Vor 6 Wochen dachte ich mir, .... 🙁 ENDLICH daheim. Aber in den 5 Wochen davor habe ich mir ein Virus eingefangen, den Afrikavirus 😮. Und mittlerweile packt mich eine Sehnsucht die mich zurückzieht, während meine Freundin die 5000 Fotos sortiert.
Aber erst mal zu den 5 Wochen in Namibia und warum ich sooooo froh war wieder hier zu sein:
Wir sind Ersttäter im südlichen Namibia, was die Straßen angeht gingen wir vom schlimmsten aus: Und weil alles so schlimm werden könnte hatten wir praktisch alle Impfungen, Malarone, fast alle Gimmicks die im Forum vorgeschlagen wurden und sogar Micropur dabei. Wir waren überausgerüstet mit Plänen, Ideen, Infos, Feuerzeugen, Reiseapotheke, Kabelbindern, Tapes, Panzertapes, Blasenpflastern, Seilstücken, Sprays, Adressen und allem Möglichem. So standen wir da und waren nervös vor der Reise, aber derbe! Wir waren viel zu gut vorbereitet. Wir hätten zu Rambo nun Kumpel sagen können,... aber der Reihe nach:
Teil 230. Okt. 2012
Ach ja, das sind wir Dani + Amos
auf dem Weg zum Flieger Frankfurt. Einchecken war wohl c.a. 4 Stunden vor Abflug an 5 Schaltern möglich! Also absolut keine Warteschlange, niemals! Hier merkt man, dass die Fluggesellschaft sehr viel Personal übrig hat - komisches AirNamibia.
Wie erwartet, Landung im Dunkeln und Gang zur Einreise, quer über den Flughafen. Und da unsere erste Überraschung. Im Flieger gab es ganze Familien, die mit kurzer Hose, Sandalen und dünnen Pullis die ganze Nacht verbracht haben. Wenn ich an mir so runterschaue sehe ich 5 Lagen Kleidung - die Irren und die Armen... (Memo fürs nächste mal - noch mehr Kleidung, ich habe dennoch gefroren). Wenn es anderen schlecht geht muss es ja mir automatisch gut gehen und deswegen stehe ich bestgelaunt mit gefühlt 200 frierenden Italienern in der Wartehalle. Hier kommt man mit den ersten ins Gespräch, aber, alles Gruppenreisende. Mit leichter Verachtung erzählen wir, dass wir 5 Wochen bleiben und dass wir nix vorreserviert haben. Leicht übertrieben, aber ich kann da einfach nicht anders. Danke für den Einreisezettel mit Ausfülltipps aus dem Forum, der war genial hilfreich!
Nach wenigen Minuten sind wir durch die Kontrolle durch und in der Wartehalle. Hier gibt es nen ATM und 2 offene Bankschalter. Vor dem Schalter mit dem schlechteren Kurs stehen 20 Leute schlange und lassen sich große Summen wechseln (bei 1:9,74). Wieso direkt daneben ein besserer Kurs steht (1:9,80) und hier hiemand wechselt ist mir bis heute schleierhaft.
Teil 331. Okt. 2012
Danke euch... also weitergehts: Am nächsten Tag, gleich mal mit afrikanischer Gelassenheit c.a. ne halbe Stunde verspätet vom Fahrer abgeholt worden. Aber wir sind ja nicht so und schauen nicht auf die Uhr. Wir haben uns auf für dieses Traumauto entschieden und es nicht bereut: 10.000 KM standen am Tacho und er blitzte in der Sonne… WOW. Für mich war das praktisch ein Neuwagen im Vergleich zu dem was ich sonst so fahre. Ich wollte an der Stelle die Vermieter dicke loben. Mehrfaches Erklären des Aufbaus, Reifenwechsel, Allradeinschalten, Differential und so weiter. Das einzige: die Küche ging nur schwer auszuziehen. Nach 30 Minuten wurde behauptet das geht schon ^^. Und es ging tatsächlich irgendwie – hat aber dazu geführt, dass die Küche nach 30 Tagen immer ramponierter wurde und Teile die Belastung nicht ausgehalten haben. Sorry an jene, welche das Fahrzeug nach uns bekamen. An sonst: professionelle Übergabe. Die Liste, welche ich aus dem Forum dabei hatte wurde komplett abgearbeitet. Vorher war mir die Liste peinlich (zu Deutsch), aber im Nachhinein würde ich Sie jedem ans Herz legen. Einen Trichter hatten sie spontan, eine Schaufel aber nicht. Aber na ja… ce la vie. Ach ja. Das Auto war TOP, das Bett/Canopy genial im Vergleich zum klassischen Dachzelt und die Reifen hielten die vollen 6000 KM durch ohne zu murren. Die 2 Ersatzreifen durften Afrika nicht sehen, sondern lagen mit 10mm Profil!!! (Ersatzreifen!!!) hinten drin. Dann ab zum Einkaufen. Und hier begingen wir einen unserer größten Fehler, der noch weitere Probleme nach sich ziehen sollte. Wir haben nur EIN Nutella gekauft. Wir wussten ja aus Erfahrung. Nutella gibt es überall… schon klar. Wie naiv. Sonst gab es alles, wir haben gleich für 7 Tage eingekauft, da wollten wir in Tsumeb sein. Mit vollem Tank ging es nach Norden. Das faszinierendste war die Auffahrt auf die „Autobahn“. Hier lungern ja dermaßen viele Leute rum und trampen/verkaufen Sachen/liegen einfach nur rum. Leider hatten wir zu wenig Eier in der Hose um für ein Foto anzuhalten. Die nächsten 300 km vergingen wie im Flug. Und fliegen ist anstrengend. Blick zu meiner Freundin…. Blick von ihr zurück Blick nach vorne…. Augen zu und durch…. … bis es irgendwann dunkel wurde. Vollkommen überraschend schon um 17.30…..
… klaro war es klar, aber es kam sehr plötzlich….
