Da wir uns in unserem 1.Reisebericht „Namibia für Anfänger“ schon ausgiebigst vorgestellt haben, ersparen wir Euch und uns diese Prozedur.
Unterwegs waren Susanne und ich natürlich wieder alleine. Zeitmäßig abgespeckt, da Susanne 2013 nicht verreisen wollte und ich mit ganz üblen Drohungen – dann fahre ich eben ganz allein – sie und auch meinen Mann in den Wahnsinn getrieben habe. Gefeilscht wurde um jeden Tag. ABER – ich habe es geschafft und durfte wieder nach Namibia!!! Leider wieder viiiiel zu kurz! 🙁
Unterstützt bei der Planung wurden wir von Herrn Tegas (Iwanowski) Er ist unwahrscheinlich kompetent und hat einen super Humor. Denselben braucht man bei uns aber auch dringend. Das meiste stellten wir uns selbst zusammen (die RB´s im Forum waren eine reich sprudelnde Quelle. Ebenso das Internet) Ein paar Mal hatte er etwas zu meckern – aber so ist er eben – und meistens hatte er recht. 😛
Als fahrbarer Untersatz wurde wie schon im Vorjahr ein Nissan X-Trail von Budget gebucht. Lediglich 16.000 km unter der Motorhaube, nur die „Patscherl“ waren nicht mehr so nagelneu wie im Vorjahr, aber völlig ok. Reservereifen war neuwertig. Der 2.Reservereifen sah allerdings wie geliftet aus (schön glatt). Aber auch heuer gab es keinen Platten und wir waren rundum zufrieden mit dem Fahrzeug. Auch die Über- und Rückgabe ging sehr genau (Vorführen des Wagenhebers, Vorschädenkontrolle etc.) und äußerst freundlich vor sich. Bei Budget würden wir sofort wieder buchen.
Heuer sollte es der Norden Namibias sein. Da uns der Süden so sehr begeistert hatte, waren die Erwartungen riesig. Gleich vorweg genommen: der Süden hat uns besser gefallen. Also wird es ein weiteres Mal Namibia geben müssen – ein Mischmasch aus viel Süden, ein bisschen Norden und vielleicht KTP, Botswana oder etwas mit viel Wüste. Und wahrscheinlich mit Dachzelt... Susanne wehrt sich noch!
Unterwegs waren wir vom 18.8. bis 29.8.2013. Kilometer leider nur schlappe 2000.
Tiersichtungen: keine Skorpione keine Löwen 1 Sattelschrecke 1 Minischlange auf der Flucht vor uns 1 Moskito auf der Flucht vor Peaceful Sleep 1 Miez – zuerst als Löwe bejubelt, am Abend in der Lodge - vergrößert - hatte der Löwe ein Fell mit Flecken
viele viele Zebras, Giraffen, Elefanten, Dik Diks, Warzenschweine, Panikhühner und alles was so herumläuft.... Paviane nicht zu vergessen. Die gab es auch zuhauf. Einer hatte sich sogar in Susanne verliebt. 😘 Sie hat ihn aber verschmäht und ihm sogar mit einem Stock gedroht! 😠
Unsere Unterkünfte:
1 Ü Immanuel Wilderness Lodge 2 Ü Frans Indongo Lodge 2 Ü Aoba Lodge 1 Ü Okaukuejo Water Hole 2 Ü Omburo-Ost Gästefarm 1 Ü Etusis Lodge
Und los geht es wieder: (mit Sonne für die ohne Kommentar-Leser)
18.8.2013, Sonntag, München – Frankfurt
Abfahrt von zuhause (Mann spielte Taxi) um 9.15 Uhr zum Hauptbahnhof München. Diesmal nicht mit Air Berlin über Berlin-Tegel sondern über Frankfurt/Main mit Bahn. Auch nicht viel erfreulicher. (Irgendwo steckt immer ein Mehdorn drin) ICE total überfüllt und wir 3 Stunden (eine halbe Stunde konnten wir Sitzplätze ergattern) mit Koffer und Riesenrucksack am Boden beim Einstieg (damit wenigstens die Füsse „baumeln“ konnten) gesessen. Wir konnten die Tickets erst 2 Tage vor der Fahrt über Internet abrufen und deshalb gab es Reservierungsschwierigkeiten. Zum Glück waren nur wenige Haltestellen unterwegs und dadurch wurden wir relativ selten aufgescheucht. Besonders unangenehm aufgefallen sind wir auch nicht, da wir nicht die einzigen „Kantenhocker“ waren.
Ankunft in Frankfurt war entspannt, da der Buszubringer zum Terminal 2 gut ausgeschildert war. ABER – wie schön ist doch unser Münchner Flughafen!!! Lokale, Geschäfte zum Stöbern, Buchläden usw. Einfach eine freundliche Atmosphäre. Frankfurt erschien uns da eher ungemütlich. Aber gegen Berlin-Tegel immer noch ein Highlight.
Koffer aufgeben war dann angesagt. Gewicht (der Koffer) war im grünen Bereich. Unseres bei Antritt des Urlaubs auch noch! Durchatmen bei uns beiden... Den Hauptballast waren wir schon mal los. Upgrade war leider nicht drin – irgendwo muss ja gespart werden. Beneidet haben wir die Leute, ehrlich gesagt, schon, die sich am selbigen Schalter angestellt haben.
Nachdem wir uns nach der Kofferaufgabe ausgehungert auf einen armen Mitarbeiter des Flughafens gestürzt haben (nein, wir sind keine Kannibalen, wir wollten bloss eine Auskunft) wurde uns ein Thailänder ausserhalb empfohlen, wo auch die Flughafenangestellten hingehen würden. Ambiente – oh je, oh je – aber Essen ziemlich gut. Es hätte auch noch eine letzte Möglichkeit für eine Zigarette gegeben! Da ich aber wild entschlossen die Raucherei vor ein paar Wochen aufgegeben habe (nach Jahrzehnten) ging es rauchfrei in das Terminal 2.
Gestärkt und voller „Vorfreude“ auf einen 10-Stundenflug machten wir uns auf, die Personenkontrolle – mit völlig überfüllten Rucksäcken – hinter uns zu bringen. Ich kam ohne einen einzigen Piepston durch, aber die Susanne!!! Da ging es ja richtig pieps pieps.... Sandalen mussten aus- und wieder angezogen werden und alles wurde genauestens überprüft. Aber ICH – total entspannt und piepsfrei, mit Schuhwerk – durchgewunken! Tja, so kann man da auch durchkommen....
Dann entspannt eine Cola gekauft und durchgeschnauft. Koffer sind aufgegeben, Personenkontrolle überstanden, alles geklappt, nun kann es bald los gehen. Vor Aufregung läuft die Nase, also Taschentuch gesucht. Griff in die Jackentasche..... Ohhhh – Hundeleckerlis, Tüte für die Hinterlassenschaften des Dackels. Ja, was soll denn DAS!?! Aaah, Frauchen war noch mit dem Dackel kurz eine Runde um die Häuser vor dem Abschied. Alles kein Problem. ABER – Pfefferspray, grosse Ausgabe 🤩 🤩 🤩 – war ebenfalls in der Jackentasche. Abwehr gegen etwaige Killerhunde. Und so bin ich durch die Kontrolle? Und der armen harmlosen Susanne wurden sogar die Sandalen ausgezogen? Die Welt ist ungerecht. Hab ich ja schon immer gesagt.
