit Springbok und Oryx Filet, gemischten Salat und "Roosterbrood", spülen alles mit Windhoek Draught und Savanna runter und gehen, rundum zufrieden ins Zelt.
Teil 1716. Feb. 2021
Das Camp Halali hat uns auch ganz gut gefallen, obwohl der Campingplatz relativ staubig ist. Die Ablutions sind sauber und funktionieren einwandfrei, man kann gut braaien, es ist relativ ruhig und man hat einfachen Zugang zum sehr schönen Wasserloch. Überhaupt finden wir, dass die Vorteile direkt im Park zur Morgen- bzw. Abendpirsch aufbrechen zu können und somit die (fototechnisch) besten Stunden des Tages nutzen zu können, bei weitem die Nachteile des, wollen wir mal sagen, etwas "rustikaleren" Camps überwiegen!
Wir starten also zur ersten Morgenrunde aus Halali und werden direkt, noch im schönen Morgenlicht mit einigen Sichtungen belohnt.....
Dann schwindet allmählich das warme Morgenlicht und die direkte Sonne Namibias zieht uns wieder in ihren gleißenden Bann!
In Reih und Glied.....mit Hauptmann!
Wer darf.....?!
Dann werden wir vom früh morgentlichen Tun dieser Bande eingefangen.....
Erst einmal in der frühen Morgensonne auf Betriebstemperatur kommen.....
.....gähnen.....(für alle die bezweifeln, dass es sich um echte Raubtiere handelt!)
Dann wieder so süß dreinschauen!
Antilopengalopp!
Antilope "an" Pfanne.....
Jetzt kommt die spannende Frage: War es nun dieser.....
.....oder etwa dieser?.....DER Baum?
Salzverkrustungen am Rande der Pfanne.
Es ist an der Zeit eine Mittagspause einzulegen bevor es dann auf die Nachmittagsrunde geht. Wir machen es uns also unter Bäumen gemütlich, nehmen einige kalte Getränke und die für uns üblichen Mittagssnacks.....Biltong, Droewors, Trockenobst, Nüsse, Tomaten, Oliven, Karotten.....
Teil 1817. Feb. 2021
Wir drehen noch einmal, zum letzten Mal dieser Reise aus Halali, eine Runde. Die Sonne ist gleißend und in der hellen, staubigen Trockenheit schaffen es selbst die Sonnenbrillen nicht die Lichtintensität auf ein gut erträgliches Maß abzutönen. Wir sehen einige Pflanzen, die aus dem trockenen Nichts zu sprießen scheinen, dabei farbenfroh und fröhlich daher kommen.....ja.....man könnte schon fast vermuten; je prekärer die Existenz desto schöner die Pflanze!
Es ist nicht wirklich viel los, die Tiere verkriechen sich im wenigen Schatten. Lediglich an den Wasserlöchern sieht man gelegentlich das eine oder andere, durch Durst getriebene Tier.
Die Oryx sehen immer so aus, als wären sie gerade aus der Maske heraus gekommen.....sauber markiert, gestriegelt und geschmückt!
Keine Ahnung was der wollte?
Gruppenbild mit Dame!
Dann fahren wir zurück ins Camp und beschließen einen längeren Aufenthalt am Wasserloch. Mit Sitzkissen und diversen Getränken unterm Arm gehen wir los und erleben einen sehr schönen Nachmittag/Abend.
Es scheint, auch für die Tierwelt, sundowner time zu sein!
Es ist wie in der realen Welt.....Die größeren verdrängen die kleineren!
Ephemere Erscheinungen.....der Wunder haut einen immer wieder um!
Tierisches Treiben!
Wir runden den schönen Tag wieder mal, wie üblich, mit Braai und Beisammensein am Feuer ab. [Wenn die Dämmerung einsetzt und es dann allmählich ganz dunkel wird merkt man, dass wir doch stark auf den Gesichtssinn ausgeprägt sind. In dem Maße in den dieser wegen fehlender Nachtsichttauglichkeit abnimmt fühlen wir uns automatisch etwas unsicherer bezüglich dessen was "da draußen" möglicherweise rumschleichen könnte! Im gleichen Zuge merkt man, dass wir mit einem Mal viel mehr hören als am hellen Tag; der Gehörsinn wird sozusagen auf "scharf" gestellt und übernimmt, wenn auch unvollkommen, die Überwachungsaufgaben vom Gesichtssinn.] Müde und glücklich fallen (besser, steigen) wir ins Bett!
Teil 1917. Feb. 2021
Wir schalten wieder von "Stop" auf "Go", brechen unser Lager ab und fahren zeitig los, denn wir wollen noch über Okaukuejo und Outjo zum Aabadi mountain camp fahren, also ca. 450 km, teilweise noch im Park und mit Unterbrechungen in Okaukuejo zur Besichtigung und Outjo zum Einkauf für die nächsten Tage. Wir fahren also relativ zügig nach Okaukuejo, schauen uns dabei die naheliegenden Wasserstellen an.....
Trostlose Trockenheit.
Das Wasserloch von Okaukuejo ist wirklich ganz nett, viel größer als das von Halali, mit im Halbkreis angeordnete "Zuschauer Galerie"
Dann sehen wir zwei neue Spezies! Antidorcas Hofmeyri Aquaticus und Oryx Gazella Aquaticus!.....Ob die schon Schwimmhäute zwischen den Zehen haben?!
Ein etwas eigenartiges Webernest.
Wir verlassen Okaukuejo, den Park und schließen somit unseren ersten großen "faunalastigen" Reiseteil ab! Es geht weiter, über Outjo wo wir ein kleines Mittagessen zu uns nehmen und für die nächsten Tage einkaufen und kommen relativ spät, ziemlich kurz vor Sonnenuntergang in Aabadi an. Zufahrt zum Camp.
Unser Camp.
Da wir in Outjo ja bereits gegessen hatten und es ziemlich windig und kalt ist, machen wir nur einen kleinen Imbiss und gehen kalt und müde ins Zelt.
Teil 2018. Feb. 2021
Wir werden zu Sonnenaufgang wach, ziehen uns warm an denn es ist immer noch sehr kalt, machen unser übliches "Schnellstartfrühstück" (Große Tasse Kaffee mit Ouma Bottermelk rusks zum tunken) und erkunden das Camp im Schnelldurchgang denn wir haben noch einiges vor an diesem Tag! [Aabadi hat alles was man braucht, ist aber nicht luxuriös. Wir würden es immer wieder als Übernachtungsmöglichkeit in Betracht ziehen, nicht aber als Ziel in sich!] Wir haben ein volles Programm für diesen Tag; Welwitschias, versteinerten Wald, verbrannten Berg, Orgelpfeifen, Gravierungen in Twyfelfontein und dann noch über den Huab und Uis die ca. 250 km zur Spitzkoppe!
Zunächst fahren wir also die kurze Strecke zum versteinerten Wald.....
So schlicht und einfach wie das Schild ist auch der Rest! Überhaupt keine Infrastruktur, was wir auch durchaus als sehr positiv empfinden!
Ein kurioses Schild? Wir grübeln ein wenig ob es sich hierbei um Menschenhandel oder Rotlichtbezirk handelt!?
Der kleine Unterstand hinten rechts von unseren Fahrzeugen und hinter dem Busch ist "die geballte Infrastruktur"!
Da liegen sie! Unübersehbar, selbst für die meist eingefleischten der Erdgeschichtsleugner! Da muss man schon unglaubliche Klimmzüge machen um aus dieser Nummer rauszukommen!
Querschnitt eines "Baumstammes" mit gut erkennbaren Jahresringen.....alles aus hartem, amorphen SiO²!
Ein "Orudu"?
Ein Besuch (einer der) versteinerten Wälder ist wirklich lohnenswert, gerade für diejenige die geologisch und erdgeschichtlich unterwegs sind. Man wird dabei geerdet, bekommt einen kleinen Einblick in das unvorstellbare Alter des Ganzen um uns herum.....das Erlebnis ist fast als spirituell zu bezeichnen!
Dann geht es weiter zum verbrannten Berg, eine geologische Kuriosität, die für mich sehr interessant war, allerdings wahrscheinlich nicht ein Muss für Jedermann.
Verbrannter Berg.
Verbrannter Berg vom Eingang zu den Orgelpfeifen aus gesehen.
Die sogenannten Orgelpfeifen liegen in Sichtabstand zum verbrannten Berg, also schauen wir uns diese auch noch mal an. Mit den Basaltsäulen in Irland und/oder Island sind diese wahrhaftig nicht zu vergleichen. Auch hier würden wir sagen; Nett mal zu sehen, für erdgeschichtlich und geologisch besonders interessierte sicherlich einen Besuch wert. Für alle anderen Besucher würde ich sagen, dass sowohl die Orgelpfeifen sowie der verbrannte Berg "mitgenommen" werden kann, wenn man denn schon mal in Twyfelfontein ist und ein Paar Stunden auf der hohen Kante hat!
Dann geht es weiter zum Highlight des Tages, die Felsgravierungen in Twyfelfontein.
Teil 2118. Feb. 2021
Wir melden uns an, zahlen die Gebühr und bekommen eine Führerin die uns zu den verschiedenen Gravierungen führt. Dies ist auch unbedingt notwendig, denn das Gelände in dem sich die Gravierungen befinden ist sehr weitläufig und mit unzähligen großen und kleinen Steinblöcken übersät so, dass man ohne Kenntnisse zur Lage der Gravierungen keine Chance hätte diese ohne sehr erheblichen Zeitaufwand zu finden. Es geht auf und ab durch den Dschungel der vom umgebenden Plateau abgebrochener Steinquader, wobei unsere Führerin gezielt die verschiedenen Fundorte ansteuert. Die teilweise detailgetreue Abbildungen von Tiere und Tierspuren die in den Gravierungen dargestellt sind, sind schon sehr beeindruckend. Dazwischen aber dann auch Karikatur ähnliche Darstellungen und welche, wie z.B. der Löwe der am Schwanzende eine Hand aufweist sind noch nicht zweifelsfrei gedeutet?! Die Gravierungen sind teilweise Vollgravierungen bei anderen wurden nur die Umrisse eingeritzt. Insgesamt ein sehr interessantes Zeugnis der vor sehr langer Zeit dort lebenden, prähistorischen Menschen!
Löwe mit Hand am Schwanzende?
