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Reisebericht · namibia-forum.ch

Das schönste Ende der Welt - Südafrika März 2017

von Old Women · März 2017 · 24 Tage · Selbstfahrer · 45 Teile

Über diesen Reisebericht

Im März 2017 fahren wir zu zweit für gut drei Wochen mit dem Mietwagen durch Südafrika, von Kapstadt bis in die Weinberge von Franschhoek. Kapstadt eröffnet die Reise mit Stadtbesichtigung, dem Kap der Guten Hoffnung, Boulders Beach, Robben Island und einem Besuch im Township Langa. Über Cape Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas, und die Pinguinkolonie von Betty's Bay geht es weiter an die Garden Route nach Wilderness, wo wir wandern und Vögel beobachten, und in den Tsitsikamma-Nationalpark.

Im Addo Elephant Nationalpark verbringen wir drei Tage unter Elefanten, deren Nähe uns anfangs Angst macht und die wir am Ende entspannt vom Auto aus beobachten können. Der Mountain Zebra Nationalpark und der Camdeboo-Nationalpark bei Graaff-Reinet zeigen sich karg und wunderbar einsam, mit Erdmännchen, Bergzebras und, gut im Schatten versteckt, auch Geparden. Im Karoo-Nationalpark begegnen uns Oryxantilopen und zahlreiche Schildkröten.

Den Abschluss bilden zwei Tage in Franschhoek, wo wir mit der Weintram von Weingut zu Weingut fahren und Wein probieren. Das Wetter bleibt die ganze Reise über trocken und oft sehr heiß, mit bis zu 40 Grad.

Teil 123. Apr. 2017

Erst einmal ein herzliches „Hallo“ an alle Interessierten,

erfolgreich konnte ich mich bereits zweimal dem Schreiben eines Reiseberichtes entziehen, nun aber soll es endlich sein, zumal mir schon einige „Shitstorms“ bzw. das Schwingen von „Zaunpföschdle“ (??) angedroht wurden. Da letzteres nicht gerade harmlos klingt, will ich mal lieber zur Tat schreiten, bevor noch Schlimmeres passiert. Für mich ist es wahrlich eine Qual, mir so kurz nach Ende einer Reise die Fotos angucken zu müssen und die einzelnen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Wunsch, sofort wieder zurückzufliegen, ist in jeder Minute präsent. Aber nun, wie heißt es so schön: nach der Reise ist vor der Reise. Schon seit Jahren sprechen Old Woman und Old Man eigentlich gemeinsam die Reiseziele ab. Old Woman setzt sich dann an den Schreibtisch und fängt an zu planen. Zwischendurch schaut ihr Old Man gelegentlich über die Schulter, hat wenig zu kritisieren und ist eigentlich mit (fast) allem zufrieden. Nur dieses Mal wollte er ein wenig mehr Luxus und Bequemlichkeit, mit anderen Worten tolle Quartiere und kein „Self Catering“ oder einfache Küche wie auf Kuba oder im KNP und anschließend auf Mauritius, wo er noch unsere Kinder inklusive Partner „begrillen“ durfte. Im Rückblick finden wir, es ist eine rundum gelungene Reise geworden.
Ich möchte euch nun einladen, mit mir und meinem Mann gemeinsam ca. 3000 km in gut 3 Wochen durch das südliche Afrika zu fahren. Freuen könnt ihr euch auf wunderschöne Quartiere, wahnsinnig gute Restaurants, leckere Weinproben, tolle Landschaften, tierreiche Nationalparks etc. Das Wetter wird auch durchweg gut sein. Bis auf wenige Tage nicht zu heiß, tagsüber bis auf 2 Stunden im Karoo Nationalpark trocken und sonnig. Am Ende der Reise wird sich das Weinlaub bunt färben, und so wird es uns allen sicherlich leichter fallen, die Heimreise anzutreten. Herbst, nein, nein, das widerspräche nun gänzlich unserem Biorythmus: erst einmal noch schön das heimische Frühjahr (wenn es doch nur kommen würde) und dann den Sommer genießen. Auch wichtig wäre noch zu erwähnen, dass keine Reifen gewechselt werden müssen, und auch für einen ausgiebigen Sundowner wird gesorgt sein, einzig einen anständigen Braai machen können wir mangels Möglichkeit immer noch nicht. Zumindest wissen wir jetzt, wie es geht. Hierzu noch einmal ein dickes „Dankeschön“ an die bessere Hälfte von Forumsmitglied „DoNo“, aber dazu später mehr.
Zuletzt noch für alle Vogelexperten unter euch: Vögel finden wir wunderschön und versuchen manchmal stundenlang, sie zu fotografieren. Oft ist dies verbunden mit allerlei Kraftausdrücken, wenn diese mal wieder schneller sind als wir. So langsam gelingen uns gelegentlich ein paar brauchbare Aufnahmen, und die wollen wir euch auch gerne zeigen. Wenn ihr allerdings erwartet, dass wir sie auch noch bestimmen können, dann tut es uns leid. Totale Fehlanzeige, und so haben wir keine Ahnung, ob wir sogenannte „spektakuläre“ Sichtungen hatten. Wahrscheinlich eher nicht, aber das ist auch egal, denn für uns sind alle Tiere „spektakulär“ und immer wieder faszinierend, obwohl ich schon manchmal gerne wüsste, wie der ein oder andere Vogel heißt.

Unsere Reise fand im März 2017 statt, und dies waren unsere Stationen:
- Kapstadt: „Parker Cottage“ (5 Nächte)
- Swellendam: „Schoone Oordt Country House“ (1 Nacht)
- Wilderness: “Wilderness Manor” (4 Nächte)
- Tsitsikamma NP: „Storms River Mouth Restcamp” (2 Nächte)
- Addo Elefant NP: “Woodall Country House” (3 Nächte)
- Mountain Zebra NP: “Restcamp” (2 Nächte)
- Graaf-Reinet: “Somerset Stables“ (1 Nacht)
- Beaufort- West: "Lemoenfontein Game Lodge“ (1 Nacht)
- Franschhoek : „Plumwood Inn“ (3 Nächte)

Da wir im Oktober 2016 im KNP waren, hatten wir die „Wild Card“. Die konnten wir hier natürlich sehr gut gebrauchen. Ob sie sich nun auch nur für diese Reise gelohnt hätte, mag jeder für sich selbst ausrechnen.
Folgende Fotos sollen einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, was noch kommen wird.

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Herzliche Grüße
Beate

Teil 225. Apr. 2017

2.3./3.3.2017: Anreise

Gebucht waren wir diesmal bei der Lufthansa und zwar mit Zubringer von unserem Heimatflughafen Münster/Osnabrück via München nonstop nach Kapstadt.
Über die „Erlebnisse“ auf unserem Langstreckenflug, der so überhaupt nicht zu Ende gehen wollte, gehe ich jetzt nicht weiter ein. Er war mit einem Wort beschrieben: sterbenslangweilig. Es war ein Nachtflug, und man konnte absolut nichts von der schönen Landschaft, die wir mit Sicherheit unter uns hatten, sehen. Als der Flighttracker uns irgendwann anzeigte, dass wir gerade über die Namib flogen, verschlechterte sich meine Laune zusehends. In dieser Region hatte ich mich 2014 mit diesem fiesen Virus, an dem die meisten in diesem Forum leiden, infiziert, und zwar genau in dem Moment, als wir in die D707 einbogen. Na, ja, keine Chance, leider war die Sonne noch nicht aufgegangen, und so musste ich mich damit zufrieden geben, relativ schnell ans Ziel gekommen zu sein, und zwar in knapp 14 Stunden. Da gab es nichts zu meckern.

3.3.2017: Kapstadt

Vorab sei gesagt, dass schon noch ein paar Tage ins Land gehen werden, bevor es richtig raus in die Natur geht. „Sightseeing“ ist erst einmal angesagt, jedoch, nur keine Sorge, nicht im klassischen Sinne. Es wird nicht strapaziös. Die nächsten Tage werden wir mit dem Hop-on-Hop-off Bus die nähere Umgebung von Kapstadt erkunden, ein Besuch des Botanischen Gartens von Kirstenbosch steht auf dem Programm sowie eine Fahrt ins Township von Langa, nach Robben Island und natürlich ans Kap der Guten Hoffnung.
So, da waren wir nun endlich am Ziel unserer Träume angekommen. Einreise, Gepäckausgabe gingen zu dieser frühen Stunde auch relativ schnell, und schon bald konnten wir mit dem Taxi, das uns das „Parker Cottage“ geschickt hatte, zu unserer 1. Unterkunft aufbrechen. Ja, ihr habt richtig gehört: „Taxi“. In Kapstadt brauchten wir die ersten Tage noch keinen Mietwagen, den haben wir erst ein paar Tage später übernommen.
Wir wurden sehr herzlich von der neuen Chefin des „Parker Cottage“, der Schweizerin Pamela empfangen. Sie hatte das Gästehaus erst am 1.3.2017 übernommen und war voller Elan und bis in die Fingerspitzen motiviert. Für uns stand schon ein gedeckter Tisch auf der Terrasse in einem verwunschenen Garten bereit. Das Frühstück war sensationell, und zwar nicht nur am 1. Tag, sondern jeden Morgen aufs Neue. Man konnte aus verschiedenen Menüs auswählen, und dazu gab es noch ein „Special of the day“. Einfach nur köstlich. Fazit: Wir haben diese Wahl nicht bereut und können das „Parker Cottage“ ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Für alle Interessierten werde ich im weiteren Verlauf immer die Webseite des jeweilige Gästehauses verlinken. Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen. Schaut selbst, ob es euch gefällt. Ich hoffe, das ist in Ordnung und widerspricht nicht den Regeln dieses Forums. http://www.parkercottage.co.za/
Wir hatten den „Paterson Room“ ausgewählt, sehr geschmackvoll eingerichtet, geräumig mit eigenem kleinen Aussitz und Aircon. Zu den Fotos ist zu sagen, dass diese erst am 2. Tag gemacht wurden und somit das Zimmer nicht mehr „jungfräulich“ (also ohne Tagesdecke und das ganze Gedöns an Kissen etc., was immer so „toll“ aussieht) war. Vom Bad existiert leider nur diese leicht verschwommene Aufnahme, jedoch, wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr zumindest noch ein wenig von Old Woman sehen 😉 . Für ein paar Rand mehr hatten wir im Vorfeld schon ausgemacht, das Zimmer gleich nach unserer Ankunft beziehen zu können, damit wir noch ein paar Stunden schlafen konnten. Wunderbar!

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Teil 325. Apr. 2017

Und weiter geht es hier:

Erfrischt, konnte es dann endlich gegen 14.00 Uhr losgehen. Kapstadt: wir kommen. Nach ca. 15 Gehminuten hatten wir die Long Street erreicht und ließen die hübsch bemalten Häuser auf uns wirken. Ein guter Einstieg. Dieses bunte Gemisch aus alter und neuer Architektur, das hatte schon seinen Reiz.

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Parkwächter am Ende eines langen Arbeitstages. Im Anhang seht ihr, dass die Schlange um die Ecke weiterging.

Am „Greenmarket Square“ war Trödelmarkt. Leider deckten sich die angebotenen Waren nicht ganz mit meinem Geschmack.
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Weiter ging es dann zur „V & A Waterfront.“ Es war Freitag und dementsprechend voll, was uns aber nicht weiter störte. Wir ließen uns treiben, und in der Nähe des „Two Oceans Aquarium“ und des „Food Market“ machten wir einen Abstecher in die Markthalle „Watershed“. Typisch afrikanische Artikel einer Vielzahl lokaler Händler und Designer werden dort angeboten. Eine ganz tolle Mall, wie wir fanden.

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Viel war nach der langen Anreise nicht mehr mit uns los, und so ließen wir den Abend im Restaurant „Den Anker“ ausklingen. Wir waren froh, reserviert zu haben, denn das Lokal war sehr gut gebucht. Ich hatte „Kingklip Den Anker“ und mein Mann Rinderfilet. Die Qualität war ordentlich, nicht mehr und nicht weniger.

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Danach ging es mit dem Taxi zurück und direkt ins Heiabettchen.
Gute Nacht!

Teil 426. Apr. 2017

4.3.2017 Kapstadt: Camps Bay, Bo Kaap, Signal Hill

Ursprünglich hatte ich angedacht, an diesem Samstagvormittag nach Woodstock zum Markt zu fahren. Dort soll eine ganz tolle Atmosphäre herrschen, besondere Fotomotive inbegriffen, ich konnte meinen Mann jedoch nicht dafür begeistern. Und somit entschieden wir uns dann, nach Camps Bay zufahren. Das Wetter war so schön, und was liegt da näher als Meer und Strand.
Pamela hatte uns schon das 2-Tagesticket für den Hop-on Hop-off Bus https://www.citysightseeing.co.za/ besorgt, und so konnte es gleich losgehen. Im Rückblick betrachtet eine wirklich bequeme Art, Kapstadt und Umgebung zu erkunden. Im Ticket inbegriffen ist ein Audioguide in Form von Ohrstöpseln in jeder nur erdenklichen Sprache. Zuerst nahmen wir am „Mount Nelson Hotel“ (leider waren wir nie zum „High Tea“ da, schlicht und ergreifend keine Zeit), das 5 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt lag, die „gelbe Linie“, welche durch die Innenstadt fährt. An zahlreichen Museen kann man aussteigen. Die hatten wir aber nur bei schlechtem Wetter auf unserer Liste, und somit wechselten wir in der Long Street in die „blaue Linie“ und fuhren Richtung Camps Bay. Alles in Ruhe, die komplette Tour mit den 14 Haltestellen schien uns für den ersten richtigen Urlaubstag zu üppig.
Das mondäne Seebad Camps Bay, malerisch unterhalb der Bergkette „Twelve Apostels“ gelegen, wirkte auf uns wie eins dieser tollen Seebäder an der Riviera. Eine lange Palmen gesäumte Strandpromenade mit vielen Cafes, Restaurants und Läden, breiter Sandstrand und auf Grund des dort fast immer kräftigen Windes eine herrliche Brandung. Was will man mehr, und so machten wir erst einmal einen ausgiebigen Strandspaziergang. Wer baden möchte, geht in den Felsenpool, ob der allerdings viel wärmer ist als der eiskalte Atlantik, kann ich nicht zu sagen. Leider war es sehr dunstig, und dementsprechend schlecht sind die Fotos geworden.
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Ein paar von den 12 Aposteln könnt ihr hier sehen.

Danach fuhren wir Richtung Sea Point am WM Stadion vorbei wieder zur „V & A Waterfront“ zurück. Fish & Chips bei „Ocean Basket“ und dann ab zur kleinen Hafenrundfahrt, welche im 2-Tagesticket inbegriffen war. Startpunkt war die Pier hinter dem „Two Oceans Museum“. Eine willkommene Abwechslung.
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Das Näschen braucht auch Sonne!

Viel Zeit war nicht mehr, denn für heute Abend hatten wir uns mit Fomi „DoNo“ und besserer Hälfte verabredet, aber der muslimische Stadtteil Bo Kaap lag noch auf unserem Heimweg, und den wollten wir unbedingt noch besuchen. Am „Noble Square“ begegneten uns aber noch vorher diese Jungs. Na, erkennt ihr sie? Im übrigen ein sehr lebhafter Platz mit viel Kleinkunst.
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Teil 526. Apr. 2017

Und weiter geht es hier:

Bo Kaap entstand als Siedlung von Kapmalaien, einer ethnischen Gruppe Südafrikas, die ihre Herkunft auf muslimische, südostasiatische Sklaven während der niederländischen Kolonialzeit zurückführt. Schade, das Licht war schon nicht mehr gut, viele Häuser lagen im Schatten, aber egal. Zu anderen Tageszeiten soll es dort so voll sein, dass der Spaßfaktor dabei abhanden kommt. Eine ganz andere Atmosphäre als in der quirligen Innenstadt, fast dörflich anmutend und wunderschön auf einem Hügel gelegen. Minarette und pastellfarbene Häuser prägen das Bild dieses Stadtviertels.

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Der Platz war wirklich "1A"!

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Der Muezzin rief zum Gebet, und da wir gerade vor der Moschee standen, gingen wir hinein. Mein Mann in den Hauptraum und ich ins obere Geschoss in den Frauenraum. Als Europäerin kenne ich diese Form der Ausgrenzung nicht und mochte mich dort nicht so lange aufhalten. Da gefiel mir der nächste Programmpunkt schon deutlich besser.
Schnell ab nach Hause, ein gepackter Picknickkorb, das Taxi und Fomi DoNo samt Begleitung warteten schon auf uns. Wir hatten abgemacht, zusammen auf den Signal Hill zum Sonnenuntergang zu fahren. Eine gute Idee, wie wir fanden. Die Chemie stimmte, das Alter auch mehr oder weniger, und so hatten wir uns viel zu erzählen. Leider war an dem Abend der Sonnenuntergang nicht spektakulär, so dass ich kein Foto zeigen kann. Vielleicht habe ich ihn aber auch nicht wahrgenommen, denn es war so kalt, dass ich mich hinhockte, um dem Wind nicht noch mehr Angriffsfläche zu geben. Dafür schmeckte der Wein umso besser. Am Ende des Abends beschlossen wir, uns im Tsitsikamma NP wiederzutreffen.

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Nun aber schnell ab ins Bett. Morgen geht es nach Kirstenbosch, und da haben wir dann auch die ersten wunderschönen Vögel fotografieren können. Wenn ihr mögt, dürft ihr sie dann bestimmen.
Gute Nacht!

Teil 629. Apr. 2017

5.3.2017: Kapstadt: Botanischer Garten Kirstenbosch

Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen des Botanischen Gartens von Kirstenbosch. Ursprünglich hatten wir vorgehabt, mit der Bahn auf den Tafelberg zu fahren, oben war es jedoch noch sehr nebelig. Mit eingeschränkter Sicht macht das keinen Spaß, und somit beschlossen wir, dies auf den Nachmittag zu verschieben. An einem Sonntagnachmittag keine gute Idee, wie sich im Nachhinein herausstellte, und so wurde natürlich nichts daraus. Wir müssen wohl wiederkommen.
Die „blaue Linie“ brachte uns direkt bis vor den Eingang des Gartens. Dieser liegt sehr malerisch am Fuße des Tafelberges und dient ausschließlich der Bewahrung einheimischer Pflanzen. Fremde Pflanzen findet man hier nicht. Obwohl es Sonntag war und das Wetter prima, fanden wir es nicht überfüllt. Hier und da ein paar Familien, die auf den Rasenflächen ein Picknick machten, überall luden Bänke zum Verweilen ein.

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Hier kann man locker einen ganzen Tag verbringen und hat noch lange nicht alles gesehen. Durch die starke Trockenheit der letzten Monate war die Vegetation schon sehr herbstlich, und es blühte wohl nicht mehr so viel wie in anderen Jahren im Spätsommer, aber das störte uns nicht.

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Wenn man Zeit mitbringt, dann gibt es überall etwas zu entdecken, so z. B. diese farbenprächtigen Pflanzen:

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Oder diese wunderhübschen Vögel. Ich denke, es sind alles Nektarvögel.

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Der hat ja fast Tarnfarbe! Er war sehr gefräßig und flog anschließend noch in diese Blumenwiese.

Teil 729. Apr. 2017

Und weiter geht es hier:

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Gegen 15.30 Uhr verließen wir Kirstenbosch. Für den Tafelberg natürlich zu spät, da mit einer langen Schlange zu rechnen war. So ging es anschließend mit der „blauen Linie“ noch einmal zu den Stationen, die wir gestern nicht geschafft hatten. Ausgestiegen sind wir nicht mehr. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die malerischen Dünen von Hout Bay. Wir wollten am Dienstag am Ende unserer Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung wiederkommen und ein wenig fotografieren. Es klappte jedoch auch nicht, da es da schon dunkel war. Wir hatten mal wieder ein etwas zu straffes Programm oder zu wenig Disziplin, je nachdem, wie man es sehen möchte. Old Man „übertreibt“ gerne beim Fotografieren, soll heißen, dass er nach gut 3 Wochen mit 5000 Schuss zurückkommt.
Abends gingen wir auf Empfehlung von Fomi „Strelitzie“ ins „La Mouette“ nach Sea Point.http://www.lamouette-restaurant.co.za/ Wer noch nicht zu Mittag gegessen hat, schließt jetzt besser die Augen. Wir wählten das „Tasting Menü“, 7 Gänge mit entsprechendem Wein. Mann, waren wir fertig. Das Essen war jedoch jeden Cent wert. Einrichtung und Tischdekoration waren sehr schlicht gehalten, was uns sehr gefiel. Manchmal ist weniger mehr.
Da uns zu jedem Gang der passende Wein angeboten wurde und dieser zu schade zum Wegkippen war, ging es uns an diesem Abend „extrem gut“. Na, ja, das war schon erlaubt, und die Qualität war exzellent, so dass wir keine Kopfschmerzen hatten. Hier ein paar "Impressionen":

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Der nächste Tag wird dann ganz dem traurigen Kapitel der „Apartheid“, einem nicht unerheblichen Teil der südafrikanischen Geschichte, gewidmet werden. Dass uns dieses dunkle Kapitel an anderer Stelle unserer Reise noch wieder einholen würde, ahnten wir zu dieser Zeit noch nicht.
Gute Nacht!

Teil 802. Mai 2017

6.3.2017: Kapstadt: Township Langa und Robben Island

Abgeholt wurden wir von „Camissa Travel“ http://www.gocamissa.co.za/, die den heutigen Tag für uns organisiert hatten, gegen 8.30 Uhr. Nach dem gestrigen Abend auszuschlafen, war schon herrlich 😎 😄 . Auf dem Weg ins älteste Township von Kapstadt, Langa, was so viel wie „Sonne“ bedeutet, hielten wir noch am Nobelhotel „Cape Grace“, um den Botschafter aus Ghana samt Gattin abzuholen. Beide lebten in London und entpuppten sich als überaus wissbegierig und sehr sympathisch.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man ein Township besuchen sollte, einfach um ein vollständiges Bild des Landes zu bekommen. Auch wir waren anfänglich sehr skeptisch und wussten schon, dass es grenzwertig ist, durch die Gassen eines Townships zu laufen und Bilder zu knipsen. So eine Tour steht und fällt mit dem Tourguide. Wir hatten Glück. Unser Guide stammte selbst aus diesem Township, hatte es aber geschafft, auf die „andere Seite“ zu wechseln. Er hatte Politik und Soziologie in Kapstadt studiert und engagierte sich bei den Economic Freedom Fighters (EEF) auch politisch. Stolz zeigte er uns ein Wahlplakat mit seinem Bild in „seiner“ alten Straße, und ja, natürlich waren seine Ausführungen nicht neutral, aber er wusste sicherlich aus eigener Anschauung, wovon er sprach.

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Wir waren eine relativ überschaubare Gruppe (6 oder 8), und so fielen wir nicht ein wie ein Ameisenhaufen in einer uns völlig fremden Welt.
Zuerst besuchten wir einen Kindergarten. Dort wurde uns von den Erzieherinnen demonstriert, wie frühkindliche Erziehung in einem Township funktioniert und zwar mit relativ bescheidenen Mitteln. Was mich störte, war, dass die Kinder auf uns zu sausten, in den Arm genommen werden wollten, an uns hingen wie Kletten. Ich hätte es meinen Kindern nicht erlaubt, von wildfremden Erwachsenen umarmt zu werden. Etwas Distanz hätte nicht geschadet. Eine Situation, die bei mir einen faden Beigeschmack hinterließ, zumal am Ende die Spendenbox wartete, was auch nicht schlimm war, denn diese Kinder brauchen finanzielle Unterstützung, nur informiere ich mich lieber gründlich über ein Projekt, bevor ich es finanziell unterstütze, und das ging hier einfach zu schnell. Das war dann doch der „Townshiptourismus“, den ich eigentlich nicht wollte, für mich jedoch die einzige Art, zu sehen, wie die überwiegende Mehrheit der schwarzen Bevölkerung auch noch heute lebt.