Rückblick… 9°° Autoholen, 11°° Einkaufen…. Und nun soll es schon 17°° sein?????😠 Verrückt. Also: Richtersliste und T4A gefragt wohin. Beide sagen: bis Outjo, aber das ist uns noch zu weit, also ab nach Otjiwarongo auf die Acacia Park Rest Camp. Das war ehrlich die größte Fehlentscheidung unseres Urlaubs.😈 😗 Wir hätten schon stutzig sein sollen, als wir an der Rezeption gefragt haben ob noch was frei ist und wir die einzigen Camper waren – ja er hatte noch was frei. Freie Platzwahl! Man muss das ja immer positiv sehen. Ab 19°° kamen ein paar Bautrupps,B) die hatten sich in den verfügbaren festen Unterkünften eingemietet. Natürlich kamen die mit überhöhter Geschwindigkeit und fuhren direkt an uns vorbei. Die freie Platzwahl hat dazu geführt, dass wir gefühlt auf dem Hauptweg gecampt haben. Stuzig hat uns nur gemacht, wie viel so auf dem Platz los war. Später wurde uns bewusst, dass ein wichtiger Fußweg des Ortes den Campingplatz kreuzt und dass das alles nur Passanten sind. Ich schlief ohne Oropax, und schlecht. Und wir waren auch schon um 19°° im Bett. Es war nicht romantisch.
Prädikat: NIE WIEDER, nicht weiter zu empfehlen. Duschen aber sauber, viel Platz, viel Kontakt zu Menschen. 😐 Was lernen wir aus dem Tag: Der erste echte Tag ist für die Katz, Autoübernahme und Einkaufen braucht Zeit. Das nächste Mal direkt nach dem Flug und dafür nur kurz aus der Stadt rausfahren. Und: MEHR Nutella kaufen!
Teil 431. Okt. 2012
Zur Nacht: Ich habe festgestellt, dass heulende Hunde um 1 Uhr Nachts damit aufhören die Menschen um den Schlaf zu bringen. Und zwar alle 1000 Hunde von Otjiwarongo gemeinsam. Ab da konnte ich gut schlafen. Nur die Stille war nun irritierend und ich fragte mich wer uns nun auf dem Platz überfällt.Schleichen sich nun schon alle an? Ist es deswegen so ruhig? Um 2°° hab ich festgestellt, dass zwei kämpfende Katzen mühelos so viel Krach machen können wie die 1000 Hunde davor. Die Katzen sind aber nicht so durchhaltend wie die Hunde und so ging der Halbschlaf bald ungetrübt weiter. Bis um 5°° … da schreit ein Vogel, der wie ein Computergeräusch klingt aus einem 90er Jahre Computerspiel. DjeDjeDje PiiuuPiuuPiuuu. Den Vogel hab ich den gesamten Urlaub nicht wieder gesehen. Es peilt einen mit einem hohen Pfeifton drei Sekunden lang an und dann gibt er mehrere Salven Computerspielergeräusch ab PiuPiuPiuPiuu… wie heißt der Vogel?
Nächster Tag: Natürlich ist uns nichts passiert. Eh klar, aber die Nacht war dennoch schlecht und da wir bei Sonnenaufgang schon wach waren, ab zur Bäckerei Otjiwarongo. Die hat wenig Auswahl, das Körnerbrot ist aber genial (für Außerdeutsches Brot). Nächste Etappe: Wo sind wir?
Ich gebe euch noch einen Tipp:
Ja wir sind im Etosha, das erste mal. Die ersten 20 km Teer nach Okaukuejo waren enttäuschend. Ich dachte, dass ab Outjo eine PAD beginnt, aber nix. Teer bis in den Nationalpark hinein. KEINE Tiersichtung bis Okaukuejo. Die Anmeldung war fix, Reservierung wäre nicht nötig gewesen, hat aber niemand geschadet, außer meinen Nerven in den 8 Monaten vor dem Urlaub. Ich sag nur, Okaukuejo ist ein Muss! Wir haben den ganzen Mittagszeitraum am Wasserloch verbracht und wir waren ganz fertig vor lauter Fotographiererei: Ich weiß, alles schon oft gesehen, wir waren aber begeistert. Schaut mal den Combo breaker (Denglisch für „Aus der Reihe Tanzer“): Und als dann unsere ersten Pachydermen auftraten waren wir hin und weg und haben uns geärgert, wieso alle anderen das so als selbstverständlich hinnahmen. Man beachte 5 Beine! Sehr oft gesehen, aber selten Fotografiert wird ja dieser Baum hier: Jeder hat wohl ein Bild von Ihm, er steht immer im Hintergrund, deswegen einmal Bühne frei für den Baum. Alles in Allem ein unvergesslicher Nachmittag. Irgendwann um 16°° brechen wir dann viel zu spät zu unserem ersten Gamedrive auf. Bis denne Amos
Laut Foto muss es meiner Freundin auch gefallen haben:
Teil 505. Nov. 2012
Danke für die Geduld, wir waren 4 Tage in den Bergen (Skifahren ^^)
… unser erster Game-Drive steht also an. Was macht man also, sucht sich ein Wasserloch aus und fahrt hin. Fahrt man zu langsam wird man ständig überholt, fahrt man zu schnell sieht man nichts. Wir haben uns meist für ersteres Entschieden und kamen uns vor wie ein Hindernis. Was mich dann am meisten überrascht hat ist, dass man so oft alleine ist. Unsere erste Tour nach Westen bescherte uns als erstes Bambi live:
Und auch hier waren wir alleine am Wasserloch – Olivfantbad mit ohne Olifanten aber Schakalen:
Und dann kam die große Überraschung, wie man auf dem Bild hier unschwer erkennen kann:
Richtig! Wir sind viel zu spät dran…. Wenn man erst um 16°° Gamedrivt soll man sich nicht wundern, wenn man viel zu spät zurückkommt und ein Wettrennen mit der Sonne fährt. Ich bin dennoch sehr langsam gefahren. Lieber zu spät als ein Viech auf der Haube. Der Abend war für mich auch Überraschend. Ich wusste ja nicht was mich erwartet. Um 17°° oder so treffen sich sehr viele Leute um das Wasserloch, nicht unbedingt zum Tiere beobachten. Leider sind die meisten Leute da um gemeinsam einen zu Trinken und ein bisschen zu plauschen. Wir sind dann einfach zum Essen machen gegangen, haben ein bisschen gelesen und sind später wieder gekommen und das hat sich auch gelohnt.
Hier übrigends nochmal besagter Baum, der so oft nicht im Zentrum stehen darf. Hier schon zum zweiten Mal und er ist einfach schön!