Karikatur (?) eines Elefanten.
Schöne Abbildungen von verschiedenen Hufabdrücken.....vielleicht auch als Lehrmittel für die Jugend?
Malblöcke der Prähistorik!
Wir essen und trinken in dem Restaurant noch etwas und brechen dann auf um über Uis zur Spitzkoppe zu fahren. Dabei nehmen wir die "Abkürzung" entlang des Aba Huab die zwar kürzer, jedoch wegen des Zustandes der (zum großen Teil nicht vorhandenen) Pad alles andere als eine zeitliche Verkürzung darstellt! Wir haben allerdings diese Route gewählt, weil wir auf eine Sichtung der Wüstenelefanten hoffen und wir werden nicht enttäuscht.....
Wir sind überglücklich eine kleine Gruppe Elefanten im Aba Huab Tal zu entdecken.
Dieser Halbwüchsige spielt Minutenlang sehr geschickt mit einem Stock. [Ich war sehr erstaunt als ich erfuhr, dass ein Elefant lediglich in seinem Rüssel eine deutlich größere Anzahl Muskeln hat als ein Mensch im ganzen Körper! Als ich dies erfuhr wurde mir schlagartig klar weswegen ein sehr junger Elefant so ungeschickt mit diesem Wunderwerk(zeug) umgeht!]
Nach einige Strecken auf denen "Tiefsandwühlerei" angesagt war kommen wir endlich auf die Straße Richtung Uis, die wohl etwas wellblechig, ansonsten aber einigermaßen in Schuss ist. Wir sehen viiiieeel Straße, eine kleine Gruppe Elefanten im Nirgendwo, den schemenhaften Brandberg und dann die Abraumhalden der ehemaligen Zinn-Mine in Uis. Wir tanken noch für die Fahrt zur Spitzkoppe und dann, in einigen Tagen nach Swakopmund.
Pad.....nur Pad!
Kleine, ärmliche Siedlung am Rande der Pad.
.....mehr Pad, diesmal mit Brandberg im Hintergund.
Schöne, unerwartete Begegnung auf offener Straße.
Große, faul riechende Pflanze an der Tankstelle in Uis.
Ja, die Blume riecht wirklich wie verwesendes Fleisch und manch eine(r) scheint ihr auf den Leim zu gehen!
Die letzte Strecke von Uis zur Spitzkoppe zieht sich doch ziemlich und wir kommen relativ spät am Nachmittag dort an.
Teil 2219. Feb. 2021
Da es nicht möglich ist in der Community Campsite einen bestimmten Stellplatz zu buchen, sind wir natürlich wegen unserer späten Ankunft deutlich im Nachteil. Wir fahren ziemlich beim Sonnenuntergang und suchen eilig einen Platz. Zunächst steuern wir unsere Lieblingsplätze, 11a und 11b an.....keine Chance! Auch die weiteren Plätze in dem westlich der Spitzkoppe gelegenen Talkessel sind belegt! Enttäuscht suchen wir weiter, finden nichts was nicht belegt ist und uns anspricht, also gehen wir bei jetzt voller Dunkelheit, etwas zermürbt auf den Platz in dem "Neck" zwischen Eingang und westlichen Talkessel wo wir eine kalte, windige, unangenehme Nacht verbringen. Das Ruckeln des Windes am Dachzelt weckt uns bereits vor Sonnenaufgang. Wir ziehen uns warm an, wärmen die Hände an einer heißen Tasse Kaffee und begeben uns in Richtung des Felsenbogens südwestlich der Spitzkoppe.....
Erste Sonnenstrahlen im Neck zwischen Westtalkessel und dem Felsenbogen im Südwesten.
Die warmen Rottöne sprechen mich tief im Unterbewusstsein an!
Selbstporträt "ohne" Dame!
Erst einmal den Organismus auf Betriebstemperatur bringen.
Dann fahren wir zurück zum Camp, frühstücken und sehen uns erneut die Plätze im westlichen Talkessel an. Eine Gruppe verlässt gerade den Platz 11a, unseren Lieblingsplatz! Wir packen schnell unser Camp zusammen, ziehen um, genießen die Morgensonne, die wunderbare Kulisse und ein ausgedehntes "English Breakfast". Wir genießen einfach die Wärme, die helle, rot-gelbe, freundlich wirkende Felswände, die großartige Land(Berg)schaft um uns herum, erkunden die Gegend zu Fuß und ziehen uns zur Mittagszeit in die schattigen Risse der kleinen Felsinsel zurück an der unser Campsite gelegen ist. Wir beobachten Fauna und finden interessante Flora in der Umgebung.....
Sieht doch tatsächlich nach "umgedrehten" Baum aus!
Riesenwände thronen über uns.....Es kommen Erinnerungen auf, Erinnerungen an ein anderes Leben, damals in 1975 als wir, mein Vater und ich auf der Standardroute in dieser Wand hingen.....
Aquila Verreauxii, lediglich als Beweis/Erinnerungsfoto gedacht!
Camp einrichten.
Man kann sich im evolutionären Sinne einen Wettbewerbsvorteil verschaffen indem man Lagen besiedelt auf denen kein anderer kommt! Immer wieder erstaunlich wie resilient die hiesige Flora (auch Fauna wenn man z.B. an Oryx Gazella denkt!) doch ist!
Was aus dem nackten Fels sprießt.....
.....bietet für andere den vollen Überblick!
Teil 2319. Feb. 2021
Mittlerweile ist der Nachmittag bereits gut fortgeschritten. Wir nehmen eine Kühltasche mit kalten Getränken und einen Beutel mit den üblichen Snacks und steigen auf den Felsen der zwischen den Campingplätzen 11a und 11b liegt. Wir schauen uns in Ruhe die Landschaft, Fauna und Flora an während die Sonne ihren täglichen Gang gegen Westen fortsetzt.....
Nachmittag, rubuste Pflanzen in "guter Lage" mit der schönen Kulisse der großen Spitzkoppe thronend über alles!
Die Bäume schmiegen sich eng an die Felswände.....Windschutz, Stabilisierung oder Absorption der Sonnenenergie aus dem Felsen.....das ist hier die Frage?
Wir sehen wie eine kleine (ca. 20 cm) Echse hinten etwas ausscheidet, wissen aber nicht ob es sich um Eier oder vielleicht doch eher um einfachen Toilettengang handelt?
Dann kommt die Zeit die gerade an der Spitzkoppe wohl zu den schönsten in ganz Namibia zählt.....Sonnenuntergang.....
.....und das ist ein "Steeltjie".....Afrikaans für "Stielchen". Was hat das auf sich? Na ja, die Gläser sind aus alte Weinflaschen hergestellt die in der Hälfte abgeschnitten und wo der Boden an den Hals angeblasen worden ist. Wir haben festgestellt, dass der Flaschenhals genau die Menge enthält, die man zu einem Apperativ bzw. Digestiv braucht!.....daher ein "Steeltjie"!
Dann wird das Gestein immer wärmer, rötlicher und wir staunen, still, jeder mit seinen eigenen, tiefsten Gedanken beschäftigt.
Unser Lager vom Felsen aus gesehen.
Wir steigen vorsichtig wieder ab, sitzen noch lange am Feuer, welches natürlich auch zur "Vorbereitung unseres Abendmahls auf südafrikanische Art".....kurz Braai.....dient! Dazu gibt es die üblichen Getränke! Auch noch ein Steeltjie Amarula Gold.
Teil 2421. Feb. 2021
Am nächsten Morgen geht es früh raus; wir wollen nämlich den Sonnenaufgang am Felsbogen genießen! Wir fahren durch das Neck als die ersten Sonnenstrahlen zwischen Spitzkoppe und Pontoks durch kommen. Es ist eine herrliche Stimmung die wir in vollen Zügen genießen.....
Wir fahren vom Felsbogen Richtung Westen und dann am großen Berg der westlich der Spitzkoppe liegt in Richtung Norden entlang. Dabei haben wir großes Glück und können einer kleinen Gruppe Klippspringer beim Alltagsleben zusehen. Leider sind sie sehr weit entfernt, somit müssen wir stark in den Telebereich gehen, entsprechen leidet die Bildqualität.....
Ruhephase.....
.....ansetzen zum Sprung.....
.....mitten in der Luft!
Erneut Ansatz zum Sprung.
Dann wird es immer heller und greller, die Farben, Konturen und Schatten verschwinden allmählich und wir ziehen uns in den Bereich um unser Lager zurück, wo wir es schaffen ein wenig Schatten zu ergattern und dabei noch das Treiben der Kleintierwelt um uns herum zu beobachten.....
Ja, es ist noch etwas kalt!
Nach der (ausgedehnten) Mittagspause haben wir uns vorgenommen Richtung Nordosten um die Spitzkoppe herum zu fahren und den (damals noch frei zugänglichen) Felsbogen nördlich der Spitzkoppe zu besichtigen. [Seit ca. 2017 (Mitte 2016 ging es noch, Mitte 2018 nicht mehr) ist dieser Felsbogen nur noch von der Spitzkoppen Lodge zugängig.]
Teil 2522. Feb. 2021
Los geht es, zunächst in westlicher Richtung durch das Tor welches das Community Camp nach Westen hin begrenzt, danach grob nach Norden um das Spitzkoppen-Massiv entlang und herum. Wir halten immer wieder an schönen Stellen die einen anderen Einblick liefern und sehen auch, dass die etwas überzogene Bezeichnung; "Matterhorn Namibias", aus gewissen Perspektiven gar nicht so abwegig ist!
Es ist noch etwas zu früh am Nachmittag, die Sonne strahlt noch aus allen Rohren und es ist noch entsprechend hell!
Wir fahren weiter, zum Felsbogen. Sie Sonne steht mittlerweile relativ tief, die kurzen (blauen) Wellenlängen werden nun sehr effektiv von der dicken Schicht Atmosphäre die durchlaufen wird geschluckt und somit verbleiben die herrlichen, warmen Rottöne die wir so lieben!
Bild aus dem Felsbogen Richtung Südwesten!
Blick vom Felsen über dem Felsbogen Richtung Ost, ganz grob dort wo Heute die sehr schöne (siehe wunderschönen Bericht von Beatnick hierzu) Spitzkoppen Lodge liegt.
Richtung Nordosten, an den Ausläufern der Spitzkoppe entlang, mit Erongoberge im Hintergrund!