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Danach nahm uns der Tourguide mit in „sein“ Township. Nur Elektrizität muss man dort als Bewohner zahlen, alles andere ließe sich auch wohl nicht in Rand beziffern.
Es gibt Häuserzeilen, welche zumindest von außen etwas besser aussehen, obwohl, wenn man sie betritt…… Und dann gibt es da diese Bretterbuden, die im Winter entsetzlich kalt sein müssen. Müll, d.h. Kabel, Metallreste, Küchenabfälle, Papier, alles durcheinander, wird einfach vor der Tür verbrannt, ein bestialischer Gestank. Es wird noch viel Zeit ins Land ziehen, bevor sich da etwas ändern wird. Nur die wenigsten bekommen wirklich die Bildung, die sie benötigen, um aus diesen Lebensumständen ausbrechen zu können. Es war unser 1. Besuch in einem Township. In Katutura in Windhoek hatten wir 2014 nur den Markt besucht. Wir dachten, wir müssten das einmal sehen, und ich kann nur jedem raten, sich das auch einmal anzuschauen, denn das gehört auch zu Südafrika. LEIDER! Ich lasse jetzt einfach mal unkommentiert einige Bilder sprechen, was soll man dazu auch sagen.

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Ob das weiterhilft?

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Geschäfte waren teilweise stark gesichert!

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Teil 903. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Kinder finden überall etwas zum Spielen!

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Sogar im Township gibt es Klassenunterschiede.

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Danach wurden wir zum „Nelson Mandela Gate“ an der „V & A Waterfront“ gefahren. Zeit für einen kurzen Imbiss, und dann legte das Schiff, das uns nach Robben Island bringen sollte, auch schon ab. Bis ins 20. Jahrhundert befand sich auf der Insel ein Lager für Leprakranke. Mit dem Aufkommen der Anti-Apartheid-Bewegung wurde Robben Island zum berüchtigsten Gefängnis für politische Häftlinge. Nelson Mandela hat hier fast 20 Jahre in einer 4 qm großen Zelle verbracht. Die Insel kann man nur im Rahmen einer Führung (die Guides sind allesamt ehemalige Häftlinge) besuchen, d.h. es wird eine komplette Fähre auf Busse verteilt, die einen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten fahren. Nichts anderes als eine Massenveranstaltung, da bleibt wenig Zeit für ausgiebiges Betrachten (die Zelle von Nelson Mandela habe ich auch nicht fotografiert, mir war es zu voll).

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Schön war jedoch der Blick auf Kapstadt und den Tafelberg und natürlich unsere ersten Pinguine in freier Natur.

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Fazit: die "Townshiptour" war sehr informativ, und wir hatten auch nicht den Eindruck, dass uns Falsches vermittelt wurde. Der Besuch auf Robben Island war „nett“. Mit knapp bemessener Zeit in Kapstadt kann man sicher Besseres anfangen, aber das ist auch Geschmacksache. „Camissa Travel“ jedenfalls hat ihren Job gut erledigt. Die Online Buchung, die Bezahlung und die Umsetzung, alles klappte hervorragend.
Den Abend ausklingen ließen wir im „Nelson`s Eye“ https://www.nelsons-eye.co.za/ . Preis-Leistung waren hervorragend.
Gute Nacht!

Teil 1003. Mai 2017

Bemerkung zu den Bildern aus dem Township

Ich habe lange überlegt, ob ich die Bilder aus den "privaten" Räumen so einstellen soll. Aber glaubt mir, so privat sind sie nicht. Häufig kommen abends einfach Menschen, nehmen sich die an die Seite gestellten Matratzen und suchen sich das letzte freie Plätzchen auf dem Boden, häufig in der völlig verschimmelten Küche. Um die Würde dieser Menschen nicht anzutasten, habe Ich nur Bilder gewählt, auf denen die Bewohner nicht zu sehen sind, und hoffe mal, das ist in Ordnung.

Teil 1104. Mai 2017

7.3.2017: Muizenberg, Boulders Beach, Kap der Guten Hoffnung, Chapmans Peak Drive

Nach einem wieder einmal sehr leckeren Frühstück im „Parker Cottage“ gingen wir ins Stadtbüro von Hertz, um unseren Wagen abzuholen. Man gab uns einen Nissan X Trail 4x4 Automatik, knapp 6000 km gelaufen. Alles bestens, wir waren zufrieden.
Es war herrliches Wetter, und so ging es zuerst nach Muizenberg, einem der Surferhotspots der Region Die bunten Strandhäuschen vor dieser prächtigen Kulisse, ein herrliches Fotomotiv. Ich hätte noch länger bleiben können, aber…..die Zeit drängte 🙁

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Zwischen Muizenberg und Simons Town gerieten wir in einen Stau 🤨. 200 m. (!!!) der Küstenstraße wurden neu geteert, 1 Stunde Verzug, ärgerlich, aber wenn ein Gebirgsmassiv dazwischenliegt, kann man nicht einfach so ausweichen.
Dann ging es zu den Brillenpinguinen von „Boulders Beach“ bei Simons Town , eigentlich ein Muss, wenn man in der Ecke ist. Man kann sich dort nur auf eigens für Besucher konstruierten Holzstegen bewegen, und das ist auch gut so, denn man stelle sich nur vor, dass sich ganze Busladungen von Touristen dort frei bewegen könnten, wie schrecklich für die possierlichen Tierchen. Die Kulisse präsentierte sich an diesem Tag eher karibisch in den verschiedensten Farben, für mich eigentlich eine eher kuriose Szenerie, hatte ich doch bislang diese Tierchen immer nur vor rauer Kulisse gesehen, verbunden mit Schnee und Eis (in Büchern und im Fernsehen 😎 ). Irgendwo habe ich gelesen, dass die Pinguine von Boulders Beach in den letzten Jahren für die direkten Anwohner zu einer rechten Plage geworden sind. Unter Menschen alles andere als scheu, begeben sie sich wohl in der Nacht auf Wanderschaft in die umliegenden Gärten und Garagen um zu brüten. Und sie sind sehr, sehr laut.

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Mit etwas Phantasie könnte man hinten rechts einen Eisberg ausmachen 😉

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Halt stopp, warte auf mich!

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Was ist da hinten so spannendes?

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Na, laß uns mal ein wenig plaudern!

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Hier ist ja ein kuschliges Plätzchen 😎 !

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Danach ging es dann zum „Kap der Guten Hoffnung“. Die hübsche „Fynbos-Landschaft“, diese enorme Vielfalt an bunten Sträuchern und Gestrüpp, einfach zauberhaft.
Direkt unten am Kap war es mir persönlich zu rummelig. Es wurde höchste Zeit für ein bisschen mehr Einsamkeit. Viele Reisebusse, bis oben hin voll mit Besuchern, fuhren vor. Die Leute stiegen aus, positionierten sich für das typische Erinnerungsfoto, und dann ging es auch schon weiter. Schade, diese Reisegruppen haben kaum Zeit, das atemberaubende Panorama zu genießen. Am Parkplatz wieder das übliche Spektakel, von dem man in den Reiseführern immer liest: Touristen fütterten Baboons und wunderten sich dann, wenn diese aggressiv wurden. Ich habe einen Heidenrespekt vor diesen Tieren und möchte ihnen beim Wandern eigentlich nicht begegnen, da ich nicht einschätzen kann, ob sie scheu sind oder schon von den Touristen völlig korrumpiert und energisch ihr Fressen einfordern 😮 .

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Da haben wir ja richtig Glück gehabt. Normalerweise stapeln sich die Menschen hier. Wie haben wir das wohl geschafft 😈 ?

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Am „Cape Point“ bestiegen wir noch den Leuchtturm und hatten hier einen wundervollen Ausblick. Mein Mann mochte gar nicht aufhören zu fotografieren, und ich fragte ihn: „was ist denn da so Spannendes im Wasser?“ „Ja, siehst du das denn nicht? Ganze Schwärme von Haifischen!“ Oh, mein Gott, da irrte er sich aber. Seine „Haifische“ entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als kleine Schaumkronen in der aufgewühlten See. Gut, dass ich mein Fernrohr dabei hatte 😎 . Wäre auch zu schön gewesen.

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Auf der Rückfahrt konnten wir dann auch unsere ersten Straußenvögel in diesem Jahr in freier Natur sehen. Leider nur im Gegenlicht, aber wir sollten im Verlauf der Reise noch mehr sehen, jedoch die ersten sind jedes Jahr immer sooo schön und spannend.

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Danach ging es dann zurück nach Kapstadt über die M65 Richtung Kommetjie. Atemberaubendes Panorama. Jeden möglichen Aussichtspunkt steuerten wir an, und das dauerte natürlich auch entsprechend.

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Teil 1204. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Ganz zuletzt ging es dann noch über den berühmten „Chapmen`s Peak Drive“ (mautpflichtig). Dort sollte am nächsten Wochenende das berühmte Radrennen stattfinden. Schon viele Teilnehmer waren bereits angereist, um zu trainieren, und man musste als Autofahrer auf der kurvenreichen Straße ganz schön aufpassen. Ob man diese Straße unbedingt fahren muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Schon beeindruckend, jedoch kann man nicht aussteigen, was ich sehr schade fand, denn das Panorama war wirklich toll. Daher sind diese Bilder auch aus dem Auto heraus entstanden.

Schwindelfrei sollte man schon sein!

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Diesmal kamen wir im Dunkeln zurück, zu kurz war der Tag für alles gewesen. Den Abend ließen wir ausklingen im „Miller´s Thumb" http://www.millersthumb.co.za/ , einem ganz hervorragenden Fischrestaurant. Die Chefin selbst kümmert sich liebevoll um jeden Gast. Einziger Wermutstropfen waren unsere Tischnachbarn, Briten, die mit uns den „Brexit“ erst diskutieren und dann begießen wollten. Dazu hatten wir an dem Abend gar keine Lust, und als dann „Mrs.“ auch noch anfing, mit uns auf Europa („cheers Europe“) anzustoßen, obwohl sie doch für den „Brexit“ gestimmt hatte, verbunden mit allerlei Gekicher, was auf den heftigen Alkoholgenuss zurückzuführen war, war ich froh, dass unser Essen serviert wurde. So brauchten wir nicht unhöflich werden. Gott sei Dank gingen sie dann auch irgendwann, und Ruhe kehrte ein.
Morgen verlassen wir Kapstadt und fahren über den „Clarence Drive“ und Betty`s Bay nach Cape Agulhas und dann nach Swellendam. Wir werden es sehr bedauern, nicht 1 Übernachtung in Cape Agulhas eingeplant zu haben.
Gute Nacht!

Teil 1307. Mai 2017

8.3.2017: Clarence Drive, Betty`s Bay, Cape Agulhas, Swellendam

Nun hieß es Abschied nehmen von Kapstadt. Das war auch gut so, denn uns reichte das Großstadtleben erst einmal. Heute sollten wir den gestrigen Tag fast noch einmal erleben dürfen: wir fuhren auf einer tollen, imposanten Panoramastraße, besuchten wieder einmal Pinguine und fuhren zuletzt auch noch an ein Kap, welches wirklich der geographisch südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents ist. Uns gefiel dieser Tag wesentlich besser, war es doch ruhiger und beschaulicher als am touristischen Hotspot „Kap der Guten Hoffnung“. Wir verließen Kapstadt in östlicher Richtung und fuhren die N2 runter in Richtung Somerset West nach Gordons Bay und dann die R44 nach Betty`s Bay. Den besonders malerischen Abschnitt zwischen Gordons Bay und Rooi Els nennt man „Clarence Drive“. Besser wäre es gewesen, diese Straße aus anderer Richtung kommend zu befahren, denn dann hätte man einen besseren Ausblick gehabt, aber so ging es auch. Es gab, anders als beim „Chapmans Peak Drive“, zahlreiche Parkbuchten, die wir zu ausgiebigen Fotostopps bei bestem Wetter nutzten. Auch hier sahen wir wieder viele Radrennfahrer, die für das Radrennen am kommenden Sonntag trainierten. Teilweise fuhren sie in halsbrecherischer Weise die Straße hinunter 😮 (Fotos habe ich leider nicht, die waren einfach zu schnell), und man konnte nur hoffen, dass ihren nichts passierte.

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Als wir in das Gebiet um das „Kogelberg Nature Reserve“ kamen, zog sich der Himmel immer mehr zu. Wir hatten ganz schlechte Sicht bis kurz von Betty`s Bay.

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Dann begann es auch noch leicht zu nieseln 🤨 . Unser Ziel war das „Stony Point Nature Reserve“, wo auch eine größere Kolonie von Brillenpinguinen ansässig sein sollte. Es gefiel uns dort wesentlich besser als am völlig überlaufenen „Boulders Beach“, und zum Glück hatte es gleich nach unserer Ankunft aufgehört zu nieseln 🙂 . Dieser Ort hatte seinen ganz besonderen eigenen Charme. Ich glaube, der Eintritt kostete nur 20 ZAR, und wir hatten die Meeresvögel, u.a. auch Kormorane fast für uns alleine. Auch ein paar Dassies konnten wir ausmachen. Ein langer Holzsteg führt die Besucher einmal längs durch die ganze Pinguinkolonie. Dabei ist man den Tieren ganz nahe, scheint sie aber kaum zu stören. Was für ein schöner Ort, der Gestank war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig.

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Na, was da wohl mal ausschlüpft?

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White breasted Cormorant

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Weiter ging es nach Cape Agulhas, welches der wahre südlichste Punkt Afrikas ist. Dort verläuft auch die geografische Grenze zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Indischen Ozean. Da es schon 15.30 Uhr 😎 war, fuhren wir direkt zum Leuchtturm, wo wir uns zumindest ein wenig die Beine vertreten wollten. So schade, wieder kaum Zeit, aber die Pinguine bei Betty`s Bay hatten uns so in den Bann gezogen, dass wir die Zeit vergessen hatten.
Wunderschön - es begann, sich wieder aufzuklaren - lag die herrliche Landschaft vor uns. Bunte Felsen, eine aufgewühlte See, gelbgrüner Fynbos, dazwischen „Atompilzblumen“, und das Ganze nur für uns allein.

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"Atompilzblume" 😎

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Ein paar Fischer hatten einen guten Fang gemacht und wollten uns frischen Fisch (den Namen habe ich leider vergessen) schenken. Das Ganze scheiterte jedoch daran, dass wir keine Tiefkühltruhe hatten, denn frühestens im „Tsitsikamma Nationalpark“ hätten wir dafür Verwendung gehabt. Den Fisch hätte die bessere Hälfte von Fomi DoNo auch mit Sicherheit lecker zubereitet 😘 .

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Diese 2 Vögel konnten wir auch noch sichten und fotografieren: Kapstelze/Cape Wagtail

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Kaprötel/Cape Robin Chat

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Gerne wären wir ein paar Stunden dort gewandert, ganz easy, keine Steigungen, würzige Meeresluft, Einsamkeit, Natur pur, das ging aber nun ja nicht mehr. So mussten wir uns damit begnügen, auf Holzstegen nur die 1.5 km bis zum Fotostopp (Schild: Atlantischer Ozean-Indischer Ozean) und wieder zurück zu gehen, für mehr war leider keine Zeit. Dafür hatten wir fast bis zum Schluss das Areal für uns alleine. Kurz bevor wir gehen wollten kam eine Busladung Leute angerast, fast panisch, nicht ein Foto zu bekommen. Zumindest waren jetzt die vielen Schlangen, die dort leben sollten, bei dem Getrappel endgültig verjagt 😠 .Wir hatten immer noch gehofft, ein schönes Exemplar vor die Linse zu bekommen. Na, ja vielleicht hatten wir ja noch Erfolg auf der Toilette? Da war Old Woman recht „schissig“, und Old Man musste heldenhaft zur Hilfe eilen und das Objekt ihrer Begierde auf „Sauberkeit“ hin inspizieren 😈 . Irgendwann kommen wir wieder, und dann werden wir 1 Nacht bleiben, um wandern zu können. Vielleicht klappt es nächstes Jahr im September auf dem Weg vom „Kaglagadi Tranfontier Park“ nach Kapstadt. So ein Riesenumweg ist das auch nicht 😕 .

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In einer Stunde sollte es bereits dunkel werden, und daher hieß es: schnell auf nach Swellendam. Eigentlich waren wir ja im Urlaub und nicht auf der Flucht, aber unser Zeitmanagement war mal wieder unterirdisch. Wir müssen lernen, „disziplinierter“ zu sein oder uns einfach mehr Urlaubstage zu gönnen 😎 . Unterwegs sahen wir viel Viehwirtschaft: grasgrüne Wiesen (natürlich bewässert) welch ein Luxus für die Rinder, wechselten sich ab mit staubtrockenen Weiden, die wohl für die Schafe waren. Irgendwo auf unserer Reise bekamen wir erklärt, dass der einzigartige Geschmack der Karoo-Schafe daraus resultiert, dass sie auf ihren Weiden kaum noch etwas Brauchbares zum Fressen vorfinden und daher aus lauter Frust dann den wilden Rosmarin und Thymian fressen. Wie schön, da braucht man das Fleisch dann ja wohl nicht mehr einlegen. Abends sollten wir feststellen, dass das regionale Fleisch sensationell schmeckt.

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Ziemlich spät erreichten wir die Unterkunft für diese Nacht, das „Schoone Oordt Country House“ in Swellendam http://www.schooneoordt.co.za/ . Herzlich wurden wir vom Manager persönlich empfangen, und unser Gepäck wurde sofort aufs Zimmer gebracht. Diner hatten wir bereits bei der Buchung vorbestellt, und eigentlich wollten wir in Ruhe noch einen Sundowner an der Bar zu uns nehmen, die Küche wollte jedoch um 21.00 Uhr bereits schließen. Okay, dann eben schnell duschen und ab zum Diner. Die Fotos des Zimmers sind mal wieder entstanden, als wir schon unser Gepäck überall „verstreut“ hatten. Das Zimmer war sehr geräumig, geschmackvoll eingerichtet, verfügte über Aircon, eine eigene Außenterrasse, eine kleine Pantryküche mit Kaffee-, Teezubereiter, Keksen, etc. Das Bad war riesig, mit allem, was man brauchte. Alles wirkte sehr gediegen und chic. Im Restaurant konnte man nur ein komplettes Menü essen, aber dagegen hatten wir gar nichts einzuwenden 😛 . Zum Hauptgang hatte ich „gras feed beef“ (die saftigen Wiesen hatte ich noch vor Augen) und mein Mann natürlich das berühmte „Karoo lamb“, alles sensationell lecker. Da auch die Weinkarte sehr gut sortiert war, ging es uns mal wieder wie „Gott in Frankreich“, und den Sundowner holten wir natürlich auch noch beim Aperitif nach 😈 . Leider existiert nur ein einziges Handyfoto vom Essen.

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Müde, satt und zufrieden sanken wir gegen 22.00 Uhr ins Bett. Eine komplette Bewertung dieser Unterkunft kann ich natürlich erst Morgen nach dem Frühstück abgeben, und natürlich muss dazu auch noch das Gelände noch inspiziert werden.
Gute Nacht!

Teil 1410. Mai 2017

9.3.2017: Wilderness

In der Nacht hatte es zum ersten Mal geregnet. Ein paar Mal wurden wir wach, da der Regen recht heftig auf das Dach prasselte. Jedoch pünktlich zum Frühstück war der ganze Spuk auch schon wieder vorüber. Als wir gegen 9.00 Uhr die Unterkunft verließen, schien bereits wieder die Sonne, und es versprach, ein schöner Tag zu werden.
Das Frühstück war genauso lecker wie das Diner, da gab es nichts zu meckern. Nach dem Frühstück erkundeten wir noch ein wenig die Anlage. In dem herrlichen Garten war sogar ein schöner Pool (leider nur ein Handybild) vorhanden.

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Vorne rechts war unser Zimmer.

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Fazit: wir waren in dieser Unterkunft nur 1 Nacht, und das, was wir in den paar Stunden geboten bekamen, war wirklich gut. Alles in hervorragender Qualität. Personal/Management sehr zuvorkommend, Zimmer prima, Umgebung sehr ruhig. In unmittelbarer Nachbarschaft gab es mehrere Restaurants.
Wir waren jetzt schon 1 Woche unterwegs und hatten viel erlebt, manchmal leider unter großem Zeitdruck. Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Daher sind die meisten Fotos von diesem Tag auch mit dem Handy gemacht, wir waren heute einfach etwas faul 😎 . Auf dem Weg in die Stadt kamen wir an einigen Häusern im kapholländischen Stil vorbei, alles sehr sauber und gediegen.

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Die ganze Stadt strahlte eine gewisse Art von Wohlstand aus. Eigentlich wollten wir nur Geld ziehen und unsere Snack- und Getränkevorräte in der Stadt auffüllen, entschieden uns dann aber doch noch, der architektonisch sehr auffälligen niederländisch-reformierten Kirche östlich des Zentrums einen Besuch abzustatten. Besonders alt ist sie noch nicht, Baujahr 1910.

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Während mein Mann das Innere der Kirche besichtigte blieb ich beim voll bepackten Auto. Dort kam ich mit einem deutschen Paar ins Gespräch. Es waren Silke Schranz und Christian Wüstenberg, die normalerweise in ihrem Wohnmobil monatelang kreuz und quer durch die Welt fahren. Sie sind die Macher der Filme „Südafrika – der Kinofilm“, „Die Nordsee von oben“, „Die Ostsee von oben“ etc. Im letzten Jahr hatten sie Südafrika beruflich bereist, jetzt waren sie privat wiedergekommen und schienen alle Zeit der Welt zu haben. Ein interessantes Gespräch. Schade 🙁 , ich hätte sie noch gerne viel gefragt, aber irgendwann mussten sie und leider auch wir natürlich weiter.
Über Heidelberg 😉 und George ging es auf der N 2 weiter nach Wilderness, wo wir 4 Nächte bleiben wollten.

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In der Gegend um Mossel Bay wurde es schlagartig grün und immer waldreicher. Nun verstand ich, warum man ab hier von der sogenannten „Gardenroute“ spricht. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir Wilderness und fuhren direkt zu unserer Unterkunft, dem „Wilderness Manor“ http://www.manor.co.za/ . Um es gleich vorwegzunehmen: es sollte die beste Unterkunft auf unserer Reise sein, und daher an dieser Stelle auch schon einmal mein
Fazit: Diese Unterkunft, die nur über 4 (!) Gästezimmer verfügt, liegt nicht direkt am Strand, sondern sehr ruhig oberhalb der Lagune. Von dort gelangt man innerhalb weniger Gehminuten zu allen ausgewiesenen bekannten Wanderwegen, die wir in den nächsten Tagen erwandern wollten. Zum Strand ging man ca. 20 Minuten, ebenso zum bekannten Restaurant „The Girls“, alles also kein Problem.
Wir wurden sehr herzlich von beiden Inhabern Gerald und J.D. (John David) begrüßt. Beide Jungs haben sich vor einigen Jahren hier einen Traum erfüllt: Gästebewirtung in einem wunderbaren Anwesen. Alle Wohnräume, lichtdurchflutet durch die großzügige Verglasung, bieten einen fantastischen Ausblick auf die Lagune. Im Wohnzimmer servierte man uns Kaffee und Kaltgetränke, und wir kamen miteinander ins Plaudern. Sie fragten uns nach unseren Plänen für die nächsten Tage und versorgten uns sogleich mit vielen Tipps und den dazu passenden Karten. Ihre Art, mit den Gästen umzugehen, würde ich als unaufdringlich und sehr charmant bezeichnen, wenn man sie brauchte, waren sie jedoch sofort zur Stelle. Kamen wir abends nach Hause, empfingen sie uns an der Haustür. Man fühlte sich sehr umsorgt, ohne dass es aufdringlich wirkte. Unser Zimmer war riesig, allein das nagelneue Badezimmer mit Badewanne, Regendusche und 2 Waschbecken hatte wohl 20 qm, und verfügte über einen sehr großen Balkon mit Blick auf die Lagune und den Strand, einen großen Kühlschrank mit Tee-, Kaffeezubereiter, jedoch keine Aircon, die wir auch nicht brauchten, da es sich nachts immer gut abkühlte (wahrscheinlich gibt es daher keine 5 Sterne, anders können wir es uns nicht erklären). Und dann war da noch das Frühstück 😘 : J. D. kochte, und Gerald servierte, die Qualität war mehr als hervorragend. Preis-Leistung stimmte hier wirklich. Ich kann diese Unterkunft uneingeschränkt weiterempfehlen, die beste, die wir auf dieser Reise hatten.

