zurück von einer erneut tollen Botswana-Reise und immer noch etwas müde (etwa so wie diese Dame bei Mboma Island 😉 )
habe ich heute einige Stunden nach der Landung bereits den nächsten Afrika-Flug gebucht. Somit kann ich mich beruhigt zurücklehnen, und die soeben zu Ende gegangenen Erlebnisse Revue passieren lassen.
Zum Glück wird mir beim Schreiben wieder Rennade zur Seite stehen, mit der ich diese zweiwöchige Bushways-Tour namens Lion-Trail unternommen habe. Damit erklärt sich auch gleich der Titel des Reiseberichts – wobei uns beim Buchen natürlich nicht klar war, dass der Name Programm sein würde 🤩 !
„Warum schon wieder Bushways?“ werden sich einige fragen. Tja, gleich nach unserer NAM-Reise 2015 bekundete Rennade Interesse an einem Camping-Versuch, außerdem wollte sie auch mal nach Botswana. Unser ursprünglicher 2017er-Reiseplan (eine Kombi aus Selberfahren in NAM, einem bisschen „privatem“ Botswana und einer kurzen Bushways-Tour zum Antesten von Camping und BOT) hatte sich aus privaten Gründen zerschlagen und wäre 2018 auch so nicht mehr machbar gewesen. Den Flug Windhoek-Maun gibt es nicht mehr – und ebenso die Dombo-Farm 🙁 .
Genervt und ziemlich ausgelaugt von einer Umstrukturierung an der Schule und anderen kleineren Stressfaktoren haben wir uns dann erst im Oktober 2017 dazu entschieden, eine neue gemeinsame Reise anzugehen. Da es für eine komplizierte Planung, bzw. Buchung eh zu spät war, war es eine Sache von Minuten, bis wir uns zu derjenigen Bushwaystour von der Stange entschieden hatten, die passend in den Ferien lag und mir auch noch einen unbekannten Teil des Landes zu bieten hatte.
16.08.2018 Abflug Frankfurt über Johannesburg nach Kasane
17.08.2018 Ankunft, Nichtstun, ÜN Chobe Safari Lodge
18.08.2108 Private Morning Boat Cruise auf dem Chobe, danach Beginn der Bushwaystour. Abendliche Boat Cruise mit der Gruppe und ÜN auf der Campsite der Chobe Big Five Lodge.
19.08.2018 Fahrt in die Nxai-Pan (über Nata), dort ÜN auf der HATAB-Campsite NX 02
20.08.2018 Nxai-Pan, ÜN HATAB NX 02
21.08.2018 Baines Baobabs und Fahrt nach Maun, dort Deltarundflug (optional) und ÜN im Audi Camp.
22.08.2018 Fahrt zur Mokoro-Station am südlichen Zipfel des Deltas, Fahrt mit dem Mokoro auf eine der Community Campsites der Poler dort.
23.08.2018 Bushwalk und Sunset-Mokorotour
24.08.2018 Rückfahrt mit Mokoro ans Festland und Fahrt zur Kaziikini-Community Campsite.
25.08.2018 Fahrt zur HATAB Campsite MGR 08 – man könnte auch sagen „ins Paradies“. Liegt zwischen 3rd und 4th Bridge.
26.08.2018 Game Drives rund um Xakanaxa und Leben im Paradies.
27.08.2018 Weiterfahrt zum North Gate, HATAB-Campsite MGR02, Game Drive am Khwai
28.08.2018 Game Drive am Khwai und Weiterfahrt nach Savuti, HATAB CNP 24.
29.08.2018 Game Drive und Weiterfahrt zur Chobe Riverfront, HATAB CNP 1
30.08.2018 Game Drives Chobe Riverfront, ÜN HATAB CNP 1
31.08.2018 Weiterfahrt nach Livingstone, Besuch der Fälle optional, ÜN Maramba River Lodge Tents.
01.09.2018 Rückflug nach Frankfurt über Johannesburg.
Kurz gesagt – es waren zwei Wochen, die sich wie mindestens 4 angefühlt haben. Nicht etwa, weil wir uns gelangweilt hätten, sondern weil wir so viel Schönes und Spannendes erleben durften und ganz weit weg vom Alltag in Deutschland waren 🙂 .
Alles Weitere dann im Laufe der Zeit – jetzt muss ich erstmal schlafen!
Liebe Grüße von Bele
Teil 203. Sept. 2018
16. / 17. August 2018 – Anreise und Chobe Safari Lodge
Von der Anreise gibt nicht viel zu berichten. Hier ein Blick auf unser Gepäck – das Tragen der Taschen ist grenzwertig, auch wenn sie nur 12 kg wiegen dürfen (aber eben ohne Rollen - theoretisch 😛 - dazu aber später mehr 🤪 ) . Der skeptische Blick von Rennade kommt also nicht von ungefähr.... (natürlich sieht meine Tasche nur auf Grund der Perspektive größe und dicker aus, schon klar, oder? 😗 ).
Die DB macht ausnahmsweise keine Probleme (wenn man mal davon absieht, dass es im Chaosbahnhof Stuttgart weit und breit keine Gepäckwägelchen gibt, wir also unsere Taschen von Gleis 2 nach Gleis 15 tragen dürfen 😠 ), wir fliegen mit SAA, alles klappt, Essen bekommen wir immer als Erste, da wir Vegetarisch bestellt haben (ich trau dem Flugzeugfleisch nicht 🤢 ). Die 4 Stunden Aufenthalt in Johannesburg verbringen wir in der Bidvest Lounge und genießen dort saubere Toiletten, leckeren Kaffee und Saft, und futtern uns durch das Angebot….
Nach einer zähen Wartezeit im heißen Bus auf dem Rollfeld (es fehlen mal wieder Passagiere 😈 ) geht’s dann flott nach Kasane, wo wir im modernen Flughafen (letztes Jahr neueröffnet) schnell unser Gepäck bekommen und auch recht zügig zur Chobe Safari Lodge chauffiert werden.
Wir beziehen unser schönes Zimmer (Safari Room), sortieren uns ein bisschen, kaufen dann ein paar Getränke im nahegelegenen Supermarkt und schlendern schließlich mit unseren Kameras bewaffnet durch die schöne Lodge-Anlage.
An dieser Stelle ein Wort zu unserem „Equipment“ (ein etwas hochgegriffener Ausdruck für unsere Bridges). Rennade ist mit einer hosentaschengeeigneten Canon und meiner alten Canon Powershot SX50, die sie mir abgekauft hat, unterwegs. Ich habe meine SX60 ja letztes Jahr ziemlich ruiniert und konnte vor ein paar Monaten einem Internetschnäppchen für das selbe Modell nicht widerstehen. Im Affekt bestellt, bei einem wohl nicht 100%ig seriösen Verkäufer von ich weiß nicht woher 😕 . Zunächst dachte ich noch, dass sie eigentlich gut funktioniert, aber der Sucher macht mich verrückt, das Bild flimmert und man sieht kaum, was man fotografiert. Auch bleibt das Bild beim Zoomen manchmal einfach stehen. Das Verrückte: die Fotos sind trotzdem sehr gut (also im Rahmen der Möglichkeiten der Kamera). Spaß macht das Ganze aber nicht – und so wurde ich immer fuchsiger, als hier im Forum die Sony RX10 IV so sehr gelobt wurde. Genau diese Kamera hatte der Bruder von Matte diesem schon vor einiger Zeit empfohlen. Meine Söhne meinten, ich würde doch so gerne und so viel fotografieren und ich solle mir diesen Spaß ruhig gönnen (naja, die haben gut reden, die müssen das Geld dafür ja nicht verdienen 😗 ) Kurz vor der Abreise habe ich dann tatsächlich zugeschlagen – dieses Mal im Fotoladen meines Vertrauens.
An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an Laura (flash2010) und Nette (speed66) , die mir sehr viele Tipps und Infos in diesem Zusammenhang gegeben haben 😘 .
Ohne vorgreifen zu wollen: Sony und ich sind noch keine dicken Freundinnen, aber wir beginnen uns aneinander zu gewöhnen. Ob sich der enorme Preisunterschied zur Canon für mich gelohnt hat, wage ich noch zu bezweifeln, vermutlich bin ich zu doof, um ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Da beide Kameras (gerade so) in meiner Fototasche zusammen Platz finden, durfte auch die Canon mit nach Botswana.
Das erste Tier, das ich in Botswana 2018 fotografiere ist ein…. Schmetterling.
Na, da hätte ich doch eigentlich daheim bleiben können 😄 , manche von euch wissen ja, dass ich sehr gerne die heimischen Falter in meinem Garten ablichte. Da ich von den ausländischen Arten gar nichts weiß, hoffe ich hier mal auf Bestimmungshilfe von Matthias. In Deutschland würde ich irgendwas von Feuerfalter plappern - aber wie gesagt: keine Ahnung!
Natürlich dürfen die süßen Meerkatzen nicht fehlen, (die nur so lange süß sind, wie sie einem das Essen nicht vom Teller klauen).
Vom Sunset- Aussichtspunkt unweit unseres Zimmers sehen wir auch gleich mal viele Elefanten im Eingangsbereich des Chobe National Parks.
Den ersten Lacher gibt es, als Reni meint: „Kuck mal, die laufen da ja sogar zwischen den Elefanten rum!“ Tatsächlich sieht es - mit bloßem Auge!!! - so aus, als ob die Leute auf dem Oberdeck mitten im Gras auf der Insel stehen! Als Renate dann durch den Sucher schaut, muss sie auch lachen 🤪 !
Die Sambezi-Queen tuckert auch an uns vorbei.
Wir schauen uns noch ein bisschen um, genießen den ersten afrikanischen Sonnenuntergang der Reise
und lassen es uns dann im Restaurant schmecken. Was uns beide sehr verblüfft: es ist ziemlich leer – keinerlei Rummel am Buffet. Vermutlich (laut Reni) sind die Leute noch auf dem Zimmer und hübschen sich nach ihrem Game-Drive auf. Soll uns recht sein – so können wir den Beginn unseres Urlaubs in Ruhe genießen.
Morgen geht es dann auf den Chobe – die private Boatcruise habe ich über Iwanowski (wie die ganze Reise inkl. Vorübernachtung usw.) gebucht.
Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Bedenken 😵 , denn meine letzte private Bootstour 2014 war ein ziemlicher Flop gewesen – und der Rummel auf dem Fluss wird ja auch immer größer. Mal schaun, was das morgen hin gibt …. aber immerhin war der Start ja gelungen und so schlummern wir bald zufrieden in unseren bequemen Betten ein - in dem Wissen, dass die nächsten 2 Wochen sicher weniger komfortabel sein werden 😎 !
Teil 303. Sept. 2018
18.08.2018 – Private Boatcruise auf dem Chobe – Teil 1
Nach einigem Hin und Her hatte ich mich mit Rennade und Iwanowski auf eine Startzeit der Bootstour von 8.30 Uhr geeinigt – Dauer 3 Stunden.
Nach einer sehr guten Nacht mit viel und tiefem Schlaf frühstücken wir ausführlich – wieder fast alleine, denn die meisten Leute sind jetzt wohl schon unterwegs auf Game Drive. Danach müssen wir packen und unser Gepäck in der Rezeption unterstellen, weil wir nach der Boatcruise dann relativ zeitnah von Bushways abgeholt werden.
Am Bootsanleger sind wir natürlich zu früh und prompt entdeckt Adlerauge Renate einen Vogel im Baum – „irgendein Kingfisher“. Na da schau her – die Birdingtour mit Basi auf dem Okavango 2015 scheint Früchte getragen zu haben 😎 . Ich sehe mal wieder eigentlich gar nichts und knipse blindlings drauflos (das Bild dient nur zu Demonstrationszwecken). In diesem Moment kommt ein Angestellter der Lodge vorbei und fragt, was wir da schauen. „Ah, ein Brownhooded Kingfisher“ kommt es wie aus der Pistole geschossen!
Gefolgt von einem „Let’s go“. Wie jetzt – das ist unser Guide? Und es geht schon los? Obwohl es noch fast 10 Minuten bis zur Abfahrt sind? 🙄 Die nächste Überraschung ist unser Boot – ziemlich groß und doppelstöckig. Unsere Augen werden immer größer und Mike – so heißt dieser sehr sympathisch wirkende Mensch – amüsiert sich über unser Staunen 😉 .
Wow – das fängt ja schon mal gut an 🤩 ! Und soviel kann ich schon verraten: es sollte die schönste Bootstour werden, die ich jemals auf dem Chobe erleben durfte. Mike fährt mit uns, nachdem wir uns registriert haben, in einen abgelegenen Seitenarm auf der nördlichen Seite, Richtung namibische Lodge. Er erklärt die bekannten Fakten zu Sedudu-Island, aber auch Dinge, die ich noch nicht wusste. Zum Beispiel, dass Chobe auf Englisch „to push“ bedeutet, also die Tatsache beschreibt, dass der Sambesi oft in den Chobe drückt. Sedudu hat er uns auch übersetzt – ich dumme Nuss hab’s mir nicht gemerkt, aber ich meine, es hieß „No man’s land“. Ich habe später unseren Guide gefragt, aber dieser sagt, dass die Leute am Chobe eine besondere Sprache sprechen, die er nicht beherrscht.
Mike erklärt uns auch, dass das Verhältnis zwischen Namibia und Botswana in dieser Sedudu - Sache inzwischen sehr entspannt sei – man würde sogar voneinander profitieren. Die Chobe Safari Lodge beschäftigt zwei namibische Guides, die mit Gästen, die gerne Angeln wollen, auf die namibische Seite fahren – es gibt ein entsprechendes Abkommen.
Natürlich kommen auch die Tiere nicht zu kurz – unser Guide ist total motiviert, kein Vergleich zu dem Jüngelchen von 2014, das nur mit seinem Handy beschäftigt war 😠 .
Die Klassiker dürfen nicht fehlen:
Reed Cormorant
African Darter normal
und in der Doppelkopfversion 😉
Mit den Spurwinged Geese hab‘ ich seit dieser Tour eine Rechnung offen – sie sehen toll aus, wenn sie fliegen, ich hab’s aber völlig verpennt, eine dabei zu erwischen 😊 .
Wire tailed swallow – wie üblich als Passagier an Bord
African Fisheagle bei der Nestmaterialbeschaffung? Übrigens ein Canon-Foto, daher unscharf.
Den Squacco Heron gibt’s mit und ohne Kopf 😉 und fliegend
Purple Heron
Ein sich trocknender Coucal (darf gerne genauer bestimmt werden 😗 )
Long-toed Lapwing mit seinen krassen Augen….
… und ständig am Schimpfen wegen seines Geleges.
Mike wird ganz aufgeregt – ein African Jacana mit einem ganz kleinen Chicken. Schwer zu sehen und zu fotografieren – aber allerliebst!
Hier der abgelegene Arm des Chobe – laut Mike verlandet dieser und es fahren selten Boote rein, was zur Folge hat, dass die Hippos eher scheu sind (macht mir nicht viel aus 😛 ).
Es herrscht reger Flugbetrieb, mehr als bisher auf meinen Reisen – White-faced Whistling Ducks.
Gemütlich tuckern wir wieder Richtung üblicher Route – wobei wir durch unsere eher unkonventionelle Abfahrtszeit und dem Abstecher am Anfang kaum anderen Booten begegnen. Wie schön!
Unterwegs entdeckt Mike diesen Malachite Kingfisher – zu unserer großen Freude bleibt er ruhig sitzen und auch das Boot hält schön still 🙂
Zwischendurch wieder ein Klassiker – Yellow billed Stork
Dieses African Jacana nimmt direkten Kurs aufs Hippoauge – dreht dann aber doch ab und latscht mit seinen beeindruckenden riesigen Füßen auf dem Hippokopf herum.
Cabin crew – ready for landing!
Und ich bin jetzt auch ready for landing in my bed 🤪 . Fortsetzung gibt’s vermutlich morgen.
Liebe Grüße und gute Nacht von Bele
Teil 404. Sept. 2018
18.08.2018 – Private Boatcruise auf dem Chobe – Teil 2
Ach – den Spruch des Morgens hatte ich völlig vergessen zu erwähnen: ganz am Anfang der Fahr setzt Renate sich hin, streckt die Beine von sich, schaut sich um und meint mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Hier bleibe ich und werde Guide!“ 😄
Und weiter geht’s:
Renate wollte unbedingt Büffel sehen dieses Jahr – bitte schön
So sieht ein gesundes Krokodil aus
Dieses hier kommt uns irgendwie komisch vor – so dunkel, die große Wunde auf dem Rücken und etwas aufgedunsen. Es lebt aber definitiv, denn wir können Augenbewegungen erkennen. Viel später auf der Reise haben wir eine gruselige Croc-Sichtung am Khwai – und im Nachhinein könnte ich mir vorstellen, dass dieser Kerl hier auch so enden wird.
Büffel im Wellness-Modus
Ein Minikrokodil mit ganz zarten Beinchen
Der hier wollte auch unbedingt fotografiert werden
Pied Kingfisher
Rennade im Fotorausch 😎
African Fisheagle – das Federkleid nochmal gut aufschütteln.....
.... und dann durchstarten!
Wer kann mir ein Hippo zeigen, das intelligent aus der Wäsche kuckt? 😕 🤪 😛
Über diese Sichtung freue ich mich total – ein Giant-Kingfisher-Paar
Kudus und Impalas
Der hier hieß recht schnell „Den-haben-wir-daheim-auch“. (Grey Heron)
Mike ermuntert uns immer wieder, auch mal aufs Oberdeck zu gehen, um einen besseren Überblick zu haben. Schon witzig – so ein großes Boot für uns alleine!
Ich wusste nicht, dass Impalas so trinken
Waterbucks gibt es natürlich auch
Und dann fährt uns Mike zu einer Sandbank, auf der sich eine große Gruppe von African Skimmern tummelt. Ich bin im Glück – und muss jetzt schnell den von Uwe so geliebten Satz rausholen „Da müsst Ihr jetzt durch“, alternativ „Ich konnte mich nicht entscheiden“. Ich nenne solche Bilderfluten ja immer gerne „Hommage an XY“ 😎 😄 . Egal wie – ich liebe diese eleganten Flieger mit den schönen Farben, dazu die Landschaft am Chobe – da will man schon mal das eine oder andere Foto zusätzlich zeigen.
Danach gibt es dann wieder pulsierende Leben am/im Fluss – wo man hinschaut, drängen sich Vögel ins Bild, Sacred Ibis, Glossy Ibis, Grey Heron, Great Egret, African Jacana, Black winged Stilt, Yellow-billed Stork, usw… dazu Krokodile und Antilopen.
Ein African Open-billed Stork stolziert auch herum
Wer versteckt sich denn hier?
Ah okay….hätte man auch am Schatten auf der linken Schwinge erkennen können 😉
Endlich kann ich auch mal ein Puku fotografieren, auch wenn es müde und weit weg ist.
Great Egret
Ein Red-billed Oxpecker schreit einen Büffel an
Und hier der völlig ruhig daliegende Chobe, keine Wellen von Booten, alles leer – obwohl am Ufer Elefanten stehen. Soooo schöööön!
An dieser Stelle denke ich eigentlich, dass unsere Tour zu Ende geht, denn es ist schon Viertel nach elf. Mike fährt aber nicht in Richtung Ausgang – und ich frage ihn etwas verwirrt, ob wir denn nicht Schluss machen müssten. Womöglich hat er eine falsche Info und denkt, wir hätten 4 Stunden gebucht? Er grinst aber nur verschmitzt und meint, wir würden doch sicher gerne nochmal Elefanten sehen, oder? Und tatsächlich – er fährt uns – weiterhin ganz entspannt und ohne Hektik - zu einer Gruppe, die gerade den Fluss überquert und dabei ständig am Rumbubeln ist (verstehen das die Hochdeutschen hier?). Er erklärt, dass er die Gruppe kennt, sie würden momentan ziemlich pünktlich immer hier durchkommen.
Jetzt aber nichts wie raus aus dem Wasser.
Das denken auch wir und fahren nun wirklich zurück zum Bootsanleger. Mannomann, diese Boatcruise war echt der Knaller – viel gesehen, viel erklärt bekommen, ein relativ leerer Chobe, wunderschönes Wetter – und ein unglaublich toller Guide, mit dem wir sofort auf einer Wellenlänge waren.
So, und nun steht der große Showdown bevor 🤩 : wir lernen unsere Mitreisenden kennen, wenn auch nur 3 Stück, denn bis Maun sind wir nur 5 Gäste. Achja, und wer wird uns denn guiden und bekochen? Und wer übersetzt, wenn ab Maun die Franzosen dazu kommen? 😕
Dies alles im nächsten Kapitel!
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 506. Sept. 2018
18.08. 2018 – Beginn der Campingreise – Sunset-Cruise auf dem Chobe / Unsere ersten Löwen !
Nach unserer Bootstour warten wir an der Rezeption der CSL auf Bushways und schon kurz vor der vereinbarten Zeit (bitte merken 😗 ) höre ich das liebliche Geräusch eines Landcruisers. Und tatsächlich, die sandfarbene Spezialanfertigung rollt auf den Hof und heraus steigen Diteko und Lawrence. Na das freut mich jetzt aber 🙂 ! Zwar hatte Frau Miebach von Iwanowski eine entsprechende Anfrage gemacht und das Büro in Maun hatte mir auch bestätigt, dass es klappt – aber solche Dinge glaube ich immer erst, wenn ich sie sehe.
Also großes Umarmen und dann geht’s ab auf den Campingplatz der Chobe Big Five Lodge. Dort stehen schon unsere Zelte sowie Simi aus der Schweiz (die Übersetzerin für die Franzosen, die später dazustoßen werden) und Christine, eine Freundin von ihr, ebenfalls aus der Schweiz, die einen Besuch bei ihr mit dieser Campingreise verbindet. Spontane Sympathie – beide wirken sehr nett und ich fühle mich gleich wohl. 🙂
Für die, die Diteko und Lawrence noch nicht kennen: sie waren letztes Jahr im April auf der Familiy-Edition schon unser Guide und Camp Assistant (besser wäre die Bezeichnung Koch). Simi fuhr damals in der Paralleltour als Übersetzerin und so hatte ich sie schon flüchtig kennen gelernt.
Ehrlich gesagt hatte ich ja – nach meinen negativen Erfahrungen 2014 mit dem mitreisenden Mitarbeiter von Bushways, diesem unsäglichen Joe 🤢 - etwas Sorge, dass mit Simi wieder so ein Typ „Ich weiß eh alles besser“ und „Ich bin die Safari Queen“ an Bord sein könnte 😮 . Meine Bedenken wurden aber bereits in den ersten Minuten so was von zerstreut – und sie kamen auch nie wieder zurück! Simi ist die freundlichste, hilfsbereiteste, natürlichste und bescheidenste Person, die man sich denken kann, immer gut gelaunt, auch wenn sie mal kräftig einstecken muss 😣 (dazu später mehr).
Ziemlich schnell finden wir gemeinsamen Gesprächsstoff – sowohl Christine als auch Simi kommen wie Renate und ich aus dem Pädagoginnen-Lager. So plaudern wir fröhlich vor uns hin, vergleichen das Schulsystem in der Schweiz und in Deutschland, während wir den von Lawrence gezauberten Lunch futtern und auf die beiden anderen Deutschen warten, die noch zu uns stoßen sollen. Diteko wird etwas unruhig, die Beiden kommen aus Vic Falls und offensichtlich verspätet sich der Transfer. Wir müssen aber noch alle einkaufen gehen und dann zurück zu CSL, um unser Boot für die Sunsetcruise zu besteigen.
Kurz vor knapp tauchen Mona und Karsten auf, und ohne viel Federlesens werden sie kurz drauf zusammen mit uns in den Landcruiser verpackt und los geht’s zum Shoppen. Wie immer nicht meine Lieblingsdisziplin, aber zum Schluss habe ich zusammen, was ich brauche (Wasser, Gin, Zitronensaft, Tonic Water, und zwar das richtige, gell Matte 😎 ?).
So, und jetzt ab auf’s Boot, damit es auch mal wieder Fotos gibt! DT (Diteko) liefert uns an der CSL ab und hat sichtlich gute Laune – er hat uns jetzt für ein paar Stunden los 😄 .
Wir haben das Boot als Gruppe für uns – an unseren Guide habe ich keine bleibende Erinnerung. Vielleicht weiß Renate noch, wie er war….
Wir starten mit den Elefanten, die auf diesem Teil der Insel nachmittags meistens rumstehen.
Während wir wegen ein paar Krokodilen an Land anhalten, versuche ich diesen Vogel auf Speed zu erwischen. Ist das irgendein Sandpiperle? Ein Wood Sandpiper vielleicht? Ein Common Sandpiper - danke fotomatte 😘 !
Die Whitefaced Whistling Ducks drehen mir leider den Rücken zu beim Abfliegen.
Bei diesem Malachite Kingfisher sieht man mal, wie klein dieses Vögelchen ist – ich hab ein besseres Foto verbockt – Bele und das Boot…. 😊
Dafür sitzt dieser männliche Giant Kingfisher richtig schön an – unseren Guide müssen wir allerdings erst auf ihn hinweisen. Es ist vermutlich der selbe wie heute früh, denn wir befinden uns an der selben Stelle.
Einer der üblichen Verdächtigen mit grünen Augen.
Ja, und dann er hier – der Marabu Stork 😵 .
Jedes Jahr aufs Neue überlege ich mir, wer den wohl erfunden hat. Hintenraus ist er ja recht gelungen, aber der Anfang ist völlig verpfuscht. Allein schon wie der mich anschaut…. Und dann dieser geäderte Kehlsack – mir wird schon beim Hinschauen schlecht 🤢 . Bisher dachte ich ja immer, das wäre ein Kropf, aber gestern hab ich mir mal die Mühe gemacht, nachzulesen. Er dient wohl der Wärmeregulierung – und bei der Balz spielt er wohl auch eine Rolle 🤨 . Na dann viel Erfolg bei der Frauensuche 😗 😉 !
Hier mal der Link, wo einiges über den Vogel drinsteht – nach dem Lesen betrachtet man ihn dann schon mit etwas anderen Augen (wobei ich trotzdem nicht verstehe, warum man ihm dann so ein paar lächerliche Härchen auf dem Kopf hat wachsen lassen - eine Vollglatze würde eleganter wirken und wäre noch praktischer – aber mich fragt ja keiner 🙄 ). Die Idee, seine Beine mit Urin und Kot zu bespritzen als Wärme/Kälteschutz finde ich auch recht außergewöhnlich…. 🤪 http://zoogast.de/tierlexikon-afrikanischer-marabu/3744/
So, lange genug auf dieses niedliche Kerlchen geschaut – wenden wir uns einer meiner Lieblingsantilopen zu: dem Waterbuck.
Von Weitem sehen wir eine kleine Gruppe Elefanten ans Ufer eilen – wir fahren hin und schauen ihnen eine Weile beim Trinken zu.
Die Kleinen rennen danach mit wehendem Schwänzchen den Berg hinauf.
So, und jetzt meine speziellen Freunde – die Hippos 😣 . Kann mir einer erklären, was an einem Hippobullen süß sein soll? Der hier ist gerade dabei, mit seiner als Schwanz getarnten Klobürste Urin und Kot durch die Gegend zu spritzen. Angeblich gilt: Wer am weitesten spritzt, ist der Stärkste (und hat die besten Chancen bei den Weibchen 😉 ). Gleichzeitig markieren die Bullen mit diesen Duftmarken ihr Revier. Naja, wenn’s hilft??? 😕
Und dann diese ständige Gewalt – die Kerls verletzen sich beim Streiten nicht unerheblich. Mir fällt da spontan "Schule für Erziehungshilfe" ein, aber auch hier hört ja seit Jahren niemand auf mich 🙁 .
Wenden wir uns lieber den eleganteren Geschöpfen zu – Giraffe hatten wir glaub noch nicht heute, richtig?
Aber wir können sie auch nur kurz betrachten, denn auf uns wartet – wie unser Guide durch Handy/Funk/Telepathie (?) erfährt – ein besonderes Schauspiel. Dafür müssen wir ein bisschen Gas geben, das Ganze spielt sich Richtung Ausgang ab.
Tatsächlich marschieren da doch Herr und Frau Löwe am Ufer entlang – natürlich gut bewacht von diversen Booten und zwei Fahrzeugen an Land (die sind jetzt auf diesen Fotos nicht drauf, waren aber da, was ja auch nicht verwunderlich ist).
Das Verwandtschaftsverhältnis ist nicht geklärt – vermutlich Mutter und Sohn…. Sollte es der Herr Gemahl sein, dann würde ich der Dame raten, ihn zum Teufel zu jagen. Herr Löwe lässt sich nämlich immer wieder ermattet darnieder plumpsen – dabei hat Madame doch eine Mission!
