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Reisebericht · namibia-forum.ch

Vielleicht werden wir morgen sehen… Hakuna Matata!

von Strelitzie · Jan. – Feb. 2018 · 19 Tage · Geführt · 27 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen im Januar und Februar 2018 zwei Wochen mit einem deutschsprachigen Driverguide durch Tansania, von der Serengeti-Region bis zum Ngorongoro-Krater. Im Tarangire-Nationalpark ziehen große Elefantenherden durch saftig grüne Landschaft, im Ndutu-Gebiet liegen Löwen, Leoparden und Geparden dicht beieinander – an einem Nachmittag sehen wir neun Löwen zusammen auf einem Felsen. Dazu kommt eine Ballonfahrt über die Ebene bei Sonnenaufgang, mit Champagnerempfang danach.

Im Ngorongoro-Krater beobachten wir Nashörner, die dort inzwischen selten geworden sind, dazu Hyänenfamilien beim Jagdunterricht und eine balzende Riesentrappe. Die große Gnu-Migration steht zu unserer Zeit gerade in der südlichen Serengeti, ein Kalben erleben wir aber nicht mehr mit. Zwölf Tage lang führt uns derselbe Driverguide durch die Parks.

Den Ausklang verbringen wir auf Sansibar: Stone Town mit geschnitzten Türen, Gewürzmarkt und dem Haus, in dem Freddie Mercury geboren wurde, danach vier Tage Strand im Breezes Beach Club. Im Rückblick hätten wir die Insel als Ausklang weggelassen – nach der Fülle der Safari wirkt sie auf uns eher wie ein Bruch, so schön der Strand für sich genommen ist.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 117. Feb. 2018

Jambo, Jambo!

Zurück von einer tollen ersten Reise nach Ostafrika, möchte ich Euch an meiner Urlaubsnachlese teilhaben lassen. Die Koffertaschen sind jetzt frisch gewaschen, denn der Begriff „Staub“ bekam auf dieser Reise eine neue Dimension. Es sollte zwar die „kleine Regenzeit“ sein, die fiel aber weitestgehend aus oder war bereits zu Ende.

Es mussten über 50 Jahre vergehen, bis ich meinen Kindheitstraum von Daktari, Serengeti, Tierwanderung (wie das damals noch hieß) und Achim Reichels „Sansibar“ (der scheint aber nie dort gewesen zu sein), erfüllen konnte.
Da meine bessere Hälfte einen besonderen Geburtstag zu feiern hatte, wurde er schnell überzeugt, dass diese Reise dem Anlass entsprechend eine ganz besondere werden sollte… 🙂

Schon recht oft in Südafrika, auch in Namibia und Botswana, als Selbstfahrer unterwegs, hatten wir zuviel Respekt vor dem Unbekannten, um ohne Guide zu fahren. Auch fand ich, im Gegensatz zu anderen Destinationen, keine detaillierten Wegekarten der Nationalparks. Außerdem reizten mich die großen Safari-Autos mit „Steh-Ausblick“. Von guten Erfahrungen hier im Forum profitierend, lies ich mir von zwei Reisebüros ein Angebot - mit Driverguide - erstellen und entschied mich für das spezialisierte Berliner Reisebüro.

Im Vorfeld hatte ich viel über Tsetsefliegen gelesen, wollte ich uns so weit wie möglich schützen, die schmerzhaften Stiche/ Bisse oder deren Entzündungen wollten wir unbedingt vermeiden.
Also wurden „NosiLife“- Hemd/ Hose /Socken gekauft - und Nobite Spray (für Haut & Kleidung), Mosi Guard (sehr angenehm, auch im Geruch) mitgenommen, ebenso geruchloses Kristall-Deo - sehr empfehlenswert- und verwendet. Auch Fliegenklatschen und Fliegenfänger flogen mit. Malaria Prophylaxe ebenso und vorsichtshalber auch eine „Flying Doctor“ -Versicherung abgeschlossen.
Ich kann schon jetzt sagen, dass die Investitionen Anti-Tsetse sich absolut ausgezahlt haben, kein einziger Stich konnte gelandet werden. Die altmodischen Fliegenfänger zogen zwar nur wenige Fliegen an, aber die mit kurzem Schlag betäubten landeten dort und konnten uns so nichts mehr antun.

Nun musste nur noch viel Zeit vergehen - und endlich war er da, der Tag der Abreise!

Unsere Stationen waren folgende:
- Flug via Amsterdam zum Kilimandscharo Airport
- 2 Ü Arusha: Guesthouse Kiota (was „Nest“ bedeutet)
- 2 Ü Tarangire NP: Sangaiwe Tented Lodge
- 3 Ü Ndutu Area: Ndutu Safari Lodge
- 2 Ü Serengeti Ndutu Kati Kati Tented Camp
- 2 Ü Central Serengeti: Tortilis Camp
- 2 Ü Ngorongoro NP: Ngorongoro Sopa Lodge

- Weiterflug ab Arusha Airport nach Sansibar
- 4 Ü Sansibar: Hotel Breezes Beach

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So, genug der Vorrede - Karibu!

Nach unspektakulärem Flug mit KLM in der Eco Comfort - mit freiem Mittelplatz - landeten wir gegen 20.00 Uhr am Kilimandscharo Airport. Dort stürmten wir, zusammen mit dem halben Flugzeug, den Visum-Schalter. Es war nur ein Schalter für die Allgemeinheit geöffnet, den zweiten hatten die großen Tourunternehmen in Beschlag genommen.
Es dauerte recht lange, bis wir, je um 50 US$ erleichtert, endlich unser Visum hatten - und uns am Immigration-Schalter anstellen konnten. Meine Mundwinkel nahmen Merkelsche Ausmaße an- daher durfte ich gleich noch meine Fingerabdrücke vor Ort lassen.
Endlich - nach einer guten Stunde, konnten wir unsere Koffertaschen greifen, die nochmals durch die Durchleuchtung liefen. Dann standen wir einer Wand von „Abholschildern“ gegenüber - und saßen kurze Zeit später im Van in Richtung Arusha, Guesthouse Kiota.

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Dort begrüßten uns Barbara und Flora, die Seele des Hauses, auf das Herzlichste. Sie hatten eine Tomaten-Suppe und einen Salat als Nachtmahl vorbereitet. Mit der ersten Malarone-Tablette und dem wohligen Gefühl, in Afrika zu sein, schliefen wir ein.

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Wir waren die einzigen Gäste, ganz allein im liebevoll gestalteten, großen „Nest“. Nach ganz wunderbarem Frühstück mit herrlich starkem Kaffee kam um 9.00 Uhr unser Tages-Fahrer, der mit uns in den nahen Arusha Nationalpark, am Fuße des Mt.Meru, fuhr. Der zeigte sich zumindest halb, so dass wir seine Höhe von fast 4.500 m immerhin erahnen konnten.

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Der Arusha NP ist der zweitkleinste Park in Tanzania, jedoch landschaftlich sehr schön durch seinen kleinen Bergwald-Anteil und die sieben Momella Seen.
Leider blieb der Kilimandscharo die ganze Zeit gut hinter Wolken getarnt, versteckt. Wir sollten ihn auch später nicht mehr zu Gesicht bekommen (das schreit nach neuem Versuch!)
Daher hier ein Foto aus dem Netz- von Chris73

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Es war eine kleine Safari zum Angewöhnen - bis auf die hübschen Diadem-Meerkatzen und die schwarz-weißen Colobus Monkeys gab es keine Besonderheiten.

Teil 217. Feb. 2018

Ich kämpfte noch mit meinem neuen Objektiv, als wir die Blue Monkeys entdeckten,

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dann hörten wir sie zuerst (so müssen Brüllaffen klingen) - dann sah ich sie: die Black-White Colobus Monkey.
Leider verhielten sie sich nicht sehr kooperativ - aber etwas konnten wir erhaschen.

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Vom Viewpoint aus hatte man einen schönen Überblick

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In den Momella Seen konnten wir auch auch die Flamingos entdecken, die hier allerdings nicht so richtig pink erschienen.

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Zur Lunchzeit machten wir Picnic oberhalb der Seen, mit schönem Ausblick - und den Köstlichkeiten aus Floras Picnic-Korb.

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Viele Wasserböcke, Zebras, Dik Diks, ein Albino Pavian, Büffel und Giraffen haben wir entdeckt - und uns auf Mehr in den nächsten zwei Wochen gefreut.

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Zum Abschluss wollten wir eigentlich gern in die legendäre Hatari-Lodge. Aber schon Barbara hatte am Morgen Bedenken angemeldet, letztlich war es nicht möglich, aus dem Gate zu fahren, um die Lodge zu besuchen. Warum - haben wir nicht so richtig verstanden….. 🙁
So blieb uns nur ein Foto von der ehemaligen Momella-Farm, die heute dem Verfall preisgegeben ist.

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Gegen 16.00 Uhr ging es zurück ins „Nest“ - Flora hatte frischen Kuchen bereit gestellt, das Daybett war im lichten Schatten im Garten gerichtet, herrlich!

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Zum Dinner gab es Beef Stew mit gut gewürztem afrikanischem Reis, dazu Salat mit Mango als Vorspeise - und Flora vergaß auch nicht, dass Bushbaby zu füttern, an dem wir später im Garten unsere Freude hatten. Dazu ein kühles Kilimanjaro Bier…. wir freuten uns auf den nächsten Tag! Und waren sehr gespannt, mit wem wir unsere Reise fortsetzen würden!

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Lala Salama!

Teil 318. Feb. 2018

Wieder schliefen wir herrlich - und hätten eigentlich um 8.00 Uhr abfahrtbereit sein sollen.
Ooch nee; wir beschlossen, das liebevolle Frühstück, mit frischem Brot und Brötchen, tollem Käse und Barbaras Erzählungen aus ihrem aufregenden Leben noch etwas zu genießen.
Als ich mit letztem Gepäck aus dem Zimmer kam, saß bei einer Tasse dann Emanuel, unser Guide für die nächsten 12 Tage!
„Nice to meet you“ - begrüßte ich ihn - und er antwortete: „ja, schön Dich zu sehen!“ Ups, wir hatten einen englisch sprachigen Guide bestellt - Emanuel konnte fast fehlerfrei deutsch sprechen (und schreiben). Woher? - durch Euch Touristen, war seine Antwort.
So, das Eis war gebrochen, der junge Mann war mir, uns, nicht unsympathisch - auf geht’s! „Pole-Pole …. Ihr habt Urlaub!“
Wir verabschiedeten uns ganz herzlich von Flora, Barbara und ihrem Nest - ein wunderbares, liebevoll geführtes, kleines Guesthouse zum Ankommen! Danke auch an Marina und Karsten für den Tip!

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Nachdem wir es uns in unserem Landcruiser - 6 Sitzer und Engel-Kühlschrank - gemütlich gemacht hatten, baten wir Emanuel, zunächst zu einem Supermarkt und ATM zu fahren.
Vom Kiota Nest (bei Moshi) fuhren wir durch Usa River und kamen nach ca. 30 km in Arusha an. Die Fahrt war schon ein Erlebnis - es gab sooo viel zu sehen. Die Teerstraße war gut, leider konnte Emanuel zügig fahren, trotzdem konnte ich ein paar Schnappschüsse machen.

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Diese "Bettengeschäfte" beeindruckten uns wirklich!

In Arusha angekommen, wühlten wir uns im Schritttempo durch einen örtlichen Markt - um zum Supermarkt Nakumat zu gelangen - der jedoch wie ausgestorben da lag - geschlossen!
So fuhr Emanuel zu einem kleinen Getränkeshop - für einen sehr warmen Orangensaft wollte die Lady 4 US$, für einen warmen Spier-Weißwein 15 US$ haben. Nein, das war uns zuviel! Ich hatte vorab auf Maps eine Mall am Ortsende von Arusha, neben dem Culture Centre gemarkert, dort baten wir Emanuel zu halten.
Die AIM-Mall war ein kleiner Konsum-Tempel a la Dubai, Edelstahl, glitzernder Marmor;
uns interessierten nur zwei sehr korrekt wirkende Wechselschalter und ein sehr sauberer, sehr gut sortierter Supermarkt.
Für 100 € bekam ich 270.000 TZS. Und guten Saft für umgerechnet 2,50€, Wein für 8-10 €. Für Emanuel brachten wir eine Fanta Orange mit - ein Süßer also!
Nachdem alles gut im Kühlschrank verstaut war, reichlich Wasser war vorhanden, konnte es also endlich losgehen! „Gemma“, wie Emanuel in Kaisermanier sagte. 🙂

Wir fuhren aus der Stadt, an der Arusha Coffee Lodge, deren Kaffeeplantage und dem kleinen Arusha Airport vorbei.
Überall wuchsen die großen Sisal Agaven, die früher ua. für die Seilherstellung benötigt wurden. Heute werden nur noch Teppiche und Korbwaren daraus hergestellt - die Massai nutzen die Pflanzen als Einfriedung ihrer Kraals.

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Die Landschaft war schön, die gute Teerstraße auch und es gab viele Büsche am Straßenrand, die ich noch nie gesehen hatte. Aber unser Guide kannte die Bezeichnung nicht…. hm, das war also ausbaufähig! Wir erfuhren, dass er bis vor einigen Jahren als Sharpa an die 20x auf den Kilimandscharo gekraxelt war, dann als Guide seine Ausbildung von Leopard Tours erhielt und dort seit fünf Jahren als Guide arbeitet.