Was mach ich jetzt mit dem Pfefferspray? An die Kontrolle zurück und abgeben? Krieg ich dann Ärger oder der, der das übersehen hat? Man könnte das Spray ja auch im Urlaub mal brauchen, oder? Blöde Situation. Typisch für uns, eh klar. Ich mach gar nix. Ganz schnell entschieden. In das Hundehinterlassenschaftstüterl eingepackt, zugeknotet, das zweite Tüterl drüber und zugeknotet, passt. Nicht, dass in der Flugzeugkabine irgendwas losgeht.
Voriges Jahr Jäger im Flugzeug, heuer ich bewaffnet. Aber eher auf die harmlose Art. Jeder wie er eben kann.
So, genug geplänkelt. Jetzt geht es los. Geschlafen wurde wenig. Unterhalten wurden wir auch eher verhalten. Ein Monitor irgendwo im Nirwana. Ein zweiter direkt links schräg über uns. Den zu kontaktieren hätte ein Rückenwirbelproblem nach sich gezogen. Kurz gesagt- man sah NICHTS. 😐 Egal, wir wollten ja sowieso schlafen. Beinfreiheit war bei Air Namibia völlig ok. Essen auch. Das Personal war allerdings wenig motiviert. Ehrlich gesagt waren alle ziemlich unfreundlich.
Aber auch die 10 Stunden gingen vorbei. Es war ziemlich warm im Flugzeug, das war eher ungewöhnlich. Aber irgendwie ist man nach dieser langen Zeit schon abgestumpft. Und wenn Afrika ruft, ist ziemlich viel egal.
Teil 220. Sept. 2013
19.8.2013 – Immanuel Wilderness Lodge – 60 + 100 km.
Heuer war alles anders. Ganz anders. Ausser den kühlen Temperaturen. Wir waren schnell aus dem Flugzeug raus, zu Fuss über das Flugfeld (so mögen wir das), angestellt wurde nicht mehr in einem wilden, nach vorne drängenden Haufen, sondern „schiliftmäßig“ geordnet, unseren Stempel bekamen wir von äußerst freundlichen afrikanischen Angestellten. Und das wirklich ausgesprochen schnell. Die Koffer waren auch sofort da
Wo war bloss die Langsamkeit vom Vorjahr, die uns auf Afrika gleich von Anfang an eingestellt hat? Ohje, das ist ja gar nicht das Afrika, das wir erwartet haben. Auch Pudelmützen gab es bei den Stemplern heuer nicht...
Naja, dann mal schnell zum Schalter für unsere Telefonkarten. Bevor hier die Leute Schlange stehen. Man kennt sich ja schon aus! Oh, der Schalter hat noch gar nicht geöffnet. Ok, dann zu Budget, aber hopp hopp. Voriges Jahr auch hier eine Menge Leute und über eine Stunde Wartezeit. . Schon wieder ein „Oh“ - wir sind die Einzigen! Draussen ist noch Nacht! Jetzt kommt doch schon wieder Stress auf. „Susi, im Finstern übernehme ich das Auto nicht! Man sieht ja gar nichts!Keine Schrammen, Steinschläge am Fenster und überhaupt! Und fahren tu ich sowieso nicht im Dunklen! Ist das schon wieder stressig! Warum tu ich mir das jedes Jahr wieder an??? Nächstes Jahr bleib ich zuhause!!!“ Na, die Formulare für das Fahrzeug dauern dann doch ein bisserl, Schalter für Telefonkarte hat inzwischen auch auf und es dämmert! Nicht uns, sondern die afrikanische Morgendämmerung. Also Autoübernahme kann bei Tagesanbruch vor sich gehen.
Nissan X-Trail ist total ok. Scheibenflüssigkeit wird noch aufgefüllt und dann geht das Abenteuer „Namibia zum Zweiten“ los.
Linksverkehr ist dieses Mal schon fast Routine, nur das Schalten in den 2.Gang hakt etwas. Die Affen sitzen auch schon in den Felsen und rennen teilweise über die Straße. Ja, Afrika hat uns wieder!
Sehr viel Berufsverkehr an diesem Montagmorgen und wir beschließen unseren Einkauf in Windhoek ausfallen zu lassen. Wir waren auch nicht sicher, ob zu dieser frühen Stunde der Supermarkt schon auf hat.
Dann entspannte ca.60 Kilometer zur Immanuel Wilderness Lodge. Bei der ziemlich steilen Zu- bzw. Abfahrt als erstes die farmeigenen Strauße entdeckt.
Wir wurden freundlich begrüßt und konnten schon am Vormittag unseren Bungalow beziehen.
Kurz entschlossen fuhren wir noch nach Okahandja, um dort unsere Einkäufe zu erledigen. Wasser, Peaceful Sleep, Wein im Tetrapack mit Zapfhahn. Für diesen Tip aus dem Forum waren wir sehr dankbar. Es klirrt nicht dauernd im Kofferraum und ist auch leichter zu verstauen. Bruchgefahr – Null. Noch zwei Weingläser – ein bisschen Trinkniveau muss schon sein. Parken und Einkaufen waren im Gegensatz zum Vorjahr überhaupt kein Thema. Ein Junge wurde beauftragt, das Auto zu beaufsichtigen und im Supermarkt wurden uns von „helfenden Händen“ die Waren in den Einkaufswagen und von dort ins Auto geladen. Ein paar Dollar wechselten den Besitzer und beide Seiten war zufrieden.
Eines muss ich hier noch anmerken! Wir hätten gerne jede eine geschnitzte Nuss als Schlüsselanhänger mit nachhause genommen. Ihr werdet es nicht glauben! Weder im Vorjahr, noch heuer wurden wir von Nussschnitzern bedrängt. Wir haben nicht einmal welche gesehen – weder Nuss noch Schnitzer! Wenn ich dann die Reiseberichte lese, wo Diskussionen gestartet werden, was so ein Teil kosten darf, werde ich richtig grantig! Da hätte ich den Preis gewusst, auf den ich runterhandeln muss und was ist??? Kein Verkäufer weit und breit zu sehen. So abschreckend sehen wir ja nun wirklich nicht aus!
Aber zurück zu unserer Einkaufstour. Wir hatten im Gegensatz zum Vorjahr niemals ein schlechtes Gefühl. Weder beim Tanken noch beim Einkaufen. Wir waren aber vorsichtig, das ist klar.
Bis heute sind wir uns nicht darüber im Klaren, ob die Sicherheit, die wir heuer verspürten, an uns selbst lag, oder ob es solch großen Unterschiede zwischen dem Süden Namibias (Aus, Mariental) und Nordnamibia gibt.
Zurück in unserer Lodge wurde am schönen Swimmingpool
noch relaxt und dann ging es zum allerbesten Abendessen der ganzen Reise. Dem Besitzer beim Grillen zuzuschauen hat einem schon richtig Appetit gemacht. Diese Begeisterung, mit der er bei der Sache war!! Da es so herrlich schmeckte, eine kurze Übersicht: Tomatensuppe – lecker
Salat mit Dressing künstlerisch angerichtet und köstlich
Oryx-Steak – unbeschreiblich - seufz
Teil 321. Sept. 2013
20.8.2013, 270 km (3 ½ Stunden) Frans Indongo Lodge.
