Vor 6 Wochen dachte ich mir, .... 🙁 ENDLICH daheim. Aber in den 5 Wochen davor habe ich mir ein Virus eingefangen, den Afrikavirus 😮. Und mittlerweile packt mich eine Sehnsucht die mich zurückzieht, während meine Freundin die 5000 Fotos sortiert.
Aber erst mal zu den 5 Wochen in Namibia und warum ich sooooo froh war wieder hier zu sein:
Wir sind Ersttäter im südlichen Namibia, was die Straßen angeht gingen wir vom schlimmsten aus: Und weil alles so schlimm werden könnte hatten wir praktisch alle Impfungen, Malarone, fast alle Gimmicks die im Forum vorgeschlagen wurden und sogar Micropur dabei. Wir waren überausgerüstet mit Plänen, Ideen, Infos, Feuerzeugen, Reiseapotheke, Kabelbindern, Tapes, Panzertapes, Blasenpflastern, Seilstücken, Sprays, Adressen und allem Möglichem. So standen wir da und waren nervös vor der Reise, aber derbe! Wir waren viel zu gut vorbereitet. Wir hätten zu Rambo nun Kumpel sagen können,... aber der Reihe nach:
Teil 230. Okt. 2012
Ach ja, das sind wir Dani + Amos
auf dem Weg zum Flieger Frankfurt. Einchecken war wohl c.a. 4 Stunden vor Abflug an 5 Schaltern möglich! Also absolut keine Warteschlange, niemals! Hier merkt man, dass die Fluggesellschaft sehr viel Personal übrig hat - komisches AirNamibia.
Wie erwartet, Landung im Dunkeln und Gang zur Einreise, quer über den Flughafen. Und da unsere erste Überraschung. Im Flieger gab es ganze Familien, die mit kurzer Hose, Sandalen und dünnen Pullis die ganze Nacht verbracht haben. Wenn ich an mir so runterschaue sehe ich 5 Lagen Kleidung - die Irren und die Armen... (Memo fürs nächste mal - noch mehr Kleidung, ich habe dennoch gefroren). Wenn es anderen schlecht geht muss es ja mir automatisch gut gehen und deswegen stehe ich bestgelaunt mit gefühlt 200 frierenden Italienern in der Wartehalle. Hier kommt man mit den ersten ins Gespräch, aber, alles Gruppenreisende. Mit leichter Verachtung erzählen wir, dass wir 5 Wochen bleiben und dass wir nix vorreserviert haben. Leicht übertrieben, aber ich kann da einfach nicht anders. Danke für den Einreisezettel mit Ausfülltipps aus dem Forum, der war genial hilfreich!
Nach wenigen Minuten sind wir durch die Kontrolle durch und in der Wartehalle. Hier gibt es nen ATM und 2 offene Bankschalter. Vor dem Schalter mit dem schlechteren Kurs stehen 20 Leute schlange und lassen sich große Summen wechseln (bei 1:9,74). Wieso direkt daneben ein besserer Kurs steht (1:9,80) und hier hiemand wechselt ist mir bis heute schleierhaft.
Teil 331. Okt. 2012
Danke euch... also weitergehts: Am nächsten Tag, gleich mal mit afrikanischer Gelassenheit c.a. ne halbe Stunde verspätet vom Fahrer abgeholt worden. Aber wir sind ja nicht so und schauen nicht auf die Uhr. Wir haben uns auf für dieses Traumauto entschieden und es nicht bereut: 10.000 KM standen am Tacho und er blitzte in der Sonne… WOW. Für mich war das praktisch ein Neuwagen im Vergleich zu dem was ich sonst so fahre. Ich wollte an der Stelle die Vermieter dicke loben. Mehrfaches Erklären des Aufbaus, Reifenwechsel, Allradeinschalten, Differential und so weiter. Das einzige: die Küche ging nur schwer auszuziehen. Nach 30 Minuten wurde behauptet das geht schon ^^. Und es ging tatsächlich irgendwie – hat aber dazu geführt, dass die Küche nach 30 Tagen immer ramponierter wurde und Teile die Belastung nicht ausgehalten haben. Sorry an jene, welche das Fahrzeug nach uns bekamen. An sonst: professionelle Übergabe. Die Liste, welche ich aus dem Forum dabei hatte wurde komplett abgearbeitet. Vorher war mir die Liste peinlich (zu Deutsch), aber im Nachhinein würde ich Sie jedem ans Herz legen. Einen Trichter hatten sie spontan, eine Schaufel aber nicht. Aber na ja… ce la vie. Ach ja. Das Auto war TOP, das Bett/Canopy genial im Vergleich zum klassischen Dachzelt und die Reifen hielten die vollen 6000 KM durch ohne zu murren. Die 2 Ersatzreifen durften Afrika nicht sehen, sondern lagen mit 10mm Profil!!! (Ersatzreifen!!!) hinten drin. Dann ab zum Einkaufen. Und hier begingen wir einen unserer größten Fehler, der noch weitere Probleme nach sich ziehen sollte. Wir haben nur EIN Nutella gekauft. Wir wussten ja aus Erfahrung. Nutella gibt es überall… schon klar. Wie naiv. Sonst gab es alles, wir haben gleich für 7 Tage eingekauft, da wollten wir in Tsumeb sein. Mit vollem Tank ging es nach Norden. Das faszinierendste war die Auffahrt auf die „Autobahn“. Hier lungern ja dermaßen viele Leute rum und trampen/verkaufen Sachen/liegen einfach nur rum. Leider hatten wir zu wenig Eier in der Hose um für ein Foto anzuhalten. Die nächsten 300 km vergingen wie im Flug. Und fliegen ist anstrengend. Blick zu meiner Freundin…. Blick von ihr zurück Blick nach vorne…. Augen zu und durch…. … bis es irgendwann dunkel wurde. Vollkommen überraschend schon um 17.30…..
… klaro war es klar, aber es kam sehr plötzlich….
Rückblick… 9°° Autoholen, 11°° Einkaufen…. Und nun soll es schon 17°° sein?????😠 Verrückt. Also: Richtersliste und T4A gefragt wohin. Beide sagen: bis Outjo, aber das ist uns noch zu weit, also ab nach Otjiwarongo auf die Acacia Park Rest Camp. Das war ehrlich die größte Fehlentscheidung unseres Urlaubs.😈 😗 Wir hätten schon stutzig sein sollen, als wir an der Rezeption gefragt haben ob noch was frei ist und wir die einzigen Camper waren – ja er hatte noch was frei. Freie Platzwahl! Man muss das ja immer positiv sehen. Ab 19°° kamen ein paar Bautrupps,B) die hatten sich in den verfügbaren festen Unterkünften eingemietet. Natürlich kamen die mit überhöhter Geschwindigkeit und fuhren direkt an uns vorbei. Die freie Platzwahl hat dazu geführt, dass wir gefühlt auf dem Hauptweg gecampt haben. Stuzig hat uns nur gemacht, wie viel so auf dem Platz los war. Später wurde uns bewusst, dass ein wichtiger Fußweg des Ortes den Campingplatz kreuzt und dass das alles nur Passanten sind. Ich schlief ohne Oropax, und schlecht. Und wir waren auch schon um 19°° im Bett. Es war nicht romantisch.
Prädikat: NIE WIEDER, nicht weiter zu empfehlen. Duschen aber sauber, viel Platz, viel Kontakt zu Menschen. 😐 Was lernen wir aus dem Tag: Der erste echte Tag ist für die Katz, Autoübernahme und Einkaufen braucht Zeit. Das nächste Mal direkt nach dem Flug und dafür nur kurz aus der Stadt rausfahren. Und: MEHR Nutella kaufen!
Teil 431. Okt. 2012
Zur Nacht: Ich habe festgestellt, dass heulende Hunde um 1 Uhr Nachts damit aufhören die Menschen um den Schlaf zu bringen. Und zwar alle 1000 Hunde von Otjiwarongo gemeinsam. Ab da konnte ich gut schlafen. Nur die Stille war nun irritierend und ich fragte mich wer uns nun auf dem Platz überfällt.Schleichen sich nun schon alle an? Ist es deswegen so ruhig? Um 2°° hab ich festgestellt, dass zwei kämpfende Katzen mühelos so viel Krach machen können wie die 1000 Hunde davor. Die Katzen sind aber nicht so durchhaltend wie die Hunde und so ging der Halbschlaf bald ungetrübt weiter. Bis um 5°° … da schreit ein Vogel, der wie ein Computergeräusch klingt aus einem 90er Jahre Computerspiel. DjeDjeDje PiiuuPiuuPiuuu. Den Vogel hab ich den gesamten Urlaub nicht wieder gesehen. Es peilt einen mit einem hohen Pfeifton drei Sekunden lang an und dann gibt er mehrere Salven Computerspielergeräusch ab PiuPiuPiuPiuu… wie heißt der Vogel?
Nächster Tag: Natürlich ist uns nichts passiert. Eh klar, aber die Nacht war dennoch schlecht und da wir bei Sonnenaufgang schon wach waren, ab zur Bäckerei Otjiwarongo. Die hat wenig Auswahl, das Körnerbrot ist aber genial (für Außerdeutsches Brot). Nächste Etappe: Wo sind wir?
Ich gebe euch noch einen Tipp:
Ja wir sind im Etosha, das erste mal. Die ersten 20 km Teer nach Okaukuejo waren enttäuschend. Ich dachte, dass ab Outjo eine PAD beginnt, aber nix. Teer bis in den Nationalpark hinein. KEINE Tiersichtung bis Okaukuejo. Die Anmeldung war fix, Reservierung wäre nicht nötig gewesen, hat aber niemand geschadet, außer meinen Nerven in den 8 Monaten vor dem Urlaub. Ich sag nur, Okaukuejo ist ein Muss! Wir haben den ganzen Mittagszeitraum am Wasserloch verbracht und wir waren ganz fertig vor lauter Fotographiererei: Ich weiß, alles schon oft gesehen, wir waren aber begeistert. Schaut mal den Combo breaker (Denglisch für „Aus der Reihe Tanzer“): Und als dann unsere ersten Pachydermen auftraten waren wir hin und weg und haben uns geärgert, wieso alle anderen das so als selbstverständlich hinnahmen. Man beachte 5 Beine! Sehr oft gesehen, aber selten Fotografiert wird ja dieser Baum hier: Jeder hat wohl ein Bild von Ihm, er steht immer im Hintergrund, deswegen einmal Bühne frei für den Baum. Alles in Allem ein unvergesslicher Nachmittag. Irgendwann um 16°° brechen wir dann viel zu spät zu unserem ersten Gamedrive auf. Bis denne Amos
Laut Foto muss es meiner Freundin auch gefallen haben:
Teil 505. Nov. 2012
Danke für die Geduld, wir waren 4 Tage in den Bergen (Skifahren ^^)
… unser erster Game-Drive steht also an. Was macht man also, sucht sich ein Wasserloch aus und fahrt hin. Fahrt man zu langsam wird man ständig überholt, fahrt man zu schnell sieht man nichts. Wir haben uns meist für ersteres Entschieden und kamen uns vor wie ein Hindernis. Was mich dann am meisten überrascht hat ist, dass man so oft alleine ist. Unsere erste Tour nach Westen bescherte uns als erstes Bambi live:
Und auch hier waren wir alleine am Wasserloch – Olivfantbad mit ohne Olifanten aber Schakalen:
Und dann kam die große Überraschung, wie man auf dem Bild hier unschwer erkennen kann:
Richtig! Wir sind viel zu spät dran…. Wenn man erst um 16°° Gamedrivt soll man sich nicht wundern, wenn man viel zu spät zurückkommt und ein Wettrennen mit der Sonne fährt. Ich bin dennoch sehr langsam gefahren. Lieber zu spät als ein Viech auf der Haube. Der Abend war für mich auch Überraschend. Ich wusste ja nicht was mich erwartet. Um 17°° oder so treffen sich sehr viele Leute um das Wasserloch, nicht unbedingt zum Tiere beobachten. Leider sind die meisten Leute da um gemeinsam einen zu Trinken und ein bisschen zu plauschen. Wir sind dann einfach zum Essen machen gegangen, haben ein bisschen gelesen und sind später wieder gekommen und das hat sich auch gelohnt.
Hier übrigends nochmal besagter Baum, der so oft nicht im Zentrum stehen darf. Hier schon zum zweiten Mal und er ist einfach schön!
Am späteren Abend saß ich mit Mütze, Handschuhen, zwei Pullis, zwei Jacken und einer Decke da und habe gefroren, da man sich doch sehr wenig bewegt. Aber das lange ausharren hat sich gelohnt. Mit der Zeit gibt es immer weniger andere Touristen, bis man mit maximal 10 Leuten am Wasserloch ist. Dann kann man das Schnauben der Nashörner endlich nicht nur war nehmen, sondern richtig hören und erleben. Sogar fühlen kann man es, bildet man sich ein. Vor allem wenn zwei davon Ihre Hörner aneinanderschlagen und miteinander ringen/spielen oder was auch immer. Ich hatte besonderes Glück. Ein Nashorn war so lustig mich zu besuchen, es kam an den Zaun und hatte sich in diesen verliebt. Es spielte mit dem Horn an den Drähten rum, warum auch immer. Damit war es aber nur noch 2 Meter? Von mir entfernt. Ein einmaliges Gefühl. Leider war ich alleine und 4 andere Touristen waren sehr neidisch, kamen mit schnellen Schritten auf mich zu um das zu Fotografieren…. Was damit endete, das mein Freund das Nashorn die Flucht ergriff. Fazit: Ich war zu beeindruckt um ein Foto zu machen. Die anderen sind zu schnell angerannt um ein sinnvolles Foto zu machen, bevor das Nashorn weiter weg war. Bleibt die Frage was besser ist.
Bis morgen
Teil 606. Nov. 2012
Hab ich schon erwähnt wie super unser Auto war?
Ich kann dieses Modell (auch den Vermieter) sehr empfehlen. Es ist sowas von angenehm, wenn man in seinem Dachzelt stehen kann, darin zur Not sogar Essen könnte…. Die Seitenwände haben wir zum Schluss in 30 Sekunden aufgebaut, das geht sehr simpel. Das Küchensystem und der Kühlschrankzugang sind eh genial. Platzangebot zumindest zu zweit sehr ausreichend. Aber zurück zur Reise. In Okaukuejo habe ich festgestellt, wie angenehm es ist auch mal zwei Nächte wo zu sein. Ankommen, GameDriven, Zurückkommen, Schlafplatz schon kennen. Genial. NICHT Einchecken zu müssen. Wir waren hier zwei Nächte, das war super so. Leider taugt mir die Umgebung nicht so wie in den anderen Camps. Wir hatten uns heute den Westen vorgenommen und fuhren Richtung Okondeka (hier soll es ja Morgens Löwen geben… ) da versperren uns die Kollegen einfach den Weg:
Ich mag Gnus sehr gerne, sie erinnern mich einfach sehr an die Tierfilme meiner Kindheit. Gigantische Gnuherden und ein paar Zebras dazwischen. Im Etosha sind die Zebras aber in der Überzahl und lachen die armen Gnus aus….
Das schönste an Okondeka um 6.30 ist, dass man alleine ist. Hier standen wir in der Steppe und sahen auf die Quelle und die Pfanne runter. OHNE andere Autos, und ohne viel Tiere. Einzelne Gazellen, keine Katzen. Thats it. Ansonsten war der Tag wenig ereignisvoll. Ich hatte mir viel vom Märchenwald erhofft…. Aber… na ja.
Der Nashornvogel war neben dem lachenden Zebra mein Highlight an Tag 2 im Etosha. Nicht viel, aber ein geruhsamer Tag.
Auf dem Rückweg verbrachten wir Ewigkeiten damit 5 Strauße beim Tanzen zu zu schauen. Es ging heiß er auf der Bühne. Offensichtlich wurde das Weibchen umtanzt… Ziel unseres Spielchens war es, alle 5 Hälse oben oder unten zu fotografieren. Damit kam man schnell 100 Fotos machen. Leider gelang uns beides nicht. Hier die zwei Rekordhalter. Fazit. Westlich von Okaukuejo ist es ruhiger und geruhsamer, dafür weniger Tiersichtungen. Viele Strauße, viele Zebras,…. Und angeblich gibt es Löwen, nur nicht für uns. Den Märchenwald fand ich nicht so überzeugend. Ob der sich lohnt? Ich sehe es andersrum, bis jetzt hat uns kein Löwe gesehen, den wir bemerkt hätten!
Aber der dritte Tag Etosha wurde besser....
Teil 712. Nov. 2012
Traurigen Herzens reisen wir nach Halali. Schon der Weg dorthin dauert viel zu lange… ständig muss ich wegen den Giraffen anhalten. Neben Zebras und Elefanten schauen Giraffen auf Fotos einfach toll aus. Ein super Motiv. Noch mehr fasziniert mich die Art, wie sie die Dornbuschsavanne abgrasen. Ich dachte immer Giraffen essen von hohen Bäumen zwischen den Stacheln durch die kleinen grünen Blätter. Weit gefehlt…. Giraffen essen auch von Büschen. Und Sie sind zwar sehr scharf auf die kleinen grünen Blätter und die gelben Blütenstände und Pollen. Sie essen dabei aber die Dornen einfach mit. Das macht die Sache auch einfacher. Ist mein Wissen aus all den Tierfilmen so falsch???? Hab ich bei Herrn Grzimek nichts gelernt????? Hier noch der Fotobeweis:
Und weiter geht’s nach Halali. Ein schönes Camp. Sauber, viel Platz für Camper. Mitten im Park. Angenehme Fahrtzeit zwischen den anderen Camps. Perfekt. Zugegeben der Preis ist im Park happig. Aber das ist für mich ok. Hier ist das Geld gut angelegt für mich. Ich sehe nicht so den Sinn darin außerhalb des Parks zu nächtigen. Das man weiß was einen erwartet: Ein schöner in die Felsen integrierter Hochsitz. Weniger Platz als in Okaukuejo, aber genügend. Und alles wirkt privater.
Wie zurzeit jeden Nachmittag sind wir im Camp am Wasserloch. Man kann nach dem Aufstehen kurz vor Sonnenaufgang einfach nur ein paar Stunden im Auto sitzen. Dann gegen 10/11°° Heim und Frühstück. In Halali gab es dazu perfekte Brötchen. Wir haben nun damit angefangen, dass wir die Brötchen anrösten über dem Feuer. Jam Jam. Wir müssen auf fasst nichts verzichten. Es gibt Camembert, viel Mozzarella (mehr eine Art Gauda). Frischkäse, Marmelade, Nutella…. Alles was das Herz begehrt. Und Käse mit Tomate auf frisch geröstetem Brot mit Basilikum… JAMJAM So genug über das Essen geredet… Wobei. Abends wird ja auch gegrillt. Und ich reise mit einem Vegetarier. Das führt dazu, dass wir ein bisschen Kreativ sein müssen. Bis jetzt kommt fast immer alles Gemüse mit Kartoffeln, Paprika, Tomate, Kürbis, Brokkoli,… in Alufolie und ab aufs Feuer. Käse ist noch drüber, Öl, Gewürze…). Nach 30 Minuten ist alles gar. Vegetarisch Braijien. Erzähl das mal einem Namibier. Die halten einen doch für verrückt. So… nun ist Essen vorbei.
Als ich die Wasserloch Fotos durchgeschaut habe ist mir was aufgefallen:
Ist es euch auch aufgefallen? Hinter dem Elefant ist tatsächlich eine Schildkröte!!! Ich traue meinen Augen nicht. Ich habe mal aus einem anderen Bild die Hier vergrößert. Unscharf – ABER eine Schildkröte!
Teil 812. Nov. 2012
An dem Mittagswasserloch fällt mir auch mal wieder auf, wie gerne kleine Elefanten einen auf Dicken machen und andere Tiere verjagen. Woher kommt das? Bei den kleinen verstehe ich es ja noch, aber auch die großen dulden ja keinen Mittrinker. Es könnte ja zu wenig Wasser da sein:
Genug rumgesessen. Ab auf Gamedrive. Und heute haben wir Glück. 5 Autos parken bei Salvadora. Die Gegend soll noch zu einer meiner Lieblingsecken werden. Wir parken ganz an den Rand und haben die beste Sicht auf sehr viel Gras… grml grml grml. Doofes Gras!
Im Hintergrund 1000 Strauße, im Vordergrund ein Löwe im Tarnmodus. MEIN ERSTER LÖWE! OK… er ist nicht der größte… und ok das Rudel besteht nur aus zwei Tieren…. Aber wir verbringen 2 Stunden hier in der Hoffnung… Na ja. Nicht viel ist passiert. Viele andere Tiere kamen zum Trinken. Das einzige was wir zu sehen bekamen war einmal die Chance das er kurz Aufstand um sich umzulegen. Seine Partnerin hat im hohen Gras fast unsichtbar das gleiche gemacht. Das klingt sehr unspannend wenn ich das erzähle. Ich war dennoch aufgeregt ohne Ende. Dennoch eine Erkenntnis. Löwen ist tagsüber alles egal. Da kann an das Wasserloch kommen wer will. Auch 10 Meter entfernte Gazellen lohnen nicht mal den Kopf zu heben. Das nenn ich Gelassenheit. Und was ich auch lerne. Fast alle Mitgamedriver stehen an einem Wasserloch maximal 10 Minuten. An den Wasserlöchern ist ein Kommen und Gehen….überraschend. Sowohl Privatfahrzeuge als auch Tourguides. Dafür waren alle sehr zuvorkommend. Keiner der einem ins Bild fährt, weil vor unserem Auto noch Platz ist, jeder hält diskret Abstand. Im ganzen Park. Immer. Vielleicht hatten wir auch nur Glück. Auf dem Heimweg dann… direkt neben dem Auto. UNGEZOOMT! Ein Nashorn. Wir waren so perplex, dass es kaum Aufnahmen gibt. Direkt neben dem Auto… einfach so…. Das hätte ich nie gedacht. Aber so was passiert. Ich liebe diese Tiere einfach.
Fazit. Halali ist super, zu empfehlen. Ganz anders als Okaukuejo. So toll es ist Löwen zu sehen, es ist nicht alles. Schöne Vegetarier sind auch gut! Lange an einem Wasserloch sitzen ist auch schön, keine Hektik aufkommen lassen.
Sodala… morgen wird’s wieder besser 😉 Da passiert mehr, versprochen.
Teil 913. Nov. 2012
😏 Das ist mir jetzt ein bisschen peinlich…. Ich habe euch für heute was Spannendes versprochen. Es ist nämlich was Spannendes passiert. Aber jetzt wo ich die Bilder sehe ist mir die Geschichte schon fast peinlich. 😵 Ich erzähl wohl mal besser der Reihe nach. Wir sind sehr motiviert in den Tag gestartet. Ein paar Minuten zu spät heute (kann man wirklich immer vor Sonnenaufgang aufstehen?…. Wir hatten keine 100% Quote). 😗 Wir fahren also munter Richtung Osten, da steht auf einmal ein Elefant im Weg. Direkt hinter einer Kurve. Kein Warnschild, kein Warndreieck. Nur ein Elefant.
Ich versuche ruhig zu bleiben.B) Was habe ich im Forum gelesen: - keine Lichthupe, kein Motorengeräusch, keine Hupe, keine Hektik, Rückwärtsgang rein. - Alles gemacht. Lage unter Kontrolle. Was macht der Elefant… kommt näher. Gut fürs Foto, schlecht für die Nerven.
Und jetzt das bittere: In Wirklichkeit und in meiner Erinnerung beschleunigt er langsam, wackelt mit den Ohren und wirft mit dem Rüssel Staub. Auf den Fotos schlendert aber nur ein Elefant langsam auf uns zu. Ich hoffe mal ich bin nicht Elefantenparanoid. Ich bin nämlich im Rückwärtsgang schnurstracks zurück. Gefühlt 1 km Verfolgungsjagd. Immer in 200 Meter Schritten. Bis der Elefant wieder da war. Zwischendrin wurde immer wieder Staub geworfen und kräftig Ohren gewackelt, bis ich wieder zurückgefahren bin. Wie gesagt… leider kein Fotobeweis von der Dramatik der Situation. Das ist bitter. Wir hatten selbst zwei Wochen später noch gesteigerten Respekt vor Elefanten. Und das ist im Caprivi nicht unbedingt positiv. Es verlangsamt die Fahrt dramatisch, wenn man nicht durchheizt wie ein Brite…. Aber da kann ich endlich was fragen: wieso wirken Elefanten immer so feucht zwischen Auge und Ohr. Es geht mir um den dunkleren Streifen der auf halber Höhe entspringt und runter läuft. Das sieht man häufig.
Sonst hat der Tag zwar keine Katze aber eine Hyäne mit zwei Jungtieren für uns bereitgehalten. Ganz entspannt liegen die Drei neben der Straße und ich bin überrascht wie nahe man den Tieren kommt – selbst im Auto. Und oft sogar ohne weitere Autos.
Was mich noch mehr verwundert, ist dass die Mama zwischendrin einfach so davon läuft. Sie hat sich sicher 100 Meter entfernt bewegt und die Jungtiere sind liegen geblieben. Das fasziniert mich auch heute noch, wenn ich die Bilder ansehe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass menschliche Kinder so gut folgen. Haben es Hyänen gut…..
Vor dem Frühstück entstand übrigends auch noch dieses Bild
Ich liebe Schwarznasenantilopen. Wie schön doch auch die langweiligeren Arten von Tieren gezeichnet sind.
Teil 1013. Nov. 2012
Nachmittags hatten wir unsere Elefantenscheu schon leicht verloren, als eine Herde an meinem Lieblingswasserloch vorbeikam. Kalkhövel.
Besonders süß war die An und Abreise. Es gab nämlich Streit ohne Ende, wieso schon gegangen werden soll und wieso niemand mit den Kleinen spielt. Das üblich halt wie in jeder Familie. Vor allem der Kleinste konnte sich nur schwer vom Wasser trennen. Was der Zwerg wohl bei diesem Schrei denkt? WARTET AUF MICH! ICH HAB WASSER IN DER NASE!
Den Tag beenden wir in Namutomi. Ein Fort wie es im Buche steht. Und ein sehr schöner Platz, auch für Camper. Nur das Wasserloch ist arm an Tieren. 2 Stunden kann ich den Vögeln zusehen. Sind die zwei Eulenartigen Tiere jeden Abend an dem Wasserloch. Wir haben Sie hier jeden Abend gesehen. Deswegen Aufruf an die Leser: WER kennt diesen VOGEL!
Schnappschuss am Tage noch:
Hier sieht man die zwei Taktiken des Wassertrinkens: Beine anwinkeln und Beine spreizen! Man lernt so viel hier... und dabei hab ich Urlaub.
Bis morgen. Da wirds diesmal wirklich gut. Ich freu mich schon selber 😉 Amos
Teil 1114. Nov. 2012
Ich hab euch heute ja was versprochen… leider ist heute so viel passiert, ich schaff das gar nicht heute alles zu erzählen. Es war auch ein langer Tag… so bleibt für morgen noch was. Also heute Vormittag: Wir sind, nicht ohne Stolz und ein bisschen Verachtung für alle anderen im Camp, die ersten vorne am Gatter, witzeln noch kurz mit den Guards rum und bestaunen durch die Gitterstäbe mit Ihnen wie Gnus die Straße queren. Noch gehört der Park Ihnen. Wenige Minuten später dürfen wir verfrüht los. Smalltalk lohnt sich also einfach immer! Die Kolone hinter uns fährt überwiegend nach Klein Namutoni und ein paar Autos biegen nach links ab. Meine Taktik geht auf. Wir sind die einzigen, die zu unserem Lieblingswasserloch fahren. Und so kommen wir sehr schnell in Kalkhöfel an. 7°° - Nix ist los. Aber nur 8 Minuten gewartet, trabt eine Löwin durch unser Bild und trinkt.
Das Warten hat sich also mal gelohnt. Gut eingesetzte 8 Minuten 😉 Und wir haben die Löwin für uns ganz alleine und genießen 10 Minuten lang, wie sie trinkt und sich im Wasser anschaut. Die Dame lässt sich sehr viel Zeit bei der Morgentoilette und sieht das alles entspannt. Der Foto glüht… Und plötzlich bemerkt Madame, dass sich wohl etwas Spannendes nähert und geht in Passaufstellung:
Sie schleicht sich langsam an…. Und
Wie Ihr seht steht sie super angespannt da! Und wir sind voller Spannung, was sie so sieht und wittert. Wir sind nämlich mit Blindheit geschlagen. Als wir nämlich dem Blick der Löwin folgen, sehen wir, dass neben unserem Auto eine weitere Katze unbemerkt von uns, seelenruhig trinkt.