Am Ufer weidet nämlich ganz alleine (wenn man mal von den Booten absieht) ein Büffel. Ich versuche mal, die Gesamtübersicht zu zeigen – etwas schwierig, weil wir schon kurz vor Sonnenuntergang sind.
Von links nach rechts: 1. Büffel, 2. Hippo (spielt zwar meines Wissens keine Rolle, aber Reni meinte heute nach der Konferenz, dass ich es nicht vergessen dürfte – Reni, warum eigentlich 😐 ?), 3. Löwin, 4. Löwe. Das Ganze etwas näher:
Frau Löwe scheint nicht uninteressiert an einer Büffeljagd,
aber dieser blondgelockte Schönling regt nicht die kleinste Kralle.
Auch ihre auffordernden Blicke ignoriert er...
legt sich lieber etwas gemütlicher hin...
...und schließt die Augen 😄
Unser Guide lacht und meint, der hätte schlicht und ergreifend Angst vor dem Büffel. Ich bin bis heute der Meinung, dass er seine blondgesträhnte Föhnfrisur nicht von solch einem Trampeltier in Unordnung bringen lassen wollte. 😛
Frau Löwe wirft noch einen kummervollen Blick ins Publikum
und senkt dann verzweifelt den Kopf.
Wir müssen langsam los, denn der Sonnenuntergang und damit die Parkschließung steht kurz bevor. Bis heute wissen wir nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist. Sollte Ihr in nächster Zeit ein Büffelskelett am Chobeufer liegen sehen, dann wisst ihr Bescheid!
Wir sind natürlich total im Glück – erster Tag, und gleich Löwen! 🤩 Ich hab‘ schon einige Bootsfahrten auf dem Chobe gemacht, aber dabei noch nie Katzen gesehen!
Trotzdem müssen wir weiter – und ich bin wieder ganz begeistert von den vielen Vogelschwärmen, in der Ferne, in der Nähe, vor Büffeln und Elefanten…
….und natürlich vor der Sonne!
Noch ein paar Impressionen (wobei mich die Antennen und Lichter der Lodge schon ziemlich stören – waren die schon immer da?)
Zum Schluss freuen wir uns noch über diese vergnügt im Wasser spielenden Elefanten – und dann düsen wir zur CSL, wo DT uns abholt.
Das war eine sehr schöner Cruise – nicht zuletzt weil alle an Bord begeistert waren und jedes noch so kleine Tierchen wertgeschätzt wurde. Für Mona und Karsten ist es das erste Mal „südliches Afrika“ und sie sind jetzt schon hin und weg. Und ich glaube, Reni hat’s auch gefallen. Mir sowieso!
Auf der Campsite wartet schon Lawrence mit einem sehr leckeren Abendessen – ausnahmsweise kann ich mich sogar noch daran erinnern: Irgendwelche Steaks vom Grill, dazu sehr leckeres Brokkoli/Blumenkohlgemüse in einer Käsesahnesauce, dazu Kartoffel/Karottenpüree.
Wir haben noch einen netten Abend und richten uns in unseren Zelten ein – die wir dann morgen abbauen müssen, um uns auf die lange Fahrt in die Nxai-Pan zu machen.
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 607. Sept. 2018
19.08.2018 – Transfertag von Kasane in die Nxai-Pan
Vorab – falls jemand überblättern will: es gibt jetzt erst mal keine Löwen, der Titel greift erst wieder in ein paar Tagen…. 😊
Wir stehen früh auf, damit wir uns bei Tagesanbruch auf den weiten Weg machen können. Die Nacht war suboptimal – auf so einer öffentlichen Campsite nahe einer Stadt gibt es viel zu viele unerfreuliche Geräusche in der Nacht.
Heute müssen wir lernen (ja, ich auch, ich vergesse das immer ganz schnell wieder), wie wir unsere Zelte so abbauen, dass sie auch in die Taschen passen.
Noch gibt es für uns paar Hansel ja viele helfende Hände und so sind wir bald startklar. Die Fahrt von Kasane nach Nata zieht sich und es ist schlotterkalt am Anfang.
DT und Lawrence haben zwar die Windschutzscheibe hochgeklappt und die Plexiglasscheiben an den Seiten angebracht, aber es gibt noch genug Öffnungen, durch die es zieht 😕 . Zum Glück wärmt aber die Sonne bald und so verbringen wir die Fahrt nach Süden mit Quasseln und auch mal Dösen. Wir fahren an riesigen Sorghum-Feldern vorbei, ansonsten gibt es wenig zu berichten.
Das ändert sich schlagartig – im wahrsten Sinne des Wortes 🤩 – als wir von Nata aus Richtung Westen fahren. Riesige Schlaglöcher fordern von DT alles ab – und wir da hinten versuchen, uns so festzuhalten, bzw. Körperspannung zu bewahren, dass wir das Ganze ungeschoren überstehen. Irgendwann machen wir an der Strecke Lunchpause – und ca. 30 km vor Gweta wird auch der Teer wieder besser.
Um 14 Uhr erreichen wir das Gate – wir vertreten uns die Beine, DT reduziert den Luftdruck und plaudert noch ein bisschen mit dem Officer….
Direkt am Gate wuselt eine Fuchsmanguste herum (leider im Schatten, aber sonst gab's heute nicht viele Tiere)
danach gibt’s dann einen Oryx im Licht – es wird auch gleichzeitig der letzte sein, den ich fotografieren kann.
Am South Gate vergnügt sich ein Elefant im Schlammloch. Wir steigen etwas entfernt davon aus und fassen Wasser.
ACHTUNG, Rennade 🤩 – von hinten! 🤪
Auf der Fahrt zu unserer HATAB-Site gibt’s noch einen Weißbürzelsinghabicht an Elefant (Ihr merkt, nach der Arche-Noah-Flut am Chobe kämpfe ich jetzt um jede Sichtung 😗 )
und dann sind wir da. Ich bin erstaunt, statt der unlesbaren (wenn überhaupt vorhandenen) kleinen Schildchen an einem Baum gibt es jetzt richtig professionelle Tafeln.
Und zwar überall, wo wir später hinkommen werden. Der Platz am Waldrand gefällt uns sehr gut! Was wir noch nicht wissen: hier gibt es ganz ekelhafte Kletten, sie sich überall festkrallen. 😊 Unweigerlich schleppt man das Zeug (zumindest noch am Anfang, als wir nicht darauf achten) ins Zelt und hat es dann höchst gemütlich in einem kratzigen Schlafsack. Die Socken kann man eh vergessen, die bekommt man gar nicht mehr klettenfrei…. Ich bin ganz schlau und ziehe am nächsten Tag die „Unterschenkel“ meiner Zipphose über die Schuhe, an deren Schnürsenkel sich eine ganze Klettenfamilie eingenistet hat. Ergebnis: jetzt hab ich das Zeug an der etwas rauhen Innenseite der Hosenbeine hängen – ganz toll! 😈
Aber genug gejammert, die Kletten gibt’s hier in der Nxai-Pan auch an höchst interessanten Stellen zu bewundern -das werden wir dann morgen sehen 😎 !
Nun wird’s ernst – wir müssen unser Camp aufbauen. Dabei helfen alle mit - das Toilettenzelt findet bei den „Neulingen“ besonderes Interesse – und unsere Schlafgemächer sollten natürlich auch aufgeschlagen werden.
Simi hilft jedem, der nicht klarkommt - die Aufgabe der Übersetzerin bei Bushways beschränkt sich nicht nur aufs Reden 😉 . Ich schaue dieses Jahr etwas genauer hin, was sie zu tun (und zu lassen 😛 ) hat, denn erstens wurde ich von Bushways selber angefragt, ob ich nicht auf ihren Touren als Übersetzerin (Englisch/Franzöisch/Deutsch) mitfahren wolle und zweitens weiß ich von einem Fomi, dass es nächstes Jahr eine Tour als Übersetzerin begleiten wird und ihr habe ich versprochen, die Augen offen zu halten und zu berichten.
Hier das erste Ergebnis - unsere Doppelhaushälften 😉 (zu Rennades Rechtfertigung muss man sagen, dass an ihrem Zelt ein paar Haken gefehlt haben, daher die leichten Dellen 🤪 ).
DT kümmert sich ums Feuer und bald sieht alles schon gemütlich aus.
Eigentlich dachten wir ja, dass DT für heute genug gefahren ist – aber dem ist nicht so: er lädt uns noch zu einem kleinen Game-Drive ein. Wir lassen uns natürlich nicht lange bitten – das ist ja toll 😘 !
Von Weitem sehen wir eine große Herde Elefanten am Wasserloch stehen.
Wir fahren aber zuerst eine andere Strecke und sehen Trappen und Rotbauchwürger – ohne Fotos, denn die sind unterirdisch 🙁 .
Vom Northern Black Korhan, dem alten Schreihals, gibt es immerhin ein Foto.
DT erklärt uns dies und das
und wir halten auch für Gnus 😉
Ups – falsches Bild, sorry 😄 🤪
In der Ferne sieht man auf der weiten Ebene Zebras, Gnus und Springböcke grasen (bitte etwas Fantasie, es war sehr fern 😗 ) .
Mir gefällt es hier 🙂 ! Ich hatte mich ja im Vorfeld sehr auf diese mir unbekannte Ecke Botswanas gefreut – doch diese Freude erhielt durch den ernüchternden Bericht von Claudia Clax einen herben Dämpfer 😊 . Voll soll es sein (an Autos) und leer (an Tieren).
Also Autos sehen wir heute so gut wie keine – was aber natürlich auch daran liegen mag, dass momentan keine Saison für die Nxai-Pan ist. Dafür sind wir aber mit der Tierausbeute zufrieden – wobei wir natürlich am Beginn unserer Reise sind und jede Trappe und jeder Elefant noch Jubel auslöst 😎 . Vielleicht ist meine Wahrnehmung dadurch auch verfälscht….
Egal wie – es gefällt mir hier – basta!
Mama Kudu mit Kind Kudu. Hier weiß ich nicht mehr, ob DT oder schon Mike uns das erklärt hat (Hilfe – Rennade?): jedes Kudu hat sein ganz individuelles Streifenmuster. Das war mir bis dato unbekannt – frau lernt nie aus!
Das kleine Schnuckelchen schaut uns neugierig an, bevor es dann wegrennt.
Die Sonne nähert sich schon dem Horizont und wir sind happy, als sich diese beiden Giraffen (wieder Mutter & Kind) davor drapieren.
Am Wasserloch ist nicht mehr sehr viel los, aber wir haben trotzdem unseren Spaß – wir sind ganz nah an den Elefanten und können sie gut bei Sonnenuntergang beobachten.
Ganz schnell bricht die Dämmerung herein und die Elefanten machen sich zügig auf den Heimweg (wo immer sie auch wohnen 😉 ).
Auch wir fahren zurück ins Camp und lassen den Fahrtag, der uns dank des Engagements von DT trotzdem noch schöne Anblicke beschert hat, mit einem leckeren Abendessen am Campfire ausklingen. Immer wieder schleichen Schakale ums Zelt - ich glaube, Renate hat ein Foto davon. Schon vor Buschmitternacht (21 Uhr) fallen uns fast die Augen zu. DT gibt uns noch genau Verhaltensregeln mit auf den Weg ins Zelt (vielleicht wird Rennade noch was dazu schreiben?) und wir sind gespannt, wie die erste Nacht im Busch sein wird!
Am nächsten Tag gibt es zwei Game-Drives, denn wir übernachten zweimal auf dieser Campsite. Morgen also keine Zelte abbauen - wie schön. 🙂
Bis dahin viele Grüße von Bele
Teil 708. Sept. 2018
So, Rennade, das trifft sich gut, dass du von den Schakalen sprichst, die kommen bei mir auch gleich vor!
20.08.2018 – Nxai-Pan / Morning Game-Drive
Frühstück um 6 Uhr – ich bin etwas besorgt, weil Karsten so still am Tisch sitzt. Alles okay? Normalerweise lacht Karsten nämlich.... fast immer und hochgradig ansteckend 😄 ! "Nein, alles klar, nur noch ein bisschen früh, und ein bisschen müde", meint er. Karsten und Mona kämpfen ziemlich mit dem Platz im Zelt, sie haben recht große Reisetaschen und da bleibt nicht mehr viel Platz (mit kleinen aber auch nicht 😊 ), wenn man zu zweit ist. Dazu dann nächtliche Toilettengänge, das verhindert ruhigen Schlaf 🙁 .
In diesem Zusammenhang noch ein Zusatz zur Antwort von Reni an Simone: In den beiden Lodges hatten wir Doppelzimmer, da dort ein Einzelzimmer deutlich mehr kostet. Bei Bushways zahlen wir pro Einzelzelt zusätzlich 80 Euro für die 2 Wochen – das ist es uns wert 😉
So, jetzt aber los, Diteko drängelt schon! Wenn es nach ihm geht, ist man bei Sonnenaufgang unterwegs 😗 .
Naja, fast geschafft, würde ich mal sagen 😎 :
Auch wenn wir natürlich hoffen, heute wieder irgendwelche Katzen zu sehen, freuen wir uns über und an diesem Straußenpaar im schwachen Morgenlicht.
Er mit pinkgefärbten Schienbeinen (schon gut, ich weiß, dass das keine Schienbeine sind 😉 ), was bedeutet, dass er auf Brautschau ist. Das finde ich ja schon mal um Welten besser als der rosafarbene Kehlsack des Marabus…. 😄
Sie hat ein goldenes Sonnenkrönchen auf.
Die erste Riesentrappe des Tages – und es werden ihr viele folgen. Irgendwann heißen sie dann Attrappen bei uns (weil sich das besser merken lässt).
So, und nun zum Schakal – Reni, ich bin ja inzwischen der Meinung, dass die Tatsache, dass wir von Anfang an jeden Schakal bewundert und wertgeschätzt haben, dazu geführt hat, dass uns einer ganz am Ende der Reise einen wertvollen Tipp gegeben hat. Was meinst du? 😐
Dieser hier – übrigens finde ich die Nxai-Pan—Schakale irgendwie besonders hübsch – hat wohl sein Essen verloren – verzweifelt gräbt er im Termitenhaufen, in den sich sein Opfer verkrochen hat.
Diteko lässt uns in Ruhe fotografieren, aber man merkt, dass er Größeres im Sinn hat. Wir sind jetzt schon fast eine Stunde in der besten Tageszeit unterwegs, wo die Katzen aktiv sind (das lässt er uns als Motivation fürs Aufstehen fast jeden Tag wissen) - und immer noch kein Löwe, kein Gapard – nichts 🙄 . Beides gibt es hier wohl in ausreichender Menge – aber gerade die Geparden würde man sehr schlecht sehen.
Spricht's – und zeigt mit einem erstaunten „Oh, look there“ nach links 🤩 . Da sitzt sie in aller Ruhe und schaut über die Ebene.
Wir sind ganz alleine mit ihr – weit weg sehen wir Autos am Wasserloch stehen, in der Hoffnung, dort Katzen anzutreffen. Tja, Glück muss man haben 🙂 ! 2011 hab‘ ich zum ersten und letzten Mal Geparden gesehen – und die gelten irgendwie nicht, das waren ausgewilderte auf Erindi. Entsprechend geht mein Puls hoch – so eine Freude 🤪 !
Bei den beiden Fotos sieht man, dass ihr Fell voller derselben Kletten ist, die auch uns quälen.
Eine zeitlang lässt sie sich in Ruhe fotografieren, dann verschwindet sie ohne Eile in unzugängliches Gebiet. Da können die Leute am Wasserloch noch so sehr mit dem Fernglas schauen – richtig nah haben nur wir sie gehabt.
Durch diese wunderschöne Landschaft, vorbei an einer Riesentrappe, die sie aber nicht interessiert (was auf Gegenseitigkeit beruht - vielleicht war es ja tatsächlich eine Attrappe?), verschwindet sie langsam aus unserem Blickfeld.
Strahlende Augen im ganzen Fahrzeug– wir können unser Glück kaum fassen 🤩 . Der Tag ist bereits nach einer Stunde gerettet!
Jetzt kann DT uns in Ruhe ein bisschen Botanik erklären, immer mal wieder lässt er uns an Blüten riechen.
Beim Baobab machen wir bushy-bushy-Pause (so heißen die Pinkelpausen hier – wir sind am Überlegen, die wenig nett klingenden Klopausen an der Schule umzubenennen 😛 ).
Wieder ein Northern Black Korhan
und dann zieh ich zwei Nieten: der Black-schouldered/winged Kite sitzt eigentlich schön an, aber bis ich soweit bin, fliegt er los, worauf ich überhaupt nicht gefasst bin 🙁 .
Auch der Löffelhund ist schneller als ich.
Okay – Zeit für eine Pause. Wir können uns kaum sattsehen an dieser riesigen Ebene,
aber trotzdem entdeckt Adlerauge Rennade diese winzige Red-capped Lark mit ihrer witzigen Frisur.
Kurz nach der Weiterfahrt entdecken wir diesen gut getarnten Doublebanded Courser
Wenig später rennen vor und neben uns Crowned Lapwings herum (ich glaube, ich habe dieses Jahr schon wieder kein Foto von denen gemacht, ja gibt’s denn so was? 😮 ). Plötzlich bremst DT scharf – vor uns liegt ein Lapwing-Ei auf dem Weg.
Wie konnte er das sehen – sooo langsam waren wir dann doch nicht unterwegs? Er schüttelt bedauernd den Kopf und meint, das wäre nicht sehr clever von den Vögelchen.
Ein Lilac-breasted Roller auf seinem bequemen 😊 Ästchen darf natürlich nicht fehlen, bevor wir Richtung Wasserloch fahren.
In der Nähe grasen Gnus und Zebras, die Springböcke sind gerade mit Trinken dran.
Auf der Weiterfahrt weist uns Diteko auf einen Geparden hin (vielleicht unsrer von heute früh?), der in weiter Ferne im Schatten eines Baumes ruht. Dieser Straußenmann marschiert direkt (wenn auch weit entfernt) auf ihn zu.
Dies bemerkt die Katze sofort und steht auf. Der Strauß ändert seine Richtung und wir atmen beruhigt auf – alles bleibt friedlich!
DT ermuntert uns immer wieder, unsere Ferngläser zu benutzen und den Horizont zu scannen (abzuglasen 😎 ) – schlussendlich entdeckt aber er wieder eine Bewegung, die beim Näherkommen von flüchtenden Löffelhunden stammt.
Bei diesem Foto überlege ich kurz, ob das Fotomotto dieser Reise „Mindestens zwei verschiedene Vogelarten auf einem Baum/Foto“ sein soll – aber ich will ja keinen Stress im Urlaub. Purpel Roller und Whitecrowned Shrike.
Wir fahren erneut zur Campsite, um Wasser zu fassen – und wieder treibt sich ein großer Grauer dort herum. Nett, wie er brav den Elefantenpfad benutzt!
Bevor wir gegen Mittag wieder im Camp eintrudeln, sehen wir noch diesen Riesentrappenmann, der einen dicken Hals macht (trotz schicker Frisur!).
Hochnäsig um sich blickend marschiert er davon. Und wir freuen uns auf die Mittagspause mit Lunch und Duschen.
Fortsetzung folgt – liebe Grüße von Bele
Teil 809. Sept. 2018
20.08.2018 – Nxai-Pan / Afternoon Game-Drive
Die Mittagspause verbringen wir mit Essen, Duschen, Schwätzen, Kaffeetrinken, Zeltaufräumen - die Zeit bis 15.30 Uhr geht schnell herum.
Dann steigen wir wieder in unseren Landcruiser und genießen den Luxus einer solch kleinen Gruppe – wir sitzen immer zu Zweit in einer Reihe, vorne Christine und Simi (damit diese gut hört, was DT sagt, um zu übersetzen, wenn nötig), dann Reni und ich, und hinten Mona und Karsten.
Unsere erste Sichtung ist ein Spotted Thick-knee. Freundlich Kucken geht fai anders, du komischer Vogel!
Okay, schon besser
Und von Nahem sieht er schon fast nett aus 😉
Die Sabota Lark meckert rum - wir scheinen sie zu stören.
Die nächste Sichtung ist etwas schwierig – von Weitem sehen wir einen Steppenfalken, der wohl gerade jagt. Dann fliegt er auf die Krone eines Baumes – sehr weit weg 🙄 . Mit bloßem Auge kann man nichts erkennen, mit dem Fernglas auch nicht wirklich, denn er hampelt mit seiner Beute auf den Ästen hin und her, fliegt dabei immer wieder ein Stückchen weiter. Erst meine Fotos, die eher zufällig entstanden sind (irgendwie auf die richtige Stelle draufgehalten und klick, klick, klick 😵 ) geben ein wenig Aufschluss. Was hat er da gefangen? Sieht aus wie ein Hering unseres Toilettenzeltes 😄 , wird aber wohl doch etwas Schlangenartiges gewesen sein….
Dann wieder der obligatorische Schakal, der NATÜRLICH fotografiert wird (wir brauchen ihn später auf der Reise ja nochmal).
Dann kommen wir zum Wasserloch – und es gibt doch Fahrzeuge außer unserem. Aber ehrlich – entweder hab ich das verdrängt – oder es war wirklich nicht viel los dort.
Auch tierisch nicht, dies ist er einzige Elefant vor Ort – und dann natürlich noch jede Menge Tauben.
Doch als wir gerade weiterfahren wollen, sehen wir von Weitem fünf Dickhäuter, die mit weitausgreifenden Schritten in Richtung Wasser ziehen. Ein tolles Schauspiel, wie sie im Abendlicht immer schneller werden, je näher sie dem erfrischenden Nass kommen.
Der einzelne Elefant ist am Anfang not amused über die Gesellschaft,
aber schlussendlich geht alles friedlich ab und die Neuankömmlinge stillen genüsslich ihren Durst.
Oben rein - unten wieder raus 😉
Wir fahren noch ein Stückchen weiter, Diteko schaut mal eben zur Seite und meint: „Da liegt ein Gepard“. Ja neee, iss klar 🤩 😄 !
Dankenswerterweise hebt er mal kurz seinen Kopf – tatsächlich, da liegt ein Gepard 😮 .
Außer Liegen macht er aber nichts – also drehen wir noch eine kleine Runde.
Riesentrappe Nr.748
Springböcke im Abendlicht – dazu diese Landschaft – ich bin begeistert!
Das Gras mitten auf dem Weg scheint am besten zu schmecken
Und wieder sehen wir Elefanten, die dem Wasserloch zustreben.
Kurz schauen wir nochmal bei dem Geparden vorbei, aber dieser ist nicht einmal von einem Elefanten, der bei ihm vorbeizieht, zu beeindrucken.
Wir schauen nach rechts – die Sonne bei den Dickhäutern steht schon tief
also sagen wir tschüss zu dem Faulpelz,
wenden uns der untergehenden Sonne zu,
machen auch noch ein allerletztes Foto am Wasserloch
und fahren dann zügig Richtung Camp.
DT hat also Recht gehabt, es gibt wirklich Geparden hier (und angeblich nicht wenige) – aber es ist schwierig, sie (richtig) zu sehen 😐 ! Schade – morgen verlassen wir die Nxai-Pan wieder, unsere Chancen auf eine weitere Gepardensichtung sind also nicht mehr allzu groß 🙁 .
Ziemlich pünktlich verlassen wir am Morgen das Camp – bzw. den Platz, auf dem es stand. Was vermutlich vor allem Renate sehr erstaunt – sie hatte nämlich vor den Ferien noch mit ihren Viertklässlern gezeltet und dazu mein Wurfzelt ausgeliehen. Anschließend kam folgende Whatsapp von ihr: Hallo Bele, habe das grüne Zelt in Null Komma Nix aufgebaut, aber dann kam das Abbauen .Die Verpackung war zwischenzeitlich geschrumpft. Kurzum, ich versagte kläglich . Wie ist das im Urlaub? Fahren die Anderen einfach weiter, wenn jemand es nicht in der vorgeschriebenen Zeit schafft, sein Zelt in die Originalverpackung zu kriegen? 😄 😄 😄
Kurz nach halb sieben sind wir bereits auf Cheetah-Suche, Diteko gibt den Glauben nicht auf, dass wir nochmal einen sehen, der nicht nur unterm Baum liegt.
Keine Viertelstunde später zeigt er mit einem triumphierenden Lächeln auf diese Gepardendame, die in den ersten Sonnenstrahlen durchs Gras läuft.
Sie wirkt ziemlich entspannt – bewegt sich aber dann eher noch weiter von uns weg, als sie eh schon ist. Naja, wir wollen nicht undankbar sein – immerhin haben wir sie in Aktion gesehen.
Wir fahren langsam weiter, um auf ihrer Höhe zu sein, falls sie doch noch mal zwischen dem Gras und den Büschen auftauchen sollte. Und das tut sie tatsächlich! 😮
Ein Termitenhaufen weckt Ihr Interesse – und sogar Diteko und Lawrence lachen überrascht, als sie wirklich auf diesen hinaufklettert!
Nach kurzem Zögern macht sie es sich da oben bequem.
Wow, das kenne ich nur aus dem Fernsehen – ein Gepard auf dem Termitenhügel!
Leider ist das Licht nicht optimal – das merkt auch Diteko und fährt noch ein Stückchen vor.
🤩 Und plötzlich haben wir das Licht aus der richtigen Richtung, einen wunderschönen Hintergrund gibt es auch noch – und so können wir einen Anblick genießen, von dem ich niemals auch nur zu träumen gewagt hätte.
Sie schaut sich um – aber ganz entspannt.
Ich schaue mir derweil ihre Tatzen an
und als ich daheim bin, lese ich nach, warum die Krallen nicht eingezogen und ziemlich stumpf sind:
„Im Unterschied zu den anderen Katzen dieser Welt ist das 3. Zehenglied nicht so beweglich, d.h. der Gepard kann seine Krallen nur bedingt einziehen. Auch in "zurückgezogenem Zustand" sind die Krallen des Geparden nur zum Teil geschützt; liegen also noch immer teilweise frei und sind daher stumpf. Durch diese Besonderheit der Krallen wird beim Laufen ein "Spikes-Effekt" erzielt, der ein Wegrutschen verhindert und somit den Jagderfolg sichern hilft. Die fehlende "Spitze" der Krallen macht den Geparden jedoch andererseits zu einem verhältnismäßig schlechten Kletterer. - Junge Geparden können hingegen bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten ihre Krallen noch komplett einziehen.“ (Aus www.welt-der-Katzen.de)
Immer noch stehen wir ganz alleine bei der Gepardin – und Diteko wird uns später wieder einmal darauf hinweisen, dass dies der Lohn für frühes Aufstehen ist! 😎
Nun heißt es aber Abschied nehmen, die Baines Baobabs warten auf uns und das ist ein ziemlich weiter, sandiger Abstecher dorthin auf dem Weg nach Maun.
Ein letzter Blick auf dieses wunderschöne Tier (natürlich eines meiner Lieblingsbilder der Reise) – ich kann mich nur schwer trennen.
Unterwegs haben wir immer wieder schöne Tiersichtungen
und nach einer recht anstrengenden tiefsandigen Fahrt kommen die Baobabs in Sicht.
Vor Ort bin ich dann etwas trotzköpfig – irgendwie hab ich plötzlich gar keine Lust auf die Bäume, mir wuseln da auch viel zu viele Menschen herum. Außerdem bin ich dermaßen fasziniert von dieser grellweißen riesigen Ebene aus Nichts mit dem tiefblauen Himmel darüber, dass ich mich gar nicht von diesem Anblick losreißen kann.
Die Bäume gibt’s dann eben als Schatten . 😎
Als ich eben die Fotodaten angeschaut habe, bin ich erstaunt: es ist noch nicht mal 9 Uhr. Trotzdem machen wir uns bald auf den Weg, bis Maun gibt es noch viel Sand und später Schlaglöcher zu überstehen.
Am Gate sitzt ein schlaftrunkener Scaly-feathered Finch und ein Marico Flycatcher.
In Maun angekommen, werden wir ausgeladen mit der Aufgabe, für die nächsten 10 Tage Getränke und was wir sonst noch brauchen, einzukaufen. Diteko und Lawrence müssen ebenfalls Lebenmittel nachladen und in der Bushways-Werkstatt nach der Elektrik schauen lassen. Irgendwo ist der Wurm drin, die Ladestation funktioniert nicht richtig und auch der Kühlschrank scheint einen Wackelkontakt zu haben. DT gibt uns 2 Stunden Zeit. Prima – Simi kennt nämlich eine gute Adresse für Eiskaffee direkt um die Ecke – und da lassen wir es uns erstmal so richtig gut gehen 🙂 . Karsten kauft noch Postkarten und Briefmarken, Wlan gibt es auch – und so verfliegt die Zeit. Wir müssen uns beeilen, unsere Einkäufe zu erledigen – und Karsten und Mona hätten gerne noch eine SIM-Karte. Ihre Kinder (16 und 20) sind zum ersten Mal allein zu Haus – und da will man schon ab und zu mal wissen, ob die Bude noch steht (ich kenne das 😎 ).