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(Oscher, Fettblattbaum (Calotropis)


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(Abgasnorm erfüllt? .... 😄 )

Dann schaltete er sein Funkgerät ein, das ständig vor sich hin schnarrte, knatterte und rauschte… In dem Moment dachte ich: „wehret den Anfängen“- und fragte, ob er das Ding benötigte! Damit schaltete Emanuel den Knatterkasten sofort ab - und während der ganzen Reise nur ein einziges Mal wieder an!

Teil 418. Feb. 2018

Es war eine schöne Fahrt durch ein landschaftliches schönes Land, unterwegs begegneten wir Massai Jung-Kriegern, (ca. 14 Jahre) die sich nach ihrer Beschneidung in schwarzem Gewand und weißer Gesichtsbemalung allein für einige Wochen durchschlagen mussten.

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Gegen 13.00 Uhr erreichten wir den Tarangire Nationalpark - ein wunderschöner, grüner Baobab begrüßte uns.
Zunächst wurden unsere Autoreifen (incl.der verpackten Reserveräder) am Parkeingang besprüht - Anti-Tsetse. Denn die sollte es hier reichlich geben….

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Anschließend „parkte“ uns Emanuel auf dem Picnic-Platz, wo wir unsere Lunchboxes leerten. Naja, im Vergleich zu Barbaras Leckereien fiel dies merklich ab. Emanuel traf sich mit seinen Fahrer-Kollegen. Beim anschließenden Rundgang auf dem frei zugänglichen Gelände des Maingates hielt mein Mann seinen Apfel in der Hand …. aber nicht lange! 🙂

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Emanuel kam zurück mit den Worten „Pack mer’s“ - und los ging es in einen landschaftlich wunderschönen Park, 2.600  km² groß, entspricht der Größe Luxemburgs. 
Der Regen zuvor hatte das Gras grün angemalt, der Tarangire-Fluss führte reichlich Wasser, die Dämme waren gut gefüllt.
Familie Pumba begrüßte uns, dann der erste Elefant - von ca. 40.000, die es im „Elefantenpark“ Tarangire geben soll.

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Plötzlich hielt Emanuel an - und bat um unser Fernglas. Seins wurde ihm vor Kurzem gestohlen.
"Ja - da liegt er!" Ich konnte nichts erkennen, nicht mal mit Teleobjektiv! Aber dann…

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Da der Pascha keinerlei Anstalten machte, sich groß zu bewegen - er drehte uns lediglich ein Mal huldvoll den Kopf zu - fuhren wir weiter, genossen die außergewöhnlich schöne Landschaft,

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den Longtailed Shrike ? Magpie Shrike -Elsterwürger, Dank an Konni! (hier bemerkte ich, dass die Belichtung von Vögeln optimierungswürdig ist!) und freuten uns an Fauna und Flora.

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Und plötzlich rasten andere Autos an uns vorbei, Emanuels Handy machte Pling-Pling! Am ersten Tag habe ich noch gefragt, was es denn zu sehen gäbe, dann aber habe ich bemerkt, dass es ihm eine große Freude war, uns eine Überraschung zu präsentieren. So antwortete er nur “Hakuna Matata“ 🙂

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Dass es zwei Youngster waren, sahen wir hier noch nicht. Muttern lag etwas abseits, aber unser Driver suchte so lange die passende Position, bis wir sie fast perfekt sahen.
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(ich habe meine Schwester früher auch so lange genervt, bis sie mit mir gespielt hat...)

Inzwischen ging es auf 15.30 Uhr zu und ich bat Emanuel, ganz langsam den Weg zur Lodge zu nehmen. Wir fuhren also an großen Elefantenherden vorbei,


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wollten dann eigentlich den Fluss überqueren - der Zugang war abgesperrt! So mussten wir einen großen Umweg fahren - und kamen genau um 17.55 Uhr am Gate an!
Nach einer Linkskurve erreichten wir unsere Unterkunft: die Sangaiwe Tented Lodge.

Teil 519. Feb. 2018

So, also Ankunft Sangaiwe Tented Lodge, gleich hinter dem Sangaiwe Gate, Tarangire NP.
Das Camp besteht aus 14 Zelthäusern, alle auf recht hohen Stelzen, dadurch ist ein schöner Ausblick auf den Burunge Lake garantiert.
Die Tents sind geräumig und komfortabel eingerichtet, mit viel Stau- und Ablageflächen im hinteren Bereich, Strom zum Aufladen war vorhanden, ein Fön durfte nicht benutzt werden.

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Ziemlich erschöpft - besonders vom letzten Teil der Rumpelei über die ausgewaschenen Wege - nahmen wir unseren Schlüssel zu Tent 1 mit View auf den See in Empfang. Normalerweise hätte ich versucht, das Zimmer zu tauschen; es lag nämlich am dichtesten an Küche und Restaurant - aber ich war einfach zu platt zum Diskutieren.

Die belebende Dusche bewirkte Wunder - um 19.30 Uhr gingen wir zum Abendessen. Dieses war der Auftakt zum immer gleichen Muster: Gemüsesuppe - Fleisch oder Fisch (aus Schüsseln angereicht), Kartoffeln oder Reis, verschiedene bissfest gekochte Gemüse - Dessert.
Es waren stets sehr gut gewürzte Gerichte. Keine kulinarischen Highlights, aber wir waren positiv überrascht.
Den Absacker nahmen wir auf unserer Balkonterrasse, über dem See ging ein heftiges Gewitter nieder.

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Der nächste Morgen begann für mich gegen 5.00 Uhr, ab dann hörte ich Geräusche aus Küche und Restaurant. Ich hatte es befürchtet….
Wir gingen um 7.00 Uhr zum Frühstück - auch hier keine Besonderheiten, keine Klagen! Die Eier kamen schnell, das Obst köstlich, der Kaffee gut und kräftig. Abfahrt 8.00 Uhr, Guide pünktlich.
Wieder die Formalitäten bei der Einfahrt ins Gate - was macht man in Tanzania mit den ganzen ausgefüllten Papieren….? - dann fuhren wir die gestrige Strecke teilweise zurück.

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In der Nacht hatte es tüchtig geregnet, wir hatten einige Wasserdurchfahrten. Dann Begegnungen mit Zebras, Elefanten, einigen kleinen und großen Federtieren - und vielen Testses! Konnten die nerven! Irgendwann hatten wir gelernt, sie einfach mit zwei Fingern zu fangen und sie an unseren Fliegerfänger zu patschen - das war wesentlich wirkungsvoller als der Versuch, sie mit der Fliegenklatsche zu killen.

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Lesser striped Swallow, Kleine Streifenschwalbe -Dank an Konni

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(ist das ein Grey Lourie?) Bare-faced Go away Bird, Nacktkehl Lärmvogel -Dank an Konni

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Lilacbreastedt Roller, Gabelracke - mit sehr ungewöhnlichem Zuhause

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juv. Martial Eagle, junger Kampfadler -Dank an Konni

Dann hielt Emanuel plötzlich an - erbat sich das Fernglas - und zeigte irgendwo ins Gebüsch...Ahhh, mit Tele konnte ich ihn dann auch sehen!

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Hinter dem Busch links müsste das Frühstück liegen - aber auch mit Lupe konnte ich es nicht genau identifizieren. Auf jeden Fall war der Mister sehr müde, er gähnte unentwegt - und wartete wohl sehnlich darauf, sich an seine Beute zu machen. Und der junge Schakal wartete auch schon sehr sehnsüchtig.
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Teil 619. Feb. 2018

Anschließend fuhren wir weiter an die Sumpf-Flächen des Tarangire. Unmengen an Wasservögeln, Störchen, Ibissen, Kronenkranichen beherrschten die Landschaft.

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(Bee-Eater, blue-cheeked,Blauwangenspinte-Dank an Konni )

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(Afr.Fish Eagle - Schreiseeadler)

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Etwas mehr im Hinterland konnte ich mich an den wunderschönen Euphorbien gar nicht sattsehen, auch Blümchen aller Coleur.

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Wenn es nach Emanuel gegangen wäre, hätten wir auf dem Picnic-Platz an den Swamps unsere Lunchpause gemacht - so hätte er wieder ausführlich mit seinem Handy spielen und seinen Kollegen palavern können… - aber wir baten um Weiterfahrt. Pinkelpausen sind überbewertet 🙂 und das Lunchpaket konnten wir auch im Auto essen. Hm, wir merkten ihm seine Enttäuschung an, aber Hunger hatte noch keiner! So fuhren wir also weiter - bis zum Roadblock Elefantenherde, die genüßlich in einer Mini- Pfütze an der Straße "badete" - der Fluss war keine 10 Meter weiter...:)

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Langsam schlugen wir den Heimweg an - als wir erst diese Vögel sahen

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(Knobbilled Duck,♂Comb Duck,Höckerente -Dank an Konni)

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Woodpecker, Specht / Nubian Woodpecker - Dank an Konni)

... und plötzlich wieder unser "Golden Eye" anhielt - wir haben einige Minuten benötigt, um ihn mit Beschreibung, Tele und Fernglas, zu finden:
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Da heute fast nur der Tag der "Kleinigkeiten" gewesen ist, schob sich final noch dieser Büffel ins Bild
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- damit wir dann schon mal die Big Four zusammen.

Müde und erschöpft, es war schwül geworden, fuhren wir in Richtung Camp. Dort wollte ich eigentlich eine Runde im Pool schwimmen - der war so gut frequentiert, dass ich dankend verzichtete, die Dusche allein tat es auch!
Am Abend gewitterte es heftig, ansonsten - the same procedure! Und wir freuten uns auf morgen!

Lala Salama!

Teil 720. Feb. 2018

Der Weg ist das Ziel - an einem besonderen Tag!

Es hatte wieder heftig gewittert in der Nacht und der Himmel war noch bedeckt.
Das Geburtstagskind mit vielen Glückwünschen bedacht, auch aus der Heimat, bekam seinen Geschenkgutschein - auf die Einlösung musste er aber noch zwei Tage warten!
Wieder hatten wir mit Emanuel eine Abfahrtszeit von 8.00 Uhr vereinbart. Wir checkten nach dem Frühstück aus - es ging
an den Melonen-Feldern der Kleinbauern über eine rumplige kleine Dorfstraße auf die Hauptstraße, die A104. Wir fuhren durch kleine Orte, oft wurden die Gemüse-Ernten am Straßenrand angeboten.

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Beim Tankstop konnte ich diese drei Herren beobachten -

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Pole-pole

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Traditionell

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Tres chic (das Jacket war aus knallrotem Samt, mit schwarzem Satin abgesetzt! Fuhr er so zur Arbeit, vielleicht eine Bewerbung?

Nach dem Abzweig in Richtung Ngorongoro / Serengeti hatte der Fluss ganze Arbeit geleistet - er hatte die Brücke komplett weggespült. Es war, glücklicherweise, bereits eine Behelfsstraße gebaut, so kamen wir unserem Ziel langsam näher.

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Aber erst die Arbeit - dann das Vergnügen!
Wir hielten am African Galleria - Gem & Craft, einem neu erbauten „Konsumtempel“ für Edelsteine, Skulpturen, Shirts und völlig überteuerte Massenware (aus China?)
Ein kleiner Holz-Elefant sollte 15US$ kosten, 500g Arabica-Kaffee ebenfalls. Aber der Laden war gut temperiert - und die WCs konnten mit einem Sterne-Hotel mithalten.
Big Mama bewachte alles - und ich sah mir immerhin die schönen Tanzanit-Steine an.

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Nach der Pause ging es weiter, durch Karatu hindurch,

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am Lake Manyara vorbei, (ganz schemenhaft am Horizont)

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zum Gate der Ngorongoro Conservation Area (NCA).

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Teil 820. Feb. 2018

Ngorongoro! Tor zur Serengeti! Es war der Geburtstag meines Mannes - aber für mich ging ein Traum in Erfüllung!
Ich freute mich unglaublich!
Durch lichten Regenwald schraubten wir uns immer höher - bis wir am Aussichtspunkt zum Ngorongoro Crater angekommen waren. (wie muss die Auffahrt in den 1950er Jahren gewesen sein?)
Die Kraterebene, die Caldera, lag 600 Meter unter uns - wir konnten mit bloßem Auge die Herden von Büffeln und Zebras erkennen - sowie drei der letzten „Hörner“. Schade, dass die Menschen um uns herum so laut und mit ihren Selfis beschäftigt waren.

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Es war gegen 11.00 Uhr und wir fuhren weiter, nachdem Emanuel sich ausführlich mit allen Fahrern ausgetauscht hatte, wer woher wohin….
Nach knapp 10 km erlebte ich den nächsten Gänsehaut-Moment - vor dem Grabstein von Michael Grzimek und dem Gedenkstein für seinen Vater.
Beiden wird eine sehr tiefe Verehrung im Land entgegengebracht. Dieses so arme Land, dass ca. 25% seines Territoriums unter Naturschutz gestellt hat.

