Reisebericht

NamBotSimSam - eine Tour zur Regenzeit!

von Burschi · begonnen 17. März 2017 · 32 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen vier Wochen lang mit dem gemieteten Toyota Hilux durch Namibia, Botswana, Simbabwe und kurz auch nach Sambia – mitten in der Regenzeit. Die Panhandle-Piste nach Etsha6 ist streckenweise nur noch eine Schlamm- und Pfützenpiste, Schlaglöcher auf den Teerstraßen sind bis zu 45 cm tief mit Wasser gefüllt, und griffige Reifen entscheiden mehrfach darüber, ob wir durchkommen oder stecken bleiben. Im Okavango-Delta lassen wir das Auto zurück und erkunden die Mopiri Lodge drei Tage lang nur per Boot – ideal für Vogelbeobachtung, mit Karminspinten, Malachit-Kingfischern und über 60 Arten in zwei Tagen. Am Chobe sehen wir trotz Regenzeit reichlich Elefanten und Löwen, auch wenn hohes Gras viele Tiere verbirgt.

Ein Shuttle bringt uns nach Simbabwe zum Hwange-Nationalpark und zu den Victoriafällen, die auf beiden Seiten der Grenze außergewöhnlich wasserreich toben. Zwei Nächte auf dem Hausboot Pangolin am Chobe bringen die schönsten Bootsfahrten der ganzen Reise. Der dramatischste Moment: An der Kalizo Lodge am Sambesi treibt uns steigendes Hochwasser nach nur einer statt zwei geplanten Nächten zur Flucht – die Lodge-Leitung (Johann) lotst uns im Konvoi durch unpassierbar gewordene Buschpisten, ein Begleitfahrzeug bleibt bis zum Bodenblech im Schlamm stecken und wird erst mit Hilfe von Dorfbewohnern und Seilwinde befreit.

Auf der Rückfahrt durch den Caprivi warten noch weitere überflutete Zufahrten und lange Wartezeiten in einigen Lodges, bevor die Reise in Windhoek endet.

Reisezeitraum
Vierwöchige Reise während der Regenzeit (kein Datum im Bericht belegt)
Länder
Namibia, Botswana, Simbabwe, Sambia (nur Tagesbesuch der Victoriafälle)
Gruppe
Zu zweit (Ehepaar)
Reiseart
Mietwagen-Selbstfahrer für den Großteil der Reise, mit mehreren vollständig geführten Abschnitten: Bootslodge im Okavango-Delta (3 Tage ohne eigenes Auto), Shuttle-Ausflug nach Simbabwe zu Hwange-Nationalpark und Victoriafällen (Wild Horizons), zwei Nächte auf dem Hausboot Pangolin am Chobe
Fahrzeug
Gemieteter Toyota Hilux 4x4 (ASCO Car Hire)
Veranstalter
Kein Veranstalter für die Gesamtreise; Wild Horizons als Shuttle-Unternehmen für den Simbabwe-Abschnitt
Unterkunftsart
Lodges, Guest Farm, Camp, Pension, Hausboot
Route
Windhoek – Zelda Guest Farm – Buitepos (Grenze) – Ghanzi – Panhandle – Etsha6/Mopiri Lodge (Okavango-Delta) – Mahango-Nationalpark – Namushasha Lodge am Kwando (Caprivi) – Chobe-Nationalpark – Kasane/Chobe Bakwena Lodge – Victoria Falls/Ivory Lodge (Hwange-Nationalpark, Simbabwe) – Victoria Falls Hotel – sambische Seite der Victoriafälle – Hausboot Pangolin am Chobe – Kalizo Lodge am Sambesi (Caprivi) – Nunda River Lodge – Hakusembe River Lodge (Kavango) – Fiume Gamelodge – Farm bei Otjiwarongo – Windhoek
Fahrstrecke
Keine Gesamtkilometerangabe für diese Reise im Bericht
Flug/Anreise
Air Namibia Frankfurt–Windhoek
Besonderheit
Hochwasser-Evakuierung von der Kalizo Lodge am Sambesi; mehrere Lodgezufahrten nur unter erschwerten Bedingungen erreichbar
Gebiete
Okavango-Delta · Caprivi · Chobe-Nationalpark · Hwange-Nationalpark · Mahango-Nationalpark · Victoriafälle
Orte
Windhoek · Buitepos · Ghanzi · Kasane · Katima Mulilo
Unterkünfte
Zelda Guest Farm · Ghanzi Trail Blazers · Mopiri Lodge · Namushasha Lodge · Chobe Bakwena Lodge · Ivory Lodge Hwange · Victoria Falls Hotel · Pangolin-Hausboot · Kalizo Lodge · Hakusembe River Lodge
Reiseart
Mietwagen-Selbstfahrer · ASCO Car Hire · Wild Horizons
Bedingungen
Regenzeit · Schlammpiste · Hochwasser · Schlaglochpiste · hohes Gras · KAZA-Visum
Natur
Karminspinte · Kronenkraniche · Steppenralle · Löwen · Elefanten

Automatisch aus dem Bericht erstellt. Massgeblich ist der Bericht selbst.

