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Reisebericht · namibia-forum.ch

NamBotSimSam - eine Tour zur Regenzeit!

von Burschi · Mischform · 32 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen vier Wochen lang mit dem gemieteten Toyota Hilux durch Namibia, Botswana, Simbabwe und kurz auch nach Sambia – mitten in der Regenzeit. Die Panhandle-Piste nach Etsha6 ist streckenweise nur noch eine Schlamm- und Pfützenpiste, Schlaglöcher auf den Teerstraßen sind bis zu 45 cm tief mit Wasser gefüllt, und griffige Reifen entscheiden mehrfach darüber, ob wir durchkommen oder stecken bleiben. Im Okavango-Delta lassen wir das Auto zurück und erkunden die Mopiri Lodge drei Tage lang nur per Boot – ideal für Vogelbeobachtung, mit Karminspinten, Malachit-Kingfischern und über 60 Arten in zwei Tagen. Am Chobe sehen wir trotz Regenzeit reichlich Elefanten und Löwen, auch wenn hohes Gras viele Tiere verbirgt.

Ein Shuttle bringt uns nach Simbabwe zum Hwange-Nationalpark und zu den Victoriafällen, die auf beiden Seiten der Grenze außergewöhnlich wasserreich toben. Zwei Nächte auf dem Hausboot Pangolin am Chobe bringen die schönsten Bootsfahrten der ganzen Reise. Der dramatischste Moment: An der Kalizo Lodge am Sambesi treibt uns steigendes Hochwasser nach nur einer statt zwei geplanten Nächten zur Flucht – die Lodge-Leitung (Johann) lotst uns im Konvoi durch unpassierbar gewordene Buschpisten, ein Begleitfahrzeug bleibt bis zum Bodenblech im Schlamm stecken und wird erst mit Hilfe von Dorfbewohnern und Seilwinde befreit.

Auf der Rückfahrt durch den Caprivi warten noch weitere überflutete Zufahrten und lange Wartezeiten in einigen Lodges, bevor die Reise in Windhoek endet.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 117. März 2017

Liebe Fomis!
ich bin gerade aus Namibia nach einer vierwöchigen Tour zurück. Ich will keinen elend langen Bericht schreiben, sondern nur ein paar Tipps geben. Außerdem finde ich vielleicht am Ende auch ein paar nachdenkliche Gedanken, denn wir haben einiges in diesen 4 Wochen erlebt.
Da ich in diesen Wochen kein Namibia-Forum gelesen habe, weiß ich nicht, ob das eine oder andere schon gepostet wurde, und bitte daher um Entschuldigung, wenn ich irgendwas wiederhole.
Ich wusste natürlich, dass es Regenzeit ist und war auch darauf vorbereitet, dass die Tiersichtungen anders als in der Trockenzeit sein würden. trotzdem habe ich viel gesehen, aber mein Bericht ist dann vielleicht etwas vogellastig, ich werde aber versuchen, nur die selteneren Arten zu zeigen. Wichtig ist mir auch die Beschreibung der Strecke und der Lodges, wenngleich ich natürlich auch weiß, dass das alles nur Momentaufnahmen sind. Wir haben fast überall 2 - 3 Tage übernachtet, mit Ausnahme der letzten Übernachtungen, die nur der Rückfahrt dienten.
Die Route ganz kurz: Windhoek - Botswana, Ghanzi - die Panhandle hoch bis Etsha6 - drei Tage im Delta - dann wieder nach Namibia in den Caprivi zum Kwando (3 Tage) - weiter wieder nach Botswana nach Kasane (3 Tage) - dort haben wir das Auto stehen lassen, sind mit Shuttle in den Hwanghe Park nach Simbabwe - zurück nach Victoria Falls, - dann auf ein Hausboot am Chobe - zurück nach Kasane und dann durch den Caprivi in 4 Stationen zurück nach Windhoek.
Für diejenigen, die vielleicht in den nächsten Tagen losfahren, schnell ein paar vorweg Hinqweise, die vielleicht wichtig sein könnten:
Namibia hat im Norden so viel Regen wie schon seit vielen jahren nicht bekommen und es regnet weiter. Einige Lodges sind nicht mehr erreichbar, andere teilweise überflutet, andere nur unter erschwerten Bedingungen. ihr solltet immer vorher anrufen, wie die Anfahrtsituation ist.
Als beispiel zwei Bilder von der Mt. Etjo Lodge:

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Auch auf den Straßen sollte man vorsichtig fahren. Damit meine ich vor allem auch die Teerstraßen. Durch den Regen und die Hitze sind auf vielen Strecken Schlaglöcher aufgeplatzt, die besonders den kleineren Fahrzeugen sehr gefährlich werden können. Am schlimmsten ist die Strecke die Panhandle entlang. Hier ist Schlagloch an Schlagloch und noch dazu sind diese oft mit Wasser gefüllt und man kann nicht die Tiefe abschätzen. Eines habe ich mal ausgemessen: 2x1 Meter breit und 45 cm tief. Das kann bei Tempo 80 für einen PKW zur Todesfalle werden. Auf diser Strecke sind außerdem tausende von Eseln und Rindern unterwegs. Keinesfalls in der Nacht fahren! In Namibia ist man gerade dabei die Löcher zu nummerieren, damit man sie später auch ordnungsgemäß wieder befüllen kann. 😄 😄
Immer wieder sind auch Radarkontrollen: z.B. vor Okahandja, bei Otavi, in Botswana bei Grumare am Ortsende (fast immer!)
Auch wenn man bei den Touren oft Ponchos bekommt, sollte man doch eigenen Regenschutz dabei haben. Schon nach 10 Metern kann man nass bis auf die Haut sein.

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Der Regen fällt oft nicht in Tropfen, sondern in Vorhängen! 😄
Aber es regnet ja nicht immer und überall und man kann auch mal Glück haben.
Unbedingt bei der Fahrzeuganmiete darauf achten, dass die Reifen ein starkes Profil haben. Wichtig bei Schlammstrecken! Ein anderer Tourist hatte zwar das gleiche Fahrzeug wie wir (Toyota 4x4 Hilux), aber eine so schlechte Bereifung, dass er zweimal völlig versackt ist, wo wir noch zügig durchfahren konnten.
So, das reicht zum Einstieg, ich muss erst noch ein paar Bilder vorbereiten. Vielleicht haben ja ein paar Interesse ein wenig mitzufahren.
Viele Grüße:
Burschi

Teil 218. März 2017

Die Reise startete mit Air Namibnia in Frankfurt. Nachdem schon so viel Negatives über AN geschrieben wurde, muss ich sie mal loben: Pünktlich, guter Service (viel besser als in anderen Airlines!), sogar das Abendessen war recht ordentlich, ausreichend Getränke.
In Windhoek mussten wir allerdings am Flughafen 1 Std. warten, weil der Fahrer des Autoverleihers uns nicht auf seinem Zettel hatte und nochmals extra für uns ein weiterer Fahrer geschickt wurde.
Autoübernahme bei ASCO: das Auto war top und hat sich bei allen Schwierigkeiten als zuverlässig erwiesen. Bin mit ASCO zufrieden, hatte bei ca. 70.000 km im südlichen Afrika mit Autos dieses Verleihers erst einen einzigen Platten. Dieses Mal aber war die Bereifung entscheidend dafür, dass wir nicht im Schlamm versackten.
Dann ging es zum Schnelleinkauf, vor allem Getränke im Wernhill Center, das auf der Strecke zur Unterkunft liegt.
1. Pension Sonneneck Windhoek Namibia
Kleine Pension im Stadtteil Eros, ruhig gelegen, nur Frühstück, ohne Möglichkeit für Abendessen, sehr sauber, Zimmer groß, durch große Bäume viel Schatten, nette freundliche, hilfsbereite Leitung, gute bestückte Minibar-Kühlschrank zu akzeptablen Preisen, Pool wegen Wassersparmaßnahmen derzeit nicht befüllbar.
Note 2

(Die "Noten" orientieren sich an Schulnoten und sind natürlich subjektiv!)

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Für den Rest des Tages standen persönliche Dinge an. Spendenübergabe in einer Schule in Katutura, wo wir in den letzten Jahren eine Küche gebaut haben und Arbeit im Nationalarchiv). Das war also noch absolut kein Urlaubstag und am Abend war dann nur noch Bett angesagt.
Am nächsten Morgen schon reisten wir weiter auf der B6 über Gobabis an die Grenze zu Botswana zur ersten Übernachtung auf der Zelda Guest Farm.
2. Zelda Guest Farm
Günstig gelegene Unterkunft nahe der Grenze zu Botswana. Schöne große Gartenanlage, die leider mit figürlichem Kitsch bestückt ist, der nicht jedermanns Sache ist. Bei längerem Aufenthalt sind San-Aktivitäten und Gamedrives möglich. Die Zimmer sind sauber und mit allem Notwendigen ausgestattet. Auch hier lässt sich über Geschmack streiten. Der Pool ist ordentlich und sauber. An der Farm leben einige Tiere, die am Nachmittag bei einer Fütterungstour vorgeführt werden. Man kann also Leopard, Erdmännchen, Warzenschwein, Nandu (!?) und Stachelschwein sowie einige Kleintiere hinter Gittern oder in kleineren Freianlagen vorgeführt bekommen. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Das Essen (das beim letzten Mal noch sehr gut war!) war sehr übersichtlich.
Note 3


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Die ersten Tieraufnahmen folgen !