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Wir fuhren an saftigen Weiden vorbei, auf denen einträglich die Rinder und Ziegen der Massai - zusammen mit Gnu und Zebraherden grasten.
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Zum Lunch hielten wir an der anderen Seite des Kraters, hier gab es ein Gate in den Krater hinein.
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(Die Zebras grasen gleich um die Ecke)

War ich hier noch hoffnungsfroh, dass wir bald ankommen würden, bereitete Emanuel uns schonend darauf vor, dass nun der Teil der „Serengeti Massage“ folgen würde.
Es begann eine Steinpiste, die man wirklich nur „überfliegen“ konnte. Waren wir froh, hier nicht allein fahren zu müssen! Zudem herrschte reger Verkehr, bei jedem entgegenkommenden Auto mussten sofort die Fenster geschlossen werden. Langsam legte sich eine hellgraue Staubdecke über alles…. Aber die Landschaft entschädigte! Überall waren Massen von Zebras und Gnus, dazu erblühten die Weiden mit weißen Blümchen.

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Nach zwei Stunden Fahrt fragte ich vorsichtig an, wie lange es noch dauern würde - „ähm, noch zwei Stunden…oder ich erhöhe das Tempo“! So wurde aus Pole-Pole mit 60kmh, „volle Pulle“ mit 80 kmh. Und tatsächlich, nach einer Stunde bogen wir ab (es gab kein Schild, kein Hinweis - Nichts! Ich fragte mich, woher unser Fahrer wusste, dass es hier irgendwo eine Lodge gab. Es gab nicht einmal Reifenspuren... Dann aber war ein erster Funkmast auszumachen - und wir erreichten die Ndutu Safari Lodge.

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Nie war eine Dusche schöööööner! 🙂

Teil 921. Feb. 2018

Im Vorwege, bei der Planung fast genau ein Jahr zuvor, wurde mir hier zu fünf Tagen „Ndutu“ geraten. Hm, Ndutu - noch nie gehört. Man möge mir verzeihen!
Also habe ich meine Planung auf drei Nächte dort umgeändert, ich war skeptisch….
Nun waren wir also im Ndutu Gebiet, im letzten Zipfel zwischen Serengeti im Norden und Ngorongoro Area im Süden, direkt am Lake Ndutu.
Ndoto heißt „Traum“ - es sollte einer werden! (vielleicht weiß jemand, was "ndutu" bedeutet?)

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Die Lodge, mit 34 Chalets recht groß, bereits 1968 errichtet, strahlte zwar den Charme der 70er Jahre aus, aber die Lage war toll - mit Blick auf den etwas entfernten Lake Ndutu, die Tiere kamen ungehindert auf die Anlage, die vielen Vögel wurden gut versorgt - und wir Gäste auch.

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Ein liebevoll arrangiertes Dinner, sehr gutes Frühstück und sehr gutes Servicepersonal. Jaa, hier hätten wir es länger aushalten können. Und - für mich wirklich gut - ich konnte meine Mähne mit einem Fön bändigen (ohne hätten mich die Löwen fast adoptiert).

Wir ließen den langen Fahrtag (6 Stunden hatten wir ca. benötigt) nach dem Dinner noch lange auf unserer kleinen Terrasse ausklingen, gut geschützt gegen winzige Mücken. Wie die in die Haut kommen konnten, war mir ein Rätsel. Aber mehr Angst machten mir die Fledermäuse - und später die Hyäne, die hingebungsvoll heulte.

Am nächsten Morgen wurde ich früh geweckt - der Übertäter war schnell ausgemacht.
Wie konnte ein so kleiner Federball sooo laut zwitschern?!

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Schon mal wach, habe ich seine Kollegen auch gleich versucht!, zu fotografieren.
(Ich bewundere alle Birder!)

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White crowned Shrike (Weißscheitelwürger), Dank an Konni

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Masked Weaver & Blue-capped Cordon-bleu (Maskenweber & Blaukopfastrild)

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Fischer´s Lovebird (Pfirsischköpfchen)

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White crowned Shrike (Weißscheitelwürger)

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Superb Starling (Dreifarben-Glanzstar)

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Dreifarben-Glanzstar, er sieht etwas irre aus :))

Nach dem sehr guten Frühstück fuhren wir um 8.00 Uhr - mit Lunchpaket - los.

Zunächst am Lake Ndutu vorbei, trafen wir auf sie

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Emanuel meinte, dies sei eine "Hochzeitsreise" - der Pascha wirkte aber recht schläfrig...
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aber wir mussten nicht lange warten

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- ausruhen - und Sie startete einen Flirtversuch

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und Er erfüllte seine Pflicht.

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Danach wieder Erholung

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Dann bemerkte Sie wohl, dass sie Zuschauer hatten - und verließen die Bühne.

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Wir fuhren weiter - und sahen jetzt auch das "Futter" für die Löwen
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aber kurz danach fesselte uns wieder der König der Tiere:

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Er probierte auch mal - aber seine Damen hatten keine Lust

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Ein letzter Blick - und wir fuhren weiter. Die Zebras waren schon etwas älter, aber noch immer sehr süß!

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Teil 1021. Feb. 2018

Wir waren noch keine zwei Stunden unterwegs, da sahen wir ein anderes Auto stehen. Emanuel wollte es eigentlich ignorieren - wir hatten schnell bemerkt, dass er seine Sichtungen allein machen wollte - um sie anschließend per Handy weiterzugeben.
Aber ich bat ihn, doch mal „vorbeizufahren“. Es lohnte sich!

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Der Gepard lag in der Sonne (von der anderen Seite hätte man ihn in der Senke gar nicht bemerkt) -und machte keine Anstalten, sich zu bewegen. Offensichtlich war es zu heiß, so fuhren wir nach einer Weile weiter. (Vielleicht interessant - wir standen mit insgesamt 4 Autos dort.)
Eine Hyäne - entweder vollgefressen, satt -oder trächtig - lies den Geparden nicht aus den Augen. Und wir sie und ihre Familie nicht...

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Wir hielten bei einer weißen Akazie, einer Pfeifen- oder Flöten-Akazie. Die Früchte werden von Ameisen angebohrt und wenn der Wind durch den Baum bläst, pfeift die Akazie.

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Weiter ging es am Kori Bustard, der Riesentrappe, vorbei - die wir oft sahen.

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Dann sah Emanuel über uns Eagle fliegen....
und vor uns saß der Grund - die Mahlzeit war aber leider gerade beendet! (sorry, es wird bilderlastig - ich konnte mich nicht entscheiden)

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(vielleicht war die Antilope doch etwas zu viel...)

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Mutter und ihre vier Jungen machten sich dann wortwörtlich vom Feld - andere übernahmen... ein Eagle (welcher?)

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Tawny Eagle (Raubadler)
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Nach soviel Schönem musste ich mich erstmal ins Gebüsch schlagen, man soll ja viel Wasser trinken bei der Wärme.... den Akazienstrauch ? musste Emanuel aber erstmal umfahren, bevor ich mich mutig zwischen die Dornen gequetscht habe!
Dann gab es auch noch die vielen anderen Schönen des Gebietes
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und wir machten unter einer großen Schirmakazie unsere Lunchtime.

Später, wir waren schon langsam auf dem Heimweg, sah Emanuel den "Geierbaum",

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der sein Interesse weckte - und richtig - zwei Brüder:

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Erstaunlich fanden wir die nahebei stehende Zebraherde.
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Glücklich fuhren wir heimwärts, an der Ebene am Lake Ndutu vorbei

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und damit der Tag auch richtig rund wurde -

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Löwe #9 heute. Wir waren wirklich sehr zufrieden mit unserer "Sichtungsquote".
Bei einer Tasse Tee, Auge in Auge mit vielen Piepmätzen - und später noch mit einer ganzen Zebraherde im Garten,
ließen wir den Tag fast ausklingen.

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Vielen Dank an Konni, die sich die Mühe macht, meine Vögel alle mit Namen zu versehen! 😘

Teil 1122. Feb. 2018

Nachdem wir, nach gutem Dinner, wieder lange (gut geschützt gegen die Mücken) draußen gesessen, ich habe meine Fotos gespeichert - und unser Equipment entstaubt.
In der Nacht hörte ich ein Geräusch auf der Terrasse, glaubte an eine Fledermaus. Später hörte ich einen Löwen brüllen - und Emanuel berichtete später vom aktiven Löwen im Camp…. Hui, da war ich aber froh, dass ich zu müde war, um auf der Terrasse nachzusehen!

An diesem Morgen gingen wir bereits um 6.30 Uhr zum Frühstück, wir fuhren um 7.00 Uhr los - wollten wir doch zum Lunch zurück in der Lodge sein.
Zunächst ging es zum Lake - der silbern im ersten Sonnenlicht lag. Die Flamingos konnte ich kaum im Gegenlicht erkennen.

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Die stets neugierigen Zebras begrüßten uns, dann die Hartebeest.

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Und dann waren die zwei Schwestern da

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sie waren vermutlich auf dem Heimweg - wir waren uns nicht sicher, ob ihr Nachwuchs vielleicht irgendwo sicher versteckt wurde

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dann liefen sie munter zwischen unseren fünf Autos hindurch, verloren sich auch mal aus den Augen

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- kein Wunder bei den Fliegen -

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(wie klein ihre Pfote gegen die männliche Pranke ist)

bis sie final im Schatten das richtige Plätzchen fanden - für uns das Signal zum Aufbruch.
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Teil 1222. Feb. 2018

Es ging an Zebra und Gnu-Herden vorbei

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da liefen die Beiden uns plötzlich vor die Linse - ahhh, das sah vielleicht nach Kill aus! Hatten wir noch nie gesehen, wir waren gespannt,, was passiert. Hier standen wir eine ganz Weile, bis drei Autos eintrafen. Die Fahrer achteten darauf, dass kein Auto im „Jagdweg“ stand, mit wirklich großem Abstand - alle warteten ….

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Aber - das hatten sich die Geparden anders vorgestellt - nach kurzem, vergeblichen Sprint in die Menge wurden sie plötzlich von den Gnus „eingekesselt“. Die Gnus wichen nicht wie erwartet zurück, nein sie gingen im Halbkreis auf die Geparden zu.
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Etwas bedröppelt und ratlos standen sie da.

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Da half dann nur der gelangweilte majestätische Abgang! Die schmerzliche Niederlage musste erstmal überwunden werden!

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Dabei warteten schon in der Nähe Schakal, Geier und Hyänen.

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Die Zebras sahen sehr zufrieden aus - und die kleinen Jährlinge einfach entzückend.

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Mit „Oma-Blick“ habe ich bei jeder trächtigen Stute hingesehen, ob sich vielleicht eine Geburt anbahnt…
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So fuhren wir zügig weiter - und wurden durch ein anderes Auto aufmerksam -
Emanuel war froh, konnte er doch wieder etwas plaudern und nachfragen, ob es vielleicht besondere Sichtungen gegeben habe. Er suchte noch immer für mich einen Leoparden - „aber vielleicht werden wir morgen sehen“!
Mit Leoparden konnte er auch dieses Mal nicht dienen - es waren wieder zwei Geparden.

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Wir fragten uns, ob es „unsere“ von eben sein könnten - nein, dann hätten sie im Sprint an uns vorbei gemusst. Die beiden waren etwas unkooperativ, so fuhren wir bald weiter. Es war ja bald Lunchtime....

Teil 1323. Feb. 2018

Wir fuhren am Lake Masek an den schönen, riedgrasbestandenen Swamps vorbei- Halt: Kronenkraniche!

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Da kann sich das andere Federvieh doch mal ein Beispiel nehmen, langsam schreitend, fotogen in jeder Pose, der entzückende Fascinator sitzt immer - und kein aufgeregtes Gehüpfe und Geflatter!
Ok, auch der Scared Sacred Ibis 😉 und der stolze Solitär machen was her - und sind gute Models.

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Etwas weiter kurvt Emanuel plötzlich zielsicher um einen Baum herum, auf dem ein Geier saß…Mein erster Blick: Rippchen! Grrrr - mit einem viertel Zebra!

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Dann unser suchende Blick:

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Halbwegs satt und erschöpft langen die Beiden da. Aber eben nur halbwegs - als ich mein Fenster aufschob, um eine bessere Perspektive als von oben zu haben, fauchte mich die Löwin mächtig an. Und nicht nur ein Mal. Oha, zum ersten Mal hatte ich richtig Angst, nicht nur Respekt vor einem Löwen.
Dabei wollte ich gar nichts abhaben vom Kill…

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Löwin Nr. 2 ging dann vorsorglich unter den anderen Baum - zum Zebra - zurück, um ihre Besitzansprüche deutlich zu machen.
Da auch „Nahrungsaufnahme“, auch wenn sie von niedlichen Tieren stammt, zur Tierwelt dazu gehört, habe ich die (recht unblutigen) Fotos mit eingesetzt.

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Ein letzter wehmütiger Blick auf die Löwin (ausgerechnet heute hatten wir uns für den Lunch in der Lodge angemeldet) -

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für uns war es längst Zeit - hoffentlich gab es nicht tatsächlich Spareribs - nur ein anderes Auto war inzwischen eingetroffen. Wir fuhren am Lake Ndutu vorbei zurück zur Lodge.


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Es gab Burger! 🙂

Nach dem Essen saßen wir vor der Terrasse bei einer Tasse Tee und ich beobachtete die Vögel.
Endlich saßen Gabelracke, Webervogel und Dreifarben-Glanzstar auch mal still, sie hatten sich wohl ein Beispiel an den Großen genommen...