Teil 117. März 2017
Liebe Fomis!
ich bin gerade aus Namibia nach einer vierwöchigen Tour zurück. Ich will keinen elend langen Bericht schreiben, sondern nur ein paar Tipps geben. Außerdem finde ich vielleicht am Ende auch ein paar nachdenkliche Gedanken, denn wir haben einiges in diesen 4 Wochen erlebt.
Da ich in diesen Wochen kein Namibia-Forum gelesen habe, weiß ich nicht, ob das eine oder andere schon gepostet wurde, und bitte daher um Entschuldigung, wenn ich irgendwas wiederhole.
Ich wusste natürlich, dass es Regenzeit ist und war auch darauf vorbereitet, dass die Tiersichtungen anders als in der Trockenzeit sein würden. trotzdem habe ich viel gesehen, aber mein Bericht ist dann vielleicht etwas vogellastig, ich werde aber versuchen, nur die selteneren Arten zu zeigen. Wichtig ist mir auch die Beschreibung der Strecke und der Lodges, wenngleich ich natürlich auch weiß, dass das alles nur Momentaufnahmen sind. Wir haben fast überall 2 - 3 Tage übernachtet, mit Ausnahme der letzten Übernachtungen, die nur der Rückfahrt dienten.
Die Route ganz kurz: Windhoek - Botswana, Ghanzi - die Panhandle hoch bis Etsha6 - drei Tage im Delta - dann wieder nach Namibia in den Caprivi zum Kwando (3 Tage) - weiter wieder nach Botswana nach Kasane (3 Tage) - dort haben wir das Auto stehen lassen, sind mit Shuttle in den Hwanghe Park nach Simbabwe - zurück nach Victoria Falls, - dann auf ein Hausboot am Chobe - zurück nach Kasane und dann durch den Caprivi in 4 Stationen zurück nach Windhoek.
Für diejenigen, die vielleicht in den nächsten Tagen losfahren, schnell ein paar vorweg Hinqweise, die vielleicht wichtig sein könnten:
Namibia hat im Norden so viel Regen wie schon seit vielen jahren nicht bekommen und es regnet weiter. Einige Lodges sind nicht mehr erreichbar, andere teilweise überflutet, andere nur unter erschwerten Bedingungen. ihr solltet immer vorher anrufen, wie die Anfahrtsituation ist.
Als beispiel zwei Bilder von der Mt. Etjo Lodge:

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Auch auf den Straßen sollte man vorsichtig fahren. Damit meine ich vor allem auch die Teerstraßen. Durch den Regen und die Hitze sind auf vielen Strecken Schlaglöcher aufgeplatzt, die besonders den kleineren Fahrzeugen sehr gefährlich werden können. Am schlimmsten ist die Strecke die Panhandle entlang. Hier ist Schlagloch an Schlagloch und noch dazu sind diese oft mit Wasser gefüllt und man kann nicht die Tiefe abschätzen. Eines habe ich mal ausgemessen: 2x1 Meter breit und 45 cm tief. Das kann bei Tempo 80 für einen PKW zur Todesfalle werden. Auf diser Strecke sind außerdem tausende von Eseln und Rindern unterwegs. Keinesfalls in der Nacht fahren! In Namibia ist man gerade dabei die Löcher zu nummerieren, damit man sie später auch ordnungsgemäß wieder befüllen kann. 😄 😄
Immer wieder sind auch Radarkontrollen: z.B. vor Okahandja, bei Otavi, in Botswana bei Grumare am Ortsende (fast immer!)
Auch wenn man bei den Touren oft Ponchos bekommt, sollte man doch eigenen Regenschutz dabei haben. Schon nach 10 Metern kann man nass bis auf die Haut sein.

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Der Regen fällt oft nicht in Tropfen, sondern in Vorhängen! 😄
Aber es regnet ja nicht immer und überall und man kann auch mal Glück haben.
Unbedingt bei der Fahrzeuganmiete darauf achten, dass die Reifen ein starkes Profil haben. Wichtig bei Schlammstrecken! Ein anderer Tourist hatte zwar das gleiche Fahrzeug wie wir (Toyota 4x4 Hilux), aber eine so schlechte Bereifung, dass er zweimal völlig versackt ist, wo wir noch zügig durchfahren konnten.
So, das reicht zum Einstieg, ich muss erst noch ein paar Bilder vorbereiten. Vielleicht haben ja ein paar Interesse ein wenig mitzufahren.
Viele Grüße:
Burschi
Teil 218. März 2017
Die Reise startete mit Air Namibnia in Frankfurt. Nachdem schon so viel Negatives über AN geschrieben wurde, muss ich sie mal loben: Pünktlich, guter Service (viel besser als in anderen Airlines!), sogar das Abendessen war recht ordentlich, ausreichend Getränke.
In Windhoek mussten wir allerdings am Flughafen 1 Std. warten, weil der Fahrer des Autoverleihers uns nicht auf seinem Zettel hatte und nochmals extra für uns ein weiterer Fahrer geschickt wurde.
Autoübernahme bei ASCO: das Auto war top und hat sich bei allen Schwierigkeiten als zuverlässig erwiesen. Bin mit ASCO zufrieden, hatte bei ca. 70.000 km im südlichen Afrika mit Autos dieses Verleihers erst einen einzigen Platten. Dieses Mal aber war die Bereifung entscheidend dafür, dass wir nicht im Schlamm versackten.
Dann ging es zum Schnelleinkauf, vor allem Getränke im Wernhill Center, das auf der Strecke zur Unterkunft liegt.
1. Pension Sonneneck Windhoek Namibia
Kleine Pension im Stadtteil Eros, ruhig gelegen, nur Frühstück, ohne Möglichkeit für Abendessen, sehr sauber, Zimmer groß, durch große Bäume viel Schatten, nette freundliche, hilfsbereite Leitung, gute bestückte Minibar-Kühlschrank zu akzeptablen Preisen, Pool wegen Wassersparmaßnahmen derzeit nicht befüllbar.
Note 2

(Die "Noten" orientieren sich an Schulnoten und sind natürlich subjektiv!)

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Für den Rest des Tages standen persönliche Dinge an. Spendenübergabe in einer Schule in Katutura, wo wir in den letzten Jahren eine Küche gebaut haben und Arbeit im Nationalarchiv). Das war also noch absolut kein Urlaubstag und am Abend war dann nur noch Bett angesagt.
Am nächsten Morgen schon reisten wir weiter auf der B6 über Gobabis an die Grenze zu Botswana zur ersten Übernachtung auf der Zelda Guest Farm.
2. Zelda Guest Farm
Günstig gelegene Unterkunft nahe der Grenze zu Botswana. Schöne große Gartenanlage, die leider mit figürlichem Kitsch bestückt ist, der nicht jedermanns Sache ist. Bei längerem Aufenthalt sind San-Aktivitäten und Gamedrives möglich. Die Zimmer sind sauber und mit allem Notwendigen ausgestattet. Auch hier lässt sich über Geschmack streiten. Der Pool ist ordentlich und sauber. An der Farm leben einige Tiere, die am Nachmittag bei einer Fütterungstour vorgeführt werden. Man kann also Leopard, Erdmännchen, Warzenschwein, Nandu (!?) und Stachelschwein sowie einige Kleintiere hinter Gittern oder in kleineren Freianlagen vorgeführt bekommen. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Das Essen (das beim letzten Mal noch sehr gut war!) war sehr übersichtlich.
Note 3


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Die ersten Tieraufnahmen folgen !
Teil 318. März 2017
Zuerst mal 2 Aufnahmen, die bestimmt nicht in meinem Fotobuch landen werden:

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Da habe ich mich dann bei einem Spaziergang dann doch lieber an den kleinen Tieren orientiert. Eigentlich bin ich der Typ, der immer was entdeckt, es müssen nicht die "Big Five" sein!