Teil 318. März 2017

Zuerst mal 2 Aufnahmen, die bestimmt nicht in meinem Fotobuch landen werden:

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Da habe ich mich dann bei einem Spaziergang dann doch lieber an den kleinen Tieren orientiert. Eigentlich bin ich der Typ, der immer was entdeckt, es müssen nicht die "Big Five" sein!

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Hier dürft ihr übrigens gerne beim Bestimmen mithelfen, ich bin da kein Spezialist für diese Arten und könnte nur Heuschrecke, Libelle und Eidechse sagen. Danke schon mal für die Hilfe der Fachleute hier! 🙂 🙂
So, demnächst geht die Reise weiter zum ersten richtigen Ziel im Delta.
Viele Grüße:
Burschi

Teil 418. März 2017

Nachdem es draußen regnet, kann ich ja schnell mal weiter fahren. Vor dem Delta haben wir allerdings noch eine Zwischenstation eingelegt.
Zuerst geht es über die Grenze nach Botswana bei Buitepos. Alles war rasch erledigt, da ich auch genügend Pula einstecken hatte. Eine neuigkeit kann ich aber vermelden. An der Grenze konnta man die Gebühren auch in Nam$ zahlen. Bisher wurden nur Pula, Rand oder US$ angenommen.
Ziel ist heute die Unterkunft der San-Gruppe der Ghanzi Trail Blazers. Die Straße unterwegs ist gut, aber langweilig, von einigen Kühen und Eseln auf der Straße abgesehen.
In Ghanzi sind wir die einzigen Gäste. Dementsprechend ist nichts los. Ich verbringe die Zeit mit Spaziergängen, meine Frau mit Lesen oder mit Plaudereien mit einem jungen Österreicher, der Geologie studiert und Tomaten züchtet und hier irgendwie gestrandet ist.
3. Ghanzi Trail Blazers, Botswana
Ghanzi Trail Blazers hat bescheidene kleine Häuschen mit einfacher Einrichtung; San-Aktivitäten sind möglich, müssen aber vorher angemeldet werden. Abendessen bekommt man auch nach Bestellung, einfache aber schmackhafte Kost, keine Kartenzahlung möglich. Man sollte hier alles vorher buchen, denn sonst wird es, wenn keine weiteren Gäste da sind, sehr einsam.
Note 3

Irritiert haben mich bei meinem Spaziergang eine Senegaltaube, die sich aufgebläht hat und gefleckte Maricoschnäpper, den ich nicht sofort als Jungvögel identifizieren konnte.

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Das Abendessen haben wir gemeinsam mit dem anderen jungen Gast eingenommen. Es war einfach, aber sehr schmackhaft und sehr reichlich.
Der nächste Tag ist zunächst mal Fahrtag. Von Ghanzi geht es auf der A1 nach Sehithwa und von dort nach Norden die „Panhandle“ auf der A15 entlang. Diese ist in einem extrem schlechten Zustand. Schlagloch reiht sich an Schlagloch und da viele mit Wasser gefüllt sind, weiß man nicht, wie tief sie sind. Man muss extrem vorsichtig fahren. Erschwert wird die Fahrerei noch durch 1000e von Eseln, Kühen und anderen Getier, wobei besonders die Esel in ihrer Sturheit – oder auch wegen gefesselten Beinen – nicht daran denken, aus dem Weg zu gehen. So wird die Fahrt oft zu einer Slalomkurverei.
Gegen Mittag sind bei Etsha6 und haben gleich bei der Einfahrt die erste schwere „Schlammfahrprüfung“ zu bestehen. Der Regen hat die Gravelroad in eine Pfützen- und Schlammpiste verwandelt. Am Treffpunkt – alte Tankstelle – werden wir erwartet und dann zu einem Parkplatz geleitet, wo das Auto drei Tage sicher steht. Salvation, unser Guide für die Zeit auf Mopiri, bringt uns erst mit dem Auto zum Rande des Deltas und dann mit dem Boot auf eine Insel, auf der die Mopiri Lodge liegt. Bereits die ersten Wasserdurchfahrten mit dem Auto geben einen Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten wird.

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Schon nach wenigen Metern herrscht bei mir große Freude, denn neben dem Weg sitzen meine Lieblinge, die Karminspinte. Hier hatte ich sie nicht erwartet. Kurz darauf präsentiert sich auch noch ein Hornrabe.

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In Mopiri werden wir herzlich empfangen, erhalten noch ein Mittagessen und am Nachmittag schon die erste Bootsfahrt.

Teil 518. März 2017

4. Mopiri Lodge bei Etsha6 Botswana
Die Lodge liegt im Delta auf einer Insel, auf die man mit dem Boot gebracht wird. Das Auto muss in Etsha6 auf einem sicheren Parkplatz abgestellt werden. Es ist eine sehr schön gelegene sehr saubere Lodge mit sehr guter Ausstattung. Freundliche Leitung und hilfsbereites Personal; sehr gutes und reichliches Essen sorgen für Wohlfühlfaktor. Für Vogelliebhaber werden ausgezeichnete Bootsfahrten mit fachkundigem Führer (Danke an Salvation!) geboten. Ein kleiner sauberer Pool ist auch vorhanden.
Note 1

Sehr freundlich werden wir empfangen und können ein schönes Häuschen mit Blick auf den Kanal beziehen:

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Wir sind drei Tage hier und am nächsten Morgen findet auch schon wieder eine Morgen-Bootsfahrt statt.

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Während andere Schnellboote durch den Papyrussumpf rasen, fahren wir ganz langsam und können tolle Vogelbeobachtungen machen:

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Endlich kann ich mal eine Grüntaube in der Sonne fotografieren. Einen Rallenreiher beobachten wir lange, bis er wegfliegt. Der Malachit-Kingfischer putzt in aller Ruhe sein Gefieder und der Weißstirnspint posiert auch für uns. Wir nehmen uns viel Zeit und es macht Spaß z.B. dem Malachite beim Gefiederputzen zuzusehen. Fragt nicht, wieviele Bilder ich von dem auf dem PC habe. 😄
Viele weitere Vögel kann ich notieren und nach 2 Tagen habe ich schon über 60 Arten zusammen.
Morgen geht es weiter!
LG Burschi

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Nach dem Mittagessen steht eine weitere Bootstour an, auif der wir nicht nur Vögel sehen.

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Flusspferde und Krokodile gibt es in großer Zahl.
Den Abend lassen wir bei gutem Essen und einem Sundowner ausklingen. Ich bin zufrieden mit der bisherigen Bildausbeute.
Ein weiterer Tag auf Mopiri beginnt mit einer Mokorotour am Vormittag.
Am Nachmittag machen wir dann nochmals einen Gamedrive dieses Mal mit dem Safariauto, auf dem wir erneut Neues und Interessantes sehen und erleben.

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Verständlicherweise kann ich hier nur eine winzige Auswahl der gesehenen Tiere zeigen. Natürlich war die Ausbeute weit höher als nur Senegalliest, der seltene Rotbauchreiher (der leider erst spät am Abend bei nicht mehr so gutem Fotolicht mal kurz aufgetaucht ist) und der Langspornkiebitz.

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Mit einem farblich fantastischen Abendhimmel gehen drei wundervolle Tage auf Mopiri zu Ende. Ein Reiseauftakt mit vielen interessanten Beobachtungen, wie er schöner nicht hätte sein können. Der Abendhimmel mit Wolken bietet halt immer aus spektakuläre Sonnenuntergangsbilder.
Von unserem Guide werden wir nach dem Frühstück mit dem Boot wieder an Land und dann mit dem Auto zu unserem Fahrzeug gebracht. Er begleitet uns dann noch bis zur Teerstraße, wo sich der schlechte Straßenzustand bis zur Grenze nach Namibia fortsetzt. Die Passformalitäten gehen ohne Probleme. Wir durchfahren den Mahango-Park in Namibia, biegen dann bei Divundu auf die B8 ab, folgen dieser bis Kongola, wo ich das erste Mal tanke und fahre dann nach Süden zur Namushasha Lodge am Kwando. Diese hatte ich angesichts der schönen Erfahrungen kurz nach deren Übernahme durch Gondwana für 3 Tage gebucht. Doch dieses Mal war der Aufenthalt dort eine Enttäuschung.
Namushasha Lodge am Kwando Namibia
Es ist eine sehr schöne Anlage mit großer Campsite am Fluss, auch die Häuschen mit Blick zum Fluss, kleiner sauberer Pool ist vorhanden.
Aber: Vom Management haben wir in den 3 Tagen nichts gesehen, in der Hütte waren die Matratzen durchgelegen und wir wachten jeden Tag mit Rückenschmerzen auf. Eine defekte Lampe im Zimmer wurde trotz zweimaliger Reklamation nicht repariert. Es fehlen alle die kleinen Aufmerksamkeiten, die besonders zur Regenzeit in anderen Lodges Standard sind (kein Insekt-Repellent, kein Spray) auch keine anderen „kleinen Aufmerksamkeiten“ (Deko-ration am Bett), keine Kaffee-Tee-Kochmöglichkeit kein Keks am Zimmer, Kaffee muss an der Bar bestellt und bezahlt werden; Essen unter Niveau!!!! (Steak zäh und völlig verbrannt, Brötchen und Croissants am Morgen oben top, unten verkohlt) Der Koch hat wohl einen Hang zur „Schwarzkost“!? Zum Teil unkompetentes Personal an der Rezeption (Wenn überhaupt jemand da war!): Auf meine Frage, welches Activity-Angebot zur Regenzeit am meisten Beobachtungen verspricht, Antwort: „It depends on you!“ Auf die weitere Frage, wann denn der Gamedrive am sinnvollsten wäre, Antwort: „It depends on you!“ Auf die nächste Frage nach den Besuchsmöglichkeiten für das „Historical Village“, das zu der Lodge gehört, bekam ich die Antwort, dort sei wegen der Nebensaison kein Besuch möglich. Am nächsten Tag verbrachten wir dort aber zwei Stunden bei Führung, Tanz und einer Gerichtsverhandlung. Leider sind auch die an der Rezeption aufgegebenen Postkarten als einzige nicht angekommen.
Am Wochenende war dazu noch die Bar und Lappa von einheimischen Jugendlichen bevölkert. Die waren aber nicht die schlimmsten, sondern eine lärmende Overlander-Truppe aus Holland und Deutschland, die von der Campsite her in der Lodge einfielen und mit ihrem lautstarken Verhalten einem den Spaß an Beobachtungen am Fluss verdarben.