Nach ausgiebiger "Foto-Orgie" machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Campsite um dort unseren Sundowner am "Stammplatz" einnehmen zu können.
Die universell anwendbare Frage (von E.H.) stellt sich wieder mal; "Was wollte er (in diesem Fall der Baum und nicht der Leopard!) dort oben?"
Der schemenhaft angedeutete Brandberg über die Ebene im Nordwesten.
Dann geht es, gut eingedeckt mit allen nötigen "Wohlfühl-Hilfsmittel" in ausreichender Menge auf den "Hausberg"!
Das ist doch die perfekt Kulisse für ein Getränk dieser Art!?
Ich liebe es.....
Wir machen, zur (Abschieds)Feier der sehr schönen Tage am Matterhorn Namibias zünftig Braai, mit Eland-Filet, Boerewors, Roosterbrood (mit Käse, zwiebel und Tomate gefüllt) und einem frisch zubereiteten grünen Salat. Vorweg gibt es noch, als Aperitif einen schönen Sedgewicks Old Brown Sherry und das Essen wird dann natürlich durch die üblichen Getränken begleitet. Am Schluss, es war vielleicht 22:30 oder 23:00, gibt es dann noch einen Steeltjie Amarula Gold. Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit, denn wir müssen nur die ca. 150 km nach Swakopmund fahren. Wir frühstücken in Ruhe, genießen die Sonnenstrahlen am Morgen und verabschieden uns von der getreuen "Campingplatz-Fauna"! Wir fahren auf der d3716 Richtung Anschluss an die d1918 nach Henties Bay, fahren dann aber zur B2 nach Swakopmund.
Es hat sich sogar bis hier herumgesprochen, dass möglichst viel Luft im Gefieder nützlich ist gegen Frühmorgenkälte!
Gut zu sehen, die große Spitzkoppe (links) mit den Pontokbergen (rechts).
Das "Neck" in den Talkessel westlich der Spitzkoppe befindet sich rechts unten zwischen der Sonnen angestrahlten Felswand die über der großen Akazie mitten im Bild liegt und dem direkt rechts davon gelegenen Gelände. Zum Vergleich dann noch einmal ein Blick auf die Spitzkoppe bei optimaler Beleuchtung.....der Unterschied ist doch wie Tag-und-Nacht und soll zeigen, dass diejenigen die daran "vorbeibrausen" wirklich eines der Highlights Namibias verpassen!
Wegen des geringen Abstandes denken wir gar nicht daran aus den "Stop" Zustand zu schalten, fahren geruhsam weiter, Richtung Swakopmund.....
Teil 2623. Feb. 2021
Während wir so fahren, merken wir, dass wir uns riesig auf die Tage in Swakopmund freuen! Wir sinnieren darüber, weswegen wir uns eigentlich so freuen in eine Stadt zu kommen, wo ja einer der Hauptgründe für unsere Namibia Reisen gerade der ist, dem Städtetrubel zu entfliehen!? In Swakopmund haben wir ein Apartment in der Alten Brücke gebucht.....wir wissen, dass wir hier die Möglichkeit haben werden wieder ausgiebig zu duschen, Wäsche zu waschen die wir für die nächsten Etappen brauchen werden, essen zu gehen (und nicht selbst vorbereiten zu müssen), einzukaufen, (z.B. bei Cymot wo wir alles bekommen werden was wir camping-mäßig brauchen und noch viel mehr was wir zwar nicht brauchen aber gerne hätten!) der Ledermanufaktur einen Besuch abzustatten um uns mit neuen Vellies, Hüte usw. einzudecken.....usw., usw.,usw.
Dann überlegen wir ob wir das gleiche Gefühl bekämen wenn wir jetzt auf dem Weg nach Windhoek, Grootfontein oder Keetmanshoop wären?.....Nein, definitiv nicht!.....bei Lüderitz?.....schon!
Dann wird uns klar, woran es liegt! Es ist der unglaubliche Kontrast zwischen der subtropischen Wüste und der deutschen "Zuckerbäckerarchitektur" des späten 19. Jahrhunderts!.....es passt absolut nicht, es passt so sehr nicht, dass es schon wieder eine Attraktion wird! Dieser Kontrast ist in Lüderitz noch viel stärker, weswegen wir auch sehr gerne in Lüderitz verweilen. Es ist als würde man einen Himba-Kraal in den Schnee des winterlichen Garmisch bauen!
Wir kommen bereits gegen Mittag in Swakopmund an, beziehen unsere Zimmer in der alten Brücke, machen uns frisch und gehen zu Fuß auf Foto-Pirsch.....
Die Palmen passen so gar nicht zur Architektur!
Wo sonst kreuzen sich Bismarck und Anton Lubowski Straßen inmitten der Wüste und unterm Kreuz des Südens!? Auch die Schießscharten am Fort lassen mich immer an die Dornen der Rose des kleinen Prinzen denken.....so herzzerreißend naiv und harmlos!.....mit Schießscharten gegen Wüstensand, viel Wüstensand.....
Wir gehen zurück in unsere Herberge, machen uns frisch und gehen dann zum Butcher & Brewer wo wir, wie immer in diesem Lokal, mit einem "Bier-Test-Brett" pro Person beginnen! Dabei suchen wir uns unser(e) Begleitgetränk(e) zum (in meinem Fall) Oryxfilet aus. Nach einem sehr netten Abend geht es dann relativ früh zu Bett, denn wir haben uns für den nächsten Tag ein volles Programm inklusive Mondlandschaft, Goanikontes und Welwitschia Drive vorgenommen.....
Teil 2723. Feb. 2021
Am nächsten Morgen geht es dann früh los. Wir fahren zunächst auf der d1901 in Richtung Goanikontes, machen viele Pausen um die sehr schöne Landschaft zu genießen. Schon nach wenigen km auf der d1901 sehen wir Landschaften die wirklich sehr treffend als Mondlandschaft bezeichnet werden können. In den USA würde man diese mit "Badlands" bezeichnen.....
Wir sind über die Vielfalt der zum Teil sehr farben- und formenfrohen Flechten fasziniert.....
Ich denke das arme Geflecht wird schon ganz nervös bei dieser geballten Zuwendung gleich dreier Homo Sapiens!
Auch sehen wir, außer atemberaubender Landschaft, vereinzelt kleine Insekten und Vögel.....
Dieses putzige Kerlchen erinnert mich immer an einen aufrecht stehenden Menschen, Hände auf dem Rücken und selbstbewusst in die Zukunft schauend.
Da muss man schon sehr genau hin schauen, so gut wie.....
.....diese hier getarnt sind!
Dann schlägt mein Geologenherz höher, denn ich sehe in der Ferne eine eigenartige "Umrandung" der Bergkronen.....was ist das?.....
Wir kommen näher.....
Sieht aus wie ein verwitterter Doleritgang
Wir fahren in den (künstlichen) Durchbruch der wohl beim Bau der Straße entstanden ist, ich steige an der einen Seite des Durchgangs auf den Bergrücken und sehe den Gang ganz deutlich, wie er sich kilometerweit in beiden Richtungen erstreckt! So klar und deutlich sieht man einen solchen Gang selten!
Teil 2824. Feb. 2021
In dem Durchbruch sind die Gesteine des dicken, intrusiven, dunklen Dolerits sehr gut zu sehen.
Im Hintergrund schlängelt sich der Gang, teils aufgespalten bis zum Horizont!
Die Straße in Richtung Welwitschia Drive führt in die Mondlandschaft hinein, ins Tal des Khan Rivers.
Am Wegesrand (Graben) im Durchbruch sehen wir dann noch diese wunderschöne Lebewesen die ihr marginales Dasein am Rande des Möglichen fristen.....fantastisch! (".....and I think to myself, what a wonderful world!")
Wir fahren weiter, durchqueren das Tal und kommen auf eine große, karge Ebene wo wir viele Welwitschias sehen und dabei, eigentlich erstmals, feststellen, dass diese doch ziemlich unterschiedlich daher kommen! Ja, jede Pflanze scheint ein sehr eigenes "Ich" zu besitzen.....eigentlich kein Wunder bei dem Alter! Die Welwitschias dienen als Wirt für einige Insekten Spezies, wovon (so habe ich irgendwo mal gelesen) einige wohl spezifisch nur in Symbiose mit diesen Pflanzen leben.....
Unglaublich schön leuchtend.....fast als wären sie aus Kunststoff!
So ists richtig.....Schlemmen beim Gruppensex!
Ommmmmm.....Meditation vor dem alten Guru, Welwitschia, im Namib-Ashram!
Die Welwitschias sehen immer so unordentlich, verwittert, abgewrackt aus..... .....kein Wunder bei dem Alter und dabei nur 2 Blätter!
Die "Zapfen" bestehen aus weiße "Blütenblätter" auf denen sich die Käfer (Wanzen?) auch sehr wohl zu fühlen scheinen (siehe Bilder oben). Ich denke sie fressen entweder die Blätter selbst oder irgendein Sekret welches die Pflanze produziert, nehmen dabei Pollen auf and tragen diese kostbare Fracht dann zur nächsten Pflanze!?
Einfach schön, wie sie da liegen, uralt, verwittert......was mögen die alles "gesehen", er- und überlebt haben? Wie sie da liegen, Lebewesen, ohne unsere Sinnesorgane, gewiss, aber wer weiß schon wirklich zu welchen Wechselwirkungen mit ihrer Umgebung diese Geschöpfe imstande sind?
Ein besonders mekwürdiges Exemplar..... .....mit deutlich entwickeltem Stamm!
.....und aus dem Nichts sprießt immer wieder und überall das pralle Leben! Ich denke unwillkürlich an die alte, philosophische Weisheit die mich Zeit Lebens immer wieder aufsucht; "Im kleinsten Grashalm in deinem Garten kannst du das ganze Universum entdecken!".....wie wahr!
Teil 2924. Feb. 2021
Wir fahren weiter, sehen noch einige beeindruckende, besonders gut erhaltene Welwitschia Exemplare mit vielen intakten Zapfen und kommen dann zu dem, was für manche Besucher das Highlight dieser Fahrt ist; eine sehr große, sehr alte (soll 1500 Jahre alt sein!) Welwitschia.....
Unscheinbarer Busch, aber was für prächtige Blüten! Wenn ich eine Biene wäre könnte ich den Reiz dieser Pracht bestimmt nicht wiederstehen!