Der Herr Leopard ist wohl schon eine Weile da. Wir sind solche Pfeifen. Wie kann der sich so anschleichen! Und viel wichtiger. Wie viele Leoparden haben wir schon NICHT gesehen…. Wir mussten echt erst eine Löwin abrichten, um den Leopard zu finden. Aber wir haben Ihn. Bei bestem Tageslicht. Nicht nachts! Jetzt ist die Katze aus dem Sack, im warsten Sinn des Wortes. Voller Stolz können wir also als Trophähe mit nach Hause nehmen: Ein Bild mit LÖWE und LEOPARD! Bei Tageslicht!!!
Teil 1214. Nov. 2012
Die Löwin kommt sehr nahe an den Leopard heran. Wahnsinn! Beide Bilder sind übrigends ohne Zoom. Wie im Original. So nah waren wir dran. UND! Immer noch alleine!
Dann geht der Leopard nach 5 Minuten Trinken seelenruhig nach rechts davon. In Richtung der Löwin. Hier leider ein nicht perfektes Bild, wie ein Leopardenmännchen stolz und ohne Sorgen nur wenige Meter an einer Löwin vorbeischlendert.
Als der Abstand zu eng wird verjagt sie Ihn dann mit lautem Gebrüll. Der Tag fängt schon mal gut an! Das ging leider alles viel zu schnell. Wir haben es intensiv und alleine erlebt, aber leider nicht die perfekten Fotos davon mit nach Hause gebracht. Mehr können wir euch leider nicht teilhaben lassen. Aber es war einmalig genial!!! 5 Tage fast ununterbrochen Gamedriven und Wasserlöcher Stundenlang belagern hat sich endlich rentiert. Noch später auf der Reise haben uns Deutschnamibier erzählt, das sie jedes Jahr nach Etosha fahren und noch NIE einen Leopard gesehen haben (Leute aus Swapokmond, die wir bei Katima getroffen haben, falls ihr das lest, fahren einen weisen VW-Bus!) Na ja… nach dem die Löwin festgestellt hatte, dass sie den Leopard eindrucksvoll und nachhaltig verjagt hatte, beschloss sie vor lauter stolz und Zufriedenheit sich im nächsten Haufen Scheiße zu räkeln
Dann noch ein letzter Blick zu uns
… und schon war sie verschwunden. Eine Stunde später. Wir beschlossen damit, dass wir wohl ein Frühstück verdient hatten und fuhren nach Hause.
Nur für einen Nashornvogel halte ich gerne noch einmal an:
Gute 4 Stunden wach … und schon so viel erlebt. TIA….. This is Afrika. Der Nachmittag kommt morgen. Zwar ohne Leopard, aber auch mit ein oder zwei Schmankerln! Grüße und danke für die Geduld mit mir und meiner Schreibweise, Amos
Teil 1315. Nov. 2012
Mittagspause ist erledigt, wir haben mal wieder gefrühstückt mit allen Extras…. Sandwich mit Tomate/Käse über dem Feuer gegrillt…. Hmmm lecker. Ein würdiger Abschluss für unseren letzten Tag Etosha. Ich habe nämlich NUR 4 Nächte Etosha gebucht. Ich dachte….. 5 Tage reichen uns locker. Aber da habe ich mich verschätzt. 5 Nächte wären besser gewesen, merke ich heute. Vor allem nach dem Leopardenabenteuer heute Morgen. Aber wir finden uns damit ab und genießen den letzten Nachmittag, fahren raus aus Namutoni und ab nach Norden. Da sehen wir direkt neben der Straße ein besonders schönes Exemplar eines Sekretärs Vogels.
Er fliegt immer aufgeregt durch das Feld. Startet… landet wieder… startet… ich dachte schon er sei von der Tarantel gestochen, da hat er endlich Glück, bückt sich und hat eine Schlange im Mund, die so lang ist, dass wir das Ende nicht sehen, weil es bis zum Boden baumelt. Gefühlt über 1 m lang. Das Mal dauert aber keine 5 Sekunden und die Schlange ist im Vogel verschwunden. Zu schnell für uns zum Reagieren. Selbst meine Freundin, die sonst echt pfiffig ist schafft es vor lauter Staunen nicht diesen Glücksfall zu Fotografieren. Erzischt sich die Schlange rein…. und wir sitzen mit offenen Augen da. Ich bin übrigends auch ein Fan von Helmprechtshünern.
Die laufen brav durch die Gegend und lassen sich nett anschauen. Vorallem wenn sie vor dem Auto versuchen zu fliehen. Man fährt mit 10 km/h auf die Hühner zu und die reagieren panisch. Logischerweise laufen sie los um der Gefahr zu entkommen. Immer der Straße entlang vor dem Auto her. NIE zur Seite. Wenn die Situation zu brenzlig wird fliegen sie sogar los. 20 Meter. Aber! Natürlich VOR das Auto auf die Straße und schauen stolz, wie sie mir nur davon geflogen sind. Das ich in 3 Sekunden wieder bei ihnen bin und das Spiel von neuem beginnt, scheint die Hühner nicht zu stören. So lang ist ihr Gedächtnis nicht. Dumme Hühner. Was mich dennoch beeindruckt ist ihre Anzahl. Und dazu meint unser Reiseführer: Das Helmprechtshuhn ist so zahlreich, weil es einfach nicht schmeckt. Und das finde ich eine verdammt gute Taktik. Sehr schlaues Huhn. Keine Geschwindigkeit, kein Gift, keine Stacheln, keine Tarnung, kein Versteckspiel, nein… einfach schlecht schmecken. Das ist so was von schlau, dass ich mich wunder, wieso noch nie ein anderes Tier darauf gekommen ist. Wieso machen Schweine/Rinder/Kudus das nicht. Das wäre klug. Wo ich schon beim Schwein bin. Die Lieblingstiere meiner Freundin sind warthogs. Warzenschweine.
Nur mal damit alle sich vorstellen wie nah man an den Tieren ist im Auto:
Teil 1415. Nov. 2012
So und nun brauchen bitte alle ein bisschen Geduld. Wir verbringen nämlich geschlagene 4 Stunden zusammen am Wasserloch Tsumcor. Mein zweitliebstes Wasserloch 😉 An dem Wasserloch entspannten 3 Elefantenbullen
Dazwischen lag der Kadaver einer Giraffe, wenige Meter von unserem Auto entfernt. Mit diesen beiden Szenen vor den Augen ging die Zeit sehr schnell vorbei. Schon nach wenigen Minuten vernahmen wir Elefantengeräusche. Aber die Bullen bewegten sich kaum. Als plötzlich aus allen Himmelsrichtungen Elefantenherden aufkreuzten. Bald war der Horizont voller Elefanten.
Die drei Bullen standen bis zum Ende noch dazwischen (4 Stunden später). Was mich mehr wunderte, war, dass sich alle Herden zu vermischen schienen. Ich habe keine Ahnung, wie der Abmarsch der einzelnen Tiere geregelt wurde. Alle treffen aufeinander… toben miteinander… und Stunden später gehen alle in verschiedene Richtungen davon. Nur per Zufall können da die Richtigen wieder in der Richtigen Herde sein. An dem Nachmittag hat meine Freundin auf jeden Fall zu viele Fotos geschossen. Dachte ich damals. Aber nun bin ich sehr froh, dass es so ist. Hier ein paar: Kämpfe im Schwergewicht:
Kämpfe im Mittelgewicht
Und Kämpfe im Fliegengewicht:
Süße Kuschelszene:
Und der Kleinste in der Runde… der wird uns noch begegnen. Merkt euch sein Gesicht!
Teil 1515. Nov. 2012
Mittagspause ist erledigt, wir haben mal wieder gefrühstückt mit allen Extras…. Sandwich mit Tomate/Käse über dem Feuer gegrillt…. Hmmm lecker. Ein würdiger Abschluss für unseren letzten Tag Etosha. Ich habe nämlich NUR 4 Nächte Etosha gebucht. Ich dachte….. 5 Tage reichen uns locker. Aber da habe ich mich verschätzt. 5 Nächte wären besser gewesen, merke ich heute. Vor allem nach dem Leopardenabenteuer heute Morgen. Aber wir finden uns damit ab und genießen den letzten Nachmittag, fahren raus aus Namutoni und ab nach Norden. Da sehen wir direkt neben der Straße ein besonders schönes Exemplar eines Sekretärs Vogels. Er fliegt immer aufgeregt durch das Feld. Startet… landet wieder… startet… ich dachte schon er sei von der Tarantel gestochen, da hat er endlich Glück, bückt sich und hat eine Schlange im Mund, die so lang ist, dass wir das Ende nicht sehen, weil es bis zum Boden baumelt. Gefühlt über 1 m lang. Das Mal dauert aber keine 5 Sekunden und die Schlange ist im Vogel verschwunden. Zu schnell für uns zum Reagieren. Selbst meine Freundin, die sonst echt pfiffig ist schafft es vor lauter Staunen nicht diesen Glücksfall zu Fotografieren. Erzischt sich die Schlange rein…. und wir sitzen mit offenen Augen da. Ich bin übrigends auch ein Fan von Helmprechtshünern. Die laufen brav durch die Gegend und lassen sich nett anschauen. Vorallem wenn sie vor dem Auto versuchen zu fliehen. Man fährt mit 10 km/h auf die Hühner zu und die reagieren panisch. Logischerweise laufen sie los um der Gefahr zu entkommen. Immer der Straße entlang vor dem Auto her. NIE zur Seite. Wenn die Situation zu brenzlig wird fliegen sie sogar los. 20 Meter. Aber! Natürlich VOR das Auto auf die Straße und schauen stolz, wie sie mir nur davon geflogen sind. Das ich in 3 Sekunden wieder bei ihnen bin und das Spiel von neuem beginnt, scheint die Hühner nicht zu stören. So lang ist ihr Gedächtnis nicht. Dumme Hühner. Was mich dennoch beeindruckt ist ihre Anzahl. Und dazu meint unser Reiseführer: Das Helmprechtshuhn ist so zahlreich, weil es einfach nicht schmeckt. Und das finde ich eine verdammt gute Taktik. Sehr schlaues Huhn. Keine Geschwindigkeit, kein Gift, keine Stacheln, keine Tarnung, kein Versteckspiel, nein… einfach schlecht schmecken. Das ist so was von schlau, dass ich mich wunder, wieso noch nie ein anderes Tier darauf gekommen ist. Wieso machen Schweine/Rinder/Kudus das nicht. Das wäre klug. Wo ich schon beim Schwein bin. Die Lieblingstiere meiner Freundin sind warthogs. Warzenschweine.
Nur mal damit alle sich vorstellen wie nah man an den Tieren ist im Auto:
Teil 1615. Nov. 2012
Und plötzlich in einer Lücke… KEIN Elefant!
Die Antilope war uns noch nicht aufgefallen. Und wir hatten Ihn auch noch nicht vorher im Park gesehen. Da steht unser erster Eland. Hier in seiner vollen Pracht.
Der alte Herr wollte zum Trinken. Aber wie Elefanten so sind, langt das Wasser natürlich nur für sie. Keine Chance, dass da jemand anderes trinkt. Und die dickste Hose haben natürlich immer die Kleinen.
Das tröten beim Verjagen… genial. Und wie stolz die kleinen zurückkommen. Die Elande sind ja schließlich höher als die kleinen Elefanten. Achtet auf den stolzen Blick des Kleinen.
Da geht er der große Schrecken aller Elande. Nach geraumer Zeit war dann der Großteil der Herde weg. Und plötzlich war der Elandschreck nicht mehr ganz so stark.
Von weitem sah dass dann so aus und der Rabauke lies den anderen Tieren auch eine Chance.
Was für ein Nachmittag. Ach ja… Falls Ihr in einem grünen Bus unterwegs wart… HIER NICHT WEITERLESEN. WICHTIG!!!!! 😉 Ich habe mir nämlich einen kleinen Spaß gemacht. Im Nachhinein tut es mir ein bisschen leid. Darüber schmunzeln kann ich aber immer noch. Während wir bei den Elefanten in erster Reihe parkten haben sich gefühlt 100 Touroperator die Klinke gegeben und immer mal wieder hinter/neben uns geparkt. Einer war besonders dreist.
Der Platz an dem er steht ist nämlich kein PAD… kein Weg, sondern war mal ein Busch. Der Fahrer hat diesen einfach überrollt damit seine Gäste einen besseren Blick auf die Szene haben. Da hab ich begonnen den Bus ausgiebig zu fotografieren und Kommentare abgegeben wie „Das glaubt uns zu Hause sonst niemand“. Ihr glaubt nicht wie nervös Savaritouristen werden, wenn man sie auch mal fotografiert in ihrem Massengefährt. Da ging das Gezeter los im Bus. Streitgespräche. Verwünschungen, Beschimpfungen…. 😉 HERRLICH! Diskussionen ob man das machen darf, soll und manche fanden es sogar lustig und gut. Andere haben mich beschimpft. Na ja. Nachdem ich in dem Bus die Stimmung so angeheizt habe ging bei mir einfach die Scheibe hoch und ich hatte meinen eigenen Spaß. Ich finde es bis heute noch befremdlich… die Vorstellung in einem Reisebus durch Afrika gefahren zu werden (gilt überall, ist afrikaunabhängig). Und ich bin froh das mal fotografiert zu haben. Ich fühle mich heute sehr darin bestätigt die richtige Entscheidung getroffen zu haben, dass wir alleine unterwegs waren. Dass wir zu zweit ALLEINE bei den Löwen, Elefanten und beim Gepard waren. Niemand hat ihn uns gezeigt. Wir haben sie alle selbst gefunden und sind so lange geblieben, wie wir wollten. Nun war es leider aber schon spät und wir mussten ja den Park heute noch verlassen und wollten nach Sachsenheim fahren…. ABER es kam natürlich was dazwischen. Wir hatten von Österreichern erfahren, dass in der Gegend ein Leopard ist der gerade eben über den Weg gerannt ist UND, dass bei Klein Namutoni ein Löwe ein Zebra isst und daneben Hyänen und Schakale warten. Und dass um 16:30. Eine Stunde vor Sonnenuntergang… wie unfair. Was bleibt uns anderes übrig als nach Namutoni zu fahren und um einen Schlafplatz auf dem Camp zu betteln. Betteln war nicht nötig. Alles kein Problem. Wir waren ja so fleißige NRW Camper…. Das wurde uns hoch angerechnet. Wer hier schon was gemacht hat sollte immer damit angeben. Das wirkt tatsächlich. Im Nachhinein weiß ich… Ich hätte für keins der Camps vorreservieren müssen.
Teil 1715. Nov. 2012
Um 5°° geht’s ab zum Löwen und wir sind überrascht, dass wir nur noch 2 Autos sind. Wir dürfen weniger als 5 Meter vom Riss entfernt stehen.
GENIAL. Wir bleiben so lang es geht. Bis die Ranger den letzten Check machen. Dennoch sind wir pünktlich zurück. Wir wollen ja niemand verärgern. Nacht 5 und Tag 6 im Park erwarten uns.
Nochmal … was für ein Tag… 4 der Big 5. Löwen Riss, Leopard, Elefanten, Elands, DickDicks Und ich habe eins gelernt. 3 Tage sind zu wenig. 4 Nächte gehen locker. 5 auch. Danach ist aber denke ich gut. Aber wenn man Ausdauer hat, Tiere mag…. 5 Nächte. Jedes Mal wieder.
In dem Sinne, leider muss ich wohl 1-2 Tage Pause machen. Aber Fortsetzung folgt!
Teil 1819. Nov. 2012
😈 Gestern Abend haben wir ja um eine spontane Nacht verlängert. Vor 7 Tagen waren wir das letzte Mal einkaufen! Für uns Mitteleuropäer ist das ja schon ein Abenteuer. Nicht drei Mal die Woche Einkaufen zu gehen. Und das ohne Tiefkühltruhe und einem 40l Kühlschrank, der Engel. Wir schwankten stark zwischen Dosentomaten mit Nudeln…. Oder… BUFFET... nach dem genialen Tag war aber Essengehen in Namutoni angesagt. Unser erstes Mal in Namibia seit Windhoek. Und…. Hmmm… ganz nett. Preislich sicher ok und im Rahmen. Aber…. Bis jetzt war unser selbstgekochtes und Brai deutlich besser. Leider haben wir das die ganze Reise über festgestellt. Wir kochen gerne und auch ganz ordentlich. Wir haben fast immer viel frisches Gemüse gehabt. Und es war immer superlecker. Kaum Einschränkungen. Die 4-mal, welche wir Essen waren…. Das war alles ok, aber nicht herausragend. Aber! Das ist alles kein Problem für mich, wir waren ja auch nicht zum Gourmetessen nach Namibia gefahren. Fazit: Kein Grund zum Meckern….. wir sind hier schließlich im Urlaub.
Sodala… nächster Morgen…. Was machen wir? Klaro… 6°° auf nach Kalkhövel um zu schauen ob unser Leopard wieder da ist. Aber…. Ich denke er hatte heute keine Lust. Zwischen Wasserloch und Abbiegung warten diese drei wunderbaren Exemplare auf uns:
Ihr seht wie früh wir aufgestanden sind…… es ist noch halb dunkel. Aber es hat sich mal wieder gelohnt. Die zwei liegen ganz entspannt neben der Straße. Das Bild ist ohne Zoom
Und die zwei sind sehr fit, auch wenn Sie uns ignorieren und sich sehr viel um sich kümmern. Hier bräuchte man die Mähne nicht um zu erkennen, dass es sich um ein Männchen handelt!
Aber Ich hab ja gesagt… DREI Löwen. Wir haben beide Fenster unten. Und wir waren uns schon die ganze Zeit sehr unsicher ob das eine gute Idee ist. Ständig brüllt ein anderer Löwe. Die Quelle ist aber nicht zu orten. Für den Brüller waren wir sehr wohl zu orten… er war nämlich direkt neben unserem Auto. Hier der Löwe bei dessen Gebrüll mir immer noch eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Komisch dass ein Weibchen mit zwei Männchen unterwegs ist. Was wohl die Erklärung ist?
Der nette Herr ist auf dem Weg zum Wasserloch und nimmt uns ein Stück mit. Wir folgen Ihm im ersten Gang. Er läuft mal auf der Straße und mal neben der Straße und markiert kräftig. Und brüllt und brüllt und brüllt.
Nach einiger Zeit nimmt er die Abkürzung und wir müssen den langen Weg nehmen…. Tja. 1:0 für den Löwen. Eine Zeitlang ist er wirklich an unserem Auto drangeschlichen … GÄNSEHAUT Nachdem durch das Gebrüll am Wasserloch nichts los ist, fahren wir zu den zwei Schmusekatzen zurück. Hab ich schon erwähnt, dass wir das Abenteuer für uns alleine haben? KEIN ANDERES AUTO!!!!! Schon wieder!!! Sowas gibt’s in Etosha halt auch 😉 Die zwei sind mittlerweile schon ärger am schmusen
und er wird offensichtlich aufdringlich. Ich liebe diesen Gesichtsausdruck und die Zungenhaltung dabei. Jeder kann seine Gedanken lesen…..
Und seine Angebetet kann es auch. Madame fühlt sich zu sehr belästigt und weist ihn mit lauten Gebrüll zurecht. Aber er sieht das locker, wenn auch irritiert.
Nach 3 Stunden verlassen wir die Löwen wieder. Ich denke, sie haben genug von uns. Und wir haben so viele Bilder von Ihnen. Und leider kommen mittlerweile auch andere Autos. Aber das ist wohl ok 😉 Wir hatten Stundenlang Löwen für uns alleine. Mehr kann man ja nicht erwarten.
Teil 1920. Nov. 2012
Nach dem Frühstück ziehen wir nochmal los. Und wer kreuzt da unseren Weg? Ein wunderbares (Spitzmaul?)-nashorn. Es geht einfach so über die Straße. Die Szene ist direkt bei Namutoni. 100 Meter entfernt. Faszinierend, wie leicht man Nashörner sehen kann. Aber das Beste kommt noch. Ich denke mal ich muss dazu nichts schreiben:
Genial 😉 Wir fahren nochmal zum Elefantenwasserloch und wie gestern ist viel los. Auch dieses nette Gespann in erstaunlicher Kulisse:
Einerseits finde ich es schön, dass Kadaver liegen bleiben. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob das sooo gut ist. Meine Freundin als Veterinärin ist sich da auch unsicher. Milzbrand ist ja wohl schon ein großes Problem. Und das hier macht die Sache sicher nicht besser. Aber ich hoffe mal, dass die Verantwortlichen wissen was Sie tun. Und prinzipiell finde ich es schön, wenn der Mensch wenig eingreift. Die Eingriffe sind schon so gewaltig im Park. Der Nachmittag ist geprägt von Zwergen-Elefanten… Die folgenden Bilder sind alle innerhalb von 30 Sekunden entstanden…. Und die Geschichte ist einfach nur süß.
Teil 2020. Nov. 2012
Der Nachmittag neigt sich einem Ende. Und damit unser Etosha Aufenthalt. Wir wollen in zwei Stunden in Sachsenheim sein und nehmen noch einen kleinen Abstecher von Namutoni nach Osten:
Eine wirklich einsame und schöne Gegend. Nicht zu viel Wild, aber schön. Viele Sekretärs Vögel bei der Arbeit. Das ist auch was wert. Bei klein Namutoni kommt uns dann noch was Seltenes vor die Linse:
Ein Tier… noch putziger als Bambi. Leider ist das Dickdick sehr flink. Ich bin schon stolz eines gesehen zu haben. Sind ja wohl nicht soooo häufig.
Fazit zu Etosha: Es gibt viele Einsame Ecken. Früh aufstehen! Wasserlöcher im Camp. Es lohnt sich spät abends hinzugehen oder um 4°° morgens aufzustehen. Dann ist man alleine und sieht mit Glück sensationelle Sachen. Hinfahren wenn wo viele Leute sind… war nicht unser Erfolgsmodell und wir haben es auch kaum Versucht Selber Kochen 3 Tage sind zu wenig. Wir hatten 6. Und die gehen rum wie im Flug.
Teil 2122. Nov. 2012
Bis jetzt war der Urlaub wirklich entspannt, voller Abenteuer, voller Tiere… aber irgendwie fehlt mir Afrika. Durch die 6 Tage Etosha zu Beginn fehlt mir das, was ich erwartet habe. Den ganzen Tag sehe ich Urlauber/Weiße/gelegentlich Asiaten in dicken Autos. Aber ich habe die Vermutung, dass es besser wird. Wir hatten eine sehr entspannte Nacht auf der Sachsenheim Farm. Was mich ein wenig nachdenklich macht ist, dass die Farm wie ein Gefängnis aufgebaut ist. Der Zaun um den Campingplatz ist…. Einfach nur HOCH und MASSIV 😉. Sollen wir nicht raus? Soll wer/was nicht rein? Ich weiß es nicht und der Zaun verunsichert mich mehr als wenn er nicht da wäre. Er verfehlt also seinen Nutzen leider. Egal, der Empfang war herzlich, die Hofhunde nett und wir praktisch alleine auf der Farm. Es war ja eh nur eine Nacht und auf Empfehlung von Frau Sachsenheim gehen wir in der Shoprite in Tsumeb. Hier gibt es wirklich alles. Und nach 7 Tagen ist Einkaufen für uns Pflicht. Und der Plan ist… ja….. eigentlich erst wieder in 9 Tagen einkaufen gehen, dann aber schon in Botswana. Es gibt fast alles,… bis auf Nutella. Hier ist der Superspar ein paar Meter vorher unsere letzte Hoffnung. Und wir stehen vor dem Regal und überlegen uns, ob 90N$ wirklich der Preis für ein Glas Nutella sein soll und darf. Aber…. Das war so ziemlich der einzige Luxus, der im Urlaub sein muss. Und es war es wert. Zu Hause esse ich eigentlich kein Nutella… aber in Afrika geht’s nicht ohne. Traditionell und Irrational. Und dann geht’s ab nach Rundu. Wir wollen mal schauen wie weit wir kommen. Die Fahrt geht sehr zügig und flott voran. Wir sind erst um 12°° mit Einkaufen fertig und nach Rundu sind es nur 4 Stunden Fahrt. PERFEKT denken wir uns. An dem Tag durchbrechen wir auch endlich den Veterinärzaun. Durchbrechen ist das falsche Wort. Aber auf der nördlichen Seite angekommen ist sofort alles anders. Vorher war da Land menschenleer. Links und rechts nur Farmland und hohe Zäune und viel Staub. Nun gibt es noch mehr Staub und Menschen wo man nur hinschaut. Die Straße nach Rundu ist offensichtlich der Lebensraum für tausende von Menschen. Alle paar Kilometer steht eine Wasserversorgungsstation. Alle paar Meter eine Hütte, ab und an eine kleine Kneipe und ein MTC-Shop. Und die Armut ist beängstigend. Die ersten 2 Stunden Fahrt durch die Region sensibilisieren uns langsam, wir fahren jedoch meist schweigend durch das Meer von Menschen. Links und rechts sieht man Kinder die mit einfachsten Hilfsmitteln spielen, Frauen und Mädchen/Jungs die Wasserholen, Esel, Ziegen und Kühe. Das ist dann wohl Afrika. Ich hatte es mir immer gewünscht zu sehen. Jetzt wo ich aber da bin…. Bin ich mir unsicher ob das gut ist, dass ich da bin und mit 100 da durchbrause. Die Fahrt verläuft sehr nachdenklich und relativ schweigsam. Wir haben kein Foto gemacht. Schade für den Bericht, aber ich denke das Elend zu Fotografieren… einerseits gut, andererseits habe ich dabei ein schlechtes Gefühl. So brausen wir die B8 entlang. Unser Ziel ist es Rundu hinter uns zu lassen um die N’Kwazi Lodge (wir campen da natürlich!) zu erreichen. Nach der Fahrt ist es ein Garten Eden. Grün und schön. Wir haben am Abend einen wunderbaren Blick über den Okavango. Was wir sehen ist Angola. Und das ist für mich auch schon wieder komisch. Ein von Mienen übersätes, relativ armes Land zu sehen, während man in einem gut gehüteten Campingplatz sitzt. Vond er ferne sieht das Leben der Menschen am Fluss so idyllisch und geradezu malerisch aus. Aber in Wirklichkeit ist es wohl einfach nur ein hartes Leben. Punkt aus. Was zu empfehlen ist scheint mir die Tanzvorstellung mit Gesang einer lokalen Gruppe zu sein. Es kostet zwar was, aber das ist denke ich ok. Leider haben wir genau da gegessen und vor allem den Brai angeschmissen. Wir Campen nämlich neben einer Hütte in der die Damen sich umziehen. Und auch auf dem Weg dahin und zurück singen Sie. OHNE Publikum. Offensichtlich für sich. Es scheint ihnen Spaß zu machen. Im Nachhinein hätte ich diese Partnerschaft gerne unterstütz. (Haben wir bei unserem zweiten Besuch dann nachgeholt, wussten wir da aber noch nicht). An dem Abend komm ich mit einem (schwarzen) Tourguide lange ins Gespräch. Der trägt gefühlt 1000 Liter Wasser vom Wasserhahn zu seinem Auto… Spühlen, für die Gäste Waschen,… was halt so anfällt. Seine Gäste sind bei der Vorstellung, schlafen in den Lodges. Er Campt hier bei uns. Das macht die Sache sehr sympathisch. Vor allem sein Bild von Lodgegästen. Ich denke ich muss nicht beschreiben, wie er die Sache sieht. Ich bin Camper. Das ist nicht besser. Dennoch fühl ich mich zu dem Zeitpunkt beruhigter. Zumindest freue ich mich, dass ich endlich mal mit jemand längere Zeit ins Gespräch komme. Am meisten tut mir die Gruppe leid, als ich erfahre, dass sie die Stationen die wir so machen in nur 30% der Zeit schaffen. Windhoek Etosha Caprivi, Vicfalls in 8 Tagen mit Okavango Delta…WOW. Wir brauchen 3 Wochen.