Am ersten Tag haben wir uns lediglich auf der Lodge von der langen Fahrt ausgeruht und keine Aktivitäten gebucht.
Nach meinen Erfahrungen mit den Auskünften an der Rezeption, unternehmen wir auch am nächsten Morgen keinen Gamedrive, sondern gehen im Lodgegelände spazieren und amüsieren uns über die Baumhörnchen, die regelmäßig am Morgen zum Frühstück in der Lodge einfallen.

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In der Baumkrone irritiert mit ein Vogelpärchen. Zuerst kann ich gegen die Sonne nicht genau erkennen, was sich da abspielt. Scheinbar sitzt ein kleinerer Vogel auf einem großen. Dann aber scheint sich das Geheimnis zu lüften. Zwei Braundrosslinge paaren sich!? Aber der Größenunterschied? Da scheint sich das Weibchen wohl gehörig aufgeblasen zu haben. 😄 Oder irre ich mich? 😗

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Gegen Mittag fahren wir dann zum Camp Kwando bzw. zu dem Dorf der Einheimischen, das vor der Lodge liegt. Hier habe ich vor Jahren mal ein paar Frauen fotografiert, denen ich versprochen habe, die Bilder beim nächsten Besuch vorbei zu bringen und das tue ich jetzt. Die Frauen haben eine riesige Freude an den Bildern, was mich wiederum auch freut.

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Hin- und Rückfahrt geben einen kleinen Eindruck von den Wegeverhältnissen zu dieser Zeit. Schließlich hat es nachts stets geregnet.

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Bald geht es weiter!"

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Weiter mit dem Bericht:
Ich verabschiede mich dann wieder von den Frauen im Dorf und fahre zurück, am Historical Village von Namushasha vorbei, wo ganz entgegen der Auskunft an der Rezeption doch Leute da sind, die uns in den nächsten zwei Stunden die Ausstellungsgegenstände erläutern, eine Gerichtsverhandlung vorspielen und einen Tanz mit Gesang aufführen.

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Die drei Bilder zeigen Szenen der Vorführung, wobei bei der "Gerichtsverhandlung" ein Diebstahl und seine Sühne geklärt werden musste und der Medizinmann einen Tanz aufführte, der mit Gesdang und Trommeln begleitet wurde.
Auf dem Rückweg zur Lodge begegne ich wieder meinen Lieblingsvögeln, den Karminspinten.

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Schon am Morgen hatte ich einen jungen Weißstirnspint beobachtet, wie er einen Schmetterling verzehrt.

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Zum Glück gab es von diesen Faltern mehr als genügend.

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Einem dieser Schmetterlinge hat mein aufgehängtes T-Shirt besonders gut gefallen. Wonach das wohl gerochen hat? 😄 😛

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Fast hätte ich vergessen, dass es in unmittelbarer Nähe der Lodge zwei Nester der Goldweber gibt, die aber relativ scheu sind.

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Von den kleinen Geckos gab es auch immer einige in unserem Häuschen. Wir betrachten sie als nette Mitbewohner, die uns lästige Insekten vom Leib halten. Ach hätte es doch noch viel mehr von den Geckos gegeben, denn die Moskitos waren leider weit in der Überzahl. 🤩

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Morgen geht es weiter.
LG Burschi

Teil 1020. März 2017

Am Nachmittag wollten wir eigentlich einen Gamedrive machen, aber da es zu regnen beginnt, sage ich ihn ab. Er wurde für einen Portugiesen trotzdem durchgeführt, der in einer zweistündigen Regenfahrt aber praktisch nichts gesehen hat.
Nach reichlichem Abendessen – heute gab es ein ordentliches Büfett – haben wir uns bei Dauerregen im Häuschen verkrochen.
Am nächsten Vormittag machen wir endlich einen Gamedrive mit „Rector“. Ein Fotograf aus Portugal begleitet uns. Wir sehen kaum Großtiere, als bleibt unser Blick dann vor allem bei Vögeln und Insekten hängen.

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Rotkappenschwalben, Weißgesichtsenten, Elsterwürger, Rotschnabeltoko, Jacana (Blaustirnblatthühnchen) sind ja klar, aber bei dem Greif, der wahrscheinlich ein Jungvogel ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Ein junger Kampfadler?? Maddy hilf!! 🙂 🙂
Dass der Bericht vogellastig werden würde hatte ich ja schon angekündigt und so war es eben auch auf den Gamedrives. Zum Glück hatten der Guide Rector und auch der portugiesische Fotograf dafür Verständnis und waren ihrerseits auch froh mal andere Tiere zu zeigen bzw. sehen zu können. Ganz nebenbei bemerkt hatten wir auch in unmittelbarer Nähe des Autos einen sehr schönen Lechwe-Antilopenbock, doch just im Moment des Fotografierens fiel unserem Begleiter sein zweiter Fotoapperat mit lautem Knall auf den Autoboden, dass der Bock doch noch aus dem Bild sprang. 😮 🤩

Teil 1120. März 2017

Und dann stießen wir doch noch auf die "großen" Tiere, d.h. auf deren frische Hinterlassenschaften. Doch wir waren nicht die ersten Entdecker! Viele Sechsbeiner hatten sie ebenfalls schon entdeckt und fielen gierig darüber her.

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Wie kann man nur so tief in der Scheiße stecken? 😄 😄 😄
Und dann spitzte auch noch was aus dem hohen Gras. Zwei "Securities" (Gelbschnabelmadenhacker) ritten auf ... ? ... Klar, wir haben Schwein gehabt, überhaupt mal was außer Vögeln im Gras zu entdecken. 😄

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Für mich war es nicht schlimm keine Großtierbeobachtungen gemacht zu haben, Aber es gibt leider inzwischen auch etliche Touristen, die ohne Vorkenntnisse über Landschaft und Wetter, eine "günstige" Reise buchen und sich dann am Abend lauthals darüber aufregen, dass man kaum was gesehen hat, was in Hochglanzprospekten versprochen wurde. Eine solche Gruppe empfing uns bei der Rückkehr vom Gamedrive an der Bar in der Lodge.
Am nächsten Tag frühmorgens nach dem Frühstück verlassen wir Namushasha und fahren bei Kongola nach Osten auf der B8 durch Katima Mulilo über die Grenze nach Botswana. Am Grenzübergang nimmt es die namibische Polizei besonders genau und will alle Daten des Autos (Chassis-, Engine-Nr. usw.) in eine Liste eingetragen haben. Kontrolliert wird dies aber nicht. Hätte ich „Ali Baba“ reingeschrieben, wäre das auch nicht aufgefallen. Auf botswanischer Seite dann das übliche Desinfektionsbad fürs Auto und für die Schuhe. Straßengebühren muss ich keine mehr bezahlen, da ich bereits beim ersten Grenzübergang in Buitepos eine entsprechende Anzahl an Tagen auf dem Schein habe eintragen lassen.
Auf der Teerstraße geht es durch den Chobe-Park nach Kasane und dann noch etwa 10 Kilometer weiter zu unserer nächsten Lodge in Kazungula..

Teil 1220. März 2017

6. Cobe Bakwena Lodge, Kazungula, Botswana
Die Chobe Bakwena Lodge ist eine sehr schöne, toll am Chobe gelegene Lodge mit versteckten Häuschen, die alle sehr sauber und liebevoll dekoriert sind; viele kleine Aufmerksamkeiten finden sich (besonders erwähnenswert der Schmuck aus Naturmaterialien zum Abschied auf den betten!), Kaffee und Tee sind frei, dazu noch schmackhafte kleine Snacks am Nachmittag, super freundliches, aufmerksames, hilfsbereites Personal, kleiner sauberer Pool, sehr gutes, reichliches und schmackhaftes Essen, Angebot an guten Gamedrives und Bootsfahrten mit kompetenten Guides, kurz: alles bestens, Note 1*

Mit Willkommensgesang werden wir begrüßt und dann zu „Honeymoonsuite“ geleitet. Ein wahrhaft tolles Ambiente. Womit wir das verdient haben, wissen wir allerdings bis heute nicht. Aber man darf ja auch mal Glück haben! (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, WC und eine Innen und eine Außendusche, eigene Terrasse zum Fluss mit Couchecke!)

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Da wir kurz nach Mittag ankommen, bekommen wir auch noch einen Lunch und nach dem Kofferauspacken vor der ersten Bootsfahrt noch Eistee, Saft und köstliche kleine Snacks gereicht. Welch ein Kontrast zur Lodge vorher!
Und beim nächsten Beitrag endlich die ersten Großtiersichtungen. 🙂 😉

Teil 1320. März 2017

Die Bootsfahrt auf dem Chobe hat dann auch die ersten Großtiere für uns bereit: Mehrfach sehen wir Elefanten, Giraffen und Büffel, Krokodile und Flusspferde und natürlich auch einige Antilopen, darunter auch Wasserböcke. Ein männlicher Kudu demonstriert, warum es zu dieser Jahreszeit so schwierig ist, Tiere zu beobachten:
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Das Gras ist einfach zu hoch! 😄 😄
Natürlich begrüßt uns auch einer der vielen Schreiseeadler und am Wasser sieht man auch relativ häufig einen Wasserwaran.

