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Reisebericht · namibia-forum.ch

Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!

von chamäleon2011 · ab Okt. 2013 · Selbstfahrer · 58 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen im Oktober 2013 zu dritt – ein Ehepaar mit dem erwachsenen Sohn – mit einem gemieteten Toyota Hilux auf eigene Faust durch Namibia. Von Windhoek geht es über Swakopmund und den Skeleton-Coast-Nationalpark bis ins Kaokoveld, wo wir rund um Palmwag, Fort Sesfontein und Opuwo unterwegs sind. Danach folgt der Etosha-Nationalpark mit Aufenthalten im Dolomite Camp und in Halali, bevor uns die Route über das Waterberg-Gebiet und Okonjima zur Farm Düsternbrook führt.

Den größten Eindruck hinterlässt eine einsame Begegnung mit Wüstenelefanten im Hoanib-Tal, Kühe mit einem winzigen Jungtier, ohne ein anderes Auto weit und breit. In Palmwag frisst nachts ein einzelner Elefantenbulle dicht zwischen unseren Hütten von einer Palme. Im Etosha-Nationalpark sehen wir an mehreren Tagen Löwen und gleich zweimal Leoparden direkt neben der Straße, dazu Spitzmaul- und Breitmaulnashörner an mehreren Stationen der Reise. In Okonjima beobachten wir bei einem Gamedrive eine Gepardin mit Jungtier kurz nach dem Beutefang und tracken am nächsten Morgen per Peilsender vier weitere Geparden.

Mehrmals gehen wir auch zu Fuß, etwa im Uniab-Canyon an der Skelettküste oder auf längeren Wanderungen am Waterberg und auf Düsternbrook. Insgesamt ist es ein Urlaub mit ungewöhnlich viel Tierglück, von der einsamen Küste bis ins offene Etosha-Land.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 123. Apr. 2014

Liebe Afrikaverrückte!

Nachdem ich mir nun endlich von meinem Sohn habe erklären lassen, wie ich im Forum Bilder hochlade 😵 , kommt mit großer Verspätung mein Reisebericht unserer Tour durch Namibia im Oktober 2013.

Wir waren zum zweiten Mal im Land. Beim ersten Mal hatten wir in völliger Unkenntnis dieses tollen Forums eine komplett ausgearbeitete ADAC-Selbstfahrerreise gebucht und noch einige Nächte zwischengeschoben, um auch mal länger an einem Ort zu sein. Damals ging es runter bis zum Fishriver Canyon und rauf bis zum Etosha.

Dieses Mal wollten wir weniger fahren und auch mal Zeit haben, ein Stück zu Fuß zu gehen. 🤪 Das hieß dann also, das Gebiet einzuschränken, aber trotzdem viel zu erleben, da es für unseren Sohn (21) das erste Mal Namibia sein würde. Wir haben den Flug, das Auto (Toyota Hilux Double Cap) und den größten Teil der Unterkünfte über unser Reisebüro in Deutschland gebucht, allerdings jede von uns selber ausgesuchte Unterkunft einzeln anfragen lassen, wenn nötig auch bei mehreren Anbietern. Das hat ganz gut geklappt, den Rest (drei Unterkünfte), der in keinem Katalog zu finden war, habe ich über eine Windhoeker Buchungsagentur gebucht. Dank vieler Tips aus dem Forum wurde, wo möglich, noch ein wenig rumgefeilt und umgeplant und raugekommen ist das: 😄

Abflug 1. Oktober 2013

01. Tag Anreise nach Windhoek
02. Tag Windhoek Hotel Thule
03. Tag Windhoek Hotel Thule
04 .Tag Swakopmund Sam´s Giardino
05. Tag Swakopmund Sam´s Giardino
06. Tag Swakopmund Sam´s Giardino
07. Tag Cape Cross
08. Tag Terrace Bay
09. Tag Terrace Bay
10. Tag Palmwag
11. Tag Palmwag
12. Tag Palmwag
13. Tag Fort Sesfontein
14. Tag Fort Sesfontein
15. Tag Opuwo Country Lodge
16. Tag Etosha Dolomite Camp
17. Tag Etosha Dolomite Camp
18. Tag Etosha Halali
19. Tag Etosha Halali
20. Tag Frans Indongo Lodge
21. Tag Frans Indongo Lodge
22. Tag Frans Indongo Lodge
23. Tag Okonjima Main Camp
24. Tag Düsternbrook
25. Tag Düsternbrook
26. Tag Düsternbrook
27. Tag Abflug Windhoek
28. Tag Ankunft Frankfurt

Außerdem vorher gebucht hatten wir eine Stadtrundfahrt mit Carsten Möhle, eine Bootstour mit Levo Tours und eine Living Desert Tour mit Thommy.

Auf der Karte sieht das dann so aus:

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Teil 223. Apr. 2014

Weiter geht´s.

Tag 1: Air Namibia oder SAA, das ist hier die Frage. 😗

Nach langen Diskussionen haben wir uns für einen Flug mit SAA via Johannesburg entschieden, vor allem, weil ich mich durch die vielen Negativberichte über Air Namibia im letzten Frühjahr habe verrückt machen lassen. Damit war dann klar, wer von uns Schuld sein würde, falls irgendwas nicht so toll ist.

Also mit dem Zug zum Flug und eingecheckt und irgendwann auch eingestiegen und ... Überraschung! Die Beinfreiheit in der Holzklasse der SAA-Maschine war wirklich großzügig, also ein Punkt für Mama. 😛

Tag 2: Windhoek mit Aussicht

Nach dem langen Nachtflug war dann der Run über den Flughafen Johannesburg zwar nicht gerade Urlaubsbeginn pur, aber in den zwei Stunden gut zu bewältigen. Das Warten auf den Abflug und noch mal zwei Stunden Flugzeit brachten mir aber wieder einen Punkt Abzug. 🙁

In Windhoek angekommen waren wir dafür aber bei den Ersten am Einreiseschalter, weil ich die Einreiseformulare vorab beim Namibian Tourism Board bestellt hatte. Wieder ein Punkt zurück. 😗 Den zweiten Punkt gab es (von mir selber verliehen), weil alle drei Koffer mit uns gemeinsam angekommen waren. 😛

Los ging´s zum Avis-Schalter, den Papierkram für das Auto erledigen, klappte gut und zügig, dann Geld ziehen und eine MTC-Karte erwerben.

Draußen bei den Avis-Autos (den Platz kannten wir noch vom vorigen Urlaub) hatte ich leichte Herzrhytmusstörungen, weil ich nirgends einen Hilux Double Cap sah. 😕 Die Lösung war: wir wurden an den Rand des Flughafengeländes gefahren, wo ein Gebäude und ein Parkplatz von Avis waren und dort bekamen wir unser Auto mit 6 🤪 guten Reifen und wirklich sehr netter und ausführlicher Einweisung. Dann gab es noch einen Film zu sicherem Fahren auf Namibias Straßen und los ging´s Richtung Stadtmitte.

Unser Sohn, der jugendlich dynamisch alles bewältigt, war nicht undankbar, dass Papa die ersten Kilometer im Stadtverkehr und auf der linken Seite fuhr. Dank Navi waren wir zügig am Hotel Thule, das wir vor allem wegen der vielgelobten Aussicht gebucht hatten. Und die war auch schon da. 🤩

Die Zimmer waren hübsch, die Menschen freundlich und wir zufrieden.
Nachher gibt´s dazu noch ein paar Fotos.

Nach auspacken, frisch machen und etwas Kaltem zu trinken sind wir, um uns nach dem vielen Sitzen ein wenig die Füße vertreten zu können, in den Botanischen Garten gefahren, das hatten wir uns vor zwei Jahren schon vorgenommen, weil damals die Zeit zu knapp war. Dort war für uns der ideale Ort, uns auf das Land einzustimmen, einheimische Pflanzen, Vögel, Krabbelgetier und vor allem viel Ruhe, und das alles auch noch kostenlos. 😄
Auch dazu später noch ein paar Fotos.

Teil 323. Apr. 2014

Von der Arbeit zurück!

Abends haben wir im Hotel Thule gegessen, weil wir von der Reise müde waren und nicht mehr losfahren wollten. Das Essen dort war nicht so der Hit, wir waren satt, das war´s dann auch schon. Die Aussicht war allerdings nach wie vor toll und der Sonnenuntergang wunderschön. Außerdem war die Bedienung ausgesprochen nett.

Hotel Thule: Ein Doppel- und ein Einzelzimmer nah beieinander, nett eingerichtet aber nicht spektakulär, sauber, tolle Aussicht auf Windhoek, Frühstück vollkommen in Ordnung, freundlicher Service in allen Bereichen
Wir würden hier jederzeit wieder übernachten, allerdings ohne Koch-Wechsel nicht mehr dort zu Abend essen, sondern doch lieber noch in die Stadt runterfahren.

Teil 423. Apr. 2014

Hotel Thule von aussen
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Teil 523. Apr. 2014

Zimmer (Keine Angst, das Foto ist von mir, die Landschafts- und Tierbilder sind von Mann und Sohn, es wird also noch)
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Teil 623. Apr. 2014

Toilette (Ich habe beim Lesen zahlreicher Reiseberichte gelernt, dass man die IMMER fotografieren muss)
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Teil 723. Apr. 2014

Aussicht vom Hotel
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Teil 823. Apr. 2014

Nochmal Aussicht
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Teil 923. Apr. 2014

Das mit dem Verkleinern muss ich mir noch erklären lassen, im Moment geht immer nur ein Foto, in der Tat etwas mühsam. 😵

Trotzdem Fotos vom Botanischen Garten:

Gabelracke (Danke, Bele, natürlich ist das ein Schwalbenschwanzspint)

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Teil 1023. Apr. 2014

Kann uns jemand bei der Bestimmung dieser Pflanze helfen?
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Teil 1123. Apr. 2014

Weiter geht´s mit Tag 3 Stadtrundfahrt durch die Apartheit

Das Frühstück im Hotel Thule war prima, alles da, Eier, Brot, Obst, Aufschnitt, Käse... Viel besser als das Abendessen.

Anschließend ging´s ins Zentrum zum Bummeln und Einkaufen, Wasser, Kekse, Biltong, Handfeger... Wir machten ja eine Lodgetour, da braucht man nicht so viel. Oh, Savannah natürlich! 🤩

Für nachmittags hatten wir eine Stadtrundfahrt mit Carsten Möhle persönlich gebucht, weil´s beim ersten Mal zwei Jahre zuvor sooo lustig war und unser Sohn auch in den Genuss kommen sollte. Wir standen pünktlich vor dem Hotel bereit zur Abholung. Nach einer gehörigen Wartezeit erschien ...

Wer aufgepasst hat, weiss schon, das der 3. Oktober ist, also hoher Feiertag in Deutschland. Da sind wichtige Leute wie Carsten natürlich in die Botschaft geladen zur Feierstunde und so einem Botschafter sagt man natürlich nicht einfach ab. 😊

...Martin, einer von Carsten´s Guides. Zuerst waren wir ein bisschen enttäuscht, falsche Erwartungshaltung halt, aber schon bald zeigte sich, dass wir mit Martin einerseits viele Plätze sahen, die wir auch schon mit Carsten besucht hatten, zudem aber auch einige für uns Neue und vor allem, dass wir so eine ganz andere Sichtweise kennenlernten, nämlich die eines Schwarzen, der aufgrund seines Alters noch zwischen die Fronten der verschiedenen Rassen und Staaten geraten war und auch Gefängnisse "von innen" kannte.