Nach einer entspannten Nacht ging es zum Frühstück im Freien. In der Sonne ließ es sich schon aushalten.
Ausser mir waren auch noch die Panikhühner beim Frühstück.
Die B 1 im Vorjahr in den Süden war ja schon recht – naja – eintönig. Dass uns diese B 1 auch in den Norden begleiten würde, haben wir bei der Planung leider erfolgreich verdrängt. Aber da mussten wir nun durch.
Dieses Bild mit Susanne im Mülltonnen-Outfit muss einfach mit rein.
Durch die grosse Trockenheit in diesem Jahr war die Umgebung natürlich ein ausgesprochen trauriger Anblick. Wir kamen an Okahandja und Otjiwarongo vorbei.
Dann bogen wir auf die D 2433 ab. Die Zufahrt zur Lodge endlich wieder Gravel Road! Da lachte das Fahrerherz. Rote Erde und Sand. Warzenschweine links und rechts der Straße. Endlich Sand, Staub und Tiere. Übrigens eine Menge Staub.... Die Lodge sehr gepflegt mit viel Grün.
Personal äußerst freundlich. Essen ausgezeichnet. In den Räumlichkeiten überall Feuerstellen bzw. Heizpilze. Also kuschelig warm...
Zum Essen gab es: Gemüsesuppe Kudusteak, Kartofferl, Bohnen
Schokotörtchen mit Baiser. Alles köstlich und noch dazu theatralisch mit Abdeckhaube serviert. Die Mädchen hatten einen Heidenspaß beim Servieren des Abendessens.
Untertags Temperaturen sehr hoch, aber nach Sonnenuntergang ziemlich frisch. Noch lange vor unserem Bungalow gesessen, ein Gläschen Wein genossen, geratscht und die Stimmung genossen. Inklusive Vollmond.
Jaja, ich weiss, ein Vollmond schaut anders aus. Hier handelt es sich um den Sonnenaufgang...... Zu lange sollte man vor dem Bungalow allerdings nicht sitzen bleiben, sonst gibt es eine ungewollte Aussendusche. Die Sprinkleranlagen schalten nämlich irgendwann am Abend ein, bis kurz vor Frühstücksanfang. Mich hat es übrigens noch voll erwischt.
Teil 421. Sept. 2013
21.8.2013, 250 km – Waterberg.
Um 6.00 Uhr früh auf, um den Sonnenaufgang mit zu bekommen. Aber es sind immer nur wenige Sekunden und bis ich die Kamera wieder im Griff hatte, war schon alles wieder zu spät für eine tolle Aufnahme. Aber so sind wir Österreicher eben....Der Kreterin ging es übrigens auch nicht viel anders.
Nach dem Frühstück Richtung Otijwarongo zurück und weiter zum Waterberg. Hier alles ganz fürchterlich trocken. Ein wirklich trauriger Anblick war eine Rindherde, die uns entgegenkam. Die Tiere total abgemagert. War aber die einzige Ecke auf unserer Reise mit so mageren Tieren.
Am Waterberg wurde eine Wanderkarte besorgt und dann wollten wir den Mountain View Walk in Angriff nehmen zwecks schöner Aussicht. Ohje, war das schon heiß und STEIL. Über Felsbrocken ging es nach oben. Man möchte es nicht glauben, aber dieses war der WEG. Die kleinen weissen Fussabdrücke waren die Wegweiser.....
Entgegenkommende Wanderer wiesen uns auf einen sehr großen Pavian hin, der neugierig von einem Baum herunterspähte. Unsere Stoßgebete gingen in die Richtung „bleib bloss, wo die bist!!!!!“
Da es schon auf 12.00 Uhr zu ging, war die Aussicht nicht so umwerfend. Zum Fotografieren völlig ungeeignet. Zu grell, zu diesig und noch dazu wartete ja noch der Pavian auf uns. So befürchteten wir zumindest. Beim Abstieg – ich voraus, Susi hinter mir – plötzlich ein leises Stimmchen, das nichts Gutes verhieß „Irene, dreh dich mal um! Ist hinter mir etwas???“ Und ob da was war. Der Pavian hatte seinen Aussichtsplatz verlassen und sich auf die Spuren von der Susi geheftet. Ich zu ihr „Dreh dich nicht um und geh einfach weiter“. Susi „Irene, ich hätte dich nicht im Stich gelassen!!!“.
Als sich Susi über einen Stein hinunterhangeln musste und zur Seite schaute, sah sie sich dem Pavian Auge in Auge gegenüber. Mit dem Foto hätte ich berühmt werden können. Aber ich schaute, dass ich mit meinem inzwischen erhaschten Holzprügel Richtung Auto flüchten konnte. Das werde ich mir wahrscheinlich bis an mein Ende anhören müssen. Ja, wo ist sie denn jetzt hin???? Ihh, die hat ja einen Holzknüppel in der Hand. Da verzieh ich mich lieber.....
Dann noch den Forest Walk gelaufen. Dieser verbindet die Rasthäuser. Lustig anzuschauen waren die vielen Warzenschweine, die wie immer auf Knien liegend das Gras naschten.
In Otjiwarongo getankt, eingekauft – alles ganz souverän gemeistert. Am Ortsende die übliche Polizeikontrolle. Und immer die höfliche Frage „How are you?“ Den internationalen Führerschein wollte – so am Rande bemerkt – voriges Jahr und auch heuer kein Mensch sehen.
Dann zu unserer sehr gepflegten Lodge und noch die Tiere am Wasserloch beobachtet.
Es gab beim Abendessen übrigens ein kostenloses Konzert, das allerdings etwas laut ausfiel. Müssen wohl Kröten gewesen sein, denn so laut kann kein Frosch sein.
Abendessen: Toastbrot mit Avocadocreme, Elansteak, Dessert Zitronenmousse.
Teil 522. Sept. 2013
22.8.2013 – 320 km, Aoba Lodge und 50 km Etosha
B 1 Richtung Norden. Links nichts, rechts wenig. Aber auch diese Straße ist irgendwann einmal zu Ende. Bei einem nächsten Namibia-Urlaub werden wir versuchen, die B 1 zu vermeiden, wo es nur möglich ist. Lieber eine C oder D-Straße.....Die Straße war so eintönig, dass wir zweimal (ungelogen) die Abfahrt Richtung Etosha verschlafen haben.
Beim Abzweig zur Aoba Lodge die ersten Zebras, Dik Diks und Elefanten“knödel“ entdeckt.
Zum 2.Mal auf dieser Reise wieder „Afrika-Feeling“.
Bei Ankunft mit kaltem Getränk inklusive Kokosraspeln am Glasrand (Susanne machte mich in den nächsten 20 Minuten immer wieder mehr oder weniger diskret darauf aufmerksam, dass ich Kokos an der Nase, an der Wange und sonst wo kleben hätte...) 😄 vom Manager Nelson empfangen worden. Ein ausgesprochen kompetenter, humorvoller und sehr gut englisch sprechender Mann. Für seinen Humor spricht, dass er uns zwei Angsthasen die Honey-Moon Suite (Häuschen Nr.11) am Ende des Platzes als Upgrate zugewiesen hat. Mit Badewanne im Freien + Moskitonetz + Doppelhängematte 😵 .