Am späteren Abend saß ich mit Mütze, Handschuhen, zwei Pullis, zwei Jacken und einer Decke da und habe gefroren, da man sich doch sehr wenig bewegt. Aber das lange ausharren hat sich gelohnt. Mit der Zeit gibt es immer weniger andere Touristen, bis man mit maximal 10 Leuten am Wasserloch ist. Dann kann man das Schnauben der Nashörner endlich nicht nur war nehmen, sondern richtig hören und erleben. Sogar fühlen kann man es, bildet man sich ein. Vor allem wenn zwei davon Ihre Hörner aneinanderschlagen und miteinander ringen/spielen oder was auch immer. Ich hatte besonderes Glück. Ein Nashorn war so lustig mich zu besuchen, es kam an den Zaun und hatte sich in diesen verliebt. Es spielte mit dem Horn an den Drähten rum, warum auch immer. Damit war es aber nur noch 2 Meter? Von mir entfernt. Ein einmaliges Gefühl. Leider war ich alleine und 4 andere Touristen waren sehr neidisch, kamen mit schnellen Schritten auf mich zu um das zu Fotografieren…. Was damit endete, das mein Freund das Nashorn die Flucht ergriff. Fazit: Ich war zu beeindruckt um ein Foto zu machen. Die anderen sind zu schnell angerannt um ein sinnvolles Foto zu machen, bevor das Nashorn weiter weg war. Bleibt die Frage was besser ist.
Bis morgen
Teil 606. Nov. 2012
Hab ich schon erwähnt wie super unser Auto war?
Ich kann dieses Modell (auch den Vermieter) sehr empfehlen. Es ist sowas von angenehm, wenn man in seinem Dachzelt stehen kann, darin zur Not sogar Essen könnte…. Die Seitenwände haben wir zum Schluss in 30 Sekunden aufgebaut, das geht sehr simpel. Das Küchensystem und der Kühlschrankzugang sind eh genial. Platzangebot zumindest zu zweit sehr ausreichend. Aber zurück zur Reise. In Okaukuejo habe ich festgestellt, wie angenehm es ist auch mal zwei Nächte wo zu sein. Ankommen, GameDriven, Zurückkommen, Schlafplatz schon kennen. Genial. NICHT Einchecken zu müssen. Wir waren hier zwei Nächte, das war super so. Leider taugt mir die Umgebung nicht so wie in den anderen Camps. Wir hatten uns heute den Westen vorgenommen und fuhren Richtung Okondeka (hier soll es ja Morgens Löwen geben… ) da versperren uns die Kollegen einfach den Weg:
Ich mag Gnus sehr gerne, sie erinnern mich einfach sehr an die Tierfilme meiner Kindheit. Gigantische Gnuherden und ein paar Zebras dazwischen. Im Etosha sind die Zebras aber in der Überzahl und lachen die armen Gnus aus….
Das schönste an Okondeka um 6.30 ist, dass man alleine ist. Hier standen wir in der Steppe und sahen auf die Quelle und die Pfanne runter. OHNE andere Autos, und ohne viel Tiere. Einzelne Gazellen, keine Katzen. Thats it. Ansonsten war der Tag wenig ereignisvoll. Ich hatte mir viel vom Märchenwald erhofft…. Aber… na ja.
Der Nashornvogel war neben dem lachenden Zebra mein Highlight an Tag 2 im Etosha. Nicht viel, aber ein geruhsamer Tag.
Auf dem Rückweg verbrachten wir Ewigkeiten damit 5 Strauße beim Tanzen zu zu schauen. Es ging heiß er auf der Bühne. Offensichtlich wurde das Weibchen umtanzt… Ziel unseres Spielchens war es, alle 5 Hälse oben oder unten zu fotografieren. Damit kam man schnell 100 Fotos machen. Leider gelang uns beides nicht. Hier die zwei Rekordhalter. Fazit. Westlich von Okaukuejo ist es ruhiger und geruhsamer, dafür weniger Tiersichtungen. Viele Strauße, viele Zebras,…. Und angeblich gibt es Löwen, nur nicht für uns. Den Märchenwald fand ich nicht so überzeugend. Ob der sich lohnt? Ich sehe es andersrum, bis jetzt hat uns kein Löwe gesehen, den wir bemerkt hätten!
Aber der dritte Tag Etosha wurde besser....
Teil 712. Nov. 2012
Traurigen Herzens reisen wir nach Halali. Schon der Weg dorthin dauert viel zu lange… ständig muss ich wegen den Giraffen anhalten. Neben Zebras und Elefanten schauen Giraffen auf Fotos einfach toll aus. Ein super Motiv. Noch mehr fasziniert mich die Art, wie sie die Dornbuschsavanne abgrasen. Ich dachte immer Giraffen essen von hohen Bäumen zwischen den Stacheln durch die kleinen grünen Blätter. Weit gefehlt…. Giraffen essen auch von Büschen. Und Sie sind zwar sehr scharf auf die kleinen grünen Blätter und die gelben Blütenstände und Pollen. Sie essen dabei aber die Dornen einfach mit. Das macht die Sache auch einfacher. Ist mein Wissen aus all den Tierfilmen so falsch???? Hab ich bei Herrn Grzimek nichts gelernt????? Hier noch der Fotobeweis:
Und weiter geht’s nach Halali. Ein schönes Camp. Sauber, viel Platz für Camper. Mitten im Park. Angenehme Fahrtzeit zwischen den anderen Camps. Perfekt. Zugegeben der Preis ist im Park happig. Aber das ist für mich ok. Hier ist das Geld gut angelegt für mich. Ich sehe nicht so den Sinn darin außerhalb des Parks zu nächtigen. Das man weiß was einen erwartet: Ein schöner in die Felsen integrierter Hochsitz. Weniger Platz als in Okaukuejo, aber genügend. Und alles wirkt privater.
Wie zurzeit jeden Nachmittag sind wir im Camp am Wasserloch. Man kann nach dem Aufstehen kurz vor Sonnenaufgang einfach nur ein paar Stunden im Auto sitzen. Dann gegen 10/11°° Heim und Frühstück. In Halali gab es dazu perfekte Brötchen. Wir haben nun damit angefangen, dass wir die Brötchen anrösten über dem Feuer. Jam Jam. Wir müssen auf fasst nichts verzichten. Es gibt Camembert, viel Mozzarella (mehr eine Art Gauda). Frischkäse, Marmelade, Nutella…. Alles was das Herz begehrt. Und Käse mit Tomate auf frisch geröstetem Brot mit Basilikum… JAMJAM So genug über das Essen geredet… Wobei. Abends wird ja auch gegrillt. Und ich reise mit einem Vegetarier. Das führt dazu, dass wir ein bisschen Kreativ sein müssen. Bis jetzt kommt fast immer alles Gemüse mit Kartoffeln, Paprika, Tomate, Kürbis, Brokkoli,… in Alufolie und ab aufs Feuer. Käse ist noch drüber, Öl, Gewürze…). Nach 30 Minuten ist alles gar. Vegetarisch Braijien. Erzähl das mal einem Namibier. Die halten einen doch für verrückt. So… nun ist Essen vorbei.