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Blick von unserem Balkon!

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Am Nachmittag wanderten wir noch gemütlich an der Lagune entlang Richtung Strand. Bequem geht man vom „Wilderness Manor“ ein großes Stück dorthin direkt auf einem Holzsteg. Ein sehr schöner Weg, im Dunkeln nach dem Genuss von Wein sollte man ihn jedoch nicht benutzen 😮 .

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Der Strand präsentierte sich uns von seiner besten Seite. Es war Ebbe, und die Weite war schier endlos. Der Wind war natürlich ideal zum Paragliden oder zum Surfen. Wir bummelten ein ganzes Stück Richtung Westen, der Strand dort war fast menschenleer.

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Abends hatten uns Gerald und J.D. einen Tisch im Restaurant „The Girls“ besorgt http://www.thegirls.co.za/assets/content-page.php?id=home . Ich hatte Fisch, mein Mann Wild, alles sehr lecker. Es existieren leider nur ein paar verschwommene Handyaufnahmen. Wir waren froh, für Sonntag wieder reserviert zu haben. Kurz gesagt: „ehrliche“ Küche in lockerer Atmosphäre.

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Da sich der hauseigene Shuttle an diesem Abend etwas verspätete, war es schon 23.00 Uhr, als wir endlich ins Bett sanken. Morgen wollten wir zum „Robberg Nature Reserve“ und dort wandern.
Gute Nacht!

Teil 1511. Mai 2017

10.3.2017: Robberg Nature Reserve

Das Wetter war mal wieder herrlich. So beschlossen wir, heute im „Robberg Nature Reserve“ zu wandern. Die Fahrt ging über Knysna und Plettenberg, und das erwähne ich daher, da wir zweimal dort geblitzt wurden 😮 . Ich meine, mich zu erinnern, dass in Knysna ein fest installierter Blitzer stand 😠 .
Nun war es so, dass Fomi Sabine „Applegreen“ die gleiche Idee hatte und ebenso dort wanderte 😄 . Da waren verschiedene Emails im Vorfeld hin und her gegangen, wir hatten alle Stationen abgeglichen, inklusive möglichem Treffen im Flugzeug zwecks zumindest gemeinsamen Genusses eines Sundowners 😎 , jedoch ohne Erfolg. Wir kamen zu dem Ergebnis: auf dieser Reise wird ein Treffen nicht klappen 🙁 . Tja, und dann hätten wir uns doch noch treffen können und zwar auf dem gleichen Wanderweg, dem mittleren von 3 Wegen: „Witsand“ (5.5 km).

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So ein „Schiet“ 🙁 , gab es da doch ein paar schöne Stellen, wo man sich entspannt hätte unterhalten können.

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Sabine "Applegreen" hat ihren Bericht gleich nach ihrer Rückkehr eingestellt, da waren wir noch in Afrika. Nach Durchsicht der Fotos sind wir dort von 11.00-15.00 Uhr gewandert, wann Sabine „Applegreen“ gewandert ist, weiß ich nicht, ich kann sie jedoch auf keinem unserer Fotos ausmachen, also muss sie wohl zu einer anderen Zeit gewandert sein, und damit es nicht zu langweilig wird, gibt es daher DIE FOTOS VOM ROBBERG NOCH EINMAL 😄 🙂 😈 , denn sonst wäre dieser Reisebericht nicht vollständig.
Es war eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher gemacht hatte. Auch ich werde die Fotos überwiegend ohne Kommentar einstellen, wie soll man so etwas Schönes auch kommentieren. Am Ende gibt es dann noch ein persönliches Fazit von mir.

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Der Wanderweg ist teilweise sehr eng!

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Wo ist hier der Wanderweg 😮 ?

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Nach diesen Tieren ist die Halbinsel benannt!

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Nach dem anstrengenden Aufstieg hatte man tolle Ausblicke. Das ist "Witsand" (weißer Sand = wohl wahr) !

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Unten war es auch wunderschön!

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"Da blühte uns was" !

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Teilweise sehr rustikal 😈 !

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Schutzhütte bei schlechtem Wetter 😎

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Fazit: Wandern im „Robberg“ ist nicht so ganz ohne. Auf „Schlappen“ ist das nicht zu schaffen. Wir wunderten uns sehr, dass einige „Wanderer“ wirklich dachten, die Strecke in Flipp Flopps bewältigen zu können 😮 . Die Landschaft ist grandios, man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es gibt keinen Schatten, daher sollte man viel Wasser und vor allem eine gute Sonnencreme und einen Hut mitnehmen. Teilweise führt der Wanderweg, nicht immer als solcher eindeutig zu erkennen, direkt an der Steilküste, die nicht immer abgesichert ist, vorbei. Also: nichts für Menschen mit Höhenangst, schwindelfrei sollte man sein. Einige Passagen sind recht abenteuerlich, da sehr eng und auch sehr steil. Ich erinnere mich, dass ich mich an einer Stelle richtig am Felsen hochziehen musste, für mich als Flachlandalpinist ungewohnt, aber ganz gut zu schaffen. Auf den offiziellen Karten der Gegend sind an einigen besonders steilen Stellen Totenkopf-Symbole abgebildet: bei Flut und starkem Wind kann es hier dann schnell gefährlich werden. Man sollte schon über eine gewisse Kondition verfügen, braucht jedoch kein Hochleistungssportler zu sein. Also: wer sonst auch gerne wandert, schafft das allemal locker, wer allerdings lieber einen einfachen Spaziergang möchte, der soll lieber den kurzen Weg „The Gap“ (2.1 km) nehmen, der ist dann wohl einfacher.

Teil 1612. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Nach einer kurzen Rast auf der Aussichtsplattform am Eingang zum „Robberg“ fuhren wir wieder nach Wilderness. Gerald und J.D. hatten uns für heute Abend einen Tisch im „Serendipity“ reserviert http://www.serendipitywilderness.com/ . Wir hatten es nicht weit, nur gut 5 Minuten zu Fuß. Es war ein sehr milder Abend, und wir genossen erst einmal ein Willkommensgetränk (selbstgemachtes Bier) auf der Terrasse. Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, ging es dann hinein, und der Chef erklärte das heutige Menü. Das Essen und die Atmosphäre waren erstklassig, vielleicht ein wenig konservativ und nicht so inspiriert wie im „La Mouette“ in Kapstadt, wir fanden es aber durchaus annehmbar und genossen den Abend. Preis-Leistung ist hier sehr gut, die Küche hat schon ein hohes Niveau. Einen Absacker gab es auch: einen Kräuterlikör aus der Karoo „Boegoeblitz“ für mich und einen hervorragenden Trester „Tanagra“ für meinen Mann, alles eine sehr gute Wahl.

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Irgendwann war dieser Abend auch zu Ende, und wir gingen zu Fuß nach Hause. "Kalorien abbauen" 😮 war die Devise. Nun aber schnell ab ins Bett, denn Morgen sollte wieder gewandert werden.
Gute Nacht!

Teil 1714. Mai 2017

11.3.2017: Wilderness: „Giant Kingfisher Trail“

Heute versprach ein heißer Tag zu werden. Bereits um 8.00 Uhr morgens zeigte das Thermometer 25 Grad im Schatten an.
Beim Frühstück hatten wir schon netten Besuch. Dieser hübsche Nektarvogel saß ziemlich lange direkt vor dem Fenster des Frühstücksraumes und labte sich an dem süßen Saft. Ich glaube, so einen hatten wir schon in Kirstenbosch gesehen:

Halsbandnektarvogel/Lesser Double Collared Sunbird

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Und dann flogen auf einmal ganz viele wunderschöne „Knysna Lourie“ vorbei. Da wir zum Frühstück nicht unsere Fotoausrüstung dabei hatten, sind diese Fotos mit dem Handy gemacht worden und dementsprechend sch…... 😠

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Heute wollten wir im „Wilderness Nationalpark“, Teil des „Garden Route Nationalparks“, wandern. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt 🙂 . In unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft begannen diverse Wanderwege, und somit hatten wir die Qual der Wahl. Da es wirklich schon sehr heiß war und die Sonne erbarmungslos brannte, entschieden wir uns für einen Wanderweg, wo man überwiegend im Schatten laufen sollte: den „Giant Kingfisher Trail“. Der ca. 7 km lange einfache Wanderweg führt durch den Küstenwald am Touw River. Ziel ist ein Wasserfall, wo man auch baden kann, wenn man denn möchte. Der Wanderweg beginnt und endet am „Ebb & Flow Restcamp North“ und dauert ca. 3-4 Stunden, ausgiebige Pausen inbegriffen. Bevorzugte Freizeitbeschäftigung in diesem staatlichen Restcamp ist neben dem Wandern das Kajak fahren. Die Boote kann man direkt am Restcamp mieten.
Es war schon sehr schwül an diesem Tag, und der Ranger, bei dem wir uns zu Beginn der Wanderung das Permit mit unserer Wildcard besorgten, riet uns zu Mückenschutz. Das hat mir das Leben gerettet 😮 , denn wenn es auch nur eine einzige Mücke in meiner Umgebung gibt, wird sie mich finden, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, und mein Mann liebt meine Nähe daher umso mehr, hat er doch Ruhe vor diesen Plagegeistern, die mich einfach zum Fressen gern haben. Trotz „Peaceful Sleep“ und langer Hosen hatte ich trotz allem wohl an die 15 Stiche 🤨 , aber egal, die tun in der Gegend nichts, da sie ja Malaria frei ist. Auch auf Schlangen sollten wir acht geben, es wäre das „beste Schlangenwetter“ 😮 . Soviel vorab: wir sahen nicht eine einzige 🙁 .
So ich lass jetzt mal ein paar Bilder sprechen, denn die können am ehesten die Eindrücke wiedergeben, die wir unterwegs gesammelt haben.

Zuerst ging es durch dichtes Unterholz!

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Die Familie zeigte uns erst einmal, wie man die "Fähre" benutzt!

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Zwischendurch schöne Blicke auf den Fluss!

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Dann ging es aufwärts, teils über befestigte Stege!

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Zwischendurch wanderten wir auch in der prallen Sonne 😮 !

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Da blitzte der See schon durch die Bäume hindurch!

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Man könnte fast denken, wie hätten dieses Fleckchen Erde für uns allein gehabt!

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War aber leider nicht so 🙁 !

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Das sah alles sehr erfrischend aus, war aber wohl ziemlich kalt 😈 !

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Dieses Tierchen fanden wir auch noch: Red Sided Skink/Trachylepis homalocephala: danke Konni (Daxiang")

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Dann ging es auch schon wieder zurück!

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Zwischendurch auch mal etwas fürs Auge 🙂 !

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Für heute Abend hatten wir keinen Tisch reserviert und entschieden uns daher für einen späten Lunch im „Salinas“ direkt am Strand von Wilderness. Von der Terrasse des „Salinas“ hat man einen sehr schönen Ausblick auf den Strand. Das ist aber auch schon alles. Das Essen hat uns nicht geschmeckt 🙁 . Ich hatte, so glaube ich zumindest, einen Burger mit Salat und Pommes Frites und mein Mann Kingklip mit Beilage, der derart geschmacksneutral schmeckte, dass es auch genauso gut etwas anderes hätte sein können. Aber egal: es war preiswert und sättigend, und manchmal reicht das dann auch.

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Heute Abend wollten wir einmal gar nichts machen 😛 , einfach in unserem gemütlichen Zimmer oder auf unserem Balkon die Seele baumeln lassen und dort eine Kleinigkeit essen. Im Sparmarkt deckten wir uns dafür mit Brot, Wurst etc. ein, Wein und Bier gab es dann im Bottle Store 😄 . Wir brachten noch schnell die Sachen ins Quartier, und dann ab an den Strand, noch 2 Stunden wandern. Durch die steife Brise konnte man wenigstens die zunehmende Schwüle besser ertragen. Da wir unsere Fotoausrüstung auch zu Hause gelassen hatten existieren von dieser Wanderung keine Fotos 🙁 .Wirklich schade, denn es waren sehr viele Schnecken am Strand, possierliche Tierchen, die relativ flink unterwegs waren. Es war Flut, und die Schnecken, die sich nicht schnell genug einbuddeln konnten, sprangen aufeinander drauf, bildeten also quasi Häufchen, um sich, so denke ich zumindest, dadurch zu schützen?? Vielleicht hat diese Prozedur auch eine ganz andere Erklärung. Ich habe nichts darüber in meiner vorhandenen Literatur gefunden. Es wurde dann auch schon dunkel und daher: schnell ab nach Hause und „nichts tun“ 😈 . Das musste einfach mal sein.
Morgen geht es dann auf Vogelpirsch in den Moorgebieten inmitten der Lagunen, Seen und Flüssen von Wilderness, und das sollte ein ganz besonderer Tag für uns werden 🙂 Keine spektakulären Sichtungen und große Artenvielfalt, aber trotzdem sehr spannend.
Gute Nacht!

Teil 1817. Mai 2017

12.3.2017: Wilderness - 1. Teil: "Pied Kingfisher Trail"

In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter über Wilderness hinweg, und wir ahnten schon, dass wir unsere Pläne für den heutigen Tag begraben könnten. Als wir aufwachten, regnete es immer noch heftig, und dementsprechend war die Stimmung 🙁 . Unser Plan für heute war eigentlich, in Knysna an der Lagune zu wandern. Was hatte ich in der Vorplanung für diesen Tag viel Zeit investiert, das Passende herauszusuchen. Na, ja, sollte dann wohl nicht sein. Bei Regenwetter macht das keinen Spaß, man hätte wohl nicht fotografieren können 🙁 .
So überbrückten wir die Zeit bis der Regen natürlich wieder aufhörte (ist doch klar: wenn Engel reisen 😎 ) bei einem köstlichen Frühstück. Das Pilzomelette von J.D. war heute besonders lecker, wahrscheinlich seine Strategie bei Regenwetter, um die Gäste bei Laune zu halten 😄 .
Pünktlich, nachdem wir gefrühstückt hatten, hörte es auch auf zu regnen, und es sollte der letzte Regen bis auf ein paar nächtliche Regentröpfchen im Tsitsikamma für die nächsten 9 Tage werden 🙂 . Es sah jedoch nicht aus, als ob es sich so schnell aufklaren würde, denn es hielt sich nach wie vor zäher Nebel, und daher beschlossen wir, zum Wandern in Wilderness zu bleiben. Es gab noch einen Rundwanderweg, den sollte man im Sommer nicht bei Sonnenschein wandern, da es dort keinerlei Schatten gibt 😮 . Das war dann wohl genau das Richtige für uns beiden Oldies, zumal dieser auch noch den klingenden Namen „Pied Kingfisher Trail“ hatte. Alle, die sowieso Afrika in „grün“ schwer ertragen können, klinken sich jetzt bitte an dieser Stelle aus, denn es wurde noch grüner als es ohnehin schon war 😈 . Der Wanderweg ist ca. 10 km lang und soll sich besonders gut zur Vogelbeobachtung eignen. Er beginnt am „Ebb & Flow Restcamp South“ und führt teils auf Stegen durch sumpfiges Gelände am Fluss entlang. Wer mag, kann noch eine Schleife gehen und ca. 2 Km lang am Strand wandern (wir mochten nicht, da wir durch die vielen Fotostopps für die 8 km schon so lange gebraucht hatten und wir für den Nachmittag noch andere Pläne hatten). Ich hoffe, dass die Fotos einigermaßen diese ruhige Stimmung wiedergeben können. Heute waren wir völlig alleine in dieser zauberhaften Landschaft. Auch das ist Afrika 😐 .
Gleich zu Beginn der Wanderung trafen wir diese Gesellen:

Hagedasch Ibis

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Helmperlhuhn

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Nilgans

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Kapturteltaube

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Wir dachten schon, dass es diesmal sehr leicht sein würde, Vögel zu fotografieren, aber das war falsch gedacht 😠 . Entweder war das Objekt unserer Begierde verdeckt im Baum oder sehr weit weg und vom Licht her schlecht zu fotografieren.

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Also genossen wir erst einmal die Landschaft, die wir mit Südafrika nie in Verbindung gebracht hätten: saftig grün und viel Wasser.

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Leider fanden wir auch hier irgendwelchen Müll in der Natur. Schade 🙁 !

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Und weiter ging es!

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Und dann kamen wir zu dieser Wiese!

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Und da fanden wir dann folgende Vögel:

Vogel Nr. 1 ?

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Vogel Nr. 2 ?

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Kap Bülbül/Cape Bulbul: danke Konni ("Daxiang")

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Drongoschnäpper/Southern Black Flycatcher: danke Konni ("Daxiang")

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Kap Bülbül/Cape Bulbul: und ich dachte, es wäre ein neuer Vogel 😎 : danke Konni ("Daxiang")

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Noch ein paar Pflanzenstudien. Es war überwiegend Fynboslandschaft, sehr bunt!

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Da hatte es wohl gebrannt, aber das Riedgras wuchs bereits nach!

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Dann trafen wir noch diesen Vogel: Oliventaube/African Olive Pigeon: danke Konni ("Daxiang")

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Nach dieser "Plackerei" durften wir dann zu guter Letzt noch da durch 🤩 ! Wir waren "not amused" 😮 .

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Der 2. Teil wird dann von unseren „Erlebnissen“ in den Bird Hides berichten. Nicht Spektakuläres, aber wir hatten viel Spaß, die Vögel in Ruhe betrachten zu können.

Teil 1918. Mai 2017

12.3.2017: Wilderness: Teil 2: „Gallinule Bird Hide” und „Malachite Bird Hide“

Vorbemerkung: Ich bitte um Nachsicht für die vielen Fotos. Was für viele Menschen Elefanten, Katzen etc. sind, waren für uns an diesem Tag diese Vögel. Wunderschön! Wobei…., keine Sorge, Elefanten kommen auch noch 😎 .

Gegen 13.00 waren wir wieder am Ausgangspunkt angelangt und fuhren dann die paar Kilometer zum „Gallinule Bird Hide“. Den Schlüssel dazu holten wir uns am „Fairy Knowe Hotel“, und dann ging es die paar Schritte zu Fuß runter. Ein hübscher Hide, recht großzügig angelegt und direkt am Touw River gelegen. Absolute Ruhe, Natur pur, wie schön. Nach den Fotos zu urteilen haben wir wohl 1 Stunde dort zugebracht. Schade war, das sich der „Malachiteisvogel“ im Schilf versteckte und sich ganz schlecht fotografieren ließ.
Wir sollten Riedschaben/ Reed Cormorants, Weißbrustkormorane/White Breasted Cormorants und Schlangenhalsvögel/ African Darters sehen.

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Unreifes Kammblässhuhn/Red-knobbed Coot immature: danke Konni ("Daxiang")

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Adultes Kammblässhuhn/Red-knobbed Coot: danke Konni ("Daxiang")

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Wir wollten gerade gehen, da sahen wir dies kleine Kerlchen. Es war und blieb auch leider vom Schilf bedeckt.

Malachiteisvogel/Malachite Kingfisher

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Er ist so schön. Leider das Foto ganz und gar nicht 🙁 !

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Da sieht man noch ein wenig vom schönen Gefieder 😎 !

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Danach ging es dann mit dem Auto weiter zum „Mallachite Bird Hide“, der am Nordufer des Sees „Bo-Langvlei“ liegt. Das letzte Stück des Weges war zwar recht bumpy, aber egal. Mit uns war nur noch eine junge Frau mit Hund in diesem Unterstand, die genauso wie wir in Ruhe betrachten wollte. Dann rauschte irgendwann noch ein recht lautes Paar hinein, welches aber sofort wieder ging 🤩 . Natürlich sind die frühen Morgenstunden die besten, aber so sahen wir auch eine Menge, vor allem haben wir es genossen, die Tiere in Ruhe bei ihren Aktivitäten betrachten zu können. Eine ganz tolle Erfahrung, für uns eine Premiere. Wir hielten uns dort wohl auch eine gute Stunde auf, sehr unterhaltsam, besser als jeder Kinothriller 😎 . Irgendwie vergisst man in so einer Umgebung die Zeit 😮 .

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Zwergtaucher/Little Grebe: danke Konni ("Daxiang")

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Über dieses Kerlchen haben wir uns köstlich amüsiert!

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Und noch einmal ein schöner Schlangenhalsvogel, diesmal im Schilf versteckt!

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Danach ging es dann nach Hause, schnell aufbrezeln für den Abendausgang 😛 .
Ein Kuriosum am Rande: Unsere Jungs Gerald und J.D. hatten uns ja die ganze Zeit liebevoll betreut, hatten sogar die schmutzigen Wanderstiefel blitzeblank geputzt 🙂 . Nun waren sie aber zu weit gegangen. Ich hatte am Morgen vergessen, unsere schmutzigen (!) Wandersocken in unseren Wäschesack zu tun und hatte sie auf der Badewanne liegen gelassen. Abends fanden wir sie dann so vor: gewaschen und gebügelt (!) 😮 . Was für ein Service 😘 .

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Für den Abend hatten wir wieder in „The Girls“ reserviert, wie immer eine gute Wahl. Heute aßen wir beide Filetsteak, wirklich lecker und zum Nachtisch „Birne Helene“ mit Eis.

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Diesmal war der hauseigene Shuttle pünktlich, und trotzdem war es schon wieder 23.00 Uhr als es endlich ins Bett ging.
Morgen sollten wir Wilderness verlassen und in den Tsitsikamma Nationalpark fahren. Dort wollten wir 2 Tage bleiben. Auch ein Wiedersehen mit Fomi DoNo nebst Begleitung war geplant. Es sollten 2 schöne Tage werden 🙂 .
Gute Nacht!

Teil 2022. Mai 2017

Die nächsten beiden Reisetage werde ich leider in Etappen einstellen müssen. Nur noch diese Woche gilt es zu überstehen, dann habe ich wieder mehr Zeit 🙂 .

13.3.2017: Tsitsikamma Nationalpark

So schnell kann das gehen: 4 Übernachtungen in Wilderness, wo war die Zeit geblieben? Gerne wären wir noch ein paar Tage bei den Jungs geblieben. So wohl haben wir uns selten im Urlaub irgendwo gefühlt, und es war noch nicht einmal für hiesige Verhältnisse extrem teuer 😘 .
Nun denn, schnell packten wir morgens die Sachen, hatten es aber nicht sehr eilig. Ausgiebig und in Ruhe frühstücken war Pflichtprogramm hier. So lecker war es: selbstgemachtes Bircher Müsli, herzhafte Eiergerichte, ganz viele Sorten Obst, selbstgemachtes Brot etc. Gerald und J.D. machten überhaupt alles selber. Sie putzten, räumten auf, bereiteten das Frühstück 😮 . Lediglich für die Küche hatten sie am Morgen ein Mädchen, welches für 2 Stunden kam.
So, genug der Lobhudelei. Dass wir es hier besonders prima fanden, hat nun wahrscheinlich auch der Letzte verstanden.
Insgesamt war Wilderness ein sehr guter Ausgangspunkt für Tagestouren, und so hatten wir es zum Tsitsikamma Nationalpark, wo wir 2 Nächte bleiben wollten, auch nicht sehr weit (unsere beiden Gastgeber empfehlen diese Tour sogar als Tagestour von Wilderness aus). Nur ca. 140 km auf der gut ausgebauten N2 lagen heute vor uns. Auf dem Weg zum „Storms River Mouth Rest Camp“ (SAN Parcs) hatten wir einen Abstecher ins „Natures Valley“, einem dieser fast unberührten „Traumstrände“ direkt am Indischen Ozean, geplant. Wann aber besucht und fotografiert man Traumstrände 😐 ? Ganz genau: bei Traumwetter, soll heißen, bei Sonnenschein. Das gab es aber heute Morgen noch nicht, und daher entschieden wir uns, vorher „Birds of Eden“ einen Besuch abzustatten. Kein großer Umweg, und da sich Petrus noch nicht so ganz entscheiden konnte zwischen Wolken und Sonne, auch eine sinnvolle Alternative. Ich glaube, dass man den Park sogar bei Regenwetter besuchen kann, vorausgesetzt die Dachplane ist wasserdicht 😮 . Mehr als 3000 einheimische und exotische, früher in Käfigen gehaltene Vögel leben im 2,3 Hektar großen Park. Es ist das Ziel des Projekts "Birds of Eden" gefangen gehaltenen Vögeln eine natürliche und sichere Heimat zu geben, in der sie sich frei bewegen können. Man hofft auch, dass Vogelbesitzer ihre Tiere an das Aviarium weitergeben, wo diese nach einer Phase der Rehabilitation wieder ihr eigenes Leben führen können. Nette 2 Stunden verbrachten wir hier. Für Familien mit kleineren Kindern halte ich es jedoch für ungeeignet, da gibt es bestimmt interessantere Tierparks. Gleich nebenan gibt es das „Monkeyland Primate Sanctuary“, für kleine Kinder vielleicht spannender. Ich will „Birds of Eden“ gar nicht abwerten, es ist jedoch, was es ist: ein Tierpark, und den besuche ich schon in Deutschland nicht sehr gerne. Ein paar Fotos stelle ich aber trotzdem ein, damit Interessierte sich informieren können.