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Dann stehen wir längere Zeit bei einigen Elefanten, die es sich am Wasser mit dem saftigen Gras gut gehen lassen.

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Die große Elefantenherde mit etlichen Babys stürmt entsetzt davon, als ein riesiger Bulle auftaucht. Sein Ansinnen scheint auf wenig Gegenliebe zu treffen.

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Bei einem schmackhaften Abendessen und einem guten Gläschen Wein klingt der Tag aus.

Teil 1420. März 2017

Noch bei Dunkelheit werden wir am nächsten Tag geweckt und nach kleinem Frühstück sind wir in der Morgendämmerung schon zu einem Gamedrive am Tor zur Chobe River Front. Lucky, unser Guide hat es eilig. Er achtet nicht auf Vögel oder Antilopen, sondern ist zielstrebig auf Löwenjagd.
Er hat tatsächlich Erfolg und bereits nach kurzer Zeit sind wir als erstes Auto bei zwei Löwenpärchen, die uns auch den Gefallen des Paarens tun. Nur eines ist schade. Die Löwen sind ca. 100 Meter entfernt und das Licht ist noch zu schlecht für gute Fotos, zumal es durch den komplett bewölkten Himmel noch immer düster ist. So gelingen leider keine reproduzierbaren Fotos.
Bitte also die Qualität der beiden Löwenbilder zu entschuldigen. Hatte nur Bele versprochen, dass man zurzeit auf jeden Fall was zu sehen bekommt.

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Dafür räkelt sich später eine Löwendiwa fotogen im Gras.

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Natürlich gab es auch noch ein paar Vögel an diesem Vormittag zu sehen. Während die anderen Mitfahrer aus dem Wagen ihre Kaffeepause genossen haben, konnte ich noch Paradieswitwe, Weißbrauenrötel, Rotschnabeltoko, Graukopfsperling und einen Gelbbrustbülbül sowie einige Blumen am Wegesrand, für die sich niemand interessierte, ablichten.

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Weiß jemand zufällig, wie dieser Baum heißt, der da so toll blüht und den es relativ oft zu sehen gibt?
Den Abschluss dieses Gamedrives machte dann noch ein wunderschöner Säbelantilopen-Bock bei der Rückfahrt zur Lodge.

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Nachmittags m,achen wir erneut einen Gamedrive im Park.

Teil 1520. März 2017

Am Nachmittag entschieden wir uns dann, auch wegen des Erfolges am Vormittag, nochmals zu einem Gamedrive am Chobe. Und wieder waren wir erfolgreich. Wir begegneten einer ganzen Reihe von Elefanten, Büffeln, Giraffen und Krokodilen, vielen Pavianen und kurz vor dem Verlassen des Parks am Abend sogar noch einer Tüpfelhyäne. Aber auch die Vogelliste konnte erweitert werden, z.B. mit einem Swainson-Frankolin, der auf einem Baum saß. Leider war das Licht bei der Hyäne schon wieder zu schlecht, da erneut mächtige Regenwolken am Abend den Himmel verdunkelten. Vom Buschbock gelang gerade noch ein Foto und der Elefant winkt zum Abschied von der Riverfront noch nach. 😄

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Morgen geht es dann nach Simbabwe!
LG Burschi

Teil 1621. März 2017

Nach zwei schönen Honeymoontagen müssen wir die Lodge leider verlassen. Ach hätte ich doch anders gebucht! Das Auto lassen wir in einer Ecke der Lodge stehen und werden von dem Shuttle-Unternehmen „Wild Horizons“ abgeholt, und zur Grenze nach Simbabwe gebracht. Der Fahrer sorgt dafür, dass wir dort an keinem Schalter Wartezeiten haben. Die Beamten sind überall sehr freundlich und auf simbabwescher Seite kaufe ich das KAZA-Visum, da wir bei den Victoriafällen auch die sambische Seite besuchen wollen. Es kostet 50 US$ / Person, ist im Endeffekt aber billiger, als wenn man nochmals für Sambia zahlen müsste. Hinter der Grenze werden wir von einem anderen Fahrer übernommen und zunächst nach Victoria Falls gebracht. Im „Kingdom“ - welch ein Protzhotel! - machen wir eine kurze Pause, bevor es auf der recht abwechslungsreichen und kurvenreichen Strecke weiter nach Hwanghe geht. Fast in jedem Dorf gibt es einen Roadblock von Polizisten. Durch den Shuttle-Transport sind wir all den Unannehmlichkeiten aus dem Weg gegangen. In Hwanghe werden wir am Flughafen von einem Fahrzeug der Lodge übernommen und zur nächsten Unterkunft, der Ivory Lodge gebracht.
7. Ivory Lodge Hwanghe Nationalpark, Simbabwe
Die Lodge hat nette einfache Häuschen auf Stelzen in einem privaten Konzessionsgebiet im Hwanghe Nationalpark. Ein Wasserloch mit Hide an der Lodge ist ebenso wie ein sauberer Pool vorhanden. Wir stoßen auf sehr freundliches und hilfsbereites Management, sehr gutes Essen und gut organisierte Gamedrives. Die Anfahrt zum Maincamp im Park und zu diesem selbst ist leider etwas lang auf der Teerstraße. Dass wir kaum Tiere gesehen haben, lag am Wetter und nicht an den Lodgebetreibern.
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So ist auch der erste Gamedrive am Nachmittag von Regengüssen geprägt. Trotzdem mache ich ein paar nette Fotos und sogar wieder von meinen Lieblingsvögeln, den Karminspinten. Von diesen befindet sich eine recht große Schar vor Ort in allen Altersklassen.

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Versprochen, das sind jetzt die letzten Karminspintbilder. Ich wollte nur mal den Jungspund mit aufgerissenem Schnabel in seiner bescheidenen Farbigkeit dem Erwachsenen gegenüberstellen. 😉
Auch eine Schar Perlhühner mit Nachwuchs und ein Gelbschnabeltoko können dankbare Fotomotive sein.

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Und dasnn gibt es auch kleinere Tiere, denen man sich besser nicht nähert. Prozessionsspinnerraupen, die schlimme Verbrennungen auf der Haut verursachen können!

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Am Ende des Gamedrives begegneten wir dann noch einer illustren Lebensgemeinschaft: Zebras, Impalas, Gnus und Paviane. Sie waren eng beisammen, denn durch ihre unterschiedlichen Wahrnwehmungseigenschaften gegenüber Raubtieren ergänzen sie sich ideal und fressen sich gegenseitig auch nichts weg. Vernünftige Bilder gibt es davon nicht, Grund: Regen! 🙁

Teil 1721. März 2017

Am nächsten Tag geht es auf dem Gamedrive in den zentralen Park des Hwanghe. Die Anfahrt dauert ca. 45 Min. auf der Teerstraße und da wir bei der morgendlichen Kühle im offenen Auto sitzen, frieren wir erstmals auf der Reise. Aber wir erhalten gefütterte Ponchos, sodass das dann doch wieder erträglich ist.
Was die Tiersichtungen betrifft, so mache ich mir keine großen Hoffnungen, dann auf Grund des intensiven Regens stehen überall riesige Pfützen und das Gras meterhoch.
Doch wie schon mehrfach gesagt, es gibt immer was zu sehen!
Zunächst mal keine Vögel: 😉

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Zebras und Impalas begegnen wir in größerer Zahl und in einem kleinen See finden sich ein paar Maulaufreißer-Hippos. So weit vom nächsten Fluss entfernt? Sie wurden extra für den Tourismus hier angesiedelt und der „See“ wird auch in der Trockenzeit bepumpt. Über den Sinn kann man steiten.
Gleich daneben aber findet sich der Höhepunkt des heutigen Tages, ein Paar Kronenkraniche, die ich hier überhaupt nicht erwartet habe. Dazu noch ein Bruchwasserläufer. (oder Maddy? 😗 ) Und schließlich läuft uns noch ein Vogel über den Weg, der für mich eine Erstsichtung ist: eine Steppenralle!

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Jetzt wird´s doch wieder vogellastig. 😛 😄

Teil 1821. März 2017

Leider erleben wir auch eine kleine Tiertragödie mit: Ein Schwarzer Milan nimmt die schon fast erwachsenen Jungvögel aus einem Nest von Büffelwebern.
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Ich tröste mich mit Fotos der Rotnackenlerche und der Gabelracke.

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Den Nachmittag verbringen wir in der Lodge.
Meine Frau ruht sich aus und ich beobachte Vögel und Schmetterlinge am Wasserloch vom Hide aus.

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Die zwei Schmetterlinge kann ich nicht bestimmen. Hilfe?! Bei der Taube handelt es sich wohl um eine Bronzeflecktaube.
Der Tag geht mit einem spektakulären Sonnenuntergang zu Ende. Und in der Nacht regnet es. 😉 Was sonst?!

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Schon morgen müssen wir den Park wieder verlassen. 🙁

Teil 1921. März 2017

Den halben Vormittag verbringen wir noch in der Lodge, denn erst um 10.00 Uhr sollen wir vom Flugplatz Hwanghe abgeholt werden. Es dauert aber noch eine halbe Stunde länger, bis der Fahrer mit einem PKW erscheint, zwei Damen hier absetzt und uns einlädt und auf der gleichen Strecke zurück nach Victoria Falls fährt. Unterwegs macht er einen kurzen Stopp in Hwanghe, wo eine alte englische Dampflok steht. Dort tausche ich einige Bond Notes ein, die im Moment neben dem US$ die Währung in Simbabwe bilden. Wer weiß, wie lange die Gültigkeit haben. Es gibt sogar einen Bond Coin, der Ähnlichkeit mit der 2 € - Münze hat.