Als ich die Wasserloch Fotos durchgeschaut habe ist mir was aufgefallen:
Ist es euch auch aufgefallen? Hinter dem Elefant ist tatsächlich eine Schildkröte!!! Ich traue meinen Augen nicht. Ich habe mal aus einem anderen Bild die Hier vergrößert. Unscharf – ABER eine Schildkröte!
Teil 812. Nov. 2012
An dem Mittagswasserloch fällt mir auch mal wieder auf, wie gerne kleine Elefanten einen auf Dicken machen und andere Tiere verjagen. Woher kommt das? Bei den kleinen verstehe ich es ja noch, aber auch die großen dulden ja keinen Mittrinker. Es könnte ja zu wenig Wasser da sein:
Genug rumgesessen. Ab auf Gamedrive. Und heute haben wir Glück. 5 Autos parken bei Salvadora. Die Gegend soll noch zu einer meiner Lieblingsecken werden. Wir parken ganz an den Rand und haben die beste Sicht auf sehr viel Gras… grml grml grml. Doofes Gras!
Im Hintergrund 1000 Strauße, im Vordergrund ein Löwe im Tarnmodus. MEIN ERSTER LÖWE! OK… er ist nicht der größte… und ok das Rudel besteht nur aus zwei Tieren…. Aber wir verbringen 2 Stunden hier in der Hoffnung… Na ja. Nicht viel ist passiert. Viele andere Tiere kamen zum Trinken. Das einzige was wir zu sehen bekamen war einmal die Chance das er kurz Aufstand um sich umzulegen. Seine Partnerin hat im hohen Gras fast unsichtbar das gleiche gemacht. Das klingt sehr unspannend wenn ich das erzähle. Ich war dennoch aufgeregt ohne Ende. Dennoch eine Erkenntnis. Löwen ist tagsüber alles egal. Da kann an das Wasserloch kommen wer will. Auch 10 Meter entfernte Gazellen lohnen nicht mal den Kopf zu heben. Das nenn ich Gelassenheit. Und was ich auch lerne. Fast alle Mitgamedriver stehen an einem Wasserloch maximal 10 Minuten. An den Wasserlöchern ist ein Kommen und Gehen….überraschend. Sowohl Privatfahrzeuge als auch Tourguides. Dafür waren alle sehr zuvorkommend. Keiner der einem ins Bild fährt, weil vor unserem Auto noch Platz ist, jeder hält diskret Abstand. Im ganzen Park. Immer. Vielleicht hatten wir auch nur Glück. Auf dem Heimweg dann… direkt neben dem Auto. UNGEZOOMT! Ein Nashorn. Wir waren so perplex, dass es kaum Aufnahmen gibt. Direkt neben dem Auto… einfach so…. Das hätte ich nie gedacht. Aber so was passiert. Ich liebe diese Tiere einfach.
Fazit. Halali ist super, zu empfehlen. Ganz anders als Okaukuejo. So toll es ist Löwen zu sehen, es ist nicht alles. Schöne Vegetarier sind auch gut! Lange an einem Wasserloch sitzen ist auch schön, keine Hektik aufkommen lassen.
Sodala… morgen wird’s wieder besser 😉 Da passiert mehr, versprochen.
Teil 913. Nov. 2012
😏 Das ist mir jetzt ein bisschen peinlich…. Ich habe euch für heute was Spannendes versprochen. Es ist nämlich was Spannendes passiert. Aber jetzt wo ich die Bilder sehe ist mir die Geschichte schon fast peinlich. 😵 Ich erzähl wohl mal besser der Reihe nach. Wir sind sehr motiviert in den Tag gestartet. Ein paar Minuten zu spät heute (kann man wirklich immer vor Sonnenaufgang aufstehen?…. Wir hatten keine 100% Quote). 😗 Wir fahren also munter Richtung Osten, da steht auf einmal ein Elefant im Weg. Direkt hinter einer Kurve. Kein Warnschild, kein Warndreieck. Nur ein Elefant.
Ich versuche ruhig zu bleiben.B) Was habe ich im Forum gelesen: - keine Lichthupe, kein Motorengeräusch, keine Hupe, keine Hektik, Rückwärtsgang rein. - Alles gemacht. Lage unter Kontrolle. Was macht der Elefant… kommt näher. Gut fürs Foto, schlecht für die Nerven.
Und jetzt das bittere: In Wirklichkeit und in meiner Erinnerung beschleunigt er langsam, wackelt mit den Ohren und wirft mit dem Rüssel Staub. Auf den Fotos schlendert aber nur ein Elefant langsam auf uns zu. Ich hoffe mal ich bin nicht Elefantenparanoid. Ich bin nämlich im Rückwärtsgang schnurstracks zurück. Gefühlt 1 km Verfolgungsjagd. Immer in 200 Meter Schritten. Bis der Elefant wieder da war. Zwischendrin wurde immer wieder Staub geworfen und kräftig Ohren gewackelt, bis ich wieder zurückgefahren bin. Wie gesagt… leider kein Fotobeweis von der Dramatik der Situation. Das ist bitter. Wir hatten selbst zwei Wochen später noch gesteigerten Respekt vor Elefanten. Und das ist im Caprivi nicht unbedingt positiv. Es verlangsamt die Fahrt dramatisch, wenn man nicht durchheizt wie ein Brite…. Aber da kann ich endlich was fragen: wieso wirken Elefanten immer so feucht zwischen Auge und Ohr. Es geht mir um den dunkleren Streifen der auf halber Höhe entspringt und runter läuft. Das sieht man häufig.
Sonst hat der Tag zwar keine Katze aber eine Hyäne mit zwei Jungtieren für uns bereitgehalten. Ganz entspannt liegen die Drei neben der Straße und ich bin überrascht wie nahe man den Tieren kommt – selbst im Auto. Und oft sogar ohne weitere Autos.
Was mich noch mehr verwundert, ist dass die Mama zwischendrin einfach so davon läuft. Sie hat sich sicher 100 Meter entfernt bewegt und die Jungtiere sind liegen geblieben. Das fasziniert mich auch heute noch, wenn ich die Bilder ansehe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass menschliche Kinder so gut folgen. Haben es Hyänen gut…..
Vor dem Frühstück entstand übrigends auch noch dieses Bild
Ich liebe Schwarznasenantilopen. Wie schön doch auch die langweiligeren Arten von Tieren gezeichnet sind.