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Hier dürft ihr übrigens gerne beim Bestimmen mithelfen, ich bin da kein Spezialist für diese Arten und könnte nur Heuschrecke, Libelle und Eidechse sagen. Danke schon mal für die Hilfe der Fachleute hier! 🙂 🙂
So, demnächst geht die Reise weiter zum ersten richtigen Ziel im Delta.
Viele Grüße:
Burschi
Teil 418. März 2017
Nachdem es draußen regnet, kann ich ja schnell mal weiter fahren. Vor dem Delta haben wir allerdings noch eine Zwischenstation eingelegt.
Zuerst geht es über die Grenze nach Botswana bei Buitepos. Alles war rasch erledigt, da ich auch genügend Pula einstecken hatte. Eine neuigkeit kann ich aber vermelden. An der Grenze konnta man die Gebühren auch in Nam$ zahlen. Bisher wurden nur Pula, Rand oder US$ angenommen.
Ziel ist heute die Unterkunft der San-Gruppe der Ghanzi Trail Blazers. Die Straße unterwegs ist gut, aber langweilig, von einigen Kühen und Eseln auf der Straße abgesehen.
In Ghanzi sind wir die einzigen Gäste. Dementsprechend ist nichts los. Ich verbringe die Zeit mit Spaziergängen, meine Frau mit Lesen oder mit Plaudereien mit einem jungen Österreicher, der Geologie studiert und Tomaten züchtet und hier irgendwie gestrandet ist.
3. Ghanzi Trail Blazers, Botswana
Ghanzi Trail Blazers hat bescheidene kleine Häuschen mit einfacher Einrichtung; San-Aktivitäten sind möglich, müssen aber vorher angemeldet werden. Abendessen bekommt man auch nach Bestellung, einfache aber schmackhafte Kost, keine Kartenzahlung möglich. Man sollte hier alles vorher buchen, denn sonst wird es, wenn keine weiteren Gäste da sind, sehr einsam.
Note 3

Irritiert haben mich bei meinem Spaziergang eine Senegaltaube, die sich aufgebläht hat und gefleckte Maricoschnäpper, den ich nicht sofort als Jungvögel identifizieren konnte.

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Das Abendessen haben wir gemeinsam mit dem anderen jungen Gast eingenommen. Es war einfach, aber sehr schmackhaft und sehr reichlich.
Der nächste Tag ist zunächst mal Fahrtag. Von Ghanzi geht es auf der A1 nach Sehithwa und von dort nach Norden die „Panhandle“ auf der A15 entlang. Diese ist in einem extrem schlechten Zustand. Schlagloch reiht sich an Schlagloch und da viele mit Wasser gefüllt sind, weiß man nicht, wie tief sie sind. Man muss extrem vorsichtig fahren. Erschwert wird die Fahrerei noch durch 1000e von Eseln, Kühen und anderen Getier, wobei besonders die Esel in ihrer Sturheit – oder auch wegen gefesselten Beinen – nicht daran denken, aus dem Weg zu gehen. So wird die Fahrt oft zu einer Slalomkurverei.
Gegen Mittag sind bei Etsha6 und haben gleich bei der Einfahrt die erste schwere „Schlammfahrprüfung“ zu bestehen. Der Regen hat die Gravelroad in eine Pfützen- und Schlammpiste verwandelt. Am Treffpunkt – alte Tankstelle – werden wir erwartet und dann zu einem Parkplatz geleitet, wo das Auto drei Tage sicher steht. Salvation, unser Guide für die Zeit auf Mopiri, bringt uns erst mit dem Auto zum Rande des Deltas und dann mit dem Boot auf eine Insel, auf der die Mopiri Lodge liegt. Bereits die ersten Wasserdurchfahrten mit dem Auto geben einen Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten wird.

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Schon nach wenigen Metern herrscht bei mir große Freude, denn neben dem Weg sitzen meine Lieblinge, die Karminspinte. Hier hatte ich sie nicht erwartet. Kurz darauf präsentiert sich auch noch ein Hornrabe.

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In Mopiri werden wir herzlich empfangen, erhalten noch ein Mittagessen und am Nachmittag schon die erste Bootsfahrt.
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4. Mopiri Lodge bei Etsha6 Botswana
Die Lodge liegt im Delta auf einer Insel, auf die man mit dem Boot gebracht wird. Das Auto muss in Etsha6 auf einem sicheren Parkplatz abgestellt werden. Es ist eine sehr schön gelegene sehr saubere Lodge mit sehr guter Ausstattung. Freundliche Leitung und hilfsbereites Personal; sehr gutes und reichliches Essen sorgen für Wohlfühlfaktor. Für Vogelliebhaber werden ausgezeichnete Bootsfahrten mit fachkundigem Führer (Danke an Salvation!) geboten. Ein kleiner sauberer Pool ist auch vorhanden.
Note 1

Sehr freundlich werden wir empfangen und können ein schönes Häuschen mit Blick auf den Kanal beziehen:

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Wir sind drei Tage hier und am nächsten Morgen findet auch schon wieder eine Morgen-Bootsfahrt statt.