Ein wirklich riesiges Exemplar! 1500 Jahre steht es schon hier, hat Wind, Sand, Sandstrahlung und die unerbittliche Sonne Namibias getrotzt; 1500 Jahre lang! Eigentlich erstaunlich für ein solch unscheinbares, etwas anfällig wirkendes Gewächs! (Nur schade, dass es umzäunt werden muss um zu verhindern, dass es vom Getrampel selfiesüchtiger Touris "frühzeitig" ins Jenseits befördert wird!)
Weiter geht es auf guter Schotterpad in das große Tal nach Goanikontes.....
Ein sehr schöner Pass führt ins Tal von Goanikontes.
Wir sind von der Oase Goanikontes nicht besonders beeindruckt. Obwohl nicht sehr viel Betrieb ist, kommt uns die Anlage etwas wie eine (nicht wirklich gelungene) Mischung von Jahrmarkt und Freizeitpark vor. Wir machen ein Paar Bilder und fahren zurück Richtung Swakopmund.
Dieses Gebäude von 1903 ist älter als vieles was wir in Swakopmund aus der Deutschen Zeit gesehen haben!
Es kommt Wind auf, Staub wird aufgewirbelt, die fernere Landschaft verschwimmt.....es sieht direkt ganz anders aus als noch am Morgen.
Auf dem Weg zurück zur alten Brücke machen wir dann am späteren Nachmittags noch einen letzten Abstecher an die Küste etwas nördlich von Swakopmund.
Wind und Wellen haben das Meer an der Geröllküste gut aufgeschäumt.
Die "Skyline" von Swakopmund. Nicht ganz Chongqing, aber dafür viel charmanter, vertrauter, lebens- und liebenswerter. Die Betonständer sind Überbleibsel der alten Eisenbahnbrücke nach Walvisbaai.
Swakopmund "Altstadt" mit Mole.
Wir gehen Abends noch schön essen im Ocean Basket; Kingklip mit dem passenden Weißwein.....hervorragend. [Die alte Brücke ist durchaus empfehlenswert, wir würden eigentlich jederzeit wieder dort hin; eigentlich.....denn damals kannten wir Meikes Guest House noch nicht, eine Bleibe die wir jetzt jederzeit vorziehen würden wegen der viel persönlicheren Größe (deutlich kleiner), der schönen, sauberen, hellen und gut funktionierenden Zimmer, der liebevollen und persönlichen Einrichtung des gesamten Areals, vor allem aber wegen der wunderbaren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Meike und Klaus!]
Teil 3025. Feb. 2021
Wir schalten aus dem herrlichen "Stop" Zustand wieder in ein, na, sagen wir mal "Halb Go", denn die 300 an diesem Tag zu fahrenden km stellen ja nicht wirklich eine bemerkenswerte Strecke dar. Der Abschied aus Swakopmund und somit von der "Zivilisation" fällt, auch wegen des relativ kurzen Aufenthaltes und der somit "unterlassenen" Aktivitäten sehr schwer. Schnell wird dieses Verlustgefühl durch die freudige Erwartung kommender Erfahrungen und Erlebnisse überschattet und ersetzt. Wir fahren zunächst über Walvisbaai und der C14 Richtung Solitaire, verlassen aber diese Route kurz vor Solitaire indem wir auf die D1275 abbiegen Richtung Spreetshoogte. Wir wollten uns sowohl mal den (berühmt berüchtigten) Pass sowie auch die Namibgrens Guest Farm anschauen.
Los geht es hinter den Dünen entlang Richtung Walvisbaai.....
Sehr gut zu sehen sind an diesem Morgen die Nebel die vom kalten Atlantik aufsteigen, versuchen den Dünengürtel zu überwinden und dann doch an der trockenen, sich bereits aufwärmenden Namibluft scheitern!
Es scheint so nahe am Meer doch Wasser in ausreichender Qualität zu geben.....vielleicht sind die Datteln ja auch nur in herzhaften Kochrezepten zu verwenden!?
Dann fahren wir die sehr schöne Strecke auf der C14 durch den Kuiseb, verpassen wieder mal die erste Höhle von Henno Martin und Hermann Korn (ist wirklich, vielleicht auch bewusst, nicht sehr gut Gekennzeichnet!) und fahren Richtung Solitaire weiter. Die Landschaft ist genau die weswegen es mich immer wieder in diese Regionen zieht! Ich kann von den schönen Pastelltönen an blauem Himmel einfach nicht genug bekommen!
Auf einer kleinen Anhöhe haben wir sehr gute Sicht, sehen wie die Straße Kilometerweit in die Ferne führt und wie Pflanzen es wieder mal schaffen die kargsten, lebensfeindlichsten Räume zu besetzen und dabei noch so anmutig daher zu kommen!
Das Tal welches sich im mittleren Hintergrund, parallel zum Horizont befindet, scheint zumindest für bäume erreichbares, unterirdisches Wasser zu führen.
Flussbett und Tal des Kuiseb. Alles Glimmerschiefer-Gestein.....soweit das Auge reicht! Gaub Tal, deutlich übersichtlicher als das Kuisebtal.
Dann folgt das Highlight des Tages; eine Bilderbuchlandschaft die für mich die perfekte Ästhetik darstellt.....ein Feuerwerk von Pastellfarben, hell blauer Himmel, fast wie ein impressionistisches Gemälde.....nicht ganz van Gogh, aber auf dem besten Wege dorthin!.....einfach fantastisch!
Teil 3126. Feb. 2021
Wir fahren von der C14 auf die D1275 Richtung Osten zum Spreetshoogte Pass ab. [Der Spreetshoogte Pass ist mit bis zu 22% Steigung der steilste Pass Namibias! Er steigt von der Namibebene ca. 1000 m bis auf über 1700 m ins Khomas Hochland auf, besteht zum großen Teil aus gut befahrbarem "Gravel", ist jedoch in den steilsten Abschnitten mit einer Betondecke befestigt.] Der Pass ist gut befahrbar und stellt eigentlich keine größeren Probleme dar, obwohl man sich zunächst an den steilsten Stellen schon mal die Frage stellt; "Wie komme ich da bloß hoch?"
Wir genießen die spektakulären Aussichten, die der Pass an diversen Stellen bietet.....man hat eine wirklich traumhafte Sicht über die Ebene zwischen Sandnamib und Berge.
"Studie in Blau!".....Semi-Gegenlicht Aufnahme in Richtung Nordwesten; von der Passhöhe aus.
Wir Reißen uns von dem Aussichtspunkt in Passhöhe los und fahren zur Namibgrens Gästefarm wo wir am Farmgebäude zurückhaltend freundlich empfangen werden. Der Campingplatz ist vollkommen leer.....wir können uns einen Platz beliebig aussuchen und entscheiden uns für die Nordwestliche Ecke des Areals. [Die einzelnen Plätze sind großzügig, haben einen mit Zeltplane überdachten Sitz- und Waschbereich, einen sehr schönen, großzügig angelegten Braaiplatz und viel ebenes Terrain auf dem sich gut zelten lässt!] Ich gehe noch kurz in den einladenden Pool (der blitzeblank und ansonsten auch in sehr gutem Zustand ist!) der sich mittig im Camping Areal befindet, obwohl ich zugeben muss, dass dies, wegen der Höhe und Jahreszeit, eine grenzwertige Erfahrung ist!
Camp ist aufgebaut, einschlägige "vor Dinner" Getränke stehen auf dem Tisch und das Feuer brennt!.....was braucht man mehr?
Wir machen ein Braai und sitzen, trotz der Kälte (1600-1700 m im Winter!) noch lange im geschützten Rund des Braaiplatzes.
Der aus Naturstein gemauerte Braaiplatz (links) ist wirklich klasse und bietet selbst an kalten Winterabenden noch gut Schutz, da er "tiefergelegt" ist und die Wärme des Feuers absorbiert und reflektiert.
Am nächsten Morgen lassen wir uns viel Zeit, denn wir brauchen nur die ca. 140 km nach Sesriem fahren. Wir frühstücken ausgiebig, erkunden die Umgebung, Fauna und Flora.
Auf Betriebstemperatur kommen!.....Ein wenig Reptil steckt doch auch noch im tiefsten Innern von Homo Sapiens verborgen!
Die beiden letzten Campsites des Areals.
Unser Platz. Der überdachte Sitzbereich, Wasch- und sanitäre Anlagen sowie Braaiplatz sind ganz gut zu sehen.
Wir fahren gemächlich über den Remhoogte Pass nach Sesriem, lassen uns viel Zeit, halten immer wieder, denn diese Strecke ist wirklich sehenswert!
Teil 3227. Feb. 2021
Wir fahren zunächst auf der D1275 weiter nach Nauchas, danach über den Remhoogte Pass auf der D1261 und C24 bis zur C19, die wir bis nach Sesriem folgen. Der Remhoogte Pass ist nicht mit dem Spreetshoogte Pass vergleichbar. Es geht ziemlich gemächlich runter, die Schotterstraße ist breit und gut ausgebaut.
Mitten im Remhoogte Pass.
Es kommt ein heftiger Wind auf der viel Staub aufwirbelt und uns teilweise in Schleichfahrt zwingt um überhaupt Fahrsicherheit zu gewährleisten. Der starke Wind ist auch gut an den charakteristischen Zirren zu erkennen an denen auch die Windrichtung ganz gut sichtbar wird.
Man sieht die Staubwolke ganz gut am Fuße der fernen Berge.
An Wegstrecken wo viel Staub liegt, wird dieser auch ganz gut vom heftigen Wind aufgewirbelt.
Wir haben teilweise aber auch gute Fernsicht und fahren an der Grenze zwischen Sand- und Steinnamib entlang die ich so sehr liebe. Die goldenen Graswellen und grüne Tupfer der kleinen Büschchen in dem roten Sand der Namib zupfen an einer Saite in meiner Seele und lösen eine Resonanz aus die ich nicht in Worte zu beschreiben vermag.....ich kann mich an diesem Anblick nicht satt sehen!
Sehnsuchtslandschaft..... ......so fern das Auge reicht!
Wir sehen das Dessert Camp und können uns gut vorstellen, dass man von dort aus einen wunderbaren Fernblick in die Sandnamib haben müsste, mit garantiertem Sonnenuntergang von der Terrasse aus!
