Da wir uns in unserem 1.Reisebericht „Namibia für Anfänger“ schon ausgiebigst vorgestellt haben, ersparen wir Euch und uns diese Prozedur.
Unterwegs waren Susanne und ich natürlich wieder alleine. Zeitmäßig abgespeckt, da Susanne 2013 nicht verreisen wollte und ich mit ganz üblen Drohungen – dann fahre ich eben ganz allein – sie und auch meinen Mann in den Wahnsinn getrieben habe. Gefeilscht wurde um jeden Tag. ABER – ich habe es geschafft und durfte wieder nach Namibia!!! Leider wieder viiiiel zu kurz! 🙁
Unterstützt bei der Planung wurden wir von Herrn Tegas (Iwanowski) Er ist unwahrscheinlich kompetent und hat einen super Humor. Denselben braucht man bei uns aber auch dringend. Das meiste stellten wir uns selbst zusammen (die RB´s im Forum waren eine reich sprudelnde Quelle. Ebenso das Internet) Ein paar Mal hatte er etwas zu meckern – aber so ist er eben – und meistens hatte er recht. 😛
Als fahrbarer Untersatz wurde wie schon im Vorjahr ein Nissan X-Trail von Budget gebucht. Lediglich 16.000 km unter der Motorhaube, nur die „Patscherl“ waren nicht mehr so nagelneu wie im Vorjahr, aber völlig ok. Reservereifen war neuwertig. Der 2.Reservereifen sah allerdings wie geliftet aus (schön glatt). Aber auch heuer gab es keinen Platten und wir waren rundum zufrieden mit dem Fahrzeug. Auch die Über- und Rückgabe ging sehr genau (Vorführen des Wagenhebers, Vorschädenkontrolle etc.) und äußerst freundlich vor sich. Bei Budget würden wir sofort wieder buchen.
Heuer sollte es der Norden Namibias sein. Da uns der Süden so sehr begeistert hatte, waren die Erwartungen riesig. Gleich vorweg genommen: der Süden hat uns besser gefallen. Also wird es ein weiteres Mal Namibia geben müssen – ein Mischmasch aus viel Süden, ein bisschen Norden und vielleicht KTP, Botswana oder etwas mit viel Wüste. Und wahrscheinlich mit Dachzelt... Susanne wehrt sich noch!
Unterwegs waren wir vom 18.8. bis 29.8.2013. Kilometer leider nur schlappe 2000.
Tiersichtungen:
keine Skorpione
keine Löwen
1 Sattelschrecke
1 Minischlange auf der Flucht vor uns
1 Moskito auf der Flucht vor Peaceful Sleep
1 Miez – zuerst als Löwe bejubelt, am Abend in der Lodge - vergrößert - hatte der Löwe ein Fell mit Flecken
viele viele Zebras, Giraffen, Elefanten, Dik Diks, Warzenschweine, Panikhühner und alles was so herumläuft....
Paviane nicht zu vergessen. Die gab es auch zuhauf. Einer hatte sich sogar in Susanne verliebt. 😘 Sie hat ihn aber verschmäht und ihm sogar mit einem Stock gedroht! 😠
Unsere Unterkünfte:
1 Ü Immanuel Wilderness Lodge
2 Ü Frans Indongo Lodge
2 Ü Aoba Lodge
1 Ü Okaukuejo Water Hole
2 Ü Omburo-Ost Gästefarm
1 Ü Etusis Lodge
Und los geht es wieder: (mit Sonne für die ohne Kommentar-Leser)
18.8.2013, Sonntag, München – Frankfurt
Abfahrt von zuhause (Mann spielte Taxi) um 9.15 Uhr zum Hauptbahnhof München. Diesmal nicht mit Air Berlin über Berlin-Tegel sondern über Frankfurt/Main mit Bahn. Auch nicht viel erfreulicher. (Irgendwo steckt immer ein Mehdorn drin) ICE total überfüllt und wir 3 Stunden (eine halbe Stunde konnten wir Sitzplätze ergattern) mit Koffer und Riesenrucksack am Boden beim Einstieg (damit wenigstens die Füsse „baumeln“ konnten) gesessen. Wir konnten die Tickets erst 2 Tage vor der Fahrt über Internet abrufen und deshalb gab es Reservierungsschwierigkeiten. Zum Glück waren nur wenige Haltestellen unterwegs und dadurch wurden wir relativ selten aufgescheucht. Besonders unangenehm aufgefallen sind wir auch nicht, da wir nicht die einzigen „Kantenhocker“ waren.