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Während andere Schnellboote durch den Papyrussumpf rasen, fahren wir ganz langsam und können tolle Vogelbeobachtungen machen:

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Endlich kann ich mal eine Grüntaube in der Sonne fotografieren. Einen Rallenreiher beobachten wir lange, bis er wegfliegt. Der Malachit-Kingfischer putzt in aller Ruhe sein Gefieder und der Weißstirnspint posiert auch für uns. Wir nehmen uns viel Zeit und es macht Spaß z.B. dem Malachite beim Gefiederputzen zuzusehen. Fragt nicht, wieviele Bilder ich von dem auf dem PC habe. 😄
Viele weitere Vögel kann ich notieren und nach 2 Tagen habe ich schon über 60 Arten zusammen.
Morgen geht es weiter!
LG Burschi
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Nach dem Mittagessen steht eine weitere Bootstour an, auif der wir nicht nur Vögel sehen.

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Flusspferde und Krokodile gibt es in großer Zahl.
Den Abend lassen wir bei gutem Essen und einem Sundowner ausklingen. Ich bin zufrieden mit der bisherigen Bildausbeute.
Ein weiterer Tag auf Mopiri beginnt mit einer Mokorotour am Vormittag.
Am Nachmittag machen wir dann nochmals einen Gamedrive dieses Mal mit dem Safariauto, auf dem wir erneut Neues und Interessantes sehen und erleben.

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Verständlicherweise kann ich hier nur eine winzige Auswahl der gesehenen Tiere zeigen. Natürlich war die Ausbeute weit höher als nur Senegalliest, der seltene Rotbauchreiher (der leider erst spät am Abend bei nicht mehr so gutem Fotolicht mal kurz aufgetaucht ist) und der Langspornkiebitz.
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Mit einem farblich fantastischen Abendhimmel gehen drei wundervolle Tage auf Mopiri zu Ende. Ein Reiseauftakt mit vielen interessanten Beobachtungen, wie er schöner nicht hätte sein können. Der Abendhimmel mit Wolken bietet halt immer aus spektakuläre Sonnenuntergangsbilder.
Von unserem Guide werden wir nach dem Frühstück mit dem Boot wieder an Land und dann mit dem Auto zu unserem Fahrzeug gebracht. Er begleitet uns dann noch bis zur Teerstraße, wo sich der schlechte Straßenzustand bis zur Grenze nach Namibia fortsetzt. Die Passformalitäten gehen ohne Probleme. Wir durchfahren den Mahango-Park in Namibia, biegen dann bei Divundu auf die B8 ab, folgen dieser bis Kongola, wo ich das erste Mal tanke und fahre dann nach Süden zur Namushasha Lodge am Kwando. Diese hatte ich angesichts der schönen Erfahrungen kurz nach deren Übernahme durch Gondwana für 3 Tage gebucht. Doch dieses Mal war der Aufenthalt dort eine Enttäuschung.
Namushasha Lodge am Kwando Namibia
Es ist eine sehr schöne Anlage mit großer Campsite am Fluss, auch die Häuschen mit Blick zum Fluss, kleiner sauberer Pool ist vorhanden.
Aber: Vom Management haben wir in den 3 Tagen nichts gesehen, in der Hütte waren die Matratzen durchgelegen und wir wachten jeden Tag mit Rückenschmerzen auf. Eine defekte Lampe im Zimmer wurde trotz zweimaliger Reklamation nicht repariert. Es fehlen alle die kleinen Aufmerksamkeiten, die besonders zur Regenzeit in anderen Lodges Standard sind (kein Insekt-Repellent, kein Spray) auch keine anderen „kleinen Aufmerksamkeiten“ (Deko-ration am Bett), keine Kaffee-Tee-Kochmöglichkeit kein Keks am Zimmer, Kaffee muss an der Bar bestellt und bezahlt werden; Essen unter Niveau!!!! (Steak zäh und völlig verbrannt, Brötchen und Croissants am Morgen oben top, unten verkohlt) Der Koch hat wohl einen Hang zur „Schwarzkost“!? Zum Teil unkompetentes Personal an der Rezeption (Wenn überhaupt jemand da war!): Auf meine Frage, welches Activity-Angebot zur Regenzeit am meisten Beobachtungen verspricht, Antwort: „It depends on you!“ Auf die weitere Frage, wann denn der Gamedrive am sinnvollsten wäre, Antwort: „It depends on you!“ Auf die nächste Frage nach den Besuchsmöglichkeiten für das „Historical Village“, das zu der Lodge gehört, bekam ich die Antwort, dort sei wegen der Nebensaison kein Besuch möglich. Am nächsten Tag verbrachten wir dort aber zwei Stunden bei Führung, Tanz und einer Gerichtsverhandlung. Leider sind auch die an der Rezeption aufgegebenen Postkarten als einzige nicht angekommen.
Am Wochenende war dazu noch die Bar und Lappa von einheimischen Jugendlichen bevölkert. Die waren aber nicht die schlimmsten, sondern eine lärmende Overlander-Truppe aus Holland und Deutschland, die von der Campsite her in der Lodge einfielen und mit ihrem lautstarken Verhalten einem den Spaß an Beobachtungen am Fluss verdarben.

Am ersten Tag haben wir uns lediglich auf der Lodge von der langen Fahrt ausgeruht und keine Aktivitäten gebucht.
Nach meinen Erfahrungen mit den Auskünften an der Rezeption, unternehmen wir auch am nächsten Morgen keinen Gamedrive, sondern gehen im Lodgegelände spazieren und amüsieren uns über die Baumhörnchen, die regelmäßig am Morgen zum Frühstück in der Lodge einfallen.

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In der Baumkrone irritiert mit ein Vogelpärchen. Zuerst kann ich gegen die Sonne nicht genau erkennen, was sich da abspielt. Scheinbar sitzt ein kleinerer Vogel auf einem großen. Dann aber scheint sich das Geheimnis zu lüften. Zwei Braundrosslinge paaren sich!? Aber der Größenunterschied? Da scheint sich das Weibchen wohl gehörig aufgeblasen zu haben. 😄 Oder irre ich mich? 😗

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Gegen Mittag fahren wir dann zum Camp Kwando bzw. zu dem Dorf der Einheimischen, das vor der Lodge liegt. Hier habe ich vor Jahren mal ein paar Frauen fotografiert, denen ich versprochen habe, die Bilder beim nächsten Besuch vorbei zu bringen und das tue ich jetzt. Die Frauen haben eine riesige Freude an den Bildern, was mich wiederum auch freut.