😠 😠 😠 Etwas Negatives noch zum Schluss. Etwas was mir peinlich ist und was mir während dem Urlaub den Spaß teilweise verdorben hat und bei mir für ein ungutes Gefühl gesorgt hat. Kurz vor Rundu ist eine Polizeisperre mit einem Stoppschild. Wir kamen dort um 17°° an. Halten brav, lassen das Fenster runter. Die Polizisten winken uns zur Seite ran. Angeblich haben wir das Stoppschild überfahren nach dem Anhalten. Wir sind nach dem Schild wenige Zentimeter vorgefahren um besser mit dem Polizisten sprechen zu können, der natürlich bei dem Schild stand und nicht bei meiner Scheibe.😕 Das war unser Fehler. Ein überfahrenes Stoppschild will nun natürlich bezahlt werden. 1200N$ oder so was…. Eine lange Diskussion. Ich mach es kurz. Wir fahren nach 2 Stunden weiter und haben einen Polizisten bestochen. Ich bin mir sicher, dass der Polizist keiner war. Die Person am Stoppschild war vielleicht einer. Die Person die uns danach „abgefertigt hat“ war denke ich keiner. Wir haben später im Urlaub eine junge Urlauberin getroffen, die uns genau die gleiche Geschichte an genau der Station erzählt hat. Auch kurz vor Sonnenuntergang. Der Sonnenuntergang war auch der Grund, wieso wir letztendlich geschmiert haben. Wir wollten einfach mit der Dunkelheit nicht dort noch weiter stehen, sondern ins Camp. Das war natürlich auch deren Taktik.😮 Schade, dass so was passieren muss. Schade, dass es so was gibt. Problematisch war es nicht. Im Nachhinein war es eine gute Erfahrung. Ich würde es heute anders machen. Aber das war unser erster Kontakt mit namibischen Behörden. Was wussten wir schon. Durch den Vorfall habe ich sehr viel gelernt. Das ist das Gute daran. TIA… Is this Afrika?😐 Deswegen mein Fazit für heute: An der Stelle aufpassen. Die Masche passiert wohl häufiger. An der B8, 10 KM südlich von Rundu..:S
P.s. Danke für euer Feedback. Ab morgen gibt’s wieder Bilder. Heute nur Text. Bin selbst wieder nachdenklich geworden. Der Text gefällt mir heute ohne Bilder besser. Liebe Grüße,😖 Amos 😠 😠 😠 🙁 😎
Teil 2224. Nov. 2012
Danke für die Rückmeldungen. Ich bin mir schon im Klaren, dass das das normale, ländliche Leben hier ist. Es geht natürlich viel schlimmer. Aber es ist schon erschreckend wie groß der Unterschied zwischen Arm und Reich in Namibia ist. Nicht umsonst ist Namibia Weltmeister, wenn man die Ungleichverteilung von Wohlstand/Einkommen betrachtet (Ginikoefizient bei Wikipedia).
Was mich fasziniert ist eben genau die Normalität. Das ist ok so. Ich glaube es ist vielen schon zu normal geworden. Auch an einem armen Leben kann man viel Schönes und Idylle sehen. Mich erschreckt die Armut (ich schreibe extra nicht mehr Elend) dennoch, auch wenn sie normal ist. Ich bin mir nicht sicher ob es so sein sollte....
Genau das führt bei uns aber auch dazu, dass wir uns oft wie eingesperrt fühlen. Wie in einem Gefängnis. In Etosha war es wegen den Tieren. IM Caprivi fahren wir von Campingplatz zu Campingplatz. Dazwischen kaufen wir mal ein, tanken,…. Aber so richtig Urlaub wie ich ihn mir erhofft habe, haben wir nicht. Mir fehlt der Kontakt zu Menschen. Das Gefühl der Freiheit. Wir verbringen ja schließlich den Abend im N’Kwazi Camp. Ehrlich, würdet Ihr auf die Idee kommen um 19°° nach Rundu zu fahren um einen Nachtsparziergang am Fluss zu machen? Das machen wohl die wenigsten. Und das war der einzige Wehrmutstropfen an dem Urlaub. Das Gefühl und das Problem verfolgten uns den gesamtenCaprivi durch. Auch wenn wir zum Schluss weniger ‚ängstlich‘ waren, öfters mal ausstiegen, versucht haben Leben zu sehen…. Man fühlt sich immer wie in einem unsichtbaren Gefängnis, nicht wirklich frei. Dies bitte nicht falsch verstehen. Der Urlaub war dennoch schön. Dies war jedoch die Schattenseite dieses Urlaubes. Ich bin dennoch froh genau dies erlebt zu haben. Es bereichert schließlich auch. Mich würde dennoch interessieren ob ihr dieses Gefühl auch mal hattet? Ein anderes Beispiel: als wir an N’Kwazi zahlen wollten traf mich der Schlag. Ich hatte den netten Herrn (Hautfarbe Schwarz) bis dato für den Manager gehalten. Er hat uns begrüßt, hat uns den Platz gezeigt, hat uns ins Buch eingetragen, hat 10 mal gefragt ob alles in Ordnung ist, hat uns einen eigenen Brai vorbeibringen lassen, hat die Arbeiter aufgescheucht, dass wir warmes Wasser haben…. Als ich am nächsten Morgen meine 90N$ bei ihm zahlen will sagt er, er muss kurz seinen Chef hohlen. 5 Minuten später wurde der Besitzer von N’Kwazi geholt um das Geld zu kassieren. 9€….. Der nette Manager darf wohl nicht mal 9€ abkassieren? Die Frage beschäftigt mich eine Zeitlang. Aber nicht zu lang: Ich bin ja kein Kind von Traurigkeit. Als wir hier ankamen schien es uns wie der Himmel auf Erden 😉
Jeder hat erraten wo wir sind? Natürlich. Hier sehen wir Campingground Nummer 3 im NGepi camp. Sicher eines unserer 10 schönsten Camps im Urlaub. Gerne wieder! Wir haben uns 3 Tage für Buffalo und Mahango vorgenommen. Aber der erste Tag geht nun im Camp im Flug dahin. Bei uns ist nun einfach Waschen angesagt. Wir haben noch 21 Tage vor uns… so viel Wäsche haben wir einfach nicht. Und so waschen wir ungefähr 2 Stunden und sind froh über die Wäscheleinen vor Ort. Ein perfekter Ort um dies zu machen und sich neu zu Sortieren. In Trummis Liste wird gemäckert, dass man nur auf Sand stehen kann, dass das Grün aber so schön sei. Und… ja es stimmt. Unser Auto steht im Sand. UND???
Da steht es gut. Das Grün ist wohl nämlich wirklich pflegeintensiv. Natürlich müssen wir auch in den Pool
Dachten wir zumindest als wir ihn gesehen haben. Als es dann an ins Wasserspringen geht sind wir doch echte Schisser. Ständig bleibt im Hinterkopf – ist der Käfig wirklich dicht??? Ich war nie länger als 10 Sekunden im Wasser 😉 Ich bin so ein Feigling.
Wenn ich mir das Bild anschaue waren es wohl nie mehr als 5 Sekunden… Ich bin ein riesen Feigling 😉. Aber natürlich trinke ich einen ausgiebigen Schluck Okavango Wasser. Es gibt ja das Sprichwort – Wer Wasser aus dem Okavango trinkt kommt wieder an seine Ufer zurück. Entschuldigung, dass ich vor dem Urlaub noch genervt habe, ob wir Micropur mitnehmen sollen. Wir hatten es dabei. Und ich habe alles Wasser getrunken, das mir in die Quere kam. Auch Flusswasser. Still alive, still standing 😉 Alles im grünen Bereich. Wie naiv kann man sein. Wieso macht man sich vor der Reise so viele Gedanken …. Und das schönste. Endlich sehe ich meine Lieblingstiere.
Ich könnte diesen Tieren Stundenlang zuschauen. Und genau das mache ich auch. Von unserem Camp aus. Ganz entspannt. Mahangopark… wir kommen erst morgen. Heute schaffen wir es leider nicht. Also bis Morgen Amos
Teil 2328. Nov. 2012
Danke für das viele Feedback 😉 sehr motivierend. Ich würde sofort weiterschreiben… dachte ich mir vorgestern. Vor lauter Motivation, Elan und Freude habe ich jedoch ein Glas über meiner Tastatur ausgelehrt..... Und war damit ohne Schreibgerät.... Nun sitz ich vor meiner neuen. Also danke fürs warten.
Also weiter auf der Reise… auf dem Weg zum Campingplatz gibt es viele Kinder die Holz verkaufen… meist 3-4 Stück pro Platz… damit wir anhalten wird über die Straße geloffen und viel getanzt von den höchstens 6 Jährigen, während die noch kleineren trommeln. Wir kaufen so viel Holz wie möglich und noch sinnvoll…. Es ist ja immer sinnvoller etwas zu unterstützen als einfach nur so Geld zu geben. Aber mehr als drei Mal am Tag ein Feuer machen können wir schließlich auch nicht. But we do our very best… Zwei Tage vorher haben wir zwei Jungs jeweils einen 5 Liter Kanister geschenkt. Erst haben wir ihn gefragt ob er so was brauchen kann. Die Antwort war „yes“… aber kein einfach yes. Der Junge war so fröhlich und glücklich und hat das yes so strahlend laut geschrien…. Mir wird immer noch ganz anders bei dem Gedanken, dass sich ein Kindergartenkind über einen Wasserkanister derart freuen kann. Das Geschenk war ja nicht mal wirklich was wert… eigentlich. Wir waren also heute endlich auf dem Weg in die Parks… und im Caprivi haben mich auch die Haustiere beeindruckt:
Die Hörner! WOW. Und alle Tiere die wir gesehen haben waren sogar ordnungsmäßig markiert. Meine Freundin ist Veterinärin. Mir wäre es nicht aufgefallen. Aber sie schaut schon aus Reflex danach. Bei jedem Rind 😉 Aber nun endlich zum Park. Der Park ist... NICHT ETOSHA. Das ist meist positiv gemeint. Erstens: Die Anmeldung verläuft sehr persönlich und lustig. Es ist ja nicht viel zu tun für die nette Dame. Wir fragen viel um das Gespräch für sie am Laufen zu halten. Sie hat so viel Spaß an ihrem Job, offensichtlich. Zudem war direkt vor uns eine deutsche am Schalter, die genervt war, offensichtlich. Sehr genau auf Parköffnungszeiten, schlechte Ausschilderung und Straßen und sonst was hingewiesen hatte (sie mussten wohl ein bisschen warten… wow). Da hatten wir einfach das Gefühl, dass wir das Bild von uns deutschen ein bisschen aufbessern müssen. Mal ehrlich! Wir müssen uns abgewöhnen im Urlaub immer so deutsch zu sein oder?... zumindest ein bisschen. Und ja ich bin es manchmal auch.
Die nette Kududame hat mir auf jedenfall zugesagt. Sonst ist der Blick auf den Fluss, den man oft sieht einfach toll: Bild 119 Oh und wer genau hinsieht erkennt auch mein erstes Krokodil auf dem Bild am Okavango 😉 Oft sieht es auch einfach nur so Oder so
BOAHH schon wieder einfach so Tiere unscheinbar auf dem Bild. Kleine Vögel und kleine Nilpferde. Und das ist schon ein Unterschied zum Etosha. Hier sind die Tiere irgendwie versteckter. Oft weiter weg. Und manchmal unscheinbarer. Ich sag nur Bambi Zwei… wir hätten es direkt nebem dem Auto fast übersehen:
Und der größte Unterschied. Die nette Dame am Eingang hat uns empfohlen so oft wie möglich aus dem Auto auszusteigen und ein paar Meter zu laufen. Wir waren erst im Park, wenn wir das gemacht hätten. UND ES STIMMT. Die ersten Schritte neben dem Auto sind wie neu laufen lernen. Eine unbekannte Welt ist direkt in Sichtweite neben dem Auto. Mit der Zeit geht es besser und wir schaffen es auch mal ein paar Meter weg vom sicheren Auto. Genüsslich draußen essen können wir aber erst eine Woche später. Dann aber mit ausgeprägtem Frühstück und Löwen in der Gegend 😉 Ich sage euch.. das tut gut. Endlich FREI. Endlich Afrika. ENDLICH … echter Nationalpark. Wir treffen 2-3 Autos. Das ist einfach sehr angenehm. PERFEKT. Und wenn man so drausen ist, kann man endlich auch mal besser Vögel beobachten. Und von denen hier hat es wirklich viele. Gefühlt 100 Adler hab ich im Urlaub gesehen. Hier einer der ersten: Wir konnten beobachten wie sie Fischen. Leider gibt’s kein Bild mit erfolgreicher Jagd. Aber das Kreisen und Stürzen ist schon beeindruckend.
Teil 2429. Nov. 2012
Im weiteren Verlauf springt uns noch dieser Geselle vor die Linse:
Leider ist er so scheu, dass wir gar ihn gar nicht richtig beobachten können. Leider habe ich meinen Tierführer gerade nicht griffbereit. Im Urlaub sind wir nämlich richtig gut darin geworden die Arten zu unterscheiden und zu bestimmen. Bei dem Bambi und bei dem hier bin ich mir nun nicht mehr sicher… kann mir da wer spontan aushelfen? Na ja.. wir sehen noch einige Rappen und Pferde Antilopen (dank fotomatte abgeändert), aber nur von der Ferne. Davon kommen noch Bilder, keine Sorge. Vorher noch eine kleine andere Bilderfolge. Das Schauspiel hat ca. 5 Minuten gedauert. Hier das Best off Putzig hmmm? Ich finde den Gesichtsausdruck genial. Die Pflege tut ihm wohl gut. Auf dem Rückweg dann endlich Damit haben wir endlich auch die Big 5 gut zusammen. Wir haben schon im ganzen Mahango Nationalpark die Büffel auf weite Entfernung gesehen. Aber… das ist ja genauso wie keinen Büffel sehen. Auf 100 Meter schauen die zwar aus wie Büffel.. aber erst wenn man ihnen in die Augen blicken kann und wenige Meter einen trennen weiß man warum der Büffel einer der Big 5 ist. Büffel werden als Fotomoteve viel zu sehr unterschätzt. Ihr werdet noch sehen müssen, dass ich sie in mein Herz geschlossen habe. Diese so sanften und dennoch bullig wirkenden Muskelprotze. In dem Sinne bis morgen. Wir wollen wieder früh raus. Abfahr 05:15. Heute Morgen sind nämlich Löwen gesichtet worden, sagt die Rangerin. Wir wollen die morgen früh also auch sehen. Da steh ich doch gerne früh auf. Deswegen muss ich nun auch weg. 😉 In dem Sinne Amos
Teil 2503. Dez. 2012
Heute nun stand endlich der Buffalo Nationalpark auf dem Programm. Aber das Programm kann uns mal. Gestern Morgen gab es im Mahango Löwen… wir hatten schon viele Löwen…. aber ab dahin! Und außerdem waren wir der Meinung, dass wir den Mahango intensiv machen möchten. Wir hatten die Waterfront natürlich nun schon 3-mal abgefahren aber die westlichen, 4x4 Wege fehlten uns noch… also 3ter Tag Mahango. Dafür halt kein Bufallo. Ich weiß nicht ob die Entscheidung richtig war (was ist schon richtig?) aber ich glaube immer noch, dass man für jeden der Parks sich viel Zeit nehmen sollte/kann. Der Ursprüngliche Plan 3 Tage für beide Parks geht natürlich ist aber eigentlich nicht nötig. Intensiver, wenn auch langwieriger wird es auf unsere weise. Leider hält sich die Parkwächterin strikt an Namibische Zeit. KEINE südafrikanische Zeit. Deswegen schließt das Tor nicht um 6°° Einheimischen-Ortszeit sondern um 5°°… gefühlt 4°°. Wir quälen uns also viel zu früh aus den Betten und fahren zum Tor. Am Tag davor haben wir mit der netten Lady ausgemacht, dass wir super früh reindürfen und dafür dann beim rausfahren zahlen. So kommen wir schneller rein und sie hat keine Lust wegen uns in dem Büro zu sitzen… außer uns wird schon niemand ernsthaft um die Urzeit kommen. Und so wars dann auch. Wir standen pünktlich, aufgeregt vor dem verschlossenen Tor. Irgendwann waren wir dann soweit das Tor selbst zu öffnen und einfach reinzufahren. Beim rausfahren wurden wir gelobt, dass das genau so richtig war 😉 TIA.. Ich versteh dieses Land einfach nicht immer. Die Natur erwacht und wir probieren unser Glück erst mal an der Wasserfront. Und irgendwie ist noch nicht sooo viel los. Ein paar nette Vögel (ich bin hier unten wirklich zum Vogelliebhaber geworden.) Bis jetzt hab ich mir aus Vögeln nie was gemacht. Aber da unten hat es mich geärgert, dass wir kein kleines Fachbuch dabei hatten. Ce la vie. Wir durchquerten schließlich noch eine Büffelherde und konnten diese sehr intensiv erleben. Sonst war aber das tollste an dem Morgen alleine im Park zu sein und die Stille. Tiere waren für uns nicht viele zu sehen. Der „versprochene“ Löwe hatte keinen Bock auf uns. Dann haben wir uns an die Westrunde gemacht. Auch hier gab es nur sehr vereinzelt Giraffen, Strauße, Kudus…. Und sehr viel hohes Gras, auch auf der Straße. Wir sind ohne Netz unterwegs… da hoffentlich passt das schon 😉. Es ist nix passiert, aber Gedanken hab ich mir schon gemacht. Hier fehlt mir einfach Erfahrung um abzuschätzen, wann ich ein Netz brauche und wann nicht und….. ich hab mir wirklich viele Gedanken genau da drüber gemacht. Schön an der Fahrt war die Natur. Hier ist definitiv kein Etosha mehr. Etosha ist dagegen Disneyland. Schön, aber anders, leicht künstlich. Und so langsam komm ich auch ins Allradfahren rein. Für den Bericht ist das ein ereignisloser Tag,… für uns aber dennoch schön, wenn auch nix passierte. Aber vielleicht genau deswegen. Die Ereignislosigkeit wurde vom Nachmittag noch getoppt. Den Verbrachten wir an unserem Stellplatz. Besonders gesellig hat sich der Lagerhund gezeigt. Er hat uns oft besucht. Nur abends hat er uns gemieden. Wir haben zwar gebrait, aber vegetarisch. Da fand er die Nachbarn interessanter und war bei denen unterwegs. Aber bei der Durchsicht der Fotos ist mir aufgefallen, dass er wohl tagsüber die ganze Zeit da war. Er hat wohl genossen mit uns die Flusspferde zu beobachten. Meine Lieblingstiere, falls ich es noch nicht erwähnt habe. Ein herrlicher, umspannender Tag. HERRLICH. Morgen geht’s durch den Nationalparkcaprivistreifen. Ins echt Caprivi! Nun wird noch ein bisschen Nilpferd geschaut und der Nationalpark da drüben geplant im Reiseführer. Wir planen nämlich nur wenige Tag im Voraus.
Ach ja. Fazit noch für heute. In diesem Camp hier hätten wir besser vorher anrufen sollen! Ach ja und Tipp: An der Rezeption fragen ob sie euch frisches Brot verkaufen... machen die gerne für lau 😉 Weil Bäcker .... immer so ne Sache und wer möchte schon immer irgendwo hin fahren. Und dort Frühstücken (in der Bar) ist sicher ok, aber für mich kein muss. Wir frühstücken lieber alleine am Fluss.
Danke fürs lesen und für eure Kommentare Amos
Teil 2606. Dez. 2012
Schön euch wiederzusehen, hier ist das Ziel für den heutigen Tag. Na wer weiß es schon? Man vergisst diesen Anblick nicht, wenn man schon mal hier war, behaupte ich. Wir haben uns nach 3 Tagen Mahango auf jedenfall dazu durchgerungen auf den Buffallo zu verzichten. Deswegen sind wir nun die 190 km durch den Streifen durchgefahren an den Kwando. Das waren harte Kilometer. Überall stehen Schilder mit Geschwindikeitsbegrenzung…. Und wir halten uns eigentlich dran. Aber wir werden DAUERND überholt…. Von ALLEN! Von Namibiern, Südafrikanern, LKWs, Staatsfahrzeugen, … und auch von Touris. Am schnellsten zischen die Südafrikaner an uns vorbei. Und so langsam fahren wir schneller… Tiere sieht man keine. Und so lange und so langweilig die Fahrt auch ist, man lern doch dabei was. Im Park in dem kleinen Streifen wohnen an der gesamten Strecke Menschen. Im Nationalpark… wie funktioniert das mit Schule? Versorgung? Entsorgung,….. An der Strecke wollten uns zahlreiche Menschen anhalten. Teilweise sogar in alten Uniformen. Ich hoffte inständig, dass nicht mal ein echter Polizist unter den Leuten ist. An der Stelle hätte ich gerne Anhalter mitgenommen. Es scheint das Mittel der Wahl zu sein. Auch für Kinder… (Es war Sonntag und Ferien. Entsprechend viele waren unterwegs). Auch haben mich die Schlitten fasziniert, welche von Ochsen gezogen zum Wasserkanister Transport genutzt werden. So.. mittlerweile haben es alle kapiert, wir fahren nach Bumhill. Aber erstmal zu Rangestation. Auf dem Weg dorthin fällt uns schon auf. Bumhill ist noch ausgeschildert, aber offensichtlich wurde es verlassen. Der nette Ranger erklärt uns… es ist abgebrannt. Wir quatschen hier recht lange und erfahren unter anderem, dass es eine Karte vom Park gibt. Aber leider hat er keine Möglichkeit zu kopieren im Moment und deswegen bekommen wir keine kostenlose Karte. Kein Problem. Der Tipp wo wir hin sollen ist auch simpel. Horse Shoe. Punkt ende. Das wiederholt er 5 mal… da muss es also toll sein. Also fahren wir zum Nambwa Camp. Ein tolles Community Rest Camp im Park. Die fahrt dauert 3 Stunden. So viel vorweg. Die ersten 10 km Tiefsandpiste (nicht sehr schlimm, aber für mich zum Üben perfekt) laufen wie geschmiert. Dann blockieren uns 4 Britten den Weg. An einer Stelle ohne vorbeikommen. Und denen blockieren Elefanten den Weg. Da ist nichts zu machen. Wir warten. Mit der Zeit werden wir ungeduldig und wollen eigentlich vorbei. Die Britten sind uns hier eindeutig zu ängstlich. Viel zu ängstlich. Wir haben noch den Elefantenbullen aus Etosha im Gedächtnis,… dennoch hoffen wir, dass die Briten endlich sich ein Herz nehmen. Die Südafrikaner hinter uns sind auch schon nervös. Und plötzlich hat genau der keinen Bock mehr, fährt an uns vorbei durch das Gemüse an den Elefanten und den Briten vorbei und ich bin mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finden soll es ist schließlich schon nach 15°°… also Zeit ins Camp zu kommen. 2 Stunden später sind wir am Camp. Und es ist Community Based. VOLL. Da Bummhill abgebrannt ist, geht alles nach Nambwa. Wie wir von der Community erfahren, hätten wir vorreservieren sollen. Wie ich denen mitteile, wollten wir das sogar. Aber das Handy der Community war seit Tagen nicht erreichbar. Wie sich herausstellte ist reservieren eh nicht nötig und sinnvoll. Vor uns haben welche Reserviert. Auch ein Reiseunternehmer der genau alle 2 Wochen am Sonntag hier ist. 30 mal im Jahr. Er reserviert immer! Und er sagte… die Reservierung funktioniert NIE. Wer zuerst da ist, malt zu erst. Wer morgens den Platz räumt, hat 2 Stunden später seinen Platz sicher nicht mehr. Auch wenn einem 5 Communitymitarbeiter sagen: JA sie haben einen Platz, ich kümmere mich drum. Den Platz bekommt man nicht, weil die anderen 10 Mitarbeiter die Plätze schon längst vergeben haben. Na ja… wir sind heil froh, dass wir irgendwo stehen dürfen. Recht malerisch unter/in einem Baum. Für morgen wird uns ein Platz versprochen… genau. Da es schon düsterer wird, gehen wir zur Aussichtsplattform. Die ist genial! Und man sieht…. Einfach ein idyllisches Bild. Leider geht der Fahrweg durch und die Idille wird regelmäßig von Autos unterbrochen. Im Camp gibt es 8 Stellplätze aber wir zählen/schätzen mindestens 20 Autos/Gruppen. Unkompliziert. Aber… hmmm Wenn die uns um 16°° weggeschickt hätten, wo hätten wir bis zur Dämmerung noch hin sollen. Es gibt keine Alternative. Erst sehr weit weg. Das ist ein komisches Gefühl. So… aber Aussicht: Aber… wart mal????? Was seh ich da…. Was sind das für Antilopen auf dem Bild????? Das sind doch gar keine „normalen“… das sind… wo ist der Reiseführer??? Litschi-Wasserbock oder Lechwe. Und… vom Aussterben bedroht? Selten anzutreffen? Nur im Caprivi? Hey… that is our lucky day. Und wir schauen genau diesen schon 1 Stunde zu und wissen es gar nicht. Doch ein positives Gefühl 😉 Danke Loose Tierführer.. jetzt können wir das viel mehr genießen. Kurz vor Sonnenuntergang kommt noch eine Elefantendame zu besuch.
Die lauft zielstrebig auf das Camp zu und verschwindet im Camp. GENAU da wo unser Auto stehen sollte. Uns ist sehr mulmig als wir zurückkommen und die Dame sehr nahe an unserem Auto steht. 10 Meter entfernt. Eigentlich wollten wir bei Tageslicht auspacken und kochen… und nicht auf die Big Lady warten, bis sie verschwindet. Und die Dame ist beharrlich. SEHR. Um es kurz zu machen… Die Elefantin bleibt hier noch bis …. EWIG stehen. Als wir ins Bett gingen war sie immer noch da. Und so fangen wir langsam an zu kochen. Vor dem Koloss. Wir Essen in Ihrem Blickfeld…. Und irgendwann gewöhnt man sich daran, auch wenn die Taschenlampe immer mal wieder in ihre Richtung leuchtet. Aber Sie hat hier geparkt und bleibt. Das war eine tollte Einstimmung auf die erste Nacht im Nationalpark ohne Zaun. WILD 😉 I like it!!!!! Es ist ein anderes, gutes, ursprüngliches, und doch geheimnisvolles Gefühl. Kein Etosha, wir sind hier nur Gast und die Gastgeber können jederzeit vorbeikommen. Auch wenn wir Gastrechte haben, das muss nicht so bleiben. Alles ist möglich.
Teil 2711. Dez. 2012
Neuer Tag, neues Glück in unserem Buschcamp. Unsere erste Nacht ohne Zaun und ohne erkennbaren Schutz im Nationalpark ist überlebt. Wir fühlen uns wie Indiana Jones und John Rambo in einer Person. Gefühlt. Die nette Elefantendame von gestern Abend hat sich auch getrollt. So stehen wir also da. Kurz vor Sonnenaufgang. Ich vermisse das ausschlafen. Aber… nun… es ist vor 6°° und los geht’s. Wohin wohl? HORSE SHOE. 10 km Piste bis dahin. Aber es soll sich ja lohnen 😉 Als Geheimtipp erfahren wir noch, dass es wohl eine Leopardendame gibt, die um diese Uhrzeit zwischen Camp und Horse Shoe sehr Standorttreu anzutreffen ist. Das ist Motivation genug. Ohne Frühstück mit Keksen (eklig) und Obst (lecker) bewaffnet geht’s los. 20 Meter nach dem Camp setzen wir durch starkes Hupfen leicht auf. Die Beule unten am Auto könnte tatsächlich von mir sein. könnte aber auch schon gewesen sein. Ich bin mir bis heute nicht sicher 😉. Der Rest der Fahrt ist mittlerweile Routine. Wie schnell man sich an das Pistenfahren gewöhnt. Überraschend (Danke für die Tipps im Forum). Auf dem Weg treffen wir
Dieses wunderschöne Exemplar. Was mich am meisten überrascht ist aber die abwesenheit von Elefanten. KEINE. Was machen die am Morgen? Sie sind wohl zu besseren Plätzen (zum Schlafen? Essen?) gezogen. Was noch auffällt: Es gibt unendlich viele kahle, astlose Bäume. Der Park erscheint über Kilometer verwüstet. Ich bin kein Experte, aber die Elefanten scheinen ein ernstes Problem zu sein. Und noch was fällt im Park auf. Wir sehen keinen großen Bullen! Im Etosha gabs davon viele. Hier nur junge Mütter in kleinen Herden mit vielen Jungtieren und Halbstarken. Diese Population scheint wie der Wald nicht gesund. Liegt das am neuen Nationalpark Kaazaa? Ist das Problem nur mir so vorgekommen und ist alles in Ordnung? Weiß das jemand was? Na ja… am Horse Shoe…. Hmmmm… sind wir eher enttäuscht. Wir sehen von sehr großer Entfernung eine Sabelantilope. Aber das war es. Nach langer Wartezeit fahren wir zum mittleren Sandstrand. Hier toben sich 1000 Affen aus. Deswegen sind wir eigentlich nicht hier, das ist aber besser als Stundenlang auf andere Tiere zu hoffen.