Das Häuschen war der Wahnsinn. Mit alten Koffern um 1890 bis circa 1920 bestückt. Zebrafell, über dessen Schwanz oder Mähne jede von uns regelmäßig drüber stolperte und dieses natürlich von schrillen Schreien begleitet war, da sich das ganze Viech bewegte.
Alles in allem ein Traumhaus. ABER – das letzte in der Reihe. Die Nr.11. 🤩 Der Manager brachte uns zu Fuss zu unserem Domizil und nach dem relativ langen Anmarsch meinte er noch, wir sollten zum Essen besser mit dem Auto fahren. Und auch nur während des Tages hier herumspazieren und die Wege nicht verlassen! Ok. Dann sind wir mal lieber folgsam.
Beim Rückweg zu unserem Auto der Manager auf einmal „ Oooohh, a big one!“ Mit Massband den aufgefundenen Tatzenabdruck abgemessen. „It´s a Leopard“. Und dieses Tierchen vielleicht 20 m von unserem Honey-moon-Bungalow entfernt?!? Beruhigenderweise hat er noch darauf hingewiesen, dass das Nahrungsangebot für den Leoparden in freier Wildbahn so groß sei, dass er nicht auf uns angewiesen sei. Also keinen Appetit auf griechisches Souflaki oder Wiener Schnitzel hätte. Welch großartige Beruhigung. Tröten haben wir auch bekommen, falls wir Hilfe bräuchten. Achja – auf Nachfragen haben wir noch weitere Empfehlungen bekommen, wie wir uns im Fall der Fälle zu verhalten hätten. 1. Nicht wegrennen! Wäre ganz falsch! 2. Rücken an Rücken stellen und nicht in die Augen sehen. Nicht uns – eh nicht möglich, da Rücken an Rücken. Aber dem Angreifer. 3. Noch dazu wären wir farblich völlig falsch gekleidet. Die Susi in rot, ich in weiss. Gedeckte Farben wären das A und O. Deshalb auch Safarifarben. 4. Hinter einen Baum stellen. Die weiteren Empfehlungen erspare ich euch jetzt. Die fallen einem dann sowieso nicht ein.......oder es fehlt ein Baum.
Nach diesen ganzen Erklärungen braucht es jetzt eine Entspannung am schönen Swimmingpool. 🤪 😄 🤪
Da es noch relativ früh am Tag war, haben wir uns aufgemacht, den Etosha-Park unsicher zu machen. Im Auto ist es ja anscheinend sicherer als in der Umgebung unseres Quartiers.
Bei der Einfahrt zum Lindequist Tor haben wir nach Kauf des Permits die rechte Seite des Parks gewählt. Der Manager konnte dann am Abend nicht glauben, dass wir hier so viele Tiere gesehen hatten. Er hätte uns auf die linke Seite geschickt. Nur die Fotos von meiner Bridge-Kamera konnten ihn überzeugen und da war er echt sprachlos. Wir hatten wirklich unheimliches Glück bei den Tiersichtungen. Giraffen, Elefanten, Zebras, Tokos und die üblichen Huftiere.
Dann zurück zu unserer Lodge. Hier hat es uns sehr sehr gut gefallen. Die vielen Feuerstellen am Abend,
Decken über jedem Stuhl, Personal extrem freundlich. Essen sehr gut. Mit sehr viel Natur drum herum. Eine Lodge, die wir jederzeit weiterempfehlen würden.
Nach dem stilvollen Abendessen (geschmeckt hat es auch sehr gut) zu unserem abseits gelegenen Zuhause. Mit Auto! Die Umgebung überprüft und anschließend mit einem Wahnsinnstempo in unseren Bungalow. Dann überlegt, dass wir zwei Honey-Mooner (hahahaha) eigentlich noch ein Glaserl Wein vor unserem Häuschen geniessen könnten. Der Mutpegel war in extremer Höhe. Gesagt getan! Mit zwei Weingläsern bewaffnet raus vor das Haus und gemütlich niedergelassen. 5 Minuten später war Chaos total angesagt. Etwas – was, wissen wir bis heute nicht – in ca. 15 Meter Entfernung durch das Gestrüpp rund ums Haus geschlichen. Ziemlich flach, etwas gelb – mehr haben wir nicht mehr gesehen, da wir Hals über Kopf bzw. Susi über Irene ins Haus gestürzt sind und nur mehr die Türe zugeschmissen haben. Raus sind wir an diesem Abend nicht mehr!!! 😄 😄 😄
Teil 623. Sept. 2013
23.8.2013, 190 km – Etosha-Park
Heute war Etosha-Park pur angesagt. Und die Susanne durfte erstmals einen ganzen Tag mit dem Nissan herumkurven 🤩 . Ich dachte mir – und das ist jetzt ehrlich gesagt wirklich fies – da kann sie nicht so viel anstellen. Da ich zuhause ebenfalls einen Allradwagen mein eigen nenne (Österreich im Winter ist nicht immer so einfach zu erobern) und Susanne auf Kreta etwas Kleineres ausfährt, war meine Anspannung schon etwas höher. Meine liebe Susi war auch nicht wirklich tiefenentspannt, aber was soll´s.
Bei der Einfahrt zum Etosha-Park ist uns aufgefallen, dass die ganzen Fahrzeuge mit einem „ziemlichen Tempo“ an uns vorbei gebrettert sind. Staubwolken, Staub links und rechts, man hat echt nichts gesehen. Allerdings waren wir auf Tempo 40 eingestellt, was nicht so ganz richtig
Wir wollten dann weg von den ganzen Touristen – eh klar – links nach Wasserloch Kalkheuwel. Am Wasserloch standen links schon einige Fahrzeuge. Susanne stellte sich ganz rechts hin. Was sie damit beabsichtigte, war mir nicht ganz klar. Weg von den anderen Fahrzeugen, ja, aber da wären ja auch die ganzen Tierchen gewesen. . Auf meine Frage „warum hier?“ Antwort von Susanne „da können wir ja dann hinlaufen“.
Dann ging es weiter. Wenig Tiere, viele Touristen, die mit Wahnsinnstempo die C 38 gerast sind. Man hat richtig gemerkt, die wollen von Punkt A nach Punkt B. Alles dazwischen – egal. Wann immer es möglich war, sind wir die Seitenwege gefahren. Sehr interessant war der Punkt Etosha Lookout.
Dieses Nichts in der flirrenden Hitze war sagenhaft.
Dann zurück zur C 38. Kilometerweit haben hier Brände gewütet. Ein paar Kilometer weiter Bäume mit buntem Laub. Wir fühlten uns in einen hiesigen Herbstwald versetzt.
Eigentlich wollten wir nach Halali, haben aber dann kurzentschlossen umgedreht und sind über Okerfontain der Pfanne entlang nach Namutoni zurückgefahren. Wir wollten nicht am Ende des Tages in Zeitdruck geraten. Die Tore werden wirklich „PUNKTGENAU“ geschlossen.
Diese Zebraherden, die wir hier entdeckt haben, waren sagenhaft. Hunderte von Zebras, an jeder Ecke neue Herden....
Und andere hübsche Vierbeiner waren auch unterwegs.