Martin hat einen deutschen Urgroßvater, Herero, Damara und wahrscheinlich noch andere in seiner Ahnenreihe. Zitat: "Ich bin ein schöner Salat!" Er zeigte uns das Haus seines Großvaters in Katutura, ging dort mit uns auf einen Markt, erklärte uns am Bahnhof, dass früher Schwarzen verboten war, das Bahnhofsgebäude zu betreten und dass sie nicht auf dem Bahnsteig warten durften, dass er für eine Fahrkarte ein halbes Jahr sparen musste und noch viele sehr persönliche Dinge mehr. Dies alles geschah ohne jeglichen Vorwurf in Richtung uns Weißen, sehr autentisch und in hervorragendem Deutsch.

Danke, Martin, für den wirklich unvergleichlichen Nachmittag in Deiner Welt!

Teil 1223. Apr. 2014

Aussicht mit Carsten´s altem Landy am Bildrand
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Teil 1323. Apr. 2014

Gepanzerte Lok
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Teil 1423. Apr. 2014

Katutura
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Teil 1523. Apr. 2014

Computerfachgeschäft
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Teil 1623. Apr. 2014

Markt in Katutura (die Mopanewürmer haben wir alle NICHT probiert) 😊
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Teil 1723. Apr. 2014

Abends ging´s dann noch in Joe´s Beerhouse, ich weiss, ein wenig umstritten. Das Essen war gut 😄 , der Service schlecht 😵 , aber die Tischgesellschaft klasse: Kunden und Mitarbeiter von Carsten, Bekannte, die in Windhoek arbeiten und leben, Langzeitgäste, Carsten selber in langer Hose, da gerade erst beim Botschafter aufgebrochen. 😗

Wir bekamen noch viele Tipps für unsere Reise und hatten einen kurzweiligen und schönen Abend. 😁

Morgen geht´s nach Swakopmund über eine superschöne Strecke.

Teil 1824. Apr. 2014

Tag 4 Boshuapass, Tinkasdam, Blutkuppe und schweizer Gastlichkeit in Swakopmund

Nach dem Frühstück und dem Verladen unserer Koffer im Auto gnig´s los auf unserem sorgsam vorgeplanten Weg nach Swakopmund. 😗

Ich hoffe, ich bekomme die Route mit Hilfe meines Gatten noch zusammen: auf die C28 Richtung Boshua-Pass durch schöne bergige Landschaft mit einigen allerdings fotoscheuen Baboons. Die Tracks4Africa-Zeiten sind ernst zu nehmen 😐 , wir brauchten mit einigen Fotostops fast drei Stunden bis zum Pass.

Auf Pad
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Teil 1924. Apr. 2014

Weiter ging´s auf der C28 Richtung Osten bis zur Abzweigung nach Tinkas. Nun war die Straße als 4x4 ausgewiesen, ließ sich aber recht gut fahren, allerdings deutlich langsamer, so mit 30 km/h. 😊

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Teil 2024. Apr. 2014

Die Landschaft war herrlich, die Einsamkeit perfekt, das ist Namibia wie wir es lieben.


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Weiter ging´s Richtung Blutkuppe. Die war auch ohne Sonnenuntergang sehr schön anzuschauen, aber hier kam wieder der Gedanke auf, dass ein Urlaub mit Dachzelt vielleicht auch schön wäre, dann könnte man jetzt bis zum Sonnenuntergang ... Da wir aber nun kein Zelt hatten und die Zeit schon fortgeschritten war, gab´s nur ein paar Fotos und weiter ging´s.


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Teil 2124. Apr. 2014

Wir wissen ja genau, wo wir sind, wir können Karten lesen, drei sooo erfahrene Pfadfinder, wir brauchen Tracks4Africa auf dem Smartphone nicht einzuschalten. 😎

Die Abfahrt zur C28 war aber wirklich schlecht ausgeschildert und die D1982 zur C14 nach Walvis Bay auch sehr schön. 😗


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Dafür haben wir auf der Weiterfahrt aber noch Oryxe mit Nachwuchs gesehen, ich war total happy, das Glück hatten wir zwei Jahre zuvor nicht, der Sichtungsgott hatte uns also wohl gelenkt.

Teil 2224. Apr. 2014

So kamen wir natürlich recht spät in Swakopmund in Sam´s Giardino an und waren froh, uns für den Abend bereits in Voraus dort zum Abendessen angemeldet zu haben. 😄

Nicht mehr los zu müssen, war nicht der einzige Vorteil. Das Essen war so hervorragend, das wir für den nächsten Abend gleich wieder vorbestellt haben. Es gab jedes Mal ein Menue aus vier Gängen und die Weinauswahl war so überzeugend, dass unser Sohn gleich eine Weinprobe für den nächsten Abend eingeplant hat.

Sam´s Giardino: Sam ist ein liebenswerter und sehr aufmerksamer Gastgeber, der viele Tipps gibt, für uns telefoniert hat, Geschichten erzählt, irgendwie omnipräsent ist und der sich ein Haus mit viel Holz, Büchern, Wein und einem riesigen Berner Senn Hund geschaffen hat, in dem man ein Stück schweizer Gastlichkeit mitten in Swakopmund findet. Die Zimmer waren hübsch und sauber, das Auto sicher abgestellt, das Frühstück phänomenal. Für uns ist klar, wenn Swakopmund, dann Sam.


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Teil 2324. Apr. 2014

Das Zimmerbild wieder von mir gemacht, also in nicht so überzeugender Qualität.
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Teil 2424. Apr. 2014

Die Toilette 🤩
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Sohn mit Hund im Garten 😉
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Teil 2524. Apr. 2014

Morgen sehen wir die Little Five minus 1 und fahren zur Oase Goanikontes ... und ich muss jetzt ins Bett. 😘

Teil 2624. Apr. 2014

Tag 5

Um 8 Uhr werden wir von Johannes, einem Mitarbeiter von Thommy zur Living Desert Tour abgeholt. Bei ihm hatten wir zwei Jahre zuvor schon im Auto gesessen, diesmal führt aber nicht Thommy selber die Tour, er ist anderweitig unterwegs, sondern Johannes übernimmt das. Das war also schon zum zweiten Mal in diesem Urlaub keine "Chefbetreuung" 😮 Und schon zum zweiten Mal erlebten wir, das man dem Nachwuchs eine Chance geben sollte. Es war genau so schön wie zwei Jahre zuvor. 🤩

Wir sahen ein ausgewachsenes und ein ganz kleines Chamäleon, eine Sidewinder, eine Wüsteneidechse, den Bau einer Weißen Spinne ... nur der Palmato Gecko ließ sich nicht blicken, die Erde war durch etwas Regen und viel Nebel zu feucht und damit zu hart, was die Suche wohl ziemlich erschwerte. Aber wir waren auch so glücklich.

Das "Große" Chamäleon
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Das "kleine" Chamäleon
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Sidewinder
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Ein Frechdachs 😛 (Wüsteneidechse)
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Bei dem Anblick fühle ich mich immer in ein Märchen aus Tausend und eine Nacht versetzt
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Teil 2724. Apr. 2014

Am Nachmittag fuhren wir zur Oase Goanikontes, um von dort aus ein Stück im Swakoptal zu wandern.
@Gerd1942 Danke für den Tip! 😁

Auf dem Weg dorthin haben wir natürlich die Mondlandschaft bewundert, nur Marcus war total müde und somit nach Meinung der Mama völlig unzureichend begeistert. 😠

...wie man sieht 😊
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Dabei ist die so beeindruckend
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Im Swakop
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Suchbild (Wo ist der Sohn?)
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Wir sahen überall auf dem Boden Tierspuren und auch die Hinterlassenschaften der Tiere, nur die Viecher selber hielten sich versteckt. 🙁

Nur der hier lärmte, wie es sich für einen Graulärmvogel gehört und wurde dadurch entdeckt.
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Teil 2824. Apr. 2014

Abends gab´s dann noch die verabredete Weinprobe bei Sam und das anschließende Abendessen, beides super. Ich kann´s nur jedem empfehlen, der in Swakopmund ist und ein wenig Zeit erübrigen kann.

Ach übrigens, die Permits für die letzten beiden Tage haben wir natürlich als rechtschaffene Bürger dabeigehabt. Die hatten wir schon in Windhoek besorgt, mit ein wenig Geduld wegen längerer Wartezeiten im Office war das kein Problem. 😎

Morgen geht´s auf hohe See und hoch in die Dünen, Bootstour und Sandwich Harbour.

Teil 2924. Apr. 2014

Tag 6

Heute geht es nach Walvis Bay, um mit Levo Tours einen Bootsausflug zu machen. Auch den hatten wir von zu Hause aus unkompliziert per Internet bebucht.

Nach und nach wurden mehrere Boote "beladen" und es ging los aus dem Hafen heraus aufs Meer. Es gab Erklärungen zu den Austernbänken, der Tierwelt, der Guano-Plattform.

Gesehen haben wir:

Pelikane
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auf der Guano-Plattform
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Flamingos
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Delfine
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Robben
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und Kormorane, Möven...

Von der Robbe an Bord haben wir diesmal gar kein schönes Foto, aber sie war da! 😄

Dann gab es Snacks, Sekt und Austern. Vor zwei Jahren hatte ich noch tapfer eine probiert, weil die Namibischen ja so viel besser sind als die Französischen, und die mochte ich nicht. Also, die Namibischen mag ich auch nicht. 🤢

Diesmal also keine Austern für mich, mein Mann isst aber immer ein paar, sind doch bezahlt. 😛

Teil 3024. Apr. 2014

Nachmittags sind wir mit einer auch schon von zu Hause aus gebuchten Tour nach Sandwich Harbour gefahren, das heißt, ein junger Mann in ähnlichem Alter wie unser Sohn hat uns drei in halsbrechericher Fahrt über die Dünen und am Meer entlang bis Sandwich Harbour gefahren und uns windgeschützt zwischen Dünen einen Snack und Sekt serviert. Der Bursche war fröhlich, nett, liebte seine Dünen und sein Auto und war stets zu Scherzen aufgelegt. Unser Sohn war begeistert, mein Mann und ich wären glaube ich mit etwas Ruhigerem auch glücklich gewesen. 😗

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Aber wenn die Dünen so ins Meer stürzen, ist das doch immer wieder ein beeindruckender Anblick.
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Teil 3124. Apr. 2014

Abends waren wir im Tug essen, Sam hatte für uns einen Tisch reserviert. Wir waren vor zwei Jahren auch dort gewesen und die Aussicht auf´s Meer ist sehr schön. Der Service war sehr professionell und freundlich 😁 , alles ging zügig, das Essen war allerdings nicht so wirklich überzeugend. Die Fischgerichte von Marcus und mir waren ok., der Salat mit Meeresfrüchten von Klaus-Achim irgendwie speziell. 😵 Vielleicht haben wir nur einen schlechten Tag erwischt oder sind zu wählerisch, denn im Forum wird das Tug ja allgemein gelobt.

Morgen geht es nach Vormittagsbeschäftigung in Swakopmund via Dead Sea Swimhole zur Robbenkolonie.

Teil 3225. Apr. 2014

So, jetzt geht´s weiter. Da wir nur eine recht kurze Strecke zu bewältigen hatten, haben wir den Vormittag noch in Swakopmund verbracht.