Ich weiß…. Über diese Tiere wird viel böses Blut vergossen. Aber ich schaue ihnen gerne zu. Sonst haben wir tatsächlich keine Bilder von der Berühmten Stelle. Keine Hippos, keine Katzen, keine Elefanten. Auch nicht schlimm. Wir fahren einfach zum Camp zurück und schnappen uns den ersten Platz der frei wird und beginnen unser mittägliches Frühstück. Den Platz geben wir bis zum nächsten Morgen nicht mehr her. Wir wissen ja wie das hier läuft. Reservierung oder nicht, wer steht, der steht. Kurz vor dem Abend haben wir nochmal Glück. 2 Meter vor mir steht eine Sabelantilope. OB das Glück ist oder nicht, weiß ich nicht. Aber sie rannte Gott sei Dank nach wenigen Sekunden weg und nicht auf mich zu 😉. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie an mir mehr Schaden anrichten könnte als ich ihr. Der Abend ist dann wieder einmalig im Camp.
Von der Plattform aus lassen wir uns von Vögeln bekacken (ernst!) und von Affen mit Obstresten beschmeisen. Aber wir genießen es. Elefanten, Sonnenuntergang, keine Mücken. Genial. Gute Nacht
P.s. Fast gute Nacht. Ein Schmankerl erwartet uns noch um 8°° beim ins Bett gehen. Meine Freundin hat ein echtes Namibia Erlebnis. Als sie wie gewohnt länger für die abendliche Toilette braucht, belauscht sie ein Gespräch zwischen Mitgästen. Zwei deutsche Eltern heizen sich gegenseitig auf in welch lausigem Zustand die Anlagen sind. Nicht mal das warme Wasser funktioniert tadellos! Die Ranger haben um 16°° eingeheizt. Warmes Wasser für eine Dusche gab es nur bis ca. 19°°. Nun wollten aber die Kinder des Paares baden und duschen – und das sicher nicht in kaltem Wasser. Dann wurde aber der Ranger in rüdem Englisch zr Sau gemacht…. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Hier wurde klar demonstriert wer der weiße Mann ist, und wieso die Person aus der Community so faul ist. Zum Schluss waren die armen Ranger sehr klein mit Hut und haben das Warmwasserproblem gelöst, was unsere Landsleute extrem hochnäsig zufriedenstellte. Ich habe mich sooooo fremdgeschämt. Und das schlimmste… es waren Namibier. Das Fremdschämen wurde dadurch nicht besser. Dennoch nachhaltig prägend.
In dem Sinne, gute Nacht und morgen früh gilt die Devise…. Der Frühe Vogel kann mich mal ;-(
Teil 2817. Dez. 2012
Wo sind wir da heute nur hingeraten. Wir haben uns seit gestern Abend nur wenige Kilometer bewegt und sind auf der anderen Flussseite. Wir haben heute beschlossen dem Mudumu noch einen Besuch abzustatten. Leichter gesagt als gedacht. Eigentlich gehen unsere Nahrungsmittelvorräte zu Neige. Wir haben seit Tsumeb nichts mehr nennenswert gekauft. Unseren besten Kauf haben wir in Kongola gemacht. Der Ort ist nicht riesig. Wir haben getankt und neben der Tankstelle den sehr uneinladend aussehenden shop gesehen. Und da wir einfach kein Brot mehr hatten haben wir uns gedacht… no risk no fun. Das Weißbrot dort ist der WAHNSINN!!!! Ich behaupte es gehört zu den besten Kastenweißbroten die ich kenne. Wenn nicht sogar das Beste. Vor allem in unserer Situation. Frisch, duftend, locker, leicht salzig (nicht süß, juhuuu) und wahnsinnig verlockend wurde ist im Laufe des Tages weniger und wir mussten streng rationieren. Mein Geheimtipp in Kongola. Sonst wohl eher ein Durchfahrtsort. Vielleicht schien es auch nur so lecker, da das Brot in der letzten Woche immer süßer geworden ist. Genug Brot gequatscht… ab in den Mudumu. Leider war die C49 gesperrt. Die Straße in den Mudumu und wir mussten die Schlammpiste daneben nehmen, ging aber auch alles gut 😉 Dauert halt länger. Dafür haben zukünftig die Tiere im Nationalpark die Möglichkeit per Teerstraße an und abzureisen. Da werden sie sich über diesen Anschluss freuen. Als erstes ab ins Headquarter um ein Tagesticket zu kaufen. Aber dieses haben wir nicht gefunden…. Wir haben viele Leute gefragt, viele Schilder abgefahren… und irgendwann aufgegeben. Die Reiseführer und T4A wussten auch nicht mehr. Keine Ahnung wo es das Ticket gibt, wir sind irgendwann einfach so reingefahren. Immer rechts haltend. Wir haben leider nur noch Zeit für einen Tagesbesuch, wir haben schon 3 Wochen so vertrödelt. Caprivi/Etosha waren zu toll. Und da stehen wir nun in der Wildnis. Und was am Horseshoe schon irgendwie war.. ist hier noch schlimmer
Jeder Schritt vom Auto ist eine Mutprobe und nach 10 Schritten könnte ich gefühlt zu Rambo Kumpel sagen. Nur sehr langsam gewinnen wir Sicherheit. Hier fühlt man sich definitiv WILD. Wir sehen nicht sehr viele Tiere. Einzelne Antilopen, Zebras, einige Elefanten. Aber diese Abstinenz von Tieren macht es so wild. Etosha scheint uns heute wie ein großer Zoo. So viele Tiere, immer und überall. Und hier,….. oft einfach mal nichts. Leere. Die Tiere können überall sein, uns scheint es leer. Ein schönes Gefühl, aber auch ein einsames Gefühl. Wir haben an dem Tag keine Menschenseele gesehen. (Glück?). Dafür werden wir von weitem begutachtet Die Elefanten reagieren schon alle auf 100 Meter Entfernung auf uns. Wir werden beobachtet, teilweise traben sie uns entgegen oder hinter uns her. Wir achten immer darauf Fluchtmöglichkeiten zu haben oder zumindest ausweichen zu können. Wir fühlen uns nicht als Besucher des Parks, sondern als störendes Objekt, dass nicht zu 100% sicher ist. Das Fühlt sich gleich viel echter und natürlicher an. Die Landschaft ist aber schön. Trocken, schön, Flusslandschaft.
Wir haben damit offiziell auch Schwarzfuß und Schwarzrückenelefanten gesehen. 😉 Ich kann den Park guten Gewissens weiter empfehlen. Wir sehen nichts Großartiges. Die Fotos zeigen oft nichts oder nur leere Landschaft. ABER es ist dennoch schön. Leider müssen wir uns ein bisschen sputen und dürfen nicht über Nacht bleiben. Unser Domizil für heute Abend ist
Teil 2917. Dez. 2012
Leider müssen wir uns ein bisschen sputen und dürfen nicht über Nacht bleiben. Unser Domizil für heute Abend ist
Leider weiß ich gar nicht mehr was da drüben ist... aber es ist Namwi Island. Wir hätten nicht mich sondern das da drüben Fotographieren sollen. Aber richtig von euch erraten, wir sind nach Katima Mulilo in die Camping area der Namwi Island Lodge und wir sehen endlich den Zambesi vor unseren Füßen. Genau genommen sehen wir ja nur einen kleinen Seitenarm des Sambezi. Uns wirkt das Camp wie ein Garten Eden. Nach den Buschcamps…. GEPFLASTERTE Wege…. Sauberer Stellplatz. Duschen mit Warmwasser. Und nicht überall SAND. Uns macht Sand nichts aus. Aber es ist schön nach einigen Nächten mal nicht im Sand zu stehen. Das wird die nächste Woche eh wieder anders. Deswegen gönnen wir uns heute den Platz, wenn auch dekadent. Aber wir brauchen das heute einfach.
Das wichtigste. Hier erfahren wir endlich mal was wir nach Botswana mitnehmen dürfen. Wir haben das in der letzten Woche schon 100-mal gefragt. Zahlreiche Gespräche haben sich aus der Frage entwickelt. Eine gute Einstiegsfrage um ein langes Gespräch zu beginnen 😉 „Sagt mal, wisst ihr wie die Einfuhrbedingungen nach Botswana gerade sind“. Hier die ehrliche Antwort: KEINE Milch, kein Obst, kein Gemüse, keine Milchprodukte. Kein Fleisch. Also NIX. Außer Dosen. Und die werden auch oft konfisziert. Dazu aber morgen mehr. Es geht morgen nach Botswana.
Teil 3018. Dez. 2012
Tja und schon gings weiter.. früh morgens in Richtung Grenze. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Es war ja schließlich unsere erste Einreise. An der Ausreise ging alles ganz einfach und unproblematisch. Zettel ausfüllen, schnell in das Haus rennen, bevor die Busgruppe mit 30 Leuten kommt (wir haben es gerade so geschafft!!!) und dann… die Ausreise über die Brücke. Das Eintragen ins Buch des Grenzers an der Schranke hat noch am längsten gedauert. Wir waren aber in unter 30 Minuten drausen. Besser als gedacht. Auf der anderen Seite dann die Kontrolle. Vor uns wurden zwei Autos sehr gründlich untersucht. Diese Autos gehörten Einheimischen Fahrern (Botswaner und Namibier). Und da wurde uns schon mulmig. Wir hatten auf Tip der Netten Wirtin von gestern Nacht alle Lebensmittel zwischen den Schlafsäcken und in der Wäsche versteckt. Schön verpackt hinten drin. Im Kühlschrank hatten wir noch zwei Lockvögel. Wir dachten, die Zöllner müssen ja was finden. Ist ja ihr Beruf, also werfen wir ihnen noch ein paar Brohsamen hin. Wir haben eine angefangene, schlecht schmeckende Milch und einen Käse der nicht lecker war im Kühlschrank gelassen. Aber nun die Szene vor uns. Die armen Namibier sollten einen riesigen Sack mit 5 KG Orangen abgeben. Mehr hatten Sie an Nahrung wohl eh nicht dabei. Aber da gab es keine Diskussion…. Wir haben 10 Minuten den armen Namibiern zugeschaut, wie sie Orangen essen. Die armen haben eine nach der anderen gegessen…. Sehr zur Belustigung von allen anderen 😉 Leider haben wir es nicht fotografiert. Aber der Anblick der Leute und des Autos war herrlich. Dann waren wir an der Reihe und wurden vorgezogen, weil das Orangenessen offensichtlich noch kurz dauerte. Dann also Kühlschrank auf… und: Bitte können Sie die Milch hier austrinken und den Behälter da lassen. Ich verneine dankend und will Ihr die Milch so geben. Das kann die nette ame nicht glauben und frägt noch 5 mal ob ich die Milch nicht lieber hier trinken möchte. Ich passe 😉 Dann werden wir durchgewunken, fahren durch das braune Becken mit angeblicher Desinfektion, patschen alle Schuhe im Auto einmal über einen nassen Lappen und fahren weiter. Meine Freundin, die Veterinärin lacht sich halb kaputt bei der Vorstellung, dass die Aktion mit den Schuhen an dem Lappen was bringt. Aber TIA. Die Einreise in Botswana ist genau so herrlich. Ein überaus sympathischer Herr hat Dienst. Leider scheint er in deutschen Amtsstuben gelernt zu haben. Seine Aufgabe ist es unseren Ausweis abzutippen, was er mit Hingabe erledigt. Alle 5 Sekunden hebt sich die Hand, kreist suchend über der Tastatur und stößt runter auf den Buchstaben. Aber kurz vor der Landung zieht sich die Hand nochmal in die Wartestellung zurück, während der Amtsmann kontrolliert ob das im Ausweis genauso heißt. Meistens frägt er bei Buchstaben nochmal nach. Dann endlich wird der Buchstabe auf der Tastatur gedrückt, gnädiger Weise. Das zieht sich pro Reisepass…..Die Dame daneben braucht 2 Minuten für jeden Kunden… wir stehen hier gute 40 Minuten, haben aber deutlich mehr Spaß an der Sache als die Leute in der Nachbarschlange. Wir bekommen praktisch für das gleiche Geld deutlich mehr 😉 Autoversicherung/Haftpflicht abgeschlossen für ca. 15€? und weiter geht’s. Einkaufen in Kasane. Super. Der Ort gefällt mir schon mal. Aber das schlimmste vorweg. Wir bekommen nur süßes BROT… kein „normales“. Das werden schlimme Tage. Dennoch macht das Einkaufen viel Spaß im Spar. Das Angebot ist wirklich sehr gut und es gibt praktisch alles, bis auf Brot. Und die Scheine sind mir sehr sympathisch. Nette Pulla. Und im Spar erleben wir noch etwas. 2-mal werden wir im Supermarkt angebettelt. Zwei Mal kommen Frauen auf uns zu und fragen uns ob wir ihnen das hier kaufen könnten, meist Brot. Mitten im Laden. Sofort kommt Sicherheitspersonal und bittet die Damen weiterzugehen. Dennoch bin ich über die Idee überrascht. Ich frage mich wie oft die Taktik aufgeht. Na ja… heute ist noch nichts Tolles passiert. Und so machen wir uns auf zu Louw. Das war eine der besten Entscheidungen in dem Urlaub. Das Senyati Safari Camp ist GOLD wert. Es kostet uns zwar 30 Euro (oder eher mehr) pro Nacht. Das ist aber ok! Wir haben einen EIGENEN Abolition Block. Und besser. Die BAR! Hier kann man sehr ungestört dieses Panorama bestaunen:
Dazu stehen im Hintergrund Kühlschränke mit Drinks bereit aus denen man sich frei, selbst bedienen kann. Be your own Barman. Perfekt!!!
Das Herz dieser Ausblicks Plattform ist der kleine Brunnen, welcher den Tümpel versorgt. In dem Brunnen sind immer Rüssel. Die Elefanten trinken halt am liebsten das frische Wasser. Maximal passen 6 Rüssel gleichzeitig IN den Brunnen haben wir gezählt. Wenn man nur den Brunnen beobachtet, schaut es aus wie ein Schlangennest, in welches suchende graue Schlangen hinein wollen. lustiger weise gibt es relativ wenig Streit um das Loch. Und wenn einer einen Rüssel voll hat wird dieser keineswegs sofort getrunken. Vor lauter Frohsinn wir die Hälfte mindestens für Körperhygiene und Nachbarärgern verwendet. Ein großer Teil landet auch beim Trinken einfach nicht im Mund, weil zu lax mit dem Rüssel auf den eigenen Mund gezielt wird. Und so stehen sie geduldig da bis der nächste Rüssel mit Wasser da ist und der wieder vergeudet werden kann. Auf jeden Fall gibt es viel zu sehen:
Die einzigen die sich hier noch ans Wasser trauen sind Warzenschweine und ein paar vorsichtige Affen. Diese aber sehr zurückhaltend. Dominant sin ddie Elefanten und davon kommen noch mehr
Es wird gespielt und geplantscht ohne Ende
So vergeht der Tag…. Der Ausblick ist so Fotogen… es ist wie der Himmel auf Erden. Und ohne Zaun und doppelten Boden. Und die Tiere kommen ohne Zwang. Einfach nur schön. Morgen geht’s an die Vic-Falls. Wir machen unsere erste gebuchte Tour. Louw hat uns für 40€ pp. Eine Fahrt gebucht. Sonst fahren wir alles selbst, aber hier machen wir eine Ausnahme (insg. gabs zwei). Zum Schluss noch mein Lieblingsbild
Drei posierende Damen 😉 HERRLICH. Danke Louw.
Teil 3119. Dez. 2012
Heute lassen wir uns das erste Mal auf eine gebuchte Tour ein. Ab geht’s hier entlang
Richtig… alle haben es erraten, wir lassen uns zu den Vic-Falls fahren. 40€ Pro Nase. Und schon habe ich ein schlechtes Gewissen. Wir sitzen alleine in einem Bus mit einer Reisebegleiterin und einem Fahrer. Man ist mir das Peinlich, dass die zwei nur wegen uns hier fahren. Wäre der Aufwand für einen Tagestripp nicht zu groß gewesen wäre ich gerne selbst gefahren. Aber am nächsten Tag hatten wir IHAHA gebucht. Das einzige was wir im Urlaub hier vorgebucht hatten. Das wollte ich natürlich nicht verpassen. Wir konnten also nur einen Tagestripp machen. Na ja… die Fahrt war einfach und entspannt. Und LOHNT sich!!! Ich war übrigends sehr froh, dass ich schon Dollar dabei hatte und nicht noch hier tauschen musste. Wenn man die Möglichkeit hat ist das eine nette Sache. Gute 6 Stunden haben wir an den Fällen. Extras haben wir nicht gebucht. Bin ich im Nachhinein froh. Es klingt langweilig 6 Stunden die Fälle anzusehen, die Zeit verfliegt aber im nuh. Da brauch ich nicht noch Helikopterfliegen und Löwenstreicheln und….. Ich sag nur
Wahnsinn das Wasser oder? Und Wahnsinn der Ausblick auf die Menschenmassen in Sambia. Ich bin immer noch überrascht wie die Leute in den Devils Pool getrieben werden. Das ist die Menschenmasse uns gegenüber, welche ich so fassungslos anschaue. In dem Pool kann man Baden uns sogar auf dem Rand = Wasserfall stehen. Im 30 Minuten Takt werden dort Gruppen hingetrieben und müssen den Ort wieder verlassen.
Teil 3219. Dez. 2012
Ich kann heute nicht viel schreiben. Die Eindrücke sind aber nachhaltig. Nur mal am Rande, wir haben gerade Trockenzeit (Ende August?). Ich glaube mehr Wasser in den Fällen ist nicht nötig, wenn man was sehen möchte. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Aber auch hier sind uns merkwürdige Sachen passiert. Das erste Mysterium: Das Bild schaut normal aus? Ist es nicht. Wir sind langsam die Fälle abgelaufen, als ein Paar auf uns zukommt und uns drängt, dass wir ein Foto mit Ihrer Kamera von Ihnen und meiner Freundin machen. Nach kurzem plauschen machen wir das. Danach darf ich auch noch ein Foto machen. WIESO???? Wir haben es nicht rausgefunden, nur das die zwei auf Honeymoon Fahrt sind und für Simbabwer nicht arm sind 😉 Mysterium Nummer zwei: Plötzlich kommen zwei Bewaffnete auf uns zu, sagen dass nun Fotografieren verboten ist, und dass nun offizieller Besuch vorbeikommt und wir zur Seite treten müssen. Wenig später kommt eine halbe Arme (ich zähle 20 Schwerbewaffnete) die eine Delegation mit Filmteams von 50 Leuten begleiten. Südafrikanischer Gast, eine Dame in Rosa…. Wie auch immer. Viele der Delegation plauschen mit uns und fragen wie es uns so geht, machen Fotos von uns und ihnen mit ihren Smartphone und 10 Minuten später hasten sie davon…. WIESO???? Wieso sind wir so ein Fotomotiv??? Sind wir hier die einzigen Touris? NEIN. Die Waffenpräsenz und diese ganze Art macht uns auf jeden Fall nachdenklich, ich weiß nicht was das soll. Fotos davon haben wir leider nicht, wegen Waffen 😉 Na ja…. Und dann noch etwas Tolles. Im Park gib es: Meine Freundin ist ganz außer sich. Warzenschweine die die Scheu vor Menschen wohl abgelegt haben. Die Lieblingstiere meiner Freundin, falls ich das noch nicht erwähnt habe. Wir sitzen staunend eine halbe Stunde zwischen Ihnen, während es um uns rum nur noch schmatzt und gegraben wird. Eine braune Spur der Verwüstung. Und als wir gerade gehen wollen, nähert sich die Delegation wieder und wir werden gefilmt wie wir zwischen den Schweinen sitzen. Und das lustigste, der südafrikanische Gast versucht den Schweinen auch nahe zu kommen und findet sie mindestens so faszinierend wie wir. Als ob die Dame noch nie ein Warzenschwein gesehen hätte. Und das wird gefilmt!!! But TIA Na ja… die Schweine sind auch süß Am Nachmittag sind wir dann aber auch satt gesehen von dem Park. Die Fälle haben sich gelohnt! Ab geht’s nach Hause: Das ist unser Domizil für heute…. Ein Unterstand nur für uns! WOW 😉 GENIAL Und dann noch der Aussicht von der Terrasse hierauf: Und ein kühles Dry Lemon von Schweppes. Das führt mich zu Mysterium Nummer drei: WO bekommt man in Deutschland Dry Lemon von Schweppes her?
Teil 3320. Dez. 2012
Ich befürchte Dry Lemon ist leider nicht das gleiche.... die Suche geht weiter! Bis dahin war Bitter Lemon nämlich mein Lieblingsschweppes. Aber Dry Lemon ist besser. Wieso auch immer. Aber es ist nicht aufzutreiben!😳 🙄 🤢 😣 😠
Aber nun zum Reisebericht:
Jeder der Hier schon mal durchgefahren ist weiß wo wir sind. Diese paar Meter PAD sind für mich unvergesslich. Als wir hier langgefahren sind, dachte ich wir sind im Paradies. Eine der schönsten Teile unserer Reise. Mittlerweile weiß jeder wo wir sind? Richtig! Waterfront im Chobe. Der Eingang dazu direkt nach dem Eingangstor. Da fällt mir ein. Wir haben viele Gerüchte vorher über das Gebiet gehört. Wir sind OHNE Probleme eingelassen worden. Wir durften ohne Einschränkung überall hinfahren. Und für IHAHA waren noch Plätze frei (gegen 10°° morgens, Hauptsaison, vielleicht aber auch glücklicher Zufall.) Und gut zu wissen: Das Ticket gilt immer 24 Stunden. Man braucht also für 2 Nächte = 3 Tage nur 2*24 Stunden im Normalfall. PERFEKT. Und das Beste: Wir wurden darauf von den Rangern angesprochen. Die waren so stolz auf ihren Park, dass sie fast geplatzt sind vor Freude darüber ihn uns anzupreisen. „Fahren sie hin wo sie wollen und genießen sie ihre zwei Tage“ war die Aussage. Dem sind wir sofort nachgekommen! Wir haben in den zwei Tagen viel zu viele Fotos gemacht. Deswegen im folgenden Fotolastig und wenig Text. Passiert an sich ist ja wenig 😉 Schon nach 2 Minuten im Park erkenne ich ein mir selten vorgekommenes Gesicht. Eine eins ah Sabel-Antilope. Und ich dachte schon wir haben aber ein Glück, da treffen die restlichen auch ein: Ok…. Rappenantilopen sind also doch nicht so selten wie ich gedacht habe. Aber wir sitzen hier dennoch eine halbe Stunde da uns schauen der Herde zu, die bis auf wenige Meter an uns herankommt. Was uns sehr wundert ist, dass man so selten andere Autos sieht. Bis jetzt noch kein anderes. Wohl die falsche Uhrzeit. Direkt über uns hockt übrigends ein Adler Es ist also immer was zu schauen. Irgendwann können wir uns überreden ein paar Meter zu fahren. Ist es jemandem aufgefallen? Eine Schlange mit Füßen. Ein Waran? Hier gibt es einfach zu viel zu sehen. Ich entschuldige mich nochmals für die vielen Fotos. Ich bin aber immer noch beeindruckt und da müsst ihr einfach nun durch. Wer das hier liest ist schließlich selber schuld!
Teil 3420. Dez. 2012
Aufgefallen sind mir auch die Krokodile: Wir haben keines gefunden das groß ist,… also über 1,50meter oder ähnlich. Alle schienen uns eher sehr angenehm klein. Täuscht das? Eine der spannendsten Geschichten im Park ereignete sich jedoch mit genauso einem Minikrokodil. Wir beobachteten einen Löffler und im Hintergrund ein paar Enten. Die Enten tauchten immer wieder mit dem Kopf unter und mit dem Schwänzchen in die Höhe. Bis auf einmal eine Ente erstaunlich lange und tief tauchte und immer weiter tauchte und dabei Wild mit den Beinen schlug. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass sie von einem Krokodil gefressen wird und nach 1 Minute war sie verschwunden. Man kann kaum beschreiben wie überraschend die passierte. Noch ein paar weitere Impressionen… Momment!!!! RÜCKWÄRTS. Auf dem Bild glänzt es golden! ZOOOOOOM Jepp. Eine Puku-Antilope. WOW eine Puku. endlich mal was neues. Ein sehr schönes und Anmutiges Tier. Mittlerweile können wir verdammt viele Tiere im Reiseführer abhacken….
Teil 3520. Dez. 2012
Und so mühen wir uns Kilometer für Kilometer durch den Sand. Endlich lohnt der Allrad, ohne wäre es sicher auch möglich, aber man könnte die Fahrt weniger genießen wenn man ständig Angst haben müsste stehen zu bleiben.
Und wie nah man an die Tiere ran kommt! Alles wirkt so friedlich. Die Tiere nähern sich den Autos, und gehen friedlich weiter. Man sieht selten andere Autos, vor allem nach dem ersten kurzen Bogen der Waterfront. Die Schiffe im Hintergrund stören ein bisschen und sind erstaunlich riesig! Und zum Schluss für heute noch ein persönlicher Erfolg. Wir haben schon 100 Impalas gesehen die uns aus der Nähe ein Foto gegönnt haben. ABER ausschließlich Weibchen. Meine Freundin versucht nun schon seit 2 Wochen ein Foto von einem Männchen aus der Nähe zu machen. KEINE Chance. Flucht, Flucht, Flucht (ist auch ok für mich!!!). Aber hier: Ein Exemplar das auch noch zum Posen beginnt vor der Kamera.
OHNE Zoom. WOW….. 20 Bilder und wir sind erst 4 Stunden im Park… ich verschiebe besser den Nachmittag auf ein anderes Mal. Sonst springt ihr mir noch ab. Ich übertreibe es ja jetzt schon mit Fotos.
Teil 3621. Dez. 2012
Und weiter geht die Reise. Aber nun wird es Büffellastig. Wir waren auf halbem Weg in der Nähe von dem (verlassenen?) Rangerposten nach dem Rastplatz. Und da blockierte eine Horde dieser wunderbaren Tiere die Straße.
Was mich bis heute, auch auf den Bildern fasziniert ist, wie sie uns anschauen. Ohne Furcht, Stark und zurückhaltend. Ich bin sehr froh, dass sie keine Autos angreifen. Ich habe keine Ahnung wie Löwen sich dazu überwinden solche Tiere anzugreifen.
Schau mir in die Augen Kleines 😉
Und das Gehörn ist gigantisch. Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie wenig andere Touristen auf den Bildern sind? Mir eben auch. Und ich bin bis heute erstaunt, wie wenig wir getroffen haben. Ich dachte immer das die Waterfront sehr gut besucht ist. Wenn ich an die Massenabfertigung in Kasane denke und die vielen Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten, dachte ich, dass der Park voller Autos ist oder zu mindestens Guides mit Gästen. Aber NIX. Freie Fahrt für uns und oft lange Zeit ohne anderes Auto in der Gegend. Vielleicht hatten wir aber auch nur Glück. Wir haben uns eh nicht viel bewegt, es gab sehr viel zu sehen, vor allem auch die „kleinen“ sind sehenswert. Da war zum Beispiel eine Gruppe von rund 20 Zebramangusten die vor uns über die Straße rannten in ein Gebüsch.
Mit viel Gequicke und Geschubse ging es also rein in den Busch. Dann Grunzte es und zwei Sekunden kamen alle wieder herausgerannt! Wie sich herausstellte war ein Büffel in dem Gebüsch versteckt. That is life. Oder die Trapen und Geier
Immer abwechselnd haben sie ihre Federn in den Wind gestreckt (zum Trocknen?). So tanzten Sie quasi vor unserer Linse. Flügel auf, Flügel zu, drehen. Geierballett.
Teil 3721. Dez. 2012
Und das alles in so einer Landschaft:
Ein Traum. Dafür ist der Preis (von 50€ oder so) pro Nacht durchaus gerechtfertigt. Ich würde es wieder machen. Ach ja: Hier ist unser Schlafplatz. Nummer 10.
SEHR Abgelegen. SEHR, SEHR Abgelegen. Rein aus Bequemlichkeit würde ich das nächste Mal näher an der Toilette wohnen. Zentraler fühlt man sich doch sicherer. Das ist übrigends unsere Aussicht:
Wie viel Eier muss man in der Hose haben um da draußen in so einem Boot zu fahren. Wir machen uns schon sorgen, wenn wir draußen Essen müssen oder gar mal 50 Meter vom Auto entfernt sind. Ich war einmal beim Fluss unten und habe mich wie Rambo gefühlt. Und die schippern in einer Nusschale durch den Sonnenuntergang! Hut ab. Was sind wir Touristen doch für Angeber und Wichtigtuer… Das ist Riverbootstour für echte Männer. Das was man in Kasanne buchen kann ist kein Abenteuer, sondern Weichwaschtourismus.