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Hin- und Rückfahrt geben einen kleinen Eindruck von den Wegeverhältnissen zu dieser Zeit. Schließlich hat es nachts stets geregnet.

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Bald geht es weiter!"
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Weiter mit dem Bericht:
Ich verabschiede mich dann wieder von den Frauen im Dorf und fahre zurück, am Historical Village von Namushasha vorbei, wo ganz entgegen der Auskunft an der Rezeption doch Leute da sind, die uns in den nächsten zwei Stunden die Ausstellungsgegenstände erläutern, eine Gerichtsverhandlung vorspielen und einen Tanz mit Gesang aufführen.

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Die drei Bilder zeigen Szenen der Vorführung, wobei bei der "Gerichtsverhandlung" ein Diebstahl und seine Sühne geklärt werden musste und der Medizinmann einen Tanz aufführte, der mit Gesdang und Trommeln begleitet wurde.
Auf dem Rückweg zur Lodge begegne ich wieder meinen Lieblingsvögeln, den Karminspinten.

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Schon am Morgen hatte ich einen jungen Weißstirnspint beobachtet, wie er einen Schmetterling verzehrt.

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Zum Glück gab es von diesen Faltern mehr als genügend.

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Einem dieser Schmetterlinge hat mein aufgehängtes T-Shirt besonders gut gefallen. Wonach das wohl gerochen hat? 😄 😛

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Fast hätte ich vergessen, dass es in unmittelbarer Nähe der Lodge zwei Nester der Goldweber gibt, die aber relativ scheu sind.

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Von den kleinen Geckos gab es auch immer einige in unserem Häuschen. Wir betrachten sie als nette Mitbewohner, die uns lästige Insekten vom Leib halten. Ach hätte es doch noch viel mehr von den Geckos gegeben, denn die Moskitos waren leider weit in der Überzahl. 🤩

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Morgen geht es weiter.
LG Burschi
Teil 1020. März 2017
Am Nachmittag wollten wir eigentlich einen Gamedrive machen, aber da es zu regnen beginnt, sage ich ihn ab. Er wurde für einen Portugiesen trotzdem durchgeführt, der in einer zweistündigen Regenfahrt aber praktisch nichts gesehen hat.
Nach reichlichem Abendessen – heute gab es ein ordentliches Büfett – haben wir uns bei Dauerregen im Häuschen verkrochen.
Am nächsten Vormittag machen wir endlich einen Gamedrive mit „Rector“. Ein Fotograf aus Portugal begleitet uns. Wir sehen kaum Großtiere, als bleibt unser Blick dann vor allem bei Vögeln und Insekten hängen.

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Rotkappenschwalben, Weißgesichtsenten, Elsterwürger, Rotschnabeltoko, Jacana (Blaustirnblatthühnchen) sind ja klar, aber bei dem Greif, der wahrscheinlich ein Jungvogel ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Ein junger Kampfadler?? Maddy hilf!! 🙂 🙂
Dass der Bericht vogellastig werden würde hatte ich ja schon angekündigt und so war es eben auch auf den Gamedrives. Zum Glück hatten der Guide Rector und auch der portugiesische Fotograf dafür Verständnis und waren ihrerseits auch froh mal andere Tiere zu zeigen bzw. sehen zu können. Ganz nebenbei bemerkt hatten wir auch in unmittelbarer Nähe des Autos einen sehr schönen Lechwe-Antilopenbock, doch just im Moment des Fotografierens fiel unserem Begleiter sein zweiter Fotoapperat mit lautem Knall auf den Autoboden, dass der Bock doch noch aus dem Bild sprang. 😮 🤩
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Und dann stießen wir doch noch auf die "großen" Tiere, d.h. auf deren frische Hinterlassenschaften. Doch wir waren nicht die ersten Entdecker! Viele Sechsbeiner hatten sie ebenfalls schon entdeckt und fielen gierig darüber her.

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Wie kann man nur so tief in der Scheiße stecken? 😄 😄 😄
Und dann spitzte auch noch was aus dem hohen Gras. Zwei "Securities" (Gelbschnabelmadenhacker) ritten auf ... ? ... Klar, wir haben Schwein gehabt, überhaupt mal was außer Vögeln im Gras zu entdecken. 😄

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Für mich war es nicht schlimm keine Großtierbeobachtungen gemacht zu haben, Aber es gibt leider inzwischen auch etliche Touristen, die ohne Vorkenntnisse über Landschaft und Wetter, eine "günstige" Reise buchen und sich dann am Abend lauthals darüber aufregen, dass man kaum was gesehen hat, was in Hochglanzprospekten versprochen wurde. Eine solche Gruppe empfing uns bei der Rückkehr vom Gamedrive an der Bar in der Lodge.
Am nächsten Tag frühmorgens nach dem Frühstück verlassen wir Namushasha und fahren bei Kongola nach Osten auf der B8 durch Katima Mulilo über die Grenze nach Botswana. Am Grenzübergang nimmt es die namibische Polizei besonders genau und will alle Daten des Autos (Chassis-, Engine-Nr. usw.) in eine Liste eingetragen haben. Kontrolliert wird dies aber nicht. Hätte ich „Ali Baba“ reingeschrieben, wäre das auch nicht aufgefallen. Auf botswanischer Seite dann das übliche Desinfektionsbad fürs Auto und für die Schuhe. Straßengebühren muss ich keine mehr bezahlen, da ich bereits beim ersten Grenzübergang in Buitepos eine entsprechende Anzahl an Tagen auf dem Schein habe eintragen lassen.
Auf der Teerstraße geht es durch den Chobe-Park nach Kasane und dann noch etwa 10 Kilometer weiter zu unserer nächsten Lodge in Kazungula..
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6. Cobe Bakwena Lodge, Kazungula, Botswana
Die Chobe Bakwena Lodge ist eine sehr schöne, toll am Chobe gelegene Lodge mit versteckten Häuschen, die alle sehr sauber und liebevoll dekoriert sind; viele kleine Aufmerksamkeiten finden sich (besonders erwähnenswert der Schmuck aus Naturmaterialien zum Abschied auf den betten!), Kaffee und Tee sind frei, dazu noch schmackhafte kleine Snacks am Nachmittag, super freundliches, aufmerksames, hilfsbereites Personal, kleiner sauberer Pool, sehr gutes, reichliches und schmackhaftes Essen, Angebot an guten Gamedrives und Bootsfahrten mit kompetenten Guides, kurz: alles bestens, Note 1*

Mit Willkommensgesang werden wir begrüßt und dann zu „Honeymoonsuite“ geleitet. Ein wahrhaft tolles Ambiente. Womit wir das verdient haben, wissen wir allerdings bis heute nicht. Aber man darf ja auch mal Glück haben! (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, WC und eine Innen und eine Außendusche, eigene Terrasse zum Fluss mit Couchecke!)