Leider gibt es bei der SIM-Karten-Besorgung Probleme (schlussendlich klappt es gar nicht, wenn ich mich richtig erinnere) und Diteko wird ziemlich sauer, als er kommt und Simi noch mit den beiden unterwegs ist. Er meckert Simi später an, was sie denn die ganze Zeit gemacht hätte 😠 😈 . Wir ziehen solidarisch das Genick ein und verkneifen uns natürlich jeglichen Hinweis auf Eiskaffee o.ä. 😛 😗
Schlussendlich sind wir dann aber natürlich rechtzeitig im Audi Camp, wir bauen auf, genießen die große betonierte Fläche, auf der wir essen können, und DT bringt Mona und Karsten zu ihrem Delta-Rundflug. Christine, Reni und ich duschen ausgiebig und waschen Wäsche. Außerdem gibt es auch hier Wlan, und so hängen wir ein bisschen smartphonedaddelnd an der Rezeption herum.
Dort entdecke ich die beiden Hefte, die ich mir und noch jemand anderem besorgen soll und schlage gleich zu.
Danach überlege ich, dass das ganz schön doof war, denn nun schleppe ich die die ganze Reise über mit mir rum 🙄 . Als ich dann aber später auf der Tour am ersten Gate sehe, dass sie dort 250 Pula pro Stück dafür verlangen, ich aber nur 165 Pula pro Stück bezahlt habe, finde ich meinen Spontankauf im Nachhinein doch sehr gelungen 😄 .
Beim Abendessen besprechen wir die Strategie für morgen - Diteko muss um 7 Uhr die neuen Gäste abholen (wie die wohl sein werden??? 😐 ) und wir müssen eine kleine Tasche packen für die Fahrt mit dem Mokoro. Also haben wir später in unseren Zelten noch genug zu tun 😵 - und müde sind wir auch schon wieder. Gute Nacht 😉 !
Teil 1016. Sept. 2018
Sodele - bevor es draußen warm wird, geht es hier weiter:
22.08.2018 – Mit dem Mokoro auf eine Insel im Delta ….. auf eine Insel?
Die Nacht im Audi Camp war wie so eine Nacht auf einem Campingplatz mit Bar, ankommenden und abfahrenden Autos und Hunden eben ist 🤢 . Ganz und gar nicht mein Ding – vor allem nach den beiden wunderschönen Nächten in der Nxai Pan! Ich muss auch feststellen, dass ich kein einziges Foto im Audi Camp gemacht habe 😮 .
Diteko und Simi fahren schon um 7 Uhr los, um die neuen Gäste aus ihrer Lodge in Maun abzuholen, wir bleiben mit Lawrence hier, packen unsere kleinen Taschen für die Mokorofahrt, räumen das Camp zusammen und den Trailer soweit ein. Alle sind wir gespannt, wer nun den Rest der Tour mit uns unterwegs sein wird 🤨 – und ein bisschen traurig, denn unsere Kleingruppe war einfach top – lauter nette Leute, mit denen man Spaß haben, sich aber auch ernsthaft und gut unterhalten konnte.
Gestern hatten wir übrigens schon einen kurzen Blick auf die „Neuen“ werfen können (waren uns da aber nicht sicher, ob sie es sind), da sie zeitgleich mit uns auf dem Parkplatz beim Shopping standen.
Später als erwartet fahren sie im Landcruiser auf unsere Campsite ein, während wir zur Begrüßung die Marseillaise schmettern. Man will ja nicht unhöflich sein 😗 .
Aus dem Fahrzeug steigen 2 französische Paare, die sich nicht kennen, also nicht zusammen die Reise gebucht haben, wie wir später erfahren, obwohl sie beide aus der Gegend von Bordeaux kommen, sowie eine allein reisende Belgierin.
Nun beginnt ein babylonisches Sprachgewirr, das bis zum Ende der Reise bestehen bleibt 🤩 . Lawrence und Diteko reden Englisch, untereinander viel und ausdauernd Setswana, Simi übersetzt auf Französisch und Deutsch, mit Christine zusammen redet sie Schwitzerdütsch. Renate und ich Schwäbisch. Christine und ich mit den Franzosen/Belgiern Französisch, Renate, Karsten und Mona Englisch, manchmal auch Französisch. Dass man jemanden in der falschen Sprache anspricht, kommt in Zukunft nicht selten vor…. 😄 Ich mag das ja total gerne – vor allem bin ich happy, endlich mal wieder Französisch quasseln zu können, das geht mir einfach flüssiger von den Lippen als Englisch.
Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass eines der Paare (Pascale und Philippe) sehr gerne und viel redet, das andere (Lilianne und Alain) dafür sehr ruhig ist. Alle vier sind mir aber auf Anhieb sympathisch. Fabienne, die Belgierin, kann ich noch nicht richtig einschätzen…. 😐
Aber wir stehen ja noch mitten im Audi Camp und Diteko bläst ungeduldig zum Aufbruch. Auf keinen Fall will er später als O.T. , der die Parallelgruppe guided, bei der Mokorostation ankommen – in solchen Dingen ist er höchst ehrgeizig und versteht wenig Spaß 😈 .
Also geht es schnell los grob in Richtung South Gate Moremi – recht bald biegen wir aber links ab Richtung Delta. Es geht durch eine Landschaft, die durch Brücken der unterschiedlichsten Bauweise und Qualität geprägt ist.
Unser erster Stopp ist übrigens durch das Aufsetzen eines entgegenkommenden Fahrzeuges auf einer dieser Brücken bedingt.
Glückliche Kühe
Die Strecke kenne ich von letztem April. Wir sind ja nach dem Mokoroteil in die Tour eingestiegen (die längeren Trips von Bush Ways bestehen aus Modulen, die einzeln auch als Touren verkauft werden, nur unter anderem Namen – wir machen dieses Jahr den Lion Trail, die Franzosen/Belgierin die Fish-Eagle-Tour (wie ich 2014) und übermorgen wird noch jemand zu uns stoßen, das ist dann – wie wir gemacht haben letztes Jahr – die Buffalo Spezial, die aber 2019 einen neuen Namen bekommt (Rhino Safari). Wenn man das System mal durchschaut hat, ist es einfach 😎 .
Endlich- um 9.25 Uhr - erreichen wir den Vetfence
Danach ändert sich die Tierwelt schlagartig - und auch Poler sind schon unterwegs.
Neben Giraffen sehen wir auch Zebras, Hippos (zumindest die Köpfe) und natürlich Vögel. Bei den Hippos gerät Pascale in Verzückung – gemischt mit Enttäuschung, dass nur die Köpfe zu sehen sind. Eigentlich – verrät sie uns – ist sie nur wegen der Hippos hier in Botswana! Dies wird ein Running Gag bis zum Ende der Reise bleiben 😄 .
Vom Vetfence bis zur Mokorostation brauchen wir noch einmal fast eine Stunde auf recht ruppiger Piste. Vor Ort gibt es eine kurze Diskussion zwischen O.T. und Diteko – letzterer weiß ganz genau, mit welcher Polergruppe er unterwegs sein möchte und dirigiert die Fahrzeuge entsprechend 😗 .
Und nun beginnt das Verladen unserer Ausrüstung auf unzählige Mekoro, eine logistische Meisterleistung! Ich glaube, Reni hat ein besseres Foto irgendwie von oben....
Auch wir werden irgendwann verladen – Renate und ich werden einem der beiden Headpoler, Khaysa, zugeteilt. In der Community Area, in der wir uns befinden, sind nun sie die Chefs, Diteko ist „nur“ unsere Begleitung.
Los geht’s - und nach der ersten Biegung wartet schon ein Elefant auf uns. Dies wird einer der Unterschiede zu meiner letzten Mokoro-Übernachtungstour 2014 sein: wir werden recht viele Tiere sehen!
Nach einer starken Stunde durch schöne Landschaft
erreichen wir pünktlich um 12 Uhr unsere Campsite für die nächsten 2 Nächte.
Die vorausfahrenden Poler haben bereits begonnen, das Camp aufzuschlagen und Diteko hatte uns auch schon im Vorfeld erklärt, dass wir ausnahmsweise unsere Zelte nicht selber auf- und abbauen dürfen – das möchten die Poler machen und wir sollen diesen Luxus auch genießen. Im Nachhinein denke ich, dass dies vielleicht der falsche Start für unsere Belgierin in die Tour war 🤪 😛 – doch dazu später mehr 😉 .
Auf unserem Platz herrscht ein ziemliches Gewusel – wir sind 10 Gäste, 3 Buhswaysmitarbeiter und ca. 10 Poler…. Nach der Ruhe in der Nxai-Pan sehr gewöhnungsbedürftig für mich 😊 .
Nachdem alles soweit aufgebaut ist, genießen wir den Ausblick auf unsere Privatlagune.
Zwei der Polerinnen holen sich als Schlafunterlage Schilf vom gegenüberliegenden Ufer – was bei Renate zu erschrockenen Blicken führt 🙄 .
Sie malt sich aus, mit welchen Krabbeltieren sich die beiden wohl das Bett teilen 🤩 – bis jemand (? Reni, wer war das?) sie aufklärt: das Schilf kommt UNTERS Zelt! 😄
Die Polerinnen holen auch ihren Wasservorrat aus dem Okavango, der von der Seite her durch die Lagune durchfließt.
Es ist eindrucksvoll, wie die Menschen hier mit und vom Okavango leben. Auch ein Netz haben sie dabei, um sich ihr Abendessen zu fischen. (Kein Foto - Reni, hast du eins?)
Auch Elefanten kann man von unserem Platz aus erkennen – und was mich total beeindruckt ist das Geräusch, wenn sie die Makalani-Palmen schütteln, damit die Früchte herunterfallen.
Das hatte ich bisher noch nie bewusst wahrgenommen – und hier ist es an der Tagesordnung! Immer wieder hallt dieses Rütteln, das Rauschen der Palmblätter und das Prasseln der fallenden Nüsse zu uns herüber!
Diteko erklärt uns den restlichen Tagesablauf- dabei kommt auch zur Sprache, dass wir für den Bushwalk am Abend gedeckte Farben tragen sollen. Ups – Pascale und Philippe gestehen, dass sie prinzipiell nur Blau (in verschiedenen Variationen) tragen und auch nur Kleidung (Uhren, Mützen, Schuhe) in diesen Farben dabei haben 😵 ! Dass Blau/Türkis ihre Lieblingsfarben sind, das ist uns schon gleich bei der Begrüßung im Audi Camp aufgefallen – wir dachten aber, dass es sich nur um die Kleidung für die Anfahrt handelt. Großes Gelächter 😄 – und Alain nimmt zum ersten Mal das Wort „Les Schtroumpfs“ in den Mund – diese blauen Zwerge wurden in Belgien erfunden, bei uns sind es die Schlümpfe 🤪 . Damit es hier kein Missverständnis gibt – das Ganze findet in einer lustigen Atmosphäre statt und die beiden Schlümpfe lachen mit 😄 !
Um 14 Uhr ist „Mokoro for beginners“ angesagt – sämtliche Herren sowie Simi und Christine wagen sich auf’s Wasser – und wer genau hinschaut, erkennt die Schlumpf-Crocs von Philippe!
Reni und ich sind leider verhindert, wie müssen fotografieren. 😗
Das Ganze ist ein Heidenspaß – auch das botswanische Publikum kann sich das Lachen nicht verkneifen!
Ausgerechnet Karsten, unseren Dauerfröhlichen (okay, vergessen wir mal die erste halbe Stunde nach dem Aufstehen) erwischt es – platsch liegt er im Okavango 🤩 ! Und was macht er, als er auftaucht? Er lacht! 😄 (Keine Sorge, ich habe die Genehmigung für die Fotos...)
Um 16.30 Uhr stehen unsere „Chefs“ bereit zum Bushwalk, der starke 1,5 Stunden dauernd wird.
Jaha Rennade – wir haben einen Bushwalk gemacht an diesem Nachmittag, auch wenn du das verdrängt hast! 😛 Schon bei der Planung der Reise hatte ich Renate gewarnt, dass sie nicht viel Gelegenheit zum Wandern haben wird und man sich auch im Camp nur innerhalb enger Grenzen bewegen darf. Da sie aber so sehr mit der Problematik der sanitären Anlagen u.ä. beschäftigt war, hat sie diese Info wohl überhört oder vergessen. Nach unserer Rückkehr erzählt sie allen, die es hören wollen, entsetzt, dass sie jetzt Millionen von Schritten nachholen müsse – nur einmal hätten wir einen Bushwalk gemacht (am nächsten Tag hier in diesem Theater). Den heutigen Walk hat sie verdrängt und weigert sich hartnäckig, ihn anzuerkennen….
Trotzdem – er hat stattgefunden 😛 – hier der Beweis: die Elefanten, die wir von Weitem gesehen haben, besuchen wir jetzt zu Fuß.
Wer genau hinschaut sieht auf dem ersten der vier Fotos eine Fahrspur. Mich irritiert dies sehr – ich dachte, wir wären auf einer Insel 😕 . Nein, meint Diteko, das ist eher eine Landzunge - im Delta sind ja manche Stellen zeitweise Inseln und dann wieder nicht. Irgendwo hier gäbe es auch eine Lodge, und das wäre wohl die Spur eines Gamedrive-Fahrzeugs. Allerdings sieht diese Spur nicht sehr frisch aus und wir werden auch nie den Verursacher treffen. Trotzdem ist dies für mich ein kleiner Dämpfer – das Robinson-Crusoe-Feeling von 2014 fehlt hier definitiv 🙁 !
Nach einem schönen Sonnenuntergang
treffen wir gegen halb Sieben wieder im Camp ein und genießen leckere Spaghetti Bolognese! Früh wie immer gehen wir schlafen – Renate und ich ausnahmsweise jeweils auf nur einer Matratze, denn unsere Prinzessinnen-auf-der-Erbse-Ausstattung (Zusatzmatratze) durfte nicht mit ins Mokoro 😮 .
Morgen geht es ähnlich beschaulich weiter - Bushwalk und Sunset-"Cruise".
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 1117. Sept. 2018
23.08.2018 – Bushwalk am Morgen
Heute geht es nicht so früh los wie sonst – ich meine mich zu erinnern, dass wir kurz nach 7 Uhr losmarschieren. Wir machen keine langen Gesichter, aber lange Schatten 😉 .
Ganz vorne beim Headpoler marschiert Fabienne – sie hat, wie sie uns schon mitgeteilt hat, viiiel Safarierfahrung und kann daher jede Frage, die die Poler oder DT stellen, beantworten 😎 . Und wehe jemand überholt sie aus Versehen – sofort versucht sie wieder die Poleposition einzunehmen 🤩 . Renate flüstert mir zu: "Zum Glück fotografiert die nicht - sie würde sich bestimmt ohne Rücksicht auf Verluste vordrängeln.... 😵 " Warum sie nicht fotografiert, (außer ab und zu ein paar Schnappschüsse mit dem Handy) weiß ich nicht - ich vermute aber - nachdem ich sie ein paar Tage kenne - ein technisches Problem 😛 Aber uns soll es ja Recht sein 😗
Naturgemäß ist die tierische Ausbeute bei einem Bushwalk nicht sehr hoch – bei meinen letzten Walks auf einer Deltainsel 2014 haben wir gar keine Tiere gesehen. Hier ist das anders – und ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass wir uns a) nicht auf einer Insel befinden und b) hier sehr häufig Mokorotouren einschließlich der Bushwalks stattfinden.
Egal wie – wir sehen, meistens schön getarnt, folgende Tiere: Ein junger Yellow-billed Stork
Reedbucks (sehr weit weg...)
Imapalas, die sich im Gebüsch streiten
Elefanten
Das - meist erfolgreiche - Anpirschen macht Spaß, zumal sich alle große Mühe geben, leise zu sein und vorsichtige Bewegungen zu machen. Bei den Elefanten haben wir aber schon Respekt, schließlich sind Jungtiere dabei. Pascale wollte schon gestern wissen, was wir tun sollen, falls uns ein Elefant oder Büffel angreift. Die Antwort war, sich hinter einem Termitenhaufen zu verstecken. Ab sofort schielt jeder wie bei "Reise nach Jerusalem" nach diesen Erhebungen in der Landschaft und manchmal wird leise geflüstert: "Der da ist meiner!" 😄
Zebras
die neugierig schauen
dann mit viel Staubentwicklung davonstieben
um kurz darauf anzuhalten und wieder neugierig nach uns zu schauen
Herr und Frau Gnu
in einer Beziehungskrise? 😛
Und wieder Zebras, in toller Landschaft, aber schlechtem Licht
Hier ein besonders schöner Termitenhaufen
Diese Impalas tun mir richtig leid – wir haben sie auf ihrem Weg zum Trinken gestört, sie drehen um und flüchten . Sogar der Pavian mittendrin nimmt Reißaus.
Ich kann mich einmal mehr kaum an dieser ursprünglichen Wildnis sattsehen 😘 .
Nach 4 Stunden sind wir - ziemlich verschwitzt – wieder zurück im Camp.
Uns steht nun eine sehr lange Mittagspause bevor……. Erst um 16.30 Uhr geht es weiter mit einer Sunset-Mokoro-Cruise.
Teil 1219. Sept. 2018
23.08.2018 - Mokoro Sunset Cruise
Danke Reni, dass du externes Gedächtnis für mich spielst 😘 – stimmt, da waren viele Geräusche in der Nacht – es klang, als ob jemand unsere Metallbecher nochmal spülen würde…. 🙄 Wenn ich es richtig im Kopf habe, sind doch von den Guides/Polern welche aufgestanden und haben den oder sogar die Honigdachse verjagt?
Und damit niemand glaubt, dass die Story mit dem Setswana-Deutsch-Wörterbuch erfunden ist – hier der Beweis.
Das Besondere an der Sache ist aber, dass Simi mich fragt, ob ich gesehen hätte, dass sie an der Entstehung auch mitgewirkt habe? Nein, bis ganz nach hinten war ich noch nicht vorgedrungen und bin bass erstaunt, als ich dies hier lese:
Sie meint aber in ihrer bescheidenen Art, dass ihr dieses Lobgehudel voll peinlich wäre. Außerdem schafft sie es bis heute nicht, die Guides zu verstehen, wenn sie sich untereinander unterhalten. DT und Lawrence quatschen ja auch viel während der langen Fahrten, was zu wilden Spekulationen von Reni und mir führt – wenn sie besonders herzhaft lachen und leicht verzweifelt mit den Augen rollen, geht es bestimmt gerade um uns! 😕
Aber ich schweife ab….. Die Mittagspause verbringen wir mit Fotografieren und „Abglasen“ von unserem privaten Termitenhügel direkt am Camp aus – und mit Duschen.
Unsere Kleingruppe hatte dies ja schon erfolgreich in der Nxai-Pan exerziert, unser Wasserverbrauch war sensationell niedrig 🙂 . Dieses Mal ist dann das Wasser bereits nach Fabienne zu Ende 😮 – obwohl bei dem Duscher zuvor der Wassersack noch sehr schwer war. Okay, so eine blondierte Mähne muss natürlich ordentlich durchgespült werden 😛 . Mona ebenfalls mit langen Haaren hatte sich in der Nxai-Pan längs und breit überlegt, wie sie wassersparend Haarewaschen kann – solch unnötige Gedanken macht sich unsere belgische Mitreisende nicht…. 😗
Als dann die Zeit zum Aufbruch gekommen ist, sind wir leider verhindert, weil direkt hinter unserem Camp ein Elefant „grast“.
Wir pirschen uns an – er ist ganz relaxed.
Schlussendlich schaffen wir den Start aber doch und gleiten lautlos durchs Wasser.
Die Büffel interessieren mich weniger (zumal wir keinen passenden Termitenhügel in der Nähe haben 😛 )
dafür gefällt mir dieser Anblick umso mehr.
Wie man an der rechten Polerin sieht, ist der französische Modetrend „schlumpffarben“ bereits auf den afrikanischen Kontinent übergeschwappt 😎 !
An dieser Stelle werden wir ermutigt aufzustehen, um die Gruppe von wunderschönen Kuduböcken links unterhalb der großen Palme zu fotografieren.
Bei diesem Foto fällt mir beim Anblick der verbrannten Stelle im Vordergrund ein, was Khaysa Rennade und mir bei der gestrigen Anreise erklärt hat, als wir viele solcher kleinen Stellen entdeckt haben.
Wenn die Deltabewohner frühmorgens oder auch abends angeln, kommen ihnen im Uferbereich öfters Elefanten oder Hippos in die Quere. „We do not carry weapons – we use our own skills“. Sie zünden einfach ein kleines Feuer an, welches die Tiere effektiv in die Flucht schlägt. Danach wird dann wieder gelöscht und weitergefahren.
Am Himmel steht bereits der fast fertige Vollmond – er wird uns zwar ein paar Tage lang die ganz großen Sternenhimmelerlebnisse etwas „vermiesen“, hat aber auch seinen Reiz.
Ein bisschen Spaß muss sein – Simi und ich machen mal wieder ein Counter-Foto.
So haben wir uns „kennengelernt“ – nach der Tour 2017 , wo sie ja in der Parallelgruppe übersetzte, haben wir auf Facebook das Foto einer Löwensichtung gepostet – aus zwei Perspektiven, jeweils mit dem anderen Fahrzeug drauf. Das hat uns damals sehr amüsiert und so kamen wir schon vor der aktuellen Tour ein bisschen ins „Quatschen“.
Zum Sonnenuntergang steigen wir an einer geeigneten Stelle (es hat einen Termitenhügel in unserem Rücken 😉 ) aus und genießen die Abendstimmung.
Neben mir steht der älteste Poler, ein Herr deutlich im Rentenalter – warum er nicht Headpoler ist, weiß ich nicht, es scheinen andere Hierarchien in der Dorfgemeinschaft zu herrschen, aus der die Poler hier kommen. Er macht mit seinem Smartphone eifrig Fotos vom Sonnenuntergang und zeigt sie mir auch. Ich frage ihn etwas verwundert, ob ihn das immer noch jeden Tag aufs Neue fasziniert und er bejaht dies energisch und mit einem seligen Lächeln im Gesicht 😘 . Er sei oft in Maun und da sei alles so laut und hektisch und er sei jedes Mal froh, wenn er wieder zurück sei und die Stille und die schönen Farben im Delta genießen könne. Dies ist die perfekte Moderation dieser Anblicke.
Als die Sonne schon fast verschwunden ist, mahnt Khaysa zum Aufbrauch - im Dunkeln Mokorofahren mit Touristen ist nicht das, wonach ihm der Sinn steht 😮 (und uns auch nicht, auch wenn wir uns kaum losreißen können 😗 ).
Nach unserer Rückkehr und einem weiteren leckeren Abendessen singen die Poler für uns am Lagerfeuer.
Lawrence und Simi stehen von Anfang an in der Gruppe der Sänger und als unser gestrenger Guide D.T sich von seinem Campingstuhl erhebt, haben Reni und ich schon Angst (wie wir später gemeinsam feststellen), dass jetzt irgendeine Korrektur oder gar Tadel von ihm kommt 😊 . Aber weit gefehlt – er feuert die Sänger an und mischt sich dann unter sie 🙂 .
Das Ganze wird zu einer recht lustigen Angelegenheit, vor allem als bei einem Froschlied Philippe von Khaysa zum Mitmachen aufgefordert wird. Die Beiden hüpfen bewundernswert lange ums Feuer – Philippe ist wahrlich kein Spielverderber und wir lachen uns fast kaputt. Kaputt ist er nach dieser Einlage auch beinahe – also ich hätte das so lange in der tiefen Hocke nicht ausgehalten 😵 . Zum Glück fordern die Poler im Gegenzug von uns kein deutsches Liedgut ein – das hätte aus meiner Sicht die Stimmung völlig zerstört – sondern bitten uns nur beim „Biiiiiuuuuutifull Botswaahaana“ mitzusingen. Das ist dann auch recht lustig, weil verschiedene Personen und Situationen unserer Reise in den einzelnen Strophen kolportiert werden. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht verziehen wir uns nach diesem schönen Abend ins Zelt!
Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich meine kleinen Videos davon durchschauen – vielleicht finde ich etwas, das ich dann später noch einfügen kann.
Morgen werden wir unsere Nicht-Insel per Mokoro verlassen und dann mit unserem Landcruiser zur Kaziikini Community Campsite fahren. Mit von der Partie wird ab morgen dann Gast Nr.11 sein – wir sind gespannt! 🤩
Liebe Grüße von Bele
Teil 1320. Sept. 2018
24.08.2018 – Ende der Mokoro-Tour / Kaziikini Community Camp
Dieser Tag ist schnell erzählt – es wird ja auch langsam Zeit, dass wir endlich unserem Titel gerecht werden 😎 (ab dem 25.08.2018 kommen dann die Löwen, versprochen!).
Früh am Morgen wird das Camp abgebaut und wieder in die Mekoro verladen.
Unsere Matratzen dienen wieder als Sitze.
Khaysa schaut noch etwas skeptisch drein, aber alles findet seinen Platz.
Schon vor 9.30 Uhr sind wir wieder am „Festland“ – allerdings sind die Buhsways-Landcruiser von beiden Gruppen noch nicht da. Spontan beginnen die Poler wieder zu singen und zu tanzen – das wirkt nicht aufgesetzt, sondern scheint ein Zeitvertreib gegen Langeweile zu sein.
Der Frosch ist übrigens nicht Philippe, sondern ein Teilnehmer aus einer anderen Gruppe.
Da ich gerade das Handy einer der Polerinnen auf dem Foto bemerke, noch ein Satz dazu: zwar hatten fast alle PolerInnen Smartphones dabei, aber ich habe keinen einzigen Klingelton, Pieps oder ähnliches gehört – das fand ich sehr angenehm! 🙂
Etwas Verwirrung gibt es in Sachen Trinkgeld. Der ursprüngliche (und gängige) Plan, zu sammeln und alles in einen Umschlag zu tun, wurde durch eine brandaktuelle Info von Simi über den Haufen geworfen. Die beiden Headpoler sind wohl der Meinung, dass sie ja die Hauptverantwortung tragen und daher ein eigenes Trinkgeld möchten – d.h., dass wir das Ganze auf zwei Umschläge aufteilen sollen. Da wir aber der Meinung sind, dass – mal abgesehen vom Verantwortungtragen – die anderen Poler auch sehr viel gearbeitet haben, manchmal sogar mehr als die Chefs (was ja auch im „echten“ Leben oft so ist 😉 ), teilen wir den Gesamtbetrag so auf, dass die zahlenmäßig stärker vertretenen „Normalo“-Poler nicht zu kurz kommen.
Endlich kommen die Fahrzeuge und alles wird wieder ordentlich verstaut – was erstaunlicherweise klappt, obwohl wir ab heute ja noch mehr Gepäck haben, denn unser neues Gruppenmitglied ist nun auch dabei. Barbara, eine zierliche Frau etwa in meinem Alter. Schnell stellen wir fest, dass wir nun einen Schöngeist an Bord haben! Sie ist sehr an allem interessiert, hat manchmal einen etwas anderen Blick auf gewisse Dinge, kann singen (auch beruflich) und malen. Und Französisch kann sie auch…. Wir sind wirklich eine bunt gemischte, höchst interessante Gruppe – das gefällt mir sehr gut. 🙂
Nun geht die Fahrt Richtung South Gate - bevor wir die Teerstraße erreichen, haben wir noch ein paar nette Tiersichtungen.
Er hier ist etwas aufgebracht über uns - und Diteko nutzt diese Gelegenheit, um uns alle zu bitten, uns bei Tiersichtungen hinzusetzen (wenn wir offen fahren und dabei stehen), sitzen zu bleiben, wenn wir schon sitzen, nicht laut zu reden und keine Tiere nachzuäffen oder für ein gutes Foto Geräusche zu machen, damit sie in die Kamera schauen. Diese Botschaft kommt an – es gibt ganz selten Momente, wo er uns noch einmal daran erinnern muss.
Dass diese Dürrständerskulptur ( 😉 danke Matthias) von einem Pelikan gekrönt ist, erkennen wir erst beim Näherhinfahren.
Zebras gehen immer….
Auf die Kaziikini Community Campsite habe ich mich nicht sonderlich gefreut – aber wir haben nun doch einen ganz netten Platz und die Ablutions sind auch in einem viel besseren Zustand als ich sie von letztem Jahr her in Erinnerung habe.
Hier wartet nun auf einige die neue Herausforderung „Zelte aufbauen“! Keine Poler mehr da, aber zum Glück müssen D.T. , Lawrence und Simi ja keine Dusch- und Toilettenzelte aufbauen und so gibt es genug Hilfe für die Neulinge. Reni und ich sind schon ein gut eingespieltes Team – das Aufbauen ist aber auch kein Hexenwerk! Als alles erledigt ist, dürfen wir duschen, Wäsche waschen – und einige verschwinden dann auch in der Bar, wo es kalte Getränke gibt. Unser Cooler funktioniert nämlich immer noch nicht richtig. 😐
Danach geht es dann noch auf einen kleinen, relativ ereignislosen Game-Drive – man kann auch nur die Schotterpiste einmal rauf und runter fahren.