Unser Sohn wollte Quadbike fahren, so haben wir ihn bei dem Veranstalter abgesetzt, und da kein anderer Kunde zur gleichen Zeit dort war, hatte er das Glück, mit einem "Privatguide " loszukönnen. Es hat ihm wohl viel Spaß gemacht. 🤪

Mein Mann und ich sind zu altersgerechteren Beschäftigungen ins Zentrum gefahren. Wir wollten auf den Woermannturm, fanden aber in dem Gebäudekomplex nicht sogleich die richtige Stelle, wo´s hochging (da half auch Tracks4Africa nicht) 😗 und landeten so in einer kleinen Ausstellung mit schönen Linolschnitten, was dann leider unsere Reisekasse ein wenig belastete, die konnte man nämlich kaufen. 😕

Das gehört jetzt uns
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Nach einigem Fragen fanden wir dann die Dame, bei der wir den Eintritt entrichten konnten und die uns den Schlüssel zum Turm gab. Die Aussicht von oben war sehr schön.

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Anschließend sind wir noch durch´s Städtchen gebummelt und haben einige Souveniers gekauft, damit der Strauß nicht so einsam ist. Mir gefällt Swakopmund ganz gut, nicht zu groß, nicht hektisch, aber alles da, was man braucht.

Überall deutsche Spuren
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Nachdem wir Marcus wieder eingeladen hatten, ging´s zurück zu Sam´s Giardino unser Gepäck abholen und dann weiter Richtung Henties Bay vorbei am Wrack der Zeila (hoffentlich stimmt das 😊 ) und eine Weile später rechts ab zum Dead Sea Swimhole. Inzwischen fuhr der Sohnemann, es gab schon ein wenig 4x4 Feeling und er machte das ganz gut und war zufrieden, dass er endlich mal an´s Steuer durfte. Unterwegs wurden noch seltene Lichen bewundert und eine ehemalige Rosenquarzmiene angefahren. (Beides war aber nicht so wirklich eines der Highlighs unserer Reise. 😛 )

Aber die kleine Eidechse, die wohl mal ihren Schwanz eingebüst hatte, faszinierte uns.
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Hier ein Exemplar mit "Originalschwanz" zum Vergleich
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Das Dead Sea Swimhole war recht nett, wir sind dort ein bisschen herumgeklettert und haben Fotos gemacht. Wir hatten das Gefühl, dass dort nicht sehr oft jemand vorbeikommt.


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Teil 3326. Apr. 2014

Nun ging es endlich zu den Robben! Es war inzwischen recht spät und wir dachten, der "Eintritt" in National Parks gilt immer für 24 Stunden, wir wurden aber von der Dame am Eingang eines Besseren belehrt und zahlten so notgedrungen für eine halbe Stunde, die bis zur Schließung noch blieb, 3 x 80 N$ plus 10 N$ für das Auto. 😈 Inzwischen haben wir aus dem Forum erfahren, dass das so gar nicht in Ordnung war, aber wir verbuchen das halt als "Lehrgeld". 🙁

Die Robbeb haben uns aber trotzdem fasziniert und der Geruch war weniger schlimm als befürchtet. Die Tiere lagen dicht gedrängt und kletterten übereinander, immer ein Bulle umringt von seinem Harem und Jungtieren.


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Nun hatten wir nur noch die paar Meter (oder Kilometer 😗 ) zur Cape Cross Lodge vor uns. Dort wurden wir freundlich empfangen und zu unseren Zimmern gebracht.

Zimmer
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Wie immer die Toilette 🤩
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Cape Cross Lodge: die Zimmer waren hübsch und sauber, das Abendessen nicht sterneverdächtig aber ordentlich und das Frühstück ebenso. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Abends wurde es richtig kalt, aber da brannte dann im Speiseraum ein gemütliches Feuer. Von der Terasse aus sah und hörte und roch man das Meer, also alles in allem durchaus empfehlenswert.

Morgen geht es weiter zum "Seminarhotel" Terrace Bay über den Messumkrater (oder auch nicht 😊 )

Teil 3426. Apr. 2014

Weiter geht´s, Tag 8

Nach dem Frühstück fuhren wir los Richtung Norden, nach einigen Kilometern dann auf die 4 x 4 Strecke zum Messum Crater. Schon bald tauchten zahlreiche Welwitschias auf, prima, waren wir doch dieses Jahr nicht den Welwitschia Drive bei Swakopmund gefahren. Natürlich haben wir Fotos gemacht und dabei lustige kleine Käfer an den Pflanzen entdeckt.


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Welwitschia Käfer
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Weiße gab´s auch noch, Art?
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Irgendwie haben wir dann aber den Messum Crater nicht erkannt 😏 und sind wohl daran vorbeigefahren. "Sign posted" war ein falsches Versprechen. 😛 Meinem Gatten kam die Richtung, in die wir fuhren (Sohn am Steuer), suspekt vor und wir waren richtig froh, vor Abflug in eine Tracks4Africa Karte für das Smartphone investiert zu haben. Also aktiviert und festgestellt: wir waren schon im Messum River, fuhren allerdings in die falsche Richtung, also gewendt und noch einen Blick in den Krater geworfen, der allerdings von der Position aus nicht gar so beeindruckend war. Dann ging´s wieder weiter durch das Flussbett. Wenn die Tracks4Africa Karte nicht angezeigt hätte, dass wir uns exakt auf der Pad befanden, wären wir wahrscheinlich verzweifelt, denn teilweise waren die Fahrspuren kaum oder gar nicht erkennbar. Das Flussbett gefiel uns sehr gut, immer wieder Grün, teilweise sogar Blüten und schöne Erosionsformen. Und unser Sohn hatte sichtlich Spass am Offroadfahren und machte das auch sehr gut. Teilweise waren aber 20km/h schon schnell. 😕

Im Nachhinein habe ich mir gedacht, so ohne Satellitentelefon oder zweites Auto wären wir bei einer Panne ganz schön aufgeschmissen gewesen. Zumindest hatten wir den Tank ziemlich voll, reichlich Wasser mit und waren alle drei gesund . 🤪

Messum River
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Nach einer Weile wurde das Flussbett breiter und ließ sich besser fahren. Wir erreichten die D2303 und dann die C34, auf der wir weiter Richtung Norden fuhren. Am frühen Nachmittag erreichten wir das berühmte Eingangstor zum Sceleton Coast Park, bezahlten unseren Obulus für zwei Tage und fuhren ein. 🤩 Papa durfte wieder fahren. 😛


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Vorbei am Wrack der Seal, die schon zu weiten Teilen von Sand überdeckt war,
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am alten Ölbohrturm
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und an Torra Bay erreichten wir das Delta des Uniab, das wir uns am nächsten Tag noch genauer anschauen wollten.

Gegen 17 Uhr kamen wir endlich in Terrace Bay an, wo wir zuerst unseren Tank wieder auffüllen wollten.

Teil 3526. Apr. 2014

Das mit dem Tanken war für uns Europäer eine lustige Sache. Wir hätten, wenn nicht gerade ein Auto "in Arbeit" gewesen wäre, die Zapfsäule gar nicht gefunden, die war gut versteckt in einem kleinen Schuppen. 🤩 Der Hilux vor uns wurde immer wieder heftig geschaukelt, um den Diesel in den Doppeltank zu bringen. Das dauerte ziemlich lange, aber einer der Arbeiter dort kam an unser Auto und unterhielt uns mit lustigen Geschichten 😄

Endlich vollgetankt ging´s zur Lodge, einer alten Mienenarbeiter-Siedlung. Wir waren überrascht, wie freundlich wir in diesem staatlichen Camp empfangen wurden, so als wären wir etwas besonderes. Die junge Frau am Tresen checkte uns ein und dann kam noch ein Mann, der sich als Camp Manager vorstellte und uns erstaunt fragte. "You stay here for two nights?" Als wir das bejahten, wollte er wissen, ob wir angeln wollten und auf unser nein kam die entwaffnend ehrliche Aussage: "There isn´t a lot to do here except of fishing." Er empfahl uns, den Uniab Canyon entlang bis zum Meer zu wandern und erklärte uns noch ganz genau, wie fahren, wo parken, wo lang gehen... Sehr sehr freundlich!

Die Zimmer waren wie erwartet einfach, aber sauber und mit atemberaubendem Blick auf´s Meer. Außer uns waren noch ein paar Leute zum Fischen dort, ein (britisches?) Paar, das nach eigener Aussage einfach ein paar Tage "gar nichts" machen wollte, und eine große Gruppe von "Seminarteilnehmern", Leuten, die in den verschiedenen staatlichen Camps arbeiten und hier "fortgebildet" wurden zum Thema "The Patterson Method of Job Evaluation". Ach so, ein Seminarhotel im Nichts. 🤩

Alle, das Personal der Lodge und auch die Seminarteilnehmer haben uns ständig angestrahlt, allein dafür hat sich die Fahrt dorthin schon gelohnt, und unser Sohn, der als Hotelfachmann in durchaus gehobener Gastronomie in Deutschland arbeitet, schwärmt bis heute, das sei auf unserer Reise seine absolute "Highlight-Unterkunft" gewesen.

"Unser" Haus von außen
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Das Zimmer
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Und natürlich die Toilette 😛
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Der Speiseraum von Terracce Bay ist etwas ganz besonderes, nicht luxuriös oder besonders gemütlich, oder was man sonst so erwarten würde, aber voll interessantem Lesestoff. Die Wände und inzwischen auch Teile der Decke sind vollgeschrieben mit Posts der Besucher. Wir haben uns köstlich amüsiert.

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Das machen meine Männer auf die Aufforderung, mal nett zu gucken!
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Was das Abendessen betrifft, hatten wir keine allzu großen Erwartungen hier am Ende der Welt, wurden aber überrascht. Es gab Suppe, mehrere Hautgerichte zur Auswahl, unter anderem fangfrischen Fisch und dann noch Nachtisch und alles war durchaus lecker...und reichlich. 😄

Auch das Frühstück am nächsten Morgen war reichlich, abwechslungsreich, mit viel frischem Obst, Joghurt, Eiern, ... Ich weiß nicht, ob das immer so aussieht, es waren ja durch das Seminar ziemlich viele Leute da. 🙄

Terrace Bay: Sauber, Essen viel besser als erwartet, auch das Frühstück gut, man muss es allerdings einsam und einfach mögen. Die Freundlichkeit der Leute war für und überwältigend, ebenso wie die Nähe zum Meer. Wir haben uns hier wohl gefühlt

Morgen wandern wir im Uniab Delta, "best place for game watching at Sceleton Coast". Nur gut, dass wir auch noch zum Etosha wollen 😗 .

Teil 3628. Apr. 2014

Tag 9

Am Morgen sind mein Mann und ich ein wenig am Strand entlanggegangen und haben große, schöne Muscheln und Schneckengehäuse gesammelt, die wir dann erst mal gründlich gespült haben, damit wir zwischen unseren Unterhosen nicht irgendwann kleine Krebse oder sowas finden. 🤩

Nach dem erstaunlich guten Frühstück (hier am Ende der Welt) sind wir aufgebrochen zum Uniab River und haben auch Dank der guten Beschreibung des Camp-Managers den richtigen Platz zum Parken des Autos und zum Loswandern gefunden. Laut Reiseführer ist der Uniab Canyon der beste Platz für Tierbeobachtungen an der Skeleton Coast, wir waren da wohl im falschen Abschnitt. 😗 Ein Glück, dass wir wegen der Landschaft und der Einsamkeit hier waren. Wir haben am Meer eine einzelne Robbe gesehen, einen Schakal an einem Wasserloch und gaaanz weit weg ein paar Springböcke. Allerdings hatten wir mit der Sichtung von Vögeln ein wenig mehr Glück. 😄

Der Canyon hatte noch ein bisschen fließendes Wasser und einen "Mini-Wasserfall".