Einheimische, Elefanten, Sonnenuntergang…Und das alles wie ihr seht in kitschigen Farben. Gott und Petrus haben hier in dieser Landschaft mehr Farbe verbraucht als gut ist meiner Meinung nach. Aber man muss es nehmen wie es kommt. Um 6°° kommt ein Ranger vorbei und frägt uns „How are you“… Routiniert erzähl ich ihm sehr ausführlich wie es mir geht, bis er davon genervt ist. Ich kann einfach nicht anders. Danach warnt er uns, dass die letzte Woche genau hier öfters Löwen gesichtet sein sollen und wir bitte mit Essen bei Sonnenuntergang fertig sein sollen. UND nachts bitte nicht zu den Toiletten laufen. Maximal mit dem Auto. Das sind ja mal Aussichten. Aber kein Problem für uns, wir haben ja noch eine Stunde bis Sonnenuntergang…eher 50 Minuten, aber das müsste gerade so langen. Schnelle Küche heute. Kleines Brai, Nudeln, Soße, fertig. Und 20 Minuten später ist eigentlich alles langsam fertig, als plötzlich eine der Plagen auf uns herunter kam. Es fing mit einem PLOPP an. Wie wenn es regnet. Dann noch ein Plopp, dann mehr Plopps. Und irgendwann kam der regen kontinuierlich. Es hat lange gedauert bis wir kapiert haben, dass es sich um kleine schwarze Käfer handelt die gegen das Auto fliegen. Und in unser Essen, und in unsere Vorräte, und in unsere Haare und Küche und….. IHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH Wir haben uns tapfer verteidigt, nach 10 Minuten aber aufgegeben, als der Boden um das Auto ungelogen schwarz war vor lauter liegenden Käfern. Auf dem Stuhl meiner Freundin hing ein Handtuch (rot) dass die Käfer angezogen hat und nur noch eine lebende, schwarze Masse war. Wir haben unser Essen im Stich gelassen und sind ins Auto geflohen. Nach einer Stunde im Auto wurde die Situation kaum besser und so bin ich zu Nummer 9 gerannt. 200 Meter durch Käfer. Die saßen auch im Auto und waren deutlich entspannter als wir. Sie erzählten uns, dass das in 1-2 Stunden vorbei sei. Kein Problem. Ich renn also zurück, stürze, blute und sitz irgendwann vollkommen fertig wieder in unserem Auto. Was für ein Abend. Nach 2 Stunden war es wirklich vorbei. Und Dunkel. Hinten war alles voller Käfer. Wir haben noch am letzten Urlaubstag Käferleichen geborgen. Sie waren ÜBERALL! Aber: Sie haben keinen Schaden hinterlassen. Sie haben nur verstecke gesucht und sich verkrochen. Ein Käfer hat es bis nach Deutschland geschafft. Der War also perfekt versteckt, warum er sich auch immer verstecken wollte. Nun war die Kacke aber am Dampfen. Käfer hinten säubern, Angst vor Löwen haben (danke Ranger!!!!) Wieso hat er uns nur vor den Löwen und nicht vor den Käfern gewarnt!!!! Na ja. Wir haben im Eilverfahren gegessen. Mit komischen Gefühl. Und dann mit einem genauso schlechtem Gefühl aufgeräumt. Wir waren beide Heil froh, als wir im Bett waren. Das hat uns den Abend sauber verdorben. Es war von uns ungeschickt, aber so konnten wir es nicht genießen. Leider. Ging es euch hier schon mal so ähnliche? Bis morgen, morgen haben wir verdammt viel Glück, so viel schon mal vorausgeschickt. Liebe Grüße Amos
Teil 3822. Dez. 2012
Ich kann euch beruhigen. Wir haben die Nacht überlebt. Gestern Nacht war die Stimmung letztendlich wirklich nicht mehr so berauschend. Und wir haben nochmal eine Nacht vor uns. Wir wollten jedenfalls dann zumindest den Vorteil ausnutzen, den man hat, wenn man hier übernachtet: FRÜH im Park sein! SEHR früh. FRÜHER als alle anderen. Wir sind um 5°° bereit! Aber so was von BEREIT! Was uns schon sehr fasziniert hat war der Geräuschpegel im Hintergrund. Lautes, kontinuierliches …. Geräusch. Ich weiß nicht was. Wir also zur Toilette (gefahren), Zelt zusammengebaut und los geht’s. 05:30 😉 Gefühlt noch früher. Ambitioniert wie wir sind fahren wir ab in Richtung Tor. Aber…. Wir kommen 20 Meter weit. Dann sehe ich endlich was die Geräusche macht. Wie konnten wir das übersehen? Eine riesige Büffelherde ist im Camp. Im ganzen Camp. Überall…. Und vor allem auf der Straße aus dem Park. Und einer leigt sogar noch genau auf der Straße Wir trauen uns leider nicht durch zu fahren…. Und probieren nach vielen Fotos ein paar andere Wege aus dem Camp. Aber es gibt keine. Nach geraumer Zeit nähern wir uns langsam…. Und ernten böse Blicke, als wir durchfahren
Ich bin immer noch stolz wie wir durch das Meer aus schwarzen Leibern fahren. Das Gefühl ist der Wahnsinn! Also ab zum Fluss…. Und da sind in den frühen Morgenstunden direkt an der ersten Kurve nach dem Camp:
Der Morgen fängt mal gut an. African Hunting Dogs. Echte Wildhunde? Ich bin total aus dem Häuschen. Und Mensch sind die süß. Laufen um die Wette, gehen trinken, erkunden, gehen weiter…. Ein Rudel von ca. 15 Tieren. Und wie aktiv die sind!
Und dennoch immer einzelne die wachsam sind. Und wir mitten drin.
Oh halt… das ist was anderes. Oder? JEPP eine Hyäne. Und das war das Ende für unseren Wildhundausflug. Als sich der vermeintliche Wildhund nähert und als Hyäne entpuppt waren die Wildhunde schneller weg als man sich vorstellen kann. Im Nuh war das Rudel im Busch. Und die Hyäne hat sich auch wieder getrollt als sie keinen Auftrag mehr hatte. Ce la vie. So kommen wir wenigstens zum Weiterfahren. 1 Stunde und schon eine Büffelherde und Wildhunde + Hyäne. Das Geld hier ist sauber angelegt!
Teil 3922. Dez. 2012
Auch die Adler machen erste Morgenübungen und werden aktiv
Die Reiher reihern… und wir beschließen in Serondela zu Frühstücken. Das haben wir in den drei Tagen übrigends mehrmals festgestellt. Die Strecke Serondela bis Ihaha ist sehr gut! Die klassische Waterfront direkt nach Seduda ist zwar natürlich schön. Aber die besten und einsamsten Sichtungen und Erlebnisse hatten wir zwischen Serondela und Ihaha. Und wenig Verkehr! Hier übrigends der Blick von unserem Frühstückstisch herunter:
Frühstücken, während Nilpferde mit Jungtieren Planschen….. unbezahlbar 😉 Und unser Kühlschrank ist voller Leckereien. DA fehlt in Kasane wirklich nix.
Auch die Weiterfahrt ist nicht langweilig. Aber weit kommen wir eh nicht, weil schon nach wenigen Kilometern:
Eine Löwendame an Straßenrand. Aber genau neben der PAD….. sehr dreist von ihr. Aber dann ist sie auch selber schuld und wir ausgiebig beobachtet und Fotografiert. Ich kann euch sagen, selbst einen schlafenden, liegenden Löwen kann man lange beobachten 😉 Das wird nicht so schnell langweilig. Dem Löwen hingegen wird schon nach kürzester Zeit langweilig.
Auch überrascht mich, wie schnell man Löwen übersieht. Um uns rum waren 8 Löwen „versteckt“, die alle offensichtlich rumliegen. Dennoch haben wir lange gebraucht bis wir alle zusammen hatten
Ich kapier auch nie ganz die Rudelzusammensetzung. 3 relativ Junge Männchen und 5 Weibchen. Was ist das für ein Rudel? Das entspricht nicht meinem Clichee. Davor hatten wir einzelne Männchen (ok, dass akzeptiere ich) und 2 tolle Männchen mit einem Weibchen. Seltsame Rudel in meinen Augen. Hier noch der Zeitpunkt mit der grlößtmöglichen Action:
Danach ist wieder alles ruhig. Der Rest des Rudels liegt im Gebüsch und lässt sich nur unscharf fotografieren. Wie unprofessionell. So und schon ist Mittag…. Wir fahren weiter. Bis später. Heute gibt’s so viele Bilder, das schaffe ich nicht auf einen schwubs.
Teil 4006. Jan. 2013
Danke für die viele Geduld. Wir waren nun 2 Wochen Skifahren… Aber nun beginnt der Alltag wieder und ich habe endlich wieder Zeit für Urlaub 😉 Ich bin wohl einer der wenigen, der am Wochenende und im Urlaub keine Zeit hat und nur unter der Woche für Reiseberichte Zeit findet. Also…. Wer mit will zur nachmittäglichen Fahrt durch den Chobe, anschnallen und Zeitlassen.
Viele Sachen sieht man erst später auf den Bildern. Zum Beispiel was der Vogel die ganze Zeit im Schlamm sucht. Offensichtlich Muscheln. Jedenfalls hatte er den Schnabel durchgehend am Boden. Bis auf hier mit Beute! Tja, was war sonst noch so los. VIEL. Aber wir sind ja megaverwöhnt. Hier ist alles so Photogen und es gibt so viele Tiere. Wer würde hier schon ein Schwein fotografieren? ICH
Besser gesagt meine Freundin! Die fotografiert jedes Schwein! Ich bin mehr der Typ für Affen und die Exemplare am Fluss sind auch besonders verspielt scheint es mir.
Ansonsten. Blick nach Links… ganz gewöhnliches Bild
Aber wenn man hier Landschaft fotografiert hat man immer Tiere drauf. Hier 5 Tierarten die Sichtbar sind. Der Busch und der Fluss scheinen geradezu vollgesteckt mit Tieren zu sein. Manchmal frage ich mich, ob die für uns Touristen mit Absicht in diesem Gebiet gehalten werden? Kann die Population derart hoch sein? Kann so wenig Land so viele Tiere ernähren? Und wenn ja, wieso kann so viel Land nicht uns Menschen ernähren? Genug gedacht, hier was lustiges: 📎 229.jpg Kudu der im Schlamm gräbt und gräbt. Ist ja auch sein gutes Recht! Auf den Fotos kommt es nicht so rüber, aber er hat das Graben SEHR leidenschaftlich betrieben. Und er war auf das Ergebnis auch stolz:
Teil 4106. Jan. 2013
Was war noch so am Fluss: Badende Riesen! Wir waren am Anfang sehr überrascht, wie tief die Tiere im Wasser stehen. Aber der Trick war relativ einfach. Die zwei sind zwar Fett und sollten oben schwimmen, aber sie halten sich gegenseitig im Wasser unten. Die zwei haben für uns 10 Minuten gespielt. Und fällt euch was im dritten Bild auf? GENAU hinsehen verdammt! Ich verrate hier nicht alles. Ok. Ich verrate es doch. Die Nilpferde hatten offensichtlich nicht so viel Spaß an der Vorstellung wie wir und haben sich doch glatt vertreiben lassen. Das sagt zumindest meine Fotoanalyse. Oder alle 12 Nilpferde sind gerade unter Wasser. Wenn zwei derartige Tiere aus dem Wasser kommen hinterlässt das bei mir jedenfalls so viel Eindruck wie Halle Berry die aus dem Wasser kommt. 😉
Teil 4206. Jan. 2013
So…. Zwei Stunden später sind wir auf dem Rückweg zu unseren Löwen. Und es hat sich noch nicht viel getan Absolute Langeweile bei den Löwen. Ich finde das ja noch spannend 😉 Das schönste…. Wenig los hier. Fast durchgehend Einsamkeit bei den Löwen. Und dann beginnen wir zu überlegen. Die Löwen liegen nun hier schön 5 Stunden nachweislich. Wir könnten warten, bis was passiert. Wie lange können Löwen schon hier liegen? Irgendwann muss ich doch was tun! Ich kann euch jetzt schon sagen. Wir verbringen noch 3 Stunden hier bei den Löwen. Zwischendrin übrigends das lang ersehnte Highlight: Es bahnt sich spannende Action an. Die Löwin visiert ein Zebra an. Das waren spannende 3 Minuten sage ich euch! Und danach … …. Löwen beobachten ist SEHR anstrengend!!! Hartes Brot und harter Job. Und hier eine Erkenntnis: Um 15-16°° kommt eine Horde von Touroperratoren. Alle kommen vorbei, stellen sich möglichst nahe zu den Löwen. Alle Fotografieren wie wild und nach 5 Minuten fahren sie weiter. Vor 15°° ist Ruhe. Nach 16°° auch wieder. Dazwischen haben wir beobachtet, wie sich die Guides gegenseitig die Sicht blockieren, fast über Bäume und Büsche fahren und sich gegenseitig beschimpfen. Hier fehlt mit die Nettigkeit des Eothsas‘. Hier schien mir jeder extrem viel Anstand zu besitzen! Hier waren die Raubtiere mit Kamera am Steuer schlimmer als die Löwen. Im Nachhinein habe ich erfahren, es gibt wohl die Regel: 5 Minuten pro Fahrzeug am Platz stehen, maximal. Eigentlich eine gute Idee. Dennoch habe ich die 4 Stunden, die wir hier saßen genossen. Ach ja: Das größte Problem beim Löwenbeobachten ist die Toilette. So viel kann ich euch sagen. Wir haben aber auch nach langer Zeit des Wartens und darüber Diskutierens festgestellt: Man kann 5 Metern entfernt von den Löwen die Tür öffnen und kurz im Schutze seiner Tür die Notdurft verrichten. Es liegt auf der Hand, dass wir uns gegenseitig bewacht haben und jeder 3-mal falschen Alarm ausgelöst hat um den anderen zu Ärgern. Die Löwen hat unsere Pinkelpause vor ihren Augen auf jeden Fall nicht gestört. Andere Menschen waren eh nicht da. Na ja. Nach 4 Stunden waren wir buckelig und sind weiter. Uns tat langsam alles weh.
Ich bin versucht bei dem Bild eine Sprechblase hin zu Fotoshoppen mit einem blöden Spruch. Der Gesichtsausdruck schreit geradezu danach.
Teil 4306. Jan. 2013
Und dann… plötzlich eine Zielscheibe auf einem Tier montiert für die Jäger unter uns.
Die Parkverwaltung hat sogar einige dieser Mobilen Zielscheiben angeschafft und der Reihe nach Moniert
Ob die Tiere wissen, wie sie von hinten aussehen? So was war noch los…. Sonst eigentlich nur noch Vögel
Die hier zum Beispiel. Die Zwei haben uns danach noch eine Flugshow geboten - vom feinsten!
Ein wunderbaren Bild, danke Dani! Die zwei Schreiseeadler haben sich sogar im Flug an den Klauen gegriffen und sich umeinander gedreht. In der Luft wurden so 3 Umdrehungen zusammen gedreht. WAHNSINN. Leider hier nur noch beim Auseinandergehen fotografiert.
Teil 4406. Jan. 2013
Ich fand auch die Geier schön
Davon gab es im Westen, nahe am Camp relativ viel. Und wer genau hinsieht, sieht das ein Vogel eine Autonummer hat
Wir haben hier also Vogel E226. Gut zu wissen.
Und bevor noch mehr Vögel kommen – hier ein Baum. Einfach nur ein Baum, aber ein sehr schöner in der Nähe von Ihaha. Und noch sein Nachbarbaum
Ihr merkt schon… Geier gibt es in der Gegend zu genüge. Auf dem Baum hat sich aber einer versteckt der nur so tut und unentdeckt bleiben will. Marabus gibt’s weniger als Geier gefühlt. Oder? Zum Abschluss noch :
Danach sind wir direkt zum Standplatz zurückgefahren. Nach der Pleite mit den Käfern wollten wir heute VOR Sonnenuntergang mit essen fertig sein. Deswegen haben wir schon extra früh angefangen zu kochen. Aber nach der Plage gestern kam heute eine neue auf. Während wir am Schaffen waren hat ein Pavian sich über unsere Vorräte hergemacht. In den Schubbladen lagen Bananen und eine Tüte Äpfel. Was mich bis heute überrascht: Er hat die Äpfel genommen! Die ganze Tüte. Na ja… ich hab versucht ihn zu verjagen. Er ist von der Ladeklappe gesprungen und hat sich einen Meter zurückgezogen, dann aber sofort zum Gegenangriff geblasen…. Bis meine Freundin eintraf stand es 1 zu 1. Gemeinsam haben wir ihn dann vertrieben. 3 Äpfel büßten ihr Leben ein. 5 Minuten später kam er mit einem Kumpel wieder. Steine werfend haben wir sie in Schach gehalten. Aber als er Zähne fletschend auf mich zukam. Da kam ein kleines bisschen Angst auf. Er ist zwar nur so groß wie ALF… aber doch irgendwie groß 😉
Gute Nacht und bis morgen Grüße Amos
Teil 4510. Jan. 2013
Tja… damit sind wir an einem Punkt der Reise angelangt wo ich nichts mehr groß geplant hatte. Wir müssen uns entscheiden: Plan 1. Pan-Handle Runter und über die Dobe Grenze wieder zurück nach Namibia. Plan 2. Botswana Runde „spontan“ mal schaun was geht Plan 3…. Zurück nach Namibia und …. Genau das haben wir dann auch gemacht! Wir haben uns für eine Fahrt Richtung Küste… Grobziel Cape Cross entschieden um hier dann das übliche in den 10 verbleibenden Tagen zu machen. Grund: Wir fühlten uns gefangen. Zum einen in dem Auto. Zum anderen in der Situation: Im Nationalpark kann man sich eigentlich kaum frei bewegen (außer Auto) Im Camp geht man auch nirgends groß hin. Einen Abendlichen Stadtbummel macht man auch nirgends. Und wir wollten uns endlich mal wieder bewegen. Memo für den nächsten Namibia Urlaub: MEHRMALS MEHRTÄGIGE Wanderungen/Bergtouren etc. einplanen, die alles auflockern. Im Folgenden sind wir viel mehr geloffen und haben uns bewegt und schon war der Urlaub angenehmer. (Der Norden und Tiere sind super. Und alles war schön. Aber 3,5 Wochen waren nun leider doch viel) Und so beginnt unser letzter Morgen im Chobe:
Kitchig. Ihr glaubt nicht wie oft ich in dem Urlaub gedacht habe: Man Petrus…. Mach mal halblang mit Farben. Das hier ist so was von touristisch. So einen Bunten Himmel nimmt dir niemand ab. Das ist ja wie auf einer Postkarte…. Wir sind übrigends wieder die ersten die Aufbrechen (stolz!) Der Tag beginnt wie er aufgehört hatte. Mit vielen Geiern:
Wenige Meter nach dem Camp… 100 Meter vom letzten Schlafplatz entfernt entdecken wir im Busch eine ganze Schar davon
Uns wird schnell klar, dass hier heute Nacht viel passiert ist. Und wir haben geschlafen, während direkt neben uns ein Zebra verspeist wird. Man muss ich müde gewesen sein. Ich wunder mich bis heute. Später haben wir erfahren, dass die Herde einmal quer durch das Camp gejagt wurde. Nachts. Und ich schlafe! Unglaublich 😉 Auch erstaunlich für mich: Wie nahe der Lebensraum der Menschen hier am Nationalpark liegt und wie sehr alles integriert ist. In Etosha die klar Trennung zwischen drinnen und draußen und hier und im Caprivi…. Irgendwie fließend für mich.
Irgendwie scheint mir dieses Geflecht von Menschen und Tieren im Park sehr gelungen. Ob es das in Wirklichkeit auch ist? Heute Morgen hatten wir nichts Neues. Deswegen gibt’s nur mal Zebra:
Teil 4610. Jan. 2013
Das Bild hat mir schon damals gefallen. Genauso wie
Diese Tiere schauen mich immer an als ob sie auf ein Foto warten würden und mir sagen: Drück schon ab!
We need more Zebras. Auch schön, wenn auch sicher nur für uns Neulinge waren die Schakale.
Possierlich und verspielt untereinander. Und offensichtlich angepasst an viele Begebenheiten.
Mit dem Bild verlassen wir den Chobe über die Route am Fluss entlang Richtung NGoma Gate. Und ich sag es euch….. alles westlich von Ihaha ist… na ja… holprig. Mehrmals haben Bäume den Weg blockiert und wir haben extra Abendteuer zum gleichen Preis bekommen! Fahrten auf Grünstreifen von denen man nichts wusste, durch Gebüsch, dass hoffentlich nicht am Lack kratzt und SAND so viel wir tragen konnten. Aber unterm Strich: Der Chobe und Ihaha ist sein Geld wert. Wenn man vor der Käferplage gewarnt ist und sich drauf einstellt 😉 Und um 6°° im Park zu sein…. Unbezahlbar! Und dafür war es echt billig. Um Punkt 11°° fahren wir runter zur Grenze und sind aus dem Park. Und nun etwas was uns überrascht hat: Kaum 30 Minuten später fahren wir in Namibia ein! Damit hatten wir einfach nicht gerechnet. Schon als ich den Ein-Finger-Trifft-Alle-20-Sekunden-Die-Tastatur Freund (von der Einreise!) am Botswanaschalter gesehen habe, gingen wir von 2 Stunden aus. Aber. Zack. Er hat sich an uns erinnert, ein paar Späßchen hier und wir waren durch! In Namibia dasselbe. Stempel hier, zack durch. Und das Beste: auf der anderen Seite (Namibia nach Botswana) ging wohl seit einer Stunde nichts. Dafür waren in dem Haus 6 Leute offensichtlich gerade beim Essen und nur unser Schalter nach Namibia rein war auf. Die Leute da drüben waren vielleicht sauer! Das hat dazu geführt, dass wir unwahrscheinlich weit kamen. Wir haben es an dem Tag noch bis Rundu geschafft. Das hätte ich nicht gedacht. Ein besonderes Erlebnis war die Einreise in den Caprivi nach Kongola. Hier wurden wir rechts ran geboten (bei der Brücke). Fischkontrolle. Wie mussten alles Zeigen und beweisen, dass wir keinen Frischfisch an Bord hatten. Glück für uns das wir keine Angler sind. Aber es gab wohl ein Wettangeln in Katimo. Wir wurden auf der gesamten Fahrt von Südafrikanern überholt die einen Anhänger mit Fischerboot hatten. Die fuhren mit 120-140 km/h an uns vorbei. Alle ohne Fisch? Den Abend haben wir wieder in N’Kwazi verbracht. Und diesmal haben wir die Tanzeinlage angesehen. War ok. Der gute Wille zählt. Und: Abends sind wir essen gegangen. Das hat sich endlich mal gelohnt! LECKER. Vorallem der Kudu 😉 In dem Sinne… wir kommen morgen bis Etosha. Ich hätte nicht gedacht, dass man die Strecke unproblematisch in einem Rutsch schaft. Anstrengend sicher aber kein großes Problem. Die Straße ist wirklich gut. Liebe grüße Amos
Teil 4723. Jan. 2013
Tja…. Neuer Tag, neues Glück, wir sind auf dem Weg nach Etosha 😉 Wir haben ja beschlossen Richtung Skelettküste zu fahren, den Malerischen Weg durch den Park zu nehmen liegt also auf der Hand. Und ich kann euch jetzt schon sagen, ich bin wieder überrascht, wie gut man vorankommt in Namibia (auf der B Route). Wir sind nach einem gemütlichen Tee los und haben dem Okavango goodby gesagt. Immer in der Hoffnung: Wer das Wasser des Okavango getrunken hat wird hierher zurückkehren 😉. Wir hatten noch keine Muse einen aTM gefunden zu haben. Es war aber kein Problem mit unseren restlichen N$, Rand und ein paar US$ zu zahlen. Jede Mischung wurde akzeptiert. Unkompliziert. Wenn ich da daran denke, wie generft ich wäre, wenn irgendein dummer Japaner bei mir mit Dollar und Pfund zahlen wöllte und noch ein paar Lire mit sich rumschleppt. Vor 20 Tagen hatten wir Probleme an der Kontrolle kurz vor Rundu. Hier hatte ich ja die große Freude mein erstes Mal einen Polizisten bestochen zu haben. Wer kann das schon von sich behaupten. Ich bin mir ja nicht mal sicher, dass es ein Polizist war. Na ja, wie auch immer, wir waren deswegen genau an der Stelle ein bisschen angespannt. Was wird uns erwarten? Die Antwort ist einfach: Drei super nette Damen die uns mit viel Humor abfertigten. Wir stiegen auch aus und quatschten kurz miteinander. Von einer nahem Kaserne? Hörte man lautes Gewehrfeuer und wir fragten sie ob Angola angreift. Wunderbar wie herzlich jemand lachen kann über so einen müden Witz. Um nicht mal 10°° sind wir in Tsumeb beim Einkaufen. Was mich ein bisschen ärgert. Ich wäre gerne die nördlich verlaufende PAD gefahren. Aber nach 7 Tagen und den ganzen VET. Posts mussten wir einfach einkaufen. Vor allem, weil die nächsten Tage einfach nicht mehr so viel Möglichkeiten bieten werden. Dieses Problem hab ich zwar vorher gekannt, aber mir war einfach nicht klar, dass es so große Unterschiede gibt. Ich dachte es ist eigentlich Wurscht ob Otjo, Rundu oder Tsumeb. Aber es gibt doch Unterschiede. Wenn Tsumeb möglich ist lohnt es sich doch.
So… 11°° rollen wir Richtung Etosha und buchen gleich mal eine Nacht in Namutoni. Alles kein Problem. Nur nochmal so am Rande… bis jetzt hat sich kein Reservieren gelohnt (mal abgesehen von der ersten Nacht in Windhoek, aus Prinzip). Man muss immer ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten. Die erste Antwort ist oft ein „vielleicht“. Aber irgendwas geht immer, speziell als Camper. So … Ihr fragt euch vielleicht nun, WIESO Namutoni. Wegen unserem Leopardenglück das letzte mal. Wir wollen nochmal unser Glück versuchen. Den Tag verbringen wir schließlich in der Nähe, vor allem Kalkhoevel, mein Lieblingswasserloch. Und das Beste. Wir genießen unseren Aufenthalt. Wir haben den ganzen Tag KEIN Foto gemacht. Ich bin im Nachhinein sehr überrascht. Aber dennoch ist es ein schöner Tag gewesen. Kein Highlight. Viele Vögel, Elefanten, Zebras und das übliche. Aber da wir eigentlich alles schon durchhaben können wir ganz entspannt im Auto sitzen und KEIN Foto machen 😉 Kleiner Tipp am Rande: Probiert das einfach mal. Einfach mal ganz ohne Stress Stundenlang Tiere beobachten ohne ständig zur Kamera greifen zu müssen. Fenster Runter, rausschauen und genießen. Im Nachhinein ein perfekter Tag für mich. Wenn auch nicht spektakulär. Der Abend bringt dann ein bisschen Abwechslung. Während wir versuchen unser Zelt aufzubauen kommen Namibier die deutsch sprechen zu uns rüber und sind beeindruckt von unserem System. Wir fachsimpeln ein bisschen, zeigen ihnen alles. Plötzlich schauen sich beide entsetzt an und sagen uns nur schnell. Schaut mal da …. Ein Sandsturm. Tjo… und keine 10 Sekunden später ging es los. Sand von allen Seiten. Wie eine kleine Lawine rollte eine Orange Wand über uns. Und Sand versuchte überall einzudringen. Es war nur ein kleiner Staubwind. Kein Sandsturm. Aber es hat uns dermaßen überrascht, natürlich unvorbereitet, dass ich bis heute noch Staune. Ich habe nur schnell die Küche eingefahren und hab versucht alles dicht zu machen. Die meisten Leute waren damit beschäftigt den davonfliegenden Zeltteilen hinterher zu rennen. Verständlicherweise mit wenig Erfolg. Das Bild das ich vor Augen habe und versuche euch zu beschreiben klingt kitschig und könnte einem Film entrissen sein. Dennoch hatte es viel Komik, all die Leute, die hinter Sachen herrennen. 30 Minuten später war alles vorbei. Und wir sind um eine Erfahrung reicher. Wir sind dann mal schnell ins Bett. Morgen geht der Wecker wieder kurz vor Sonnenaufgang! Also gute Nacht Amos
Teil 4830. Jan. 2013
klappt mit IE 😉
Getreu dem Motto von gestern geht’s weiter. 6°° am Zaun und Tor und damit mal wieder die Ersten 😉 Eine Frage der Ehre. Die herbe Enttäuschung: Wir sind nicht die einzigen, die nach Kalkhoevel fahren. Mit gefühlt 80-90 werden wir von zwei Autos mit weit über 100 überholt…. Tja. Schade. Und leider auch keine dementsprechenden Tiersichtungen und deswegen genießen wir einfach die Zeit. Ohne Fotos. Das nicht Fotografieren ist gar nicht so schlecht. Sehr entspannt. Frühstück in Halali mit frisch angeliefertem Weißbrot. Lecker Sache mit all dem Luxus, den man sich nun endlich wieder in Tsumeb kaufen konnte. Und dann nach dem Frühstück fahren wir über Salvadore. Ich liebe diese Gegend. Ich fühle mich wie in einem Afrikafilm. Weite Graßlandschaft mit echten Afrikabäumen. Ihr wisst welche Bäume ich meine? Hier stehen viele Bäume rum… aber die meisten sind keine echten Afrikabäume. Ein Afrikabaum muss zwei Stämme haben und eine Bildförmige Haube. Und er muss einsam stehen. Leider gibt es davon nicht viele. Einen haben wir gefunden:
Aber sonst… nicht viel zu holen. Also weiter. Auf der Pad….. und auf einmal
Mitten neben der Straße liegen Löwen. Wenige Meter daneben. Und KEIN Auto????? Sind das vielleicht keine Echten Löwen? Bin ich der einzige fähige Guide hier? Ich muss gestehen, ich bin erst auch an ihnen vorbeigefahren. 10 Meter neben der Straße, maximal. Wir mussten leider auch wieder zurückfahren, weil ich im ersten Moment die Gruppe nicht gesehen habe. Insgesamt 5 Tiere liegen hier 3 Männchen, 2 Weibchen.