Weiter geht es Richtung Sesriem.....
Der Wind hat sich etwas gelegt und wir bekommen im NWR Campingplatz einen schönen Platz an der Norwestseite im Außenring. Es ist aber immer noch viel zu windig und daher ungemütlich und sicherlich nicht verantwortbar um ein Feuer zu machen. Wir gehen also im Restaurant etwas trinken und genießen ein relativ einfaches, aber durchaus schmackhaftes Abendessen.
Teil 3301. März 2021
Wegen des immer noch starken Windes sitzen wir noch lange im Restaurant, gehen dann wieder zum Campsite zurück, nehmen noch ein Steeltjie als Absacker, stellen unseren (inneren) Wecker und verkriechen uns im Dachzelt, denn wir halten das "sandgestrahlt-werden" und "Knirschen zwischen den Zähnen" einfach nicht mehr aus! [Wir sind immer sehr gerne im NWR Camp in Sesriem, denn dies erlaubt uns (Camper) einen früheren (1 Stunde) Zugang und späteren Verbleib (1 Stunde) im Park als alle anderen Camper!] Es ist eine sehr unruhige Nacht, denn der Wind schüttelt uns ganz gut durch. Es ist außerdem auch eine sehr kurze Nacht, denn wir trauen unseren Ohren nicht, als wir ca. 1 Stunde vor Toröffnung von Motorenlärm unsanft ins Bewusste zurück befördert werden! Es stellt sich heraus, dass die ersten Übereifrigen sich bereits ein Rennen um die Pole-Position am Tor liefern?!.....Man muss ja nicht alles verstehen! Wir schützen unseren Kocher so gut es geht mit Kisten usw., kochen Kaffee und Tee und essen dazu unser übliches "Schnellstart" Frühstück.....Ouma Rusks. Als das Tor aufgeht reihen wir uns in die nunmehr ca. 15-20 Fahrzeugen zählende Schlange ein und fahren mit dem ersten Pulk in den Park ein, wobei wir das leider mittlerweile übliche Drängeln und eine unverständliche Ungeduld erleben! Einige scheinen die Geschwindigkeitsbegrenzung bestenfalls als "Vorschlag" aufzufassen, jagen mit Tempo 120+ davon und liefern sich gegenseitig ein Rennen!?.....Idioten gibt es sicherlich überall.....wahrscheinlich sind dies teilweise die üblichen Verdächtigen, die mich auch auf den deutschen Autobahnen ärgern! Wir fahren weiter, Die Düne 45 kommt, wegen des immer noch starken Windes allerdings nur schemenhaft, in Sicht und wir sehen die Fortführung des toten Rennens. Es ist bereits eine gewaltige Menschen Karawane unterwegs.....
Das Rennen scheint entschieden.....Gold, Silber und Bronze sind vergeben.....aber.....was ist das?.....es gibt doch noch starke Konkurrenz um Gold!.....welcher der inzwischen sicherlich gut sandgestrahlten (Athleten) macht das Rennen.....?
Es sind auch Busreisende von wer weiß wo angekommen die den Individualtouristen die vordersten Plätze auf der Düne streitig machen!
Wir fahren zufrieden und in aller Ruhe weiter, im Bewusstsein, dass die Düne 45 mal wieder volle Arbeit geleistet und 60-80% der Menschenmasse "abgeräumt" hat! [Ich frage mich indes ob es eine bewusste "Menschenmassen-Entzerrungs" Strategie des NWR gewesen ist die Düne 45 zur höchsten am Tsauchab, bzw. sogar der gesamten Namib, zu erklären!?] Es sind nur noch wenige Fahrzeuge vor uns so, dass wir froher Hoffnung sind, dass wir im Deadvlei noch Sand, Salz und Bäume und nicht nur posierende Selfiemacher*innen sehen!
Die Sonne geht auf.....
.....und taucht die Landschaft in ein wunderbar warmes Licht, das einen ganz vergessen lässt, dass diese Gegend zu den unwirtlichsten des südlichen Afrikas gehört! Wir halten immer wieder, genießen die Morgenstunden ausgiebig und ganz bewusst als das was sie sind; ein unvergessliches und unwiederbringliches Kleinod!
Der starke Wind ist ganz gut am von den Dünenkronen ab gewehten Sandschleier zu erkennen.
Auch am Fuße der Dünen wird Staub aufgewirbelt und verschleiert diese teilweise.
Mein persönliches Lieblingsfoto, zumindest des Tages, wenn nicht der ganzen Reise!
Die starken hell-dunkel Kontraste, lange Schatten und warme Farbtöne sind der Grund weswegen wir immer bevorzugt in den Morgen- sowie Abendstunden in das Tsauchabtal fahren.
Wir kommen im Deadvlei Parkplatz an und freuen uns zu sehen, dass lediglich ein Fahrzeug dort steht! Die Foto-Safari kann beginnen.....
Teil 3402. März 2021
Wir halten häufig um die schönen Kontraste und Licht-Schatten Spiele einzufangen die nur am Morgen bzw. Nachmittag in dieser Deutlichkeit zu sehen sind, gehen dann vom Parkplatz Richtung Dead Vlei los, stoppen immer wieder um die Landschaft zu bewundern.....
Selbstportrait.
Die ersten stürmen bereits (unter erschwerte Bedingungen!) auf den big daddy!
Wir lassen uns viel Zeit, bekanntlich ist ja "der Weg das Ziel"!
Die hellen Salzablagerungen passen schön zum gelb-roten Sand .....
Die ersten Gruppen sind schon am Anmarsch!
Das kleine Vlei am Abfluß des Dead Vleis.
Dann liegt das Vlei vor uns.....menschenleer und im schönen Licht des frühen Vormittags! Wir schauen uns in Ruhe um, machen einige Bilder.
Die ersten Gruppen sind mittlerweile angekommen und es wird immer schwieriger ein Plätzchen zu finden wo nicht irgendeine(r) auf einem Bein stehend und wild mit den Händen gestikulierend abgelichtet wird!.....Es ist Zeit zu gehen! Wir gehen zum Parkplatz zurück und fahren ins Sossusvlei wo wir Picknick machen wollen.
Dead Vlei Parkplatz.
Im Sossusvlei, eine kleine Gruppe Oryx trotzt dem Wind; Dünen sind schemenhaft im Hintergrund zu ahnen.
Alles ist weiß vor Staub, es ist richtig ungemütlich!
Der Wind weht so stark, dass an einer gemütlichen Mittagspause im Freien nicht zu denken ist! Wir schauen uns das Vlei noch ein wenig an, fahren dann aber wieder Richtung Parkplatz raus.
Auf dem Weg zurück zur Düne 45.
Wir halten am Parkplatz der Düne 45.....mittlerweile menschenleer!.....unser "azyklisches" Verhalten hat sich wieder mal gelohnt! Wir können uns in aller Ruhe die schöne Umgebung ansehen.....
Teil 3503. März 2021
Wir verbringen bestimmt eine Stunde am Fuße der Düne und entdecken dabei vieles, was nicht unmittelbar mit der Düne zu tun hat.....
Diese wunderbar vom Wind (und Sand) geschliffene Steinchen stammen zum grossen Teil aus der Geröllebene am Fuße der Düne 45. Besonders schön finde ich auch die unteren, dünenförmige Exemplare! Die müssen Jahrhunderte lang in der gleichen Orientierung zum Wind gelegen haben um diese eindeutige Schliffform aufgeprägt bekommen zu haben!
Dann geht es weiter Richtung Parkeingang, denn der Vormittag ist inzwischen gut fortgeschritten und somit ist es sehr hell und kontrastlos.....höchste Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause.....
Die Sonne steht genau richtig, leuchtet die Dünen so an, dass ein samtener Effekt entsteht! Wir sehen wieder Einmal, dass die Kämme der kleinen Dünen frei von Vegetation sind; dann kommt, parallen zum Kamm ein Streifen größerer Gräser die immer kleiner werden je weiter sie vom Kamm entfernt sind!? Wir sehen dieses Phänomen immer wieder, können es uns aber nicht so richtig erklären?
Wir sehen diesen, harmlos aussehenden Gesellen und merken blitzschnell in einem "AHA!"-Moment,..... .....dass wir das Rätzel der Feenkreise..... .....gelöst haben!.....
Wir kommen ins Camp zurück und sehen dieses Prachtexemplar direkt neben unserer Campsite wo es in aller Ruhe die Schoten der Anabäume vertilgt.
Wir duschen, essen eine Kleinigkeit, sichern Bilder, lesen, dösen in Hängematten im Schatten der Bäume, gehen in der Tankstelle einiges einkaufen und irgendwann neigt sich die Sonne gen Horizont, das Licht tönt ab..... genau die richtige Zeit für einen Besuch im Sesriem Canyon!
Den hier möchte ich nicht nachts in einer dunklen Gasse im Hafenviertel begegnen.....
Es wird langsam dunkel, wir fahren zurück ins Camp und entdecken dabei in den Felsen zwischen Canyon und Camp eine Horde Paviane, wobei es für gute Fotos bereits zu dunkel ist und die Tiere zu weit entfernt.....
Der Wind hat sich inzwischen deutlich gelegt. Wir machen also ein Braai, mit Rumpsteak, Boerewors und einem großen, frischen Salat, alles aus Swakopmund! Nach dem vollen Tag schmeckt es vorzüglich, das Ganze wird von Windhoek Draught und Savanna dry vor und während des braais, sowie einen ausgezeichneten 2010er Roodeberg zum Essen sehr gut ergänzt und abgerundet. Wir sitzen noch eine Weile am Feuer bis dass die Kälte der Nacht und einsetzende Müdigkeit gegen die abnehmende Wärme des Feuers die Überhand gewinnt und wir zufrieden ins Dachzelt kriechen.
Teil 3604. März 2021
Am nächsten Morgen....."und täglich grüßt das Murmeltier!".....oder; "Klappe auf; die Zweite!".....oder; "The same procedure as every morning, James!".....Motorenlärm um (gefühlt) Mitternacht, Rennen zum Tor, dann zur Düne, dann zur Dünenspitze! Auch wir entpuppen uns als "Gewohnheitstiere", fahren an der Düne vorbei, freuen uns, dass sie 80% des Besucherstromes abfängt und fahren diesmal nur zum Parkplatz am Ende der Asphaltstraße.