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Mittags sind wir rechtzeitig zu einem kleinen Lunch im Victoria Falls Hotel. Es ist sicher das höchstklassigste auf der Reise. Wir kennen es bereits von einem früheren Aufenthalt und freuen uns auf das „very british“ Ambiente. Und den vorzüglichen Service! So unternehmen wir auch an diesem Tag nichts weiter, zumal bereits am Nachmittag wieder Gewitterwolken sich über den Falls ausregnen.
8. Victoria Falls Hotel, Simbabwe
Natürlich nicht vergleichbar mit allen anderen Unterkünften, da Hotelcharakter. Very british! Perfekt ausgestattete Zimmer und sehr guter Service; exzellentes Frühstücks- und Abendessenbüfett mit herausragender Auswahl, großer eigener Park mit eigenem Zugang zu den Fällen, sehr großer sauberer Pool, freundliches, hilfsbereites und kompetentes Personal, nahezu alle Aktivitäten rings um die Fälle sind im Hotel buchbar, hervorragender Service, keinerlei lärmende Gruppen, Auftritt von einheimischen Gruppen beim Abendessen,
Note 1*

Am Nachmittag nutze ich den großzügigen Pool, wobei ich beim Schwimmen von oben noch eine Dusche bekomme. Gut, dass wir den Besuch der Fälle auf den nächsten Tag verschoben haben.
Beim Abendessen im Restaurant der „Jungle Junktion“ bekommen wir dann noch einen afrikanischen „Heimatabend“ geboten. Eine Gruppe der Zulu aus Südafrika und eine der Makashi aus Sambia führen verschiedene Tänze auf.

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Die Masken der Makashi sind besonders beeindruckend und an den beiden Abenden haben wir einige unterschiedliche Darstellungen gesehen.
Morgen geht es zu den Fällen!
LG Burschi

Teil 2022. März 2017

Den heutigen Tag haben wir ganz den Fällen gewidmet. Am Vormittag wollen wir die sambische Seite besuchen. Da wir ja das KAZA-Visum haben, ist das kein Problem. Wir werden von einem Einheimischen begleitet, der auch Regenmäntel für uns hat. Eigentlich dachte ich, die sambische Seite wäre trockener, doch weit gefehlt! Die Wassermassen der Fälle sind durch die Niederschläge so heftig, dass sie genau so stark sind wie in der eigentlichen Regenzeit, wenn die Wassermassen aus Angola ankommen. An einigen Stellen – besonders auf der schmalen Brücke zum Aussichtspunkt – fallen regelrechte Sturzbäche vom Himmel und mit den Füßen watet man bis zu den Knöcheln im Wasser. Dafür kann man an zwei Stellen schöne Aufnahmen mit Regenbogen machen.

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Der Übergang an der Grenze war auch insofern interessant, als dort Kolonnen von chinesischen Lastkraftwagen standen, die alle auf ihre Abfertigung warteten. Sie kommen alle aus Sambia und sind in der Regel mit Kupferplatten beladen. Hier kann man die Ausbeutung life miterleben. Ausbeuten wollen einen auch die vielen Straßenhändler, die den Touristen die Hochinflationsscheine Simbabwes andrehen wollen. Da wird es sich wohl in aller Regel um Nachdrucke handeln, was einige, direkt darauf angesprochen, auch zugegeben haben.
Am meisten unter der Dusche haben unsere Schuhe gelitten. Sie waren mit Wasser vollgesaugt und ich musste das Wasser rausschütten. Doch im Hotel konnte ich sie beim Wäschedienst abgeben und erhielt sie schon am Abend sauber und trocken zurück.
Für den Nachmittag habe ich mich dann schon nur noch mit Slippern, T-Shirt und kurzer Hose ausgerüstet, sowie einem Billigregenschutz – vor allem für den Foto - den ich zuhause schon für 1 € gekauft hatte. Diese Verkleidung erwies sich als sehr brauchbar, denn auch auf der Seite von Simbabwe, befanden wir uns fast unter einer Dauerdusche. Das letzte Stück konnte man schon gar nicht mehr gehen, so prasselte das Wasser in regelrechten Vorhängen auf einen herab. Aufnahmen konnte man eigentlich nur an zwei Stellen machen.

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Zum Hotel wurden wir von einer Schar fliegender Händler zurück begleitet. Ich habe ein paar kleine Souvenirs erstanden und bin meine Sonnenbrille günstig losgeworden, die ich extra dafür mitgenommen hatte. Für meine Frau war dies eher etwas unheimlich aufdringlich, mir taten die armen Kerle leid.
Um das Wasser vollstständig an diesem Tag zu genießen, bin ich dann wieder in den Pool gesprungen. Den Abend, verbrachten wir dann wie am Tag zuvor bei einem gigantischen Büfett und beim „afrikanischen Heimatabend“.

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Am nächsten Morgen präsentiert sich der "donnende Rauch" noch einmal prachtvoll von der Hotelterrasse aus gesehen.
Am Vormittag werden wir wieder von „Wild Horizons“ abgeholt und zum Grenzübergang am Chobe zu Namibia gefahren. Nächste Station ist nämlich das Hausboot „Pangolin“. Da dieses in Namibia zugelassen ist, bedeutet das auf der südlichen Seite des Chobe aus Botswana ausreisen, über den Fluss fahren und am nördlichen Ufer auf namibischer Seite einreisen.
9. Das Pangolin-Hausboot: Die Kajüte – wir hatten die erste am Bug – war groß genug für 2 Personen und ordentlich ausgestattet. Am Sonnendeck leider nur 4 Liegen für 6 Personen, Küche und Speisenangebot sind beschränkt und überschaubar. Am Morgen duftete es verführerisch aus der Küche, aber es gab nur Kaffee und Kekse, späterer „Brunch“ war normales Frühstück. Sehr gut waren die Bootsfahrten mit dem kleinen Boot zweimal am Tag. Der Guide war kompetent und fuhr gute Beobachtungsstellen an, alle Großtier- und Vogelliebhaber kamen auf ihre Kosten.
Leider sind wir mit dem großen Hausboot bei zwei Übernachtungen nur an einem Tag zwei Stunden gefahren, ansonsten lag es immer am Ufer. Die Rückfahrt dann mit dem Schnellboot in 1 ½-stündiger rasanter Fahrt. Da wären wir viel lieber noch mit dem großen Boot ein wenig länger auf dem Chobe geschippert! Note: 2-3


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Aber zunächst gleich mal zu unserer ersten Ausfahrt noch am Nachmittag des ersten Tages.
Ich muss gestehen, diese Bootsfahrten auf dem Chobe waren die besten, die ich bis jetzt gemacht habe. Wir kamen unheimlich nahe an Großtiere heran, haben aber auch viele Vögel gesehen und waren fern von den Orten, an denen sonst viele Boote von den Lodgen vor Ort sind.

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Gleich zu Beginn standen wir eine ganze Weile bei einer Büffelherde, die jede Menge „Secu-rities“ und Service-Personal dabei hatte. Dabei waren sowohl Gelb- als auch Rotschnabelmadenhacker im Einsatz.

Teil 2122. März 2017

Der nächste Stopp ist bei einer Herde von „Rotelefanten“ einer hat vergeblich versucht, den dicken Puder sich aus dem Gesicht zu waschen. Hier mache ich natürlich auch unendlich viele Fotos, von denen es nur ein geringer Teil ins Fotobuch schaffen wird, Aber es sind doch immer wieder nette Szenen dabei.

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Aber ich finde zwischen den Elefantenbeinen auch immer wieder Fotomotive, welche andere Touristen überhaupt nicht sehen. So laufen neben den Hinterlassenschaften der Elefanten auch der Doppelbandregenpfeifer und der Flussuferläufer herum.

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Auch zwei verschiedene Mitfahrer haben wir immer wieder an Bord unseres kleinen Bootes: Die Witwenstelze, die uns mit Gesang erfreut, und die Rotkappenschwalbe.

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An einer Stelle entdecke ich endlich mal einen balzenden „Red Bishop“, der nicht gleich zwischen den Schilfhalmen verschwindet. Warum der im Deutschen „Orixweber“ heißt, ist mir bis heute rätselhaft.

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Zum Abschluss präsentiert sich mal ein Hippo in voller Größe:

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Und am Abend blühen die "Night-Lillies" auf:

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Morgen mehr vom zweiten Tag auf dem Hausboot.

Teil 2223. März 2017

Heute machen wir zwei weitere Bootstouren auf dem Chobe, Eine findet am frühen Morgen statt, die andere am Nachmittag, nachdem wir uns innerhalb von zwei Stunden mit dem Hausboot selbst an einen anderen Ort bewegt haben, wo wir wieder vor Anker gingen. Diese Fahrt hätte ruhig etwas länger dauern können. Zuerst fallen mir riesige Vogelschwärme auf.

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Zugvögel? Es stellt sich heraus, dass es sich um Brachseeschwalben handelt. Wieder eine Erstsichtung für mich.
Doch beim nächsten Halt wieder Elefenten. Es gibt also auch in der regenzeit genügend von denen am Chobe zu sehen und noch dazu in unmittelbarer Nähe vom Boot aus. So nahe kommt man an der Chobe Riverfront mit dem Auto selten. und Vor allem man kann sie nicht so lange in Ruhe beobachten, denn jetzt waren wir ja in einem Abschnitt, in dem die großen Bootsflotten der Lodges nicht mehr hinfahren.