Hier mal ein Eindruck, wie die Sichtverhältnisse sind. Reni, Christine und ich sitzen hinten – und man muss schon ein bisschen zirkeln, dass man an den anderen vorbeikommt beim Fotografieren.
Das offene Dach hilft natürlich, vor allem bei Vogelsichtungen und wenn man stehen darf, weil nichts Gefährliches im Anmarsch ist. Probleme gibt es, wenn jemand vor einem ständig seine Position ändert, da hat man dann schon mal plötzlich eine Hutkrempe o.ä. im Bild. Kommt aber zum Glück sehr selten vor – alles in allem sind da alle sehr diszipliniert und wenig egoistisch. Außerdem sitzt man ja nicht immer hinten - ab sofort wird nämlich rotiert.
Was Diteko gar nicht leiden kann, sind Fragen, die nicht an ihn gerichtet sind 🤨 . Hier sitzt Simi vorne, aber in der Nxai-Pan war das mal anders und Mona hat direkt hinten mir halblaut die Frage gestellt, wie man Geparden und Leoparden unterscheiden kann. Ich hatte ihr das kurz mit den Tränenstreifen, den Flecken und dem Körperbau erklärt – und prompt hat DT das mitbekommen (wie auch immer) und sofort Simi, die eine Reihe vor mir saß, angeblafft, dass Fragen an ihn zu gehen haben, und sie diese erst danach dann übersetzen soll 🤩 . Ich habe sie natürlich verteidigt und erklärt, dass ich das war, die geantwortet hat, aber das Prinzip habe ich verstanden. Ab sofort schweige ich wie ein Grab (im Rahmen meiner Möglichkeiten 😛 ) – auch wenn ich direkt angesprochen werde, denn im Busch gilt ja folgende Regel 😄 :
Zurück zu den erfreulichen Dingen – unsere paar Sichtungen: Die Impalas lassen sich die frischen weißen Bällchen schmecken – überall fängt es an zu blühen, das ist wunderschön!
Die Giraffe zeige ich weniger wegen ihr selbst, sondern a) wegen der gelben Blüten der Kameldornakazie und b) wegen des kleinen orangefarbenen Punkts links neben ihr. Erst beim Fotosichten habe ich bemerkt, dass da eine Erstsichtung für mich sitzt: Orange-breasted Bushshrike!
Okay, ich geb’s zu: ich hab schon bessere Vogelbilder gemacht 🤢 .
Eigentlich sieht man den Vogel erst, wenn man hässlich vergrößert:
Der Red-billed Hornbill ist auch nicht viel besser – aber es gibt nicht viel anderes zu sehen.
Heute ist übrigens immer noch kein Vollmond – aber dafür haben wir ein paar zarte rosafarbene Wölkchen.
Nach Sonnenuntergang und kurz vor Erreichen des Camps sehen wir noch ein paar Zebras - das war's dann.
Wir werden von Lawrence und einem Meisterwerk von Rinderfilet erwartet. Ich bin keine große Fleischesserin, aber das hat mir wirklich sehr, sehr gut geschmeckt. Auch die Franzosen, gemeinhin als Feinschmecker bekannt, auch wenn ich gar keine so große Freundin ihrer Küche bin, sind begeistert von diesem Dinner!
Vor dem Schlafengehen erklärt Diteko noch einmal allen die Regeln – Kaziikini ist nicht eingezäunt – somit kann hier alles unterwegs sein, was 4 Beine hat und Menschen fressen kann 😮 🙄
Beim Einschlafen freue ich mich sehr darauf, morgen endlich wieder in den Moremi fahren zu dürfen – und vor allem auch endlich wieder auf einer dieser schönen HATAB-Campsites mein Zelt aufzuschlagen. Auf dem Plan von Diteko, der heute neben mir auf dem Tisch lag, steht MGR 08 und ich beginne im Schlafsack zu grübeln: neulich wurde auf der Facebookseite von BW ein Foto von einer HATAB-Campsite bei Xakanaka gezeigt und in den höchsten Tönen davon geschwärmt – war das nicht die Nummer 8? Oder doch die 12 😐 ? Egal – es wird schon schön sein, egal wo es uns hin verschlägt. Schnell schlafen, damit es schnell morgen ist 🙂 !
Teil 1420. Sept. 2018
25.08.2018 – Von Kaziikini zur HATAB Campsite MGR08 (zwischen 3rd und 4th bridge)
Heute ist frühes Aufstehen angesagt – Diteko will so schnell wie möglich zum South Gate kommen, damit wir unsere Chancen für Tiersichtungen mit der Kühle des Morgens erhöhen (mal ganz abgesehen vom schönen Licht). Aufstehzeit 5.30 Uhr – damit ist aber nicht gemeint, dass man mal gemütlich aus dem Zelt blinzelt – nein, da sollte man drinnen bereits alles gepackt haben, dann den Inhalt zum Trailer bringen, Zelt abbauen, einpacken und es ebenfalls zum Trailer schleppen. Danach kann man dann einen schnellen Kaffee trinken, einen leckeren Toast oder Müsli essen, beim Spülen und Abtrocknen helfen und Lawrence alle Gepäckstücke zum Einladen hochreichen. Soweit die Theorie, die auf zehn Elftel von uns anwendbar ist.
In Belgien geht man das gemütlicher an. Verschlafen kriecht Fabienne aus ihrem Zelt, während wir schon mit dem Abbauen fertig sind. Das hindert sie aber nicht daran, zuerst ihre Haare zu kämmen, sich diverse Cremes ins Gesicht zu schmieren, und für eine Zigarette reicht die Zeit auch noch 🤩 . Als sie dann endlich ihre Gepäckstücke zum Anhänger gebracht hat und gerade dabei ist, sich nach Helfern für den Zeltabbau umzuschauen, bemerkt sie, dass ihr Schlafsack ja noch im Zelt liegt 🙄 . Sie schleppt ihn nach draußen auf unseren Esstisch (wir sind ja zum Glück schon fertig mit Frühstücken) und meint „ Ditiiihi, jua masta hälp miii wiss mai sliepingbäg!“ Dazu viel Augengeklimper und Gekicher 🤢 . Zum Glück hat Lawrence die Messer schon weggepackt…. 😈 Wir schauen uns alle mit eine Mischung aus Erheiterung und leichter Verzweiflung im Blick an und sehen zu, wie DT Miss Belgium grinsend und mit einigen sarkastischen Bemerkungen, die aber nie unhöflich werden, beibringt, wie man einen Schlafsack in seine Verpackung befördert 😗 . Uff, das ist geschafft, und damit wir endlich Land gewinnen, packen einige der Männer an beim Zeltabbau und Schleppen desselben zum Trailer.
Wie war das gleich mit der Safari-Erfahrung von Fabienne? Sieht so aus, als ob das bisher eher Lodgereisen waren…. oder Luxus-Campsafaris. 😛
Egal, wir brausen los – einem Tag voller aufregender Sichtungen und Ereignissen entgegen! 🙂
Nicht nur wir, sondern auch die Tiere freuen sich über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.
Imapala
Steenbock
Kudus (man beachte wieder die verschiedenen Streifenmuster – das werdet Ihr jetzt öfters zu hören bekommen).
Giraffe
Hier mal wieder ein Foto für meine Serie „Mindestens zwei verschieden Vogelarten auf einem Baum/Busch/Ast - leider war ganz fieses Licht.
Und es gibt ihn doch – den JEEP im südlichen Afrika 😄 (aus voller Fahrt geknipst und daher leider sehr unscharf).
Nach dem Gate lassen wir die Black Pools links liegen und ich bin schon ein bisschen traurig – aber dann fahren wir ausgiebig in der Region der Xini Lagoon herum – es ist herrlich hier! Um halb zehn machen wir einen kurzen Pipistop – meine Kollegin würde am liebsten nie mehr aus diesem Fahrzeug aussteigen.
Irgendwann kann man sie aber doch dazu überreden und sie genießt wie wir alle die Aussicht über die weiten Ebenen mit dem goldgelben bis rötlichen Gras.
Lilac-breasted Roller mit klitzekleiner Beute
Kurze Zeit später fahren wir weiter und kommen immer wieder an Stellen, wo sich kleine Herden versammelt haben. Tsessebe-Antilopen, sogar mit Sendehalsband
Gnuuuuuhus
Frau Reedbuck geht ihrer Arbeit nach (Spähen, Sichern)
während Herr Reedbuck faul und mit einem Grinsen im Gesicht im Gras liegt.
4 Minuten später, kurz nach 10 Uhr, bremst DT, schaut in die Ferne und sagt: "Da hinten liegt ein Löwe!" Ahhh jjjjjaa – gut, wenn er meint? Ich bin dann schon mal froh, dass ich kapiere, was er mit „hinter dem dritten Termitenhügel links“ meint und kann mein Objektiv dorthin richten. Okay, herangezoomt kann man etwas Löwenfarbenes erkennen.
Jetzt beginnt eine Diskussion zwischen Lawrence und DT, wie man am besten dorthin kommt (die Wege hier sind ziemlich schlecht ausgeschildert 😎 ). Die Fahrspur, die man auf dem Foto oben sieht, täuscht, wir sind noch ein gutes Stück davon entfernt. Also wird hin und her überlegt und ausprobiert, und endlich haben wir’s. 5 Minuten später können wir tatsächlich eine Löwin bewundern - ich mag diese Landschaft so sehr - und dann noch mit Löwen 😘 .
Ups, da hat sich noch eine versteckt!
Hmmm…. Wie war das nochmal mit dem Termitenhaufen, hinter den man flüchten soll 😕 ? Vielleicht sollte man diese Strategie in Ruhe überdenken 😮 ?
Die beiden (älteren?) Damen strotzen nun nicht gerade vor Energie
Wenn man ehrlich ist, wollen sie eigentlich
nichts anderes
als einfach ihre Ruhe haben
und
schlafen! 🙂
Wir genießen noch eine Weile ihren Anblick in dieser schönen Natur lasen sie dann in Ruhe. Mit einem seligen Lächeln im Gesicht fahren wir weiter – für viele von uns ist dies die erste Löwensichtung auf der Reise und entsprechend gut ist die Laune! Lange werden wir diese Freude aber nicht auskosten können – bald gibt es Neues zu beobachten!
Bis zum nächsten Kapitel – Grüße von Bele
Teil 1521. Sept. 2018
Fortsetzung: 25.08.2018 – Von Kaziikini zur HATAB Campsite MGR08
Wir reißen uns also von den beiden Löwinnen los und starten das Fahrzeug – keine 5 Minuten später starren wir, angelockt durch drei oder vier andere Autos, die schon vor Ort sind – ungläubig auf dieses 15köpfige Löwenrudel.
Zugegeben, sie zeichnen sich nicht gerade durch Lebhaftigkeit aus – aber ich glaube, „mein“ größtes Rudel war 2012 ein zwölfköpfiges und ich bin dementsprechend beeindruckt! Mona, die bei Tiersichtungen immer sehr gerührt ist, braucht bei 15 Löwen fast ein ganzes Päckchen Taschentücher …. 🙁
In seinen Augen kann man zwei Fahrzeuge erkennen.
Insgesamt stehen am Ende vielleicht 5 Stück da – ich weiß es aber nicht wirklich, weil ich nur Augen für die Löwen habe und auch kein Auto stört. Die Fahrer unterhalten sich nebenher, darüber, auf welcher Campsite man steht (das habe ich verstanden) und vermutlich über die doofen Touristen an Bord. Da die Löwen sich nicht bewegen, können die Fahrzeuge auch stehen bleiben, das ist sehr angenehm 😎
Zu den Fotos gibt es nicht viel zu sagen – außer dass ich mich nicht entscheiden kann, welcher Löwe am drolligsten ist. Der mit den Dackelfalten, der dauernd gähnen muss?
Oder der Kleinste, der immerhin etwas Energie im Leib hat
oder doch der junge Löwenmann mit dem Irokesenschnitt, der es sich auf dem Bauch seiner Mutter (?) oder Tante (?) gemütlich gemacht hat?
Bei so vielen Löwen sind natürlich auch viele Fotos erlaubt, oder? 😗
Urplötzlich taucht aus dem großen Grasareal rechts von der Gruppe dieser Kopf auf – und verschwindet auch sofort wieder. Aha, es sind also 16 Löwen! Diteko meint, dass die beiden Löwinnen am Termitenhügel wohl auch zu dem Rudel gehören.
Der Irokese schaut kurz Richtung Senior
macht es sich dann aber gleich wieder gemütlich.
Action ist hier in nächster Zeit wohl keine zu erwarten, also machen wir uns nach einer halben Stunde Löwen-Glückseligkeit wieder auf den Weg.
Hier herrscht das blühende Leben – das Moremi Game Reserve gibt mal wieder alles.
Red Lechwes, Wattled Cranes, Hippos, Elefanten, African Fish Eagle und und und – und während wir dort stehen, weist mich Diteko (wohl wissend, dass sie kaum jemand von den anderen für kleine braune Vögele interessiert) dankenswerterweise auf ein Pärchen African Stonechats hin.
Ihn erwische ich nur unscharf 😊 (hatte ich aber letztes Jahr schön, daher kein Foto) und bei ihr stelle ich mich auch blöd an 🙄 , aber immerhin habe ich jetzt ein Foto von ihr (Erstsichtung).
Ein Roller-Pärchen zeigt uns sogar ein paar Flugeinlagen – ehrlich, wie wissen kaum, wo wir hinschauen sollen 😮 !
Weiter geht es in etwas trockeneres Gebiet – und 10 Minuten später läuft eine Elefantengruppe dicht neben dem Weg, den eigentlich wir nehmen wollten.
Wir lassen ihnen den gebührenden Raum und wundern uns etwas über die Zusammensetzung: es ist laut Diteko eine „Bachelor Herd“, allerdings mit einem noch sehr kleinen Elefantenjungen dabei. Man mag gar nicht drüber nachdenken, was wohl mit seiner Familie geschehen ist, dass er sich so früh einer Junggesellengruppe anschließen musste? Mona, bitte ein Taschentuch für mich…. 🙁
Nach und nach verschwinden sie im Gebüsch
und wir suchen uns ein Plätzchen im Schatten für einen schnellen Lunch! Es ist gerade mal 12.20 Uhr – unglaublich, was wir bereits alles erlebt haben. 🤩
Das nächste Abenteuer wird dann eher eins der technischen Art sein! 😗
LG Bele
Teil 1622. Sept. 2018
2. Fortsetzung: 25.08.2018 – Von Kaziikini zur HATAB Campsite MGR08
Liebe Reni, ich bin am Grübeln, ob ich mir mal endlich deine ganzen Fotos geben lassen soll (bin so neugierig 🤪 ), oder ob ich mich immer wieder überraschen lassen soll, was du zum Teil für völlig andere Bildern gemacht hast 😮 .
Bei dem alten Löwenmann sieht man übrigens deutlich, dass ich an dieser Stelle die Arschkarte in Sachen Sitzplatz gezogen hatte 😠 . Zwar ganz vorne, aber auch ganz links – dazu stand der Wagen auch noch ein bisschen schief und ich saß dadurch tiefer als du ganz rechts. Aufstehen durften wir ja nicht (okay, den Hintern hab ich trotzdem ein bisschen gelupft, bin ja dann immer noch kleiner als der Durchschnitt 😉 ).
Bei diesem Imapal-Heuschreck hier musste ich lachen – da haben wir fast zeitgleich abgedrückt.
Nun zum Uhu: das ist mein LIEBLINGSUHU 😘 , ein Milchuhu, Bubo Lacteus, Verreaux’s Eagle Owl. Frag mal Matte und die Muckels – dem jag ich schon lange hinterher. Einen am Stück bei Tag hatte ich noch nie!
Allerdings ist hier auch noch Luft nach oben, er gab sich zwar viel Mühe mit Köpfchendrehen, saß aber wirklich bei höchst fiesem Licht mitten im Baum 😣 . Wie du sagst: keine Ahnung, wie DT ihn aus dem Augenwinkel beim Fahren entdeckt hat.
Ich fahr‘ dann mal weiter, okay?
Es kommen nun die berühmten Brücken im Moremi.
Nr.1 ziemlich unspektakulär.
Nr.2 mit einem tiefen Matschloch an der Ausfahrt.
Danach dann die bedauernswerte Giraffe – ich hoffe, sie ist an dem Teil nicht erstickt 🙄 !
Bei diesen Streifengnus kapiere ich endlich, warum sie denn so heißen – das sind ja halbe Zebras 🤩
So, und nun wird’s tiefsandig. Wir sehen von Weitem, dass sich in der Gegenrichtung ein Fahrzeug festgefahren hat. Ich weiß bis heute nicht, ob DT wegen ihnen nach rechts aufs „feste Ufer“ ausgewichen ist, oder ob er wusste, dass uns jetzt gleich ein Bushways-Fahrzeug mit unserem neuen Kühlschrank entgegen kommt. Mit dem Fridge ist das so eine Sache, gestern hat er kaum funktioniert, auch unsere Lampe, die immer hinten die Trailerküche anstrahlen soll, ging immer wieder aus. Sieht nach einem elektrischen Problem aus (hähä, das kapier sogar ich!). Heute morgen hat DT dann nochmal an dem Kühlerschrank rumgenoddelt (wie heißt das auf Hochdeutsch) – und da lief er plötzlich wieder.
Egal – der technische BW.Support ist hier und es beginnt mitten im Busch eine Umbauaktion. Dt schüttelt zwar beim Ausladen des Inhalts vom alten Coolers den Kopf und zeigt mir, dass die Sachen inzwischen sogar fast gefroren sind – aber wenn es schon einen Ersatz gibt, dann nehmen wir den auch. Ich diskutiere derweil mit den deutschen Festgefahrenen, ob denn nicht ihr Reifendruck viel zu hoch sei – die Antwort, dass ihr Luftdruckmessgerät komische Werte anzeigt kann ich nur damit kontern, dass man am besten sein eigenes Prüfgerät mitnimmt (gell Matte und Uwe? 😎 ). Das hilft ihnen nun nicht wirklich weiter, mehr Luft wollen sie aber auch nicht ablassen und so buddeln sie eben ein bisschen. Wie genau sie es schaffen, weiß ich nicht, aber irgendwann brausen sie dann doch an uns vorbei. Ich genieße mein letztes Stück Schoki, das noch schön kühl ist (Beweisfoto hat Reni, das weiß ich zufällig) und dann geht es auch bald weiter.
Dachten wir….. 🙄 😵
Aus unerfindlichen Gründen fährt unser Guide nicht ein Stück auf dem festen Rand weiter, um in Fahrt zu kommen, sondern zieht den Landcruiser inklusive Trailer sofort in die Tiefsandspur nach links. Und schwupp haben wir uns festgefahren 🤩 . Inzwischen habe ich den Verdacht, dass das vielleicht zum Programm gehört…. Einmal Festfahren für die Touristen 😎 ! Wir hatten das letztes Jahr auch so auf der Strecke zur Zweizwei-Pan. Eigentlich ist DT so ein erfahrener Driver – wie kann ihm so etwas passieren? Wollte er uns zeigen, was eine Harke ist? Danach wäre dann die Schippe das geeignetere Gartengerät gewesen 😛 . Aber die packt er nicht aus –das Bushways-Support - Fahrzeug soll den Landcruiser aus dem Sand ziehen.
Das klappt auch nicht – nun steckt auch dieses Fahrzeug fest. Der Trailer wird abgekoppelt und wir sollen schon mal weiter nach vorne gehen, unser Landcruiser wird bald kommen.
Dort weiter vorne ist eine große Wasserfläche und Simi, die – da die Männer ja noch im Sand spielen 😉 – für unsere Sicherheit zu sorgen hat (darauf weist DT an dieser Stelle auch nochmal energisch hin) hat ihre liebe Müh und Not, manche von dem nötigen Sicherheitsabstand zu überzeugen. Das sieht hier aber auch aus wie an einem idyllischen Badesee - dass zwischen dem Schilf Hippos und Crocs versteckt sind, ahnt man so nicht. (Fotos vom See hab ich nur ein mieses im vollen Gegenlicht…)
Schlussendlich sind dann alle Fahrzeuge vorne angekommen (wenn auch noch nicht in der richtigen Reihenfolge 😄 ) und wir verabschieden uns von unseren Rettern.
Die ganze Aktion hat uns ca. 1 Stunde gekostet – aber da wir bis dahin ja mehr als genug gesehen und erlebt haben, sind wir überhaupt nicht ungeduldig, sondern genießen die Vorstellung, auch wenn es inzwischen (15 Uhr) sehr heiß ist.
Bis zu Third Bridge sind es nur noch 20 Minuten, wir sehen weiterhin viele Tier, u.a. Giraffen, Warzenschweine, Flamingos und dann noch Zebras.
Direkt vor Third Bridge fischt ein Sacred Ibis und ein Reedbuck-Mann läuft neben uns her.
Schon geht es über, bzw. durch die Brücke.
Der Wasserstand ist nach meinem Gefühl minimal geringer als letztes Jahr – und wenn ich mir das Video von damals anschaue, dann stimmt mein Gefühl sogar. Trotzdem sieht man die Bolen, über die wir damals gerumpelt sind, nicht – vermutlich gibt es sie nicht mehr.
Hinter Third Bridge geht es dann im letzten Kapitel des Tages weiter – löwenfrei und sehr beschaulich! 🙂 😎
Teil 1722. Sept. 2018
25.08.2018 (der Rest) - MGR08 : das Paradies auf Erden
Von Third Bridge aus haben wir es nicht mehr sehr weit zu unserer Campsite, sie liegt irgendwo südlich zwischen dieser und der 4. Brücke. Unterwegs treffen wir weiterhin immer wieder Tiere und das Licht wird endlich auch gnädiger.
Kleines Zebra 😘 (so heißt übrigens unser Verkehrserziehungstheaterstück an der Schule 😁 )
Red-billed Oxpecker an großem Zebra
Große Giraffe 😛
Yellow-billed Oxpecker an großer Giraffe.
Sie machen auch die Unterbodenreinigung
Nur um die Nase kümmert sich die Giraffe selber – leider bin ich technisch nicht so begabt wie Reni und habe daher nur ein Standbild.
Reni, ich lache mich auch heute Abend noch schief über diese Animation, nachdem ich es heute Vormittag schon gemacht habe – einfach super! 😄 🤪
Wir kommen nun an einen See, am linken Ufer sieht man Elefanten.
Wir fahren ans rechte Ufer – auch hier haben sich Elefanten breit gemacht.
Und was sehe ich da am Baum 😮 ? Ein Schild – auch wenn man es noch nicht lesen kann – aber ich bin mir sicher: da steht HATAB MGR 08 drauf. Ich werd‘ verrückt – wir sind tatsächlich auf dieser angeblich so schönen Campsite gelandet (auch wenn die Bezeichnung ja eher wie ein Außerirdischer von Starwars klingt 😎 ).
Zunächst können wir sie aber nicht in Besitz nehmen – die Elefanten haben die Ruhe weg und unter ihnen befindet sich auch ein Bulle in der Musth.
Er pinkelt sich ununterbrochen die Hinterbeine voll und Diteko agiert sehr vorsichtig mit dem Landcruiser, um ihn nicht zu verärgern. Als die Herde weitergezogen ist, fahren wir noch ein paar Meter zu der Stelle, wo wir unser Camp aufschlagen wollen – dort sind aber noch Impalas zugange.
Als auch diese langsam weitergezogen sind, steigen wir aus – und können es kaum fassen. Wir sind im Paradies gelandet!
Reni schrieb vorhin:
Nun näherten wir uns der absolut schönsten Campsite auf der Reise !!!
Für mich ist es die schönste Campsite, auf der ich jemals stand. Maghoto am Khwai war/ist auch sehr schön – aber hier ist es noch viel friedlicher, wir sind völlig alleine, hier fährt niemand vorbei (ist auch eine Sackgasse) und die Landschaft ist ein Kunstwerk. Dazu die vielen Tiere, die sich hier aufhalten – es ist unglaublich.
Ich weiß nicht, ob die Fotos dies auch nur annähernd rüberbringen – ich hoffe es einfach mal. Das Tolle ist, dass wir erstens keinen Game-Drive mehr machen, da es schon 16 Uhr ist (ich denke, Diteko hat dieses Timing bewusst so gewählt) und wir zweitens zwei Nächte hier sein dürfen. Also bauen wir in Ruhe das Camp auf und genießen einfach nur. Man sitzt auf seinem Campingstühlchen und staunt einfach nur – voller Glückshormone.
Karsten hat mir erlaubt, dieses Foto von ihm zu zeigen, das genau zwischen diesen ganzen anderen Bildern entstanden ist. Ich finde, es drücken sich so wunderbar viele , zu der Situation passende Emotionen auf seinem Gesicht aus: Freude, ungläubiges Staunen, Genuss – dazu die Abendsonne, die seine Augen zum Leuchten bringen (fast so schön wie die Gepardin auf dem Termitenhügel 😉 ).
Eine ganz profane Frage habe ich an die Birder: warum führen die Yellow-billed-Storks so ein Ballett beim Fischen auf? Und das auch noch synchron?
Inzwischen sind sie in den Schilfgürtel direkt vor unserer Nase geflogen und einer hat sogar Erfolg!
Gleich darauf wieder dieses komische Flügelabspreizen…..
Die Farbkombination dieser Störche finde ich übrigens ziemlich grauenvoll 😵 (wobei sie ausgewachsen etwas besser aussehen).
Solche und andere Beobachtungen beschäftigen uns - diese ruhigen Stunden an unserer privaten Lagune sind ein Geschenk des Himmels. Dazu das Grunzen der (unsichtbaren) Hippos, die vielen Vögel, die immer wieder auffliegen und landen, das Kommen und Gehen der Elefanten, die im Abendlicht leuchtenden Red Lechwes.
Barbara hat die Zeit am Ufer mit Zeichnen verbracht – später coloriert sie das Bild auch noch. Auch von ihr habe ich natürlich die Erlaubnis zum Vorzeigen (ich schreib das in Zukunft jetzt nicht mehr, okay?) – sie schrieb mir heute dazu: "Klar kannst Du das Foto von meiner Zeichnung verwenden. Du weißt ja, was ich vom Zeichnen halte - es ist für mich ein sporadisches Hobby auf Reisen, ein echtes violon d’Ingres, nur eben umgekehrt (wenn eine Musikerin eben zeichnet)."
Später zeigt uns Diteko auf der Karte, wo wir uns befinden
und wir genießen weiter das Schauspiel am gegenüberliegenden Ufer
Als die Sonne sich dem Horizont nähert, essen wir in dieser Traumkulisse zu Abend.
Nach Sonnenuntergang geht der Fastvollmond über der Lagune auf – ein mystischer Anblick und ein würdevoller Abschluss eines perfekten Tages, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Teil 1823. Sept. 2018
Aaaaalso - zu dem Foto von Barbara und mir 🤢 muss ich noch zwei Dinge erwähnen :
1. Ich habe nur unter Protest der Zurschaustellung zugestimmt 😕 . Und das auch nur, weil ich quasi erpresst wurde, gell, Ihr Zwei, Reni, Barbara??? 😈 . Die Perspektive hat sich auf dem Foto übrigens mit Barbara verbündet - würde ich auf ihrem Stuhl sitzen und sie auf meinem....dann wäre ich so zierlich wie sie..... 😗 ....und sie.... okay, lassen wir das 😏
2. Reni, du hast indirekt den Begriff "violon d’Ingres" mit Hobby übersetzt - Barbara hatte Sorge, dass das vielleicht nicht verstanden wird. Jetzt ist alles wieder gut.... und ich kann mit dem nächsten Tag weitermachen. Vorher aber noch danke für's Weiterschreiben, Renate - auch wenn sich die Technik gegen dich verbündet hatte 😛 . (Das ist die Rache für die verschobene Perspektive 😄 ). Achja, und danke fürs Kanincheneinzeichnen 😘 - mir stand echt grad einer auf der Leitung (der, der vorher auf deinem Wlan stand vermutlich 🤪 ).
26.08.2019 – Morning - Game Drive (Xakanaxa-Region)
6.19 Uhr: nach einer interessanten Nacht mit einigen Tiergeräuschen (gell, Renate? 😎 ) bestaunen wir die Farben der Morgendämmerung. Unglaublich.....
6.42 Uhr sind wir bereits unterwegs
Kurz nach 7 Uhr wird es dann richtig hell.
Die "neue" 4th-Bridge (auch schon wieder ein paar Jahre alt) , ein Riesenbauwerk, ist gesperrt (ganz links kann man den Querbalken erkennen).
Wir nehmen die alte und ich erkundige mich bei Diteko, warum die neue Brücke so oft gesperrt sei.