Jetzt kommt was, wo ich lange gehadert habe; soll ich es einstellen? Soll ich es lieber lassen? Nicht weil es nicht sehenswert ist, nein, im Gegenteil, weil es soooo schön ist und dabei soooo "unterbelichtet"!
80%+ der Besucher von Sesriem haben auf ihrer To-Do Liste; Düne 45 Dead Vlei Big Daddy Sesriem Canyon und vielleicht noch, wenn dann noch Zeit übrig bleiben sollte, Sossusvlei Elim Düne
Was ganz selten dabei zu sein scheint, ist das Hidden Vlei! Es ist etwas kleiner als das Dead Vlei, mit weniger toter Bäume und viel weiter von der Straße entfernt, (was natürlich schon ein Großteil der Besucher abschreckt). Wir sind bei jedem Sesriem-Besuch im Hidden Vlei und hatten, zumindest bei den letzten 2 Besuchen an denen wir uns noch gut erinnern können, keine weiteren Besucher(konkurrenz)! Gehadert habe ich, weil ich natürlich hiermit für dieses zauberhafte Kleinod "Reklame" mache und damit dazu beitrage, dass genau das was ich an diesem Ort so schätze gefährdet wird!
Wir fahren also früh (Toröffnung) los, nehmen uns wieder viel Zeit, scheinen aber trotz der vielen Stops etwas schneller voran zu kommen als Gestern, denn die Sonne geht erst etwa auf halber Strecke zum Parkplatz auf.....
Bei diesem Licht kommt der "unterschiedliche" Sand auf bzw. zwischen den Dünen sehr gut zum Vorschein. Könnte es sein, dass sich der eher graue, vom Wind getriebene Staub der Ebene im flacheren Bereich zwischen den Dünen ansammelt und nicht, wie an der steilen Dünenflanke, immer wieder von herunter rieselndem Sand begraben wird?
Lich-Schatten Spiel..... .....vom Feinsten..... .....und das frühe Morgenlicht ist bezaubernd, die Schatten akzentuieren die Konturen wunderbar!
Die Stimmung ist unglaublich schön.....
Umgekehrtes Licht-Schatten Spiel zum vorherigen Bild!
Alles gehört ihm.....soweit das Auge reicht!
Wir kommen am Parkplatz an und machen uns langsam auf den Weg ins Hidden Vlei.....
Teil 3705. März 2021
Der Weg ins Vlei führt über Sand- und Salzebenen, kleine Dünenkämme und -täler und ist schon für sich eine lohnenswerte Wanderung. Der Wind (und Staub) von Gestern hat sich komplett gelegt und die Fernsicht scheint schier unbegrenzt.
In der bereits hellen Sonne sind die Schatten natürlich noch deutlicher ausgeprägt. Mein persönliches Lieblingsbild des Tages.
Ja, es ist noch empfindlich kalt obwohl die afrikanische Sonne schon gut tut, wenn man ihr so aufgeplustert "ins Auge" schaut!
Sicheldünen über Sicheldünen!
Die beschattete Düne links im Hintergrund ist bereits im Hidden Vlei.
und, für die Michael Ende Fans unter uns.....ein "Schein-Vulkan"!
Der letzte Anstieg entlang eines langen Dünenkamms und..... (Der Parkplatz liegt hinten rechts im Bild, da wo die Büsche und Bäume stehen.)
.....da liegt das komplett menschenleere Vlei uns zu Füßen.....was für ein Anblick in der Sonne des frühen Morgens.....
Teil 3805. März 2021
Das Hidden Vlei wird von einer Dünenzunge die quer zur Längsrichtung des Vleis verläuft fast in zwei Teile aufgeteilt
Die Düne läuft elegant im Vlei aus.....man sieht den rötlichen Dünensand über den eher grauen, salz- und kalkhaltigen Sand des Vleis.
Die trockenen Bäume heben sich schön von dem weißen Vlei und der rötlichen Düne ab.
Die noch tief stehende Sonne verleiht der Dünenflanke eine plastische, konturenreiche Form.
Gegenlichtaufnahme.....die Sonne scheint von Vorne, fast an der Dünenflanke entlang.
Die Leeseite der Düne ist erstaunlich vielschichtig.....es gibt mindestens 3 sehr klar ausgeprägte Bereiche mit unterschiedlicher Neigung und/oder Farbe, die sich durch die fast im gleichen Winkel scheinende Sonne klar hervor heben.
Einer meiner dünenförmig von Wind und Sand geschliffener Steinchen an der Fundstelle!
Hidden Vlei in voller Pracht!
Teil 3907. März 2021
Wir verzetteln uns zeitlich komplett. Das Vlei ist so schön und es gibt so viele unterschiedliche Aspekte zu entdecken. Ich suche, wie eigentlich immer und überall auf unseren Wanderungen im südlichen Afrika, noch ein Paar besonders "charaktervolle" Steinchen! Ich finde es einfach faszinierend diese uralte "Mitmaterie" unseres Planeten in der Hand zu halten, die über viele Jahrtausende von Wind, Sand und Wasser glattgeschliffene Flächen zu spüren und die Gedanken in Zeit und Raum schweifen zu lassen. Hinzu kommt, dass wir während der ganzen Wanderung, ins Vlei, im Vlei und wieder zurück keine einzige Person außer unserer Gruppe sehen! Wir verweilen noch bis in den späten Vormittag.....
Wir steigen wieder auf den Dünenrand, ein letzter Blick zurück ins Vlei (ziemlich der gleiche wie am frühen Morgen, aber was für einen Unterschied!) und.....
.....wir machen uns auf den Rückweg zum Parkplatz.....
Dieses schöne Geschöpf schien sich nicht an der mittlerweile heißen Sonneneinstrahlung zu stören.
Ganz andere Atmosphäre als noch früh Morgens!
Am Parkplatz sehen wir noch diese laute, putzige Gruppe.....
Die Landschaft auf dem weg zurück zum NRW Camp sieht ganz anders aus als bei der Einfahrt am frühen Morgen. Die Sonne steht steil, die Konturen und Plastizität der Dünen sind verschwunden.....es ist immer noch schön, aber eben ganz anders!
Naukluftgebirge in der schimmernden Mittagshitze.
Wieder mal gut zu sehen, das Phänomen der Pflanzenfreien Dünenkämme, dann größere Pflanzen die aber immer kleiner werden je weiter vom Dünenkamm entfernt!?
Zurück im Camp sehen wir wieder unseren "Stammoryx", essen ein wenig, dazu einige kalte Getränke und wir vertreiben den frühen Nachmittag mit "low-key" Aktivitäten.
Später machen wir uns zu Fuß in der Umgebung nordwestlich des Camps auf den Weg und erleben die schönen Stunden am späten Nachmittag noch einmal intensiv und bewusst.....wer weiß wann es uns wieder vergönnt werden wird diese schöne Ecke im südlichen Afrika zu besuchen!?
Gut zu sehen wie die kleinen Grasbüschel quasi als "Anker" für den herumwehenden Sand dienen, der sich an der Leeseite der Büschel ansammelt und ganz gut die vorherrschende Windrichtung andeutet.
Im Hintergrund das schön von der Abendsonne angeleuchtete Naukluftgebirge.
Wir machen noch ein schönes Braai, packen soweit alles zusammen und bereiten uns für einen Frühstart vor, denn wir müssen Morgen über Aus und Keetmanshoop die ca. 670 km zum Quiver tree camp fahren!
Teil 4008. März 2021
Wir werden zeitig wach, machen unser "Schnellstartfrühstück" bestehend aus,.....ja, diejenigen die bisher aufmerksam mitgelesen haben wissen es,.....Tee, Kaffee und Oumas Rusks in den Kaffee eingetunkt!
Wir verabschieden uns von der, permanent im NRW Camp im "Gemeinschaftshochhaus" lebenden, "Bevölkerung".....
.....und denken, zufrieden, über die schönen Erlebnisse und Beobachtungen in diesem wirklichen Kleinod der Menschheit nach. Egal wie oft man schon dort gewesen ist, es ist immer wieder schön und so weitläufig, dass es immer neue Entdeckungen geben wird für diejenige die sich Zeit lassen, auch mal abseits der "Guidebook Highlights" schnuppern und durchaus auch den Tag, vor allem in den Grenzbereichen voll auszunutzen wissen. Sossus Vlei gehört definitiv für uns zu jeder Südrunde dazu, genauso wie die Spitzkoppe zu Nord- und Südrunde.
Wir schalten, schweren Herzens, vom "Stop" in den "Go" Modus und fahren zunächst auf der C27 über Betta bis zur D707, auf der wir bis zur Einmündung in die C13 fahren und weiter auf dieser nach Aus, immer im Bereich zwischen den Naukluft/Tiras-Bergen im Osten und dem herrlichen Dünenrandbereich im Westen. Diese Straße (D707) steht, zurecht wie wir finden, als eine der schönsten in ganz Namibia bekannt und wir gestalten diesen Tag dem entsprechend ganz klar nach dem Motto; Der Weg ist das Ziel! Um es vorweg zu nehmen; Ich war sehr, sehr enttäuscht, dass wir diese herrliche Landschaft in wenigen Stunden durchfahren mussten, wohl mit Fotopausen, aber dennoch viel, viel zu schnell! Diese (negativ) Erfahrung war dann letztendlich der Auslöser dafür, dass wir uns dann in 2018 eine ganze Reise "um diese Strecke herum" gebastelt haben, wobei wir uns dann volle 7 Tage zwischen Sossusvlei und Lüderitz gegönnt haben! (siehe hierzu die berichte; "Dis al.....oder.....am Rande der Unendlichkeit Teil 1 &2") Wir werden diese Strecke auch in Zukunft bei jeder Südrunde immer wieder einbauen.
Wir fahren, halten oft und können gar nicht genug bekommen von dieser empfindlichen, wunderschönen Pastelllandschaft. In dieser Gegend habe ich oft das Gefühl; "Am frühen Morgen oder späten Nachmittag in eine schöne, windgeschützte Ecke in den Sand setzen, "die Zeit ausschalten" und ewig dort sitzen bleiben und die absolute Schönheit des gesehenen einfach in sich aufsaugen!"
Immer wieder kleine Hütten und Gehöfte bei denen man sich wirklich fragt, wie dort ein Überleben überhaupt möglich sein kann!?