Teil 1013. Nov. 2012
Nachmittags hatten wir unsere Elefantenscheu schon leicht verloren, als eine Herde an meinem Lieblingswasserloch vorbeikam. Kalkhövel.
Besonders süß war die An und Abreise. Es gab nämlich Streit ohne Ende, wieso schon gegangen werden soll und wieso niemand mit den Kleinen spielt. Das üblich halt wie in jeder Familie. Vor allem der Kleinste konnte sich nur schwer vom Wasser trennen. Was der Zwerg wohl bei diesem Schrei denkt? WARTET AUF MICH! ICH HAB WASSER IN DER NASE!
Den Tag beenden wir in Namutomi. Ein Fort wie es im Buche steht. Und ein sehr schöner Platz, auch für Camper. Nur das Wasserloch ist arm an Tieren. 2 Stunden kann ich den Vögeln zusehen. Sind die zwei Eulenartigen Tiere jeden Abend an dem Wasserloch. Wir haben Sie hier jeden Abend gesehen. Deswegen Aufruf an die Leser: WER kennt diesen VOGEL!
Schnappschuss am Tage noch:
Hier sieht man die zwei Taktiken des Wassertrinkens: Beine anwinkeln und Beine spreizen! Man lernt so viel hier... und dabei hab ich Urlaub.
Bis morgen. Da wirds diesmal wirklich gut. Ich freu mich schon selber 😉 Amos
Teil 1114. Nov. 2012
Ich hab euch heute ja was versprochen… leider ist heute so viel passiert, ich schaff das gar nicht heute alles zu erzählen. Es war auch ein langer Tag… so bleibt für morgen noch was. Also heute Vormittag: Wir sind, nicht ohne Stolz und ein bisschen Verachtung für alle anderen im Camp, die ersten vorne am Gatter, witzeln noch kurz mit den Guards rum und bestaunen durch die Gitterstäbe mit Ihnen wie Gnus die Straße queren. Noch gehört der Park Ihnen. Wenige Minuten später dürfen wir verfrüht los. Smalltalk lohnt sich also einfach immer! Die Kolone hinter uns fährt überwiegend nach Klein Namutoni und ein paar Autos biegen nach links ab. Meine Taktik geht auf. Wir sind die einzigen, die zu unserem Lieblingswasserloch fahren. Und so kommen wir sehr schnell in Kalkhöfel an. 7°° - Nix ist los. Aber nur 8 Minuten gewartet, trabt eine Löwin durch unser Bild und trinkt.
Das Warten hat sich also mal gelohnt. Gut eingesetzte 8 Minuten 😉 Und wir haben die Löwin für uns ganz alleine und genießen 10 Minuten lang, wie sie trinkt und sich im Wasser anschaut. Die Dame lässt sich sehr viel Zeit bei der Morgentoilette und sieht das alles entspannt. Der Foto glüht… Und plötzlich bemerkt Madame, dass sich wohl etwas Spannendes nähert und geht in Passaufstellung:
Sie schleicht sich langsam an…. Und
Wie Ihr seht steht sie super angespannt da! Und wir sind voller Spannung, was sie so sieht und wittert. Wir sind nämlich mit Blindheit geschlagen. Als wir nämlich dem Blick der Löwin folgen, sehen wir, dass neben unserem Auto eine weitere Katze unbemerkt von uns, seelenruhig trinkt.
Der Herr Leopard ist wohl schon eine Weile da. Wir sind solche Pfeifen. Wie kann der sich so anschleichen! Und viel wichtiger. Wie viele Leoparden haben wir schon NICHT gesehen…. Wir mussten echt erst eine Löwin abrichten, um den Leopard zu finden. Aber wir haben Ihn. Bei bestem Tageslicht. Nicht nachts! Jetzt ist die Katze aus dem Sack, im warsten Sinn des Wortes. Voller Stolz können wir also als Trophähe mit nach Hause nehmen: Ein Bild mit LÖWE und LEOPARD! Bei Tageslicht!!!
Teil 1214. Nov. 2012
Die Löwin kommt sehr nahe an den Leopard heran. Wahnsinn! Beide Bilder sind übrigends ohne Zoom. Wie im Original. So nah waren wir dran. UND! Immer noch alleine!
Dann geht der Leopard nach 5 Minuten Trinken seelenruhig nach rechts davon. In Richtung der Löwin. Hier leider ein nicht perfektes Bild, wie ein Leopardenmännchen stolz und ohne Sorgen nur wenige Meter an einer Löwin vorbeischlendert.
Als der Abstand zu eng wird verjagt sie Ihn dann mit lautem Gebrüll. Der Tag fängt schon mal gut an! Das ging leider alles viel zu schnell. Wir haben es intensiv und alleine erlebt, aber leider nicht die perfekten Fotos davon mit nach Hause gebracht. Mehr können wir euch leider nicht teilhaben lassen. Aber es war einmalig genial!!! 5 Tage fast ununterbrochen Gamedriven und Wasserlöcher Stundenlang belagern hat sich endlich rentiert. Noch später auf der Reise haben uns Deutschnamibier erzählt, das sie jedes Jahr nach Etosha fahren und noch NIE einen Leopard gesehen haben (Leute aus Swapokmond, die wir bei Katima getroffen haben, falls ihr das lest, fahren einen weisen VW-Bus!) Na ja… nach dem die Löwin festgestellt hatte, dass sie den Leopard eindrucksvoll und nachhaltig verjagt hatte, beschloss sie vor lauter stolz und Zufriedenheit sich im nächsten Haufen Scheiße zu räkeln
Dann noch ein letzter Blick zu uns
… und schon war sie verschwunden. Eine Stunde später. Wir beschlossen damit, dass wir wohl ein Frühstück verdient hatten und fuhren nach Hause.
Nur für einen Nashornvogel halte ich gerne noch einmal an:
Gute 4 Stunden wach … und schon so viel erlebt. TIA….. This is Afrika. Der Nachmittag kommt morgen. Zwar ohne Leopard, aber auch mit ein oder zwei Schmankerln! Grüße und danke für die Geduld mit mir und meiner Schreibweise, Amos
Teil 1315. Nov. 2012
Mittagspause ist erledigt, wir haben mal wieder gefrühstückt mit allen Extras…. Sandwich mit Tomate/Käse über dem Feuer gegrillt…. Hmmm lecker. Ein würdiger Abschluss für unseren letzten Tag Etosha. Ich habe nämlich NUR 4 Nächte Etosha gebucht. Ich dachte….. 5 Tage reichen uns locker. Aber da habe ich mich verschätzt. 5 Nächte wären besser gewesen, merke ich heute. Vor allem nach dem Leopardenabenteuer heute Morgen. Aber wir finden uns damit ab und genießen den letzten Nachmittag, fahren raus aus Namutoni und ab nach Norden. Da sehen wir direkt neben der Straße ein besonders schönes Exemplar eines Sekretärs Vogels.
