Obwohl unsere letzte Reise nun tatsächlich bereits einige Monate zurückliegt, mache ich mich nun doch noch ran, ein paar Zeilen dazu zu verfassen... Schließlich war es ein etwas anderer und auch ein sehr besonderer Urlaub für uns! 😄 😗
Hier aber erstmal die Fakten:
Unsere Reisezeit:
27.10.17 - 20.11.17
Unsere Stationen:
De Kelders - Haus Giotto Swellendam - Cornfields River B&B Oudtshorn - B&B on Church Karoo NP - Sanparks family cottage Graaf Reinet - Karoorus Mountain Zebra NP - Sanparks family cottage Addo Elephant NP - Safari tent Cape St. Francis - Chokka Trail Plettenberg Bay - Angels rest farm Kap Agulhas - Sanparks family cottage Kapstadt - Cape Paradise Lodge
Geflogen sind wir (zumindest der Großteil von uns) mit Eurowings ab Düsseldorf und ab Zürich weiter mit Edelweiss Air bis nach Kapstadt.
Ab dort stand uns ein fast nagelneuer und geräumiger VW T5 für die folgenden 4.000 Landkilometer zur Verfügung.
Zurück ging es dann mit der Lufthansa von Kapstadt bis nach Frankfurt und von dort (für die meisten von uns) weiter mit dem Zug.
Zur Erklärung:
Normalerweise reisen wir, Markus und ich, seit 2012 immer wieder gemeinsam ins südliche Afrika, da auch uns der Virus infiziert hat und nicht loslassen will.... 🤪
Bei unserem letzten Urlaub war jedoch einiges etwas anders als sonst:
Ursprünglich war eine längere gemeinsame Reise für 2017 geplant. Da ich jedoch nicht meinen kompletten Jahresurlaub auf einen Schlag nehmen wollte/konnte, zog Markus seine 6-wöchige S.A. Reise zum Teil alleine durch. Er startete also bereits am 10.10. in Richtung Johannesburg und verbrachte gut zwei Wochen ohne mich im Kruger NP. 🤪
Ich startete 2,5 Wochen später in Richtung Kapstadt. Mit dabei: Markus' Mutter Renate (67) sowie meine Mutter Waltraud (76). 🙂
Die Reise war von uns natürlich wieder von langer Hand geplant worden und zugegebener Maßen war ich diejenige, die 1,5 Jahre zuvor bezüglich Markus' Idee ziemlich skeptisch war... 😎 Ein gemeinsames Wochenende ist ja okay, aber gleich eine Fernreise?! 😕 Im Laufe der Zeit gefiel mir der Gedanke dann doch und die Ideen reiften...
Wir wollten den beiden Müttern zeigen, warum es uns immer wieder in dieses wunderschöne Land zieht. Wichtig war uns dabei, dass es für sie eine möglichst abwechslungsreiche und trotzdem auch für uns eine interessante Tour wurde und dass das Malariarisiko so gering wie möglich ist. Von daher entschieden wir uns für die Karoo und Kapregion. Einen Teil hatten Markus und ich bei unserer ersten Reise 2012 bereits "angekratzt", aber es gibt dort es so viele Stellen und Orte, die wir entweder noch einmal oder aber endlich einmal sehen wollten.
Aus den ursprünglich angedachten 2 Wochen wurden somit 25 Tage bzw. Nächte... 😗
Das in S.A. bekanntlich häufig die Sonne scheint, ist in diesem Bericht natürlich berücksichtigt und so kann er mit einem "Klick" auf die Sonne oben rechts auch ohne Kommentare gelesen werden... 😎
Also, Platz haben wir und wer Lust hat, kann gerne mit einsteigen.
Viele Grüße, Nadja
Teil 202. Apr. 2018
26./27.11. - Anreise und großes Wiedersehen in Kapstadt
Wie so oft vorm Urlaub, arbeitete ich am letzten Tag noch - ein eindeutiger Vorteil der Nachtflüge... 😉 Um halb fünf ging es dann mit etwas Muffensausen per S-Bahn zum Flughafen nach Düsseldorf. Obwohl ich wusste, dass sowohl meine Mutter Waltraud, als auch Markus' Mutter Renate bereits rechtzeitig am Flughafen waren, wurde mir langsam aber sicher bewusst, dass die Verantwortung, die beiden Damen sicher nach Kapstadt zu bringen nun irgendwie in meiner Hand lag... 😕
Der Online Check-in bei Eurowings hatte am Vorabend ohne Probleme geklappt. Nur bei Edelweiss Air war ich nicht weiter gekommen... D.h. ich war eingecheckt (obwohl ständig eine Fehlermeldung kam), nur für die beiden Müttern bestand keine Chance ein Onlineticket zu erstellen. 😮 OMG! Die Vorstellung, Markus in Kapstadt am Flughafen erklären zu müssen, dass unsere Mütter ggf. erst einen Tag später in Kapstadt eintreffen würden, verursachte leichte Hitzewellen in meinem Körper... 🙄 😣 😗
Mit etwas Verspätung ging es von Düsseldorf nach Zürich. Die weiteren Tickets sollte ich dort am Transferschalter erhalten - easy also! 😎 Zu diesem Zeitpunkt wussten wir jedoch nicht, dass an diesem Schalter anscheinend nur "Problemfälle" bearbeitet wurden... Lange Rede, kurzer Sinn - nach 1,5 Stunden Hin- und Hergelaufe, passierten wir die Zollkontrolle einfach ohne gültige Tickets und erhielten am Gate unsere Tickets auf die letzte Minute.... 😏 Drei Plätze nebeneinander gab' es natürlich nicht mehr, der Flieger wäre proppenvoll, wurde uns erklärt. "Egal, Hauptsache, wir kommen alle mit!!!" Warum zwischen Renate und mir schließlich ein Platz frei war und meine Mutter eine Reihe hinter uns saß hinterfragten wir nicht mehr... 😛
Bis auf diese kuriose Ticketgeschichte, verlief der Flug ruhig und entspannt. Der Service war aufmerksam und das Essen (mit wunderbarem frischem Baguettebrot) war sogar recht gut! 🙂 Pünktlich landeten wir bei strahlendem Sonnenschein in Kapstadt.
Die Immigration verlief zügig und auch unsere Koffer erhielten wir allesamt nach kürzester Zeit. Die Wiedersehensfreude war groß, als Markus uns in der Ankunftshalle empfing.
Er war bereits einen Tag vorher von Johannesburg nach Kapstadt geflogen, hatte das Auto übernommen und ein paar Basics eingekauft. Vom Flughafen aus ging es somit für uns direkt weiter in Richtung De Kelders.
Kapstadt zeigte sich von seiner besten Seite und wir hofften insgeheim, dass wir auch zum Ende unserer Reise nochmal ein ähnliches Wetter erleben würden, damit der geplante Besuch des Tafelberges nicht flach fiel... 😗
Unsere erste "Sichtung" - für uns fast normal - für unsere Mütter jedoch spektakulär! 🤩
Da wir gut in der Zeit lagen, legten wir am Weingut Raka, in der Nähe von Stanford, eine Pause ein und genossen die afrikanischen Sonnenstrahlen bei ein paar guten Tropfen sowie Käse und Cräckern. Zwei Kartons Wein wanderten anschließend in den großzügigen Kofferraum unserers VW... 😎
Um kurz nach drei kamen wir schließlich in De Kelders an. Diesen Ort hatten wir bewusst an den Anfang der Reise gelegt, um die Chance auf Walsichtungen zu erhöhen...
Noch bevor wir im Guesthouse eincheckten, fuhren wir weiter bis zu dem kleinen Parkplatz am Meer, von wo aus wir die großen Riesen des Meeres direkt sehen konnten. Es war toll und wir konnten uns gar nicht losreißen!
Im Haus Giotto wurden wir von den Besitzern, Gina und Otto, kurze Zeit später herzlich empfangen. Das hübsche B&B verfügt über nur drei Zimmer und hat dadurch eine sehr persönliche Note. Von Vorteil war zudem, das Gina und Otto aus Namibia stammen und sich unsere Mütter zum Start dieser Reise mit ihnen gut verständigen konnten.
Wir machten uns kurz frisch, zogen uns um und machten uns nochmal zu Fuß auf den Weg zum Meer, um uns die Füße zu vertreten und nach den Walen zu schauen.
Alle vier waren wir glücklich - was für ein gelungener Start in den Urlaub!!! 🙂
Zum Abendessen fuhren wir ins Boathouse nach Gansbaai - ein rustikaler Pub mit lokalem Publikum. Mehr wollten wir an diesem Ankunftstag nicht... Es gab Muscheln in Knoblauch und wahlweise Calamaris und Yellowtail für uns, dazu ein kühles Bier.
Anschließend fielen wir müde, satt und glücklich in unsere Betten. 😘
gefahrene Kilometer: 228
Teil 302. Apr. 2018
29.10.2017 - Wir bleiben in De Kelders und wandern die Küste entlang
Nach einer erholsamen Nacht, weckte Markus mich gegen sieben Uhr - die Sonne schien bereits und es sollte ein schöner Tag werden! Auch unsere Mütter hatten ihre erste Nacht in Afrika gut überstanden und so trafen wir uns um acht und es gab ein leckeres Frühstück, zwei weitere Gäste waren ebenfalls da und somit war das B&B "ausgebucht". 😄 Gina gab uns noch ein paar Tipps für die Wanderung mit, die auf unserem Tagesplan stand - Otto war derweil für die Eierspeisen zuständig!
Um halb zehn machten wir uns - gut gestärkt - auf den mittlerweile schon bekannten Weg...
Von dem Parklplatz ging es einen kleinen Pfad hinab und dann immer der Küste entlang. Die Walfamilien tummelten sich bereits wieder in der Walker Bay... Ich lasse hier einfach mal Bilder sprechen...
Wie man sieht, wurde es auch direkt angenehm warm, sobald man etwas geschützt war... 😄
Auch die kleinen Dinge mussten festgehalten werden! 😉
Schließlich ging es ein Stück hinab, zu dem Eingang der Klipgat Caves.
Nach einem weiteren unwegsamen Stück über die Felsen erreichten wir schließlich den langen Sandstrand...
Den weitläufigen Strand hatten wir für uns alleine und mittlerweile war es schon ordentlich warm geworden, denn die Sonne brannte vom Himmel.
Sogar eine "Sichtung" hatten wir am Strand... 🤩 Eine kleine Robbe war auf dem Weg ins Wasser. Renate hatte leider so ein Tempo drauf, dass sie davon nix mitbekam... 😄
Dafür ergatterte sie sich den schönsten Platz auf dem Felsen!
Blick zurück nach De Kelders.
Auf dem Rückweg folgten wir einem anderen Pfad und sahen viele schöne Pflanzen und Blumen.
Auch ein heruntergefallenes Webervogelnest konnten wir näher bestaunen.
Passend zur Kaffee- und Kuchenzeit kehrten wir zurück und ergatterten nach kurzer Wartezeit einen Terrassenplatz im "Cafe on the Rocks". Käsekuchen, Savanna und Wale im Hintergrund... gibt es etwas besseres?!
Den weiteren Nachmittag verbrachten wir im B&B, schrieben Tagebuch, studierten die weitere Wegstrecke und entspannten einfach. Waltraud und ich machten nochmal eine kurze Stippvisite bei den Walen, die jedoch am Nachmittag rar machten...
Dafür entdeckten wir unseren ersten Dassie.
Markus machte mit seiner Mutter währenddessen noch eine Wanderung in die andere Richtung De Kelders, damit wir nicht direkt am ersten richtigen Urlaubstag alle gemeinsam einen "Familienkoller" bekamen... 😛
Für sieben Uhr hatten wir bereits Wochen vorher über Gina einen Tisch im Kloeks@home reservieren lassen.
Pünktlich und hungrig standen wir vor der Tür... Mit dabei: zwei Flaschen Rotwein vom Weingut Raka. Das kleine, unscheinbare Restaurant hat nämlich keine Schanklizenz und somit muss/kann man seine eigenen Weine mitbringen.
Wir entschieden uns alle vier für Rinderfilet mit Kartoffelpüree und Bohnen/Möhrengemüse. Zur Vorspeise gab es Springbockcappaccio und einen gemischten Salat. Alles war sehr lecker und beschwingt, nach zwei Flaschen Wein, liefen wir am Abend zurück.
Teil 403. Apr. 2018
29.10.2017 - Vom Meer geht's nach Swellendam
Nach einer weiteren erholsamen Nacht in De Kelders, gab es für uns erneut um acht Uhr Frühstück. Dann wurde das Auto beladen und es hieß zum ersten Mal "Abschied" nehmen... Ein letztes Mal stoppten wir an dem kleinen Parkplatz und warfen einen Blick in die Walker Bay, doch die Wale ließen sich an diesem Morgen nicht blicken. Nun gut, zumindest erleichterte uns dies den Abschied... 😉
Frohen Mutes und gut gelaunt starteten wir unsere Fahrt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass wir einen Teil unseres Raka-Weinvorats gut gekühlt bei Gina und Otto gelassen hatten... 😈 😗
Auf der R43 ging es Richtung Süden und wir statteten dem The Great White House einen kurzen Besuch ab.
Von dort ging es weiter zum Danger Point, doch leider war die Zufahrt zum Leuchtturm am Sonntag verschlossen.
Ein paar Möwen und Oystercatcher dienten als Ersatzmotiv und auch die "Mitreisenden" auf der Rücksitzbank nutzten den Stopp und vertraten sich kurz die Beine.
Das Meer hatte einige skurrile Dinge angespült - nur schweren Herzens ließen wir den Fisch dort...
Durchs Hinterland ging es nach Elim und wir wollten die Kirche im Ort besichtigen. Dort wurde bei unserer Ankunft jedoch noch ein Service abgehalten und so warteten wir geduldig, um nicht zu stören. Als die Menschen schließlich aus der Kirche strömten, ergaben sich total niedliche Situationen, da die älteren Damen in festlicher Kleidung uns drei Frauen einzeln mit einem Händedruck begrüßten und in Gespräche verwickelten. Während Markus im Auto auf uns wartete, übersetzte ich an allen Fronten, bevor wir einen Blick in die Kirche werfen konnten... 😄
Nachdem die Prozession durch den Ort gezogen war, setzten auch wir unseren Weg weiter fort.
Diese Puffotter kreuzte unseren Weg - handelt es sich hierbei wohl um eine Puffotter? Vielen Dank, Matthias! 🙂
Zur Mittagszeit trafen wir in Swellendam an und da wir zum Einchecken mal wieder zu früh dran waren, erledigten wir erst die Pflicht - schließlich hatten wir hier die letzte Möglichkeit, eine 2. Wildcard zu kaufen, bevor die neuen Preise gültig wurden.
Das Thermometer war während unserer Fahrt von angenehmen 24 Grad an der Küste auf 34 Grad geklettert. 🙄 Willkommen in Afrika! 😈
Der erste "Gamedrive" unserer Mütter im Bontebok NP war erwartungsgemäß recht unspektakulär - allerdings diente die Runde durch den Park schon mal als erste Lektion - wir sind hier nicht im Zoo und folglich sieht man nicht immer etwas!!! 😉
Zumindest zeigten sich zum Ende weit entfernt einige Red Hartebeest und ein paar Zebras. Und auch die Namensgeber des Parks präsentierten sich noch - und alle waren glücklich. (Vor allem Markus, dass die Runde über die schlechten Pisten vorbei war... 😗 )
Um 15.00h erreichten wir unsere Stopp-over Unterkunft in Swellendam und wurden dort von dem Besitzer Anthony, wie lange vermisste Freunde empfangen! 😄
Schnell luden wir aus, bezogen unsere zwei Doppelzimmer und kühlten uns im Pool ab.
Im Garten tummelten sich neben etlichen Vögeln auch interessante Käfer...
Noch immer voller Tatendrang fuhren wir ins nahe gelegene Marloth Reserve und machten uns auf die Suche nach dem von Anthony beschriebenen Wasserfall.
Da uns der Weg zum Ende hin jedoch zu glitschig und steil wurde, entschieden wir uns für den Abbruch und drehten um. Einen weiteren Verlust wollten wir an dem Tag nicht in Kauf nehmen... 😗
Den Abend ließen wir schließlich bei einem guten Essen im Drostdy Restaurant ausklingen.
gefahrene Kilometer: 217
Teil 504. Apr. 2018
30.10.2017 - Hot, hotter, Oudtshoorn...
Bereits um kurz nach sechs wurden Markus und ich wach... Da unser Zimmer über einen angrenzenden Wohnraum mit Küchenzeile verfügte, kochten wir uns schnell einen Tee, bevor wir mit Kameras bewaffnet durch den Garten pirschten. Die Sonne schien bereits, doch irgendwie waren die Piepmätze schon ausgeschlafener (und flinker) als wir... 🙄
Zumindest der Malachit Nektarvogel war ein recht dankbares Motiv - wenn in dem ganzen Grün mit Gegenlicht auch nicht immer leicht zu orten... 😎
Um acht gab' es ein reichhaltiges Frühstück - nach den Eierspeisen an den beiden vorangegangenen Tagen, reichte es uns eigentlich erstmal mit Eiern, aber Anthony preiste sie so an, dass wir doch nicht ablehnen konnten... 😛
Während wir frühstückten, wurde draußen unser Auto gewaschen. Als Service des Hauses! 😐 Mir passte das ja gar nicht, aber in S.A. steht ein sauberes Auto ja anscheinend hoch im Kurs... 😕
Der Abschied fiel noch herzlicher aus, als die Begrüßung am Vortag - Anthony ist schon eine besondere Type! 😄 Am liebsten hätte er es gesehen, wenn wir auf dem Rückweg unserer Tour nochmal zum Kaffee vorbei gekommen wären - unglaublich gastfreundlich dieser Mensch!!!
Mit einem kleinen Umweg, ging es über die R60 und R62 nach Montagu, wo wir uns erstmal mit Trockenfrüchten und Nüssen eindeckten!
Neben dem Shop entdeckten wir die ersten Red Bishops unserer Reise im Schilf...
Die Laune war bestens... 😄
Eingedeckt mit etlichen Leckereien folgten wir nun weiter der "Route 62" durch die Karoo...
Ronnie's Sex Shop ließen wir links (oder besser gesagt rechts) liegen...
Wolkenformationen und ein leichtes gelbes Band am Straßenrand brachten etwas Abwechslung in die ansonsten endlos scheinende Strecke.
Nach weiteren 150 Kilometern erreichten wir Ladismith, hier war ein kurzer Stopp fällig und wir Mädels liefen noch bis zur Kirche vor, die jedoch leider verschlossen war.
Weitere 100 Kilometer lagen vor uns und die Temperatur stieg immer weiter. 🙄 Ein leises Stöhnen war bereits von hinten zu hören... 😵 Ausgerechnet während unseres Aufenthaltes in Oudtshoorn stiegen die Temperaturen laut Wettervorhersage dort nochmal deutlich an. 😈
Waltraud hielt bei jeder Gelegenheit alles mit ihrer kleinen Kompaktkamera fest. (Leider hatte sie kein Ladekabel dabei - wer kann denn auch ahnen, dass man in S.A. so viele Fotos machen möchte?! 😄 )
Manche finden es vielleicht langweilig, ich fand die Strecke durch die endlose Weite -wie beim ersten Mal- wunderschön...
Irgendwann war "Land in Sicht"
Doch kurz vor der Ortseinfahrt dann die Überraschung! Stau, oder wie?!?! 😮 🙄
Tatsächlich gab es einen Streik der Landwirte und die Zufahrtsstraßen rund um Outdshoorn waren versperrt. Der Spuk sollte bis 14.00h dauern und so blieb uns nur eins... WARTEN!!! Oder besser gesagt: BRATEN! 😈 😈
Markus ergatterte noch einen Schattenplatz für unseren VW und wir nutzen die Zeit bestmöglich und machten ein paar Bilder... 😉
Nach einer halben Stunde kam schließlich Bewegung in die Sache. Einige 4X4 incl. Hänger wurden vorgefahren und gaben den Weg frei - kurzes Winken, alles klar, es ging weiter.
Bald passierten wir die typischen Straußenfederverkaufspunkte in Oudtshoorn, bogen einmal links und wieder rechts ab und waren schon auf der Zielstraße.
Den Weihnachtsmarkt in Oudtshoorn hatten wir irgendwie nicht richtig in unsere Tour eingeplant... 🤪
Schnell fanden wir unser kleines B&B (on Church) am oberen Ende der Straße. Es gibt dort nur zwei Gästezimmer und somit hatten wir den Grillplatz/Pool/Terrasse exclusiv für uns...
Die hübschen Zimmer verfügten über eine gut funktionierende Klimaanlage, zudem war der Pool zwar klein, aber eiskalt und erfrischend! 😄
Nachdem wir wieder etwas runtergekühlt waren, fuhren wir mit den Müttern nochmals in den Ort - schließlich begann langsam aber sicher die Zeit der Selbstverpflegung und so ein Großeinkauf in einem afrikanischen Supermarkt gehört auf alle Fälle zu den "to-do's" einer Afrikareise... 😛
Nach wie vor war es glühend heiß, allerdings zog ein starker Wind auf und es fielen sogar ein paar Tropfen - wir kamen uns vor, wie in einem Western, wo der Sand über die Ebene bläst. 🙄 Leider gab es keinen Regen, aber zumindest kühlte es am Abend etwas ab.
Lust auf Fleisch hatten wir an diesem Abend nicht, von daher improvisierten wir ein wenig, denn es lohnte nicht, für Gemüse o.ä. den Grill anzuschmeißen.
Mit einigen Kaltgetränken sowie unserem ersten Gin Tonic der Reise, ließen wir den Abend auf der Terrasse gemütlich ausklingen. 😘
gefahrene Kilometer: 299
Teil 605. Apr. 2018
31.10.2017 - Cango Caves & Swartberg Pass (zumindest den befahrbaren Teil davon)
Obwohl es eine warme Nacht war, haben wir gut geschlafen. Markus hat irgendwann die Klimaanlage angestellt und ich lag' am nächsten Morgen unter meinen Decken versteckt - was gegen Kälte schützt, schützt auch gegen Hitze, oder wie war das?! 😄
Aufgrund unseren übermäßigen Eierspeisenkonsum während der ersten Urlaubstage, hatten wir Luise, der Besitzerin des B&B, am Vorabend bereits Bescheid gegeben, dass uns Obst, Joghurt und etwas Toast zum Frühstück reichen würde. Sie war ganz erstaunt, erfüllte uns aber unsere Wünsche... Dazu hatte sie noch Croissants sowie Muffins gebacken, sehr lecker! 🙂
Pünktlich um 09:00h machten wir uns auf den Weg zu den Cango Caves, das Thermometer im Auto zeigte bereits 32 Grad an. 🙄
Die Cango Caves liegen ca. 29 km von Oudtshoorn entfernt und es ist unbedingt empfehlenswert, im Voraus Plätze für eine geführte Tour zu buchen. Dies hatte Markus bereits von Deutschland aus gemacht, zu diesem Zeitpunkt gab' es leider noch keinen Timeslot für eine deutsche Führung, die für unsere Mütter natürlich besser gewesen wäre. Aber auch so war es wunderschön dort und sehr faszinierend... Die Temperaturen in dem Höhlensystem liegen ganzjährig bei 18 Grad und so war es sehr angenehm dort.
Hier noch ein paar Infos von der Homepage: 29 km außerhalb von Oudtshoorn, am Kopfe des malerischen Cango-Tals, liegt das eindrucksvolle unterirdische Wunder der Kleinen Karoo – die Cango Caves. Sie finden die einzigartigen Tropfsteinhöhlen mit ihren gewaltigen Kammern und emporragenden Formationen in einem parallel zu den bekannten Swartbergen gelegenen Kalksteinmassiv. Die Cango Caves sind die einzigen Schauhöhlen Afrikas, in welchen die Besucher die Wahl zwischen Standardtour (einfach) und Abenteuertour haben. Alle Touren werden von erfahrenen, fachkundigen und autorisierten Führern geleitet. Sie werden auf Englisch angeboten, aber Afrikaans, Deutsch, Französisch und andere Sprachen sind möglich (bitte informieren Sie sich bei der Buchung Ihrer Tour über die Verfügbarkeit von Führern).
Die Standardtour ist in grün markiert, die Abenteuertour in rot.
Wir hatten natürlich die einfache Tour gebucht, da wir jedoch bis zum Start der Führung noch Zeit hatten, probierten wir natürlich aus, ob wir die Abenteuertour auch geschafft hätten... 😄 Manchmal ist es ja auch gut, wenn man für die Bilder zuständig ist... Dann muss man sich nicht selbst zum Affen machen... 😛
Impressionen vorm Eingang
Um zehn startete unsere Tour mit Liza und einer ziemlich großen Gruppe. Insgesamt war die Führung aber wirklich gut gemacht und beeindruckend. Bei den Bildern waren wir ein wenig enttäuscht, aber sie vermitteln zumindest einen Eindruck dieser tollen Höhlen...