Wasserfall 😉
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Canyon
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Richtung Meer
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Am Meer
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"Tiersichtung" 🤪
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Und noch eine
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Teil 3728. Apr. 2014

Vögel


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Wir hatten uns vorgenommen, in diesem Namibiaurlaub ab und zu mal ein Stück zu Fuß zu gehen, weil wir beim ersten Mal überwiegend im Auto gesessen hatten. Das war also nach dem Swakoptal unser zweiter Spaziergang, wir waren ganz alleine, wie wir uns das gewünscht hatten, die Landschaft war sehr schön und vor allem die Stimmung am Meer so richtig was "für´s Herz".

Abens gab´s zur Belohnung für´s Bewegen dann noch das:

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Und auch wieder leckeres Abendessen in Terrace Bay. 😁

Morgen fahren wir zur Palmwag Lodge mit einem Umweg über die Grootberg Lodge und sehen Antilopen im Regen und Klippschliefer im Baum.

Teil 3830. Apr. 2014

Tag 10

Heute geht´s weg von Terrace Bay 🙁 in Richtung Palmwag Lodge. Wir haben beim Springbok Gate den Park verlassen und haben dort noch das obligatorische T-Shirt gekauft 😉 . Die Landschaft in diesem Teil des Skeleton Coast Park gefiel uns auch sehr gut.

Auf dem Weg
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Ausfahrt
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"Craft Center" am Gate
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An der Abzweigung nach Palmwag sind wir erst mal nicht Richtung Palmwag, sondern Richtung Grootbergpass gefahren, da wir unbedingt die Grootberg Lodge anschauen wollten (wir hatten dort nicht buchen können, da voll) und da mein Mann von einem schönen Gamedrive dort oben gelesen hatte. 😗

Unten an der Auffahrt zur Lodge mussten wir dann feststellen, dass so eine Art Privatstraße hochführte, die so steil und eng war, dass mittels Walkie Talkie abgestimmt wurde, dass immer nur einer losfuhr um nicht unterwegs auf Gegenverkehr zu stoßen. War aber auch ohne Buchung kein Problem, man hieß uns willkommen und ließ uns oben sogar den privaten Gamedrive allein fahren. Sehr, sehr freundlich. Und die Lodge war sehr beeindruckend mit toller Aussicht und hübschen Hütten, also vorgemerkt für nächstes Mal.

Pool der Grootberg Lodge
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Aussicht von der Terrasse
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Die gab´s da auch: Klippschliefer im Baum
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Teil 3930. Apr. 2014

Nun ging´s los zu unserem Game Drive, der Manager erklärte uns noch den Weg und Tracks4Africa tat uns wieder mal gute Dienste. Das war eine holprige, steinige, echte 4x4 Strecke, aber entsprechend langsam geht ja alles. Hier war es sehr einsam, ab und zu ein Kudu, ein Springbock, ein Blitz, ein Donner ... und plötzlich heftiger Regen, was für eine Überraschung.

Das sah dann so aus:
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Das war schon eine ganz besondere Stimmung. Später haben wir gehört, dass der Regen es nicht runter bis Palmwag geschafft hat.

Auf der Weiterfahrt haben wir erste Bergzebras, etliche Kudus und Springböcke gesehen. Die Landschaft war herrlich, da durch den Regenguss der Staub von den Pflanzen gewaschen war und die Farben in der wiederkehrenden Sonne leuchteten.

Bergzebras
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Dazu meinte mein Mann: "Der eine hört ins Tal!"
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"Deutscher Herbst"
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Vorbei am Desease Control Piont, den wir trotz dem von Marcus aufgegabelten Oryxgeweih problemlos passieren konnten, 🤩 erreichten wir die Palmwag Lodge. Eine schöne Anlage mit Hauptgebäude, einzelnen Hütten, zwei Swimmingpools, Garten und viel Land drum herum, nämlich der Palmwag Concession Area. Hier wollen wir wandern und gamedriven.

Die Zimmer waren hübsch, das Frühstück ok., das Abendessen auch, wenngleich wir in anderen Unterkünften teils besser gegessen haben. Uns gefiel es hier trotzdem, weil die Lage in der Concession Area gut ist und die Gesamtanlage nett gestaltet. Das Personal war auch durchweg freundlich und der Guide, mit dem wir noch eine Tagestour machen werden, super.

Zufahrt zur Lodge
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Zimmer
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Wie immer die Toilette 😛
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Hütten (Zimmer) von außen
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Pool mit Kuh
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Teil 4030. Apr. 2014

Als ich abends im Pool herumgedümpelt bin, um mich abzukühlen, war ich ziemlich überrascht, als ich mich plötzlich Auge in Auge, Köpfe auf gleicher Höhe, mit dieser Kuh wiederfand. 🤩

Morgen gehen wir ein bisschen zu Fuß, fahren ein bisschen mit dem Auto und sehen viele Tierköttel.

Das lest Ihr aber leider erst in einigen Tagen, weil wir uns erst mal an der Ostsee erholen müssen. 😛 Und auf meinem kleinen Netbook wird das wohl nicht so recht klappen mit den Bildern.

Teil 4106. Mai 2014

So, wir sind wieder zu Hause und weiter geht´s mit dem Reisebericht.

Tag 11

Ich habe die Nachtruhe meines Gatten gestört, weil ich bei nicht heruntergelassenem Moskitonetz plötzlich ein unangenehmes Summen vernahm, 😈 also Licht an, Mücke gejagt, Peaceful Sleep versprüht, Netz runtergelassen und endlich wieder Licht ausgemacht. Mann war genervt. 😛

Am nächsten Tag war eine Wanderung geplant und da wir uneinig waren, wo´s losgehen sollte, haben wir an der Rezeption einen Guide gefragt. Der meinte, das ginge aber wirklich nur geführt, da die Wanderung für uns alleine viiiel zu gefährlich sei, wir könnten aber am Nachmittag an einem geführten Walk teilnehmen. Also den schnell gebucht und statt dessen mit dem Auto durch die Concession Area. Die Idee mit dem Fragen kam natürlich von mir und ich musste herbe Kritik meiner Männer hinnehmen. 😠

Die Landschaft war schön, Tiere haben wir auch gesehen, wenn auch nicht allzu viele und ein bisschen Offroad-Gerappel gab´s auch.


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Wasser gab es auch noch
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Fleckenflughuhn
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Zurück an der Lodge sahen wir dann endlich den uns schon vorher angepriesenen Hauselefanten, einen einzelnen Bullen, der den Kontakt zu anderen Elefanten meidet und ab und an sogar auf das Lodgegelände kommt. Der fraß aber nur in einiger Entfernung und störte sich weder an den Touristen noch an der Kuh, die in der Nähe graste.


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Dann konnten wir endlich zu der Wanderung aufbrechen, die wir schon am Vormittag machen wollten. 😵 Also, ich musste zugeben, gefährlich kam uns nichts vor, weder der Weg noch die Tiere, die wir NICHT gesehen haben. Statt der Tiere gab es ein wenig Bewegung (weil zu Fuß) und ganz viele Tierkötttel, die uns von dem Guide auch dezidiert erläuter wurden. Auf dem Walk kam die Idee auf, ein Buch mit dem Titel "Namibia- Köttel, Eine Bestimmungshilfe" zu verfassen. 😵 Nach nicht allzu langer Zeit waren wir wieder an der Lodge, sahen aber auf dem Rückweg zumindest noch mal den Hauselefanten aus verschiedenen Perspektiven.


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Später war er dann seeehr nah! 🤩
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Tag 12

Der Tag begann in der Nacht, und zwar ziemlich aufregend. 😮 Nachts um drei weckte mich mein Mann, diesmal aber nicht wegen einer Mücke im Zimmer, sondern wegen sehr ungewöhnlicher Geräusche. "Schatz, ich glaube, der Elefant frisst von unserem Strohdach." Nein, tat er nicht, er fraß von einer Palme, die zwischen unserer und Marcus´Hütte stand. Durch das Fenster sah man nur graue Masse und als der Koloss wieder aufbrach, musste er "rückwärte ausparken", so eng war es zwischen den beiden Hütten. Ich saß wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf dem Bett und habe gestaunt. Ein sehr zentrales Erlebnis in dem Urlaub. Ein Foto haben wir nicht, das erschien uns zu gefährlich. 😗

Irgendwann haben wir dann wieder geschlafen und wurden sehr früh geweckt, weil wir eine Ganztagestour gebucht hatten. Wir drei waren die einzigen Gäste und unser Guide konnte sich so ganz auf unsere Wünsche einstellen. Er war im Gegensatz zu dem mäßig engagierten Guide von Vortag supernett, informiert und sehr bemüht, uns seine geliebte Heimat nahezubringen. Wir hatten einen schönen Tag mit toller Landschaft, vielen Tieren und als Highlight sogar die von uns ersehnten Wüstenelefanten. 🤩


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Teil 4206. Mai 2014

Tag 13

Heute fahren wir von Palmwag zum Fort Sesfontein. Vor dem Start freute sich mein Gatte noch über einige freche Gelbschnabeltokos, von denen einer heftig den Scheibenwischer eines Autos attakierte. Er meinte, das müsse ein Weibschen sein, weil der Vogel sich zwischendurch immer wieder in der Scheibe betrachtete. 😛

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Der Weg zu unserer nächsten Unterkunft ging durch schöne Berglandschaft mit recht viel Grün und Mopanewäldern. In der Lodge angekommen haben wir eingecheckt und ich habe hoffnungsvoll (oder eher hoffnungslos 😳) nach einem ATM in der Nähe gefragt, da wir kaum noch Bargeld hatten und noch tanken mussten. Der "Ort" Sesfontein hatte beim Durchfahren nicht so ausgesehen, als ob dort sowas vorhanden wäre. Aber doch, es gäbe einen ATM, der habe aber nicht immer Geld, müssten wir halt ausprobieren. Also nach Ausladen des Gepäcks nochmal zurück und nach längerem Suchen ganz hinten in einem Supermarkt (oder so was Ähnlichem) einen Geldautomaten gefunden und...Überraschung...zwei mal 1500 N$ gezogen. 🤩

Nach ein wenig Ausruhen und Überlegungen, wo der Startpunkt zu einer kleinen Wanderung durch die Khowarib Schlucht ist, sind wir (ohne den müden Sohn) aufgebrochen. Der Beginn des Weges sah eher so aus wie die Alpen. 😄

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Der Rest war dann staubig und heiß, sodass ich nach einer Stunde marschieren gern wieder zurück wollte, zwei Stunden reichten mir für den Nachmittag. 🤪

Wieder im Fort haben wir uns ein bisschen restauriert und uns zum Abendessen begeben. Das schmeckte dann genau so wie es aussah. 🤢

Vorspeise
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Hauptgericht
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Als Nachtisch gab es eine Art Vanillepudding auf einer Untertasse mit einer viertel Kompottbirne. Das war DAS Ausnahme-Essen des Urlaubs. Auf die Frage nach einer Weinauswahl gab´s die Auskunft, man hätte nur Weisswein und auf weiteres Fragen nach der Sorte kam: "From a Tetra-Pack". Meine Männer haben dann sicherheitshalber Windhoek Lager getrunken, ich habe den Wein probiert, der war besser als das Essen. Trotzdem haben wir an dem Abend viel gelacht, teilweise wegen der Sache mit dem Galgenhumor, teilweise, weil Ärgern sowieso wenig hilft und schlussendlich, weil die Belegschaft nach dem Essen noch für die Gäste gesungen hat. Und das konnten sie deutlich besser als Küche und Service. 🤩 🤩 🤩

Die Leute im Fort Sesfontein waren freundlich, teilweise kompetent und die Zimmer sauber, mir waren sie allerdings ein wenig zu dunkel und das Essen war halt am ersten Tag wie beschrieben. Am zweiten Tag wurde es abends besser, das Frühstück war aber auch nicht toll. Wir würden, wenn wir noch mal ohne Zelt in den Hoanib wollten, wieder hier übernachten, weil es von dort aus glaube ich am günstigsten ist.