Er fliegt immer aufgeregt durch das Feld. Startet… landet wieder… startet… ich dachte schon er sei von der Tarantel gestochen, da hat er endlich Glück, bückt sich und hat eine Schlange im Mund, die so lang ist, dass wir das Ende nicht sehen, weil es bis zum Boden baumelt. Gefühlt über 1 m lang. Das Mal dauert aber keine 5 Sekunden und die Schlange ist im Vogel verschwunden. Zu schnell für uns zum Reagieren. Selbst meine Freundin, die sonst echt pfiffig ist schafft es vor lauter Staunen nicht diesen Glücksfall zu Fotografieren. Erzischt sich die Schlange rein…. und wir sitzen mit offenen Augen da. Ich bin übrigends auch ein Fan von Helmprechtshünern.
Die laufen brav durch die Gegend und lassen sich nett anschauen. Vorallem wenn sie vor dem Auto versuchen zu fliehen. Man fährt mit 10 km/h auf die Hühner zu und die reagieren panisch. Logischerweise laufen sie los um der Gefahr zu entkommen. Immer der Straße entlang vor dem Auto her. NIE zur Seite. Wenn die Situation zu brenzlig wird fliegen sie sogar los. 20 Meter. Aber! Natürlich VOR das Auto auf die Straße und schauen stolz, wie sie mir nur davon geflogen sind. Das ich in 3 Sekunden wieder bei ihnen bin und das Spiel von neuem beginnt, scheint die Hühner nicht zu stören. So lang ist ihr Gedächtnis nicht. Dumme Hühner. Was mich dennoch beeindruckt ist ihre Anzahl. Und dazu meint unser Reiseführer: Das Helmprechtshuhn ist so zahlreich, weil es einfach nicht schmeckt. Und das finde ich eine verdammt gute Taktik. Sehr schlaues Huhn. Keine Geschwindigkeit, kein Gift, keine Stacheln, keine Tarnung, kein Versteckspiel, nein… einfach schlecht schmecken. Das ist so was von schlau, dass ich mich wunder, wieso noch nie ein anderes Tier darauf gekommen ist. Wieso machen Schweine/Rinder/Kudus das nicht. Das wäre klug. Wo ich schon beim Schwein bin. Die Lieblingstiere meiner Freundin sind warthogs. Warzenschweine.
Nur mal damit alle sich vorstellen wie nah man an den Tieren ist im Auto:
Teil 1415. Nov. 2012
So und nun brauchen bitte alle ein bisschen Geduld. Wir verbringen nämlich geschlagene 4 Stunden zusammen am Wasserloch Tsumcor. Mein zweitliebstes Wasserloch 😉 An dem Wasserloch entspannten 3 Elefantenbullen
Dazwischen lag der Kadaver einer Giraffe, wenige Meter von unserem Auto entfernt. Mit diesen beiden Szenen vor den Augen ging die Zeit sehr schnell vorbei. Schon nach wenigen Minuten vernahmen wir Elefantengeräusche. Aber die Bullen bewegten sich kaum. Als plötzlich aus allen Himmelsrichtungen Elefantenherden aufkreuzten. Bald war der Horizont voller Elefanten.
Die drei Bullen standen bis zum Ende noch dazwischen (4 Stunden später). Was mich mehr wunderte, war, dass sich alle Herden zu vermischen schienen. Ich habe keine Ahnung, wie der Abmarsch der einzelnen Tiere geregelt wurde. Alle treffen aufeinander… toben miteinander… und Stunden später gehen alle in verschiedene Richtungen davon. Nur per Zufall können da die Richtigen wieder in der Richtigen Herde sein. An dem Nachmittag hat meine Freundin auf jeden Fall zu viele Fotos geschossen. Dachte ich damals. Aber nun bin ich sehr froh, dass es so ist. Hier ein paar: Kämpfe im Schwergewicht:
Kämpfe im Mittelgewicht
Und Kämpfe im Fliegengewicht:
Süße Kuschelszene:
Und der Kleinste in der Runde… der wird uns noch begegnen. Merkt euch sein Gesicht!
Teil 1515. Nov. 2012
Mittagspause ist erledigt, wir haben mal wieder gefrühstückt mit allen Extras…. Sandwich mit Tomate/Käse über dem Feuer gegrillt…. Hmmm lecker. Ein würdiger Abschluss für unseren letzten Tag Etosha. Ich habe nämlich NUR 4 Nächte Etosha gebucht. Ich dachte….. 5 Tage reichen uns locker. Aber da habe ich mich verschätzt. 5 Nächte wären besser gewesen, merke ich heute. Vor allem nach dem Leopardenabenteuer heute Morgen. Aber wir finden uns damit ab und genießen den letzten Nachmittag, fahren raus aus Namutoni und ab nach Norden. Da sehen wir direkt neben der Straße ein besonders schönes Exemplar eines Sekretärs Vogels. Er fliegt immer aufgeregt durch das Feld. Startet… landet wieder… startet… ich dachte schon er sei von der Tarantel gestochen, da hat er endlich Glück, bückt sich und hat eine Schlange im Mund, die so lang ist, dass wir das Ende nicht sehen, weil es bis zum Boden baumelt. Gefühlt über 1 m lang. Das Mal dauert aber keine 5 Sekunden und die Schlange ist im Vogel verschwunden. Zu schnell für uns zum Reagieren. Selbst meine Freundin, die sonst echt pfiffig ist schafft es vor lauter Staunen nicht diesen Glücksfall zu Fotografieren. Erzischt sich die Schlange rein…. und wir sitzen mit offenen Augen da. Ich bin übrigends auch ein Fan von Helmprechtshünern. Die laufen brav durch die Gegend und lassen sich nett anschauen. Vorallem wenn sie vor dem Auto versuchen zu fliehen. Man fährt mit 10 km/h auf die Hühner zu und die reagieren panisch. Logischerweise laufen sie los um der Gefahr zu entkommen. Immer der Straße entlang vor dem Auto her. NIE zur Seite. Wenn die Situation zu brenzlig wird fliegen sie sogar los. 20 Meter. Aber! Natürlich VOR das Auto auf die Straße und schauen stolz, wie sie mir nur davon geflogen sind. Das ich in 3 Sekunden wieder bei ihnen bin und das Spiel von neuem beginnt, scheint die Hühner nicht zu stören. So lang ist ihr Gedächtnis nicht. Dumme Hühner. Was mich dennoch beeindruckt ist ihre Anzahl. Und dazu meint unser Reiseführer: Das Helmprechtshuhn ist so zahlreich, weil es einfach nicht schmeckt. Und das finde ich eine verdammt gute Taktik. Sehr schlaues Huhn. Keine Geschwindigkeit, kein Gift, keine Stacheln, keine Tarnung, kein Versteckspiel, nein… einfach schlecht schmecken. Das ist so was von schlau, dass ich mich wunder, wieso noch nie ein anderes Tier darauf gekommen ist. Wieso machen Schweine/Rinder/Kudus das nicht. Das wäre klug. Wo ich schon beim Schwein bin. Die Lieblingstiere meiner Freundin sind warthogs. Warzenschweine.