Nach einer Stunde war die Tour vorbei, leider hatten wir niemanden in der Gruppe dabei, der in der großen Halle vorsingen wollte/konnte. Es muss toll sein, die Akustik dort zu erleben. Manchmal finden sogar Konzerte dort statt.
Über die R328 ging es weiter zum Swartberg Pass. Ursprünglich war es unser Plan gewesen, den Pass auf dem weiteren Weg der Tour zu überqueren. Durch einen Steinabrutsch im letzten Herbst war er zu unserem Reisezeitpunkt jedoch leider noch immer gesperrt und so entschieden wir uns dazu, ihn als Tagesetappenpunkt aufzunehmen und so weit wie möglich zu befahren.
Hier die Bilder der Auffahrt:
Wieder kreuzte eine Schlange, wahrscheinlich eine männliche Boomslang (Afrikanische Baumschlange) - (vielen Dank, liebe Maddy :)) unseren Weg - leider war sie zu schnell bzw. wir konnten nicht so schnell stoppen, deshalb sind die Bilder etwas unscharf.. 😐 Kann uns vielleicht trotzdem hier jemand bei der Bestimmung helfen?! Mit Schlangen kennen wir uns noch so gar nicht aus... 😄
Am ersten Infoschild legten wir einen kurzen Stopp ein und bewunderten die Aussicht. Neben den Warnungen "Türen zu, wegen der Affen" (es waren zwar keine zu sehen, aber so was muss man ja trainieren 😛 ), folgte nun die nächste Warnung "Vorsicht, wegen den Schlangen!" 😮
Ein kurzes Stück konnten wir noch weiter fahren, dann war endgültig Schluss für uns...
Wir kehrten um, eine Wanderung hier wäre bestimmt auch sehr schön gewesen, aber die Temperaturen waren uns einfach zu heftig... Und dort hätte man keinen Meter Schatten gehabt. 🙄
Auch der Rückweg bescherte uns schöne Ausblicke. Renate konnte besonders stolz auf sich sein - da sie unter Höhenangst leidet, war die Fahrt nicht ganz einfach für sie, aber sie meisterte es prima und quatschte auf dem Rückweg schon deutlich mehr, als während der Hinfahrt... 😁
Diese Schulkinder wurden gefühlten "mitten im nirgendwo" rausgelassen...
Bei einer Straußenherde hielten wir kurz an. Die Tiere hechelten richtig bei dem Wetter. Kein Wunder, lag' die Temperatur mittlerweile bei 39,5 Grad...
Leider war auch der Rust en Vrede Wasserfall aufgrund des Erdrutsches gesperrt - eine Wanderung fiel an diesem Tag somit flach. Langsam fuhren wir die Strecke weiter bis zur N12, sahen (entfernt) eine große Schildkröte und die ersten (heiligen) Ibisse. An einem Schattenplatz machten wir eine Pause und verzehrten unsere Muffins. Die Stimmung war aufgrund der Hitze etwas gereizt, da half' nur weiterfahren und abkühlen im Pool...
Markus und ich fuhren nochmal zum Tanken in die Stadt, besorgten ein paar Kleinigkeiten beim Pick&Pay und im Liquidstore, kauften Schlüsselanhänger aus Straußenfedern und frisches Biltong... Was man halt so macht, wenn man am nächsten Tag zügig den Weg fortsetzen möchte... 😉 Renate und Waltraud hatten noch genug vom Trubel in der City und verbrachten die Zeit währenddessen lieber daheim auf der Terrasse. 😛
Für den Abend hatte Luise einen Tisch (incl. Abholservice) im Nostalgie reserviert. Schließlich kamen wir in der Straußenhochburg nicht um ein leckeres Straußensteak herum. 🙂
Eine Viertelstunde warteten wir auf den Fahrer, dann fuhren wir selber das kurze Stück zum Restaurant hinunter. Schon seltsam, solch ein kurzes Stück zu fahren, aber dazu wurde uns dringend geraten... 😕
Wie sich herausstellte, hatte derjenige, der die Tischreservierung angenommen hatte, den Fahrdienst nicht notiert... Die Restaurantbesitzerin entschuldigte sich mehrfach und nachdem Luise auch noch im Restaurant anrief, da unser Auto nicht mehr an der Unterkunft stand, als sie zurück kam, ging der Malva Pudding zum Nachtisch für Markus auf's Haus!
Wir aßen alle Straußenfilet mit Kartoffeln und Gemüse, für Renate gab es vorher noch einen Bohnen- und für mich eine Butternutsuppe. Alles war sehr lecker!!! Yammi!!! 🙂
Daheim genehmigten wir uns auf der Terrasse noch einige Gin Tonic, bevor um elf dann die Lichter ausgingen. 😘
gefahrene Kilometer: 160
Teil 705. Apr. 2018
01.11.2017 - Es geht in den Karoo National Park...
Bereits um sechs wurden wir wach... (...so was gibt's wohl nur in Afrika... 😄 😗 ) Somit packten wir bereits vorm Frühstück schon alles zusammen und waren quasi startklar. Zum Frühstück hatten wir uns erneut Obst, Croissants und Muffins gewünscht. Gut gestärkt, ging es mit einem kurzen Abstecher bei den Straußenfederverkäufern, auf die N12 in Richtung Beaufort West. Bereits um neun Uhr zeigte das Thermometer 35 Grad an... 🙄
Eine der unzähligen gut "gesicherten" Baustellen...
Neben Straußenfarmen gibt es rund um Oudtshoorn auch etliche Olivenplantagen
Ursprünglich war ja die Strecke über den Swartberg Pass angedacht gewesen, aber auch die Ausweichstrecke über die N12 gefiel uns ausgesprochen gut. Die Strecke führt quasi wie ein Schlucht einmal durch das Bergmassiv.
Und endlich waren sie da... die AFFEN!!! 😄 Ihr glaubt gar nicht, wie schnell alle Türen - von innen - zu waren, als eine Horde Paviane bei einem kurzen Fotostopp hinter uns die Straße entlang "galoppierte"...
Am Meiringspoort Waterfall stoppten wir erneut und siehe da, beim dritten Mal klappte es auch mit dem Wasserfall. 😉
Ein Cape Bulbul begrüßte uns am Parkplatz.
Nymania Capensis oder auch Chinese Lantern
Die gesamte Anlage (Parkplatz, Wege, Infocenter, Toiletten) waren sehr sauber und gepflegt. Man läuft einen kurzen Weg bergauf und erreich den Wasserfall, der in einem Pool mündet. Es waren zwar einige Leute vor Ort, aber trotzdem war es ganz entspannt und gemütlich und so kraxelten wir ein wenig umher und kühlten uns die Füsse im natürlichen Pool.
Bericht in Arbeit
Wir setzten unseren Weg weiter fort, hinter den Bergen geht es gut 100 Kilometer schnur geradeaus.
Ich bat Markus um einen Fotostopp, doch der "Chef" gab schon bald klare Handzeichen, in welche Richtung der Weg weiterging... 🤨
Um eins erreichten wir den Park, checkten mit unseren Wildcards am Gate ein und fuhren die letzten Kilometer bis zum Camp. Die ersten Verdächtigen, die uns über den Weg liefen, waren Springböcke und ein Steinböckchen. 🙂
Das Camp liegt ca. 6 Kilometer vom Gate entfernt und ist durch ein automatisches Tor gesichert.
Da wir bis 14.0h warten mussten, machten wir schon mal einen kleinen Camprundgang.
Birdhide
Pool
Camp/Rezeption
Camp Schildkröte 😘
"unsere" Straße
Unser Cottage Nr. 03 entpuppte sich als wunderbar großzügig, mit einer großen Terrasse und tollem Blick, fast am Ende einer Stichstraße gelegen. Beide Zimmer hatten ein eigenes Badezimmer und wie (fast) immer fiel die Aufteilung nicht schwer, da es ein Zimmer mit Doppelbett und eins mit drei Einzelbetten gab. 😛
Es war brüllend heiß, so dass Renate und Waltraud sich einen wohlverdienten Nap gönnten, Markus in den Pool sprang und ich auf der Terrasse saß, die Landschaft bewunderte und Tagebuch schrieb.
Um vier starteten wir unseren ersten richtigen Game Drive (den Drive im Bontebok NP konnte man ja nicht wirklich zählen... 😉 ). Wir entschieden uns dazu, zuerst den Potlekkertje Loop zu nehmen.
Zwei Kudumädchen hatten sich ins Camp geschlichen und wurden von uns überrascht. 😮
Außerhalb des Parks schien es zu regnen.
Die Landschaft ist einfach nur unglaublich schön - ob mit oder ohne Oryx.
Common fiscal - Südlicher Fiskalwürger
Strauße, mal in natürlicher Umgebung
Red Hartebeest - Kuhantilope
Oryx am Berg
Kudus auf dem Berg
Oder vorm Berg?! 🤨 kommt immer auf die Sichtweise an... 😄
Die Sonne ging unter und wir mussten uns beeilen, rechtzeitig ins Camp zu kommen. Da wir die Strecke noch nicht kannten und einschätzen konnten, freuten wir uns zwar über die vielen Sichtungen, aber lange halten konnten wir nicht...
Bergzebras
Elands
Reedbuck
Um viertel vor sieben erreichten wir das Camp, mit dem ersten Drive konnten wir mehr als zufrieden sein! Während Markus den Grill anfeuerte, bereiteten wir Frauen den Schafskäse und Butternut vor. Ab nun waren wir im Selbstversorgermodus angekommen.
Das Abendessen nahmen wir drinnen und im Dunklen ein... Der Strom war nämlich ausgefallen und so kamen unser Stirnlampen auch direkt mal zum Einsatz. 😄
Was soll's... TIA! 😄 Geschmeckt hat es trotzdem und bald waren auch alle Lampen wieder an. Wir genossen die Stille des Abends mit einem Gin Tonic auf der Terrasse und Markus probierte seine neueste Errungenschaft (eine UV-Lampe) aus und ging auf Skorpionsuche. 😗 Bald hieß es dann für uns jedoch: Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 240
Teil 806. Apr. 2018
02.11.2017 - Ein voller (toller) Tag im Karoo National Park
Markus übernahm um 5:00h den Weckdienst für uns alle und setzte Wasser für Tee und Kaffee auf. Nach einigem hin- und her am Vorabend, hatten wir uns darauf geeinigt, dass alle um fünf aufstehen, wir zum Birdhide fahren und von dort aus unseren Gamedrive vorm Frühstück starten. 😎 Gesagt, getan und so saßen wir alle mit einem Thermobecher incl. Getränk nach Belieben im zwanzig vor sechs im Auto. Bei unserem Zeitmanagement bestand, vor allem nach Meinung des Reiseleiters, noch Luft nach oben, aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein... 😛
Während im Hintergrund gerade die Sonne aufging, wahren die Maskenweber (Southern masked weaver) und Oryxweber (Red bishop) schon emsig zu Gange...
"Wohnungsbesichtigung" 🙂
Es war klasse, den putzigen Kerlchen bei ihrem Nestbau zuzusehen und wir konnten uns nur schwer losreißen...
Als Morgenrunde hatten wir uns für den "Lammertjiesleegte" - Loop entschieden. Kudus und Strauße waren in der Ebene zu sehen.
An dem äußerst gepflegten Picknickplatz "Bulkraal" hielten wir an und tranken in Ruhe unseren Kaffee bzw. Tee.
Dieser hübsche Kerl - ein Cape Wagtail (Kapstelze) - Vielen Dank, an Maddy! 🙂 - baute wohl sein Nest in Baumaterial. Wir hofften, dass seine Arbeit nicht umsonst war, da ein Gebäude auf der Picknicksite neu eingedeckt wohl werden sollte.
Wir fuhren weiter und entdeckten die ersten Zebras im Morgenlicht sowie eine Yellow Mongoose (Fuchsmanguste), die wir im ersten Moment der Euphorie für ein Erdmännchen hielten. 😄
Bergzebras sind ja deutlich scheuer, als ihre Artgenossen und so gab dieser Kandidat erstmal "Fersengeld", kriegte sich jedoch bald wieder ein...
Desweiteren sahen wir Elands sowie eine Steinböckchenfamilie.
Um kurz vor acht erreichten wir wieder das Camp und nahmen unser Frühstück im Restaurant ein. (so ganz im Selbstverpflegungsmodus waren wir doch noch nicht, da im Karoo National Park die Übernachtung das Frühstück beinhaltet...) Während wir uns mit leckeren belegten Broten und Wraps stärkten, beobachtete ein Red-winged Starling (Rotschwingenstar) die Umgebung.
Einige Gäste waren mit außergewöhnlichen Fahrzeugen unterwegs. 🤪 😎
Renate und ich wollten uns ein wenig bewegen und machten uns auf den Weg zum Bossie Trail. Auch unsere "Freundin", die Schildkröte war schon wieder unterwegs...
Zu Anfang war der Weg sehr gut ausgeschildert, irgendwann verpassten wir wohl eine Kennzeichnung und liefen einen Teil der Strecke doppelt... 😛
Blick zurück auf das Camp
Historische Hyänen-Falle
Ein Friedhof mit mehreren (unbekannten) Grabstätten
Wir kamen schließlich an der Camping Site aus und beobachteten dort drei riesige Schildkröten beim verspäteten Frühstück und anschließendem Mittagsschlaf... 😁
Wir machten uns auf den Rückweg zu unserem Cottage und ein weiteres Exemplar lief uns über den Weg. Insgesamt hatten wir während unserer kleinen Wanderungen sechs große Schildkröten getroffen.
Zurück am Cottage installierte ich für den Cape Bunting (Kapammer) eine Vogeltränke, die jedoch mit Nichtbeachtung bestraft wurde... 😐
Renate und ich machten es uns im Schatten bequem und dösten ein wenig, da Markus mit meiner Mutter Waltraud noch einen kleinen Drive machte. (die beiden konnten nicht genug bekommen... 😄 )
Hier, der Ordnung halber, ein Teil ihrer "Ausbeute":
Leider sehr weit weg, aber könnten dies die Black eagle (Malaienadler oder Schwarzalder) sein, die es im Karoo NP geben soll?? 🤨 Es handelt sich wohl tatsächlich um Verreaux's eagle (Kaffernadler) oder auch Black Eagle... Vielen Dank, liebe Maddy! 🙂
Nun erhält auch dieser Kerl einen Namen: Booted Eagle (Zwergadler) - vielen Dank an Matthias (fotomatte)! 🙂
Ebenfalls weit entfernt, aber dafür eindeutig: European Bee-eater (Bienenfresser)
Und zu guter letzt noch ein Dassie (Klippschliefer)
Nach ihrer Rückkehr genehmigten wir uns gemeinsam ein erfrischendes Bad im Pool. Wir hatten Glück, zur Mittagszeit waren wir die einzigen Gäste dort und so breiteten wir Mädels uns anschließend auf den Liegen im Schatten aus und genossen den Tag und quatschten, während Markus einen wohlverdienten Mittagsschlaf machte. 😘
Auch hier waren Cape Wagtail (Kapstelzen) - Vielen Dank, liebe Maddy! 🙂 - vertreten und schnappten sich die Insekten aus dem Wasser.
"Aus dem Weg - hier komme ich"... 😄 Wahnsinn, wie schnell diese Landschildkröten sein können, wenn sie mal richtig loslegen! 😘
Fortsetzung folgt...
Unser Nachmittagsdrive folgt in einem separaten Teil, damit ich hier das Fotolimit nicht sprenge... 😗
Teil 906. Apr. 2018
02.11.2017 - Fortsetzung
Am Nachmittag fuhren wir in voller Besetzung erneut los. Dieses Mal in Richtung Klippspringer's Pass, damit wir die uns noch fehlenden Aussichtspunkte ansteuern konnten. Er machte seinem Namen alle Ehre, denn wir entdeckten sogar ein Exemplar!
Oryx mit 1,5 Hörnern
Blick auf den Klippspringer's Pass
Red Hartebeest
Ein weiterer Klippspringer
Eine Bewegung im Gebüsch machte uns aufmerksam und dann entdeckten wir diesen wunderschönen Schakal, der seinen Weg jedoch bald fortsetzte und aus unserem Blickfeld verschwand.
Viewpoint Nr. 01
Viewpoint Nr. 02
Die Schildkröte, mit dem defekten Panzer, hatten Markus und Waltraud bei ihrem Drive am Vormittag bereits entdeckt und sie war noch immer unterwegs.
Die Farbenpracht der Karoo
Viewpoint Nr. 03
Im Tal angekommen, machte uns ein stehendes Auto auf eine Löwin im Gebüsch aufmerksam! 🤩 Das konnte doch wohl nicht war sein, mit einer Löwensichtung hatten wir im Karoo NP nun wirklich nicht gerechnet... Zwar war sie sehr weit weg und zeigte auch keinerlei Reaktionen, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis für unsere Mütter. Zwei echte Glückskinder! Oder war es etwa Anfängerglück...?! 🤨
Ein weiteres Auto kam von hinten und der Fahrer meinte, es wären wohl weiter Löwen ca. 15-20 Kilometer entfernt zu sehen. Schweren Herzens lösten wir uns also von der Sichtung, da wir der Sache auf die Spur gehen wollten. 😎 In einer 2-er Kolonne starteten wir also und zählten die Kilometer mit.
Wieder waren wir von der wunderschönen Landschaft begeistert!
Die anderen Löwen hatten sich entweder aus dem Staub gemacht oder der Fahrer hatte etwas falsch verstanden und wir waren bereits an der richtigen Stelle gewesen... wie auch immer, zum Umkehren war es definitiv zu spät uns somit erfreuten wir uns an der Sichtung eines Scrub hare (Buschhasen) sowie einem Karoo Korhaan Pärchen. Bis auf die gelben Beine haben sie eine nahezu perfekte Tarnung!
Southern pale chanting Goshawk (Graubürzel Singhabicht) an Strauß
Wieder waren wir bis kurz vor Toresschluss unterwegs und dieses Paar lief uns noch über den Weg. 😘
Im Camp angekommen, bereiteten wir das Abendessen zu. Es gab Nudeln mit Pesto und dazu einen großen griechischen Salat. Den Esstisch hoben wir mit vereinten Kräften nach draußen, um dort unser Abendessen einzunehmen und anschließend die Abendruhe mit einem (oder zwei) Gin Tonic zu genießen.
Als es vollständig dunkel war, zogen Markus und ich uns festes Schuhwerk an und gingen mit Hilfe der UV-Lampe erneut auf Skorpion "Jagd". Insgesamt fanden wir drei Exemplare in der näheren Umgebung, von denen sich zwei auch gut ablichten ließen.
Mal wieder hatten wir gemeinsam einen wundervollen Tag erlebt und verschwanden um zehn mit den Eindrücken des Tages in unsere Betten. 😘
gefahrene Kilometer: 111
Teil 1007. Apr. 2018
03.11.2017 - Vom Karoo NP geht's nach Graaff-Reinet
Wahnsinn, bereits seit einer Woche waren wir gemeinsam unterwegs - die Zeit verging (viel) zu schnell... Andererseits hatten wir schon einiges erlebt und viel erlebt und an diesem Tag ging es wieder weiter, nach Graaff-Reinet.
Vorm Frühstück fuhren wir jedoch erst nochmal den kleinen Loop. Es war halb sieben und das Thermometer zeigte bereits beachtliche 27 Grad an. 🤨
Wie verrückt rannte ein Strauß herum und verrenkte sich. 😮 Zuerst dachten wir, es gäbe irgendeine Gefahr, bis wir erkannten, dass er einen Balztanz aufführte! 😄
Seine Auserwählten Damen waren jedoch nicht so beeindruckt und er verfolgte sie fast penetrant...
Entfernt konnten wir Löwen hören, aber es war nichts zu sehen. Aufgrund der Tatsache, dass wir am Vortag eine Löwin zu Gesicht bekommen hatten, war es trotzdem ein tolles Gefühl, sie zu hören und zu wissen, dass sie irgendwo sein würden...
Springböcke und ein Vervet Monkey Mädchen
Das "Highlight" des Tages war dann dieses Rhino, auf das wir noch einen kurzen Blick werfen konnten, bevor es verschwand.
Wir waren selig - niemals hätten wir gedacht, dass wir hier so viele Tiere zu Gesicht bekommen würden! Und dazu die Landschaft - einfach ein Traum...
Ein letztes Frühstück "mit View" und dann hieß es Taschen packen, Auto beladen und los...
Good-bye, Karoo NP! 😘
In Beaufort West verpassten wir eine Abzweigung, doch dann waren wir wieder auf Spur und es ging weiter in Richtung Osten.
2,5h später erreichten wir Graaff-Reinet, mittlerweile war das Thermometer auf 41 Grad angestiegen und die Luft stand unter einer Wolkendecke. 🙄
Da wir wieder früh dran waren, erledigten wir unsere Einkäufe etc. vorm einchecken. Renate und ich wurden am Superspar abgesetzt, während Markus und Waltraud Geld zogen, tankten und dem Metzger einen Besuch abstatteten.
Um halb zwei trafen wir schließlich in unserer Stopp-over Unterkunft, dem Appartmenthaus KarooRus, ein. Die Übergabe durch eine Vermittlerin war schnell erledigt, bezahlt wurde sofort und dann konnten wir unser Heim für eine Nacht beziehen. Es war der totale Kontrast... Die Zimmer waren nett ausgestattet, auch in der Küche gab es alles, was man brauchte, alles war sauber, aber wir kamen uns irgendwie "eingesperrt" vor, im Gegensatz zu unserem vorherigen Cottage. 😕 Egal, diese Unterkunft reichte für eine Übernachtung allemal aus (und das Preis/Leistungsverhältnis stimmte).
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es wieder hinaus in die Hitze und wir fuhren zum "The Reinet House". Das Reinet House, wurde von der Cape Regierung zwischen 1805 und 1812 als Dutch Reformed Church Parsonage gebaut und ist jetzt ein Museum. Markus und ich hatten es 2012, auf unserer ersten Reise bereits besichtigt, fanden einen erneuten Besuch mit unseren Müttern jedoch ganz passend. Schließlich sollte ja auch mal ein wenig Kultur mit ins Spiel kommen... 😉 😗
Kaum waren wir im Garten, zog ein heftiger Sturm auf (man sieht es an den Palmen), jeder einzelne von uns, brachte sich in irgendeinem nahe liegenden Gebäude in Sicherheit, da der Sand uns nur so um die Ohren flog. 🤢
Ein paar Minuten später war der Spuk wieder vorbei, wir liefen durch die einzelnen Gebäude und Räume und schauten uns die ausgestellten Dinge an...
"Meine" Reisegruppe! 😘
Es waren nur noch wenig Gäste vor Ort und hinter uns wurden dann auch die Klappen dicht gemacht... 😄
Markus reservierte im gegenüberliegenden Pioneers Restaurant noch schnell einen Tisch, bevor wir zum Valley of Desolation weiterfuhren.
Von hinten kam ein leises Stöhnen, es ging mal wieder bergauf. 😣 Renate tat uns ja leid, aber irgendwie war uns gar nicht bewusst, wie viele Bergstrecken die Tour beinhaltete (und wie viele noch folgen sollten... 😗 )
Die Aussicht war, trotz des trüben Wetter, wirklich toll!
Von uns musste diesbezüglich nix mehr geplant werden... Einige Tage später konnten wir an alle Parks einen Haken machen.. 😉
Wir genossen die Aussicht auf die Klippen, das Farbspiel der Sonne, die immer mal wieder durch die Wolken lugte, den Blick zurück auf die Stadt, die wie eingekesselt im Camdeboo NP liegt und liefen ein wenig auf dem Plateau umher. Für eine größere Wanderung reichte unsere Zeit leider (mal wieder) nicht...
Nachdem die Sonne untergegangen war, verließen wir den Park. Witzigerweise liefen uns außerhalb des Parks ein Oryx und ein Red Hartebeest über den Weg... Im NP hatten wir nicht ein Böckchen gesehen und draußen sprangen sie über die Straße. 🙄
Das Abendessen nahmen wir im Pioneers Restaurant ein. Es war rustikal, aber echt lecker! Während sich der größte Teil für Kudu- bzw. Rinderfilet entschied, probierte ich die Lamb Chops, die wirklich gut waren! 😛
Nach einem letzten Getränk vor unserer Unterkunft, ging es um halb zehn ins Bettchen. Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 283
Teil 1108. Apr. 2018
04.11.2017 - Nieu-Bethesda und nix mit "kein Bier vor vier"
An diesem Morgen war es meine Mutter, die uns um halb sechs weckte.... 🙄 Wir hörten ein Rascheln in der Küche und undefinierbare Geräusche. Was war da los? Ein Blick durch das Fenster (welches seltsamerweise zur Küche eingebaut war) zeigte, dass sie eine Papaya auf schnitt. Okay, kann man machen um diese Zeit... 😣
Unser Tag begann also sehr früh und so frühstückten wir bereits um halb sieben im Garten, es gab frischen Obstsalat, Müsli Joghurt und Käsebrote.