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Anschließend sicherte ich schon mal die Fotos, am Abend war wieder etwas Packen angesagt. Gegen 15.30 Uhr fuhren wir wieder weiter - und kamen nicht weit.
Diese beiden Löwinnen hielten zunächst noch Siesta (wir glaubten, dass es nicht unsere „Lunchlöwinnen“ waren) - irgendwie sahen sie nicht glücklich aus. Es war allerdings recht schwül-warm geworden, Gewitterluft.

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Und dieses Katzenpfötchen der einen Löwin extra für Kordula! 🙂

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Teil 1423. Feb. 2018

Nach den Löwen,
eine Giraffe, wie schön - hatten wir lange nicht mehr gesehen

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und dann stand da auch noch der graue Riese. Der schlug sich zwar gleich in die Büsche - aber wir sollten ihn gleich wiedersehen.

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Und als Tagesschluss - auf der Riverbank am Lake -
eine einsame Löwin

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Wehmütig saßen wir nach dem Dinner auf der Terrasse, allerdings nicht so lange wie an den Abenden zuvor: wir hatten doch zuviel Respekt vor den Löwen!
Schade, voll Wehmut dachten wir an die Abreise am nächsten Morgen - aber freuten uns auch auf die Serengeti.

Teil 1524. Feb. 2018

Am nächsten Morgen wurde ich wieder früh von dem kleinen Kerlchen geweckt - die Phonestärke war unglaublich für so ein Federbällchen

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- und nach dem Frühstück ging es zunächst um den Lake Ndutu herum. Huch- ich dachte, wir würden in die Serengeti Area fahren! Nein, so einfach kann man nicht zwischen Ngoronoro und Serengeti wechseln… (für uns alles unverständlich - wie soll man das alles als Alleinfahrer wissen?) Später erst verstand ich die 24h-Regel, dazu äußerte ich Emanuel allerdings nicht. Wenn wir sehr früh in die Region eingefahren wären, hätten wir auch früh wieder raus gemusst.

An der Riverbank entlang verabschiedeten sich die „üblichen Verdächtigen“,

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Und endlich konnten wir auch Elands in Ruhe ansehen, bislang hatten sie stets im Galopp das Weite gesucht.

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Die Herde von neun Giraffen hatte es allerdings eilig

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dazu ein Long-crested Eagle (Schopfadler)

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Dann sahen wir ein Auto an einer kleinen Anhöhe stehen, ein weiteres kam angesaust -

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fünf Löwen lagen locker verstreut.
Sie lagen fast bewegungslos - die Nacht muss wohl lang und anstrengend gewesen sein.

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Damit ich noch besser sehen konnte, wollte ich Dummi dann tatsächlich einen Akazienzweig beiseite schieben…. Ein Dorn schob sich unter meinen Fingernagel, dass mir ganz schwindelig wurde. Wie kann man denn soooo dumm sein?! Emanuel war etwas besorgt, würden doch einige Bäume auch gern Vergiftungen hervorrufen. Sofort habe ich versucht, die Stelle ausbluten zu lassen und ständig am Finger gesaugt. Ich kam mir zwar etwas kleinkindhaft vor, aber nach zwei Tagen war der Vorfall ohne Entzündung vergessen.


Wir fuhren dann zum Airstrip, um uns in der Ndutu Region abzumelden, dann zurück zur Border Post Station, um uns in der Serengeti Area anzumelden.

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Das Ganze dauerte fast 40 Minuten - wir haben wirklich die Uhr…. 🙂
Aber zwei Lovebirds vertrieben mir die Zeit, leider hatten sie sich wieder sehr weit oben im Baum ihr Nest gesucht:

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Und endlich ging es in die südliche Serengeti - meine Erwartungen waren recht hoch!
Ein Elefant begrüßte uns zunächst, dann zeigte er kein Interesse mehr

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Wir fuhren eine ziemliche Anhöhe im Tiefsand hinauf - schon wieder waren wir froh, nicht allein fahren zu müssen. (falls man es noch nicht bemerkt hat, wir sind nicht sehr abenteuerlustig 🙂 )

Auf der Hochebene war ich zunächst etwas enttäuscht: das sollte die Serengeti sein ? Hm, die hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Dies sah nach örtlicher Kuh-Weide aus, viele blühende (Un)Kräuter. Na gut, es mag ja noch anders werden….

Aber eine Giraffe und ein ganz frisches Kalb (bei Mama sieht man noch etwas Blut am linken Hinterteil) versöhnten mich.


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Unter einer großen Akazie machten wir unsere Lunchpause (die Lunchpakete wurden jeweils von der Lodge gepackt und waren ca. 25x25 cm große Pappschachteln; gefüllt mit Wasser, Saft, Obst, Sandwich und oft gebratenem Huhn oa.)

(es geht gleich weiter, ich muss mich nur noch bei der nächsten Sichtung mit 101 Fotos für einige entscheiden... 😗 )

Teil 1624. Feb. 2018

Jeden Baum scannte ich sorgfältig ab - ein schöner Leopard fehlte mir noch.
Wir fuhren weiter, auch Emanuel war auf der Suche nach dem „Tageshighlight“…
Plötzlich fuhr er auf einen Baum zu - und neben uns lag ER. Und jetzt muss ich leider eine Foto-Story erzählen, es wird recht bilderlastig.

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Neugierig blickte er auf, rollte sich dann fast um sich selbst, um seine Beute zu fixieren - Meins!

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Müde gähnte er dann vor sich hin, die Dornen waren etwas störend, aber ich ignorierte sie geflissentlich! Emanuel wollte unsere Position ändern, aber wir hatten Angst, den Löwen damit zu vertreiben.
Der Pascha kaute an dem Dornengesprüpp herum

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und dann konnten wir auch sehen, warum er auf den Dornen kaute - ein Zahnarztbesuch wäre ratsam!

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Plötzlich kam Bewegung in den Löwen,
er setzte sich auf, packte kurzentschlossen seinen Kill, drehte sich um 90 Grad - und packte seine Mahlzeit außerhalb der Dornen aus!

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Wir veränderten auch unsere Position - freie Auswahl hatten wir ja, wieder waren wir ganz allein!
Tja, und dann begann die Vernichtung des Gnu-Jährlings….

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Nach weit über einer Stunde überließen wir dem Löwen seinen Platz allein. Wie grausam Natur doch aussieht...

... ein paar Meter weiter: so dicht lagen Leid und Glück beieinander!

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Ein paar knopfaugigen Mungus begegneten wir

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und einem jungen Giraffenmädchen, das uns aber ignorierte.

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Dann waren wir auch schon am Kati Kati Camp - nur leider dem falschen! Es gibt inzwischen wohl ein zweites. So kurvten wir durch viel tiefen, losen Sand - um endlich im Serengeti Ndutu Kati Kati Tented Camp (wow, was für ein Name!) mit gekühlten Tüchern und Saft empfangen zu werden.
Das Camp besteht aus 12 mobilen Zelten (von Dezember bis März), die gut eingerichtet sind. Es gibt im hinteren Bereich ein festes Waschbecken mit fließend Wasser, abgeteilt davon ein separates WC und eine Dusche, als Bucket Shower.

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Das Restaurant-Zelt ist in der Mitte angeordnet, hier gab es eine große Charging Station und einen Trinkwasserspender.
Die Wasserbehälter vor dem Zelt dienten als „Waschküche“ - ein großer, abgedeckter Eimer voll sonnenwarmen Wasser und angehängtes Waschpulver konnten so genutzt werden.

Zum Abend wurden Petroleum-Leuchten entlang des Weges und vor jedem Zelt angezündet, ebenso ein großes Lagerfeuer in Front des Restaurants.

Nachdem wir geduscht und uns häuslich eingerichtet hatten, wusste ich dann auch endlich, WO wir eigentlich waren…. Direkt oberhalb des Lake Ndutu, die Ndutu Safari Lodge konnten wir abends erkennen.

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Unseren Sundowner nahmen wir hier am Feuer ein, das die Mücken gut vertrieb.

Auch hier gab es ein sehr schmackhaftes Drei-Gang-Essen, alles wurde aus Schalen am Tisch serviert. Anschließend wurden wir von einem Massai zum Zelt zurück begleitet.

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Die Lampen waren eigentlich nicht notwendig, ein „Supermond“ erhellte die Szenerie.
Wir saßen nicht mehr lange vor dem Zelt, denn morgen mussten wir früh aufstehen!

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Teil 1713. März 2018

Während der Nacht heulte ziemlich nah eine Hyäne, sie trug bei mir nicht zu einem tieferen Schlaf bei. Denn ich durfte nicht verschlafen - warum eigentlich ICH?
Weil ich quasi der Verursacher war. Die Einlösung des Geburtstagsgutscheins war fällig …
Herr Friedrich hatte alles im Vorfeld perfekt organisiert, die Agentur hatte auch Emanuel informiert, dass er bis zum Geburtstag keine Organisationsabsprachen treffen durfte.

Nun als sollte mein Mann um 5.40 Uhr im KatiKati Camp abgeholt werden. Ein Auto hörte ich schon um 4.30 Uhr - oh Schreck, hatte ich etwas falsch verstanden???
Um 5.30 Uhr hörte ich dann Schritte, Mann war gerade fertig im Bad - der Massai begleitete ihn zum Auto, das um 5.35 Uhr vorgefahren kam.
Da soll noch einer sagen, die Afrikaner hätten die Zeit!!! 🙂

Ich konnte nicht wieder einschlafen, also „bewaffnete“ ich mich mit meiner Kamera und ging in den beginnenden Morgen - und kurze Zeit später sah ich ihn dann!

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Ein paar Vogelbilder später ging ich zum Frühstück -

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(diesen "Grünling" konnte ich absolut nicht finden) - ist ja auch eine Blauracke! Danke, Matthias!
dann kam Emanuel hinzu und wir konnten uns aus einem liebevoll arrangierten Buffet unsere Lunchpakete selbst zusammenstellen und die Papp-Box befüllen.

Ich fuhr dann mit Emanuel eine größere Runde, bei der wir aber nichts Aufregendes sahen,
die Reste der Geier holte sich später eine Hyäne.
Ansonsten sahen wir Gnus, Gnus, Gnus - ab und an auch mal Zebras, dann wieder Gnus…

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Auch eine Thomson Gazelle stand mal als Modell, ein Schakal und eine Hyäne hatten schon gefrühstückt.

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Jetzt hoffe ich, dass ich die Grant Gazelle noch richtig zugeordnet habe.
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Es war also auf der Erde recht ruhig, den Wolken ein Stück näher war es wohl interessanter.
Wir hielten nämlich in gebührendem Abstand zu den Ballonfahrern - wollte ich doch meinen wieder in Empfang nehmen.
Um 7.00 Uhr war der Ballon aufgestiegen, es ging ins Ndutu-Gebiet, wie man am Riedgras erkennen kann, wo der Ballon die Löwen aufschreckte.

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Nach einer guten Stunde geht es sanft wieder abwärts, anschließend gibt es einen Champagner Tauf-Empfang. Dann wird im Konvoi zum opulenten Open-Air- Frühstück gefahren.
Das Ganze endet dann mit eine Urkunde, gegen 10.00 Uhr.
Wir luden also unseren glücklichen Ballonfahrer ein - er war beeindruckt und sehr zufrieden.
Anschließend fuhren wir in Richtung Serengeti Gate - bis zum Abzweig (Thomas, das ist vermutlich der Weg, den Du meinst)

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Vergebens suchte Emanuel die Ebene nach Geparden ab - nur die Gnus und Zebras gingen zuverlässig auf ihrem Weg, alle in eine Richtung. Dabei war es heiß geworden - nein, es ist kein See, was dort flirrt!

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So fuhren wir zunächst in Richtung Camp zurück, dann nochmals an den Geiern vorbei - immer mit der Migration. Wohin wollten die Tiere so zielstrebig?

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Gegen Mittag, ich war schon etwas „gelangweilt“ - vor allem hatte ich auf eine Geburt gehofft…. - sahen wir das Ziel der Herden: eine Swamp-Gebiet, ein leichter Talkessel, saftig grün und voller Tiere! Gnus und Zebras in Massen! Was für eine Geräuschkulisse. Und landschaftlich wunderschön!
Emanuel suchte einen Lodgenplatz zum Picnic - dabei beobachteten wir zwei andere Autos, deren Insassen alle das Fahrzeug verließen….

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Nachdem wir diese herrliche Aussicht genossen und aufgegessen hatten, unterhielt sich Emanuel noch mit einem Fahrer. „ Und, was gab es zu sehen“, fragte ich neugierig.
„Augen zu“ - kam der Befehl von vorn!


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Hah, manche Wünsche gehen doch wirklich in Erfüllung!
Wir sahen den Beiden lange zu - bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Die Geier hatten inzwischen der Hyäne die Reste überlassen und eine hübsche Schildkröte war wohl auch auf dem Heimweg.

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Im Camp angekommen, kochten wir uns unseren Tee, setzten uns vor unser Zelt und genossen den Tag im Rückblick - mit Blick auf den Lake Ndutu.
Nachdem wir unser bestelltes Duschwasser und unser Zelt gegen unseren leicht verwirrten,schon recht betagten Nachbarn, standhaft verteidigt hatten 🤩 - genossen wir den Rest des Abends am Lagerfeuer mit einem Sundowner und später das Dinner.
Dann hieß es wieder kurz zusammenpacken, am nächsten Tag sollte es jetzt wirklich in die "richtige" Serengeti gehen!