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Quizfrage: Wie viele Elefanten sind auf dem Bild?

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Wenn man gebau hinsieht erkennt man, dass der Ele wohl in seiner Jugend eine Zahnspange gebraucht hätte! 😄
Und natürlich auch wieder Vögel: Afrikanisches Sultanshuhn und Heiliger Ibis.

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Geht halt nicht ohne Vögel! 😉 😉 😛

Teil 2323. März 2017

Und unendlich viele andere Fotomotive, von denen ich hier nur eine geringe Auswahl einfügen kann.

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Wiederholt stoßen wir auf Elefantenherden, die sich das frische, saftige Gras schmecken lassen und es sich in ganzen Bündeln – vorher wird jeweils vom Wurzelballen die Erde abge-schüttelt – in den Mund schieben.
Und die Giraffenfreunde will ich hier auch nicht ganz vernachlässigen.
Ein anderer Elefant kniet sich nieder und gräbt mit den Stoßzähnen in der Erde nach Mineralien. Er ist gar nicht erfreut, als wir ihn dabei beobachten.

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Und dann noch ein mächtiges, ca. 3 1/2 m langes Krokodil. Aber es scheint sich um einen Vegetarfier zu handeln, denn auf dem Eckzahn steckt noch ein Blatt vom letzten Mahl! 😄 😄

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Teil 2423. März 2017

Und schließlich geht es auch heute nicht ohne Vögel: Triel und Riesenkingfischer! 😉

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Auf einem Büffel streiten sich Kuhreiher und Madenhacker.

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Die Gelbschnabelmadenhacker scheinen hier eine Versammlung zu haben und verscheuchen schließlich den größeren Kuhreiher.

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Ein Schreiseeadler trägt seine Beute davon und wir müssen zum Hausboot zurück, da eine Gewitterfront aufzieht.

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Teil 2523. März 2017

Und im letzten Abendlicht haben wir dann noch die Ehre:

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Was da Besonderes an dem Krokodil ist?
Na, das ist doch eindeutig, es ist ihre Hoheit, die Krokodilprinzessin vom Chobe. Sieht man doch eindeutig an dem Krönchen, das sie auf
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dem Kopf trägt! 😄 😄
So, in diesem Sinne geht dann der Aufenthalt auf dem Hausboot mit einer ruhigen Nacht - das Gewitter ist vorbeigezogen und es hat nur ein wenig getröpfelt - zu Ende.
Uns hat der Aufenthalt auf dem "stillen" Chobe sehr gut gefallen, vor allem, weil wir in aller Ruhe Tiere beobachten konnten und nicht inmitten einer Schar von Booten standen, wie dies inzwischen auf dem Chobe leider der Fall ist, wenn irgendwo ein Elefant oder sonst was Sehenswertes auftaucht.
Somit noch letzte Impressionen vom Chobe und einem Weißstirnspint, der schön vor der Kamera posierte.

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Viele Grüße:
Burschi

Teil 2623. März 2017

Der nächste Tag ist kurz beschrieben. Wir werden am Morgen im Schnellboot – leider viel zu schnell – vom Hausboot zurück zum namibischen Grenzübergang und dann wieder nach Kasane zur botswanischen Grenze gebracht. Dort wartet bereits ein Auto von der Chobe Bakwena Lodge auf uns und bringt uns wieder zur Unterkunft, wo auch unser Auto noch wohlbehalten steht. Für die eine Nacht, die wir hier noch sind, bekommen wir natürlich nicht die Honeymoonsuite, aber das normale Häuschen ist auch sehr schön und geräumig.

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Wir hätten zwar an diesem Tag noch Gamedrive oder Boatcruise machen können, aber wir brauchen einfach mal einen halben Tag, einfach nur zum Ausruhen, Fotos sichern, Tagebuch schreiben und die Stille in der Lodge zu genießen, wenn alle Gäste außer Haus sind.

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Mit Tee, Kaffee und kleinen Leckereien werden wir dabei verwöhnt.
Doch selbst an diesem „untätigen Nachmittag" finde ich noch ein Vögelchen, einen „Textor“ (nordische Rasse) oder Schwarzkopfweber, den es abzulichten lohnt.

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Wenn wir gewusst hätten, was uns in den kommenden Tagen noch erwartet, wären wir gerne noch einwenig hier geblieben.
Aber erstens kommt es anders und zweitens …

Teil 2724. März 2017

In der Nacht hat es wieder geregnet und am Morgen stehen große Pfützen auf dem Weg, als wir die Lodge verlassen. Wir fahren auf der Teerstraße durch den Chobe-Park und sehen nochmals Löwen und Elefanten neben der Straße. Das Gras steht so hoch, dass man von den Löwen kaum was sieht, als sie neben der Straße herlaufen.
Die Grenze nach Namibia ist schnell überschritten, es gibt keine Probleme und ausnahmsweise sitzt mal eine freundliche Beamtin am Schalter. Überraschenderweise aber wird bei uns noch mit der Pistole „Fieber gemessen“, bevor wir nach Namibia einreisen dürfen. Auf meine Frage, was denn gewesen wäre, wenn jetzt jemand erhöhte Temperatur gehabt hätte, bekam ich die Antwort, dass die Person sofort im daneben gelegenen Hospital untersucht worden wäre.
Etwa 20 km vor Katima Mulilo biegen wir nach rechts ab, um zur Kalizo Lodge zu gelangen. Eigentlich hatte ich mir hier ja die Brutplätze der Karminspinte zu besichtigen erhofft, doch die befinden sich zu dieser Zeit überhaupt nicht hier. Zum Glück hatte ich aber schon welche gesehen. Die 20 km Gravelroad bis zur nächsten Abzweigung zur Lodge waren schon mal ein Vorgeschmack auf Weiteres. Die Straße wird gerade ausgebaut und die Umfahrungen sind reinste Schlammpisten. Aber es sollte noch besser kommen! Auf der Abzweigung zur Lodge-Pad hatte ich schon einige Schlammlöcher und Wasserpfützen hinter mir, als ich plötzlich vor einer größeren Wasserfläche stehe. Links, oder rechts oder mitten durch? Ich schicke eine SMS – Telefonieren hat nicht funktioniert – und erhalte Antwort, dass ich abgeholt werde.

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Kurz darauf erscheint auch ein Auto und ich werde mitten durch den „See“ zur Lodge gelotst.

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Von den gebuchten zwei Tagen konnten wir leider nur einen Tag bleiben, weil wir wegen steigenden Hochwassers die Lodge am nächsten Tag fluchtartig verlassen mussten.
10. Kalizo Lodge am Sambesi, Namibia
Die Lodge hat schöne Zelthäuschen am Chobe mit separatem Küchenhäuschen. Die Ausstattung ist einfach, enthält aber alles, was man braucht. Management ist sehr freundlich und hilfsbereit (Johann und Cherie); die Küche ist ohne viel Schnickschnack, aber schmackhaft und sehr gut. (ausgezeichnetes Steak!) Ein Pool ist auch vorhanden, allerdings hatten wir genug Wasser von oben. Der Boatcruise war ein wenig unmotiviert, was vielleicht auch daran lag, dass ich die Vögel oft vor dem Guide ausgemacht hatte. Note 2


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Vielen Dank nochmals an Johann, ohne den wir noch heute auf der Lodge festsitzen würden!
Das uns zugewiesene Häuschen war schön am Ufer des Sambesi gelegen. Außer uns war nur noch ein amerikanisches Ehepaar in der Lodge. Den Boatcruise am Nachmittag machten wir aber allein mit dem Guide „Bernhard“.
Natürlich gibt es auch hier wieder Vögel zu entdecken, z.B. Langspornkiebitz (den Langzehenkiebitz und den Senegalkiebitz hatten wir ja schon) und Malachit-Kingfischer, der ist ja immer wieder attraktiv.

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Teil 2824. März 2017

Aber auch ein Braunkopfliest, zwei Graufischer am Nest und eine Rahmprinie sind für mich dankbare Fotomotive.

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Die kleine Streifenschwalbe baut überall in der Lodge ihre Nester.