Ein Wiedhopf hüpfte ebenfalls herum und wurde sogleich abgelichtet.
Markus fuhr anschließend nochmal kurz für ein paar Besorgungen in die Stadt, während wir alles zusammenräumten. Somit saßen wir bereits um halb neun alle im Auto und es ging weiter.
Der Himmel zeigte sich im strahlenden blau, bei angenehmen 26 Grad. 🙂
Mal wieder eine Baustelle - zum Glück dauerte es nicht ganz so lange, wie auf dem Schild angegeben...
In den umliegenden Bergen zog eine Rauchwolke hoch. 😮
Wir folgten der N9, bevor es links ab nach Nieu-Bethesda ging.
Es war ein landschaftlich sehr schöne Strecke und nach gut 50 Kilometern erreichten wir unser erstes Etappenziel.
Nieu-Bethesda ist eine Kleinstadt mit ca. 1.500 Einwohnern, die ursprünglich hauptsächlich von Viehzucht lebten. Seit ungefähr 2000 haben sich vermehrt Künstler dort niedergelassen. Bekannt wurde der Ort u.a. durch Helen Martin und das Owl House, welches Markus und ich bereits 2012 auf unserer ersten Reise nach S.A. besucht hatten. Da der Abstecher nach Nieu-Bethesda kein allzu großer Umweg zum Mountain Zebra National Park war, legten wir diesem Mal erneut einen Stopp dort ein.
Diese Kunst aus Glas und Ton ist schon etwas irreal und verrückt, aber trotzdem sehenswert, wenn man in der Ecke ist. An diesem Morgen waren wir die ersten Gästen und so zogen wir in aller Ruhe durch den Garten und das ehemalige Wohnhaus, welches ein Gesamtkunstwerk ist.
Diese Figuren und Tiere, mitten im Nirgendwo gefertigt und aufgestellt, sind unheimlich und faszinierend zugleich.
Neben unserm Auto hatte sich mittlerweile, im Schatten eines Baumes, auch ein Eseltaxi eingefunden.
Kaum standen wir auf der Straße, kamen auch schon drei kleine Mädchen angelaufen, die uns selbst gebastelte Wandbilder (erinnerten etwas an Topflappen) verkaufen wollten. Ich unterhielt mich mit den dreien und war erstaunt, wie gut sich sich ausdrückten und was sie alles erzählten. Schließlich kauften wir ein Bild ab (viel zu überteuert wahrscheinlich), aber ich mochte mit den Kleinen auch nicht groß handeln... 😐
Weiter zog es uns zur Two goats brewery. Auch diese kannten wir schon, aber es handelt sich einfach um eine extrem nette Location am Ende des Ortes.
Eine nette deutsche Volontärin begrüßte uns und wir setzten uns in den hübschen (Bier-) Garten. Es gibt dort auch Kaffee, aber wir entschieden uns, aufgrund der Temperaturen, für das Craft Beer Tasting. 😄 😗
So saßen wir also um viertel nach zehn, mit vier Bieren und einem Cidre, im Schatten eines Baumes, hörten uns die Besonderheiten jedes Bieres an und kosteten natürlich auch. 😛
Craft Biere sind irgendwie nicht so unseres, aber der Cidre war super! Einstimmig bestellten wir eine Runde davon und nun gab es GROSSE Gläser... 🤪 😄
Wen wundert's - auch hier waren wir alleine... Im nachhinein wundert es mich allerdings, dass überhaupt schon geöffnet war. 😉
Doch dann hieß es Abschied nehmen... Mal sehen, ob es uns irgendwann wirklich noch ein drittes Mal hierher verschlägt?!
Wir wählten eine etwas andere Strecke und erreichten schließlich die R61, die Richtung Cradock führt.
Im Mountain Zebra National Park hatten wir uns für die kommenden zwei Nächte eingebucht.
Weiter geht's im nächsten Teil...
Teil 1208. Apr. 2018
04.11.2017 - 2. Teil - Ankunft im Mountain Zebra National Park
Unsere Strecke führte durch hügeliges Gebiet und wir näherten und dem Park.
Rechts und links der Strecke sahen wir immer zig ausgehöhlte Termitenhügel (?). Seltsamerweise waren im Park selber keine zu sehen... 🤨
Auch am Samstag Mittag wurde hier noch fleißig gearbeitet.
Um kurz vor eins erreichten wir das Gate und füllten die üblichen Listen aus.
Auf den gut zwölf Kilometern bis zum Camp sahen wir einige Bewohner des Parks: Springböcke, Red Hartebeest und Black Wildebeest (Weißschwanzgnus), welche für uns eine Erstsichtung waren!!! 🤩
Besonders ins Auge fiel uns dieses Springbock-Baby 😘
Die Damen an der Rezeption waren sehr nett und so erhielten wir schon um viertel vor zwei die Schlüssel zu unserem Bungalow Nr. 20, welches ziemlich am Ende und somit das drittletzte in der Reihe war. Vom Masterzimmer und der Terrasse hat man einen sehr schönen Blick, ansonsten ist es praktisch eingerichtet, verfügt jedoch nur über ein Bad, was in Stoßzeiten immer zu logistischen Herausforderungen führte.
Während Renate und Waltraud sich einen Mittagsschlaf gönnten, liefen Markus und ich zum Pool, der von einer Pavian Familie eingenommen wurde. 😈 😈 😈 Leider hatten wir keine Kamera dabei, denn es war schon lustig zu beobachten, wie die Tiere erst tranken und sich dann mit Gebrüll auf die umliegenden Felsen flüchtete und uns beschimpfte. So ganz wohl war uns zugegebener Maßen ja nicht... Eine ganze Familie beobachtete uns, wie wir "ihren" Pool einnahmen... 😵 Schließlich gaben sie sich doch geschlagen und verzogen sich. Ich räumte ein wenig auf, da sie einen Mülleimer komplett auseinander genommen hatten. Eine Trinkdose nahm ich als Ansichtsexemplar für unsere Mütter mit. Sie war durch ihre kräftigen Zähne einmal komplett zerlegt worden. 😮
Um halb vier starteten wir noch einen Gamedrive und entschieden uns für den Kranskoop Loop. Es geht erstmal ordentlich bergauf.
Blick zurück auf das Maincamp und den Doornhoek Dam
Am ersten Aussichtspunkt stiegen wir aus und "glasten" die Umgebung ab 😉
Black-shoulderd Kite (Gleitaar)
Mountain Zebra (Bergzebra)
Double-banded courser
Und endlich mal ein kooperatives Black-Wildebeest 🙂
Auf der Hochebene tummelten sich eine Menge Tiere (allerdings nicht auf diesem Bild)
Dieses Wildebeest schmiss gerade sein Winterfell ab
Auch am nächsten Aussichtspunkt hielten wir an, mittlerweile war es jedoch recht frisch geworden, so dass wir die tolle Aussicht nicht wirklich genießen konnten.
Waltraud war im "Spotter" Modus angekommen 😄
Wir setzten unseren Weg weiter fort und bewunderten die schöne Landschaft. Teilweise zogen die Greifvögel unterhalb von uns ihre Runden.
Im Tal entdeckten wir einen Grey Rhebok
Zebrakadaver am Wegesrand
Dieser kleine Schakal ließ unsere Herzen nochmal höher hüpfen! Die Familie hielt sich in den Büschen, doch einen konnte man gut sehen. 😘
Ein letztes Kudu beim Abendessen am Wegesrand und wir beschlossen einen weiteren schönen Tag, mit Gegrilltem und einem Weißwein auf unserer Terrasse.
gefahrene Kilometer: 266
Teil 1309. Apr. 2018
05.11.2017 - Cheetah Tracking im Mountain Zebra NP
Um sechs klingelte für uns der Wecker. Bereits von Deutschland aus, hatte Markus uns zwei für Cheetah Tracking angemeldet. Für unsere Mütter fiel diese Aktivität leider flach, da Walks und Trails (ohne aufwendiges Gesundheitszeugnis) nur bis 65 Jahren bei SanParks angeboten werden. So konnten die beiden zumindest ein wenig länger schlafen... 😉
Ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster verriet, dass es ein frisch Morgen war und die Nebelschwaden noch in den Ebenen hingen...
Wohlweislich packten wir uns warm ein und liefen gut gelaunt zur Rezeption.
Unser Fahrzeug stand schon bereit.
Mit etwas Verspätung ging es dann um viertel vor acht los, da wir auf eine Kölnerin warten mussten, die außerhalb des Parks übernachtet hatte und nach Gateöffnung erst die Strecke bis zum Camp fahren musste. Mit uns an Bord waren zwei Südafrikanerinnen aus der Nähe von Port E. sowie unser Guide Syd (?).
Bereits nach zehn Minuten hielt er an, um Signale zu empfangen.
Noch immer lagen Nebelschwaden in den Tälern.
Am Wasserloch entdeckten wir einige Zebras...
... doch die waren noch seeeehr müde! 😄
Den Zebras folgte eine Gruppe Black Wildebeest ans Wasser.
Springböcke schauten nur umher.
Während sich andere - gut bewacht - der Morgentoilette widmeten.
Auf einer Anhöhe wurde nochmal geortet und tatsächlich war ein leises Signal zu hören.
Dann ging es bergab und spätestens hier hätte unser VW Bus die Segel gestrichen... 😛
Während unserer Abfahrt konnten wir zuerst ein Eland
und dann sogar ein Rhino ausmachen! 🤩
Damit hatten wir hier gar nicht gerechnet und waren ein wenig traurig, dass unseren Müttern diese Sichtung vorenthalten blieb. 😐 (zumal sich bei den späteren Fußmärschen rausstellte, dass ein Teil der Mitfahrer eher durch die medizinische Kontrolle gemusst hätten... 😣 )
Es ging weiter auf und ab und dann wurde es ernst...
... im Gänsemarsch folgten wir unserem Guide, der wiederum dem Signal folgte.
Nach gut zwanzig Minuten ging es zurück zum Wagen, das Signal war nicht mehr zu hören.
Wir fuhren weiter und Syd beobachtete die Gegend.
Die Zebras hingegen beobachteten uns.
Wir stoppten erneut und liefen los, mittlerweile war es halb zehn und schon wieder recht warm.
Es ging ein Stück den Berg hinauf und wir hatten eine traumhafte Aussicht.
Syd war etwas ratlos... Das Signal "sprang" wohl, was an den Bergen liegen kann oder daran, dass der Sender "on the move" ist. Tatsächlich sahen wir entfernt einen Strauß rennen, aber ansonsten tat sich nix. 🤨
Er änderte die Richtung, "ein letzter Versuch", da es immer später wurde. Mittlerweile waren wir seit einer dreiviertel Stunde zu Fuß unterwegs... Markus und ich waren leicht enttäuscht - schließlich hatten wir uns so lange auf dieses Tracking gefreut. 🙁
Plötzlich blieb Syd stehen und meinte "we got them"
Wir schauten uns verständnislos an und um und dann sahen wir sie!!! 🤩 🤩 🤩
Unter einem Busch lagen drei Geparden
Ein weiteres Kätzchen erhob sich, gähnt lauthals und gesellte sich zu den dreien.
Wie wir erfuhren, handelte es sich um die Gepardin "Angela" (Kein Witz! 😉 ) mit ihren drei größeren Cubs (Zwei Jungs und ein Mädchen). Und auch bei Cheetahs scheint Gähnen übrigens ansteckend zu sein! 😄
Hier möchte ich euch nicht meine rote Nase zeigen, aber man sieht in etwa, wie weit (oder nah) entfernt wir zu den Geparden standen...
Bevor es nun mit einer Flut an Cheethabildern weitergeht, hier noch schnell zur Abwechslung einen Acacia Pied Barbet (Rotstirn-Bartvogel), der auch dort im Busch saß... 😗
Es gibt noch ein einzelnes Gepardenmännchen im Mountain Zebra NP, welches ebenfalls mit einem Sendehalsband ausgestattet ist. Lt. Syd werden die männlichen Tiere immer wieder mit anderen Parks getauscht, um das Blut rein zu halten. Angela's Jungs werden also bald auch woanders leben. Aber wir durften die Familie noch zusammen erleben und nun folgen noch ein paar Katzenbilder. Ich hoffe, es wird euch nicht zu viel... 🙂 😗
Eine gute halbe Stunde haben wir bei den Geparden verbracht und sie beobachten dürfen, dann zogen wir uns vorsichtig zurück und liefen wieder zum Fahrzeug.
Während der Rückfahrt war die Stimmung ausgelassen. Wir waren alle glücklich und zufrieden! 😁
Einige Blue Cranes (Paradieskraniche) krönten den gelungenen Vormittag! Davon hatten wir zwar breites mehrere Male welche auf den Kornfelder entlang unserer Reiseroute gesehen, aber die Bilder aus dem fahrenden Auto waren alle nicht besonders gelungen...
Syd gab nochmal alles und rüttelte uns ordentlich durch. 🙄 Einige Male hielt er noch seine Antenne hoch, doch er empfang kein weiteres Signal mehr.
Um zwölf Uhr erreichten wir das Camp, es war ein tolles Erlebnis und nebenbei ein super Drive gewesen - klare Empfehlung, wenn man im Mountain Zebra NP ist!!! 🙂
Weiter geht's im nächsten Teil.
Teil 1410. Apr. 2018
05.11.2017 - Fortsetzung: Mountain Zebra NP
Zurück im Chalet trafen wir unsere Mütter wieder - sie saßen fix und fertig auf der Terrasse, neben ihnen stand eine leere Flasche Cidre, die wir aus Nieu-Bethesda mitgenommen hatten... 😄 wie sich rausstellte, war auf dieser jedoch soviel Druck gewesen, dass die Hälfte rausgesprudelt ist... 😄 😗
Die beiden hatten während unserer Abwesenheit den "Black Eagle Trail" gemacht, der einmal über die Felsen im Camp führt. Renate war ein weiteres Mal in diesem Urlaub bis an ihre Grenzen gegangen - doch dieses Mal waren wir nicht verantwortlich. 😛
Gemeinsam machten wir uns - bewaffnet mit einer Kamera - auf zum Pool. Von der Affenbande war jedoch an diesem Tage weit und breit nichts zu sehen. Also genossen wir die Ruhe am einsamen Pool und gönnten uns ein erfrischendes Bad.
Erfrischt und abgekühlt gönnten wir uns im Anschluss einen kleinen Mittagsschlaf.
Hier noch ein Bild unseres Chalet Nr. 20.
Nachmittags starteten wir nochmal zu einem weiteren Drive und widmeten uns dieses Mal dem nördlichen Teil. Zuerst war es jedoch ziemlich zäh - wahrscheinlich war es den Tieren einfach zu warm.
Auf die Strauße war jedoch Verlass 😉
Am Ubejane Loop entdeckte Markus dann plötzlich zwei Löwen im Gebüsch. 🤩
Sie lagen ziemlich versteckt in den Büschen, das Männchen war bereits verschwunden und bald folgte ihm auch das Weibchen. Wir drehten und fuhren ein Stück zurück, doch sie waren und blieben verschwunden. Egal - wir waren happy!!! Der zweite Park und das zweite Mal Löwen, was für eine Ausbeute!
Erneut drehten wir und fuhren zum Dam. Hier tummelten sich etliche Tiere: Springböcke, Red Hartebeest, Blue Cranes, Ibisse...
Bei der Weiterfahrt entdeckte Renate plötzlich etwas und rief laut: "Stop!!"
Tatsächlich, entfernt erkannten wir eine Herde Büffel.
Kaum später trafen wir auf diese niedlichen Gesellen: Ground Squirrel (Erdhörnchen)
Eine Fuchsmanguste (Yellow Mongoose) führte uns erneut an der Nase rum und "tarnte" sich als Erdmännchen. 😉
Da uns noch genügend Zeit blieb, fuhren wir einen Teil des kleinen Loops nochmal, in der Hoffnung die Löwen doch noch irgendwo zu entdecken. Aber sie blieben verschwunden. Dafür entdeckte ich plötzlich ein graues Hinterteil...
Ein Rhino! 😘 Zwar entfernte es sich von uns und wir sahen es nur von hinten, doch trotzdem freuten wir uns sehr darüber!
Über die Link Road fuhren wir zurück zum Camp und erfreuten uns erneut an der wunderschönen Landschaft.
Eine Herde Elands zog im Abendlicht über die Ebene.
Blesböcke und Weißschwanzgnus
Für diesen Crowned Lapwing (Kronenkiebitz) legten wir noch einen Stopp ein.
Der Abend warf seinen Schatten voraus...
Hier nochmal das Camp - der Wanderweg muss wohl u.a. einmal um den großen Felsen (Mitte links) gehen.
Dieser kleine Scrub Hare (Buschhase) hatte sich im Gebüsch neben unserem Chalet versteckt und war von den Müttern durch's Fenster entdeckt worden.
Obwohl am Abend ordentlich Wind aufzog, fand Markus eine halbwegs geschützte Stelle für den Grill. Dick eingemummelt genossen wir das Filet mit Gemüse und Schafskäse, bevor es dann jedoch bald rein und um zehn ins Bett ging.
Erneut hatten wir ein spannenden Tag erlebt und schliefen selig ein. 😘
gefahrene Kilometer: ? (der Copilot hat nicht richtig mitgeschrieben... 😗 )
Teil 1510. Apr. 2018
06.11.2017 - Abschied vom Mountain Zebra NP
Bereits um viertel nach fünf waren wir alle auf den Beinen. Zum Abschluss wollten wir nochmal eine große Runde vorm Frühstück fahren...
Doch was war hier los?! Das Gate war noch zu... 🙄
Ich nutzte die Pause, bis jemand kam und knipste ein wenig herum.
Mit etwas Verspätung ging es dann endlich los und wir fuhren erstmal zum Doornhoek Dam.
Nilgänse, Graukopfkarsaka (Graukopf Rostgans) und Gelbschnabelenten
Wir fuhren den Kranskoop Loop in umgekehrter Richtung, doch es war wenig los. Also erfreuten wir uns an der Landschaft.
Einige Abschnitte schienen im "Nichts" zu enden...
Mit dem Warnschild vor Löwen, tauchten bald auch die anderen Tiere wieder auf
Dieses arme Zebra hatte ein riesiges Geschwür am Ohr. 🙁
Die Blessböcke ließen es hingegen langsamer angehen.
Das gut getarnte Sprinbock-Baby erkennt man nur an den langen Ohren. 😘
Eine Pavianfamilie zog vorbei und wir beobachteten die Bande eine Weile.
Diesem Zebra war es wohl noch zu früh...
Wir fuhren zurück ins Camp, frühstückten gemütlich, packten das Auto und machten uns auf den Weg. Es hieß Abschied nehmen vom Mountain Zebra NP. Bis zum Gate hatten wir jedoch noch ein Stückchen... 😉
Vervet Monkeys
Für diese "Action" musste es doch irgendwo einen Auslöser geben... 😮
Dann war wieder alles ruhig - anscheinend ein Fehlalarm.
Erneut sahen wir eine Gruppe Ground Squirrels...
...aber da wuselte doch noch etwas anderes rum. 🤨 🤪
Können diese Augen lügen?! 😄 Wir haben tatsächlich Erdmännchen gespottet!!!! 🤩 🤩
Leider waren sie sehr weit weg und mit bloßem Auge kaum zu sehen, aber egal... Nach so vielen Jahren haben wir sie zum ersten Mal in freier Wildbahn entdeckt!
Die hübschen Squirrels waren hingegen kooperativer und stellten sich in Pose.
Ground Agame
Pale Chanting Goshawk - Großer Singhabicht
Kurz vorm Ausgang entdeckten wir noch was gelbes im Gebüsch... 😛
"Good-bye, Mountain Zebra Park - schön war es hier..."
Über Cradock fuhren wir die gut 200 Kilometer über die N10 in Richtung Süden.
Im Ort war noch alles sehr sauber und gepflegt.
Außerhalb war es, wie so oft, wieder ziemlich zugemüllt.
Es ging immer geradeaus und die Strecke wirkte auf Renate und mich ziemlich eintönig.. uns vielen nämlich schon bald die Augen zu! 😎
Zum Glück ließ Markus sich davon nicht beirren... Und so kamen wir sicher am nächsten Etappenpunkt an, dem Addo Elephant Park! 🙂
Fortsetzung im nächsten Teil
Teil 1613. Apr. 2018
Fortsetzung - 06.11.2017 - Ankunft im Addo Elephant NP - Und der Name ist Programm...
Nach einer unspektakulären Fahrt, hatten wir es um kurz vor eins geschafft. Der Addo lag in Reichweite... Wir waren sehr gespannt, was uns hier so erwarteten würde, schließlich gehört der Addo zu einem der beliebtesten Parks im Land - sollte der Funke auch bei uns überspringen?! 😗
Um noch mehr "Buschfeeling" zu haben, hatten wir für unsere Zeit im Addo zwei der sechs Safrizelte gebucht, die man bei der Einfahrt zum Camp bereits sieht.
Schon am Parkplatz erwartete uns der hier wohl "normale" Trubel. 🙄 Nach unserer Zeit in den eher ruhigen Parks, war das für uns erstmal ein Kulturschock! Während sich Markus zum Einchecken an der Rezeption anstellte, machten wir Mädels einen Abstecher in den großzügigen Shop.
Schließlich konnten wir unsere Zelte Nr. 03 und 04 beziehen. Die Zelte sind einfach ausgestattet, jeweils mit zwei Betten, einem Schrank mit Küchenutensilien und einem Kühlschrank. Das allerbeste ist die Terrasse, die direkt am Zaun liegt und von wo aus man (wenn man Glück hat) Tiere beobachten kann. 🙂 Eine kommunale Küche sowie Badräume stehen in Reichweite für die sechs Zelte zur Verfügung. (Allerdings werden diese auch gerne von den Campinggästen genutzt, da der Campingplatz direkt nebenan liegt...)
Bad-/Toilettengebäude
Küchenzelt
Markus und ich hatten vorgeschlagen, dieses Mal die "Zimmerbesetzung" zu verändern, da bei man bei nächtlichen Toilettengängen schließlich im Dunklen raus muss. Aber nix da, Waltraud und Renate waren mittlerweile ein eingespieltes Team und ließen sich ihr gemeinsames Zeltabenteuer nicht ausreden... 😛
Das begann auch prompt, denn noch während wir vom Auto hin- und herflitzten, hörte ich meine Mutter rufen: "NADJAAAAAA... ein BÜFFEL!!!!!!" 🙄 Tatsächlich stand ein Büffel in Sichtweite, was natürlich ein Ereignis war... Trotz allem bat ich sie darum, das nächste Mal nur zu rufen, wenn eine "Notsituation" auftritt und sich nicht vom einen zum anderen Zelt zu unterhalten... 😄 😗
Nachdem wir alles ausgeladen und verräumt hatten, ging es auf Erkundungstour. Zuallererst liefen wir natürlich zu der Aussichtsplattform, von der aus man auf's Wasserloch schaut.
Und der Addo hielt, was er verspricht! 🤩
Wie bestellt, fanden wir eine große Elefantenfamilie vor, die ihren Durst stillte. Es war beeindruckend und schon fast zuviel für unsere Mütter. Gerührt saßen bzw. standen sie auf der Plattform und staunten...
Von der Terrasse liefen wir weiter zum Underground Hide, von wo aus man die Elefanten, aus ebenerdiger Perspektive beobachten kann. Hier war es ziemlich voll und wir warteten einige Zeit, bis ein Platz frei wurde.
Zur Feier des Tags gönnten wir uns erstmal ein Eis und wunderten uns über den regen Verkehr und Trubel im Camp. 😕 😗 Ich hatte vorher noch beim Activity Desk vorbeigeschaut und mich bei drei gelangweilten Mitarbeitern für den nächsten Tag zum Reiten im Zuurberg Teil angemeldet. Total frustriert kam ich zurück, sie waren so unfreundlich gewesen, dass mir die Lust schon vergangen war... 😈
Um vier starteten wir unseren ersten Gamedrive im Addo und wunderten uns über die zugebuschte Landschaft. 🤨 Wir hatten während der ersten Kilometer das Gefühl, hier niemals ein Tier sehen zu können. 🤨
Dieses Mal tarnte sich die Fuchsmanguste nicht als Erdmännchen... 😄
Common Fiscal (südl. Fiskalwürger)
Aussichtspunkt am Domkrag Dam
Am Hapoor Dam beobachteten wir unser erstes Warthog des Urlaubes.
Dieses musste jedoch bald seinen Platz räumen... 😄
Erst wurde am kleinen Wasserloch getrunken - dann am Großen...