Teil 1824. März 2018

Central Serengeti

Um 6.30 Uhr gingen wir zum Frühstück, packten unsere Lunchbox, füllten die Staff-Box und fuhren mit einem weinenden Auge ab - das andere lachte und freute sich: Serengeti, wir kommen!
Wieder fuhren wir den langen Weg durch die Ebene, in der Früh staubte es noch nicht so sehr. Aufregendes gab es nicht zu sehen.
Und dann waren wir dem Ziel sehr nah: doch wo war das „richtige“ Serengeti-Schild?
(Hier habe ich etwas geschummelt, dieses Gate sahen wir erst auf dem Rückweg, wir kamen jetzt ja aus der Ndutu -Ecke.)

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Emanuel parkte uns am Gate, wir schlenderten in den kleinen Shop … und die Augen meines Mannes wurden immer größer: eine tolle Weinauswahl, ua. Kanonkop und Chocolate Block, für 30.000TS. Einige Flaschen wechselten den Besitzer.
Dann endlich waren alle Papiere ausgetauscht und wir fuhren in die Serengeti.
Emanuel fragte mich, was denn noch übrig sei von meinen Sichtungswünschen - oooch, mir fiel sofort etwas ein:
1. Löwen auf Kopje
2. Leopard im Baum
3. Löwe beim Kill
Ohje, … vielleicht werden wir sehen!

Zunächst sahen wir: Gnus und Zebras, Zebras und Gnus.

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Dann, nach ca. einem Kilometer fragte unser Fahrer: und wer sieht was? Nein, selbst mit Fernglas konnten wir ihn nicht entdecken, die Autos sausten auch an uns vorbei, aber so ein Löwe ist ja doch immer neugierig und sah zu uns, als wir stoppten- dieser hatte links neben sich ein Zebra liegen, das konnte ich aber nur später mit Lupe auf dem Bildschirm sehen.

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Ein Sekretär begrüßte uns huldvoll

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Weiter ging es durch wunderschöne Landschaft, nein, so hatte ich mir die Serengeti nicht vorgestellt. Ich hatte bisher geglaubt, es ist nur eine weite Ebene.

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Ich konnte mich an den Kopjes, den wunderschönen, geschliffenen Steinfelsen und den grünen Oasen gar nicht sattsehen. Auch ohne Löwen fand ich sie grandios.
Wir sahen Giraffen, Büffel, Elefanten, an einem Dam einige Hippos -

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Und wir fuhren an einem Gebiet vorbei, an dem ein Private- Schild stand, hier lebten, gut bewacht, die Letzten der Big Five.
Nur einem Auto begegneten wir hier, Smaltalk der Fahrer - und ich freute mich, denn soviel verstand ich schon von der Konversation….

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Leider war der Leo nicht sehr kooperativ und sehr weit weg, aber immerhin!

Weiter ging es an vielen Kopjes vorbei, an einem Felsen machten wir halt.

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Hier gab es einen „Signalstein"? (vielleicht weiß noch jemand, wie dieser "Konversations-Felsen" genannt wurde?)
Und einen anderen Guide -da wollte unser Emanuel doch gleich Lunch machen… Nein, wir nicht. Es war noch zu früh -und so gemütlich sah der nackte Stein zum Sitzen auch nicht aus. Also fuhren wir weiter, auf eine kleine Anhöhe hinter dem Dam. Wir aßen unsere Lunchbox, Emanuel umrundete das Auto und wir fuhren ein kurzes Stück, bis ich auf der linken Seite malerisch einen Elefanten stehen sah.

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Emanuel grinste und meinte, ich solle doch vielleicht lieber leise nach rechts sehen….

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Eine Löwin, die sich ein kleines Warthog als Lunch auserwählt hatte und sich ganz langsam anpirschte.
Ohh nein, ich wollte ja eigentlich einen Kill sehen, aber doch nicht den Winzling!
Die Löwin duckte sich im hohen Gras, wir standen unmittelbar hinter ihr, sie bemerkte uns nicht - sondern schob sich Zentimeter für Zentimeter an die kleine Familie. Ich kämpfte - nicht nur mit meinem Gewissen - mit Mücken, meinem Sitz rittlings auf der Rückenlehne und gegen die Schwerkraft meines Objektivs. Schließlich entschied ich mich, nur noch zu beobachten.

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(Der Mini liegt ganz rechts)

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Nach genau 50 Minuten in sengender Mittagshitze sprintete die Löwin los, Vater Warthog kreuzte, Mutter stand im Weg, so dass die Löwin Haken schlagen musste ….

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- und letztlich verlor und etwas bedröppelt da stand! Ich freute mich sehr für das Kleine!
Das war ja schon mal ein toller Auftakt
Die Löwin zog schließlich von dannen, genau in die Richtung, in der ein Versorgungs-LKW parkte. Wir fuhren kurz dorthin, um die Fahrer darauf aufmerksam zu machen, dass eine Löwin auf Futtersuche sei….
(Leider hatte ich in der Aufregung vergessen, meine Kamera auf Serienbild umzustellen. Und wenn ich nicht versucht hätte, gleichzeitig Jäger und Gejagtes im Sucher zu behalten, wären die Aufnahmen vielleicht auch brauchbarer geworden.)

Dann kam unsere Cool-Down-Phase,

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eine Giraffenherde und eine große Elefantenherde, mit wirklich süßen Lütten.

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Nach den Elefanten, die inzwischen von einigen Fahrzeugen flankiert wurden, fuhr Emanuel zu einem Baum auf der anderen Seite - und ich entdeckte sie auf Anhieb - und wieder hatten wir ihn / sie für uns ganz allein!
Jetzt muss ich leider ziemlich viele Fotos zeigen - der Leo war nämlich ein wirkliches Modell, alle paar Minuten bot er eine neue Pose, eine andere Position, drehte und wendete sich! Allerdings war leider das Licht nicht sehr gut.

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Wunderschön! Herrlich! Ich liebe Leoparden! Ich war total versunken - und, ich habe später gezählt - wir hatten 10 Autos um uns herum. Da wir die Pole-Position hatten, hat es uns überhaupt nicht gestört.:)

Dann machten wir uns an unsere Unterkunftssuche - die gestaltete sich schon schwieriger! Da schaltete Emanuel das einzige Mal sein Funkgerät an, denn wir fanden das Zeltcamp nicht. Und als wir endlich am Hinweis standen - nahmen wir prompt die falsche Wegseite (das Schild stand mittig auf einer Abzweigung) .

Irgendwann, ich glaubte schon, dass meine Blase es nicht mehr schafft….. erreichten wir das Tortillis Camp im Seronera Gebiet.
(Acacia tortilis - Schirmakazie)

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Hier wurden wir mit nassen Tüchern empfangen - und auch hier gab es eine Bucket-Shower.
Zum Abendessen konnten wir allein gehen - zurück wurden wir begleitet. Das war wohl auch gut so, denn ganz in der Nähe brüllte ein Löwe die halbe Nacht.
Ein aufregender Tag in der Serengeti ging zu Ende!

Teil 1925. März 2018

Obwohl der Löwe uns während der Nacht gut zu unterhalten versuchte, haben wir sehr gut geschlafen.
Das Tortilis Camp besteht aus 10 neuen Zelten, mit einem kleinen Vorzelt mit hübschen Korbmöbeln. Strom für Licht, Handy und Kamera-Aufladung gibt es im Zelt, Laptops mussten im Mainzelt geladen werden.
Auf dem Weg zum Frühstück begrüßte uns ein Shrike (laut „Sasol“ Longtailed, ich denke aber Magpie Shrike-Elsterwürger)

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und hier kam dann die Ernüchterung -

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nirgends gab es ein so schlechtes Frühstück wie in diesem Camp:
Käsestiftchen wurden immer nur paarweise nachgelegt, der Joghurt war total körnig, ausgeflockt und abgesetzt, d.h. er ist nicht gekühlt worden, Rühreier mit viel Mehl gestreckt, der Kaffee farblich konnte gut mit dem Tee konkurrieren.
Egal, der Hunger treibt es rein, wir fuhren los - zunächst mit geschlossenem Dach, da es im kleinen „Dschungel“ bis zur Hauptstraße massig Tsetses gab - auch weil dort viele Büffel standen.

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Wieder faszinierte mich die Landschaft - auch ohne Tiere wunderschön. Aber sofort schoben sich die Impalas und Elefanten ins Bild!

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Unser erstes Ziel war der Hippo Pool - und dort gab es gleich eine Attraktion: 
die junge Asiatin musste ich einfach fotografieren. Soviel zur Frage, was man für Afrika NICHT in den Koffer packen sollte!

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Die Hippos ruhten in ihrem Planschbecken, verspätete Neuankömmlinge traten erbarmungslos auf die Schläfer

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Achtung, Sonnenbrandgefahr!

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- und alle hielten viel von Sauberkeit. (da bekommt das Wort "Klobürste" doch gleich eine andere Bedeutung 🤩 )
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Anschließend fuhren wir zurück, machten einen Schlenker über die Brücke in Richtung Kenia (wären nur ca. 100 km) - um dort nochmals die Hippos mit mehr Platz am hübschen Flusslauf zu beobachten.

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Dann ging es in einen Loop - zuerst lief ein Hornrabe vor uns davon

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und dann entdeckte Emanuel die Löwen unter dem Baum.

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Wieder waren wir allein und da sich nichts tat, drehte ich mich auf die andere Seite, um schlechte Fotos vom einzelnen Hippo zu machen, das wohl auf dem Weg zurück in den Fluss war.

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Als ich mich wieder umdrehte, hatte der Pascha seine Position verändert, wir hatten die Hoffnung, dass er vielleicht seine Partnerin zum Hochzeitstanz auffordern würde.

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Nix- er hatte ebenso wenig Lust wie unser Emanuel heute. Der war nämlich auch etwas wortkarg und tickerte unentwegt auf seinem Handy herum - wir glaubten, er bekam langsam Heimweh.
So standen wir ca. eine Stunde bei den Löwen - und da absolut nichts passierte, fuhren wir los, in Richtung Lunchtime.

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Zum Picnic-Platz am kleinen Grzimek-Museum.
Die Giant Owl sah uns schon warnend an -

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denn hier traf uns fast der Schlag:
Der gesamte Parkplatz war voll, (wo kamen die ganzen Autos her?) , es waren gute 40 Grad in der Sonne und eine Ladung Asiatischer Birder mit wahnsinnigen Kanonenrohren und in voller Tarnmontur sprang auf dem Picnic-Platz umher.
Die Klippschliefer, die hoffnungslos fett gefüttert wurden von den Gästen, waren der einzige Lichtblick. Ok, das Lunchpaket auch, es machte das Frühstück wieder wett.

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Und dann erzählte uns Emanuel, dass sich, nach dem Essen, ein junger Mann bei uns melden würde, der mit uns in das Museum und eine Tour um das Gelände dort gehen würde. Auf meine Frage, wie lange das dauern würde, hörten wir ca. eine Stunde. Eigentlich wollten wir nur weg!

Nach dem Lunch kam dann der junge Mann, der ein grauenhaftes Englisch sprach.
Ich musste ihm dann leider erklären, dass wir bei der Hitze, in prallem Sonnenschein kein Interesse an einem Rundgang hätten - wir hätten eh nichts verstanden. Er tat mir ja auch leid - aber so überfahren lassen wollten wir uns nicht.

So gingen wir in das schön kühle kleine Freiluftmuseum, lasen uns die gut beschriebenen Dokumentationen durch, begrüßten Herrn Grzimek und sein Flugzeug.

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Anschließend suchte mein Mann unseren Fahrer - er war nicht ganz amused, dass es weitergehen sollte…. Aber es war schließlich unser letzter Tag in der Serengeti - und ich wollte doch sooo gern Löwen auf den Kopjes sehen!

Schon am Vormittag hatten wir einige Autos unter einem Baum stehen sehen - Emanuel jedoch wollte sich nicht einreihen- ein Leopard würde auf dem Baum liegen 🤩 und wir hätten doch gestern unseren Leo gesehen. Na, Leoparden kann ich nicht genug sehen - also sind wir doch hingefahren.
Naja, unser Guide hatte recht - das Tier lag etwas unglücklich und wenig repräsentativ.

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Schnell drehten wir also ab und fuhren die Kopjes ab, in der Hoffnung, dort Löwen zu sehen. Ein großer Elefant schritt langsam auf uns zu

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und die Kopjes waren auch ohne Löwen zauberhaft anzusehen. Naja, meine Hoffnung lag auf morgen. Emanuel meinte wieder einmal: „Vielleicht werden wir morgen sehen…“

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Auf dem Heimweg bestaunten wir dann noch einen Sekretär, der aus seinem Nest zu uns herunter sah.

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Zur Teatime waren wir zurück im Camp und genossen nach einer Dusche den Tee vor unserem Zelt.

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Der Sundowner schmeckte auch, ebenso wie das Dinner später.
Schade, morgen mussten wir die Serengeti schon wieder verlassen.

Teil 2026. März 2018

Unser Safari-Urlaub neigte sich mit Macht dem Ende zu - mit Wehmut fuhren wir, wieder nach schlechtem Frühstück - ab. Bezeichnend hier vielleicht, dass der Manager der Lodge (ein Massai?), den wir stets nur auf seinem Laptop klimpernd angetroffen haben, sich sofort an die Leerung der Tipp-Box machte, als die Boys uns unser Gepäck zum Auto brachten!
Wir fuhren also los - und zunächst begrüßte uns der Büffel,

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auf der anderen Seite stand eine Herde Topis (Leierantilopen). Ich freute mich sehr, denn sie hatten wir bisher noch nicht gesehen.