Ankunft in Frankfurt war entspannt, da der Buszubringer zum Terminal 2 gut ausgeschildert war. ABER – wie schön ist doch unser Münchner Flughafen!!! Lokale, Geschäfte zum Stöbern, Buchläden usw. Einfach eine freundliche Atmosphäre. Frankfurt erschien uns da eher ungemütlich. Aber gegen Berlin-Tegel immer noch ein Highlight.
Koffer aufgeben war dann angesagt. Gewicht (der Koffer) war im grünen Bereich. Unseres bei Antritt des Urlaubs auch noch! Durchatmen bei uns beiden... Den Hauptballast waren wir schon mal los. Upgrade war leider nicht drin – irgendwo muss ja gespart werden. Beneidet haben wir die Leute, ehrlich gesagt, schon, die sich am selbigen Schalter angestellt haben.
Nachdem wir uns nach der Kofferaufgabe ausgehungert auf einen armen Mitarbeiter des Flughafens gestürzt haben (nein, wir sind keine Kannibalen, wir wollten bloss eine Auskunft) wurde uns ein Thailänder ausserhalb empfohlen, wo auch die Flughafenangestellten hingehen würden. Ambiente – oh je, oh je – aber Essen ziemlich gut. Es hätte auch noch eine letzte Möglichkeit für eine Zigarette gegeben! Da ich aber wild entschlossen die Raucherei vor ein paar Wochen aufgegeben habe (nach Jahrzehnten) ging es rauchfrei in das Terminal 2.
Gestärkt und voller „Vorfreude“ auf einen 10-Stundenflug machten wir uns auf, die Personenkontrolle – mit völlig überfüllten Rucksäcken – hinter uns zu bringen. Ich kam ohne einen einzigen Piepston durch, aber die Susanne!!! Da ging es ja richtig pieps pieps.... Sandalen mussten aus- und wieder angezogen werden und alles wurde genauestens überprüft. Aber ICH – total entspannt und piepsfrei, mit Schuhwerk – durchgewunken! Tja, so kann man da auch durchkommen....
Dann entspannt eine Cola gekauft und durchgeschnauft. Koffer sind aufgegeben, Personenkontrolle überstanden, alles geklappt, nun kann es bald los gehen. Vor Aufregung läuft die Nase, also Taschentuch gesucht. Griff in die Jackentasche..... Ohhhh – Hundeleckerlis, Tüte für die Hinterlassenschaften des Dackels. Ja, was soll denn DAS!?! Aaah, Frauchen war noch mit dem Dackel kurz eine Runde um die Häuser vor dem Abschied.
Alles kein Problem. ABER – Pfefferspray, grosse Ausgabe 🤩 🤩 🤩 – war ebenfalls in der Jackentasche. Abwehr gegen etwaige Killerhunde. Und so bin ich durch die Kontrolle? Und der armen harmlosen Susanne wurden sogar die Sandalen ausgezogen? Die Welt ist ungerecht. Hab ich ja schon immer gesagt.
Was mach ich jetzt mit dem Pfefferspray? An die Kontrolle zurück und abgeben? Krieg ich dann Ärger oder der, der das übersehen hat?
Man könnte das Spray ja auch im Urlaub mal brauchen, oder? Blöde Situation. Typisch für uns, eh klar. Ich mach gar nix. Ganz schnell entschieden. In das Hundehinterlassenschaftstüterl eingepackt, zugeknotet, das zweite Tüterl drüber und zugeknotet, passt. Nicht, dass in der Flugzeugkabine irgendwas losgeht.
Voriges Jahr Jäger im Flugzeug, heuer ich bewaffnet. Aber eher auf die harmlose Art. Jeder wie er eben kann.
So, genug geplänkelt. Jetzt geht es los. Geschlafen wurde wenig. Unterhalten wurden wir auch eher verhalten. Ein Monitor irgendwo im Nirwana. Ein zweiter direkt links schräg über uns. Den zu kontaktieren hätte ein Rückenwirbelproblem nach sich gezogen. Kurz gesagt- man sah NICHTS. 😐
Egal, wir wollten ja sowieso schlafen. Beinfreiheit war bei Air Namibia völlig ok. Essen auch. Das Personal war allerdings wenig motiviert. Ehrlich gesagt waren alle ziemlich unfreundlich.
Aber auch die 10 Stunden gingen vorbei. Es war ziemlich warm im Flugzeug, das war eher ungewöhnlich. Aber irgendwie ist man nach dieser langen Zeit schon abgestumpft. Und wenn Afrika ruft, ist ziemlich viel egal.