Naja, weil sie immer wieder kaputt geht… Okay, das hätte ich mir auch denken können 🙄 . Also frage ich weiter, warum sie denn so oft kaputt geht. Ganz einfach – man hat für sie normales Bauholz, also Schnittholz verwendet, das taugt aber nichts für diese Gegend. Die alte Brücke ist aus den guten alten Mopanestämmen – und das hält ewig! Sieht zwar längst nicht so professionell aus, ist dafür aber robust.
Heute früh wird – mit ein paar kurzen Unterbrechungen - mal ein bisschen gebirdet:
Red-billed Hornbill
Swainson’s Spurfowl
African Pygmy-Goose (hält sich sehr bedeckt)
Hier rufen alle: „Pascale, Hippos!“ und ihr Herz schlägt höher. Leider lassen sie sich nicht zum Landgang überreden. Menno, sie will doch endlich mal ein ganzes Nilpferd sehen 😊 - und wir würden ihr es auch wirklich gönnen!
Dafür posen die beiden Red-Lechwes allerliebst davor.
In der Herde ist der Bock gerade dabei, seine Frauen auf Paarungsbereitschaft per Geruchstest zu überprüfen.
Diteko erklärt den Vorgang nebenher, was bei Fabienne zu albernem Gegiggere und einer Bemerkung im Sinne von „Morgenlust“ und mehreren „Ditiiihiii’s“ führt…. 🤢 Irgendwann erzähle ich euch auch mal, wie alt sie eigentlich ist – versprochen 😎 😗 .
Wir wenden uns wieder den beinlosen Hippos zu – immerhin hat dieser Clown seine eigene Grasinsel dabei, inklusive African Jacana.
Egal wo man hier hinschaut – es ist immer schön und immer was los. Ich kann gar nicht zählen, wie viele Fotos ich hier unterschlage – wir würden sonst nieeee fertig werden mit dem Bericht. Zebras kommen zum Trinken ans Wasser geeilt…
…oder doch nicht: erst ist Fressen angesagt.
Für die nächste Sichtung, bzw. das Foto davon bin ich DT sehr dankbar 😘 – er weist uns/mich extra auf die Redfaced Mousebirds hin, alleine hätte ich sie vermutlich übersehen. Erstsichtung 🙂 !
Diese Yellow-billed Ducks verfolge ich im Flug und mache ca. 20 Fotos für die Tonne 😊 – erst als sie zur Landung ansetzen, erwische ich sie so halbwegs.
Black Crakes
Ein schüchterner Blacksmith Lapwing
Und immer wieder diese ganz besonderen Lichtstimmungen mit den Sumpfgräsern.
Oh, die Southern Carmine Bee-Eater sind auch schon da! 😮 Wobei…. Diteko erklärt uns, dass es immer wieder vorkommt, dass welche auch nicht über den Winter wegfliegen. Ob das nun „alte“ oder „neue“ sind, weiß man aber nicht.
Mal wieder was für die Mehrvogelbaum-Challenge: Bee-Eater, Grey Go-away-bird und Black-collared Barbet ganz oben.
„Hallo, können Sie mich hören?“
Mal keine Vögel
White-faced wistling dugs
Und dann kommen wir an eine größere Ebene – ich bin mal wieder begeistert von diesem Tiermix und natürlich von der Landschaft.
Neben Reiher und Lewches gibt es riesige Krokodile, die Enten daneben scheinen nicht auf ihrem Speiseplan zu stehen.
Und dann meine Lieblinge - die Waterbucks – einer süßer als der andere.
Irgendwo an einer Lagune machen wir eine kleine Pause – Bad-Hair-Day beim Squacco Heron.
Unweit von unserem Fahrzeug vergnügt sich ein Elefant und verschwindet dann durchs Wasser ans andere Ufer.
Weiter geht’s – das ist aber nicht derselbe graue Riese…
Jetzt mal ehrlich – dieser African Fisheagle wird doch gleich starten, oder? 🙄
Wir haben alles auf kurze Belichtungszeit, Serienaufnahme usw. eingestellt, sitzen stocksteif da, die Arme werden immer schwerer, die Hände beginnen zu zittern 😣 (nein, ich habe keinen Bohnensack oder ähnliches dabei, hilft einem in diesem Fahrzeug nicht weiter, da es kaum hohen Auflageflächen gibt und man, wenn man in der Mitte sitzt, ja eh nach rechts oder links freihand fotografieren muss). Der Adler jedoch sitzt wie angetackert, selbst als wir weiterfahren. Will man ihn sitzend fotografieren, dann kann man sicher sein, dass er im unpassendsten Moment abfliegt. Verräter! 😈
Hier ein Kudubock
Mit einem ganz besonderen Streifenmuster – seitdem ich das mit den Mustern weiß, muss ich jeden Kudu genau anschauen!
Junge Giraffe – lebendig (heute Abend werden wir einen ähnlichen Anblick haben, aber schon lange tot).
Weiter geht’s – und wie meistens an dieser Stelle kurz vor dem Xakanaxa-Gate steht wieder ein Elefant in der Landschaft und behindert einen bei der Durchfahrt.
Am Gate fassen wir Brauchwasser und geben in den Toiletten gebrauchtes Wasser ab 😉 .
Danach mache ich sage und schreibe 1 Stunde lang kein einziges Foto! 🤨
Das liegt vermutlich daran, dass Diteko Funkkontakt mir O.T., unserem Parallelguide hat und dieser bei einer Sichtung steht. Wir sind aber sehr weit davon entfernt - warum wir trotzdem hinfahren, hat auch noch einen anderen Grund. Lilianne und Alain haben auf Kaziikini eine ihrer Zeltstangen verloren, weil diese nicht wie üblich noch mit einer Schnur gesichert war. Wir haben kein Gestänge mehr übrig und Diteko musste sich für sein Zelt heute Nacht eine Notlösung mit einem Stock basteln, da er den beiden Franzosen sein Gestänge überlassen hatte. O.T. hat wohl noch eines übrig, und das soll übergeben werden.
Aber nun zu der sensationellen Sichtung 😄 (zu der wir wohl schlicht und ergreifend zu spät kommen – ohne jetzt genau zu wissen, was man vor unserer Ankunft sehen konnte).
Tata – das wäre unser erster Leopard gewesen! 🤩
Kopf
ganzer Leopard (mit etwas gutem Willen)
Rücken
Schwanz
Wir nehmen es mit Humor und beschließen lachend, dass wir aus den ganzen Kleinteilen, die jeder geknipst hat, bestimmt in Teamwork ein Puzzle mit einem ganzen Leoparden hinbekommen. 😄
Das Gelände ist dort sehr uneben und es sind außer uns noch drei oder vier Fahrzeuge unterwegs. O.T. fährt irgendwann weg, ohne wegen der Zeltstangen bei uns gewesen zu sein. Etwas später steigt Diteko schnell aus und bückt sich nach etwas – und schon haben die Franzosen wieder ein komplettes Gestänge! Diese Situation wird später noch zu dem Lacher des Tages führen…. 🤪
Wir fahren jetzt aber schnell zu unserem Paradies, nach einer halben Stunde sehen wir unsere Privatlagune
und unsere gut getarnten Zelte.
Eine gemütliche Mittagspause inklusive eines leckeren Lunchs von Lawrence steht uns bevor! Und genügend Zeit, um alles zu verdauen - das Essen und die vielen Sichtungen bisher! 😮
Teil 1924. Sept. 2018
26.08.2019: Afternoon - Game Drive (Third-Bridge-Region/Mboma Island)
Die Mittagspause nutze ich nicht nur zum Verdauen, sondern auch zum Birden. Die eine Seite dieser Beschäftigung habt Ihr ja nun schon gesehen 😊 😎 .
Danach wechsle ich die Perspektive und schaue mal, was hier so alles rumflattert. Über der Lagune sind heute vor allem die „Haben wir daheim auch“-Graureiher aktiv.
In den riesigen Bäumen auf unserer Campsite sitzt dies und das, aber ich erwische nur ein paar Exemplare – die meisten Vögel sitzen zu hoch und/oder zu sehr im Schatten (oder ich bin zu blind, sie zu finden und höre sie nur 😕 ).
African Green Pigeon
Bennett's Woodpecker
Trotzdem macht es Laune zu sehen, was hier alles unterwegs ist. Hatte ich schon gesagt, dass ich hier nicht mehr weg möchte? Rentnerin auf MGR08, das wär’s ! 🙂
Diteko erklärt uns irgendwann das Programm des Nachmittags: wir wollen nochmal an der Stelle schauen, wo wir heute früh die Leopardin (es war wohl eine „Sie“) haben verschwinden sehen, dann wollen wir den Mboma Island Loop fahren und danach müssen wir bei Third Bridge schon wieder Brauchwasser fassen. Ich sag jetzt auch nicht, bei wem nach dem Duschen der Sack schon wieder leer war, sonst heißt es wieder, ich ziehe über andere Leute her… 😗
Irgendjemand – und ehrlich, ich weiß nicht mehr, wer es war (Reni, du?) meint zu der Ankündigung, dass wir in das Gebiet mit der Leopardin fahren „Prima, vielleicht finden wir da auch wieder irgendwas im Gras!“. Diteko fragt erstaunt was er/sie mit „finden“ meint 😐 . „Naja, dort lag doch tatsächlich ein Zeltgestänge, genau so eins wie wir gebraucht haben“. DT fragt zur Sicherheit nochmal nach, ob wirklich gemeint ist, dass wir das dort zufällig gefunden haben und bricht nach der Bestätigung in schallendes Gelächter aus. Offensichtlich haben nicht alle mitbekommen, dass er bei O.T. die Stangen bestellt hat und er sie mangels Gelegenheit, neben uns hin zu fahren, einfach ins Gras geworfen hat, wo DT sie dann einsammelte. Nun können wir uns alle kaum mehr halten vor Lachen… 😄 😄 😄
Die Abfahrt ist für 15.30 Uhr geplant – vier Minuten vorher sitzen wir schon alle im Landcruiser. Diteko schaut auf die Uhr, grinst und meint, es wäre toll, wenn wir auch morgens mal vor der Zeit startklar wären. Träum weiter….. 😛
So, jetzt aber los…..
Blacksmith Lapwing mal wieder
Red-billed Hornbill
Wie gesagt – Zebra geht immer
Der Red-Lewche-Bock in seiner wunderschönen Heimat
Auch die Giraffe wohnt nicht schlecht.
Hier sehen wir übrigens den Schilfgürtel, in den sich die Leopardin etwas weiter links, wo auch noch ein großer Termitenhügel steht, heute morgen verkrochen hat. Wir finden trotz intensiver Suche weder dir Katze noch irgendwelches praktisches Campingzubehör 😎 .
Dafür Frau Doublebanded Sandgrouse
Und dann beobachten wir diese Hinterteilberüsselung.
Fabienne fragt höchst interessiert, ob es sich dabei um dieselbe Vorgehensweise wie heute Morgen bei dem Lechwe-Bock und seinen Frauen handelt. Diteko schmunzelt vor sich hin und meint, nachdem er sie eine Weile hat zappeln lassen: "Naja, nicht ganz – es handelt sich hier um zwei Bullen." Oups… 🤪
Wir sind jetzt beim Third Bridge Gate, in dem Wasser daneben gibt es immer was zu sehen. African Spoonbill
Red-billed Teals
Keine Ahnung, für welches moderne Ballett diese Beiden proben
„Den haben wir daheim auch“
Ein Sacred Ibis, bei dem man endlich mal das Auge erahnen kann. Dass sie so witzige schwarze Puschel hintendran haben (sieht aus wie Staubwedel) war mir bisher gar nicht so aufgefallen.
Hier sind wir schon auf dem Mboma Island Loop - klar dass ich dabei einige Erinnerungen habe und auch an Sam denke.... (also jetzt nicht wegen des Büffels, sondern wegen des Loops 😎 )
Kurz nachdem wir die Büffel beobachtet haben, dreht Diteko um und schaut suchend um sich, bis wir das BW-Parallelfahrzeug durch die Büsche hindurch erkennen können. Sie stehen dort bei einer Sichtung am Wasser – nur ist Diteko nicht klar, wie O.T. dorthin gekommen ist und wir brauchen eine ganze Weile, bis wir auch dort ankommen. Wow, schon wieder eine Löwensichtung!
Ein Löwenpaar liegt ziemlich müde vor uns, die tiefstehende Sonne taucht alles ein rötliches Licht.
Beide sind ziemlich von den vielen Fliegen genervt.
Die beiden machen auf der einen Seite einen erschöpften, auf der anderen Seite aber auch einen unruhigen Eindruck. Wir haben das Gefühl, dass sie nicht so an die Fahrzeuge (wir stehen nur zu zweit dort) gewöhnt sind wie manch andere Tiere hier im Moremi. Wenn wir ein Stückchen weiterfahren, schauen sie immer auf und stehen manchmal sogar auf. Also versuchen wir uns zu ruhig wie möglich zu verhalten.
Irgendwann verzieht sich der Löwenmann nach rechts ins Gras und fällt endlich in Tiefschlaf.
O.T. fährt nun auch weg.
Wir bleiben noch ein bisschen und beobachten die Löwenfrau, bis sie sich zu ihm legt. Hier habe ich übrigens gestern beim Fotosichten bemerkt, dass ich im ersten Teil des Reiseberichts dieses Foto gezeigt und von Khwai geschrieben habe - da habe ich mich damals auf die Schnelle geirrt, das hier ist einfach Wasser bei Mboma Island.... und hab's geändert (und Friederike hat mich gleich dabei erwischt - keine Ahnung, wie 🙄 ).
Nun heißt es wieder einen Weg zurück auf den Loop zu finden – dabei kommen wir noch an einer schönen HATAB-Site mit Blick aufs Wasser vorbei, wo gerade alles für das Abendessen der Gäste, die wohl noch unterwegs sind, gerichtet wird. Der Tisch sieht nobel gedeckt aus und es scheint, als ob auch schon ein Apéritif vorbereitet ist. Wir überlegen kurz, uns einzuladen 😄 – beschließen dann aber, dass wir unseren lieben Lawrence ja nicht warten lassen wollen 😉 .
Dazu kommt es aber dann doch 🙁 . Zuerst läuft noch alles nach Plan, wir sehen den im letzten Kapitel angedeuteten Giraffenschädel. Die Haarbüschel auf den Hörnchen wirken sehr makaber, finde ich 🤢 !
Auch die Schweinchen nehmen uns nicht viel Zeit weg.
Dann schließen wir am Gate den Schlauch zum Wasserfassen an und DT bittet uns, währenddessen auf die Toilette zu gehen und unsere Einkäufe – falls gewünscht – flott in dem kleinen Shop zu erledigen, so dass wir gleich weiterfahren können. Als er zum Aufbruch bläst, fehlt Fabienne. Wir finden sie im Laden, wo sie in aller Seelenruhe am Shoppen ist 😈 . Auch die Tatsache, dass wir alles draußen im Auto warten, scheint sie nicht zu berühren - sie lebt schon ziemlich in ihrer eigenen Welt 😵 . Wir verdrehen reihum die Augen und malen uns aus, was sie da denn da drin alles einkauft…. 😕
Irgendwann ist auch das erledigt und mit etwas Verspätung geht es zurück ins Camp. Allerdings werden wir unterwegs zuerst von einem einzelnen Elefanten aufgehalten
und dann erleben wir noch ein eindrucksvolles Schauspiel: zunächst zieht in der Dämmerung von links leise eine Gruppe von Elefanten vor unserem Fahrzeug vorbei.
Danach taucht weiter links eine kleine Herde auf, die vor unseren Augen beginnt, den Boden aufzuwühlen und jede Menge Staub zu produzieren.
Im Hintergrund sehen wir weitere Herden heranziehen.
Irgendwo scheint es eine Versammlung zu geben – und tatsächlich werden wir heute Nacht keine Elefanten im Camp haben. Leider kann man mit Fotos die archaische Stimmung, die bei diesem Erlebnis herrscht, kaum vermitteln. Wir sind alle ganz leise genießen ehrfurchstvoll dieses Schauspiel.
Erst nach Einbruch der Dunkelheit (18.40 Uhr) erreichen wir unsere Lagune – der Vollmond beleuchtet eindrucksvoll die Szene.
Heute spendiere ich zu Ehren dieser paradiesischen Campsite und der Tatsache, dass wir heute schon wieder eine schöne Löwensichtung hatten, die erste meiner beiden Weinflaschen, die ich von Bushways als Kompensation für das Zweizwei-Ärgernis geschenkt bekommen habe. Ein südafrikanischer Weißwein, der sogar von den Franzosen als hervorragend bezeichnet wird. Zwar reicht es für jeden nur ein paar Schlückchen – aber wir genießen ihn trotzdem sehr!
Teil 2026. Sept. 2018
27.08.2019: Von Moremi MGR 08 zum North Gate /Teil 1
6.22 Uhr: Der Vollmond schaut durch die Bäume und wir sind mehr oder weniger startklar.
Nun heißt es Abschied nehmen von
Was war das für eine tolle Zeit hier! 😘
20 Minuten später sind wir schon unterwegs, der Mond geht langsam unter…
…und die Sonne auf.
Wir schauen noch einmal an der Stelle vorbei, wo vorgestern die Leopardin war. Aber nichts da – obwohl es ganz in der Nähe einen wunderschönen Leberwurstbaum für sie gäbe, ist nichts zu sehen von ihr. Vergessen wir das mit dem Leopard 😕 – schließlich heißt unsere Reise ja Lion-Trail 😗 .
Er hier entschädigt uns für das entgangene Katzenglück
Weitere 20 Minuten später stehen wir erneut an der 4th-Bridge. Auf der andere Seite schauen die Insassen des Game-Drive-Wagens alle in eine Richtung. Wer genau hinschaut, erkennt auch warum 😎 .
Our daily lion! 🤩
Wobei.....Moment mal.... ich korrigiere mich: our daily lions. Mama mit ihrem zuckersüßen Kind!
Auch wenn die Gräser und das Licht ein bisschen ungünstig sind – es ist ein sehr schöner Anblick so direkt neben der Fahrspur und am frühen Morgen (die Beiden hätte sogar ich entdeckt, allein, ohne Guide - zumal man dort ja auch gaaaanz langsam fährt) – und die beiden schauen auch immer sehr aufmerksam um sich.
Allerdings machen sie keine Anstalten, aufzustehen, geschweige denn sich fortzubewegen – also machen wir dies an ihrer Stelle und nehmen wieder Fahrt auf.
Eine halbe Stunde später beobachten wir diese Impala-Böcke bei ihrem morgendlichen Training. Es ist der helle Wahnsinn, in welchem Tempo sie kreuz und quer durch Gehölzs flitzen! Akrobatisch und elegant - und erstaunlicherweise unfallfrei! 🤩
Vielleicht werde ich doch ein Impala-Bock in meinem nächsten Leben 😐 ? Achnee, da wird uns DT noch von abraten 😄 😗 .
Weiter geht’s zu den Kudus – es ist verrückt, ich kann kein Kudu mehr unbeobachtet lassen, diese Variationen der Streifenmuster faszinieren mich.
Wobei auch das Gesichtchen dieser jungen Antilope sehr niedlich ist, oder?
Sie hat sich ein sehr kompliziertes Muster ausgedacht…
Unterwegs gibt es natürlich immer etwas zu sehen, hier ein Pavian, der sich ertappt fühlt.
Am Xakanaxa-Gate fassen wir wieder Brauchwasser, denn Diteko mag dieses lieber als das in Savuti, das sei sehr salzig. Ich fotografiere mir dieses Plakat mal ab – vielleicht hab ich ja irgendwann Zeit, meine Wild-Dog-Fotos von letztem Jahr daraufhin zu sichten (falls die überhaupt alte Fotos und Infos wollen, das muss ich erstmal klären).
Die nächsten 1,5 Stunden fotografiere ich nicht (oder zumindest nichts Zeigenswertes). Wir fahren ja nun mehr oder weniger schon am Khwai entlang, bald kommen wir zum Dombo Hippo Pool. Vorher sehen wir noch diese Ansammlung von Tieren – fällt euch was auf? 😎
Schon in der Nxai-Pan sahen wir das eine oder andere einsame Gnu und wir hatten den anderen von unserer Reise 2015 und den Gnu-Mobbing-Beauftragten Irmela und Reni erzählt. In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff „du Opfer“ in dem entsprechenden Tonfall der heutigen Jugend. Was haben wir gelacht!! 😄
Inzwischen ist Christine aber auch zu den Mobbingbeauftragten übergewechselt und nur Karsten, Mona und ich machen uns über dieses „Opfer“ lustig…. So verbringen wir die Zeit, bis wir endlich am Hippo Pool halt machen. Im Vergleich zu letztem August ist hier tiermäßig tote Hose (es ist allerdings auch recht windig)
und so steigt nach kurzer Zeit eine enttäuschte Pascale wieder in den Landcruiser ein: so viele Hoffnungen auf Hippos mit Beinen hatte sie in den wohlklingenden Namen dieses Stretch-Points gelegt 🙄 .
Zu ihrem Trost wird es jetzt aber wieder tierreicher
Juvenile Saddle-billed Storks
und vor allem das blaue Band des Khwai Rivers weiß zu gefallen! Red Lechwe
Und dann kommen wir zu der ekligsten Sichtung der Reise. Wir hatten ja schon im Chobe ein Krokodil gesehen, das nicht so wirklich gesund gewirkt hatte 😊 . Bei diesem hier ist aber jegliche Hoffnung auf Besserung vergeblich 😮 ! Irgend jemand hat es seitlich verletzt (DT vermutet ein Hippo, das sein Junges verteidigen wollte) und nun quellen die aufgedunsenen Innereien heraus. Ich fürchte, dass diese „Blase“ in Kürze platzen wird 🤢 und mache ganz fest Augen und Nase zu, als wir in der Nähe vorbei fahren 😣 (das Foto entstand vorher aus weiter Entfernung).
Hier der/die vermutliche(n) Täter!
Und dann der Khwai River von seiner schönsten Seite 😘 – da sind explodierende Croc-Kadaver schnell vergessen.
Diese Farben sind der Hammer – und Barbara kann ihre Blicke nicht abwenden. Nicht mal, als Diteko meint: „Da rechts liegen übrigens Löwen!“. Als ich merke, dass sie als einzige von uns nicht reagiert, stubse ich sie leicht an und flüstere ihr zu „Barbara, da rechts liegen fai Löwen!“. Jaja, meint sie nur, aber sie müsse jetzt erstmal ausgiebig diese Bild mit den Antilopen und der schönen Landschaft genießen 😉 . Das ist Barbara 😘 !
So wirklich versäumt sie da rechts aber auch nichts – die Beiden liegen unübersehbar ganz nah neben der Piste unter einem Baum im Schatten. Frau Löwe ist müde, sehr müde…..
und Herr Löwe nicht minder.
Wir schauen uns das eine Weile an und sind ziemlich fassungslos, dass wir heute nun schon zwei Löwensichtungen hatten 🤨 , beschließen dann aber weiterzufahren, denn es ist inzwischen schon 11.22 Uhr. Schließlich wollen wie ja unser Camp auf der neuen Site aufschlagen und mal schauen, was so am Khwai River bei North Gate los ist 😉 ...
Teil 2127. Sept. 2018
27.08.2019: Von Moremi MGR 08 zum North Gate /Teil 2
Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei dem schläfrigen Löwenpärchen! Wir tuckern weiter am Khwai entlang, wo das pralle Leben herrscht (leider bei schlechtem Licht 🙁 , es ist bald Mittag).
Plötzlich hält Diteko an, zeigt nach rechts in die Pampa (nein, keine Sichtung!) und meint: „Bele, da drüben hast du letzten August das Foto gemacht, das auf dem Fotobuch vorne drauf ist!“ Stimmt – ich hatte ihnen ein Minifotobüchle von der Tour mit meinen Kindern letzten April mitgebracht und auf dem Titel ist das Foto, das ich bei dem überraschenden Treffen mit ihnen hier vor North Gate (für uns war es damals nach North Gate) auf der Tour mit Matte und den Muckels gemacht habe.
Selbst ich mit meinem eingeschränkten Orientierungssinn wusste, dass es irgendwo ganz grob hier gewesen sein muss, aber dass Diteko sich dran erinnert, freut mich 🙂 !
Dieser Bock tut so, als ob er zu tollen Sprüngen durchs Wasser ansetzt, aber nach diesem hier ist ihm bereits die Luft ausgegangen, und er schreitet eher durchs Wasser. Schade – aber das Licht macht eh nicht so viel Spaß.
Am North Gate machen wir Lunch-Pause und danach geht es zügig in Richtung Osten – unsere Campsite MGR02 liegt ganz weit abseits, auch ziemlich weit weg vom Wasser.
Soweit sind wir aber noch nicht – momentan gibt es mal wieder einen Grauen-Riesen-Roadblock.
Dieser hier steht genau auf unserer Fahrspur und möchte auch unbedingt die Blätter über unserem Dach ernten.
Da wartet man doch gerne. 😗
Irgendwann wird’s aber langweilig,
und wir versuchen uns links vorbei zu schummeln. Der Elefant ist eher erschrocken als zornig und weicht zurück. Tschuldigung 🙁 😊
Diteko fährt noch nicht gleich zu unserer Campsite, sondern macht noch einen kleinen Abstecher ans Wasser. Ich freue mich zwar an dem Wattled-Crane-Chicken mit seinen Eltern
und diesem lustigen Kerl,
aber dort ist das Licht noch schlechter – man schaut auf dieser Seite des Khwais ja nach Norden, direkt in die Sonne, dazu steht sie auch noch sehr hoch. Egal, meine Konzentration hat eh nachgelassen 🤩 😄 😄 😄
Und ich will eigentlich schon meine Kamera weglegen, als wir plötzlich sie sehen:
Direkt vor unserer Nase liegt aber ebenfalls eine Löwin
Und bald gesellt sich die andere zu ihr.
Man begrüßt sich herzlich,
tauscht die neusten Neuigkeiten aus
und macht es sich dann gemütlich – wobei ihre Blicke immer wieder zum Khwai River wandern.
Irgendwann lässt das Interesse aber nach und die beiden Damen dösen ein.
Für uns das Zeichen zum Aufbruch – wir verabschieden uns von unserer Löwensichtung Nr.3 des Tages , nicht ahnend, dass wir die Beiden (und nicht nur sie 😎 ) heute am späten Nachmittag noch einmal treffen werden, und zwar in einer sehr spannenden Situation.
Teil 2228. Sept. 2018
27.08.2019: Moremi North Gate / Nachmittags-Game-Drive
Unser Campsite ist sehr schön – zwar nicht am Wasser gelegen, aber sehr groß und es stehen viele riesige Bäume auf dem Platz, die Kameldornakazien haben begonnen zu blühen (sieht man leider nicht auf meinen Fotos, oder unscharf – ich hoffe auf Rennade). Hier gefällt es mir!
Das Feuer brennt schon, es gibt Elefanten, Erdmännchen
Fabienne hat eine Reisetasche mit Rädern dabei und zieht diese jedes Mal konsequent durch den Sand – ob die Räder nun rollen oder nicht. 😄 😛
Viel Zeit zum Ausruhen und Reden haben wir nicht – wir sind hier spät angekommen und um 16 Uhr starten wir schon wieder zum Nachmittags-Game-Drive.
Deshalb heißt der vermutlich nicht Roller, oder?
Wir fahren wieder runter an den Khwai River, in die Gegend wo wir vorhin die Löwinnen gesehen haben. Ein Selbstfahrerfahrzeug kommt uns entgegen und berichtet uns, dass weiter vorne, hinter einem Busch etwas weiter links, ein Löwenmann liegen würde. Diteko checkt aber erstmal noch das Ufer weiter östlich ab, bis er dann doch umdreht und wir mal schauen, was es zu sehen gibt. Okay, einen sehr müden Löwenmann – außer Zungerausstrecken passiert nichts – naja, wir sind inzwischen nun doch ein bisschen verwöhnt 😉 . Also machen wir pflichtbewusst ein Foto (ohne zu wissen, dass wir ihn eh gleich wiedersehen werden) und fahren dann weiter gen Westen.
Gutes Timing - dort ist soeben eine der beiden Löwinnen von vorher (wie ich später beim Fotovergleich feststellen werde und was ja auch logisch ist) strammen Schrittes unterwegs und das Auto von O.T. ist auch eben angekommen.
Man könnte gerade meinen, sie hätte ein Lächeln auf den Lippen…
Zügig marschiert sie an dem Auto der Parallelgruppe und dann auch an unserem vorbei – gen Osten.
Plötzlich hockt sie sich hin und duckt sich dann.
Ups, das war wohl nichts…. sie wurde bemerkt.
Okay, man muss auch verlieren können – sie zieht sich nach rechts zum Gebüsch zurück.
Ob er nun von den davonstiebenden Impalas oder von der Löwin selbst geweckt wurde – keine Ahnung. Auf jeden Fall macht sich Herr Löwe auf den Weg in unsere Richtung.