Nur mal damit alle sich vorstellen wie nah man an den Tieren ist im Auto:
Teil 1615. Nov. 2012
Und plötzlich in einer Lücke… KEIN Elefant!
Die Antilope war uns noch nicht aufgefallen. Und wir hatten Ihn auch noch nicht vorher im Park gesehen. Da steht unser erster Eland. Hier in seiner vollen Pracht.
Der alte Herr wollte zum Trinken. Aber wie Elefanten so sind, langt das Wasser natürlich nur für sie. Keine Chance, dass da jemand anderes trinkt. Und die dickste Hose haben natürlich immer die Kleinen.
Das tröten beim Verjagen… genial. Und wie stolz die kleinen zurückkommen. Die Elande sind ja schließlich höher als die kleinen Elefanten. Achtet auf den stolzen Blick des Kleinen.
Da geht er der große Schrecken aller Elande. Nach geraumer Zeit war dann der Großteil der Herde weg. Und plötzlich war der Elandschreck nicht mehr ganz so stark.
Von weitem sah dass dann so aus und der Rabauke lies den anderen Tieren auch eine Chance.
Was für ein Nachmittag. Ach ja… Falls Ihr in einem grünen Bus unterwegs wart… HIER NICHT WEITERLESEN. WICHTIG!!!!! 😉 Ich habe mir nämlich einen kleinen Spaß gemacht. Im Nachhinein tut es mir ein bisschen leid. Darüber schmunzeln kann ich aber immer noch. Während wir bei den Elefanten in erster Reihe parkten haben sich gefühlt 100 Touroperator die Klinke gegeben und immer mal wieder hinter/neben uns geparkt. Einer war besonders dreist.
Der Platz an dem er steht ist nämlich kein PAD… kein Weg, sondern war mal ein Busch. Der Fahrer hat diesen einfach überrollt damit seine Gäste einen besseren Blick auf die Szene haben. Da hab ich begonnen den Bus ausgiebig zu fotografieren und Kommentare abgegeben wie „Das glaubt uns zu Hause sonst niemand“. Ihr glaubt nicht wie nervös Savaritouristen werden, wenn man sie auch mal fotografiert in ihrem Massengefährt. Da ging das Gezeter los im Bus. Streitgespräche. Verwünschungen, Beschimpfungen…. 😉 HERRLICH! Diskussionen ob man das machen darf, soll und manche fanden es sogar lustig und gut. Andere haben mich beschimpft. Na ja. Nachdem ich in dem Bus die Stimmung so angeheizt habe ging bei mir einfach die Scheibe hoch und ich hatte meinen eigenen Spaß. Ich finde es bis heute noch befremdlich… die Vorstellung in einem Reisebus durch Afrika gefahren zu werden (gilt überall, ist afrikaunabhängig). Und ich bin froh das mal fotografiert zu haben. Ich fühle mich heute sehr darin bestätigt die richtige Entscheidung getroffen zu haben, dass wir alleine unterwegs waren. Dass wir zu zweit ALLEINE bei den Löwen, Elefanten und beim Gepard waren. Niemand hat ihn uns gezeigt. Wir haben sie alle selbst gefunden und sind so lange geblieben, wie wir wollten. Nun war es leider aber schon spät und wir mussten ja den Park heute noch verlassen und wollten nach Sachsenheim fahren…. ABER es kam natürlich was dazwischen. Wir hatten von Österreichern erfahren, dass in der Gegend ein Leopard ist der gerade eben über den Weg gerannt ist UND, dass bei Klein Namutoni ein Löwe ein Zebra isst und daneben Hyänen und Schakale warten. Und dass um 16:30. Eine Stunde vor Sonnenuntergang… wie unfair. Was bleibt uns anderes übrig als nach Namutoni zu fahren und um einen Schlafplatz auf dem Camp zu betteln. Betteln war nicht nötig. Alles kein Problem. Wir waren ja so fleißige NRW Camper…. Das wurde uns hoch angerechnet. Wer hier schon was gemacht hat sollte immer damit angeben. Das wirkt tatsächlich. Im Nachhinein weiß ich… Ich hätte für keins der Camps vorreservieren müssen.
Teil 1715. Nov. 2012
Um 5°° geht’s ab zum Löwen und wir sind überrascht, dass wir nur noch 2 Autos sind. Wir dürfen weniger als 5 Meter vom Riss entfernt stehen.
GENIAL. Wir bleiben so lang es geht. Bis die Ranger den letzten Check machen. Dennoch sind wir pünktlich zurück. Wir wollen ja niemand verärgern. Nacht 5 und Tag 6 im Park erwarten uns.
Nochmal … was für ein Tag… 4 der Big 5. Löwen Riss, Leopard, Elefanten, Elands, DickDicks Und ich habe eins gelernt. 3 Tage sind zu wenig. 4 Nächte gehen locker. 5 auch. Danach ist aber denke ich gut. Aber wenn man Ausdauer hat, Tiere mag…. 5 Nächte. Jedes Mal wieder.
In dem Sinne, leider muss ich wohl 1-2 Tage Pause machen. Aber Fortsetzung folgt!