Das Warthog hatte sich inzwischen auch wieder angeschlichen. 😉
Es war toll - irgendwie gehören Elefanten doch einfach zu einem "richtigen" Südafrika Urlaub dazu, oder?! 😊
Renate und Waltraud waren die grauen Riesen vom Auto zuerst noch etwas unheimlich, doch wenn man sich umsichtig verhält und ihre Grenzen respektiert, ist es einfach toll, die Tiere aus der Nähe beobachten zu können.
Wir fuhren weiter und landeten bald in einem Stau! Okay, hier musste es was zu sehen geben, aber wir waren bereits nach kurzer Zeit genervt, von den rücksichtslosen Fahrern, die teilweise abseits der Piste fuhren, um eine bessere Position zu erlangen. 😈
Einige Löwen lagen im Gebüsch, ein kurzer Blick und ein Beweisfoto reichten uns, dann ergriffen wir wieder die Flucht.
Die dritte (und letzte) Schlange des Urlaubs überquerte den Weg.
Hier hatten die Löwen wohl vor einiger Zeit zugeschlagen... 😐
Zwischendurch immer mal in den Rückspiegel zu schauen, ist im Elefantenland durchaus empfehlenswert... 😗
Eine weitere kleinere Gruppe auf dem Weg zum Wasser
Das Kudu-Mädchen genoss die Abendsonne
Um sechs erreichten wir wieder das Camp. Renate und ich bereiteten einen Couscoussalat vor, was etwas ungewohnt war, da die Ausstattung zwar gut war, wir aber für alles zwischen Zelt und Küche hin- und herlaufen mussten. Markus erholte sich derweil von der Fahrerei, während Waltraud uns mit Getränken versorgte... Perfekte Aufteilung! 😛
Einen Büffel konnten wir am Abend noch von unserer Terrasse aus beobachten. Friedlich grasend kam er den Zelten recht nah.
Dark capped Bulbul
Wir ließen den Abend auf unserer Terrasse ausklingen, wurden jedoch nicht allzu alt und kuschelten uns bereits um halb neun in unsere Betten. Lauschten den Geräuschen draußen und hofften, dass es nicht kälter wurde... 😐 Etwas später hörten wir ein leises Schmatzen, schlichen auf Socken nochmal raus und beobachteten einen Elefanten, der direkt vorm Zelt stand und fraß'...
Mit dem Gedanken daran - und die Geräusche vom Campingplatz ausblendend - schliefen wir schließlich ein. 😘
gefahrene Kilometer: 305
Teil 1713. Apr. 2018
07.11.2017 - Ein Tag im Addo und der Zuurberg Mountain Area
Nach einer frischen Nacht im Zelt, klingelte der Wecker um halb sieben. Nach den überaus heißen Tagen in der Karoo hatte das Wetter gewechselt und draußen war es grau, kalt und windig.
Trotz allem frühstückten wir auf der Terrasse (wo auch sonst?!) und machten uns um acht auf den Weg. Raus aus dem Addo und hinein in die Zuurberg Sektion.
Oben angekommen, zeigte das Thermometer nur noch 15 Grad an. 😐 Trotz der unglücklichen Reservierungssituation am Vortag, warteten die Pferde bereits gesattelt auf den Start. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Reiterfahrungen in S.A., erschien mein Guide Max gestriegelt und gebügelt in Chaps und mit Reitkappe. 😉
Und dann ging es auch schon los. Leider habe ich den Namen meines hübschen Fuchs vergessen, im Gegensatz zu Max' Stute, die gerne mal einen Satz machte, war er ein ganz braves Pferdchen...
Unser Ritt führte über die Berge und teilweise an steilen Abhängen entlang. Die Landschaft war wunderschön, aber der Wind pfiff uns um die Ohren, dass ich dachte, meine Reitkappe fliegt vom Kopf. In meiner Regenjacke und nur mit Top bekleidet, war mir sch...kalt... 😕
Leider habe ich nur wenige Handybilder von dem Ritt, evtl. kriege ich es später noch hin, einige Videos zu ergänzen...
Insgesamt war es ein sehr ruhiger Ritt, wir gingen viel Schritt, vorbei an einigen Red Hartebeest, die sich von uns nicht aus der Ruhe bringen ließen. Später trabten wir auch etwas und auf dem Rückweg galoppierten wir zweimal. Die Pferde waren toll und auch das Gelände war super, es war nur einfach viel zu kalt da oben und zog sich immer mehr zu...
Während ich zu Pferde unterwegs war, machten sich Renate, Waltraud und Markus zu Fuß auf den Weg.
Im Nachhinein war es schade, dass ich die Wanderung nicht mitgemacht habe, aber alles geht nun mal nicht im Leben. 😉
Hier einige Impressionen des Trails:
Während Max und ich oben ritten, ging es für die drei Wanderer schön auf und ab.
Paviane beäugten die "Störenfriede" skeptisch
Bereits um viertel vor elf trafen Max und ich wieder am Startpunkt ein. Hatte er etwas falsch verstanden mit der Buchung?! Aufgrund der Temperaturen war ich jedoch nicht allzu böse, fing es doch nun auch noch an zu regnen.
Sorge machte mir allerdings die Aussage des zweiten Mitarbeiters, der mir sagte, dass die drei den 8,5 km Trail machen wollten. 🙄 Wenn da schon drei Stunden angesetzt sind, dann konnte es ja noch dauern, bis sie wieder auftauchten... 😗
Ich lief ein wenig umher, um mich aufzuwärmen, unsicher, aus welcher Richtung sie zurückkommen würden. Entgegenlaufen war somit nicht. 😕 Eine halbe Stunde später tauchten sie dann jedoch wieder auf. Ein Stück waren sie den Doringnek Trail gelaufen, sind dann jedoch umgedreht, um den Cycad Trail zu wählen.
Durchgefroren fuhren wir wieder zum Addo Camp zurück. War es wirklich erst 48 Stunden her, dass wir aufgrund der Hitze noch gestöhnt haben...?! 🤨
Zurück im Camp, duschten wir schnell und wärmten uns mit einem heißen Kaffee wieder auf. Um eins machten wir uns auf den Weg zu einem Drive in den Süden des Parks. Dieses Mal mit Heizung, statt Klima... 😛
Es regnete immer noch, doch den Eli schien das starke Verkehrsaufkommen nicht zu stören.
Die Red Hartebeest hatten etwas von begossenen Pudeln.
Einsames Wasserloch
Blacksmith Lapwing (Waffenkiebitz) an Elefanten Dung
Pearl breasted Swallow (?)
Arbeitspause am Wasserloch
Bokmakierie (Bokmakiri/Buschwürger)
Hübsche Kudumännchen
Warthog an Wiedehopf
Wir trafen auf eine große Büffelherde, die wiederkauend im Gras lag.
Cape glossy Starling (Rotschulter Glanzstar)
Zwischenzeitlich kämpfte sich die Sonne immer mal wieder durch die Wolkendecke
Doch auf der anderen Seite blieb der Himmel bedrohlich dunkel.
Schließlich setzte der Regen wieder ein. 😣
Ein hohes Verkehrsaufkommen am Punkt 38 ließ auf eine besondere Sichtung schließen.
Von unserem Standort aus war nichts zu erkennen, doch als wir ein wenig weiter den Berg hinunterfuhren, konnten wir durch's Fernglas erkennen, was den "Stau" verursachte..
Gut versteckt lagen mindestens zwei Löwen faul in den Büschen.
Sie waren weit entfernt und ihre Position ließ nicht auf baldigen Aufbruch schließen... 😛 Also setzten wir unseren Weg bald weiter fort.
Die Büffelherde war mittlerweile weiter gezogen, aber ein einzelnes Exemplar entdeckten wir später noch.
Am Spekboom Hide machten wir einen Stopp und erkundeten den interessanten Hide.
Leider lag das Wasserloch verlassen dar, aber der Hide an sich ist schon sehr interessant gebaut.
Wie am Vortag war der Hapoor Dam wieder ein Garant für Elefantensichtungen.
Leider fielen auch wieder Negativbeispiele auf... 😕 Veranstalter, die zur Belustigung ihrer Gäste die Komfortzone der Elefanten missachteten. 😈
Der Bulle war ganz offensichtlich "not amused", der Van machte hingegen keine Anstalten, den Weg frei zu machen. Aber wie heißt es so schön: "der Klügere gibt nach" und das war in diesem Fall ganz klar der Elefant!
Kurz vorm Camp trafen wir im dichten Gebüsch auf einen weiteren grauen Riesen, der die Büsche regelrecht auseinanderpflückte...
Malachite Sunbird (Malachit-Nektarvogel) - leider ohne Sonne... 😐
Um halb sechs waren wir wieder im Camp und pünktlich setzte auch der Regen wieder ein. Alles war nass und ans grillen war somit gar nicht zu denken...
Wir erwärmten den restlichen Couscous, machten einen großen Salat dazu, funktionierten unsere Transportbox als Campingtisch um und nahmen unser Abendessen in unserem Zelt ein.
Dazu gab es zwei Flaschen Rotwein, damit wir zumindest innerlich warm wurden.... 😛
Um halb zehn riefen die Betten und dieses Mal ließen wir uns auch nicht von einem einzelnen Büffel wieder vor die Tür locken, der draußen am Zaun entlang streifte. Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 122
Teil 1814. Apr. 2018
08.11.2017 - Nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein...
Nachdem der vorherige Tag ein wenig ins Wasser gefallen war, begrüßte uns nun die Sonne, als wir um kurz nach sechs aus dem Zelt blickten... 🙂
Wir packten die Kühltaschen für ein späteres Frühstück und waren um halb sieben startklar. Erneute sollte es in den südlichen Teil des Addo's gehen, dieses Mal hatten wir uns den Harvey's Loop vorgenommen.
Familie Warthog war ebenfalls schon auf den Beinen
Hadeda Ibis (Hagedasch)
Speckled Mousebirds (Vielen Dank, Maddy 🙂 ) Grey-go-away bird (Grauer Lärmvogel) - gibt es hiervon eine kleinere Unterart? 😐 Die Exemplare im Addo waren irgendwie viel kleiner also sonst... 🙄
Der Kudu ließ sich von uns nicht stören und frühstückte genüßlich. 😛
Dieser grüne Geselle (Sombre Greenbul) sammelte währenddessen eine Station tiefer die roten Beeren.
Ein entgegenkommendes Auto machte uns auf einen Tüpfelhyänenbau aufmerksam und tatsächlich fanden wir kurz darauf den Bau, der von einem Halbstarken mehr oder weniger bewacht wurde...
So ein unschuldiger Blick... 😘
Die kleine Hyäne war sich nicht so sicher, wo sie hin sollte... Von dem restlichen Rudel war nichts zu sehen oder zu hören.
Schließlich legte sie sich wieder unter den Busch und wir fuhren weiter.
Greater double-collard sunbird
Bei dem dichten Buschwerk kann hinter jeder Ecke eine Überraschung lauern...
... und so war's dann auch.
Rechts oder links?!
Das Grün auf der rechten Seite war dann doch verlockender. 😉
Cape turtle dove (Kapturteltaube)
Nach 1,5 Stunden hatten wir die Jack's Picnic Site (benannt nach Jack, einem der ersten Black Rhinos des Addo's) erreicht.
Wir waren die einzigen Gäste dieser gepflegten Site und suchten uns ein schönes Plätzchen.
Kaum packten wir die Tasche aus, hatten wir auch schon Besuch von diesem hübschen Cape Robin-Chat (Kaprötel).
Wir frühstückten gemütlich und genossen die Sonnenstrahlen. Lediglich der Abwasch war etwas kompliziert, da es keine vernünftige Möglichkeit gab... Ziemlich ungewöhnlich bei solchen Picnic Sites. Renate und ich wuschen im hinteren Teil des Gebäudes behelfsmäßig das Geschirr und weiter ging es.
Ein Greifvogel (Jackal Buzzard (Schakalbussard), endlich mal von vorne... 😉
Common fiscal (Südlicher Fiskalwürger)
Am Lismore Wasserloch war mal wieder "Elefantenalarm" angesagt. 😎
Wie immer war die Interaktion der Tiere faszinierend zu beobachten.
Dem Kleinsten fehlte ein Stück vom Schwanz, trotzdem hatte er es faustdick hinter den Ohren und bedrängte seine Schwester/Cousine o.ä. regelrecht.
Ein richtiger Quälgeist... 😄
Dem Warthog war's egal... es ahnte nicht, dass es auch noch zum Opfer werden sollte... 😗
Erst unbeeindruckt, suchte es dann doch das Weite. 😄
Die Familie zog weiter und ließ sich vom Gegenverkehr nicht beirren.
So sah' das Schauspiel von oben aus. (Hügel) Der Autofahrer hatte schließlich Glück, dass die Familie die Richtung doch noch änderte. 😛
Im südlichen Zipfel des Parks angekommen konnte man das Meer (fast) sehen.
Fork-tailed Drongo (Tauerdrongo)
Auch auf unserem Rückweg war das Wasserloch noch gut frequentiert...
Nach diesem "elefantenlastigen" Drive freuten wir uns auch sehr über diese kleine Schildkröte zur Abwechslung...
Mittlerweile war es richtig schön geworden. 🙂 Ich liebe diesen afrikanischen Himmel...
Zum Abschluss des Drives trafen wir kurz vorm Camp noch auf ein paar (Steppen-)Zebras.
Weiter geht's im nächsten Teil...
Teil 1916. Apr. 2018
08.11.2017 - Fortsetzung - Ausritt im Addo
Als wir zur Mittagszeit wieder am Camp ankamen, waren die Vervet Monkeys aktiv, erbeuteten aber nix bei uns... 😛 🤪
"Wo ist das Äffchen?!" Markus schickte dieses Foto an Familie und Freunde, bevor ich es überhaupt selber zu Gesicht bekam... 😈
Nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es für mich dann schon weiter... Dank' Sabine (Applegreen) hatte ich gecheckt, dass die Horse Trails am Nachmittag für erfahrenere Reiter angeboten werden. Ansonsten hätte ich ich doch glatt für einen Ritt am Morgen angemeldet und wäre wohl furchtbar enttäuscht gewesen... 😗 Ich zahlte den Ritt bei meinen "Freunden" an der Game Drive Reception, bevor wir zu den Ställen liefen.
Die Ställe liegen, am Eingang links, auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie.
Als wir ankamen, wurden die Pferde gerade gesattelt und dieses Mal war ich nicht der einzige Teilnehmer. Eine junge Frau (Jaqueline aus Amsterdam) ritt ebenfalls mit.
Die Pferde wurden zugeteilt und ich erhielt dieses Mal einen hübschen Braunen, namens Menshaw.
Während ein Mitarbeiter mit uns rumflachste und für Fotos posierte, waren andere Stallbewohner weniger motiviert und vermutlich froh, einen freien Tag zu haben... 😄
Wir erhielten noch die kurze Einweisung von unserem bewaffneten Guide, bei einer Gefahrensituation von den Pferden abzuspringen und sie laufen zu lassen, bevor er im gestreckten Galopp vom Hof ritt. 🙄 Das war schon mal ein anderer Schnack, als am Vortag mit dem gesitteten Max... 😗
Zeit zum Verabschieden war nicht mehr, wir mussten hinterher... 😄
Es ging durch eine weitere Unterführung und ein Gatter in einen anderen Teil des Parks - die Nyathi Sektion. Hier soll es wohl auch Elefanten geben, aber man sieht sie anscheinend nur mit viel Glück - ich nehme es mal vorweg - wir haben noch nicht mal einen Fußabdruck gesehen. 🤨
Dafür entdeckten wir schon bald frische Löwenspuren und änderten die Richtung...
Wirklich toll und faszinierend war es, auf eine große Gruppe Elands zuzureiten. Die sonst so scheuen Tiere waren total relaxed und blieben sogar liegen. (leider gibt es nur Bilder vom Handy)
Auch die Pferde waren entspannt und gut erzogen. Zwischendurch gab' es immer Trab- und Galoppsequenzen und wir sahen im Laufe der Tour noch Warthogs, Strauße und Zebras und Tiando (?) erklärte uns immer einiges zu den Tieren.
Zum Schluss sind wir ein längeres Stück galoppiert und es ging auch zügig voran. Von der Landschaft her fand ich den Ritt allerdings nicht so dolle - es waren viele Hochspannungsmasten zu sehen, wodurch das National Park-Feeling getrübt wurde.
Trotzdem waren es zwei schöne Stunden und ich bin froh, dass meine Mitreisenden mir die "Auszeit" zugestanden haben! 😘
Nach dem Ritt, sattelten wir die Pferde ab und entließen sie zu ihrem Sandbad. Ich lief mit Jaqueline und ihrer Familie zurück zum Camp, wo sich unsere Wege dann trennten.
Renate und Waltraud sind während meiner Abwesenheit den kleinen Rundweg gelaufen und Markus hat sich ein wenig (von uns) erholt. 🙂
Ein Elefanten leistete ihm dabei Gesellschaft.
Wir verzichteten auf einen weiteren Drive an diesem Tag und kümmerten uns um das Abendessen. Das Wetter war prima und so schmiss Markus den Grill an, während Renate und ich im Küchenzelt "rumwerkelten". Waltraud war mal wieder für die Getränke zuständig... 😉
Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir unserer Abendessen auf der Terrasse ein. Zum Filet gab es Butternut und Schafskäse vom Grill und dazu noch einen Salat.
Als es bereits dunkel wurde, lief ich mit meiner Mutter nochmal zur Aussichtsplattform vor (hier waren wir seit unserer Ankunft gar nicht mehr gewesen... 😗 ) und entdeckten einen Eli, der auf dem Weg zum Wasserloch war.
Im letzten Licht gelang noch ein Bild.
Etwas später bekamen wir noch Besuch aus dem Nachbarzelt, von Kerstin und ihrem Mann. Die beiden kommen aus Hamburg und Markus hatte im Vorfeld über ein Nachbarforum Kontakt zu ihnen, da sie eine ganz ähnliche Tour gefahren sind. Zur Feier des Tages gab es eine Runde Killepitsch, die eigentlich als Gastgeschenke mit an Bord waren und wir leerten die Flasche Gin...
Um halb zehn krabbelten wir zum letzten Mal in unsere Safarizelte, da es am nächsten Morgen wieder an die Küste ging. 😘
gefahrene Kilometer: 79
Teil 2001. Mai 2018
09.11.2017 - Der letzte Vormittag im Addo
Um halb sechs ging der Wecker für uns, heute waren unsere Tage im Addo gezählt und es ging weiter in Richtung Küste. Wir frühstückten gemeinsam auf unserer Terrasse das restliche Müsli, Obst und Joghurt und schmierten uns ein paar Brote für die Fahrt. In den kommenden Tagen war es mit der Selbstversorgung erstmal wieder vorbei.
Nachdem alles im VW-Bus verstaut war, ging es um halb acht los.
Ein Buschbock-Weibchen beobachtete unsere Aktion.
Insgesamt hatten wir bei unserer Fahrt in den Südteil des Parks recht wenig Tiersichtungen. Allerdings erwarteten uns allen beiden Wasserstellen wieder große Elefantengruppen.
Diese ließen sich von den Wartungsarbeiten nicht weiter beirren.
Blacksmith Lapwing (Schmiedekibitz)
Impressionen vom Hapoor Dam:
Knoten im Rüssel 😉
Kittlitz's Plover-Paar (Hirtenpfeifer)
Kudu-Weibchen beim Frühstück
Am nächsten Wasserloch trafen wir auf einen einzelnen Elefantenbullen.
Blackbellied Starling
Red Hartebeest (Kuhantilope)
Am Lismore Waterhole gab es ebenfalls Eli-Alarm
Bei den Halbstarken wurde "gerüsselt" und gerangelt...
... es war ein Vergnügen den Elefanten zuzusehen und wir konnten uns kaum losreißen.
Ein Büffel mischte sich unter die Gruppe und durfte ungestört trinken. Das Warthog musste allerdings noch warten.. 😗
Als auch hier ein Kontrollfahrzeug das Wasserloch begutachtete, setzen auch wir unseren Weg weiter fort.
Einige Kilometer weiter wuselte etwas durchs Gras und wir erkannten zwei aufgeregte Schakale.
Bald konnten wir erkennen, was ihre Aufmerksamkeit erregte...
Zwei Löwinnen lagen neben einem frisch erlegten Warthog.
Seltsamerweise rührten sie das Tier jedoch nicht an, sondern schauten sich immer wieder um und veränderten ihre Position.
Vielleicht hatten sie einfach keinen Hunger?! 😕 Wohlgenährt sahen die beiden auf alle Fälle aus! 😄
Während wir weiter rätselten, stand ein Elefanten vorm geschlossenen Wasserloch. 🙄 Auch hier waren Arbeiten im Gange und man hatte das Wasserloch umzäunt. Pech für den Eli...
Durch Gespräche mit einem Gamedrive-Fahrzeug wurden wir auf zwei weitere Löwen aufmerksam gemacht, die weit entfernt unterer einem Busch lagen. Lt. dem Ranger handelte es sich wohl vermutlich u.a. um die Mutter der beiden Löwinnen, die das gerissene Warthog bewachten. Er meinte, dass sie erst gemeinsam fressen würden, wenn sich die Löwen von der Jagd erholt hätten.
Wir beobachteten gespannt weiter die Lage, doch nichts passierte und somit mussten wir leider aufbrechen, da unserer Weg noch weiter bis Cape St. Francis ging. Schade, gerne hätten wir später nochmal vorbei geschaut...
Auch der Elefantenbulle starrte in die Röhre.
Und hier die Szene von weiter oben, die Fahrzeuginsassen beobachten die Löwen, der Elefant die Arbeiter. 😄
Eine halbe Stunde später war das Ende des Parks bzw. das Gate zu sehen. Auf dem Parkplatz vertraten wir uns die Beine und aßen unsere Brote.
Schön war es gewesen, doch nun freuten wir uns auf neue Abenteuer und etwas Bewegung! 😛
Fortsetzung folgt...
Teil 2101. Mai 2018
2. Teil - 09.11.2017 - Vom Addo geht's ans Meer nach Cape St. Francis
Die ca. 150 Kilometer lange Strecke führte uns über die N2 an Port Elizabeth vorbei.
Es war diesig und ziemlich stürmisch. Das Thermometer zeigte 20 Grad an.
Nach 1,5 Stunden kamen wir in St. Francis Bay an.
Erschreckend und bedrückend waren die gepflegten Anlagen und Resorts auf der einen und die Townships auf der anderen Seite des Ortes. 🙁
Von dem mondänen St. Francis Bay sind es nur ein paar Kilometer bis zum beschaulicheren Cape St. Francis.
Mal wieder zu früh, erreichten wir unsere Unterkunft für die kommenden beiden Nächte. 😗 Wir hatten eine verkürzte Form des Chokka-Trails gebucht und das Cape St. Francis Resort diente uns als Basisstation.
Überaus freundlich wurden wir an der Rezeption empfangen. Das Resort liegt direkt am Ozean und verfügt über verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, von Hotelzimmern bis zu Luxus-Beachvillen. Wir hatten uns auf zwei Doppelzimmer eingestellt, die nach den Safari Zelten im Addo, für unser Empfinden sicherlich schon luxeriös gewesen wären... 😗
Nach einigem Hin und Her erhielten wir statt der zwei Schlüssel jedoch nur einen. Zudem einen Lageplan mit dem entsprechenden Vermerk: "Green Pepper".
Wir staunten nicht schlecht, entpuppte sich doch unser "Green Pepper" Appartment als freistehendes Ferienhaus! 🤩
Neben einer gut ausgestatteten Küche und einem gemütlichen Ess-/Wohnbereich verfügte das Haus über je zwei Schlafzimmer im Erd- und Obergeschoss.
Zudem gab es einen eigenen Garten mit Braai-Bereich und Außenmöbeln. Da lachte sogar mal die Sonne vom Himmel! 🙂
Wir entluden das Auto und suchten uns Zimmer aus. Während der Fahrt hatten Markus und ich noch vermutet, dass so langsam Lagerkoller ausbrach und wir waren erleichtert, dass hier jeder ohne Probleme für zwei Nächte sein eigenes Reich haben konnte. 😉 Umso erstaunter schauten wir wohl bei der Entscheidung von Renate und Waltraud, sich auch hier ein Zimmer zu teilen.... 🙄 Na, das war doch ein gutes Zeichen, dass die Stimmung an Bord noch super war!!!! 😄
Nach kurzer Erholungspause liefen wir den Weg zwischen den hübschen Ferienhäusern bis zum Meer.
Dort war es allerdings so stürmisch, dass uns der Sand um die Ohren sauste.
"Gruppenfoto"
Aufgrund des starken Windes war auch entsprechend wenig los am Strand... 😗
Der Leuchtturm von Cape St. Francis
Schon bald waren wir ordentlich durchgepustet und wir durchquerten das Resort, um auf der gegenüberliegenden Seite das Irma Booysen Reservat zu besuchen.