Eine imposante Erscheinung – und immer aufmerksam, aber auch irgendwie zögerlich. Er beschert uns tolle Augenblicke - was für ein Erlebnis!
Ich glaube ich habe noch nie so einen großen und auch beeindruckenden Löwen gesehen! Aber auch noch keinen, der so wie er offensichtlich nichts Gutes im Schilde führt 😕
Der Wind fährt ihm durch die volle Mähne.
Und nun hat er sein Ziel erreicht – die Stelle, an der sich die Löwin an den Rand des Waldes gelegt hat (man sieht sie links am Bildrand).
Langsam lässt er sich dort nieder – und Diteko ist sich sicher, dass jetzt gleich noch die andere Löwin auftaucht.
Und tatsächlich – da bewegt sich etwas – aber es ist keine große Löwin, sondern es sind drei ganz kleine Cubs. Ihre Mutter, die ihnen folgt, legt sich hin und wirkt sehr angespannt. Es ist die andere Löwin von vorhin - wer dort genau hingeschaut hat, hat gesehen, dass sie eine prall gefüllte Milchleiste hatte.
Ständig faucht sie entweder den Löwen oder ihre Kleinen an.
Diese dürfen offensichtlich keinen Schritt von ihr wegmachen – sie scheint sehr besorgt. Zu Recht, meint Diteko, denn so wie die Löwen aufeinander reagieren, ist dies nicht der liebende Vater der Kleinen, sondern ein fremder Löwe, der Interesse an den beiden Löwinnen hat und notfalls auch die Kleinen töten würde 🙄 .
Zwar nicht aggressiv, aber sehr konzentriert hockt er direkt vor uns im Gras und beobachtet das Geschehen am Waldrand.
Die beiden Löwinnen werden immer unruhiger und entschließen sich dann zum Rückzug.
Das ist verständlich – aber sehr schade 🙁 . Wie gerne hätten wir die Kleinen richtig gesehen. 😘
Da es schon spät ist, machen wir uns auch auf den Rückweg – und denken, dass dies nun wirklich genug für heute gewesen wäre. So kann man sich täuschen…. 😗
Teil 2328. Sept. 2018
Rennade schrieb:
Hallo Bele, du bist sooooo schnell. Ich komme gar nicht mehr hinterher.
Hehe, 😉 - wer ist denn die Jüngere von uns? 😛
Aber schon witzig - wir haben heute ja ziemlich unabgesprochen beide geschrieben - daher wird sich auch textmäßig ein bisschen was wiederholen, denn ich hatte meinen schon getippt, als du losgelegt hast 🤪 . Ich lass das jetzt einfach alles so stehen, muss ja aber niemand nochmal lesen 😎 .
27.08.2019: Moremi North Gate / Nachmittags-Game-Drive / Teil 2
Wir müssen ein Stück Richtung Osten fahren, um wieder weg vom Ufer zu kommen. Plötzlich sehen wir jemanden mitten in der Pampa stehen – direkt am Khwai River.
Huch 😮 – wir glauben erst unseren Augen nicht zu trauen, aber Diteko erklärt uns, dass dies Mitarbeiter einer Lodge am anderen Ufer, also in der Khwai Concession sind, die hier fischen. Sachen gibt’s !
Es ist hier übrigens 17.30 Uhr und wir tuckern nun gemütlich Richtung Heimat, und zwar – nachdem wir eine kleine Stichstraße nach Süden, weg vom Fluss, gefahren sind, wieder Richtung Osten, wo unsere Campsite ist, parallel zum Fluss nun wieder.
Wie sind gerade dabei den Nachmittag zu resümieren (in drei Sprachen) und überlegen uns, was wohl mit diesen kleinen Löwen und ihrer Mutter und Tante (?) passieren wird. Da sehen wir im Abendlicht eine Bewegung auf der linken Seite. Ich fass es nicht – da sind genau die Fünf unterwegs, von denen wir gerade geredet haben (auch wenn man nicht alle 5 gemeinsam sieht).
Offensichtlich wollen die Löweinnen so viel wie Abstand wie möglich zwischen sich und dem an ihnen interessierten - und damit für die Kleinen hochgefährlichen 😵 Löwenmann bringen.
Diese nochmalige Begegnung mit diesen mutigen Müttern gehört mit zum Emotionalsten, was ich je in Afrika erlebt habe. Diese Blicke, die sie immer wieder Richtung Fluss werfen, dieses zielstrebige, gleichzeitig aber dem Tempo der Babys angepasste Schreiten durch diese phänomenale Landschaft – Mona, ich brauch ein Taschentuch! Und die Kleinen, die mit ihren kurzen Beinchen tapfer der Mutter folgen - auch wenn man das auf diesen Fotos nicht sieht.
Diteko fährt in einem der Situation angepassten Tempo, d.h. wir versuchen nicht zu nahe, aber auch nicht zu weit weg vom Geschehen zu sein – aber immer auf dem Fahrweg. Außer uns ist hier an diesem abgelegenen Fleck und zu dieser Tageszeit niemand mehr unterwegs.
Und wir haben riesiges Glück – sie wollen tatsächlich vor uns die Straße überqueren!
So kommen wir in den Genuss, die Kleinen auch mal wirklich zu sehen.
Zuerst wechselt die Tante die Straßenseite, dann die Mutter mit den Kindern.
Auch in der Löwenwelt gibt es immer einen Kevin….
Jetzt aber schnell, bevor du den Anschluss verlierst!
Und nochmal so ein kleiner Neugieriger - voller Kletten!
Aber keiner darf stehenbleiben - die Löwinnen wollen so schnell wie möglich weg vom Fluss kommen. Die Kleinen haben inzwischen eine riesige Strecke zurückgelegt - trotzdem wackeln sie tapfer weiter.
Die Sonne steht ganz tief am Horizont und taucht alles in ein unwirkliches Licht. Immer wieder sichern die Löwinnen ihren Weg nach hinten ab.
Eigentlich ein banales Löwenfoto – aber mit dem Wissen um die Situation haut mich dieser Blick fast um. Ich bin jedes Mal tief berührt, wenn ich in ihre Augen schaue.
Zügig verschwinden die Fünf im Busch.
Wir setzen still unseren Weg fort – und wahrscheinlich überlegt jeder, was wohl aus den Löwenkindern werden wird… Überleben sie? Oder wird sich hier in den nächsten Tagen ein Drama abspielen? Wir werden es nie erfahren (wobei ich Diteko mal diesbezüglich anschreiben werde, er ist ja oft in dieser Gegend).
Als ob wir nicht schon genug Adrenalin im Blut hätten zieht auch heute (in einer ganz anderen Gegend des Moremis) wieder eine nicht enden wollende Elefantenherde wie an der Perlenschnur aufgereiht in der Abenddämmerung an uns vorbei.
Was war das für ein Nachmittag. Unglaublich!
Teil 2430. Sept. 2018
28.08.2019: Von Moremi North Gate nach Savuti / Teil 1
Gestern Abend hat Diteko noch einmal eine klare Ansage in Sachen „Aufstehen“ gemacht. Wer viel Kaffee morgens braucht, soll auch viel früher aufstehen. Kein sonstiges Rumtrödeln, kein Make-Up 😛 😗 und so weiter. Es stehen zwei etwas anstrengendere Tage an, da wir nur eine Nacht jeweils hier und in Savuti haben, also heute abbauen, abends in Savuti aufbauen und morgens dort wieder abbauen 🙄 .
Das Zeltauf- und Abbauen gestaltet sich bei Fabienne etwas befremdlich. Klar, alleine ist es schwer, das Ding hinzustellen, und auch das Zusammenlegen geht zu zweit leichter (wobei Simi sowieso und Christine, Reni und ich auch das schaffen nach ein paar Tagen). Nachdem Fabienne aber nicht mal Anstalten macht, ihr Material selber in die Hand zu nehmen, hat es sich – nachdem zunächst Simi oder DT oder Lawrence geholfen haben – eingebürgert, dass Lilianne und Alain ihr helfen. Naja, helfen 🤨 - eigentlich bauen sie auf und ab und sie schaut zu 🤢 .
Zu unserem Erstaunen, oder sogar Entsetzen trägt Alain dann sogar auch noch ihr Zelt zum Trailer. Vorher würde ich mir die Hände abhacken lassen 😈 ….. Irgendwann gegen Ende der Reise frage ich ihn, der durchaus auch mal entsprechende Kommentare über ihr Verhalten ablässt, warum er das denn macht? "Naja…." und ein Schulterzucken sind seine Antwort. Vermutlich eine Mischung aus Verzweiflung und Gentleman alter Schule 😉 . Auf jeden Fall müssen wir ihm dankbar sein, denn so kommen wir wenigstens trotz Belgien früh los. Immerhin ist sie im Auto ziemlich unkompliziert - außer dass sie es nicht gebacken bekommt, die Akkus der anderen in die Ladestation einzustöpseln, wenn sie vorne sitzt 😛 - und stört vor allem nicht, sonst hätte ich vermutlich mal irgendwann meine Klappe nicht mehr halten können 😠 ….
Aber zurück auf Los 🙂 – heute liegt eine lange Fahrt (das wissen wir schon) und ein Tag mit vielen Sichtungen vor uns (das ahnen wir noch nicht) 🙂 .
Unter anderem dank Alain sitzen wir bereits um 6.30 Uhr noch etwas müde und bibbernd im anfahrenden Landcruiser. Wir sind gerade dabei, uns zu installieren, Jacke zu, Mütze auf, danach Kamera mal langsam rausholen – was man eben so macht, wenn es noch viel zu dunkel zum Fotografieren ist.
Huch – da rennt zwei Minuten nach Abfahrt doch tatsächlich etwas Geflecktes von rechts nach links über unseren Weg 😮 . Und verschwindet im dichten Gebüsch nebenan 🙁 ! Derart gut vorbereitet 😗 schieße ich ein paarmal blindlings ins Nichts und dementsprechend kommt auch nur ein Beweisfoto heraus!
Definitiv ein Leopard!
Ein einigermaßen scharfer Schwanz - und oh, es ist eine Mutter mit Kind!
Mist, die hätte ich schon gerne scharf gehabt und vor allem auch wirklich erlebt 😵 – denn gesehen hab ich eigentlich so gut wie nichts. Der einzige Trost: den anderen ging es nicht besser. Und wehe Reni, du kommst jetzt mit einem scharfen Foto der Beiden ums Eck 🤩 – dann fahr ich nie wieder mit dir nach Afrika 😈 . 🤪
Diteko versucht noch, die beiden zu finden – dazu müssen wir erst wieder den Berg hochfahren und einen Parallelweg nehmen (denn durch dieses dornige und dichte Gebüsch würde man nicht mal fahren, wenn man dürfte 🙄 ). Aber wir haben Pech – die Beiden sind auf Nimmerwiedersehen verschwunden 🙁 .
Oh Mann, Leoparden können wir einfach nicht 😊 – damit müssen wir wohl leben 🤢 .
Unterwegs treffen wir Impalas, die wie wir auch noch frieren – das erkennt man an dem aufgestellten, dunklen Rückenfell.
Southern Ground Hornbills suchen zusammen mit ihnen nach Nahrung.
Zehn Minuten nach 7 Uhr sind wir unten am Khwai – der Mond steht noch am Himmel
und ein Honeybadger sucht schnell das Weite.
5 Minuten später hält Diteko an einer Böschung an, die mit Gestrüpp bewachsen ist
und hinter der sich ewig weit rötlichbraunes Grasland bis zum Waldrand erstreckt.
Er zeigt nach links und sagt: Da ist ein Leopard!“. Haha, sehr witzig 🤢 , wie sollen wir in diesem Meer aus Gras denn einen Leoparden finden? Das wird doch eh wieder nichts 🙁 . Können wir das mit den Leoparden nicht einfach bleiben lassen 😣 ??
Suchend fragen wir durcheinander, wo er denn nun ist - "Wo?" - "Hää?" - "Siehst du ihn?"– "Nö, du?"- bis wir ihn endlich hier entdecken:
Direkt vor unseren Augen kauert er im Gestrüpp auf der Böschung 🤩 ! Selten so eine kuriose Leopardensichtung gehabt! 🤪 Okay, wieder so ein beinahe Unsichtbarer 😐 !
Wobei, er schaut uns sogar an.
Aber schon klettert er langsam, fast schleichend aus seinem Versteck herunter und verschwindet weg von uns ins Gras. Super – so musste das ja kommen. 😵 Wir können ihn noch weit entfernt erkennen.
Übrigens sind wir hier ganz alleine – aber das hilft wenig, wenn auch der Leopard kaum zu sehen ist.
Doch dann hat er ein Einsehen und beschert uns eine wundervolle Zeit 😘 .
Wir stehen insgesamt eine ganze Stunde dort und beobachten ihn, wie er unsere beigefarbene Blechkiste betrachtet, immer wieder so tut, als ob er irgendeine Antilope anschleicht (nur ist hier weit und breit keine), dann bekommt er von dieser Anstrengung Gähnanfälle, muss sich kurz ausruhen, steht wieder auf, schleicht wieder – und so geht es immer hin und her.
Diese Zähnchen 😄
Dieser Blick!
Hier sieht er ja eher ein bisschen wie eine Robbe aus 😄
Das ist sooooo schön- und ich finde, er (ein junger Leopardenmann) ist ein ganz besonders Hübscher, noch keine wirklich ausgefransten Ohren, kein verlebtes Gesicht (okay, ein paar Schrammen hat er auch schon), tolle Zähne und er sieht aus wie frisch gestrichen!
Immer noch sind wir alleine – und Diteko vergisst nicht uns daran zu erinnern, dass dies der Lohn für das frühe Aufstehens sei! 😎
Was er hier wieder stalked entzieht sich unserer Kenntnis - weit und breit keine Antilope in Sicht, okay, da ganz recht am anderen Ufer des Khwais, und auch auf unserer Seite stehen in weiter Ferne welche - aber sicher nichts, was sich ohne längeres Jagen (und das machen Leoparden ja nicht) fangen ließe.
Erst nach langer Zeit kommt das Auto von O.T. angefahren und bleibt aber nur kurz, was wir gar nicht verstehen können. Naja, vielleicht haben sie schon so viele schöne Leoparden gesehen und brauchen keine mehr? Auch sonst hält sich der Andrang in Grenzen, ich schalte das ja immer ganz aus, wenn es keine blöde Rangierereien gibt – waren wir am Schluss zu fünft dort? Reni, weiß du das noch?
Nach einem letzten Blick in diese wundervollen Augen, in denen wir unseren Landcruiser inklusive Trailer wiederfinden, fahren wir weiter entlang des Khwai Rivers.
Habe ich schon gesagt, dass ich kaum etwas Schöneres kenne als diese Gegend? Hier habe ich mein Herz verloren – 2012 war das…..
Unterwegs treffen wir noch auf ein Einhorn - das scheint wirklich ein magischer Tag heute zu sein 😉 .
Wir passieren das Gate und rollen langsam über die North Gate Bridge.
Rechts sehe ich das komische Autowrack, von dem schon Claudia Clax berichtet hat,
links den Khwai
und geradeaus, als wir gerade über der Brücke drüber sind – nein, das glaub ich jetzt nicht! 🤩
Zwei Game Drive Fahrzeuge stehen da, die Guides reden miteinander, der eine kommt rüber, als er den Bush-Ways-Landcruiser sieht.
Face Baefesia Sango! Dieser Mann ist mit Schuld daran, dass ich mein Herz hier verloren habe. 😊
Nein, nicht was Ihr jetzt denkt 😄 🤪 – es war seine charismatische Art des Guidens, seine Empathie, seine Liebe zu Khwai – all dies hat mich damals fast umgehauen im "alten" Sango Safari Camp und seitdem bekomme ich Khwai nicht mehr aus dem Kopf und aus dem Herzen. Und wir waren und sind diese 6 Jahre über immer in Kontakt, ihn kann ich jederzeit fragen, wenn ich etwas über ein Tier oder auch über Khwai wissen möchte. Face begrüßt seine alten Kollegen Diteko und Lawrence und bevor ich mich (vom letzten Rang) bemerkbar machen kann, zeigt Diteko schon lachend nach hinten und meint: "Bele ist übrigens auch hier 😄 !" Herzliche Begrüßung, kurzes Geplänkel, funktioniert das Smartphone noch? – und tschüss. Ich werfe noch einen schnellen Blick auf das Fahrzeug des Saguni Safari Camps, bei dem Face inzwischen Head Guide ist, sein Bruder Judge Manager. Ein schönes Auto, sieht sehr neu und professionell aus (hab aber kein Foto gemacht). Ich hoffe sehr, dass ihm nach dem Drama um Sango die Arbeit in der neuen (für meinen Geschmack leider zu großen) Lodge gefällt und alles gut läuft dort!
Und weiter geht’s - oh Mann, es ist noch nicht mal 9 Uhr und was haben wir schon alles erlebt 😮 !
Teil 2502. Okt. 2018
Sodele, Rennade behauptet, sie könne von der Couch aus nicht schreiben 😗 - bei mir geht das komischerweise 😛 , also mach ' ich mal weiter, damit wir endlich nach Savuti kommen:
28.08.2019: Von Moremi North Gate nach Savuti / Teil 2
Am Ende von Khwai Village treffen wir noch auf ein Fahrzeug vom Sango Camp und Simi, Diteko und Lawrence und die Lodge-Mitarbeiter grüßen sich freudestrahlend und mit viel Palaver!
Bevor wir Richtung Savuti fahren, muss erst mal wieder Feuerholz besorgt werden. Danach folgt für mich eine wundersame Sache – es gibt keine Wasserdurchfahrt hinter Khwai Village 😐 . Später frage ich Diteko danach und er meint, dass das Wasser (noch) nicht da sei. Mich verwundert das trotzdem – letzten August war die Durchfahrt recht tief. Aber auch Reni kann sich an kein Crossing erinnern – sie sagt, ich hätte damals sogar darauf hingewiesen, dass jetzt gleich eine Wasserdurchfahrt käme – und dann kam NICHTS! Echt komisch....
Wir fahren leider nicht rechts am Khwai entlang in der Concession, was ich heimlich ein bisschen gehofft hatte, sondern auf der hässlichen breiten Schotterpiste Richtung Mababe Gate 🙁 .
Und dann biegt Diteko plötzlich rechts ab runter in Richtung zu den Magotho Campsites. JUHU!!! 🙂
Die berümten toten Bäume - wegen deren es letztes Jahr beinahe Streit gegeben hätte 😎
Unterwegs sehen wir die schon an andere Stelle erwähnten Rohbauten für Ablutions, zumindest soll es das wohl mal werden. Fotografiert hab ich leider nichts – ich musste ja meine geliebte Concession genießen 😘 !
Wir kommen an den Sites mit den hohen Nummern vorbei und halten dann an einer „bewohnten“ an. Sieht nicht nach Bush Ways aus, aber man scheint sich zu kennen, und zwar so gut, dass Lawrence genau weiß, wo er unter dem Gelächter der anderen ganz schnell etwas zu Essen mopsen kann! 😄
Die drei unterhalten sich
und ich höre „This morning they had been on number eight“. Ich habe eine leise Ahnung, worum es gehen könnte, denn ich weiß ja, wer sich hier gerne in der Gegend herumtreibt 😎 .
Wir drehen also um und fahren wieder hoch Richtung Transitroad - und tatsächlich: auf der Campsite 8, in deren Nähe wir vorhin schon vorbeigefahren sind, finden wir jede Menge Wild Dogs.
Ja, es ist mir schon ein bisschen peinlich, das zu erzählen 😊 – ich weiß, eigentlich hätte der Leopard für heute schon gereicht und auch insgesamt sind Gepard, Löwen und Leopard eigentlich genug für eine Reise. Aber man hat uns ja nicht gefragt 😗 – uns so freuen wir uns eben auch über diese Sichtung.
Es stinkt dort übrigens ziemlich, wo sich die Hunde aufhalten….. 🤢
Vor allem die Kleinen sind sehr aktiv, diese Beiden sind zum Brüllen, wie sie Elefantenkacke zerpflücken und die gefundenen Fasern stolz im Maul präsentieren.
Es wird gebalgt und gerangelt – alles leider im Schatten.
Irgendwann spitzen die Kleinen die Ohren und rennen dann plötzlich alle in eine Richtung: einige Erwachsene sind zurück von der Jagd und würgen das Futter für den Nachwuchs aus. Das sehen wir allerdings nicht, sondern nur die Meute, die sich aufs Fressen stürzt.
Von den Alten kümmert das einige gar nicht – sie liegen weiter im Schatten und dösen.
Als die Kleinen satt sind entfernen sie sich von uns Richtung Fahrweg – und dort wird dann weitergespielt und gekämpft. Dort hätten wir sie beim Vorbeifahren natürlich sofort entdeckt – sie liegen ja mitten im Weg! Da sieht man mal wieder, was ein paar Minuten ausmachen – zuerst sind sie unsichtbar (wenn man nicht gezielt nach ihnen sucht) und dann bilden sie sogar einen Roadblock!
Dieser erwachsene Hund, der bei den Kleinen in der Fahrspur liegt, hat eine tiefe Wunde quer über den Rücken – das scheint aber bei Wild Dogs nicht so selten zu sein, letzten August hatten einige der Hunde, die wir unten am Khwai River gesehen haben, frische Verletzungen.
Das Gewusel der vielen Hunde hört gar nicht auf
aber wir müssen weiter Richtung Savuti. Es ist jetzt schon 10.30 Uhr. Wenn wir so weitermachen, kommen wir da nie an ….
Kaum zurück auf der Schotterpiste können wir gerade noch diese Sable Antelope fotografieren – leider ist sie sehr schnell im Dickicht verschwunden.
Danach mache ich exakt 1 Stunde und 59 Minuten lang kein einziges Foto! 😮
Diese An- bzw. Aussicht fasziniert mich aber dann doch so sehr, dass ich wieder zur Kamera greife.
Der endlose Blick über die Savuti Depression…garniert mit Elefanten, Impalas und Giraffen (da muss man aber schon genau hinkucken)...
Um 15 Uhr sind wir dann endlich in der Nähe unserer Campsite – die Kalahari Apple Leaf Trees blühen, das erinnert mich an 2014, da hatte der Savuti Chanel Wasser und diese Bäume blühten auch, was auch damals ein toller Anblick war.
Wir sind auf der HATAB CNP (Chobe National Park) 24, die ruhig und abgeschieden unter vielen Bäumen liegt – kein Vergleich zur Public Campsite.
Obwohl Diteko uns heute schon wahrlich genug Kilometer durch tiefen Sand und über holprige Pisten chauffiert hat, gibt er 16.30 Uhr als Abfahrtszeit für einen kurzen Game-Drive an. „Was kann ich meinen Gästen heute noch bieten?“, scheint er zu überlegen. (Alternativ: "Wann ist endlich Feierabend?" 😄 Aber nein - ganz ehrlich, diesen Eindruck hat er uns kein einziges Mal vermittelt!!!).
Uns ist das nach diesem Tag egal, viel Zeit haben wir ja eh nicht mehr, bis es dunkel wird und gesehen haben wir schon mehr als genug heute. Aber immerhin gibts im nächsten Teil dann mal wieder ein paar Vögele, wenn auch nichts Neues.
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 2603. Okt. 2018
28.08.2019: Savuti / Kleine Pirschfahrt am Spätnachmittag
Unser Weg führt uns durch das ausgetrocknete Bett des Savuti Channels. 2014 konnte man nur mit Hilfe der Brücke oder in der Marsh dann durchs Wasser durch die Uferseite wechseln (so war es zumindest bei uns damals), inzwischen ist das viel einfacher – wie ich ja schon letztes Jahr kennen gelernt habe (sowohl im April als auch im August). Jede Menge Spuren führen rein und raus und mitten durch. Trotzdem finde ich es schade, dass der Savuti schon so lange trocken liegt.
Hier mitten im Flussbett treffen wir auf diesen juvenilen Bateleur Eagle, (mir ist aufgefallen, dass die Locals, also zumindest die Poler ihn immer Short-tailed Eagle nennen). Zu einem Erwachsenen hat es auf dieser Reise nicht gereicht – zumindest nicht fotografierbar. In der Luft waren immer sehr viele unterwegs…
Dieser hier beäugt uns sehr kritisch
und macht seinem Unmut über den spätnachmittäglichen Besuch auch Luft!
Über die nächste Sichtung freue ich mich sehr. Dieses Helmeted Guineafowl spaziert zunächst im Schatten herum,
beschließt dann aber, mir ein kleines Shooting im besten Licht zu bieten.
Irgendwann fängt aber auch dieses Huhn an rumzumeckern… 😉
Es geht hier Schlag auf Schlag, wir kommen kaum vorwärts – und zwar nicht mit irgendwelchen Sensationen, sondern mit kleinen feinen Sichtungen, die mich genau so erfreuen wie Katzen oder Hunde 🙂 .
Ein Steenbock, der überhaupt nicht scheu ist, zuerst sein Ästchen knabbert,
und sich dann vor uns in den Sand legt.
Ist er nicht zu niedlich mit seiner Fliege am Ohr?
Ein immaturer Brown Snake Eagle
Auch er betrachtet uns misstrauisch mit seinen knallgelben Augen.
Fork-tailed Drongo – ich glaube, ich hab noch niemals einen bewusst fotografiert, auch wenn man das kaum glauben mag. Dieser hier sitzt etwas blöd zwischen den Zweigen, dafür aber recht nahe.
Zwergmangusten auf diesen herrlich knorrigen Tothölzern dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Wir fahren nach Norden, Richtung Pump Pan und Harveys Pan. Wie meistens an dieser Stelle treffen wir hier auf Elefanten
Es ist eine herrlich friedliche Stimmung, wie sie hier im Abendlicht ihren Durst löschen.
Leider haben wir aber nur wenig Zeit für sie, denn…… uns fehlt ja noch unser DAILY LION 🤩 !
Dieser wird uns heute in einer Dreierformation dargeboten:
Ein stattlicher Mähnenlöwe, der sein Abendgebet spricht
und ein Paar, eventuell erschöpft vom Paarungsakt, wir wissen es nicht, denn es passiert dann nichts mehr, solange wir dort stehen.
Der einzelne Löwenmann macht sich auf den Weg, um nach den beiden zu schauen, was für ein schönes Tier!
Er trottet relaxed an den Fahrzeugen vorbei (nein, hier sind wir wirklich nicht alleine, aber es ist sehr ruhig, da ja auch die Löwen wenig in Bewegung sind), sackt dann aber schnell ermattet nieder.
Okay, bei genauerem Hinsehen sieht er schon etwas gebraucht aus…
Der andere Löwenmann schaut auch nur kurz auf
(ein Hauch von Pumuckel, oder? 😐 )
und zeigt uns dann, wie erschöpft er doch ist
Bei diesem Anblick müssen wir aufpassen, dass im Auto kein Lachflash ausbricht – wie flüstern uns untereinander leise kichernd zu, dass wir zu gerne eines von Monas Taschentüchern hätten,
um hier mal Nase zu putzen….
Frau Löwe schaut zwischendurch höchst ungnädig aus der Wäsche
Wenn Blicke töten könnten 😮
Die Beiden lassen es sich aber schlussendlich im Sonnenuntergang gutgehen – wir jedoch müssen weiter.
Wer jetzt beim Anblick dieser Fotos denkt, dass der Game-Drive nun vorbei ist, der irrt und kennt Diteko nicht 😎 .
Wir fahren in der Dämmerung Richtung Heimat, als uns Viertel nach Sechs dieser Kudubock (oder sagt man Kudubulle?) begegnet.
Er schaut ziemlich angespannt in eine Richtung und dorthin, zu einer der Felsformationen von Savuti, fahren wir nun. Diteko erklärt uns, als wir angekommen sind, dass sich hier ein männlicher und ein weiblicher Leopard aufhalten , die sich paaren wollen. Bitte fragt mich nicht, woher er das weiß 🙄 , ich bin mir nicht bewusst, dass er den Funk anhatte… und ich sehe auch nur schemenhaft etwas. Es steht auf jeden Fall mindestens ein Auto schon da, somit weiß ich wenigstens wo ich etwa hinschauen muss. Meine Kamera sieht mehr als ich – aber auch nicht sehr viel.
Wir können nur die Leopardendame erkennen, sie steht kurz am Rande des Wäldchens. Wie dunkel es tatsächlich schon ist, erkennt man an ihren großen Pupillen. Bald verschwindet sie ins Gebüsch,
wo man Bewegungen erkennen kann und ein lautes furchteinflößendes Gebrüll und Gekreische hört 🤩 . Das war dann wohl der Paarungsakt! Ja schade, da hätte ich vielleicht besser gefilmt, um wenigstens das beeindruckende Geräusch festzuhalten, denn das kann man schwer hier im Text rüberbringen. So nahe – so laut 😮 !