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Dann fuhren wir zur Tankstelle und anschließend ging es wieder, wie schon am Tag zuvor, in Richtung der Kopjes. Hm, wir fuhren fast zwei Stunden, ohne eine Sichtung - heul-schluchz. Wir mussten doch bald raus aus dem Serengeti-Gebiet, warum fuhren wir durch dieses „langweilige“ Gebiet….
Ein kurzer Lichtblick im weiten Nichts:
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Kurz danach sah ich dann doch etwas Schönes - der Leberwurstbaum blühte!

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Ich fragte Emanuel, warum wir hier entlang fahren, es sei doch etwas "still" - um nicht boring sagen zu müssen.
Seine Antwort: Hakuna Matata...
Keine fünf Minuten später:
eine dösende Löwin im tiefen Gras

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und dann :
Löwen (fast) auf Kopjes! Der Termitenhügel ging als Ersatz bei mir durch. Mein Herz hüpfte vor Freude!

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Ach wie schön! Ganz schnell bedankte ich mich bei unserem Fahrer! Welch gute Entscheidung.....

Nur einige Meter weiter entdeckte ich dann tatsächlich diese Drei - das Senderhalsband fand ich ja ziemlich eng.

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Und genau drei Minuten später:
kam diese Lioness ganz gelassen auf uns zu, umrundete unser Auto, ging dann hinter dem zweiten Auto herum und verschwand ganz langsam - mit ihrem „kupierten“Schwanz.

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Wir wollten gerade weiterfahren, denn die Löwin hatte sich ins Gras verzogen, da zeigte uns ein Gast eines gerade eintreffenden dritten Autos - ihre Schwester oder Tochter auf der anderen Seite. Sie kam gemächlich auf uns zu, folgte der anderen Löwin. Diese hier hatte noch ihren Schwanz in ganzer Schönheit.

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Nachdem sich dann die Löwen gemeinsam von uns verabschiedet hatten (wir standen hier übrigens mit zwei weiteren Autos), wollte dann auch die andere Antilopenart, das Hartebeest, nicht nachstehen,

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der stolze Kori Bustard

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ebenso wie Gnus und Zebras, unsere treuen Begleiter der letzten Tage!

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Und während ich mich noch einmal an dem schönen Bild sattsehe, fällt mir ein Auto auf - und dann schossen mir die Tränen in die Augen! (es wird leider bilderlastig)


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Insgesamt 9 Löwen lagen auf dem Felsen, teilweise recht versteckt! Mein großer Wunsch war in Erfüllung gegangen.
Ganz tiefe Dankbarkeit ergriff mich; welch ein Geschenk. Was für ein krönender Abschluss!

Glücklich und zufrieden war auch Emanuel - der wiedermal sehr genau wusste, warum er den „langweiligen“ Weg genommen hatte.

Mit Gnus und Zebras hatte für uns die Serengeti begonnen, so endete sie dann auch.
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Am Gate machten wir Lunchpause, dann beglückte ich einen jungen Mann aus Andorra, dessen Freund sich eine dicke Platzwunde geholt hatte - also: ich half ihm mit einigen Pflastern aus und er war sehr glücklich darüber!
Im Shop war kein Pflaster zu bekommen. (Dank ans Lektoriat 😉 )

Beim Ausfahren aus der Serengeti noch schnell Bilder gemacht - bye-bye und asante sana.

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Teil 2128. März 2018

Nach der Ausfahrt aus dem Serengeti NP waren wir dann wieder in der Ngorongoro Conservation Area.
Hier zwei Fotos, die das Gebiet vielleicht verdeutlichen. Im Vorfeld konnte ich mir das Ganze nämlich überhaupt nicht vorstellen.

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Nach einer knappe Stunde auf der Piste - mit permanentem Öffnen und Schließen der Fenster, weil es so unglaublich staubte beim Gegenverkehr, verabschiedeten sich dann die Giraffen von uns. Ich liebe diese majestätischen Tiere und habe diese Verabschiedung sehr zu würdigen gewusst.

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Vorbei ging es dann an einigen Massai Kraals (die 50$ für eine Besichtigung waren noch immer nicht bereit zu zahlen). Viele Massai leben hier mit ihren Herden, diese grasen einträchtig (hallo Friederike 😉 ) zusammen mit Gnus und Zebras.

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Wieder machten wir Halt am Viewpoint des Kraters, wieder ein erhabener Augenblick. Und Emuanuel entdeckte - ohne Brille, ohne Fernglas, ein Nashorn - ich konnte es nicht mal mit Objektiv ausfindig machen.... 😐

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Hier kopiere ich der Einfachheit halber einige Fakten aus Wikipedia:
„Ngorongoro ist ein Einbruchkrater am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 Meter über NN und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt.
Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer.
Insgesamt hat der Krater eine Fläche von 26.400 Hektar."


Wir erreichten schließlich ca. 2,5h nach Ausfahrt aus der Serengeti die Ngorongoro Sopa Lodge, hoch oben auf dem Kraterrand gelegen.

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Die Lodge ist ein „richtiges“ Hotel - hatte eine große Lobby, 99 Zimmer, einen Pool, eine Bar.
Gegen 15.30 Uhr hatten wir eingecheckt und unser Zimmer in Augenschein genommen - und für gut befunden!
Die zweistöckigen „Reihen“-Rondavels teilen sich im Poolbereich in einen linken und rechten Flügel, alle Zimmer sind zum Krater ausgerichtet. Die großen Zimmer im 70erJahre-Stil haben alle eine kleine Loggia - unsere mit Sesseln, andere mit Schaukelstühlen.
Unser Zimmer (#39) lag im oberen Stockwerk, die unteren könnten etwas eingeschränktere Sicht durch die üppige Vegetation haben.

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Nach kurzer Erfrischung gingen wir zur Lobby, dort war ein kleines Kuchenbüffet zur Teatime angerichtet.
Es war sehr ruhig, die wenigen Gäste genossen die Nachmittagssonne rund um Restaurant und Bar auf den gemütlichen Deckchairs.
Ich war sehr erfreut, hatte ich doch vorab von Menschenmassen dort gelesen.

Nach dem schönsten Teil - einer heißen, unlimitierten Dusche und gebändigten Haaren dank Fön legten wir unseren restlichen Weißwein und anderen Restanten in das kaltwassergefüllte Waschbecken.
Dann gingen wir zum Sundowner in Richtung Pool, gerade rechtzeitig für einen zarten Sonnenuntergang. Huch, wo kamen die ganzen Menschen her?! Nun sahen wir die Massen, die Größe der Lodge zeigte sich in fast gänzlicher Ausbuchung.

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Eine Vorführung der Massai-Krieger in vollem Ornat beim Sprung-Tanz zog zunächst die Massen an - später das gut gefüllte Büffet.
Wir hatten Glück - die Zweiertische standen rund um die riesige Fensterfront des Restaurants und die großen Gruppen kamen erst später.

Als wir zurück ins Zimmer kamen, stand eine kleine Tür in unserem Vorraum offen - dahinter verbarg sich ein gut vorgekühlter Kühlschrank: wie doof von uns, wie lieb von der Staff. Warum hatten wir den Kühlschrank übersehen? Egal, nun wanderten die Getränke ab zum richtigen Kühlen.

Und als ich unter die Bettdecke hüpfen wollte, fand ich sie: (man beachte den Massai-Look 🙂 )
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Es war zwar nicht kalt, aber so war schön kuschelig. Die Wärme hielt übrigens bis zum Morgen an.

Teil 2231. März 2018

Nun war er tatsächlich gekommen: unser letzter Safari-Tag!
Er begann früh - um 6.00 Uhr saßen wir beim Frühstück (man muss sich dazu vorab anmelden, das Restaurant öffnet eigentlich erst später).
Nach guter Stärkung fuhren wir um 6.30 Uhr los - um gut 10 Minuten später am Gate der Sopa-Road zu stehen, mit uns noch ein anderes Auto.

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Und dann fuhren wir in den Ngorongoro Crater!
Ich fühlte mich unfassbar glücklich, erwartungsfroh.

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Die Stimmung im beginnenden Sonnenaufgang, in noch recht frischer, kühler Luft, war unbeschreiblich schön.

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Es waren erst sehr wenige Autos im Krater auszumachen. Eine Herde Büffel begrüßte uns, ebenso wie Zebras und Gnus. Diese hatten sehr kleinen Nachwuchs bei sich - da hatten wir leider Kalben verpasst.

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Erst dann schob sich langsam die Sonne über den Kraterrand und leuchtete die schöne Landschaft perfekt aus.

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Die kleine (Grant?)-Gazelle wurde von Hyäne und Goldschakal glücklicherweise nicht beachtet.

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Dies dürfte ein Adler sein - ein Tawny Eagle?

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Wir fuhren durch dieses Wimmelbild - es gab keine Ecke (nein, die gibt es in einem Kreis eh nicht 😉 ) - in der kein Tier zu entdecken war.
In dieser etwa 17 x 20 km großen Caldera sollen sich ca. 15.000 bis 25.000 Tiere aufhalten

Und dabei übersahen wir, ebenso wie ein anderes Fahrzeug das Nashorn, das sich in der Entfernung gut getarnt hatte. Emanuel stoppte und fragte nur, welche Tiere wir denn sehen würden… Vom Kraterrand hatten wir ja schon einige der Letzten ihrer Art gesehen.

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Wie erschreckend, dass wir in zwei Wochen in den Nationalparks in Tansania so wenig Nashörner gesehen haben. Hoffentlich kann unsere kleine Enkelin in einigen Jahren diese mächtigen Tiere noch in freier Wildbahn erleben.

Ein großes Hippo zeigte uns dann den Weg - wir wollten eigentlich seine Verwandtschaft besuchen. Die Dicken lagen behäbig im Wasser -

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da kam doch die Abwechslung gerade recht:

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Es war noch vor 8.00 Uhr, so standen wir fast eine Stunde mit maximal 5 anderen Autos am Hippo-Pool, an dessen Ufer es noch Einiges zu betrachten gab.

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(Lil, der brütende Kronenkranich ist extra für Dich, leider blieb er sitzen)

Und wer ist das (Kranich?)
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bzw. wird das?
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Ein letzter Blick auf die Simbas -

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und schon konnten wir Familie Hyäne bei der Erziehung der Jüngsten zusehen.
Zunächst sahen wir nur die beiden Alten, dann entpuppte sich ein dunkles Fellknäuel aus zwei Junge - der Adler ? suchte wohl Familienanschluss. Nach gemeinsamer Kuschelzeit ging es an den Unterricht - Futterverwertung.
Als eines der Jungen sich entfernte, holte Papa es aber ganz schnell zurück - wir fanden es entzückend…

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Eine Lerche (?) beobachtete die Szenerie.

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Aus Richtung der „Einbahnstraße“ in den Krater kommend, sahen wir dann den ersten Elefanten hier. (Giraffen schaffen es mit ihren fragilen Beinen nicht in den Krater.)

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Wunderschön zeigte sich hier die Kraterwand in der Morgensonne - die Farbe des Himmels war tatsächlich so satt blau.

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Wir machten dann kurz Stop am Toilettenhäuschen - ich genoss die Aussicht auf dem kleinen Picnic-Platz, an dem man auch aussteigen durfte.

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Plötzlich kam Hektik auf unter den Fahrern - eines der Autos sprang nicht mehr an.
Das Auto wurde im Leerlauf eine kleine Anhöhe auf den Weg gebracht - dann löste man das Problem „afrikanisch“: Emanuel schloss bis zum Kontakt mit den Reserverädern auf (bei uns würde das Auffahren heißen 😉 ) - und schob das Auto an, bis der Motor ansprang. 🙂

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Anschließend beobachteten wir eine kleine Streitigkeit zwischen Schabrackenschakalen und Hyänen.

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(Familie Warthog wühlte auch hier)

Ein Affe sah sich das Theater an - und hatte seinen Spaß.

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Wir fuhren dann in den Lerai Forest - ein wunderschönes Plätzchen Erde, fanden auch die Elefanten.

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Fast hätte ich dann den schönen Woodland Kingfisher verpasst, er sah mich auch etwas strafend an!

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Es war jetzt gegen 10.30 Uhr - und die Ebene füllte sich sichtbar mit Fahrzeugen. Teilweise fuhren die Reiseveranstalter mit bis zu drei Fahrzeugen im Konvoi - da nur fünf Autos bei Sichtungen zulässig sind, lt.der Rules, dürfte es schon schwierig werden, die Regel immer einzuhalten....

Diese drei Löwen ignorierten uns im Riedgrasschatten der Swamps komplett, sie ließen sich nicht stören.
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Der Schakal beobachtete sie trotzdem, ob vielleicht bald Futter für ihn abfallen würde.

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Und dann sah ich von Weitem eine weiße Säule - die sich beim Näherkommen als balzenden Kori Bustard entpuppte.

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Aaaaach, was war er stolz - er drehte den Kopf nach links und rechts, immer und immer wieder, um schließlich abzustolzieren,
die Straußendame hatte ihn leider ignoriert.

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Am schönen Picnicplatz der Ngoitokitok Springs (hier gab es auch Toiletten) konnten wir aussteigen und zum kleinen See gehen.
Webervögel und der Glanzstar, der seinem Namen alle Ehren machte, waren eifrig auf Futtersuche.