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Am Abend wird nur für uns gekocht, aber das Essen ist sehr gut und schmackhaft, das Steak das beste bisher auf der Reise.
Doch dann folgt das große Abenteuer. Als wir schon in den Betten liegen wird ununterbrochen der Himmel illuminiert – wir hatten doch gar kein Feuerwerk bestellt! – und es beginnt heftig zu regnen. Nein, es regnet nicht, es schüttet. Das Wasser fällt in Vorhängen vom Himmel, man kann keine zehn Meter mehr weit sehen. Der Sambesi, obwohl nicht weit von uns entfernt ist nicht mehr zu sehen. Die grellen Blitze mit den Donnern kommen immer näher, bis es schließlich einen riesigen Knall tut, alle Lichter aus sind und es immer mehr wütet. Meine Frau hat Angst, dass uns der Sambesi wegspült, doch ganz soweit kommt es nicht. Nicht besser wird ihre Laune, als langsam Wasser von der Terrasse außen sich einen Weg ins Zelt sucht. Wir dichten mit Handtüchern ab. Gegen 2.00 Uhr flaut der Tropensturm etwas ab. Mit den Taschenlampen sehen wir, dass um das Zelt herum große Pfützen stehen - zum Glück steht das Zelt auf Stelzen! - und der Sambesi im Bett geblieben ist, im Gegensatz zu meiner Frau, die eine ganze Zeit lang auf einem Stuhl im Zelt gesessen ist.
Diese Nacht mit dem tobenden Tropensturm wird uns immer in Erinnerung bleiben. Es war kaum mit Gewittern bei uns zu vergleichen.
Nach dieser Nacht quält mich der Gedanke, ob ich den Aufenthalt auf der Lodge – ich hatte zwei Tage gebucht – nicht lieber abbrechen sollte. Da kommt es mir sehr entgegen, dass Cherie am Morgen vorschlägt, doch die Lodge lieber zu verlassen, denn bei weiterem Regen wäre dies mit dem Auto wahrscheinlich nicht mehr möglich. Fairerweise wird mir die bereits be-zahlte Übernachtung mit dem Boatcruise und dem Abendessen verrechnet. Vielen Dank!
Die folgenden Übernachtungen kann ich per Anruf jeweils um einen Tag vorverlegen. Johann schlägt dann vor, uns aus der Lodge herauszulotsen, denn auf dem Weg, auf dem wir gekommen waren, steht das Wasser bereits so hoch, dass eine Durchfahrt unmöglich ist.
Wir starten um 9.00 Uhr im Konvoi von 3 Fahrzeugen, voran Johann und am Ende die Amerikaner. Johann fährt auf nicht mehr erkennbaren Nebenwegen und querfeldein, was für einen Ortsunkundigen absolut unmöglich gewesen wäre. Auf halber Strecke bleibt der Amerikaner mit seinem Fahrzeug (Toyota 4x4 Hilux) das erste Mal stecken und Johann muss ihn mit seinem Fahrzeug herausziehen. Kurz vor einem Dorf fährt er sich dann zum zweiten Mal fest, dieses Mal aber so heftig, dass er bis zum Bodenblech festsitzt und wir ihn selbst mit unseren zwei Fahrzeugen nicht herausbekommen.

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Nun müssen Dorfbewohner helfen: Vorderräder ausgraben, Auto vorne aufbocken, Bretter unter die Reifen schieben. Hinterräder ausgraben, hinten aufbocken, wieder Bretter und Äste unter die Räder. Dann schafft es Johann mit einer Seilwinde, das Auto herauszuziehen.
Mit viel Glück, tiefsten Wasserdurchfahrten und tiefen Schlammstrecken schaffen wir es endlich nach 2 Stunden die 5 km entfernte Gravelroad zu erreichen. Doch auch die nächsten 20 km auf dieser sind oft nur mit 4x4 „high range“ zu durchqueren, da die Piste nach dem Regen völlig verschlammt ist. Endlich ist die Teerstraße erreicht und wir können Richtung Katima Mulilo starten. Warum ist unser Auto nicht versackt? Nicht weil ich der bessere Fahrer bin, sondern weil wir einfach die besseren Reifen mit groben Stollen hatten. Darauf sollte man also unbedingt achten.
An der B8 verabschieden wir uns von den Amerikanern, die nach den heutigen Erfahrungen ihren Tourenplan ändern.
Der Rest des Tages besteht hauptsächlich aus der Fahrt bis an den Kawango zur Nunda Lodge.
11. Nunda River Lodge
Obwohl gerade ein Teil der Lodge renoviert wird, haben wir uns recht wohl gefühlt. Wir haben ein geräumiges Häuschen mit allem, was man braucht. Großer sauberer Pool ist vorhanden, aufmerksames und freundliches Management und Personal führt die Lodge, es gibt ordentliches Essen mit kleinen Abstrichen (Oryx-Steak zu dick und zu trocken). Eine Bootsfahrt haben wir witterungsbedingt und Gamedrive zeitbedingt nicht genutzt. Note +2


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Wir genießen den Sundowner in Ruhe auf der Terrasse. Stress hatten wir heute ja genug. 😗 😉 🙂

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Teil 2924. März 2017

Nach dem Frühstück verlassen wir die Lodge wieder und fahren auf der B8 nach Rundu zur nächsten Zwischenstation, der Hakusembe Lodge am Okawango. Ich habe die Rückfahrt nach Windhoek bewusst in kurze Abschnitte aufgeteilt, um entspannt ans Ziel zu kommen. Doch so ganz entspannt wird der heutige Tag nicht.
Schon bei der Einfahrt in die Lodgepad irritiert mich ein Schild: Die Lodgezufahrt ist überflutet, eine Durchfahrt nicht möglich!
Bei einem Anruf, ob das zutreffe, kommt die Antwort, alles o.k., man solle das Schild einfach ignorieren. Die Anfahrt war aber tatsächlich nur mit 4x4 möglich!
12. Hakusembe River Lodge am Okawango Namibia (Note 4-)
Die Erfahrungen sind subjektiv und basieren nur auf diesem einen Tag.

Hakusembe hat eine sehr schöne Lodgeanlage mit großem Restaurant und großer Bar und vielen kleinen Häuschen. Vorhanden ist ein mittelgroßer Pool, der gesäubert wird, als die Gäste bereits darinnen sind.
Zum Zimmerbezug muss ich ein wenig ausholen.
11.30 Uhr Ankunft in der Lodge. Das Häuschen ist noch nicht fertig. O.k. wir sind ja auch früh dran, warten gerne bei einem Bier auf der Terrasse. Wir bekommen aber schon mal Haus Nr. 15, wir freuen uns, weil wir beim letzten Besuch das gleiche Haus hatten. Wir sollten etwa eine Stunde warten. Kein Problem!
12.45 Uhr wir sitzen noch auf der Terrasse, mit Blick auf Nr. 15, in das bis jetzt niemand einen Fuß hinein gesetzt hat. Wir bestellen uns im Restaurant einen Salat mit Hähnchenstreifen.
13.00 Uhr bestelle ich ein Glas Weißwein zum Essen, das noch nicht da ist.
13.45 Uhr kommt der Salat nach 1 Std. Wartezeit. Der Weißwein ist längst ausgetrunken, da er warm geworden ist.
14.00 Uhr noch immer war niemand am Haus. Frage: „Wann können wir in das Häuschen?“ Antwort: „Give me half an hour!“ o.k. Wir haben es ja nicht eilig!
15.00 Uhr neue Gäste treffen ein und bekommen Haus Nr. 1 zugewiesen. Inzwischen haben Angestellte gegessen, die das Essen nach 10 Min. bekommen haben. An unserem Haus war noch immer niemand. Meine ungeduldige Frage, wann wir denn endlich das Haus beziehen könnten? „Das Haus wurde desinfiziert, da können Sie frühestens um 17.00 Uhr rein! Sie können aber Haus Nr. 2 haben!“ Nebenbei bemerkt, das wäre bereits vor 2 Stunden fertig gewesen!

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15.30 Uhr. Wir sind in Haus Nr. 2 eingezogen, nach 4 Std. Wartezeit!!
Kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung!
Auch hier die gleichen Mängel wie bei Namushasha: Alle kleinen „Aufmerksamkeiten“ fehlen, kein Insektenspray oder dgl., Kaffee und Kekse müssen extra an der Bar bezahlt werden.
Wir werden gefragt, ob wir an der Bootsfahrt teilnehmen wollen. Wir lehnen ab, da am Himmel absehbar ist, dass es in kurzer Zeit regnen wird. Andere Gäste fahren um 16.30 Uhr los und sind um 17.00 Uhr wieder da, weil es aus allen Wolken schüttet. Sie sollen am nächsten Tag die Bootsfahrt bezahlen, beschweren sich aber.
Abendessen. Die Linsensuppe war recht gut. Nudeln kalt, Rösti lauwarm, Oryxsteaks (Fleischschnitzelchen im Sud, aber keine Steaks!) wurden schon eine Stunde vor dem Servieren in einer großen Form nochmals zu Tode gekocht.
Am Morgen steht vor dem Frühstück Kaffee vor der Türe des Häuschens. Schön, aber welchen Sinn macht das, wenn man gerade zum Frühstück geht?
Mir scheint das Management total überfordert, Personal agiert (bewusst?) sehr langsam.
Wir sind so verärgert, dass wir den Aufenthalt nicht genießen können. Ein kleiner Spaziergang und ein kurzer Besuch im Pool sind die einzigen Aktivitäten.
Gleichzeitig ist noch eine Regierungsdelegation in der Lodge, die jede Menge Securities dabei haben und von einigen wichtigen Deutschen begleitet werden, die so wichtig sind, dass sie nicht einmal einen höflichen Gruß erwidern. 😈 Die Regierungsvertreter schlafen aber nicht in der Lodge, sondern in einem Hotel in Rundu.
So bleibt nur ein allereinziger Lichtblick:

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Wir waren zuletzt in Hakusembe, als es kurz zuvor von Gondwana übernommen wurde. Und wir hatten so einen guten Eindruck!
Schade!

Teil 3024. März 2017

Durch die nächtlichen Regenfälle ist die Schlammpiste zur Lodge noch tiefer geworden. Die Security-Flotte mit der Regierungsdelegation – die übrigens nur auf der Lodge getagt und nicht dort übernachtet haben – hat die Lodge bereits verlassen und in einem tiefen Schlamm-stück einen PKW einfach stehen lassen. Niemand befindet sich in dem Auto, dem man helfen könnte.