Wir waren fasziniert. Ein ganz tolles Erlebnis.
Abends wieder sehr gut gegessen. In unserer Honey-Moon-Suite eine Kühlbox – wie auch schon gestern – mit gekühlten Getränken.
Vom Manager haben wir noch erfahren, dass die natürlichen Wasserlöcher noch genügend Wasser haben im Gegensatz zu den künstlich angelegten. Da seien einige wenige schon ausgetrocknet. Jetzt warten alle natürlich auf die ersten Regenfälle. Sollten diese heuer wieder ausfallen, würde es dramatisch werden.
Teil 724. Sept. 2013
24.8.2013 Samstag, 210 km, Okaukuejo, 6 Stunden Fahrt.
32 Grad. Heiß und staubig. In Halali Halt gemacht. Wir fanden diese Übernachtungsmöglichkeit sehr nett. Irgendwie einladend. Wenn wir mit Dachzelt unterwegs gewesen wären, hätten wir hier übernachtet.
Dann ging es kreuz und quer Richtung Okaukuejo. Plötzlich links von uns ein Riesenelefant mit wedelnden Ohren auf uns zukommend. 🤩 🤩 🤩 Ich stufte die „Wedelohren“ als harmlose Abkühlung ein, Susanne aber als Warnung uns gegenüber. Sie saß allerdings auch „elefantenseitig“. Da ich heute wieder der King bzw. die Queen am Steuer war, wurde die Susanne angefeuert, doch endlich tolle Bilder von dem Eli zu schießen! So nah und so fotogen! Sogar ich von der Fahrerseite aus „schoss“ Superfotos vom herannahenden Elefanten.
Dann kam von Susanne der Befehl, sofort und zwar wirklich SOFORT den Trampelpfad zu räumen. Gehorsam wie ich manchmal bin, 1.Gang rein und ….........nichts............ Motor abgewürgt. 😵 Da wurde es aber dann schon eng. Unter Stress geht gar nichts! Elefant sehr sehr nah, Susanne blass, sehr blass und ich schwitzend, sehr schwitzend den 1.Gang rein und ab ging es. Hinter uns überquerte dann ohrenwedelnd unser schönes Fotomotiv die Straße. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass dem heiß war – deshalb das Ohrengewackel.
Da wir gerne Rhinos gesehen hätten, machten wir noch einen Umweg über den Rhino-Drive. Aber ausser Rhinoknödel in großen Mengen und den Trampelpfaden der Rhinos sahen wir nichts. Nicht einmal einen einzigen Touristen. Alle schlauer als wir.
Wir waren zeitlich noch im grünen Bereich und wollten nach Olifantsbad. Erwischten aber nicht die richtige Abzweigung Aus – Olifantsbad. Die erste Abfahrt wäre richtig gewesen. Die 2. Straße Richtung Gemsbokvlakte spottete jeder Beschreibung. Schlaglöcher ohne Ende und keine anderen Fahrzeuge in Sicht. Tiere auch nicht. Eh klar. Hier einen Platten und kein Mensch weit und breit – na danke. 😕
Aber irgendwann waren wir da auch durch und dann ging es nach links, nach Olifantsbad. Was uns sehr erstaunt hat war ein Fahrzeug, welches die Straße gesprengelt hat. Wasser auf die Straße bei dieser Trockenheit? Das haben wir nicht ganz kapiert. Die Straße wurde zwar gegradet– ob das der Grund war?
Aber egal, Olifantsbad. Hier tummelten sich Elefanten in allen Größen – von ganz groß bis ganz ganz klein. Giraffen, Oryx-Antilopen. Herrlich anzuschauen.
Dieses Elefantenfoto ist mein ganzer Stolz! Dieses alten Augen und die Stoßzähne.
Aber mit ausgeschaltetem Motor bei über 32 Grad Aussentemperatur nicht lange auszuhalten. Noch dazu wartete das berühmte Wasserloch von Okaukuejo auf uns – also auf und hin. Dort sind doch alle Elis versammelt. Wissen wir aus diesem Forum. Auf dem Weg dahin gerade gelb aufblühende Akazien.
Ein wirklich schönes Bild. Endlich Farbe nach all den verbrannten und vertrockneten Flächen.
Dann Ankunft Okaukuejo. Wir waren total gespannt, was uns da erwarten würde. Die Damen an der Rezeption ausgesprochen freundlich, positive Überraschung nach all den Reiseberichten, wir hatten wohl einen guten Tag erwischt. Dann zu unserem Water-Hole-Chalet gefahren und festgestellt – völlig blöd, dieses zu buchen. Wir waren heilfroh, das angestrebte Premium Water Hole Chalet nicht bekommen zu haben. Mit 200 € total überteuert (Pro Person, nicht zu vergessen 😮 ). Und schon 12 Monate im Voraus nicht mehr buchbar.
Und nun zum Wasserloch: Nichts, viel nichts, sogar sehr viel nichts!!! Nicht einmal ein Springbock. Webervögel waren unterwegs und viele viele Touristen mit Ferngläsern, Kameras, Riesenobjektiven. Die Bänke waren überbelegt. Und VOR den Touristen ganz viel NICHTS! Beweisfoto füge ich gerne bei, denn das glaubt uns sonst NIEMAND!
Aber am Webervogelnest war wenigstens etwas los.
Jede halbe Stunde stürzten wir von unserem Bungalow zum Wasserloch, nur um festzustellen – NICHTS. Also gegen den Frust gibt es nur eines – Essen gehen. Darauf waren wir echt gespannt. Wir waren ein paar von den Ersten. Beim Anmelden in der Anlage mussten wir angeben, wann wir essen wollen und ob im Innen- oder Aussenbereich. (Bei uns war gleich der 1.Termin – 18.00 Uhr – angesagt und im Aussenbereich). Den Wein holten wir uns von der Bar, also waren wir nicht darauf angewiesen, irgendwann ein Getränk zu bekommen. Haben wir auch aus einem Reisebericht gelernt.
Als das Buffet eröffnet wurde, waren wir naturgemäß auch bei den Ersten und konnten trotz des diffusen Lichts feststellen, die Auswahl ist groß und es schaut so schlecht nicht aus. 😄
In der letzten Ecke rechts fanden wir im Dämmerlicht einen Grillmenschen, der das Fleisch nach Wunsch grillte. 3 verschiedene Sorten wurden angeboten. War echt ok. Gesehen hat man halt nicht viel. Der Reis vom Buffet war kalt. Aber das war auch schon egal. Im spärlich beleuchteten Raum nach den Zutaten zu suchen, war nicht so unser Ding. Kontrolliert wurde übrigens nicht, ob wir unser Essen selber bezahlen müssen (vom Campingplatz kommen) oder ob das inklusive war. Unsere Bungalownummer mussten wir nie angeben. Unsere Anmeldung interessierte auch niemanden. Da wir die Ersten warten, kam Kantinenfeeling gar nicht auf. Und dann waren wir auch schon wieder weg Richtung Wasserloch. Irgendwann müssen die Viecher ja kommen!!!