Bei unserer "abgespeckten" Version des Chokka-Trails, dem "Walk on the Wild Side", geht die Wanderung erst am 2. Tag los und wer möchte, kann vor Ort einige Wanderungen auf eigene Faust machen.
Gesagt getan - Renate machte direkt Tempo... 😉
Eine richtige Route fanden wir nicht und so folgten wir den Wegen durch das Reservat kreuz und quer, bestaunten die vielen verschiedenen Pflanzen und Blumen und genossen den Blick auf die Küste.
Nach einigem Auf und Ab, erreichten wir schließlich die Straße, die zurück zum Resort führte.
Markus und ich fuhren nochmal zurück nach St. Francis Bay, um Geld zu ziehen und kurz ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Es war noch Vorsaison, die Bürgersteige waren quasi hochgeklappt und bereits um 17.00h war überall tote Hose und sämtliche Läden hatten geschlossen. Der Spar dort ist allerdings wirklich ein SuperSpar!!! Ein Luxustempel, mit Musik im Hintergrund und polierten Regalböden... 😁
Bereits als wir uns für das Abendessen zurecht machten, fing es an zu regnen. Da das Restaurant aufgrund einer Firmenveranstaltung komplett gebucht war, nahmen wir das Essen in der nahe gelegenen Boma ein.
Auf der Karte gab es nur drei Gerichte und während Renate und Waltraud den Hake nahmen und Markus das Rinderfilet entschied ich mich für die Prawns. Später stellte sich heraus, dass im Preis des Trails nur Fisch und Filet inklusive war und somit mussten wir meine Garnelen extra zahlen. 🙄 Das nervte mich etwas, aber es war natürlich auch unser Fehler gewesen, da wir nicht expliziert vorher darauf hingewiesen hatten, dass wir Teilnehmer des Trails sind... Lecker war das Essen auf alle Fälle! 😛
Gut gesättigt machten wir uns auf den kurzen Rückweg und ließen den Abend in trauter Runde bei einem Glas Wein und WLAN 🤩 ausklingen... 😘
gefahrene Kilometer: 233
Teil 2201. Mai 2018
10.11.2017 - Walk on the Wild Side
Um sechs standen wir auf und machten uns nach einem Tee bzw. Kaffee auf den Weg zum Frühstück im Restaurant. Die große Gruppe, welche am Vorabend das Restaurant belegt hatte, war nun erneut da und es war laut und trubelig. Das Frühstücksbuffet war sehr gut, es gab eine große Auswahl an frischem Obst und Eierspeisen wurden direkt auf Wunsch gebraten.
Pünktlich um halb neun warteten wir an der Rezeption auf Esti und waren gespannt, was uns erwartete... außer der Kilometerangabe (16) unseres heutigen Trails und dass es durch unterschiedliche Landstriche gehen sollte, hatten wir nicht allzu viele Infos.
Um viertel vor neun brausten schließlich Esti und ihr Mann, Eric, vor, wir wurden alle in den 4x4 verfrachtet und zum Startpunkt (Dune Ridge Country House) gefahren. Ein südafrikanisches Paar hatte den kompletten Chokka Trail gebucht und war am Vortag bereits mit Esti bis dort gewandert und hatte schließlich dort übernachtet.
Nach kurzer Vorstellungsrunde und einer kleinen Führung durch die hübsche Unterkunft ging es somit zu siebt los.
Wir kämpften uns zuerst durch dichtes Buschwerk.
Bald jedoch erreichten wir die bewachsene Dünensektion, die es zu überqueren galt... 😉
Das Wetter war perfekt zum Wandern, bewölkter Himmel, nicht zu heiß und durch den Regen am Vorabend, war der Sand ein wenig fester als sonst... 😗
Es ging ordentlich auf und ab und wir gerieten bereits ins Schwitzen.
Esti machte ordentlich Tempo, meine Mutter machte mit und wir machten uns langsam Sorgen... 🤨
Nach einer guten Stunde machten wir eine Pause und stöberten schon mal ein wenig in unserem Lunchbeutel, den wir im Cape St. Francis Resort erhalten hatten.
Weiter ging es dann durch ein Gebiet, welches einige Monate vorher abgebrannt war. Die verkohlten Bäume und Büsche standen und lagen noch herum, dazwischen blühte es jedoch wunderschön.
Es war einfach zauberhaft, durch dieses Blütenmeer zu wandern. 🙂
Zwischendurch blieb Esti immer mal wieder stehen und erklärte uns Pflanzen etc. Wir nahmen es als willkommene "Kurzpause" oder um nach einem Fotostopp wieder aufzuholen... 😄
Nach ca. zwei Stunden erreichten wir schließlich das Meer.
Der Weg führte uns runter und wir suchten uns zwischen den großen Steinen jeweils ein windgeschütztes Plätzchen und machten uns über unsere Lunchpakete her. Hatten wir uns morgens noch über die Hamburger mit Hühnerfilet gewundert, schmeckten sie nach dem strammen und anstrengenden Marsch nun umso besser! 😛
Nach einer guten halben Stunde setzen wir unseren Weg, der Küstenlinie folgend, fort.
Es war einfach wunderschön, der Blick auf das Meer, das satte grün überall, die Blumen, der Wind... herrlich!
Wir stoppten an dem angeblich zweiten größen Blowhole im südl. Afrika.
Es war ganz nett, aber Markus und ich hatten es uns im Vorfeld spektakulärer vorgestellt. Aber auch kleine Dinge erfreuten uns, wie dieses verlassene Zebraschneckenhaus.
African darter (Afrikanischer Schlangenhalsvogel)
Ein aufgeregtes Kronenkiebitz-Paar (Crowned Lapwing) erregte unsere Aufmerksamkeit. Sie machten einen Höllenlärm, da wir uns anscheinend ihrem Nest näherten. Esti wies einen Spaziergänger auf, seine Hunde anzuleinen und die Vögel beruhigten sich wieder, als wir vorbei waren.
Schließlich war Cape St. Francis und somit unser Ziel in Sicht. 😎
Wir liefen bis zum Leuchtturm vor.
Das dortige SANCCOB Sea Bird and Penguin Rehabilitation Centre war leider aufgrund von Personalmangel nicht geöffnet und konnte somit auch nicht besichtigt werden. Verletzte Tier werden dort in verschiedenen Sektionen aufgepäppelt und trainiert, so dass sie wieder in die Freiheit gelassen werden können.
Es gibt jedoch auch Fälle, die in der Wildnis nicht überleben würden und somit dort verbleiben. Für diese armen Tiere hätte ich mir ein deutlich schöneres Zuhause gewünscht, von daher gibt es davon auch nur ein Foto... 🙁
Ein obligatorisches Foto und wir setzten unseren restlichen Weg bis zum Resort weiter fort.
Der Kitesurfer freute sich wohl über den Wind, wir kämpften gegen ihn an.
Nach fünf Stunden erreichten wir um halb drei unsere Unterkunft im Resort. Eric hatte mittlerweile das Gepäck unserer beiden Mitwanderer hierher gebracht, da sie die Nacht ebenfalls im Resort verbrachten.
Wir duschten und legten kurz die Füße hoch, bevor es um kurz vor fünf zur Kanaltour in St. Francis Bay weiterging...
Fortsetzung folgt...
Teil 2302. Mai 2018
10.11.2017 - Fortsetzung: Kanaltour in St. Francis Bay
Nach einer kurzen Verschnaufpause, wurden wir um halb fünf von einem Guide für die Bootstour abgeholt. Aufgrund unserer weiteren Reiseplanung hatte Markus im Vorfeld mit Esti besprochen, dass wir am letzten Tag um die Mittagszeit los wollten. Die Kanaltour findet eigentlich am letzten Mittag statt, passte zeitlich aber auch gut in den zweiten Tag. Und laufen mussten wir dabei ja schließlich nicht... 😛
Auf dem Weg zur Rezeption entdeckten wir diese Speckled Pigeon (Guineataube)
Die Fahrt ging (wieder am Township vorbei) zum Hafen nach St. Francis. Dort stiegen wir in ein Boot ein, dass zuerst nicht anspringen wollte, uns dann jedoch anstandslos durch das Kanalsystem tuckerte.
Das Wetter war den ganzen Tag über nicht wirklich besser geworden und ich war froh, über meine Softshellhose und -jacke.
Die Stimmung an Bord war jedoch ungetrübt. 🙂
St. Francis Bay gilt als Wassersportparadies. Der vier Kilometer lange Strand bietet hervorragende Bedingungen für das Surfen und der Ort gilt als einer der Hotspots des Who-is-who in Südafrika. Entlang eines acht Kilometer langen Kanalsystems gibt es Prachtvillen, bei denen uns die Münder offen stehen blieben.
Einige Schwimmer kreuzten unseren Weg.
Auch Wasservögel sahen wir. Könnte dies ein Common Whimbrel (Regenbrachvogel) sein?! 😕
Wir tuckerten durch die Kanäle und genossen diese eigenartige Stille. Es war irgendwie surreal. Unser Skipper erklärte, dass nur wenige Wochen später, in den Ferien, hier der Teufel los wäre und es drunter und drüber gehen würde... 🙄 Nun lagen die meisten Häuser ruhig und verlassen dort und wir hörten von einigen internationalen Größen, die hier ihr Feriendomizil haben. Tja, schon ein schönes Fleckchen, wenn man nicht weiß wohin mit der ganzen Kohle... 😗
Ein Black Oystercatcher Paar (Klippen-Austernfischer) bei der Muschelsuche.
Der Himmel lockerte doch noch etwas auf und ließ ein wenig blauen Himmel erahnen.
Little Egret (Seidenreiher)
Nach einer guten Stunde trafen wir wieder etwas nachdenklich und ziemlich durchgefroren am Startpunkt ein.
Auf dem Weg zum Resort sprangen Waltraud und ich am Cape nochmal hinaus in die Kälte, um den Sonnenuntergang zu bewundern.
Das Abendessen nahmen wir dieses Mal im Joe's Fishhouse ein und gönnten uns zu Calamari, Fisch bzw. Steak eine Flasche Wein.
Um zehn verkrümmelten wir uns schließlich in unsere bequemen Betten, während draußen der Wind pfiff. 😘
Teil 2402. Mai 2018
11.11.2017 - Letzter Tag des Chokka-Trails...
Bereits um sechs wurden wir wach, machten uns Kaffee und Tee und packten zusammen, da wir die Unterkunft räumen mussten, bevor wir den letzten Teil des Trails in Angriff nahmen...
Um sieben liefen wir vor zum Restaurant - konnten allerdings direkt wieder umdrehen, da noch alle Türen zu waren. 🙄 Nächster Versuch also um halb acht und siehe da, die Pforten waren geöffnet. 😛 Die große Gruppe war abgereist und somit fiel das Buffet auch etwas kleiner, jedoch nicht schlechter aus.
Erneut erhielten wir ein Lunchpaket - dieses Mal jedoch ohne triefenden Burger - und wanderten um halb neun mit Esti und dem südafrikanischen Ehepaar los in Richtung St. Francis Bay.
Dieses Mal ging es direkt am Strand entlang und die Sonne lachte vom Himmel. 🙂
"Unser" Resort vom Strand aus gesehen.
Esti machte erneut ordentlich Tempo, wodurch man bei jedem Fotostopp abgehängt wurde... 🤪
Die aufsteigenden Vogelschwärme wurden also leider nur im stammen Schritt aufgenommen. 🙄
Vom Strand ging es an der Küste entlang über steinigere Passagen, die Landschaft (und dieses Mal auch das Licht) war erneut wunderschön.
Nach einer Stunde erreichten wir das Cape, wo 2 Angler ihr Glück versuchten. Die drei dazu gehörigen Border Collies rannten abwechselnd zu uns und versüßten uns die Kurzpause. 🤪
Ist der nicht zum Klauen?! 😘
Waltraud konnte gar nicht schnell genug Stöckchen sammeln und werfen! 😄
Schweren Herzens ging es für uns weiter. Ich hätte ewig hier sitzen können...
Eine gute halbe Stunde später erreichten wir den Hafen von St. Francis und den dazugehörigen Seafood Market.
Auf diesem Bild erkennt man recht gut, wie stark die Brandung gegen die Kaimauern klatscht und wie ruhig es im Becken ist.
Nachdem wir nacheinander das stille Örtchen aufgesucht hatten, erwartete uns ein Kalamari Tasting. Yammi!!! 😛 Kaum zu glauben, dass ein Teil der Kalamari (die Sticks) aus Argentinien kommen, während die südafrikanischen Ringe u.a. nach Spanien, Italien und Griechenland exportiert werden. 🙄
Eine sehr nette Mitarbeiterin nahm für uns einen "Chokka" aus und erklärte alles genau, während Esti übersetzte.
Der "Schnabel" 🤨
Es war sehr interessant mehr über den Fang zu erfahren: die Crew (16-26 Mitarbeiter, je nach Größe des Bootes) ist für 14 bis 21 Tage auf See. Der Tintenfisch kann theoretisch das ganze Jahr über gefangen werden, die Hochsaison ist jedoch im Dezember und Januar. Zweimal im Jahr gibt es jedoch einen Fangstopp (1x3 Monate und 1x5 Wochen), damit sich der Bestand erholen kann. Während dieser Zeit werden die Boote im Hafen kontrolliert und repariert.
Wir liefen entlang des Hafens an den vielen Neubauten vorbei. Es wirkte alles irgendwie etwas künstlich.
Dafür sahen wir unseren ersten afrikanischen Otter im Hafenbecken! 🤩
Und einen White Breasted Cormorant (Weißbrustkormoran)
Die letzten Kilometer ging es nochmal am Meer entlang.
Es ging ein kurzes Stück durch den (zugegebener Maßen) recht kleinen Botanischen Garten.
Meine Mutter war nicht zu bremsen... 🙄 Wir befürchteten schon einen Hitzschlag - immerhin behielt sie den Sonnenhut mittlerweile auf... 😵 😗
Gegen halb eins erreichten wir unser Ziel, ein nettes Gartencafé, in dem wir uns einen schattigen Platz suchten. Der Rambling Rose Tea Garden and Coffee Shop ist eine Mischung aus Café, Restaurant und Ladenlokal, in dem es auch allerlei nette Dinge zu kaufen gibt. Allerdings ist es wohl auch ein Treffpunkt für gut betuchte Mütter, die sich auf einen Kaffee mit anderen Müttern treffen, während ihre Kinder auf der Hüpfburg rumtollen und Eiscreme essen... oh je, ich höre mich schon fast ein wenig spießig an... 😛
Nein, es ist wirklich hübsch, nur wir passten so verschwitzt irgendwie nicht so wirklich rein... 😉
Nach einem kühlen Savanna und einem leckeren Salat mit Huhn, hieß es dann Abschied nehmen!
Es waren zwei schöne Tage gewesen und uns allen vieren hatte die Tour gut gefallen. Während Markus und Waltraud gemeinsam mit Hildegard und Willem von Esti und Eric zum Resort zurück gefahren wurden, machte ich mich mit Renate zu Fuß auf den Weg zum Superspar. Wir wollten die Zeit nutzen und bereits die Einkäufe für die kommenden Tage machen, so dass Markus uns nur noch "aufgabeln" musste und wir direkt durchstarten konnten... Auf geht's nach Plettenberg!
Fortsetzung folgt
Teil 2503. Mai 2018
2. Teil - 11.11.2017 - "Da steht ein Pferd auf dem Flur"
Nach längerer Überlegung waren wir zu dem Entschluss gekommen, die folgenden Tage nicht auf verschiedene Unterkünfte aufzuteilen, sondern von Plettenberg Bay bzw. genauer gesagt von Harkerville aus, Tagestouren zu den nahe gelegenen Highlights zu unternehmen.
Langsam aber sicher kamen wir unserem Start- und Zielpunkt dieser Reise, Kapstadt, immer näher... 😐
Von St. Francis ging es somit gut 170 über die N2, bevor wir weiter bis nach Harkerville fuhren und nach unserer Unterkunft für die nächsten vier Nächte Ausschau hielten.
Das war es nicht, aber direkt gegenüber gibt's ein Tor, durch das man zu Angel's Restfarm gelangt.
Während die Eigentümer, Liz und Hannes, in dem linken Haus leben, dient das rechts gelegene Cottage als Ferienwohnung. Ringsherum umgeben von Wald und Wiesen und Natur. Außerdem laufen 11 Pferde und 3 Katzen frei auf dem Gelände umher und statten regelmäßige Besuche ab.
Wir wurden freundlich von Hannes begrüßt, als wir ankamen. Liz war leider einige Tage in Kapstadt, so dass wir sie leider nicht kennen lernten. Schon beim Ausladen machte Hannes uns darauf aufmerksam, den unteren Teil der Eingangstüre immer geschlossen zu halten, da die Pferde recht neugierig waren und auch mal die Treppe hochliefen. 😎
Okay, die erste Lektion hatten wir gelernt - hier hieß es nicht "Achtung, Affen" - sondern "Achtung, Pferd" - in diesem Fall Alexander... 😛
Wir verstauten unsere Einkäufe und das Gepäck und schauten uns erstmal um.
Merlin's Cottage:
Es gibt zwei Schlafzimmer
Aussicht aus dem Mainroom
Ein kleines Bad mit Dusche und Toilette
Einen großen Wohnraum, mit voll ausgestatteter Küchenzeile, Essbereich und ausreichend Sitzgelegenheiten. Außerdem einen kleinen Ofen - zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass wir ihn noch nutzen würden... 😗
Obwohl es ganz anders, als das große, helle und recht moderne Haus in Cape St. Francis war, waren wir begeistert und fühlten uns direkt wohl. Hannes hatte uns zudem zur Begrüßung einen Korb mit frischen Eiern und Kräutern aus dem Garten überreicht. Es duftete einfach wunderbar! 😊
Wir genossen die Aussicht und die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
Markus nahm direkt Kontakt auf! 😄 Vielleicht brauchte er bei drei Frauen auch langsam mal männliche Unterstützung...?! 😗
Nacheinander kamen alle Pferdchen an der Terrasse vorbei und schauten sich die neuen Besucher genau an.
Zum Abendessen gab' es dieses Mal "nur" Käse, Oliven und Weintrauben, nachdem wir tagsüber bereits zweimal gegessen hatten. Dazu ein leckeres Fläschchen Weißwein - was braucht man mehr?! 😉
gefahrene Kilometer: 193
Teil 2603. Mai 2018
12.11.2017 - Tagesausflug zum Storms River Mouth
Mal wieder waren wir um sechs Uhr wach 😎 und zauberten uns ein schönes Frühstück mit frischen Eiern, von glücklichen Hühnern.
Die Sonne schien und Besuch stand auch bereits vor der Tür...
Gut gestärkt fuhren wir die ca. 60 Kilometer zurück, zum Tsitsikamma NP.
Als wir um kurz nach zehn am Gate eintrafen, warteten dort bereits etliche Fahrzeuge. 🙄 Anscheinend stimmte etwas mit der Leitung nicht und somit dauerte der Bezahlvorgang bei den vorausfahrenden Fahrzeugen ewig...
Nach einer halben Stunde hatten wir es dann jedoch endlich geschafft und es ging weiter, bis zum Meer. Markus und ich waren bereits 2012 hier gewesen, fanden den Ort aber ganz passend für einen Tagesausflug.
Wie die Orgelpfeifen... 😄
Wir liefen bis zum Mouth Trail vor, vorbei an dem abgebrannten Restaurant, dass zur Zeit immer noch in einem Zelt untergebracht ist.
Eine Gruppe Kajakfahrer machte sich gerade bereit.
Wir liefen über die Holzstege bis zu den Brücken und genossen die Aussicht.
An der Suspension Bridge angekommen, stand für Renate die nächste Hürde des Urlaubes auf dem Programm. 😐 Ihr Gesicht auf dem Foto spricht Bände... 😏
"Man wächst mit seinen Aufgaben!" Bevor wir uns versahen und ohne gutes Zureden o.ä. lief sie los... 😮
Auf der anderen Seite war ihr die Erleichterung jedoch im Gesicht abzulesen. 🙂
Ich wollte noch ein Stück weiter hoch, in Richtung Aussichtspunkt, allerdings war der Aufstieg am Anfang bereits so steil, dass ich wieder umdrehte.
Ein letztes Gruppenfoto und wir machten uns auf den Rückweg.
Ist das nun am Ende etwa auch ein Wolpertinger?! 😄
Ach ne, ist ja doch ganz harmlos...
Tschüss, Storms River Mouth... Ursprünglich hatten wir hier eigentlich mal übernachten wollen und nun war nur ein paar Stunden Aufenthalt daraus geworden. Bei den vielen Touris, die überall umherliefen, war uns das jedoch ganz recht... 😎
Fortsetzung folgt
Teil 2704. Mai 2018
12.11.2017 - 2. Teil - Bloukrans Bridge und Nature's Valley
Auf dem Rückweg vom Tsitsikamma NP legten wir einen Stop an der Bloukrans Bridge ein. Zwar war keiner von uns nach über 2 Wochen gemeinsamer Reise soweit, dass er springen wollte, aber zuzuschauen wie andere sich runterstürzen ist ja auch ganz okay... 😎
Das Wetter hatte sich leider wieder verschlechtert und somit sehen die Bilder ziemlich trübe aus. 😐
Ziemlich negativ fielen uns auch hier die Massen an (vor allem deutschen) Reisegruppen auf, die Busseweise ausgeladen wurden. Rücksichtslos stellten sich einige sogar einfach vor uns. 😈 Aber wir waren ja im Urlaub und wollten uns nicht aufregen, also suchten wir uns einfach einen anderen Aussichtsplatz.... 😗
Auch dem Nature's Valley wollten wir einen Besuch abstatten, schließlich hatten wir im Vorfeld hier bereits einiges darüber gelesen. Leider reichte die Zeit auch bei vier Nächten in Harkerville bei Weitem nicht aus, allem gerecht zu werden...
Der Parkplatz am Strand war zwar ziemlich voll, aber aufgrund der Temperaturen war niemand im Wasser - zumindest nicht im Meer.
Wir befolgten die Warnung und gingen nur mit den Füßen rein, alles andere hätte auch keinen Spaß gemacht bei dem Wetter. 😛
Während Renate und Waltraud ein wenig am Strand entlang liefen, legten wir uns in den Sand und mir fielen tatsächlich die Augen zu. Urlaub ist schon anstrengend! 😎
Da es sich im Hinterland immer weiter zuzog, machten wir uns schon nach einer Stunde auf den Rückweg. In dem kleinen Ort gab' es ebenfalls etliche Ferienhäuser, die jedoch noch ziemlich ruhig und verlassen waren.
Der Thyme & Again Farmstall stand noch auf unserer Liste und mittlerweile freuten wir uns auch richtig auf einen leckeren Kaffee und ein schönes Stück Kuchen. Allerdings trafen wir erst um viertel vor vier dort ein und das Café hatte nur bis vier geöffnet... 🤨
Also schlenderten wir ein wenig durch die Auslagen, suchten uns alle ein Stück Kuchen aus und kauften auch einige Möhren für unsere "Nachbarn".
Seltsamerweise schloss' eine Schiebetür bei der Abfahrt nicht mehr richtig, aber zum Glück konnte Markus es dank Hannes' Hilfe wieder reparieren! Da Hannes in einem Friseursalon in Plettenberg Bay arbeitet, ließ' Markus es sich außerdem nicht entgehen, sich nach fünf Wochen Urlaub mal wieder die Haare stutzen zu lassen. Bilder gibt's von der Aktion leider keine... 😛
Den Abend ließen wir ganz entspannt angehen, fütterten die Pferde mit Möhren und lasen ein wenig. Hannes kam nochmal zum quatschen vorbei, wolle jedoch leider nicht zum Essen bleiben.
Zum Abendessen gab es Rinder- und Straußenfilet, dazu Kartoffeln, Salat und Joghurt mit frischen Kräutern. Mmmh... Dazu ein weiteres Fläschchen Raka Rotwein - lecker! 🙂
Um halb zehn lagen wir bereits wieder in unseren Betten und schlummerten schnell ein.... Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 193
Teil 2805. Mai 2018
13.11.2017 - Ein wunderschöner Tag im Robberg Nature Reserve (Sorry, diese Tagesetappe enthält wieder seeehr viele Bilder... 😗 )
Bereits um halb sechs wurden wir wach. 🙄 Blieben jedoch noch etwas im Bett liegen, bevor wir uns den ersten Kaffee machten... Die Sonne schien bereits und es sollte ein schöner Tag werden. Perfekt für unsere geplante Wanderung im Robberg Nature Reserve! 🙂
Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns um halb neun auf den (kurzen) Weg. Die Brände des vergangenen Jahres waren bis knapp an das Grundstück herangekommen. Überall waren rechts und links der Straße noch Brandschäden zu sehen. 🙁
Auch das Rezeptionshäuschen des Robberg NR hatte es erwischt und so fanden wir ein Holzhäuschen am Eingang vor.