Zimmer
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Toilette 🤪
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Morgen erkunden wir einen Teil des Kaokovelt und entdecken ganz alleine Wüstenelefanten. 😄 😄 😄

Teil 4315. Mai 2014

So, endlich geht´s weiter.

Heute wollen wir zum Hoanib. Vorher gehen wir natürlich noch zum Frühstück. Wir sind gespannt, ob das besser ist als das Abendessen und ... es ist nicht besser.

Das "Buffet"
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Im Detail
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Aber wir haben Kekse und Biltong im Auto, also alles klar und los. 😄

Wir starteten auf der D3707 Richtung Purros, weiter durch die Gibris Plain, dann begegneten uns ca. 1000 Kühe. Jetzt wissen wir, wo der Name Kunene herkommt: Kuh? Ne, ne? Das war irgendwie beeindruckend, vor allem, da gar keine Cowboys in der Nähe waren und die Viecher ganz allein rummarschierten.

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Von einem kleinen Aussichtspunkt aus hatten wir eine schöne Aussicht auf die vielen Feenkreise und für Notfälle sogar ein Satellitentelefon zur Verfügung. 🤩

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Nach einer Weile im Hoanib Tal und nach der "Sichtung" etlicher Elefantenköttel, einer toten Giraffe und einer Gruppe Paviane ...

Was hab´ich denn da??
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... sahen wir sie endlich, die heiß ersehnten Wüstenelefanten. Kühe und Jungtiere, an die wir uns langsam heranpirschten, so weit, bis ich heftig protestierte aus Angst, sie irgendwie zu reizen.

Sie standen am Rande der Pad und fraßen.
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Während wir noch diskutierten, ob wir weiter fahren und damit doch sehr dicht an den Elefanten vorbeifahren sollten (ich war klar dagegen 😈 ),

kamen diese hinzu. 🤩 🤩
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Wenn wir also weitergefahren wären, wären wir genau zwischen die beiden Gruppen geraten, ich vermute, das wäre uns nicht gut bekommen, man sollte doch IMMER auf Mama/Ehefrau hören. 😛

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Das war DAS Erlebnis unseres Urlaubs, in völliger Einsamkeit Wüstenelefanten zu entdecken und dann noch mit so einem hinreißenden Mini, zum Heulen schön. Ich hätte ihn ja gerne mitgenommen, aber mein Sohn wollte nicht mit anpacken und dann im Ernstfall auf einmal doch nicht sooo nah an die Mama ran. 🤪 Die Großen haben super auf das Kleine aufgepasst, sich immer wieder zwischen uns und ihren Nachwuchs geschoben, obwohl wir schon noch ein gutes Stück Sicherheitsabstand hatten. Von so einer Fürsorge könnte sich mancher Mensch noch was abgucken.

Wir haben sie eine ganze Weile beobachtet und fotografiert, bis sich die drei Kühe mit dem Kleinsten wieder von dannen machten, haben gewendet 😛 und sind weitergefahren.

Teil 4415. Mai 2014

Unterwegs haben meine Männer noch ein wenig "Bushman´s Newspaper" gelesen.

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Die Landschaft, durch die wir fuhren, hat uns auch gut gefallen.

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Und abends gab es dann noch eine Überraschung - das Essen war vielleicht nicht sterneverdächtig, aber ganz in Ordnung, leckeres Wildgulasch. 😄

Diesmal haben Sohn und Mann direkt Bier bestellt, das war aber heute leider alle, es war aber schon jemand unterwegs, neues holen. Nach einer Weile kam dann die Ansage, bald würde das Bier serviert, man müsse nur noch einen kleinen Augenblick warten, da der Mitarbeiter so gelaufen wäre, dass sich das Bier erst mal "beruhigen" müsse, bevor man es öffnen könne. Das hatte ja schon fast wieder einen gewissen Charme. 🤪 🤪

Heute Abend war das Essen also ok., und wir haben uns gefragt, ob wir trotzdem ein Ständchen bekommen. Nein, haben wir nicht, 🤩 wenn das Essen gut ist, wird nicht gesungen. 😗

Der Tag im Hoanib war für uns ein wundervolles Erlebnis. Erst zu Hause ist mir so richtig klar geworden, dass wir eigentlich gegen viele Regeln zu sicherem Fahren in Trockenflussbetten und Einsamkeit verstoßen hatten, kein zweites Fahrzeug, kein Satellitentelefon, keiner wusste, wo wir hin wollten. Wir hatten zwar zwei Reservereifen und reichlich Wasser, bei einer Panne (außer Reifen) wären wir aber ganz schön aufgeschmissen gewesen, uns ist den ganzen Tag kein anderes Auto begegnet (außer direkt bei Sesfontein natürlich). Das nächste Mal müssen wir "vorher" mal gründlich nachdenken. 😊

Morgen fahren wir nach Opuwo über den berüchtigten Joubert Pass, den wir fast nicht erkannt hätten.

Tag 15

Die Wegstrecke heute ist nicht sehr lang, wir müssen bis Opuwo. Mein Mann hat morgens einen riesen Schreck bekommen, weil unser Auto nicht mehr da war. 😵 Diebe? Nein! Ein freundlicher Mensch hatte unser Auto gewaschen und wir haben es bloß nicht mehr wiedererkannt. 🙄 Das war natürlich ein ordertliches Trinkgeld wert und er half uns daraufhin sogar noch, den Kofferraum auszufegen und die Koffer zu verstauen.

Die Straße führte steil berauf und bergab, irgendwann passierten wir die Abfahrt zum Camp Aussicht, einen Grader und einige Baufahrzeuge und dann fragte mein Mann, wann denn nun endlich der gefährliche Joubert Pass käme. Nach einem Blick auf die Karte mussten wir feststellen, dass wir den schon hinter uns gelassen hatten. 😊 Wir hatten also offensichtlich ganz ordentliche Straßenzustände erwischt.

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In Opuwo angekommen, haben wir die Anfahrt zur Lodge gesucht und im zweiten Anlauf auch gefunden. Hier sah es ganz nett aus, wir bekamen schöne Zimmer, Marcus sogar ein Upgrade in ein besseres Zimmer direkt neben unserem. Wir haben ein wenig auf der Terrasse gesessen und eine Kleinigkeit gegessen, dann sind mein Mann und ich zurück in die Stadt zum "Sightseeing". Der Sohn war wieder mal müde, diese Jugend. 😄

Ich hatte im Forum viel über Opuwo gelesen und war sehr gespannt. Der Mix aus verschiedenen Kulturen, traditionell gekleidete Himba, Herero, Leute in "westlicher" Kleidung, nur dunkelhäutige Menschen um uns herum, viel Staub, viel Armut, aber auch Herren in Anzug und mit Laptoptasche, das war für uns ungewohnt und spannend. Wir haben in der Zeit, die wir dort waren, nur zwei andere Weiße gesehen, haben uns nie in irgend einer Weise unwohl gefühlt, sind, solange wir nicht an irgendwelchen Schmuckauslagen stehenblieben, nicht angesprochen worden. Im Supermarkt haben wir noch Keksnachschub und Wasser gekauft und sind zurück zur Lodge gefahren.

Das Abendessen war lecker, es gab Springbocksteak, die Weinauswahl war hier auch wieder gut (bzw. überhaupt vorhanden 🤪 ). Das Frühstück am nächsten Morgen war auch ok., die Zimmer waren schön mit hübscher Terrasse und das Hauptgebäude geschmackvoll eingerichtet. Einen netten Shop gab es auch. Zitat aus dem Reisetagebuch meines Gatten: "Dann ist Karin noch in den Shop, um afrikanischen Nippes zu erwerben - Frauen!" 😈

Zimmer
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Wie immer die Toilette
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Unser Balkon
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Morgen fahren wir in den Etosha via Galton Gate, denn wir haben nach langen Kämpfen Zimmer im Dolomite Camp bekommen. 🤩

Teil 4522. Mai 2014

Tag 16

Endlich geht es Richtung Etosha, obwohl, wir haben ja mit Tiersichtungen (Elefanten, Bergzebras, Giraffen, Kudus ...) und besonderen Landschaften auch bisher schon viel Glück gehabt.

Mama hat ihrem Sohn im Voraus erklärt, dass jede Elefantensichtung ein besonderes Erlebnis ist, also sehen wir mal, ob unser Sichtungsglück weiter anhält. 😊

In Opuwo haben wir noch mehrmals angehalten und Mann und Sohn sind in diverse Geschäfte, weil Sohn unbedingt ein Auxkabel kaufen wollte. In den meisten Läden kannte man aber sowas wohl gar nicht. 😗

Die Straße zum Galton Gate war weitgehend geteert, sodass wir zügig vorankamen. Unterwegs haben wir noch einen Anhalter eingeladen, der auch in den Etosha wollte. Es stellte sich dann heraus, das er im Dolomite Camp arbeitete. Leider sprach er nur wenig Englisch, sodass die Unterhaltung etwas mühsam war, aber als er hörte, dass wir im Dolomite Camp übernachten würden, war er total stolz und zeigte uns auf seiner kleinen Kamere Bilder seines Arbeitsplatzes.

Um 11:30 waren wir am Gate, füllten einige Papiere aus und fuhren weiter zum Office, wo wir das Permit erwarben. Alle waren sehr freundlich. Da kein Auto übrig war um unseren Begleiter abzuholen, blieb er notgedrungen bei uns im Auto und musste ein wenig mit uns "gamedriven", bis wir ihn am Staff-Gebäude rausließen.

Bereits nach wenigen Kilometern entdeckten wir im hohen Gras und Gebüsch ein wenig entfernt von der Straße eine Elefantenherde, die allerdings nicht so recht fotogen war, aber immerhin schon kurz nach der Einfahrt Elefanten. 🤩

Am ersten Wasserloch standen Zebras und Kuhantilopen, da war ich schon ziemlich beeindruckt, denn wir hatten in unserem ersten Namibiaurlaub nur wenige verschiedene Antilopenarten gesehen.

Auf dem Weg zum nächsten Wasserloch mussten wir dann eine Pause einlegen, denn über die Straße marschierten auf einmal ... zahlreiche Elefanten. 🤪 "Mama, du hast doch gesagt, Elefanten seien was Besonderes!? 😛

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Undankbarer Sohn! 🤩 Hatten wir extra für ihn bestellt.

Auf dem Weg zum nächsten Wasserloch lagen Steinböckchen direkt an Wegesrand unter einem Baum und machten keine Anstalten, sich zu bewegen. Die kannten wir bisher nur flüchtend.

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Am Wasserloch Klippan gab´s dann Arche-Noah Feeling. Hier war ein richtiges Gedränge. Sogar unser einheimischer Begleiter hat Fotos gemacht.

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Dann sind wir kurz zum Dolomite Camp, haben aber beschlossen, den Rest des Tages lieber noch für einen Gamedrive zu mutzen und später einzuchecken. Wir hatten aber so schon mal die schöne Lage des Camps bewundern können.