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Immer mehr kam die Sonne durch, vielleicht hatten wir ja Glück. Wir wollten unbedingt noch das „Natures Valley“ sehen, auf den Fotos sah das immer wirklich phantastisch aus. Riesiger Sandstrand, blauer Himmel, Dünenlandschaft dahinter, und das Ganze völlig menschenleer 🤩 .
Menschenleer war es auch wirklich dort, wir waren die einzigen Menschen. Hoch oben in den Dünen hatten wir einen tollen Picknickplatz. Lediglich die Sonne ließ noch auf sich warten, leider kam sie immer nur phasenweise zum Vorschein 😠 . So kann ich auch nur Fotos einstellen, die zumindest erahnen lassen, wie toll die Kulisse bei Bilderbuchwetter hier sein muss 😎 .

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Das Wetter wurde dann immer besser!

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Was für eine schöne Aussicht von unserem Picknickplatz!

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Egal, dachten wir: es war zumindest den ganzen Tag trocken geblieben, und das ist in dieser Ecke nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Die folgenden Fotos zeigen, wie üppig hier die Vegetation ist.

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Den 2. Teil des Tages werde ich versuchen, heute Abend einzustellen 😕 .

Teil 2122. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Nun wurde es aber Zeit. Die kurze Fahrt zum Rest Camp war schnell geschafft. Das letzte Stück dorthin war landschaftlich sehr, sehr reizvoll. Üppige Heidebüsche säumten die Straße, dunkelrosa, was für eine Farbenpracht 🙂 .

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Der Check-in ging schnell wie immer bei den staatlichen Camps https://www.sanparks.org/parks/garden_route/camps/storms_river/. Man wartete schon auf uns. Jemand hatte sich nach uns erkundigt, so teilte uns die freundliche Dame an der Rezeption mit 😮 . Auf dem Weg zu unserem Chalet sahen wir eine große Baboon- Familie am Wegesrand sitzen. Na, hoffentlich lassen die uns in Ruhe und machen nicht so viel Lärm 😗 ? Wir konnten uns noch gut daran erinnern, wie sie uns im vergangenen Oktober im Olifants Camp im Krügernationalpark „gequält“ hatten 🤨 . Das Haus konnte man nur verlassen, wenn man einen Gürtel über dem Kopf schwingen ließ. Die schreckten vor gar nichts zurück und machten auch in der Nacht Krach bei der Suche nach Nahrung. Uns sollten sie während der nächsten 2 Tage nichts tun, wir sahen sie nicht mehr. Gut so, brauchten wir auch nicht, reichte ja, dass Sabine „Applegreen“ auf ihrer Wanderung 1 oder 2 Tage vorher „belästigt“ wurde 😈 . Was immer Sabine „Applegreen“ gemacht hatte, es war sehr effektiv 😛 . Die Baboon verharrten jetzt wohl irgendwo erst einmal in Schockstarre. Danke, Sabine „Applegreen“. Bemerkung: leider haben die Touristen diese an sich scheuen Tiere völlig durch verbotene Fütterungen verdorben. Die Baboons können eigentlich nichts dafür, dass wir sie nicht so sehr bei unseren Unterkünften mögen.
Die folgenden Fotos von unserem Chalet sind erst am nächsten Tag entstanden, wir bekamen nämlich Besuch und vergaßen, die Unterkunft zu fotografieren. Eigentlich dachte ich, ich hätte das „Honeymoon Chalet“ von „Casimodo“ und vom „bayern Schorsch“ gebucht , nämlich die Nr. 19, als ich jedoch kurz vor unserer Reise noch einmal bei SAN-Parcs nachschaute, sah ich, dass es 4 HCs gab. Das konnte nicht sein, und mir schwante schon Übles, denn die sind nämlich um einiges teurer als die normalen Cottages, da sie abseits vom Trubel als einzelne Häuschen (die anderen Cottages sind Reihenhäuser) direkt am Meer liegen. Wir wollten jedoch diesen einmaligen „Luxustraum“ 😎 , na ja, da hätte ich jedoch besser aufpassen müssen. Wir hatten die Nr. 16a, von der Lage her einmalig. Direkt an den Klippen gelegen, mit freier Sicht aus dem Wohn- und Schlafbereich auf den Indischen Ozean, jedoch der Wohnraum mit großzügig konzipierter Küche hätte ein dringendes Update nötig gehabt. Es war nicht wirklich sauber. Im Nachhinein denke ich, wären wir eher da gewesen, hätte ich gemeckert, und das heißt schon was. Ich bin normalerweise nicht der Typ, der sich im Urlaub mit solchen Sachen herumschlägt. So schön wie bei uns zu Hause finden wir es nirgendswo, jedoch wenn alles andere passt, kann man auch mal darüber hinwegsehen. Bett und Bad waren sauber, aber wirklich sehr „Honeymoon“ 😮 . Das Bett war nicht sehr breit, eigentlich eher richtig schmal 😮 , und das Bad winzig. So beengt hatten wir schon lange nicht mehr geschlafen, hat uns aber absolut nicht geschadet. Wir haben es überlebt.

Chalet Nr. 16a ist das vorderste Chalet! Anmerkung:: Das Chalet war fälschlicherweise (danke Elisabeth "Sphinx") von mir als Nr. 18 ausgegeben worden. Ich habe das korrigiert!

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Wo war ich stehengeblieben, bevor ich über die Unterkunft gemeckert habe? Ach ja, wir bekamen Besuch. Fomi „DoNo“ nebst Begleitung (ab sofort nur noch kurz die „DoNos“ genannt 😎 )kamen, um uns zu begrüßen. Die beiden hatten, wie ich am nächsten Abend feststellen sollte, eine wesentlich bessere Unterkunft: ein normales Cottage (ich glaube Nr. 5), großzügig, für 4 Personen geeignet und mit einem modernen Bad ausgestattet. Selbst die Terrasse war doppelt so groß. Beim nächsten Mal würden wir also, wenn Nr. 19 nicht mehr frei ist, diesen Unterkunftsstypus wählen. Die Lage ist zwar nicht ganz so spektakulär wie beim Typ „HC“, aber auch absolut nicht schlecht, wie wir noch sehen sollten. Wir verabredeten uns für den kommenden Abend zum Braii. Die beiden wollten sich um die Einkäufe kümmern, wie komfortabel und sympathisch 😘 .
Es war schon spät, und wir waren hungrig. Der Restaurantbetreiber des Tsitsikamma, „Cattle Baron“ hatte bei diversen Fomis eine sehr gute Bewertung bekommen, und daher wollten wir ihm noch einmal eine Chance geben, denn in Skukuza im KNP fanden wir das Essen nicht so berauschend. Auf dem Weg zum Diner präsentierte sich uns die Landschaft folgendermaßen. Man kann es so auf den Fotos nicht sehen, aber die Felsen waren voll von Dassis. Wir waren hingerissen.

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„Cattle Baron“ hatte, nachdem es im vergangenen November abgebrannt war, provisorisch ein großes Zelt direkt am Meer aufgestellt. WIFI gab es auch. Die Steaks, die wir bestellten, waren ganz okay, der Braii am nächsten Tag aber um Längen besser 🙂 .

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Müde fielen wir gegen 22.00 Uhr ins Bett. Die Nacht sollte sehr turbulent werden 😮 .
Gute Nacht.

Teil 2224. Mai 2017

14.3.2017: Tsitsikamma Nationalpark

Die Nacht war sehr stürmisch gewesen. Man hatte den Eindruck, in einem Bett hoch oben auf einer Klippe, an der sich riesige Wellen brachen, zu schlafen. Als wir ins Bett gingen war Ebbe. Man konnte aber deutlich sehen, wie weit das Wasser wohl bei Flut kommen musste, da noch Restfeuchtigkeit auf den Felsen zu sehen war. In der Nacht hatten wir Flut. Na, wenn das mal gut ging 😮 ? Ging es, und wir haben auch relativ gut geschlafen. Das Geräusch war zwar sehr laut, aber auch sehr monoton, und daher konnte man wohl schlafen.
Am nächsten Morgen hatten wir dann vor unserem Schlafzimmerfenster beste Unterhaltung. Wozu braucht es da einen Fernseher, den das Chalet auch hatte 😄 .

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Die Landschaft konnte man als „wildromantisch“ bezeichnen. Wer mag da schon aufstehen 😕 .

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Zum Frühstück bekamen wir wieder Besuch, diesmal nicht von den „DoNos“, sondern von dieser netten Dame oder Herrn. Wenn man die Augen schloss, konnte man auch glauben, an der Nordsee zu sein, so einen Krach machte sie 😮 .

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Danach machten wir das, was wahrscheinlich alle Touristen machen, wenn sich hier sind: den „Mouth Trail“ wandern, welcher zur „Storms River Mouth Suspension Bridge“ führt. Der Start des „Mouth Trails“ ist direkt am Strand, und dann geht es bergauf, bergab in den immergrünen Dschungel ähnlichen Wald. Zwischendurch hat man immer wieder tolle Ausblicke auf den Indischen Ozean. Die Wanderung ist sehr leicht, jedoch durch die vielen Fotostopps zieht sich das Ganze doch ein wenig in die Länge 😎 . Nun ein paar Fotos, die besser als ich von der Schönheit dieser Landschaft erzählen können.

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Am Ende dieser Wanderung hatten wir dann noch 2 schöne Tiersichtungen.

Gürtelschweif/Girdled Lizard: danke Matthias ("fotomatte")

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Afrikanische Kurzfühlerschrecke/Milkweed Grashopper ("Phymateus leprosus", so bestimmte ein pensionierter deutscher Biologielehrer dieses Tierchen vor Ort. Er sagte, es wäre sehr giftig, woraufhin eine Frau kreischend davonlief 😠 😈 !)

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Danach mussten wir uns erst einmal um ein Gastgeschenk für die „DoNos“ kümmern. Im lokalen Shop wurden wir schnell fündig. Viel Auswahl hatten sie zwar nicht, wir hoffen aber, dass der Weißwein keine Kopfschmerzen verursacht hat 😕 .
Wir haben uns dann kurz aus unserem hauseigenen Kühlschrank gestärkt und uns dabei auf unseren Terrasse den Wind um die Nase wehen lassen. Wie herrlich war das 🙂 .
Den 2. Teil des Tages werde ich versuchen, heute Abend einzustellen 😕 .

Teil 2324. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Nach dieser kleinen Pause hatten wir noch etwas Bewegungsdrang und entschieden uns, den ca. 1 km langen „Lourie Walk“ (Teil von Sabine „Applegreens „Blue Duiker Walk“) zu gehen. Er begann direkt an der Hauptstraße, 5 Gehminuten von unserem Häuschen entfernt und führte uns stetig auf leicht unwegsamem Gelände bergan durch Dschungel ähnlichen Wald. Ich dachte immer mal wieder mit etwas Sorge an die Baboons, die wir am Vortag gesehen hatten. Zu dem Zeitpunkt wusste ich ja leider noch nicht, dass Sabine „Applegreen“ ganze Arbeit geleistet hatte und die Baboons z. Z. wohl traumatisiert irgendwo in Deckung gegangen waren 😮 . Ein sehr schöner Wanderweg mit z. Z. fantastischen Ausblicken auf den Indischen Ozean. Wie schön ist es hier 🙂 !

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Hier haben mich die Mücken, die mich so sehr lieben, wieder gequält 😠 !

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So, nun aber genug mit Bewegung. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen wir auf unserer Terrasse. Stellt euch vor: ein schöne Tasse Kaffee und dann diese Aussicht. Unsere Möwe stattete uns auch wieder einen Besuch ab, in der Ferne sonnten sich Kormorane auf den Felsen. Was für ein schönes Fleckchen Erde 😄 !

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Den Abend ließen wir auf der Terrasse der „DoNos“ ausklingen. Es gab einen zünftigen Braii mit Bratwurstschnecken, Rindersteaks, leckerem Salat und Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen. Fazit zu den „DoNos“: Wir können die „DoNos“ als Braiimaster und bei geselligen Runden uneingeschränkt weiterempfehlen. Der Braii war zu unserer „vollsten Zufriedenheit“ 😘 . Sollten beide irgendeinem Fomi mal in Afrika über den Weg laufen, empfehlen wir, unbedingt eine eventuell ausgesprochene Einladung zum Grillabend anzunehmen. Alles andere wäre dumm 🤩 . Vielen Dank noch einmal dafür, „DoNos“! Es war ein sehr schöner Abend 🙂 .
Vor dem Essen entstanden noch einige schöne Aufnahmen direkt auf den Klippen vor der Terrasse der „DoNos“. Es war eine sehr farbenfrohe Stimmung, nicht ganz von dieser Welt.

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Da es zum Braii erst einen Gin Tonic und danach auch das eine oder andere Glas Wein gab, hatten wir eine anständige Bettschwere und fielen gegen 22.00 Uhr todmüde ins Bett. Morgen wollten wir zum Addo Elefant Nationalpark fahren, um dort mein „Elefantentrauma“ 😮 zu therapieren, aber dazu zu gegebener Zeit mehr.
Gute Nacht.

Teil 2431. Mai 2017

15.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Diesmal war die Nacht sehr ruhig gewesen. Der Wind hatte sich gelegt, und so hatten wir ohne Unterbrechung schlafen können.
Gegen 6.00 Uhr wurden wir wach. Schnell raus aus den Federn. Wir hatten 8 Stunden am Stück geschlafen, das sollte ja wohl reichen 😕 . Das Wetter war bereits jetzt schon mehr als perfekt: strahlend blauer Himmel, keine Wolke zu sehen. Unsere Kommunikation mit Petrus funktionierte wie fast immer hervorragend.
Eigentlich hatte ich mich auf ein gemütliches Frühstück mit meinem Mann gefreut, der hatte aber nichts Besseres zu tun, als ständig nach draußen zu rennen, um, wie er sagte, das „allerletzte“ Foto dieser wunderschönen Landschaft zu schießen 😠 . Na, ja, wer´s glaubt 😮 !

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Selbst die Heide leuchtete bei dem Wetter mehr als bei unserer Ankunft. Was für eine schöne Landschaft! Im Vordergrund sind wohl schon die Ausläufer von Baviaanskloof zu sehen.

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Heute hatten wir eine etwas längere Strecke zurückzulegen. Unser Ziel war der Addo Elefant Nationalpark, und 260 Km, gut 3 Stunden Fahrzeit lagen vor uns.
Als wir die N2 in Port Elizabeth in Richtung Addo Elefant Nationalpark (R335) verließen, kamen wir an einem Township namens „Motherwell“ vorbei. Pure Tristesse. Ich habe hier keine Fotos gemacht, irgendwie war mir nicht danach, aber diesen Ort habe ich als ganz besonders erbärmlich in Erinnerung, wozu mit Sicherheit auch die Steinbrüche, die unglaubliche Staubwolken zu den Bewohnern hinüber wehten, beitrugen. Kinder spielten zwischen den Müllhaufen im Staub mit Autoreifen (einfach fürchterlich das Müllproblem in Südafrika: man entsorgt ihn häufig einfach in der Landschaft, und im Umkreis dieser Townships sieht es durchgängig so aus wie bei unseren Autobahnausfahrten 😠 ), Männer und Frauen saßen vor ihren „Behausungen“, die Türen sperrangelweit auf, damit der Staub auch schön hineinwehen konnte. Ob sie wohl alle Arbeit hatten? Eher nicht, aber wenn, so ging mir irgendwann durch den Kopf, dann sind das die Männer und Frauen, die auf den Plantagen und in den zahlreichen Lodges am Randes des Addo Elefant Nationalparks arbeiten, und dort bekommen sie bestimmt einen Hungerlohn für die schwere Arbeit, die anfällt. Ich werde das jetzt nicht weiter vertiefen, so nach dem Motto: reiche Welt - arme Welt, gerecht - ungerecht, das kennen und wissen wir alles schon, und das wird auch nichts ändern, und noch eine Betroffenheitsbekundung mehr braucht diese Welt schon mal gar nicht, und mit dem Reisen kann man deswegen ja auch nicht aufhören, dann würde ein großer Wirtschaftszweig wegfallen, und es würde sich dadurch ja verschlimmern. Es mag für den einen oder anderen schon leicht zynisch klingen angesichts der Tatsache, dass wir überwiegend in eher hochpreisigen Unterkünften gewohnt haben, aber beim Nachdenken darüber wird man nicht gerade froher, und ich habe es mehr und mehr verstanden, warum viele der Unterkünfte sicherheitstechnisch Festungen glichen. Das haben wir in Namibia so nicht gesehen oder vielleicht übersehen 😕 . Diese Diskrepanz kann schon dazu verleiten, auch mal zuzulangen, wobei das natürlich keine Entschuldigung sein kann. Einzig und allein Bildung – Analphabetismus ist da ein großes Thema - wird ihnen die Chance geben, dieser Trostlosigkeit zu entkommen, eine gute Möglichkeit für unsere jungen Menschen, sich nach dem Schulabschluss für ein FSJ oder ähnlichem dort eine Zeit zu engagieren. Auch kleine Schritte helfen. Wenn ich die Möglichkeit nach dem Schulabschluss damals gehabt hätte, ich hätte es gemacht, aber da war Afrika insgesamt (und es gibt auf diesem Kontinent mit Sicherheit Ecken wo Hilfe nötiger ist als in Südafrika!!!) ein mehr oder weniger „weißer Fleck“ auf der Landkarte. Man ging damals eben in die USA oder nach Australien 😎 , für was auch immer!
Typisches Straßenbild unterwegs: Menschen warten. Auf was, wissen wir nicht!

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So, jetzt die knallharte Überleitung 😈 😐 zu unserem nächsten Quartier, denn dies ist ja ein Reisebericht und keine Reportage über das Elend auf dieser Welt, aber manchmal dürfen ein paar nachdenkliche Worte wohl erlaubt sein 🙂 .
Unser Quartier für die nächsten 3 Nächte war das „Woodall Country House“ https://www.woodall-addo.co.za/, welches mitten in einer großen Zitrusplantage liegt. Sehr herzlich, wenn gleich auch etwas reservierter, geschäftsmäßiger als in Wilderness, wurden wir empfangen. Erst wurden wir herumgeführt und uns die Örtlichkeiten erklärt, und dann versorgte man uns bei einem Begrüßungsgetränk mit allen notwendigen Informationen, die man für ein angenehmes Leben in dieser Lodge benötigte: Essenszeiten, die Möglichkeit der Buchung von verschiedenen Game Drives oder Ganztagesausflügen in Private Game Resorts, Massageangebot etc. Dass man am Abend nicht a la carte speisen konnte, sondern dass es „nur“ ein festes Menü gab, störte uns absolut nicht. Hunger hatten wir immer 😄 😛 😈 . Wir inspizierten die Speisekarte und entschieden uns, jeden Abend hier zu essen. Preis-Leistung schien in Ordnung und um vorzugreifen, war es auch. Zwar hätte die Hauptspeise zweimal etwas besser gebraten sein können, aber schlimm war das jetzt auch nicht, alles absolut noch im grünen Bereich. Die einzelnen Gänge waren immer sehr abwechslungsreich und schön angerichtet, und es hat jeden Abend erneut viel Spaß gemacht, dort zu essen, warum sollen wir da noch großartig etwas anderes suchen. Wir haben aber einige Gäste getroffen, die nicht sehr erfreut waren, dass sie „nur“ Menü essen konnten und die Küche in diesem Punkt nicht sehr flexibel war. Na ja, ich würde mal sagen: meckern auf sehr hohem Niveau.

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Das Gepäck war mittlerweile schon auf unser Zimmer gebracht worden. Sehr groß, mit allem erdenklichen Komfort ausgestattet, inklusive eigenem separatem Außenbereich mit Regendusche. Auch Aircon war vorhanden, und die sollten wir auch die nächsten Tage brauchen, denn es wurde immer heißer 😈 😮 . Hier konnte man es wohl aushalten, und da wir ja gekommen waren, um mein „Elefantentrauma“ 😗 zu therapieren, wollte ich mir gleich die Liste mit den entspannenden Massageangeboten durchlesen und natürlich dann auch Anwendungen buchen 😄 . Das würde meinem vor Angst 😮 total verkrampften Körper bestimmt gut tun 🙂 . Na, haste gedacht. Da hatte mein Göttergatte jedoch andere Vorstellungen. „Was, du willst Massage, och, ne, dass kannst du doch auch zu Hause machen. Da haben wir gar keine Zeit dazu. Wir sind den ganzen Tag von morgens bis abends im Park, das wäre dann blöd, wenn wir so hetzen müssten.“ Das war ja mal wieder typisch Mann, also ich hätte schon Zeit gehabt und hätte das auch nicht als Hetze empfunden, aber Frau gibt dann mal lieber nach 🤨 . Im Nachhinein habe ich mich allerdings gefragt, warum 😕 ?

Vor unserem Zimmer!

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Der eigene private Außenbereich mit Außendusche!

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Teil 2531. Mai 2017

Und weiter geht es hier:

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, beschlossen wir, noch ein wenig auf Pirsch zu gehen. 2 Stunden würden noch gehen. Mal sehen, ob der Park seinem Namen Ehre macht. Ja, ja, mein „Elefantentrauma" 😮 , das galt es endlich zu besiegen. Ich gestehe: Ich bin eine richtige „Bangebüx“ was Elefanten anbelangt. Schon in Namibia 2014 hatte ich bemerkt, dass Elefanten in freier Natur mir einen Heidenrespekt einflößen und ich sie eigentlich nur in gebührendem Abstand „ertragen“ kann 😎 . Das funktioniert aber nun mal nicht immer. Als im KNP im Oktober 2016 urplötzlich, ohne dass wir ihn bemerkt hätten, ein Elefant aus dem Gebüsch direkt auf uns zu gerast kam und wir es so gerade noch schafften, uns in Sicherheit zu bringen, hatte ich eigentlich vorgehabt, nie wieder nach Afrika zu reisen 🙁 . Das geht aber nun gar nicht, und von daher beschloss ich, den Elefanten noch einmal eine Chance zu geben. Man soll sich seinen Ängsten ja immer wieder stellen 😕 , und im Addo Elefant Nationalpark sollten die Elefanten sehr entspannt sein, wie wir gehört hatten. Eine Eigenheit der Addo Elefanten ist, dass deren Stoßzähne im Vergleich zu denen ihrer Artgenossen weiter im Norden relativ klein sind. Bei Kühen fehlen sie meist völlig. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die gezielte Jagd in der Vergangenheit auf Bullen mit großen Stoßzähnen. Sie hatten daher nur geringe Chancen, sich fortzupflanzen. Über den langen Zeitraum führte das zu einer künstlichen Selektion. Um ein wenig vorzugreifen: hier sollte ich die Chance bekommen, direkt in die Augen zweier Elefanten zu schauen, einer vorne, einer hinten an unserer Stoßstange 😮 . Wie das ausging, dazu am übernächsten Tag mehr.
Also, auf ging es. Von der Lodge waren es ca. 15 Minuten mit dem Auto bis zum Parkeingang. Schön war es hier. Sanfte Hügel, grüner Buschwald, es sah gar nicht mal so trocken aus.