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Da wir kurz nach Mittag ankommen, bekommen wir auch noch einen Lunch und nach dem Kofferauspacken vor der ersten Bootsfahrt noch Eistee, Saft und köstliche kleine Snacks gereicht. Welch ein Kontrast zur Lodge vorher!
Und beim nächsten Beitrag endlich die ersten Großtiersichtungen. 🙂 😉
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Die Bootsfahrt auf dem Chobe hat dann auch die ersten Großtiere für uns bereit: Mehrfach sehen wir Elefanten, Giraffen und Büffel, Krokodile und Flusspferde und natürlich auch einige Antilopen, darunter auch Wasserböcke. Ein männlicher Kudu demonstriert, warum es zu dieser Jahreszeit so schwierig ist, Tiere zu beobachten:
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Das Gras ist einfach zu hoch! 😄 😄
Natürlich begrüßt uns auch einer der vielen Schreiseeadler und am Wasser sieht man auch relativ häufig einen Wasserwaran.

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Dann stehen wir längere Zeit bei einigen Elefanten, die es sich am Wasser mit dem saftigen Gras gut gehen lassen.

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Die große Elefantenherde mit etlichen Babys stürmt entsetzt davon, als ein riesiger Bulle auftaucht. Sein Ansinnen scheint auf wenig Gegenliebe zu treffen.

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Bei einem schmackhaften Abendessen und einem guten Gläschen Wein klingt der Tag aus.
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Noch bei Dunkelheit werden wir am nächsten Tag geweckt und nach kleinem Frühstück sind wir in der Morgendämmerung schon zu einem Gamedrive am Tor zur Chobe River Front. Lucky, unser Guide hat es eilig. Er achtet nicht auf Vögel oder Antilopen, sondern ist zielstrebig auf Löwenjagd.
Er hat tatsächlich Erfolg und bereits nach kurzer Zeit sind wir als erstes Auto bei zwei Löwenpärchen, die uns auch den Gefallen des Paarens tun. Nur eines ist schade. Die Löwen sind ca. 100 Meter entfernt und das Licht ist noch zu schlecht für gute Fotos, zumal es durch den komplett bewölkten Himmel noch immer düster ist. So gelingen leider keine reproduzierbaren Fotos.
Bitte also die Qualität der beiden Löwenbilder zu entschuldigen. Hatte nur Bele versprochen, dass man zurzeit auf jeden Fall was zu sehen bekommt.

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Dafür räkelt sich später eine Löwendiwa fotogen im Gras.

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Natürlich gab es auch noch ein paar Vögel an diesem Vormittag zu sehen. Während die anderen Mitfahrer aus dem Wagen ihre Kaffeepause genossen haben, konnte ich noch Paradieswitwe, Weißbrauenrötel, Rotschnabeltoko, Graukopfsperling und einen Gelbbrustbülbül sowie einige Blumen am Wegesrand, für die sich niemand interessierte, ablichten.

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Weiß jemand zufällig, wie dieser Baum heißt, der da so toll blüht und den es relativ oft zu sehen gibt?
Den Abschluss dieses Gamedrives machte dann noch ein wunderschöner Säbelantilopen-Bock bei der Rückfahrt zur Lodge.

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Nachmittags m,achen wir erneut einen Gamedrive im Park.
Teil 1520. März 2017
Am Nachmittag entschieden wir uns dann, auch wegen des Erfolges am Vormittag, nochmals zu einem Gamedrive am Chobe. Und wieder waren wir erfolgreich. Wir begegneten einer ganzen Reihe von Elefanten, Büffeln, Giraffen und Krokodilen, vielen Pavianen und kurz vor dem Verlassen des Parks am Abend sogar noch einer Tüpfelhyäne. Aber auch die Vogelliste konnte erweitert werden, z.B. mit einem Swainson-Frankolin, der auf einem Baum saß. Leider war das Licht bei der Hyäne schon wieder zu schlecht, da erneut mächtige Regenwolken am Abend den Himmel verdunkelten. Vom Buschbock gelang gerade noch ein Foto und der Elefant winkt zum Abschied von der Riverfront noch nach. 😄

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Morgen geht es dann nach Simbabwe!
LG Burschi
Teil 1621. März 2017
Nach zwei schönen Honeymoontagen müssen wir die Lodge leider verlassen. Ach hätte ich doch anders gebucht! Das Auto lassen wir in einer Ecke der Lodge stehen und werden von dem Shuttle-Unternehmen „Wild Horizons“ abgeholt, und zur Grenze nach Simbabwe gebracht. Der Fahrer sorgt dafür, dass wir dort an keinem Schalter Wartezeiten haben. Die Beamten sind überall sehr freundlich und auf simbabwescher Seite kaufe ich das KAZA-Visum, da wir bei den Victoriafällen auch die sambische Seite besuchen wollen. Es kostet 50 US$ / Person, ist im Endeffekt aber billiger, als wenn man nochmals für Sambia zahlen müsste. Hinter der Grenze werden wir von einem anderen Fahrer übernommen und zunächst nach Victoria Falls gebracht. Im „Kingdom“ - welch ein Protzhotel! - machen wir eine kurze Pause, bevor es auf der recht abwechslungsreichen und kurvenreichen Strecke weiter nach Hwanghe geht. Fast in jedem Dorf gibt es einen Roadblock von Polizisten. Durch den Shuttle-Transport sind wir all den Unannehmlichkeiten aus dem Weg gegangen. In Hwanghe werden wir am Flughafen von einem Fahrzeug der Lodge übernommen und zur nächsten Unterkunft, der Ivory Lodge gebracht.
7. Ivory Lodge Hwanghe Nationalpark, Simbabwe
Die Lodge hat nette einfache Häuschen auf Stelzen in einem privaten Konzessionsgebiet im Hwanghe Nationalpark. Ein Wasserloch mit Hide an der Lodge ist ebenso wie ein sauberer Pool vorhanden. Wir stoßen auf sehr freundliches und hilfsbereites Management, sehr gutes Essen und gut organisierte Gamedrives. Die Anfahrt zum Maincamp im Park und zu diesem selbst ist leider etwas lang auf der Teerstraße. Dass wir kaum Tiere gesehen haben, lag am Wetter und nicht an den Lodgebetreibern.
Note 2