Wir sind den Nachmittag mehrere Wasserlöcher angefahren und haben Antilopen, Bergzebras, Steppenzebras, Warzenschweine, Giraffen, Strauße, Adler, Geier und mehr gesehen.

Am Wasserloch Okawao gab´s dann nochmal Elefanten. 🤩 🤩

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Hydra
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Auf dem Weg zurück hatten wir dann noch eine typische "Blöde-Touristen-Situation". Ich bin gefahren, damit meine Männer fotografieren konnten und entdeckte am Wegesrand einen wunderschönen Giraffenbullen. Also alle darauf aufmerksam gemacht und alle Augen links. In dem Moment kam eine Giraffendame von rechts aus dem Gebüsch auf die Straße und ich hätte sie beinahe angefahren. Schreien, hupen, bremsen, lenken und ein Satz der Giraffe zur Seite haben eine Kollision verhindert und ich habe mich fürchterlich über mich selber geärgert, dass ich einen Moment die Aufmerksamkeit von der Straße genommen hatte. Das war knapp und mein Herz klopfte gewaltig.

Teil 4622. Mai 2014

Am Dolomite Camp angekommen wurden wir von dem legendären Golfcaddy abgeholt und zur Rezeption gebracht. Wir bekamen zwei schöne Zelthäuser.

Richtung Rezeption
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Zimmer
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Toilette
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Müder Mann
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Vor dem Abendessen haben wir noch einen Sundowner im "Barzelt" getrunken und einen schönen Sonnenuntergang genossen. Vorher marschierten aber noch einige Elefanten 🤩 🤩 durch die Ebene unterhalb des Dolomite Camps. Sohn: "Mama, was erzählst Du eigentlich immer für einen Unsinn? Elefanten sind gar nichs besonderes!" 😈 😈

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Das Abendessen hat uns gut geschmeckt, einen tollen Wein gab´s auch dazu und der Service war ausgesprochen freundlich. Gegen zehn wurden wir dann von dem Caddy zu unseren Zelten gebracht. Ich weiß nicht, ob das wirklich notwendig ist oder eher Show,, aber da der Mann, den wir als Anhalter mitgenommen hatten, den Caddy fuhr, war´s irgendwie noch ganz lustig, als unser Sohn meinte: "This morning we drove you, now you drive us." Der Mann hat jedenfalls herzlich gelacht. (Vielleicht war er auch einfach nur höflich.) 😗

Das Dolomite Camp war toll, schöne Zimmer in schöner Anlage und traumhafter Landschaft. Viele Tiere waren zu der Zeit, zu der wir da waren, auch in der Umgebung und meist waren wir allein an den Wasserlöchern. Das Abendessen und das Frühstück hat uns geschmeckt und alle waren sehr freundlich. Hier möchte ich auf jeden Fall nochmal hin.

Teil 4722. Mai 2014

Tag 17

Am Morgen kam unser Sohn strahlend an den Frühstückstisch und begrüßte uns mit einem: "Hello, my name is Marcus, I´m your guide. Today is rhino time." Na, dann schaun wir mal, man kann sich ja alles wünschen, aber es geht nicht alles in Erfüllung.

Also fuhren wir los zu unserem Gamedrive. Am ersten Wasserloch war ein Honigdachs, ist doch schon mal was.

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An weiteren Wasserlöchern waren Warzenschweine und raufende Oryxe.

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Und andere Antilopen, Kudus, Hartebeest ...

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Und es gab auch immer wieder mal Elefanten

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Irgendwann tatsächlich garniert mit Nashorn. Wenn Marcus sich was wünscht ... 😛

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Das Black Rhino stand im Wasser und rührte sich ewige Zeit kaum. Dafür hatten etliche Elefantenbullen beschlossen, am Wasserloch ein Meeting zu veranstalten. Es kamen nach und nach 8 Bullen Richtund Wasserloch und waren um uns herum verteilt. Dann ging das Nashorn seiner Wege und meine Männer meinten, ich könne nun auch wieder fahren. Da standen aber noch drei Elefanten ganz dicht am Weg uns ich hatte inzwischen ziemliche Panik. Zwei entschieden sich endlich, auch ans Wasser zu gehen und nun war nur noch einer übrig, ca. 3 Meter neben der Pad, auf der wir lang mussten. Da ich mich weigerte, zu fahren, bin ich im Auto nach hinten geklettert in der Annahme, mein Mann würde nun nach vorne klettern um das Steuer zu übernehmen und was macht er - er steigt aus und marschiert um das Auto herum. Männer! 😈 😈 😈 Als wir direkt neben dem Tier waren, hob es den Rüssel und ein Bein und stellte die Ohren auf. Ich dachte, nun habe unser letztes Stündlein geschlagen aber dann drehte der Riese ab. Wegen meiner Angst musste ich mir noch etliche Tage Lästereien von meinen Lieben anhören. 😛 😛

Ich finde, da sieht man schon, dass die nahe am Weg waren.
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Viele Raubvögel haben wir an dem Tag auch gesehen.

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Und abends am Dolomite Camp gab´s nochmal ... wie sollte es anders sein ... Elefanten, diesmal aber aus sicherer Entfernung.

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Das war ein wirklich schöner Tag mit vielen Tiersichtungen und schönen und spannenden Erlebnissen. Scheinbar macht es sich bezahlt, dass wir unseren Sohn mitgenommen haben. 😛 😘

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Gute Nacht!

Teil 4825. Mai 2014

So, jetzt geht es noch ein bisschen weiter mit dem Reisebericht.

Tag 18

Zum Frühstück gab´s als Ansprache heute: "Hello, my name is Marcus, I´m your guide. Today is lion time."
Na, immer kann das ja nicht klappen. (dachte ich da noch) 😛

Nach dem Frühstück haben wir unsere Koffer ins Auto geladen, weil wir heute weiter mussten nach Halali. Auf dem Weg dorthin sind wir viele Wasserlöcher angefahren, haben aber zunächst nur verschiedene Antilopenarten gesehen, allerdings auch mehrmals Elands, das war schön, denn auch die hatten wir zwei Jahre zuvor überhaupt nicht entdeckt.

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Am Wasserloch Sonderkop stand wieder mal ein Elefant am Wasserloch und unser Sohn meinte, wir könnten gleich weiterfahren, Elefanten hätten wir schon genug gesehen. Aber dann machte uns der Fahrer eines anderen Autos darauf aufmerksam, dass hinter der Mauer der Pumpstation eine Gruppe LÖWEN läge. Unglaublich, lion time! 🤩

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Dann kam noch einer zum Trinken ans Wassserloch.

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Irgendwann haben wir dann den "exclusiven" westlichen Teil des Ethosha verlassen und haben am Ghost Tree Forest eine Pause mit Kaffee und Keksen gemacht. Dort waren riesige Siedlervögel-Nester und die kleinen Tierchen waren ganz verrückt nach unseren Keksen. Da sind ein paar Krümel aus Versehen auf den Boden gefallen. 😊 Marcus entdeckte einen Wasserkanister unter einem Baum und meinte, der sei vielleicht dort, damit hin und wieder jemand den Vögeln was zu trinken gibt. Gesagt, getan, ein Behältnis gesucht und etwas von dem Wasser reingegossen und schwupp, sah man das Behältnis vor lauter Vögeln nicht mehr. Die schienen sich echt zu freuen.

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Das obligatorische Zwergfalkenpaar war auch da.
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Nun ging´s weiter Richtung Okaukuejo, da wir unbedingt tanken mussten, die Warnleuchte war schon an und ich am Steuer schon ein wenig nervös. 🙄 Da war auch noch ein anderes Licht an und das Auto zog irgendwie nicht mehr richtig. Ich sah uns schon unser Auto durch den Etosha schieben und habe heftig lamentiert, bis mein Mann freundlich meinte, es könne vielleicht helfen, wenn ich die Handbremse lösen würde. 😈 😈 Ihr seht also, ich habe mir stets Mühe gegeben, meine Männer zu unterhalten. 😗

Natürlich hat der Sprit gereicht. Nach dem Tanken sind wir kurz zum Wasserloch gegangen, weil ich wollte, dass unser Sohn das legendäre Wasserloch in Okaukuejo wenigstens mal sieht, wenn auch zur Mittagszeit sicherlich leer. Und was stand da, obwohl da sonst mittags nie was los ist - zwei Elefanten! 🤩

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Weiter ging unser Gamedrive an einigen Wasserlöchern mit den üblichen Tieren vorbei bis Olifantsbad - hier gab´s die zweite Runde Löwen mit viel Action und total nah. Etliche Weibchen und Männchen lagen, liefen und stritten herum.

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Man hätte nur den Arm aus dem Auto strecken müssen und hätte sie kraulen können, haben wir aber doch lieber gelassen. Das haben sogar meine mutigen Männer eingesehen. 😛

Auf dem weiteren Weg nach Halali meinte Marcus plötzlich, ich solle langsamer fahren, da seien Breitmaulnashörner im Gestrüpp. Mein Mann und ich haben zunächst gar nichts gesehen aber unser Sohn mit seinen Adleraugen hatte recht, zwei stattliche Tiere, leider weit entfernt. Aber sie taten uns den Gefallen und kamen immer näher an die Pad, sodass wir sie nach einer Weile richtig gut bewundern konnten.

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Es war inzwischen recht spät geworden, aber wir mussten noch zweimal anhalten, zuerst wegen zwei Tüpfelhyänen ...

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... und dann wegen eines Löffelhundes.

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Leider ein wenig weit weg, aber für ein Beweisfoto hat´s gereicht.

Teil 4926. Mai 2014

Nun war es wirklich spät und wir sind quasi noch so grade durch das Tor, das hinter uns zuging. 😗 😗

Nach dem Abendessen haben meine beiden Lieben Bilder gesichert und ich bin noch zum Wasserloch gegangen. Da waren dann nach kurzer Wartezeit nochmal 11 Elefanten, im Flutlich ein ganz besonderes Erlebnis. Was für ein Tag mit tollen Tiersichtungen. So viel Glück habe ich vorher kaum für möglich gehalten, ich bin müde und glücklich, das erlebt zu haben.

Halali ist ja ein staatliches Camp, aber wir waren mal wieder überrascht, die Zimmer waren ordentlich und das Abendessen in Buffetform echt gut, viel frischer Salat, Gemüse, Wild, Kartoffeln. Freundlich waren die Leute hier auch. Die Gesamtanlage wirkt genau so wie Okaukuejo ein bisschen wie eine Kaserne, aber wir sind ja nicht hier um im Camp spazieren zu gehen. 🤨

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Teil 5027. Mai 2014

Tag 19

Heute wollen wir die Gegend um Halali erkunden. Zum Frühstück der Spruch: "Hello, my name is Marcus. I´m your guide. Today is leopard time." Nein, nein, mein Sohn, Leoparden sind nachtaktive Jäger, die sehen wir nun wirklich nicht am hellichten Tage im Etosha, keine Chance, nun hast du zu sehr nach den Sternen gegriffen. 😛 😛

Nach dem Frühstüch fahren wir zuerst zum Wasserloch Rietfontein. Da stehen schon einige Autos, es muss also was los sein. Unser Sohn wird ganz aufgeregt und dirigiert mich an eine bestimmte Stelle, von der aus man den ... ratet mal, was da ist ... Leoparden gut sehen kann, der gerade seinen Durst stillt. Langsam wird mir mein Kind unheimlich. 🤪 🤪

Wir beobachten ihn eine Weile und als er sich vom Wasser wegbewegt, erklärt mit der Sohn ganz genau, wo auf der Straße ich mich hinstellen soll, damit der Leopard genau vor unserem Auto vorbeigeht. Und siehe da, auch damit hat er recht.