Der Kater wart nicht mehr gesehen (bzw. von mir nie gesehen 😕 ) – die Leopardin liegt noch kurz mitten im Dickicht,
kommt dann aber noch einmal an den Wegesrand zurück, bevor auch sie in der Dunkelheit verschwindet.
Wow – das war ein beeindruckendes Erlebnis 😮 – und ein toller Abschluss für diesen ereignisreichen Tag !
Auf der Campsite machen wir zu Ehren der vielen schönen Sichtungen die zweite der von Bushways gespendeten Flaschen auf, einen ebenfalls ausgezeichneten Rotwein, und stoßen auf unser Glück an! 🙂
Teil 2704. Okt. 2018
So, nach Absprache mit Reni mach‘ ich hier mal weiter! Rennade schrieb:
Und ob ihr´s glaubt oder nicht - die Sichtungen kamen.
😎 Stimmt 🙂
29. 08.2018: Von Savuti zur Chobe Riverfront / Teil 1 - Morning Game Drive zur Marabou Pan
Wie Reni schon erwähnte, fahren wir bei recht frischen Temperaturen los.
12,7 °C im offenen Fahrzeug sind nicht gerade kuschelig 😣 .
Diteko hat uns gestern noch erklärt, wie es heute weitergeht: zunächst fahren wir in die „falsche“ Richtung, er möchte mit uns noch einen Gamedrive zur bzw. in der Savuti Marsh machen. Danach müssen wir dann die lange Fahrt zum Ngoma Gate hinter uns bringen, denn unsere beiden letzten Camping-Nächte (huch, schon 🙁 ?) sind an der Chobe Riverfront.
Unser Weg führt uns Richtung Marabou Stretchpoint, bzw. Marabou Pan. Von weitem sehen wir in der aufgehenden Sonne eine Giraffe mit steifem Hals und starrem Blick. Wir suchen die Gegend ab – und siehe da, in weiter Ferne liegt ein Mähnenlöwe (sagt Diteko 😗 ). Na das ging aber schnell heute mit unserem Daily Lion 😮 ! Langsam lenkt unser Guide den Landcruiser Richtung Löwenmann, damit wir ihn auch erkennen können. Wir sind hier übrigens völlig alleine – kein anderes Fahrzeug weit und breit!
Unsere Blicke werden jedoch sehr schnell von dem Geschehen auf der linken Seite abgelenkt, dort wo es noch ein paar Reste Flüssigkeit in den Wasserlöchern hat.
Das kann ja nicht wahr sein 😮 – über die große Fläche verteilt zählen wir 5 junge Löwen, einen Löwenmann und vier Löwinnen (macht 10) – und einen Elefanten. Die Idee, am Marabou-Pan-Stretch -Point nach einem Geocache zu suchen verwirft Mona in diesem Augenblick 😄 .
Es ist solch ein Gewusel, nie sind alle Tiere auf einem Bild, und ständig ändert sich die Besetzung am Wasser. Wo soll man da bitte hinschauen 🤩 ?
Ein Anblick ist schöner als der andere, manche ruhen, manche kümmern sich um die Kleinen, es wird geschmust, geputzt, getrunken. Wir genießen das Schauspiel in vollen Zügen– immer noch ganz alleine, was vor allem Diteko ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert 😉 . Der Lohn für das frühe Aufstehen ….Ihr wisst schon….. 😎
Die Bilder folgen in chronologischer Reihenfolge - und ich habe wenige weggelassen, denn für mich sind alle wichtig und schön und ich weiß, dass andere aus unserer Gruppe auch mitlesen und sich über viele Fotos freuen.
Eines meiner Lieblingsbilder 😘
Bettina, kuck mal, der hat doch auch ne ganz nette Frisur, oder? 😄 (und sieht ziemlich verlebt aus....)
Noch ein Foto, das ich sehr mag:
Leider unscharf, aber zeigt, wie unbeeindruckt der Elefant ist:
Hier muss nachgeputzt werden 😉
Nichts wie weg 🤩 😄
In dieses dicke Bäuchlein passt nicht mal mehr Wasser!
Sehr beeindruckend ist auch, wie die eine Löwin uns die ganze Zeit während des Trinkens beobachtet! Einer der Kleinen macht es ihr nach....
Wir sind nun 15 Minuten hier und langsam verziehen sich die Löwen an den Rand der großen Pan.
Was für ein Timing. Wären wir nur eine Viertelstunde später losgekommen, würden wir das sehen, was für die inzwischen eintrudelnden anderen Fahrzeuge übrigbleibt – Löwen irgendwo weit entfernt, faul rumliegend.
Vor dem Wegfahren wirft Diteko noch einen Blick auf den anderen Mähnenlöwe, der weit weg rechts vom Fahrweg liegt und wegen dem wir ja eigentlich hier sind.
Während wir noch denken, dass sich da eh nichts mehr tut, erhebt er sich und marschiert Richtung Wasserloch,
zwischendurch geblendet von der noch tiefstehenden Sonne, die uns dieses tolle Licht beschert.
Wir befürchten ein weiteres Drama wie am Khwai, aber Diteko beruhigt uns: er gehöre zur Familie, das würde man an der Körpersprache erkennen.
Allerdings bräuchte er einfach ab und zu mal eine Auszeit und seine Ruhe. Feixend meint unser Guide, das wäre wie bei den Menschen auch - nicht umsonst wäre er selber so oft auf Tour 😗 . 😄 🤪
Auf unserer Höhe scharrt er mit den Hinterbeinen (also der Löwe, nicht DT 😛 ) und markiert
dann setzt er in aller Ruhe seinen Weg dicht an unserem Fahrzeug vorbei fort Richtung Wasserloch und Elefant. Der Dickhäuter hat sich übrigens die ganze Zeit über völlig unbeeindruckt von dem Löwengewusel gezeigt!
Nachdem wir nun wirklich genug gesehen haben und es so aussieht, als ob der Löwenmann sich auch bei den anderen zur Ruhe legen will, wenden wir und machen uns mit einem überglücklichen Strahlen im Gesicht auf unseren Weg in Richtung Norden.
Der Tag ist nach diesen 20 Minuten Löwenglück eigentlich bereits gelaufen (und es ist ja erst 7.40 Uhr) - besser geht ja irgendwie nicht 🤩 So ein tolles Erlebnis - einfach unglaublich!
Mit einer Mischung aus leichter Fassungslosigkeit und tiefer Zufriedenheit lehnen wir uns zurück und lassen uns durch die wunderschöne Landschaft schaukeln....(Unser Bestand an Papiertaschentüchern ist an diesem Morgen bedenklich zurückgegangen!)
Teil 2807. Okt. 2018
29.08.2018: Von Savuti zur Chobe Riverfront / Teil 2
So, endlich können wir uns wieder auf die Landschaft konzentrieren, auch wenn ab und zu Tiere ins Bild laufen.
Dieser Tawny Eagle schaut etwas irritiert von oben in den Landcruiser mit offenem Verdeck herein.
Dann kommen wir wieder zu der Stelle, wo wir gestern Abend die sich paarenden Leoparden gehört und den weiblichen Teil davon gesehen haben. Dort stehen schon Fahrzeuge und bis wir überhaupt realisieren, dass es etwas zu sehen gibt, meint Diteko schon ganz trocken: "She is our friend from yesterday!" (was definitiv stimmt - ich habe den Schnurrhaarpunktevergleich gemacht).
"She" bietet uns im Folgenden ein tolle „Show“ – laut unserem Guide sucht sie nach ihrem Partner. Als wir ankommen, ist sie gerade auf einen Felsen geklettert und schaut sich dort um.
Dann ruft sie mit einem bellenden Husten nach ihm,
läuft unruhig umher,
legt sich immer mal wieder kurz hin,
um dann wieder aufzustehen und weiterzuklettern, was Diteko dazu zwingt, das Fahrzeug umzuparken, da sie sich konstant nach links von uns weg bewegt.
Dann schnuppert sie ausgiebig an Felsüberhängen.
Wieder legt sie sich hin, ruft und scheint etwas zu hören
Schließlich verschwindet sie irgendwo zwischen den Felsen.
Das Ganze dauert keine 10 Minuten – prägt sich aber tief in meine Erinnerung ein! Solch eine Leopardensichtung der etwas anderen Art hatte ich noch nie…. Und wieder können wir uns als absolute Timing-Glückspilze bezeichnen - keine 10 Minuten später hätten wir ins Leere gekuckt! 😮 .
Während wir dort stehen muss ich an Matthias denken – letzten August standen wir an ähnlicher Stelle in Savuti, er glaste die Steine ab und meinte: „Und irgendwann sehe ich hier mal einen Leoparden auf den Felsen sitzen!“ Matte, tut mir echt leid…… 🙁
Nach dieser für mein Empfinden außergewöhnlichen Sichtung fassen wir am Campsite-Gate nochmal Wasser und machen uns dann auf den Weg Richtung Norden.
Es gibt hier auch andere Tiere außer Katzen 😉
Ich kann mich jetzt echt nicht erinnern, ob wir einen Schlenker gefahren sind auf Höhe Harvey’s Pan oder ob die Stelle, an die wir gleich kommen werden, auf unserem Weg lag – auf jeden Fall zeigt Diteko plötzlich lachend nach vorn und meint: "Our friends from yesterday, without the lady!".
Na, das scheint ja ein guter Tag sein, um hier Freunde zu treffen, bzw. wiederzusehen 😄 . Dabei hatten wir unsere Daily Lions doch schon 😎 , das ist wohl die Zugabe von Savuti, um meinen Zweizweikummer von letztem Jahr endgültig zu vertreiben… 😗
Die Jungs scheinen eine harte Nacht gehabt zu haben – sie sind zu keiner Bewegung fähig
außer einmal kurz wenden… Ich weiß, das sind wilde Tiere und sind eigentlich überhaupt nicht als niedlich zu bezeichnen – aber was soll ich denn zu diesem Anblick anderes schreiben 😊 😘 ? Meine Kater daheim würde ich in diesem Moment am Bauch kraulen….. 😉
Nachdem hier keine Action zu erwarten ist, machen wir uns endgültig auf zu unserer nächsten Station, der Chobe Riverfront.
Danke Savuti 😘 , nachdem ich letzten April hier nur kurz sein durfte und stattdessen zur Zweizweipan fahren musste - und ich im letzten August die Campsite nicht so prickelnd fand, hast du dieses Mal wirklich alles gegeben! 🙂
Teil 2908. Okt. 2018
sabre63 schrieb:
Berichte bitte mal unbedingt, wenn du etwas über den Werdegang der Löwenkinder in Erfahrung gebracht hast.
tigris schrieb: Danke fürs Mitnehmen auf Eure Löwentour - auch mich interessiert brennend, ob Diteko die 5 nochmal getroffen hat.
Leider gibt es noch keine Neuigkeiten über die Kleinen - aber nicht, dass es nachher heißt, ich würde nicht versuchen, etwas darüber herauszufinden...... Ich habe Diteko ja neulich deshalb angeschrieben und heute hat er mir Folgendes geantwortet:
"Hi Bele.. unfortunately i didnt meet those cubs again cos after that we didnt camp around that area.. hopefuly the cubs have grown bigger now!"
🙁 Tja, jetzt sind wir so schlau wie vorher!
LG Bele
Teil 3009. Okt. 2018
29.08.2018: Von Savuti zur Chobe Riverfront / Teil 3
Der Rest des Tages verläuft beschaulich.
Nach drei Stunden sind wir in Kachikau, und während die Crew die Reifen wieder aufpumpt, geht der Großteil der Gruppe in dem kleinen Laden shoppen. Danach gibt es Lunch direkt am Chobe – ein wunderschönes Plätzchen, an dem African Fisheagle über uns kreisen
und man Möwen beim Jagen im Gegenwind beobachten kann.
Hier könnte ich stundenlang sitzen. Wir machen auch keine Hektik, gemütlich fahren wir irgendwann weiter zum Ngoma Gate und dann noch ein Stückchen auf der geteerten Transitroad gen Kasane, bis Diteko nach links runter abbiegt Richtung Riverfront.
Unterwegs treffen wir bereits einige Tiere
Und dann genießen wir diese schöne Aussicht. Vögel, wohin man schaut (und Kühe 😉 ).
Vorbei an (Gir)Affen setzen wir unsere Fahrt fort,
bis wir unten am Wasser sind.
Es ist schon beinahe 16 Uhr, als wir diesen Nilwaran hier treffen.
Es ist sehr agil, schreitet mit seinen urtümlichen Bewegungen hin und her und untersucht den Boden.
Angesichts des züngelnden Tieres stößt Fabienne einen Qietscher aus. „Ohhh, Ditiiihi, isa sis änimal deintschorus?“ Nun geht mit unserem Guide der Gaul durch 😄 – normalerweise ist er sehr ernsthaft und ich glaube, die ihn bewundernde Art von Fabienne gefällt ihm heimlich (und auf jeden Fall ist sie definitiv nicht schlauer als er, das mag er gerne 😎 ). Heute aber kann er es sich nicht verkneifen, sich ihre Naivität zu Nutze zu machen und sie reinzulegen 😛 . Er fabuliert: „Oh yes, this Water monitor is very dangerous and can jump up to 2 meters at your tent. You should not go out tonight!” Die belgischen Qietscher werden mehr: "Ohhh, Ditiiiiihi, riiiili???" „ Yes, for sure, take care“, warnt er mit todernster Miene 🙄 .
Ich würde am liebsten sagen: "Nachts macht er mit seinen langen spitzen Krallen den Reißverschluss auf, schleicht sich leise in dein Zelt
und buh! 🤩 beißt er dich in deinen faulen Hintern. 😈
Aber meine Eltern haben mich ja einigermaßen gut erzogen...... 😗
Vorbei an Zebras
und einem Carmine Bee-Eater
geht es zügig hoch Richtung Campsite HATAB CNP 01, wo ich lustigerweise schon zweimal war.
Sie liegt strategisch günstig etwa mittig im Park oben am Hang, ohne Aussicht, aber sehr ruhig.
Beim Zeltaufbau haben wir heute viel Spaß 😄 , aber davon hat Reni die Fotos! Und falls sie mal wieder zum Leben erwacht 😛 , bekommt Ihr die Bilder vielleicht auch zu sehen....
Wir machen uns einen gemütlichen Spätnachmittag auf der Campsite und staunen und freuen uns im Rückblick über die tollen Sichtungen, die wir heute hatten.
Beim abendlichen Briefing ("shine outside the tent before you go out in the night, don’t run, usw.") versäumt Diteko nicht, Fabienne nochmals auf die Gefahren des Water Monitors hinzuweisen 🤪 . Als wir alle lachen müssen, wird ihr wohl langsam klar, dass er sie auf die Schippe genommen hat. Aber nur gaaanz langsam 😉 – mag sein, dass sie bis heute nicht sicher weiß, was der Waran im Schilde führt! 😗
Am nächsten Morgen wird dann mal endlich ausgiebig gebirdet - bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 3113. Okt. 2018
30.08.2018 - Spazierfahrt am Morgen / Chobe Riverfront (Teil 1)
Der heutige Vormittag wird ein ganz ruhiger, genussvoller (keine Katzen, versprochen 😉 !) – einfach nur bissle im Park rumfahren, sich Zeit für Landschaft und Vögel nehmen!
Um halb Sieben sind wir schon unterwegs, es ist noch gar nicht richtig hell und die Marabus sitzen noch auf ihren Schlafbäumen.
Eine Viertelstunde später genießen wir und die Tierwelt die ersten Sonnenstrahlen. Egyptian Geese
Marschall-Igel, der Bruder von Toni-Igel 😄 (Martial Eagle natürlich 😉 )
Wir sind ja dank unserer schönen Campsite schon mitten im Park, so dass wir gen Westen entschwinden können, bevor die Meute der Tagesgäste einfällt. Außer dem Fahrzeug von O.T. sehen wir selten andere Touristen.
Finde den Vogel 😗 (White-crowned Lapwing, ich habe aber ehrlich gesagt die Büffel fotografiert und den kleinen Kerl erst daheim auf dem Bild wahrgenommen – zumindest erinnere ich mich nicht an ihn).
Cattle Egret – auch an Büffel.
Der Vollständigkeit halber die obligatorische Gabelracke...
Hippo ohne Beine – sehr zum Leidwesen von Pascale. Gerade am Chobe müsste es doch möglich sein, mal ein ganzes Nilpferd zu sehen – aber Fehlanzeige 🙁 !
Wir fahren langsam, halten immer wieder an, lassen unsere Blicke über die Flutebenen des Chobe Rivers schweifen, genießen.
Direkt neben dem Fahrzeug picken Red-billed Hornbills
So früh am Morgen sitzt das Federkleid beim Helmeted Guineafowl noch nicht perfekt 😎 .
Mal kurz mit dem Schnabel durchgehen
Und passt - kann losgehen! 🙂
Es ist noch nicht mal 8 Uhr, als wir dieses Schauspiel beobachten dürfen. Ein juveniler/ immaturer (?) African Marsh Harrier jagt (was auch immer?) in den Büschen. Einen Jagderfolg können wir nicht erkennen – aber tolle Anblicke sind es auf jeden Fall, wie er sich ins Grün stürzt, dann wieder von weiter oben, zum Teil direkt über unseren Köpfen, nach Beute sucht und erneut in den Büschen landet. Ich bin fasziniert - und es ist defintiv einer meiner Lieblingsszenen auf dieser Fahrt ! (verzeiht mir daher die vielen Fotos... 😊 ):
Und tschüss!!! 🤩
Weiter geht’s – mit einem immaturen Yellow-billed Stork.
Köpfchen in das Wasser….. Glossy Ibis, Yellow-billed Stork und African Spoonbill.
Leider weiß ich nicht mehr, wie dieser Baum heißt (vielleicht jemand von euch?) – er blüht weiß und gelb gleichzeitig.
Und wieder dieser weite Blick über die Schwemmebenen - ich liebe diese Farben 😘 !
Den Crested Francolin erwische ich leider nicht so perfekt, wie ich ihn gerne gehabt hätte – entweder dabbelt er im Schatten herum
oder er schaut im falschen Moment in die Kamera - wo ich ihn doch gerne komplett von der Seite gehabt hätte 😐
aber seine verschiedenen Muster mit unterschiedlicher Färbung finde ich sehr interessant 🙂 !
Und nicht dass wir Renates ursprünglichen Wunsch, auf dieser Reise BÜFFEL zu sehen, vor lauter Löwen & Co. aus den Augen verlieren 😮 . Der Red-Lechwe-Bock wollte unbedingt mit aufs Bild.
Sorry, wurde gerade unterbrochen - später geht's weiter - Gruß Bele
Teil 3213. Okt. 2018
30.08.2018 - Spazierfahrt am Morgen / Chobe Riverfront (Teil 2)
Carmine Bee-Eater, beide mit einer Termite im Schnabel, leider sitzen sie sehr weit entfernt.
Um diesen Impala-Bock machen wir uns kurz Sorgen – er bleibt liegen, obwohl wir recht nahe bei ihm vorbeifahren. Er wird doch nicht verletzt oder krank sein?
Nein – er wollte sich nur ein bisschen ausruhen 😎 .
Diese beiden jungen Impala-Böcke haben gerade richtig süß miteinander geschmust, leider bin ich etwas zu spät dran mit knipsen….
Und noch einmal die Flutebene – außer den Pelikanen sind hier noch viele andere Vögel unterwegs. Ein kleines Paradies…. 😘
Den-haben-wir-daheim-auch-Vogel 😉
Er beobachtet den Black-winged Stilt beim Fischen
Blacksmith Lapwing und Yellow-billed Kite
Nur Yellow-billed Kite
Der Chobe ist nicht nur für die Tiere da!
Little Egret
Immaturer African Fish Eagle
Was mich besonders fasziniert an diesem wundervollen Morgen: immer wieder erheben sich große Pelikanschwärme in die Lüfte, fliegen in wellenförmigen Formationen über die Ebenen,
um dann etwas weniger elegant einige hundert Meter weiter wieder im Wasser zu landen 😄
In breiter Front fliegen sie ein
und suchen sich einen Landplatz
Platsch!
Und da kommen schon die nächsten 😮
Sie drehen bei...
Die im Wasser ziehen schon das Genick ein 🤨
Und wieder platsch 😄
Wir fahren nur ein kurzes Stückchen weiter (3 Minuten lang, um genau zu sein) und erleben dann einen Luftkampf von drei African Fish Eagle. Oben erwische ich leider nur zwei, am Boden sieht man dann alle drei. Auch dieses Schauspiel finde ich sehr faszinierend!
Auch mal wieder schöne Natur ohne Tiere
Ja, wir sehen viele Bateleur Eagle, aber nur weit entfernt am Himmel
Zwischendurch holen wir Wasser beim Ihaha-Camp-Gate. Alles ist so gemütlich, weil wir viel Zeit und wenig zu fahrende Strecke haben. Im Auto wird kreuz und quer geplaudert, Englisch, Deutsch, Schwyzerdütsch, Französisch, Schwäbisch…. 😄 Simi hat ihre liebe Müh und Not, beim Übersetzen den Überblick zu bewahren 🤩 . Diteko fragt uns Vogelnamen ab, und wehe, man vergisst „Southern“ beim Carmine Bee-Eater… 😈 😗 😣
Immer wieder entdecken wir eben diese Carmine…. 😕 ääääh Southern Carmine Bee-Eater, auch in der Luft sind einige unterwegs, es sind überhaupt schon recht viele hier für mein Empfinden.
Mal jemand ohne Flügel
Krokodile und Reed Cormorant dürfen am Chobe natürlich nicht fehlen.
Diesen Martial Eagle beobachten wir eine zeitlang - in diesem Busch sitzt er nur kurz und wirkt etwas ratlos, als er auffliegt und sich auf einen toten Stamm weiter weg sitzt, sehen wir warum: er hat Beute dabei und zupft genüsslich daran herum. Leider im totalen Gegenlicht, also keine Chance für vernünftige Fotos.
Um 11.30 Uhr sind wir zurück auf unserer schönen Campsite.
Wow, war das eine lange und trotzdem niemals langweilige Fahrt. Im Gegenteil, endlich konnte man die Landschaft auch mal in Ruhe genießen, die tollen Farben und natürlich die vielen Vögel und den sonstigen Tierreichtum hier. Ich werde generell zur Chobe Riverfront noch etwas im Fazit schreiben.
In der langen Mittagspause wird gegessen, geduscht und natürlich auch viel gequatscht. Irgendwie kommen wir aufs Alter und ich äußere den Verdacht, dass ich die Oma in der Gruppe bin 😐 , Barbara legt aber gleich noch ein bisschen nach. Jeder nennt nun reihum sein Alter und dann ist Fabienne dran 🙄 . Mit einem nicht ganz altersgemäßen Kichern meint sie: „Ach, ich fühle mich eigentlich wie 20!“
Netter Versuch!! 🤩 Wir wissen nicht, sollen wir entsetzt oder amüsiert sein. Spontan denke ich: „Naja, die Naivität und die wenig vorhandene soziale Kompetenz könnte zu 20 passen“ 😗 😛 – aber dann fällt mir auch gleich ein, dass ich damit sicher vielen 20jährigen Unrecht tue…. 😊
Egal – auch sie gibt ihr wahres Alter preis, das knapp über 20 liegt 😛 und sie in unserer Runde zur Gruppenältesten macht 😉 .
Hmmmm, danach sieht sie irgendwie auch wieder nicht aus – sollte ich vielleicht morgens und abends doch auch besser ne halbe Stunde vors Zelt stehen, Haare bürsten und Antifaltencreme ins Gesicht schmieren, während die anderen beim Abspülen helfen? 😐 Und – ganz wichtig – auch körperlich anstrengende Arbeit vermeiden? 😕 Ich werde darüber nachdenken…… in meiner anstehenden Schreibpause bis zum nächsten Kapitel 🤪 !
Darin hat dann übrigens der schon lange angekündigte Schakal seinen Auftritt!
Einen schönen Samstagabend wünscht Bele
Teil 3314. Okt. 2018
30.08.2018 - Spazierfahrt am Nachmittag / Chobe Riverfront
Irgendwie nicht so schön, vom letzten richtigen Game-Drive (denn morgen früh fahren wir ja nur noch mehr oder weniger aus dem Park hinaus) zu berichten 🙁 .
Los geht es mal wieder mit einem African Fish Eagle.
Die Büffel bringen es einmal mehr nicht fertig, intelligent aus der Wäsche zu schauen.
Nur, um die Artenvielfalt am Chobe zu dokumentieren
Das muss eigentlich ziemlich pieksen, oder?
Leider erschreckt sich diese große Kuduherde an einem anderen Auto – ich will gar nicht drüber nachdenken, was das für ein Bild gewesen wäre, wenn wir sie umrundet und in besserem Licht gehabt hätten. 🙄
Sie flüchten auf die andere „Straßen“seite.
Eine Elefantenherde zieht am Ufer entlang - bisschen makaber 😊 – die verblichene Verwandtschaft liegt im Vordergrund.
Dieses Elefantenkind hat hoffentlich noch ein langes Leben vor sich
Wir fahren ein Stück mit der Herde nach Osten mit
und entdecken eine riesengroße Impalaherde.
Diteko stöhnt vor Mitleid und erklärt uns einmal mehr, dass der Impalamann sich um alle seine Frauen kümmern muss (in allen Belangen 😗 ) – und wenn sie z.B. beschließen, dass sie über die Straße wollen, dann muss er mit, ob er will oder nicht. So toll unser Guide Impalas findet (es sind seine Lieblingstiere), so wenig würde er gerne im nächsten Leben ein Impalabock werden (was wir ihm immer mal wieder nahelegen 😄 ).
Wenn man die Herde genau betrachtet (was bei dem doofen Licht schwierig ist – ich hasse das am Chobe, dass man mittags und nachmittags oft direkt in die Sonne schaut bei allem, was sich am Wasser abspielt 😣 ), dann sieht man, dass viele in eine Richtung schauen. Ich vermute, dass sie das hören, was auch bald uns zu Ohren kommen wird.
Vorher beobachten wir aber noch, wie sie im Pulk weg vom Wasser ziehen.
Wir fahren wieder nach Westen, wo die Impalas hingeschaut haben und dann spielen sich zwei Dinge gleichzeitig ab. Wir sehen weiter hinten, dass ein oder zwei Game-Drive-Fahrzeuge nach einem Löwen schauen – und hören gleichzeitig dicht bei uns das Schreien dieses Schakals (tata, da ist er nun endlich!) . Er rennt am Ufer entlang, blickt immer wieder auf die Böschung und gibt diese wilden Geräusche von sich.
Diteko ist elektrisiert 🤩 : hier muss irgendwo eine Raubkatze sein – wir bleiben hier und fahren nicht zu den anderen Autos und dem Löwen!!!
Das Ganze spielt sich innerhalb von Sekunden ab – unsere Blicke irren zwischen Schakal und den Büschen gegenüber hin und her – und fast hätten wir diese Leopardin übersehen (die Unschärfe passt ganz gut dazu 😄 )!
Blitzschnell verschwindet sie in den Büschen – und genauso blitzschnell wendet unser Guide den Landcruiser und fährt nach Osten. Genau zur richtigen Zeit, denn soeben kommt sie wieder aus dem Gebüsch.
Leider rennt sie aber gleich wieder in die Deckung – und wir verlieren sie zunächst aus den Augen.
Langsam fahren wir das Gebiet ab – es kann natürlich auch sein, dass sie nach oben über die Böschung verschwunden ist. Auf's Äußerste gespannt scannen wir gemeinsam den Hang ab!
Zwei Minuten später: da, sie kommt wieder aus einem Busch heraus – dieses Mal eher schleichend als rennend.
Was haben wir für ein Glück! Niemand außer uns erlebt diese Sichtung, niemand außer unserem Guide hat die Signale des Schakals richtig gedeutet – alle sind bei dem Löwen geblieben.
Wieder versteckt sie sich – und leider taucht sie auch nicht mehr auf 🙁 .
Ich fürchte, die Spannung, die wir bei der Schakal/Leopardensichtung empfinden, lässt sich mit Worten und den leider nicht so tollen Fotos wegen des schlechten Lichts nicht richtig rüberbringen 🙁 . Ich kann aber versichern, dass es für uns im Landcruiser ein höchst beeindruckendes Erlebnis war 😮 – vor allem wegen der langanhaltenden durchdringenden Warnrufe des Schakals.
Wir beschließen nach einigem Warten und Suchen, auch zu dem Löwen zu fahren. Der Schakal ist immer noch in Aufruhr!
Hier habe ich mal kurz gefilmt, leider kein cineastisches Highlight 😊 – es ging mir ja eher um den Ton, der wiederum wurde massiv vom Wind gestört. Aber egal – immerhin ein kurzer Eindruck von unserem Leopardenindikator!
Dieses Mal gilt seine Aufregung aber vermutlich eher dem Löwen, der eine Löwin ist, die eben um das Gebüsch wandert und sich im Schatten niederlässt (Suchbild).