Tirasberge links (östlich der Straße) und der fast schmerzhaft schöne Dünenrandgürtel im Westen!
Was für ein Paradies!
Mein Lieblingsbild der Tages! Ich "gehe" hier immer vom unteren Bildrand direkt auf die rote Düne im Mittelgrund zu, rechts am Fusse der Düne zwischen den hellen Bäumchen entlang bis zum Bildrand, dann um die Dünenzunge herum und nach links oben die Ebene vor dem schwarzen Berg entlang bis zum "Vierländereck", wo sich Düne im Mittelgrund, Düne im Hintergrund, Ebene und schwarzer Berg treffen. Dann drehe ich nach rechts und gehe im Tal zwischen der hinteren Düne und dem schwarzen Berg entlang.....
Die Straße erstreckt sich bis in die nächste Woche!
Es ist zum wahnsinnig werden.....So absolut schön kann eine Existenz am Rande des Möglichen sein!!!
Teil 4109. März 2021
Die Fahrt zwischen Sesriem und Aus ist einfach sehr intensiv. Jede kleine Anhöhe und Straßenbiegung bietet ein neues, atemberaubendes Panorama. Diese Strecke ist für mich und wahrscheinlich auch für viele, eher landschaftlich interessierte Besucher, das absolute Sahnehäubchen!
Rührend wie die Bäumchen sich ans Leben klammern.....bis zum letzten, gerade noch "photosynthetisierendem" Blättchen!
Immer wieder die schier endlose Straße.
Pastellfarbenes Paradies!
Ein wunderbares Bild für die Schlafzimmerwand im tristen deutschen Winter!
Dunkle Gesteinsbrocken (Dolerit Gang?) akzentuieren malerisch die Furchen und Täler in der Bergflanke.
Es ist mittlerweile sehr heiß geworden und der warme Wüstensand entfaltet seine (fatamorganische!) Magie.
Wir sehen diese Gebilde mit Erstaunen!..... .....wie kommt es zu diesen "doppelgezeichneten" Wellenkronen im Sand der Dünenflanken?
Kurz bevor wir dann zum Ende unserer Traumfahrt zwischen Berg und Düne kommen sehen wir noch Einmal ein einsames, wunderschön gelegenes Farmhaus. (Ich denke es könnte Gunsbewys sein?)
Teil 4210. März 2021
Wir sind wegen der vielen (Foto)-Pausen auf der schönen Strecke zwischen Sesriem und Aus sehr langsam unterwegs gewesen so, dass wir jetzt zügig voran kommen müssen, da wir uns auch noch in Keetmanshoop für die kommenden Tage zum und im KTP bevorraten wollen. Wir finden in Keetmanshoop einen großen, gut sortierten Spar, kaufen alles was wir brauchen und fahren zum Quiver tree camp wo wir freundlich empfangen werden. Wir schauen uns kurz um, sehen noch das zahme Warzenschwein.....
.....und fahren zügig weiter zum Campsite wo wir kurz vor Sonnenuntergang ankommen, gerade rechtzeitig um im Köcherbaumwald unser Sundowner zu nehmen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Die Borke der Köcherbäume ist so schön!
Auch das i-Tüpfelchen darf nicht fehlen.
Die jungen Köcherbäume interessieren uns sehr! Es fängt immer mit einem Stamm und einem "Blätterbüschel" an, dann kommt ein zweiter Ast dazu usw. Ähnlich wie beim Hirsch kann man das Alter des Baumes grob an den Verzweigungen im "Geweih" ablesen!
Wir gehen, müde aber glücklich, zum Campsite zurück, machen ein schönes Braai und lassen den Tag am Feuer ausklingen, wobei wir uns noch viel über die Eindrücke der schönen Strecke die wir Heute gefahren sind austauschen und uns versprechen uns beim nächsten Besuch viel mehr Zeit für dieses Highlight zu lassen.
Teil 4311. März 2021
Am nächsten Morgen sind wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang "im Wald". Wir sehen wie die Dassies sich in der Frühmorgensonne beim Aufwärmen sichtlich wohl fühlen.....
.....sie scheinen sogar ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen zu haben!
Wir lassen uns ganz viel Zeit, schauen uns alles in und um den Köcherbaumwald an.....
Die Rinde der Köcherbäume scheint aus Papiermaché zu sein, sie ist so plastisch, glatt, aber auch gerissen und gefurcht, wodurch die Bäume uralt aussehen.
Ich denke die Windrichtung dürfte klar sein.....oder?
Sieht rundum zufrieden aus!.....ich liebe das Lächeln!
Als Beweis, dass es hier nicht nur Köcherbäume gibt!
Wir frühstücken ausgiebig und in aller Ruhe, denn wir müssen Heute nur die ca. 220-250 km zum Red Dune Camp fahren. Wir hätten auch direkt ins KTP fahren können, wollten uns aber das Red Dune Camp anschauen. Wir verabschieden uns von den lauten aber sympathischen Webervögel.....
.....und fahren um ca. 10:00 noch zum Giants Playground.....
Das Markenzeichen des Giants Playground.....die großen Gesteinsformationen, die tatsächslich so aussehen als hätte ein Riese sie systematisch aufgestapelt!
Dinosaurier der uns die Zunge raussteckt oder vielleicht doch eher kubanischer Revolutionsführer mit standesgemäßer, dicker Zigarre?
Sieht aus wie Tomaten; wir hatten aber nicht den Mut sie zu probieren!
Wir haben uns mal wieder verzettelt, (wir haben ja viiieeel Zeit und wenige km!), irgendwann merken wir, dass wir immer noch die 200+ km vor uns haben und es ist mittlerweile früher Nachmittag.....nichts wie los! Wir fahren zum Red Dunes Farmhaus, wo es ziemlich durcheinander aussieht, man ist irgendwie inmitten von Renovierungen und/oder Ausbau so, dass wir uns nur anmelden und eine kurze Erklärung und Einweisung in die Campsite bekommen. Dann fahren wir los und kommen kurz vor Sonnenuntergang auf der Düne an (wo die 4 Campsites in Reih und Glied, aber mit viel Platz dazwischen, aufgereiht sind).
Der Sonnenuntergang von der Düne ist nicht spektakulär, hat aber was in seiner einfachen, zweifarbigen Schlichtheit!
Das Camp würden wir als "charmant rudimentär" bezeichnen! Das Klo ist ein "long-drop", die Kochstelle ist ein besseres Bretterverhau, aber für gut vorbereitete und autarke Camper völlig ausreichend und dafür wirklich einsam und sehr schön gelegen. [Ich glaube, dass die Campsite inzwischen rundum renoviert worden ist, zumindest war das Mitte 2016 der Plan?] Die Düne ist einer der typischen Kalaharidünen.....endlos lang gestreckt in Süd-Nord-Richtung, beiderseits ein großes Tal und dann die nächste Paralleldüne. Viel roter Sand, kleine Grasbüschel und in den Dünentälern vereinzelte, kleine, tapfere Bäumchen!
Teil 4412. März 2021
Wir lassen uns am nächsten Morgen viel Zeit. Es ist kalt und wir liegen, dick verpackt, wie die Dassies im Kokerboom Woud, in unseren ausgeleierten Campingstühlen in der Frühmorgensonne, kommen langsam auf Betriebstemperatur und genießen anschließend ein ausgiebiges English Breakfast. Wir haben Heute nur die ca. 120 km bis nach Mata Mata vor uns und können dann wieder, zum letzten Mal in dieser Reise, in den "Stop" Zustand gehen und 3 herrliche Tage im KTP genießen!
Wir fahren also um ca. 10:00 los, verabschieden uns noch artig am Farmhaus und kommen über Tweerevier, wo wir Kaffee trinken, noch etwas im erstaunlich gut sortierten Bauernladen einkaufen und dann noch in einer Schlachterei (den Namen haben wir uns leider nicht gemerkt; es kann aber nur eine, höchstens zwei in der Gegend geben!) richtig gute Oryx Filets und hervorragendes Oryx Biltong kaufen.
Wir kommen am frühen Nachmittag in Mata Mata an, die Park und Grenzformalitäten ziehen sich wieder mal, so wie es uns allen hin und wieder mal passiert....."That´s Africa!" Erst wird man hin und her gescheucht, dann finden sie unsere Buchung in ihr System nicht! Diesmal liegt es am "ö".....wohlwissend probieren wir natürlich zunächst "oe"; auch nichts! Letztendlich stellt sich heraus, dass man das "ö" einfach als "o" übernommen hat! Wir finden unsere Campsite im relativ gut besuchten Camp, richten uns ein wenig ein und fahren so gegen 15:30 noch unsere erste Pirschfahrt im KTP, die stark unter der Überschrift "Aves" steht.....
Unsere erste Sichtung im KTP!.....offensichtlich in Paarungsstimmung; gut am aufgestellten Schwanz und an den roten Schienenbeinen zu erkennen. Die Balz ist voll im Schwung!
Wir sehen auch erstmals und mit viel Interesse die schwarzen Zeichnungen am hinteren und inneren Oberschenkel!?
Im Hide in Mata Mata, das sehr schön ausgestaltet ist, ist am nächsten Morgen wirklich nichts los.
Wir frühstücken in Ruhe, brechen unser Lager ab und fahren gemütlich in Richtung Rooiputs. Zunächst fahren wir am (trockenen) Auob entlang dann auf die Stichstraße nach Nordosten die zur Verbindung zwischen Nossob und Twee Revieren führt. Dort fahren wir dann nach Südosten und über Twee Revieren die kurze Strecke am Auob wieder hoch nach Rooiputs wo wir campen wollen. [Der Campingplatz ist gut in Schuss, mit Waschhäuschen und zeltförmige, überdachte Betonfläche.]
Darum heißt das Streifengnu, Streifengnu!
Mehr Straußenbalz!
An einer Wasserstelle beobachten wir ein Sekretär beim trinken.....
Erst umschauen ob da nicht doch etwas im Gras lauert.....
.....dann schnell Kopf runter und.....
.....Wasser fassen!
Teil 4513. März 2021
Wir fahren zurück ins Camp, machen eine längere Mittagspause und starten dann zu eine Nachmittagsrunde die es in sich haben soll!
Die Schatten sind mittlerweile schon sehr lang, überall grasen große Herden Springböcke.....