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Und dann sah ich ihn, den ersten Elefanten dieses Jahres, ein ziemlich kapitaler Bulle 🤨 . Einsam zog er seine Kreise. Mein Mann, der hinterm Steuer saß, achtete darauf, dass er uns nicht zu nahe kam. Heute sollten wir nur einzelne Elefanten sehen. Ich konnte sie in Ruhe beim Fressen, saufen oder baden beobachten. Anders als im KNP im Oktober herrschte hier an allem wohl kein Mangel. Sie schienen völlig entspannt und kümmerten sich nicht weiter um uns, warum sollten sie auch, denn wir hielten uns an ihre Spielregeln: die Einhaltung eines Mindestabstandes. Und so wie die Tiere konnte auch ich mich langsam entspannen.

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Noch ein paar weitere erste Impressionen aus dem Park, der uns schon jetzt gut gefiel. Wie schön, dass wir hier 3 Tage geplant hatten. So hatten wir wenigstens Zeit.

Vogel Nr. 1: Singhabicht/Pale Chanting Goshawk: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 2: Schildrabe/Pied Crow: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 3: Fiskalwürger/Common oder Fiscal Shrike: danke Konni ("Daxiang")

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Erst kurz vor Schließung des Gates verließen wir den Park. Den Abend ließen wir beim vorzüglichen Diner in der Lodge ausklingen. Eine sehr schöne Atmosphäre, live Klaviermusik, stilvoll gedeckter Tisch, alles sehr gediegen und vor allem sehr lecker 🙂 .

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Morgen sollten wir den ganzen Tag im Park verbringen.
Gute Nacht.

Teil 2604. Juni 2017

16.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Wir hatten hervorragend geschlafen, obwohl ich mir in diesem riesigen Bett manchmal ein wenig verloren vorkam. Uns erwartete ein tolles Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Leider konnte man erst ab 7.30 Uhr Frühstück bekommen, so dass man entweder auf das Frühstück oder auf den ganz frühen Game Drive verzichten musste. Wir entschieden uns für letzteres. Zumindest ein wenig die Annehmlichkeiten dieser tollen Lodge zu nutzen war eigentlich Pflicht, obwohl es schon leicht ein wenig an mir nagte, denn der ganz frühe Morgen ist eigentlich die beste Zeit für Sichtungen.
Wir hatten beschlossen, keinen Game Drive zu buchen, sondern wie immer allein auf Pirsch zu gehen. Dann konnten wir unseren Rhythmus selbst bestimmen. Vor allem wäre es nicht möglich gewesen, so mein „Elefantentrauma“ zu therapieren, denn in der „geschützten“ Umgebung eines Safarifahrzeuges mit einem erfahrenen Guide hätte ich sowieso keine Angst gehabt. Der macht das jeden Tag und kann das schon einschätzen 😎 . Mein Problem war, dass ich unseren Fähigkeiten, die Signale der Elefanten richtig einzuschätzen, noch immer nicht ganz vertrauen konnte, denn es war erst unsere 3. Reise nach Afrika, zwar immer mit Elefantensichtungen, aber…… 😕 . Ich glaube, wir eignen uns einfach nicht für organisierte Gamedrives, zumindest, wenn noch andere Teilnehmer dabei sind. Wir haben ein ganz eigenartiges „Zeitgefühl“ 😮 (manchmal stehen wir für Webervögel 1 Stunde, auch wenn am Schluß kein brauchbares Foto dabei herauskommt), und ob das mit den Wünschen anderer Teilnehmer konform geht, wage ich zu bezweifeln. Am Ende wären wahrscheinlich alle unzufrieden. Der Manger der Lodge hat wirklich seinen ganzen Charme aufgeboten (und das jeden Abend und jeden Morgen), um uns doch noch für eine organisierte Tour zu gewinnen, ohne Erfolg 😐 . Irgendwann in der Vergangenheit hatten wir uns mal dafür entschieden, immer selber zu fahren, solange es möglich ist. In völlig unwegsamem Gelände allerdings würden wir natürlich auch auf die Dienste eines erfahrenen Guides zurückgreifen.
Heute war es frühmorgens schon so warm, dass wir beschlossen, den Tag mit einer ausgiebigen Siesta in der Lodge zu splitten, also eine Ausfahrt morgens und eine abends. Ja, man merkte bereits am Abend zuvor, dass sich das Wetter ändern würde, denn es kühlte sich nicht so ab, wie sonst 🙁 .
Wir sollten wieder viel sehen, und wie ich jetzt schon verraten kann, viele, ganz viele Elefanten, und wer die nicht mag, soll sich jetzt besser ausklinken, denn es wird viele, ganz viele Elefantenbilder geben.
Wir fuhren wie am Tag zuvor wieder über das „Main Restcamp“ in den Park hinein.
Hier einige Impressionen:
Na, was führst du denn im Schilde? Bei näherer Betrachtung bist du ja gar nicht so häßlich 😎 !

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Nilgans/Egyptian Goose mit bezauberndem Anhang

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Elefanten sahen wir gefühlt hunderte. Die folgenden Bilder sind also nur eine " ganz kleine" 😈 Auswahl!
Nach dem Trinken ist ein kleines Pläuschchen ja wohl erlaubt!

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Oh, ist das langweilig! Lass uns lieber spielen!

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Na, dann fang mich doch! Ich lauf schon mal los!

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Gleich hab ich dich!

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Geschafft!

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So, Kinder, jetzt kommt aber wieder zu uns, wir wollen weiterziehen

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Ist da etwa schon wieder jemand ausgebüxt?

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Vogel Nr. 1: Flötenwürger/Southern Boubou: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 2 ? (leider ließ er sich schwer fotografieren 🙁 !) Felsenbussard/Jackal Buzzard: danke Konni ("Daxiang")

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Mittags verließen wir den Park auf der Höhe der Ortschaft Addo.

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Und mal wieder der "fotogene" Müll in den Ortschaften 🙁 !

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Zur Lodge fährt man erst durch diese Zitrusplantage!

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Fast ein Hochsicherheitstrakt 😮 !

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Teil 2704. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Für einen ausgiebigen Lunch war es viel zu heiß. Stattdessen stärkten wir uns mit vielen essbaren „Kleinigkeiten“, die den Gästen dort gratis angeboten werden. Uns hat das völlig gereicht, denn wir wussten ja, was abends auf uns zukam 🙂 . Diner war schon gebucht 😛 .
Eigentlich wollte ich ein wenig im Pool baden, der war jedoch von Gästen belegt, die nichts anderes zu tun hatten, als sich über ihr „stinkendes" (??) Zimmer, den Menüzwang 😮 etc., etc. zu beklagen. Für mich völlig unverständlich, uns gefiel es sehr, sehr gut, und stinken tat es auch nicht 🙂 😄 . Auf solche Gespräche hatte ich keine Lust. Uns ging es prima hier, und dann die schönen Tiere und Elefanten ohne Ende und ich völlig tiefenentspannt. Was gibt es Schöneres? Gar nichts, und um mir die Laune nicht zu vermiesen, machte ich das, was mein Mann schon lange machte: einen ausgiebigen Mittagsschlaf 😛 .
Nachmittags ging es erneut in den Park. Das Thermometer zeigte inzwischen an die 40 Grad 😮 😈 . Und trotzdem gab es viel zu sehen.
Und wieder ganz viele Elefanten 😈 😈 ! Ich gewöhnte mich langsam an sie 😘 !

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Schabrackenschakal/Black-Backed Jackal: wunderschönes Tier!

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Mit ein wenig Phantasie ein Strauss mit 3 Köpfen!

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Um 18.00 Uhr ging es dann zurück zur Lodge, schnell duschen, aufbrezeln und dann ab ins Schlemmerland. Uns ging es hervorragend, und am Ende des Abends sagte mein Mann zu mir: „das Quartier hast du mal wieder prima ausgesucht“ 🙂 .

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Todmüde fielen wir ins Bett. Morgen wollten wir wieder den ganzen Tag durch den Park fahren und sollten dabei den Elefanten ganz schön auf die Pelle rücken 😄 .
Gute Nacht.

Teil 2805. Juni 2017

17.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Der letzte Tag im Addo Elefant Nationalpark brach an, und als wir zum Frühstück gingen war es bereits so heiß, dass wir am liebsten den Tag in der Lodge verbracht hätten und zwar mit Nichtstun 😐 . Der Garten sah so verlockend aus.

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Der Park gefiel uns jedoch so gut, dass wir trotz der Hitze schauen wollten, was es noch so Spannendes dort gab. Wir wussten zwar, dass Elefanten die Hitze nicht so sehr mögen, aber mal schauen, ob wir zum Abschied noch welche zu sehen bekamen. Auch die kleinsten Tiere bereiteten uns viel Vergnügen. Es war schon putzig mit anzusehen, wie die Mistkäfer (Dung Beetles) den Elefantenmist zu Kugeln formten, immer wieder mit der Kugel durch die Gegend rollten und dabei auch schon einmal auf den Rücken fielen 😄 . Diese Tierchen ernähren sich von Elefantenmist und nutzen ihn für ihre Brut. Angeblich, so habe ich irgendwo gelesen, sichtet man sie nur in den Sommermonaten. Wo sie sich während des Winters aufhalten, darüber sind sich die Forscher wohl noch nicht ganz einig.

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Dann mal wieder die üblichen Verdächtigen:

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Und dann unsere 1. Schildkröte 😮 ! Aber die zählt wohl leider nicht 😎 .

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Und diese Sichtung zählt dann wohl auch leider nicht 😈 .

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Vogel Nr. 1: Graukopfrostgans/South African Shelduck: danke Konni ("Daxiang")

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Teil 2906. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Und dann waren da natürlich wieder die vielen Elefanten. Man sah die Herden einfach überall: von weitem bereits durch das offene Gelände ziehend oder auf die Wasserlöcher zugehend. Manchmal betraten sie völlig unverhofft die Piste, man konnte es vorher nicht erkennen, denn es war schon sehr zugebuscht. Sie kümmerten sich liebevoll um den Nachwuchs, und ich gebrauchte zum 1. Mal im Zusammenhang mit Elefanten das Wort „gutmütige Riesen“: den lebhaften Nachwuchs zu bändigen war schon manchmal gar nicht so einfach, und es war ein Erlebnis für uns zu sehen, wie die Halbstarken fast liebevoll wieder „zurecht gestutzt“ wurden. Wenn allerdings gleichzeitig mit ihnen Zebras oder Warzenschweine an einem spärlichen Wasserloch trinken wollten, wurden diese von ihnen erst einmal verscheucht, bis die gesamte Herde getrunken hatte. Als auf einmal mitten durch die Herde ein Springbock auf der Flucht vor einem Rudel Schakale hüpfte (leider, leider kein Foto 😠 , denn das ging so schnell, und der Springbock hat es überlebt 😈 ) brachten sie ihren Nachwuchs erst einmal in Sicherheit. Das gefiel ihnen scheinbar nicht.

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Hey, du, ich bin auch mal dran! Rüssel aus dem "Getränk" 😎 .

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Irgendwann hatte ich meine Angst vor diesen Tieren verloren. Sie hatten an uns kein Interesse. Erstaunlich, wie viel Nähe sie zu den Menschen zuließen. Wir hatten immer zugesehen, uns nicht in ihre Laufrichtung zu stellen, aber immer klappte das auch nicht: wir standen an einem großen Wasserloch und betrachteten diesen Bullen, der sich irgendwann in Richtung unseres vorderen Kotflügels bewegen sollte.

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Gleichzeitig kam auf einmal auch von hinten ein Bulle angetrabt 😮 . Schnell konnte ich noch ein Foto machen, bis ich zur Salzsäule erstarrte 😈 😗 .

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Ich dachte schon, mein letztes Stündchen hätte geschlagen, denn an Flucht war nicht mehr zu denken, das wäre wohl das Verkehrteste gewesen. Und was macht dieser Elefant? Er bleibt auf Höhe des hinteren Kotflügels stehen und ich sehe nur noch ein Auge, das genau beobachtet, was wir machen. Ihm scheint zu gefallen, was er sieht: von uns geht keine Gefahr aus. Er zieht weiter, und ich kann mich entspannen 🤨 🙂
Ausgesehen haben muss das Ganze ungefähr so 🤨 😮 :

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Wir verließen den Park wieder einmal kurz vor Toresschluss. Diesmal wurde unser Auto am Gate sehr gründlich untersucht. Im Kofferraum fanden sie jedoch nur Kekse 😎 .
Ein letztes Diner gönnten wir uns noch in dieser wunderbaren Lodge. Leider sind die Fotos etwas unscharf geworden (lag bestimmt an der Hitze, oder doch am Wein 😕 ?).

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Fazit: Schön war es im Addo Elefant Nationalpark gewesen. Nicht zu voll, und man konnte an den Wasserlöchern in Ruhe die Tiere beobachten. Zu einer anderen Jahreszeit hätten wir auch noch Walfische sehen können, denn der südliche Teil des Addo grenzt an den Indischen Ozean. Der Park hat auch einige schöne, eingezäunte Rastplätze und tolle Lookouts mit weitem Blick über die hügelige Landschaft. Löwen und Nashörner sollen auch dort leben, wir haben sie aber leider nicht gesehen 🙁 .
Das „Woodall Country House“ können wir uneingeschränkt weiterempfehlen: eine wirklich wunderbare Oase der Ruhe, mit allen Annehmlichkeiten (Pool, Spa etc.), die man zu Erholung benötigt. Service und Essen sind von sehr guter Qualität, es gab nichts zu beanstanden. Ich kann nur jedem empfehlen, einen kompletten Tag dort auch einmal mit Nichtstun zu verbringen. Das muss bestimmt eine Wohltat sein. Mir war das leider nicht vergönnt während der 3 Tage, die wir dort verbrachten 😠 , und das ist das Einzige, was ich zu kritisieren habe, und dafür bin ich selbst, bzw. mein Göttergatte 😈 verantwortlich.
Heute gingen wir etwas später ins Bett. Emails schreiben, Fotos sichern, kleine Wäsche mal zwischendurch 😎 , all das will auch erledigt werden.
Morgen wollten wir in den Mountain Zebra Nationalpark fahren, und ich freute mich schon sehr auf das „Cheetah Tracking“, für das ich uns schon über San Parks von Deutschland aus angemeldet hatte. Wenn es nur nicht mehr so heiß wäre 🙁 , ich wusste nicht, wie mein Kreislauf darauf reagieren würde. Wir mussten das einfach mal abwarten, und bei der Reservierung war mir auch versichert worden, dass ich das Cheetah Tracking auch noch am Abend vorher stornieren könnte, denn es gab wohl immer genug andere Leute, die nur zu gerne einspringen würden.
Gute Nacht.

Teil 3009. Juni 2017

18.3.2017: Mountain Zebra Nationalpark:

„Oh, nein“, dachte ich, als ich am nächsten Morgen aufstand. Es war gefühlt noch heißer als gestern und leider auch extrem schwül geworden. Seltsam, es hatte ja Tage nicht geregnet. Und auch der Blick in die Wetter-App versprach nichts Gutes: natürlich wie jeden Tag trocken und sonnig 🙂 , jedoch Hitze mit 40 Grad 😠 .
Nach einem wieder einmal sehr leckeren und abwechslungsreichen Frühstück packten wir die Sachen, und dann schnell ab ins klimatisierte Auto, denn draußen konnte man es schon um 9.00 Uhr nicht mehr aushalten.
Restaurant/Frühstücksraum im Woodall Country House!

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Unser Ziel heute war der Mountain Zebra Nationalpark, wo wir bei SAN Parcs ein „Family Chalet“ für die nächsten 2 Tage gebucht hatten. Der Park wurde 1937 zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Bergzebras, einer Unterart des Zebras gegründet. Ich habe irgendwo gelesen, dass es zu dieser Zeit wohl nur noch 6 Exemplare gegeben haben soll.
Ca. 240 km, gut 3 Stunden Fahrzeit lagen vor uns.
In Cradock, einem beschaulichen Städtchen kurz vorm Parkeingang deckten wir uns mit den überlebenswichtigsten Dingen ein: Kekse, Chips, Bier, Wasser und Wein 😈 . Wir hatten gehört, dass man im parkeigenen Restaurant ziemlich lecker „gutbürgerlich“ essen konnte, jedoch sollte das Restaurant keine Alkoholausschanklizenz mehr haben 🙁 . Na, ja, Lambshanks ohne Rotwein, nicht so der Brüller, und da wir die Südafrikaner als sehr entspannt kennengelernt hatten, wussten wir, dass man uns schon Weingläser geben würde, wir jedoch für den Inhalt selbst zu sorgen hätten.
Schon als wir in den Park einfuhren liebten wir ihn. Grüne Blumenwiesen garniert mit Gnus, Zebras, Straußenvögel etc. und kaum Autos! Wunderschön 🙂.

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Im Westen wird der Nationalpark von dem bis zu 2.000 Meter hohen Bankberg-Massiv eingekesselt, und in diesem Gebirge soll im Winter regelmäßig Schnee liegen. Der im Frühling abtauende Schnee und die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von etwa 390 Millimeter sorgen wohl für ausreichendes Trinkwasser sowie immergrüne Landschaft.

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Teil 3109. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

So weit, so gut, und wir waren auch sehr zufrieden, bis wieder das passierte, was uns bis jetzt immer auf unseren bisherigen Afrikareisen widerfahren war 😠 . Ich mach es dann mal chronologisch, sonst versteht man es nicht:
1. Namibia Mai 2014:
Ein einziger Löwe mit Weibchen, kaum zu sehen!

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2. KNP Oktober 2016:
Diverse Löwen liegend, unerreichbar für gute Fotos. Dann eine Leopardensichtung. Der hatte es sich im Schatten unter einem Baum gemütlich gemacht. Es muss bei „Lower Sabie“ gewesen sein. Wir standen in einer Autoschlange vor einer Brücke, vor uns ca. 20 Autos. Man sah, irgendetwas Spannendes musste dort sein. Meistens sind das dann ja auch Katzen. Nach ca. 30 Minuten 😮 😗 waren wir dann endlich aufgerückt und sahen den Leoparden in weiter Entfernung. Mit dem bloßen Auge war er kaum zu erkennen 🙁 , und nach 5 Minuten drängelte schon der Fahrer des hinter uns stehenden Autos. Ist ja irgendwie auch zu verstehen 😐 .

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3. Mountain Zebra Nationalpark März 2017:
Die Zeit drängte, wir mussten noch einchecken, nur noch ein letztes Foto von einer Antilope.

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Da sahen wir auf einmal 4 Köpfe, ja 4 (!!). Es war ein Rudel von 4 Geparden. Und wo waren die? Natürlich unter einem Baum im Schatten, und anders als im KNP kam nun auch noch hinzu, dass das Gras sehr hoch war. Wir positionierten uns, egal ob wir das Restcamp pünktlich erreichen würden (die würden uns schon nicht rausschmeißen 😐 😕 ), und warteten auf die Dinge, die da kommen würden. Aber was passierte? Gar nichts passierte, sie blieben, wo sie waren. Recht hatten sie, es war auch zu heiß. Irgendwann legten sie sich dann auch noch hin, und man sah gar nichts mehr. So stelle ich die folgenden Fotos auch nur ein, damit ihr versteht, wie wir litten 🙁 😠 😮 . Den 4. Kopf bekam ich nicht mehr mit aufs Foto, er war aber da, und zwar neben dem äußerst linken! Die letzten Beweisfotos haben wir dann wohl aus lauter Frust komplett versemmelt. Aber so kann es gehen 🙁 .

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Also, es gibt sie, die Geparden, und sie sollen sich laut Sichtungstafel im Camp auch meistens in der näheren Umgebung des Restcamps aufhalten, nur uns waren sie mal wieder nicht vergönnt 😠 .
Aller guten Dinge sind (mindestens!!) drei. So viel Pech konnte man eigentlich nicht immer haben, und unsere Entscheidung, unser Glück noch einmal zu versuchen, wurde hier wohl endgültig gefällt. Nachdem wir bereits viele Reiseberichte aus dem Forum verschlungen haben (ich „verschlinge“ immer und teile meinem Mann dann die für meine Wünsche günstige Kurzversion mit 😛 , und bisher war er auch über jedes Endprodukt sehr zufrieden) , glauben wir, dort eine ziemlich große Chance auf Katzensichtungen zu haben.
Der Rest des Tages ist dann auch schnell erzählt. Wir erreichten das Restcamp, was uns auf Anhieb gut gefiel. Es wurden gerade neue Häuser gebaut, was wohl in der Woche ziemlich viel Lärm verursacht. Es war aber Wochenende 😄 , und es sollte absolut ruhig bleiben. Wir sahen auch einen sehr schönen Campingplatz mit Pool. Die Family Chalets sind sehr großzügig geschnitten, mit 2 Schlafzimmern, Bad, großer Küche, Wohnbereich und eigener Terrasse mit Grill, alles sehr wohnlich und vor allem praktisch. Leider gibt es nur ein Foto von der Küche und der Terrasse (aufgenommen am nächsten Tag), der Rest kann aber bei SAN Parcs https://www.sanparks.org/parks/mountain_zebra/ nachgesehen werden.

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Wir entschieden uns dann auch noch schweren Herzens, das „Cheetah Tracking“ für Morgen abzusagen. Es war zu heiß für 4 Stunden Fußmarsch durch gebirgige Landschaft. Die Mehrzahl der Mitwanderer sollte sehr jung sein, und es wäre nicht fair gewesen, wenn wir das Tempo nicht hätten mithalten können 😗 . Am nächsten Abend sollte ich dann erfahren, dass der Walk sowieso wegen des Wetters ausgefallen war. Ja, so kann es kommen. Da macht man sich so viele Gedanken, und dann erledigt sich alles irgendwie von selber.
Diner gab es im Restaurant und zwar Lambshanks, Kartoffelspalten und Butternut zu einem Spottpreis. Wirklich empfehlenswert, wenn man eine „ehrliche“ Küche schätzt. Wir kamen mit einem deutschen Pärchen so um die 70 ins Gespräch. Nach stressigem Berufsleben hatten beide sich in Südafrika neu orientiert. Sie kamen mehrfach im Jahr in diesen Park, der so ganz anders als die üblichen südafrikanischen Nationalparks ist. Eine sehr nette Unterhaltung, Auch die beiden tranken ihren eigenen Wein 😛 .
Als wir nach Hause gingen hatten wir zu 1. Mal in diesem Urlaub einen Himmel, wie man ihn in Afrika erwartet: als würden die unzähligen Sterne auf uns fallen, so niedrig erschienen sie uns, und als ich mich hinlegte, um sie zu betrachten, wurde mir wie immer ganz schwindelig, aber im positiven Sinne 🙂 .
Morgen wollten wir ganz früh aufstehen, vielleicht hatten wir ja doch noch Glück. Ihr ahnt es bestimmt: Geparden sahen wir keine, aber es gab u.a. Erdmännchen und schöne Vögel und, und, und. Langweilig war es nicht!
Gute Nacht.

Teil 3212. Juni 2017

19.3.2017: Mountain Zebra Nationalpark

Der Wecker ging bereits um 5.00 Uhr. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, so dachten wir und wünschten uns natürlich Gepardensichtungen, was sonst 😎 . Mit Katzen waren wir wahrlich noch nie auf unseren Afrikareisen gesegnet gewesen.
Nach einem schnellen Frühstück ging es dann auch schon los. Das Wetter in der Früh war einfach nur herrlich. Eine leichte Vliesjacke war nicht einmal zu warm. Leichter Morgendunst lag in der Luft, ja, der Herbst war nicht mehr weit. Im Laufe des Tages sollte es allerdings wieder so heiß werden, dass es kaum auszuhalten war.
So fuhren wir abseits der Hauptpiste durch die schöne Landschaft.

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Schon bald sahen wir die ersten Tiere.
Red Hartebeest

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Und plötzlich bewegte sich etwas im glitzernden Gras. Da war doch was? Und dann sahen wir sie, und da wir nicht in einer Gruppe fuhren, konnten wir sie solange betrachten wie wir wollten. Ich glaube, wir standen wohl 1 Stunde an dieser Stelle. Die Erdmännchen waren einfach zu possierlich. Es ist immer wieder lustig mit anzusehen, wie erwachsene Menschen angesichts dieser Tiere wieder zu Kindern werden und Worte wie „oh, wie süß“, „oh, wie niedlich“ von sich geben. So, jetzt kommt eine Bilderflut dieser Tierchen:
Na, wer stört denn da unsere Morgenruhe?