Nichts. Nichts um 20.00 Uhr, 21.00 Uhr..... Aber dann – 4 Nashörner. Aber entgegen den Reiseberichten von anderen Fomis müssen wir eines feststellen. Bei uns war es total ruhig. Wenn etwas gesagt wurde, dann im absoluten Flüsterton und kein einziger hat beim Fotografieren geblitzt. Es wurde weder gegessen, geraucht oder getrunken. Total diszipliniert alle. So diszipliniert, dass die Susi schon einen Anflug von Lachkrampf hatte. Und so was kommt bei mir gar nicht gut an. Bei solchen Sachen lasse ich mich immer sehr schnell anstecken. Schaut ja wirklich irgendwie lustig aus, wenn ganz viele Leute 4 total starr dastehende Nashörner beobachten und total fasziniert sind. Es hätten auch Kulissen sein können. Und das wirklich über eine lange Zeit hin. Es hat sich absolut nichts gerührt, weder die Nashörner noch die Touristen. Faszinierend.....
Wir sind dann wieder in unser überteuertes Water-Hole-Chalet gedackelt.
Ein Bild von unseren tollen Stühlen auf der Terrasse muss hier einfach sein.
Wir kamen uns vor wie im Kerker. Da hat sich jemand ausgetobt mit etwas Ähnlichem wie Baustahlgitter. So etwas Ungemütliches haben wir beide noch nie im Leben gesehen. 🤢 Die werden doch nicht neu sein, da ich noch in keinem Reisebericht etwas darüber gelesen habe!?! Allerdings hatten wir eine Klimaanlage und einen Kühlschrank in unserer „Hütte“. Nachts Geheul von Schakalen. Richtig gruselig – aber Afrika-Feeling pur.....
Teil 824. Sept. 2013
25.8.2013, 210 km. Omburo Gästefarm.
Morgens als erstes zum Wasserloch. NICHTS. 😈 😈 😈
Dann zum Frühstück geeilt. Wartehallenfeeling. Haben unsere Frühstückssachen zusammengesucht. Bei der Suche nach Kaffeelöffeln sind wir gescheitert. Es lagen überall nur riesige Suppenlöffel bereit. Foto als Beweis wird beigefügt!
Wir wurden aber satt, und das war das Wichtigste. Dann noch ein letzter Gang zum Wasserloch. Und siehe da: 1 Giraffe (!!!!), mehrere Zebras, Springböcke und 2 Oryx Antilopen. Ohje ohje ohje. Pech gehabt. Aber ziemliches ….. Aber von diesen paar Gesellen wenigstens ein paar Fotos.
Dann gepackt und durch das Anderson Gate Richtung Ombura Gästefarm. Zuerst über die C 38 nach Outjo (100 km), dann die C 39 Richtung Khorixas (80 km).
Die letzten 20 Kilometer Zufahrt über richtig schöne Gravel Road (D 2743), vorbei an unserer ersten Himbafrau, die Schmuck am Straßenrand verkaufte. Im Brustbeutelchen ein hochmodernes Handy. Leider nicht sichtbar.
Am Horizont die Tafelberge – sehr interessante Fotomotive boten sich an.
Dann als Silhouette auf der rechten Seite lauter Bungalows – wie wir später erfahren haben, handelte es sich um die Ugab-Lodge. Tolle Lage und sensationeller Ausblick. Dann weiter Richtung Omburo Lodge.
Plötzlich mutierte meine liebe Susanne zu einem Funkenmariechen. Jedes Mal beim Öffnen der Autotüre kam ein Aufschrei, weil sie einen richtigen „Elektroschlag“ abbekam.
Man hörte es sogar knistern. Dieses Phänomen steigerte sich mit jedem Tag der Reise! Mit der Zeit hörte sich das Ganze dann so an (Susanne mit verkniffenem Gesicht) „eins, zwei, drei, (bei „drei“ Griff mit einem Finger an die Türe) Scheisse! Aua!“ Kommentar von mir „Sch... sagt man nicht“. Am Ende der Reise öffnete ich ihr jedes Mal die Türe, damit die Madame schlagfrei aussteigen konnte. Es war wirklich sehens- bzw. hörenswert.
In unserem neuen Zuhause von Steffi total nett empfangen worden. Unser Zimmer bezogen und dann mit einem kalten Getränk in den Schatten geflüchtet. Es war hier total heiß. Um die 35 Grad. Steffi lebt seit 4 Jahren auf der großen Farm. Vom Schwarzwald nach Namibia, das schafft wohl nur die Liebe!!! Sie und Hendrik haben sich vor 7 Jahren auf der Ugab-Lodge kennen gelernt und aus und geschehen war es um die Beiden. Die Gästefarm, welche die Beiden aufgebaut haben, ist wirklich besuchenswert. Bei einer neuerlichen Namibiareise werden wir einen Umweg in Kauf nehmen, um die Beiden zu besuchen. Ein MUSS!
Am Nachmittag flüchteten wir uns in das Auto (Klimaanlage) um der Hitze zu entgehen und haben die Ugab-Lodge besucht. Die Auffahrt war gewaltig. Andere Gäste haben uns später erzählt, dass sie zu Fuss hoch gegangen sind, wieder andere haben auf halber Strecke halt gemacht und ein Paar hat sich von einem Angestellten runterfahren lassen. Sehr steil, die steilsten Teile allerdings asphaltiert, und bei der letzten Kuppe fährt man eigentlich ins Nichts, weil man das Gefühl hat – die Straße hört hier auf. Geht aber einwandfrei ohne Allrad. Aber die Aussicht von da oben!!! Unbeschreiblich, muss man gesehen haben.
Nach einem Nachmittagskaffee haben wir die Abenteuerfahrt nach unten wieder in Angriff genommen.
Ehrlich gesagt möchte ich nicht jeden Tag hier mindestens einmal runter und dann wieder rauf fahren. Das wäre mir zu stressig. Man muss wirklich schon von unten bzw. oben kontrollieren, ob ein anderes Fahrzeug auf der „Straße“ unterwegs ist – ausweichen geht nicht. (Möglicherweise an einer Stelle, da bin ich mir jetzt nicht mehr sicher).
Zuhause Karten geschrieben. Die anderen Gäste beschnuppert. Eigentlich sind wir dagegen, am Tisch mit allen anderen zu essen. Diese Gäste waren aber sehr interessant und ausgesprochen nett. Wir haben uns köstlich amüsiert. Auch Hendrik , der Besitzer der Farm, kam dann zu der Runde dazu und erzählte, dass die Paviane am letzten Tag die Wasserleitungen für die Rinder aus der Erde gerissen und zerstört hätten. Er musste den ganzen Tag dieselben reparieren. Ein Gast erzählte dann noch, dass er die Paviane aus dem Hühnerstall vertrieben hätte, bewaffnet mit einem Prügel. Allerdings hatten sie schon sämtliche Eier gestohlen und verspeist!
Wir haben sehr viel über das schwierige Farmleben erfahren und die Probleme mit dem Personal und der Arbeitsmoral im Allgemeinen. Beeindruckt hat uns auch, dass Steffi für jedes Kind ihrer Angestellten die Ausbildungskosten übernimmt. Sie hat aber auch gemeint, dass eine Angestellte inzwischen das 4. Kind vom 4. Mann erwartet und dass die Kosten dann doch entgleisen würden.
Das Essen war sehr gut: gefüllter Kürbis Wildhackbraten Mousse
Teil 926. Sept. 2013
26.8.2013, Montag, 20 km.