.....friedlich.....
NOCH!!!.....
.....denn.....was ist das?.....
Eine Geparden-Familie bestehend aus ein Muttertier und.....
4 Jungtiere!
Sie beobachten die Springböcke, die ca. 500 m entfernt in der Abendsonne grasen. Man sieht förmlich die absolute Fokussierung auf den Gesichtern.....
Die Mutter scheint sich mit den Jungen abzusprechen.....
.....geht dann in den Schleichgang und sprintet irgendwann wild los!
Das Ganze geht so schnell, dass wir keine Zeit haben fototechnisch zu reagieren!
Die 4 Jungtiere sehen ohne Mutter regelrecht beängstigt aus.....
Eines versucht sogar der Mutter zu folgen, gibt aber schnell auf und gesellt sich wieder zu den Geschwistern.
Die Jagd war erfolglos, die Mutter liegt keuchend auf der Düne gut ca. ein km entfernt; es wird dunkel, die kleinen sind sehr verunsichert, fiepen laut wie kleine Vögel und gehen nervös auf und ab! Mittlerweile ist es schon fast dunkel, wir müssen zurück ins Camp, wollen die kleinen aber nicht "im Stich" lassen. Es hilft nichts, wir müssen losfahren, fast mit schuldigem Gewissen. An dem Abend ist es am Lagerfeuer merkwürdig still, jeder verarbeitet die Erlebnisse für sich!
Teil 4614. März 2021
Nachts hören wir die Löwen um uns herum. Mal kommen sie näher, mal sind sie weiter weg. Wie wir am nächsten Morgen sehen werden, sind sie auf den Weg direkt an unserem Camp vorbei gegangen! Wir müssen Nachts raus, die Blase meldet sich! Wir liegen im Dachzelt und sagen uns; "Wir lauschen nun mal dem Löwengebrüll und wenn wir merken, dass es sich entfernt, gehen wir schnell die Leiter runter!" Gesagt.....Getan und wir können ruhig weiter schlafen bis zum Morgen, wobei an Schlaf kaum zu denken ist, wenn um einem herum die Löwen lauthals mit einander kommunizieren!
Am Morgen ziehen wir uns warm an, denn es ist empfindlich kalt, wir kuscheln uns in unsere Campingstühle, Breitseite zur gerade aufgehenden Sonne. Wir trinken schnell Kaffee und Tee mit Rusks im "Stehbuffet" Modus, denn wir wollen eine Frühmorgen Runde drehen und dann ausgiebig "brunchen".
Die Silhouette der Lodge vom Camp aus.
Wir fahren im Auob Tal herum, machen Abstecher zu den diversen Wasserstellen und genießen die goldgelbe Morgenlandschaft mit der langsam erwachenden Tierwelt.
Dann erwischen wir dieses Kerlchen beim Frühstück.....
.....sowie diese "noch mal davon gekommenen"!
Wir fahren ins Camp zurück machen ein schönes Brunch und vertreiben uns die Mittagswärme unter den kleinen Bäumen und in der Hängematte im Schatten des überdachten Aufenthaltsbereiches. Auch schauen wir uns die Lodge an, die einen durchaus guten Eindruck macht, obwohl wir nur wenige Gäste während unseres gesamten Aufenthaltes sehen.
Teil 4715. März 2021
Dann fahren wir zur (leider!) letzten Pirschfahrt unserer Reise los.
Wir fahren erneut ins Auob Tal und zwar in die Richtung in der wir Gestern unsere Geparden Familie gesehen hatten. Ihr Schicksal lässt uns einfach nicht los!..... Erfolglose Jagd!..... Verlorene Jungtiere!..... Überall Löwen und Hyänen die nur drauf warten diese Konkurrenz auszuschalten! Wir kommen in die Gegend, suchen das gesamte Tal, links und rechts mit dem Feldstecher ab, und, siehe da.....
Mehr als Beweisfoto gedacht.....(sie waren sehr, sehr weit weg und gegen die Sonne.) Es fällt uns ein Stein vom Herz.....da liegen sie, mit anscheinend frisch aufgetischtem "Springbok-Mittagessen"! Es ist wie in der richtigen Welt.....unseren Geparden gehts nun gut.....ein Springbok musste mit dem Leben dafür bezahlen.....die Natur erscheint uns (humanistisch gesehen) grausam!
Was machen die Kollegen da unten dann blos? Ein Techtel-Mechtel der Beiden?..... .....nein, der eine hat einen kleinen Nager erbeutet und muss zusehen, dass er seine Beute auch behält!
Mittlerweile steht die Sonne schon sehr tief, das goldgelbe Gras verschmilzt farblich geradezu mit den staubigen Weg. Es stimmt uns schon etwas wehmütig, dass es nun bald vorbei ist! Wir sind gedanklich (Ihr werdet das Gefühl kennen und genauestens nachvollziehen können) bereits halb im Flugzeug, müssen uns fast zwingen die letzten schönen Stunden im KTP ungezwungen zu genießen!
Die tief stehende Sonne legt sich nochmal voll ins Zeug, macht ihre Magie mit den Farben und Streifen der Gnus. Das ist für mich die heile Welt!
Es kommen Zirren auf, die Sonne verschwindet langsam und verabschiedet uns gebührend.
Wir machen noch einmal ein schönes Braai, essen Boerewors, Oryx Filet, Roosterbrood und einen frischen, gemischten Salat und trinken dazu noch einmal einen schönen 2012 Roodeberg.
Teil 4815. März 2021
Wir sitzen noch lange am Feuer, lassen die Reise noch einmal revue passieren und sind bereits bei der Planung der nächsten Reise......definitiv mehr Zeit an der D707!.....vielleicht Richtersveld?.....
Am nächsten Morgen schalten wir ein letztes Mal, und sehr ungern, von den "Stop" in den "Go" Modus! Wir fahren früh los, da wir, mit einer Übernachtung in Kuruman (420 km) zurück nach Pretoria (570 km) fahren wollen. Auf dem Weg nach Twee Revieren nehmen wir noch wehmütig die Dünenlandschaft und die Bewohner dieser ganz bewusst mit, versuchen uns die Farben und Formen der Oryx einzuprägen, sozusagen als "Wegzehrung" für den langen Weg bis zum nächsten Besuch!.....
Dann verlassen wir den Park, die Grenzformalitäten gehen diesmal relativ flott, d.h., das "ö" scheint kein Problem mehr zu sein, der Andrang ist mäßig so, dass wir schnell auf den Weg nach Kuruman kommen. Wir kommen in unserer Unterkunft (angenehme Herberge in der Stadt) in Kuruman an, richten uns ein, duschen und gehen noch am Nachmittag Biltong kaufen für den Rest unseres Verbleibs in SA sowie für den Import nach D. (Mittlerweile stellen wir unser eigenes Biltong her! 😃) Dazu suchen wir das (von Freunden empfohlene) Angus Slaghuis auf der Main Street in Kuruman auf. Was soll ich sagen.....es ist ein riesiger, sehr schön aufgemachter Laden; sieht eher wie ein Outdoor Store (Cymot oder so) aus, so erfrischend gar nicht wie eine Schlachterei! Es gibt dort zwar auch Fleisch, sowohl frisch als auch in allen Formen der Verarbeitung (u.A. natürlich auch Biltong) aber auch eine große Auswahl an Grills, Braai Zangen, Anzünder, weitere Utensilien und alles was man überhaupt brauchen könnte um mit allen Brennstoffen und überall Braai machen zu können! Wir kaufen verschiedene Sorten Biltong, eine sehr praktische Braai Zange und, weil es so gut aussieht, frisches Fleisch für das morgige Ankunftsbraai in Pretoria. [Wir können das Angus Slaghuis in Kuruman wärmstens empfehlen, wahrscheinlich am besten noch am Anfang einer Reise um sich mit Fleischwaren für die nächsten Tage einzudecken] Wir gehen Abends noch zu Fuß in ein vom Betreiber empfohlenes Lokal und genießen einen sehr schönen Abend mit einigen leckeren Getränken zur Feier unserer sehr gelungenen, harmonischen Reise!
Am nächsten Tag fahren wir noch ein wenig durch die Gegend, auch im "Groot Marico", sozusagen auf den Spuren von Hermann Charles Bosman, können uns ganz gut einige Szenen aus seinen Werken in dieser Gegend vorstellen; es reicht allerdings nur um Lust auf mehr, viel mehr zu machen und ich nehme mir vor dies in einer späteren Reise zu vertiefen, ggf. auch mit Hilfe des "Hermann Charles Bosman Vereins" das in Groot Marico ansässig ist!
Ja, was soll man als Fazit zu solch einer schönen Reise sagen?.....Es war; - viel zu kurz, - ein harmonisches Zusammensein mit sehr guten Freunden, - wir haben ganz viel gesehen, zwar nicht das spektakuläre; "Fish Eagle greift Leopard an, der gerade ein Krokodil aus dem Kavango zieht!", aber das brauch ich schon lange nicht mehr! - die malerische Landschaften, - das Gefühl von Afrika, - das wunderbare Zusammenleben von Mensch und Tier, teilweise fast wie in grauer Vergangenheit schon! (Es wird mir immer klarer, dass Afrika viel ärmer wäre ohne die "Afrikaner", dass sie das Land prägen, mehr noch, dass sie durch das Land geprägt werden!) - das wir viel zu viel gegessen haben.....
- und viel zu viel getrunken haben.....
- das wir (wie bei Asterix) vor nichts Angst haben außer, dass der Himmel uns auf den Kopf fallen könnte.....
- das die Probleme die ich gelegentlich mit dem Einstellen von Inhalte habe davon herrühren, dass ich eben doch von; "A long time ago" bin.....
Als letztes Kapitel in diesem Bericht werde ich die wesentlichen "Stop" Stellen an Hand von Sonnenuntergängen (ja, ich kann es einfach nicht lassen!) revue passieren lassen.....
Der Chobe bei Kasane..... Der Kavango bei Ngepi..... Namutoni..... Halali..... Spitzkoppe (ausnahmsweise Sonnenaufgang)..... Spitzkoppe..... Mole Swakopmund..... Tsauchab Tal, Sesriem (Sonnenaufgang)..... Sesriem..... Kokerboom Woud.....
.....und die Reise klingt nun endgültig am Lagerfeuer in Rooiputs aus.....