Schöne Fotos sind dabei entstanden.

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Das war das einzige Mal, dass mein mutiger Sohn die Scheibe ein wenig hochgemacht hat, als der Leo ihm genau ins Objektiv blickte. 😄
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Vorbei an einigen weniger ergiebigen Wasserlöchern und zwei schönen Adlern in einem Baum (wir haben im Etosha immer wieder Adler, Habichte und Geier gesehen) entdeckten wir zwei Löffelhunde, diesmal deutlich näher an der Pad als gestern.

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Meister Joda 🤩
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Wir haben dann noch etliche tolle Vögel gesichtet, unter anderem einen Graubürzelsinghabicht, der gerade eine noch zappelnde Eidechse gefangen hatte.

Graubürzelsinghabicht
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Schwalbenschwanzspint
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Kampfadler
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Trauerdongo
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Und plötzlich rief Marcus: "Mama, brems, da liegt ein Leopard auf der Straße!!!" Na klar, vera... kann ich mich alleine, das ist doch nur Elefantendung. "Mama Achtung, brems!!!" Naja, brems ich also lieber doch mal schnell und schrecke den Leoparden aus seinem Nachmittagsnickerchen auf. Ach ja, ich vergaß, heute ist ja Leopard Time. 🤨

Er bleibt aber für ein Foto noch kurz neben der Pad sitzen.
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Erstaunlich, wie schnell er mit der Umgebung verschmilzt, wenn er sich entfernt.
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Als ich gerade wieder losfahre, meint Marcus, ich solle noch mal kurz halten, er wolle dann gleich noch die Fuchsmangusten auf der anderen Seite fotografieren, wenn die schon mal da wären. 😵

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Wir haben natürlich auch Antilopen, Zebras, Giraffen, Gnus und gaaaanz viele Elefanten gesehen.

Was uns noch gefallen hat:

Ganz helle Elefanten ...
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... und ganz dunkle
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je nachdem, mit welchem "Dreck" sie sich beworfen haben.

Kuhantilopen in frischem Grün , das aus verbrannter Erde sprießt
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Abendstimmung
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Wieder ist ein wundervoller Tag zu Ende mit Tiersichtungen, die wir so nie erhofft hätten. Unser Sohn hat gute Augen und wirklich eine Standleitung zum Sichtunsgott. 😄 😄

Morgen verlassen wir den Etosha Nationalpark und fahren weiter zur Franz Indongo Lodge.

Teil 5116. Juni 2014

Asche auf mein Haupt, endlich geht´s weiter, und zwar mit Tag 20.

Heute verlassen wir den Etosha. Das Frühstück war ok. und anschließend brechen wir in Halali auf, wo wir übrigens jederzeit wieder hinfahren würden. Wir machen einen letzten Gamedrive im Park, sehen aber nichts so weltbewegendes wie die Tage zuvor, was uns aber nicht weiter verwundert oder verdrießt. In Namutoni halten wir an und essen ein Eis. Die Anlage gefällt uns, wie schon zwei Jahre zuvor, nicht besonders, ohne das ich genau sagen könnte, warum. Durch das Linquist Gate verlassen wir den Park und gleich hinter dem Tor beansprucht mein Mann das Steuer. "Jetzt will ich endlich mal wieder eine anständige Teerstraße fahren!" 😮

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Auf wiedersehen Etosha! We´ll be back some day!

Zunächst fahren wir bis Tzumeb und fragen uns, was mit den Stadt passiert ist. Zwei Jahre zuvor brummte hier das Leben, die Straßen waren voller Autos und Menschen, nun sieht es so aus, als wäre es eine Geisterstadt. Dann wird uns klar, dass Sonntag ist. Wir holen Geld an einem Automaten (am zweiten funltioniert es schon) und wollen noch tanken, aber die erste (und die folgenden) Tankstelle hat keinen Strom und deshalb funktionieren die Tanksäulen nicht. 🤩 Gott sei Dank haben wir noch genug Diesel im Tank und fahren bis Otavi, wo es Strom und somit auch Diesel gibt.

Wir haben in Gegenden, in denen ich echt Bedenken hatte (Terrace Bay, Sesfontein) immer problemlos Diesel bekommen und ausgerechnet in einer nicht mal kleinen Stadt können wir nicht tanken, ich finde, das muss uns erst mal jemand nachmachen.

Da er auf dem Weg lag, haben wir noch am Lake Otjikoto angehalten. Wenn man sowieso in der Nähe ist, sollte man ihn anschauen, eine riesen Umweg würde ich dafür aber nicht fahren.

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Geschichtsträchtig ist es hier aber schon, wie an so vielen Stellen in Namibia.
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Auf dem letzten Stück zur Frans Indongo Lodge müssen wir höllisch aufpassen, weil überall am Straßenrand Warzenschweine stehen oder buddeln oder laufen, auch gaaanz kleine, süß. 😊

Endlich sind wir da, in der Unterkunft, die auf meiner Rangliste mit Sam´s Giardino und Dolomite Camp um den ersten Platz ringt. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Wir werden herzlich empfangen, bekommen ein kühles Getänk und werden auf die wunderschöne Terrasse gebeten, wo eine nette und humorvolle Frau uns alles Wichtige über die Lodge erzählt.

Hier gab es eine witzige Geschichte. Sie fragte uns nach unserer bisherigen Reise und als sie hörte, was wir im Etosha alles gesehen hatten, war sie fast neidisch und meinte, sie habe Löwen bisher nur im Zoo in Bern gesehen, wo sie letztes Jahr zu Besuch war, aber noch nie in Namibia. Unser Sohn versprach ihr, zurückzukommen, und mit ihr in den Etosha zu fahren, dann würde das schon klappen. (Sie war übrigens dunkelhäutig und aus der Gegend und super geschult im Umgang mit den Gästen, wie fast alle ihre Kollegen dort, nur war sie zusätzlich noch besonders lustig.)

Große helle schön möblierte Zimmer
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Eine besonders attraktive Toilette 😛
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Die "Hütten" von aussen
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Frans Indongo Lodge: Eine unserer schönsten Unterkünfte, tolle, riesige Zimmer, schöne Gesamtgestaltung der Anlage, supernettes Personal und ein Essen, das uns glücklich machte, sowohl morgens als auch abends. Hier hätte ich ewig bleiben können, ... wenn die Lage etwas günstiger gewesen wäre. Zum Waterberg kann man einen Tagesausflug machen, es ist aber recht weit, man kann einige Gamedeives auf den Gelände der Lodge machen und wandern. Wir waren drei Tage hier und uns ist nicht langweilig geworden, ich fürchte aber, für länger gibt die Umgebung nicht wirklich so viel her. Allein vom Wohlfühlcharakter der Lodge her könnte ich hier zwei Wochen bleiben.

Morgen wandern wir, machen einen Gamedrive und genießen einfach mal ein wenig Zeit auf der Terrasse und am Pool, ohne gleich weiter zu müssen.

Teil 5207. Sept. 2014

So, nach langer Sommerpause muss ich jetzt schnell meinen Reisebericht fertig schreiben, bevor es am 16. September wieder nach Afrika geht, so halb fertige Sachen hinterlassen doch irgendwie ein schlechtes Gefühl. 😊

Tag 21

Wir sind immer noch auf der Frans Indongo Lodge und wollen heute ein wenig zu Fuß gehen. Es gibt Karten mit verschiedenen Wanderwegen und eine nette Einführung, wo´s losgeht. Wir entscheiden uns für eine Tour auf einen Hügel mit schöner Aussicht, die 3 bis 4 Stunden dauern soll. Wir sind wohl doch noch nicht sooo abgeschlafft und alt, wir waren schneller. 😛

Die Aussicht war schön, wir sahen das ganze Waterberg Plateau vor uns, zu unserer Beunruhigung sahen wir allerdings auch riesige Rauchfahnen vom Plateau aus aufsteigen, mal sehen was das morgen gibt, wenn wir dort hin wollen.

Auf dem Weg
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Waterberg mit Rauch
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Die Lodge von oben
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Mittags "ruhen" wir am Pool oder sonstwo, schreiben Tagebuch, sortieren Photos ...

Um 17.00 Uhr geht´s los zum Gamedrive auf dem Gelände der Lodge. Wir sind nicht sehr viele Leute und der Guide ist nett. Nach viel Landschaft und einigen Antilopen und Vögeln sehen wir kurz vor Sonnenuntergang endlich die auf dem Gelände angesiedelten 6 Breitmaulnashörner. Wir hatten den Eindruck, dass man die allabendlich kurz vor Sonnenuntergang endlich nach viel Gesuche "entdeckt", aber sie waren trotzdem beeindruckend, alle gleichzeitig, irre nah und dann auch noch raufend.

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Teil 5307. Sept. 2014

Tag 22

Heute fahren wir zum Waterberg. Viele hier im Forum raten bei knapp bemessener Zeit immer wieder davon ab, wir lieben ihn, landschaftlich so besonders, geschichtsträchtig und mit einigen netten Tieren wie Baboons, Klippschliefern, Warzenschweinen, verschiedenen Vögeln und wenn man will, ein wenig Gekraxel.

Die Fahrt war weniger schlimm als befürchtet, es ist zwar weit, hat aber weitgehend Teerstraße. Im staatlichen Camp angekommen, bezahlten wir unsere Permitgebühren und wurden ausgesprochen freundlich und kompetent über die Wandermöglichkeiten informiert, mit Karte und allenm Drum und Dran.

Am Eingang liefen etliche Zebramangusten herum, die wir dieses Jahr bei Namutoni vermisst hatten. Sind die hierher gewandert? 😗 😐

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Der Aufstieg auf das Plateau war ein bisschen abenteuerlich, zuerst gab es einen Weg, dann Blockwerk und dann gar nichts mehr, an dem man erkennen konnte, wie´s weitergehen sollte, nur von weit vor mir Ermahnungen meines Sohnes, ich solle mal einfach hinter ihm her, er wisse schon bescheid. 😛 Haha, in seinem jugendlichen Drang, schnell Wegstrecke zu machen, hatte er den Abzweit Richtung "oben" auf´s Plateau verpasst und nun waren wir in Gelände mit riesigen Blöcken und es ging nur unter Einsatz von Füssen UND Händen weiten. 😈 Nach längerer Diskussion sind wir ein Stück zurück und völlig unproblematiasch zum höchsten Punkt. Die Aussicht war herrlich, doch auch hier sahen wir immer noch die Rauchfahnen. Über uns kreisten Greifvögel und unter uns turnte ein Klippschliefer. Wir saßen eine ganze Weile dort und genossen den Tag, bevor wir und wieder an den Abstieg machten.

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Unten sind wir noch einen Rundgang mit dem Namen "Bird Watching Trail" gegangen, ohne einen einzigen Vogel zu sehen, aber landschaftlich war er sehr schön. Auf der Weiterfahrt haben wir endlich das erste Dik Dik des Urlaubs erspäht, diese Augen, hach. 😊

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Auf dem Friedhof der am Waterberg gefallenen deutschen Soldaten waren wir auch noch kurz, alles gepflegt und anscheinend frisch restauriert. Bedrückend fand ich, dass für die gefallenen Hereros nur eine sehr schlichte Gedenktafel vorhanden war. Ich weiß, es ist ein Friedhof der Deutschen, aber ich habe da immer so ein beklemmendes Gefühl, wenn ich die Aufschrift "ermordet" anstatt "verstorben" oder "gefallen" lese und dann für tausende von "Gegnern" ein kleines Täfelchen sehe.