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Jetzt hat es auch der Letzte kapiert, dass sie beobachtet wurden!

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Oh, was bist du süss!

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"Synchronstehen" 😄 !

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Das war doch schon mal ein schöner Anfang. Kurze Zeit später dann diese Vogelsichtung. Den hatten wir auch noch nicht gesehen.
Vogel Nr. 1: Kronenkiebitz/Crowned Lapwing: danke Friederike ("CuF"), Lothar ("Elde") und Maddy für euer Teamwork.

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Es gab überhaupt im Lauf des Vormittages für uns noch einige schöne Vogelsichtungen, jedoch muss ich noch sehr viel üben, diese auch richtig aufs Bild zu bannen. Den ersten kann man noch bestimmen, der 2. Vogel flog bereits nach dem 1. Schuss davon. Mein Tele hatte da keine Chance 😠 .
Vogel Nr. 2: Spornpieper/African Pipit: danke Maddy und Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 3: Graukopfsperling/Southerm Grey-Headed Sparrow: danke Maddy und Konni ("Daxiang")

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An einem kleinen See eifrige Webervögel, die aber auch alle zu schnell für ein gutes Foto waren 😠 .

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Dann wieder die üblichen Verdächtigen, die sehr fotogen für uns in dieser zauberhaften Landschaft possierten.

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Na, wonach hältst du denn Ausschau?

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Eine große Gnuherde. So schön in dieser Landschaft!

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Dann noch dieser schöner Vogel.
Vogel Nr. 4: Schreiseeadler/African Fish Eagle: danke Friederike ("CuF") und Maddy

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Und die beiden trafen wir auch noch! Da sind die Ohren ja größer als der ganze Kopf 😎 !

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Zum Abschluss des Morningdrives dann noch Baboons, die ich so gar nicht leiden kann.

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Wir sollten diese Species dann auch bald im Restcamp vorfinden, und zwar sitzend vor dem Chalet eines (wie uns am Abend die Rezeptionsdame sagte) sehr alten Ehepaares in den Neunzigern (!!). Die Tür stand sperrangelweit auf, und die Baboons hatten bereits den Inhalt des Kühlschrankes nach außen befördert 😈 . Ich konnte nur sehen, dass es zum Mittagessen Toastbrot mit Obst gab 😉 . Nicht so schön. Ein Foto habe ich leider nicht mehr gemacht, so schade im Nachhinein. Wir fuhren dann wieder zur Rezeption, und ich ging hinein um zu petzen 😈 😈 😈 🙂 . Ne, da kannte ich gar nichts. Uns fehlt noch die Routine beim Verjagen von Baboons, sonst hätten wir es selbst erledigt. Wären sie nicht am Fressen gewesen, so hätten wir mit Sicherheit keine Hilfe gebraucht, aber so….. 😕 ?? Typisch norddeutsche Bangebüxen.
P.S. Ich wiederhole mich noch einmal: Baboons sind auch Lebewesen und optisch auch sehr beeindruckend, doch "respektieren" sie manchmal uns Menschen nicht ausreichend 😐 . Ich nehme den Tieren ja auch nicht ihre Nahrung weg 😎 .
Den Mittag verbrachten wir erst auf der Terrasse (siehe auch Bild vom Vortag), und dann schliefen wir auch noch ein Stündchen, bei dem Wetter und auch sonst 😄 völlig normal.
Was für ein Blick von unserer Terrasse!

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Seitlicher Blick von unserer Terrasse!

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Teil 3313. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Nachmittags ging es natürlich wieder auf die Pirsch.
Gleich zu Beginn diese schönen Raubvögel. Ich ertappte mich dabei, dass ich immer mehr in die Höhe als in die Weite oder an den Boden schaute. Majestätische Tiere.
Vogel Nr. 5: Turmfalke/Rock Kestrel: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 6: Juveniler Gaukler/Bateleur: danke Konni ("Daxiang")

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In der Folge dann wieder Gnus, Zebras, Springböcke, immer wieder schön. Uns wurde nicht langweilig, und ihr müßt es mit erneuten Fotos ausbaden 😈 😈 .

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Oh, wie lieb habe ich dich!

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Dann kamen wir an einen See, der Nachmittag war schon sehr weit fortgeschritten. Viel Zeit blieb uns leider nicht mehr 😠 . Eine Bilderbuchlandschaft. Die Tiere waren jedoch zu weit weg für anständige Fotos. Die beiden kleinen weißen Punkte im Vordergrund habe ich mal versucht, ran zu zoomen. Mehr war leider nicht drin 😎 .

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Vogel Nr. 7: Schwarzkopfreiher/Black-headed Heron: danke Konni ("Daxiang")

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Ein hübscher Reiher und ein schöner Vogel mit langem Schwanz (leider auch wieder unscharf, er flog schnell weg) kam bzw. flog uns auch noch vor die Linse.
Vogel Nr. 8: Graureiher/Grey Heron: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 9: Dominikaner Witwe/Pin-tailed Whydah: danke Konni ("Daxiang")

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Zu Abschluss dieses schönen Tages gab es dann noch einmal Erdmännchen. 5 Minuten hatten wir sie noch in der Abendsonne, dann wurde das Licht zum Fotografieren leider schlechter. Aber wir freuten uns wieder wie die Schneekönige.
Oh, da ist aber jemand schüchtern 😎 !

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Die allerletzte Sichtung für heute sollten grüne Meerkatzen sein, wahrlich hübsche Tiere.

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Danach ging es leider zurück ins Camp, bevor man uns am Ende nicht mehr hineinließ 😮 . Schnell den Dreck des Tages abduschen und dann ab zum Essen ins Restaurant. Die Rezeptionsdame rief uns herbei und bedankte sich fürs Petzen. Das alte Ehepaar hatte sich wohl im Haus verbarrikadiert und war dann auch erleichtert, als schnelle Hilfe kam. Wir sollten es im Restaurant dann auch sehen. Die beiden waren wirklich sehr alt und auch nicht mehr gut zu Fuß. Liebevoll stützten sie einander. Respekt! Wie die wohl noch so eine Reise machen können? Schön, so lange eigenständig aktiv bleiben zu können.
Zum Abschluss des Tages gab es dann wieder wie gestern Lambshanks mit Beilage und natürlich „importierter“ Rotwein 😎 . Warum was anderes nehmen, wenn es gestern sehr gut war, denn die Speisekarte war doch sehr übersichtlich. Beim Nachhauseweg dann wieder dieser Wahnsinnshimmel. Schade, wir wussten, dass wir diese Lichtverhältnisse auf unserer Reise nicht wiederbekommen sollten 🙁 , denn ab da würden wir immer in Ortschaften oder am Rande einer Ortschaft übernachten.
Fazit: beim Fahren durch diese herrliche Landschaft ging mir das eine oder andere Mal durch den Kopf, dass dieser Ort für Burn-out geplagte Menschen eigentlich den Psychologen ersetzen könnte. Ich glaube, das sagt schon alles. Gänzlich anders als in den anderen Nationalparks, die wir bis dato kannten, war es: ruhig und beschaulich, und doch hatten wir so viel gesehen 🙂 .
Müde waren wir, es war ein sehr heißer Tag gewesen. Ab ins Bett, Morgen war ein neuer Tag, und da sollte es in den Camdeboo Nationalpark und anschließend zum Übernachten ins Karoostädten Graff-Reinet gehen. Das traurige Thema der Apartheid sollte uns dort wieder begegnen.
Gute Nacht.

Teil 3415. Juni 2017

20.3.2017: Camdeboo-Nationalpark und Graaff-Reinet

Heute hieß es Abschied nehmen von diesem wunderbaren Nationalpark. Schön war es hier gewesen, und ein wenig traurig waren wir schon 🙁 .
Unser nächstes Ziel war der Camdeboo Nationalpark, übernachten wollten wir aber in Graaff-Reinet, ein paar Kilometer entfernt.
Es war immer noch so heiß 😗 , und hier in den Bergen hatte es sich zumindest in der Nacht abgekühlt, und wir konnten wenigstens schlafen. Wie mochte es jedoch bloß in Graaff-Reinet mitten in der Halbwüste Karoo werden 😕 ? Genug der Heulerei, wir würden es schon früh genug sehen.
Schon um 5.00 Uhr klingelte der Wecker. Wir wollten zügig die kurze Tagesetappe von knapp 140 km zurücklegen, denn in den Morgenstunden sollte es wohl noch halbwegs erträglich sein. Unterwegs sahen wir viele private Game Reserves, alle komplett eingezäunt wegen des vielen Wilds. Hier sah ich auch meine erste und einzige Giraffe (leider kein Foto) in diesem Jahr 😠 .

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Bereits gegen 9.00 Uhr erreichten wir das Gate zum Nationalpark.

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Als wir das Permit holen wollten, hatten wir den Eindruck, den Ranger aus seinem Tiefschlaf zu erwecken. Besucher kamen hier wohl nicht so oft. Schön für uns, wir mochten die Einsamkeit. Damit uns nicht langweilig wurde hatte ich im Vorfeld folgende Seite abgespeichert. Es gab sehr viel zu tun für aktive Menschen https://www.sanparks.org/parks/camdeboo/tourism/activities.php.
Es war schon jetzt über 30 Grad heiß 😈 😮 , und daher entschieden wir, erst einmal dem „Valley of Desolation“ (Tal der Trostlosigkeit), der Hauptattraktion dieses Parks, einen Besuch abzustatten, den Rest würde man dann sehen. Schon die Anfahrtstrecke war den Ausflug wert. Zuerst stieg die Straße (asphaltiert) entlang eines kleinen Tales sehr steil an. Nach ca. 6 km hatte man dann einen tollen Ausblick über das fast 500 m tiefer gelegene Graaff-Reinet und die Camdeboo-Ebene. Nach weiteren 3 km erreichte man den Parkplatz, von dem aus man nach ca. 5 Minuten zu den Aussichtsplattformen gelangte. Entlang der Klippen gab es einen kleinen Rundwanderweg, von wo aus man herrliche Ausblicke über die zerklüfteten Felsen und die weite Karoo-Ebene hat. In der Ferne sah man immer wieder die seltsam aussehenden aufragenden „Karoo Koppies“. Am nächsten Tag sollten wir auf unserem Weg in den Karoo Nationalpark davon noch viele mehr sehen, sehr beeindruckend. Weniger schön war, dass mir dort mein Mann abhanden kam, zwar nur für 1 Stunde, aber ich begann, mir schon ernsthaft Sorgen zu machen. Auf einmal war er weg. Wie sich später herausstellen sollte, war er einfach abgebogen und ich wohl weitergegangen. Dort hatte er dann beim Fotografieren einfach die Zeit vergessen 😐 , behauptete er zumindest 😕 . Er war einem Kriechtier hinterher gepirscht 😮 . Verstehen kann ich es schon ein bisschen, ich liebe diese Tiere auch sehr.

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Schöne, zarte Flora!

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Da ungefähr müssen mein Mann und ich uns verloren haben 😠 !

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Und das war der Grund, warum er erst nach 1 Stunde wieder auftauchte 😮 ! Ist das eine Agame?????

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Ein wunderschöner Picknickplatz. Man musste jedoch aufpassen, dass man dort nicht austrocknete 😈 , so heiß und inzwischen windig 😮 war es mittlerweile geworden!

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Teil 3516. Juni 2017

Und weiter geht es hier.

Mittlerweile war es schon 13.00 Uhr und unerträglich heiß. Wir beschlossen, einen Break zu machen, und wo könnte man das wohl am besten? Na, klar, in einem schönen Bettchen mit Klimaanlage. So probierten wir unser Glück, ob wir schon einchecken konnten. Konnten wir, denn unsere Wirtin Frau Reinette te Water Naude vom „Somerset Stables“ http://somersetstables.co.za/, mitten in Graaff-Reinet gelegen, hatte unser Zimmer schon vorbereitet. Es war möbliert mit Möbeln aus ihrer Kindheit, sehr charmant, und trotzdem ganz modern mit Aircon und modernem Bad. Das ganze Anwesen, eine ehemalige Scheune, war sowieso sehr „gediegen“. Der eine würde sagen „furchtbar kitschig“, der andere würde sagen „gemütlich“, uns war es egal, wir fühlten uns einfach nur wohl. Die Dekoration erinnerte an längst vergangene Zeiten, fast als sei die Zeit stehengeblieben.

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Dort war es mit Sicherheit erholsamer als in der heißen Stadt!

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Unser Zimmer, sehr stylisch!

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So eine herzliche Aufnahme findet man nicht so häufig. Ich glaube, sie hat nur 3 oder 4 Zimmer zu vermieten, also alles recht entspannt. So etwas mögen wir. Ich machte Siesta, mein Mann ging auf Fotosafari in die Stadt. Komplett verrückt bei dem Wetter 😮 . Wir hatten Temperaturen von über 40 Grad. Um 16.00 wollte er zurück sein, und dann wollten wir noch einmal zusammen gehen. Die Zeit überbrückte ich nach dem Schläfchen mit einem netten Gespräch mit unserer Wirtin. Sie zeigte mir das Haus, und ich fragte sie, warum dort so viele Fotos von ihr mit P.W. Botha und Nelson Mandela hingen? Für alle, die es nicht wissen: Botha war der letzte strenge Verfechter der Apartheid während seiner Amtszeit als Präsident von Südafrika, obwohl er wohl schon Lockerungen einführte in punkto Mischehe und sich auch mit Nelson Mandela, der damals noch im Gefängnis saß, traf. Mit Herrn Botha war sie nach Abschaffung der Apartheid, also nicht während dessen Amtszeit, verlobt (der Altersunterschied von beiden war ca. 35 Jahre) und hatte wohl von ihm zahlreiche Liebesgaben erhalten, u.a. Dinge, die er selbst als Staatspräsident von ausländischen Staatsoberhäuptern bekommen hatte. Wirklich beeindruckende Sachen. Ich erinnere mich nur an einen riesigen Pokal, den der König von Jordanien Herrn Botha geschenkt hatte, und der stand nun bei Reinette im Wohnzimmer 😗 . Interessanter waren die handsignierten Zeichnungen von Nelson Mandela, den sie durch ihren Verlobten kennengelernt hatte. Auch die hingen einfach so rum. Ich habe Reinette dann mal zum Spaß "gegoogelt", und es stimmte, was sie erzählt hatte. Zeitungsartikeln aus dieser Zeit konnte ich entnehmen, dass sie, als es nach Ende der Apartheid zur Anklage wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen gegen Botha kam, während des Prozesses in Johannesburg an seiner Seite war. Ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, aber ihre Geschichten aus dieser Zeit waren sehr, sehr interessant, jedoch auch absolut ohne Kritik für das damalige System. Die Verlobung ging dann irgendwann in die Brüche, da deckte sich ihre Version nicht mit der gegoogelten „offiziellen“ Version 😗 (ob die stimmt, wissen wir ja auch nicht 😕 ), aber auch egal, sie war trotzdem sehr sympathisch, und die Unterkunft können wir ruhigen Gewissens uneingeschränkt weiterempfehlen. Eine wirklich interessante Frau.
Wohnzimmer/Esszimmer: das muss man erst einmal aushalten 😈 😉 . Wir haben, und zur Belohnung gab es am nächsten Morgen ein sehr leckeres Frühstück 😘 .

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Handsignierte Zeichnung von Nelson Mandela. Angst vor unehrlichen Gästen schien sie nicht zu haben. Der Haushund war auch eher winzig und verfügte über keinerlei Autorität 😄!

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Mein Mann kam wieder, sah auf Grund der Hitze zwar ein wenig derangiert aus 😈 , bestand aber darauf, mit mir den versprochenen Gang durchs Städtchen zu machen.
Reinette hatte uns erzählt, dass die Stadt ca. 200 Gebäude hat, die unter Denkmalschutz stehen. Unter ihnen befinden sich Bauten aus allen Zeitepochen, zumeist erbaut im kapholländischen Stil. Hauptwirtschaftszweig dieser Region ist auch heute wohl noch die Zucht von Angoraziegen und Merinoschafen. Wir wunderten uns über die vielen hübschen Gästehäuser in dieser ansonsten eher verschlafen wirkenden Stadt. Reinette erzählte uns, dass das 2. Standbein für die Farmer mittlerweile die Jagd wäre und dass der Hauptanteil der Touristen, die die Tiere „just for fun“ schießen wollten, dafür extra aus den USA einfliegen würden. Auch wenn ich mir jetzt den einen oder anderen Feind mache: ein einfach nur scheußliches Hobby 🙁 . Dass wir am nächsten Tag Informationen dafür aus 1. Hand erhalten würden, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn dann hätten wir sicherlich unsere nächste Unterkunft storniert 😠 .
Nun ein paar Impressionen aus Graaff- Reinet ohne Kommentar. Das Städtchen schien wie ausgestorben. Die ersten Fotos sind von meinem Mann, da lag ich ja noch im Bett 😛 .
„High Noon“ in Graaff-Reinet:

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Die holländisch reformierte Kirche!

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Den warmen Pullover hätte ich auch mal besser angezogen 😈 . Vielleicht hätte ich die Hitze dann besser ertragen 😉 ?

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Ein hübsches Gästehaus!

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Abends gingen wir zu Fuß ins „Polka“, wo Reinette uns einen Tisch reserviert hatte. Auch dieses Mal trafen wir kaum Menschen und dachten schon, wir wären die Einzigen in dem Lokal, aber siehe da, der Laden war voll. Geselligkeit scheint dort nur hinter geschlossenen Türen statt zu finden 😮 , obwohl die Straßen dort sehr sicher sein sollten, wie Reinette uns versicherte. Das Essen war sehr lecker, Preis-Leistung völlig in Ordnung. Es gab mal wieder Lamm, was auch sonst in der Karoo!

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Anschließend schlenderten wir noch ein bisschen durch die menschenleeren Gassen, ein komisches Gefühl 🤨 , denn es war noch nicht sehr spät, so ca. 21.30 Uhr. Auch bei Reinette im lauschigen Garten war alles mucksmäuschenstill, und so wollten wir nicht stören und gingen ins Bett.
Gute Nacht.

Teil 3620. Juni 2017

21.3.2017: Karoo Nationalpark

Und schon wieder war ein weiterer Urlaubstag vorbei. Schade, unsere Reise neigte sich langsam dem Ende zu. Nur noch 4 Nächte hatten wir vor uns, davon leider bloß noch einer in einem Nationalpark.
Wir hatten auf unseren Afrikareisen schnell gemerkt, dass dieses „auf die Pirsch gehen“ einen ganz besonderen Reiz auf uns ausübte. Im KNP im vergangenen Oktober und im Etosha im Mai 2014 hatten wir es schon geliebt, und nun waren wir gänzlich überzeugt, dass diese „Sache“ 🤩 in Zukunft häufiger Bestandteil unserer Urlaubsreisen werden würde. Wir freuten uns immer wie die Schneekönige wenn wir eine schöne Sichtung hatten und wenn sie noch so klein war. Im Karoo Nationalpark sollten wir dann endlich auch wieder einmal die Oryxantilope 🙂 sehen, das Tier, welches unser ständiger Begleiter während unserer Namibiareise war und das wir sehr im KNP vermisst hatten. Die Oryx scheint diese trockene Halbwüste zu lieben. Auch sollten wir zum ersten Mal Schildkröten 😘 🙂 in freier Natur vor die Linse bekommen, und zwar so viele, dass wir gar nicht wussten, wohin wir zuerst gucken sollten. Und wir lernten, dass sie gar nicht so langsam waren, wie wir immer gedacht hatten.
Aber zuerst gab es mal bei Reinette ein tolles Frühstück, mit viel Liebe zubereitet. All ihre Gäste saßen um einen rechteckigen Tisch. Mit einem südafrikanischen Paar, welches jedoch in England lebte und auf der Durchreise nach KwaZulu Natal war hatten wir ein angeregtes Gespräch über die aktuelle südafrikanische Politik und natürlich über den Brexit. Sehr sympathische Menschen, ganz anders als die, die wir an jenem Abend bei „Millers Thumb“ in Kapstadt getroffen hatten. Aber, wer weiß, wenn die Alkohol getrunken hatten……. 😈 😮 , vielleicht waren die dann auch so schräg drauf 😕 ??
Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung -ich war ein wenig traurig, schon aufbrechen zu müssen- galt es erst einmal die relativ kurze Anreise von gut 200 km zu meistern. Auf der gut ausgebauten Straße ging es schnell voran. Rechts und links Weideland für die Karooschafe, lediglich hier und da kleine Häuschen, meistens Unterstände für die Schafe oder kleine Hütten für die Hirten. Einzige Abwechslung waren die hübschen Windräder, die das Vorhandensein von Wasser signalisierten, und dort gab es dann auch immer die größten Schafherden.

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Diese Aussicht war auch nicht wirklich spannender!

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Wo dieser Ausflug wohl endet? 😎

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Im Hinterland die typischen Karoo „Koppies“, sehr malerisch anzusehen.

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Leider begann es sich langsam zuzuziehen. Meckern durften wir darüber natürlich nicht, denn der Wettergott war uns die ganze Zeit sehr wohlgesonnen gewesen. Und auch heute sollte es bis auf 20 oder 30 Tropfen Regen am späten Nachmittag trocken bleiben. Nur auf den Fotos machte sich die Landschaft natürlich nicht so gut wie bei strahlendem Sonnenschein.
Schon nach gut 2 Stunden erreichten wir unsere Unterkunft für diese Nacht, die „Lemoenfontein Game Lodge“ http://www.lemoenfontein.co.za/ , und das war die erste Unterkunft, mit der wir nicht wirklich warm wurden. Das Zimmer war ganz okay, großzügig geschnitten, mit nagelneuem Bad und eigenem Aussitz. Einen Pool gab es auch, aber irgendwie sprang der Funke nicht über, und wir haben auch kein Foto vom Zimmer gemacht. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Begrüßung schon eher mau war. Ein bisschen kamen wir uns wie Eindringlinge vor, die Dame an der Rezeption wirkte jedenfalls sehr gelangweilt. Die Besitzer der Lodge sollten wir abends noch kennenlernen, und die waren wirklich sehr, sehr nett und um ihre Gäste bemüht. Uns war es egal, wir würden sowieso Morgen früh wieder abreisen.

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Eine sehr gepflegte Anlage!

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Nach einem leichten Lunch auf der Außenterrasse der Lodge mit fantastischem Blick auf die Karoo brachen wir dann auf, den Karoo Nationalpark zu besichtigen. Die DoNos hatten uns die Fahrt auf den Klipspringerpass empfohlen. Die Landschaft sollte wirklich gigantisch sein.
Auf dieser Terrasse saß man herrlich! Was für eine Aussicht!

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Webervogel bei der Arbeit!

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Ich trau mich jetzt einfach mal : Guineataube??? Bitte um positive Antwort 😎 ! Nachtrag 22.6.2017: "Bingo, Konni ("Daxiang") hat meine Vermutung 😉 bestätigt !

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Gut 10 Minuten mussten wir fahren, dann hatten wir das Gate zum Nationalpark erreicht.

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Knapp 6 km lang ist die Passstraße, die sehr gut zu befahren ist, da sie geteert ist. Herrliche Ausblicke, wie wunderschön war die Landschaft hier und das sogar bei bedecktem Himmel.

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Teil 3720. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Danach fuhren wir zum Restcamp. Wir wollten mal sehen, was uns entgangen war, denn wir hatten hier leider nichts mehr bekommen. Ja, so hätten wir wohnen müssen, da hätten wir abends schön vor unserem Häuschen auf der Veranda sitzen können mit Wein und afrikanischem Sternenhimmel. Na, ja: dumm gelaufen 🙁 . Ein wirklich schönes Restcamp.

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Bekannt ist der Park auch durch die vielen Fossilienfunde, teilweise bis zu 300 Millionen Jahre alt, die im Sedimentgestein hier rund um Beaufort West gefunden wurden. Ein 400 m langer „Fossil Trail“ gibt Einblicke in die Geologie und Paläontologie der Großen Karoo. Wir sahen sehr gut erhaltene Skelette und Versteinerungen von Sauriern.

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Typische Vegetation in der Karoo!