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So ist auch der erste Gamedrive am Nachmittag von Regengüssen geprägt. Trotzdem mache ich ein paar nette Fotos und sogar wieder von meinen Lieblingsvögeln, den Karminspinten. Von diesen befindet sich eine recht große Schar vor Ort in allen Altersklassen.

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Versprochen, das sind jetzt die letzten Karminspintbilder. Ich wollte nur mal den Jungspund mit aufgerissenem Schnabel in seiner bescheidenen Farbigkeit dem Erwachsenen gegenüberstellen. 😉
Auch eine Schar Perlhühner mit Nachwuchs und ein Gelbschnabeltoko können dankbare Fotomotive sein.

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Und dasnn gibt es auch kleinere Tiere, denen man sich besser nicht nähert. Prozessionsspinnerraupen, die schlimme Verbrennungen auf der Haut verursachen können!

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Am Ende des Gamedrives begegneten wir dann noch einer illustren Lebensgemeinschaft: Zebras, Impalas, Gnus und Paviane. Sie waren eng beisammen, denn durch ihre unterschiedlichen Wahrnwehmungseigenschaften gegenüber Raubtieren ergänzen sie sich ideal und fressen sich gegenseitig auch nichts weg. Vernünftige Bilder gibt es davon nicht, Grund: Regen! 🙁
Teil 1721. März 2017
Am nächsten Tag geht es auf dem Gamedrive in den zentralen Park des Hwanghe. Die Anfahrt dauert ca. 45 Min. auf der Teerstraße und da wir bei der morgendlichen Kühle im offenen Auto sitzen, frieren wir erstmals auf der Reise. Aber wir erhalten gefütterte Ponchos, sodass das dann doch wieder erträglich ist.
Was die Tiersichtungen betrifft, so mache ich mir keine großen Hoffnungen, dann auf Grund des intensiven Regens stehen überall riesige Pfützen und das Gras meterhoch.
Doch wie schon mehrfach gesagt, es gibt immer was zu sehen!
Zunächst mal keine Vögel: 😉

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Zebras und Impalas begegnen wir in größerer Zahl und in einem kleinen See finden sich ein paar Maulaufreißer-Hippos. So weit vom nächsten Fluss entfernt? Sie wurden extra für den Tourismus hier angesiedelt und der „See“ wird auch in der Trockenzeit bepumpt. Über den Sinn kann man steiten.
Gleich daneben aber findet sich der Höhepunkt des heutigen Tages, ein Paar Kronenkraniche, die ich hier überhaupt nicht erwartet habe. Dazu noch ein Bruchwasserläufer. (oder Maddy? 😗 ) Und schließlich läuft uns noch ein Vogel über den Weg, der für mich eine Erstsichtung ist: eine Steppenralle!

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Jetzt wird´s doch wieder vogellastig. 😛 😄
Teil 1821. März 2017
Leider erleben wir auch eine kleine Tiertragödie mit: Ein Schwarzer Milan nimmt die schon fast erwachsenen Jungvögel aus einem Nest von Büffelwebern.
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Ich tröste mich mit Fotos der Rotnackenlerche und der Gabelracke.

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Den Nachmittag verbringen wir in der Lodge.
Meine Frau ruht sich aus und ich beobachte Vögel und Schmetterlinge am Wasserloch vom Hide aus.

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Die zwei Schmetterlinge kann ich nicht bestimmen. Hilfe?! Bei der Taube handelt es sich wohl um eine Bronzeflecktaube.
Der Tag geht mit einem spektakulären Sonnenuntergang zu Ende. Und in der Nacht regnet es. 😉 Was sonst?!

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Schon morgen müssen wir den Park wieder verlassen. 🙁
Teil 1921. März 2017
Den halben Vormittag verbringen wir noch in der Lodge, denn erst um 10.00 Uhr sollen wir vom Flugplatz Hwanghe abgeholt werden. Es dauert aber noch eine halbe Stunde länger, bis der Fahrer mit einem PKW erscheint, zwei Damen hier absetzt und uns einlädt und auf der gleichen Strecke zurück nach Victoria Falls fährt. Unterwegs macht er einen kurzen Stopp in Hwanghe, wo eine alte englische Dampflok steht. Dort tausche ich einige Bond Notes ein, die im Moment neben dem US$ die Währung in Simbabwe bilden. Wer weiß, wie lange die Gültigkeit haben. Es gibt sogar einen Bond Coin, der Ähnlichkeit mit der 2 € - Münze hat.

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Mittags sind wir rechtzeitig zu einem kleinen Lunch im Victoria Falls Hotel. Es ist sicher das höchstklassigste auf der Reise. Wir kennen es bereits von einem früheren Aufenthalt und freuen uns auf das „very british“ Ambiente. Und den vorzüglichen Service! So unternehmen wir auch an diesem Tag nichts weiter, zumal bereits am Nachmittag wieder Gewitterwolken sich über den Falls ausregnen.
8. Victoria Falls Hotel, Simbabwe
Natürlich nicht vergleichbar mit allen anderen Unterkünften, da Hotelcharakter. Very british! Perfekt ausgestattete Zimmer und sehr guter Service; exzellentes Frühstücks- und Abendessenbüfett mit herausragender Auswahl, großer eigener Park mit eigenem Zugang zu den Fällen, sehr großer sauberer Pool, freundliches, hilfsbereites und kompetentes Personal, nahezu alle Aktivitäten rings um die Fälle sind im Hotel buchbar, hervorragender Service, keinerlei lärmende Gruppen, Auftritt von einheimischen Gruppen beim Abendessen,
Note 1*

Am Nachmittag nutze ich den großzügigen Pool, wobei ich beim Schwimmen von oben noch eine Dusche bekomme. Gut, dass wir den Besuch der Fälle auf den nächsten Tag verschoben haben.
Beim Abendessen im Restaurant der „Jungle Junktion“ bekommen wir dann noch einen afrikanischen „Heimatabend“ geboten. Eine Gruppe der Zulu aus Südafrika und eine der Makashi aus Sambia führen verschiedene Tänze auf.