So, da ist er(sie) also nun – unser(e) Daily Lion(ess)! 🙂
Da sie keine Lust auf Action hat fahren wir wieder in die Richtung, wo die Leopardendame entschwunden ist. Hier beobachten wir die Impalas, die in die Richtung sichern, in der sich irgendwo die Katze aufhalten muss.
Wir haben die leise Hoffnung, dass sie doch noch auftaucht und vielleicht versucht, ein Impala zu reißen. Diteko erklärt den anderen Guides, die sich zu uns gestellt haben, warum wir hier stehen. Aber leider geschieht nichts mehr (ist mir insofern recht, als ich eh keinen Riss sehen will…).
Okay, dann fahren wir eben nochmal zu der Löwin. Diese beschließt soeben, sich nach einigen Dehnübungen aus dem Staub zu machen (hier staubt es tatsächlich, wie man auf dem Foto ein bisschen erkennen kann).
Sie marschiert davon,
legt sich etwas unschlüssig nochmal kurz hin
und verschwindet dann aber nach oben.
Nun können wir uns den beschaulicheren Dingen des Nachmittags widmen 🙂 – dies dann aber erst im nächsten Kapitel! Es handelt sich hauptsächlich um Elefanten, nichts Spektakuläres - aber erstens habe ich die Fotos davon noch nicht aussortiert und zweitens will ich sie jetzt nicht noch schnell hier dranklatschen, sondern den Dickhäutern als würdigen Abschluss eines Chobetages ein eigenes kleines Kapitel widmen 😘 .
Liebe Grüße von Bele
Teil 3415. Okt. 2018
30.08.2018 - Spazierfahrt am Nachmittag / Chobe Riverfront / der Rest
Stop, bevor die Elefanten die Bühne betreten erfreuen wir uns noch einmal an den Impalas im Abendlicht (es ist schon nach 17 Uhr) – die Diteko vor allem wegen ihrer Eleganz bewundert und liebt.
Aber dann widmen wir den Rest des Tages den Dickhäutern, die den Chobe unteranderem so berühmt machen.
Links vom Weg am Wasser bewegt sich eine Herde langsam vorwärts.
Rechts vom Weg frisst dieser Dicke genüsslich das Gebüsch.
Die ganze Zeit über während wir die Elefanten beobachten, rangeln diese beiden miteinander. Diteko lacht und meint, so wäre das daheim bei ihm mit seinen Brüdern auch gewesen – immer ausprobieren, wer der Stärkere ist.
Dieser kleine Rüsselschwenker scheint das Leben zu genießen
Falsch Richtung 😄 Eigentlich bewegt sich die Herde nach Osten...
An der Stelle, wo der Dicke ganz alleine frisst, biegt plötzlich ein Fahrzeug um die Ecke und der arme Kerl erschrickt sich fürchterlich.
Zum Glück richtet er seinen Adrenalinschub nicht gegen das Auto, sondern sucht sein Heil in der Flucht und schließt sich wieder der Herde an.
Dort wird fröhlich weitergerangelt
Die Elefanten ziehen gemächlich gen Osten.
Danke liebe Schakale, mit euch hatten wir viel Freude dieses Jahr – von Beginn an in der Nxai-Pan!
Chobe at its best: Vögel am Himmel und am Boden, Schakale, Elefanten, Wasser und dazu dieses Licht….
Viertel vor Sechs dreht die Herde ab zum Trinken – tschüss und hoffentlich auf Wiedersehen, wenn auch sicher nicht nächstes Jahr.
Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir unser Camp. An diesem Abend sind wir etwas traurig 🙁 – es war unser letzter richtiger Game-Drive - und unser letztes gemeinsames Abendessen in dieser Zusammensetzung 😮 . Barbara, Mona und Karsten fahren nicht mit uns nach Livingstone, sondern nach Vic Falls, und zwar getrennt (zumindest dachten sie das) d.h. Barbara müssen wir morgen am Airport und die beiden anderen im Ort absetzen, wo sie jeweils für den Transfer nach Zimbabwe abgeholt werden. Schlussendlich werden sie dann aber doch im selben Fahrzeug sitzen…. TIA…. 😗
Allerdings ärgern sie sich, dass sie die Reise am Ende so geplant haben – viel lieber würden sie mit uns zusammen nach Sambia fahren – und wir hätten sie auch gerne weiter an Bord.
Nach dem Essen sitzen wir alle am Lagerfeuer zusammen und es werden diverse Abschieds- und Dankesreden gehalten. Diteko betont, dass es ganz und gar nicht normal ist, wie viel wir auf dieser Reise gesehen haben und erleben durften – und es ist ihm sehr wichtig, dass wir kapieren, dass er dies nicht nach jeder Tour sagt. Sondern dass er es ernst meint, wenn er sagt, dass auch er noch nicht oft so viele Sichtungen in so kurzer Zeit hatte und dass dies etwas ganz Besonderes sei.
Etwas wehmütig verkriechen wir uns nach dem einen oder anderen Gin Tonic, Bier und Savanna zum letzten Mal in unsere Zelte. Gute Nacht!
Teil 3518. Okt. 2018
31.08.2018 - Von der Chobe Riverfront nach Livingstone / Teil 1 (Tschüss Botswana 🙁 )
Ein letztes Mal bauen wir unser Camp ab – wie traurig 🙁 . Simi, DT und Lawrence sind natürlich schon wieder einiges vor uns aufgestanden, haben ihre Zelte bereits abgebaut, Feuer gemacht, Wasser aufgesetzt.
Da wir inzwischen ja wirklich ein eingespieltes Team sind, befinden wir uns kurz nach 6.30 Uhr auf dem Weg nach Sambia….grob gesagt 😉 . Wir werden zunächst den Chobe NP über das Sedudu-Gate verlassen, dann in Kasane noch tanken, was für uns parallel shoppen bedeutet 😮 und dann den Trailer und – viel schlimmer 😵 – Lawrence in der Chobe Big Five Lodge absetzen, wo sich für ein paar von uns (Christine, Reni und mich) der Kreis dann auch wieder schließt.
Aber noch sind wir im Chobe NP und man mag es kaum glauben – aber auch heute haben wir noch einmal Löwenglück 🤩 . Unser Daily Lion kommt heute in einer größeren Gruppe daher – ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, ob es 8 oder 9 Löwen waren, da die Lage etwas unübersichtlich und das Licht dazu noch sehr schlecht war (was mich ein bisschen traurig macht, denn gerade die letzten Löwen der Reise hätte ich doch gerne schöner verewigt 🙁 ).
Egal – wir können es kaum fassen, als wir diese Löwendame links von uns stehen sehen
– zeitgleich gibt es auch noch Bewegung auf dem Weg vor uns.
Nach und nach betreten drei Löwinnen und ein relativ junger Löwenmann die Bühne.
Man gähnt und streckt sich und begrüßt sich ganz entspannt und liebevoll und verteilt sich dann auf der Ebene – es wirkt wie die Erwachsenen einer Großfamilie, die gerade erwacht ist, sich ganz gechillt auf die Terrasse begibt, mal schaut, wie das Wetter ist, sich fragt, wer bereit ist Kaffee zu kochen
– und dann bemerkt, dass es mit der Ruhe bald vorbei sein könnte 😮 😄 .
Denn jetzt (die Fotos sind chronologisch angeordnet) überqueren noch Löwenkinder die Straße und suchen nach ihrer Mutter.
Diese begibt sich zurück in ihre Richtung, dabei wird sie von eine Freundin/Schwester/Tante spielerisch belauert und angefallen.
Er hier schaut sich das ganz gemütlich aus der Ferne an – bloß in nichts reinkommen. 😎
Die Kleinen sind auf den Fotos abgesehen von ihrer Mutter in Begleitung einer anderen Löwin, die selbst auch mit der Mutterlöwin schmust. Ob dies diejenige ist, die sie gerade angesprungen hat oder eine andere (ich tendiere zu zweitem, weil sie mir kleiner vorkommt) , weiß ich nicht (mehr).
Ihr wird es mit den vier kleinen Rackern aber wohl schnell zu bunt und geht.
Die Kleinen werden geputzt
und tatschen im Gegenzug ständig mit ihren Pfoten an ihrer Mutter herum, was sie leicht genervt über sich ergehen lässt
Offensichtlich haben sie auch Durst.
Allerdings beschließt Mama Löwe, dass dies nicht der richtige Platz zum Stillen ist und führt sie ein Stück weiter.
Dort können wir sie zwar kaum mehr sehen (was ja auch schon vorher recht schwierig war, wie man an den Fotos erkennen kann) – aber dafür hören 😘 . Eine Mischung aus Schmatzen, Fiepsen und Schnurren – es gibt wohl kaum einen netteren Abschied aus Botswana !! Sogar die Löwin winkt noch schnell mit ihrem Hinterbein 😉 .
Wir stehen unter Zuckerschock, als wir nun endgültig Richtung Ausgang fahren. Auf dem Weg trifft uns fast der Schlag – uns kommt eine endlose Schlange von Game-Drive-Fahrzeugen entgegen. Ich wusste, dass dort viel unterwegs ist – aber soooo viel? Ein Anblick des Grauens – den ich euch aber ersparen werde, bzw. muss, weil ich das nicht fotografiert habe! Vermutlich habe ich absichtlich auf die andere Seite geschaut, um das Elend nicht ertragen zu müssen.
Am Airport setzen wir dann Barbara ab. 🙁 🙁 🙁
Wenn ich mich recht erinnere, sehen wir danach (und nicht vor dem Airport) noch einmal Elefanten – eine kleine Herde überquert die Straße nach Kasane – unser Sichtungsglück will uns einfach nicht verlassen 🙂 .
Danach verabschieden wir uns von Mona und Karsten im Ort 🙁 🙁 🙁 und dann muss unser Landcruiser aufgefüllt werden, was laut Diteko eine längere Angelegenheit werden kann (ich muss natürlich sofort an den Doppeltank der Eulenmuckels letztes Jahr denken).
Wir schlendern solange durch die Straßenbuden und erstehen dies und das (Handyfoto).
Zurück an der Tankstelle sehen wir das Ergebnis der Tankaktion: 248 Liter hat unser Landcruiser geschluckt!
Tja, und dann habe ich keine Fotos mehr von diesem Tag auf der Speicherkarte, weder vom Abschied von Lawrence, noch von der Fähre nach Sambia, geschweige denn von den Victoria Falls. Woran ich mich noch erinnern kann ist, dass ich auf der Fahrt ewig lange geschlafen habe. Somit übergebe ich für den Rest des Tages an Reni! Am nächsten, dem Rückreisetag, melde ich mich dann wieder zu Wort.
Rennade - it's your turn 😛 😄 🤪
Teil 3620. Okt. 2018
sabre63 schrieb:
Berichte bitte mal unbedingt, wenn du etwas über den Werdegang der Löwenkinder in Erfahrung gebracht hast.
tigris schrieb: Danke fürs Mitnehmen auf Eure Löwentour - auch mich interessiert brennend, ob Diteko die 5 nochmal getroffen hat.
Leider habe ich seit ein paar Minuten schlechte Nachrichten - Simi, die gerade wieder mit Diteko in der Khwai Region unterwegs ist, hat ein Foto gepostet mit zwei Löwinnen und nur einem Kleinen und Diteko hat mir auf meine Nachfrage, ob das "unsere" Löwinnen sind, geschrieben:
yes its true and its a sad story.. the lioness got only one cub left.. i did confirm again with sango guides
Traurige Grüße von Bele - aber so ist die Natur nun mal 🙁
Teil 3721. Okt. 2018
01.09.2018 – Von Livingstone nach Frankfurt
Obwohl wir heute keine Zelte abbauen müssen bin ich schon vor 7 Uhr unterwegs.
Der Maramba River liegt ruhig im Morgenlicht
und auf den Bäumen turnen schon die Affen herum.
Dies ist auch der Grund, warum wir leider nicht auf der Terrasse frühstücken können 🙁 – dort sind die Langfinger in großen Mengen unterwegs.
Wir lassen es uns trotzdem schmecken – hier kann man sich ja diverse Eierspeisen zusätzlich zum Büffet bestellen.
Dann zieht es uns aber nach draußen – wir packen in unserem Zelthäuschen, in dem es uns gut gefallen hat, alles zusammen und versuchen, aus der Wartezeit bis zum Abflug das Beste zu machen.
Dies gelingt uns in Perfektion – wir verbringen einen mehr als genüsslichen Vormittag auf dem Gelände der hübsch angelegten Lodge – nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich heute noch so viel fotografieren werde 😮 !
Man hat von den verschiedenen Terrassen der Lodge (hier die Bar) einen wunderschönen Blick auf den Fluss und das gegenüberliegende Ufer.
In der Luft herrscht reger Flugverkehr
Hammerkop
African Jacana
African Grey Hornbill
Den-haben-wir-daheim-auch (Grey Heron)
Auf einem Ast über dem Wasser sitzt ein Striated Heron an (früher hieß der Greenbacked Heron, so habe ich ihn noch kennengelernt)
Reni entdeckt am anderen Ufer einen „guckmal, da sitzt äbbes, i glaub en großer Vogel“ 😄 . Um genau zu sein: ein Goliath Heron. Ich bin im Glück 🙂 – die gefallen mir ganz besonders und bisher habe ich die immer nur so im Vorbeifahren oder weit weg gesehen. Hier lehnt man sich gemütlich an das Geländer und kann den Reiher in Ruhe beobachten.
Schau rechts,
schau links,
schau grade aus ,
dann kommst du im südlichen Afrika gut nach Haus. Das mit dem Geradeaus muss er noch ein bisschen üben…. 😄
Ich versuche derweil dieses juvenile African Jacana zu erwischen, was ein ziemliches Geduldsspiel ist.
Aber wir haben ja Zeit und Spaß macht es auch!
Zum Glück schaue ich immer mal wieder rüber zu Goliath – und siehe da, er bekommt plötzlich diesen leicht irren Ausdruck im Gesicht und die Federn stehen ihm zu Berge. Ich liebe dieses Bild 🤩 😘 !
Dann macht er einen langen Hals
und hebt ab!
Vorbei an einem Krokodil (das ich erst beim Fotosichten entdeckt habe)
schwebt er über den Maramba River. Solche Fotos von einem meiner Lieblingsvögel noch am letzten Tag - ich bin überglücklich 🙂 🙂 🙂 !
Auf dem Ast des Striated Herons sitzt eine halbe Stunde später ein Brown-hooded Kingfisher.
Ups – saß ein Brown-hooded Kingfisher 😄
Im dichten Bewuchs am gegenüberliegenden Ufer bemerke ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung – ach wie schön, irgendwo da drüber ist ein Elefant. Egal, auch wenn man ihn kaum sieht – einen Elefanten am letzten Tag hatte ich wirklich nicht erwartet!
Nach dem jungen Blatthühnchen ist jetzt das erwachsene dran
Ich bin fasziniert von seinen riesigen ….ähhh….wie sagt man da 😕 (Hilfe Matthias!) …Füßen (?). Auch wenn ich das African Jacana schon oft gesehen habe – so in Ruhe konnte ich es doch noch nie betrachten.
Mal ehrlich – das sieht schon fast irgendwie gruselig aus, diese spirreligen Krallen - oder???
Es ist 9 Uhr durch und wir gehen ein letztes Mal zu unserem netten Zelthäuschen, wo es uns gut gefallen hat. Über solche Kleinigkeiten, dass z.B. das Wasser im Waschbecken nur tröpfchenweise abfließt, muss man einfach hinwegsehen – Location beats luxury 🙂 🙂 .
Wir bringen unser Gepäck zur Rezeption und als wir wieder Richtung Wasser spazieren, weisen uns Angestellte darauf hin, dass auf Höhe des Restaurants ein Elefant am anderen Ufer zum Trinken kommt.
Und tatsächlich – was für ein Abschiedsgeschenk: nicht nur ein Elefant, sondern gleich mehrere stillen ihren Hunger
und Durst hier.
Wir betrachten zusammen mit Pascale und Philippe dieses Schauspiel
Als Bonus gibt es zwischendurch noch einmal einen Brown-hooded Kingfisher.
Der Blick auf den Maramba River ist einfach herrlich!
Und ein Abschiedsfoto muss natürlich auch sein!
Leider bekomme ich dann eine Mail von SAA, dass unsere Maschine Verspätung hat. Trotzdem werden wir uns aber zum vereinbarten Zeitpunkt auf dem Weg zum Flughafen machen, denn die Bush Ways Crew (Diteko und Simi) muss heute ja noch zurück nach Kasane.
Nun folgt also das, was ich gar nicht liebe 🙁 : Verabschiedung! Zunächst nur von Christine, die noch einen Tag länger bleibt. Auch Lilianne und Alain sind noch hier, aber momentan auf einem Ausflug – ihnen haben wir uns schon gestern nach dem Abendessen adieu gesagt. Wir fahren also als kleines Grüppchen zum Airport – und dann nochmal 😣 : tschüss, ade, hoffentlich auf Wiedersehen Simi und Diteko!
Beim Einchecken gibt es dann nochmal ein typisches Fabienne-Erlebnis 😈 . Sie steht vor mir in der Schlange und ich kann über ihre Schulter einen Blick auf ihre Unterlagen werfen, die sie in der Hand hat. Dezent weise ich sie darauf hin, dass sie nicht mit SAA, sondern mit BA nach Johannesburg fliegt. Bitte einen Schalter weiter rechts anstehen. Uhhhh, na soooowas 😮 !
Dann kommt das Band, auf das man sein komplettes Gepäck zum Durchleuchten hochlupfen (gibt es ein passendes hochdeutsches Wort dafür 😐 ?) muss. Fabienne wartet, dass Ihr Gepäck von alleine hochspringt 😛 – oder noch besser, dass ihr jemand hilft. Ratlos schaut sie um sich - es ist zum Schreien komisch und Renate und ich schauen uns grinsend an und verdrehen die Augen 🤪 . Unsere Hände haben wir fest in den Hosentaschen, nicht dass diese reflexartig zugreifen 😗 . Man braucht schon etwas Selbstbeherrschung, um das auszuhalten.... 😎 Als wirklich gar nichts passiert und die Angestellten am Band schon komisch kucken, weil kein Gepäck mehr kommt, nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Und schau mal – das geht doch!!
Renate meint nur: „Die isch vermutlich schon ihre ganzen 65 Jahre so durchs Leben gekommen – da wird sie sich doch für den Rest ihres Lebens nicht mehr ändern!“ 😄
Durch die Verspätung kommen wir in den Genuss einer gemütlichen Kaffeestunde – und wenn ich gemütlich sage, dann meine ich das auch so. Renate hat zum Glück blitzschnell die letzten komfortablen Sessel in dem Café für uns besetzt - gar nicht schlecht, wenn man eine so junge und fitte Kollegin dabei hat 😘 !
Nach dem Start Richtung Johannesburg geht dann meine Rechnung auf – ich hatte nachgeschaut, auf welcher Seite wir die Sitzplätze letztes Jahr hatten und auch dort gebucht – und siehe da: wir sehen tatsächlich noch die Victoria Fälle. Perfekt.
Der Rest ist schnell erzählt, den (durch die Verspätung des ersten Fluges) etwas verkürzten, aber immer noch ausreichenden Aufenthalt in Johannesburg bringen wir mit Shoppen (leider nicht sonderlich erfolgreich für Reni) und Kaffeetrinken hinter uns, auf dem Rückflug können wir etwas besser schlafen als auf dem Hinflug, Essen (vegetarisch und daher als erste bekommen) und Service finde ich voll okay. Selbst die Deutsche Bahn verkneift es sich, unserer perfekten Reise noch am Ende einen Misston hinzuzufügen – und so kommen wir planmäßig daheim an. Außer ein paar technischen Pannen im/am/um’s Haus während meiner Abwesenheit ist alles bestens und meine Katzen, die mal wieder meine liebe Schwester versorgt hatte, begrüßen mich gesund und munter.
Ja, und dann habe ich am selben Tag meinen nächsten Afrikaflug gebucht 🤪 und mich ans Berichtschreiben gemacht.... Zum Abschluss wird es noch ein Fazit geben – bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 3821. Okt. 2018
So so, Ihr meint also, Ihr kommt ohne mein Fazit davon 😛 😄 ! Nein, ein paar salbungsvolle Worte müssen schon sein 😎 ! Auf eure diversen Anmerkungen gehe ich später ein..... Fazit
Eigentlich gibt es nicht viel mehr zu sagen, als das, was Reni schon schrieb 🤪
Es war meine bisher rundeste Bushways-Tour. Da hat irgendwie alles gestimmt. Und was mich natürlich am meisten freut: dass es Reni so gut gefallen hat 🙂 ! Wenn man so eine Reise anzettelt, hat man ja immer ein paar Bedenken, ob man den anderen nicht falsch eingeschätzt hat und dieser (in diesem Fall diese) einen nach der Reise hasst 😵 ! Aber sie war immer gut drauf und wir hatten mindestens so viel Spaß wie das ganze restliche Jahr über zusammen.
Unsere Mitreisenden waren wirklich klasse – eine bunte Mischung mit sehr interessanten und netten Leuten. Fabienne hat uns nicht die Stimmung versaut, sondern uns nur ab und zu erstaunt und verwundert aus der Wäsche kucken lassen. Und ja klar, so ein bisschen Lästern hat auch allen Spaß gemacht 😎 . Dafür war sie ein dankbares Opfer (wenn Karsten und Mona dieses Wort jetzt lesen, müssen sie sicher herzhaft lachen!). Ich war außerdem happy, mal wieder ausgiebig französisch quasseln zu können.
Zum Thema ÜbersetzerIn (weil mich ja jemand gebeten hatte, genauer hinzuschauen) : es ist beileibe nicht so, dass man gemütlich im Fahrzeug sitzt, schöne Fotos und übersetzten Smalltalk macht. Nein, der/die ÜbersetzerIn packt mit an, wo immer es sein muss, steht also auch noch früher als die Gruppe auf, denkt mit und ist auch immer ein bisschen mit verantwortlich - hat aber natürlich den Anweisungen des Guides Folge zu leisten.... Er/sie lernt immer dazu. Simi hat sich ein Wörterbuch angelegt für alle Fachausdrücke, die sie auf Französisch braucht, welches sie ständig erweitert. Außerdem hat sie ein handgefertigtes Heft mit den gängigen Vogelarten und auch Säugetieren dabei. Aber auch da muss man natürlich wissen, wo man suchen muss. Einiges an Vorwissen in Sachen afrikanische Tierwelt sollte man haben, wenn man sich für diesen Job interessiert. Simi war – wie ich schon weiter vorne geschrieben habe – ein echter Glücksgriff (über Diteko und Lawrence hat Reni schon genau das gesagt, was ich auch denke).
Zu den Campsites, bzw. Regionen:
Generell: ich habe es wieder unglaublich genossen, meistens auf diesen HATAB-Campsites zu sein! Es gibt nichts Schöneres!
Nxai Pan: da war ich das erste Mal und es hat mir sehr gut gefallen – kein Wunder nach dem Gepard im Morgenlicht 😉 . Aber auch sonst….. es war sehr leer bei uns (also in Sachen Touristen). Auf Baines Baobabs war ich nicht gut vorbereitet – ich hatte nur diese Bäume erwartet. Viel mehr geflasht hat mich aber diese Salzpfanne 🤩 !
Mokoro Tour: das war der Teil, der mir irgendwie am wenigstens gefallen hat, wenn man das Wort weniger gut auf diese Tour überhaupt anwenden kann. 2014 fand diese Mokorogeschichte am Panhandle statt und war viel einsamer und ursprünglicher. Den Teil würde ich bei einer nächsten Tour auslassen und lieber mal irgendwo einfach ein paar Stunden Mokoro fahren.
Maun und Kaziikini sind ein notwendiges „Übel“ – eben Public Campsites. Voll okay – aber auch das würde ich versuchen auszulassen, wenn möglich.
Moremi(Xini Area/Third Bridge/Xakanaxa): ohne Worte – ein Traum (vor allem natürlich MGR08) 😘 .
Khwai North Gate : sehr einsam gelegene Campsite, tolle Sichtungen – Khwai eben 🙂 ! Zum Glück haben wir von dem Rummel dort wenig mitbekommen – als wir aber über North Bridge raus aus dem Moremi gefahren sind, stand dort schon eine kleine Schlange. In der Khwai Concession waren wir nur kurz, da kann ich wenig über den Verkehr dort sagen. Auf Maghoto werden wie gesagt Ablutions errichtet – ein Bekannter, der neulich dort war, hat mir erzählt, dass sie wohl im November in Betrieb gehen sollen.
Savuti: nach meinen Erfahrungen von letztem Jahr (Frühjahr: Zweizwei statt Savuti 🤢 , Sommer: unschöne Campsite und wenig Sichtungen) hatte ich null Erwartungen. Und fand es im Endeffekt super! Diteko hat es mal wieder geschafft, so zu fahren, dass wir wenig von den vielen Fahrzeugen mitbekommen haben. Dafür viel von den Tieren 😗 .
Chobe: mal wieder eine positive Überraschung – obwohl ich jedes Jahr sicher bin, dass es jetzt endlich ganz schrecklich wird. Toll war sowohl der Teil am Anfang der Reise (vor allem unsere private Bootstour mit Mike) als auch der am Schluss. Da war Diteko mein Held, weil er es irgendwie hinbekommen hat, uns ein Einsamkeitsfeeling zu bieten. Wo bitte waren die ganzen Game-Drive-Fahrzeuge??? 😐
Maramba River Lodge: es war ein Genuss, (nicht ganz unerwartet, weil es mir ja schon letztes Jahr gut gefallen hat) - und hat natürlich zu unserer Wahnsinnsreise genau gepasst 🙂 .
So, und jetzt zu dem – aus meiner Sicht vermeintlichen – Problem mit Renate und den vielen Sichtungen. 🙄
1. Sie kann sich jetzt entspannt zurücklehnen, denn sie hat schon ganz viel von dem gesehen, was es auf so einer Reise zu erleben gibt.
2. Vielleicht geht es ihr bis zur nächsten Reise auch wie mir. Ich merke immer mehr an meinen Reaktionen, sei es vor Ort oder beim Lesen von anderen Reiseberichten, dass ich inzwischen nicht mehr nach Afrika fahre, um möglichst viele Tiere zu sehen bzw. "abzuhaken". Ich habe keine Lust, Leoparden zu zählen und Statistiken über Vögel aufzustellen. Es stehen ganz viele andere Dinge im Vordergrund – da ist erstmal der dauernde Aufenthalt in der Natur, in der frischen Luft und die verschiedenen Gerüche. Dann das Schlafen im Zelt, wenn möglich mit Tiergeräuschen. Das Gemeinschaftserlebnis, wenn man das Glück hat, mit netten Leuten unterwegs zu sein. Das Suchen nach Tieren, die Spannung, ob man welche findet. Ich will nicht über sie drüberstolpern… Manchmal auch ein bisschen der Nervenkitzel – es gibt immer wieder Situationen, wo ich mir nicht 100%ig sicher bin, dass sie gut ausgehen. Das Kennenlernen von neuen Gegenden und die Freude darüber, in bekannte zurück zu kehren. Das gilt nicht nur für Bush Ways Touren, sondern eigentlich für meine letzten 4 Reisen - und auch für die bereits gebuchte für nächstes Jahr und für die angedachte 2020.....
Du siehst, Reni, unserer Planung steht nichts im Wege 🙂 – ich hoffe, wir schaffen es in den Herbstferien, mal konkreter zu werden. Danke, dass du dich dieses Jahr auf dieses dir unbekannte Wagnis eingelassen hast 😘 😘 😘 – ich freue mich schon auf unsere nächste gemeinsame Reise!
Allen, die mitgelesen haben, allen die den Dankebutton gedrückt haben und vor allem allen, die sich mit Kommentaren beteiligt haben, möchte ich hiermit einmal mehr versichern, dass es mir wohl keinen Spaß machen würde, einen Reisebericht einfach so für mich vor mich hinzuschreiben (auch wenn er schlussendlich schon für mich, bzw. für uns gedacht ist).
Danke schön 😘 und liebe Grüße von Bele !
P.S.: Achja, noch etwas zur Reisezeit. Ich habe ja lange gehadert, dass ich immer so auf August/Anfang September festgenagelt bin durch die Schule. Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass es ein perfekter Monat für Botswana ist. Klar, man friert morgens im offenen Fahrzeug, aber das ist absehbar und mit richtiger Kleidung auch echt kein Problem. Dafür gibt es jede Menge Vorteile (keine Moskitos, nicht so heiß, klare Luft, viele Tiere, Ende August beginnen die Akazien zu blühen und die Carmine Bee-Eater sind auch so langsam da. Okay, Mitte September könnte ich mir auch noch vorstellen, aber ansonsten bin ich echt zufrieden mit meinem Zwangsurlaubsmonat!