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Also umfahren wir den festsitzenden PKW links im tiefen Schlamm und sind froh wieder die Teerstraße zu erreichen.
Unsere Route geht weiter auf der B8 Richtung Grootfontein. Dort liegt unsere nächste Zwischenstation, die Fiume Gamelodge.
Es ist eine nette kleinere Lodge mit sauberen, zweckmäßig eingerichteten Häuschen, großem Garten, sauberem Pool, sehr nettem und freundlichem Management und Personal. Es gibt sehr schmackhaftes reichliches Essen und aufmerksame Bedienung. Note +2


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Vom Game ist leider während unserer Anwesenheit nichts zu sehen, dann auch hier hat es in der Nacht heftig geregnet und überall stehen Pfützen und das Gras ist extrem hoch.
Aber ich finde ja immer was, was sich lohnt auf die Speicherkarte zu bannen.
Da wäre z.B. noch die Hofkonzertgruppe: Hähne und eine Henne kommen schnurstracks auf uns zu, setzen sich auf ein Holzgeländer und krähen wie Pavarotti und Co! 😄 😄

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Na, wenn das keine Begrüßung ist! 😄

Teil 3124. März 2017

Da ich genügend Zeit habe, entdecke ich auch noch ein paar weitere Tierchen:
Maricoschnäpper, Wellenastrild und ein Ölkäfer auf einem Rosenstock

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Hier treffe ich auch einen alten Bekannten wieder: Morris, von den Buschleuten in Grashoek, der mich vor ca. 11 Jahren zum ersten Mal bei den Buschleuten dort geführt und gedolmetscht hat. Er hat inzwischen Erna geheiratet, die ich ebenfalls gut kenne. Inzwischen haben sie zusammen 5 Kinder und Morris leitet mit Erna das Fiume Bushcamp, das man, wenn man San-Aktivitäten mitmachen will, ebenfalls besuchen kann.

Auf direktem Wege fahren wir am Morgen weiter nach Otjiwarongo und kommen mittags bei unseren Freunden auf der Farm an. Wie immer werden wir herzlich begrüßt, gut untergebracht, bestens verpflegt und liebevoll umsorgt.
Wir führen viele Gespräche über die aktuellen Situationen in Namibia und Deutschland und auf den beiden Farmrundfahrten lerne ich wiederviel Neues dazu und auch die Arbeit eines Farmers in Namibia schätzen. Sie bringen eine unglaubliche Leistung und müssen praktisch in vielen Berufen fit sein, um gut überleben zu können. Dabei wirft ihnen der Staat immer wieder Knüppel zwischen die Beine.
Nebenbei registriere ich noch zwei neue Vogelarten: Namaquatäubchen und Kalahariheckensänger

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Zum Abschluss noch eine Farmidylle:

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Wir verabschieden uns naxh zwei Tagen von unseren Freunden, schon ein wenig wehmütig, denn schließlich weiß man nie, ob man sich noch einmal wieder sieht.
Ich fahre durch ohne anzuhalten bis Windhoek und kann dort gleich wieder ein Zimmer in der Pension Sonneneck beziehen.
Da am Sonntagnachmittag in Windhoek die Gehsteige hochgeklappt werden, habe ich schnell noch ein wenig zum Essen für den Abend eingekauft und wir verbringen den Rest des Tages im Garten der Pension.
Da unser Flieger am nächsten Tag erst am Abend geht, haben wir noch einen Tag in Windhoek. Eigentlich wollte ich mich noch mit jemandem treffen, doch da kommen nur Ausreden und Absagen aufs Handy. Wir machen noch einen Spaziergang in Windhoek, dessen Lärm und Unruhe uns aber nach den vielen Erlebnissen in der Natur überhaupt nicht zusagt und so fahren wir zurück in die Pension, packen die Koffer und bleiben dort im Garten.
Gegen 15.00 Uhr gebe ich das Auto bei ASCO ab, die nichts zu beanstanden haben und uns dann gegen 16.00 Uhr zum Flughafen bringen.
Dann das übliche Procedere: Warten, warten, warten, 😗 Einchecken, Security Check, Warten, Boarding, Warten, Abflug, Essen, Schlafen, Essen,
- jetzt ist ja schon morgen! – Landung, Gepäck aufnehmen, zum Zug hasten (ersten Zug erwischt!) – Zugfahrt, Umsteigen (zum Glück innerhalb von drei Minuten den Anschlusszug erwischt) –Ankunft, Taxi, Zuhause. Saukalt!!! Aber im Garten blühen die Krokusse.
Zum ersten Mal sagt meine Frau: "Wir hätten ruhig noch etwas bleiben können. Es war schon aweng kurz. " 🤩
Tja, das war´s. Morgen setze ich noch ein kleines Schlusswort und ein paar Gedanken darunter.
Viele Grüße:
Burschi

Teil 3225. März 2017

Hallo nochmal zum Schluss,
Als ich vor fast 20 Jahren zum ersten Mal nach Namibia reiste, da
- konnte man den Flug noch kurz vor dem Termin als Schnäppchen für damals 370 DM im Internet ersteigern
- standen in Windhoek mal 3-4 Autos an einer Ampel
- ist man auf der Strecke nach Okahandja vielleicht einem oder zwei Autos begegnet
- habe ich nie in der Etoscha vorgebucht, weil immer eine Campsite frei war
- sind wir 3 Tage im Kaokoveld unterwegs gewesen ohne einem Menschen zu begegnen
- fuhren noch keine Busse in der Etoscha oder im Sossusvlei umher und unterwegs ist man in 2 Stunden oft nur einem Auto begegnet
- waren die meisten Strecken Gravelroads, besonders auch die im Caprivi und so konnte man nur wesentlich kürzere Strecken an einem Tag fahren
- standen zwischen Swakopmund und Walvis 5 kleine Hütten
- gab es noch keine Diskussion über die Kriminalität, Namibia galt als sicherstes Land Afrikas.
- war Namibnia das Land der unendlichen Weite und das Land der "Roten Stille"
Das hat sich alles geändert!
- Die Städte Windhoek und Swakopmund sind explodiert, in Höhe und Ausdehnung.
- In gleichem Maße ist der Ausbau der Straßen fortgeschritten, es wird gerast, überholt und gestorben.
- Die Kriminalität ist durch den steigenden Geldbedarf für Handys und andere Statussymbole exponentiell angestiegen.
- An den Wasserlöchern in der Etoscha stehen oft drei Busse vor einem Löwenpaar und man hat Mühe zwischen denen durchzuschauen.
- Bei der Einfahrt in den Sossusvlei stehen am Morgen endlose Kolonnen von Autos mit laufendem Motor.
- Und es haben sich auch die Touristen verändert, nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Art und dem Verhalten. Es gab nicht den Pauschaltouristen, der seine Reise bei A... oder L... gebucht hat, vorher nie einen Reisebericht gelesen hat, nach stundenlanger Busfahtrt mit lautem Gegröhle erst mal in der Lodge an die Bar stürmt, sich lauthals darüber beschwert, wenn in der Trockenzeit der Pool nicht befüllt ist, am nächtlichen Wasserloch oder beim Gamedrive in Partylaune ist.
Vorherrschend war der Individualtourist, der sich schon zu Hause eingehend mit dem Land, das er immer ohne Navi bereist hat, intensiv auseinander gesetzt hat und die Pirschfahrt selbst unternommen hat. Längst gab es noch nicht die unendliche Zahl von Gamedrivefahrzeugen, die sich per Funk verständigen und bei einer Löwenmeldung dann losrasen, um dort dann zu 20 oder mehr Fahrzeugen einer Paarung zuzusehen. Längst gab es auf dem Chobe nicht eine Armada von Booten, die bei Sichtung einer Elefantenherde losrasen und mit ihrem Wellenschlag sämtliche Gelege der Jacanas zerstören.
Ja, ich weine der Vergangenheit nach. Nein ich missgönne den Leuten heute Namibia nicht! Aber es ist nicht mehr das Namibia, das ich so lieben gelernt habe, in dem ich viele Freunde gefunden habe, in dem ich seit vielen Jahren Sozialprojekte unterstütze.
In diesem Zusammenhang muss man auch meine Kritik an den Lodges von Gondwana verstehen. Ich habe - mit Ausnahme von Canyon Village alle Gondwana Lodge s besucht. Ich war in Damara Mopane, Namushasha, Hakusembe jeweils kurz nach der Eröffnung. ich war von der Anlage und der Idee begeistert. Ich habe im Gespräch mit Manfred Goldbeck ihm zu seinen Ideen und seinem Engagement und der sehr guten Qualität der Lodges gratuliert.
Aber wie sich Namibia verändert hat, haben sich auch meine Erfahrungen mit Gondwana verändert. Von den negativen Eindrücken auf Namushasha und Hakusembe habe ich hier ja schon berichtet, doch auch auf Damara Mopane hatte ich beim letzten Besuch am Wochenende bei Abwesenheit der Manager Ballermannatmoshäre am Pool und in der Bar; auf Kalahari Anib hat ein völlig betrunkener Kegelverein aus Vorarlberg die Lodge bis nachts um ein Uhr aufgemischt und ... Nein, Gondwana hat auf seinen Lodge die Kapazitäten für den neuen Pauschaltourismus und für die Touristen, die früher an den Stränden der Türkei und Ägyptens, in Tunesien und sonstwo ihr Unwesen trieben. Es tut mir leid, das so krass auszudrücken.
Die Konsequenz: Nach fast 20 jahren werde ich Namibia als Urlaubsziel streichen. Ich werde vielleicht nochmal meine Freunde und die Sozialprojekte besuchen. Aber das Feuer für das Land ist wie die untergehende Sonne Afrikas erloschen.
Viele liebe Grüße - ich gönne euch den Urlaub in Namibia, aber ich suche andere Ziele:
Burschi

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NamBotSimSam - eine Tour zur Regenzeit! von Burschi

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/292077-nambotsimsam-eine-tour-zur-regenzeit

Stand: letzter Berichtsteil vom 25. März 2017

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