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Zeit für einen kleinen Game Drive hatten wir natürlich auch noch.
Richtung Gate waren einige hübsche Loops, die wir auch mit unserem Wagen befahren konnten, der Rest war nur für 4X4 Fahrzeuge 😠 .
Schöne Sichtungen, u. a. so wie bereits eingangs erwähnt, Oryxantilopen und Schildkröten.

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Dann einige wirklich sonderbare Sichtungen, was konnte das nur sein 😗 😗 ?

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Im Profil!

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Frontal!

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Ach ja, ist doch ganz einfach 😄 !

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Uns gefiel dieser Park außerordentlich gut, schön ruhig, und doch gab es viel zu sehen. Auch Löwen soll es dort geben, und im letzten Jahr ist sogar mal einer ausgebüxt und durch Beaufort West marschiert 😮 . Es dauerte, so glaube ich, geraume Zeit, bis man ihn wieder eingefangen hatte.
Noch eine letzte Impression aus diesem Park auf dem Heimweg zur Lodge!

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Leider ging auch dieser Tag irgendwann zu Ende, und wir mussten uns ziemlich beeilen, es rechtzeitig zum Diner, welches wir schon von Deutschland aus gebucht hatten, zu schaffen. Es wurde in Form eines Buffets angeboten, Vorspeise und Nachspeise wurden am Tisch serviert. Für 235 ZAR/Person konnte man natürlich keine Gourmetküche erwarten, aber „schlecht“ konnte man das nun auch nicht nennen.
Die Lodge schien recht gut gebucht zu sein. Ich war jedoch die einzige Frau, und das verwunderte mich ein wenig. Aufklärung brachte dann das Gespräch mit unseren Tischnachbarn. Einzige Aktivität in dieser Ecke ist die Jagd. Nun, denn, das gibt es auch bei uns in Deutschland, „Hege und Pflege“ 😐 nennt man das, glaube ich, und manchmal muss das auch sein. Ich wollte der Sache einmal auf den Grund gehen, und als der Manager an unseren Tisch kam, um uns zu begrüßen, fragte ich ihn, wie und wo man denn so etwas buchen könnte. Er war leicht irritiert und fragte, warum ich (Frau) das denn unbedingt wollte. Ich schaltete schnell um und erklärte ihm, dass ich natürlich für meinen Mann und dessen Geschäftspartner anfragen würde. Da begann er sogleich ein angeregtes Gespräch mit meinem Mann, und am Ende verabredeten beide, dass ihm ein Angebot via Email unterbreitet werden würde.
Die Jagd ist ja nicht gesetzeswidrig und, wenn man der Email Glauben schenkt, scheint man auch Schonzeiten einzuhalten, d.h., wenn die Weibchen ihren Nachwuchs säugen, und man schießt wohl auch nicht aus dem offenen Wagen, sondern nähert sich dem Wild zu Fuß, und es sind auch wohl Berufsjäger dabei, also alles „ganz ordentlich normal“ 😐 , jedoch die nackte Preisliste hat mich dann doch ziemlich, noch milde ausgedrückt, entsetzt 😠 .

Game available and Rates US$
Please note that as a season progresses it can become necessary to delete species on the list below. For example when the Kalahari Springbuck are kidding we stop hunting them to give them an opportunity to settle down with their lambs.
Kalahari Springbuck 550
Impala 725

Black Springbuck 625
Gemsbuck 1250
Blue Wildebeest 900
Black Wildebeest 950
Red Hartebeest 1200
Cape Kudu 1450

Cape Eland 2000
Warthog 350
Ostrich 350
Baboon 50
Giraffe* 3000
Burchell Zebra* 2000
White Springbuck* 800

Four Horn Sheep* 350
Vaal Reedbuck 1200
Fallow Deer* 600

• Not available on Lemoenfontein Farm, but on neighboring farms or farms in the immediate area.


Das sind die Preise nur fürs Schießen, Preparation und Fleisch kosten dann noch extra. Einige mögen jetzt denken: „diese dämliche, dumme Frau! Gejagd hat die Menschheit doch schon immer." Es ist jedoch so, dass auf diesen „Game Lodges“ die Tiere zum Großteil dafür gehalten werden, damit zahlende Touristen sie erlegen können, also zum Vergnügen. Das Fleisch interessiert diese Jäger nicht, lediglich die Trophäe. Weil die Einfuhr von Jagdtrophäen als Privatvergnügen und somit als nicht kommerziell gilt, ist sie von Handelsverboten meist ausgenommen und mit Genehmigung legal - auch in Deutschland.
Ich bin auf dem Lande groß geworden, und dort gab es teilweise sehr große Jagdgebiete, aber, soweit ich mich erinnere, schoss man im Herbst, um das Fleisch zu essen und meine Mutter legte es dann ein. Den wunderbaren Geruch habe ich jetzt noch in der Nase. Jagd diente der Nahrungsbeschaffung.
Damit das absolut klar ist, all dies ist völlig legal, und ich habe da nicht drüber zu befinden, ob es nun moralisch okay oder verwerflich ist, es ist ein Teil des afrikanischen Tourismus und als solcher ist auch die beigefügte Preisliste zu betrachten und zu bewerten, wobei, wenn ich es mir so recht überlege, wird mir doch ein wenig übel 🤢 ! Ich habe immer gedacht, dass Giraffen vom Aussterben bedroht sind, aber vielleicht ist das Schießen dieser Lodgegiraffen ja okay 😕 , denn sie werden ja extra für den Tourismus produziert 😐 , oder ?
So, knallharter Break jetzt 😈 : wir wollten sehr früh aufstehen und gingen daher zeitig ins Bett! Irgendwie fühlte ich mich an diesem Ort ein wenig deplaziert 😐.
Morgen sollte das Wetter wieder hervorragend sein. Um zu unserem nächsten Ziel, Franschhoek, zu gelangen, hatten wir eine Strecke von 438 km zu bewältigen, und das war mal nicht gerade eine Kleinigkeit, da wir ja ständig halten mussten, um zu fotografieren.
Gute Nacht.

Teil 3822. Juni 2017

22.3.2017: Franschhoek

Die letzten Tage sollten ziemlich dekadent und auch ein wenig „snobby“ werden. Und das uns, wo wir es doch eigentlich eher „schlicht“ lieben und schon immer schlechte Laune bekommen, wenn vor oder während einer Weinprobe immer dieses ganze „Gedöns“ zelebriert wird. Wir wollen das Produkt testen, und das geht auch ohne Bimbamborium 🤩 !
Eigentlich machten wir die nächsten Tage auch nichts anderes als vorher, nämlich durch die Gegend fahren und viel wandern. Ich kann nur jedem sagen, das Wandern in Franschhoek ist sehr empfehlenswert. Da gibt es ein paar Wanderwege, die sind wirklich vom Feinsten. Man kann z. B. im „Mont Rochelle Nature Reserve“ wandern oder über den Franschhoek Pass fahren und die tolle Aussicht genießen. Kann man alles machen, machten wir aber nicht 😈 . Wir entschieden uns, an beiden Tagen durch die Weingüter zu wandern. Das kommt praktisch einer Studienreise gleich. Wir kennen jetzt fast alle bedeutenden Weingüter in Franschhoek, wissen, was es alles so für Rebsorten gibt, haben gelernt, wie man es schafft, 5-6 Weinproben pro Tag anständig über die Bühne zu bringen und am Abend immer noch fit zu sein 😄 und haben uns dazu noch den ganzen Tag an der frischen Luft bewegt. Alles in allem zwei sehr sportliche Tage 😉 .

Aber, halt stopp, wir waren ja noch in der Karoo, und Franschhoek ist ja noch ziemlich weit entfernt. Also, erst einmal der Reihe nach.

Wir hatten geglaubt, dass das gestrige Gewitter, das irgendwo in der Karoo gewütet hatte, die Luft gereinigt hätte. Die Blitze konnten wir von der Restaurantterrasse am Abend vorher sehen. Aber falsch gedacht, irgendwie war es noch heißer und vor allem schwüler geworden 😠 .
Also schnell frühstücken, was auch nichts machte, denn das Frühstück war nur für diejenigen der Brüller, die Wabbeleier und -zugegebenermaßen nur leicht- angebrannten Toast mögen, und dann auf nach Franschhoek.
Fazit zur Lodge: ich schiebe noch eins hinterher, damit kein falscher Eindruck entsteht. Zimmer und Gesamteindruck der Räumlichkeiten der Lodge waren völlig okay, Diner für den Preis auch in Ordnung, Frühstück eher nicht so gut, wobei, wenn man sich einmal irgendwo nicht wohlfühlt, dann fallen einem Dinge auf, die einen an anderen Orten, wo es einem gut gefällt, nicht stören oder man sieht leichter drüber weg. Was mich gestört hat, war die Atmosphäre. Abends beim Diner überwiegend ältere Herren in Safarikleidung mit deutlich jüngerem Mann (Fahrer, Treiber???), oder komplette Männertruppen. Erst habe ich gedacht, das ist eine Gaylodge, was ja nicht schlimm ist, denn ich mache keine Unterschiede zwischen Gay und Hetero, das ist mir egal. Bloß als einzige Frau unter Großwildjägern, da fühlte ich mich nicht wohl. Wer also die Großwildjagd mag, ist dort mit Sicherheit sehr gut aufgehoben. Er ist unter seinesgleichen und findet bestimmt den einen oder anderen Gesprächspartner. Vielleicht war das Publikum an diesem Tag auch nur so „ungemischt“. Ich weiß es nicht. Die Bewertungen bei Tripadvisor sind jedenfalls recht ordentlich.
Im Vorfeld hatten wir überlegt, die Route über den Swartbergpass nach Franschhoek zu nehmen. Laut Tante Google wären das 594 km und 7.47 Std. reine Fahrzeit gewesen. Da meine Wetterapp sich jedoch nicht so ganz zwischen gutem und schlechtem Wetter (eventuelle schwere Gewitter mit Starkregen möglich, und das ist für eine Paßstraße natürlich nicht so günstig) entscheiden konnte, beschlossen wir, die direkte Route zu wählen. Also ging es immer die N1 runter, die trotz diverser Baustellen recht gut und schnell zu befahren war. Das südafrikanische Baustellenmanagement funktioniert hervorragend. Überwiegend Frauen, gegen die Hitze mit irgendeiner brauen Gesichtspaste (vermutlich Lehm) geschützt, regeln das mit ihren Fahnen eigentlich ganz gut, bei dem geringen Verkehrsaufkommen auch nicht wirklich schwierig, aber eine gute Arbeitsbeschaffungsmaßnahme 😎 .
Die Farben der Karoo. Wunderschön!

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Wir fuhren und fuhren. Irgendwann sahen wir in der Ferne ziemlich hohe Berge aufragen. Das mussten die Hawekaberge sein, und somit waren wir unserem Ziel schon deutlich näher gekommen. Die Straße schlängelte sich durch die Landschaft, es ging bergauf und bergab, und dann wurde es schlagartig grün. Wir waren in den südafrikanischen „Winelands“ angekommen. Nach der stundenlangen Fahrt durch die staubtrockene Karoo Labsal für unsere Augen. Leider konnte man nirgendwo anhalten, sonst hätte man vernünftige Fotos machen können. So müssen diese aus dem Auto heraus geschossenen Fotos genügen, um zu zeigen, wie schön die Landschaft dort war. Die Qualität ist wirklich nicht sehr gut, aber Augenschmerzen bekommt man auch nicht davon, und daher zeige ich sie einfach 🤩 .

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„Wohlstand“ war hier wohl kein Fremdwort. Vor den Ortschaften wieder einmal das gleiche Bild wie überall in Südafrika: da waren die Dörfer, wo die Weißen ihre Farmen hatten und am Rande dann die Holzbaracken oder Wellblechhütten der Schwarzen. Es tut mir leid, ich werde mich wohl nie so wirklich daran gewöhnen können 🙁 . Ich muss um Nachsicht bei den Fotos bitten, denn die sind auch beim Fahren entstanden.

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Jetzt nur noch schnell durch den gebührenpflichtigen „Hugenot Tunnel“, und wir hatten es fast geschafft.
Kurz vor Franschhoek sahen wir dann schon diverse Weingüter, die wir auf unserer Liste hatten, u. a. „La Motte“. Diesen Wein lieben wir (und natürlich auch viele andere 😘 ) , und die Vorfreude auf die kommenden Tage stieg. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir unser Domizil für die nächsten und leider auch letzten 3 Nächte 🙁 , das „Plumwood Inn“ http://www.plumwoodinn.com/. Wir wurden sehr freundlich von einer Angestellten begrüßt. Während sie uns mit allen notwendigen Informationen versorgte brachte ein anderer Angestellter das Gepäck auf unser Zimmer. Dieses Gästehaus, das sehr zentral, aber absolut ruhig gelegen ist, kann man durchaus als Geheimtipp bezeichnen. In keinem der einschlägigen Foren gab es darauf einen Hinweis oder gar eine Bewertung. Ich hatte es durch „Tripadvisor“ entdeckt. Wir hatten den Zimmertyp „Luxury Room Villa“ gebucht und im Vorfeld um ein „ruhiges Zimmer mit fantastischer Aussicht“ gebeten. Wow, die Aussicht war fantastisch, das Zimmer jedoch auch. Es war sehr geräumig, modern möbliert, so ganz anders als unsere bisherigen Unterkünfte, verfügte über einen großen Kühlschrank, ziemlich viel Abstellfläche, Aircon, einen sehr großen Balkon mit bequemen Korbsesseln, ein sehr schönen Bad mit Doppelwaschbecken und Wanne, separate Dusche und extra WC-Raum. Alles sehr modern und geschmackvoll dekoriert. Die Inhaber, die wir erst beim Frühstück kennenlernen sollten, waren Holländer, und man konnte einmal wieder Deutsch sprechen 😉 . Behagliche Gemeinschaftsräume und 2 schöne Pools in einem großen Garten rundeten das Ganze dann noch ab. Hier konnte man sich wirklich wohl fühlen. Ein kleines abschließendes Fazit zu dieser Unterkunft gibt es dann noch am Tag unserer Abreise.

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Blick von unserer Terrasse!

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Teil 3922. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Wir waren sehr müde, denn es wurde gefühlt immer heißer und schwüler, und so ruhten wir uns, nachdem wir gemütlich Kaffee auf unserer Terrasse getrunken hatten, ein wenig aus. Ich bin dann doch tatsächlich für 1 Stunde eingeschlafen 😄 .
So, ab jetzt nur noch „Wellnessurlaub“. Das muss doch auch mal sein 🤩 : schöne Häuser vor Bilderbuchkulisse bei Bilderbuchwetter, Wein den ganzen Tag auf verschiedenen Weingütern, immer leckerer Lunch und abends schlemmen vom Feinsten. Man möge uns verzeihen 😈 , oder doch besser nicht, wir haben es ja so gewollt, denn diese Tage waren der perfekte Abschluss einer wunderschönen, ein wenig anderen Reise durch das südliche Afrika.
Gegen 16.00 Uhr ging es dann wieder hinaus, mal sehen, was Franschhoek so zu bieten hatte. Nach der langen Fahrt tat Bewegung jetzt bestimmt ganz gut. Es war zwar immer noch heiß, aber jammern konnten wir, wenn wir zu Hause waren 😮 . Ich erinnere mich nur, dass mein Mann sagte, dass ich als junges Mädchen auch nicht über die Hitze gejammert hätte, da hätten wir noch nicht einmal Klimaanlage im Auto oder Hotel gehabt (damals war das meistens ein ganz kleines Zelt oder das Auto, mehr brauchten wir nicht 😎 ). Nun, denn, „junges Mädchen“ war lange vorbei, aber mit einem Bein im Grab stand ich auch noch nicht, und daher beschloss ich, nicht mehr an die Hitze zu denken, sie einfach zu ignorieren. Mit einem kühlen Getränk zwischendurch ging das auch ganz gut.
Gegründet wurde Franschhoek (übersetzt: französische Ecke) von französischen Hugenotten, unter denen sich auch etliche Winzer befanden, die bald erkannten, dass sich die ihre Siedlung umgebenden Berge hervorragend zum Weinbau eignen würden. Aus den ersten Versuchen entwickelte sich bis heute eines der wichtigsten Weinanbaugebiete Südafrikas. Entlang der Franschhoek-Weinroute erzeugen mehr als zwanzig Weingüter Spitzenweine.
Heute hat die Stadt knapp 5000 Einwohner und ist nicht nur für ihre Spitzenweine berühmt, sondern gilt auch als Gourmethauptstadt des Landes. Die meist vor mehr als 300 Jahren entstandenen Weingüter blicken von den umgebenden Hügeln auf die Stadt herunter. Wir konnten von unserem Balkon aus direkt auf ein Weingut schauen. Das Stadtbild mit den französischen Restaurants, Straßencafes, Boutiquen und Galerien in der Main Road weist auf den ursprünglichen französischen Einfluss hin: „tres chic“! Ganz speziell „schön“, wie wir in den nächsten 2 Tagen noch sehen sollten.
Hier einige Impressionen bei bestem Wetter. Was für Farben!

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Ländliche Idylle!

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Moderne Passagen mit Gastronomie und wunderschönen kleinen Boutiquen!

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Am Ende eines langen Arbeitstages!

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Dieses wirklich kleine Häuschen mochten wir besonders. Ich weiß nicht, wie viele Fotos wir davon machten. Hier nur zwei, die mir besonders gut gefallen. Das Weinlaub über der Haustür begann sich schon herbstlich zu verfärben.

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Auch in den zahlreichen Gärten auf dem Weg nach Hause hatte der Herbst schon Einzug gehalten.
Granatapfelbaum!

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Eine typische Wohnstraße an einem frühen Abend in Franschhoek, sehr gepflegt. Hier konnte man im Übrigen abends getrost durch die Straßen bummeln. Franschhoek sollte nach Aussage unseres Gästehauses sicher sein.

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Leider hatte das Ticketbüro für die "Franschhoek Wine Tram" http://winetram.co.za/ schon zu. Die sollte nämlich unser Beförderungsmittel für die nächsten 2 Tage werden, denn Auto fahren ging bei dem, was wir vor hatten, gar nicht 😗 . So buchte ich noch schnell zwei Reservierungen im Internet. Wir wollten sicher gehen, dass die Tram am nächsten Tag nicht ausgebucht war.
Für den Abend hatten wir schon von Deutschland aus einen Tisch im Restaurant „Allora“, einem Italiener, reserviert. Der war sehr gut besucht, und daher war die Reservierung wirklich wichtig, sonst hätte es wohl schlecht ausgesehen. Lecker, meine erste Pasta in diesem Urlaub, nach dem vielen Fleisch eine willkommene Abwechslung. Mein Mann hatte wie immer Fleisch (Rindersteak). Die Weinkarte war auch sehr gut sortiert, was will man mehr?

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Anstrengend war der Tag gewesen, wir hatten wieder viel erlebt. Was der morgige Tag uns wohl bringen würde? Ein wenig habe ich ja schon verraten.
Gute Nacht.

Teil 4027. Juni 2017

23.3.2017: Franschhoek

Zu einem anständigen Wellnessurlaub gehört auch das Ausschlafen, und so hatten wir den Wecker auf 8.00 Uhr gestellt. Einfach nur herrlich 🙂 .
Als wir dann aber morgens aus dem Fenster schauten, um uns an einer tollen Aussicht auf die Weinberge zu erfreuen, sahen wir erst einmal das 😮 . Eindeutig: es war Herbst geworden. Oh, nein, das wollten wir aber gar nicht.

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Ich ging auf den Balkon und entschied, dass heute ein Tag für lange Hosen und Fleecejacke sein würde, denn es war leicht am nieseln und richtig kalt 😠 Also zogen wir uns dementsprechend an und packten natürlich auch noch einen Regenschirm in unsere Rucksäcke. Man weiß ja nie 😕 . Wie dumm ich doch war, denn es sollte sich ziemlich schnell aufklaren, und die Temperaturen waren dann auch wieder recht „anständig“. Nicht mehr so heiß wie gestern, sondern wirklich „anständig“: 25-26 Grad. Gott sei Dank bin ich im Urlaub bekleidungstechnisch der Typ fürs „Zwiebelsystem“, und von daher war ich nicht komplett falsch angezogen: bei meiner Hose kann man die Beine anzippen, und die Fleecejacke habe ich dann auch nur noch in der Weintram benutzt, denn die war offen, und es zog gehörig.
Aber erst einmal gab es ein tolles Frühstück. Wir lernten unsere Gastgeber kennen, ein holländisches Ehepaar mittleren Alters. Sie machte leckere „Pannekoeken“ mit Apfelmus oder Ahornsirup, die wirklich jede Sünde wert waren, und er servierte und unterhielt die Gäste. Alles war sehr leger, man fühlte sich sofort wohl.
So gestärkt gingen wir die paar Schritte zum Ticketschalter in der Hugenot Road , wo wir unsere reservierten Tickets bekamen. In der Hauptreisezeit würde ich eine Reservierung unbedingt empfehlen, bei uns war die Tram an beiden Tagen nicht ausgebucht, und es ging alles sehr entspannt zu.
Für unseren 1. Tag in Franschhoek hatten wir uns für die „Purple Line“ entschieden. Folgende Stationen konnte man im Abstand von 1 Stunde besichtigen: Boschendal, Vrede en Lust, Noble Hill, Babylonstoren, Plaisir de Merle, Allee Bleu und Solms Delta. Die „Wine Tram“ , die eigentlich ein offener Bus war (ich glaube, auf Schienen fährt sie nur ein ganz kurzes Stück bei den anderen 4 Touren), funktionierte wie in Kapstadt als Hop-on Hop-off Bus, d.h. man musste mindestens 1 Stunde in einem Weingut verbringen oder man blieb, solange wie man mochte, dann schaffte man die anderen Weingüter eben nicht. Und das war unser Fortbewegungsmittel für die nächsten 2 Tage. Der aufmerksame Leser merkt bestimmt, dass dieses Foto nicht sofort morgens gemacht wurde 😎 .

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Für heute hatten wir es Weinproben technisch etwas langsamer und gemütlicher geplant. Für den Abend hatten wir im „Le Bon Vivant“ reserviert, und unser Tisch sollte natürlich nicht wegen Unpässlichkeit 🤢 storniert werden müssen.
Unser 1. Stopp war das Weingut „Boschendal“, eines der ältesten Weingüter der Region, ein wunderbarer Beginn. So stellt man sich ein südafrikanisches Weingut vor: kapholländischer Prachtbau (heute ein Museum) mit wunderbaren Gärten, an die sich dann die Weinberge anschließen. Es war erst 10.00 Uhr, und daher entschieden wir uns, diese Weinprobe ausfallen zu lassen und stattdessen einen großen Bummel über das Weingut zu machen.

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Da war sie ja schon wieder, die Sonne 🙂 !

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Das sieht ja alles sehr idyllisch aus, und ein wenig fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt, jedoch nur solange, bis man zu den Gebäuden kommt, wo die Weinproduktion stattfindet. Das ist dann schon nicht mehr so romantisch 😐 .
Erst wird der Wein gepresst!

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Dort wird er dann verarbeitet!

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Und in diese Hightech-Fahrzeuge wird er dann je nach Rebsorte in verschiedene Kammern abgefüllt und abgefahren!

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Übrig bleibt dann nur noch das, was gleich durch unterirdische Rohre hinaustransportiert wird. Das duftete ein bisschen wie alter Korken 😉 , wunderbar.

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Das nächste Weingut war „Vrede en Lust“. Gegründet im Jahre 1688 kaufte eine Familie Buys nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen Besitzern das Weingut im Jahre 1996 und begann die Häuser der Farm liebevoll zu restaurieren und die Weinberge neu anzupflanzen. Die Arbeiten waren wohl so umfangreich, dass erst im Jahre 2002 die erste Lese eingefahren werden konnte. Dort machten wir dann unsere 1. Weinprobe. Ich glaube, es waren 1 Rosewein, 1 Weißwein und 3 Rotweine. Sehr zu empfehlen, da man dabei bei schönem Wetter draußen auf der Terrasse einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge hat.

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Auch für Gäste gibt es dort sehr exklusive Übernachtungsmöglichkeiten!