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Auf dem Heimweg waren dann so viele Warzenschweine am Straßenrand, dass ich mich bis heute wundere, dass keines vor unser Auto gelaufen ist, aber die scheinen die Verkehrsregeln zu kennen.

Morgen fahren wir weiter nach Okonjima.

Teil 5407. Sept. 2014

Tag 23

Kurz hinter der Lodge steigt Marcus aus dem Auto, um eine Riesentrappe besser fotografieren zu können und bringt sie "ganz aus Versehen" 😗 dazu, aufzufliegen, das erste Mal, dass wir so ein riesiges Tier fliegen sehen.

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Auf dem Weg nach Okonjima haben wir in Otjiwarongo angehalten und die Krokodilfarm besucht. Wenn man quasi vorbei kommt, ist es ganz interessant, hat aber natürlich mit Wildnis nichts zu tun. Wir lassen uns alles erklären, fahren noch ein wenig durch den ganz hübschen Ort und weiter geht´s.

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In Okonjima angekommen geht es zunächst durch etliche Tore und viel Landschaft. Auf dem Weg sind immer wieder die besonders tollen Namibischen Warnschilder zu sehen.

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Bei der Lodge angekommen, gibt es einen freundlichen Empfang, Erklärungen zu den Gamedrives und dann Geleit zu unseren Haus.

Die Lodge ist schön angelegt, unsere Unterkunft großzügig und sauber, mir vielleicht ein bisschen "Betonlastig", aber alles in allen recht luxoriös. Das Essen war auch o.k., der Service beim Essen vielleicht ein wenig langsam, der restliche Service aber prima und der Guide war spitze, nett, informiert, engagiert ...

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Diesmal sogar Toilette mit Deko
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Nachmittags ging´s auf zum Gamedrive mit Besuch des Info-Centers und Tierhospitals. Alles war sehr interessant und anschaulich, es gab reichlich Erklärungen zur Arbeit der Stiftung. Beim Gamedrive entdeckten wir zunächst drei ältere Geparden und dann als Highlight eine Mama mit Jungem, die gerade ein Kudu erlegt hatte und nun das eine Bein vom Fell befreite, damit ihr Junges besser fressen konnte. 😁


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Wir waren sehr zufrieden und glücklich. Abends nach dem Esen marschierten wir noch mit etlichen anderen Gästen zu einem Wasserloch mit Unterstand. Dort verteidigte ein Warzenschwein das ausgelegte Futter vor jedem anderen heranpirschenden Tier, sodass wir nur kurz ein Stachelschwein und einen Schakal zu sehen bekamen. Das Warzenschwein fanden wir jetzt nicht sooo toll, davon hatten wir ja auf Lodges, Farmen, an Straßenrändern und am Waterberg schon hunderte gesehen, aber ein einzelner Abend mit eingeschränkten Sichtungsglück ließ sich dann auch verkraften. 😗

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Teil 5508. Sept. 2014

Tag 24

Nach dem Aufstehen bot sich gleich neben unserem Eingang dieses Bild.
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Wir bekommen einen sehr frühen Kaffee und starten um 6:30 Uhr zum Geparden Tracking. Zu uns drei kommen noch zwei junge Leute, also wieder mal Glück gehabt und nicht in einem überfüllten Auto unterwegs gewesen.

Mittels Peilsender entdeckt unser Guide eine einsame Gepardendame, die angeblich nach ihren drei Brüdern ruft. Ihr Rufen wirkte wirklich ziemlich herzzerreißend. Nach weiterer Fahrt und weiterem Suchen wurden dann (von uns, nicht von der Gepardin) auch die drei Brüder entdeckt.

Die Dame
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Die Herren waren nur müde
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Schöne Vögel haben wir auf dem Drive aber auch noch gesehen.

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Nach dem Frühstück und einem regen Austausch mit der Leoparden-Tracking-Gruppe sind wir Richtung Düsternbrook aufgebrochen, der letzten Etappe unserer Reise. In Okahandia haben wir getankt, diesmal den Holzmarkt nicht besucht (mein Mann hat sich ausnahmsweise mal durchsetzen können 😛 ), und sind den Rest des Weges zur Farm gefahren. Ab dem Abzweig von der Hauptstraße ist die Umgebung schon ganz interessant, ein paar neue Gebäude gab´s zu Beginn der Strecke und einen neuen Kontrollposten (wir waren 2011 schon mal hier), dann war alles wie gehabt.

Teil 5613. Sept. 2014

Kurz vor Erreichen des Farmhauses entdeckte ICH 😛 eine Eule in einem Baum hoch über uns, also stopp und schauen und fotografieren. Ein ziemlich großes Tier, ziemlich hell und irgendwie "struppig". Später sind wir nochmal zu Fuß hin und haben festgestellt, dass "stuppig" eigentlich "flauschig" hätte heißen müssen, da nun eine noch größere Mama neben einem Jungtier saß. Mit Hilfe des Farmers am Abend, der das tolle Tier so nah an seiner Farm auch noch nicht gesehen hatte, konnten wir aber zumindest rausfinden, dasss es sich um einen Blassuhu handelte.

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Nachmittags gab es noch einen Gamedrive mit wenig Tieren und viel Landschaft (wir mögen das Flusstal der Farm) und zum Schluss den obligatorischen Besuch das Dams mit den Hippos. Als wir dort anhielten und ausstiegen, hatte ich Tränen in den Augen, denn wo zwei Jahre zuvor ein See gesesen war, war nur noch ein kleiner Tümpel übrig und die Hippos leider sehr gut zu sehen und nicht von Wasser bedeckt. Sie bekamen Futter, da nicht mehr genug wuchs in der Umgebung und der Guide berichtete, dass man sich über eine Umsiedlung zu einem Wasserloch Gedanken mache, das aber mit vier schweren Hippos nicht so ganz einfach sei.

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Da hat sich noch ein hungriges Pferd zu den Hippos gesellt, ein wohl nicht so ganz alltäglicher Anblick.
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Der Dam 2013
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Der Dam aus ähnlicher Perspektive 2011
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Abends gab´s das Essen an einem großen Tisch, bodenständig und sehr lecker. Wir saßen direkt neben Herrn Vaatz, dem Farmer. Im Vergleich zu unserem ersten Besuch hatten wir nicht mehr so den Eindruck alter Kolonialherrschaft, er sprach sehr nett von seinen Mitarbeitern und die Gespräche über Land, Farm, Leben waren anregend und kurzweilig. Herr Vaatz war sehr beeindruckt, als wir ihm die Bilder seines Dams aus 2011 auf dem Netbook zeigten und sagte, wie alle, die wir in Namibia darauf angesprochen hatten, man warte nun seit zwei Jahten inständig auf Wasser.

Düsternbrook hat uns gut gefallen, die Zimmer waren sehr einfach (die hübscheren Felsenzimmer waren ausgebucht gewesen) aber sauber, das Essen hat uns alle drei Tage gut geschmeckt, Wild von der Farm, leckere Beilagen, Salat, Nachspeise ... und auch das Frühstück war ok. Wir mögen die Landschaft hier sehr und schätzen die Nähe zum Flughafen, was die Farm prädestiniert als letzten Stopp vor dem Heimflug. Ich weiß, dass Düsternbrook sehr kontrovers gesehen wird, wir waren zwei mal da und würden wieder hinfahren.

Teil 5715. Sept. 2014

Tag 25

wir haben uns gleich drei Nächte auf Düsternbrook gegönnt, um am Ende des Urlaubs "herunterfahren" zu können, das heißt aber nicht, dass wir völlig tatenlos rumsitzen wollen, also ist für heute eine ausgiebige Wanderung geplant.

Wir wählen die Große Khomas Runde mit 12 Kilometern Länge aus (ich hatte da schon Bedenken 🤨 ) Der Chef meint, bei den momentanen Temperaturen sollten wir aber sehr früh losgehen, klar, wollen wir natürlich auch. Nach dem Frühstück und sortieren der Fotoausrüstung ist es halb zehn (meine Bedenken stiegen leicht an 😵 )

Forsch sind wir alle drei losmarschiert, die Männer kannten wie immer genau die Wegstrecke, irgendwie war aber der Bach nicht da, wo er sein sollte. Nach eineinhalb Stunden trafen wir zwei andere Wanderer, die den kurzen Trail gingen und uns erklärten, dass später ein Hinweisschild auf unseren Trail, käme ... 😈 Kurz und gut, so waren es am Ende knapp 16 Kilometer. Das wäre bei uns in der Heide auch kein Problem gewesen, alles flach und nicht sehr heiß, aber hier hatten wir über 35 Grad und ständiges Auf und Ab.

Nach der ersten Rast verschwand unser Sohn mit dem Elan der Jugend (und meinem Lippenschutzstift) hinter den Hügeln, mein Mann und ich haben es auch geschafft, viel später und völlig platt haben wir erst mal die Füsse in den Pool gehängt und kaltes Wasser über den Kopf geschüppt.

Irgendwie waren wir aber auch ein bisschen stolz 😊 und die Landschaft war, obgleich schrecklich trocken, doch schön.

Da geht´s uns noch gut!
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Und da hat unser Sohn uns noch nicht verlassen.
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Da sieht man einen Teil des Weges (null Schatten) 🙁
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Jetzt muss ich auch noch die Schuhe ausziehen, um durchs Wasser zu waten, ich kann mich aber doch kaum noch bücken. 😠
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Ich habe den Rest des Nachmittags verbummelt, gelesen, im Pool geplanscht ... Mein Mann ist tatsächlich noch auf Vogelpirsch gegangen, geht ja nicht, dass der Sohn ein Tier fotografiert hat, das er nicht erwischt hat.

Gabelracke
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Das Abendessen war wieder prima, wir hatten nette Gesprächspartner und gut geschlafen haben wir auch. 😛


Tag 26

Unser letzter Tag vor den Heimreise bricht an. Wir sind ein bisschen traurig. 🙁

Da wir gestern für die Leoparden- und Gepardenfütterung zu müde waren, ist das für heute geplant. Mein Mann und ich wandern noch ein bisschen umher, schauen noch mal die Hippos in der verbliebenen "Pfütze" im Dam an, suchen nach Fotomotiven und brechen schließlich zum Gamedrive zu den Katzen auf.

Das ist schon ein bisschen wie Zoo, aber so nah sieht man diese Tiere sonst kaum (obwohl wir mit unseren Leopardensichtungen im Etosha schon viel Glück hatten.)

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Und das kam meinen Männern noch so vor die Linse:

Spoonbill
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Marcus hat irgendwie ein Händchen für "besondere Momente"
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Flugobjekt
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Nochmal ein Besuch bei "unseren" Eulen
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Hammerkopf
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Teil 5815. Sept. 2014

Tag 27

Wie üblich am letzten Tag: Packen 🙁 , räumen 😵 , bezahlen 😛

Dann nach Windhoek zum Flughafen, Auto abgegeben, eingecheckt ... Der Flieger ging pünktlich los, alles hat gut geklappt.

Tschüss Namibia, tschüss Afrika, wir kommen immer wieder, das Virus hat uns voll im Griff.

Abschiedsblick von der Terrasse
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Abschiedsblick aus dem Flieger
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Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten! von chamäleon2011

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/282557-drei-heidjer-in-namibia-guck-mal-elefanten

Stand: letzter Berichtsteil vom 15. Sept. 2014

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