Noch schnell ein Selfie vorm Start... 😛
Wir hatten uns im Vorfeld für die mittlere Route (5,5 km) entschieden.
Die Strecke ging recht human los, teilweise über loses Gestein, aber oft über schöne Sandwege.
Die Aussicht war unheimlich schön, auch ein Blick zurück auf Plettenberg Bay lohnte immer wieder.
Nach einer halben Stunde erreichten wir "The Gap". Von dort konnte man bereits auf die andere Seite der Halbinsel schauen.
Wir setzten unseren Weg weiter fort und schon bald wurde es felsiger und steiler...
Renate schlug sich, trotz ihrer Höhenangst, mal wieder tapfer! 😉 Für sie war diese Reise wohl eine wirkliche Abhärtungstour... 🤪
Schließlich kamen wir an der Stelle an, von der aus man die Robben im Meer beobachten kann.
Nun war es nur noch ein kurzes Stück, bis wir bis bis zur Sanddüne kamen.
Ist das nicht ein Traum? Aufgrund der Abbruchgefahr sollte man die Warnschilder jedoch beachten und nicht weiter an die Kante ran gehen.
Wir drehten rechts ab, da der weitere Weg nochmal gut 4 km extra bedeutet hätte und auch nicht ganz ohne sein soll. Das Wetter war zwar perfekt, da es nahezu windstill war, aber dafür war es mittlerweile auch ziemlich heiß.... 😄
Meine Mutter nahm Kurs auf den Tombolo-Strand, als wolle sie ihn alleine erobern! 🤪
Die Aussicht war einfach grandios - für mich war es einer der schönsten Momente während der gesamten Reise! 😘 Wir hatten das große Glück, dass wir relativ wenigen Menschen unterwegs begegnet sind, einige hatten sich bereits bei "The Gap" verabschiedet, andere ließen wir überholen, so dass wir nahezu fast immer alleine waren.
Unten angekommen, hatte ich gehofft, es endlich mal während unseres Urlaubes ins Meer zu schaffen... doch erstmal wurde die kleine Insel in Angriff genommen. 😎
Auf der Rückseite der Insel sahen wir in einiger Entfernung ein Boot und in der Nähe auch immer wieder etwas Bewegung im Wasser. Ein Wal! 🤩 Es war gar nicht so einfach, den Zoom soweit rauszufahren und auch noch die richtige Stelle in dem ganzen Blau zu treffen, aber irgendwie gelang mir ein Glückstreffer mit Reihenaufnahme. Natürlich nicht perfekt, aber als Beweis doch ausreichend! 😉
Etliche Möwen brüteten auf der Halbinsel, warum sie jedoch ihre Nester zum Teil direkt neben die Holzstege gebaut hatten, verstanden wir nicht. 😕 Im Vorbeigehen gelang Markus ein Bild von einem hübschen gesprenkelten Möwenei.
Auf der Rückseite der Insel war die Brandung wesentlich rauer.
Ich war mal wieder die Letzte, da ich mich nicht satt sehen konnte... 😛
Die kleine Extrarunde hatte sich wirklich gelohnt.
Am Strand erwarteten uns Kormorane, Möwen und Austernfischer.
Außerdem entdeckten wir eine riesige Qualle, die von mehreren Seeschnecken besetzt war. 😮 Meine Meeressehnsucht ließ schlagartig nach... 😣
Wir suchten uns (das einzige) Schattenplätzchen hinter einem großen Felsen, für eine kleine Rast.
"Mmh... nix zu sehen..." Aber ich bin dann doch nur bis zu den Knien rein gegangen... 😗
Der weitere Weg kann es durchaus nochmal in sich haben - wir hatten jedoch Glück, denn oft herrscht hier eine steife Brise...
Wie bereits so oft bevor in diesem Urlaub, meisterten Renate und Waltraud auch dieses Teilstück hervorragend!
Mit vereinten Kräften ging es noch ein letztes Stück bergauf, dann hatten wir es geschafft. 🙂
Und ein letzter Blick zurück auf den "Traumstrand".
Gut drei Stunden hatten wir, mit Pause, für diese Runde benötigt. Und als wir am Parkplatz ankamen, sahen wir, dass es auch die richtige Entscheidung gewesen war, so früh zu starten... 😗
Wir fuhren bis nach Knysna, um uns dort für unsere Strapazen ein wenig zu belohnen... Es war erschreckend zu sehen, wie sehr die Brände hier zugeschlagen hatten.
In diesem B&B hatten Markus und ich während unserer ersten Reise nach S.A. 2012 noch übernachtet. Nun war - außer dem Schild - nichts mehr übrig... 🙁
Einige Häuser standen noch komplett, andere waren zwar auf den ersten Blick relativ verschont geblieben, jedoch trotzdem unbewohnbar geworden.
In der Stadt fanden wir recht schnell einen guten Parkplatz und machten uns auf den Weg zum Hafen, wo wir uns mit einem ausgiebigen Lunch im Ocean Basket belohnten. 😛
Satt und glücklich schlenderten wir auf dem Rückweg zum Auto noch durch ein paar Geschäfte und kauften Souvenirs und Postkarten (muss ja schließlich auch irgendwann mal sein... 😉 ).
Zurück im Merlin's Cottage wollten wir eigentlich Hannes Tipp befolgen und den Sundowner am Seerosenteich einnehmen.
Doch irgendwie hatte sich die Sonne, nach diesem Traumtag, verabschiedet. 😐 Machte aber nix, man kann schließlich nicht alles haben...
Während "Monty" noch ein wenig (im eigentlich abgezäunten Bereich) fraß, legten wir die Beine hoch und relaxten.
Irgendwann krabbelte er schließlich von allein wieder unter der Terrasse durch 🙄 und gesellte sich zu den anderen. 😄
Mal wieder ging ein schöner Tag zu Ende! Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 99
Teil 2908. Mai 2018
14.11.2017 - Jukani Wildlife Sanctuary, Birds of Eden & Monkeyland
Die Wettervorhersage hatte Recht gehabt - und wir Glück, schließlich hatten wir alle Unternehmungen rund um Plettenberg Bay wie geplant machen können. Nur für ein Bad im Ocean hatte es nicht gereicht, aber was soll's...
An unserem dritten Tag in Harkerville regnete es bereits zur Frühstückszeit.
Dem armen Pascha wurde der Eintritt ins Cottage verwehrt, hätte er später die Gelegenheit gehabt, hätte er uns wahrscheinlich mit Missachtung gestraft! 😕
Nach dem Frühstück fuhren wir erstmal nach Plettenberg, um den Wagen vollzutanken und dem Liquid Store einen weiteren Besuch abzustatten. Aus - im Nachhinein - unerfindlichen Gründen, stockten wir nochmal "alle" Getränkevorräte auf!!! 🙄 😄 😗
Danach fuhren wir die knapp 15 Kilometer weiter bis zum Jukani Wildlife Sanctuary. Wir hatten im Vorfeld diskutiert, welcher der drei Parks für wen interessant ist bzw. ob wir ggf. einen auslassen sollten. Da die Wettervorhersage jedoch für den ganzen Tag so schlecht war, wäre eine weitere Wanderung ohnehin nicht Infrage gekommen und wir kauften direkt das Kombi-Ticket für Jukani, Monkeyland und Birds of Eden.
Bei Reiseplanung hatte eigentlich noch der Elephant Park (incl. Übernachtung) auf der Wishlist gestanden, allerdings hatten wir mittlerweile etwas recherchiert und ihn von der Liste gestrichen...
Da die Führung um 10.00h begann, nutzte ich die Zeit und fotografierte einige der vielen Blumen und Blüten...
Und dann passierte "ES": Meine Speicherkarte war voll!!! 😮 😣 Im Gegensatz zu Markus, der während seiner Krugertour immer jeden Abend alle Bilder auf ein Tablet überspielt hatte, hatte ich "Vollpfosten" dies nach 1-2 Tagen aus lauter Faulheit ignoriert... 🙁 Schlimmer noch, die Kamera war zwar geladen, aber ich hatte nicht auf den Speicherplatz geachtet... 😈 😈 😈 Und da wir einen Tagesausflug machten, lag der Fotorucksack mit diversen leeren Speicherkarten 25 Kilometer entfernt in Merlin's Cottage... 😏 😗
Nach kurzer (berechtigter) Standpauke, kam Markus auf die Idee, die Speicherkarte aus der dritten Kamera zu nehmen. Aus welchem Grund auch immer, tauschte ich sie nicht einfach, sondern packte die volle Speicherkarte in meinen Rucksack... 😠 Dies sollte sich noch rächen, aber dazu später mehr... 😣
Mit einer weiteren 4-köpfigen Familie starteten wir die Führung, die ziemlich interessant war und eine gute Stunde dauerte. In Gehegen, die nebeneinander liegen, werden hauptsächlich Katzen, aller Arten gehalten, die aus privater Haltung bzw. Zoos, Jagdfarmen etc. stammen. Wildlife petting wird in Jukani nicht durchgeführt, wodurch den Tieren zumindest ein Teil an Würde erhalten bleibt.
Wenn man vorher in drei Nationalparks war, sieht man dieses Sanctuary natürlich nicht als adäquaten Ersatz, verglichen mit einigen Gehegen anderer Zoos geht es den Tieren dort jedoch wohl immer noch recht gut... Leider können sie alle nicht mehr ausgewildert werden, da sie von Menschen aufgezogen wurden oder zumindest gefüttert wurden. 🙁
Wieder einmal waren wir froh, während unserer Reise. Löwen (wenn auch zum Teil weit entfernt) und Cheetahs in ihrem "freien" Lebensraum gesehen zu haben.
Wir fuhren die knapp 10 Kilometer von Jukani zu Monkeyland, wo sich auf 2 ha ca. 700 Primaten (elf verschiedene Spezien) frei bewegen.
Auch hier warteten wir bis zur vollen Stunde, bevor die Führung losging.
Punkt zwölf ging es mit einer relativ großen Gruppe, angeführt von einer netten jungen Dame, durch den dichten Wald.
Immer wieder stoppte sie und erklärte uns einiges zu den Arten, die wir gerade sahen. Für Markus und mich hieß das mal wieder, alles zu übersetzen, wodurch natürlich alles etwas "gefiltert" bei Renate und Waltraud ankam. 😛
"Gruppenkuscheln" der Lemuren
Über die 128 Meter lange Hängebrücke, die quer durch die Bäume führt und von der aus man zum Teil auf die Affen schauen kann, konnte Renate nach unserer "Abhärtungstour" nur noch lachen... 😉
Immer wieder waren Versorgungstische mit frischem Obst aufgestellt, an denen sich die Affen in unterschiedlicher Manier bedienten....
Auch diese Führung dauerte ca. eine Stunde und die Umgebung gefiel uns aufgrund der offenen Haltung natürlich deutlich besser. Teilweise war die Geräuschkulisse durch die Affen jedoch ziemlich laut gewesen und aufgrund der großen Gruppe hatten wir - je nachdem, wie weit man gerade entfernt stand - nicht alles verstehen können.
Fortsetzung folgt!
Teil 3009. Mai 2018
14.11.2017 - 2. Teil - Im Birds of Eden ereilt uns das schlechte Wetter
Das Birds of Eden beherbergt 220 verschiedene (teilweise exotischer) Vogelarten. Insgesamt sind es um die 3.500 Vögel, die zum Teil aus Käfighaltungen kommen und hier ein neues, bestmögliches Zuhause finden.
Für den kurzen Weg dorthin mussten wir im Grunde nur unser Auto einmal umparken.
Mittlerweile setzte auch der Regen wieder ein, was jedoch in dem bewaldeten Gehege, das teilweise ohnehin mit Wassersprenkler versehen war, um das subtropische Klima nachzustellen, zu Anfang nicht weiter auffiel.
Ursprünglich hatten wir gedacht, dass es gerade Waltraud, als Vogelfan, hier sehr gut gefallen würde. Wie sich rausstellte, war es jedoch Markus, der den größten Gefallen am Birds of Eden hatte. 😉
Im Birds of Eden bewegten wir uns frei in unserem eigenen Tempo, beobachteten die Vögel am Boden und in der höheren Ebenen. Aufgrund der Holzstege wurde man durch die riesige Voliere geführt und Bänke luden zum Verweilen ein. Auch kleine Blue Duiker (Blauducker) huschten immer wieder durchs Gestrüpp.
Leider verstärkte sich der Regen immer mehr, so dass er auch von dem Blätterdach nicht abgehalten wurde. Das ich, neben einer weiteren Speicherkarte, auch kein Ersatzakku für meine Sony dabei hatte 😈 , verbesserte meine Laune an diesem Tag nicht wirklich... 😗
Nach knapp zwei Stunden machten wir uns also im Laufschritt auf zum Ausgang.
Nicht ohne den African Spoonbill (Schmalschnabellöffler) und die Ringed Teal (Rotschulterente) noch auf's Bild zu bannen... 😎
Am Empfang war mittlerweile der Strom ausgefallen und der Shop erstrahlte im Kerzenlicht. Schnell kauften wir noch einen weiteren Identification Guide. (den ich, wie ich heute feststellen musste, schon viel früher zur Vogelbestimmung hätte hinzunehmen sollen... )
Auf dem Rückweg nach Harkerville hielten wir noch kurz beim Redical Raptors Center an, um den davorliegenden Craftshops einen kurzen Besuch abzustatten. Als wir im Cottage ankamen, hatte bereits ein Dauerregen eingesetzt. 🤨
Aus dem typisch südafrikanischen Lagerfeuer im Garten wurde also nix, dafür entfachten wir im Cottage den offenen Kaminofen und machten es uns gemütlich 😛
Markus kochte eine leckere Thunfisch-Tomaten Sauce, dazu gab es Spaghetti und einen Nudelsalat Gurkensalat. 😄 Genau das Richtige bei dem Schmuddelwetter.
Draußen setzte ein Starkregen ein und die elf Pferde suchten vergeblich Schutz vor unserem Cottage. 😕
Wir befüllten dankbar die Wärmflaschen, die in der Kommode lagen und verbrachten die Nacht im kuschelig warmen Bettchen.
Es regnete die ganze Nacht, so dass das hauseigene Wasserloch am nächsten Morgen bis oben hin gefüllt war. 🙂 Ein Glück für die Region, hatte es doch seit Monaten nicht einmal richtig geregnet!
gefahrene Kilometer: 68
Teil 3110. Mai 2018
15.11.2017 - Es geht an Kap Agulhas...
... wie bereits geschrieben, regnete es die ganze Nacht weiter. Während des Frühstücks entlud sich, aus lapidaren Gründen, noch ein kurzes Gewitter am Tisch. 😣 😗
Zumindest erleichtern solche "Schlechtwetterphasen" den Abschied und wir packten unsere sieben Sachen zusammen und verstauten sie während einer Regenpause im Bus.
Das Wasserloch war richtig schön voll gelaufen. 🙂
Wir teilten die Möhren in elf Stücke und ich hüpfte, bei wieder einsetzendem Regen, ein letztes Mal zwischen Pferdchen umher, damit auch wirklich jedes seine "Abschiedsmöhre" bekam... 🤪 Wer sich mit Pferden und deren unterschiedlichen Charakteren ein wenig auskennt, kann sich ausmalen, wie das ausgesehen hat... 😄
Der Regen wurde immer stärker und nachdem ich das Einfahrtsgatter zu Ausfahrt geöffnet und geschlossen hatte, war ich bereits bis auf die Haut durchnässt. 😏 Trockene Klamotten lagen im Kofferraum, aber es hätte auch nicht viel gebracht, im Starkregen, dort rumzuwühlen. Markus überließ mir selbstlos seine Sweatjacke und somit saß ich die nächsten Stunden in Unterhosen auf dem Beifahrersitz und hoffte, dass das Thermometer (12,5 Grad) mal steigen würde... 😗
Mit über 400 Kilometern hatten wir die längste Fahrtstrecke unseres Urlaubes vor uns und so ging es bei anhaltend schlechtem Wetter über die N2 an George und Mossel Bay vorbei.
Wir passierten Swellendam, entschieden uns jedoch gegen die Kaffee Einladung von Anthony und setzten unseren Weg weiter fort. In der Ferne erkannten wir nun gleich mehrere "Bäche", die an den Bergen runterliefen - eine Wanderung zu dem Wasserfall hätte zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich mehr Erfolg versprochen. 😗
Nach über drei Stunden verließen wir schließlich die N2 und nahmen die, uns bereits vom Hinweg bekannte, R319 in Richtung Küste.
Immer wieder war zumindest etwas blauer Himmel hinter den dicken Wolken zu sehen, aber die Schlechtwetterfront hielt sich hartnäckig. 😐
In Bredasdorp stoppten wir an der Kapula Gallery und waren überrascht, wie groß dieser Shop ist. 😄 🤪 Sofort lief ich zurück zum Auto und holte erstmal eine Kamera hervor... 😉
Hier hätte ich durchaus länger verweilen und shoppen können, wir begnügten uns jedoch damit, verschiedene Kerzen und etwas Weihnachtsdeko auszusuchen und die ebenfalls sehr originelle Toilette aufzusuchen.
Falls man in der Gegend ist, lohnt sich ein Abstecher auf alle Fälle, zumal man mit dem Kauf der gefertigten Waren auch ein regionales Beschäftigungsprojekt fördert.
Die letzten 35 Kilometer der R319 waren dann auch wieder Neuland für uns.
Selbst hier regnete es jedoch immer wieder...
Wir freuten uns sehr auf die nächste Unterkunft! Während der Buchungsphase war eine Nacht bereits komplett ausgebucht gewesen, doch Markus hatte mit Hilfe des SANPark Notifier dann doch noch etwas ergattern können. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch nochmal für dieses tolle Tool! 😘
L'Agulhas begrüßte uns mit Sonnenschein und Punkt 14.00h erreichten wir die Rezeption, die nahe des Leuchtturmes liegt...
Mal wieder waren die Formalitäten schnell erledigt und wir erhielten die Schlüssel für unserer Family Cottage Nr. 03.
Vom Leuchtturm bis zum Camp, fährt man ca. 10 Kilometer durch den Park. Auch hier wurde, so kurz vorm Start der Hauptsaison, noch ordentlich gebaut und gewerkelt.
Hinter der südlichsten Spitze Afrikas und dem Meishu Maru Schiffwrack trafen wir kaum noch auf andere Autos.
Die einzige "größere" Wasserdurchfahrt des Urlaubes... 😄
Nachdem wir die Siedlung Suiderstrand passiert hatten, die innerhalb des Parkes liegt, standen wir auch schon vor der Einfahrt zum Camp, die durch ein elektrisches Tor gesichert ist. Ohne Schlüssel ist man hier aufgeschmissen und muss den Weg zurück zur Rezeption am Eingang des Parks fahren!
Die insgesamt 15 reetgedeckten Cottages liegen nebeneinander gereiht, mit traumhaften Ausblick auf's Meer. Wir waren sofort schockverliebt und total begeistert! 🤩
Die Familien Cottages verfügen über zwei Zimmer mit Doppelbett bzw. zwei Einzelbetten und en-suite Bad.
Vom Wohn-/Essraum mit integrierter Küche und Kamin, gelangt man auf die große Terrasse. (die Sonne strahlte plötzlich so wie wir, aufgrund dessen sind die Bilder etwas hell geworden... 😗 )
Routiniert verstauten wir die restlichen Lebensmittel in unserer letzten Selbstverpflegungsunterkunft und genossen den Ausblick von der Terrasse. Leider war es immer noch ziemlich frisch draußen, ansonsten hätte uns wohl nichts mehr dort weglocken können... 😛
Fortsetzung folgt
Teil 3210. Mai 2018
15.11.2017 - 2. Teil - Cape Agulhas
Mit traumhafter Aussicht auf's Meer, besprachen wir die Optionen der nächsten 1,5 Tage und waren uns schnell einig, am nächsten Morgen erneute eine größere Wanderung anzugehen...
Da bis zum Sonnenuntergang noch etwas Zeit war, fuhren wir also zurück zum Aussichtspunkt, parkten unserer Auto dort und liefen zum Leuchtturm vor.
Es war immer noch stürmisch und frisch, doch wir hatten uns gut eingepackt. Die dunklen Wolken verstärkten den Eindruck dieser rauen Landschaft und wir konnten uns lebhaft vorstellen, wie das ein oder andere Schiff hier gestrandet sein mochte. 🤨
Einmal die Baustelle überquert, war der Leuchtturm schnell erreicht.
Sehr freundlich wurden wir dort begrüßt und kamen noch gerade rechtzeitig um viertel nach vier an, da der Leuchtturm sowie das kleine Museum kurz darauf schloss. Schnell lösten wir die Tickets und machten uns an den Aufstieg...
Mit jeder Etage wurden die Treppen und Stufen schmaler und besonders Markus musste schauen, dass er sich nicht den Kopf stieß. Am Ende ließen wir die Rucksäcke stehen, damit wir überhaupt noch durch die Öffnungen passten... 😛
Schließlich hatten wir alle vier es geschafft, selbst Renate hatte sich überwunden und war bis oben hochgekraxelt. Allerdings warf sie nur einen kurzen Blick raus und wartete lieber im Inneren des Turmes auf uns. 😗
Die Aussicht war prima, doch es war sehr stürmisch und nicht besonders gemütlich dort oben - der ganze Turm wackelte und man konnte kaum einatmen, da der Wind so blies...
Wieder unten angekommen, nutzten wir die letzten Minuten und schauten uns ein wenig in dem kleinen Museum um.
Es war ziemlich interessant und wir hätten gerne noch mehr Zeit dort verbracht, aber wir waren nun mal zu spät dran... 😐
Erneut ging es an der Baustelle vorbei und immer weiter auf den Holzstegen entlang.
... die Stimmung war aufgrund der Wolken nach wie vor dramatisch.
Schließlich kamen wir an und es folgten natürlich die obligatorischen Bilder... 😛
Lt. Markus sehen wir aufgrund unserer Kleidung nicht wirklich wie Afrika Urlauber aus! 😄
Viele Besucher gab' es an dem Nachmittag dort nicht mehr, alles war sehr entspannt und jeder bekam einige Minuten, um seine Bilder zu machen. Zwei Mädels hatten sich extra Outfits mitgebracht und ich fotografierte sie dort mit ihrer Kamera. Ein anderer sprang kurz in die wilden Fluten, um sich danach ablichten zu lassen.
Im Hintergrund gab es auch hier eine Baustelle, anscheinend soll alles weiter ausgebaut und zugänglicher für noch mehr Touristen gemacht werden. Wir hoffen mal, dass dieser Ort seinen wilden Charme dadurch nicht zusehr verliert und waren froh, ihn noch im Ursprungszustand gesehen zu haben... 😕
Auf dem Weg zum Auto kamen wir an einem überaus kundenorientierten Falken vorbei, um es mit Guggu's Worten zu beschreiben. 😉 Handelt es sich hierbei wohl um einen (juv.) Rock Kestrel 😕
Am Meishu Maru Schiffwrack waren wir dann ganz alleine und jeder genoss für sich von anderer Stelle den Ausblick.
Je nachdem, aus welcher Perspektive man auf's Schiff schaute, hatte man blauen oder grauen Himmel im Hintergrund.
Zurück am Camp liefen wir noch kurz bis zur Lagune vor und bewunderten den Anblick der hübschen Chalets. 🙂
Da es so kalt und windig draußen war, verzichteten wir auf's Braai und kochten erneut Nudeln (dieses Mal mit Pesto) und wieder gab es einen Gurkensalat dazu... 😉
Nacht war so kalt, dass wir sogar die Heizplatte im Schlafzimmer anmachten, da sie allerdings direkt neben dem Fenster hängt, hatte Markus, auf der anderen Seite, nicht allzu viel davon.
gefahrene Kilometer: 431
Teil 3311. Mai 2018
16.11.2017 - Two Ocean Hiking Trail
Nach einem gemütlichen Frühstück, zogen wir die Wanderschuhe an und machten uns gut gelaunt auf den Weg zum Startpunkt des Two Ocean Trails... (nicht ahnend, dass sich dieser Abend zu meinem persönlich schlimmsten Urlaubsabend EVER entwickeln würde... 😈 😗 )
In der Rezeption hatten wir bereits am Vortag ein Booklet für R10 gekauft und waren nun bestens ausgerüstet. 😉
This is the newest of the hiking trails and follows a circular route through the Park. The name of the hiking trail is linked to a viewpoint on top of the Sandberg from which the Atlantic Ocean and the Indian Ocean can be seen. The trail passes through indigenous fynbos and is about 10.5 km long and takes most hikers between four and five hours to complete the entire trail. There are two alternative routes - a 3 km (one hour) and slightly longer route of 4.5 km (two hours) for hikers who may not wish to walk the entire route. The route is marked with coloured markers. A self-guided booklet can be purchased at the main reception office at 214 Main Road, Agulhas.
In regelmäßigen Abständen gab es nummerierte Wegweiser und dazu las bzw. übersetzte ich das Entsprechende aus unserem Faltblatt.