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Die Masken der Makashi sind besonders beeindruckend und an den beiden Abenden haben wir einige unterschiedliche Darstellungen gesehen.
Morgen geht es zu den Fällen!
LG Burschi
Teil 2022. März 2017
Den heutigen Tag haben wir ganz den Fällen gewidmet. Am Vormittag wollen wir die sambische Seite besuchen. Da wir ja das KAZA-Visum haben, ist das kein Problem. Wir werden von einem Einheimischen begleitet, der auch Regenmäntel für uns hat. Eigentlich dachte ich, die sambische Seite wäre trockener, doch weit gefehlt! Die Wassermassen der Fälle sind durch die Niederschläge so heftig, dass sie genau so stark sind wie in der eigentlichen Regenzeit, wenn die Wassermassen aus Angola ankommen. An einigen Stellen – besonders auf der schmalen Brücke zum Aussichtspunkt – fallen regelrechte Sturzbäche vom Himmel und mit den Füßen watet man bis zu den Knöcheln im Wasser. Dafür kann man an zwei Stellen schöne Aufnahmen mit Regenbogen machen.

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Der Übergang an der Grenze war auch insofern interessant, als dort Kolonnen von chinesischen Lastkraftwagen standen, die alle auf ihre Abfertigung warteten. Sie kommen alle aus Sambia und sind in der Regel mit Kupferplatten beladen. Hier kann man die Ausbeutung life miterleben. Ausbeuten wollen einen auch die vielen Straßenhändler, die den Touristen die Hochinflationsscheine Simbabwes andrehen wollen. Da wird es sich wohl in aller Regel um Nachdrucke handeln, was einige, direkt darauf angesprochen, auch zugegeben haben.
Am meisten unter der Dusche haben unsere Schuhe gelitten. Sie waren mit Wasser vollgesaugt und ich musste das Wasser rausschütten. Doch im Hotel konnte ich sie beim Wäschedienst abgeben und erhielt sie schon am Abend sauber und trocken zurück.
Für den Nachmittag habe ich mich dann schon nur noch mit Slippern, T-Shirt und kurzer Hose ausgerüstet, sowie einem Billigregenschutz – vor allem für den Foto - den ich zuhause schon für 1 € gekauft hatte. Diese Verkleidung erwies sich als sehr brauchbar, denn auch auf der Seite von Simbabwe, befanden wir uns fast unter einer Dauerdusche. Das letzte Stück konnte man schon gar nicht mehr gehen, so prasselte das Wasser in regelrechten Vorhängen auf einen herab. Aufnahmen konnte man eigentlich nur an zwei Stellen machen.

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Zum Hotel wurden wir von einer Schar fliegender Händler zurück begleitet. Ich habe ein paar kleine Souvenirs erstanden und bin meine Sonnenbrille günstig losgeworden, die ich extra dafür mitgenommen hatte. Für meine Frau war dies eher etwas unheimlich aufdringlich, mir taten die armen Kerle leid.
Um das Wasser vollstständig an diesem Tag zu genießen, bin ich dann wieder in den Pool gesprungen. Den Abend, verbrachten wir dann wie am Tag zuvor bei einem gigantischen Büfett und beim „afrikanischen Heimatabend“.

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Am nächsten Morgen präsentiert sich der "donnende Rauch" noch einmal prachtvoll von der Hotelterrasse aus gesehen.
Am Vormittag werden wir wieder von „Wild Horizons“ abgeholt und zum Grenzübergang am Chobe zu Namibia gefahren. Nächste Station ist nämlich das Hausboot „Pangolin“. Da dieses in Namibia zugelassen ist, bedeutet das auf der südlichen Seite des Chobe aus Botswana ausreisen, über den Fluss fahren und am nördlichen Ufer auf namibischer Seite einreisen.
9. Das Pangolin-Hausboot: Die Kajüte – wir hatten die erste am Bug – war groß genug für 2 Personen und ordentlich ausgestattet. Am Sonnendeck leider nur 4 Liegen für 6 Personen, Küche und Speisenangebot sind beschränkt und überschaubar. Am Morgen duftete es verführerisch aus der Küche, aber es gab nur Kaffee und Kekse, späterer „Brunch“ war normales Frühstück. Sehr gut waren die Bootsfahrten mit dem kleinen Boot zweimal am Tag. Der Guide war kompetent und fuhr gute Beobachtungsstellen an, alle Großtier- und Vogelliebhaber kamen auf ihre Kosten.
Leider sind wir mit dem großen Hausboot bei zwei Übernachtungen nur an einem Tag zwei Stunden gefahren, ansonsten lag es immer am Ufer. Die Rückfahrt dann mit dem Schnellboot in 1 ½-stündiger rasanter Fahrt. Da wären wir viel lieber noch mit dem großen Boot ein wenig länger auf dem Chobe geschippert! Note: 2-3


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Aber zunächst gleich mal zu unserer ersten Ausfahrt noch am Nachmittag des ersten Tages.
Ich muss gestehen, diese Bootsfahrten auf dem Chobe waren die besten, die ich bis jetzt gemacht habe. Wir kamen unheimlich nahe an Großtiere heran, haben aber auch viele Vögel gesehen und waren fern von den Orten, an denen sonst viele Boote von den Lodgen vor Ort sind.

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Gleich zu Beginn standen wir eine ganze Weile bei einer Büffelherde, die jede Menge „Secu-rities“ und Service-Personal dabei hatte. Dabei waren sowohl Gelb- als auch Rotschnabelmadenhacker im Einsatz.
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