Für heute hatten wir eine Fahrt mit Steffi zu den Felsmalereien und Gravuren gebucht. Wer in der Gegend ist, sollte einen Ausflug dorthin unbedingt einplanen.Man kann die Tour auch buchen, wenn man in einer anderen Lodge wohnt. Die Malereien und die Gravuren sind sehr gut erhalten. Auch die Werkzeuge, mit denen diese entstanden sind, kann man noch sehen.
Nach Besichtigung gab es ein gekühltes Getränk. Bei der herrschenden Hitze war uns das sehr willkommen.
Bei der Rückfahrt erklärte uns Steffi sehr viel über die Rinder- und Schafzucht. Sie haben z.B. ca. 130 Schafe. Hendrik ist - wie auch Steffi - ein absoluter Pferdenarr. Auf die Züchtung der Pferde wird auch sehr viel Zeit verwendet.
Und schon sind wir wieder zurück in unserem gemütlichen Zuhause für leider nur 2 Tage.
Es sind auch Köhler am Gelände, die Holzkohle herstellen und gleichzeitig das Land von Büschen und dichtem Bewuchs säubern. Dadurch kann das Gras wieder wachsen und die vielen Tiere auf der Ranch haben wieder Futter. Bis die ganze Ranch durch ist, sind die Leute 2 Jahre beschäftigt. Die ganze Prozedur hier zu erläutern, würde zu lange dauern. Deshalb – fahrt hin und besucht die Beiden.
Ich wollte eigentlich ursprünglich zur Fingerklip-Lodge, aber Susi hat mich bei den Buchungsüberlegungen überzeugt, dass die Omburo-Ost für uns besser passt. Recht hat sie gehabt!
Nachmittags sind wir noch zur Fingerklippe gefahren und hochgestiegen. Baahhh – war das heiß..... Aber wir sind hoch gelaufen. Eine sehr schöne Aussicht und die Fingerklippe mit ihren 35 m beeindruckend, wenn man direkt darunter steht.
Dann wieder zum Abendessen. Hendrik war dieses Mal Grillmeister. Es gab verschiedenes Fleisch zur Auswahl und er war ein begeisterter und sehr guter Grillmeister.
Dann noch lange mit den Gastgebern über das Land und die Schwierigkeiten (für Steffi, wenn sie einmal nach Deutschland möchte) geredet. Auch kommen regelmäßig die Wüstenelefanten auf ihrer Farm vorbei. Das letzte Mal hat die Herde, die ca. 50 Elefanten gross war, alles rund ums Haus vernichtet. Zäune, Gemüsebeete usw.
Was auch interessant war – plötzlich ein Donnern bzw. Grollen. Zuhause würden wir an ein Gewitter denken. Aber nein – es war ein Erdbeben. So wurde es uns von den Gastgebern erzählt. An diesem Abend zwei- oder dreimal.
Hier ist uns der Abschied sehr schwer gefallen. Wir haben unheimlich viel über Namibia erfahren. Strom gibt es übrigens nur am Abend in einem bestimmten Zeitrahmen. Aber mit unseren Stirnlampen konnte auch am Abend noch gelesen werden.....Meistens waren wir ohnehin zu müde dazu.
Teil 1027. Sept. 2013
27.8.2013, Dienstag, 400 km. Etusis Lodge.
Über Gravel Road geht es wieder zur C 39. Weiter nach Khorixas und dann auf die C 35 Richtung Uis. Schotter, Schotter...... also eigentlich alles, was wir vermisst haben. Aber landschaftlich nicht so prickelnd. In Uis eingekauft. Ein paar Häuser im Nichts, aber ein Supermarkt, Bäcker, Tankstelle, alles man so braucht. Auch eine Post mit Briefmarken. Endlich kann die Post aufgegeben werden. Und jede Menge Eselsgespanne mit jeweils 4 Eseln bestückt! Die anschließende Strecke über 123 km war eine sehr schöne Gravel Road. 😄 🤪 😄 Sehr abwechslungsreich und vor allem wieder Staub und Gerumpel beim Fahren! Ach, liebe ich diese Fahrten...... Und der Ausblick über die afrikanische Landschaft. 😘
Schon während der Fahrt kommt Sehnsucht auf, diese Landschaft wieder sehen zu dürfen. Irgendwann. Möglichst im nächsten Jahr..... 🙁 🙁 🙁 Diese schöne Fahrt ging bis nach Omaruru.
Unterwegs am Straßenrand immer wieder Herero-Frauen in ihren typischen Gewändern. Schön anzuschauen, aber wie die sich inzwischen zu Show stellen.... tanzend und die Röcke schwingend, ist nicht so unser Ding.
Dann ging es ab nach Karibib. Von dort aus 36 km bis zur Etusis Lodge. Das hat sich gezogen...
Immer wenn man glaubte, jetzt ist man da, ging es nochmals über die nächsten Hügel. Einfallsreiche Straßenschilder verkürzten allerdings diese doch recht lange Anfahrt.
Wir waren aber schon recht müde und wollten noch bei Tageslicht die Landschaft genießen.
Sauberer wurde unser Fahrzeug auf dieser Strecke allerdings nicht wirklich. 🙄
Die Manager seit vielen vielen Jahren – Monika und Herbert – sind äußerst liebenswert und bemüht, einem jeden Wunsch zu erfüllen. Wir bekamen wieder – irgendwie wie immer – das allerletzte Häuschen in der Anlage. Wir sind zwar absolute Naturfreaks, aber dass man uns das so ansieht??? Dahinter kam das absolute NICHTS!
Es war schon recht spät am Nachmittag. Viel Zeit, die Anlage zu besichtigen blieb uns leider nicht. Aber was wir sahen, war sehr einladend. "Hängeschaukelstühle",
und eine sehr gepflegte Anlage.
Und natürlich die üblichen Verdächtigen. Die gab es hier in sämtlichen Ausführungen.
Das Abendessen wurde wieder mit den gesamten Gästen am sogenannten „Familientisch“ eingenommen und es ergaben sich interessante Gespräche. Essen war sehr gut und die Stimmung auch.
Wir waren aber müde nach der langen Fahrt und gingen zeitig zu unserem Zuhause für diese Nacht, „zapften“ noch ein Glas Wein, aber nachdem die Trappelgeräusche rund ums Häuschen
immer näher kamen und wir die Tiere in der Dunkelheit nicht identifizieren konnten, zogen wir uns zurück in die sicheren gemütlichen 4 Wände.
Der Bungalow war sehr schön eingerichtet, mit Klimaanlage, Kühlschrank und einem Loft. Sollte man mit Kindern unterwegs sein, wäre das eine tolle Übernachtungsmöglichkeit für diese.
Hier hätten wir noch eine Nacht anhängen sollen. Es gibt Wanderwege, Reitmöglichkeiten – schade, das war ein Planungsfehler. Die ganze Anlage sehr gepflegt und auch hier erfährt man sehr viel über die Schwierigkeiten eine Lodge in Namibia zu führen. Und über das Leben sehr abseits von den nächsten Einkaufsmöglichkeiten.
Teil 1129. Sept. 2013
28.8.2013, 290 km, Windhoek.
Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht hungrig zur „Futteraufnahme“ gestürzt. Noch ein letzter Blick auf unser schönes Zuhause für eine Nacht.