Und alle sehr verschlafen. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich nicht kapiere in welchen Konstellationen diese Tiere vorkommen? Das klassische Rudel, wie ich es mir vorstelle habe ich auf jeden Fall nicht einmal gesehen. Dafür 8 Rudel/Gruppen in wildesten Kombinationen von Löwinnen, Jungtieren, Männchen, Weibchen und auch solchen mit Dicken Mähnen….. Ich sehe keinen Zusammenhang. Wir haben einige Zeit bis dann doch die ersten anderen Autos halten. Am Anfang sind viele an uns und unseren Löwen vorbeigefahren. Aber mit der Zeit werden es einfach mehr. Ein parkendes Auto ist einfach zu leicht zu sehen. Und dann… noch ein Lichtblick.
ine Gruppe Gnus und Zebras nähert sich dem bewachten Wasserloch! Die Gnus voran und die Zebras hinterher. Und dann kommt auch schon Bewegung auf.
Das Bemerken sogar die drei schlafenden Löwen. Erst ein Weibchen, die dann die anderen Weckt. Die drei linken Löwen formieren sich geschmeidig und robben am Boden geschützt voran
Ich mach es kurz wie das endet…. Die zwei jungen Löwen rechts vermasseln es. Einer von Beiden checkt einfach mal gar nichts und beschließt zwischendrin sich im Staub zu wälzen und ein mords Theater zu veranstalten. Während er sich im Staub wälzt wirft er so viel davon in die Lüfte, dass die riesen Herde das Weite sucht. Typisch Mann…. Im dümmsten Moment das denkbar ungünstigste Mögliche machen. Der wird sich was von seinen Frauen anhören können… der Arme. Dennoch was es spannend, aber das ist das Ergebnis:
Nach zwei Stunden ist hier so viel los…. Und unsere 24 Stunden laufen ab. Wir fahren also zum zweiten Mal raus.
Kurzes Fazit: Die Route über den Park lohnt sich, wenn man ein bisschen Zeit erübrigen kann und die Richtung muss….Ich bereue es nicht. Tsumeb Outjo geht anders schneller aber kaum schöner. Nach dem wir in Outjo beim Bäcker waren fahren wir zur Bambatsi Ranch (S20 12.928/E 15 28.250). Hier erwartet uns eine Überraschung. Ein Deutsch-Namibier in 5ter Generation begrüßt uns und nötigt uns zu Tee und Kuchen. Keine Chance der Sache zu entfliehen, wenn ihr hier her kommt. Im Laufe des Nachmittags stoßen noch ein paar andere Gäste zu uns. Alle müssen Teetrinken. Keine Diskussion. Und die Aussicht…… Auf einer Terrasse viele Meter über seinem Farmland…. Hier züchtet er Wild. Und man schaut von oben auf seinen weiten Bestand, auch wenn man außer einer Giraffe nicht viel sieht. Aber dennoch bombastisch. Wir vergessen sogar ein Foto zu machen. Der Campground ist super. Es gibt zwei Stellplätze. Wir haben Gott sei Dank kurz vorher angerufen. Das lohnt wohl schon, bei nur zwei Stellplätzen. Die sind dafür sehr privat und schön gelegen. Kleine Dusche, kleines Klo, aber super idyllisch. Fazit: „Pflichtstopp“ wenn man eh in der Gegend ist und übernachten will. Und wir reden hier sehr, sehr viel mit den netten Gastgebern. An dem Tag habe ich viel über Namibia und Tourismus aber auch Wildzucht gelernt. DANKE
Teil 4903. Feb. 2013
Ich hab ja gestern schon davon geschwärmt, wie gut man hier nächtigen kann. Habe natürlich vergessen die Bilder einzufügen…. Ich Idiot.
Wildromantische Dusche und WC. Feuerholz gibt’s genügend dazu. Was mir hier auffiel. ALLES ist im Preis mit inbegriffen. Danach fragen und man bekommt es. Wasser, Feuerholz, Kuchen, Kaffee…. Ich habe mich selten so willkommen gefühlt. Und auch umsorgt. Tjo… wir sind also weitergefahren. So schön es hier ist, aber es halt doch nur ein Stopp zwischendrin. Aber nochmals: Bitte nicht erst um 19°° antanzen. Hier lohnt es sich schon am Nachmittag anzureisen. Dann gibt’s kostenlos Kaffee/Tee/Kuchen und viele Geschichten und nette Leute + Pool + super Aussicht. So dann ging es weiter…. D2743. in Klassiker… ein Muss, wenn man schon da ist. Der Finger Gottes. Angeblich. Ich habe zu Hause bei uns in der Kirche alle Bilder gecheckt. Es scheinen weiterhin 10 zu sein. Es muss sich hier also um einen Fake handeln. Ich hab es dennoch als Herausforderung gesehen und ab da rauf.
Und um die Sache mit Gottes Finger definitiv zu wiederlegen: Er ist nicht unspaltbar! Ok… wie es wirklich geloffen ist…. Wir sind um den Finger herumgeloffen. Haben vorher 10 N$ Eintritt gezahlt… und na ja. Schöne Sache, Nette Landschaft. Aber irgendwie 😉 Ich bin Geograph. Und selbst ich war nur bedingt begeistert davon. Es ist zwar eine geographische Besonderheit. Wenn man in der Gegend ist SOLLTE man vorbeifahren. Aber ein langer Besuch? Ich wüsste nicht was man hier noch tun kann, außer versuchen lustige Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen.
Wir fahren weiter Richtung Khorixas und Petrified Forest. Und wir nehmen Gott sei Dank die untere Route (D2743) durch den Ugabriver. PERFEKTE Wahl. Wir finden hier eine wunderbare Landschaft
Und ein erstaunliches Geschäftsmodell. Hier gibt es einige Familien die davon zu leben scheinen dass Sie Zäune quer über die Straße bauen. Dann gibt es einige Familienmitglieder (entweder sehr alt oder sehr jung) die sofort angerannt kommen wenn ein Auto vorbei kommt. Passiert wohl nicht so oft. Wir treffen kein anderes Auto. Gegen Trinkgeld. Die Strecke kostet uns viel Zeit und einiges an Kleingeld. Aber sie ist es wert. Die Landschaft ist wirklich schön. Einmal werden wir von Hunden verfolgt und es fällt uns sehr schwer ohne Probleme hier weiter zu kommen. Fahre ich zu langsam holen uns die Hunde ein, fahr ich zu schnell lauf ich Gefahr einen Hund zu überfahren…. Und die waren wirklich hartnäckig 😉 Alles ging gut. Da fällt mir noch ein. Was ich schon länger mal schreiben wollte. Im ganzen Land habe ich das hier gesehen und leider nicht fotografiert: Ich würde mich sehr über ein schönes Foto eines spielenden Kindes mit einem derartigen Auto freuen. Ich wollte es im Unterricht benutzen. Im Nachhinein… ich habe viel zu viele Landschafts und Tierfotos gemacht. Und viel zu viele Bilder der Leute die wir getroffen haben sind nur in meinem Kopf und nicht als Foto vorhanden. Schade.
So später geht’s noch zum versteinerten Wald 😉 Also dranbleiben.
Teil 5005. Feb. 2013
Absolut Topobär... da muss ich dir Recht geben. Im Nachhinein dennoch schade. Ich hätte gerne meine Urlaubsbekanntschaften als Foto, damit man sich besser daran errinnert. So bleibt nur Kopfkino😐
Ich sag es euch… der Tag heute ist lang. Im Nachhinein bin ich so was von überrascht wie lange der Tag ist! Um 11°° sind wir bei der fingerklippe weggefahren. Und um 13:30 sind wir hier:
Und sind so was von positiv Überrascht. Überall an der Straße gibt es Schilder mit der Aufschrift „Petrified Forest“ (ich zähle über 10 Stück) Abfahrten mit super Schildern, etc. Unser Navi sagt aber noch 34 Kilometer und mehr an….. Spätestens bei dem Schild „Better than official petrified forest“ und „Special petrified forest“ war uns klar (steht auch im Reiseführer) das es einen offiziellen und 100 Private gibt. Welcher hier der Beste ist, ist uns unklar. Ich habe dazu zu wenig im Forum vorgelesen. Hier hätte einem sicher vorher geholfen werden können. Aber ich wusste vor dem Urlaub nicht, dass wir hier sind. Ab hier fahren wir ja leider sehr spontan in der Gegend rum. Was super ist. Deswegen habe ich die letzten zwei Wochen so positiv in Erinnerung. Na ja… wir fahren zu dem offiziellen in T4A verzeichneten Forrest. Im Reiseführer steht drin „Die Führer sind oft sehr Wort-faul und Erklärungen bekommt man selten, meist beschränkt es sich auf ein Zeigen mit dem Stock“. Absolut nicht! Unser Führer blüht richtig auf! Man muss in viel Fragen. Aber er sieht das wir sehr interessiert sind und erzählt uns einiges. Das schönste. Er kennt sich sehr gut mit Pflanzen aus und wir fragen zu fast jeder Pflanze am weg. Das ist optimal für mich. So ist meine Freundin beschäftigt, während ich zwischen den Steinen rumlaufe und staune. n dem letzten Bild sieht man schon, dass meine Freundin so langsam genervt ist 😉
Aber wie ihr seht. Es gibt viel zu sehen hier. Welwitchias, Echsen, tolle Pflanzen…. Und ich bin immer noch überrascht und beeindruckt von der Tatsache, dass wir zu zweit einen eigenen Führer haben. Das Trinkgeld fällt in etwa so dicke aus wie der Eintritt, einfach weil ich ihn mag. Zum Schluss haben wir viel Spaß da drüber, weil ich ihm übersetze was im Reiseführer drin steht (über Wortkargheit). Er kann es kaum glauben und frägt die anderen Führer wie das da reinkommen kann. Und wir sind uns zum Schluss einig, dass hier Idioten den Reiseführer geschrieben haben. Punkt aus. Es war ein schönes Gespräch 😉 (Deswegen danke an den Reiseführer) Um halb drei geht’s weiter Und mir als Geograph geht hier ein Herz auf in der Landschaft. Hier sieht man gefühlt 100 Anzeichen für Unterirdische Flüsse und Ablagerungen und Erosion für Flüsse. Danke Erde für diese Landschaft. You did it vey well. Die Fahr durch diese Landschaft scheint mir hier das eigentliche Ziel.
Hier übrigends der Grund dafür, dass meine Freundin mir so selten die Kamera in die Hand drückt. In Wirklichkeit sah der Weitblick noch viel toller aus.
Teil 5105. Feb. 2013
So wir kommen eine Stunde später bei Twyfelfountain an. Und hier trifft das mit der Wortkargheit zu. Ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr großer Fan von Höhlenzeichnungen bin. Ich bin in Frankreich/Spanien gefühlt in jeder Höhle gewesen. Meine Freundin schreitet manchmal schon ein und sagt maximal drei Höhlen pro Urlaub. Deswegen habe ich mir persönlich sehr viel davon erwartet. Tjo… Im Nachhinein haben wir 4 Fotos von Felsritzungen gemacht.
Sie sind nicht schlecht. Aber…. Irgendwie auch nicht so fesselnd wie die Höhlen bei uns. Ich kann euch nicht sagen wieso. Die Führerin war am Ende schon fast enttäuscht, dass wir so wenig Fotos machten. Meine Freundin hat viel Landschaft Fotografiert und teilweise dann zumindest so getan als ob sie fotografiert 😉
Ich liebe dieses Bild 😉 Für mich als Resümee. Es ist ein Privileg durch diese Landschaft laufen zu dürfen. Deswegen würde ich es wieder machen. Die Führung… ist lustlos und schlecht gewesen. Ich verstehe, dass niemand hier alleine rumlaufen sollte. Dabei passiert zu viel Schaden. Aber die Landschaft ist es wert Stundenlang zu laufen. Wir haben uns für den längsten, machbaren Weg entschieden (was unsere Führerin sehr ungern gesehen hatte, sie war extrem lauffaul). Unterm Strich: Hingehen, aber mit weniger Erwartungen als ich bitte, sonst wird man enttäuscht.
Am selben Tag waren wir auch noch hier. Und auf dem Bild schaut auch alles recht beeindruckend aus:
Ihr seht schon ein Highlight jagt das nächste. Aber auch hier…. Na ja…. Wir waren echt enttäuscht. Ich weiß zwar wie die spektakulären Bilder im Reiseführer entstanden sind. Aus der richtigen Perspektive mit dem richtigen Foto kann man Fotos machen auf denen die Säulen riesig und gigantisch aussehen. Aber man kann auch aus der richtigen Perspektive Fotos machen auf denen das alles sehr bescheiden aussieht: Hier mal das ganze „Tal“ in dem sich alles abspielt… Nett aber nicht extra eine Reise wert. Ich bin froh das wir hier eh durchwollten und es kein Umweg war. Dann lohnt sich aussteigen natürlich. Aber selbst als Geograph war ich nur mäßig beeindruckt. Und nun der Tiefpunkt unseres Tages: Der verbrannte Berg. Felsen die natürlich so aussehen als ob sie verbrannt sind. Im Reiseführer schön fotografiert: In etwa so:
Aber wenn man es ungünstig macht:
Was ich damit sagen will. Es ist was Besonderes. Aber vor Ort eher eine Enttäuschung. Und das man überall hinfahren kann… zerstört das Bild sehr. Hier gibt es viele Urlauber die Fotos aus dem Auto machen und deswegen an der Stelle nicht aussteigen. Das prägt die Landschaft sehr. Wir waren am Anfang nicht mal sicher ob das hier der Berühmte Platz ist, weil er so hoffnungslos aussah. Wir sind am Anfang noch ein Stück weiter gefahren und mussten umkehren. Deprimierend ;-(
Teil 5205. Feb. 2013
tut mir leid liebe Leser,..... leider kann ich nur noch mit Internet Explorer Posten..... und damit produzier ich nur Müll.
Falls es wer liest: Ich will das wieder mit Firefox bedienen können (Bilder einfügen!!!) BITTE 😈 🤩 🤢
Also weiter:
Dafür endet der Abend schön. Wir übernachten hier:
Angeschlossen an die Lodge (die sehr luxuriös aussieht) sind mittlerweile 13 Campgrounds (ich glaube 6 davon waren fertig. Die anderen am entstehen) Obwohl die Nachbarn relativ nahe sind ist man doch weit von ihnen Entfernt und man hat das Gefühl einsam zwischen den Felsen zu stehen. Und das Beste. Man hat eine Wunderbare Stimmung abends. Die Lodge hat das glaube ich nicht. Ich weiß nicht wieso die so gebaut wurde, dass die Camper das tolle Abendlicht haben.
Die Duschen und Toilette ist luxuriös. Und endlich haben wir wieder die Möglichkeit unsere Holzvorräte abzubauen. Wir kaufen immer viel zu viel davon um jemand zu unterstützen. Das verheizen/grillen ist dann gar nicht so leicht.
Das die Rohre offensichtlich undicht sind und eine kleine Pfütze nach dem Duschen entsteht ist nicht so wild und tut unserem Bewacher sehr leid. Der heißt Heinrich. Wir haben mit Heinrich sehr viel Spaß. Einer der motiviertesten Torwächter die ich kenne. Der motivierteste vielleicht sogar. Und der Name….. ich bekomm davon schon fast Kopfweh 😉 Und so vergeht der Abend und wir haben Stundenlang kitschige Farben vor Augen: Ohne Fotoshop:
Der Himmel und die Landschaft wechseln von Oker zu Orange/Rot/Lila…. Als Gott die Erde erschuf hat er es hier ein bisschen mit der künstlerischen Freiheit überzogen und nochmal so richtig Gas gegeben. Es scheint uns als ob er im Nachhinein noch mit Fotoshop alle Effekte ausprobieren wollte die er in seinem Trickkasten hat. WAHNSINN. So viel Farben nur für uns…. Und die Felsen…. WOW. In dem Sinne eine gute Nacht und bis morgen
Teil 5306. Feb. 2013
Ja.. neuer Morgen, neues Glück.
Wir haben uns heute Morgen für etwas entschieden, bei dem ich immer noch nicht sicher bin ob es eine richtige Entscheidung war. Wir sind zum Damara Living Museum gefahren und haben gleich mal das maximal Packet genommen. Ich bin ein großer Freund von Hilfe zur Selbsthilfe. Ich habe noch nie gespendet. Aber an sich gebe ich gerne für solche Sachen. Ich kaufe so viel Holz an der Straße wie geht und anderes… und das Living Museum passt eigentlich in dieses Konzept. Dennoch bin ich mir nicht sicher ob es gut ist dies zu unterstützen. Wir haben es gemacht und noch selbstgemachte Souvenirs gekauft. Ich fühlte mich wie im Zoo/Zirkus um ganz ehrlich zu sein. Mein Wunsch: Einer/Eine nimmt uns für einige Stunden mit und macht mit uns eine große Wanderung durch die Gegend und erzählt uns was dazu. Was wir bekamen: Ein nett hergerichtetes „autentisches“ Dorf in dem wir von Station zu Station geführt wurden. Als mehrere Gruppen beisammen waren, begann die ganze Gruppe zu tanzen. Der Bushwalk danach ging auch nur kurz aus dem Dorf hinaus zu einigen vorher fixen Stationen. Ich bin froh, dass ich das Konzept nun gesehen habe und mir ein eigenes Bild machen konnte. Aber so in der Form würde ich es nicht nochmal machen. Und nun folgen noch einige Bilder damit ihr euch ein Bild von der Sache machen könnt. Weitgehend unkommentiert:
Teil 5406. Feb. 2013
Dann geht’s noch weiter Richtung Brandberg
Wir wollten morgen ein bisschen Bergsteigen und Klettern gehen. Waren uns aber noch nicht so im Klaren, was man so machen kann und sollte. Deswegen habenwir erst mal den besten Campground vor Ort angesteuert (auch der einzige?) Dort das üblich Desaster. Andere Camper die sich aufregen, dass es hier keine warmen Duschen gibt, das man sich die Toilette teilen muss, dass alles so wild und natürlich ist, zu wenig Abgrenzung…. GENAU deswegen bin ich hier. Die Pfeifen sind dann gute 40 KM zum nächsten Campingplatz gefahren der DEUTLICH schöner und noch günstiger sein soll??? Mir soll es recht sein. Am nächsten Tag fahren die ja auch wieder her um zum Brandberg zu kommen…. Das einzig nerfige. Es sind halt meine Landsleute. Und so schäme ich mich ein bisschen fremd. Ich finde es wunderbar
Und der Abend wird himmlisch!
Der Brandberg färbt sich im Abendlicht rot und wir hören NICHTS. Stille. Wunderbar. Das einzige was uns fehlt sind hier Elefanten. Die Spuren sind in dem Flusstal eindeutig und überall zu sehen. Leider sehen wir aber keinen Elefanten heute. Auch nicht schlimm
In dem Sinne bis morgen.😗
Teil 5507. Feb. 2013
Also heute auf zur White Lady. Wir sind sehr früh vor Ort und es ist noch recht frisch. Ich muss heute wirklich mit Pulli bergsteigen gehen. Dennoch sind schon 5 Führer vor Ort und warten auf Kundschaft. Wird wohl nicht so viel los sein heute sagt man uns. Und wie immer bin ich überrascht das wir zu 4t einen Führer bekommen. Zu4t????? Ach du „§/&(„§$!!!!
Das kann ja wohl nicht sein. Wir haben die Pfeifen dabei von denen ich gestern schon geschrieben habe. Die lieber 40 km fahren um einen „besseren“ Campingplatz zu haben und nicht im Flussbett schlafen zu müssen. Sie sehr nett…. Er… 😉 Das er in dem Alter kein Englisch redet…. Ok. Passiert. Das er aber dennoch bei jeder Frage so tut als ob er es versteht, ständig widersprüchliche Sachen preisgibt …. Zudem versteht er alle 10 Sätze ein englisches Wort des Führers und spinnt daraus eine Geschichte die NICHT zu dem passt was der Guide erzählt. Aber der Schlaubi gibt uns seine Interpretation dauerhaft zum Besten. Mehrmals wiedersprechen wir ihm, was ihn nicht davon abhält. Während wir seiner Frau gerne und bereitwillig übersetzen geht er mir nur noch auf die Nerven. Na ja. Die Landschaft ist super hier
Und unser Guide ist sehr sympathisch. Er erzählt uns viel über die Tierwelt, kann uns was über die Spuren im Sand sagen und wir quatschen die meiste Zeit der Wanderung. Insgesamt sind wir 30 Minuten zur Lady unterwegs. Und dann ist sie plötzlich da:
Auf dem Foto erkennt man sie zwar… aber GENIAL ist anders. Hier gilt das gleiche wie gestern in Twyfelfontain. Nett… aber deswegen herfahren??? Der Ausflug hätte nach einer Stunde also wieder vorbei sein können. Und da machen wir die beste Entscheidung des Tages. Wir fragen unseren Guide, ob er uns noch ein bisschen wohin führt wo sonst nicht so viele langlaufen. Und diesmal zu zweit! Und so geht’s direkt von der Lady über Stock und Stein davon. Unsere zwei Wegbegleiter bleiben zurück (erst wollt er noch mit…..;_)) Um es kurz zu machen. Insgesamt sind wir:
4 Stunden unterwegs. Und wir sehen noch diverse Bilder und vorallem tolle Landschaft.
Ich bin sooooo froh, dass wir das gemacht haben. Zum Schluss haben wir gerne 200N$ gezahlt. Der Trip war es wert. Also wirklich Geheimtipp: Wer ein bisschen wandern mag: HIER sollte man ruhig auch einen Tag einplanen zum Wandern und einen der Guides bitten eine „Special Tour“ für einen zu machen. Wir haben ihm von vornherein gesagt, dass die Zeichnungen nur sekundär für uns sind und das wir hauptsächlich Landschaft sehen wollen und viel laufen. Das war gut so. Wir haben nur ein Bild geschossen von den Zeichnungen (Lady) aber sehr viele von der Landschaft. Zum Schluss geht es nun endlich Richtung Küste.
Skelettküste klingt schon so magisch. Und wir haben Glück: Es scheint die Sonne! Ziel Hentjisbay. Und der Ort bietet wohl nur einen Campingplatz und der war…. OK. Aber wenigstens gab es Duschen. Warme Duschen! Am Eingang haben wir gefragt ob es Duschen gibt. Die Antwort war NEIN. No showers. Dann wurden wir zum Abolution Block geführt und die Frage von uns war, ob das da drin keine Duschen sind? Die Antwort war: NO SHOWERS, TOLD YOU BEFORE! Dann mussten wir noch bei der Ankunft Unterschreiben was so alles in dem Häusschen ist: Da stand auch Bathroom with showers. Wir fragten also nochmals: Und ja! Es sind Duschen. Der Platz ist SEHR seltsam, so viel schon mal vorweg. Aber der einzige vor Ort und wohl sicher und sauber. Und man hat ein eigenes Häuschen. Wenn man sich also mal nach ein paar Tagen draußen sortieren und duschen möchte ist man hier aufgeräumt. Aber schön ist es hier nicht und irgendwo am Rand des Ortes….
Teil 5607. Feb. 2013
Auch heute ging es früh raus ab zu den Robben!!! Und damit ab nach Norden. Und welch ein Glück heute!!! Die Sonne scheint! Ich bin so was von froh, dass man sich hier nicht nach dem Wetter richten muss… es ist immer schön. Fertig. Keine Diskussion. Zuverlässig und erbärmlich. Was mich immer überrascht hat war, dass wir kaum Sonnencreme benutzt haben. In meinen Augen viel zu wenig. Aber die Sonne schien mehr sehr mild. Wir hatten nie eine rote Stelle oder ansetzenden Sonnenbrand. Und das bei 5 Wochen Dauerbestrahlung und doch manchmal ein bisschen Höhenluft. Und was uns sofort auffällt… hier hat es viele Robben. Sehr viele Robben. Unendlich viele Robben. Und wohl auch schon sehr lange, sehr viele Robben.
Was am Anfang nicht so ins Auge fällt… alle Steine sind blank geschubbert von Generationen von Robben die über die Steine glitschen. Ich wusste nicht, dass man mit Robben Steine polieren kann. Aber es funktioniert offensichtlich. Und da stehen wir nun
Der Gestank wird im Reiseführer als bestialisch beschrieben. In Wirklichkeit riecht man die Anwesenheit von 100000 Robben. Aber ich denke mir, wenn man 100000 nackte Menschen an den Strand stellt und machen lässt riecht es nach kürzester Zeit schlimmer. Von daher alles kein Problem 😉. Dieses Naturwunder kann ich jedem nur empfehlen…. Man sieht hier aus der Nähe ein Stück Natur. Im Nationalpark fühlte ich mich immer fehl am Platz und als Eindringling. Hier aber scheint es mir als ob alles genauso wäre, auch wenn ich und das Geländer nicht da wären. Zumindest in Richtung Wasser. Und so sieht man zwischendrinn auch viele Möwen
Und was fällt an dem Bild auf? Genau hinschauen!!! Ich gebe mal als Tipp: der Schnabel. Genau das hat uns auch mehrfach überrascht. Hier die Ursache für diesen roten Schnabel:
Überall zwischen den Tieren findet man tote Robben, meist die sehr kleinen. Und wenn man noch weiter sucht findet man 100te Skelette und Reste. Aber das ist nicht das einizge. Was ist hier verkehrt?
Davon haben wir 3 Robben direkt am Zaun fotografiert. Das Problem Plastik im Meer, Angelschnüren oder Stücken von Netzen ist ein großes Problem. Und gibt zumindest mir zu denken. Zwischendrinn gibt es aber auch schöne Bilder
Und das schönste: Es gibt gelegentlich SchickiMicki-Touristen (Sie mit hochhackigen Schuhen und Blazer!!!!) die Naserümpfen ihren Männern signalisieren, dass sie lieber wieder weg möchten hier ist es so ecklig 😉 HERRLICH. Wir waren lange hier. Ein Highlight meiner Reise und definitiv ein eigener Anfahrtspunkt. Hier lohnt auch ein kleiner Umweg in meinen Augen. Hab hier viel gesehen und gelernt. Unser Nachmittagsziel ist Swakopmund. Und auf dem Weg erkunden wir ein bisschen die Umgebung. Dass kann ich jedem empfehlen: Einfach das Auto an die Straße stellen und mal ein paar Meter ins nichts laufen. Man sollte das nicht lebensgefährlich machen. Aber hier gings:
Das Weiße ist unser Auto. Wir haben wunderbare Steine mitgebracht.