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Den nächsten Stopp, „Noble Hill“, ließen wir aus, denn man hatte uns geraten, für das nächste Weingut, „Babylonstoren“, mindestens 2 Stunden einzuplanen.
Dieses Weingut ist eigentlich eine Art Luxus-Biobauernhof mit durchdesignten Gästezimmern, immer ausgebuchtem Restaurant, wunderschönen Gärten und eigenem Weingut. Gegründet im Jahre 1690 befindet es sich seit 2007 im Besitz des Medienmoguls Koos Bekker und seiner Frau, der ehemaligen Chefredakteuin von „Elle Decoration“, Karen Roos.
Die Weinlese war zu unserer Zeit so gut wie abgeschlossen, und somit hatte auch das Personal endlich einmal Zeit zur Muße. Ein paar Impressionen.

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Die Anlage war wirklich wunderschön, mit Sicherheit ein Volltreffer für jeden Location Scout!

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Idylle mit Schildkröte!

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Lauschige Plätze zum Ausruhen!

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Die Gärten, die „Spa“ heißen, sind ein echter Blickfang. Es befinden sich dort ausschließlich Heil- und essbare Pflanzen, viele Bänke unter schattigen Lauben laden zum Verweilen ein. Ein wirklich wunderschönes Weingut der etwas besonderen Art. Für uns war es das Highlight der heutigen Tour.

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Den Grünkohl konnte ich allerdings nicht mehr sehen 🤨 . Erst Ende Februar hatte es den letzten Grünkohl mit Pinkel, Mettwurst und Bratkartoffeln gegeben. Es ist bei uns in Norddeutschland ja ein typisches Wintergericht.

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Ein leichter Lunch im Bistro, natürlich mit Wein, ist hier ein „Muss“. Einfach nur lecker. Uns ging es an diesem Tag extrem gut 😄 .

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Teil 4127. Juni 2017

Und weiter geht es hier:

Impressionen während der Fahrt. Schulkinder hatten für heute wohl ihr Soll erfüllt!

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Den nächsten Stopp, „Plaisir de Merle“, ließen wir wieder aus und verließen die Wine Tram stattdessen beim Weingut „Allee Bleu“ . Wir waren ja nicht auf der Flucht, also besser in Ruhe besichtigen und genießen als alles im Schnelldurchlauf 😄 . Einige Fahrgäste hatten schon leichte Koordinationsschwierigkeiten 😮 , das konnten wir zu dieser Tageszeit (früher Nachmittag) noch nicht gebrauchen 😎 .
Gegründet 1690 wird das Weingut heute von der deutschen Unternehmerfamilie Dauphin geführt. Neben dem hervorragenden Shiraz und Pinotage, wir haben uns natürlich selbst vor Ort davon überzeugt, haben mich ganz besonders die Ruhe des Weingutes und die Allee aus Eukalyptusbäumen, die dem Gut wohl den Namen verliehen hat, begeistert. Da die Weinprobe direkt am Eingang des Gutes stattfindet, muss man zum Besichtigen schon ein Stückchen laufen, und das scheinen die Wenigsten zu dieser Tageszeit noch zu machen oder zu können 😗 , zu viele Weinproben sind da wohl schon absolviert. Wir waren jedoch noch recht gut beieinander 😛 . Der Gutsverwalter hatte wohl Langeweile und führte uns ein wenig herum. Am Wochenende soll dieses Gut, so erzählte er uns, sehr gut gebucht für Hochzeiten sein.

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Schöne Eukalyptusbäume!

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So, genug für heute. Wir bestiegen wieder die Wine Tram, und die fuhr dann die ganze Strecke noch einmal ab, so dass wir erst gegen 17.30 Uhr in unserem Gästehaus waren.
Ein Spätnachmittagsschläfchen von 1 Stunde konnte jetzt natürlich nicht schaden. Wie schön 😄 . Danach duschen und aufbrezeln, wir waren ja gebucht im „Le bon Vivant“ http://www.lebonvivant.co.za/, und dieses Restaurant sollte ja schon ein wenig „high class“ sein, und so leger wie sonst in Südafrika war da dann doch wohl nicht angesagt: „smart casual“ (übersetzt: alles geht, nur keine kurzen Hosen bei Männern und Badeschlappen) passt eigentlich immer.
Das Restaurant war Gott Lob nur ein paar Gehminuten entfernt, mehr hätte ich auf dem Nachhauseweg auch nicht geschafft. Ambiente und Essen waren hervorragend, vielleicht etwas konservativ, aber auf sehr hohem Niveau. Wir wählten unterschiedliche Vor- und Nachspeisen, lediglich beim Hauptgericht, Springbock, hatten wir den gleichen Geschmack. Begleitet wurde das Essen von einer Flasche Rotwein und abgerundet mit Espresso und Brandy, serviert über einem heißen Glas. Letzteres war pure Medizin 😈 , und so lag nichts mehr schwer im Magen. Die folgenden Fotos sind nichts für schwache Nerven. Die Qualität bitte ich zu entschuldigen. Wir schleppen keine Fotoausrüstung abends mit uns herum, und so musste mal wieder die Handykamera herhalten.

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Das letzte Foto könnte auch gut meine Verfassung nach dem Diner beschreiben. Ich musste ganz dringend in die Horizontale, so müde war ich schlagartig. Daher gibt es heute auch keine Vorschau für den nächsten Tag 😎 .
Gute Nacht.

Teil 4211. Juli 2017

24.3.2017: Franschhoek

Warnung: für alle Alkoholiker und Nicht-Weintrinker ist folgender Bericht nicht geeignet!

Heute sollte unser letzter richtiger Urlaubstag in Südafrika sein. Unser Flug morgen ging zwar erst um 18.30 Uhr, aber das ist dann der Abreisetag, und den kann ich nie so richtig genießen. Die Koffer sind gepackt, und ein wenig bin ich mit meinen Gedanken immer schon zu Hause, wo wir es auch sehr schön haben.
Die Sonne schien bereits von einem wolkenlosen Himmel als wir uns bequemten, um 8.00 Uhr endlich das Bett zu verlassen. Voller Freude machte ich die Terrassentür auf, um die gute Morgenluft hinein zu lassen, aber was war das? Eisiger Wind schlug mir entgegen. Richtig ungemütlich. Na ja, zuerst einmal lecker frühstücken, vielleicht war es danach schon etwas besser 😕 . War es nicht wirklich, aber gegen Kälte kann man sich ja entsprechend anziehen, Hauptsache gutes Licht für die Fotos, und das war ja reichlich vorhanden.
Bereits gestern Abend hatten wir die Tickets für die heutige Tour, die "Blue Line", gelöst, und so konnte es dann auch schon direkt losgehen. Gestern waren wir ja eigentlich recht maßvoll gewesen und hatten lange nicht auf allen Weingüter eine Weinprobe machen können, aber das, zumindest waren wir wild entschlossen, sollte sich heute ändern. Auf mindestens 4 Weingütern wollten wir den Wein probieren. Kein Restaurant war für heute Abend gebucht, keinerlei anderweitige Verpflichtungen. Wir konnten uns am Ende der Tour eigentlich sofort ins Bett begeben, wenn es uns arg erwischen sollte 😈 .
Gut gestärkt von einem reichhaltigen Frühstück wollten wir unsere Vorsätze gleich auf dem 1. Weingut der heutigen Tour, "Mont Rochelle" http://www.franschhoek.co.za/montrochelle/ , in die Tat umsetzen. Wunderschön auf einer Anhöhe gelegen mit herrlicher Sicht auf die umliegenden Weinberge, präsentierte sich uns mal wieder ein kapholländischer Prachtbau in all seiner Schönheit. Wir liefen ein wenig um das Weingut herum und kamen an einen See mit Picknickbänken, eine Oase der Ruhe. Aber die "Pflicht" rief, und die 1. Weinprobe wollte absolviert werden. Ehrlich gesagt fiel sie recht mau aus, mit anderen Worten: ich kann nicht sagen, wie der Wein hier schmeckt, die Weinprobe hatten wir verpasst, denn die Tram kam schon wieder, und so verzichteten wir, denn sonst hätten wir noch eine Stunde bleiben müssen. Oh, mein Gott, schon wieder nichts mit den guten Vorsätze. Ich kann aber so viel vorgreifen: es sollte der einzige Patzer des heutigen Tages bleiben, alles andere wurde so umgesetzt, wie es geplant war 😄 .

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Da hätte ich ewig sitzen können, so ein schöner Ort!

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Die Stimmung im Bus war schon etwas lustiger als bei Antritt der Reise geworden. Die Gäste wurden redseliger, und schnell waren wir in ein Gespräch mit einem amerikanischen Ehepaar verwickelt. Die hatten ausgesorgt und verbrachten nun ihre Zeit mit Reisen, überwiegend in Europa und im südlichen Afrika. Sehr sympathische Leute, die uns erzählten, dass sie sich seit neustem häufig in der Öffentlichkeit als Kanadier ausgeben würden, um nicht wieder Fragen zu ihrem Präsidenten beantworten zu müssen, den sie selbst für einen "idiot" hielten 😗 .
Mit den beiden besichtigten wir erst das nächste Weingut "Le Lude" http://lelude.co.za/ , und dann kosteten wir gemeinsam bei einer sehr umfangreichen Weinprobe mit kleinen Canapees den leckeren Wein im Restaurant "Orangerie". Sehr schönes, gepflegtes Ambiente, und auch die Außenanlagen konnten sich sehen lassen. Ein kleiner verwunschener Garten lud zum Ausruhen ein. Dieses Weingut ist sehr zu empfehlen, und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dort eine Familienfeier ausrichten zu lassen. Was der Spaß mich dann kosten würde, danach habe ich nicht gefragt 😮 .
Das alte Herrenhaus!

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Die Weinprobe fand dann aber in moderneren Räumen statt!

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Es war mittlerweile Mittag und auch wieder angenehm warm geworden, und eigentlich hätte ich eine Pause nötig gehabt. Jedoch wie so oft auf dieser Reise war schlichtweg keine Zeit dafür 😠 . Noch viel Wein musste verkostet werden, es war erst das 2. Weingut. Also, auf in den Kampf, geschlafen wird später.
Das nächste Weingut, welches von der Tram angefahren wurde, war "La Bri" https://www.labri.co.za/ . Wenn ich eben noch ernsthaft geglaubt hatte, mich dieser Weinprobe entziehen zu können, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Weingüter wissen schon, wie sie ihre Gäste zur Mittagszeit ködern können 😛 . Da muss schon etwas Besonderes her, und das gab es dann auch: für mich mit Schokolade und für meinen Mann mit Biltong. Es war wohl beides eine wunderbare Erfahrung. Ich kann nur für die Weinprobe mit Schokolade sprechen, mit Biltong habe ich nichts am Hut, was mein Mann so gar nicht verstehen kann. Das ist meist das erste, was er in Afrika kauft. Er behauptet, da wäre alles drin, was man zum Leben braucht. Sehe ich komplett anders, aber das ist dann eine andere Geschichte 😎 .
Die Örtlichkeiten sind wirklich sehr malerisch!

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Eindeutig: der Herbst ist da!

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Der Raum für die Weinproben!

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Direkt angrenzend lagert der Wein wohltemperiert!

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Blick von der Terrasse auf die atemberaubende Landschaft!

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Teil 4311. Juli 2017

Und weiter geht es hier:

Danach fuhr uns die Tram zum Weingut " La Bourgogne" http://www.labourgogne.co.za/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1 . Dort hatten wir dann das, was man in Südafrika einen "leichten Lunch" nennt. Mir kam das Ganze wie eine Art "Landpartie" vor, Familien trafen sich zu einer zwanglosen Feier, Kinder spielten mit Hunden auf dem Rasen des Gartens. Es war einer dieser letzten warmen Tage des Jahres. Jeder versuchte, diese noch zu genießen. Eine wahre Idylle. Vor lauter Begeisterung haben wir nur kurz die Handykamera zum Einsatz gebracht, um schnell unsere Kinder über WhatsApp zu ärgern 😈 .

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Das nächste Weingut "Holden Manz" ließen wir dann aus, warum gerade unsere Wahl auf dieses Weingut fiel, kann ich nicht mehr sagen. Wahrscheinlich aus dem einfachen Grunde, dass wir irgendwie noch heil diesen Tag überstehen wollten.
Beim Weingut "La Couronne" http://franschhoek.org.za/wineries/la-couronne-wines/ stiegen wir aber wieder aus. Wir glauben noch heute, dass wir dieses Weingut vom Balkon unseres Zimmers aus sehen konnten, beweisen können wir es leider nicht 😕 .
Wir nahmen Platz auf der Terrasse, und leichte Wehmut kam auf. Auch dieser Tag war schon fast wieder zu Ende. Es war wieder einmal wunderschön gewesen, einzig und allein der kalte Wind, der wieder aufgekommen war, trübte ein wenig die Stimmung. Na ja, wir trösteten uns damit, dass wir ja direkt in den Frühling fliegen würden, und dann konnte man es aushalten. Eine letzte Weinprobe galt es aber noch zu überstehen, und zur Feier des Tages wählte mein Mann die "Premium Version", bei mir wäre das reine Geldverschwendung gewesen, denn ich schwächelte ein wenig 🤢 , und da taten es die normalen Weine auch 😐 Ich wusste noch nicht, ob ich überhaupt noch etwas würde trinken können. Um vorzugreifen, ich hielt durch, und die Weine schmecken wirklich hervorragend.

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Sehr malerisch inmitten der Weinberge gelegen!

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So, liebe Tram, schaff uns nach Hause!

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Die letzten beiden Weingüter, "Rickety Bridge" und "Grande Provence" schenken wir uns, denn das hätte unserer Gesundheit dann doch wohl geschadet 😮 .
So gesättigt wie wir waren wollten wir heute Abend nichts Großes mehr essen, und daher ließen wir uns wieder einen Tisch beim Italiener „Allora" reservieren. Die hatten auch Salate bzw. kleinere Fleischgerichte.
Ein letzter Blick auf die Weinberge von unserer Terrasse aus!

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Vorher ruhten wir uns noch 1 Stündchen, oder waren es 2 (??), aus, und dann machten wir uns auf den Weg, den letzten Abend in diesem Urlaub zu absolvieren. Komischerweise schmeckte uns auch schon wieder der leckere Boschendal Pinotage, und so war die Eiseskälte, die uns am Ausgang beim "Allora" empfing, einigermaßen erträglich 😄 .
Was für ein Tag, zum Nachahmen bestimmt nicht für jeden zu empfehlen 🤢 . Ein gewisses Training braucht man da schon. Ich dachte schon mit Grausen ans "Abtrainieren" zu Hause, aber so konnte es ja nicht immer weitergehen 😐 .
Es war ein schöner letzter Urlaubstag gewesen. Wir hatten das gemacht, was fast jeder Weinliebhaber im Weingebiet macht. Die Tram ist zwar ein praktisches Fortbewegungsmittel, man muss sich jedoch im Klaren darüber sein, dass, wenn sie einmal voll sein sollte, und das ist bestimmt in der Hochsaison der Fall, immer zur gleichen Zeit ziemlich viele Menschen ins Weingut strömen. Es ist jedoch immer noch wesentlich erträglicher, als wenn ein kompletter Reisebus das Weingut entern würde. In diesem Sinne….
Gute Nacht.

Teil 4413. Juli 2017

25.3.2017: Franschhoek/Heimreise

Mit dem Besitzer unseres Gästehauses hatten wir abgemacht, das Zimmer bis mittags behalten zu können. Sehr angenehm, zumal kein Aufschlag dafür verlangt wurde.
Also war erst einmal ausgiebig frühstücken angesagt und danach schnell die Sachen in die Koffer schmeißen. Ja, so sorgfältig ich zuhause packe, bei der Abreise ist das egal, da wandert alles irgendwie komplett unsortiert in die Koffer 😈 .

Fazit zum Gästehaus: ich konnte leider nur wenige Fotos zeigen. Auf den vielen anderen Fotos, die die Örtlichkeiten besser wiedergegeben hätten, liegen entweder ich oder mein Mann völlig schachmatt auf dem Bett, und glaubt mir, das wollt ihr nicht sehen 😮 . Also, einfach mal auf die Homepage gehen, da sind die Zimmer sehr genau mit Fotos beschrieben. Dieses Gästehaus ist wirklich etwas ganz Besonderes. Sehr modern, aber durchaus mit Geschmack und Stil eingerichtet. Auch der Preis ist im Gegensatz zu den anderen 4-Sterne-Gästehäusern deutlich niedriger. Die Gastgeber machen einen ordentlichen Job, sind sehr freundlich, wenn auch deutlich zurückhaltender als unsere anderen Gastgeber. Ihr denkt jetzt sicherlich, dass dies an unseren ausgiebigen Weinproben gelegen hat 😮 . Nein, wir konnten uns natürlich benehmen 😄 . Die waren einfach nicht so redselig, was aber nichts machte, denn manchmal kann zu viel Aufmerksamkeit auch nerven.

Ein paar Stündchen hätten wir schon noch gehabt, um uns etwas in Franschhoek anzuschauen. Ebenso hätte man noch locker das eine oder andere in der Nähe von Kapstadt unternehmen können wie z.b. an der Bloubergstrand fahren, was nicht einmal ein großer Umweg gewesen wäre. Bei mir jedoch war die Luft raus, und ich verbrachte die Zeit bis zur Abfahrt am Pool. Endlich hatte ich einmal Zeit, das erste der beiden Bücher, die ich mitgenommen hatte, zu lesen 🙂 .
Mein Mann ging unterdessen noch einmal in den Ort. Vielleicht gab es ja noch etwas, was er nicht fotografiert hatte 😗 . Außerdem musste er noch zahlreiche Postkarten einwerfen. Immer nehmen wir uns vor, das im Laufe der Reise zu erledigen, wir haben es aber noch nie geschafft 😎 . Geschrieben wird fast immer am letzten oder vorletzten Tag. Hier noch ein paar Impressionen, die mein Mann mir zum Zeigen überlassen hat, sonst wäre der letzte Tag komplett ohne Fotos, denn ich habe keins gemacht 😊 . Anzumerken ist noch, dass der strahlend blaue Himmel nicht erkennen lässt, wie kühl es im Gegensatz zu den anderen Tagen am Vormittag geworden war. Vielleicht waren es noch 15 Grad, mehr auf alle Fälle nicht. Scheinbar wollte Petrus uns die Heimreise erleichtern 🙂 .
Das Postamt in Franschhoek!

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Ich weiß nicht, auf welche Menschenmassen man sich hier vorbereitet 😕 !

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Das Hugenotten-Denkmal erinnert an die französischen Einwanderer. Das Denkmal wurde zum 250. Jahrestag der Einwanderung der Hugenotten eingeweiht. Die drei Bögen stehen für die Dreifaltigkeit. Die Frau davor hält eine Bibel in der Hand. Die zerrissene Kette in der linken Hand (leider schwer auf dem Foto zu erkennen) symbolisiert die Befreiung von den religiösen Fesseln!

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Das "Leeu House" mit Skulpturen von Mandela und Ghandi im Garten. Das Gebäude ist ein 5-Sterne-Gästehaus mit ganz exquisiten Suiten. Da würde ich gerne wohnen, wenn ich wieder nach Franschhoek komme 😗 . Das wird aber wohl nichts werden, denn wir benutzen in Franschhoek wahrscheinlich die Annehmlichkeiten unseres Gästehauses wieder einmal kaum, und nur zum Schlafen ist es definitiv zu teuer 😮 !

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Gegen 14.00 Uhr beluden wir das Auto, verabschiedeten uns von unseren Gastgebern und fuhren zum Flughafen. Die Rückgabe unseres Mietwagens verlief zügig und unproblematisch. Der Tachostand belegte, dass wir genau 3048 km zurückgelegt hatten.
Seitdem uns eine Mietwagenfirma einmal zu viel für Benzin berechnet hatte, machen wir immer ein Beweisfoto!

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Auf dem Flughafen vertrieben wir uns die Zeit damit, uns mit allerlei netten Sachen aus dem Duty-free Shop einzudecken. So weit, so gut, alles sehr entspannt, obwohl ich mich zu diesem Zeitpunkt schon leicht schlapp fühlte, den Gedanken an einen eventuellen Infekt jedoch noch beiseite schob. Pünktlich gegen 18.30 Uhr startete unsere Lufthansamaschine nach Frankfurt, und danach habe ich, so sagt zumindest mein Mann, nur noch geschlafen. Das Essen muss ich wohl auch mehr oder weniger verschmäht haben. Immer mal wieder wachte ich auf und fühlte mich nur noch elendig und krank. Den einstündigen Zwischenstopp in Frankfurt verbrachte ich auf der Toilette 🤢 und schaffte so gerade noch das Boarding nach Münster/Osnabrück. Obwohl es nur kurz hoch und wieder runter ging, schlief ich auch auf diesem Flug. Mein Mann, der Liebe, bugsierte mich erst ins Taxi, nach 30 Minuten in unser Haus und dort direkt ins Bett. Dort blieb ich dann klappernd 24 Stunden bis zum anderen Morgen. Danach war alles wieder so, als wenn nichts gewesen wäre. Keine Ahnung, wie man diese Art Infekt nennt, auf alle Fälle ging er so schnell wie er kam 😄 .

Teil 4514. Juli 2017

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Schlussbetrachtung:

Das war unsere Südafrikareise im vergangenen März. Ich hoffe, allen hat die Reise genauso gut wie uns gefallen. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, ob wir im Nachhinein etwas an dieser Reise geändert hätten. Ja, natürlich, mindestens 3 Tage mehr hätten wir uns gegönnt 😛 : 1 Tag wandern in Cape Agulhas und auch dort übernachten anstatt in Swellendam, obwohl die Unterkunft dort spitzenmäßig war, 1 Tag mehr Zeit für den Camdeboo Nationalparks (inklusive Abstecher nach New Bethesda: ein Dankeschön noch einmal an den „Leser") und 1 Tag mehr für den Karoo Nationalpark (wir lieben ja Bird Hides, und im 4x4 Areal hätte man auch noch entspannt rumfahren können). Die Unterkünfte waren fast alle prima. Einzige Ausnahme war das Honeymoon Chalet im Tsitsikamma Nationalpark. Das Geld hätte man sich meiner Meinung nach sparen und durchaus ein normales Cottage wählen können. Die waren wesentlich besser ausgestattet, und die starke Brandung übertönt sowieso den Krach, den die Bustouristen abends im Restaurant machen, denke ich zumindest 😕 . Die Lemoenfontein Lodge war in Ordnung, ich würde mich jedoch rechtzeitig um eine Unterkunft im Karoo Nationalpark bemühen, denn die Lage der Häuschen war einfach nur herrlich. In Kapstadt hätte ich auf keinen Fall auf den Besuch des Marktes in Woodstock (Samstag) verzichtet. Das ärgert mich noch heute. Schwierig ist dann nur, etwas anderes dafür zu streichen 😠 . Den Monat März als Reisezeit haben wir als äußerst angenehm empfunden: tolles Licht, immer warm, einige wenige sehr heiße und schwüle Tage und vor allem fast immer trocken und sonnig. Einziger Wermutstropfen sind die fehlenden Wale und blühenden Pflanzen in Kirstenbosch, dafür war jedoch das Weinlaub schon herbstlich, und das sieht ja auch ganz toll aus.
Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns im Vorfeld so tatkräftig mit guten Tipps versorgt haben. Ohne euch wäre diese Reise niemals so gut gelungen. Besonders erwähnen möchte ich dazu die Reiseberichte von Applegreen, von Strelitzie und vom bayern schorsch, aus denen wir vieles abgekupfert haben. Danke Sabine, Strelitzie und Claus 😘 . Danke Konni ("Daxiang"), Matthias ("Fotomatte") und Friederike ("CuF") für eure Hilfe beim Bestimmen von allerlei Federvieh 😘 . Danke auch für die vielen Kommentare. Was wäre ein Reisebericht ohne Austausch. Danke sage ich auch allen Button-Drückern und auch den stillen Mitlesern. Und ganz zuletzt geht ein herzlicher Gruß an die DoNos. Schön, dass wir euch kennengelernt haben.

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Jahr, wenn wir hoffentlich mit vielen Fotos und tollen Erlebnissen und Sichtungen aus dem KTP zurückkommen.
Beate

Das schönste Ende der Welt - Südafrika März 2017 von Old Women

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017

Stand: letzter Berichtsteil vom 14. Juli 2017

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.