Teil 1819. Nov. 2012
😈 Gestern Abend haben wir ja um eine spontane Nacht verlängert. Vor 7 Tagen waren wir das letzte Mal einkaufen! Für uns Mitteleuropäer ist das ja schon ein Abenteuer. Nicht drei Mal die Woche Einkaufen zu gehen. Und das ohne Tiefkühltruhe und einem 40l Kühlschrank, der Engel. Wir schwankten stark zwischen Dosentomaten mit Nudeln…. Oder… BUFFET... nach dem genialen Tag war aber Essengehen in Namutoni angesagt. Unser erstes Mal in Namibia seit Windhoek. Und…. Hmmm… ganz nett. Preislich sicher ok und im Rahmen. Aber…. Bis jetzt war unser selbstgekochtes und Brai deutlich besser. Leider haben wir das die ganze Reise über festgestellt. Wir kochen gerne und auch ganz ordentlich. Wir haben fast immer viel frisches Gemüse gehabt. Und es war immer superlecker. Kaum Einschränkungen. Die 4-mal, welche wir Essen waren…. Das war alles ok, aber nicht herausragend. Aber! Das ist alles kein Problem für mich, wir waren ja auch nicht zum Gourmetessen nach Namibia gefahren. Fazit: Kein Grund zum Meckern….. wir sind hier schließlich im Urlaub.
Sodala… nächster Morgen…. Was machen wir? Klaro… 6°° auf nach Kalkhövel um zu schauen ob unser Leopard wieder da ist. Aber…. Ich denke er hatte heute keine Lust. Zwischen Wasserloch und Abbiegung warten diese drei wunderbaren Exemplare auf uns:
Ihr seht wie früh wir aufgestanden sind…… es ist noch halb dunkel. Aber es hat sich mal wieder gelohnt. Die zwei liegen ganz entspannt neben der Straße. Das Bild ist ohne Zoom
Und die zwei sind sehr fit, auch wenn Sie uns ignorieren und sich sehr viel um sich kümmern. Hier bräuchte man die Mähne nicht um zu erkennen, dass es sich um ein Männchen handelt!
Aber Ich hab ja gesagt… DREI Löwen. Wir haben beide Fenster unten. Und wir waren uns schon die ganze Zeit sehr unsicher ob das eine gute Idee ist. Ständig brüllt ein anderer Löwe. Die Quelle ist aber nicht zu orten. Für den Brüller waren wir sehr wohl zu orten… er war nämlich direkt neben unserem Auto. Hier der Löwe bei dessen Gebrüll mir immer noch eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Komisch dass ein Weibchen mit zwei Männchen unterwegs ist. Was wohl die Erklärung ist?
Der nette Herr ist auf dem Weg zum Wasserloch und nimmt uns ein Stück mit. Wir folgen Ihm im ersten Gang. Er läuft mal auf der Straße und mal neben der Straße und markiert kräftig. Und brüllt und brüllt und brüllt.
Nach einiger Zeit nimmt er die Abkürzung und wir müssen den langen Weg nehmen…. Tja. 1:0 für den Löwen. Eine Zeitlang ist er wirklich an unserem Auto drangeschlichen … GÄNSEHAUT Nachdem durch das Gebrüll am Wasserloch nichts los ist, fahren wir zu den zwei Schmusekatzen zurück. Hab ich schon erwähnt, dass wir das Abenteuer für uns alleine haben? KEIN ANDERES AUTO!!!!! Schon wieder!!! Sowas gibt’s in Etosha halt auch 😉 Die zwei sind mittlerweile schon ärger am schmusen
und er wird offensichtlich aufdringlich. Ich liebe diesen Gesichtsausdruck und die Zungenhaltung dabei. Jeder kann seine Gedanken lesen…..
Und seine Angebetet kann es auch. Madame fühlt sich zu sehr belästigt und weist ihn mit lauten Gebrüll zurecht. Aber er sieht das locker, wenn auch irritiert.
Nach 3 Stunden verlassen wir die Löwen wieder. Ich denke, sie haben genug von uns. Und wir haben so viele Bilder von Ihnen. Und leider kommen mittlerweile auch andere Autos. Aber das ist wohl ok 😉 Wir hatten Stundenlang Löwen für uns alleine. Mehr kann man ja nicht erwarten.
Teil 1920. Nov. 2012
Nach dem Frühstück ziehen wir nochmal los. Und wer kreuzt da unseren Weg? Ein wunderbares (Spitzmaul?)-nashorn. Es geht einfach so über die Straße. Die Szene ist direkt bei Namutoni. 100 Meter entfernt. Faszinierend, wie leicht man Nashörner sehen kann. Aber das Beste kommt noch. Ich denke mal ich muss dazu nichts schreiben:
Genial 😉 Wir fahren nochmal zum Elefantenwasserloch und wie gestern ist viel los. Auch dieses nette Gespann in erstaunlicher Kulisse:
Einerseits finde ich es schön, dass Kadaver liegen bleiben. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob das sooo gut ist. Meine Freundin als Veterinärin ist sich da auch unsicher. Milzbrand ist ja wohl schon ein großes Problem. Und das hier macht die Sache sicher nicht besser. Aber ich hoffe mal, dass die Verantwortlichen wissen was Sie tun. Und prinzipiell finde ich es schön, wenn der Mensch wenig eingreift. Die Eingriffe sind schon so gewaltig im Park. Der Nachmittag ist geprägt von Zwergen-Elefanten… Die folgenden Bilder sind alle innerhalb von 30 Sekunden entstanden…. Und die Geschichte ist einfach nur süß.
Teil 2020. Nov. 2012
Der Nachmittag neigt sich einem Ende. Und damit unser Etosha Aufenthalt. Wir wollen in zwei Stunden in Sachsenheim sein und nehmen noch einen kleinen Abstecher von Namutoni nach Osten:
Eine wirklich einsame und schöne Gegend. Nicht zu viel Wild, aber schön. Viele Sekretärs Vögel bei der Arbeit. Das ist auch was wert. Bei klein Namutoni kommt uns dann noch was Seltenes vor die Linse:
Ein Tier… noch putziger als Bambi. Leider ist das Dickdick sehr flink. Ich bin schon stolz eines gesehen zu haben. Sind ja wohl nicht soooo häufig.
Fazit zu Etosha: Es gibt viele Einsame Ecken. Früh aufstehen! Wasserlöcher im Camp. Es lohnt sich spät abends hinzugehen oder um 4°° morgens aufzustehen. Dann ist man alleine und sieht mit Glück sensationelle Sachen. Hinfahren wenn wo viele Leute sind… war nicht unser Erfolgsmodell und wir haben es auch kaum Versucht Selber Kochen 3 Tage sind zu wenig. Wir hatten 6. Und die gehen rum wie im Flug.