So viel zum Abschied. Der Nachmittag in Swakopmund kommt nach. Ich kann euch nur eins sagen: Ich wollte vor dem Urlaub da nicht hin. Es klang für mich total doof. Aber es war echt toll. Bis später Amos
Teil 5711. Feb. 2013
Joa,... dann mal weiter im Text 😉. Aber ich muss euch warnen. Heute wird STANDARD!!!! 100% Touriquake, nix besonderes. Quasi schon Pauschaltourismus 😉 Wir fahren nach Swakopmund. Und heute ist mein Glückstag, der Tank ist fast leer. Sonst wäre ich nie in die erste Tankstelle im Ort (rechts) eingefahren. Ich bin mir nicht mehr sicher, ich glaube es war eine Schell. Eigentlich klingt tanken sehr langweilig. Hier aber wurde Tanken zum Erlebnis. Sofort war ein netter Herr bereit unsere Scheibe zu putzen. Und da ging der Spaß los. Der Herr hatte so viel Spaß (?) an der Sache dass er die Scheibe zu 110% geputzt hat. Das war die beste und gründlichste Arbeit die ich im gesamten Land gesehen habe. Ich habe ihn dabei c.a. 10 mal gelobt und seine Künste bejubelt. Dann musste ich leider zum Zahlen und er hat weitergemacht. Das beste kommt jetzt. Als ich vom Zahlen wieder raus komme hat er noch kurz mit meiner Freundin geplauscht und ist dann einfach weg gegangen. OHNE Trinkgeld!!!! So aber nicht mein Freund,... ich habe in jedem Reiseführer gelesen, dass ich hier Trinkgeld zu zahlen habe und ich werde Gott verdammmich hier auch ein Zahlen. War gar nicht leicht ihn wieder zu finden und ich habe ihm fast mein gesamtes Kleingeld in die Hand gedrückt. Selber schuld wenn er so gründlich putzt. Deswegen sind wir schon mit verdammt guter Stimmung in Swakopmund eingefahren. Ich war richtig gut gelaunt. Die Laune stieg als wir dann zum Einkaufen gefahren sind. Der letzte Einkauf war schon wieder eine Woche her (das scheint uns hier nun völlig normal ;_)). Und hier gab es einfach mal wieder alles. Nach unserem letzten „Einkaufen“ in Khorixas.... das war ja ein Schlamassel und Reinfall. Und hier... alles im Überfluss. Und noch viel mehr. Das einzige was uns wundert. Wir hatten uns irgendwie vorgestellt hier gäbe es eine Art Fischladen oder Frischfisch irgendwo zu kaufen. Keine Chance. Auch im Fish Deli gab es keinen Fisch zu kaufen. Also Fisch schon... aber nur Garnelen aus Tailand und Lachs aus Fischzuchten aus Norwegen. Und das war nun nicht das was ich mir erhofft habe. Da war ich echt enttäuscht. Dani ist Vegetarier und ich Quasivegetarier. Die Reise hat von uns einiges abverlangt. Und ich hatte wirklich Hoffnung (zu Recht???) hier Fisch kaufen zu können.... KEINE CHANCE. Wir sind am Abend dann ins Kücki's gegangen. Das war lecker. Aber wie immer so fettreich.. BAH. Lecker Austern... Aber ganz ehrlich. Wir waren uns beide einig, dass es lecker und alles war. Aber am nächsten Tag waren wir froh, dass wir wieder selber kochen durften. Leider.... So nun zu der Standardstadtrour – da müsst ihr jetzt durch. Gibt auch viele Bilder 😉 :
Richtig. Ziel 1 ist natürlich der große Steg.
Und die Aussicht auf das Meer ist toll und auf die Stadt sowieso.
und es gibt sogar einiges an Tieren zu beobachten. Wunderbar. Die Brandung ist hart, der Wind kalt und es gibt tatsächlich keinen Badegast.
Teil 5811. Feb. 2013
Dann ab in die Stadt
Und hier wie auch schon vorhin der Blick auf die Straßen. Oft zweispurig und NIX los.... für wen sind die riesigen Straßen. Ist Hier im Dezember wirklich so viel los? Hat wer mal ein Gegendbild von jetzt? Uns scheint es alles total überdimensioniert für das bisschen an Verkehr.
Ich nehme mal an das hier ist ein Klassiker und von fast jedem mal fotografiert worden. Mir gefällt ja vorallem die Wortkombination „Prinzessin Rupprecht“. Ich habe mich ggeschmissen vor lachen 😉 Hab ich schon gesagt, dass ich nicht nach Swakopmund wollte? Und nun ist es echt toll hier. Man kann einfach mal so einen Stadtspaziergang machen. Sicherheit scheint zu 100% gegeben. Wir schlendern sogar Nachts durch die Stadt. Mach das mal in Rundu mit gutem gewissen als Touri... Ich habe es schon mal geschrieben. Aber so frei man in diesem Land ist – diese Freiheit und Ausgelassenheit fehlt mir den ganzen Urlaub über. Zudem hat es überall Blumen. Und davon reichlich:
Und eins meiner Lieblingsmotive (danke Dani fürs Fotografieren):
von der Ferne
und von Nahe. Und hier das Ende unseres Spaziergangs. WILD
Ach ja. Wir übernachten im Desert Sky Backpacker. Hier ruft am Tag vorher anrufen. War nicht nötig. Aber hat nur 5-6 Stellplätze. Und echt super!!! Zwar nicht viel Platz (mehr ein Parkplatz). Aber dafür eine komplett ausgestattete Küche (für alle). Wir genießen es diese Küche zu haben und unsere bleibt für 3 Tage dicht. Endlich Warmwasser, Teller,.... super. Und günstig, gut, zentral, nett, sauber,.... PERFEKT. Und noch was tolles. Spontan buchen wir unseren ersten Guide in diesem Urlaub. Nach 4 Wochen selbst erkunden buchen wir für morgen Früh Chris (danke Forum für den Tipp). Ihr wisst also was morgen passiert. SEHR viele Fotos. Wem das zu viel ist der soll erst übermorgen wieder mitfahren. In dem Sinne, Amos
Teil 5912. Feb. 2013
Ihr habt es so gewollt. Selber Schuld …. Habe ich schon erwähnt, dass der morgen im Desert Sky sehr angenehm war? Sicher ruhig, angenehm, auch für Camper, gut halt nicht so viel Platz um den Camper… aber perfekt für uns. Und schon geht’s los.
Das ist Chris. Chris erzählt ziemlich viel und ausführlich. Auf Englisch. Aber sehr angenehm. So dass jeder mitkommt. Manche Tiernahmen sind aber auf Englisch einfach nicht so leicht. Auch sehr angenehm ist Douglas
Der im Hintergrund ist Douglas. Der im Vordergrund ist ein Käfer… klopf klopf. Douglas rennt fast die ganze Zeit durch die Gegend und sucht nach Spuren während Chris seine Show abhält. Und die Show ist zwar offensichtlich jeden Tag ähnlich und ist beim zweiten Mal sicher nicht so toll, aber sie ist gut. Ich mag Douglas… faszinierend wie er durch die Gegend streift.
Das bin ich. Wenn mir so viel erklärt wird, dann muss ich dringend auf die Toilette. Hinter der Düne war ich weitgehend ungestört…. Ausser der Fotografin die mich dabei erwischt hat. Und schon kommen wir zu einer Bitte an das Publikum. Bis jetzt wurde mir hier immer geholfen. Dies hier ist eher schon sehr speziell:
Das ist ein stinknormaler Dollarbusch. Nichts Besonderes. Und während der Tour drückt Chris 5 Blätter des Busches aus und alle sind beeindruckt davon, wie viel Wasser raus kommt. Das suche ich…. Zur Not als Bild, am liebsten als Video. Hat das wer gefilmt? Wenn mal wer nach Namibia fährt (oder wo anders hin) …ich hätte gerne als Video wie jemand diese Blätter ausdrückt. Sehr eindrucksvoll. Und immer wenn man das im Unterricht macht denke ich mir wie genial wäre jetzt so ein Video von mir wie ich das ausdrücke…. So.. nun noch ein bisschen Landschaft
Hier auf der Düne kam uns eine geniale Idee… Ich springe volle Semmel von der Kuppe in den Sand nach unten (Kopf voraus!) und meine Freundin geht im richtigen Moment auf den Auslöser: Hier das Ergebnis:
Teil 6012. Feb. 2013
Und hier die Erkenntnis: Wenn man den Foto quer hält schaut es nicht dramatisch aus, sondern als ob ich im ebenen rumliege….. In Wirklichkeit war es dramatisch. Deswegen im Nachhinein gedreht…..
So… noch so ein Bild
Das Bild habe ich mehrmals gedreht…. Ich weiß das der Himmel oben sein muss… aber wie es wirklich gehört… ich habe keine Ahnung, je länger ich draufschaue und es drehe, desto mehr matscht es mein Hirn. Die haben hier Landschaft für 2 Länder…. So aber hauptsächlich war da Ziel ja Tiere zu sehen, welche man ohne Chris und Douglas nicht findet. Ich verzichte mal zu jedem einen Namen zu schreiben, da ich diese selbst nicht mehr wirklich weiß und so bleibt es ein Ratespiel: Die Spinne hier kennt wohl noch fast jeder:
Und das hier ist keine Schlange
Das hier auch keine Eidechse
Und das hier ist nicht nur ein blöder Busch
Hier waren insg. 4 Chamäleons versteckt…. Und recht gut getarnt, aber auch gut zu sehen. Ob Das Chamäleon Chris dankbar war, dass es auf die Büsche gesetzt wurde wage ich zu bezweifeln:
Teil 6112. Feb. 2013
Wunderbar ist es auch angeschaut zu werden… aber wenn man genau hinschaut wird man doch ignoriert
Es gibt Menschen mit denen würde ich das gerne auch machen können.
Für mich der perfekte Moment zum Abrücken… wie sich die Zunge formt… WOW. Hier das Ergebnis der Jagd:
Schlangen gab es auch… aber nur sehr, sehr klein
Aber sie tarnt sich ja auch nur… und dann hatten wir echt Glück. Douglas spürt nach langer Zeit das GROßE Original auf:
Und die ist wohl höchst giftig.
Hier fallen zwei Sachen auf. Erstens:. Chris trägt einen Hut aus Australien, nicht aus Namibia. Die kaufen wohl nur Touris??? Und zweitens: Die Schlange kam in den Hut…. Und dass war echt haarig. Chris hat sie mehrfach berührt und dabei offensichtlich ein bisschen Panik in den Augen gehabt bis sie im Hut war…. REIFE Leistung. Ich habe es beobachtet und live gesehen… ich habe keine Ahnung wie er das gemacht hat… Und sie wollte mehrfach schauen wer sie da hält
So… das waren die Highlights: Danach ging es zurück und wir haben den restlichen Tag mit entspannen zugebracht. Außerdem war noch Permit kaufen im NWR Büro angesagt…. Und abends: Ein Glücksgriff. Wir sind spontan ins Kino gegangen. Mache ich sonst nie im Urlaub. Wieso auch. Aber hier war es eine Erfahrung, welche ich jedem anraten würde. Der Film (Ice Age 3) war auf Englisch und die Stimmung im Kino wirklich gut. Herrliche Sache. Schon nur das Popkorn gab es in 5 Geschmacksrichtungen (Süß, Salzig, Zimt, Paprika und irgendwas Gelbes). Kino anders als bei uns aber irgendwie toll. Also…. Mut mal was anderes abends zu machen, wieso nicht mal ins Kino….
In dem Sinne, bis morgen. Liebe Grüße Amos
Teil 6213. Feb. 2013
Ich weiß gar nicht ob ihrs wusstet… aber gstern haben wir ja das Permit gekauft für den Welwitchiadrive und die Blutkuppe. Die Antwort, ob man was reservieren muss…. NEIN. Die nette Dame hatte kein Interesse daran u erfahren, wo wir übernachten wollen. Sie meinte nur: sucht euch was aus. Geht klar Chefin. So mag ich NWR-Angestellte 😉 Also bogen wir nach Swakopmund Richtung Welwitchidrive ab und schon kurz nach Swakop:
Ganz ehrlich… was ein Glück. In dieser Wasserpfütze hinter der Stadt sammelten sich viele Vögel.. auch Flamingos. Wir hatten uns noch am Vorabend überlegt ob wir nicht noch versuchen solltne Sandwich Harbour Lagune zu buchen oder nicht. Wir haben uns dagegen entschieden (hab ich was verpasst????) und dennoch prompt Flamingos geliefert bekommen. Irgendwie habe ich Flamingos gar nicht so mit Namibia verbunden… aber man nimmt hier ja alles mit.
So sieht Station 1 aus. Der ganze Weg ist in 17 Stationen unterteilt… alle paar KM muss man was schauen/machen/tun. Ein richtiger Erlebniswander/Fahrpfad. Trifft genau meinen Geschmack. Station 1 ist „Flechten“ schauen…. Na ja… klasse… ich und Flechten. Haben wir zu Hause doch auch… ganz ehrlich, ich finde Flechten eher doof. Sind halt nur Flechten. Und so schaue ich auch auf dem Bild. Aber so schauen wir halt Flechten
Das ist mein Ergebnis…. Die Ergebnisse die meine Freundin hatte sind deutlich genialer. Sogar MEGAgenial:
JA.. das sind Flechten. Schaut doch verrückt aus das Bild. Und ist nicht Nachbearbeitet Oder
Wie aus einer anderen Weld
Teil 6313. Feb. 2013
Dazwischen auch mal Nichtflechten.
So mit der Zeit werden wir noch echte Flechtensuchprofis. Aber genug davon. Station 2-5 scheinen auch nochmal Flechten zu sein…. Und ein paar uralte Ochsenkarrenspuren. Schon vor 120 Jahren haben die Deutschen mit ihren Angeberschlitten hier die Landschaft verschandelt und sind off Road gefahren. Das käme heute nicht mehr vor. Es ist ja nun ein Nationalpark. Böse Südwester. Und plötzlich…. Eine Generation Älter denkt sofort an Mad Max… ich denke irgendwie nur an Frodo und Herr der Ringe. So schaut Mordor aus:
Moonvallay, der offizielle Name trifft die Sache auf den Kopf. Plötzlich aus dem nichts erscheint dieses seltsame Tal, das so unwirklich aussieht. Und nur wenige Minuten Fahrt später ist die Landschaft wieder normal
Und oftmals erstaunlich Grün. Wunderbar nach der Führung von Chris zu sehen, wo überall Leben vorkommt und wie lebendig es aussieht, teilweise auch wehrhaft:
Teil 6413. Feb. 2013
So nun nochmal mein Publikumsjoker:
Beim Bilder durchsehen ist mir dies aufgefallen. Liegt hier wirklich ein großer Brocken auf dem Berg? Das schaut so unecht aus. Leider haben wir das nur von einer Perspektive. Das Bild fasziniert mich immer mehr, je länger ich es anschaue. Sonst aber alles normal hier 😉
Ausser noch mehr Naturwunder. Und dann endlich. Die letzte Station: Welwitchia!!!!
So… für eine hunderte Jahre alte Pflanze sieht sie sehr alt aus neben mir und auch sehr klein. Das Prachtexemplar, welches nicht nur ein bisschen, sondern VIEL größer ist als alle anderen musste zum Schutz vor mir und anderen Idioten hinter einen Zaun gebracht werden. Sicher auch besser so.
Es klingt jetzt alles nicht so spannend oder? Das mit den Bildern ist auch ein bisschen inflationär. ABER.. wir haben hier mehr Fotos gemacht als in Etosha. Und das will was heißen. Und ab ins Klobürstenbaumland
Unser Übernachtungsplatz ist gesegnet mit diesen Bäumen. Super.
Das ist die Aussicht auf die Blutkuppe von unserem Rastplatz aus.
Teil 6513. Feb. 2013
Und das ist nochmal unser Auto
Für alle die später eingestiegen sind: Ich kann das System nur empfehlen. Und wir haben wirklich VIEL Platz in der Canopy. Genial Das ist dann noch unser Türschild für die nächste Nacht: bei dem Oryxkopf
Und nun folgt viel Landschaft… wir haben nämlich eine Stunde vor Sonnenuntergang uns auf den Weg gemacht die Blutkuppe zu besteigen. Sie fühlt sich wie eine riesige aufgeblähte Semmel an. Weil überall blättert kissenförmig das Material ab. Hinzu kommt noch Windschliff und Höhlen.
Und selbst hier oben gibt es Bäume!!!
So schaut das dann von ganz oben aus
Und Richtig… die Sonne neigt sich gen Horizont. Auf dem Bild hab ich auch mal markiert, wie weit die anderen Camper so wegstehen. Insg. Waren von den 20? Plätzen so 3-4 besetzt. Und das in der Mitte sind wir. Der nächste ist zwar von hier oben zu sehen, sonst hatten wir keinen Kontakt. Und die übernächsten… sind ewig weit weg. Man ist hier also wirklich „alleine“ ohne verloren zu sein. So mag ich das.
Teil 6613. Feb. 2013
Wir haben es wieder runtergeschafft… aber 45 Minuten für Hoch und Runter ist schon knapp… Gott sei Dank sind wir Allgäuer Berggängig. Das mit der Urzeitanzeige bei den Digitalen Bildern ist eine der Genialsten Erfindungen! Danke, wer auch immer das Erfunden hat.. ich wüsste nicht wie ich sonst einen Reisebericht schreiben sollte.
Falsch.. das ist nicht abends, sondern der nächste Morgen. Wir wachen in dieser genialen Kulisse auf
Und entschließen uns sofort weiter zu fahren. Frühstück gibt es später. Und wir fahren zu einem Strandartmotiv (Arch Rock?)
Dieses Foto macht wohl jeder der hier durchfährt… wir auch. Obwohl das Ding doch recht abseits liegt und die Anfahrt mir sehr ruppig vorkam. Auf dem Rückweg dann die Gewissheit, dass die Ochsenkarrenfahrer ihre Spuren nicht mehr wegmachen, sondern im Gegenteilspuren weiterhin hinterlassen
Und da war ich doch ein wenig überrascht. Wie gut gepflegt diese Gräber sind. Wer macht das? Erhält hier Namibia sein koloniales Erbe? Ist das privat? Das würde mich echt interessieren.
Teil 6713. Feb. 2013
Auf der Fahrt Richtung Henno Martin Shelter fahren wir noch an einigen Wasserlöchern vorbei. Die Ausbeute ist nett… Aber es fällt auf wie scheu die Tiere sind. Wenn ich daran denke wie gewohnt die Tiere den Trubel im Etosha waren…. Hier führt eine zugehauene Autotür soweit, dass Tiere in großer Distanz noch Abstand nehmen. Das macht die Tiersichtungen irgendwie viel echter. Und wenn sie auch nicht so spektakulär sind… irgendwie sind sie wilder.
Das Versteck von Henno Martin….muss man halt halten,w enn man schon mal da ist. Und die Geschichte ist ja auch nett.
Aber die Landschaft… die ist der Wahnsinn
Daneben ist das Versteck von den Zwei… mäßig, aber nett. Und eine schöne Wanderung. Fazit zum Park bis jetzt: Welwitchiadrive und Mondlandschaft: Super Fotos, würde ich sogar nochmal fahren! Blutkuppe: Ein Muss, wenn es irgendwie reinpasst. Hier nicht zu nächtigen, wenn man in der Gegend ist wäre verschwendet. Einmal durch die Steppe fahren und Wasserlöcher gucken. Kann man machen, wenn man viel Geduld hat. Dann lohnt es sich. Es ist hier kein Etosha. Das ist Nationalpark Light. Henno Martin Shelter: Nett… tolle Landschaft, wenn man hier ist halten, aber insg. Mau. Leider neigen sich unsere 5 Wochen dem Ende und wir schauen, dass wir ein bisschen weiterkommen. Deswegen fahren wir heute nochmal 2 Stunden nach Solitaire. Und auch hier ist die Landschaft toll. Grüne Canyons zwischendrinn
Und Oryxe
Und Capricorns
Und noch mehr Strauße in einer Landschaft die zu schwimmen scheint
Diese zwei Tage waren ein Farben und Landschaftsbild… WOW.
Ich habe mir das nicht so toll vorgestellt. Wir kamen hier her mit dem Gedanken… wir haben noch ein paar Tage über, fahren wir doch mal hin. Und zum Schluss war es eins unserer Reisehighlights. Fotomotive ohne Ende. Absoluter Tipp. Und kaum Leute!
Zur Übernachtung: Campingplatz Solitaire: Super. Gerne wieder! Einfach, schlicht, sauber, (POOL^^), und die Tankstelle hat super Brot (und ja wir haben den Kuchen gegessen).
In dem Sinne, ganz liebe Grüße und Danke fürs Lesen und die viele Geduld dabei!!! Amos
Teil 6814. Feb. 2013
Danke... das beeindruckt mich schon. Das mit diesem Erbe so pfleglich umgegangen wird. In Namibia muss man also sterben 😉
Heute geht’s es wahnsinnig früh los… wie jeden Tag, wenigstens scheint die Sonne. Genau der 30te Tag heute mit Sonnenschein. In Folge 😉 Warum das Ganze? Heute steht Wandern auf dem Programm: Der Waterkloof Trail!!!
Es geht in die Naukluftberge (zwischen Rietoog und Sesriem). Hier hat es drei Routen eingezeichnet. Eine Achttagetour. Und Zwei Trails mit 17 und 11 KM. Wir nehmen natürlich den langen. Meine Freundin lässt sich irgendwie überzeugen und verflucht mich danach dafür, dass ich sie überzeugt habe. Das Ganze ist mitten im Nationalpark, was gut und schön ist. Aber auch furchtbar einsam. Es mag Jahreszeiten geben wo hier viel betrieb ist. Wir waren die ersten und einzigen. Und wir hatten keine Ahnung wie schlimm der Weg wird, wie lange man braucht.. etc. Die Dame vom NWR wo wir das Permit holten meinte: 8 Stunden, 3 Liter Wasser pro Person 😉 GENAU Hier im Allgäu mach ich 2000 hm in der halben Zeit mit der Hälfte an Wasser. Im Sommer! Dennoch: Mit Anfahrt und Frühstück sind wir erst um 09:30 losgekommen. Und das war unser Fehler. Wenn man das machen will, sollte man hier im Nationalpark übernachten. Dann ist das alles entspannter. Dumm von uns, aber so bin ich halt. Also, wie ihr auf dem Bild seht folgt man den Gelben Ausrufezeichen. Ic h habe später gelernt, dass es Fußabrücke sind. Davon gibt es VIELE. Am Anfang alle 20 Meter einer. Dann später werden die Abstände größer. Und die Dinger werden offensichtlich alle paar Jahre neu gemalt und erneuert. Und hier ist das Problem. DA werden offensichtlich Künstler mit gelben Farbeimer losgeschickt mit dem Auftrag den Weg neu zu malen. Gute Sache. ABER. Diese Leute nehmen jedes Mal einen leicht anderen Weg. Und so sieht man oft kreuz und quer Gelbe Punkte weil es mittlerweile 3-4 parallele Wege gibt. Wir waren wirklich oft am Suchen. An vielen Stellen war der Weg einfach schwer zu finden. Sehr schwer. So schaut der Weg das erste Viertel aus:
Man folgt überwiegend einem Fluss und ich bin durchweg erstaunt, wie trocken die Landschaft ist und wie viel Wasser hier fließt. Baden ist mehrmals möglich, aber wer möchte schon in der Morgenkälte Baden? Falsche Jahreszeit. In der Karte sind 2 Badestellen eingezeichnet. Wir passieren davon mindestens 10. Hier ist mal eine davon. An sich einladend, aber leider ist es relativ kalt.
Idylischerweise noch von einem Wasserfall gespeist:
Die meiste Wegstrecke ist der Fluss aber trocken und verläuft wohl unterirdisch, wenn man sich die Vegetation so anschaut
JA das ist offiziell der Weg. Wer auf dem Bild schaut sieht auch einen gelben Fußabdruck. Wir haben großes Glück und treffen eine erlegte Oryx, bzw. die wenigen Reste davon. Dann hat der Reiseführer doch Recht und es gibt zahlreiche Leoparden in der Gegend – vielleicht aber auch ein natürlicher Tod. Meine Freundin ist zwar Tierärztin. ABER… hier wollte sie sich auf nichts festlegen. Nur eins war klar. Dem Tier war nicht mehr zu helfen. Zu viele Einzelteile fehlen. Das beruhigt, dass es doch authentisch ist und nicht nur eine Touristenverarsche 😉 sondern noch so was wie echte Wildnis. Bergzebras (echte!) haben wir übrigends auch gesehen. Ansonsten nur Klippspringer und Klippschiefer. Und viele, viele Echsen. Mit der Zeit ging es immer höher hinaus
Und wir haben den Fluss verlassen. Das macht sich deutlich bemerkbar in der Vegetation. Ich bin froh, dass ich mein Garmin Montana 650 dabei habe (Unbedingt empfehlenswert ein Wander-GPS und einen Kompass dabei zu haben!!!). Laut Karte haben wir ¼ geschafft. Am Anfang hatten wir echt ein bisschen Panik. Wir sind einfach nicht vorangekommen. Die ersten 4 KM haben weit über eine Stunde gebraucht. Eher 2 Stunden. Und da lief langsam das Arschwasser. 4 km = 2 Stunden die gesamten 17km = SEHR lang. Mit der Panik vor Augen sind wir sehr hektisch gewandert und haben den ersten Teil nicht genug genossen. Nach 2 Stunden haben wir dann 2 Personen (relativ älter, nicht unbedingt nur sportlich) getroffen. JUHUU, doch nicht die einzigen. Und die haben für die gleiche Strecke 50% mehr gebraucht. Ab da ging es wieder besser. Und der Weg wurde auch einfacher zu finden und wir kamen schneller voran. Und schon war das Wandern angenehmer – wenn man weiß das hinter einem noch andere dumme Deutsche durch die Hitze laufen und langsamer sind und selbst wenn wir ins Dunkle kommen… die hinter uns sind noch ärmer dran. Klingt zwar echt blöd wenn ich das so jetzt schreibe und lese… aber das hat uns hier sehr den Tag gerettet. Der Gipfel kam dann relativ schnell und unerwartet und das beruhigende Schild kurz vorher 50% der Strecke.
Aussicht!
Der oberste Stein ist meiner.
Teil 6914. Feb. 2013
Da oben hat es auch tolle Pflanzen, das hier haben wir mitgenommen:
Hat innen baumwollartige Fäden und ist schön zum Dekorieren. Weiß wer von euch, was wir hier mitgenommen haben? (nochmal danke für all die beantworteten Fragen bis jetzt!)
Was ich damit sagen will, nach dem Gipfel (Rückweg) wird der Weg noch trockener. Und damit die Dornen länger. Ich habe eine lange Hose an und verletze mich nur leicht. Daniela wird aber regelrecht zu einem Sieb zerstochen. Tipp: LANGE Hose, lieber dicker als dünner Stoff! Egal wie warm es ist.
Und dann noch eine Eidechse. Und dann ist ein Bild entstanden, das zwar unscharf, aber irgendwie voller Leben ist:
Und dann endlich (nach 5 Stunden) sind wir wieder auf dem Weg zum Auto.
Fazit des Tages: - Toller Rundweg, wenn wir mal nochmal nach Namibia kommen haben wir uns den Acht-Tage-Hike vorgenommen. Ich glaube das lohnt sich! Aber auch die zwei kleinen sind gut. - 1 Liter Wasser pro Person ist zu wenig. Wir hatten zu wenig. Jetzt haben wir Kopfweh und Wassermangel und Überhitzung. Meine Freundin leidet noch fast 24 Stunden später danach. Mir geht’s auch nicht optimal. Selber schuld, dumme Deutsche. - Keine Panik. Nicht hetzen. Zeit lassen! Wir waren zu schnell. 5 Stunden sind mit Pausen und Foto machbar aber nicht nötig. ABER: Dann muss man hier Übernachten (Nacht davor und danach). Das wäre schlau gewesen. Haben wir nicht gemacht. Wir wollten noch schnell nach Sesriem fahren. Wir Idioten. Hätten wir nicht tun sollen. Haben wir aber, sind ja dumme Touristen. - Das nächste Mal hier 1-2 Mal übernachten! Ernster Tipp.