Schon bald verließen wir das Meer und der Weg führte durch Fynbos und Dünen.
Nach einer guten Stunde lichteten sich auch die dunklen Wolken und der blaue Himmel zeigte sich mal wieder! 🙂
Spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem wir alle wieder einige Zecken entdeckten, freuten wir uns über unsere Chaps. 😎
Hier nun der Punkt, an dem die beiden Oceane zu sehen sind...
Der Weg drehte ab und wir liefen auf Suiderstrand zu.
Es war einfach wunderschön! Das Wetter war toll, die Landschaft himmlisch... überall blühte es und wir entdeckten auch immer wieder kleine Krabbeltiere...
Um kurz vor zwölf wurde es sogar richtig warm. 😄
Kurz vor Suiderstrand überquerten wir den Asphaltweg und liefen durch die Dünen bis zum Meer.
Das Lagoon House ist auch wirklich nett gelegen. 🙂
Nach 10,5 Kilometern trafen wir um eins wieder im Chalet ein und gönnten uns erstmal eine Verschnaufpause auf der Terrasse und legten die Beine hoch.
Fortsetzung folgt
Teil 3412. Mai 2018
16.11.2017 - 2. Teil - Ein gemütlicher Nachmittag am Cape Agulhas
Nach einer entspannten Mittagspause im Camp, machten wir uns um halb drei auf den Weg nach Struisbaai. Wir wollten unser Glück versuchen und nach Parrie, dem dort ansässigen Rochen, Ausschau halten.
Auf dem Weg dorthin stoppten wir nochmal kurz an der Rezeption, Markus fragte dort etwas nach und ich schaute mir währenddessen das Grab näher an. 🤨
Etwas geschockt stellte ich fest, dass es sich bei der Grabstätte um das Grab eines kleinen Mädchen handelte. Nach Recherche im Internet, war es das Kind einer Leuchtturmwärterfamilie, welches im Alter von sieben Monaten an Diphtherie gestorben war und in der Nähe des Leuchtturms die letzte Ruhestätte gefunden hatte... 🙁
Through the years, lightkeepers and their families also had their own hardships to cope with. Besides the fact that life in isolation made it difficult to get supplies, illness also often took their toll, as the grave of baby Daisy Rowe who died of diphtheria - which is preserved in the parking area of the lighthouse - is a silent witness of.
Wir fuhren weiter zum Hafen von Struisbaai, der Parkplatz war ziemlich leer und es schien, als wäre die Zeit stehen geblieben.
Die bunten Fischerboote lagen im Hafenbecken und es waren kaum Touris vor Ort. Sehr entspannt!
Leider war auch von Parrie nichts zu sehen - nun, man kann nicht alles haben und schließlich haben wir so einen weiteren Grund, irgendwann nochmal an diesen schönen Ort zurückzukehren... 😛
Ein Holzsteg führt am Strand entlang und wir wollten schauen, wohin er führt. Ein Pärchen kam gerade wieder am Parkplatz an, begleitet von einem großen Schäferhund. Allerdings gehörte er wohl nicht zu den beiden und schloss sich direkt der nächsten Fußgruppe an...
Keine Ahnung, zu wem er gehörte, aber er begleitete uns den ganzen Weg und folgte meiner Mutter auf dem Fuße. 😄
Es war einfach wunderschön, die Sonne schien und wir genossen das satte blau des Himmel und des Meeres.
Hier irgendwo wäre unsere "Ersatzunterkunft" gewesen, hätte es mit der 2. Nacht im Camp Agulhas nicht geklappt. Auch nicht so schlecht. 😉
Am Ende des Steges empfing uns ein "Beachclub" und wir entschieden spontan, dort einzukehren. Hunde waren nicht erlaubt und als wenn unser treuer Begleiter dies wüsste, blieb er draußen stehen und lief (hoffentlich) zu seinem Herrchen zurück.
Am frühen Nachmittag war natürlich noch nichts los und wir waren die einzigen Gäste. So genossen wir die Ruhe bei einem Kaffee bzw. Kaltgetränk, die Füße im Sand, wie es sich in einem Beachclub gehört.
Gemütlich machten wir uns auf den Rückweg zum Auto, etwas wehmütig, neigte sich der Urlaub doch nun unaufhaltsam dem Ende zu.
Es war unserer letzter Abend im Selbstverpflegungsmodus und Markus heizte den Grill an.
Währenddessen kümmerten sich Renate und ich um die Beilagen. Die Küche war zwar voll ausgestattet, aber statt eines Ofens gab es "nur" eine Mikrowelle mit Grillfunktion. 🙄 So bereiteten wir das Grillgemüse vor und präparierten die restlichen Kartoffeln mit einer Schicht aus Schafskäse, Knoblauch und Rosmarin. Dies wurde dann abwechselnd in die Mikrowelle gepackt. Mmh... was soll ich sagen, es war wohl das misslungenste Abendessen der ganzen Reise. 😄 Selbst der gegrillte Schafskäse (mit dem wir nun wirklich viel Erfahrung haben), war zäh wie Schuhsohlen. 😣
Das Fleisch war jedoch mal wieder vorzüglich und die Aussicht machte ohnehin alles wett.
Wir genossen den Sonnenuntergang und unseren letzten Abend an diesem wunderschöne Ort. Als es zu frisch wurde, zogen wir uns ins Chalet zurück. In dem kleinen Shop hatten wir am Vortag Feuerholz gekauft und heizten mit dem Rest den offenen Kamin an.
Wir ließen unsere Reise Revue passieren und schauten uns auf dem Tablett einige Bilder an. Markus wollte gerne die Fotos vom Robberg ansehen, um zu schauen, ob wir den Wal erwischt hatten... 🤨 Einige Tage vorher war mir ja der Faux-pas mit der vollen Speicherkarte passiert. Diese hatte ich in meinem Rucksack in Sicherheit gebracht und anschließend in die Fototasche gesteckt. Nun holte ich sie hervor und mir fiel alles aus dem Gesicht, als Markus meinte "da ist nichts drauf"! 😮 Wie in Trance schaute ich mir das Ganze (also nix) auch nochmal an... 🙁 😣 😠 Ich versuchte es in sämtlichen Kameras... NICHTS!!! 😏
Während seiner Zeit im Kruger hatte Markus seine Bilder jeden Abend vorbildlich gesichert. Wir hatten das Ganze dann nur noch einmal im Karoo NP gemacht. 😗 Somit fehlten nun die Bilder der Sony von ungefähr 10 Tagen.... Meine einzige Erklärung war, dass sich die Speicherkarte durch die Ersatzakkus für die Actioncam (sehr wichtig - nicht!!!) entladen hatte. 😈 😈 😈
Ich war untröstlich - der Abend - ach, was soll ich sagen, der ganze Urlaub war für mich gelaufen!!!! 🙁 Es hätte eigentlich ein schöner Abschluss hier werden sollen, ich kippte mein Glas Weißwein nur noch auf Ex runter und legte mich heulend ins Bett und war bis zum nächsten Morgen nicht mehr ansprechbar. 😵
Für meine Mitreisenden war die Situation ebenfalls unangenehm und im Nachhinein tut mir mein kindisches Verhalten natürlich leid... Wir hatten eine wunderbare Zeit, haben viel gesehen und erlebt und alle waren gesund geblieben! DAS ist natürlich das Wichtigste! 😘
gefahrene Kilometer: 25
PS: Fünf Tage später hat sich übrigens alles wieder eingerenkt, kaum zurück in Deutschland habe ich stundenlang vorm Rechner gesessen, ein Programm runtergeladen und ca. 3.500 Bilder wurden wieder "hervorgezaubert"! 🤩 Ein Hoch an die Technik!!!
PPS: Bei unserem letzten Urlaub im April habe ich artig jeden Abend mit Markus die Bilder gesichert und schließlich von der Sicherung nochmal eine Sicherung gemacht... 😎 😗
Teil 3515. Mai 2018
17.11.2017 - Teil 1 - Zu Besuch bei den Pinguinen in Betty's Bay
Nach einer unruhigen Nacht, wurden wir alle ziemlich früh wach. Da wir an diesem Tag ein ziemliches Programm vor uns hatten, passte es ganz gut... Ich hatte das Fotodesaster noch immer nicht ganz verdaut, riss mich aber am Riemen... 😵
Die Sonne schien bereits und auch der blaue Himmel versprach, dass es ein schöner Tag werden sollte!
Bereits vor halb acht, hatten wir unsere Schlüssel an der Rezeption eingeworfen und machten uns auf den Weg.
Bereits nach wenigen Kilometern teilte sich der Weg und ich überredete den Fahrer, nicht die geplante Strecke über Bredasdorp, sondern die "Abkürzung" zu wählen. 😗
Wie zu erwarten war, stellte sich die Strecke als Gravelroad heraus, wodurch wir natürlich nicht so zügig voran kamen. Vorne rechts war die Stimmung nun nicht mehr so gut, schließlich hatte ich mich in Markus' Strecken- und Zeitmangement eingemischt. 😐
Landschaftlich war es wunderschön und wir sahen einige Vögel und Blue Cranes, die ich im Vorbeifahren ablichtete...
Kurz vor Elim erreichten waren wir wieder auf Asphalt und durchquerten erneut diesen hübschen Ort. Der Kreis schloss sich immer weiter...
Um etwas von der verlorenen Zeit reinzuholen, machten wir schließlich nicht den Schlenker über De Kelders, sondern verließen die R43 in Richtung Papiesvlei.
Schon bald befanden wir uns erneut mitten im Nirgendwo...
... und ihr könnt nicht glauben, wie froh ich war, als das nachfolgende Schild auftauchte und wir wieder auf "Spur" waren. 😎
Wie auf unserem Hinweg, drei Wochen zuvor, durchquerten wir Hermanus und kamen an weiteren Küstenorten vorbei.
Nach knapp 2,5 Stunden Fahrtzeit trafen wir in Betty's Bay ein.
Auch hier waren Markus und ich bereits vor einigen Jahren gewesen, halten es aber für so einen schönen Ort, dass wir gerne erneut stoppten. Schnell bezahlte ich die R20 Eintritt pro Person (die Wildcard gilt hier nicht) und wir machten uns auf den Weg zu den Holzstegen, von denen aus man die Brillenpinguine gut beobachten kann.
Wir hatten Glück und es war noch nicht allzu viel los, als wir ankamen. Somit konnten wir die putzigen Tiere in aller Ruhe beobachten.
Die Brutstätten dieser Kolonie reichen bis an die erste Häuserreihe, so dass sich der ein oder andere Pinguin auch gerne mal dort im Garten verirrt.
Die meisten Tiere waren an Land und es herrschte nicht viel Bewegung in der Gruppe.
Die Jungtiere steckten mitten in der Mauser und sahen ziemlich "gerupft" aus.
Auch die Dassies hatten Nachwuchs. 😘
Pinguin-Footprints
Im Meer ging es ordentlich zur Sache, Möwen kreisten umher und lenkten unsere Aufmerksamkeit auf sich...
Wir erkannten, dass eine Robbe mit irgendetwas um sich schlug und die Möwen sich um ihren Teil der Beute stritten.
Die Pinguine standen derweil in Sicherheit am Ufer - hatte es etwa einen ihrer Kollegen erwischt?! 😮
Vielleicht traute sich deshalb niemand ins Wasser?! 😵 (Was sehr schade war, denn es ist einfach zu possierlich, diesen Tieren zuzusehen, wenn sie an Land kommen... 😄 😘 )
Eine Möwe hatte sich ihren Anteil gesichert und wir erkannten, dass es sich um einen Kormoran handelte, den sich die Robbe geschnappt hatte.
Nicht ganz appetitlich, aber ihr schien es zu schmecken... 🤢 😛
Noch ein paar letzte Bilder und dann hieß es nach einer Stunde Abschied nehmen von diesem schönen Ort.
Auf dem Weg zum Auto wurden wir noch Zeuge eines sehr unschönen Erlebnisses... 🙁 Ein "verirrter" Pinguin lief über den Betonplatz, flankiert von 10-15 Touris, die ihn nicht nur verfolgten, sondern ihm auch noch von vorne den Weg abschnitten, um Fotos zu machen. 😠 Sofort war ich auf 180 und hätte mir am liebsten ein Mitglied der Reisegruppe geschnappt und ihm eine verpasst - dann hätten sie allen Grund für Fotos gehabt! 😈 😈 😈 Mein Verstand war jedoch größer als mein Bauchgefühl und ich schnauzte sie nur an.... wodurch sie sich jedoch nicht wirklich abschrecken ließen... 😏
Am Parkplatz angekommen, lieferte ich Renate und Waltraud bei Markus, der vorgelaufen war, am Wagen ab und stapfte wutentbrannt zu dem Reisebus und rief nach dem Fahrer bzw. Guide.
Dieser nutzte seine Verschnaufspause allerdings gerade dafür "auszutreten" und so musste ich erst warten, bevor er fertig war und sich meine Hasstiraden anhören konnte... 🙄 Leider handelte es sich "nur" um den Fahrer und er sprach auch nicht wirklich gut Englisch. Wie sich rausstellte, handelte es sich um eine deutsche Reisegruppe der Organisation "Studiosus". Ich erklärte ihm, dass es total rücksichtslos ist, so mit Wildtieren umzugehen und dass ein "Guide" gefälligst die Pflicht hat, seine Leute zu sensibilisieren. Er stimmte mir zu und ich bekam den Namen des Reiseleiters raus, allerdings schrieb ich bisher dann doch keine Beschwerdemail und nun ist wohl zuviel Zeit vergangen... 😵 Im Internet habe ich nun den "Programmpunkt" entdeckt: Und bevor wir Kurs auf Stellenbosch nehmen, begrüßen wir die Pinguine am Stony Point. Na Bravo, auf diese Begrüßung kann wohl jeder gut verzichten... 😠
Fortsetzung folgt
Teil 3615. Mai 2018
17.11.2017 - Teil 2 - Cape of Good Hope und unsere Ankunft in Kapstadt
Gut zwei Stunden dauerte unser Weg entlang der False Bay. Die Aussicht entlang der Strecke verändert sich ständig und es ist einfach wunderschön.
Wie zu Beginn unserer Reise, überquerte eine Truppe Baboons die Straße...
... und auch hier gab es eine Menge Baustellen. 😎
Auf der Kaphalbinsel erwartete uns eine richtige Dünenlandschaft.
Diese Damen und Herren waren mit Freude bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin...
An den Strandhäuschen von Simonstown war richtig was los und das schöne Frühlingswetter wurde für ein erstes Bad genutzt. Leider reichte unsere Zeit nur für einen kurzen Fotostopp von der Straße aus... 🤨
Zur Mittagszeit erreichten wir das Gate und mussten erstmal warten... 🙄
Die Verbindung des EC-Gerätes war wohl nicht berauschend und so wurde das Teil bei jedem Fahrzeug ungefähr fünf Minuten durch die Luft gewedelt, bis etwas geschah... 😣
Schließlich hatten wir es geschafft, ergatterten mit Glück einen guten Parkplatz und nutzten die kurze Lücke im Besuchsstrom für ein schnelles Foto... 😄
Der erste Eindruck täuscht, hier war der Bär los... Nach den Tagen in der Abgeschiedenheit Agulhas "nervte" uns das hohe Besuchsaufkommen und wir mussten uns erst wieder an die Massen gewöhnen.
Sportlich wie wir sind, entschieden wir uns auch hier für den Fußweg - schließlich hatten wir bereits lange genug im Auto gesessen... 😉
Das Wetter war herrlich, kaum ein Wölkchen am blauen Himmel und so wurde uns mit jedem Schritt bergauf wärmer... 😄
Oben am Leuchtturm angekommen, war es gar nicht so einfach, ein Bild der Richtungspfeile (ohne störendes Beiwerk) zu machen.
In dem Gedränge verzichteten wir weitgehend auf Bilder von uns und widmeten uns lieber anderen Dingen...
Nach der langen (Sonnen-) Durststrecke freuten wir uns über die wärmenden Strahlen, andere gingen vorsichtiger damit um. 😉
Bergab ging's deutlich angenehmer...
Auf dem Parkplatz herrschte Verkehrschaos, dieses Bild musste trotzdem noch sein.
Vom Cape Point fuhren wir zum Cape of Good Hope, welches unten am Meer liegt.
Hier herrschte ebenfalls Chaos, es hatten sich zwei Schlangen gebildet, in der die Leute anstanden, um sich fotografieren zu lassen. 😣 Dieser Pavian beäugte das ganze Skeptisch aus einiger Entfernung...
Wir hatten es wieder mit einer Busladung Touris zu tun - an sich ja nicht so schlimm, aber sie hatten es sich in den Kopf gesetzt, sich in jeder denkbaren Konstellation fotografieren zu lassen.... 😈 😈 😈 Sobald sie sich neu formiert hatten, wurde gewartet, bis auch jeder der Mitreisenden mehrere Bilder gemacht hatte...
Wir schummelten uns schnell unter die Menge, da wir keinen Nerv hatten, dieses Theater abzuwarten. 😗
Dann ging es zurück, durch den südlichen Teil des Table Mountain National Parks. Die Landschaft hier ist so wunderschön und es gibt etliche Wanderwege, eigentlich könnte man auch hier einige Tage verbringen... 😐
Da der Chapman's Peak Drive zu unserer Reisezeit leider noch immer gesperrt war, nahmen wir den Weg über Nordhoek und entkamen so ein wenig dem einsetzenden Berufs-/Wochenendverkehr.
Brände hatten auch hier zum Teil gewütet.
An anderen Stellen erfreuten wir uns mal wieder an der Blütenpracht am Wegesrand.
Schon vom Kap aus, hatte Markus zu unserer nächsten Unterkunft Kontakt aufgenommen. Aufgrund der langen Strecke, den vielen Baustellen und dem heftigen Verkehr, war unsere aversierte Ankunftszeit völlig aus dem Ruder gelaufen... 😗
Schließlich hatten wir es es geschafft und auch den Weg durch die verwirrende Straßenführung in Higgovale gemeistert und kamen um halb fünf in der Cape Paradise Lodge an, wo wir von der Besitzerin Lena sehr herzlich begrüßt wurden! 🙂
Die Cape Paradise Lodge liegt ruhig am Ende einer Sackgasse am Fuße des Tafelberges, mit tollem Blick auf die Stadt. Es gibt nur fünf Zimmer in dem B&B und wir hatten frühzeitig das Bushman sowie das Zebrazimmer reserviert.
Schnell bezogen wir die Zimmer und räumten das Auto schon mal komplett aus. Unsere große Kunststoffbox, die wochenlang als Getränkekiste diente, überließen wir (mit Inhalt - schließlich hatten wir in Plettenberg Bay ja nochmals aufgestockt... 😛 ) Lena und ihrem Bruder, mit dem sie gemeinsam das Gästehaus betreibt.
Sie empfahl uns zur Fortbewegung in der Stadt Uber und so bestellten wir für viertel nach sechs einen Wagen und ließen uns zur Waterfront bringen. Im Vorfeld waren wir skeptisch, ob wir mit Uber fahren wollten, da es ja in letzter Zeit immer mal wieder Ärger mit anderen Taxiunternehmen gab, doch wir nutzten es mehrfach und hatten keinerlei Probleme.
Glitzernde Weihnachtsdeko empfing und drinnen wie draußen! 🤪
Wir schlenderten ein wenig herum, damit sich unsere Mütter einen kleinen Eindruck verschaffen konnten...
... dann ging es auf speziellen Wunsch der beiden, wieder zu Ocean's Basket, wo wir erneut eine Sushi- bzw. Fischplatte und die doppelte Menge an Austern (und Wein) vertilgten. 😄
Nach dem Essen war die Luft bei uns raus - wir schlenderten noch ein wenig durch die Mall, bis wir uns fix und foxy ein Taxi suchten und nach Hause fahren ließen.
Schon um neun Uhr krochen wir in die bequemen Betten und schliefen direkt ein. Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: 370
Teil 3716. Mai 2018
18.11.2017 - Hop-on hop-off in Kapstadt
Ausgeschlafen wachten wir um halb sieben auf und machten uns einen Tee, den wir noch im Bett tranken. 🙂 Um acht Uhr gab es Frühstück und wir ließen es uns schmecken. Es gab Obst, Cerealien sowie Joghurt vom Buffet und man konnte sich nach Belieben Eierspeisen oder Aufschnitt bestellen. Gut gestärkt machten wir uns um halb zehn gemütlich auf den Weg zur nächsten Hop on Hop off Haltestelle, die ca 2 Kilometer entfernt liegt. Der Weg dorthin führt jedoch meist bergab... 😉
Der Tafelberg lag hinter uns, unter seiner berühmten Tischdecke versteckt...
Uns störte das nicht allzu sehr, denn wir hatten ihn erst für den nächsten Morgen auf dem Programm. 😗
Das Eichhörnchen war schnell, aber ich war schneller... 😛
Bald erreichten wir die Station und stiegen in die blaue Linie, die die Mini Peninsula Route bedient. Markus hatte ein paar Tage vorher schon online 2-Tage-Tickets bestellt und alles klappte reibungslos.
Bis dato war ich ja kein Freund dieser Touren, aber nun fanden wir es ganz bequem, dass sich jeder berieseln lassen konnte und wir nicht ständig übersetzen mussten. 😉
Es ging stadtauswärts, in Richtung Kirstenbosch und auf dem Oberdeck war es recht frisch.
Doch keine Stunde später klarte der Himmel deutlich auf und die Sonne ließ sich blicken! 🙂
Wir kamen an dem Township Imizamo Yethu an, wo man auch an geführten Touren durch lokale Guides teilnehmen kann.
Zwischendurch wurden wir immer mal wieder an das bevorstehende Weihnachtsfest erinnert. 🤪
Gegen halb zwölf hatte sich die Sonne vollends durchgesetzt und so durchfuhren wir die Stadtteile Camps Bay und Clifton bei bestem Wetter.
Die vielen Rennradfahrer ließen sich von dem Verkehr nicht beeindrucken... 🤨
Am Tafelberg und bei den Zwölf Aposteln hielt sich das Wolkenband hartnäckig.
Die Diskussionen, über ein passende Kopfbedeckung, wurden zum Ende der Reise auch immer weniger... 😄
Sea Point/Green Point
Wir passierten die Waterfront und fuhren weiter bis zum Main Office an der Long Street, wo wir uns erstmal einen Kaffee gönnten und ich noch ein wenig in den Souvenirauslagen stöberte.
Fortsetzung folgt
Teil 3816. Mai 2018
18.11.2017 - 2. Teil - Bo-Kaap Tour mit Willi
Um 13.00h startete eine von drei täglich angebotenen Free-Walking Touren ins Bo-Kaap Viertel. Vom Office begleitete uns ein Guide zum Greenmarket Square, wo wir erstmal wie bestellt und nicht abgeholt rumstanden. 😕
Ich nutzte die Wartezeit natürlich erstmal für ein paar Bilder... 😛
Um kurz nach eins stellte sich der quirlige Guide Willi vor und unsere Gruppe von 10-12 Personen setzte sich in Gang. Zuerst ging es einmal über den Markt.
Willi redete schnell und viel und so hatten Markus und ich wieder einiges zu tun, alles möglichst zusammenhängend zu übersetzen...
Wir staunten nicht schlecht, als wir plötzlich, mitten in Kapstadt, vor einem Stück der Berliner Mauer standen! 🤩
Es handelt sich um ein symbolisches Geschenk an Nelson Mandela aus dem Jahr 1996.
Nach einem strammen Fußmarsch konnten wir die typisch bunten Häuser des Bo-Kaap Viertels bereits erahnen...
Das Bo-Kaap Viertel, auch Malaien- oder Islamviertel genannt, entstand aus einer Siedlung von Kapmalaien, die bis heute die Mehrzahl der Einwohner stellen (ca. 6.000). Über 90 Prozent der Bewohner sind Muslime und es gibt 10 Moscheen im Bo-Kaap. Enge, steile Gassen und bunt gestrichene Fassaden zeichnen diesen Stadtteil aus.
Die 1794 erbaute Auwal Mosque ist die erste Moschee Südafrikas.
Wir zogen durch die Gassen und Willi erklärte uns einiges zu den farbigen Häusern. Es gibt verschiedene Geschichten, die sich um diese Farbenpracht ranken... einmal heißt es, dass die Sklaven nach ihrer Befreiung damit ihre Freude ausdrücken wollten... andere sagen, dass die Farben für unterschiedliche Berufsgruppen stehen (z.B. im roten Haus wohnt ein Arzt).... wie auch immer, es sieht wunderhübsch aus und mittlerweile ist der Stadtteil so angesagt, dass die Preise für die ursprüngliche Bevölkerung kaum mehr zu bezahlen sind. 😐
In einem Hausdurchgang zeigte Willi uns einige Bilder, die die ehemalige Bevölkerungsgruppen darstellen.
Ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Das Bo-Kaap Viertel ist für viele Touristen ein Anlaufpunkt. 😉
Willi führte uns in eine kleine Galerie, in dem Jugendliche Kunstwerke ausstellten und verkauften. Alleine hier hätte man schon viel länger verweilen können... es gab beeindruckende Dinge, wie zum Beispiel dieses 3-D-Township Bild. Allerdings habe ich drinnen keine Bilder gemacht...
Blick auf den Lions Head.
Das Wolkenband hatte sich mittlerweile komplett verzogen und der blaue Himmel stand in tollem Kontrast....
... und wir waren alle happy! 🙂
Viel zu schnell war die Tour vorbei (dabei hatte er ordentlich überzogen, normalerweise waren nur 60 Minuten angesetzt) und Willi führte uns, an schicken Restaurants vorbei, zurück zum Startpunkt .
Wieder am Greenmarket Square angekommen, verabschiedeten und bedankten wir uns mit einem ordentlichen Trinkgeld bei ihm. Es war wirklich interessant gewesen, alleine hätten wir niemals diese Infos erhalten/erlesen o.ä.
Fortsetzung folgt
Teil 3916. Mai 2018
18.11.2017 - 3. Teil - Downtown Tour und Hafenrundfahrt
Da wir ohnehin wieder am Hop-on hop-off Office waren, entschieden wir uns dazu, direkt noch die Downtown Tour mit der gelben Linie zu machen. So konnten wir den Füßen direkt mal eine Pause gönnen und uns berieseln lassen... 😉 Die Downtown Tour ist sehr kurz, mit verhältnismäßig vielen Stopps, aber in der City war ja eh "stopp and go" angesagt...
Trotz Sonnenschein hatte ich noch immer eine Gänsehaut und Markus lachte sich kaputt, dass ich den ganzen Tag meine Regenjacke anbehielt... 😛
Public Safety - da kann ja nix schiefgehen... 😄
Bereits nach einer halben Stunde waren wir wieder an der Longstreet angekommen.
Unser nächstes Ziel war nun erneut die Waterfront, doch vorher wollte ich schnell ein paar Postkarten einwerfen, bevor es zu spät sein würde... 😉
Eine Ecke weiter war eine Straße aufgrund von Filmaufnahmen gesperrt.
Auch lugte mal schnell um die Ecke, konnte aber nix erkennen... dumm rumstehen bei grün klappte da schon besser! 🤪
Vorbei ging es an der unvollständigen Autobahnbrücke, der "Brücke ins Nichts", die seit über 40 Jahren einfach endet und nun in den nächsten Jahren doch fertiggestellt bzw. umgebaut werden soll.
Auf dem Weg zum Hafen wurde Markus an einer Ampel von einem einzelnen Mann angesprochen und angebettelt. Mir graute schon vor solch' einer Situation, schließlich waren Waltraud und Renate "leichte" Opfer, aber er ließ uns drei Frauen komplett in Ruhe und redete minutenlang nur auf Markus ein. Wohl möglich dachte er, dass nur der "Chef" Geld hat, uns war das in diesem Fall ganz lieb... 😗
Schon bald erreichten wir das Hafenviertel und kamen auch an dem neuen MOCAA Museum vorbei. Für einen Besuch fehlte uns leider komplett die Zeit, aber schon von außen sieht es toll aus!
Aufgrund von "Trödelei" ließen Waltraud und ich uns an der Zugbrücke abhängen. Wobei meine Mutter es fast noch geschafft hätte, da sie einfach weiterlief, als die Brücke schon hochging... 😮 Kurzzeitig stand sie also auf der anderen Seite der Absperrung, aber dann ging das Tor doch nochmal auf. 😄
Wir warteten also, bis das Segelboot durch war und trafen auf der anderen Seite auf Renate und Markus, die sich das Spielchen von einem Schattenplatz aus angesehen hatten.
Die Schwierigkeit bestand nun darin, die Ablegestelle der Boote für die Hafenrundfahrt zu finden... 🙄 Sie tuckerten zwar überall im Hafenbecken rum, aber niemand konnte uns sagen, wo sie starteten und wir waren irgendwie zu blöde... 😣
Gut eine halbe Stunde liefen wir auf und ab, bis wir endlich ankamen...
Eine Tour (Hafen- oder Kanalrundfahrt) ist im 2-Tage-Ticket inklusive und obwohl wir den Hafen bereits einmal abgelaufen hatten, wollten wir ihn uns nun aus anderer Perspektive ansehen und entschieden uns für die Harbour Cruise.
Die Robben lagen derweil faul am Steg in der Sonne.
Die Tour dauert ungefähr 30 Minuten und es war entspannend, das Ganze vom Wasser aus zu sehen und sich mal wieder ein wenig berieseln zu lassen. 😗
Bei der S.A. Agulhas II handelt es sich um ein südafrikanisches Forschungsschiff, welches als Eisbrecher ausgelegt ist. Die S. A. Agulhas II wird zur Versorgung von südafrikanischen Forschungsstationen eingesetzt werden. Dazu gehören die SANAE-IV-Station in der Antarktis, die Forschungsstation auf der Marion-Insel im indischen Ozean sowie die Wetterstation auf der Gough-Insel im südatlantischen Ozean. Weiterhin werden unterwegs meteorologische und ozeanographische Messungen durchgeführt, unter anderem hydrographische Messungen mit einer CTD-Rosette entlang des Nullmeridians im Südozean. Sie fährt regelmäßig die Atlantikinsel Tristan da Cunha an.
Zurück am Anleger, bestellte Markus uns einen Uber Wagen, mittlerweile war es halb sechs und uns taten die Füße weh... 😗
Am Guesthouse angekommen, machten wir uns erstmal einen Tee und ich machte mir Notizen der letzten 5 😮 Tage! Warum hat man zum Ende des Urlaubes eigentlich immer weniger Zeit?!
Lena hatte uns für acht Uhr einen Tisch im Bombay Bicycle Club reserviert und da dieser fußläufig auf der Kloof Street liegt, mussten wir nur den Berg runter laufen...
Der BBC ist ein verrückter Laden im Bohemian Style. Alles ein wenig verbaut, dunkel, plüschig... Wir ließen uns davon nicht beirren, erhielten einen Platz auf der Empore und genossen an einem Minitisch unser Essen. Markus hatte sich für ein Rinderfilet mit Schoko/Chilisauce an Kartoffelnest entschieden, für die Mütter gab es Penne mit Gorgonzola und ich wählte die Spaghetti mit Meeresfrüchten. Dazu gönnten wir uns eine Flasche Pinotage (die Mütter hatten während der Tour aufgepasst, der Pinotage wurde nämlich erwähnt... 😉 ).
Gut gesättigt rollten wir uns den Berg wieder hinauf, setzten uns auf ein weiteres Glas Rotwein auf die gemeinsame Terrasse und genossen die Skyline bei Nacht. Ach, ist Urlaub nicht einfach schön?! 😊
Um halb elf gingen die Lichter aus und wir krabbelten in die Betten. Gute Nacht! 😘
Teil 4025. Mai 2018
19.11.2017 - Besuch des Tafelberges bei bestem Wetter
Erneut wurden wir früh wach, mussten jedoch bis 8.00h warten, bis es Frühstück gab. Wir stärkten uns mit Obst, Cerealien, Joghurt und Eierspeisen nach Wahl, bevor wir uns auf den Weg zum Tafelberg machten.
Das Wetter war perfekt - blauer Himmel und Sonnenschein! 🙂 Die Wettervorhersage hielt, was sie Tage vorher versprochen hatte...
Den kurzen Weg von der Lodge legten wir mit unserem VW zurück und suchten einen Parkplatz entlang der Straße. Obwohl es "erst" viertel nach neun war, waren bereits viele Autos und Besucher vor Ort und wir parkten ein ganzes Stück entfernt und liefen den Weg zur Seilbahn zurück.
Bei der Reiseplanung hatte ich den Wunsch geäußert, den Tafelberg erneut zu Fuß zu besteigen, doch Markus überzeugte mich mit einigen Gegenargumenten und so stand bei Reiseantritt bereits fest, dieses Mal die Seilbahn für die Auf- und Abfahrt zu nutzen. 😉
Für 4 Erwachsene zahlten wir R928 für Return Tickets - da der Rabatt der Wildcard (ca. 20 %) jedoch nicht online gewährt wird, mussten wir die Tickets vor Ort kaufen. Somit stellten wir Frauen uns am Ende der Schlange an, während Markus unsere Tickets besorgte.
Insgesamt betrug unsere Wartezeit für die Auffahrt eine Stunde - diese war jedoch recht kurzweilig, da wir Bilder machten und mit anderen Wartenden ins Gespräch kamen - die wiederum Bilder von uns machten... 😄
Während viele, der bis zu 65 Passagiere, auf einen Fensterplatz, in der sich drehenden Gondel scharf waren, hielt sich die Höhenangst geplagte Renate eher im Mittelraum auf und überstand auch diese Prüfung! 😗
Die Aussicht auf die Stadt, war bei diesem klaren Wetter, fantastisch!
Nur wenige Minuten später erreichten wir die Bergstation...
Während diese Dassie Familie die Sonnenstrahlen genoss...
... suchten diese beiden jungen Frauen den Nervenkitzel beim Abseilen! 😮
Wir stromerten hingegen lieber ein wenig über das Plateau und genossen die Aussicht.
Renate und Waltraud studierten die Karte, da wir natürlich auch hier oben ein wenig die Gegend erkunden wollten.
Zuerst liefen wir also bis zum Auf- und Abstieges des Platteklip Gorge.
Hier waren Markus und ich 2012 bei unserem Aufstieg völlig fertig angekommen... 🤪
Wir studierten den Wegweiser und entschieden uns für eine Route...
... da sich der Weg jedoch als ziemlich felsig und steil herausstellte kehrten wir bald um, da wir unsere Mütter auf den letzten Metern nicht mehr in unnötige Gefahr bringen wollten.
Stattdessen genossen wir lieber in Ruhe die Aussicht auf die Stadt und erfreuten uns an allerlei Blumen und Proteen.
Nur schwer konnten wir uns von dem Anblick losreißen und nahmen bis zur Station jede Aussichtsplattform mit. 😛
Nach einem gut zweistündigen Aufenthalt hieß es Abschied nehmen und nach kurzer Wartezeit ging es für uns wieder bergab.
Mittlerweile hatte sich die Situation an der Talstation entspannt und die Warteschlangen waren nicht mehr lang. Anscheinend hatten viele Besucher das gute Wetter am Morgen genutzt, um den Tafelberg zu besuchen - sicher ist sicher - bei dem ständigen Wetterwechsel in Kapstadt.
Fortsetzung folgt
Teil 4126. Mai 2018
19.11.2017 - Teil 2 - Unser letzter Nachmittag in Kapstadt...
Da wir mit dem Auto unterwegs und somit mobil waren, fuhren wir direkt weiter zum Signal Hill. Gerne wären wir hier auch zum Sundowner hingekommen, allerdings stand das Programm für den letzten Abend bereits fest - alles ging leider nicht in dieser kurzen Zeit... 😗
Es war so windstill, dass die Paraglider ihre Sachen zusammen packten - es bestand keine Chance, bei diesem Wetter abzuheben. Schade, wir hätten gerne ein wenig zugeschaut...
Einem "Familienfoto" im Frame stand hingegen nichts im Wege. 😎
Während Markus am Auto blieb und seine Schuhe wechselte, erkundeten wir drei ein wenig die Umgebung. D.h. Renate und Waltraud liefen einfach los und ich hinterher, um sie wieder "einzufangen"... 🤪
Die verbliebene Zeit des Tages wollten wir für die noch ausstehende (rote) Linie des Hop on- Hop off Bus nutzen. Wir parkten unser Auto in einer Parallel Straße der Long Street und da es ein Sonntag war, stellte dies kein Problem dar.
Erneut suchten wir uns Plätze auf dem Oberdeck und los ging es.
Das Wetter war an diesem Tag so gut, dass das Tuch als zusätzlicher Sonnenschutz herhalten musste. 😎
Erneut ging es für uns also zur Table Mountain Station, wo eine längerer Stopp eingelegt wurde... Dann "schob" sich der Bus in Richtung Camps Bay.
Die Straßen waren verstopft und wir kamen kaum voran. An allen Ecken und Enden parkten Autos und jeder wollte zum Strand. 😵
Wir waren richtig erleichtert, als wir nach 1,5h wieder an der Waterfront ankamen... Von hier war es eine überschaubare Strecke bis zum Startpunkt an der Longstreet und der Verkehr ließ auch etwas nach. 🙄
Heute ist es kaum zu glauben, dass die Strand Street ehemals am Meer lag. Durch Landgewinnung kamen die Stadtteile Foreshore sowie das neue Hafenviertel hinzu und nun liegt die Strand Street ca. 1 Kilometer von der Küstenlinie entfernt.
Gegen halb fünf kamen wir wieder in der Cape Paradise Lodge an, duschten schnell und machten uns für's Abendessen fertig. Während unserer Reise gab es bereits Wasserrestriktionen für Kapstadt. Der Pool durfte beispielsweise nicht genutzt werden und pro Gast durfte max. 85l Wasser am Tag verbraucht werden. Aufgrund dessen standen Wannen zum Auffangen des Duschwassers bereit, welches somit wiederum für die Toilettenspülung benutzt werden konnte. Für uns stellte das keine große Einschränkung dar, anfeuchten - einseifen - abspülen - fertig! Das dabei verbrauchte Wasser reichte eigentlich kaum zum Abspülen der Toilette... 😉 😄
Unser Blick vom Balkon auf die City.
Pünktlich um sechs kam ein Uber Wagen, um uns zum GOLD Restaurant nach Green Point zu bringen.
Beim GOLD handelt es sich um ein Event-Restaurant, unscheinbar gelegen in einer kleinen Seitenstraße. In dem loftartigen Gebäude befinden sich auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Räumen hübsch dekorierte Tische für 2 Personen bis hin zu langen Tafeln für große Reisegruppen. Serviert wird ein wechselndes Set Menü, welches aus 14-15 Gerichten besteht, die aus allen Teilen Afrikas kommen und zum Teil in einem Gang serviert werden.
Markus hatte lange im Voraus einen Tisch für uns reserviert und zwei Personen für den "Trommelkurs" angemeldet, der täglich um 18:30h startet. Ich war gesetzt und Renate war die zweite "Auserwählte". 😉
Wir verließen also unseren ruhigen Tisch und folgten einem Mitarbeiter, der uns in einen riesigen Raum führte (hier werden anscheinend die Reisegruppen abgespeist). Da die meisten Plätze besetzt waren, landeten wir (etwas unfreiwillig) in der ersten Reihe... Nach kurzer Einweisung der beiden Trommler ging es dann auch schon los... sie trommelten vor und wir trommelten alle nach. 🤪 Markus und Waltraud hatten sich derweil einen Platz am Rand gesucht und beobachteten uns amüsiert! 😛
Unter den strengen Augen unserer "Lehrmeisters" gaben wir alles... Verstecken konnten wir uns da vorne schließlich nicht! 😄
Innerhalb einer halben Stunde studierten wir mehrere Trommelthythmen ein, die schließlich hintereinander "abgerufen" wurden. Es war tierisch anstrengend, machte (uns auf alle Fälle) jedoch enormen Spaß! 😄 Videos davon erspare ich euch jedoch an dieser Stelle... 😉 😗
Im Anschluss kehrten wir wieder an unseren Platz zurück und das Menü wurde, begleitet von einem guten Sauvignon Blanc für uns Frauen und einem Mojito für Markus, serviert. Zwischendurch kam immer mal wieder eine Mitarbeiterin vorbei und schminkte uns einzeln im afrikanischen Stil.
Außerdem gab es zwischen den Gängen immer mal wieder eine Performance des Teams.
Zur allgemeinen Erheiterung unseres - und der Nachbartische - musste ich schließlich auch noch ran... Nach dem Trommeln war nun afrikanischer Tanz dran!!! 🤪 🙄 😄 (sorry, für die verwackelten Bilder - wir waren einfach zu schnell... 😛 )
Dieses Restaurant ist natürlich keine Location für ein Candle-Light-Dinner und man muss diesen Trubel natürlich auch mögen. Als einmalige Sache und für unseren Abschlußabend in Kapstadt war es jedoch wunderbar und wir hatten einen tollen Abend, bei klasse Essen und guter Unterhaltung!
Ich glaube, die Gesichter sprechen Bände... 🙂 😗
Um kurz nach zehn genossen wir von unserer Terrasse aus ein letztes Mal den Ausblick auf die City - das Urlaubsende war nun leider bereits zum Greifen nah! 🙁
Gute Nacht! 😘
gefahrene Kilometer: ca. 45
Teil 4228. Mai 2018
20.11.2017 - Alles hat einmal ein Ende...
Auch an unserem letzten Urlaubstag wurden wir früh wach und machten uns einen Tee, den wir im Zimmer tranken. Das Wetter sah' nicht besonders toll aus... es war ziemlich bewölkt. 🤨
Pünktlich um acht saßen wir am Frühstückstisch und ließen es uns schmecken. Danach wurden alle sieben Sachen gepackt, die Zimmer geräumt und wir stellten die Reisetaschen und Rucksäcke im Büro unter. Außerdem ergatterten Renate und ich noch jeweils ein hübsch verziertes Straußenei, wie sie in der Lodge als Teelichthalter bzw. Nachttischlampe eingesetzt und auch zum Kauf angeboten wurden.
Da unser Rückflug nach Frankfurt für 18:25h angesetzt war, hatten wir noch einen halben Tag Zeit und als Programmpunkt den Botanischen Garten Kirstenbosch angedacht. Als wir gegen halb elf den Parkplatz des Botanischen Garten erreichten, setzte der Regen ein... 😕 Wir waren unsicher - machte es wirklich Sinn, den Garten bei diesem Wetter zu besuchen?! Die Wolkendecke am Himmel versprach keine kurzfristige Wetterbesserung... Schließlich entschieden Markus und ich, den Besuch einfach "auf ein anderes Mal" zu verschieben.
Markus hatte jedoch eine andere Idee, lud' uns alle wieder ins Auto und fuhr los. 😐 Schließlich stoppten wir in der Nähe des Imizamo Yethu Townships. Genauer gesagt, am Original T-Bag Designs Shop in Hout Bay. Zwei Tage zuvor waren wir hier bereits während unserer Hop-on Hop-off Tour vorbei gekommen...
Begeistert "stürmten" wir den Laden, in dem es wunderschöne Dinge zu kaufen gibt. 😊 Eine Mitarbeiterin kam auf uns zu und bat uns in einen Nebenraum, dort waren einige Stühle aufgestellt, wir bekamen jeder eine Tasse Tee und schauten uns einen Infofilm an. Ich war etwas perplex... 🤨 Waren wir hier angemeldet?! Markus bestreitet es ja bis heute... 😄
Wir schauten uns also die (deutsche) Version an und erhielten einige Infos zu der Organisation, die Jill Heyes im Jahr 2000 auf die Beine gestellt hat und seitdem einigen Bewohnern der Imizamu Yethu Community eine Lebensgrundlage bietet. (siehe auch:https://www.tbagdesigns.co.za/about/)
Benutzte Teebeutel werden getrocknet, entleert, zurecht geschnitten und individuell verziert. Diese handbemalten Papierstücke sind somit alles Unikate, verschiedene Mitarbeiter bringen ihre Ideen ein und kreieren eigene Designs.
Diese Kunstwerke werden dann wiederum weiterverarbeitet... z. B. zu Weihnachts-/Grußkarten, Untersetzern, Magneten, Tabletts, Taschen und und und... Neben dem Shop in Hout Bay gibt es nun sogar einen Shop in der V&A Waterfront (den wir allerdings nicht kennen...). Unterstützt wird das Projekt von Gästehäusern und Restaurants in der Umgebung, teilweise kommen sogar Teebeutelspenden aus dem Ausland. Ganz gerührt erzählte uns die Mitarbeiterin, dass sie vor Kurzem ein Paket mit 10.000 getrockneten Teebeuteln aus den USA erhalten haben. Wer also in nächster Zeit nach Kapstadt fliegt, der kann schon mal anfangen zu sammeln... 🙂 (In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich nach unserer Rückkehr ebenfalls sammeln wollte, allerdings stellte sich ziemlich schnell raus, dass der deutsche Winter nicht der richtige Zeitpunkt ist, um Tee- oder Kaffeepads in der Wohnung zu trocknen... 😗 Somit stellte ich mein Vorhaben schnell wieder ein und Markus war beruhigt. 😉 )
Nachdem der Filmvortrag vorüber war, bat die junge Frau uns erneut, ihr zu folgen.
Es ging um ein paar Ecken in ein anderes Gebäude, wo die Werkstatt untergebracht ist. Hier konnten wir live die unterschiedlichen Schritte der Herstellung beobachten!
Nach einiger Zeit kamen wir wieder im Ladenlokal an - warum ausgerechnet wir diese intensive Führung erhalten haben, ist mir bis heute ein Rätsel... Mittlerweile waren auch andere Touristen vor Ort, doch sie wurden weder in den "Vortragsraum" und geschweige denn in die Werkstatt gebeten.
Hier noch ein paar Impressionen aus dem Ladenlokal:
Natürlich erstanden wir auch noch einige dieser Kunstwerke - Weihnachten stand schließlich vor der Tür und so deckten wir uns mit Karten und diversen anderen Dingen ein. 😉
Ich war total gerührt, ob es der anstehende Rückflug und Abschied von S.A. war oder die Tatsache, dass Jill mit ihrer Idee anderen Frauen (und auch Männern) eine Perspektive geschaffen hatte?! Ein paar Tränen kullerten bei mir und spontan packte ich alle verbliebenen (verschlossenen) Lebensmittel und Softdrinks, die wir im Auto noch mit uns führten, zusammen, um sie für die Mitarbeiter dort zu lassen. Freudig wurde dies angenommen und ich schluchzte im Auto noch ein wenig vor mich hin... 😣
Auf dem Rückweg hielten wir noch mal in Kirstenbosch an, doch das Wetter war immer noch nicht besser, außerdem war es mittlerweile bereits so spät, dass sich ein Besuch nicht mehr wirklich lohnte.
Der Tafelberg war wolkenverhangen - welch' ein Glück hatten wir am Vortag doch gehabt!
Es blieben nur noch wenige Stunden, bis wir uns auf den Weg zum Flughafen machen mussten und so statteten wir dem Bo-Kaap noch einen Besuch ab. Markus hatte zwei Tage zuvor einen lokalen Streetwearladen entdeckt und diesen fanden wir auch promt wieder, so dass er sich dort ein neues Cap kaufen konnte.
Trotz des schlechten Wetters, verloren die bunten Häuschen ihren Reiz nicht...
Schnell kauften wir uns noch ein paar belegte Baguettes, bevor es zurück zur Lodge ging.
Straßenarbeiter mit Rhythmus im Blut.
Der Bombay Bicycle Club am Tage
"unsere" Lodge von außen
Eigentlich war es noch viel zu früh, um zum Flughafen aufzubrechen, aber irgendwie wollten wir nun auch los und so verabschiedeten wir uns bereits um 14.00h und luden alle unsere Taschen ein...
Bereits um halb drei gaben wir also unseren vollgetankten VW-Bus mit 4.039 Kilometern mehr auf dem Tacho wieder ab, gaben die Reisetaschen auf, genossen danach die letzten Momente unter afrikanischem Himmel und aßen unsere Brote vorm Flughafengebäude. 😉 Die arme Renate hatte es auf den letzten Metern noch erwischt - irgendetwas war ihr auf den Magen geschlagen und es ging ihr gar nicht gut. 😕
Zum Glück lief ansonsten alles glatt, der Flieger hatte kaum Verspätung, wir erhielten zwei Zweierreihen hintereinander und der Flug war ziemlich ruhig. In Frankfurt angekommen ging es auch Renate wieder etwas besser und nach etwas Wartezeit nahmen wir alle Gepäckstücke am Rail&Fly Schalter der Lufthansa entgegen.
Dann hieß es Abschied nehmen, da meine Mutter mit der S-Bahn nach Hause fuhr, während wir noch bis sieben auf unseren Zug in Richtung Heimat warten mussten...
Tja, und dann war die gemeinsame Zeit tatsächlich vorbei. 🙁 So lange im Voraus hatte die Planungsphase begonnen, wurden Routen, Unterkünfte und Unternehmungen gecheckt... Es hatte sich auf alle Fälle gelohnt!!! Ich glaube, ich kann sagen, dass es für jeden einzelnen von uns eine sehr besondere Reise war, die wir so schnell nicht vergessen werden... 😘 😘 😘
Und nun möchte ich mich natürlich auch noch mal bei euch allen bedanken, die uns - im Nachhinein - auf dieser Tour begleitet, Vögel und Schlangen bestimmt, Zuspruch gegeben und mitgelesen haben!!!! 🙂