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Und die Hippos sprudelten voll Wonne in ihrem Pool.

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Wir verbrachten hier eine ganze Weile, Emanuel klickerte auf seinem Handy herum, er hatte Sehnsucht nach seiner Familie. Nützt nix - weiter geht’s….
Familie Goldschakal (ich hoffe, ich irre mich nicht) spielte hinreißend miteinander, allerdings sprangen und hüpften die Lütten ständig herum - für ein vernünftiges Foto war ich überfordert.

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Auch diese Gnukühe müssen vor Kurzem gekalbt haben, das Kälbchen hatte noch ein Stückchen Nabelschnur hängen.

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Wir fuhren noch einmal zu den Löwen vom Morgen, inzwischen standen dort schon einige Autos mehr.
Die Löwen waren leider wieder recht weit entfernt und die Youngster unternahmen kleine, ungeschickte Jagdversuche. Die Zebras waren nicht sehr beeindruckt…

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Auch beim Nashorn vom Morgen stand jetzt eine Autoschlange, es war kurz vor 13.00 Uhr - und wir beschlossen, den Krater zu verlassen.

Büffel, Gnus und Zebras standen auch jetzt an der Ausfahrt zur Sopa Road wieder Spalier und ziemlich weit oben erkannte ich bei schneller Fahrt eine Flammenlilie oder Ruhmeskrone (Gloriosa superba) , die ich bisher nur aus dem Blumenladen kannte. Wir hätten nicht anhalten können, so habe ich mich mit einem Foto aus dem Netz begnügen müssen. Schade.

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(Quelle: Wikipedia)

Ein letzter Blick über den Bergwald des Kraters zum Abschied!
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Wir verließen dieses Paradies wehmütig, erschöpft und doch glücklich.
Nach neuester Regelung ist der Aufenthalt im Crater auf sechs Stunden begrenzt(half day)
Allerdings waren wir verwundert, dass im Office am Gate keine "Abmeldung"erfolgte.

Wir waren sehr froh, so früh eingefahren zu sein, denn die Fahrzeuge der Besucher, die außerhalb der Conversation wohnten, kamen erst später. Und das Licht wurde gegen Mittag auch schlecht.

Zurück in der Lodge waren wir fast allein dort - und gingen zum vorab bestellten Lunch.
Es war ein kleines Dreigang-Dinner; schön angerichteter Salat, eine Burgervariation und zum Dessert erbat ich mir nur einen kleinen Obstteller.

Mein Mann machte eine kleine Schaffenspause, ich lief durch die menschenleere Hotelanlage, machte ein paar Fotos und nutze die Ruhe am Pool.
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Zur Teatime ließen wir uns die Biscuits auf der Terrasse schmecken - dann musste leider gepackt werden.

Zum Sundowner genossen wir den Kraterblick und wunderten uns über die Ruhe dabei.

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War das Hotel am Abend zuvor mit 150 Gästen belegt, waren es am zweiten Abend nur 55 Gäste. Daher wurde auch kein Büffet, sondern ein Dreigang-Menü serviert.

Sehr, sehr wehmütig ließen wir den letzten Abend auf unserer kleinen Loggia, beim letzten Glas Wein und der Musik von „Out of Africa“ ausklingen.
Wir fragten uns, ob die Entscheidung, jetzt nach Sansibar weiterzufliegen, die richtige war.
Es fühlte sich irgendwie „falsch“ an.

Teil 2301. Apr. 2018

Der Wecker klingelte um 6.30 Uhr - die letzten Kosmetika waren schnell im Handgepäck verstaut, ein letzter Blick vom Zimmer in Richtung Krater

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- und wehmütig stellten wir unsere Taschen vor die Tür (sie wurden sofort in Empfang genommen) und wir gingen zum Frühstück.
Warum sooo früh - entschloss sich uns nicht. Wir mussten nach Arusha - 180 km - und unser Flieger (vor den Toren der Stadt) sollte um 15.20 Uhr gehen.
Wir hatten unseren Stellungsbefehl zu um 8.00 Uhr bekommen - und saßen noch beim Frühstück, als Emanuel mir eine Nachricht schrieb, dass wir schon um 7.45 Uhr abfahren könnten. Nein, können wir nicht! Die Eile führten wir auf das baldige, schnelle Wiedersehen mit der Familie zurück - und fragten uns, was wir wohl so früh am Mini-Airport sollten. Hmm

Nach Rechnungsbegleichung und Füllen derTipp-Box fuhren wir um 8.00 Uhr ab, am Kraterview hielten wir ein letztes Mal -und genossen nochmals die Aussicht.

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Erst jetzt fiel mir der Gedenkstein hier auf.

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Um 9.00 Uhr am Lodoare Main-Gate parkte Emanuel das Auto,
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mein Mann zeigte ihm am Gebäude die Funktion einer Regenrinne (damit müssten die Frauen vielleicht etwas weniger Wasser schleppen) - als der Fahrer eines anderen Auto plötzlich in unsere Richtung schrie! Ein Baboon hatte unser Auto geentert - und rannte mit reicher Beute zu einem Baum. Mein Herz stockte - Geld, Papiere….? Puh, nein, nur eine geplünderte Lunchbox, Apfel und Sandwich fehlten.
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Wir fuhren durch Karatu - hier war ich wieder, wie überall auf der Strecke, von der Sauberkeit auf den Straßen, am Straßenrand, begeistert. Auch die Felder sahen sehr ordentlich aus.

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Wir stoppten dann an einer „Touri-Art-Abzocke“ - ähm, nein, wir wollten nichts kaufen und hatten auch nicht darum gebeten.
Aber ich muss zugeben, Ebenholz im Rohzustand, unbearbeitet, habe ich noch nicht gesehen. Das dunkle Kernholz wird umgeben vom hellen, wertlosen Splintholz. Das fand ich dann doch interessant.

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Aber kaum 20 Minuten später hielten wir schon wieder - an der African Galleria bei Mto wa Mbu. Die hatten wir aber schon zu Beginn unserer Reise besucht - und noch immer hatten wir kein Interesse an völlig Überteuertem.

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Anschließend hatte ich viel mehr Freude an den farbenfrohen Menschen und der Fahrt durch die Straßen.

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Und da aller guten Dinge drei sind - jaaa, hielten wir kurz vor Arusha nochmals an einer Touristen-Art-Shop. Wir waren not amused…..

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(Kaffee und Sisal)

So hatten wir es denn geschafft, die Zeit von 8.00 - 12.30 Uhr herumzukriegen- schade, wir hätten gern in Ruhe gefrühstückt. Auch die Gatezeit hätten wir gut geschafft, wir waren in die Ngorongoro Area gegen 11.00 Uhr eingefahren.

Aber wir wollten uns nicht so einfach und früh am Airport absetzen lassen und baten Emanuel, uns noch kurz zum nahegelegenen Culture Centre zu fahren.
Unsere Bargeldbestände waren aufgebraucht und so könnten wir gleich in dem Exchange Office dort Shilling für Sansibar tauschen.
Nach dem Geldumtausch habe ich Emanuel freundlich „gezwungen“, mich in den Supermarkt zu begleiten. Ich wollte ihm gern zeigen, dass er den Supermarkt, der ihm suspekt „hochglanz“ erschien ohne Probleme besuchen konnte, dass es eine gute Adresse für seine nächsten Gäste ist.

Dann war unsere Zeit in Tanyanika aber wirklich zu Ende, Emanuel fuhr uns zum kleinen Airport. Dort übergab er uns einem jungen Mann - der für uns einchecken sollte.

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Für uns war es nun Zeit, uns von Emanuel zu verabschieden. Sein Trinkgeld hatte ich schon vorbereitet - dazu schenkten wir ihm unser Fernglas. Für seine Kinder hatte ich vorsorglich eine große Tüte - mit kleinen Tüten - Minigummibärchen mitgenommen.
Wir verabschiedeten uns herzlich von ihm - auch wenn die letzten beiden Tage seine Ernennung zum „Best Guide“ stark ins Wanken gekommen war.
(Info: wir sind in 12 Tagen mit Emanuel 2.350 km gefahren, dazu kommen dann noch die Fahrten Airport / Kiota Nest / Arusha NP -> nur für eine eventuelle Kilometerplanung)

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Asante Sana!

Am kleinen Gate wurden unsere Taschen gewogen - die Gewichte schrieb der junge Mann sich in seine Handfläche…. Wir hatten noch sehr viel Zeit, setzen uns an den Rand des kleinen Bistros auf eine Bank - und aßen unsere Lunchbox. Es gab ua. ein gegrilltes Hühnchenteil, das mir einen zauberhaften Fettfleck mittig auf den Oberschenkel meiner Hose tropfte. Grrrrr.

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Nach unendlich langweiliger Zeit landete unsere Precision Air ankommend auf dem Rollfeld, es wurde entladen.
Dann wurde unser Flug auf Zuruf angesagt - und eine Stewardess baute sich vor uns auf.
Sie teilte uns lapidar mit, dass unser Gepäck leider nicht mit uns fliegen würde, sondern erst am Abend nachkäme. Für den Fall, dass jemand dringende Medikamente benötigen würde, könnte man vom Gepäckwagen - der voll beladen war - an seinen Koffer gehen. Der Abflug würde aber pünktlich - in 10 Minuten - erfolgen!!!!!!
Ähhh, wie sollte man aus diesem Gepäckchaos seine Koffer finden? Und unsere wichtigsten Kosmetika hatte ich, neben Medikamenten, im Handgepäck.

Ziemlich aufgebracht nahmen wir unsere Plätze ein, wir waren fassungslos. Warum lies man uns die ganze Zeit dort am Airport herumsitzen, um uns dann 10 Minuten vor Abflug diese Information zu geben. Es war ziemlich windig geworden, angeblich würde die Maschine das take-off nicht vollbeladen schaffen.
Hatte ich mich nun darauf gefreut, vielleicht im letzten Moment noch den Kilimanjaro zu erspähen, wurde ich enttäuscht. Es war stark bewölkt und ein richtiger Sandsturm wirbelte uns tüchtig durch.

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Die Fensterscheiben waren leider völlig blind zerkratzt, wie sandgestrahlt. So blieben auch die hübschen Strände im türkisen Wasser nur schemenhaft.

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Teil 2401. Apr. 2018

Sansibar - ein kleiner Prolog:

Es gibt Orte, da komme ich schon beim Namen ins Träumen - von Urlaub, weißen Stränden, exotischen Pflanzen und natürlich Gewürzen. Die Gewürz-Insel! 
Sansibar war so ein Ort.
Im Reiseführer klingt es dann so:
„Auf Sansibar werden Urlaubsträume wahr! Hier verschmelzen paradiesische Strände, exotische Düfte, ein Mix aus Kulturen…“
…. genau hier hatte ich hin gewollt! Hatte doch Achim Reichel einst gesungen: 
„wenn du mich fragst, wo's am schönsten war, sag ich: Sansibar“

Die Insel liegt im Indischen Ozean und ist knapp 2.500 km² groß.
Im Jahre 1964 erfolgte der Zusammenschluss Sansibars mit dem Mainland Tanyanjika zu Tansania.
Sansibar verfügt als Teilstaat innerhalb Tansanias über eine eigene Regierung, ein Parlament und einen Präsidenten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 250 US-Dollar! Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als 99% der Bevölkerung sind Muslime.
_ _ _

Auf Sansibar angekommen, stürzten wir als Erste ins Lost & Found Office, es mussten etliche Formulare ausgefüllt werden. (nein, nicht nur Flugnummer, Adresse, Telefon: Passnummer, Kofferfarbe- und Marke, Kofferform, Beschaffenheit, Inhalt, nächster Flug 😗 ….) Die Schlange war endlos, als wir das stickige Büro endlich verließen. Es war heiß - sehr heiß!
Draußen wurden wir vom Fahrer der Agentur in Empfang genommen und durch Sansibar City gefahren. Es waren gegen 17.00 Uhr und noch immer über 40 Grad, die Stadt verstopft und dreckig. Viel Müll lag herum, die Straßen waren kaputt und voller Schlaglöcher.
Wo war das Paradies, das ich mir vorgestellt hatte? Warum sieht es hier nicht annähernd so sauber aus wie auf dem Mainland? (für Fotos war ich zu erschöpft, enttäuscht)

Nach einer guten Stunde Fahrt …… bogen wir in eine Zufahrt - ein großes Tor öffnete sich - und da war das Paradies!
Das Hotel Breeze Beach Club empfing uns mit kalten Tüchern und Getränken, das Hotel und die Kleidung der Angestellten waren sehr ansprechend orientalisch geprägt.
Hier hatten wir für vier Nächte gebucht, um den Urlaub ausklingen zu lassen, um zu relaxen.

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Nach dem CheckIn, bei dem man uns versicherte, dass unser Gepäck spätestens am nächsten Morgen oder vielleicht sogar noch in der Nacht ankommen würde, wurden wir auf unser Zimmer gebracht.
Für mehr Fotos hatte ich keine Lust!

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Hier hätten wir uns ja gern „dinnergerecht“ umgezogen. Uns blieb aber nur die Dusche - und anschließend wieder unsere Unterwäsche 🙁, kurzen Hosen, zerknitterte Hemden - und unsere Wüstenschuhe, die wir während des Fluges anhatten.
Und ja, der Fettfleck auf meiner Hose war auch nicht kleiner geworden…
Der Manager des Hotels, ein Schwede, begleitete uns zum Restaurant, um dort unsere Kleidung zu erklären - und abzusegnen, denn es galt ein Dress Code - lange Hosen waren Pflicht! Dementsprechend sahen uns auch die anderen Hotelgäste recht strafend an!