Ein üppigstes Frühstücksbuffet. Da blieb kein Wunsch unerfüllt. Verschiedener Käse, Wurst, Müsli, Marmeladen, alles war da. Und Brot! Selbstgebacken- einfach köstlich. 3 verschiedene Sorten. 😛
Und eine schöne Aussicht gab es obendrein
Dann gings Richtung Windhoek. 50 km Schotterstraße,
dann unsere ungeliebte B 1 !!! Da müssen wir uns für unsere nächste Reise wirklich etwas einfallen lassen. Diese B 1 ist einfach nur lästig. 😣
Um 13.00 Uhr waren wir schon am Flughafen. Jetzt wurde es ungemütlich. Flug erst nach 20.00 Uhr und so viel lässt sich am Hosea Kutako nicht anstellen.
Wir hatten noch einen 5-Liter-Kanister Rotwein (mit Zapfhahn wie Ihr wisst, wenn Ihr genau mitgelesen habt) im Auto. Beim ersten Einkauf haben wir unseren Alkoholverbrauch gehörig überschätzt! 😊 Nachdem wir auf den verschiedenen Farmen von den massiven Alkoholproblemen gehört haben, die mit dem Personal bestehen, wollten wir mit dem Wein nicht irgendeinen Angestellten in Versuchung führen. Auf einer Lodge wurde sogar ein Alcomat aufgestellt, mit dem das Personal vor Dienstantritt kontrolliert wurde. Bei uns nicht vorstellbar.
Also haben wir den Wein im Auto hinterlassen. Wir haben aber gefragt, ob das ok ist. Die Fahrzeugübergabe war – ein Witz. Wir konnten den Müll im Fahrzeug lassen, da wir nirgendwo Mülleimer sahen, ein paar Kekse waren auch noch im Auto. Sehr sauber war unser Nissan auch nicht. Aussen war er unbeschreiblich schmutzig. 😕 Aber alles ging völlig entspannt. Wenn ich da an das Vorjahr denke! Da wird es mir heute noch schlecht!
Die Zeit bis zum Einquecken haben wir auch überstanden. Bevor es zur Personenkontrolle kam, bemerkte ich eine Flughafenangestellte, die durch die Personenschleuse ging, kurz die Hand hob und einen Schalter oben umlegte. Es hat bei keinem einzigen der ca.270 Passagiere gepiept. Es wurde auch keiner kontrolliert.
Ist zwar praktisch, aber ob es so beruhigend ist? Egal, wir waren entspannt.
Der Flug – Nachtflug – war etwas turbulenzlastig. Aber durch die Gravel-Roads waren wir schon abgehärtet. Personal beim Rückflug total freundlich und hilfsbereit. Essen wie auch schon am Hinflug in Ordnung. Gab nichts zum Meckern. Diesmal hatten wir sogar einen Bildschirm in Sichtweite. Somit konnten wir sehen, wie weit wir uns schon wieder von Namibia entfernten. Oje, oje, oje...... 😮 😮 😮
Ankunft Frankfurt pünktlich, Koffer alle da, Buszubringer zum Bahnhof, Fahrkarten ICE ausgedruckt (haben sogar wir geschafft! Hatten allerdings vorher einen Flughafenbediensteten gefragt, ob er uns helfen könnte. Die Antwort „wenn ich das kann, könnt Ihr das auch“), in der allerletzten Sekunde die Bahn erwischt, dieses Mal Sitzplätze bekommen und nach 3 ½ Stunden in München um 12.10 Uhr von meinem erleichterten Mann abgeholt worden. 😘
Die Freude war auf beiden Seiten groß. Frau und Freundin (meine Freundin, um hier nichts durcheinander zu bringen) wieder gesund und munter zuhause, Mann auch nicht abhanden gekommen. Ist ja auch beruhigend.....
Nun fangen die ganzen Schwierigkeiten aber wieder an! Wie sag ich es dem armen Mann??? Einfach kurz und bündig: „Schön war es, aber viiieel zu kurz. Ich muss da unbedingt wieder hin, verstehst du doch, gelt?“ Verstand er – ehrlich gesagt – zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht! Und das wiederum konnte ich nicht verstehen..... Nicht einmal meine Freundin hatte Verständnis für mich. Boah, ich fühlte mich psychisch richtig allein gelassen. Aber – schauen wir mal......
Fazit dieser Reise:
bei Iwanowski würden wir uneingeschränkt wieder buchen. Top-Betreuung (danke Herr Tegas) und Reiseunterlagen sehr ausführlich. Sehr nett fanden wir auch die Flasche südafrikanischen Rotweins, die uns nach Ankunft zuhause erwartete, mit den Zeilen, den Wein in Erinnerung an Namibia zu genießen.. Budget Autovermietung – würde ebenfalls wieder gebucht werden. Alles bestens!
Bei den Lodges gab es nirgendwo etwas zu meckern.
Wie schon eingangs erwähnt, hat uns der Süden mehr fasziniert. Die Weite und überhaupt..... ich höre jetzt auf mit dem Süden, sonst komme ich wieder ins Schwärmen....
Wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Zumindest ich.... , mit der Susanne ist es immer das gleiche Problem, zuerst ziert sie sich, dann ist sie aber immer wieder dabei.
Danke Susanne, so nebenbei. Ich habe vor Jahren Bilder von der Düne 45 gesehen und es stand für mich fest „Da muss ich irgendwann einmal hin“. Susanne war ziemlich schnell dabei, als meine Wünsche konkret wurden. Und so ging es bei all unseren Reisen. Ob Venedig (Kurzreise im Winter), La Palma auf den Kanaren (Mittelreise) und alles immer von Kreta nach München kommend und dann mit mir weiterreisend.....Würde auch nicht jeder so durchziehen.
Und nun muss wieder überlegt werden...... mache ich ein Jahr Pause oder muss es auch nächstes Jahr wieder Namibia sein? Wird für die Buchungen aber schon etwas knapp.... Und wer fährt mit? So richtig geeignete Reisepartnerinnen stehen nicht an jeder Straßenecke und wollen per Autostop mitgenommen werden. Abwarten ist hier die Devise. Und wenn nicht nächstes Jahr, spätestens 2015 heisst es wieder, auf geht’s nach Namibia, aber diesmal: „Namibia für Fortgeschrittene, Teil I“
Teil 1201. Okt. 2013
Diese - für mich zumindest - schönen Worte, habe ich mir aus dem Gästebuch der Omburo-Lodge abgeschrieben.
Habe ich jetzt erst wieder entdeckt und ich meine, dass es der richtige Abschluss für meinen Reisebericht über dieses wunderschöne Land ist.
Wenn du Geschmack gefunden hast am Staub, am Duft des ersten Regens, läßt Dich Afrika nicht mehr los. Und Du findest keine Ruhe mehr bis Du den Mond untergehen siehst, die Schakale bellen hörst und weißt, sie sind um Dich herum, wartend im Dunkeln.
Wenn Du Dich sehnst, die Elefanten zu sehen, das Lied des Concals zu hören, wenn der Mondaufgang Dein Herz entfacht, dann warst Du schon zu lange fort.
Dann ist es Zeit, die Fesseln zu sprengen und Dein Herz zu befreien - hinter dem fernen Horizont, wo Deine Seele weilen will.