Wie schon angekündigt sind wir dann noch nach Sesriem gefahren. OHNE Vor zu buchen. Wie ich hier mehrfach gelesen habe ist das problematisch. War es auch. Ein bisschen zumindest. Wir haben keinen Platz bekommen. Und der nächste ist ja 50? KM entfernt. Aber alles voll. Wir haben aber auf dem kleinen Ausweichplatz (Überflutungsgebiet?) nächtigen dürfen. 2 Nächte haben wir genommen. Gleicher Preis, dafür längerer Weg zu den Toiletten und Duschen. Aber das ist ok. Das ist mir die Spontanität wert. Wenn man das gleich an den Anfang legt oder ans Ende kann man es ja vorbuchen. Aber bei unserer Reise waren Vorbuchen nicht möglich. BZW. hätten uns zu sehr eingeschränkt. Und es war das erste Mal (Nacht Nummer 31) das wir was hätten vorbuchen sollen. Und wir wurden dennoch aufgenommen. (Und es war der 05te September, also durchaus noch Hauptsaison?). Auf dem Weg dorthin…:
…haben wir viele Fotos gemacht. Aber leider sind viele Stromleitungen und Zäune im Weg. Ansonsten wäre dieses Bild hier genial:
Auch so gefällt es mir Morgen dann erst mal ausschlafen. Wir gehen nämlich um 8°° mit Kopfweh schlafen. Wir Dummen. Selber schuld. Erst gegen morgen Mittag wird es uns wieder normal gehen und der Kopf sein Theater langsam beenden…. Also bitte nicht jetzt ansprechen. Bis morgen, Amos
Teil 7016. Feb. 2013
Sodala… heute also wie angesagt mit Kopfweh aufgewacht. So toll die Wanderung gestern war… man muss das besser machen als wir. Heute Morgen habe ich den Nationalpark verlassen um Brot bei der Tankstelle zu kaufen. Das was es im NWR Shop gab war… na ja. Das bei der Tankstelle war offensichtlich frisch geliefert und echt lecker. Weiter zu empfehlen. Und besonders toll war es am Tor ohne Auto vorbeizulaufen. Der nette Herr am Tor hat mich nur dumm angeschaut und mich gefragt was ich hier mache 😉. Letztendlich hatten wir beide so recht viel Spaß bei der Sache. Auf dem Rückweg wurde nochmals gewitzelt. So… nach dem Frühstück und Kopfweh-Ausschlafen sind wir um 14°° zum Canyon gefahren. Und dort angekommen sah das erst mal… na ja aus:
Die ersten Schritte in den Canyon waren genauso … na ja
Wenn ich so eine gemauerte Treppe in ein Flussbett sehe, drehe ich normalerweise um. Aber sonst gibt’s ja hier nicht so viel zu machen mitten in der Hitze des Nachmittags. Aber nach ein paar Schritten kann ich nur sagen: Der Canyon ist sein Geld wert. Wäre ein eigenes Reiseziel. Und wenn man hier ist kann man auch noch zu den Dünen ^^.
In die eine Richtung sehr schmal – in die andere Richtung sehr weit und oftmals auch recht grün
Und je weiter man läuft, destwo weniger Menschen trifft man.
Hier sieht man auch schön, wie irgendwie alle den gleichen Weg finden 😉 Das war dann schon ein bisschen weiter weg. Je näher man der Treppe kommt, desto mehr Fußspuren im Sand findet man. Nach langer Laufzeit (40 Minuten sagt der Foto) sind wir dann mal die Wände hochgestiegen an einer geeigneten Stelle. Und von oben schaut der Canyon einfach nicht so beeindruckend aus
Aber wir sind durch Zufall bei der Lodge hochgestiegen. Irgendwie bin ich gar nicht so neidisch. Ich dachte immer es ist eine Zwei Klassen Gesellschaft in Namibia. Lodge gegen Camper. Irgendwie ist es auch so. Aber irgendwie auch nicht. Beide beäugen sich immer ein wenig kritisch und mit nicht all zu viel Verständnis, habe ich das Gefühl, aber Kontakt hat man hauptsächlich mit seines Gleichen. Geht euch das nicht auch so? Entweder man quatscht mit anderen Campern oder nicht. Ich nehme an bei den Lodgebewohnern ist es auch so. Wie auch immer… ich bin sehr froh, dass wir Campen. Mir fehlt der Luxus bis jetzt nicht. Sogar auf unserer „Overflow Area“ fühle ich mich langsam wie zu Hause. Auch wenn der Weg zu den Toiletten SEHR weit ist. So… nun ist es 16°° und wir fahren zu den Dünen vor 😉 Perfektes Timing. Jetzt sollte es nicht mehr so voll sein und wir ein paar Sonne geht bald unter Bilder machen können. Aber das muss später folgen – hab keine Zeit mehr 😉 Außerdem. Hier gilt es gefühlt 500 Fotos durchzuforsten.
Teil 7117. Feb. 2013
Heute wird ein Tag sag ich euch…. Ich weiß ja nicht ob ihr es wusstet, aber heute gibt’s viele Fotos. Wir haben 16°°… der Tag ist also nicht mehr allzu lang. Dennoch werden in den nächsten 2 Stunden weit über 300 Fotos gemacht. Nach dem sortieren bleiben noch Stolze 176 übrig. Und hier soll ich nun für euch aussortieren??? Ja leck mi doch a Fiedle (wie der Allgäuer in mir da sagt – Word unterringelt das (dummes Word)). Also nix wie los. Und dann der Schrecken. Das ist kein Individualtourismus mehr. Wir fahren im Konvoy in Richtung Wüste. Es sind immer 5-10 Autos um uns rum. Die meisten fahren weit über 100 km/h. Es ist regelrecht ein Rennen in die Dünen. Ich nehme an, dass liegt an der Urzeit. Aber sicher bin ich mir nicht? NA ja… wir machen das Beste draus und stellen uns drauf ein, dass da hinten mindesten 100 Leute mit uns in den Dünen stehen. Ich bin jetzt schon enttäuscht. Ich verstehe auch nicht ganz, wieso so viele SOOO schnell fahren. Der Weg zu den Dünen zwingt uns schon so oft zum Anhalten
Mein Lieblingsmotiv. Diese Berge (von denen ich leider den Namen nicht weiß) faszinieren mich. Deswegen poste ich sie gleich nochmal, obwohl sie heute Morgen aus einer anderen Perspektive schon mal da waren! Was auffällt, dass der Sand die Farben wechselt und auch die Vegetation sich unterscheidet Am Anfang, noch wunderbar unberührte Dünen mit reichlich Vegetation
Und weiter hinten
Auch schön ist hier, dass es immer noch Tiere gibt die sich nicht von uns Menschen verjagen lassen. Man merkt an diesem magischen Ort, dass Tod und Leben nah bei einander liegen.
Die zwei Bäume stehen nah beieinander. Einer hat aber noch Wasser, der andere nicht.
Dieses Bild konnte ich nicht aussortieren. Die Piste ist übrigends der Wahnsinn. Best Road in Namibia Award goes to ….. Für den Weg braucht man wirklich keines der Hochgerüsteten Autos 😉. Ist irgendwie überraschend. Bis zum Nationalparkeingang führt eine PAD. Und keine gute PAD. Eine recht wellige PAD um ehrlich zu sein. Und im Nationalpark dann ein Highway??? Wenigstens bleiben die Touris so auf der Straße. Jo… und dann die letzten berühmten 4km. Ich genieße sie. Gefahrloses Tiefsandfahren. Nicht zu tiefer Sand, ganz unproblematisch, aber so tief, dass ich meinen Spaß habe. Also für einen Anfänger und Nichtskönner wie mich ein wunderbarer Spielplatz. Ich würde am liebsten die Strecke mehrmals fahren 😉 Aber meine Freundin sieht da leider keinen Sinn drin. Ich spiele sogar kurz mit dem Gedanken vor der Rückfahrt irgendwas hinten zu „vergessen“ um es wieder holen zu müssen… aber trau mich nicht.
Ihr seht schon, die Schatten werden immer länger und deswegen machen wir uns auf den Weg. Wir sind endlich hinten angelangt – auf dem Parkplatz zum Deadvlei. Und wir haben 80 Minuten bis hinten gebraucht. Es ist also schon recht spät. Uns fällt auf, dass sehr viele Touristen uns entgegen laufen und eigentlich nur noch ein Pärchen mit uns zum Vlei läuft. PERFEKT!
So schaut der Weg aus. Relativ menschenleer (untypisch). Wie ihr an den Spuren im Sand seht.
Teil 7217. Feb. 2013
Unterwegs hält uns die Makrofotographie noch ein bisschen auf. Dank der Tour mit Chris fällt uns das „kleine“ Leben nun viel mehr auf und muss dokumentiert werden:
Diese Ameise beispielsweise mit dem Wespenartigen Hinterteil. Oder diese Käfer, die es überall gibt
Und nicht z vergessen die vielen Blumen
Insgesamt gibt es wahnsinnig viele Spuren im Sand. Die Tourispuren (bahhh) und Insektenspuren (geil)
Und so kommen wir dann nach 30 Minuten Gehzeit am Vlei an. Der Weg ist in 5-10 Minuten locker zu schaffen. Aber Fotografieren.. schauen… staunen…. Auf jedenfall: MENSCHENLEER
Wir sind fast ein bisschen stolz 😉 Nach der Kolonne die nach hinten gefahren ist hatte ich anderes erwartet. Ich dachte ich stehe hier mit 100 anderen Leuten. Im Nachhinein gibt es nur 2 Lösungen Lösung 1: Alle anderen sind um die Urzeit wo, wo es viel toller ist. Nur wir wussten davon nichts und sind deswegen im Deadvlei – alleine. Ist das so? Oder Lösung 2: Alle anderen sind rechtzeitig zurückgefahren weil…. Weil? Keine Ahnung. In beiden Fällen hätten wir stutzig werden sollen. Aber leider hatte ich dafür keine Zeit. Ich musste die Sache zu fest genießen. Und ich muss zugeben – wir waren leicht ausgelassen.
Meine Oppossumfreundin
Teil 7317. Feb. 2013
Dieses Bild ist NICHT falsch rum. Es wurde so geschossen – hier der Fotograf
Noch ein Oppossum. Ich kann euch übrigends getrost versichern, dass kein Baum darunter leiden musste. Die Dinger halten was aus. Der einzige der wirklich unter dem Foto leiden musste war ich. Mein Bein sah danach aus wie vom Leopard zerfetzt. Der Baum hat das genommen wie ein Mann… ich wie ein Weichei. Baum : Amos - 1:0 Aber die Sonne senkt sich unweigerlich –
- und wir sind gezwungen uns auf den Heimweg zu machen. Jetzt sind wir doch noch ein bisschen froh, dass es noch ein weitere Pärchen gibt, dass mit uns im Vlei war. Wir sind also nicht ganz die letzten. Und die Abendsonne zeigt nochmal alles in einem neuen bild
Tjo… wie der Sausewind brausen wir nach Hause
Am Anfang noch schnell
Aber später dann relativ langsam. Wir sind nämlich wirklich in die Dunkelheit gekommen. Die letzten 20 km fahren wir bei Nacht. LANGSAM. Aber ich denke, dass ist ok. Zumindest erwartet uns kein schimpfender Torwächter. Alles gut. Ende gut. Und so viele Eindrücke gesammelt, dass wir nicht wissen wohin damit. Heute Abend wird ausführlich GeBrait. Was auf der Overflowarea und dem Wind nicht leicht war. Und dann…. Früh ins Bett. Wir wollen ja wohl morgen bei Sonnenaufgang vorne sein. Das einzige Problem ist: Ich habe keine Ahnung wohin. Im Forum haben so viele geschrieben „Fahrt am Morgen unbedingt Da und Dort hin“. Aber ich habe keine Ahnung mehr, was der Tipp war. Der Reiseführer hilft uns auch nicht weiter. Und so stellen wir den Wecker früh und machen das morgen spontan. Planung ist was für Weicheier und Kleingeister ;_). Bis morgen in aller Frühe. Mit noch mehr Fotos. Amos
Teil 7422. Feb. 2013
Da hab ich doch heute Nacht ein tolles Gespräch mit nem Guide gehabt 😉 Wir haben zusammen gespült. Er die großen Töpfe seiner Crew – ich meine kleinen 😉 Das ist ungefähr der 5te Guide der mir sagt, dass er Touristen für komische Leute hält. Ich habe leider bis jetzt noch niemand sagen hören: Ich freue mich den Gästen unser Land zeigen zu können. Das ist der schönste Job den ich mir vorstellen kann. In dem Fall hat er mich gefragt was wir so gemacht haben und wo wir waren…. Beim erzählen haben wir festgestellt, dass das Ngepi Camp (vorm Mahango NP) unser beider Lieblingsplatz ist. Er hat uns gratuliert, dass wir hier 3 Nächte waren 😉. War danach ein sehr herzliches Gespräch und ich habe viel Erfahren was er so Tag ein Tag aus macht. Und dann beginnt er zu erzählen, wie er in 22 Tagen von Kapstadt über Namibia nach Vic-Falls fährt. Und dann 22 Tage zurück 😉 Er denkt sich – die Spinnen doch die Touris. In 22 diese Route – und er frägt mich „Wer bucht sowas“ 😉 KEINE AHNUNG denke ich mir schmunzelnd. Aber wie es scheint ist sein Bus immer voll – es muss also für viele der Traumurlaub sein. Und nur weil es mir nicht zusagen würde muss es ja nicht schlecht sein. Ein bisschen würde mich aber schon interessieren wie eine solche Reise ist. Da ist man doch nur im Bus…. Nie irgendwo richtig….Wir haben für Sossusvlei - Vic-Falls 30 Tage gebraucht und damit fast das gleiche gemacht wie die auf dem Programm haben (zumindest von den Stationen – wir waren sicher zwischendrin länger dort und haben ein bis zwei Extras gemacht). Die machen das aber in unter 10 Tagen Ich genieße solche Gespräche. Hier hatten wir auch den Tipp bekommen im Dunkeln loszufahren morgen früh. Das Tor geht wohl früh auf. Sehr früh. Sehr, sehr früh…..Das Braien ist eh ungemütlich bei dem Sturm, also früh ins Bett.
Nun ist es aber früh… so früh sind wir noch nie aufgestanden. Es ist offiziell noch STOCK Dunkel. Ich wusste ja, dass das Tor früher aufmacht als ansteht. Und so wollen wir uns weit vor offizieller Toröffnung einreihen. Ich machte mich auf das Rennen meines Lebens gefasst. Ich—3 Trucks mit Touristen- ein ambitionierter Bus – 5 Kleinwagen und 20 Hilluxe. Wir mit der Startnummer 1 und in der Führung….!!!!!!!!! Und Schande…. Da war schon wieder alles auf. Oder immer noch von gestern Abend? Wir waren alleine am Start 😉 Mir schwant also übles und wir brausen los. Und ganz ehrlich. Ich hatte keine Ahnung zu welcher Düne wir fahren sollten. Zur ersten? Oder ganz zur Letzten? Kommen wir da noch zu einer sinnvollen Zeit an? Wir haben uns für das echte und hinterste Sossusvlei entschieden. Ich weiß nicht ob das gut war – so sahs bei Ankunft aus Bild 463 – wenige Meter neben unserem Parkplatz – die Sonne kommt raus – wunderbar. Es ist wunderschön – ich hoffe nur wir haben nicht alles falsch gemacht und woanders ist es noch schöner. Also ab auf die nächste Düne – die direkt beim Vlei. Das beste: WIR SIND ALLEINE!!! So schaut der Weg vor uns aus!
UNBERÜHRT So hinter uns
Vertrampelt. Ich hätte nicht gedacht, dass der Frühsport so anstrengend wird. Jedes Sandkorn auf den Bilden haben wir mit eigenen Füßen bewegt. Ich hätte auch nicht gedacht, dass der zweite es soooo viel leichter hat. Aber vorauslaufen ist hier wirklich viel anstrengender. Aber es lohnt sich. Das ist die Aussicht von oben.
Ohhh das Vlei hat Wasser. Steht nicht im Reiseführer, dass das nur alle 10 Jahre vorkommt? Sind wir aber Glückspilze.
Ja sogar Zaungäste. Schon schön wer so alles hier ist. Immer noch ganz offiziell WIR und sonst niemand (ausser den Antilopen)
Aber wie ich auf dem Bild sehe nähern sich 3 Autos. Im Folgenden laufen die eh woanders hin:
Die laufen ernsthaft da hoch. Na dann viel Spaß. Mir langt unsere Düne. Die hat sich wie 200 höhen Meter angefühlt. Und sonst ist ja noch Menschenleer hier
Teil 7522. Feb. 2013
Wir sitzen so 2 Stunden. Mir kam es deutlich kürzer und länger vor. Aber die Kamera sagt: 2 Stunden liegen zwischen den Bildern. Zwischendrin hat man sehr viel Zeit zum Nachdenken, Quatschen und Blödsinn machen. Und Jungs im größten Sandkasten der Welt – alleine und unbeaufsichtigt. Ja wir haben Blödsinn gemacht 😉 Hier meine Lieblingsfotos:
Ich war so voller Sand, nachdem ich das 100-mal gemacht hatte 😉 Aber es hat sich gelohnt. Die Fotos sind schon klasse – aber aus der eigenen Perspektive war das einfach nur WOW. Irgendwann sind wir dann die Düne runtergelangt. Wir hatten doch langsam Hunger
Das sollte spektakulär aussehen. Funktioniert aber nur, wenn man die Kamera beim Fotografieren so hält, dass die Düne schräg aussieht. Sie war steil. Aber durch das drehen schauts so aus als ob ich im fast ebenen hüpfe 😉 Peinlich
Teil 7622. Feb. 2013
Unten am Vlei war es dann echt Kalt. Dafür gab es viele Blumen und Echsen.
Und auch die schon oft beschriebenen Kornkreise
Und!!! Endlich Frühstück
Ihr seht schon – unser Frühstück ist auch am letzten Tag noch ausführlich. Marmelade, Käse, Camembert, Nutella, Säfte, Tee…. Man bekommt hier wirklich alles. Und frisch geröstetes Brot. Auch wenn ich es dekadent finde jedes Mal ein Feuer an zu machen nur um mir ein Toastbrot zu machen. Und man sieht auch nochmal unsere ausgeklappte Küche. Das System ist sehr, sehr durchdacht und schlau. Aber es ist sooo lecker. Im Grill 2 Scheiben Toast mit Schokolade zu füllen und diese über das Feuer zu halten. LECKER.
Teil 7723. Feb. 2013
Schön, dass euch Sand gefällt 😉 Ich habe noch ein bisschen was davon.
Da hier soooo oft gefragt wurde, wie tief ist der Sand so auf den letzten 4 km habe ich ihn mal mitgebracht. So tief ist er. Also eigentlich nicht tief. Eine sehr lustige Strecke auf der man mal Spaß haben kann und das auch noch ungefährlich. Ein Highlight lag noch auf dem Weg – die italienische Gruppe die zwar einen Toyota hatte aber leider einen Corolla. Sie haben es auf dieser Strecke immerhin gute 500 Meter geschafft bis sie stecken blieben. Ein wunderbarer Anblick wie er Ärger von Ihr bekommt für die beknackte Idee. Aber der Traktor war schon auf dem Weg. Das Ziel für die Mittagshitze hieß: Hidden Vlei. Und ich kann euch sagen – das ist gut versteckt. Wir haben lange gesucht. Der Parkplatz ist ja noch leicht. Aber dann geht die Suche los. Wir sind irgendwann auf eine Düne raum um zu sehen was so um uns los ist
Aber leider kein Vlei. Hinter der nächsten Düne war das hier
Soll das das Hidden Vlei sein??? Mäßiges Vlei. Zwar ein Vlei – aber das berühmte Hidden Vlei muss doch toller sein. Ich bin aber froh, dass wir so wirr durch die Dünen getapft sind. Hier passierte nämlich das Drama des Tages
Wir haben eine Dancing White Lady dabei beobachtet, wie sie sich von einer Wespe hat jagen und töten lassen. Danach wurde sie vergraben. Und zwar in einem atemberaubenden Tempo. Dieses kleine Insekt kann in Windeseile Sand verschieben. Und ich muss gestehen – mein Forschungsdrang war groß. Eigentlich weiß ich, dass ich im Naturschutzgebiet bin und nichts machen sollte. Aber ich habe die Spinne wieder ausgegraben. Und zack hat die Wespe von neuem begonnen die Spinne zu vergraben. Und dann hab ich sie nochmal ans Tageslicht geholt. Darauf ist das Insekt aber nicht reingefallen und hat uns angefallen. Daraufhin hab ich die Spinne eigenhändig vergraben. Das buddeln der Wespe war aber so faszinierend!!! Wir haben sehr stümperhaft ein bisschen gefilmt. Nicht toll, nicht gut. Wir hatten ja nur die kleine Digicam hier, aber man sieht was die Wespe macht.
Irgendwann sind wir weiter und haben noch mehr Leben getroffen. Eidechsen ohne Ende. Wo man hinlief lief irgendwas weg.
Und wunderbare Pflanzen
Und irgendwann standen wir dann tatsächlich im Hidden Vlei
Das Dead Vlei hat mir aber besser gefallen. Aber hier ist auch tagsüber niemand. Im Dead Vlei muss man ja bis abends warten um alleine zu sein. Hier hat man das auch tagsüber.
Sogar ein Nest ist in dem Baum versteckt. Wer auch immer hier nistet ist ein harter Hund, so viel steht fest. Und dann kommt ein Moment den ich irgendwie befürchtet habe. Wir müssen. Es ist kurz nach 12°° und unser Flieger fliegt morgen. Also ein guter Zeitpunkt um endlich… endlich… leider den Rückweg anzutreten.
Und so verlassen wir Sossusvlei auf dem Weg zum Lake Oanob zu fahren. Leider…..
Teil 7923. Feb. 2013
Uns bleiben noch c.a. 24 Stunden Namibia. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich auf zu Hause freue. Ganz am Anfang schrieb ich mal „schön wieder zu Hause zu sein“. Ich meine es ernst. Namibia war ein super Urlaub. ABER. Das ewige Autofahren und im Auto sein und sich Eingesperrt fühlen…. Ich bin froh, dass es nun bald zu Ende ist. Einzeln war jeder Tag toll. Wirklich! ABER in der Summe ist man immer in der Nähe des Autos oder darin. Tagsüber zumindest. Nachts ist man in einem Camp oder Übernachtet so irgendwo, auch beim Auto logischerweise. Und auch dann kann man sich eigentlich nicht frei bewegen. Wer verlässt schon groß das Camp und macht einen riesigen Spaziergang. Wir haben es zum Ende hin versucht. Ein Abendspaziergang in Swakopmund ist noch ganz nett (aber auch schon unheimlich an einzelnen Straßen). In Windhoek sehr unheimlich. Und in Rundu oder Katima oder Divundu wären wir nicht auf den Gedanken gekommen einfach so nachts durch die Straßen zu laufen. Also immer auf dem Campground. Ich hoffe ihr versteht es nicht falsch, aber wir fühlten uns beide nach 5 Wochen sehr unfrei. Und das lustigste daran. Wir konnten überall hin. Eigentlich die totale Freiheit. Ein Allrad unter dem Arsch und viel Zeit. Aber doch immer eingeengt.
Jetzt, im Nachhinein erinnre ich mich fast ausschließlich an die tollen Sachen. Aber am Ende der Reise war das mein Gefühl. Jetzt brennt der Afrika-Virus (und meine Freundin will als nächstes nach Neuseeland… bah ;-))
Nun aber erstmal zu den letzten 24 Stunden. Wir haben uns auf den Weg gemacht. Und wie immer hatten wir viel Zeit. Also nicht die olle Straße über Marienthal. Sondern über die C19 Solitaire und dann die C24 über Klein Aub. Und Klein Aub hält, was der Name verspricht 😉 Das ist eine Wunderbare Landschaft!!!
Und vor Solitaire ein Schild.
Ich muss zugeben. Ich habe erst zu Hause kapiert wie es zu verstehen ist. Da unten hab ich mich noch gefragt. Warum sollte das arme Erdmänchen schnell tot sein??? Aber im Zusammenhang mit den Bildern viel der Groschen. 6 Monate später….
Gibt es einen Reiseführer ohne diese Bilder? Bevor ich es vergesse. Ich wollte noch Werbung machen. Hier wird immer von dem Apfelkuchen geschwärmt. Der Schokokuchen ist mindestens genauso lecker! Eigentlich haben wir den Umweg nur für ein Brot gemacht. Aber ein Kuchen geht fast immer. Danach geht die Fahrt durch 150 km wilde Täler und Schluchten und Wasserfurten und….
So viele Webernestervögel wie man nur haben möchte. Meist sogar bewohnt. Die Strecke lohnt sich wirklich. Nur nach 4-5 Stunden Fahrt fault einem da Sitzfleisch. Die Strecke ist nämlich zwar schön und wild und spannend, aber auch Zeit fressend. Wir waren am Lake Oanob dann wirklich froh da zu sein.
Das ist übrigends Bild 500…. Nochmals Entschuldigung, dass ich zu viele Bilder verwendet habe. Mein Fehler 😉 Und Bild 500 ist erst heute Abend. Der Sonnenuntergang beim letzten Abend-Mal war spektakulär. Ein schöner Rastplatz.
Teil 8008. März 2013
Juhuuu Mozilla klappt wieder, danke!!! P.s. das über dem Post hier ist auch neu 😉
So siehts bei Sonne aus.
Viele Stellplätze mit ein bisschen Privatsphäre, häufig am See. Also perfekt. Trotz Wochenende war wenig los. Obwohl, es hat mich schon beeindruckt. Da waren c.a. 10 Familien aus Windhoek die selbst jetzt im September extra über das Wochenende mit ihrem Boot/Jet-Ski hier runter fahren um auf dem See auf und ab zu fahren. Mehr kann man hier ja auch nicht. Und ganz ehrlich. Wer kauft sich im Wüstenland Namibia einen Jet-Ski????? Jedem das seine. Was mich auch nicht stört. Ich bin ja beschäftigt eine Tiersichtigungs-Lücke zu schließen die es im Urlaub noch gab. Wir haben noch keine Pelikane gesehen: Und bähhhhm da sind sie MEGA Pelikane. Der halbe See war voll damit
Leider auch viele Gänse. Leider? Die ganz hat mich beim Frühstück ganz schön überrascht und deutlich gemacht, dass mein Frühstück nun ihres ist. Ich wurde quasi von einer Gans gemobbt. Gemeine Gans. Gott sei Dank haben sich die Winhoeker Nachts zum Schlafen gelegt und keine Party veranstaltet. So können wir den nächsten Morgen genießen. Und die Koffer Packen und alles Grundsäubern. Unser Camper schaut quasi aus als ob wir nun starten würden, nur das wir enden. Schade ;-( Wir haben noch ein paar Stunden und wandern um die Staumauer
Und dann…. Unser letztes Namibiabild
Mein neues Lieblingsgetränk. Schweppes, warum bist du so gemein und verkaufst das hier nicht!!!
So.. der Rest im Telegrammstil Winhoek fahren. Auto abgeben. Alles gut. Kein Problem. Viel zu früh da gewesen. Aber macht nichts. Alle Reste zu verschenken war wieder so ein Thema. Insgesamt hatten wir 3 Tüten mit „Geschenken“. Die mussten auf den letzten 100 km raus. Ich komme mir heute noch schlecht vor wie wir die letzten 100 km auf der B1 Ausschau gehalten haben nach Bedürftigen. Und dann die Entscheidung: Ist die/der so richtig bedürftig? Komm wir warten noch. Irgendwann hat eine nette Frau die mit ihrem Kind auf eine Mitfahrgelegenheit an der Seitenstraße gewartet hat den Zuschlag bekommen und damit unsere Frühstückstüte. Das ganze Klopapier, Nicht-Essenszeug ging an den netten Tankwart, der uns im Gegenzug mit viel Persönlichem und einem langen Gespräch belohnt hatte. So nun ist Schluss… ab nach Hause.
Wobei meine noch eine Geschichte über die wir heute noch lachen. Am Flughafen (wir hatten noch 3 Stunden übrig, wir sind ja vorsichtige Deutsche). Am Flughafen gönnen wir uns noch ein paar Lemon Dry. Und dann ergibt das Geld zählen, dass wir uns noch ein paar Pommes und den Vegetarischen Burgen leisten können. Unsere erste Vegetarische Mahlzeit die wir so in Namibia gesehen haben! Ihr erinnert euch doch. Meine Freundin ist Vegetarierin. Die Bedienung nahm freundlich die Bestellung entgegen und ging in die Küche. Brachte die Lemon Dry und fragte nochmal was wir essen wollten. Wir widerholten und sie schrieb den Vegetarischen Burger auf. Kam irgendwann mit den Pommes wieder und vergewisserte sich nochmals nach dem Burger. Wir bejahten und fragten nach einer gewissen Zeit nochmals eine andere Bedienung, wie es mit unserem Burger aussieht. Sie verschwand und nach geraumer Zeit kam sie zurück und behauptete: Es gibt keinen vegetarischen Burger!!!! Genial hmmm? Wir dummen Deutschen natürlich… unsere reaktion, neben Lachen war logisch: Wir zeigten ihr den Burger auf der Karte. Da war sie dran mit lachen und sagt nur „we love our meat“. Und damit war alles klar 😉 Für uns heute keinen Burger ihr Scherzkeckse.
So in dem Sinne danke ich euch allen fürs lesen, wenn noch was fehlt oder ihr was wissen wollt immer raus damit!!!