Aber das Dinner war hervorragend, die Bedienung ausgesprochen nett.
Nach dem Essen versuchten wir noch an der Rezeption, ein T-Shirt oä. zu erstehen, aber leider erfolglos. Auch hier half dann der Manager wenigstens mit einem leichten Bademantel aus dem Spa.

Tja - und so setzte sich unser Motto des Urlaubs fort - vielleicht werden wir morgen sehen!
Hakuna Matata! 😐

Teil 2502. Apr. 2018

In der Nacht schlief ich nicht gut - immer hörte ich Koffer rollen….
Leider war dem nicht so. Wie gern wäre ich in den Pool, ins Meer zum Schwimmen gegangen. (Ich hatte mir extra zwei neue Badeanzüge gekauft… 🤨 .) So fragten wir vor dem Frühstück an der Rezeption nach - vergebens.
Zum Frühstück gingen wir dann in bekannter Kluft…. grrrrrr! Nach dem Frühstück nochmals zur Rezeption, zum Nachfragen. Die Rezeption hatte zwischenzeitlich nachgefragt - das Gepäck sei auf der Insel gelandet. Man verwies uns dann an den kleinen Hotelshop - der hatte nämlich nur bis 9.30 Uhr geöffnet. Hm, wir hofften noch!

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Wir gingen durch die schöne gepflegte Gartenanlage, suchten uns eine Liege unter dem Palmenschirm - und warteten….Bei einem Strandspaziergang klatsche mir im aufkommenden Wind eine Welle meine Hose platschnass, der beginnende Regen wusch dann meine Bluse auch gleich durch! Ich wollte nur noch weg!!!!
Also zurück ins Zimmer, wir hatten ja die Bademäntel und immerzu hörte ich vermeintlich Koffer rollen - und ich schrieb Herrn Friedrich vom Reisebüro eine Nachricht, um ihn in Kenntnis zu setzen.
Kurze Zeit später kam schon die Antwort, dass er sich um den Verbleib des Gepäcks kümmern und wir uns doch im Shop neue Sachen kaufen sollten.
So warteten wir also - jetzt wieder bei schönstem Sonnenschein - auf unserer Terrasse ab, bis es 15.30 Uhr wurde und der Shop öffnete.
Bei den Preisen wurde uns ganz schwindelig, Unterwäsche oä. gab es gar nicht. Aber immerhin Badezeug!

Also wir mit unseren Taschen zurück kamen, hielt gerade ein Auto - und lud unser Gepäck aus! Wie schööööön!
Sofort Badezeug angezogen - und mit genau 24 Stunden Verspätung konnte unserer „Relax-Urlaub“ beginnen, jetzt blieben uns noch drei Übernachtungen….

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Das Dinner konnten wir dann in „chic“ entspannt genießen, es wurde in Buffet-Form serviert.

Der Rest ist dann schnell erzählt.
Am nächsten Morgen genoss ich die Runden im Pool, das hervorragende Frühstück im entsprechenden Outfit und vor allem den Strand im Badeanzug.
Der Strand war dann so weiß und paradiesisch, wie die Reiseführer es versprochen haben.

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Am Nachmittag wollte ich dann eine Fahrt nach Stone Town für den nächsten Morgen an der Hotelrezeption bestellen - leider waren alle Fahrer ausgebucht! Aber - ein Anruf bei unserer Agentur vor Ort und die Tour wurde bestätigt.
Schnell durchwühlte ich meinen Reiseführer und markerte mir alle wichtigen Viewpoints auf dem Handy.

Teil 2603. Apr. 2018

So wurden wir dann am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, vereinbarungsgemäß abgeholt - der Fahrer war wieder der uns schon bekannte, angenehme Ali Harif.
Wieder fuhren wir quer über die Insel, durch den Jozani Forest mit den eleganten Casuarina Tree-Nadelbäumen.
Er umrundete gekonnt alle Schlaglöcher und fuhr uns durch die quirlige Stadt Zanzibar City (300.000 Einwohner) - vorbei am schrecklichen DDR-Erbe, den Plattenbauten „German Houses“.

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Unser Fahrer setzte uns am Darajani Market in Stone Town ab, er gab uns vorsichtshalber seine Handy-Nummer, da wir unseren Rundgang allein machen wollten.

Wir bummelten durch die Altstadt, durch enge, verwinkelte Gassen.
Leider waren sehen viele Gebäude sehr ungepflegt, dem Verfall preisgegeben.
Die herrlich alten Türen, die Swahili Doors, waren jedoch sehr oft liebevoll restauriert - die geraden Stürze zeugen von Besitzern arabischer Herkunft, die Bögen indischer Herkunft.
Hier einige Impressionen der Altstadt:

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Irgendwann standen wir vor dem „Mercury House“ , Freddy Merury wurde 1946 auf Sansibar geboren.

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Wir kamen dann an die Küstenstraße, hier wehte ein angenehmer Wind, der die Hitze erträglicher machte.

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Die Old Dispensary - die Alte Apotheke -
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Der Residence Palast, heute People's Palace, ist ein Museum der Sultanatszeit.

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Ganz zum Schluss gingen wir über den Markt - bestaunten entsetzt die dutzenden Eierwaben, die in der brütenden Sonne standen, umliefen den ungekühlten Fisch- und Fleischteil des Marktes mit angehaltener Luft - und kauften Gewürze. Muskatnüsse, getrocknete Hibiskusblüten, Nelken-Kardamom- Kränze wurden als Souvenir mitgenommen. Die Händler wollten Geld für ein Foto, der nette Gemüsehändler nicht.
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Danach suchten wir etwas Schatten ….

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Und warteten auf Ali, der uns pünktlich zur vereinbarten Zeit wieder einsammelte und zurück zum Hotel brachte. Es war sehr interessant und informativ, sich mit ihm zu unterhalten. Wir haben uns nicht einen Moment unwohl allein, ohne Guide, in Stone Town gefühlt.
(Die Hin-und Rückfahrt hat übrigens 100 Euro gekostet - nur im Verhältnis zum genannten Durchschnittseinkommen auf Sansibar…)
Beim Sichten der Bilder später ist mir erst aufgefallen, dass wir den Sklavenmarkt verpasst und ausgelassen haben, wie ärgerlich.

Auf eine „Spice Tour“ haben wir bewusst verzichtet, weil wir Muskat, Nelken, Kardamom, Pfeffer, Vanille … schon auf Sri Lanka und Bali gesehen und erklärt bekommen haben.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, es war Ebbe und wir machten eine „Watt-Wanderung“. Leider hatte ich keine Strandschuhe eingepackt 🙁 - so wateten wir vorsichtig mit Flip-Flops durch die letzten Wasserpfützen. Schade, ich hatte Angst, auszurutschen und hatte keine Kamera mitgenommen - so konnte ich keine Aufnahmen von den recht zahlreichen Seeigeln und wunderschönen türkisfarbenen Seesternen machen.

Am Abend gab es ein hervorragendes Vier-Gang-Menü, anschließend saßen wir noch auf unserer Terrasse, bis die Mücken uns, trotz Räucherstäbchen, zuviel ärgerten.

Und dann war er da, der wirklich letzte Urlaubstag!
Morgens wieder schwimmen im Pool - da war ich übrigens stets allein, auch im Meer badete niemand - dann zum herrlichen Frühstück und an der Rezeption anfragen, ob wir das Zimmer eventuell etwas länger als bis 10.00 Uhr belegen könnten. Es wurde uns dann bis 12.00 Uhr genehmigt, so dass ich erst noch etwas am Strand liegen konnte, bevor ich kurz vor Mittag schnell einpackte - und wir zurück in die heimatliche Kälte mussten.

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Bis 15.00 Uhr blieben wir am Strand, orderten noch einen kleinen Lunch und nutzen dann die gut ausgestatteten Duschen bei der Rezeption.

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Um 16.00 Uhr holte uns Ali ab und fuhr uns zum Airport. Mit Precision Air ging es in 20 Minuten nach Dar es Salaam, von dort weiter mit KLM über Amsterdam ins winterkalte Hamburg.

Ich danke allen, die mich bei meinem Reiserückblick begleitet und mir durch viele liebe Kommentare und Danke-Drücker die Motivation gegeben haben, weiterzuschreiben. 😘
Ein kurzes Fazit wird noch folgen!

Teil 2704. Apr. 2018

Um den Bericht zu vervollkommnen, hier mein Fazit:

Unsere Reisezeit war vom 24.Januar bis 11.Februar 2018, für uns war die Zeit wirklich perfekt, das Wetter herrlich.
Aber wir haben kein Kalben der Gnus erlebt. Die Migration in die südliche Serengeti war in vollem Gange.

Gebucht hatte ich bei Concept Reisen Berlin, Herrn Friedrich. Immer wieder gern!
Im Vorfeld hatte ich schon darauf hingewiesen, dass es uns sehr wichtig ist, dass WIR größtenteils den Tagesablauf bestimmen, organisatorische Gründe natürlich ausgenommen (das hat auch bis auf den letzten Tag hervorragend geklappt, es gab nie Diskussionen)

Ich bat am ersten Tag darum, das Funkgerät wenn möglich auszuschalten, so gab es kein Gequake - auch keine Sichtungsmeldungen oä.

Noch vor einigen Jahren hätten wir uns nicht vorstellen können, zwei Wochen allein mit einem Fahrer unterwegs zu sein.

Dieser sprach auch noch deutsch - daher keinerlei kleine Unterhaltungen, Absprachen, Ärgern…
Aber wir hatten viel Glück, denn Emanuel war nicht nur ein guter Fahrer, hervorragender Spotter - sondern auch ein sehr netter Mensch.
Auch nach unserer Rückkehr versorgt er mich mit Fotos - zB. Baumlöwen, die wir leider nicht gesehen haben; auch weil es zu trocken war.

Wir hatten keine Begegnungen mit lauten, fordernden oder unhöflichen anderen Reisenden, keine Menschenmassen bei der Safari.

Die Unterkünfte waren alle gut, beim nächsten Mal IM Tarangire und das eigentlich sehr schöne Tortilis Camp kann auch nicht unbedingt empfohlen werden. (ähm, das hatte ich mir selbst ausgesucht und getauscht gegen ?? )

Den Ausklang auf Sansibar hätten weglassen sollen, für uns es passte nicht.
Vor Ort dann, mit Gepäck 🙂 , haben wir die kurze Zeit im Strandparadies (im Nirgendwo im Armenhaus Tansanias) trotzdem genossen, vor allem, weil es zu Hause bitterkalt war oder geregnet hat. 
Allerdings war das Hotel wirklich toll, das Essen ein Genuss.

Die Gelbfieber-Impfung für den Eintritt nach Sansibar wurde zwingend vorgeschrieben- vor Ort hat dort keiner nach der Bestätigung gefragt. Vermutlich weil die Menschen alle am „Tisch mit Officer“ vorbei gestürmt sind, um zum Lost& Found-Schalter zu kommen.

Tansania hat unsere bisherigen Erlebnisse in Südafrika, Namibia und Botswana um Längen (bzw. Sichtungen) übertroffen.
Tansania immer wieder gern - Sansibar ist ein Mal genug!


Und hier noch zu Fragen, die während des Berichts aufkamen:

Trink-Wasser: Die Agentur stellt laut Plan pro Tag und Person eine Flasche Trinkwasser zur Verfügung- der Kühlschrank im Auto war jeden Morgen stets wieder gut aufgefüllt, es gab keine Reglementierung. In den Unterkünften gibt es zusätzlich pP mindestens 1 Flasche Wasser zum Zähneputzen + 1-2 Trinkflaschen.
Da es durch den Aufbau des Autos mit Hubdach und durch den Fahrtwind immer angenehm temperiert ist, reichte das Wasser vollkommen aus.

Sundowner: da laut unserer Agentur die Fahrzeiten im Zeitraum von 7am -6pm geregelt und Nachtfahrten (also nach 6pm) strikt verboten waren, gab es keine Sundowner. Allerdings gab es auch fast keine schönen Sonnenuntergänge.
Aber GT oder Campari schmecken auch ohne malerischen Sonnenuntergang…

Tsetse-Fliegen: hatten wir an einer Stelle im Tarangire und nur kurz auf der Zufahrt zum Camp in der Centralen Serengeti. Wir haben keinen einzigen Stich abbekommen. Es war vermutlich zu trocken - aber unser Fliegenfänger im Auto war gut gefüllt. (die Viecher lassen sich kaum erschlagen, also mit Fliegenklatsche betäuben und an den Fliegenfänge kleben). Hier ein Foto unserer „Ausrüstung“ - die grünen „Gamaschen“ haben wir nicht benötigt. Ansonsten haben wir uns gut eingesprüht, denn lästig waren abends winzig kleine Mücken(?).
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Asante Sana, Tansania. Wir hoffen, wir werden wiederkommen!

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Vielleicht werden wir morgen sehen… Hakuna Matata! von Strelitzie

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/294817-vielleicht-werden-wir-morgen-sehen-hakuna-matata

Stand: letzter Berichtsteil vom 04. Apr. 2018

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.